N bringen Nr. 250 „ Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. ener General⸗Anzeige 165. Jahrgang 5 zei b r für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 25. Oktober 1015 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz, Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Eine allgemeine italienische Offensive abgeschlagen. Die Regelung des Lebensmittelmarktes. (WTB.) Großes Hauptquartier, 22. Oktober. (Amtlich. a a Westlicher Kriegsschauplaz. Keine besonderen Ereignisse. 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls . von Hindenburg. Starke russische Angriffe gegen unsere Stellungen in den Seeengen bei Sadewe(südlich von Kosjany) wurden abgewiesen. N Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 5 Prinzen Leopold von Bayern. Auf breiter Front griffen die Russen nordöstlich, östlich und südöstlich von Baranowitschi an. Sie sind zurück⸗ geschlagen; östlich von Baranowitschi wurden in erfolg⸗ reichem Gegenangriff acht Offiziere, 1140 Mann gefangen genommen. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Unser umfassend angesetzter Gegenstoß westlich von Czartorysk hatte Erfolg. Die Russen sind wieder zurück⸗ geworfen. Die Verfolgung ist angesetzt. In den Kämpfen der letzten Tage fielen dort 19 russische Offiziere, über 3600 Mann in unsere Hand, ein Geschütz, acht Maschinengewehre wurden erbeutet. Der gestern gemeldete Verlust einiger unserer Geschütze wurde dadurch veranlaßt, daß russische Abteilungen Nachbar⸗ truppen durchbrachen und im Rücken unserer Artillerie⸗ Linie erschienen. Es sind sechs Geschütze verloren gegangen. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Von der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen hat die Armee des Generals v. Kö veß die allgemeine Linie Arnajewo bis Slatina⸗Berg er⸗ reicht. Die Armee des Generals v. Gallwitz drang bis Selevac, Savanovac und Trnovca sowie bis nördlich Rano⸗ vac vor. Die Armee des Generals Bojadjeff ist nöralich Knjazevac im weiteren Vorgehen. Von den übrigen Teilen der Armee sind die Meldungen noch nicht ein⸗ getroffen. f Von anderen bulgarischen Heeresteilen ist KRuma⸗ nowo besetzt. Veles ist genommen; südlich von Stru⸗ mica ist der Feind über den Vardar geworfen. Oberste Heeresleitung. „ a Ein Leipziger Blatt hatte dieser Tage in einem Tele⸗ gramm an den Reichskanzler wegen der Lebensmittelsorgen angefragt, und der Unterstaatssekretär Wahnschaffe hatte er⸗ widert, daß der Kanzler sich der außerordentlichen Wichtig⸗ keit des Gegenstandes bewußt sei und schleunige Maßnahmen eingeleitet hätte. Wir teilen im vorliegenden Blatte das Wesentliche der bis jetzt getroffenen Anordnungen mit. Sie betreffen vorerst die Regelung der Butterpreise, wobei die in den letzten Tagen mitgeteilten Grundzüge ihre Bestäti⸗ gung erhalten, und ferner neue Erhebungen über die Ge⸗ treidevorräte. Eine ihrem Inhalt nach schon bekannte Ver⸗ ordnung über die Regelung des Fleischmarktes soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Vermutlich werden auch in der Frage der Kartoffelverteilung neue, ergänzende Maßnahmen zu der bereits geltenden Bundes ratsverordnung getroffen worden. Die neue Erhebung über Getreidevorräte soll das Ergänzungsmaterial liefern zu den schon früher durch Schätzung festgestellten Ziffern des neuen Ernteertrages. Sowohl diese frühere wie die nun kommende Feststellung ist nicht ganz zuverlässig. Erst ihre Vergleichung wird uns sichere Unterlagen für die zur Verfügung stehenden Ernäh⸗ rungsmengen in Getreide und Mehl liefern. Der Bundes⸗ rat hat auch noch die frühere Verordnung über die Ver⸗ wendung der Gerstenernte abgeändert. Den ländlichen Wirtschaftsbetrieben sollen in Zukunft 10 Zentner selbst⸗ gezogener Gerste zur Verwendung in eigener Wirtschaft, hauptsächlich als Viehfutter, freigegeben werden. Diese Verfügung war ganz besonders für die Durchhaltung des Federviehes auf dem Lande notwendig. Die über 10 Zentner hinausgehende Gerstenmenge muß auch fernerhin an die Kommunalverbände abgeliefert werden. Vor allem die Kleinbauern, die nur wenig Gerste ziehen und davon noch die Hälfte abgeben mußten, werden aus der Neuregelung Nutzen haben. Alle diese Dinge haben nicht nur eine Augenblicks⸗ bedeutung. Sie sind von ungeheurer Wichtigkeit auch für die künftige innere Politik. Es ist nicht zu verkennen, daß im Volke mancherlei Verstimmungen über unnötige und vermeidbare Preissteigerungen sich geltend machen, und es herrscht vielfach der Eindruck vor, daß unsere Reichs⸗ regierung und die staatlichen Organe noch schneller und entschlossener hätten eingreifen müssen, um Abhilfe zu schaffen. Denn jedermann weiß, daß unsere Lebensmittel⸗ vorräte im Grunde genügen, bei sparsamer und haushälte⸗ rischer Wirtschaft das deutsche Volk ausreichend zu er⸗ nähren, und kein Mensch rechnet mit der Möglichkeit, daß der Aushungerungsplan unserer Feinde gelingen und uns um die Früchte unserer mit den Waffen erkämpften Siege könmte. Gerade weil man diese Ueberzeugung im Herzen trägt, verlangt man im Volke mit Recht nach un⸗ nachsichtlichem Vorgehen gegen Preistreiberei und Wucher. Jede Versäumnis durch die Staatsautorität und ihre Or⸗ gane würde sich später schwer rächen, und mit Recht macht der Reichs⸗ und Landtagsabgeordnete Schiffer im„Tag“ darauf aufmerksam, daß Gefahr im Verzuge und jeder Augenblick kostbar sei. In dem sehr bemerkenswerten Auf⸗ satze des genannten Parlamentariers sind folgende Ge⸗ danken besonders packend und zum Nachdenken auffordernd: Gründlichkeit und Langsamkeit sind ebensowenig gleichbedeu⸗ tend wie Entschlußkraft und Uebereilung; im Gegenteil sind über⸗ stürzte Schritte nicht selten die Folge zu langen Zauderns Nun. scheint man ja an den maßgebenden Stellen jetzt die Sprache und die Entschlußfähigkeit wiedergefunden zu haben; nur hat es etwas lange gedauert, ehe sich dieser höchst wünschenswerte Zustand einstellte. Jedoch reichen die getroffenen Anordnungen weder nach Art noch nach Umfang aus. Zaunächst handelt es sich um die Autorität der Behörden, in erster Reihe derer vom Zivil. Daß die Zivilbehörden vor den militärischen Stellen stark in den Hintergrund getreten sind, kann an sich nicht wundernehmen. Das bringt der Krieg mit sich; und das veraltete Belagerungszustandsgesetz hat noch überdies