Zweites Blatt Nr. 244 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 1065. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen — Samstag, 16. Oltober 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten⸗ Anzeiger Gießen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, den 15. Oktober 1915. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten waren anwe⸗ send: Oberbürgermeister Keller, Beigeordneter Emmelius, die Stadtverordneten Eichenauer, Dr. Ebel, Faber, Helf⸗ Eich, Joeder, Drbig, Petri, Plank, Dr. Sommer, Vetters, Winn und Wimmenauer. Als Urkundsper⸗ sonen wurden gewählt die Stadtverordneten Dr. Sommer und Helfrich. Entschuldigt fehlten! Beigeordneter Grünewald, die Stadtverordneten Leib, Schaffstaedt, Simon und Heichelheim. Der Oberbürgermeister teilte der Versammlung mit, daß ihm zur Erbauung von zwei hölzernen Stegen im Norden und Süden. der Lahn vom Stadtverordneten Dr. Sommer 1000 Mk. übergeben worden sind; er statte dem Spender dafür den Dank der Stadt ab. Ein Gesuch wegen Errichtung eines Verkaufs⸗ häuschens, das der Rentner Franz Schmidt am Selters⸗ weg in der Toreinfahrt seines Anwesens errichten wollte, wurde abgelehnt, weil das Bauwerk gegen verschiedene Bestimmungen. der Bauordnung verstoßen und auch nicht in den Charakter dieser Hauptgeschäftsstraße passen würde. a Ein Wirtschaftsgesuch, das der Bäckermeister Karl Sommer, Bismarckstraße 26, der einen Kaffeeausschank ein⸗ richten will, wurde abgelehnt, weil der dafür bestimmte Raunt mit knapp 10 Quadratmeter zu klein erscheint. Ein Gesuch des G. Kampen um Wirtschaftserlaubnis für Kanzleiberg 5 wurde, da es sich um einen Uebergang handelt, befürwortet unter der Bedingung, daß der Gesuchsteller nicht Damenbedienung einrichtet. Zur Herstellung einer neuen Bedachung in dem städtischen Hause Wolkengasse 11(früher Fabersches Haus) reicht der zur Ver⸗ fügung stehende Betrag von 250 Mk. nicht hin. Das neue Dach ist notwendig und erfordert 600 Mk. Die Versammlung bewilligte weitere 350 Mk. 5 Zur Versicherung der Gemäldesammlung der Dr.⸗ Hans⸗Bock⸗Gedächtnisstiftung gegen Feuersgefahr und Diebstahl wurde für eine sechsjährige Versicherungsdauer der Betrag von 948 Mk. verlangt und bewilligt. Der Ausschuß für die militärische Ausbildung der Jugend beantragte einen städtischen Zuschuß zur Beschaffung von Uebungskleidung. Ter Finanzausschuß schlug vor, dafür 500 Mk. zu bewilligen. Stadtvo Vetters sprach gegen diesen Vorschlag des Ausschusses. Die Ausgabe lasse sich durch nichts rechtfertigen. Der Beweis sei erbracht, daß diese Uebungen überflüssig seien, denn das Volk in Waffen stehe auch heute seinen Mann. Die Uebungen der jungen Leute in der Nacht und ähnliche Veranstal⸗ tungen gingen zu weit. Die jungen Leute sollten lieber angehalten werden, etwas Tüchtiges zu lernen.— Stadtv. Loeber war der Ansicht, daß man in Rücksicht auf den wichtigen Zweck die 500 Mk. bewilligen solle. Er kenne die Uebungen der Jugend aus eigener Anschauung. Es handle sich nicht um eine Spielerei.— Stadty. Plank meinte, daß die Uebungen auch ohne Uniform gemacht werden können. Die Stadt habe augenblicklich für nötigere Dinge Geld auszugeben, und da solle man den Antrag vorläufig zurück⸗ stellen.