Nr. 2414 Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; 1 weimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelleß l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. 165. Jahrgang General Anzei ger für Obel dagen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. Mittwoch, 13. Oktober 1015 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ A jährl. Mk. 2.50; durch Abhole⸗ u. Zweigstellen f monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H Beck, sämtlich in Gießen Nn 82 der Angriff Bulgariens auf Serbien. Nisch, 12. Oktober.(WTB. Nichtamtli der Front von Knjazevae angegriffen. GTB.) Sroßes Hauptquartier, 12. Oktober. (Amtlich.) 5. Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Arras setzten die Franzosen ihre An⸗ griffe fort. 5 Zwei Teilangriffe gegen die von uns am 8. Oktober 5 91 von Loos zurückeroberten Gräben wurden ab⸗ gewiesen. 5 Stärkere Angriffe gegen die Front nordöstlich von Souchez bis östlich von Neuville brachen stellenweise unter sehr erheblichen Verlusten für den Feind zusammen. Nur an zwei kleinen Stellen gelangten die Franzofen bis in unsere vorderste Linie. Auch in der Champagne endeten französische An⸗ griffe beiderseits Tahure mit einem empfindlichen Rückschlage für den Feind. Trotz starker Artillerievorbereitung ver⸗ mochte er gestern abend nirgends einen Geländevorteil zu erringen. Seine Versuche, heute früh an derselben Stelle durchzustoßen, scheiterten ebenfalls. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Auf der Westfront von Dünaburg führte unser An⸗ griff ur Erstürmung der feindlichen Stellungen westlich von Illuxt von 2˙/ Kilometer Fronbreite. Drei Offiziere, 367 Mann sind gefangen genommen, ein Maschinengewehr ist erbeutet. Russische Gegenangriffe wurden abgeschlagen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Neues. 2 8 Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die feindliche Kavallerie bei Jeziercy räumte das Feld. * Die Lage bei den deutschen Trunpen der Armer des Generals Grafen Bothmer ist unverändert. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Auf der ganzen Front macht unsere Vorwärtsbewegung gute Fortschritte. Stadt und Feste Semendria sind gestern von unseren Truppen genommen. Oberste Heeresleitung. „„ Die Lawine, die seit längerer Zeit drohend über Serbien hing, ist ins Rutschen gekommen. Gestern noch hieß es, die Meldung von einer bulgarischen Kriegserklärung an Serbien sei verfrüht. Die„Kölnische Zeitung“ meldete strich:„Die„Neuen Zürcher Nachrichten“ wollten aus ester Quelle erfahren haben, daß am Montag mittag 11 Uhr Bulgarien Serbien die Kriegserklärung zugestellt habe. Eine Bestätigung der Nachricht fehle.“ So wird denn die Sache ihre Richtigkeit gehabt haben. Sicher ist, daß wir bis zur Stunde über die Vorgänge und Vorverhandlungen mit Ser⸗ bien, die jetzt durch den bulgarischen Angriff zum Abschluß gekommen sind, nicht unterrichtet worden sind; auch eine Lawine kommt nicht in Bewegung, bevor nicht ein vermehrter Druck oder eine Schneeschmelze den Anlaß gegeben hat. Ueberraschung kann das neue Ereignis niemandem bereiten, denn die führenden Männer in Sofia hatten ihre Absichten deutlich genug angekündigt. i Wir begrüßen das Eingreifen Bulgariens in einer Stunde, da wir auf dem besten Wege sind, dem neuen Bun⸗ desgenossen über Serbien hinweg bald die Hände zu reichen. Die deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen haben auf der ganzen Front an der unteren Drina, der Save und der Donau mit großem Erfolge angegriffen, und deutsche Truppen haben nicht nur Semendria erobert, sondern auch den serbischen Feind bereits auf Pozarevac, 10 bis 15 Kilo⸗ meter südlich er Donau, zurückgedrängt. Es scheint, als gehe der deutsch⸗österreichische Vormarsch, vielleicht aus Rück⸗ sicht auf Rumänien, nicht durch das„eiserne Tor“ am Lauf der Donau entlang. Auch die Bulgaren haben nicht von dem nordwestlichsten Zipfel ihres Landes aus, an der Donau, angegriffen, sondern an der Front von Knazevac, von wo sie nur etwa 40 Kilometer bis Nisch zurückzulegen haben. Ser⸗ bien wird demnach von allen Seiten, wie ein Schwamm, zusammengepreßt, und es läßt sich erfreulicherweise voraus 55 daß der serbische Krieg nicht von langer Dauer sein ird. Die deutsch⸗österreichisch⸗ungarischen und bulgarischen Angreifer bekümmern sich nicht mehr um die schreienden und angstvollen Zuschauer im Süden. Der bulgarisch⸗serbische rieg ist in einer Stunde entbrannt, die auch für Griechen⸗ land eine Entscheidung bedeutete. Der neue Ministerpräsi⸗ dent Zaimis in der Kammer die Grundzüge seiner Politik enthüllt, und da er erklärte, die Haltung Griechen werde sich den künftigen Ereignissen anpassen, so darf man hoffen, daß auf die neue Tatsache des bulgarischen Angriffes sich in Athen nicht schon wieder der Wind drehen wird. Das Kabinett Zaimis war berufen worden, um ohne Feindschaft gegen die Zentralmächte sich mit Bulgariens Be en abzu⸗ finden. Wollte König Konstantin auf die bulgarische Kriegs⸗ erklärung an Serbien das Schwert gegen Bulgarien ziehen, so hätte er Venizelos nicht kalt zu stellen brauchen. Auch der Ausdruck Zaimis', Griechenland werde sich den künf— tigen Ereignissen anpassen, läßt erwarten, daß man ich in die unvermeidliche neue Machtverteilung fügen wird Es ist mit jedem Tage klarer geworden, wie windig es mit der in Saloniki eingestellten Hilfe des Vierverbandes bestellt war. England und Frankreich hatten nichts anderes beabsichtigt, als die Hellenen möglichst schnell und besin⸗ nungslos in den Krieg zu stürzen. Dieses nette Streben ist einstweilen vereitelt worden; Griechenland wartet zuerst die künftigen Ereignisse ab. Ob nun wirklich in Saloniki die von einem serbischen Blatte bereits ironisch begrüßten Brüder aus Algier, Kongo, Indien und Transvaal, die Senegalneger und Zulu⸗Kaffern, in Haufen alsbald landen werden? Wir wagen einen Blick in die Zukunft zu tun und sehen nichts als neue Tränen im Auge Albions; die fran⸗ zösische Presse hat zwar nach Verstärkungen in Saloniki ge⸗ rufen, aber unumwunden erklärt, Frankreich, das teilweise vom Feinde besetzt sei, dürfe seine Kräfte nicht zersplittern. Wir sehen, daß die verantwortlichen Persönlichkeiten in Athen Verhandlungen mit Bulgarien und den Zentral⸗ mächten anknüpfen und sich schließlich auf diese Weise dem Lauf der Weltgeschichte anpassen werden. Venizelos hat den Satz ausgesprochen:„Keinesfalls dürfen wir Bulgarien ge⸗ statten, Serbien niederzuwerfen, um nachher uns mit allen Kräften anzugreifen.“ Wohlan, versäume Griechenland den notwendigen Anschluß nicht! Bulgarien wird, nach der freundschaftlichen Aeußerung seines Königs, zum Verhandeln bereit sein, und die Leni werden zu einer befrie⸗ digenden Einigung gern die helfende Hand bieten. 5* 8 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 12. Okt.(STB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Wien, 12. Oktober 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Im Raume südlich von Burkanow schlugen wir drei russische Angriffe ab. Die Abwehr eines vierten, der gegen ein Frontstück von zwei bis drei Kilometern gerichtet war, ift noch im Gange. Am Kor⸗ minbach und nördlich von Bafalowka am Styr unternahm 22 der Feind gleichfalls einige erfolglose Vorstö ße. l Italienischer Kriegsschauplatz. Keine Aenderung. 