1 165. Jahrgang Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer 2 Sonntags.— Beilagen: dermal wöchentlich 1 Sießener Familienblätter; wwbernal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gleßen (Dienstag und Freitag): zwermal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Seitfragen Nerusprech-Anschlusse: sür die Schrißtleuung 112 0 politischen Teil und das Verlag, Geschäftsstelleödl N 82 Feuilleton: Aug. Goetz; Adresse für Drahtnach- 6 2 für Stadt und Land, richten: Anzeiger Gießen.* Vermischtes und Ge⸗ Annahme von Anzeigen richtssaal: Otto Braun; für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und steindrucdkerei R. Lange. Schristleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. M Mittwoch, 20. September 1915 Sezugs yr monatl. 75 Pf., viertel- . jährl. Mk. 2.20; durch 2 Abhole- u. Zweigstellen 25 monatl 65 Pf.; durch 5 die Post Mk. 2,— viertel 5 jährl. ausschl. Be N 25 Zeilenpreis: loke 0 ausw. 20 Uf.— Haupt- . schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den Erfolgreiche Abwehr im Westen. Neue Siege im Osten. (B.) Großes Hauptquartier, 28. Sept.] die da in den Zeitungen gegen uns losgelassen werden, haben deer hinter die Gutilowka. Unsere Armeen verfolgen. Amtlich.) ja alle einen sehr durchsichtigen Zweck. Man will nach se In den Nachhutgefechten östlich von Luck nahmen unsere ö Westlicher Kriegsschauplatz. pielen Mißerfolgen sich ein bißchen aufmuntern und den ge Truppen vier russische Offiziere und 600 Mann gefangen. Der Gegner sehte seine Durchbruchsversuche auch gestern pannten Zuschauern im Osten eine stolze Pose vormachen An der Ikwa und in Ostgalizien ist die Lage unverändert. fort, 7 een fc 2 ene erlitt e 5. über die Lage mit vollen Trompeten Italienischer Kriegsschaupla b. er an vielen Stellen sehr empfindliche Verluste. oßen also vernehmen: 8 i ü. Bei goos unternahmen die Engländer einen neuen Die große Offensive im Westen hat unter den günstigsten Vor An der Delomitenfcont wurde heute früh ein an ei begonnen, und wenn die erzielten Erfolge kräftig entwickel'] Jriff des Feindes gegen den Col dei Bois mit Handgranaten e e gelablegenden Wögewiesen. Gestern beschossen die Italfener neuerdings das Aenderungen in der milttärischen Lage. Jedenfalls darf man sagen, Spital des Roten Kreuzes in Gö rz mit etwa 50 Granaten, daß niemals ein siegreiches Vordringen mehr zur richtigen Zeil] obwohl diese Sanitätsanstalt, da sie noch nicht vollständig kam. Tie Nachricht wird dem hart betroffenen, aber hochherzigen geräumt werden konnte, noch die Genfer Flagge trug. Rußland Freude bringen und das tapfere russische Heer in seinem Im Abschnitte von Doberdo vereitelte unser Feuer Wiberstand gegen den indringling ermutigen. Sie wird die eng einen Angriffsversu egen den Monte Dei sei Busi. lische und französische Armee anfeuern und ihr Vertrauen darauf griff such geg f f stärken, daß die Deutschen über den Rhein getrieben werden kön⸗ Südöstlicher Kriegsschauplatz. men. Sie bringt dem leidenden Belgien neue Hoffnung auf Hilfe, Unser Artilleriefeuer ftörte feindliche Befestigungsarbei⸗ weil sie das Versprechen enthält, daß die monatelange Untätigkeit ten an der unteren Save. Die Festungsgeschütze von Bel r—— 5 2 e grad gaben auf die Stadt Zemun Semlin) einige fehl⸗ erstehen lassen, die noch schwanken. Und vor allem wird sie die gehende Schüsse ab. freche Annahme des Feindes zerstören, daß seine Front im Westen Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs uneinnehmbar sei. Am Samstag lernte er das Gegenteil erkennen. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Gasangriff; er verpuffte völlig wirkungslos. Unser Gegenstoß brachte neben gutem Geländegewinn 20 Offi⸗ Tere 750 Mann an Gefangenen, deren Zahl an dieser Stelle damit auf 3397 leinschließlich Offiziere) steigt. Neun weitere Maschinengewehre wurden erbeutet. Bei Souchez, Angres, Roclincourt und sonst auf der ganzen Front der Champagne bis an den Fuß der Argonnen wurden französische Angriffe restlos abge⸗ wiesen. In der Gegend von Souain brachte der Feind unter merkwürdiger Verkennung der Lage sogar Kavallerie⸗ massen vor, die natürlich schleunigst zusammen⸗ geschossen wurden und flüchteten. Besonders ausgezeich⸗ net haben sich bei der Abwehr der Angriffe sächsische Reserve⸗ regimenter und Truppen der Division Frankfurt a. M. Rheinzauberklänge mischen sich also schon wieder, zwar 8 In den Argonnen wurde unsererseits ein kleiner Vor- ziemlich schüchtern, in diese Musik. Der neutrale Beurteiler a staß zur Verbesserung der Stellung bei Fillemorte aus im Berner„Bund“ aber schränkt heute seinen gestern hier Die Mißerfolge der Engländer. geführt. Er zeitigte das gewünschte Ergebnis und lieferte ßerdem vier Offiziere, 250 Mann an Gefangenen. Auf der Höhe bei Combres wurde vorgestern und gestern durch umfangreiche Sprengungen die feindliche Stellung auf breiter Front zerstört und verschüttet. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Der gestern auf der Südwestfront von Dünabur g zu⸗ rückgedrängte Gegner suchte sich in einer rückwärts gelegenen Stellung zu halten. Er wurde angegriffen und ge worfen.— Südlich des Dryswjaty⸗Sees finden Kavallerie⸗ gefechte statt. Das Ergebnis des Generalobersten v. Eichhorn in der Schlacht von Wilna, die zum Zurückwerfen des Fein⸗ des bis über die Linie Narocz⸗See—Smorgon— Wischnew geführt hat, beträgt an Gefangenen und Material: 70 Offi⸗ ziere, 21908 Mann, drei Geschütze, 72 Ma⸗ schinengewehre und zahlreiche Bagage, die der Feind auf seinem eiligen Rückzug zurücklassen mußte. Die nn dieser Beute konnte infolge unseres schnel⸗ en Vormarsches erst jetzt erfolgen. Die bislang gemeldeten Zahlen sind in ihr nicht enthalten. Südlich von Smorgon blieb unser Angriff im Fort⸗ schreiten. Nordöstlich von Wischnew ist die feindliche Stellung durchbrochen. 24 Offiziere, 3300 Mann wurden dabei zu Gefangenen gemacht und neun Ma⸗ schänengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls angeführten Zweifel an der Unerschütterlichkeit der deutschen Berlin, 28. Sept.(WTB. Pichtamtlich) Der Kriegs⸗ Front schon beträchtlich ein, indem er die feindlichen Aus⸗ berichterstatter des 8 Fin dern Keller- sichten äußerst knapp bemißt; er schreibt nämlich: 4* berichtet 3 Großen Hauptquartier: Mit einem Die deutsche Verteidigung äm Westen hat den ersten großen Ma senaufwand von unition und mit 14 bis 15 Divisionen, Schock der life Ofsensive überstanden. Es darunter ein Teil der Kitchener⸗Armee mit Schotten, Irländern, ist den Verbündeten gelungen, die erste Linie der hefestigten Gurkhas, Shiks und Farbigen aller Schattierungen, mit hundert⸗ Front an zwei Stellen in bideutender Breite aufzureißen, doch besaßen sie nicht mehr genügend nd Feuer⸗ kraft, das Intervall zwischen der ersten und zweiten Linie zu durchschreiten und die stärkere zweite Linie anzugreifen. Sie ha⸗ ben also zwar einen klaren, bestimmt abgegrenzten taktischen Er⸗ folg davon getragen, der ihnen noch eine strategische Auswir⸗ kung