— Stadtv. Petri erklärte, man müsse die patriotische Bewegung, die sich u. a. auch in der Jugendausbildung so schön zeige, unterstützen Frankreich sei uns in dieser Beziehung voran⸗ gegangen und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die Jugend set voll Eifers für diesen Gedanken und werde auch die Schule deshalb nicht hintenanstellen.— Stadtv. Dr. Ebel erklärt die militärische Ausbildung der Jugend für eine gute demokratische Einrichtung, wodurch die Standesunterschiede bei der Jugend ver⸗ wischt werden. Es liegt im Interesse der minderbemittelten Teil⸗ nehmer, eine einheitlicha Kleidung für diese Zwecke zu schaffen. Durch die ganze Einrichtung werde bei der Jugend kameradschaftliche Gesinnung, Selbstaufopferung, Pflichtbewußtsein anerzogen. Es werde übrigens unter den jungen Leuten, die alle über 15 Jahre alt sind, nicht nach dem Rang und Stand der Eltern eine Beförde⸗ rung vorgenommen, sondern dabei die persönliche Tüchtigkeit des Einzelnen gewertet. Der Redner verwies auch darauf, daß in der demokratischen Schweiz die Jugendorganisation zur Vorbildung für das Heer viel straffer durchgeführt sei als bei uns.— Stadtv. Winn sprach sich gegen die Bewilligung des Betrages aus Es sei augenblicklich nicht die Zeit, für diesen Zweck Geld zu opfern, da die Stadt genug Lasten zu tragen habe.— Oberbürgermeister Keller verwies darauf, daß die Stadt Mainz für den gleichen Zweck 3000 Mk. bewilligt habe, daß andere Städte ebenfalls Geld⸗ mittel dafür hergeben und daß sich unsere Stadt dieser Pflicht nicht entziehen könne.— Stadtv. Plank erklärte noch, daß er nicht etwa ein Gegner der Bestrebungen sei, die Jugend militärisch aus⸗ zubilden.— Gegen die Stimmen der Stadtverordneten Orbig, 13 8 und Plank wurden schließlich die 500 Mk. be⸗ illigt. Zur Einführung des 1⸗Uhr⸗Ladenschlusses an Sonntagen teilte der Oberbürgermeister mit, daß sich der Soziale Verband der kaufmännischen Angestellten an das General⸗ kommando gewandt habe, um die Geschäftszeit in allen hessischen Städten Sonntags bis 1 Uhr zu beschränken. Mit dem gleichen Ersuchen habe man sich an das Ministerium gewandt. Die Be⸗ 1 für den Antrag wird namentlich darin gesucht, daß die jungen Leute, die in kaufmännischen Geschäften und Verkaufs⸗ lokalen über Gebühr angestrengt arbeiten müssen, an ihrer Wehr⸗ haftigkeit Schaden leiden, und durch die Beschäftigung an Sonn⸗ tagen über 1 Uhr hinaus behindert sind, an den sonntäglichen Uebungen der Jungmannschaften teilzunehmen. Der Oberbürger⸗ meister verweist darauf, daß von allen hessischen Städten, die in Frage kommen, nur Gießen bis 3 Uhr Sonntags die Läden offen hält. Die Gießener Handelskammer und der Detaillisten⸗Verein haben sich unter Hinweis auf angeblich besondere Verhältnisse, die ja auch schon in der Presse erörtert worden sind, für eine Bei⸗ behaltung der jetzigen Geschäftszeit an Sonntagen ausgesprochen. Der Vorstand des Detaillisten⸗Vereins hat aber später seine Ansicht geändert und erklärt, daß er mit Rücksicht auf den Stand⸗ punkt der Ladeninhaber, die sich in ihrer Mehrheit für eine Kür⸗ zung der Geschäftszeit an Sonntagen ausgesprochen haben, gegen solle man niemand hinderlich sein. Man solle auch an die vielen Besucher der Kliniken und Lazarette denken, die Sonntags vom Lande in die Stadt kommen und die erst nach der Besuchszeit, die gegen 2 Uhr ihr Ende erreicht, Einkäufe besorgen.