5 Südöstlicher Kriegsschauplatz. Südlich der Save und der Donau und an der un⸗ teren Drina wird an ganzer Front angegriffen. Die aus Belgrad vordringenden k. und k. Truppen erbeuteten bei der Erstürmung des östlich der Stadt und der Laudon⸗Schanzen Gaf aufragenden Berges Li par drei Geschütze und einen Schein⸗ werfer. Alle Höhen im Umkreise von Belgrad, die die Strom⸗ übergünge auf Feldgeschützertrag beherrschen, sind im Besitz der Verbündeten. Die Deutschen eroberten Semendria und drängen den Feind auf Posarewatsch zurück. Auf der Grenze zwischen der Herzegowina und Montenegro kam es an mehreren Stellen zu Geplänkeln mit montenegrinischen Abteilungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. ** 6 Eine Erklärung des Ministeriums Zaimis. Athen, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas“. Ministerpräsident Zarmis erklärte in der Kammer, daß die Regierung nach einer genauen Prüfung der augenblicklich äußerst verwickelten internationalen Lage ihre Politik auf dieselben Grundlagen zu stützen gedenkt, wie die Politik, die Griechenland seit dem Beginne des europäischen Krieges befolgt habe. Zaimis fuhr dann fort: Um den Lebensinteressen der Nation besser zu entsprechen, wird unsere Neutralität bewaffnet sein; unsere Haltung werd sich den künftigen Ererg⸗ nissen anpassen. Die Regierung, die in den kritischen Augen⸗ blicken von den Vertretern des griechischen Volkes unterstützt wird, verfolgt die Entwicklung mit gespannter Aufmerksamkeit. Auf die Rede Zaimis antwortete Venizelos: Nie⸗ mand will das Land in innere Unruhen stürzen. Im Hinblick auf die augenblickliche Lage wird, die Kammermehrheit der Regierung ihre Unterstützung gewähren, so lange die Politik der Re⸗ gierung die Grundlagen meiner Politik nicht umstürzen wird, über welche die Kammer bereits abgestimmt hat. Bestünde kein Vertrag mit Serbien, so würde unser Interesse uns zwingen, jedesmal aus unserer Neutralität herauszutreten, wenn ein an⸗ derer Staat sich auf unsere Kosten vergrößern will. Es han⸗ delt sich nicht darum, zu wisfen, ob wir Krieg führen sollen oder nicht. londern un muß wissen, wan wir den Krieg beginnen ch.) Meldung der„Agence Havas“. Die Bulgaren haben uns auf müssen. Keinesfalls dürfen wir Bulgarien gestatten, Serbien tiederzuwerfen, um nachher uns mit allen Kräften anzugreifen. Die Seele der Nation sagt sich, es sei im Interesse Griechen⸗ lands, daß Bulgarien zerschmettert werde. Wäre Bulgarien sieg⸗ reich, so würde der Hellenismus vollkommen vernichtet werden. Venizelos sprach die Hoffnung aus, daß sich die Politik der neuen Regierung als besser erweise als die seinige. Englische Drohungen gegen Griechenland. London, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Morning Post“ schreibt in einem gestrigen Leitartikel, Griechenland würde, wenn es wohlwollend neutral bleiben würde, während Bulgarien Serbien angreife, an der balkanischen und an der eigenen Sache zum Verräter werden Es würde, wenn der Hahn kräht, seinen Glauben verleugnen; Bulgarien wäre der Judas und Grie⸗ chenland der Petrus. Das Blatt droht sodann, daß Griechenland die Freundschaft der englischen Seemacht verlieren würde, die es so lange genossen habe, daß es vielleicht nicht wüßte, was ihre Entfremdung bedeute. Die Griechen sollten sich ihres blühenden Seehandels und ihrer schutzlosen Küsten erinnern und bedenken, daß eine ernstliche Entfremdung Englands ihren Ruin binnen 24 Stunden bedeuten würde. Die deutsche Gefahr sei entfernt, die englische Gefahr unmittelbar. Neutralität könne es in dem jetzigen Balkankrieg nicht geben. Der bevorstehende bulgarisch⸗serbische Krieg. Berlin, 13. Okt. Zur Meldung eines Zürcher Blattes, wonach Bulgarien am 11. Oktober die Kriegserklärung an Serbien habe abgehen lassen, kann die„Voss. Ztg.“ melden, daß sie e verfrüht sei. Tatsache aber sei, daß sich die bulgarisch⸗serbischen Beziehungen derartig verschärft hätten, daß der bewaffnete Konflikt zwischen Serbien und Bulgarien unvermeidlich bevorstehend bezeichnet werden müsse. f Der serbische Bericht. Nisch, 12. Okt.(WWB Nichtamtlich) Meldung der Agence Havas. Belgrad mußte geräumt werden, um es vor einer feindlichen Beschießung zu bewahren. Unsere Truppen hal⸗ ten folgende Linien besetzt: Lipovac— Tscherkovac—Brejane—Lip⸗ bes.—Semendria brntere Morawafront), Kupes— Ekmekluk(Bel⸗ grader Front), Obrenovac(Sawefront). Der Feind ver⸗ fügte über eine gewaltige schwere Artillerie, besonders über 105⸗Millimeter⸗Geschütze, was die Kämpfe sehr blutig gestaltet. Die Verluste besonders an Offizieren, sind beider⸗ seits ungeheuer. Unsere Truppen leisten den feindlichen Sturm⸗ angriffen siegreich Widerstand. Bisher ist die Anwesenheit von d Arm und 8 österreichisch⸗ungarischen Korps bei Belgrad festgestellt worden. Eine deutsche Division bei Ram und eine andere deutsche Division bei Parojovac(alle beide von unbekannter Zusammensetzung), die 11. bayerische und die 10. und 26. Neusehn Division wurden bei Kowina und Bawanitscho auf unseren Front gemeldet. Ferner meldete man noch die An⸗ wesentheit feindlicher Truppen, deren Zahl noch nicht genau fest⸗ gestellt worden ist. Bei Obrenovac befinden sich anderthalb öster⸗ reichische Divisionen. Bei Obrenovac und Badovintzi(untere Trinafront) meldet man zwei österreichischaungarische Brigaden Bei Obrenovac verwendet der Feind sehr reichlich erstickende se. Heiteres aus Serbien. „Sofia, 12 Okt.(WTS. Nichtamtlich.) Das serbische So⸗ zialistenorgan„Budutschnost“ schreibt zur Landung von Truppen der Entente in Saloniki: Wir haben das sel⸗ tene Glück erlebt, Zeugen der majestätischen Bekundung slavi⸗ scher Brüderlichkeit zu sein. Es kommen als Gäste unsere teuren Stammverwandten, slavische Brüder aus Algier, Kon go, Indien und Transvaal, ferner unsere Vettern, Marok⸗ kaner, Senegalneger und Zulukaffern. Sie sollen die serbischen Reihen ausfüllen und mit uns unter der Fahne unserer gemeinsamen slavischen Mutter Rußland gegen die Ger⸗ manen in Bulgarien und der Türkei in den heiligen Kampf ziehen. Wenn wir dann, angeführt von asiatischen und afri⸗ kanischen Helden, den Feind besiegen, wird dies einen Triumph des Christentums über den Islam bedeuten und einen Triumph der weichen slavischen Seelen über den groben barbar⸗⸗ schen Germanismus. Im Namen dieses Triumphes begrüßen wir unsere teuren Brüder, die Marokkaner, Senegalneger, Zulukaf⸗ fern, Papus und Inder, diese unermüdlichen Verteidiger de⸗. unterdrückten Slaventums und Christentums Aus Saloniki. sämt⸗ lich von den Dardanellentruppen und 2000 Engländer, ins gesamt al so 20000 Mann, welche die Division Baillaud bilden. Außer diesen landeten keine Mann⸗ schaften. Am 9. Oktober traf der Befehl ein, daß eine Brigade nach Serbien abgehen solle. Im letzten Augen⸗ blick kam Gegenbefehll Die Engländer versuchten in⸗ zwischen Karaburun und die Spitze des Hafens u besetzen, wurden aber durch die Griechen daran ge⸗ Rade Es erscheint ausgeschlossen, daß selbst in einigen Wochen mehr als 40 bis 50 000 Mann in Saloniki ger 8 landet und verpflegt werden können. Immer deutlicher tritt zutage, daß nichts anderes beabsichtigt war, als Griechenland für den Vierverband sich opfern zu lassen, während die englisch⸗französischen Truppen bestenfalls die Schrittmacher der griechischen Armee waren. Manchester, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der „Manchester Guardian“ berichtigt, daß nicht General Sir Jan Hamilton, sondern der Brigadegeneral A Ha⸗ milton in Saloniki eingetroffen ist, der eine besondere Erfahrung im Landen von Truppen besitzt. 