verspricht, mußten sich aber damit bes ei den, eine Auf in Etappen lösen zu wollen, die die größte heit der Ausfüh⸗ rung nur durch das erste und über raschende Durchstoßen möglichst vieler Linien des befestigten Kordons empfängt. Es sei an den Durchbruch von Gorlice erinnert, der dergestalk angelegt und mit einer solchen Wucht ausgeführt wurde, daß neun russische Ver⸗ teidigungslinien ohne wesentlichen Aufenthalt aufgerissen und er⸗ obert werden konnten und der Verteidiger vom Dumajec bis zum San geworfen wurde, ehe er sich zu neuer Schlacht zu ordnen vermochte Interessant ist das Hand⸗in⸗Handarbeiten der Ru ssen mit ihren Verbündeten, selbstredend nur in der Bericht⸗ erstattung. Dem russischen Volke wird mit dem neuesten Bericht der Heeresleitung eine dampfende Schüssel voll Kriegserfolge vorgesetzt mit dem bezeichnenden Anfügen, daß es jetzt auch den Engländern und Franzosen besser schmecke. Wieder vergißt man es nicht, auch ein so gewaltiges Ereignis wie die Gefangennahme zweier deutscher Soldaten im Tagesbericht hervorzuheben. Wie wohltuend berühren da⸗ gegen die neuesten Ziffern Eichhorns! Ganz ohne Bestürzung 1 über die Schlachten im Westen fahren die deutschen Heere Prinzen Leopold von Bayern. im Osten an ihrer Arbeit fort. Vor Dünaburg schieben Die Brückenköpfe östlich von Baranowitschi sind sich unsere Truppen gegen das Kernwerk des Brücken⸗ nach Kampf in unserem Besitz. 350 Gefangene sind ein⸗ kopfes vor und haben dem Feind nicht Zeit gelassen, gebracht. fe 12 a 8 25 4 N lic eeresgru 0 estzusetzen. 1 em rechten ge anden südli J f eren des 23 Kilometer von Dünaburg im Süden beginnenden Die Lage ist unverändert großen Dryswjatysees Kavalleriegefechte statt. Die Armee 8 Eichhorn hat, so umschreibt die„Köln. Ztg.“ den Inhalt des neuesten Berichtes der deutschen Heeresleitung, mit ihrem rechten, nach Osten gewandten Flügel südlich von Smorgon sich weiter Bahn gebrochen und dabei nordöstlich von Wisch⸗ new über 3200 Gefangene gemacht und neun Maschinen⸗ hre erbeutet. Jetzt werden auch die Ergebnisse der chlacht bei Wilna bekannt, wodurch der Feind gezwungen wurde, den eiligen Rückzug nach Südosten anzutreten. Ueber 22 000 Mann, drei Geschüge, 72 Maschinengewehre und eine Masse von Bagage wurden den Russen dabei entrissen. Aus⸗ drücklich hebt unser amtlicher Bericht hervor, daß die sonst gemeldeten Zahlen hierin nicht eingeschlossen sind. Von den Ereignissen auf der deutschen Front nach Süden wird noch gemeldet, daß die vom Feind noch gehaltenen Brückenköpfe über die Szezara südlich Baranowitschi von der Heeres⸗ gruppe des Prinzen Leopold von Bayern genommen worden sind. Sehr wichtig ist das N der Armee Linsingen auf dem wolhynischen Kampffeld. Unterhalb von Luzk hat sie sich den Uebergang über den Styr erkämpft, und dadurch sind die Russen auf der ganzen Front nördlich von Dubno zum Rückzug gezwungen worden. Es kann heute festgestellt werden, daß die Russen die festen Werke von Luck überhaupt nicht wieder genommen hatten, sosdern nur den offenen Ort vorübergehend besetzt hielten. g auf dem rechten Flügel der Westfront die Offensive. Ihre Vertluste sind ungeheuer, die Resultate kaum nennenswert. Sie legten vier Tage lang ein schweres Wirbelfeuer auf unsere Gräben und auf bestimmte Abschnitte einen vollkommenen Feuervorhang. Die Hauptvorstöße waren nordöstlich Formelles; hier wurden sie unter schweren Verlusten abgeschmettert, ferner westlich Aubers. Teilweise in unsere Gräben eingedrungen, warrden sie