das seinige getan, um die bürgerlichen Behörden in eine schiefe und schwere Lage zu versetzen. Desto notwendiger ist es, daß sie in dem ihnen verbliebenen Machtbereich sich kräftig behaupten und erfolgreich regen, Fehl⸗ und Uebergriffe, die natürlich auch bei den Militärbehörden nicht ausbleiben, nimmt man verhältnismäßig leicht in Kauf angesichts der ver⸗ ständnisvollen Art und erfrischenden Schneidigkeit, mit der oft wahrhaft volkstümliche Maßregeln von ihnen getroffen und durch⸗ geführt werden. Nun ist freilich nicht zu verkennen, daß sie es auch erheblich leichter haben als die Zivilbehörden. Schon der komplizierte Bau unserer Verfassung, das Verhältnis zwischen Reich und Bundesstaaten, die Menge der Ressorts, die eifersüchtig und nicht selten etwas einseitig ihren Ressortstandpunkt wahren, das Fehlen einer klaren Gewaltenverteilung und eines unzweideu⸗ tigen Unterordnungsverhältnisses— all das und allerlei Mensch⸗ liches und Allzumenschliches, zumal in der Personalunion zwischen Sachverständigen und Interessenten, mag manche Vorgänge und manche Unterlassungen erklären und selbst entschuldigen. Aber da⸗ mit ist der Sache und auch den Behörden nicht viel geholfen. Be⸗ ginnt erst das Vertrauen zu ihnen ins Wanken zu kommen, so ent⸗ steht ein Schade, der nicht über Nacht gutzumachen ist; ein Schade, der auch nicht bloß die Behörden und ihre Mitglieder selbst, sondern zugleich den Staat, den bürgerlichen Staat trifft, dessen Repräsentanten sie sind. Schwächliches Zaudern würde indes wie das Verhältnis des Volkes zur Regierung, auch das der einzelnen Volksteile zueinander gefährden. Schon kann man wieder vernehmen, daß an der wirt⸗ schaftlichen Notlage„die Landwirtschaft“ oder„der Handel“ oder sonst irgendein Sammelbegriff schuld sei. Da hätten wir also den alten Zwist und Streit der Stände und Klassen von neuem und können ganz sicher sein, daß sich auch die politischen Parteien wieder einfinden werden, um ihn für sich nutzbar zu machen. Es gibt kaum etwas Törichteres, aber auch Schlimmeres als diese Ver⸗ allgemeinerungen, die das Zusammenleben des Volkes vergiften, die Fähigkeit für die Erkenntnis der Wahrheit beeinträchtigen und das Streben nach ihr durch leere, verhetzende und verletzende Schlagwörter ersetzen. Die Untersuchung, ob im einzelnen Falle hinter einem hohen Preise unlauteres und verwerfliches Gebaren oder ein sittlich unverfänglicher Grund steckt, verlangt eine ruhige, sachkundige unbefangene und unparteiische Prüfung der Tatsachen. Je länger nun die Mißstände, wie sie jetzt vorliegen, und damit die Erregungszustände dau⸗ ern, die aus ihnen entspringen, desto schwerer sind die Voraussetzungen für eine solche Prüfung zu beschaffen, und desto tiefer fressen sich die Vorstellungen von der Schlechtigkeit eines ganzen Standes ein, um schließlich wieder an die uns vor dem Kriege geläufigen Gedankengänge anzuknüpfen und als schein⸗ bar unausrottbare Begleiterscheinungen unseres Volkslebens in, den Frieden hinüberzugleiten. Endlich ein Drittes. Nicht bloß das Vertrauen des Volkes zur Regierung und das Vertrauen seiner einzelnen Teile zueinander gilt es zu erhalten, sondern auch das Vertrauen zu Recht und Gerechtigkeit. Vieles, was zunächst wie Wucher aussieht, mag sich bei näherem Zusehen ganz anders ausweisen. Die Höhe der Erzeugungs⸗ und Beschaffungskosten, die Vielheit der Hände, durch die ein Gegenstand geht, ohne daß jede einzelne Hand sich übermäßig bereichert, die Einheitlichkeit des Wirtschafts⸗ oder Geschäftsbetriebes, in dem der Gewinn aus der einen Ware bis zu einem gewissen Grade den Verlust aus anderen ausgleichen, muß, solche wirtschaftlichen Zusammenhänge, die nicht immer leicht zu erfassen und zu übersehen sind, werden manchen Vorwurf nach der persönlichen und sittlichen Seite hin entkräften und ihn höchstens noch rein objektiv gegenüber der unzweckmäßigen Organisation und Entwicklung, unserer Volkswirtschaft gerecht⸗ fertigt erscheinen lassen. Aber ein Rest, ein Bodensatz wird sicher⸗ lich übrig bleiben, bei dem auch die sorgfältigste Analyse reinen Wucher oder verwandte Aggregatzustände der moralischen Chemie feststellen wird. Da heißt es nun zugreifen und aufräumen; weit, weit mehr, als es bisher geschehen ist. Herr Schiffer trägt diese Gedanken in einer Zeit vor, wo sie nicht etwa durch die neuen Lebensmittelverordnun⸗ gen überholt sind. Es gilt jetzt, die Bestimmungen schnell in die Praxis zu überführen und etwa notwendige Ergän⸗ zungen nicht auf die lange Bank zu schieben. Herr Schiffer schreibt u. a. noch, daß in den Maschen der bisherigen Rechtsvorschriften im allgemeinen nur erst einige armselige Gründlinge sich gefangen hätten, die großen Hechte schwäm⸗ men noch unbehelligt umher. Die Kriegs gewinn⸗ steuer ist heute für die unter den unnötigen Preissteige⸗ rungen leidenden Volkskreise nur ein magerer Trost.„Man statuiere Exempel und gebe dem beleidigten Rechtsgefühl unseres Volkes wenigstens eine Abschlagszahlung auf die Genugtuung, nach der es verlangt.“ 2 5 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. Oktober. Russischer Kriegsschauplatz. In Ostgalizien herrschte Ruhe. Bei Nowo⸗Alek⸗ siniec setzten die Russen ihre Angriffe fort. Unsere Front wurde vor dem Druck überlegener Kräfte in einer Breite von fünf Kilometern auf 1000 Schritt zurückgenommen. Alle Vorstöße, die der Feind gegen diese neue Stellung führte, brachen ebenso wie andere auf unsere Front östlich von Za⸗ locze unter dem Kreuzfeuer unserer Batterien zusammen. Die Kämpfe am Styr nahmen an Heftigkeit zu Die Russen hatten, starke Kräfte aufbietend, in den letzten Tagen westlich von Czartorysk einen Keil in die Front der deutschen und österreichisch-ungarischen Stellung getrieben. Gestern gingen wir nach Heranführung von Reserven zum Gegenangriff über. Der Feind wurde bei Okonsk von drei Seiten gefaßt und geworfen. Seine Versuche, diesen bedrängten Abteilungen durch Angriffe nordwestlich von Czartorysk und gegen Kolki Luft zu schaffen, scheiterten am Widerstand der deutschen Truppen. Die südlich von Kolki kämpfenden Truppen des Generals Graf Herberstein brachen zuletzt selbst überraschend aus ihren Gräben vor und trieben den Gegner, zwei Offiziere und 600 Mann gefangen neh⸗ mend, in die Flucht. 