A 1 25 Nr. 237 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familiendlätter; zwennal wöchentl. Kreis: blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen 95 Fernsprech-Anschlüsse: 15 für die Schriftleitung 112 G Verlag, Geschäftsstelleßl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. al⸗Anzeiger für Oberhessen Rotatlonsdruck und verlag der Brühl'schen Aniv.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. * 8 Freitag, 8. Oktober 1015 Bezugspreis: Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. monatl. 85 Pf., viertel · jährl. Mk. 2.50; durch 17 N 0 Das neue griechische Kabinett. Der Beginn des Urieges gegen Serbien. (TB.) Großes Hauptquartier, 7. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die französische Offensive in der Champagne nahm ihren Fortgang. Nach starkem, nach und nach bis zu äußerster Heftigkeit gesteigertem Artilleriefeuer setzten gestern mit Tagesgrauen die Angriffe wieder ein. Nordwestlich Souain brachen unter schwersten Verlusten und Einbuße von zwei Offizieren, 180 Mann an Gefangenen sechs Massen⸗ angriffe der Franzosen zusammen. Westlich der Straße Somme⸗Py—Souain in Richtung Ste. Marie konn⸗ ten Teile von zwei neueingetroffenen Divisionen an einer Stelle über unsere vorderste Linie vordringen. Durch sofort einsetzenden Gegenangriff wurde der Feind wieder heraus⸗ geworfen, zwölf Offiziere, 29 Unteroffiziere, 550 Mann blieben als Gefangene in unserer Hand. Zwei Maschinen⸗ gewehre wurden erbeutet. Westlich der genannten Straße konnte der Feind bei seinen Massenangriffen keinen nennens⸗ werten Erfolg erzielen. Gegen ein kleines Grabenstück öst⸗ lich des Navarin⸗Gehöftes, in dem er sich halten konnte, ist der Gegenangriff im Gange. g Nur bei und nördlich Tahure gelang es dem Feinde nach hin⸗ und herwogendem Gefecht etwa 800 Meter Raum zu gewinnen; der Angriff kam durch unseren Gegenangriff zum Stehen. Die Versuche des Feindes, die Stellung nördlich und nordöstlich des Beauséjsour⸗Gehöfts zu durchbrechen, scheiterten gänzlich. Wo der Feind bis in unsere Gräben vorstoßen konnte, wurde er niedergemacht oder gefangen ge⸗ nommen. Die Stellung ist restlos in unserem Besitz. Drei Offiziere, 300 Mann wurden an Gefangenen abgeführt, drei Maschinengewehre dem Feinde abgenommen. Einem heftigen, aber erfolglosen Angriff in den Morgen⸗ stunden gegen die Briqueterie-Stellung nordwestlich von Ville sur Tourbe folgten im Laufe des Tages nur schwächere Vorstöße, die abgewiesen oder durch Artillerie⸗ feuer im Keime erstickt wurden. Nördlich von Arras fanden nur bedeutungslose Handgranatenkämpfe statt. Im Aisnetal bei Sapigneul mißglückte ein schwäch⸗ — 15 8 Ueberfall auf einen vorspringenden Grabenteil. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Vor Dünaburg drangen unsere Truppen in fünf Kilometer Breite in die feindliche Stellung ein. Südlich des Dryswjaty⸗Sees ist der Feind weiter zurückgedrängt. Eine attackierende russische Kavallerie-Bri⸗ gade wurde zusammengeschossen. Zwischen dem Bogins⸗ kolje⸗See und der Gegend von Smorgon wiederholten die Russen ihre verlustreichen Durchbruchsversuche, die ohne Ausnahme, zum Teil nach Nahkampf, gescheitert sind. Es sind 11 Offiziere, 1300 Mann Gefangene gemacht worden. Bei Raggasem(an der Rigaer Bucht) wurde ein russisches Torpedoboot durch unsere Landbatterien schwer be⸗ schädigt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Neues. Heeresgruppe des Generals bv. Linsingen. In den Kämpfen bei Czartorysk ist der Feind aus den Waldungen östlich dieses Ortes geworfen. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Deutsche und österreichisch⸗ungarische Truppen haben die Drina, die Save und Donau an mehreren Stellen überschritten und auf dem östlichen Drina⸗ und südlichen Save⸗ und Donau⸗Ufer festen Fuß gefaßt. Oberste Heeresleitung. ** Das alte Wort Bismarcks, daß wir für Kämpfe im Orient nicht die gesunden Knochen eines einzigen pommer⸗ schen Grenadiers aufs Spiel setzen wollten, gilt nicht mehr, denn die Zeiten haben sich geändert. und es ist heute jeder⸗ mann klar— sogar unsere Feinde sagen es sich gegenseiti — welch außerordentliche Interessen das Deuts. Reich am Ausgang des neuen Kampfes der Türkei gegen die⸗ jenigen hat, die auch unsere Feinde sind: England und Rußland. Wir werden England zum Frieden mit uns zwin⸗ gen, wenn wir seine Kraft im Orient brechen, und es ist nicht mit Unrecht gesagt worden, daß wir von den Ufern bes Hellespontes aus vielleicht wirksamere Schläge gegen Britannien führen können als von Stützpunkten an der französischen Nordküste. Russische, englische, italienische Blät⸗ ter überbieten sich in Ausdrücken des Erstaunens und der Bewunderung über die Kraft und die Zielbewußtheit der Deutschen. In der Tat, die neuen Entscheidungen, die bei Bulgarien und Griechenland gefallen ind, zeigen, wie die deutschen Aktien in der Welt gestiegen, die englischen, russischen und französischen aber gefallen sind. Das deutsche Wort hat in der Welt wieder einen helleren und besseren Klang als noch vor Jahresfrist und vor dem Kriegsaus⸗ bruch. Es macht uns stolz, daß die kaiserliche Regierung in Athen Verwahrung eingelegt hat in Dingen, die andere befreundete oder neutrale Staaten noch er und direkter berühren als uns. Wir wissen aber auch, daß der jetzt aus⸗ gebrochene neue Balkankrieg, in dem wir ja auch Bulgarien endgültig an unserer Seite haben, uns keine unüberwind⸗ lichen Schwierigkeiten machen wird, und unserem Volk wird nicht bange bei dem Schauspiel, daß deutsche Truppen nun auch noch auf einem neuen, weiter entlegenen Kriegs⸗ e ihren alten und neuen Kriegsruhm geltend zu machen haben. 