durch einen Gegenstoß geworfen und dabei eine indische Brigade total ver⸗ nichtet. Aehnlich erging es ihrem Angriff bei Givenchy und Festhubert. Sie arbeiteten hier erfolglos mit Rauchbomben. Das . n die Franzosen von der Lorettohöhe bis Rivisre, südlich Arras, nach einem tagelangen Hagelwelter von Granaten unter Verwendung von Gasgranaten an. Ihre Verluste Der französische Bericht. Paris, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amklicher Be⸗ richt von gestern nachmittag: Im Artois behaupteten wir unsere Stellungen östlich Sou⸗ chez. Unser Fortschritt, der laut der ersten Meldung in⸗ folge Telegraphenstöru angeblich den Norden von Thelus erreichte, überschritt nicht die Gärten von La Folie und die Straße Arras.—Lille. Er wurde gänzlich behauptet. Auf der Front südlich der Somme Kampf mit Bomben und Torpedos bei Andechy. Unsere Artillerie bekämpfte heftig die feindlichen Batterien, die unsere Stellungen von Quennevisres beschossen. In der Champagne dauerten die Kämpfe mit Hartnäckigkeit auf der ganzen Front an. Wir besetzten an mehreren Stellen, besonders im Trou Bricot nördlich der Wacguesfarm einige be⸗ reits überholte Stellungen, in denen sich feindliche Truppen be⸗ hauptet hatten. Nicht 200, sondern 300 Offiziere nahmen wir in der Champagne gefangen. Zwischen Maas und Mosel und in Lothringen heftige Kanonade. Ein heftiger Sturm unterbrach in den Vogesen alle Operationen. Paris, 28. Sept.(WTB Nichtamtlich.) Amtlicher Be⸗ richt von gestern abend: Nördlich Arras ist die Lage unverändert. Der Feind richtete nur schwache Unternehmungen gegen die von unseren Trup⸗ pen besetzten neuen Stellungen. Die Zahl der in diesem Gebiet gemachten Gefangenen übersdeigt bisher 1500. In der Cham nagne dauert der Kampf unausgesetzt fort. Unsere Trupper sind jetzt vor der zweiten deutschen Verteidigungsstellung, die über die Höhe 185 westlich von den Gehöften Avarrin, über den Hügel von Souain, den Baum an der Höhe 193, über das Dorf und den Hügel von TDahure verläuft. Die 8 dem Feinde abgenommenen Kanonen ist noch nicht genau fesigestellt. übersteigt aber 70 Feldgeschütze und Geschütze schweren Kalibe von denen 23 von dem englischen Heere erbeutet sind Deutschen unternahmen heute in den Argonnen eine Ofen- sive, die vollkommen aufgehalten wurde. Viermal versuchten sie, einen Infanteriesturm gegen unsere Stellungen von Fillemorte auszuführen, nachdem diese mit Geschossen aller Kaliber, mit Granaten und mit erstickenden Gasen heftig beschossen worden warn Der Feind konnte nur an einigen Punkten unsere Sch igräben der ersten Linie erreichen und wurde dort durch das r der Verteidigungsgräben angehalten; sonst wurde er 1 erall mit chweren Verlusten zurückgeworfen. Auf der übrigen Front nichts ichtiges. Freuchs Angaben. 3 London, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Feldmarschalk French meldet im amtlichen Telegramm: Nordwestlich von Hul luch wiesen wir verschiedene Oberste Heeresleitung. In Frankreich und England herrscht bei der Auf⸗ dauschung der neuesten Angriffsergebnisse natürlich eine ge⸗ hobene Stimmung, und ein englisches Blatt meldet aus New 0 ämpfe vom Freitag und Samstag verlauten, beweisen nur, daß die Feinde, besonders die Engländer, große Verluste erlitten und nicht gerade glän⸗ 2 zend abgeschnitten haben. Die Mauer der deutschen Vertei⸗ Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. diger steht ungebrochen und so fest da wie uvor. D ili⸗ 1 i 1 i tärische Mitarbeiter der„Times“ schreibt,. 