5 Insgesamt wurden bei den noch nicht abgeschlossenen Kämpfen am Kormin und am Styr seit dem 18. Oktober 15 russische Offiziere und 3600 Mann als Gefangene, ein Geschütz und acht Maschinengewehre als Beute eingebracht. Auch gegen unsere Streitkräfte in Litauen unter⸗ nahm der Feind mehrere Angriffe, die zum Teil bis an un⸗ sere Stellungen führten, aber alle restlos abgewiesen wurden. Italienischer Kriegsschauplatz. Wie erwartet, hat gestern vormittag nach mehr als 50stündiger Artillerie vorbereitung der all⸗ gemeine Ansturm der Hauptkräfte des italienischen Heeres 2 gegen unsere Stellungen im Küstengelände begonnen: der dritte in fünfmonatiger Kriegsdauer. 5 Auf dem Krn an den Stellungen des Tolmeiner Brückenkopfes und namentlich am Plateaurande von Do⸗ berdo wird erbittert gekämpft. Der gegen den Krn⸗Stütz⸗ punkt angesetzte Angriff des Mobil⸗Miliz⸗Regiments Nr. 119 brach unter außerordentlich schweren Verlusten zusammen. Ein zweiter Angriff in diesem Raume scheiterte im Feuer unserer tapferen Verteidiger nach kurzer Zeit. Das Vorfeld 955 italienischen Stellungen ist mit italienischen Leichen bedeckt. Am Tolmeiner Brückenkopf richteten sich die feindlichen Angriffe hauptsächlich gegen den Mrzli Vrh und den Südteil unserer Verteidigungsfront. Alle Angriffe wur⸗ den blutig abgewiesen. An einzelnen Stellen, wo der Geg⸗ ner beim ersten Sturm in unsere vordersten Linien ein⸗ drang, warf ihn ein Gegenangriff wieder zurück. Auch hier sind die Verluste der Italiener sehr groß. 1 Am Monte San Michele drangen starke feindliche Kräfte am Nachmittag in unsere Schützendeckungen ein. Durch den folgenden Gegenangriff wurden sie überall zu⸗ rückgeworfen. Die früheren Stellungen sind wieder in un⸗ serem Besitz. 5 5 Nach mehrfachen Angriffen gelang es den Italienern, auch im südlichen Nachbarabschnitte in unsere Schützen⸗ gräben einzudringen; keiner von ihnen kam zurück. Die Südwestfront der Hochfläche war gleichfalls der Schauplatz blutigen Ringens. Die Kämpfe führten vielfach zum Handgemenge. Die Verluste des Feindes sind hier besonders schwere. Während der eben verflossenen Nacht dauerten die Kämpfe auf der Hochfläche von Doberdo mit unverminderter Heftigkeit fort. 5 In Kärnten wurden schwächere Angriffe am Hoch⸗ weißenstein(Monte Peralba) in der Plöckengegend und im Seebach⸗Tale abgewiesen. 5 5 An der Tiroler Front nach wie vor heftige Ge⸗ schützkämpfe. In den Dolomiten brachen sich neue italie⸗ nische Angriffe an unseren feften Stellungen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Offensive der Verbündeten in Serbien machte auch gestern überall Fortschritte. Oesterreichisch⸗ungarische Truppen der von General v. Köveß befehligten Armee er⸗ stürmten, gegen die Kosmanj⸗Stellung vordringend, die süd⸗ lich der Ralja aufragende Höhe Slatina. Die beiderseits der unteren Morava vordringenden deutschen Streitkräfte gewannen die Räume nördlich von Palanka und Petrovac. Vranje, Kumanowo und Belez im Vardar⸗Tale sind in der Hand der Bulgaren. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *** Das Vordringen der Bulgaren. 8 Berlin, 23. Okt. Nach einer Pariser Meldung der „Berlingske Tidende“ ist laut„Berliner Tageblatt“ Ues⸗ küb geräumt worden. Bei Kotschana stehe eine große Schlacht bevor. Die Bulgaren dringen über Veles(Kö— prülü) gegen Monastir vor. Die Bahn nach Ris lo- wie sei von den bulgarischen Truppen, die hier ein Lager bezogen, besetzt worden. In Saloniki sollen neue Truppen der Allierten ankommen und nach der Front ziehen. Die schwere deutsche Artillerie. Berlin, 23. Okt. Auf die Serben wirkt, übereinstimmen⸗ Berichten der Blätter 2 ae entmutigend die were deutsche Artillerie. Der Sitz der serbischen Regierung nach Krajewo verlegt. Bukarest, 22. Okt.(W Nichtamtlich) Der„In⸗ dependance Roumaine“ zufolge ist der Sitz der serbischen Regierung nach Krajewo verlegt worden, da der Weg nach Monastir nicht mehr frei ist. Ein Armeebefehl des Königs von Serbien. Berlin, 22. Okt.(Priv.⸗Tel.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus dem Kriegspressequartier vom 21. Oktober: Der serbische König Peter hat am 2. Oktober einen Armeebefehl erlassen, in dem es heißt: Ich, der ich zu eurem König bestimmt wurde, besitze nicht mehr die Kraft, an der Spitze meiner Armee den Verteidigungskrieg auf Tod und Leben . zu führen. Ich bin ein schwacher Greis, der euch alle nur . segnen kann. Aber ich schwöre euch, sollte uns die Schmach zuteil werden, daß wir unterliegen, denn werde auch ich nicht den Untergang des Vaterlandes überleben. 5 Dedeagatsch von der englischen Flotte beschossen. Sofia, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgar. Telegraphen⸗Agentur. Die englische Flotte 8 hat heute Dedeagatsch beschossen, ohne wesent⸗ N lichen Schaden anzurichten. 5 Das Eiserne Kreuz für den König von Bulgarien. Sofia, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die Bulgarische den sch dem König von 55 das Eiserne Kreuz zweiter und erster die leihung hat in Bulgarien größte dankbarste Befriedigung hervorgerufen und wird als ein Zeichen besonderer persön⸗ licher e des Deutschen Kaisers für den König, sowie als beredter Beweis dafür angesehen, wie hoch die Waffenbrüderschaft der kriegserprobten bulgarischen Armee von Deutschland bewertet und mit welcher Zuversicht der Sieg der bulgarischen Sache erwartet wird. 2 8 7 Bon den Dardanellen. Konstantinopel, 22 Okt.(WT. Nichtamtlich.) Meldung des Wiener K. K. Telegraphen⸗ und Korrespon⸗ denzbureaus. Zu den Meldungen, daß die Engländer und Franzosen die Halbinsel Gallipoli räumen würden, erfährt ein Berichterstatter aus unterrichteter Quelle, daß die bis jetzt vorliegenden Angaben die Annahme l zulassen, daß zwei srangchische Divisionen, die erste und pPpeite, also sast sämtliche Franzosen, und die zehnte eng⸗ 1 lische Division das Lager auf Gallipoli bereits dperlassen haben. Die Truppen, die zu diesen beiden f französischen Divisionen gehören, sind bereits unter den . 52 5 8 59 8 5 W 175 heißt, die abziehenden Franzosen hätten ihre Sta raht⸗ verhaue zerstört. Bisher ist hier nicht bekannt, ob größere englische Einheiten die Halbinsel verlassen haben. KRonstantinopel, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront beschoß unsere Artillerie bei Anafortd eine vom Feinde am Asmakdere erbaute Barrikade und vernichtete sie nebst drei dort t kräftige Erwiderung unserer Geschütze die feindlichen Batterien am Lande und auf der See, welche unsere Stellungen eine Zeit⸗ lang wirkungslos beschossen, zum Schweigen. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr warf der Feind ungefähr 1000 Granaten auf unseren Sitzung des Unterhauses sagte Mac Anfrage, die Verantwortung für die Verteidigung von London habe in erster Linie die Admiralität. Das Amt des Innern sei für die Beleuchtungsfrage und andere nichtmilitärische Maßregeln verant⸗ wortlich, Der Befehlshaber des Geschützwesens sei Admiral Scott. Grey lehnte die Beantwortung einer Anfrage über das beabsich⸗ tigte russisch⸗japanische Bündnis ab, da solche Nach⸗ richten vertraulich seien. Der e e Tennant sagte, er könne augenblicklich leine 8 19 8 1775 ne auf Galli 0 19 2 820 3. ie Hautkrankheit, deren Ziff jedoch seit Anfang Delegraphen⸗Agentur erfährt, daß Kaiser Wilhelm 5 1 ren Biffern jedoch sang 5 tungen. lasse verliehen hat. Die Ver⸗ und Ferner bestätigte Tennant, daß 30000 Rekruten brauche. Lloyd dr ge daß die Zahl der unter Staatskontrolle sich befindlichen tionsfabriken auf 1002 gestiegen sei, Lloyd George sagte ferner, daß Asquith am i Sitzung des Oberhauses sagte Lord Strach geschütze gegen die Luftschüffe scheinen am 0 Besche erfolglos gewesen zu sein, wie in früheren Fällen. Die — gehabt zu haben. bee paß wien e getroffen. Die Erklärung im Unter⸗ ause, da gestiegen seien, klinge fast spaßhaft. Lord i auf die technischen Schwierigkeiten bei den Abwehrgeschützen hin. Es wäre anders, wenn die sich in den Schützengräben Erfahrung in der Bekämpfung feind⸗ beleuch ganisation zur Abwehr vonshire erklärte, dafür, daß ein Die Beschränkung der Regierung täte ihr Best nen Eine vorherige Warnung sei unzweckmäßig, da sich dann 118 größere Zuschauermengen aufgestellten Maschinengewehren. Bei Ari Bur un brachte die S 5 England 300 090 Mann auf den Ball die Wehrpflicht einführen müsse. Der Mitarbeiter fährt fort: Trotz der augenblicklichen Windstille infolge der Erkrankung As⸗ quiths sind die Kennzeichen politischer Unrast sehr bemerklich. Es ist nutzlos, die Tatsache zu verbergen, bringen ließ, ws sie der Form halber einige Zeit bis zur end glfigen Entlassung gepflegt wurden. In dem Spital sollen öfters wahre Bugen gefeiert worden sein. Keine weiteren Anleihen Englands und Frankreichs in Amerika. London, 22. Okt.(zens. Frkft.) Reuter meldet aus New „Die Firma organ teilt mit, daß weder England noch Frankreich die Absicht hätten, in Zukunft weitere Anleihen in den Vereinigten Staaten abzuschließen. 1 Ans Amerika. London, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Morning Post“ meldet aus Vashington unter dem 20. Oktober: Der demo⸗ kratische Senator für Montana schlägt vor, das Stagtsdefizit durch eine Aus fuhrsteuer von 20 Prozent auf Muni⸗ tion und Kriegs vorräte zu decken, die während der Kriegs⸗ dauer 600 Millionen Mark einbringen würde. Der Korrespon⸗ dent des Blattes fährt fort: Die deutschen Kongreßmitglieder wer⸗ den sich sicher dieser Idee bemächtigen, um die Kriegsausfuhr zu hindern. Die Idee wird auch denen einleuchten, die weitere Steuern für Rüstungszwecke bekämpfen. 5 Aus dem englischen Parlament. London, 21. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) In der gestrigen Namara auf eine verläßlichen Ziffern über Erkran⸗ poli geben. Die Dysenterie sei Oktober einen lichen Rückgang zeigten. Tennant sagte ferner, die Vorberei⸗ für die Winterzelte an den Dardanellen seien getroffen die Wellblechzelte in zerlegtem Zustande abgesandt worden. Kitchener wöchentlich oyd George teilte mit, Muni⸗ Dienstag wieder im Hause anwesend sein werde. London, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) In der gestrigen ie, die Abwehr⸗ letzten Mittwoch änkung der Beleuchtung scheint nicht die geringste Wirkung In Parls wurden vorzügliche Maßnahmen nur drei Flugzeuge während der Luftangriffe auf⸗ Sydenham wies sie von Mannschaften bedient würden, icher Flugzeuge erworben haben. Die Einschränkung der Straßen⸗ tung ginge zu weit. Der Redner betonte den Unterschied n der Verteidigung von London und Paris und beklagte das ange Zögern, ehe etwas zur Schaffung einer ordentlichen Or⸗ . 5 schehen sei. Selbst die jetzige Organi⸗ ation scheine unzuverlässig zu sein. Ter Herzog von De⸗ die Admiralität habe keinen Beweis Luftschiff herabgeschossen worden sei. Beleuchtung sei vorteilhaft gewesen. Die „um die Verteidigung zu vervollkomm⸗ auf den Straßen zusammendrängen 3 5 Carsons Standpunkt. London, 22. Okt. arische Mitarbeiter an daß eine Bewegung linken Flügel, ohne Schaden anzurichten. Sonst nichts von Be⸗ besteht, Asgquith, Grey und andere Minister zu 5 deutung. stürzen. 5 a 8. 1 Sine Auszeichnung des türkischen Großwesirs. e 5 1 Naonstantinopel, 23. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Der der Seekrieg. österreichisch-ungarische Botschafter⸗ Markgraf Palla vicini, überreichte vorgestern dem Großwesir das Abzeichen des Groß⸗ kreuzes des Sankt Stephanordens. Aus diesem Anlaß veröffent⸗ lichen die Blätter Artikel, in denen hervorgehoben wird, daß die f Auszeichnung einen ganz besonderen Wert habe, weil sie einen neuerlichen Beweis der hohen Wertschätzung bilde, welche Kaiser Franz Josef der zwischen Oesterreich⸗Ungarn und der Türkei bestehenden Verbindung und Freundschaft entgegenbringe.— Der österreichisch⸗ungarische Botschafter war, als er auf der Rückkehr von seinem Urlaub Bulgarien passierte, Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit und Zuvorkommenheit seitens der bulgari⸗ schen Regierung. Im Auftrage des Ministerpräsidenten Ra⸗ doslawow wurde dem Botschafter für die Strecke Rustschuk⸗ Konstantinopel ein besonderer Salonwagen zur Verfügung gestellt. 5 5 Der status quo im Westen. 510 Berlin, 23. Okt. Schweizer Blätter melden aus London: Die Militärkritiker der„Morning Post“ und der„Times“ stellen fest, daß die Unmöglichkeit, die deutschen Linien in Frankreich zu durchbrechen, praktisch erwiesen sei. Da auch die Deutschen die Sprengung der Linien der Verbündeten nicht zuwege brächten, ergebe sich auf Monate hinaus der status quo im Westen. Rücktritt des luxemburgischen Ministeriums. „ 22. Okt.