5 Europa am Scheidewege! In anderem Sinne, als Prof. Walter Schücking im neuesten, soeben erschienenen Heft des„März“ es meint. Wir wollen aber auch diese Stimme hören, weil es dann um so klarer wird, wie man jetzt nicht denken darf. Schücking tritt in diesen schweren Entschei⸗ scheidungsstunden für die— obligatorische Schieds⸗ gerichtsbarkeit ein, so daß die Redaktion des„März“ selbst in einer Anmerkung hinzufügt, sie nehme einen weniger optimistischen Standpunkt ein als der Verfasser. Ist es denn aber nicht noch etwas mehr als Optimismus, wenn der Marburger Professor sich also vernehmen läßt: „Es läßt sich heute schwer sagen, mit welchen Augen unsere Enkel einmal später in der Fülle der Kriegsliteratur lesen werden, die der gegenwärtige Kampf bei uns hervorgebracht hat. Aber man müßte an der Menschheit verzweifeln, wenn man nicht hoffen dürfte, daß sie mit einer gewissen Wehmut in der Mehrzahl aller dieser Erzeugnisse den einen Gesichtspunkt vermissen werden, der ihnen der oberste sein wird, nämlich den der Humanität. Sie werden erstaunen, daß das nationale Denken in Deutschland dresen Weltkrieg in erster Linie als einen Märzensturm bewertete, der die grünen Saaten des deutschen Volkstums erst recht sprießen lassen sollte, nicht als die furchtbarste Katastrophe, die das alte Europa jemals gesehen hat. Man wende nicht dagegen ein, solch Denken über den Krieg lähme den Willen zum Sieg. Ist es denn nötig, daß man eine Feuersbrunst wegen ihres ästhetischen Wertes den Menschen als etwas Großes und Gutes preist, um ihre Energie zu entfachen, das Feuer zu löschen? Würde man nicht umgekehrt solches Tun für geradezu zweckwidrig halten?“ Wir glauben, daß die Klage Schückings auf einer fal⸗ schen Beobachtung beruht. Die Humanität ist ein oberstes Leitmotiv, dürfte aber gewiß nicht das oberste Motiv Hindenburgs sein, sofern auch die Vernichtung von russi⸗ schen Menschenleben an sich nicht human ist. Wenn von Humanität jetzt nicht allerwege gesprochen wird, so darf dies nicht wundernehmen; es ist aber unberechtigt und ungerecht, den vielen Tausenden, die in erster Linie für eine kraftvolle Fortsetzung des Krieges bis zu einem ehrenvollen Frieden sind— auch Sozialdemokraten zählen sich zu ihnen — vorzuwerfen, daß sie den Gefühlen der Menschlichkeit untreu geworden wären. Schückings Vergleich mit der Feuersbrunst hinkt stark. Denn hier handelt es bc bei bewundernder Darstellung um eine Sache er Kunst und Aesthetik, dee jedoch, bei der Freude über unsere Siege und über die Wunder deutscher Stärke um eine praktische Sache. Durch unsere Krieg⸗ führung wollen wir etwas erreichen; wir dürfen ihre Flam⸗ men nicht also ohne weiteres ausblasen. Und zur praktischen Sache kommt dann allerdings noch eine ideale Seite, näm⸗ lich das Bewußtsein, daß uns der deutsche Sieg doch etwas lieber ist als der Sieg unserer Feinde. Prof. Schücking spricht sodann auch vom Umlernen und schreibt folgende überzeugungsvollen Sätze: Aber sind wir wirklich diejenigen, die umlernen müssen? Zunächst kann der Pazifismus das Verdienst beanspruchen, daß er in den vergangenen Jahrzehnten sich immer wieder mit dem Problem des Krieges beschäftigt hat. Die Mehrzahl unseres Volkes hat redlich gearbeitet und hat sich ihres Lebens gefreut; aber hat sie jemals daran gedacht, daß bei dem bisherigen po⸗ litischen System in Europa die Welt jeden Tag in Flammen aufgehen konnte? Haben denn die herrschenden Kreise in Deutsch⸗ land bewußt und planmäßig daran mitgearbeitet, die andern Nationen von dem guten Willen unserer verantwortlichen In⸗ stanzen und der großen Mehrheit unseres Volkes zu überzeugen uh 1 Zeitalter der internationalen Verständigung herauf zu ren Dazu wirft der Pazifist auch der deutschen Regierung direkt ihre„verständnislose Haltung“ bei den Haager Kon⸗ ferenzen vor! Es ist gewiß ein„starker Toback“, der uns aus solchen unzeitgemäßen Nörgeleien entgegenströmt, und ähnliche Vorhaltungen hat die deutsche Regierung ja häufig widerlegen können. Wir möchten nur eins zu Schückings Ausführungen noch bemerken, nämlich auf die ungeheure Einseitigkeit hinweisen, in die er verfällt. Er scheint ganz zu vergessen, daß die Völker im allgemeinen nicht nur ein verschiedenstarkes Friedensbedürfnis haben, sondern auch Ziele, wobei sie praktischen Notwendigkeiten folgen müssen. dabei wird wohl immer, gerade die Lahde dieses Kriegs bestärken uns darin, das Wort Wallensteins auch für die Staaten Geltung behalten:„Wo einer Platz nimmt muß der andere rücken.“ Und wer wollte verkennen, daß uns das Weltbild, das uns die Staaten vor dem Kriege boten, nicht als Vollendung entgegenleuchtete und nicht einmal wert war, daß es für alle Ewigkeit unverän⸗ dert erhalten blieb? 2* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 7. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 7. Oktober 1915. Russischer Kriegsschauplatz. f An der bessarabischen Grenze und bei Krze⸗ mieniec in Wolhynien wurden mehrere russische Angriffe abgewiesen. Sonst herrschte an der ostgalizischen Front und an der Ikwa Ruhe. Nördlich von Dub no und an der Putilowka setzte der Feind an zahlreichen Punkten unter großem Munitionsaufwand starke Kräfte zum Angriff an. Er wurde überall unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. Stellenweise kam es zu einem erbitterten Handgemenge, so bei Olyka, wo den Russen die Linzer Division in ge⸗ wohnter Kaltblütigkeit entgegentrat. Wir nahmen etwa 800 Mann und mehrere Offiziere gefangen. Nordöstlich von Kolki beiderseits der von Sarni nach Kowel führenden Bahn ist der Feind an einzelnen Stellen auf das Westufer des Styt vorgegangen. Ein von österreichisch⸗ungarischen und deutschen Kräften geführter Gegenangriff schreitet erfolg⸗ reich fort. Oesterreichisch⸗ungarische Bataillone entrissen den Russen das zäh verteidigte Dorf Kulikowice am Styr, wobei 200 Gefangene eingebracht wurden. Deutsche Truppen 10 den Gegner aus seinen Stellungen bei Czar⸗ orysk. Bei den k. k. Streitkräften an der oberen Szezara nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Gefechtstätigkeit an der Südwestfront be⸗ schränkte sich gestern auf die gewöhnlichen Geschützkämpfe. Nur gegen den Nordteil der Hochfläche von Doberdo bei Petteano versuchten Abteilungen eines italienischen Mobil⸗Miliz⸗Regiments anzugreifen. Dieses Unternehmen scheiterte vollständig. Unsere Truppen jagten den Feind in der Nacht bis über seine Vorpostenaufstellung zurück. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oesterreichisch⸗ungarische und deutsche Streitkräfte er⸗ zwangen sich gestern zwischen der Mündung der Drina und dem Eisernen Tor an zahlreichen Punkten den Ueber⸗ gang über die Save⸗ und Donau⸗Linie. Die serbi⸗ schen Vortruppen wurden zurückgeworfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Das neue griechische Kabinett. London, 8. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des N 5 5 755 5 1 5 5 Reuterschen Bureaus. Die Mitglieder des neuen griechischen Kabinetts sind: Zaimis Vorsitz und Aeußeres; Gu⸗ naris Inneres; Vanakitsas Krieg; Kunduriotis Marine; Dragumis Finanzen; Theotokis Handel und Unterricht; Rhailis Justiz und Eisenbahnen. In der Be⸗ setzung des Kriegsministeriums wird vielleicht noch eine Aenderung eintreten. Das neue Kabinett wird Montag vor der Kammer erscheinen. „Der neue Ministerpräsident Zaimis war zum ersten Male Minister unter Delyannis. Ministerpräsident war er im Jahre 1897 bis 1899. Zum ersten Male übernahm er die Ministerprä⸗ sidentschaft im Jahre 1901. Im Jahre 1907 wurde er Oberkom⸗ missar von Kreta und zwar dann, als Prinz Georg sich von diesem Posten zurückzog. 5 Er notifizierte im Jahre 1913 die Thron⸗ besteigung des Königs Konstantin an den Höfen von Wien, London, Petersburg, Kopenhagen und Kristiania. Zaimis gehört zu den großen Familien Griechenlands. Sein Vater war bereits Minister⸗ präsident, und die Familie hat an den Unabhängigkeitskämpfen Griechenlands teilgenommen. Er war sein langes Leben lang Abgeordneter, hat sich aber in den letzten Jahren von der Politi ganz zurückgezogen und wurde zum Gouverneur der griechischen Nationalbank ernannt. Daß Zaimis nicht mehr im politischen Leben steht, auch nicht mehr Abgeordneter ist, wird den König veranlaßt haben, gerade ihn mit der Bildung des Koalitions⸗ kabinetts zu beauftragen. Berlin, 8. Okt. Zum Rücktritt Venizelos' verlautet nach verschiedenen Morgenblättern aus Athen, daß der König von Venizelos verlangt habe, er solle sich nicht mit einem nur formellen Protest gegen die offenkundige Verletzung der griechischen Neutra⸗ lität durch die Entente begnügen, sondern auch die Erklärung ab⸗ geben, daß Griechenland fest entschlossen sei, seine Neutralität auch mit den Waffen zu schützen. Venizelos weigerte sich, diese Erklärung zu überreichen, worauf der König erklärte, daß er die Politik des Ministerpräsidenten nicht mehr zu billigen vermöge. Die bulgarische Antwortnote. Paris, 7. Okt.(Zens. Frkft.) Havas meldet aus So⸗ fia: Ein Communiqus gibt bekannt, daß die bulgarischs Note den Vertretern Frankreichs, Englands und Rußlands überreicht worden sei. Sie erklärt das Wesen der bewaff⸗ neten Neutralität Bulgariens und weist die Anschul⸗ digung bezüglich der angeblichen Anwesenheit deutscher und österreichisch⸗ungarischer Offiziere in der bulgartschen Armee 18 Die 9 0 055 Regierung beabsichtigt die Veröffent⸗ ichung eines Grünbuches über ihre Verhandlungen mit dem Vierverband. 7 W 1 — n N 1 . 1 . 5 Verbrechen, wenn man in dieser Kriegszeit Phantastereien huldigt, N . Sers o orale 3 ere Mu- 00 un, i e,. N N o. uo Jauiubud 55 e See ee. 5. t 8 ue d— ELN 5 5 N 2808—. 2 E — 8 cergpen D ara A N— N 8 ee, 0 8 8 1— 8—.— Ambros .—— D 2 ne e 55 d Die Nordküste der Sifsds 1 — 7 9 2 Aegsels 5 a 5 2. AL. rr ² AK Die Enttäuschung der Italiener. Turin, 8. Okt.(WTB. Nichtamtlich.)„Stampa“ sagt in einem Artikel über die Balkanlage: Die Balkansphinx läßt ihre Schleier fallen ud zerstört dabei nicht wenig Illusionen, die aller⸗ dings von jenen niemals gehegt wurden, die gelassen und objektiv das internationale Problem prüften. Jedenfalls haben die letzten Ereignisse in ganz Italien den Eindrucheiner schrei⸗ enden Komödie gemacht und alle verletzt.— Hin⸗ sichtlich Rumäniens schreibt die„Stampa“: Die erste un⸗ glückliche Liebe in unserer Politik war Rumänien. Wer erinnert sich nicht mehr daran, wie vor dem Eintritt Italiens in den Krieg farbige Zeitungsdrucke jeden Tag Rumänien als die lateinische Schwester dem Volke zeigten, jenes Rumänien, das bis zu den Zähnen bewaffnet, ungeduldig und sehnsüchtig nach der Stamm⸗ mutter Rom ausschaute und nur durch unser Schweigen gezügelt wurde. Da erscholl unser Ruf, aber Monate sind seither verronnen. Heute gibt es im ganzen Balkan keinen Staat, der im olympischen Gemüt mehr Friedfertigkeit besaß, als Rom. Die„Stampa“ führt sodann weiter aus: Das Leitmotiv einer neuen Balkanliga gegen die deutsche Barbarei war ein Meisterwerk von Naivi⸗ tät, das eine allseitige Lachsalve hätte auslösen sollen. Es ist ein denn sie führen in schwere Irrtümer. Das Blatt schließt mit dem Satz: Heute ist das letzte Erwachen erfolgt, die letzte Illusion überwunden. So sehr wir die Tat Griechenlands bedauern, so wol⸗ len wir uns doch nicht so sehr darüber betrüben, wenn sie mir bewirken wird, daß wir alle den Sinn für Wirklichkeit bekommen. bei Leintrey, Reirlon und Badonvillers, sowie in den Vogesen am Kamme von Metzeralt besonders heftig waren. Kriegsbericht von gestern nachmittag. Im Artois dauert die gegenseitige Beschießung mit besonderer Heftigkeit südlich vom Walde von Givenchy an. Wir machten einige Fortschritte durch Augriffe mit Handgranaten in den ene südwest⸗ lich vom Schloß La Folie. Von der ganzen ü igen Front wird nur Artillerietätigkeit gemeldet: In der Champagne, zwischen Maas und Mosel, nördlich von Flirey und an der lothringischen Front bei Leintrey und Gondexron und Domevre. Der Sohn Delcasses wegen Widersetzlichteit zu Festungshaft verurteilt. Magdeburg, 7. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Die „Magd. Ztg.