— Stadtvy Winn verwies darauf, daß, solange Wetzlar die Läden nicht vor 3 Uhr Sonntags schließe, die Gießener Geschäftsleute auch nicht früher schließen können, ohne den Schaden zu haben, daß die Landkundschaft zum Teil abwandert.— Stadtv. Petri war der Meinung, daß die Ansicht der Handelskammer für den Beschluß der Stadtverordneten maßgebend sein sollte.— Stadtv. Plank schlägt vor, die Stadtverordnetenversammlung solle den Antrag auf 2⸗Uhr⸗Schluß als goldenen Mittelweg an⸗ nehmen.— Stadtv. Vetters glaubt, daß man niemand schädige, wenn die Sonntagsverkaufszeit von 11—2 Uhr festgesetzt wird. Der Konsumverein habe volle Sonntagsruhe eingeführt; seine Mit⸗ glieder haben sich daran gewöhnt. Die Versammlung beschloß, die Einführung eines 2 Uhr⸗Ladenschlusses an Sonntagen gegen die Stimmen der Stadtverordneten Loeber, Petri und Win n und des Beigeordneten Emmelius zu befürworten. Der Be⸗ schluß bedarf der Genehmigung des Ministeriums, eventuell auch des Generalkommandos. Zur Weiterversicherund der städt. Angestell⸗ ten und Bediensteten, die zum Heere einberufen sind, wurde beschlossen, daß für alle diejenigen die Stadt die Beiträge weiter⸗ zahlt, die in Gießen ihren Unterstützungswohnsitz haben und ein. Jahr bei der Stadt tätig gewesen sind. Bei den außerhalb der Stadt wohnenden Versicherten soll der Beitrag gezahlt werden, wenn sie wenigstens seit 1. August 1914 in Diensten der Stadt waren. Stadtv. Vetters wies außerhalb der Tagesordnung darauf hin, daß in dieser Woche zwei Kinder durch die Straßenbahn ums Leben gekommen sind. Man müsse doch alles ver⸗ suchen, um solche Unglücksfälle zu verhüten; er fragt an, ob man. nicht die Schutzvorrichtung an den Wagen perbessern könne. Der Oberbürgermeister sprach sein Bedauern aus über die Unglücksfälle. Es stehe aber jetzt schon fest, daß die Wagenführer keine Schuld trifft, da die Kinder in beiden Fällen direkt in die Wagen hinein gelaufen seien.— Stadtv. Ebel sagte, er habe gelesen, daß in einem Falle ein Hund die Veranlassung zu dem Unglück gewesen sei, dem das Kind habe ausweichen wollen. Man habe schon ein⸗ mal eine Polizeiverordnung angeregt, daß Hunde nur an der Leine geführt werden sollen.— Der Oberbürgermeister bemerkte, es sei fraglich, ob ein angeleinter Hund nicht verkehrsstörender sei, als ein Hund, der sich frei bewegen könnte.— Stadtv. Dr. Som⸗ mer erklärt sich bereit, ein Gutachten abzugeben, ob und in welcher Richtung etwa die Schutzvorrichtungen bei der Straßenbahn ver⸗ besserungsfähig seien. l i Stadtv. Dr. Ebel stellte fest, daß der Milchpreis in un⸗ serer Stadt vorerst von 24 auf 26 Pfennig von den Produzenten erhöht worden ist. Diese wollten eine Steigerung auf 28 Pfennig für das Liter vornehmen, und nur durch ein Verhandeln des Le- bensmittel⸗Ausschusses mit den Lieferanten sei es gelungen, vor⸗ erst den festgesetzten geringeren Milchpreis zu erlangen. Es seien inzwischen Abmachungen mit einer ganzen Anzahl Milchprodu⸗ zenten, besonders im Kreise Alsfeld, getroffen worden, wonach die Sicherheit bestehe, daß demnächst größere Mengen Magermilch, täglich 1600 bis 2400 Liter, und wöchentlich 5 bis 6 Zentner Butter für die Bedürfnisse Gießens geliefert werden. Der tägliche Bedarf an Milch betrage etwa 14000 Liter. Durch die Maßnah⸗ men der Kommission werde es möglich sein, den Milchpreis in unserer Stadt auf einem i Maß zu halten. Damit war der öffentliche Teil der Sitzung erledigt. Märkte. Gießen, 