(Zens. Frkft) Nach dem Do de Eyschens hatte die Großherzogin die Regierung gebeten, unter dem Vorsitz des bisherigen Finanzministers Mon⸗ genast die Regierungsgeschäfte weiterzuführen und das Ministerium zu ergänzen. Spee een sind in prinzipiellen Fragen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der e entstanden, weshalb die Regierung gestern abend ihre( ntlassung gegeben hat. Berlin, 23. Okt. Die Schwierigkeiten in Luxemburg, über die 7 7 5 das W. T. B. berichtete, sollen nach dem„Berliner Tageblatt“ auf dem Gebiete der iuneren Politik liegen und mit der Ausführung des gleich westlich von Ystadt von einem d boot beschossen, wobei ein Mann schwer verwundet wurde. Eine Untersuchung der schen Fahrzeuge sind in ist dahin abgegangen. bericht reichisch einen italienischen Dampfer. .—..—...—.—.—— das Feld. Aber nicht Weile. Da muß die Aber schon vor dem 8 Kleide der Hoffnung. Wachsen bis hin das Mattwerden. tötenden Winter. Denn sie der Frühling, Sonne und Licht wird sein Ein deutsch⸗schwedisches Mißverständnis. Stockholm, 22. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das von dem Werkstättenfahrzeug„Blenda“ begleitete schwedische Unter⸗ eeboot„Hvalen“ wurde heute morgen bei Kap Abbakas eutschen Vorposten⸗ Einzelheiten ist eingeleitet. Beide schwedi⸗ Ystad angekommen; auch ein Torpedoboot Der schwedische Gesandte in Berlin ist beauf⸗ wegen des Zwischenfalles einzureichen. hat sich unmittelbar nach dem Bekannt⸗ 5 8 (TB Nichtamtsich.) Von einem Sonder⸗ Wolffschen Bureaus wird gemeldet: Ein öster⸗ zungarisches Unterseeboot versenkte 5 0 22. Okt. statter des Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 23. Oktober 1915. Sonntagsgedanken. Der Landmann streut das Korn und den Weizen auf um morgen zu ernten. Das hat noch Saat erst noch den Winter überstehen. Winter überzieht sie das Feld mit dem 8 0 Die Bäume werden kahl. Die ge trüber. Die Saat aber ist das Bild der Hoffnung auf 1 755 Ziel der Reife. Sie kämpft wider Sie kämpft sich auch durch durch den leben⸗ weiß, dann wird der Bräutigam, kommen und sie erlösen, und ein Leben voll wir bis zur Vollendung, zur Ernte. Deutschland ist ein Landmann, der seinen Samen streut, können. Der Samen muß von a g 0 um einst edle Frucht ernten zu Schulgesetzes zusammenhängen. dem Speicher 3 mid werden auf das Land und muß verwesen. Aber edle Keime k rvor. 1„Der Pariser Bestechungsskandal. Werden sie den Winter überstehen? Sie sollen impfen lber 1 Paris, 22. Okt.(WT. Nichtamtlich) Die Beste⸗ die Kälte des Winters, wider Eigennutz und Parteigeist, chungs angelegenheit wird nach Blättermeldungen wider das Unkraut der Zwietracht. Aber wie die Saat im „Journal“ Herbst keimen sie, in Hoffnung, ein Frühling und ein eeinen sehr erheblichen Umsang annehmen. Das berichtet, daß etwa 300 Personen in die An ge⸗ legenheit verwickelt sind. Bisher sind drei Stabs⸗ ärzte, drei Generalstabssekretäre und 13 Kaufleute ver⸗ haftet worden. Die Seele des Unternehmens war der Stabs⸗ 5 arzt Lombard, der jene Personen, die vom Militärdienst i f besveit werden sollten, in das Hilfsspital nach Neuillh Sommer wird kommen. Völker! Wohl haben wir zu verwundern. Möget ihr denn auch die Früch „Das war Unkraut, was ihr esät habt, ihr vielen ö schon den Samen gesehen: daß es licht solcher Same war, wie ein rechtschaffener Landmann hn sät. Daß solche Pflanze draus hervorwuchs, ist nicht te ernten! * ernten. Hört es alle, Was der Mensch sät, das wird er Hört es ale, die ihr in Deutschlands Gauen wohnt, alle, die ihr in der Ferne den Widersa urücktreibet! Wir leben nicht für heute. Sondern 5 ff aatzeit. Die ec soll die Ernte bringen. Und dann wollen wir edle Frucht ernten. 8 1 ** Stadttheater. Aus dem Theaterburegu schreibt man uns: Im Spielplan überwiegen zur Zeit die Sale ee Charakters, die noch von der So pielzeit her größtenteils feststehen und daher gute Aufführungen N Ernste Werle, wie„Kabale und Liebe“,„Falissement“,„R von Zalamea werden vorbereitet.— Die morgige Sonntag⸗Abendvorstellung wird in„Filmzauber“ der neuen Soubrette Frl. Zonder⸗ dan vom Magdeburger Stadttheater und dem neuen. Komiker Herrn Eugens vom Danziger Stadttheater 95 geben, sich in ausgesprochenen 8 zu zeigen. Der Nach⸗ mittag bringt den bekannten. wank„Die spanische Fliege“, der erst jüngst wieder bei einer Aufführung im Nauheimer Kur⸗ theater, die hauptsächlich von Militär besucht war, die stürmische Heiterkeit unserer Feldgrauen erweckt hat. 5 * Gießener Freilichtbühne. Der ute abend punkt 8 Uhr in der Neuen Aula begi ünstler⸗ abend der Freilichtbühne sei noch einmal dem zahlreichen Besuche der Bürgerschaft empfohlen. Von dem künstlerischen Wert des Programms abgesehen, gibt er indirekt eine schöne Gelegenheit, unseren 116ern die alte Garni⸗ sonstadt um die Weihnachtszeit in. Erinnerung zu bringen. Von dem vollen Reinertrag sollen bekanntlich Weihnachtsgaben für die Vergessenen 0 Regiments be⸗ schafft werden. Aus dem mannigfaltigen Programm sei noch erwähnt, daß Herr Steinhofer vom Stadttheater u. a Wildenbruchs„Hexenlied“ bringen wird. * Anlagemusik. Morgen vormittag 115 findet in der Südanlage, Konzert statt, ausgeführt von der le des Landst.⸗Inf.⸗Ersatz⸗Batl. Gießen. Die Spielfolge verzeichnet: Choral„Wie schön leuchtet der Morgenst%, Ouvertstre z. Op. „Nabuchodonosor“ von Verdi; Pi r und Lied an den Abend⸗ stern aus Tannhäuser von R. Wagner;„Mondnacht auf der Alster“, Walzer von Fétras; Kaiser Wilhelm I. Gruß an sein Volt, Charakterstück von Eilenburg; Abschied der Gladiatoren, Marsch von Blankenburg. 