Ur. 245 Der Gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und 1 zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Ferusprech-Anschluͤsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelle5 l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer General-Anzeiger für Oberhessen Montag, 18. Ottober 1015 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel ⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssagl: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. bis zum Abend vorher. Kotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Gute Fort (WT B.) Großes Hauptquartier, 16. Okt.(Amtlich.) 15 Westlicher Kriegsschauplatz. Ein feindlicher Angriff gegen die Stellungen nordöstlich von Vermelles wurde abgeschlagen. In der Champagne blieben bei der 5 des Franzosennestes östlich von Auberive nach erfolglosen feind⸗ lichen Gegenangriffen im ganzen 11 Offiziere, 600 Mann, drei Maschinengewehre und ein Minenwerfer in den Händen der Sachsen. Kleinere Teilangriffe gegen unsere Stellungen nordwestlich von Sonain und nördlich von Le Mesnil, wobei der Feind ausgiebigen Gebrauch von Gasgranaten machte, scheiterten. Ein Versuch der Franzosen, die ihnen am 8. Oktober entrissenen Stellungen südlich von Leintrey zurückzunehmen, — deren Wiedereroberung sie am 10. Oktober 4 Uhr nachmittags schon amtlich meldeten, mißglückte gänzlich. Mit erheb⸗ lichen Verlusten, darunter 3 Ossiziere, 40 Mann an Ge⸗ fangenen, wurden sie abgewiesen. 5 Ein Angriff zur Verbesserung unserer Stellungen auf dem Hartmannsweilerkopf hatte vollen Erfolg. Neben großen blutigen Verlusten büßte der Feind 5 Offiziere, 26 Mann als Gefangene ein und verlor eine Revolver kanone, 6 Maschinengewehre und drei Minenwerfer. Feind⸗ liche Angriffe am Schratzmännle wurden vereitelt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls bon Hindenburg. Ein russischer Vorstoß westlich scheiterte. 1 Nordöstlich von Wesselowo wurden zwei Augriffe durch unser Artilleriefeuer im Keime erstickt. Am Nach⸗ mittag und in der Nacht in dieser Gegend erneut unternom⸗ mene Angriffe wurden abges chlagen. Wir nahmen hier⸗ bei einen Offizier, 444 Mann gefangen und erbeuteten ein Maschinengewehr. Auch norpöstlich und südlich von S morgon griffen die Russen mehrfach an. Sie wurden überall zurückgeworfen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 8 Prinzen Leopold von Bayern Ind Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Nichts neues. „ Balkan⸗Kriegsschauplatz. 8 „Die Armeen der Heeresgruppe Mackensen sind im weiteren Fortschreiten. Südlich von Semendria ist der Branovo⸗Berg, östlich von Pozarevac der Ort Smoljinac er⸗ von Dünaburg stürmt. Bulgarische Truppen erzwangen nach Kampf an vielen Stellen zwischen Negotin und Strumica den Ueber⸗ gang über die Grenzkämme. Die Ostforts von Zajecar sind genommen. Oberste Heeresleitung. Gr.) Großes Hauptquartier, 17. Oktob 1 (Amtlich.) 5 a f 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Handgranatenangriffe in Gegend von er⸗ melles und Roclincourt waren erfolglos. Der Westhang des Hartmannsweilerkopfes ist planmäßig und ohne vom Feinde gestört zu werden, heute nacht wieder von uns geräumt worden, nachdem die feind⸗ lichen Gräben gründlich zerstört sind. Bei St. Souplet, nordwestlich von Souain, brachte Leutnant Bölke im Luftkampf ein französisches Kampf⸗ flugzeug— damit in kurzer Zeit sein fünftes feindliches Flugzeug— zum Absturz. Welche Erwartungen unsere Feinde im Westen auf ihre letzten Unternehmungen gesetzt und welche Kräfte sie dafür zufgewandt hatten, ergibt sich, abgesehen von dem schon ver⸗ Iffentlichten Befehl des Generals Joffre vom 14. September, aus folgendem weiteren Befehl, der am 13. Oktober bei einem gefallenen französischen Stabsoffizier gefunden wurde: Gr. H. qu. der Ostarmeen. Generalstab 3. Bureau Dr. 12 975. Gr. H. qu., den 21. Sent. 1915. ö Geheim! Weisung für die nördliche und mittlere Heeresgruppe. Allen Regimentern ist vor dem Angriff die ungeheure seraft des Stoßes, den die französischen und englischen Ar⸗ meen führen werden, etwa in folgender Weise klar zu machen: Für die Operationen sind bestimmt: g 35 Divissonen unter General de Castelnau, 15 Divisionen unter General Foch, f 13 englische Divisionen und 15 Kapallerie⸗Dibvisionen(darunter fünf englische). „„Außerdem stehen zum 1 bereit: 12 Jufauterie-⸗Divistonen und die belgische Armer. Drei Viertel der französsischen Streitkräfte nehmen somit an der allgemeinen Schlacht teil. Sie werden unterstützt durch 2000 schwere und 3000 Feldgeschütze deren Munitionsausrüstung bei weitem jene vom Beginn des Krieges übersteigt. Alle Vorbedingungen für einen sicheren Erfolg sind ge⸗ geben, vor allem, wenn man sich erinnert, daß bei unseren letzten Angriffen in Gegend Arras nur 15 Divisionen und 300 schwere Geschütze beteiligt waren. gez. J. Joffre. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Oestlich von Mitau warfen unsere Truppen den Gegner aus seinen Stellungen. Nördlich und nordöstlich Gr.⸗Eckau wurden die Russen bis über die Mi se zurück⸗ gedrängt. Sie ließen fünf Offiziere und über 1000 Mann als Gefangene in unserer Hand. f Vor Dünaburg wurden starke russische Angriffe ab⸗ geschlagen. Die Russen verloren dabei vier Offiziere, 440 Mann an Gefangenen. 1 Ebenso wurden südlich von Smorgon russische Vor⸗ stöße, zum Teil in Nahkämpfen, überall abgewiesen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Neues. deeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die Russen sind auch bei Mulezyce über den Styr geworfen. Angriffsversuche derselben am Kormyn schei⸗ terten. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Beiderseits der Bahn B elgrad— Palanka wurden der Petropgro⸗Berg und der beherrschende Avala⸗Berg sowie der Vk. Kamen und die Höhen südlich von Ripotek(an der Donau) genommen; das Höhengelände südlich von Belgrad ist damit in unserer Hand. Die Armee des Generals von Gallwitz warf den Feind von der Podunaolje hinter die Ralja(südwestlich von Semendria) und von den Höhen bei Sapina und Makci. Die Armee des bulgarischen Generals Bojadjeff erzwang sich den Uebergang über den unteren Timok und erstürmte den 1198 Meter hohen Glogo vica⸗Berg(östlich Knjazevac), wobei acht Gef ch ü tze erbeutet und 200 Gefangene gemacht wurden. Auch in Richtung Pirot drangen bulgarische Truppen weiter vor. Die Heeresgruppe Mackensens erbeutete bis⸗ her 68 serbische Geschütze. ö 1 2 5 Oberste Heeresleitung. 5 1 5 7 E. 5 Der 18. Oktober hat in der deutschen Geschichte einen guten Klang. Die Siegestage von Leipzig, nach denen Na⸗ poleon von feinem Weltherrschersitz geschleudert wurde, wer⸗ den über die hundert vergangenen Jahre hinaus weiterleuch⸗ ten und die Deutschen an große Aufgaben mahnend er⸗ innern. In diesem Weltkriege gibt es ähnliche Tage von katastrophaler, alles entscheidender Bedeutung wenig. Denn wir haben es mit vielen Feinden zu tun, und wenn wir ihrer einen mit dem ersten Napoleon vergleichen wollten, so könnten wir nur das stolze Britenreich nennen, das sich die Welt erobert hatte durch List und Ausnutzung von Gegen⸗ sätzen unter den Völkern. Rußland haben wir zu Boden geschmettert, aber noch ist uns dadurch der Weg nicht gänzlich frei geworden zum Triumph auch über den Haupt⸗ feind. Doch wir schreiten mit guten Aussichten auf der siegreichen Bahn vorwärts! Möchten in diesen Be⸗ freiungs kämpfen die neutralen Völker so tapfere und entschiedene Beschlüsse fassen wie Preußen in jener zurück⸗ liegenden Zeit! Am 18. Oktober des laufenden Jahres sind fünf Jahre d verflossen, seit der erste Hohenzoller, der die Herrschaft über die Mark Brandenburg führte, als Kurfürst in die Hauptstadt seines neuerworbenen Landes