2 Sofia, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Von einem Privat⸗ borrespondenten des Wolffschen Bureaus. Sicheren Nachrichten zufolge sind fünf Eifenbahnzüge mit französischen und englischen Truppen in Salonik zurückgehalten worden. Ein französischer Truppentransport versenkt. Athen, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Verspätet ein⸗ getroffen. Der Kapitän des griechischen Amerika⸗Dampfers „Patris“ berichtet, er habe vorgestern nacht den drahtlosen Hilferuf des französischen Truppentransport⸗ dampfers„Samblin Haver“ erhalten, der von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurde und sich etwa 100 Seemeilen östlich von Malta mit über 2000 Mann algerischer Schützen an Bord in sinkendem Zustand befand. Als die„Patris“ die Unfallstelle erreichte, war der Dampfer„Samblin Haver“ mit allen an Bord befindlichen Truppen gesunken. Englischen Torpedo⸗ booten gelang es nur, 90 Mann, zum größten Teil Ver⸗ wundete, zu retten.„Samblin Haver“ war vor der Kata⸗ strophe auf der Fahrt nach Mudros begriffen. Athen, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein⸗ getroffen. Meldung des Vertreters des WTB. Wie ich er⸗ fahre, mehren sich die Fälle der Torpedierung eng⸗ lisch⸗französischer Transporte in der Aegäis. Jedoch treffen nur dann und wann zuverlässige Nach⸗ richten hierüber ein, da die englische und französische Admi⸗ ralität aus militärischen Gründen in den meisten Fällen nichts darüber verlauten lassen. In den letzten drei Tagen wurden je ein englischer und ein französischer Transport versenkt. Der französische Transport befand sich, wie einwandfrei festgestellt worden ist, und wie bereits gemeldet, auf dem Schiff„Samblin Haver“ zwischen Malta und Kreta mit über 2000 französischen Sol⸗ l daten an Bord. Ein neuer Diebstahlsskandal in Athen. 5 Berlin, 12. Okt.(Zens. Blu.) Aus Athen wird der „“Post“ gemeldet: Hier ist ein neuer großer Dieb stahlsskap⸗ dal entdeckt worden, durch welchen Kreise, die der Diplomatie des Vierverbandes nahestehen, sich schwer kompromittiert sehen. Aus einem Schreibtisch im Arbeitszimmer König Kon⸗ stantins sind mehrere hochpolitische Dokumente aus der Pri⸗ bvatkorrespondenz des Königs entwendet worden. Der Dieb, der mit den Verhältnissen im Königsschlosse sehr vertraut sein muß, öffnete mit einem Nachschlüssel das betreffende Fach des Schreibtisches, nahm nur die ihn interessierenden Schrift⸗ stücke an sich und ließ alles andere unberührt. Die Angelegenheit wmird verfolgt. Ein holländisches Urteil über das deutsche Heer. 1 1 Haag, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.)„Vaderland“ nennt das Einrücken der deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen in Belgrad, nachdem die Feindseligkeiten gegen Serbien kaum erst drei Tage dauerten, die Aufsehen erregendste Re⸗ klame, die in diesem Kriege für den preußischen Mili⸗ tagrismus gemacht worden sei. Es sei zweifellos ein mili⸗ fttärischer, politischer und moralischer Erfolg, der beweise, daß Deutschland keineswegs an der eigenen Kraft zweifelt und daß es nicht zögert, den früheren Fronten neue hinzuzufügen. Man müsse anerkennen, daß die Haltung der vortrefflich geschulten deutschen Heere Ehrerbietung abzwinge. Deutschland, das seit 14 Monaten an zwei Fronten in Kämpfe verwickelt ist, erscheine jetzt auch noch an einer dritten und mit sofortigem Erfolge. Die Nachricht vom deutschen und österreichisch⸗ungarischen Aufmarsch in Serbien werde nicht verfehlen, auf die Verbandsmächte Eindruck zu machen, deren Heere offenbar noch immer nicht ganz ausgeschifft seien. Neben dem Auftreten der deutschen Diplomaten und Armeen erscheine das Auftreten der Alliierten schwächlich. Die trübe Stimmung der Engländer. 5 London, 12 Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ schreibt in einem Leitartikel: Die Regierung tritt morgen vor das Parlament unter Umständen, die seit ihrem Amtsantritt ihresgleichen nicht hatten. Wiederum treten plötzliche Entdeckungen des Publikums ein, daß etwas in der Kriegsführung ernstlich nicht stimmt. Das Blatt kritisiert die Fehlschläge der eng⸗ . lischen Balkan politik, in der von Beginn bis zu dem 5. letzten Woche eine Verrechnung der anderen mit mathematischer Sicherheit folgte. Die Türkei und Bulgarien gin⸗ gen zum Feinde über, die Neutralität Griechenlands, dessen ganze Interessen auf den Erfolg der Alliierten angewiesen sind, folgte auf die aktive Feindschaft Bulgariens. Rumänien hält sich noch in passiver Isolierung, es ist nicht mehr in Fühlung mit den vorrückenden Truppen der Russen und wird unvermeidlich durch die Geschehnisse der nächsten Umgebung beeinflußt Nur Serbien kämpft noch für die Sache der Freiheit. Die Passivbilanz des Krieges und die ganze Lage des britischen Reiches ist hinreichend ernsthaft, so daß sie eine kräftige und schleunige Abhilfe erheischt. Natürlich muß das Auswärtige Amt den Hauptanprall der öffent⸗ lichen Unzufriedenheit mit dem diplomatischen Zusammenbruch aushalten. Wir unterschätzen nicht die unvermeidlichen Hinder⸗ nisse der Diplomatie der Alliierten, die sich beträchtlich durch den Beitritt Italiens infolge seiner Ansprüche auf die Adria⸗ kuüste vermehrten. Deutschland besitzt militärisch und diplomatisch den 1 Vorteil der inneren Linie. Das Blatt betont, 5 daß politische Versagen wesentlich der englischen Regierung Last falle, und kritisiert ausführlich den Mangel an. menhang zwischen den Regierungen der Alliierten und zwischen einzelnen Ministerien, der für die Fehlschläge verantwort⸗ sllich sei. . Delcassé. Paris, 12. Okt.(WN. Nichtamtlich.) Nach dem Blatte „Patrie“ muß Delcassé wegen allgemeiner Mattigkeit, welche auf große Anstrengungen zurückzuführen ist, noch einige Tage das Zimmer hüten. Der italienisch⸗bulgarische Bruch. Sofia, 12. Okt,(WTB. Nichtamtlich) Von einem Privat⸗ korrespondenten des Wolffschen Bureaus. Wie aus Rom gemeldet wird, hat der Minister des Aeußeren Sonnino dem bulgarischen Gesandten Stankiow bei der Ueberreichung der Pässe erklärt, rc bedauere lebhaft, daß die Ereignisse den Bruch der italienisch⸗ hulgarischen Beziehungen herbeigeführt haben. Wenn es zu einem Kriege zwischen Italien und Bulgarien komme, werde es ein Krieg ohne Haß sein. ** 5 Der türtische Bericht. Konstantinopel, 12. Okt. WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗ front bei Anaforta traf am 10. Oktober unsere Ar⸗ tillerie ein feindliches Torpedoboot, das nördlich Kiretsch— teppe bemerkt worden war. Daraufhin beschossen ein Kreuzer 3 5 955 „ . und ein anderes Torpedoboot des Feindes 10 Minuten lang ohne Wirkung unsere Batterien. Eine Mine, die wir unter den feindlichen Schützengräben zur Explosion brachten, tötete den größten Teil der Soldaten, die sich darin befanden, die übrigen flüchteten aus den Schützengräben. Bei Ari Bur nu beschoß ein feindliches Torpedoboot eine Zeitlang wirkungslos unseren rechten Flügel. Ein Kreuzer und ein Monitor feuerten ebenso wirkungslos in der Richtung auf Maidos. Die Schiffe zogen sich hierauf zurück. Bei Sedd⸗ ül-⸗Bahr schoß der Feind wie gewöhnlich mehr als 1000 Granaten wirkungslos gegen unsere Stellungen ab. Unsere Artillerie erwiderte, nahm die feindlichen Batterien und die Aufstellungen für Minenwerfer unter Feuer und brachte sie zum Schweigen. Sonst nichts Wichtiges. Italienische Truppen im Orient? Köln, 12. Okt.(Priv.⸗Tel.) Meldung der„B. Z.“. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen: Wie„Hestia“ er⸗ fährt, hat sich eine große Zahl italienischer Truppen in den letzten Tagen nach Bari und Brindisi begeben, wo sie auf 12 große Transportschiffe geschafft wurden. Die Truppen tragen Tropenhelme, woraus man schließt, daß sie für den Feldzug im Orient, wahrscheinlich an der Kütste Kleinasiens, bestün seien. Aus Rußland. Petersburg, 12. Okt.