“ meldet: Der im Gefangenenlager in Halle internierte französische Leutnant Deleasss, ein Sohn bes französischen Ministers des Aeußern, wurde wegen Ge⸗ horsamsverweigerung und Widersetzlichkeit zu einem Jahre Festungshaft verurteilt. Delcasss hatte sich zu Beschimpfungen Deutschlands hinreißen lassen. Ein zweiter französischer Offizier erhielt 1½ Jahre Festungshaft. Verlobung des Präsidenten Wilson. Washington, 7. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet die Verlobung des Präfidenten Wilson mit Frau Norman Golt. Die Vermählung wird wahrscheinlich im Dezember stattfinden. Der Seekrieg. 8 Aus Rußland. die a Or den 1 9 ung über. Nunmehr, seitdem linows beseitigt worden den Aufruhr . 7 Petersburg, 7. Okt. für den Einkritt in die Off Wien, 6. Okt. 1 wird gemeldet: Amtliche Beri m neun Juden, t und dann aufgehängt. Nahe en ermordet, drei andere Juden, baren rn vergewaltigt und sodann o daß das arme Geschöpf darin 1 *** Der türkische Bericht. Konstantinopel, 7. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Mitteilung des Hauptquartiers von gestern abend. An der Dardanellenfront nichts von Bedeutung, außer ge⸗ legentlichem Feuer von beiden Seiten an einzelnen Stellen. Drei feindliche Torpedoboote näherten sich der Mündung des Kerewisdere und beschossen unsern linken Flügel. Durch Gegenfeuer unserer Batterien am asiatischen Ufer entstand an Bord eines Torpedobvotes ein Brand, worauf Die Politik ist die Kunst des Vorhersehens und des Vorsehens. lernte, müßten sich jetzt die Russen von den ganisation, Willenskraft und Kriegsmittel an⸗ Aufstand gegen die Engländer und Russen, schürt in Tripolis n ist zum Kommandeur Front der Armee Iwanow, am l Hlüg Front ernannt worden. Der frühere Kriegsminister Suchomlinow ist nach dem Kaukasus abkom⸗ (WTB. Nichtamtlich.) Ukas des Zaren erniedrigt den Bildungszensus iziersschulen erheblich. Neue russische Greueltaten. (Wi Nichtamtlich) Aus dem Kriegs⸗ 125 11 0 1 e ag eh 4 n neuerliche russi e Greueltaten. ihrem letzten Vorstoß über den galizischen Sereth haben die Russen in Tluste nter einen neunzig Jahre alten, grundlos miß⸗ delt und f Zaleszoczyky wurden der ge jüdische Gutspächter Rubel und sein Sohn 0 t darunter ein Guts⸗ derwalter und ein Aufseher der Herrschaft Gyrawka erschossen. 5 Bojan haben russische Soldaten die dreißigjährige Lea Lehr 8 ein Haus hineingeschleppt, sie dort nach Quälereien unter furcht⸗ 5 Marte 7 angezündet, nnte. von Schweden Ein von russischen London, 7. Okt.(WB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Axabian“ von der Ellerman Line wurde ver senkt. 0 Mann von der Besatzung sind gerettet worden. Kriegsbriefe aus dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die erfolgreiche Fahrt eines Zeppelin. 5 Großes Hauptquartier, 5. Okt. Ueber die Unternehmung eines unserer Luftschiffe gegen Cha⸗ lon erfahre ich von beteiligter Seite, nachdem ich das Luftschiff bei seiner Rückkehr selbst gesehen habe, folgendes: In der Fort⸗ setzung einer Exkundungsfahrt über die Festungen Toul und Ver⸗ dun gelangte der Luftkreuzer über die katalaunischen Felder zu der Stunde, wo sich dort in den Wolken nach der bekannten Sage die Geister der Gefallenen der Hunnenschlacht bekämpfen. In dem roßen Lager, in welches alle rückwärtigen Verbindungen der ranzösischen Champagnearmee münden, herrschte ein Leden wie in einem Ameisenhaufen. Die Kasernen und Barackenlager waren überfüllt. In den Bahnhöfen wurden in drängender Eile Truppen⸗ reserven und Munitionsnachschübe ausgeladen. Da fand unser Luftschiff in sternheller Nacht lohnende Ziele für seine Bomben schweren Kalibers in großer Zahl. Die Wirkung der furchtbaren Einschläge konnte gene beobachtet werden. Wie schon auf dem Herwege, so wurde der Luftkreuzer erst recht bei seiner Rllckfahrt beim Ueberfliegen der französischen Linien mit einem rasenden Schnellfeuer aus allen Kalibern bedacht, ohne die geringste Ver⸗ letzung davonzutragen. Trotz stark einsetzenden Regens vollzog sich die Landung des Luftschiffes, dessen erfahrener Führer schon an den erfolgreichen Flügen über London und Paris teilgenommen hatte, vollkommen glatt. 5 Das französische Luftschiff„Alssace“ ist bei seiner er⸗ zwungenen Landung beinahe unversehrt in unsere Hände ge⸗ fallen und bietet daher ein gutes Studienmaterial für die mo⸗ dernsten Fortschritte des französischen Lenkluftschiffbaues. Nur die Hülle war durch die Geschosse zerlöchert, während die Gondel und die Maschinen bei dem langsamen Abgleiten intakt in un⸗ seren Besitz gelangten. Von den Insassen, die sich durch Ab⸗ springen retten wollten, erlitt einer dabei einen Wirbelsäulen⸗ übrigen kamen heil in unsere Gefangenschaft. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Uriegsbriefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter Uuberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten) Der Kaiser in Kowno. Wilna, Ende September. Die Straßen von Kowny werden geschmückt. Das erste, was ich in Kowno sehe, sind Landwehrmänner, die andächtig, langsam Eichenguirlanden über die Straßen ziehen. Es sieht nach einem Festtag aus. Einwohner sind kaum zu erblicken. Man arbeitet überall mit Tannengrün und Eichenlaub, und über die Fenster des großen Lazarettes, in dem die Leichtverwundeten liegen, e 5 5 5 schwi⸗ ich Teppiche. Hotel, das von der Kommandant sich die Boote entfernten. Im übrigen nichts Neues. F e e e denn bam, daß der Kaiser kommt Der französische Bericht. Eigentlich weiß es niemand, überhaupt niemand, aber uneigentlich Paris, 7. Okt. 9 in der 1 en übersteigt augenblicklich 1000. Auf der übri⸗ meldet man nur Artilleriekämpfe, die im Artors, Gebiet des Givenchywaldes an der Höhe 119, in den Argonnen nördlich La Harazbe, im Priesterwalde, in Lothringen freut sich alles auf den morgigen Tag. Der lange Nikolajewski⸗Prospekt belebt sich am nächsten Vor⸗ mittag erstaunlich, die wenigen Einwohner, die geblieben sind, kommen plötzlich 9 Vorschein, gehen mit dem Militär, den Krankenschwestern, den Herren vom Roten Kreuz, den Beamten und allen, was sonst irgendwie dienstlich oder nicht dienstlich in Kowno ilt hinunter zum Rathaus, wo der Kaiser die Garnison und das N e spalierbilden ruppen h i hre noch zu⸗ sammengestellt. Die Pyramiden stehen die engen Straßen der Alt⸗ stadt, die Petersburgkaja und die Wilenskaja entlang. Vor dem Rathaus, dicht bei dem gußeisernen Denkmal, das zur Erinnerung bruch und starb unter den Händen der deutschen Aerzte. Die g 5 an die Befrerung Rußlands von den Franzosen aufgeri wor/ den ist, persammelt sich das Offizierskorps des— mandos und der Garnison. 