5 „Oberhessischer Kunstverein. In der Gemälde⸗ Ausftellung im Turmhaus am Brand ist nun der neue Raum, worin die Sammlung der Dr. Hans⸗Bock⸗Gedächtnis⸗Stiftung untergebracht ist, fertiggestellt und morgen Sonntag zum erstenmal der Oeffentlichkeit zugänglich. Außer dieser Sammlung bringt die Ausstellung noch weitere 80 Gemälde bekannter Meister. Ge⸗ öffnet ißt die Ausstellung täglich, außer Samstags, von 11 bis 1, Mittwochnachmittags auch noch von 3 bis 5 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Vortrag im Frauenverein. Am Mittwoch, den 27. Oktober, wird Herr Prof. Dr. Roloff auf Ver⸗ anlassung des hiesigen Frauenvereins einen Vor über das von Tag zu Tag mehr in den Vordergrund tretende Thema: Die orientalische Frage und Deutsch⸗ land halten. Es sei auf die Anzeige in heutiger Nummer berwiesen und ausdrücklich bemerkt, daß selbstverständlich auch Männer zu dem Vortrage willkommen sind. Volksbad. Im 798 Vierteljahr wurden im Volksbad im ganzen 28317 Bäder abgegeben gegen 33 749 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies ergibt einen Ausfall von 5432 Bädern im letzten Quartal. Im ein⸗ zelnen verteilen sich die Bäder wie folgt: mmbad 11 408(15 567), Volksbäder da 10 Pfg. 3480(3732), Wannen⸗ bäder 5713(5704), Brausebäder 7448(8526), Dampfbäder 268(240). Landkreis Gießen. ODorf⸗Gill, 21. Okt. Heute erhielt der Landwirt und Mee Andreas Geißler von hier die amtliche Nachricht, daß sein 19 jähriger Sohn Eduard, der bei emem In⸗ fanterie⸗Regiment in Rußland stand, am 24. September an einem am 23. September erhaltenen Brustschuß im Feldlazarett ge⸗ stor ben sei.— Die zugunsten der in russischer Gefangen⸗ schaft schmachtenden Deutschen am Erntedankfest erhobene Kirchenkollekte ergab die Summe von 127 Mark.— In diesem Jahre macht sich der Mangel an Arbeitskräften recht fühlbar. So sind trotz der hier tätigen russischen Gefangenen die landwirtschaftlichen Arbeiten etwa um drei Wochen gegen sonst zurück Ein Glück ist es nur, daß bis jetzt immer trockenes Wetter herrschte— Bei einer heute hier abgehaltenen Wal dfagd wur⸗ den 13 Rehe, 16 Hasen, 1 Fuchs und 1 Fasan erlegt. 1 Kreis Büdingen. N 5 i Büdingen, 22. Okt. Im Kampfe fürs Vaterland st ar h der Reservist Geyer. Jugendwehren des Kreises an. Nidda, 21. Okt. Die ö K Büdingen hielten am letzten Sonntag vormittag eine größere Ge⸗ fechtsübung in der Nähe unserer Stadt ab. Der Vorsitzende des Jungdeutschlandhundes in Hessen, General Freiherr von Heyl, wohnte der Uebung hei, um die Jugendwehren zu be⸗ sichtigen. Nach Schluß des Gefechtes fand eldgottesdienst statt. Pfarrer Kalbhenn⸗Ober⸗Mockstadt hielt die Predigt. Nach dem Gottesdienst wurde nach dem Himmelsbachschen Ge⸗ lände marschiert, wo abgekocht wurde. Hier brachten dann die Ju⸗ gendwehren in fröhlicher Stimmung den Nachmittag zu. Kreis⸗ rat Geheimerat Böck mann gedachte in einer Ansprache un⸗ seres tapferen Heeres und seiner Führer. Sein Hoch 1 unserem Kaiser, dem e unserem Heer. Die Uebung hatte 1 Leitung von Offizieren der Friedberger Garnison statt⸗ gefunden. n 5 i 4 n. Ortenberg, 22. Okt. Der weithin bekannte zKaale Märt“ findet in diesem Jahre am 1., 2. und 3. November statt. Am 1. Tag ist Fohlen⸗ und Pferdemarkt, am zweiten werden nur Schweine und Rindvieh aufgetrie⸗ ben, während am 3. Tage„Leutmärt“ und Krammarkt 1 wird. Lustbarkeiten finden des Krieges wegen nicht statt. g e f i Kreis Alsfeld.„ 5 ö „Alsfeld, 22. Okt. In der„Hofstatt“, einem sehr eng gebauten Stadtteil, vernichtete ein Brand das Anwesen des H. itzers Wilhelm Hoch. Eine weitere Ausde! hnung des Brandherdes auf den schwer bedrohten Stadtteil ver⸗ Aan neben der Feuerwehr besonders die Mannschaft des andsturmbataillons. Aeta,. n n. otken, 22. Die sische Dapferkeits medaille wurde dem Dragoner Karl Bing vom Dragoner⸗ i ee ee en ee, Jahren sta rb d n. Rain rod, 22. Okt.. v. arb der Musketier Konrad Kröll vom Res⸗Inf-⸗Regt. 88 an seinen 5 l e e eee 01 n. Burkhards, 0 3 0 fa i Heldentod der Musketier Karl Schrem!„ 22 Jahre alt. stand bei dem 222. Res.⸗Inf.⸗ 0 f Walt 105 qu. Ober ⸗Lais, 21. Okt. Der Sohn unseres Försters Schickedanz, Wilhelm Schickedanz, Sber⸗Heizer auf einem Linienschiff, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Er ist der zweite Krieger unserer Gemeinde, dem die Auszeich⸗ 1 zuteil wurde.— In unseren r findet man augen⸗ blicklich die schönsten, voll ausgereiften Er beeren— gewiß eine Seltenheit für unsere Gegend in der gegenwärtigen Jahreszeit. E. Laubach, 22. Okt. Wiederum hat der Krieg aus unserer Stadt ein schweres Opfer gefordert. Es ist das siebzehnte. Der Spenglermeister Herbener ist vor etwa zwölf Tagen, nachdem er lurz vorher in Urlaub hier weilte, im Kampfe gegen die Russen gefallen. Er hinterläßt eine Witwe mit drei noch kleinen Kindern. E. Flensungen, 22. Okt. Im K se geg zosen fiel am 13. Oktober der aus 11 1 2 Ernst Schumann. Er war nur etwa 122 im„als ihm das feindliche Geschoß tödlich traf. E.Hlein⸗Eichen, 22. Okt. Im Felde verwundet Wirrde der von Flenfungen nach hier verheiratete Schreinermeister Otto Peppler. Er hatte sich als Freiwilliger ins Feld ge⸗ . Kreis Friedberg. Friedberg, 22. Okt. Zur bleibenden Erinnerung an den Weltkrieg richtet die Stadt unter Leitung des Stadt⸗ archtvarg Prof. Dreher ein Kriegsarchiv ein, das alle auf Friedberg sich beziehenden Zeitungen, Zeitschriften, Briefe, Bilder, bücher, Photographien usw. bergen soll, ferner sollen für das Museum Waffen, Geschosse, Uniformen und r gesammelt wer⸗ den. Endlich hat man mit der Einrichtung einer Ehren⸗ tafel begonnen. Diese soll die. aller Fried⸗ ber, enthalten, die während des Weltkrieges auf den oder in den Lazaretten den Tod fürs Vater⸗ land erlitten. Die Eh fel kommt im Waffensaal des 1 Museums zur Aufstellung. A Bad⸗Nauhetm, 22. Okt. Bis zum 21. Oktober 1915 sind 31679 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis zum 21. Oktoher 1915 287 072 abgegeben. gurl 1 14 Sende bel Geben, wh ö ler hardt, zur Stei i Gießen, und 1 5 555 Schlipp feiern am 25. Oktober ihre Silber⸗ ochzeit. 0 i Nieder⸗Erlenbach, 22. Okt. Nach längerem Leiden starb im 68. Lebensjahre der seit zwei Jahren im Ruhestand lebende Lehrer Heinrich Metzler. Eine lange Reihe von Jahven wirkte derselbe segensreich an hiesiger . Hessen⸗Nassau.. ra. Rodheim a. d. Bieber, 22. Okt. Für die Kriegs⸗ gefangenen in Rußland wurden in hiesiger Gemeinde 648 Mk. gesammelt.. ra. Erumbach, 22. Okt. In unserer kleinen Gemeinde wurden 185 Mk. für die Kriegsgefangenen in Ruß⸗ eee N ra. Gladenbach, 18. Okt. In der Ortsgruppe Gladen⸗ bach wurden für unsere Gefan in Rußland gesammelt: Gladenbach(Stadt) 607.65 Mk., Gladenbach. 356,50 Mk., Weidenhausen 210,20 Mk., Bottenhorn 160,05 Mk., Hartenrod 528,55 Mk. N 140 Mk., Hermannstein 169,70 Mk., Rodheim 648 Mk., Crumbach 185 Mk. und Niederweidbach 197 Mk. — Frankfurt a. M., 22. Okt. Der Opfertag für die ge⸗ angenen Deutschen in Rußland erbrachte 151 190 ark; hiervon sammelten die Schulkinder auf den Straßen allein 60 100 Mk. Bisher sind 10000 Pakete Liebesgaben von der Summe beschafft und in 26 Eisenbahnwagen über Stockholm nach Rußland geschickt worden.