einzog, Und heute leuchtet Preußens Ruhm an der Spitze des Deutschen Reiches hellauf! Englische Anmaßung, Willkür und Herrschsucht haben sich gerade in diesen Tagen noch einmal auf dem Gipfel ihrer bisherigen Größe gezeigt. Aber mit der Macht des Londoner Weltreiches geht es bereits abwärts, und es hat durch seine Niederlage an Dardanellen und das Scheitern seiner Pläne in der Türkei und im näheren Orient im kleinen einen ähnlichen Schlag erhalten wie der große Korse nach dem russischen Feldzug. Deutschland aber und seine tapferen Verbündeten werden dem in erster Linie schuldigen Entzünder des Weltbrandes das vokle Maß der verdienten Strase zumessen. Noch erhebt 15 die englische Stimme gebieterisch und drohend gegen die Staaten, die seine Weltherrschaft nicht anerkennen wollen. Noch spricht an seiner Seite sogar das bestegte Frankreich, eitlen Wahn von Größe noch in den Tagen rapiden Verfalles nährend, die gescheiterte französische Offenstbe im Westen. chritte in Serbien. an den Bettelstab gelangter Kavalier sorgt unser westlicher Nachbar noch für ein standesgemäßes Exterieur. Wenn die Deutschen, Oesterreicher und Bulgaren das 0 VUE eszuges in Serbien beibehalten, wird das französisch⸗englische Hilfsheer zu spät kommen. Noch immer hört man den Notschrei, auch Italien möge „bedeutender italienischer Politiker“ soll denn auch dem„Excelsior“ nachgewiesen haben, Italien werde den Feldzug auf dem Balkan mitmachen. Aber aus anderen, nicht minder„zuverlässigen“ Quellen verlautet anderes. Am Hofe und im Feldlager Viktor Emanuels herrscht Vorsicht, die Mutter der Weisheit, der bessere Teil der Tapferkeit. Wie sollten Rumänien und Griechenland dazu kommen, sich um den gelockerten Anker der britischen Weltmacht abzu⸗ mühen, wenn die Größe und Stärke der Gegner des Bundes der Zentralmächte nur noch in Worten und Presseartikeln besteht? N 2 22 Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. „Wien, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird berlautbart: 16. Oktober 1915. Ru ssischer Kriegsschauplatz. Die im Gebiete des unteren Styr kämpfenden k. und k. Truppen haben den Feind 20 Kilometer nördlich von Rafalowka neuerdings aus mehreren züh verteidigten Stellungen geworfen und einen Gegenangriff abgeschlagen. Sonst im Nordosten nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. 3 In Tirol wurde auf den Nordabhängen des Altissi⸗ mo(südwestlich Riva) ein Angriff der Italiener zurück⸗ geschlagen. In den Dolomiten hielt die feindliche Artillerie gestern den Raum von zelne Abschnitte des Plateaus von Doberdo von italie nischer schwerer Artillerie beschossen. Infanteriekämpfe fan⸗ den nicht statt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 5 Die Augriffe der Verbündeten schreiten vorwärts. Die im Raume von Belgrad vordringenden österreichisch⸗unga⸗ rischen Truppen kamen in der Verfolgung des Gegners auf Sturmdistanz an die Avala⸗Befestigungen heran und entrissen den Serben die stark verschanzten Stellungen auf den Höhen südlich Vinca. Eine unserer Divssionen las auf dem Gefechtsfelde 800 tote und schwerverwundete Serben auf. Bulgarische Streitkräfte erkämpften sich zwischen Ne⸗ gatin und Strumica an vielen Stellen den Uebergane über die Grenzgebirge. Die Ostwerke von Zajecar sind ge⸗ nommen. f Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 17. Okt.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 17. Okt. 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Am Kormyn⸗Bach wurden starke russische geschlagen. Sonst im Nordosten nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach kräftiger Artillerievorbereitung setzten die Italienei gesteru früh gegen den Nordwestabschnitt des Plateaus von Doberdo mehrere Infanterie-Angriffe an, die an unseren Hindernissen zusammenbrachen. Der Feind erlitt große Ver⸗ luste und ging in seine früheren Stellungen zurück. Ein in den Nachmittagsstunden erneuter Angriff wurde schon durch unser Geschützseuer zum Stehen gebracht. Am Abend und während der Nacht versuchte die feindliche Infanterie noch weitere Vorstöße, die wie alle früheren scheiterten. Die an— reifenden Truppen wurden auf drei bis vier Jufanterie⸗ Regimenter geschätzt. Weiter nördlich im Görzer und Tolmeiner Brückenkopf standen unsere Stellungen tags⸗ über unter feindlichem Artilleriefener. Der Gegner verschoß gegen Teile des Tolmeiner Brückenkopfes Gasbomben. It Kärnten und Tirol stellenweise Geschützseuer. Keine Ereignisse. g Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oesterreichisch-ungarische und denutsche Bataillone haben gestern in umfassendem Angriff von Norden und Westen die serbischen Stellungen auf dem Avala⸗Berg gestürmt. Die beiderseits der Straße Belgrad—Grocka vordringenden k. und k. Truppen entrissen dem Feind die Höhen Velky.— Kamien und Pasuljiste, südwestlich von Semendria. Südöstlich Angriffe ab Corte und den Monte Piano untern lebhaftem Feuer. An der küstenländischen Front wurden ein⸗ . P!!! von Posaravac wurde der Gegner durch die Deutschen neuerlich geworfen. Die Bulgaren übersetzten abwärts von Zajecar den Timok und erstürmten die östlich von Knjazevac aufragende Höhe Glogavica, wobei sie 200 Mann gefangen nahmen und acht Geschütze erbeuteten. Ihr Angriff schreitet überall vorwärts. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 0 a*** Vom serbischen Kriegsschauplatz. Konstantinopel, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.)„Ta⸗ nin“ erfährt aus Saloniki, daß der serbische Generalstab seine ganze Aufmerksamkeit auf die Linie Zajecar— Praho vo kon⸗ bentriert hat, um die Verbindung der österreichisch⸗un⸗ 5 3 und deutschen Truppen mit den bulgari⸗ chen zu verhindern und Tag und Nacht an der Verstär⸗ kung dieser Linie arbeitet. Alle Eisenbahn verbindungen sind un⸗ terbrochen. Munitions⸗ und Geschütztransporte werden 1 5 dort⸗ hin gesandt. Die Befestigungsarbeiten leitet General d' Amade. Der serbische Generalstab, der von Kragujevac nach Nisch verlegt wurde, ist zu einem großen Teile aus französischen Offizieren es Der Hof wird nach Kruche vac oder nach Braniske—Banjg übersiedeln. Da die Serben eine Erhe⸗ bung Mazedoniens befürchten, brachten sie beiderseits der Eisen⸗ bahnlinie von Gewgheli, deren Schutzwachen verstärkt wurden, Drahtverhaue an. Zahlreiche serbische Familien flüchten nach Griechenland.— Wie der„Tanin“ weiter erfährt, haben die Alli⸗ ierten in Saloniki eine Funkenstation eingerichtet und im Hafen Drahtnetze gespannt, um einem Angriff deutscher Unterseeboote vorzubeugen. Der griechische Hafenkapitän habe dagegen vergeblich Protest erhoben. 0 Berlin, 18. Okt. Ueber den siegreichen Vor marsch in Serbien heißt es im Berliner„Lokalanzeiger“: Die Ope⸗ rationen der deutschen und österreichisch-ungarischen Armeen neh⸗ men entlang der ganzen Front einen günstigen Verlauf. Nach dem mit soviel Geschick ausgeführten und vom Glück begünstigten Donauübergang fiel unseren Truppen die festungsartig ausgebaute Stadt Pozare vac ohne Kampf in die Hand, wodurch wir den Serben einen äußerst wichtigen Straßenknotenpunkt entrissen ha⸗ ben. An den folgenden Tagen entwickelten sich in dem unwegsamen Terrain heftige Kämpfe. Die Serben leisteten an der ganzen Linie heftigen Widerstand, wobei sie durch unsere schwere Artillerie große Veerluste erlitten. Besonders heftig waren die Kämpfe bei dem Berge Vranovo. Diese wichtige Höhenstellung wurde von 22 einem märkischen Regiment im Sturm erobert. Stellenweise griff in die Kämpfe auch die serbische Zivilbevölkerung ein, in manchen Ortschaften beteiligten sich Frauen und Kinder. — Indem die verbündeten Armeen die riesengroßen Schwierig⸗ keiten und den äußerst zähen Widerstand der serbischen Truppen mit siegesbewußter Ueberlegenheit überall brachen, bezeugen sie, daß die 14 Kriegsmonate für unsere Armee eine unschätzbare Schule waren. Befestigte Plätze wie Belgrad, Semendria und Posarevac wurden nach kurzer Artillerievorbereitung nach einem alles über⸗ wältigenden Sturm genommen und die in der Theorie seinerzeit als uneinnehmbar gehaltenen Höhenstellungen konnten dem Vor⸗ dringen der österreichisch⸗ungarischen und deutschen Truppen nicht widerstehen. Die Armeen der verbündeten Zentralmächte dringen auf vier Abschnitten gleichzeitig in das Herz Serbiens vor. a Die Blockade der bulgarischen Küste. 