94 lie berlantbart: 28. Sante nr 9 frichtamtlich⸗ ng holländische Grenze weitergemeldet wird, daß die 7. verlautbart: 28. September 1915. der Verbündeten sich in 1 Körper⸗ 32 ver Russischer Kriegsschauplatz. fassung befänden und„von ihrer mannigfachen Ueberlegen⸗ Diurch die österreichisch-ungarischen und deutschen Streit⸗ engriffe ab und brachten dem Feinde Verluste bei Safe e — 9 9 er dem Feinde durchdrungen“ seien. Einwand⸗ kräfte am Styr mit der Umklammerung bedroht, sah sich Loos dauert unsere Offensive fort! Wir nahmen 53 Ofliziere aus der deutschen Front stellen gevade den] der Feind gezwungen, seine unter großen Opfern unter- und 2800 Mann gefangen, eroberten 18 Kanonen und. 32 Ma⸗ 5 1 5 Zeugnis aus. Sie danken] nommene Offensive im wolhynischen Festungs⸗ schinengewehre Der Feind ließ viel Material auf der Strecke ihre kleinen Erfolge einem Gasangriff, nicht etwa ihrem gebiet aufzugeben. Der russische Rückzug dauerte zurück. Die Liste davon fehlt noch i schneloigen Draufgä um. Aber die Liebenswürdigkeiten, gestern den ganzen Tag über an und führte das feindliche 3 tausenden Kubikmetern giftiger Gase, ergriffen die En gländer 4 Die Kampfe östlich vun Wi V DD 28 eee 15 . N Der russische Bericht. 1 Petersburg, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Großen Generalstabs: Ein Angriff der Deutschen in der Gegend von Eckau wurde abgewiesen. Die feindliche Ar⸗ ttillerie fährt fort, ihr Feuer gegen verschiedene Punkte in der Ge⸗ 35 von Riga zu richten. Unsere Artillerie verjagte mehrmals feindliche Flieger in der Gegend von Schlok und störte feindliche Sappenarbeiten. An mehreren Orten in der Gegend von Düna⸗ burg haben die Kämpfe mit der früheren Heftigkeit wieder be⸗ gonnen. Zahlreiche Angriffe der Deutschen in der Richtung auf Nowo Alexandrowsk wurden zurückgeschlagen. Hier erreichte der Artilleriekampf eine große Heftigkeit. Durch kräftige Angriffe Aunserer Kavallerie gegen die Uebergänge an der oberen Wilija, in der Gegend von Delwinow, wurde deutsche Reiterei, aus alten Regi⸗ mentern bestehend, zersprengt; sechs Offiziere und 65 Mann ge⸗ fangen. Wir erbeuteten drei Maschinengewehre und über 100 Sä⸗ bel. Unsere Verluste sind unbedeutend. In der Gegend westlich Wilejka äußerst hartnäckiges Kampf; 4 deutsche Angriffe wur⸗ den zurückgeschlagen. Durch einen neuerlichen deutschen Angriff wur⸗ den unsere Truppen etwas zurückgedrängt. Der Kampf geht un⸗ unterbrochen weiter. Eine unserer Armeen in dieser Gegend nahm den Deutschen während der verflossenen Woche 13 Kanonen, dar⸗ unter fünf großkalibrige, 33 Maschinengewehre, 12 Munitions⸗ wagen und über 1000 unverwundete Gefangene ab. In der Gegend östlich Oschmjary und weiter südlich bis zum Pripjet ent⸗ wickelten sich überall Kämpfe mit äußerster Heftigkeit von beiden Seiten. Der Feind greift an vielen Orten in dichten Reihen mit 2 er Hartnäckigkrit an. Einige dieser Angriffe hatten örtliche 8 1 die aber tatsächlich recht bescheiden und einflußlos auf die Durchführung der allgemeinen planmäßigen Aufgaben unserer Armeen sind. Unsere bemerkenswertesten Erfolge sind: 1. Ein An⸗ griff bei der Ortschaft Deljatitschi am Niemen, der den Feind g, mit großem Verlust sich zurückzuziehen, 2. Zurückweisung aubitber griffe in der Gegend südöstlich des Bahnhofes von Baranowitschi 3. Ein Ueberfall auf ein österreichisches Bataillon kei dem Dorfe Labussy an der Schtschara in der Gegend von Liachowitschi, wo ein Teil der Oesterreicher niedergehauen, 364 Mann und zwei Offiziere gefangen und ein Maschinengewehr erbeutet wurde. Das Ergebnis war, daß der Feind ge⸗ zungen wurde, jenseits des Flusses zurückzuweichen. 