1„ Der Kaiser hat die genommenen Forts. und fährt dann über die von den Russen nicht zerstörte, von unseren Pionie⸗ ren ausgebesserte Schwimmbrücke über den Niemen. Hurrarufe zeigen das Nahen der kaiserlichen Wagen. Das militärische Schau⸗ 17 rollt sich ab. Der Kaiser grüßt das Offtzierkorps Hand am elm. Die Trommeln schlagen. Die Kapelle setzt ein Einen Augenblick scheint der Kaiser länger auf den türkischen Kollegen 81 1155 dessen roter Fez hervorsticht. Langsam wandert der lick die Reihe ab. Die hellen scharfen Augen haben einen schweren Ernst, der sie milde macht. Vorbeimarsch der spalierbildenden Truppen. Der Tambour⸗ major wirft den Stock und die Beine, daß es erstaunlich ist. Es geht wie ein Lächeln über das kaiserliche Gesicht. a N Ein paar Worte mit den Herren des Gefolges, ein Blick nach dem turmgekrönten Rathaus, das wie eine Kirche anmutet, und der Kaiser begibt sich in die alte, gotische Peter⸗Paulskirche, die größte römisch⸗katholische Kirche von Litauen. Besichtigung. Dann Fahrt entlang der Hauptstraße zu der griechisch⸗katholischen Peter⸗Pauls⸗Kathedrale, die in Silber und Gold glänzt. Langsam schreitet der Kaiser durch das Gotteshaus, bleibt vor dem Altar stehen, 2 nach den Bildern. Beim Herausschreiten wendet der Kaiser den Kopf schräg nach oben, und das Licht fällt über das Gesicht. Ich bin betroffen von dem schmerzenstiefen Eindruck dieses Auges, das so kühl und fest soust blicken kaun. Eine lange Geschichte ist in dem Augenblick zu lesen, eine schwere, erhabene und mienschlich ergreifende Geschichte. Wieder muß ich an den Augustabend in Berlin denken, da ich dies kaiserliche Gesicht in so schmerzvoll zuckender, erschütternder Bewegung sah:„Betet zu Gott für unsere deutschen Soldaten!“ e dröhnt das Hurra und die Gewehre klappern. Der Kaiser steigt mit Hindeburg in das Auto. 5 Ein paar Stunden später ist Kowno wieder die tote Stadt, die paar Einwohner haben sich wieder in den alten Vierteln ver⸗ krochen. Nur das militärische Leben geht rasch und hastig weiter. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. 8 Ein Erlebnis des Königs von Sachsen. Berlin, 7. Okt.(Privat⸗Tel.) Die„Voss. Ztg.“ mel⸗ det aus Dresden: König Friedrich Au gust von Sachsen sah bei einem Spazierritt nach Altenberg im Erz⸗ gebirge zwei Personen in russischen Ünifor⸗ men in einem Gebüsch nahe am Wege. Er sprach die⸗ beiden in russischer Sprache an; sie erklärten, aus einem Gefangenenlager entwichen zu sein. Der König ließ sie festnehmen und in das Lager zurückschaffen. * Berlin, 7. Okt.(WB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme Entwurf einer Bekanntmachung über die Regelung der wirtschaftlichen ee der Branntwein⸗ brennereien und Betriebsauf agevergütungen für das Betriebsjahr 1915/16, die Vorlage betreffend Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Eichscheine für die auf der Elbe verkehrenden Schiffe, der Entwurf einer Verordnung über Anmeldung des im Inlande befindlichen Vermö⸗ 1 von Angehörigen feindlicher Staaten, er Entwurf eines Besoldungs⸗ und Pensions⸗ etats für die höheren Beamten bei der Reichsver⸗ sicherungsanstalt für Angestellte auf das Geschäftsjahr 1916 und der Entwurf einer Verordnung zur Entlastung der Strafgerichte. f Berlin, 7. Okt.(WB. Nichtamtlich.) In der heutigen Generalversammlung der Versuchs⸗ und Lehranstalt für Brauerei machte Geh. Regierungsrat Prof. Del⸗ brück die Mitteilung, daß es gelungen sei, Hefe auch zu FJettgewinnung heranzuziehen. Professor Lindner züch⸗ tete eine Hefe, die 18 Prozent a in der Trocken⸗ substanz aufweist. Die Erfindung soll so ausgearbeitet wer⸗ den, daß sie industriell zu verwerten ist. Königsber 9 1. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Am 2. Oktober weilten der Oberpräsident und der Landeshaupt⸗ mann im Hauptquartier Hindenburgs, um gemeinsam mit dem dienstlich im Hauptquartier anwesenden Vorsitzen⸗ den des Provinziallandtags, dem Fürsten Dohna⸗Schlo⸗ bitten, dem Befreier Ostpreußens die Glückwünsche der Provinz zu übermitteln. Der Oberpräsident übergab dem Feldmarschall zum Besten der unter ihm kämpfenden Trup⸗ pen den Betrag von 25000 Mark, den die Berufs⸗ vertretung für Landwirtschaft, Handel und Handwerk der Provinz und die Ostpreußische Landgesellschaft als Geburts⸗ tagsgabe darbrachten. 5 — Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 8. Oktober 1915. Hilfe für kriegsgefangene Deutsche in Rußland. Der Winter steht vor der Tür. Er wird die Not der kriegsgefangenen Deutschen in Rußland bis zur Unerträglichkeit steigern. Denn die meisten von ihnen sind nicht mit dem auch nur Allernötigsten versehen, um die strenge russische Winterkälte überstehen zu können. Sie müssen daher, ebenso wie die zahlreichen deutschen Zivilgefangenen in Ruß⸗ land, so rasch wie möglich mit warmen Kleidungs⸗ stücken und mit sonst Nötigem versehen werden. Dies erfordert reiche Geldmittel, die zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Auf Anregung des Zentral⸗Komitees vom Roten Kreuz in Berlin soll daher im ganzen Deutschen Reiche eine Sammlung stattfinden. Auch unsere hessische Heimat darf und will sich hierbei nicht ausschließen; sie will und muß sich vielmehr an dem geplanten Unterstüzungswerke mit allen Kräften beteiligen. Die Not ist groß und schnelle Hilfe 0 geboten. Deshalb gebe jeder, so viel und so schnell er kaun. Auch der gering Bemittelte soll sich an der Sammlung be⸗ teiligen; auch die geringste Gabe ist herzlichst willkommen. 