16. Okt. Maretbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pid. 2,00— 0,00, Hühnereier das Stück 20—00 Pfg., Käse das Stück 7—9 Pfg., Käsematte 1 Stück 3—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,40—0,00 Mk., Hühner das Stück 2,00—2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,50 2,50 Mk., Ochsen⸗ fleisch das Pfund Mk. 1,20—1,24, Kuhfleisch 110—00 Pfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20—1,24 Mk., Schweine fleisch das Pfund 1,90—0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfd. 1,20— 1,24 Mt., Hammelfleisch das Pfund 100—116 Pfg.; Kartoffeln 1 Ztr. 3,50 bis 4,00 Mark, Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., bessere 00—00 Pfg. Spinat 20— 25 Pfg. das Pfund; Wirsing 10—15 Pfg. das Stück, Gelberüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Kohlrabi 6—8 Psennig das Stück, Weißkraut 15—25 Pfennig das Stück, Birnen 7 bis 15 Pfg., bessere 00—00 Pfennig das Pfund, rote Rüben 7—8 Pfg., römisch Kohl 6—8 Pfennig. Zwiebeln der Zentner 22—00 Mk. Nüsse 100 Stück 4050 Pig. Blumenkohl 20—50 Pfg. Tomaten d. Pfd. 25— 30 Pfg. Sellerie 6—10 Pig. d. St. Endivien 10—12 Pig. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.— Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1 Mk., Rindfleisch-Bratenstück das Pfund 1 Mk., Schweinefleisch das Pfund 0,00 Mk., Nierenfett das Pfund 1 Mk. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Sonntag, den 17. Oktober, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. 3. Tag:„Götterdämmerung.“ Montag, den 18. Okt., geschlossen(Liederkranz⸗Konzert). Dienstag, den 19. Oktober, abends 7 Uhr:„Der arme Heinrich.“ Mittwoch, den 20. Oktober, abends 7½ Uhr:„Der Freischütz.“ Donnerstag, den 21. Oktober, abends 7 Uhr:„Der Barbier von Bagdad.“ Hierauf:„Versiegelt.“ Freitag, den 22. Oktober, geschlossen(2. Museums⸗Konzert). Samstag, den 23. Oktober, abends 7 Uhr:„Die Regimentstochter.“ Hierauf: Tanzbilder. Sonntag, den 24. Oktober, nachmittags 3¼ Uhr: „Der Bettelstudent.“ Abends 7¼ Uhr;„Hoffmanns Erzählungen.“ Montag, den 25. Oktober, abends 7 Uhr:„Martha.“ Dienstag, den 26. Oktober, abends 7 Uhr:„Die Afrikanerin.“ Mitt⸗ woch, den 27. Oktober, abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf: Charaktertänze. Donnerstag, den 28. Oktober, abends 7 Uhr:„Orpheus und Eurpydike.“ Schauspielhaus. Sonntag, den 17. Oktober, nachmittags% 4 Uhr:„Der Weg zur Hölle.“ Abends ½8 Uhr: Ludwig Thoma ⸗ Abend:„Die Lokalbahn.“ Hierauf:„Die Medaille.“ Montag, den 18. Oktober, abends ½8 Uhr:„Karinta von Orrelanden.“ Dienstag, den 19. Oktober, abends ½8 Uhr: Zweiter Oesterreich. Autorenabend: „Der Tor und der Tod.“ Hierauf:„Der Puppenspieler.“ Dann: „Der Kuß auf der Redoute.“ Ferner:„Schöne Seelen.“ Zum Schluß:„Der Troubadour.“ Mittwoch, den 20. Oktober, ben ds % Uhr:„Der Dummkopf.“ Donnerstag, den 21. Oktober, abends 1 Uhr: Zum Gedenktag der 500jährigen Herrschaft des Hauses Hohenzollern:„Die Belehnung Friedrich I. mit der Mark Brandenburg.“ Gedicht von Ernst von Wildenbruch. Hierauf⸗ „Die Quitzows.“ Freitag, den 22. Oktober, abends ½8 Uhr: „Die Schöne vom Strande.“ Samstag, den 23. Oktober, abends 8 Uhr:„Zwei glückliche Tage.“ Sonntag, den 24. Oktober, nachmittags ½% Uhr:„Die deutschen Kleinstädter.“ Abends 7 Uhr:„Die Jungsran von Orleans.