308 London, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der Komman⸗ dant der verbündeten Flotten im östlichen Mittelmeere teilt mit, daß die Blockade der bulgarischen Küste im Aegäi⸗ schen Meere am 16. Oktober 6 Uhr früh begonnen hat. Den neutralen Schiffen wird 48 Stunden Zeit 1 5 1725 um aus der Blockadezone wegzufahren. f Die Haltung Griechenlands. a London, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau erfährt, daß der griechische Gesandte Grey formell die Note seiner Regierung mitgeteilt hat, in der erklärt wird, daß das griechische Kabinett den Bün d⸗ nisfall des griechisch⸗serbischen Vertrages nicht für gegeben erachte. Griechenland sei unter den 1 8 Umständen nicht verpflichtet, Serbien zu helfen. 8 5 * Griechenland und Italien. Berlin, 18. Okt. Infolge des Festhaltens Grie⸗ schenlands an der Neutralität wird, wie der „Kreuzzeitung“ zufolge die Wiener„Politische Korrespon⸗ denz“ meldet, von den Westmächten, insbesondere von Eng⸗ land dringend eine Mitwirkung Italiens an dem Balkan⸗ feldzug verlangt, um dadurch das Ausbleiben der griechi⸗ schen Hilfe wett zu machen. Die Zustimmung Cadornas hierzu sei jedoch vor wie nach nicht zu erhoffen. 90 Aus Saloniki. 5 1 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ meldet aus Salonik: Seit dem 13. Oktober landen englische Trup⸗ pen in großer Zahl. 5 Wien, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Südslawi⸗ sche Korrespondenz“ meldet aus Saloniki vom 15. Ok⸗ . tober: Gestern und heute liefen neue Transport- schiffe im Hafen ein und landeten weitere Kontingente englischer und französischer Truppen. Im Hafen wurde die französische Flagge gehißt. Die Franzosen organi⸗ sierten ein Hafen at und ein Gendarmeriekorps. Kleine Truppenkontingente sind bereits in Richtung Gew⸗ 5 gheki abtransportiert. 5 Athen, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence 1 Havas Hier eingelaufenen Nachrichten zufolge haben die alliierten Streitkräfte heute Saloniki verlassen, um sich zur serbischen Front an die serbisch⸗bulgarische Grenze zu begeben. Athen, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der serbische Verkehrsminister ist in Saloniki eingetroffen, um mit den Generalstäben der Alli⸗ ierten die Frage des Transportes der englischen und französischen Truppen nach Serbien zun regeln. a f g Paris, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Nachricht, daß ein Trausportdampfer mit 2000 französischen Soldaten auf der Fahrt nach Salonik von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden sei, ist falsch. Es ist eine Nachricht deutscher Herkunft. Das Mini⸗ sterium macht darauf aufmerksam, daß man derartigen Nachrichten mit Mißtrauen begegnen müsse. Das Ministerium würde das Publikum selbst benachrichtigen, falls Nh ein solches Unglück er⸗ eignen sollte.(Notiz des WTB.: Die Behauptung, daß diese Nach⸗ richt deutscher Herkunft sei, ist falsch. Die Nachrichten über die 5 Versenkung feindlicher Handels⸗ und Transportschiffe im Mittel⸗ meer sind der deutschen Presse stets vom Auslande zugegangen. Was man im übrigen von den Meldungen der Agence Havas zu halten hat, ist ja genügend bekannt.) 75 Aus Rumänien.. Bukarest, 14. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Verspäte eingetroffen. Das„Amtsblatt“ veröffentlicht eine könig⸗ liche Verordnung, durch die der Jahr 800 g 1916 für den 29. Oktober einberufen wird, und jene Jahrgänge der Aktiven, deren Dienstzeit am 14. November enden würde, 8 8 * R Bukarest, 14. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Perspätet eingetroffen. Die neugegründete Liga für nationale Einheit hielt 9 abend eine Verjammlung ab, in der, nachdem verschiedene Redner über die allgemeine Lage und die von Rumänien zu befolgende Politik gesprochen hatten, der Beschluß gefaßt wurde, daß die 7 zur Politik des Königs und der Regjerung volles Vertrauen hat, da sie die Interessen des Landes vereine. Englische ueberlegungen zur Balkankrise. London, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der mili⸗ tärische Mitarbeiter der„Times“ wiederholt die Behauptung, daß England keine Truppen von der West⸗ front, von der es nahezu hundert Meilen besetzt halte, wegsenden könne. Er sagt: Frankreich und Flandern sind für uns der Hauptkriegs es Hier wird die letzte Ent⸗ scheidung fallen. Wir haben gerade genug Soldaten und Munition, um die deutsche Verteidigung niederzubrechen. Jede Nebenunternehmung und Abzweigung bedeutet eine e e Die Deutschen sind stets imstande, in Rußland in die Verteidigungsstellung überzugehen und neue Truppen gegen uns zu bersammeln. Nur wenn Rumänien und Grie⸗ chenland am Kampfe gegen die Zentralmächte teilnehmen, müßten wir jeden entbehrlichen Mann nach Saloniki 1 Nur dann verspricht die Unternehmung einen Erfolg und nur dann veranlaßt uns unsere Freundschaft für Serbien, sie zu unterstützen. Obendrein vergehen bei starken Truppen⸗ sendungen über die See vielleicht drei Monate zwischen dem Verlassen der alten Front und dem Beginn der neuen Unter⸗ nehmung; wenn sich die Lage inzwischen zu unseren Un⸗ gunsten ändern würde und die Truppen wieder zurück müß⸗ ten, wären sie sechs Monate militärisch ohne Nutzen. Die englischen Gesamtverluste au den Dardanellen. London, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ haus erklärte Unterstaatssekretär Tennant, die Ge⸗ samtverluste an den Dardanellen hätten bis zum 9. Oktober 4200 Offiziere und 92 699 Mann betragen. Englands Kriegsaufwendungen. London, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) In seiner Aufsehen erregenden Erklärung sagte der Finanzsekretär Montagu im Unterhause: Nur wenige scheinen die Finanz⸗ last des Krieges zu kennen. Das diesjährige Defizit wird auf 1285, das nächste auf 1438 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Die Kriegskosten müssen durch Steuern und Anleihen gedeckt werden. Jeder Bürger muß bereit sein, mindestensdas halbe Einkommen für Steuern und Anleihen dem Staate zur Verfügung zu stellen, wenn England imstande sein soll, den Krieg für sich und die Alliierten zu finanzieren. Das ganze Volk muß seine gesamte Lebensführung ändern. Aus Frankreich. Paris, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Dem„Temps“ zufolge hörte der Senatsausschuß für auswär⸗ tige Angelegenheiten unter dem Vorsitz Freyeinets den Vortrag der Minister Viviani, Millerand und Augag⸗ neur, die ihm Erklärungen über die Operationen, die auf die Landung der Alliierten am Balkan fol⸗ gen werden und über die Unternehmungen der Alliierten an den Dardanellen abgaben. Die Regierung unter⸗ richtete den Ausschuß über den Stand der Unterhandlungen mit den Verbündeten Frankreichs hinsichtlich der Kriegs⸗ unternehmungen auf beiden östlichen Kriegsschauplätzen. Der Kriegsminister und der Marineminister gaben Auf⸗ klärung über die Truppen sowie das Material, welches in den Orient geschafft wurde. Viviani benachrichtigte den Vor⸗ sitzenden des Kammerausschusses für auswärtige Angelegen⸗ heiten, den Deputierten Leygues, daß er Dienstag nach⸗ mittag, sowie Millerand und Augagneur, dem Ausschuß a eee über die allgemeine diplomatische Lage, be⸗ sonders über die Lage auf dem Balban, geben würden. Paris, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus Madrid: Der Ministerrat hat die Eröffnung des Parlaments auf den 6. November festgesetzt. 