2 Da die Sammlung spätestens mit dem 20. Oktober ds. Is. abgeschlossen werden soll, zögere keiner mit seiner Spende. Ein jeder macht seine Spende bei einer örtlichen Sammel- stelle des Roten Kreuzes unter dem Kennwort: 1155 für kriegsgefaugene Dentsche in Rußland.“ Die hilfreichen Geber können des herzlichsten Dankes ihrer notleidenden Brüder in Rußland gewiß sein.— Mittel, die etwa nicht für kriegsgefangene Deutsche in Rußland verwendet werden sollen, werden für kriegsgefangene Deutsche in anderen Ländern verwendet werden. 5 a Die beiden Opfertage am 9. und 10. Oktober werden die nächste und reichlichste Gelegenheit geben, diesen Mahn⸗ worten des Vorstandes des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz mit Taten zu enksprechen. Sammelgegenstände werden überall von den Ortsausschüssen vom Roten Kreuz und der Kriegshilfe angenommen. 1 * Die Kapelle des Ersatz⸗Bataillons unseres Infanterie⸗ . an den beiden Opfertagen A prey 5* * 7 und vier werden vermißt. 5 der Sache bellen. Diesedben finden statt: Samstag vormittag * 9 2 N 1 9 8 ffentlichen Konzerren ihre Krafte in den Dienst von 11—½1 Uhr auf dem Landgraf⸗Philipp⸗Plaß, Samstag nachmittag von 3—5 Uhr in der Süd⸗Anlage, Sonntag vor⸗ mittag 11—1 Uhr im Vorgarten der Alten Klinik, Sonntag nachmittag von 3—5 Uhr in der Ost⸗Anlage. 7 1 5* n Militärische Ausbildung der Jugend. Am nächsten Samstag abend findet eine Nachtübung statt. Der größere Uebungsmarsch soll erst an einem der nächsten Sonntage stattfinden. f g * Die deutsche Landsmannschaft im Felde. Von den 57 im Coburger L. C. vereinigten Landsmannschasten befinden sich nach der Aufellung von September 3739 Mitglieder im Kriegsdienst. Den Heldentod fürs Vaterland haben 309 er- litten. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse sind 27 und 2. Klasse 109 ausgezeichnet worden. Nach den einzelnen Landsmannschaften geordnet haben Hasso-Borussia-Marburg mit 180, Darmstadtia- Gießen mit 173 und Ghibellinia-Tübingen mit 159 die meisten Kriegsteilnehmer gestellt. Die größten Verluste betrauern Darm- stadtia⸗Gießen(22), Thuringia-Berlin(19) und Cgeruscia⸗ Leipzig(16). Die höchste 18 von Eisernen Kreuzen haben er— worben 1. Klasse Grimensia-Leipzig(4) und 2. Klasse Afrania⸗ Leipzig(61). Auf die Landsmannschaften der Universität Gießen kommen 259 Kriegsteilnehmer, 34 Gefallene, 3 Eiserne⸗ Kreuze 1. Klasse und 74 Eiserne Kreuze 2. Klasse. 5 n Die Viehseuchen in beiden Hessen. Nach der neuesten r am 30. Septem⸗ ber im Reg. ⸗Bez. Kassel die Maul⸗ und Klauenseuche in 191 Gehöften, welche sich auf 38 Gemeinden in 12 Kreisen verteilten.— Im Regierungsbezirk Wiesbaden wurde diese Seuche in 364 Gehöften, welche sich auf 56 Gemeinden in 11 Kreisen verteilen, festgestellt.— Im Großherzog⸗ tum Hessen herrschte die Maul⸗ und Klauenseuche in 276 Gehöften, welche sich auf 35 Gemeinden in 12 Kreisen verteilen.— Die Schweineseuche machte sich nicht so fühlbar, denn im Reg.⸗Bez. Kassel wurden 11, im Reg.⸗ Bez. Wiesbaden 8 und im Großherzogtum Hessen nur 2 Fälle festgestellt. e Gebrauchte Schuhe. Bei der städtischen Kriegs⸗ fürsorge mehren sich die Bitten um getragenes Schuh⸗ werk, dessen Beschaffung heute den Bedürftigen schwerer als je fällt. Der Oberbürgermeister wendet sich in einer Bekannt⸗ machung in der vorliegenden Nummer mit der Aufforderung an den Opfersinn der Bürgerschaft, die Kriegsfürsorge durch Zu⸗ weisung von gebrauchten Schuhen in den Stand zu setzen, den erwähnten Bitten bedürftiger Kriegerfamilien zu entsprechen. * Postverkehr. Nach Eröffnung eines deutschen Postamts in Warschau ist nunmehr auch der private Brief⸗, Postanweisungs⸗ und Telegrammverkehr zwischen Deutschland und Warschau unter denselben Bedingungen zugelassen wie nach und von anderen russisch⸗polnischen Orten mit deutschen Post⸗ anstalten( B. Lodz, Kalisch usw). Ueber die wiederholt bekannt gegebenen Bedingungen dieses Verkehrs erteilen die Postanstalten Auskunft.— Fortan nehmen in Belgien am Postverkehr mit Deutschland auch die Orte Charleroi, Mons und Soignies sowie eine größere Anzahl Vor⸗ und Nachbarorte von Charleroi und Mons teil. Welche Vor⸗ und Nachbarorte in Frage kommen, wird von den Postanstalten auf Anfrage mitgeteilt. Landkreis Gießen. Ettingshausen, 7. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb am 25. September Wehrmann Plilipv Kühn, Sohn des Landwirts Michael Kühn, der beim Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 116 in der 11. Kompagnie diente. Seit diesen Kämpfen auf der gesamten Westfront werden vermißt Wagner Philipp Serth und Schreiner Gotthard Stein. Aus unserer Gemeinde sind jetzt sechs Personen den Heldentod gestorben, zwei sind in Gefangenschaft Kreis Büdingen. F. C. Büdingen, 7. Okt. Zu seiner Herbsttagung war unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrats Boeckmann der Kreistag zusammengetreten. Zunächst wurde dem Entwurf des Kreiskassenvoranschlags pro 1915, der in Ein⸗ nahme und Ausgabe mit 441 462 Mk. 86 Pfg. abschließt, Geneh⸗ migung erteilt. Mitgeteilt wurde hierbei, daß bisher 3150 Gesuche um Familienunterstützungen für Heerespflichtige behandelt und hiervon 2900 mit einem Aufwand von 594000 Mk. Reichs⸗ und 116 000 Mk. Kreisunterstützung genehmigt worden find. Weiter fand der Voranschlag über die Kreisstraßenunterhaltung in 1916 die Zustimmung des Kreistags. Die Gesamtkosten stellen sich auf 157951 Mk. 90 Pfg. f i Glauberg, 7. Olt. Den Heldentod starb der Dragoner Wehr. Stockheim, 7. Okt. Auf dem Felde der Ehre fiel der Landsturmmann Heinrich Wennel infolge Kopfschusses. Kreis Schotten. a Rudingsha in, 7. Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Heinrich Fischer im Inf.⸗Rgt. 144. E. Wetterfeld, 6. Okt. Wiederum hat der Tod zwei Ein⸗ wohner unseres Dorfes im Kriege dahingerafft. Die beiden Musketiere Wilhelm Schudt, Sohn des Muͤllers Konrad Schudt, und Wilhelm Lerdner sind bei der letzten großen Offensive der Engländer und Franzosen gefallen. Im ganzen sind bis jetzt von hier 14 Mann gefallen, drei sind in Gefangenschaft geraten und einige sind als vermißt gemeldet worden. Kreis Friedberg. r Wölfersheim, 7. Oft. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sanitäts⸗Unteroffizier Pirl im Res.⸗Inf.⸗Rgt. 116. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rheinhessen, 8. Oft. Die Ernte der Portu⸗ iesertrauben wurde rasch hintereinander erledigt. Sie rachte die Ergebnisse, die man erhofft und erwartet hatte, nämlich sehr gute Erträge. Auch die Güte der Trauben ließ nichts zu wünschen übrig. Das Geschäft in Trauben, Maische und Most entwickelte sich flott und brachte einen raschen Absatz der Portugieserernte. Erst gegen Ende der Lese gingen die Preise noch etwas zurück. Die Ernte der weißen Trauben hat begonnen. Die regnerischen Tage der letzten Zeit veranlaßten dazu, diese Ernte anzubexaumen, da man bei weiterem Anhalten dieses Wetters keine Vorteile, auf alle Fälle keine weitere Verbesserung der Güte erwarten durfte, für die Menge aber vieles zu befürchten war. In den bekannten Sandweinbergen des östlichen Teiles unseres Weinbaugebietes wurden die Trauben zuerst eingebracht. Stellenweise wurde das Stück mit 470 Mark bewertet. Hessen⸗Nassau. . Marburg, 7. Okt, Am Fuße des Weißensteins, etwa eine Stunde nördlich der Stadt bet dem Dorfe Wehrda, wurde heute die Leiche einer dunkel gekleideten 40—45 Jahre alten Frau aus der Lahn gelandet. Man hat keine Anhaltspunkte gefunden, aus denen die Persönlichkeit der Toten zu erkennen ist. ul. Limburg, 6. Okt. Das Ergebnis des Opfertages für die deutschen Krregsgesangenen und Zivilpersonen in Rußland beträgt in unserer Stadt 3200 Mark. Vermischtes. Einsturz der Oderbrücke bei Fürstenberg. Fürstenberg a. d. Oder, 7. Okt.(WTB. Nichtamtl.) Heute abend gegen 6 Uhr stürzte die im Bau befindliche neue Oderbrücke ein. Etwa 200 Meter der fertigen Eisen⸗ konstruktion liegen im Flußbett. Wie verlautet, sollen neun Personen, meist Frauen, ertrunken sein. Fürstenberg a. d. Oder, 7. Okt.(WTB. Nichtamtl.) Zu dem Einsturzder neuen Oder brücke wird weiter 0 Heute abend gegen 6 Uhr fuhr ein Oderkahn, über en die Bedienung infolge des Hochwassers die Gewalt ver⸗ loren hatte, gegen das Gerüst des mittleren Pfeilers der im Bau befindlichen Oderbrücke, so daß dieser mit einem großen Teil der Eisenkonstruktion einstürzte. Von den auf dem Kahn befindlichen Personen wurde der Schiffseigner gerettet, während seine Frau, seine Tochter und sein Sohn von den eingestürzten Eisenmassen getötet wurden. Auch 1 Brückenbau beschäftigter Arbeiter wurde schwer verletzt. 1 Vriefkasten der Redaktion. ([Auonyme Anfragen bleiben unberüctsichtigt.) Beleuchtungspflicht. Wir empfehlen Ihnen, den Vermieter noch— mals schristlich zur Beseitigung des Mangels aufzufordern und nach fruchtlosem Ablauf der gestellten Frist die Beleuchtung der Treppe selbst zu übernehmen. Sie können in diesem Falle Ersatz der Auf- wendungen, welche zur ausreichenden Beleuchtung der Treppe notwendig sind, verlangen. ——— Mürkte. se. Fraukfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 7. Okt. Auftrieb: Rinder 431(Ochsen 12, Bullen 2, Kühe und Färsen 417), Kälber 815, Schafe 356, Schweine 254. Marktverlauf: Der Kälbermarkt setzte lebhaft ein und flaute zum Schlusse bin ab; es wird geräumt. Schafe werden bei ruhigem, Schweine bei gedrücktem Geschästsgang ausverkaust. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- gewicht. 5 Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkäl ber 38488 140—147 Mittlere Mast- und beste Saugkälbenr. 80—84 133140 Geringere Mast⸗ und gute Saugkälber. 75—80 127-135 Werne Saugkäl ben 7075 119.127 Schafe. 1 Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel. 58-62 125-135 Geringere Masthammel und Schafe.. 46-50 110-120 . Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht... 140.00-150.00 175.00- 185.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg 8 Lebenge wicht.. 136.00 145.00 170 180.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht.* 140.00-150.00 175.00 4185.00 10. Wiesbaden, 7. Ott. Heu- und Slxzoh mare. Bezahlt wurde für deu(neues) 7,50 Mk. bis 0,00 Mk. Stroh (Richtstroh) 3,20 0,00 Mk., Krummstroh 2,70—0,00 Mk. Alles sür 50 Kilo.— Fruchtmark t. Auf dem heutigen Markt war lein Angebot. Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. 3 Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 9. Oktober 1915; Bedeckt, zeitweise Niederschläge, etwas wärmer.: Letzte Nachrichten. Zur Balkanlage. i. Köln, 8. Okt. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Wien: Die Einstellung der Landung englischer und französischer Truppen bei Saloniki wird als eine Folge des Rücktritts von Ventzelos und der Besetzung der Bahnlinie durch griechtsche Truppen aufgefaßt. Offenbar hat sich der Vierverband eines solchen Umschwunges in Griechenland nicht versehen und zieht es vor, mit der eigenmächtigen Durchführung von Truppen durch griechisches Gebiet zu warten, da man sich der Gefahr aus⸗ setzen könnte, ein Land im Rücken zu haben, das entschlossen ist, seine Neutralität mit bewaffneter Hand zu verteidigen. Die Dinge auf dem Balkan werden nun wohl einen schnellen Lauf neh⸗ men, zumal inzwischen deutsche und österreichisch⸗ungarische Trup⸗ pen Donau, Save und Drina überschritten haben und in Serbien eingedrungen sind. Der Neutralität Rumäniens glaubt man sicher zu sein. Ein Ultimatum Bulgariens an Serbien. Haag, 8. Okt. Reuter meldet aus Petersburg: Nach der „Birshewija Wjedomosti“ erhielt der serbische Gesandte Bericht, daß die bulgarische Regierung ein Ultimatum an Serbien gerichtet habe, in dem die bulgarischen Forderungen auf Maze⸗ donien noch einmal zusammengefaßt werden und eine Antwort innerhalb 24 Stunden verlangt wird.. Bulgarien und Griechenland. i. Köln, 8. Okt. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Sofia: Nachrichten über eine Einigung zwischen Bulgarien und Griechenland für den Fall kriegerischer Verwicklungen auf dem Balkan eilen den Tatsachen voraus. Bulgarien hat mit Griechenland über die Abtrennung der serbischen Bezirke von Gewgeli und Doiran nicht verhandelt und mit Griechenland über die zukünftige Gestaltung der Halbinsel nichts vereinbart. Außerdem wird die bul⸗ garische Regierung nicht von vornherein einer Teilung Razedoniens zustimmen. Ein serbisch⸗französisches Flugzeug herabgeschossen. Budapest, 8. Okt. Aus Neusac wird berichtet: In den letzten Tagen wurde hier ein serbisches Flugzeug herab⸗ geschossen. Das Flugzeug war ein französisches Fa⸗ brikat. Man fand darin zwei mit französischen Unjformen bekleidete Leichen. Seitdem haben keine serbischen Flieger mehr ungarisches Gebiet überflogen. Das bedrohte Persien. Stockholm, 8. Okt. In einem Leitartikel ermahnt die „Nowoje Wremja“ die russische Regierung, energische Maß⸗ nahmen gegen Persien zu treffen. Die Zeitungen schildern die ungünstigen Verhältnisse in Ispahan, wo eng⸗ lische und russische Staatsbürger bedroht worden seien. Die Deut⸗ schen legten Schulen und Krankenhäuser in Persien an und schickten 1 die jungen Perser zur Ausbildung nach Berlin. Wir haben ja eine Kosakenbrigade, warum sollen wir da nicht nach Potsdamer Manier die persischen Truppen schlagen? Das Blatt gibt aber schließlich zu, daß Rußland gegenwärtig keine Truppen gegen Teheran schicken könne. 5— a wurde dieses Zeichen für otheker Rich. Brandts Schweizerpillen als en 3 Vor. 5 gewarnt. A.-G. boxm. Apotheker Rich. Brandt, S. sen(S. 9 Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am 24. September unser innigstgeliebter, herzensguter, einziger Sohn Ludwig Hess Musketier im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 87, II. Kompagnie im Alter von 23 Jahren. Er war unser Stolz, auf ihn setzten wir unsere einzige Hoffnung. Grüningen, 6. Oxtober 1015. In tiefstem Weh: Ferdinand ess und Frau. a 8 * r V . 2 3 FETT ² A ³·Ü¹uĩͤ ˙ Den Heldentod fürs Vaterland starb am 27. September unser noch einziger, heissgeliebter, hoffnungsvoller, guter Sohn, Bruder und Neffe Adolf jäger Leutnant der 12. Kompagnie Landwehr-Infanterie-Regiments 116 im Alter von 21 Jahren. In tiefer Trauer: Kanzleirat L. Jäger, Feldw.- Leutnant, z. Et. im Felde, und Familie Dr. G. Zipp, Stabsveterinär, z. Zt. im Felde, und Frau Mathilde und Christiane Zipp i Oberpostassistent H. Jäger, Feldw.-Leutnant, z. Zt. im Felde, und Familie. Giessen(Goethestrasse 29), Idar a. N. und Hanau, den 7. Oktober 1915. Auf dem Felde der Ehre flel am 2 September infolge eines Kopfschusses unser lieber Sohn und Bruder Karl Langsdorf Musketier im Iufanterie-Regiment Nr. 49 im 2. Lebensjahre. 4 In tiefer Trauer: Joh. Langsdorf und Frau. Hermann Langsdorf, 2z. Zt. im Felde. Heinrich Langsdorff, 2. Zt. im Felde. Gießen Neuenweg 19), 8. Oktober 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen ist am 25. September d. Is. err Lehrer Philipp lager Zu Berstadt Leutnant im Reser ve-Infanterie-Regiment Nr. 88 Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Sein lauterer, aufrichtiger Charakter, sein freund- liches, bescheidenes Wesen und die ganz hervorragende Gewissenhaftigkeit und Tüchtigkeit in seinem verant- wortungsvollen Berufe hatten ihm das Vertrauen und die Liebe der ganzen Gemeinde gewonnen. Wie die Gemeinde Berstadt heute um diesen herr lichen, verdienstvollen Mann in ehrlichem Schmerze trauert, so wird sie seiner im Gefühle der Verehrung und Dank- barkeit stets treu gedenken. 7893 D Der Gemeinderat und Schulvorstand 2u Berstadt. Wolff, Gr. Bürgermeister. Kullmann, Pfarrer. Den Heldentod für das Vaterland starb am 20. September 1915 in Russland unser guter, braver, lieber Sohn, Bruder, Neffe, Schwager und Onkel Heinrich Magel im 20. Lebensjahre. f In tiefster Trauer: Familie Andreas Magel Familie Heinrich Magel VI. Familie Wilhelm Kaufmann Familie Peter Wallenfells Familie Johs. Magel. Ruddingshausen, Geilshausen, Frankfurt a. M. Wiedersehen war seine Hoffnung! 78 Jahren unser lieber Vater, Schwieger⸗ 792¹ D K Am 16. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn und Bruder Felix Noll Musketier im Inf.-Regt. 17, 2. Komp. im blühenden Alter von 21 Jahren. In tiefer Trauer: i J. Noll Giessen, Frau Noll geb. Bernhard den S. Oktober 1915. Willi Noll, zur Zeit im Feld 105 Emil Noll. In seunde e. 9 9. Allen Verwandten, Freunden und Be⸗ 1 u teurer Gatte kehrsten 9 8 19 0 1 8 rannten die schmerzliche Mitteilung daß. Ju ischn en une Vaterland und Hang, dinaus, mein lieber Mann, unser guter Bruder, 0 Auf Wiederseb'n! schriebst du in jedem Brief S a v reud, . 9 8 5 Nun bal 1e rende sich gekehrt für uns in Gefreiter 5 tiefstes Leid. Auf i so rufen wir dir zu in lichten 5 n 5 Ihs. Sch Armann und he adden Schmerz, denn Gottes Wille 15 geschehen. bei einem Sturmangriff in Rußland am 1 5 en Heldentod fürs Vaterland starb am 13. September 1915 nach Gottes unerforsch⸗ 25. 1 mein unvergeßlicher, innigst⸗ lichem Ratschluß den Heldentod fürs Vater ⸗ N geliebter Mann, der treusorgende Vater meiner Kinder, unser berzensguter Sohn, Schwieger⸗ eee 238 sohn, Bruder, Schwager und Onkel Die tieftrauernde Gattin: 1 2 2 2 ö 9 einri de Frau Kath. Scharmann.. 5 Heinrich D etz 3 85 5 i 30 Ja 25 Gießen(Steinstraße 79, den 8. Oktober 1915. 1 0 K. April d. J. auf dem Felde der Ehre erkrankten und verstorbenen 55 jüngeren Bruder. 5 In tiefstem Schmerz: 5 Frau Margarete Dien geb. Hilberg u. 2 Kinder .. bpPeter Dietz und Frau i FLonrad Hilberg und Frau a ; ae Argelö, v r im Nelte un Stan an N—*„ 8..„ Todes⸗Anzeige. Aatharine Dietz 1 99105 5 11 im 8 Fran 5 Heute entschlief unerwartet im Alter von Marte Siber er und Fran 7877 vater und Großvater Kesselbach, Geilshausen, Lauban, 5. Okt. 1915. Johannes Däbns. Um stille Teilnahme bitten: 5 5 Danksagung. A. Döbus und Familie. L;Fair die Bemeise herzlicher Teilnahme beim Tode und Begräbnis unseres lieben Gießen(Klinikstr. 1), Langendorf, 5 4 Entschlafenen sagen auf diesem Wege herz den 7. Oktober 1915. 7946 lichsten Dank. 1 Die Beerdigung findet zu Langendorf tat. g hermann degenhardt und Familie. 79