“ Montag, den 25. Oktober, abends 348 Uhr: Zweiter Oesterreichischer Autorenabend:„Der Tor und der Tod.“ Hierauf:„Der Puppenspieler.“ Dann:„Der Kuß auf der Redoute.“ Ferner:„Schöne Seelen.“ Zum Schluß:„Trou— badour.“ Dienstag, den 26. Oktober, abends ½8 Uhr:„Karinta von Orrelanden.“ Miltwoch, den 27. Oktober, abends /8 Uhr: Zum ersten Male(Uraufführung):„Das Urteil des Paris.“ Lust- Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 5 Sonntag, den 17. Oktober, 20. nach Trinktatis. Erntedaukfest. Kollelte für die evangelischen Gemeinden in Oesterreich. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer Schwabe. 5 Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. 5 Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde; wie die Neukonfirmierten, so werden auch die Konfirmierten früherer Jahre herzlich eingeladen. Montag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus gemeinde. Die Neukonfirmierten sowie die Konfirmierten früherer Jahre werden hierzu eingeladen. 5 Montag, den 13. Oktober, abends 6 Uhr pünktlich in der Stadtkrche: Vortrag von Prosessor D. Schian über„Die Kriegs- frömmigkeit unserer Zeit als nationale Frömmigkeit“. Donnerstag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr: Versammlung des Gemeinde-Frauen-Vereins der Matthäusgemeinde im Matthäussaal. In der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Aus feld. g Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Aus feld. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. N Abends 7½¼ Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde. 5 Abends 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung und Bibel⸗ besprechung. Mittwoch, den 20. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Aus feld. Wartburg, evangel. Jünglings⸗ und männer⸗berein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 17. Oktober: Vortrag. Dienstag, den 19. Oktober, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 21. Oktober, abends 873 Uhr: Leseabend. Samstag, den 23. Oktober, abends 8 ¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Bibelkränzchen für Mödchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6— 7 Uhr im Johannessaas. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntag, den 17. Oktober, vormittags 10 Uhr. (Heil. Abendmahl für Staufenberg.) 11 Uhr: Feierliche Eröffnung des Konfirmanden⸗ unterrichtes.. Kollekte für die evangel. Bewegung in Oesterreich. Sonntag, den 17. Oktober, nachm. 5 Uhr: Kriegs- betstunde. Dekan Guß mann ————— Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 16. Oktober: 9„ 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. eichte. Sonntag, den 17. Okt., 21. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags 6 ⅛ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. 7 Uhr: Heil. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 5 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags 6 Uhr: Christenlehre; Andacht mit Segen. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag abends 8 Uhr ist Rosenkranzandacht mit Segen. Lir darauf Rosenkranz⸗ Diaspora⸗Gottesdienst. Sonntag, den 17. Oktober: In Hungen um 8 Uhr. In Lich um 9½ Uhr. 9 2 f Der M Uns sender Sele Valenchold Zigaretten Willkommensfe Liebesgabe Preis Ne 324 4 3 8 810 20 Sg lbs hurSsgi9 epd 1 ass igverpa 1 30 Ic feld postmäselg werpecde 10 ff Bare! Orlen. Eibokr uc crweffen br Nruche Dresden Irc. Hugo Zietz, Hoflieferoru SlLd Kris Sechsen spiel in drei Akten von Rudolf Presber, 15 2 1 1 2 4 5 5 1 An den Folgen einer schweren Verwundung starb im Kriegslazarett am 29. September den Heldentod unser einziger, braver, geliebter Sohn, unser guter Enkel und Neffe WIIIi Horn Kriegsfreiwilliger, Gefreiter im Infanterie-Regiment Nr. 116, 4. Kompagnie im Alter von 22 Jahren. In tiefer Trauer: Ludwig Horn und Frau. Giessen(Kirchenplatz 14), Treis an der Lumda. Beileidsbesuche dankend verbeten. Nach fast 14 monatlicher treuer Pflichterfüllung starb am 26. September infolge seiner schweren Verwundung den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter teurer Mann, der herzensgute, treusorgende Vater seiner beiden Kinder, mein un- vergeßlicher, treuer braver Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Enlcel, Neffe, Schwager und Onkel Hans Höpfner Unteroffizier im Reserve- Infanterie-Regiment Nr. 81, 9. Kompagnie Ritter des Eisernen Kreuzes In tiefem Schmerz: Ottilie Höpfner geb. Schmidt und Kinder Ernestine Höpfner geb. Schulze Gießen(Bahnhofstr. 62, Kaiser- Frida Höpfner Allee 22), Kassel, Erna Höpfner den 16. Oktober 1915. Otto Höpfner 5 Familie Schulze Familie Schmidt Du hast gestrebt in deinem Leben, Drum ruhe sanft, du Edler, Treuer, Hast auch erreicht ein schönes Ziel, Wir müssen gönnen dir die Ruh, Warst unser Stolz; warst unser Leben, Schlaf wohl, dich deckt nichf Feindes Erde, Wer dich gekannt, vergißt dich nie! Dich deckt der Deinen Liebe zu. Auf Frankreichs Erde starb am 24. September nach 14 monatlicher, treuer Pflichterfüllung im Alter von 31 Jahren mein herzensguter, innigst- geliebter, treuer Gatte, der liebevolle, treusorgende Vater seiner 2 Kinder, unser braver, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Wilhelm Allendörfer Wehrmann der Landwehr. In tiefem Schmerz: Frau Harie Allendörfer geb. Hölz und Kinder Familie Allendörfer Familie Hölz. Lützellinden, den 12. Oktober 1915. Ruhe sanft, mein teurer Gatte, Bis zum frohen Auferstehn, In des Himmels lichten Räumen Werden wir uns wiedersehn! Den Heldentod fürs Vaterland starb am 5. Oktober 1915 bei einem französischen Sturmangriff unser lieber Bundesbruder Karl Pfaff, stud. agr. aktiv seit S. S. 13 Kriegsfreiw. Gefreiter im Feld-Art.-Regiment 111, 3. Batt. Die B. Frankonia. 7 I. A. Kraft, O ο. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 22. Sep- tember in Russland mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Wehrmann August Wagner im Alter von 38 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Anna Wagner und Kinder. Giessen(Steinstrasse 69). ö Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mit- teilung, dass mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser guter, liebevoller Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Krämer Metzgermeister im Alter von 34 Jahren heute vormittag 11½ Uhr nach kurzem, schwerem Leiden sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Karl Krämer und Kinder. Familie Krämer. Familie Velten. Giessen(Caiser-Allee 17), Steinbach, Göbelnrod, den 15. Oktober 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. Mts., nachmittags 3 ½ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. odes-Anzeige. Den Heldentod für das Vaterland starb unser An- gestellter, a Herr Hans Franz. Wir verlieren in demselben einen hochgeschätzten, tüchtigen Mitarbeiter und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Siemens-Schuckert- Werke G. m. b. H. 8108 D Techn. Bureau Frankfurt a. M. Nachruf. Am 24. September starb infolge einer schweren Verwundung im Feldlazarett den Heldentod Kriegsfreiwilliger Ludwig Luh L.