1.* RK* 1 7 5 Der türkische Bericht. Konstantinopel, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet: An der Kaukasus⸗ front warfen wir die Russen, die einen Überraschungs⸗ angriff auf unsere Stellungen versuchten, in der Gegend westlich von Kentek zurück und fügten ihnen schwere Verluste zu. An der Dardanellenfront örtliche Feuergesechte. Sonst nichts von Bedeutung. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr zer⸗ störte eine Mine, die wir in der Gegend des Kerevizdere zur Explosion brachten, unter Mitwirkung unserer Artillerie ein feindliches Blockhaus. Sonst keine Ereignisse. 0 Eine türkische Kundgebung für Bulgarien. Konstantinopel, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Anregung türkischer patriotischer Körperschaften und Vereinigungen in Konstantinopel fand gestern abend eine große Kundgebung für Bulgarienstatt. Die Teil⸗ nehmer, mehrere Tausend an der Zahl, zogen von Stambul durch die große Straße von Pera zur bulgarischen Ge⸗ sandtschaft, wo sie Hochrufe auf Bulgarien, die bul⸗ garische Armee und den Zaren Ferdinand ausbrachten. Der bulgarische Geschäftsträger Baloschow trat vor die Tür und hielt eine kurze Ansprache, in der er dem türkischen Volke für die Kundgebung seiner Gefühle dankte, die er seiner Regierung zu übermitteln nicht ermangeln werde. Die Mani⸗ sestanten teilten sich dann in mehrere Gruppen, die unter Hochrufen auf die bulgarische Nation durch verschiedene Straßen zogen. 5 Die österreichisch⸗ungarische Kriegsanleihe. Budapest, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Von dem Bestreben geleitet, den Erfolg der Subskription auf die dritte Kriegsanleihe um so glänzender zu gestal⸗ ten, werden die Ungarische Allgemeine Kreditbank, der ßester erste vaterländische Sparkassenverein und die Pester Unga⸗ rische Kommerzialbank für ihr eigenes Effekten-Portefeuille je 20 und die Ungarische Eskompte und Wechselbank 12 Mil⸗ lionen Kronen, demnach die vier Institute zusammen 72 Millionen Kronen zeichnen. Die Vaterländische Bank hat beschlossen, die Zeichnung der Bank auf die dritte ungarische Kriegsanleihe um 5 Millionen Kronen auf 7½ Millionen Kronen zu erhöhen, womit die Gesamtzeichnung der Bank auf alle drei ungarischen Kriegsanleihen die Höhe von 15 Millionen Kronen erreicht. Die„Alliance Israslite Universelle“. . 15. Okt. Die in Paris befindliche Leitung der Alliance 1 raélite Universelle versendet einen vom israelitischen Konsistorium von Frankreich herstammenden Auf⸗ ruf an die Israliten der neutralen Länder, in dem bis auf weiteres unter den Fahnen behalten werden. 1 behauptet 42 59 daß nur ein Sieg des Vierverbands das Juden⸗ tum in dem übrigen Europa zu erlösen vermöge. Unter der Vor⸗ griff des Unterseebootes zu entgehen. Um 8 aussegung, daß nicht etwa der Name der Alliance von, Un⸗ besugten mißbraucht worden ist, die Pariser Leitung der Alliance sich vielmehr tatsächlich durch die Uebernahme der Verbreitung des Aufrufs mit dessen deutschfeindlichem, sachlich unrichtigen In⸗ halt einperstanden erklärt, protestiert das in Hamburg erschei⸗ nende Isxaelitische Familienblatt nachdrücllichst im Namen aller deutschen Juden gegen den perfiden Gewaltstreich, mit dem die augenblicklichen Leiter des Pariser Zentralbureaus der Alliance die Autorität einer internationalen jlldischen Wohl⸗ tätigkeitsorganisation mißbrauchten, um französische politische Son⸗ derinteressen in neutralen Ländern zu fördern. Das Blatt fügt hin⸗ zu: Der freien Vereinigung der deutschen Alliancemitglieder er⸗ wachse aus diesem Vorkommnis die gebieterische Pflicht, unverzüg⸗ lich in einer offiziellen Erklärung hierzu Stellung zu nehmen und nach Feststellung des Sachverhalts und der Schuldfrage nach dem Kriege die erforderlichen Konsequenzen bis zur völligen Lossa⸗ gung von der Pariser Leitung der Alliance zu ziehen.. Aus Japan. g London, 16. Okt.(WD. Nichtamtlich) Die„Tie mes“ meldet aus Tokio: Das Blatt„Osaka Manichi“ be⸗ spricht in einem beißenden Tone die militärische Leitung in England und drückt den Zweifel aus, ob der Krieg dort ernst genommen werde. Die„Central News“ melden aus Tokio: Alle einflußreichen Blätter in Japan verurteilen am schärfsten den Vorschlag, daß 10 militärische Hilfe nach dem Balkan sende, Bei der heiklen Lage in China und der Möglichkeit von Unruhen in Indien sei es 8 daß Japan beschlossen habe, keine 1 nach uropa zu senden. Japan teilte diesen Entschluß längst den Mächten mit; es liege kein Grund vor, ihn zu ändern. f Der Seekrieg. Die deutsche Regierung und die Ermordung einer deutschen U-Bootsbesatzung. Berlin, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ schreibt: Die von der amerikanischen Zeitung „World“ verbreitete Nachricht von der Ermordung der Besatzung eines deutschen Tauchbootes durch englische Streitkräfte hat der Kaiserlichen Regierung Anlaß bes dea sofort geeignete Maßnahmen zur Aufklärung es Tatbestandes zu treffen. Die Regierung behält sich vor, die danach notwendigen Schritte zu tun. 5 25 Ein Kampf bei der Insel Moeen. Kopenhagen, 16. Okt.(WTB. Nichtamtlich)„National Tidende“ meldet: Am Mittwoch morgen fand in der Nähe der In⸗ sel Moeen ein Treffen zwischen einem deutsch 5 zer, zwei großen deutschen Torpedobooten und einem englischen Unterseeboot statt. Gegen ¼7 Uhr vormit⸗ tags hörten die Küstenbewohner und der Wächter des Leuchtturms plötzlich eine Kanonade, die in den folgenden Minuten an Stärke zunahm, so daß die Fenster weithin im Lande klirxten. Soweit man von der Küste beobachten konnte, hatten die deutschen Schiffe ein englisches Unterseeboot entdeckt, das sie zu beschießen begannen, während sie selbst rundherumfuhren, um einem An⸗ 8 ö Uhr hörte man eine mächtige Explosion, sofort verschwand ein deutsches Tor pedo⸗ boot, von einem englischen Torpedo getroffen, in die Tiefe. Der deutsche Kreuzer und das andere Torpedoboot nahmen jetzt sofort Kurs südwärts. Das Unterseeboot tauchte darauf auf und lag eine Zeitlang an der Stelle, bevor es wiederum verschwand Von den Küste wurde scharf Ausguck gehalten, ob man die Mannschaft oder Wrackstücke des gesunkenen Torpedobootes erblicken könne, aber bis zum Abend wurde nichts bemerkt. Abends kamen einige deutsche Schiffe zu der Stelle, wo die Torpedierung erfolgt war, und be⸗ leuchteten stundenlang das Wasser mit Leuchtraketen, ohne etwas zu finden; sie fuhren darauf fort. Weitere Nachrichten über die Größe des gesunkenen Bootes sowie über die Anzahl der Besatzung liegen bisher nicht vor.(Zusatz: An zuständiger Stelle ist, wie wir erfahren, über ein Seegefecht nichts bekannt, ebenso wenig vom Sinken oder der Beschädigung eines deutschen Kriegsschiffes Viele 1 0 die Explosion einer Mine Veranlassung zu dem Gerücht gegeben. a 5 London, 17. Okt. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Am 2. Oktober sind acht deutsche Fischer fahrzeuge nach Grimsby aufgebracht worden, am 9. Oktober 13. Alle waren eifrig mit 1 75 beschäftigt. Von Minenlegen war keine Rede. Die 13 Fahrz hatten Fisch⸗ ladungen, die in Grimsby verkauft wurden. Die Besatzungen sind interniert worden. Amsterdam, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Aus ameri⸗ kanischen Blättern. Nach einer in New Mork eingetroffenen Privat⸗ nachricht war der große britische Transportdampfer, welcher bei Kreat torpediert wurde, der Cunarddampfer„Trans⸗ sylvania“(1400 Registertonnen). Kopenhagen, 17. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ber⸗ lingske Tidende“ meldet: Die schwedische Presse äußert sich über die Verletzung der Neutralität des schwedischen Fahrwassers durch englische Unterseebobte und die Beschießung von deutschen Schiffen auf schwedischem Seegebiet sehr erregt. Sie vergleicht die Geschehnisse mit der seinerzeitigen Beschießung des benglischen Unterseebootes„U 13“ in dänischem Fahrwasfer, über die seinerzeit in der dänischen und englischen Presse bekanntlich stärkste Erregung herrschte. Die schwedischen Blätter führen aus, daß ebenso wie seinerzeit bei Saltholm sofort dänische Schiffe zugegen waren und weitere Angriffe verhinderten, jetzt die schwe⸗ dische Regierung sofort geeignetere Vorkehrungen treffen müsse, die schwedische Neutralität zu schützen, um eine Wiederholung der⸗ artiger Kränkungsversuche wie bei der Oeland⸗Insel zu ver⸗ hindern 2 derartige englische Uebergriffe sofort wirksam abzu⸗ weisen. Die schwedische Presse hebt hervor, daß es sich hierbei nicht mir um Schwedens nationale Ehre und Rechte handle, son⸗ dern um eine Frage, die in fühlbarster Weise die wirtschaftlichen Lebensinteressen des Landes berühre. Es sei eine Lebensbedingung Schwedens, daß der legitime Handel des Landes nach allen Seiten aufrecht erhalten bleibe. a 5 „Stockholms Dagbladet“, das leitende rechtsstehende Blatt, schreibt, daß diese neue Bedrohung die kräftigsten Gegenmaßregeln erfordere. Diese würden in einem gewissen Grade dadurch er⸗ leichtert, daß der Handel mit Deutschland fast ganz durch das schwedische Fahrwasser bis zum südlichen Teil der Ostsee geführt werde. wird eine Minensperre des Fahrwassers und eine Verbindung der Nordsee mit der Ostsee vorgeschlagen.— Die Aeperungen der gesamten schwedischen Presse geben trotz einiger Schattierungen ein klares Bild davon, wie kräftig sich weite Kreise Schwedens gegen die englische Neutralitätsverletzung erhehen. Die gesamte Presse stimmt in der Forderung überein, daß die schwe⸗ dische Regierung für Schwedens Ehre und Rechte fest auftreter 1* 1 1 müsse. i 5 Uriegsbriefe aus dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Der abgeschlagene Angriff der Engländer. Großes Hauptquartier, 16. Okt. Zum großen Gegenangriff der Engländer vom 13. er⸗ fahre ich, daß der Feind nach mittelmäßigem Trommelfeuer und starker e auf der ganzen Front Mern— Loos hatte angreifen wollen. Um zwei Uhr nachmittags ging dann der Feind programmäßig zum Angriffe über, der auf dem Frontabschnitt südlich des Kanales von La Bassee bis Loos sehr heftig war. Auf den übrigen Teilen gelang es ihm vielfach nicht, seine Leute zum Sturm vorzuͤbringen. . 99 55 8 l 7 1 3* en Kreu⸗ 88 5 erledigt. Pari meldet aus gestern Auf dem genannten Ab ihre bekannte Me denen dann dichte ersten Angrei brach alles 0 in unserem 5 75 1 der Feind auf ngeheure gingen, Mann bei uns 1065 ersten Abendstunden w thode; erst Massen nachb; 1 er unsere Drahthindernisse errei g euer zusammen. Während die Ver⸗ diese Weise erlitt, wieder in das waren die unseren ganz Deckung hatte verlassen ar der ganze groß gepl schnitt wiederho kamen kleine Gruppen, rängten. ten die Engländer hinter Schon bevor die t hatten, gering, da kein rauchen. n den ante Angriff W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Rücktritt des spanischen Kabinetts. M treten un mission dem Aus adrid: Dem, in einem den Ministerpräsidenten Dato ermä König zu unterbreiten. aus Gießen, Eiserne in einer Sitzun abteilung der schränkter Haftun 5 Millionen Mar käufen in Speisek egründet. Zur amten deutschen Ka heranziehen, die Personen und Verb rücksichtigen, sonde insbesondere Erf G. m. b. gegebenen natürlichen Eile, gung vor sich gehen muß, zeichnung. Dem im Füs.⸗Regt. von Kreuz verliehen. ** Amtliche Per 105 für Mitglieder Paul Rich onaln freiwilliger Fer ter und Heinrich End Reichskartoffelste H. wird 17. Og,„Nichtamtlich) Die e e ee 4 i 15 en, ende chtigt, die De⸗ Sch Aus Stadt und Land. ence Havas abinett zurückzu⸗ Gießen, 18. Oktober 1915. Feuerweh an Erich Friedber ersdorf(Nr. 80), wurde achrichten. Das Ehrenzei⸗ er bas ren wurde verliehen an ers zu Gießen. [le. Am 12. Oktober wurde im Reichsamt des Innern die Geschäfts⸗ eichskartoffelstelle als Gesellschaft g mit einem Stammkapital von k mit dem Zweck, den Abschluß von Ver⸗ artoffeln im freien Verkehr zu vermitteln, üllung ihrer Aufgabe will sie den ge⸗ rtoffelhandel und die Kartoffelerzeuger also nicht etwa nur die ände, die sich mit Kapital beteiligen, be⸗ rn jedes preis auch aus Kreisen der nehmen.— Bei der durch die vor werte mit be⸗ zunächst Angebot, Kartoffelerzeuger, an⸗ geschrittene Jahreszeit mit welcher die Kartoffelversor⸗ ist es wünschenswert, daß Stellen, welche Werden ann im Rahmen der gesetzlichen Grund⸗ preise abgeben wol 1 nigung an die Reichskartoffelstel G. m. b. H., Berlin, Kartoffelversorgung), Die Reichskartoffelstel sinnung der Kartoffel, sie zur Mitwirk mit Kartoffeln bereit sein, durch reichlich eingehende freien Verkehr ermögliche Zwangslage versetzt wird, von de cht Gebrauch zu machen. lle in Erwägung a ihre en Karto eignungsre kartoffelste und biete auf denjenigen die der Enteignung gesetzlich Reichskartoff elstelle mit der digung dahingehend getroff Kartoffelbedarf der T der Reichskartoffelstelle und zwar Grundpreisen decken. * Erweiterun für Angehörige Bestimmungen über die Nen bei Reisen zum Bef eilnahme an der Beerdi teilnehmer werden für da bahnen mit sofortiger G daß die Vergünstigung dern, Schwieger⸗ Ehefrau des Krie zuteil werden soll, und zwar dann, Tarif benannten nächsten Angehb entweder nicht mehr leben oder oder ähnlichen Rücksichten nicht polizeilicherseits auf dem Auswei bescheinigt wird. Ferner wird d die Fahrpreisermäßigung für K Adoptivkinder und Adoptile auf . ü Sarg Geflügelz Zuweisung von K eflügel. Die Land ie Reichsfuttermitte uchtstämme, in zweiter Lini Eiererzeugung, eine bestimmte Men war in erster Linie Aus Are idesch rot, Landwirtscha⸗ mit der Feststellur um den dringendst, Betriebe, mengen erzeugen, können in Frage kommen. Außer gestellt werden kann, nur eng von Geflügel, welche weder eine en, sich mit tun n werden, eh artoffeln ffelerzeugern d Teil ihrer Ka ruppen mö und Pflegeeltern, gsteilnehmers in lichster Beschleu⸗ le, Geschäftsabteilung, Abgeordnetenhaus(Telegrammadresse: die solche Angebote erwartet, wenden. le erwartet von der vaterländischen Ge⸗ erzeuger und der Kartoffelhändler, daß ung bei der Versorgung der Bevölkerung ihr die Tätigung von Abschlüssen Angebote zu den Grundpreisen im damit sie nicht in die m ihr zustehenden Ent⸗ Es ist von der Reichs⸗ ogen worden, den freiwillig zu den Grundpreisen an⸗ iese abzuschließenden Mengen rtoffelernte anzurechnen, unterliegen. Uebrigens hat die Heeresverwaltung eine Verstän⸗ en, daß die Jutendanturen den glichst durch Vermittelung höchstens zu den gesetzlichen g der Fahrpreisermäßig ung von Kriegsteilnehmern. Die Gewährun uch krank Fer d dieses daß sich für wirtschafts kammer schreibt uns: Istelle kan tskammer für das G Landwirtschaftskammer besitzen noch verein angehören, 22. Oktober 1915, u der Größe ihrer Ge der Geflügelzuchtver den. Später eingehe teilung des Körnerf * Stadttheater. Die stellung bringt in„Comtesse G würdigsten älteren Lu Sie gibt wiederum d 6 in größeren Rollen zu zeigen: Ilz err Hellmuth als Guckerl“, wollen sich spätest uter Angabe ihres flügelzuchtbestände eine wollen sich nde Anmeldung utters keine Be Eugens als„Leopold Mittersteig“. * Das silberne Ge heute Gastwirt Max Jas ko ren in Gießen die Wirtschaft nahm. Der Jubilar hat sich im Gastwirts „Zu den Stadt und im Rhein⸗Main⸗Verband angesehene Stellung 9 Jahren als Vo Der Bund deut lt durch äu ubiläums u 8 Diplom; auch der Ortsver erworben, leitet rsitzender den Gießen scher Gastwirte hat sein ere Ehrungen anerkann erreichte ihm der Bund roßher beauftragt, welche en Bedürfni die in ihrer Wirtschaft für die dem Mitglieder n zur Erhaltung der e zur Förderung der ö ge e und putz gerst e, vielleicht etwas zur Verfiigung 115 5 estellt werden. Die Zuteilung ist die Menge, zogtum Hessen ist Mengen nötig sind, ssen Rechnun selbst ausreich zu tragen. hende Futter⸗ vorerst nicht welche bereit⸗ segrenzt. Diejenigen Bes 1 75 Geflügelzuchtstation der einem Geflügelzucht⸗ ens bis zum Freitag, genauen Namens und melden. Mitglieder der an ihren Verein wen⸗ en können bei der rücksichtigung finden. erste Dienstag⸗Abonnementsvor⸗ ucker!]