— Nachdem 3 11 Millionen Mark für Kriegsfürsorgezwecke von der Stadtverordnetenver⸗ 8 bewilligt worden sind, wird dieser vom Magistrat eine lage um Bewilligung weiterer 5 Millionen Mark unterbreitet ee r e e monatli de au wird von. der Stadt ein gleicher Betrag gewährt. Für jedes Kind und sonstige Familienangehörige erhöht die Stadt den neuen Reichs⸗ zuschuß von monatlich 1.50 Mk. um 50 Pfg. ul. Limburg, 22. Okt. Das am 20. Oktober erlassene Kartoffelausfuhrverbot für den Kreis Limburg ist heute wieder auf gehoben worden. Universitäts⸗ Nachrichten. u wen ent ach Phe: 505 e de der Abtei⸗ wissenschaftl grap sität — Dr. Seddig, wurde 5. . Gerichtssaal. Berlin, 22. Okt.(Priv.⸗Tel.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus München⸗Gladbach: Die Strafkammer ver⸗ urteilte den Landwirt Au gust Schumacher aus Stein⸗ hausen, der Kartoffeln zu 8 Mark für den Zentner verkaufte, zu drei Monaten Gefängnis und 1500 Mk. Geldstrafe. 8 Märkte. Gießen, 23. Ott. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 2,10— 0,00, Hühnereier das Stück 17 Pfg., Käse das Stück 7—9 Pfg., Käsematte 1 Stück 3—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,40—0,00 Mk., Hühner das Stück 1 Seel— o pie ale Bahnhofstraße 34 Bahnhofstraße 34 Ab heute: „Die Launen einer Weltdame“ Fautastisches Drama in 3 Akten mit Fränlein Tilla Dirieux und Hugo Slink in den Haupt⸗ rollen und das übrige 3861 erstklassige Beiprogramm e e ee g Zöpfe! Wasserdichte 8 e eee keiten, Toupels, Scheitel und * Perücken werden 5 5 billig angefertigt. mitWollfutter Mk. 12] Pyrte erden gefürpt. 5 5 Damenkopfwaschen mit außerordentlich Frisur 1 Mk. 17314 bewährt u. viel verlangt ( Pfd.-Paket per Post). H. Tichy, Seltersweg 43 Westen in Leder, Pelz,[ Ecke der Goethestraße. 98 Auswahl Kinderwagen Kinderstühle Kinderbetten Aufl Wunsch 5 Tellzahlung. 1 J. Ittmann 5 2,00—2,50 Mk., Hahnen 1,50— 2,50 Mk., Gänse d. Pfd. 1,20—1,30 Mk., Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,20—1,24, Kuhfleisch 110—00 Pfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20— 1,24 Mk., Schweine fleisch das Pfund 1,90 0,00 Mk., Kalbfleisch das Vid. 1,20— 1,24 Mt., Hammelfleisch das Pfund 100—116 Pig. Kartoffeln 1 3tr. 3,50 bis 4,00 Mark, Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., bessere 00—00 Pfg. Spinat 20— 25 17 das Pfund; Wirsing 10—15 Pfg. das Stück, Gelberüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Kohlrabi 6—8 Pfennig das Stück, Weißkraut 15—25 Pfennig das Stück, Birnen 7 bis 15 Pfg., bessere 00—00 Pfennig das Pfund, rote Rüben 7—8 Pfg., römisch Kohl 6—8 Pfennig. Zwiebeln der Zentner 22—00 Mk. Nüsse 100 Stück 40 50 Pig. Blumenkohl 20—50 Pfg. Tomaten d. Pfd. 25— 30 Pfg. Sellerie 6— 10 Pig. d. St. Endivien 10—12 Pfg. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr,— Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,10—1,15 Mk., Rindfleisch⸗ Bratenstück das Pfund 1,10—1,15 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,70 Mk., Nierenfett das Pfund 1 Mk. eh. Bingen, 22. Okt. Marktpreise. Kartoffeln das Pfund 4 Pfg., Bohnen das Pfd. 00 Pfg., Erbsen das Pfd. 00 Pfg., Busch⸗ salat d. St. 10—12 Pfg., Endivien d. St. 12 Pfg., Rotkraut d. St. 30 bis 35 Pfg., Weißkraut 30—35 Pfg., Wirsing 20—25 Pfg., Blumenkohl 35 Pfg., Kohlrabi 5—6 Pfg., Karotten d. Pfd. 10—00 Pig., Lauch das Stück 5—6 Pfg., Sellerie 12—00 Pfg., Zwiebeln das Pfd. 25—00 Pfg., Tomaten 22— 25 Pfg., Birnen 10—12 Pig., Aepfel 10—00 Pf., Trauben 32—00 Pfg., Butter das Pfund 2,00 Mk., Käse, weich, das Pfund 15—00 Pig., Handkäse das Stück 18 Pig., Cier das Stück 20 Pfg. FC. Wiesbaden. Viehhof⸗Marktbericht vom 22. Okt. Austrieb: 54 Rinder(darunter 5 Ochsen, 2 Bullen und 47 Kühe), 90 Kälber, 35 Schafe, 67 Schweine. Geschäst flott, Markt geräumt. Preise waren die gleichen wie am 18. d. Mts. Briefkasten der Redaktion. K. B. M. A 6, A 26 und A 27 bedeuten Fehler der Knochen und der Augen, die die Fähigkeit zum Dienste mit der Waffe nicht ausschließen. 2 52 bedeutet zeitweise Unbrauchbarkeit wegen Krankheiten der Unterleibsorgane. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sammelstellen für Gummi auf dem Lande. Durch den Krieg ist der Gummi in Deutschland rar gewor⸗ den, was die Autofahrer wohl am meisten fühlen müssen. Und doch ließe sich auch hier, wie das jetzt schon so oft geschah, dem Mangel ein wenig abhelfen, wenn man das unnütz in den umherliegende Gummi sammeln und verwerten würde. Ich denke da an die alten Gummischuhe, an die unbrauchbaren Fahrrad⸗ reifen, an die zerrissenen Gummiringe der Konservengläser usw. Es wäre gut und sehr empfehlenswert, wenn sich in jedem Dorfe eine Sammelstelle gerade dafür befände. Mögen diese Zeilen die Einrichtung von solchen herbeiführen! Ein Landbewohner. Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 24. Oktober 1915: Wolkig bis heiter, bis auf Morgen- und Abendnebel trocken; in höheren Lagen Nachtfrostgesahr. — Letzte Nachrichten. Der Kaiser an die zweite Gardedivision. Berlin, 23. Okt. Nachdem das preußische Garde⸗ korps hervorragenden Anteil an den Kämpfen in Galizien und Polen genommen hatte, wurde es auf den westlichen Kriegsschauplatz übergeführt, wo es zum Scheitern der oßen englisch⸗französischen Offensive beitrug.— Die„Berliner M 1 ist in der Lage, die Ansprache wiederzugeben, mit der guf französischem Boden der Kaiser die zweite Garde⸗ division begrüßte: Tiefbewegten Herzens spreche ich der Division meine Freude aus, daß ich sie nach langen Kriegsmonaten wieder Auge in Auge sehen kann. Das letzte Mal habe ich die Regimenter gesehen im Bezirk von Douai. Die Division hat schwere Tage im Westen gehabt; sie hat sie mit Glanz überstanden unter einem tüchtigen und tapferen Führer. Nach dem Osten hinübergeworfen, hat das Gardekorps, in ihm die zweite Garde⸗Infanterie⸗Division, einen der glänzendsten Feldzüge durchgeführt, die wohl in der Geschichte dagewesen sind. Die preußische Garde, die Wacht⸗ parade Friedrichs des Großen, hat im Osten die Feinde niedergezwungen und diese mußten sehen, was D Liköre— der Firmen Hartwig Kantorewiex, A.-G. Posen, Earl Mampe, Berlin sind ein- getroffen; auch in Feldpost packungen. 8 Mediz.-Drogerie 2. Kreuzplatz) Otto Winterhoff:: Krensplatz 9 ˖ 8 8802a Staunend bil 1 Posten Biegestühle. 