(WTB. Nicktamtlich.) Der„Rietsch“ berichtet, daß die Trunksucht in Moskau außerordentlich zugenommen habe. Es komme daher fortgesetzt zu Streitigkeiten zwischen den Behörden und dem Publikum. Neben dem Kriegs⸗ branntwein Eau de Cologne werden gefälschte Scheine für Weine zu Heereszwecken verwendet, um Alkohol zu erhalten. Jüdische Kriegsflüchtlinge sind aus Südrußland weiter verwiesen worden, 6 5 Nach einer„Rjetsch“⸗Meldung aus Petersburg hat der Mi⸗ nister des Innern bekanntgegeben, daß auf dem Lande 500 Rubel Gold mit 800 Rubel Papiergeld aufgekauft werden. Der Minister erklärte ferner, daß Deutschland Agenten mit falschem Papiergeld nach Rußland entsandt habe, um die Rubelkurse zu diskreditieren. In Petersburg haben, dem„Rietsch“ zufolge, verbotene Ar⸗ beiterversammlungen in den Fabriken stattgesunden, auf welchen Maßnahmen gegen die Teuerung und den Lebensmittel⸗ mangel besprochen wurden. Die Polizei zerstreute die Versamm⸗ ungen. N —— 1 Der Seekrieg. Angriffe englischer U.⸗Boote. 2 Karlskrona, 12. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Der Dampfer „Germania“ war bei Oelands Südspitze mit einem anderen deutschen Dampfer zusammen, der ebenfalls südwärts ging. Nach Aussagen der Offiziere und Mannschaft der„Germania“ befand sich der andere Dampfer ungefähr 8 Minuten südsüdwest von der Südspitze Oelands, als ein Unterseeboot erschien, das einen Torpedo gegen den Dampfer abfeuerte, der nach einigen Minuten sank. 5 8 Karlskrona, 12. Oktbr.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern vormittag ist ein deutscher Kohlendampfer im Kolmar⸗ sund südlich von Oeland von einem Unterseeboot, wahr⸗ scheinlich einem englischen, in Grund Nenn ic worden. Die Besatzung wurde von einem südwärts fahrenden schwedischen Dampfer gerettet, der eine Holzladung hatte. Der deutsche Erzdampfer„Germania“ der in süblicher Richtung fuhr, ist gestern 12 Uhr mittags beim Aeußeren Stein⸗ grund von einem Unterseeboot, wahrscheinlich einem englischen, beschossen worden. Um der Versenkung zu entgehen, ist die „Germania“ an der Küste von Blekinge auf Grund gesetzt worden. Das Unterseeboot befand sich dauernd in der Nähe des Dampfers, 1' Seemeilen von der Küste. Die Besatzung des Dampfers, der Kapitän und 19 Mann, sind gerettet. Der Kapitän berichtet, daß er Zeuge des Unterganges des Kohlendampfers war. 5 Die Zeitung„Blekings Laengstidning“ meldet, daß gegen⸗ wärtig im Süden von Oeland drei englische Unter⸗ seeboote operieren. Sowohl die„Germania“, als der ver⸗ senkte Kohlendampfer kamen von Norden östlich Oeland. Bei dem Angriff nahm die„Germania“ ihren Kurs nach Kalmar. Sie wurde 5 dem verfolgenden Unterseeboot gezwungen, den Kurs zu ändern. Karlskrona, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der bisher vermißte Teil der Besatzung des gestern abend durch ein englisches U-Boot in Grund gebohrten Dampfers „Nicomedia“ ist heute in Karlskrona gelandet. Kalmar, 12. Okt.(WWB Nichtamtlich.) Meldung des Svenska Telegrambyran: Gestern nachmittag wurde der deutsche Erzdampfer„Nicomedia“ aus Hamburg an der Sübspitze Oelands in Grund gebohrt. Ein Boot mit dem Kapitän und 13 Mann landete in Degerhamn auf Oeland. Die übrige 19 Kopf zählende Besatzung, die in die beiden anderen Boote gugangen war, ist wahrscheinlich anderwärts auf Oeland gelandet. Kopenhagen, 12. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Ritzauschen Bureaus. Aus Trelleborg wird berichtet: Der estern an der Südspitze von Oeland in Grund gebohrte deutsche zohlendampfer ist der Dampfer„Gutrune“ aus Ham⸗ burg, ein Schiff von 3000 Tonnen Gehalt. Die 34 Mann starke Besatzung wurde von dem Dampfer„Baltic“, der von Gefle nach 1 unterwegs war, aufgenommen und heute in Trelleborg gelandet. 5 * London, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet: Der englische Dampfer„Thorpswood (3184 Bruttotonnen) ist versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet. London, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Lloyds meldet, wie verlautet, ist der Dampfer„Halizones“(5093 Tonnen) ver⸗ senkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. Paris, 12. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus Madrid:„Heraldo“ berichtet, daß der spanische Dampfer„Pena Castillo“ von einem deutschen Unter⸗ seeboot bei Vigo versenkt worden sei.„Heraldo“ fordert die Regierung auf, eine strenge Untersuchung vorzunehmen und gegebenenfalls eine Entschädigung zu fordern. Lyon, 12. Oktbr.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nouvelliste“ meldet aus Dünkirchen: Der französische Dampfer„Aloe“ ist am Mittwoch in der Nacht fünf Meilen westlich von Dünkirchen auf eine Mine gestoßen und sofort untergegangen; 18 Mann der Besatzung sind ertrunken. Vor Nieuport ist ein englisches Schiff am Mittwoch auf eine Mine gelaufen und versunken. Ein Teil der Be⸗ satzung ist gerettet worden. 0 Das 50⸗jährige Dienstjubiläum des Generalobersten v. Uluck. Berlin. Zum heutigen 50 jährigen Dienstjubiläum des Generalobersten von Kluck schreibt der„Berliner Lokalanzeiger“: Als Führer der 1. Armee unseres Westheeres erwarb sich Kluck bei Anfang des Krieges großen Ruhm und wurde einer der volks⸗ tümlichsten Gestalten. Die Besiegung des englischen Expeditions⸗ korps unter French bei Maubeuge, sein kühner Zug bis an das Wetzlar.— Musk. Ludw. Karl Müller 3 8 5. 8 auf ihn. Und als dann die Tage kamen, da er infolge des über⸗ mächtigen Ansturms der Engländer und Franzosen seine Truppen zurücknahm, zeigte er sich als Meister einer hervorragenden Taktik. Klucks Umsicht vereitelte alle Pläne des Gegners, die Flanke des deutschen Heeres zu umgehen.— Auch die„Germania“ hebt die Umsicht Klucks hervor gegenüber den sich ständig wiederholenden Umfassungsversuchen der Engländer und Franzosen, die schließ⸗ lich zur Verlängerung der Kampffront bis an die Küste der Nord⸗ see führten. ö —ů Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Oktober 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrm. Heinr. Becker, Landw.⸗Inf⸗Regk. 116, aus Bleidenrod.— Landsturmm. Adam Müller, aus Goßfelden. — Vizefeldw. Friedrich Ufer, Res.⸗ Inf.⸗Regt. 81, aus Garben⸗ heim— Füs. Wilh. Keiner, Res⸗Inf.⸗Regt. 80, aus Werdorf. — Musk. Wilh. Kern Iunf.⸗Rgt. 82, aus Raunheim.— Wehrm. Heinr. Leyerzapf, Landw.⸗Inf⸗Regt. 116.— Wehrm. Herm. Wilhelm, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Offenbach a. M. Wehrm. Johs. Honig, Inf.⸗Regt 80, aus Bieber b. Offen⸗ bach,— Res. Heinr. Döll I., Inf.⸗Regt. 140, aus Borsdorf. —,Wehrm. Otto Laukhardt aus Geiß⸗Nidda.— Unteroff. Wilh. Mohr aus Herborn.— Off.⸗Stellv Georg See aus Friedberg.— Füs. Karl Schäfer, Res⸗Inf⸗Regt. 80, aus 1 Dillenburg.— Musk. Karl Müller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Frohnhausen(Dill).— Wehrm. Hermann Jakob, Landw.⸗ Inf.⸗Regt. 116, aus Inheiden.— Res Otto Spitznagel aus Effolderbach.— Landsturmm. Heinr. Kaufmann aus Rinder⸗ bügen.— Ers.⸗Res. Georg Müller, Res.⸗Juf.⸗Regt. 80 aus Lorbach.— Landsturmm. Ludwig Wolf aus Ranstadt.— Res. Karl Eckstein, Res.⸗Feld⸗Art.⸗Regt 21, aus Hopfgarten.— Wehrm. Friedrich Schäfer Res.⸗Inf.⸗Regt. 88, aus Dor⸗ heim.— Unteroff. Lehrer Melchior Eichstaedt, Res⸗Inf.⸗ Regt. 81, aus Eibelshausen.— Res. August Theiß, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 222, aus Rainrod.— Musk. Otto Schauermann, Inf.⸗ Regt. 172 aus Eichelsachsen.— Landwehrm. Heinr. Frank, Landw.⸗Inf,⸗Regt. 116, aus Rudingshain.— Kanonier Georg Höll aus Engelrod.— Leutn. d. Res. Wilh. Fockel, Landw.⸗ Inf.⸗Regt 116, aus Lauterbach— Gerichtsass. Carl Krämer, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 85, aus Werdorf.— Unteroff. Stanislaus Sieg, Landw.⸗Inf.⸗Regt 349, aus Wetzlar.— Kriegsfreiw. Albert Glater, Inf.⸗Regt. 13, aus Wetzlar.— Ers.⸗Res. Julius Koch aus Butzbach.— Wehrm. Karl Heinr. Momberger, Landw.⸗Inf.⸗Regt 116, aus Stumpertenrod.— Unkeroff. Jul. H edri ch aus Sinn b. Herborn.— Landsturmm. Wilh Velten aus Göbelnrod.