“ eines der stspiele von Schönthan und rei der neuen liebens⸗ Koppel⸗Ellfeld. Gelegenheit, fich Rubens als eneral Suwatscheff „Comtesse und Herr schäftsjubiläum begeht weky, der heute vor 25 Jah⸗ zwölf Aposteln“ über⸗ gewerbe unserer Gastwirte eine er doch schon seit er Gastwirteverein. e Verdienste wieder- t. Aus Aulaß seines ein künstlerisch aus⸗ der Buchhalter ein überreichte eine der Jubilar G ist er Vor⸗ s jubiläum betracht der ernsten Zeit hrengabe. Sein kommunales Interesse hat bei mancherlei. betätigt; u. a. standsmitglied des Bürgervereins. 5 g d 1 1. f chard Bu ein 25 jährige es ch a 1 5 55 Firma Joh. Balth. Noll. In An 5 3 25 5 1 5 8 5 g von Fahrpreisermäßi⸗ S er, verwundeter oder zur sch gung verstorbeenr deutscher Kriegs⸗ 5 Gebiet der deutschen Staatseisen⸗ ültigkeit in der Weise e rwei auch den Großeltern und Enkelkin⸗ sowie Geschwistern der beschränktem Umfange wenn sie die im bisherigen rigen vertreten, weil diese aus Alters-, Gesundheits⸗ reisefähig sind, u se festgestellt und besonders arauf hingewiesen, inder und Eltern jetzt auch tern erstreckt. örnerfutter wurden die sterblichen Ueberreste des an 3— Zu⸗ S d wurde von Luer Feier abgesehen. Herr Kommerzienrat Noll prach dem Jubilar den Dank für seine der Ferma freu geleisteten Dienste aus und überreschte schen eine galdene Uhr. Auch die bruce en brachten durch Geschenke ihre Glückwünsche zum Aus⸗ ru * Daz 2» iährige Geschäftsjubilänm feiert heute (Montag! Bäckermeister A ugust Deibel hier, Neuenweg 50. Turnen und Finberufung. Wie aus dem An⸗ seigenteil ersichtlich, hat der Männer⸗Turn⸗Ve rern in bare Dienstags⸗Turnstunde eine Männerriege für zum esdienst usgehobeng eingerichtet. Allen Freunden der Turn⸗ sache ist hierbei Gel diesen Abenden eine zueignen. 5 Der Wildfleisch⸗Verkguf, Stadt organistert ist und für städtische Rechnung erfolgt, wird in den nächsten 8—10 Tagen eröffnet und soll in zwei Läden durch den Hoflieferanten Metzgermeister Fr. reiner 9 werden. Für die Aach zug von nheeit geboten, sich vollständig kosteutrat an auchbare Vorbildung zum Heeresdienst an⸗ welcher von der Wild steht die Kühlhalle am städtischen Schlachthof zur Ver⸗ igung: Direktor Modde wird die tierärztliche Kontrolle es zum Verkauf kommenden Wildes ausüben. Wie wir erfahren, soll das Wild zu folgenden Preifen verkauft wer⸗ den: Rehwild: Fochfleisch 40—50 Pfg., Vorderblatt, Bu 80 Pfg. Eratenstücke, Keule und Ziemer 1.20 Mk. daz Pfund, asen Stück 3.70 Mk. Es sind der Stadt vorerst 800 Stück 2 5 oder Rotwild und 800—1000 Stück Hasen zu⸗ gesagt. Kinds mord. Am Samstag wurde im Abort des Damenzimmers 3. und 4. Klasse des hiesigen Bahnhofes eine männliche Hindesleiche gefunden, die in braunem ier verpackt war, auf dem geschrieben .„Es wird gebeten, in der Klinik abzu eben.“ Außer⸗ em war die Leiche in zwei untere Teile von auenhemden, wovon der eine aus grobem Bauernleinen und der andere aus feinem Shirtingstoff bestand, sowie in ein weißes und ein gelbgeripptes Packpapier eingeschlagen. Nach ärztlichem Befund Fat das Kind gelebt und ist wahrscheinlich durch Einflößung größerer Mengen Spiritus getötet wor⸗ den.— Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal⸗ polizei dahier entgegen. g Flüchtige 1 Aus dem Gießener Gefange⸗ nenlager sind in einer der letzten Nächte entwichen: Jean Bo l tin, Student aus Paris, 19jährig, 1,67 Meter groß, schlank, adales Gesicht, blonde 92 barklos, pielleicht etwas Flaum, Sprache französisch und deutsch. Der Flüchtling war bekleidet mit grau⸗blauer Joppe mit Gürtel, zwei Taschen auf der Brust, und grauen Knöpfen, mit grau⸗blauer Hose und gleichfarbenen Wickel⸗ gamaschen und Käppi nehst blauem Mantel.— Louis Perig⸗ non, Sergeant, war Lehrer, 22 Jahre alt, 1,68 Meter groß, schlauk, rundes Gesicht, schwarze Haare, kleines schwarzes Schnurr⸗ bärtchen und Kinnbärtchen, Sprache französisch und gebrochen deutsch, leicht widerstoßend. Der Flüchtling trägt dunkelblaue Uni⸗ form mit Zinkknöpfen und gelber Biese sowie dunkelblaues Käppi. Beide sind französische Soldaten Es wird gebeten, dieselben im Betretungsfall, festzunehmen und dem telegraphisch Nachricht zu geben. Landkreis Gießen. ** Lich, 18. Okt. Dem Gefreiten Hermann Höhnel von hier von der 4. Kompagnie des Leibgarde⸗Inf.⸗Regt. Nr. 115 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. g d n. Ulf a, 16. Okt. Wieder hat der Krieg in. unserer Gemeinde zwei Opfer gefordert. Auf Rußlands Schlachtfeldern fiel der Landwehrmann Metzgermeister Heinrich Bach, Vater von drei Kindern, während im Westen in seinem Unterstand der Musketier Heinrich Zimmer tödlich ver u uglückte. O Grünberg, 17. Okt. Bei den Kämpfen auf dem west⸗ lichen Kriegsschauplatze fiel Oberjäger Ernst Dreyling, Sohn des hiesigen Friseurs Reinhold Dreyling.— Mit der hessischen, Tapferkeitsmedaille wurden ausgezeichnet: Oberleutnant Angelberger, Rektor der hiesigen Realschule, der als Bat⸗ terieführer im Westen steht, sowie Reservist Wilhelm Neeb, schreibgehilfe beim hiesigen Finanzamt. Letzterer befindet sich on seit Kriegsausbruch ununterbrochen im Felde. Kreis Büdingen. Büdingen, 17. Okt Fürs Vaterland starben der Unteroffizier Linkert und Laudsturmmann Kaltenschnee. *. 17, Okt. Den Heldentod starb der Jäger aumann im Kurhessischen Jägerbataillon 11. * Usenborn, 17. Okt. Zum Leutnant befördert wurde der Fahnenjunker Luzius im Pionierbataillon 16. Borsdorf, 15. Okt. Die beiden Brüder Wilhelm und Otto Kirchner wurden in den schweren Kämpfen an der West⸗ Lagerkommando Gießen 5 N 1 front verwundet. 8 Kreis Lauterbach.. ri. Blitzen rod, 17. Okt. In feierlicher Weise wurde hier der an einem schweren Darmleiden im Garnisonlazarett zu Schrimm in Posen verstorbene Landsturmmann Hrch. Stürz beerdigt. Feldgraue aus dem Vereinslazarett? Lauterbach trugen den Sarg zu Grabe, den die Vereine und Verwundete voranschritten. Nach der von Pfarrer Schorlemmer von Frischborn vorgenommenen kirchlichen Feier wurden Krän, nieder⸗ gelegt von Fabrikdirektor Bortfel d im Namen der Gemeinde, von Lehrer Mink für den Männergesangverein, und von den erwundeten aus Lauterbach. ri. Allmenrod, 17. Okt. Schreiner Hainer und Landwirt Oe Gefangenschaft geraten. i. Frischborn, 17. Okt. Missionsprediger Wiemer von der Brüdergemeinde bielt hier und in unserer Filiale Allmenrod außerordentlich gut besuchte Mi ssionsversammlun gen ab. Kreis Schotten. n Götzen, 17. Okt. In der heimatlichen Erde beig esetzt Verwundung ge⸗ anterie⸗Regiment 144. Zwei Einwohner unseres Dörfchens, streich, sind in französische storbenen Musketiers Fr Kreis Friedberg. O. Bad Nauheim, 15. Okt. Mit einem Ko nzert der Kapelle des hiesigen Landsturm⸗ Bataillons, in der sich auch beachtenswerte solistische Kräfte befinden, schloß die diesjährige ommerkurzeit. In Anbetracht der kriegerischen Zeiten kann der Verlauf der Sommerkurzeit, mit über 21 600 Kurgästen und nahezu 300 000 abgegebenen Bädern als sehr gut bezeichnet werden. In den genannten Zahlen sind die hier befindlichen ver⸗ wundeten oder zur Erholung weilenden Kriegsteilnehmer und die an diese e ne Bäder nicht eingeschlossen.