-Infanterie-Regiment Nr. 349, 10. Kompagnie. Wir verlieren in ihm einen treuen, friedliebenden Kameraden und werden ihm allezeit ein ehrendes An- denken bewahren. 5 Seine Schulkameraden. Allendorf a. d. Lahn, den 15. Oktober 1915. Auf fremder Erde schwer und müde, Sank bin dein Haupt zur letzten Ruh, Fürs Vaterland gabst du dein Leben, Schlaf wohl, du Herzensguter du. Warst noch so jung, starbst viel zu früh, Drum tun vergessen wir dich nie. Doch wars des ewigen Vaters Plan, Was Gott tut, das ist wohlgetan. Trennung war unser Los— Wiedersehen ist unsere Hoffnung! Den Heldentod fürs Vaterland starb am 16. September bei einem Sturmangriff mein innigstgeliebter, unvergesslicher Mann, der treu- sorgende Vater seiner zwei Kinder, unser guter Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Ludwig qung Wehrmann im Inf.-Reg. Nr. 353, 2. Komp., 177. Inf. Brigade . 40. Reser ve-Armeekorps im 36. Lebensjahre. In tiefem Schmerz und Trauer: Frau Marie Jung, geb. Carle Familie Ludwig Jung III., Gemeinde-Einnehmer Familie Gotth. Carle Familie Friedrich Jung Familie Heinrich Seipp. Staufenberg, Roth, Daubringen, Lollar. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Auf dem Felde der Ehre fiel am 6. ds. Mts. insolge eines Brustschusses unser lieber, unver⸗ geßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Ernst Heilmann Musketier im Infanterie⸗Regiment Nr. 88, 5. Kompagnie im Alter von B Jahren. Die trauernden Eltern und Geschwister: Heinrich Heilmann und Frau Richard Heilmann, z. Zt. im Felde Heinrich Heilmann, z. Zt. im Felde Jamilie Jakob Volk Familie Karl Gregorius Familie Rudolph Blum Lina Kretzig. Gießen(Wolfsstraße 12, Lorsch a. d. den 16. Oktober 1915. Gesangverein Heiterkeit. 1 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mit⸗ glieder von dem Hinscheiden unseres Mitgliedes Herrn Karl Krämer Mengermeister in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17, nachmittags 3½ Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 815⁵ Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. „Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser treuer Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Edmund Helbing Webrmann im akt. Jnf.⸗Regt. 14, 3. Komp. am 24. September in Feindesland durch Kopf⸗ schuß den Heldentod fürs Vaterland gefunden hat. 5 In tiefem Schmerz: Elisabeth Helbing geb. Jung und Kind.! Heuchelheim, Wilhelmstraße 31. 05652 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Bergstraße 8167 Turn⸗Verein Salzböden. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb in einem Feldlazarett am 1. September infolge einer schweren Verwundung am 28. August unser 2. Turnwart und Vorstands mitglied Karl Luckhardt Musketier der 10. Komp., Jnf.⸗Regt. Nr. 17 im vollendeten 23. Lebensjahre. 8¹⁵² Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken. bewahren. Der Vorstand. Plötzlich und unerwartet verschied heute unser liebes gutes Söhnchen und Enkelchen Carl Rosenkranz. Die tieftrauernden Eltern. Familie Rosenkranz. Gießen(Kreuzplatz 10), den 15. Okt. 