— Landwehrm. Wilh. Brück, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Wetzlar.— Ers.⸗Res. Hans Neff, Res.⸗Inf.⸗Regt 81, aus „Res.⸗Inf.⸗Regt. 88, . aus Ehringshausen. * „Auszeichnung. Dem Kriegsfreiwilligen Unteroffizier Willi Büttner, stud. phil, früher im Inf.⸗Regiment 221, jetzt im Landsturm⸗Inf-Regiment 10, wurde die Hessische Tapfer⸗ kei. a 155 e 1 5 8 , Die Be agnahme der Hülsenfrüchte. Amtlich wird mitgeteilt: Die bisher bei der en Einkaufsgesellschaft eingegangenen Bestandsanmeldungen über Hülsenfrüchte(8 2 der Bekanntmachung über den Verkehr mit Hülsenfrüchten vom 26. August 1915) lassen erkennen, daß vielfach falsche Ansichten über die Anmeldepflicht bestehen. So kann es ohne weiteres als unrichtig bezeichnet werden, wenn der Magistrat einer Stadt von mehr als hunderttausend Einwohnern den eige⸗ nen geringen Bestand an Hülsenfrüchten anmeldet und hin⸗ zusügt, weitere Hülsenfrüchte seien in dem Bereich des Lommunalverbandes nicht vorhanden. In den zahlreichen Lebensmittelgeschäften, Lagerhäusern und Speichern werden sicherlich noch Vorräte von Hülsenfrüchten von einem Doppelzentner und mehr lagern, die sämtlich der Anmelde⸗ pflicht des§ 2 der genannten Verordnung unterliegen. Die gleiche falsche Ansicht verrät eine Behörde, die kurz mitteilt, in dem betreffenden Kreis würden Hülsenfrüchte nicht an⸗ a anzeigepflichtige Mengen seien deshalb nicht vor⸗ anden. Aus dem 8 2 der genannten Verordnung geht deutlich hervor, daß die Anmel icht nicht nur für Produ⸗ zenten bl sondern auch für jeden Händler, Lagerhalter usw. der einen Doppelzentner und mehr in Gewahrsam hat. Es kann nur empfohlen werden, daß alle Anzeigepflichtigen, die bisher irrigerweise unterlassenen An⸗ meldungen schleunigst nachholen, wenn sie sich einer Be⸗ strafung gemäß§ 13 der Verordnung nicht aussetzen wollen. Jerner ist von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen worden, daß namentlich in Mittel⸗ und Süddeutschland noch ständig„beschlagnahmefreie“ Mengen Hülsenfrüchte, namentlich 85 ausländischer Herkunft, zum Kauf an⸗ geboten werden. Auch in diesen Fällen liegt Unkenntnis der maßgebenden Bestimmungen vor. Es gibt keine be⸗ schlagnahmefreien Mengen, die im freien Handel sein könnten. Gemäß 8 12 der Verordnung sind zwar bisher einige Mengen Hülsenfrüchte freigegeben worden, aber nur zum Verkauf an einen genau bezeichneten Kommunalver⸗ band oder an eine Militärbehörde, und unter genau um⸗ N Bedingungen, die einen freien Handel in größeren Mengen ausschließen. t. A Liebesgaben für Alleinstehende. Die Bestre⸗ bungen, Soldaten, die keine Sendungen für ihre Person aus der Heimat erhalten, mit Liebes gaben zu versorgen, treten immer häufiger in die Erscheinung. Es haben sich daher einige große Organisationen der freiwilligen Krankenpflege der dankenswerten Aufgabe unterzogen, in ihrem Besitz befindliche Adressen dieser „Einsamen“ an solche Personen abzugeben, die sich an ieder Art der Liebestätigkeit für unsere Truppen zu beteiligen be⸗ reit sind. Um aber möglichst alle dieser„Alleinstehenden“ durch aus der Heimat kommende Gabenpabete zu erfreuen, hat die Heeresverwaltung angeordnet, daß die staatlichen Abnahmestellen freiwilliger Gaben, deren Verzeichnis in allen Postämtern aus⸗ hängt, Liebesgabenpakete, die ihnen für„Alleinstehende“ zugehen, abzunehmen haben, sofern sie nicht eine persönliche Adresse tragen. Diese Pakete werden auf dem vorgeschriebenen Dienstwege den Truppenteilen mit der Weisung zugeführt, sie nur an solche Soldaten zu verteilen, die sonst nie oder doch nur äußerst falten Sendungen aus der Heimat erhalten. Zu diesem Zwecke werden die Pakete vor der Weitersendung von den Abnahmestellen durch Auftleben auffallender Zettel„Für Alleinstehende“ besonders lennt⸗ lich gemacht. Es bleibt dem einzelnen Spender unbenommen, den Paketen Grüße, Zettel und die Adresse des Absenders bei⸗ zulegen, wodurch sich in vielen Fällen Be 1 anbahnen werden, deren Pflege und Ausgestaltung 850 es Einzelnen ist. Frachtsendungen, die mit der Bezeichnung„Freiwillige Gaben“ an die Abnahmestelle aufgegeben werden, werden von allen Bahnen frachtfrei befördert. 5*Die Nachmusterung der dauernd Untaug⸗ lichen. Gegenüber den Befürchtungen, daß bei den Muste⸗ rungen der Dienstuntauglichen die i Berücksich⸗ tigung aller die Diensttauglichkeit ausschließenden oder stark beeinträchtigenden Gesundheitsstörungen vernachlässigt wer⸗ den könnte, 75 ein Schreiben des stellvertretenden Chefs der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums, General⸗ arzt Dr. Schultzen, das dieser an den Herausgeber der „Deutschen medizinischen Wochenschrift“ gerichtet hat, daß Weichbild von Paris, lenkten die allgemeinste Aufmerksamkeit von der Heeresverwaltung die weitestgehenden Vorkehrun⸗ gen getroffen sind, um die Einstellung von u 9 1 „„ N ver keit als zweckmäßig herabgesetzt werden sollen. ebend bleibt aber wie Form auch wirklich gewachsen ist, als kriegsbrau der Chef des Feldsanitätswesens ist im weitesten Umfange d rfür gesorgt, daß den getragen wird. Eine für das Epilepsie, Nervenleiden, Rheumatismus u. a., * Stadttheater. Ans schreibt, drei neue Mitglieder in größeren sein; eininal Frl. die neue erste größere dankbare Aufgaben. des Herrn Steinhofer. enthält.“ Die Freilichtbühne wird am Samstag, 23. Oktober, 5 bestehend aus Konzert, Rezitation und Gesang veranstalten, dessen Reinertrag im Felde stehenden Vergessenen zugute kommen soll. Wir verweisen in der Neuen Aula einen Künstlerabend, auf die Anzeige in vorliegender Nummer. * Die Verlegung der chen Leuten, die in keiner Weise erwünscht ist, zu üten. Den musternden Aerzten ist größte Gründlich⸗ i der Untersuchung zur Pflicht gemacht. Aus der An⸗ leitung ergibt sich ohne weiteres, daß die Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit durchaus nicht mehr Wenn von der Friedensübung abweichende Beurteilungsmaßstäbe(Kriegs⸗ berwendungsfähigkeit, Garnisouverwendungsfähigkeit, Ar⸗ beitsverwendungsfähigkeit) geschaffen worden sind, so ge⸗ schah das, um der ärztlichen und militärischen Beurteilung mehr Spielraum zu gewähren und so den mannigfacheren Anforderungen des Kriegsdienstes gerecht zu werden. Maß⸗ isher der Grundsatz, daß nur der, er den Anforderungen des Kriegsdienstes 1 r bar be⸗ urteilt werden soll. Auf Antrag der Medizinalabteilung hat eine größere Anzahl aktiver, in der Musterung besonders erfahrener oder sach⸗ ärztlich ausgebildeter Sanitätsoffiziere aus dem Felde den einzelnen Korpsbezirken für die Musterung überwiesen. Es f Anforde⸗ rungen des Krieges ohne Schädigung der ge sund⸗ heitlichen Interessen des Einzelnen Rechnung Publikum praktisch wichtige Bestimmung besagt, daß für solche Krankheitszustände, die sich dem objektiven Nachweise ganz und gar entziehen, wie beigebrachte Zeugnisse von Wert sind, doch bedürfen sie der behörd⸗ lichen Beglaubigung, wenn sie von nicht beamteten Aerzten ausgestellt sind. 105 In der. am Freitag(Uhlands Herzog Ernst von waben) werden, wie man Freitag(Uh Herzog st 08 1 Aug: Rubens vom Bremer Schauspielhaus, iebhaberin als Kaiserin Gisela, dann Ex ust Thei⸗ king vom Hamburger Schillertheater in der Heldenrolle des Ernst von Kiburg und Wilhelm Hellmuth der neue Väter⸗ spieler als Adalbert von Falkenstein. Alle drei Mitglieder haben Die Titelrolle liegt in den Händen — Interessenten und Abonnenten können in den Geschäftsstunden an der Tageskasse kostenlos einen Prospekt erhalten, der Angaben über Mitglieder und Spielplan Klassen der Volks⸗ n . Raiur od, II. Ott. Auf dem Felde der Ehre starb der Reservist Theiß im Res.-Inf.