— Die Zahl der noch anwesenden Kurgäste ist erfreulich hoch. Die interkurzeit beginnt unter sehr günstigen Aussichten. Aus der Wetterau, 15. Okt. Das Einernten der Zuckerrüben hat begonnen. Die Rllben sind gut entwickelt und versprechen einen guten Ertrag. Die 1 sind mit dem Aussäen des Wintergetreides beschäftigt. Al gemein beklagt man sich darüber, daß keine Nachfrage 4 1 Brechobst vorhanden ist. Selbst die besten Apfelsorten müssen zu 5 Mark pro Zentner abgesetzt werden. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Darmstadt, 16. Okt. Im Westen ist auf dem Felde der Ehre im Kampfe für das Vaterland der Major im Großh. Hess. Artilleriekorps, Edlex von de r Planitz gefallen und heute nackmittag mit militärischen Ehren in Darmstadt beigefetzt worden. Der Verewigte war mit einer Tochter des Reichstagsabgeordneten rzellenz Frhrn. v. Heyl in Worms vermählt und der Sohn des um die Artillerie hoch verdienten Generalobersten Edlen von der Planitz, der sich im Kriege 1870/1 durch hervorragende Leistungen als Batteriechef in verschiedenen Schlachten in hohem Maße aus⸗ be atte.* Edler von der Planitz war ein begeisterter Anhänger Waffe seines Vaters, und er unterbrach seinen itzges im In r alten a rette getrocknet. erfolgreichen tdienst nur durch ein Kommando als Adjutant des Feldmarschalls Grafen Walbersee und später, als Hauptmann 1 Garde⸗Feld⸗Artillerie⸗Regiment, als persönlicher Abjutant bei Sr. Kaiserl. und Königl. Hoheit dem Kronprinzen. Nachdem er 6 Monate in dieser Stellung im Felde gestanden hatte, meldete er sich mit Genehmigung des Kronprinzen zu einer Waffe zurck und hat in den heftigen Kämpfen in Westen den Heldentod fürs Vaterland gefunden. 5 Kreis Wetzlar. F. O. Wetzlar, 17. Okt. Das zwei 5 alte Söhnchen des Feldwebels Strißte von der hie igen Unterofsizierschule stürzte in elne gefüllte Wassertonne und ertrank. Hessen⸗Nassau. I Marburg, 17. Okt. In der vom Nationalen Frauenbienst eingerichteten O bst⸗ und Gemüse⸗ berwertungsstelle, haus gefunden, wurden insgesamt 400 Zentner aus dem Marburger und dem Kirchhainer Kreis gespendetes Obst im Werte von 3500 Mk. verarbeitet. Hergestellt wurden 310 Ztr. Marmelade, 9 Ztr. Apfelmus, 800 Flaschen Heidelbeerkom⸗ pott, 3600 Flaschen Säfte. Gebucht wurden 225 Zentner Zucker. Ebenso wurde auch reichlich Gemüse für die Laza⸗ Bei der Verarbeitung waren außer den Damen auch genesende Soldaten beteiligt. J Amöneburg, 17. Okt. Auch in hiesiger Stadt wurde die Maul⸗ und Klauen seuche sestgestellt. Der für den 19. d. M. in Dreihausen anstehende Schweine⸗ markt wurde verboten. Wm. Treysa, 17. Okt. Heute früh kurz nach 8 Uhr er⸗ eignete sich auf hiesiger Station ein Ei senbahnunglück. Der pon Frankfurt a. M. kommende Güterzug 8783 stieß bei Einfahrt in die hiesige Station mit einer Rangiermaschine zusammen. Der Anprall war so heftig, daß eine Maschine und mehrere Güter⸗ magen demoliert wurden. Zugführer Keiner erlitt so schwere Verletzungen, daß er schon auf dem Transport nach Marburg starb; ein Schaffner erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verwundungen. von Kassel nach Franlfurt a. M. abgehenden Schnell- und Eilzüge wurden über Bebra geleitet. g Fulda aus Schlotzau kaufte kürzlich auf offener Straße einem jungen Mädchen den ganzen Buttervorrat ab, um ihn wieder zu veräußern. Da, der Verlauf vor 10 Uhr früh stattsand, verstieß er gegen die Anordnungen des zu⸗ ständigen Generallommandos, die einen Warenankauf durch Zwischenhändler vor Marktschluß verbieten. Die Straf⸗ lammer verurteilte die Händlerin Maul zu einer Woche Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 14 Tage beantragt und begründete die hohe Strafe damit, daß man das ge⸗ meingesährliche Treiben der Händler und Händlerinnen, die durch Aufkauf aller erreichbaren Vorräte die Preise nur in die Höhe treiben wollten, besonders scharf beobachten müsse. Das junge Mädchen wurde freigesprochen. ———— Büchertisch. Hochland. Juhalt des Oktoberhestes: Zum zweiten Kriegsfsahrgang: Rück⸗ und Vorblicke vom Herausgeber.— Staat und Gesellschast in Deutschlaud. Von Univ.-Prof. Dr. Martin Spahn.—„Judith“. Roman von Peter Dörfler.— Von deutscher Frömmigkeit. lichen Lebens in Deutschland von Univ.-Prof. Dr. Eugelbert Krebs. — — Die Sehnsucht nach dem Organischen im Lichte unserer Litur⸗ gie. Von Dr. Hermann Platz.— Die deutschen Katholiken und die Standesbewegung. Von Th. Brauer.— An einem Kriegergrab. Gedicht von Christoph Flaskamp.— Wenn von Frieden gesprochen werden wird. Von Austriacus.— Kleine Bausteine: Im wieder⸗ eroberten Lemberg. Von Kritik: Der Genius des Krieges. Von Dr. M. Ettlinger.— L. N. Tolstois Brieswechsel mit der Gräfin A. A. Tolstoi. Von Charlotte Lady Blennerhassett.— Hochland⸗Echo: Christus und der Krieger. Rundschau: Kriegsbetrachtung.— Das Pontifikat Benedikts XV. Innerpolitische Neuorientierung?— Um Deutschlands Welt⸗ sendung.— Das Seelenleben der höheren Tiere.— Die Literatur am Scheideweg.— Friedrich Lienhard.— Emanuel Geibel.— Unsere Kunstbeilagen. 8 D—— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. — 2 1 2 55 2* 2 2 2 1 25 2 dt. S8 8 S 8 5 * S 2 9 SSS 5 8 8 2 5 S 5 8 5 88 1 5 8 28 8 988 1 1 8.2 6.9 85— o 13.%— 80 8 4—— 10 18. 9— 6,0 62 898—— 10 1 1 Temperatur am 16. bis 17. Okt. 1915 9,8 0. iedrigste%— 3,9„ Niederschlag: 0,0 mm. —— Amtlicher Wetterbericht. 8 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 19. Oktober 1915: Wolkig, nebelig, meist trocken, kühl. — Letzte Nachrichten. Der bulgarische Angriff. 8 Wien, 18. Okt. Der bulgarische Angriff zwischen Zajecar und Negotin ist von größter Bedeutung, da dadurch endgültig die Strecke von Donauost gegen Nisch gesperrt wird, auf der bisher die Serben ihr Kriegsmaterial von Rußland bezogen haben. Die Verlegung der serbischen Regierung nach Mitrowitza zeigt bereits, mit welcher Rückzugslinie die Serben rechnen. In Mazedonien auf serbischem Gebiete entwickeln sich be⸗ deutende Bandenkämpfe. In Sofia herrscht helle Begeisterung. Die Stadt ist mit Fahnen in allen Bundesfarben geflaggt. Alle An⸗ griffe in Nordserbien von Ram bis zur Drina sind in stetigem Fortschreiten. g Zwistigkeiten zwischen It nien und seinen Verbündeten. Wien, 18. Okt. Das„Fremdenblatt“ läßt sich berichten, daß aus Meldungen serbischer Blätter hervorgeht, daß es zwi⸗ schen Italien und seinen Verbündeten zu heftigen Zwistigkeiten gekommen ist, weil Italien nicht geneigt ist, für Serbien Opfer zu bringen.. Afhganistan und der Weltkrieg. Konstantinopel, 18. Okt. Nach den hier eingetrof⸗ fenen persischen Berichten vom 13. September darf nunmehr mit dem Eingreifen Afghanistans in den Kampf ge⸗ rechnet werden. Nach einer Meldung hätte sich eine große algba⸗ nische Streitmacht in Marsch gesetzt, wovon 1600 Mann bereits in Jedson angelangt sein sollen. Der ruffische Konsul in Teheran ist auf die Kunde davon nach Kaer abgereist, unt dort Erkundungen über die Absichten der Afghanen einzuziehen. Bei Ispahan fand ein Zusammenstoß zwischen Persern und Engländern statt. Der Joffresche Tagesbefehl. Genf, 18. Okt. Heute gesteht das französische Ministerium zu, daß der von der deutschen Obersten Heeresleitung veröffent⸗ lichte Tagesbefehl tatsächlich von Joffre ft 5 te l stammte. Eine Verstüm⸗ melung desselben sei in einem „Times“ erschienen. * die ihre Unterkunft im Nassauer⸗ und quer über dem Geleise lagen. Ter Sämtliche „17. Olt. Die Händlerin Barbara Maul Eine Selbstbesinnung über die Aussichten des kirch⸗ auf dem Donauwege Pariser Blatte und in der Londoner 3 5 5 Johann Georg, Herzog zu Sachsen. 33 5 2 8 ö Den Heldentod fürs Vaterland starb am 9. d. Mis. unser lieber, braver, 5 Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Haus Hansel riegsfreiwilliger im Inf.