2.40 Kiner-Auzüge Klelderschr. 21.-, 28.-, 36. Beitstellen 15.-, 28.-, 98. Waschkomm. 18.-, 21.-, 35. Nachischränke 6.50, f., 15. Schlafzimmer und Küchen- Einrichtungen 15% Nachlaß Auf Wunsch Teilzahlung. Wetter-Capes. f. Manner, Frauen. Billige Prei Hermann Plank Ww. Kaplansgasse 2. 251 1 Aug. sicher, d. 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Mit Gottes Hilfe ist es den Regimentern beschieden gewesen, im Laufe von 70 Kampftagen 29 feindliche Stellungen zu stürmen und einen Feldzug zu Ende bringen zur helfen, der dem Feind seine sämtlichen Grenzfestungen gekostet hat, dazu eine unzählige Beute an Kriegsmaterial und Gefangenen. Nach getaner Arbeit ruft Eures Königs Befehl Euch wieder zu neuen Tun. Auf diesem Wege ist mir die Freude geworden, Euch Auge in Auge zu sehen und Euch meinen königlichen Dank auszusprechen. Was ich von meiner Garde erwartet habe, hat sie weit übertroffen. Der Name des Gardekorps wird geschrieben stehen bleiben in der Weltgeschichte. Von den Beskiden bis zur Ostsee, von den Prijetsümpfen bis zur Champagne sind die deutschen Waffen siegreich gewesen. So danke ich Euch denn, Grenadiere, für die alte preußische Art, mit der Ihr, treu dem Fahneneid, aufs neue Eure Schuldigkeit getan habt. Kaiser Napoleon J., der stolz auf seine Garde war, hat das Wort geprägt:„Die Garde ist die wandelnde Zitadelle des Kaisers!“ So ist es auch mit Euch. Wo die Garde eingesetzt wird, fliegen die Splitter und der Feind wird 1 ft. Das feste Gott⸗ vertrauen, mit dem unsere Väter in den Kampf gezogen, hat Euren Arm und Mut gestärkt. Wir fochten für eine gerechte Sache. Gott war mit uns und wird weiter mit uns sein. So spreche ich denn den Wunsch aus, daß auch fernerhin Gottes Schutz Eure Waffen begleiten möge. Griechenland widersetzt sich italienischen Truppenlandungen. Athen, 23. Okt. Einer Meldung des Blattes„A Vilag“ zufolge teilte der italienische Gesandte dem Ministerpräsidenten Zaimis mit, daß Italien zur Unterstützung der Entente vor⸗ läufig 80000 Mann in Saloniki und Kawalle zu landen beabsich⸗ tige. Zaimis erklärte, daß landende italienische Truppen dem Widerstand der griechischen Küstenbatterien be⸗ gegnen würden.(“) . f ieee eee eee 10 eee — eee 5 5 Wan 5 2 2 5 0 Amtlicher Teil. Betr.: Reichsbeihilfe auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrts⸗ pflege. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. 5 Sie wollen alsbald berichten, welche Reichsunterstützungen und Kreiszuschüsse im Monat Oktober ausbezahlt worden sind. Gießen, den 22. Oktober 1915. b Großherzogliches Kreisamt Gießen. V': Hemmerde⸗ Bekanntmachung. 5 Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Burkhards⸗ felden. In Burkhardsfelden ist die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gemarkung Burkardsfelden bildet einen Sperr⸗ bezirk. Für diesen Bezirk gelten die Bestimmungen unserer Be⸗ kanntmachung vom 12. November 1914(Kreisblatt Nr. 70 vom 17. November 1914). Gießen, den 22. Oktober 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . B: Hemmerde Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul⸗ und Klauenseuche in Eberstadt. In Eberstadt ist die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gemarkung Eberstadt bildet einen Sperrbezirk. Für diesen Bezirk gelten die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 12 November 1914(Kreisblatt Nr. 70 vom 17. November 1914). Gießen, den 22. Oktober 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.* MHiemänd Rat gesunde Tes i Belne ter asthgerelg die Pa. Sack sche Sämaschinen e de; dolkeechecteke; feueste Wendeplüge Kampf durchzuhalten haben. 5 2 9 Schwere Leiden de Poe Universalpflüge blassigter Krampfadern. Ben fenteseden agen Kderbel.Ackereggen Sünde ase Piech, y ß Fartoflelerntemäschi Sabelnss, genug 5 5 5 Oltelerntemaschinen alekung. Nellen, Düngerstreuer 7221 Plattfuss, sowie e alle anderen Gerate bande ne 8 ö Tur die Wa sls Lerlangen 5 in neuest. Ausführungen d. vorrätig, liefert billigst Bel einer Biere M. Rosenthal Bei eintretender kälterer 5 Jahreszeit halte ich meine Liebigstrasse 13 13*˙¹ Fernsprecher 77 Türschliesser nulver. uster f. 5 utter wegen 50 Bin. Orten Versand, Breslau. B 160 63% 7988 Rheumatis- mus, Ischias, Gicht können Sie selbst be- kämpfen. 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Chopin op. 35 Sonate(mit dem Trauermarsch), Barcarolle op. 60 in Fis-dur, Präludium u. Etude aus op. 10 Nr. 1. Weber Brahms, Perpetuum mobile. Schubert-Liszt, Marschein C- dur. KEonzertflügel: Stelnway& Sons, Hamburg- New Tork. Vertreter: Hofntangfortelager von Wilh. Auflolph, Seltersweg. intri: 1. Platz M. 3.—, 2. Platz M. 2.—, gl. Platz Eintrittskarten:. Plate ut 050 sümtl. numeriert, Studentenkarten M. 1.—(für den 2 Platz gültig), für Schüler und Militärpersonen, die nicht im Offiziersrange stehen, 30 Pfg., sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671, und abends an der Kasse zu haben. Der Ueberschuss kommt Kriegs wohlfahrtszwecken Juguts. Heute Samstag von 8 Uhr ab und morgen Sonntag von 4 Uhr ab KONZ ER. 8091 Der berhesssce eren für die Baseler Mison hält seine Jahresversammlung Dienstag, den 20. Otober, nachmittags 3 Uhr, im oberen Gemeindesaal, Kirchstraße 5. Tagesordnung: J. Jahresbericht des Vorsitzenden. 2. Rechnungsablage. 3. Vortrag des Direktor Dipper⸗ Basel:„Der Einfluß des Weltkrieges auf die Baseler Mission.“ 83480 Der Vorstand: Gußmann, Dekan. — Schützenverein. Am 8. November 1915, abends 8½ Ubr, findet im Schützenhause unter Hinweis auf unsere Statuten, Satz 30 Absatz 3, unsere ordentliche 5. Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsvorlage und Wahl der Rechnungs⸗Prüfungs⸗ Kommission. 3. Wahl des Schützenrates. 4. Auslosung von 6 Anteil 8. Verschlebenes scheinen des Schlltzenhauses. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 8325 Der Vorstand. Dee Algemene Peuscer Ftanemwerrn * Ortsgruppe Gießen. Einladung zu einem öffentlichen Vortrag des Herrn Professor H. Roloff über: i Die orientalisce Trage und Deutschland Mittwoch den 27. Okt., abends 8. Uhr 8360 D in der Neuen Aula. Eintritt für Mitglieder gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten frei Nichtmitglieder 30 Pfg. 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