⸗Rgt. 222. „ Rudingshain, 11. Okt. Das Eiserne Kreuz er- hielt der Gefreite Müller. Kreis Friedberg. I Friedberg, II. Okt. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Oberlehrer an der Augustinerschule Prof. Schaum, Leutnant im Res.-Inf.⸗Rat. 116. — Friedberg, 12. Okt. Daß Vater und Sohn am gleichen Tage durch Kriegsbeorderung zum Heeresdienst einberufen werden, ist hier in der Familie des Schrei⸗ nermeisters Schreiber passiert. Der 42jährige Vater und der 19jährige Sohn mußten sich gestern einem hiesigen Erfatztruppenteil zur Dienstleistung stellen. D. Bad⸗Nauheim, 12. Okt. Nachdem die Stadt seit einigen Wochen den Verkauf von Kartoffeln zum Selbstkostenpreis an die Einwohnerschaft in die Wege geleitet hatte, brachte sie heute auf dem Wochenmarkt auch mehrere hundert Zentner Weißkraut zum Verkauf. Bei dem billi⸗ gen Preis— das Pfund 5 Pfg.— war der Andrang von Käufern so stark, daß der Krautvorrat in wenigen Stunden vergriffen war und die Stadtverwaltung für nächste Woche einen weiteren Verkauf in Aussicht genommen hat. A Bruchenbrücken, 12. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Stipp im Res.⸗Inf.⸗Rgt. 221. Kreis Wetzlar. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. Okt. Die Königliche Oberförsterei Wetzlar hat für die a der Bürgermeistereien Aßlar, Braunfels, Greisenstein, Hohensolms und Schöffengrund in diesem Herbst den Gemeindemitgliedern die gesamte Samen- ernte zur Verfügung gestellt. Eicheln, Bucheckern, Roßkastanien, Linden, Ahornfrüchte und getrocknete Vogelbeeren werden als Vieh- oder Hühnersutter, sowie zur Oelbereitung freigegeben. Ebenso dürfen Schase und Schweine in die Waldungen eingetrieben werden. Hessen⸗Nassau. [Marburg, 12. Oktober. Aus unbekannter Ursache machte im nahen Dorse Bortshausen der Taglöhner Johann Dörr seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Der Lebensmüde war 61 Jahre alt. J Marburg, 11. Okt. Der Wirkl. Geh. Oberkonsi⸗ storialrat Generaksuperintendent a. D. Dr. theol. Ludwig Werner, der hier in seiner Vaterstadt lebt, begeht am nächsten Sonntag seinen 80. Geburtstag.— Der Vor⸗ sitzende des ältesten der hiesigen Gesangvereine, des Lieder⸗ vereins, fordert die noch hier weilenden Mitglieder sämt⸗ licher Gesangvereine, sowie sonstige Freunde der Sanges⸗ kunst auf, eine Sängervereinigung ins Leben zu schule, welche durch die Inanspruchnahme des Schul⸗ rulen gebäudes der West⸗Anlage hat man von den Schulhaus in von Lehrern, tärker besetzt sind als im Frieden. Flüchtige Kriegsgefangene werden vom Arbeits- kommando Rittgers Werke, A.⸗G., Hanau⸗Groß-Auheim, verfolgt, und zwar zwei kanadische Soldaten, die nur enalisch sprechen. Ihre Versonenbeschreibung ist folgende: 1. Henri Green, 1,80 m groß, längliche Kopfform, braune Augen, bartlos, krästiger Körper- bau lange Nase, Glatze, dunkelblonde Haare und gute Zähne.— 2. John Charles Powell, 1,72 m groß, länglicher Kopf, bart⸗ loses Gesicht, graue Augen, spitze Nase, blonde Haare und gute Zähne. Beide Flüchtlinge tragen englische Uniformen, von denen jedoch eine Militärhose an der Arbeitsstelle zurückgelassen wurde; doch sind zwei Zivilröcke und eine Arbeitshose von den Soldaten Es wird gebeten, auf die Leute zu fahnden und gegebenenfalls dem Ge⸗ fangenenlager Gießen telegraphisch Nachricht von deren Jestnahme vermutlich von Groß⸗Auheim mitgenommen worden. zu geben. Belgische Zeitungen. Die Postanstalten des Reichs⸗ jetzt Be⸗ stellungen auf die in Belgien behördlich zugelassenen bel g i- schen Zeitungen an. Die Bezugsbedingungen können bei allen postgebietes, sowie die Feldpostanstalten nehmen Postanstalten erfragt werden. Erschließung des Fuldatals. Man schreibt uns aus Fulda: Durch die im Oktober vorigen Jahres er⸗ öffnete Bahnstrecke Niederaula—Schlitz ist wieder ein Teil von Oberhessen dem Eisenbahnverkehr erschlossen. Nun wäre es an der Zeit, an eine Fortsetzung der Lin ie nach Fulda zu denken, die durch einen von Schlitz Bahnbau hergestellt wurde, der folgende acht Ortschaften im Fuldatal in den Verkehr einbezieht, nämlich: Frau⸗ rombach, Pfordt, Uellershausen, Hartershausen, Hemmen, Ludermund, Kämmerzell, Gläserzell; von hier aus könnte die Bahn am Aschenberg entlang hinter Horas in die Ober⸗ hessische Bahn nach Fulda einmünden. Technische Schwie⸗ rigkeiten bietet die Herstellung der Bahnstrecke nicht, außer einigen Brücken über die Fulda; es würde ihr auch an e und Güterverkehr nicht mangeln und der Hol z⸗ reichtum der großen Forstbezirke von Oberhessen und Fulda könnte besser verwertet werden; den Touristen würden herrliche Ausflüge in das durch Berge umsäumte Fuldatal und die Wälder geboten. Es wäre zu wünschen, daß die Großherzoglich hessische und preußische Eisenbahn⸗ Direktion dem Projek; ihr Interesse zuteil werden läßt. Die Strecke würde gleichzeitig eine Entlastung der Haupt⸗ der Stadtknabenschule an der Nord⸗Anlage für militärische Zwecke nötig wurde, hat sich einfacher bewerk⸗ stelligen lassen, als man anfänglich 8 Die Schule an ö ädchenklassen geräumt und diefe Klassen in dem Schulhaus Asterweg, in der alten Gewerbeschule, und den Rest in den leerstehenden. Schul⸗ baracken untergebracht. Die Knahenklassen sind zum Teil in die West⸗Anlage, in das Realschulgebäude und in das alte 155 Neustadt verlegt worden. Die Unterbrin⸗ gung der Kinder hat sich allerdings nur ermöglichen lassen, weil gleich 1 Ausbruch des Krieges, infolge des Fehlens ie mit ins Feld mußten, die Klassen stark ate bee worden sind, so daß die einzelnen Klassen 5 Wm. Kirchhain, 11. Okt. Die Maul⸗ und Klauen⸗ seuche hat sich immer noch weiter ausgebreitet und erstreckt sich über die Hälfte des hiesigen Rindviehbestandes. Bisher trat die Seuche gutartig auf. Auch im nahen Mardorf ist dieselbe bereits ausgebrochen.— Vom Vaterländischen Frauenverein wurde gestery in unserer Stadt eine Geldsammlung zur Be⸗ schafsung stärkender Speisen und Getränke für unsere Verwundeten, zur Beschaffung von Wollsachen für unsere Truppen und für die in russischer Gefangenschaft befindlichen Deutschen veranstaltet. Die Sammlung hatte ein Ergebnis von 567,50 Mark. — Frankfurt a. M., 11. Okt. Man schreibt uns: Im Saalbau sollte gestern abend ein„Wagner⸗Abend“ stattfinden, für den drei königliche Kammersänger und Kammer⸗ sngerinnen gewonnen waren. Als musikalischer Leiter sollte Hans Richter aus Leipzig seines Amtes walten. Eine riesige Reklame brachte auch ein übervolles Haus zustande. Das Geld floß in Strömen in die Kassen, kostete doch der beste Platz 10,80 Mark und der geringste 1,80 Mark. Doch schon am Nachmit⸗ tag war in eingeweihten Kreisen das Gerücht laut geworden, daß irgend etwas nicht 25 sei. Die Kammersänger hätten abgesagt, Hans Richter sei nicht der richtige Wagner⸗ ichter, sondern ein Musiker, der mit dem richtigen Richter nur den Namen gemeinsam habe. Und so setzte unter der Hand ein Massenperkauf von Kar⸗ ten zu Schleuderpreisen ein Als am Abend die Uhr den Konzert⸗ beginn ansagte, warteten Hunderte der kommenden musialischen Feingenüsse. Doch wer nicht kam, waren die Kammersänger, an. ihre Stelle trat Herr Forchhammer in alleraallerletzter Stunde, für die Sängerin holte man schleunigst eine hiesige Konzertsängerin herbei, und für den besagten Hans Richter trab ein Schüler des Hochschen Konservatoriums auf. Diese Kräfte boten dann, so gut es ging, Bruchstücke aus Wagners Opern. Der Beifall, den unsere heimischen Kräfte einheimsten, war ehr⸗ lich und entsprang lokal patriotischem Herzen Im übrigen dürfte das Konzert für seine Veranstalter— ein Berliner Unternehmen — noch einen unangenehmen Nachgeschmack haben, da viele Be⸗ sucher ihre Eintrittsgelder zurückverlangen, weil die angekündig⸗ ten Künstler nicht erschienen. — Frankfurt a. M., 12. Okt. Seit einigen Tagen ist der Preis für die Butter in Frankfurt deen det in die Höhe geklettert. Noch am Sonntag morgen kostete das Pfund 2.60 Mk., heute forderte man bereits 3 Mk., an einigen Stellen sogar schon 3.35 Mk. Der Verkauf städtischer Kühl⸗ hausbutter zu 2.10 Mk. das Pfund erzielte nur für einige Tage einen Preisstillstand. Die hiesigen Händler erklären offen, daß ihnen die Lieferanten schon vori hütten, daß sie— die Lieferanten— die 3 Mk. bringen würden und deshalb die Butter vorerst künst⸗ ch zurückhielten, um ihr Ziel zu erreichen. In der Markt⸗ halle spielten sich heute früh bereits wüste Szenen. wischen den Hausfrauen und den Butterhändlern ab. Dem dernehmen nach soll an die Stadt das Ersuchen um Fest⸗ setzung von Höchstpreisen für die Produzenten gefordert werden, womit der Verkaufszwang verbunden sein soll. Bad Homburg v. d. H., 12. Okt.