⸗Regt. 116, 12. Komp. Inhaber der hessischen Tapferkeitsmedatlle im Alter von 21 Jahren. Dies zeigen tiefvetrübt an 0 die Eltern und Geschwister: Joßpaunes Hausel und Fran Heinrich Hansel, z. Zt. im Felde, und Familie Johannes Hansel, 3. Zt. im Felde, und Familie 5 Ernst Herrmann, z. St. im Felde, und Frau Anna, geb. Hansel. ießen, Sprendlingen, den 18. Oktober 1915. Eindenplatz 4 155 In stiller Nacht, auf treuer Wacht, Ward dir die Todeswunde. Die Lieben dein im sernen Heim Traf schwer die bittre Kunde. Ach, es ist ja kaum zu fassen, Daß du nie mehr kehrst zurück; So jung mußt du dein Leben lassen, Zerstört ist all mein Erdenglück. Doch will mit Goltes Hilf' ich tragen Das mir von ihm bestimmte Los, Bis wir dereinst nach diesen Tagen Uns wiedersehn im Paradies. Fürs Vaterland starb am 30. September im Feldlazarett nach schwerer Verwundung mein lieber, unvergeßlicher Mann, der liebevolle, treu- sorgende Vater unserer beiden Kinder unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Adolf Hillgärtner Wehrmann im Landw. ⸗Inf.⸗Regt. Nr. 118,8. Komp. im Alter von 27 Jahren. In tiefem Schmerz: Elisabethe Hillgärtner, geb. Nachtigall, und Kinder 5 Familie Heinrich Hillgärtner III. Familie Ludwig Nachtigall VI. Georg Hillgärtner und Familie Wilhelm Nachtigall und Jamilie Karl Körbächer und Familie Jobannes Zimmer und Familie. Allertsbausen, Londorf, Allendorf an der Lumda. 8 den 15. Oktober 1915. 05687 Am 25. September starb den Heldentod für's Vaterland unser einziger, innigstgeliebter, un- vergesslicher Sohn, Enkel und Neffe, Kriegs- freiwilliger Ernst Herbert Vizefeldwebel im Reserve-Infant.-Regt. Nr. 248, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Württem- berger Tapferkeitsmedaille, im Alter von 19 Jahren. In tiefer Trauer: willy Herbert und Frau in Düsseldorf f Wilh. Herbert und Frau in Giessen, Stephanstr. 3 Carl Herbert und Frau in Giessen, Marktplatz 2. Statt Karten. Allen Cluckw-unschspendern herzlichen Dank 5 2 ei 7 3 Toni Bierau 5 Männer⸗ Turnverein. W e Zur Beteiligung bei dem Turnen der Männer⸗ 55 5 riege laden wir guf vielseitigen Wunsch alle zum Heeres⸗ Familie Carl Bierau dienst ausgemusterten Herren freundlichst ein. 1 7 Beiligung vollständig kostenlos. Turnstunde: Diens⸗ Lollar, 12. Oktober 1915 tass, abends 9 Uhr, in der Turnhalle der Oberreal⸗. schule(Bismarckstraße). 8199 v 5 Der Vorstand.—— Am 29. September starb an den Folgen einer schweren Verwundung im Kriegslazarett unser lieber Freund, Kriegsfreiwilliger Willi Horn. Wir werden dem leider so früh von uns geschiedenen Freunde ein treues Gedenken bewahren. 2060 Verein Bavaria. 8ei SchroffemWitterungsw¾echsel ofen Masebe 8 bietet das Tragen zweckmäßiger 2 555 TRIKOT UNFERELEIDOUN& besten Schutz gegen Erkaltungsgstaht. In Mako-, Wolle gemischt- und Reinwollen-Unter zeugen fur Herren, Damen und Kinder bringt melne Spezial-Abteilung außergewöhnlich vielseitige Auswahl in nur bewährten Qualstäten. ellsttär-Unterzeuge und Sedarfs-Artikel aus Wolle gemischt-, Reinwollen- u. Selden-Frikot empfehlè ich zu besonders vortellhaften Prelsen CARL A HARTMANN GIESSENER KONZ ERTI- VEREIN rrrrrrrrrrmiit 8200 Es ist bestimmt in Gottes Rat, Paß man vom Liebsten, was man hat, Muß scheiden. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein herzensguter Mann, der treubesorgte Vater seiner drei Kinder, der Matrosen-Artillerist Emil Fey 1. Matrosen-Artillerie-Regim ent nach 14 monatlicher treuer Pflichterfüllung an den Folgen eines schweren Unglücksfalles im Kriegslazarett ge- storben ist. n* [Regenschirme Grosse Auswahl„ billige Preise In tiefer Trauer: Marie Fey und Kinder. Lollar, 16. Oktober 1915. 8180 rrrrrrrrmtrrrrrrtrrrrrrrrrerrrmqꝶqmimmmmmm Sonntag, den 24. Oktober 1915 — 5½ Uhr, in der neuen Aula— 1 5 2 5 Casseler Schirmfabrik KLAVIER-AB END MI HELM SACKH AUS e NB. Klavierwerke von Beethoven, Mendels- 7 5— 5 sohn, Chopin, Weber-Brahms, Schubert-Liszt Bekanntmachung. 4 Ein hartes Los hat uns getroffen, Wenn Liebe könnte Wunder tun 185 1 175 55 e 8 1 Tote wecken, unser Glück, all unser Hoffen, o würde Dich im fernen Land Fü Ssichtli 3 g Es schwand dahin als wie ein Nicht fremde Erde decken. Konzeriflügel: Steinway& Sons, Hamburg- New Tork. Grün ene ee Vertreter: Hofplanofortelager von Wilh. Rudolph, Sellers weg.] Bataillons soll der Bedarf in folgenden Losen vergeben inte 1. Platz M. 3.—, 2. PI 2, Platz] werden:„ Eintrittskarten: 5. 13 5 Platz e 1. sämtliche Fleisch⸗ und Wurstwaren Studentenkarten N. 1.—(für den 2. Platz gültig, für 2. Kolonialwaren und Hülsenfrüchte. Schüler und Militärpersonen, die nicht im Offiziersrange 3. Kartoffeln Traum. Euhe sanft du treues Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Am 15. Oktober erhielten wir die traurige Nachricht, 8 5 5 30. Pfg; 99 551 in 1 e von 15 17 70 dass nach fast 10 monatlicher treuer Pflichterfüllung am VVV. 6. Handkäse, Limburgerkäse, Butter, Eier 8. Oktober infolge eines Kopfschusses unser lieber, hoff. nungsvoller Sohn und unvergesslicher Bruder Georg Mattern Musketier im Infanterie-Regt. Nr. 116, 12. Komp. im blühenden Alter von 22 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. 7. Ab des G ils. Der Ueberschuss kommt Kriegswohlfahrtszwecken zugute. Scbriftli e 1 der gebol auf Los Nr....“ an die unterfertigte Stelle, Sladttz⸗ sche Knabenschule in der Nord⸗Aulage, Zimmer Nr. 2, bis zum 19. Oktober 1915, vormittags, einzureichen, wo⸗ selbst auch die Lieferungsbedingungen ausliegen. Die Oeffnung der Angebote findet am 20. Ottober 1915, vormittags 10 Uhr, statt. Gießen, den 15. Oktober 1915. Sanden e uenee Feen II(XVIIJ/328 ießen. ö Der Vorstand der Küchenverwaltung. 18133 Bekanntmachung. Unterzeichnetes Bataillon wird voraus sichtlich mit dem 1. November d. J. einen Kantinenbetrieb in der Städ⸗ tischen Knabenschule bezw. alten Aliceschule in der Nord⸗ Anlage eröffnen lassen und wollen Bewerber schriftliche Angebote mit der Bezeichnung„Angebot betr. Kantinen pachtung“ bis zum 20. Oktober 1915, vormittags 0 Ubr. an die Kassenverwaltung der Wai Stelle, immr Nr. 128, im J. Stog, in dem Gebäude der Zeughauswache, 2 2 5 5 8 N einreichen, woselbst auch die Bedingungen aus liegen 2 1 6 72 F Zuschlagserteilung erfolgt alsbald durch den Bataillons Kommandeur. 18131 Gießen, den 15. Oktober 1915. Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillon II XVIII 38 8202a Gießen. OO οο/,, Gaulbe aer een Dir.: Hermann Steingoetter. Dienstag, 19. Oktbr. 1915, abends 8 Uhr: 9 1. Dienstag⸗Abonn.⸗Vorstell. Gewöhnl. Preise lermäßigt) 5 00 bontese Huerl 1 upenleim ssauhesbol), Sara d. Shonen ung TCaufhaus kat 1 7 We In tiefem Schmerz: 5 f Familie Johs. Mattern. Leihgestern, den 18. Oktober 1915. 151 FWT ˙ * Todes-Anzeige. 5 Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hebamme Plsabeche dung Vn. geh. Naehe nach kurzem Leiden, im Alter von 66 Jahren heute vormi 12 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. e Die trauernden Hinterbliebenen. Klein-Linden, den 17. Oktober 1915. 8204 Die Formenschönheit in der Frauen- Kleidung wird man nie mit Hilfe billig. Reklameschnitte erreich. Wer Freude am Kleide haben will, ver- wende die zuverlässigen Favorit- Schnitte Anleit. d. d. neue Favorit Album(60 Pf.) Erhältl. b. A. Salomon& Cie.% Herren, Damen, Kinder PPC ² Acc ccc cc 9 fest) Ende 10¼½ Uhr. leises in E. Beizen von] Soldaten vom Fel! 4 Formalin Saatgetreide) Sabel zablen ewig . Vorstellungen auf 2. und Gust, Walter 3. Sverrsis nur balte Wreise 5 Mäusburg 13. 7s eee 2 Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. ds. Mts, uachm. 3½ Uhr, vom Sterbehaus, Lützellindener Straße 3 aus statt. 5 Eahak sar N