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. Mts., nachm. 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 05646 UAUnser lieber, herzensguter Sohn, unser unvergeßlicher Bruder, Schwager und Onkel Musketier Ludwig Hänser im Infant.⸗Regiment Nr. 118, 5. Komp. mußte im Alter von nicht ganz 24 Jahren 6 am 2. Oktober für das Vaterland sein Leben opfern. Die trauernden Hinterbliebenen: i Familie Johs. Häuser XII., Schreinermstr. Familie Georg Dietz, zurzeit im Felde Familie Karl Häuser V., Schreiner Familie Ludwig Schmandt, z. Zt. i. Urlaub Familie Karl Andermann, z. Zt. als Ge⸗ fangener in Marokko Familie Georg Häuser, Bahnmeister⸗Asp. Watzenborn⸗Steinberg, Wiesbaden, den 16. Oktober 1915. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hartmann bei dem uns betroffenen schweren Verluste unseres un⸗ vergeßlichen, lieben Söhnchens und Enkelchens * 2 Heini sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Ruppel geb. Rabenau. Alten⸗Buseck, im Oktober 1915. o Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 2 05075 158 Wir können dir nun nichts mehr bieten, Mit nichts mehr dich erfreu'n, Nicht eine Hand voll Blüten Aufs kühle Grab dir streu'n. Du gingst von uns mit frohem Herzen Und hofftest auf ein Wiederseh'n, Doch gröber sind jetzt unsere Schmerzen, Da dieses kann nicht mehr gescheh'n. Du warst so gut, du starbst so früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Du gutes Herz, ruh still in Frieden, Ewig beweint von deinen Lieben. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 30. September an seinen schweren Wunden im Feldlazarett 9 Tage nach seinem in der Heimat verlebten Urlaub mein innigstgeliebter, treuer Sohn, mein einziger, herzensguter Bruder, unser lieber Neffe und Pate Heinrich Funk Ersatz-Reservist im Landwehr-Inf.-Regt. Nr. 118 im blühenden Alter von 27 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Christine Funk Wow., geb. Wadenpfuhl Helene Funk Joh. Wadenpfuhl und Frau, geb. Bergen. 8¹²⁴ Allendorf a. d. Lumda, den 16. Oktober 1915. Wenn Liebe könnte Wunder tun in hartes Los hat uns getroffen, 1 Und Tränen Tote wecken, So schwer es zu ertragen kaum; 4 1 All unser Glück, all unser Hoffen, So würde Dich im fernen Land Esschwanddahin als wie ein Traum Nicht fremde Erde decken. Ruhe sanft, du treues Herz. Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Am 29. September starb den Heldentod für's Vaterland infolge eines Kopfschusses im Lazarett unser lieber, unvergesslicher Sohn, unser guter Bruder und Neffe Karl Bellof Reservist im Inf.-Regt. 118, 12. Komp., f im Alter von 27 Jahren. 5 05868 In tiefer Trauer: Ludwig Bellof 4. und Familie. Rödgen, Grossen-Buseck, den 16. Oktober 1915. Wiedersehn war seine Hoffnung! Im Kampfe fürs Vaterland starb am 25. Sep- tember unser lieber, braver, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Bräutigam Ludwig Schäfer Reservist im Res.-Inf.-Regt. Nr. 87, 1. Komp. im jugendlichen Alter von 29 Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Philipp Schäfer IV., Gemeinderechner. Reiskirchen, 15. Oktober 1915. 8130 Ihre Vermählung zeigen nur hierdurch an Dr. phil. Herbert Fischer Leutnant d. R. im K S. I.(Ceib)-Grenadier-Regt. Nr. 100 2. Zt. Truppenũübungsplatz Königsbrück(Kgr. Sachsen) Lilli Fischer geb. Becker. 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