(Stadtverord⸗ netensitzung.) Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende den Termin der diesjährigen Stadtverord⸗ e Woche Gut netenwahlen mit. Die Wahl findet statt am 8. No⸗ bahn von Hersfeld über Hünfeld nach Fulda herbeiführen. vember für die dritte Klasse, am 9. November von 10 bis Landkreis Gießen. s. Langsdorf, 11. Okt. Militär⸗Sanitätskreuz verliehen. Am 1. 1914 wurde er zum Sanitäts⸗Unteroffizier befördert. Kreis Büdingen. 55 Effolderbach, 12. Okt. Im Lazarett zu Güstrow st arb der Musketier Spitznagel an eines Blutvergiftung. ib Rinderbügen, 12. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb der Landsturmmann Kaufmann. Kreis Alsfeld. Udenhausen, 11. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Rieger, Leutnant d. L. Kreis Lauterbach. Grebenhain, 11. Okt. Die Hefsische im Landwehr⸗Kavallerie-Regiment 24, 4. Eskadron. Kreis Schotten. Schotten, 12. Okt. Der Versorgungs verband für den Kreis Schotten beabsichtigt, große Mengen von Bohnen, Erbsen, Graupen und Perltapioka zur Wiederabgabe an Die mit dem Kleinverkauf die Bevölkerung zu beschaffeu. betrauten Kaufleute erhalten die Waren zum Selbstkostenpreise und dürsen sie mit einem Gewinn von höchstens zehn Prozent verkausen. 5 8. 7 Der Sanitäts-Unteroffizier Georg Hofmann, Briefträger zu Gießen, der schon seit Anfang des Krieges als Krankenträger im Felde steht, wurde das Hessische November 5 Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Sergeant Schultheis von hier 11 Uhr vormittags für die zweite Klasse und nachmittags von 3—5 Uhr für die erste Klasse. Die Vorlage über die Aufnahme einer Anleihe bis zu 1 500 000 Mark bei der Nassauischen Landesbank überwies man der Ge⸗ heimsitzung zur Erledigung. Für jedes im Waisenhause untergebrachte Kind genehmigte die Sitzung einen Ver⸗ pflegungszuschuß von jährlich 60 Mk. — Wiesbaden, 12. Okt. Der Präsident des evan⸗ elischen Konsistoriums zu Wiesbaden und Frankfurt, r. jur. Ernst, wurde zum Wirklichen Geheimen Konsisto⸗ rialrat ernannt. —— Gerichtssaal. 1z. Leipzig, 11. Okt. Wegen Vergehens gegen das Viehseuchengesetz ist vom Landgerichte Gießen am 4. Juni der Viehhändler Hermann Ziegelstein zu 80 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Das Kreisamt in Gießen hatte s. Z. angeordnet, daß Wiederkäuer und Schweine aus dem Regierungs- bezirk Kassel wegen der dort herrschenden Maul- und Klauen⸗ seuche bei ihrer Einbringung in den Bezirk des Kreisamts einer siebentägigen polizeilichen Beobachtung zu unterwerfen und nur gegen tierärztliches Zeugnis frei zu geben seien. Der Angeklagte hat nun Anfang November 1914 drei Kühe aus Marburg nach Gießen bringen lassen, ohne der Polizei Mitteilung davon zu machen und sie dann sofort nach auswärts weiter verkauft. Sein Einwand, er habe sie zum Zwecke der sosortigen Abschlachtung nach Frankfurt weiter transportieren lassen, fand keine Beachtung, da er sie nicht zu diesemm Zwecke bezogen, sondern wetler verkauft hat. Seine Revision wurde heute vom Reichsgerichte als un begründet verworfen. de. Franlfurt c. M. Schweinemarktbert gt vom 13. Okt, Aufgetrieben waren 419 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 144.00— 148.00 Ml., Schlachtgewicht 150.00 185.00 Me., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 132.00—140.00 Mk., Schlachtgewicht 155.00— 175.00 Mk.; vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 144,00— 148.00 Ml., Schlachtgewicht 180.00—185 Pik. vollfleischige Schweine von 72⁰ bis 150 kg Lebendgewicht 144.00 148.00 Mk., Schlachtgewicht 180.00 185.00 Mk. Geschäft langsam. ic. Frankfurt a. M., 13. Oktt. Frucht- und Futtermittel⸗ markt. Bei schwachem Besuch in Getreide kein Umsatz. Bei Futtermitteln schwaches Angebot bei starker Nachfrage. Rapskuchen 50 52 Mk., Kokoskuchen 64 bis 65 Mk. Alles zu 100 Kg. fe. Frautfurt a. M., 13. Okt. Kartoffelmarkt. Kartoffeln 6,50— 7,00 Mk. für 100 Kg. ab Station. le. Frankfurt a. M., 12. Okt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren. — Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 3 2 2 2 Okt. 28 8 8 2 5 5 55 8 21 Wells 2 6 8 85 1 1 12. 2— 13,4 79— Regen 12.4.— 10,1 0 96—— Bed. Himmel 7 85— 108 9.2 85— Nebel 4 5 Höchste Temperatur am 11. bis 12. Okt. 1915= + 13.8 0. Medes, l ͤ Niederschlag: 0,0 mu. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 14. Okt. 1915: Unbeständig, etwas wärmer. Letzte Nachrichten. Die Truppenlandungen der Entente in Griechenland. Lugano, 13. Okt. Die„Stampa“ schreibt, daß nach einer genauen Berechnung von Fachleuten bei der großen vorhandenen Anzahl englischer, französischer und italienischer Transportdampfer eine Woche zur Landung von 300 000 Mann Ententetrup⸗ pen genügen würde. Die Beklemmungen des italienischen Pub⸗ likums spiegeln sich in der italienischen Presse wider. Der„Corriere della Sera“ fürchtet, daß die einzige Bahnlinie Saloniki—lUesküb sür den Transport der Heere des Vierverbandes nicht ausreichen werde und schreibt resigniert, wenn schon der Vierverband Serbien nicht retten, die starken Dardanellenforts nicht bezwingen, die Ab⸗ trennung Rumäniens und vielleicht auch noch Rußlands Abfall nicht zu hindern vermag, so möge er doch lieber seine ganze Kraft anderswo einsetzen und anderswo sein Heil versuchen. Der stets gut informierte römische Vertreter der„Stampa“ teilt mit, daß zwischen dem König, Salandra und Cadorna die Teilnahme der italienischen Truppen an der Balkanexpedition wohlwollend erwogen würde. Die italienische Regierung habe den ganzen Ernst der Lage erfaßt. 5 6 Der„diplomatische Bankerott Englands“. Kopenhagen, 13. Okt. Die„Times“ spricht von dem diplomatischen Bankerott Englands und sagt: Von Beginn des Krieges an, als die beiden Kaiserreiche noch allein standen, bis in die jüngste Zeit habe die. englische Diplomatie dis schwersten Niederlagen davongetragen. Dies wiederholte sich mit fast mathematischer Genauigkeit. Viel dazu beigetragen, daß sich England jetzt in einer so schwierigen Lage besonders auf dem Orient befinde, habe das Entkommenlassen der„Göben“ und „Breslau“ durch die englisch⸗französische Flotte. Weiter habe man Bulgarien erlaubt, sich auf die Seite der Mittelmächte zu stellen; „Rat der nationalen Verteidigung.“. Genf, 13. Okt. Die„Humanité“ wirft die Frage auf, ob es unter den gegenwärtigen Umständen nicht besser wäre, wenn während der Kriegszeit Kammer und Senat sich zu einer Na⸗ tionalversammlung vercinigten und eine Art„Rat der nationalen Verteidigung“ bildeten, der gegenüber die Regierung die Rolle eines parlamentarischen Ausschusses einnehmen würde. Klara Zetkin. g Stuttgart, 13. Okt. Klara Zetkin, die in Karlsruhe wegen Landesverrats sich in Untersuchungshaft befand, ist aus der Haft entlassen worden. Salem leikum Salem̃ Gold Zigaretten Willkommensfe Liebesgabe p eis: Ne 28812 3 5 Ss 8 S 18 fg. d. Stck. O Stek feldpostmàssig verpacht poriosreid 0e ee ee, Orlen. aba u cigamtften Ehr Hnidze ch ige Heben Ad Aue deen N Trustrei! r 5 1 j!ͤ 2 Schreff Wtterung e Schse e Gieß en 95 Fr 2 cht⸗Bühne ö ö bletet das Tragen zweckmäßiger a TRIKOT-UNTERKLEDUNG K benmdet 1000 besten Schutz gegen Erkästungsgefahr. g 0 1 Samstag, den 23. Oktober findet in In Mako-, Wolle gemischt- und Reinwollen-Unterzeugen der neuen Aula der Universität ein U f und Kinder 5 f TT Künstler⸗Abend Militär-Unterzeuge und Bedarfs-Artikel i 15 i aus Wolle gemischt-, ene ch zu besonders vorteilhaften Preisen statt.— Von dem neinertrag soll im Felde stehenden„ver⸗ gessenen“, in erster Linie Angehörigen des hiesigen Regiments, 8 A 2 E A. A 0 RTV. A N N r eine Weihnachtsfreude bereitet werden. 1.„Den Vergessenen“, prolog von Alfred Bock, gesprochen von — 0 Frl. Gretel Leist. Nn 1 Sta d 1 P 0 7 2. An 3 1100 elung Ane a. M. er e. 0 5 m Flügel: Frau Nebelung⸗Anapp⸗Gießen. Todes⸗Anzeige Jabs 4 bf ae agogium 3. Mustkalische Darbietungen: Schülerorchester des Landgraf 8 Aufnahme von Schülern(VI. bis Ia) jederzeit. Ludwigs⸗Gymnasiums, verstärkt durch zwanzig Mitglieder beute nacht verstarb plötzlich unser lieber e Erfolgreichste Anstalt zur Vorbereitung für die]! der Kapelle des Ersatz⸗Bataillons Infanterie⸗Regiments 116. Sobn Georg B e 8K er Einjährig-, Primaner-, Fähnrichs- u. Abiturienten- 4. Rezitationen: Poesie und Prosa aus neuerer Zeit. Frl. Martha g 5 9 85 Prüfung(auch für Damen). z486hy M. Elias. Schild, Mitglied des hiesigen Stadttheaters, Leutnant der Reserve Musketier im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 254. 8 0 Haffner Großh. Mecklenb Hofschauspieler Die trauernden Hinterbliebenen. 5; Zur Stadt München“„ 5 0 G. d. Ni Justus Becker. 3 rmala-Naupanteim Scene Preise der Plätze: In der Kaartasss. mn. 2, ann 180 m o 80. Geben dard dgrlerb eri, Offenbach,(e Gürtel. Fanler Süsser 1 die Halfte.— Int Mülttär von Ferdwebel abwafts send Pin an 0.50 8 en 18. ober 1915. Adler⸗ Drogerie, Selters⸗ im Ausschank. Bor 0 ck.. 5 5.. aldle⸗ 8 e gesehen. orverkauf bei Ernst Challier, Musikalfenhandlun⸗ F akne le ee, wiede Anfang 8 Uhr pünktlich.(Saalöffnung 7½ Uhr). Ende gegen 10 Uhr. Für die Freilicht⸗Bühne: Dr. Bernbeck. 8062 Du hast gestrebt in deinem Leben,. [Hast auch erreicht ein schönes Ziel, [Varst un ser Stolz, warstunser Leben, Wer dich gekannt, vergißt dich nie! Drum ruhe sanft, du Edler, Treuer! Wir müssen gönnen dir die Ruh. 8 Schlaf wohl, dich deckt nicht 9 4 rde, ö Die Lieb' der Deinen deckt dich zu! 7 2 5 Giessener Konzert- Verein 125. Vereinsjahr 1915/16. Vorgesehen sind folgende sechs Konzerte: Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am 5 1„—— 55 5 5 8 12. September in Rußland mein einziger innigst. f Nreperrep r er pop 1 4. Oktober 19152 Backhaus-Abend. itcktes Gobn, unfer guter nese and Beuer f ggg! A. a erener iets: Rerer mit dem Feser Gew gandhaue Quartett 5. 3— 5 1 905 7 III. 10. Dezember 1915: Kirchenaufführung Beetpovens Messe in C dur und Herzogen- 5 M 1 ö 0 2 11 Den Raucher bergs Oratorium„Die Geburt Christi“. I E ek 1 kint! Simon 8 10. 355 91 h 11 5 n IV. 16. Januar 1916: Gesang und Violine: Joseph Szigeti und Hermine Rosetti. e ain 2 Jab ren. 05600 9 e l V. 6. Februar 1916: Böhmisches Streichquartett. VI. 20. Februar 1918: Hofopernsängerin Cläre Dux aus Berlin. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Aenderungen vorbehalten. Katbarina Simon als Mutter 7 Mit Ausnahme der Kirchenaufführung finden alle übrigen an Sonntagen statt. Heinrich S d Famil a 0 0 e einri imon 1 amilie 5 e Der Ueberschuß aus den Konzerten fließt wokltätigen Zwecken zu. Ludwig Simon und Familie TLADLETTEN Den bisherigen Inhabern bestimmter. Plätze werden diese auf Wunsch auch für Elisabetb Simon faden depor wle fen anderes Mittel. Oe sind wohlschmechend, alle sechs Konzerte im voraus bis 20. Okteber in der Musikallenhandlung von Friedrich Simon, z. Zt. i. Felde. durffloschend und reinigen zugleich Mundhöhle und Elem. Shalliex reserviert.— Mitgliedern des Konzert-Vereins, Saalbau- Vereins und Orlgmag Schachtel in allen Apolheten und Orogerlen M. 1.—., Ole Akadem. Gesangvereins werden bei Entnahme von Karten für alle sechs Konzerte Odenhausen, Bad⸗Naubeim, den 12. Oktober 1915. f Fieme Pe. 0 Dr p. egen S Tudwig l. E. versendet gratis und die Mitsliedsbeiträge, wie seither, in Abzug gebracht. 15 2 5 5 portofrei eine relzende Bonbonniere von Llpaka⸗Silber g 20 Gul⸗ 9 5„1. Platz Mk. 3.—, 2. P. K. 2.—, 3. Platz Mk. 1.—, 4. Plat Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! e schente eue Wyber. Schachen U Eintrittskarten: Mx. 650, Aarntlich Anne e Mk. 1.—(für den 0 5. 8 2. Llatz. soweit verfügbar, gültig, für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 50 Pfg., sind in der Musikallenhandlung von Ernst Challier, Neuenweg 9. Telephon 671, zu haben. 8055 2 N ür Made verkäufer Gießener Konzert⸗Verein. Generalversammlung am Samstags, den 16. Oktober, im Gesellschaftsverein. agesordnung: Donnerstag frisch vom . 87 Seeplatz eintreffend: Vorlagen.— Genehmigung des Geschäftsberichts und* s f der Schlu echnung über 1914/1558 Entlastung des Feser eg al esel, e 9 5 För Lasersepluß ff a. neee Hh u, f Auste-Ausstelunn Die Unterzeichner der Liste und Inter⸗ 4 14 —. 8 5 ae e,. N e, E d e ee 9 in den Kaiserhof eingeladen. n 8061 iesen⸗Vo heringe St. gf. 0 N 0 0 1 0 i Der Ausschuß. e 5 5 17 lle Waren 5 500 Ul fl l 2 Schweizerkäse d. 40 Tilsiter Käse„ d. 3 7 f. Vollfetter Edamer Käse/ ud. 38 bi Ia. Zervelatwurst vd. 7 0, Mettwurst Bauen de/ Pfd. 7 OPf. Halberstädter Delikateß⸗ Würstchen mit Kraut in Dosen, enthaltend 2 Paar Würstchen mit entsprechender Menge 1 25 Sauerkraut. Dose Mk. 2 Sehr zu empfehlen für d. Feldpostversand. Neu eingeführt: Dr. Gössel's Sohama⸗Fleisch⸗Ersatz 1⸗Pfund⸗Dose 70 Pf. Zwiebeln.. 18 P. Zitronen Stück O pf Versicherungen mit Einschluß der Kriegsgefahr zu günstigen Bedingungen empfiehlt deneralagent A. Fröhlich Nord-Anlage 31. Giessen. Telephon 244. 1 1222 1 2 Gas tw rte die gewillt sind, einen einfachen, wohlfeilen Mittagstisch 95 für Kriegsbeschädigte, Hinterbliebene und An⸗ gehörige von Kriegsteilnehmern zu übernehmen und größere Lokalitäten haben, können sich melden und erfahren das Nähere bei dem Vorsitzenden des Gastwirtevereins, Herrn M. Jaskowsky, Plockstr. 3 Wetzlarer Weg 1 Tüllen Giessen 2 Mütter Babnef tzlh 5 5 Artikel für feldposl- Feb Cafe Amend alt rfkfasfele due Heute Mittwoch, 8 Uhr: e empfieblt(7952 Familien- Konzert fen Fisehrsch. oοοοοο,Hppũ̃ Handarbeftsschüfe Und Pensionat von Maalleske een f 0 Dir.: Hermann Steingoetter. Erben eee, Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, Kunst- Eröffnungs⸗Vorstellun 0. arbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei, Leder- plastik, Porzellan- und Glasmalerei usw. 1. Freitag⸗Abonn.⸗Vorstellg. Grundl. Ausbildung in allen Zweigen d. Haushalts.] Gersenl. Preise(ermäßlah. Hänge- u. Stehlicht:“ Zur Saison If Haran. Sehpaben 77 1 1„ Dramatische Dichtung v Strümpfe Es and a eaultee ere. d ale Nilende e N Nee 2. 1 3 -Inlerats- Nurse für Anfänger und zur Fort- bild. Grundl. Ausbildung aul Jarebnasshle 1775 40 Anmeld. sowie 0 ꝛc. Rehn an 11 5 9221 gegen 10¼ Uhr. Agl. Franz Vogt& Co., 8 3 rikate empfehlt zu billigsten Soldaten vom Feldwebel Schreibmaschinenbaus, Bahnhofstraße 25 0 elektrische Birnen Preisen. abwärts zahlen Hel allen E.⸗G.. zu billigst 0 6 Vorstellungen auf 2. zund b. ce 19958 Edgar Borrmann. Sverrsiez nur halbe reise Edgar Borrmann, Eisenhdl. Eiseubandlung. 8050 See Goethestr. 32[07] Pel. 1054 Wal aße 24 e