4. Tie Einnahme des Dorfes Gliesnetst in der Gegend am unteren Stochod. Hier erreichte die Hetfigkeit des Kampfes die äußerste Grenze. Man stritt mit unerhörter Wut um brennende Häuser. Das Dorf blieb in unseren Händen, der Feind wurde vernichtet. Wir nahmen zwei Mann gefangen und erbeuteten vier Ma⸗ schinengewehre. 5 der Gegend der Eisenbahn Kowel—Sarny, am linken Ufer Styr, mehrere hartnäckige Gefechte. Die Ortschaft Kolki und Umgebung wurden vom Feinde heftig be⸗ schossen. An der Grenze von Galizien lebten die hartnäckigen Kämpfe bei Nowo Aleksiviec wieder auf. Mit Hilfe frischer Truppen zwangen die Oesterreicher uns, die Ortschaft zu räumen. Durch einen erneuten kräftigen Angriff mit Bajonettkampf warfen unsere Truppen die Oesterreicher wieder aus der Ortschaft, töteten viele und machten über 1000 Gefangene. Nach den letzten Berichten greifen die Oesterreicher von neuem Nowo Aleksinier an. Im ersten Drittel des September hat sich bei den heftigen Kämpfen und Truppenbewegungen besonders deutlich erwiesen, wie erfolgreich unsere Truppen gegen den hartnäckigen Feind zu kämpfen vermögen. Auf dem Gebiete des Mutes und der Pflichterfüllung vollbringen unsere Truppen fortgesetzt Taten, die das Aeußerste erreichen, was menschenmöglich ist. Die Ver⸗ bündeten geben ein glänzendes Beispiel desselben Mutes. Nach den zuletzt eingelaufenen Berichten brachte die Angriffstätigkeit den Franzosen und Engländern an zwei Tagen nicht nur Geländegewinn, sondern auch 20 000 un verwundete Gefangene und 24 erbeutete Kanonen. Linsingens Sieg in Wolhynien. Berlin, 29. Sept. Im„Berliner Lokalanzeiger“ heißt es: Lange hörten wir nichts mehr von General von insingen und seiner Armee. Jetzt sehen wir den ver⸗ dienten General als Heeresgruppenführer neben den gewal⸗ tigen Kameraden im Osten eine vierte Heeresgruppe leiten. Wiederum hat er sein siegreiches Schwert zum Heile der von feindlicher Uebermacht bedrohten verbündeten Armeen in Wolhynien und Galizien geschwungen und mit seinen Verbündeten, den alten Verbündeten aus den Kar⸗ pathen, Schulter an Schulter kämpfend und stürmend, treibt er mit seiner Heeresgruppe den Feind aus Wolhynien, wie . 75 n * Sago ein besonderes Kennzeichen von dem edlen Smne Konig Ferdi⸗ nands, der es nicht verschmähte, als erster dem ihm zürnenden Konig Konstantin die Hand zu reichen. Existiert doch gerade zwischen diesen beiden Herrschern noch vom Balkankriege eine per⸗ sönliche Spannung, die damals in dem plötzlichen Abbruch eines ziemlich gereizt gehaltenen Telegrammwechsels ihren Ausdruck fand. Man darf wohl hoffen, daß eine noch zu erwartende Antwort des griechischen Königs in versöhnlichem und freundschaftlichem Sinne ausfallen wird und daß dadurch auch die letzten Anzeichen eines . Verhältnisses zwischen den beiden archen verschwin⸗ 79. erden. 4 Aus Bulgarien.* ew York, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Asso⸗ ciated Preß“ meldet aus Sofia vom 26. September: Nach zuverläsfigen Mitteilungen wird die Bildung eines Koali⸗ tionskabinetts beabsichtigt, in das Vertreter der⸗ jenigen Oppositionsgruppen aufgenommen werden, welche ie Absicht kundgegeben haben, die Regierung Radoslawows zu unterstützen. g Aus Rumänin. Bukarest, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern hat im sozialistischen Klub eine große Versamm⸗ lung stattgefunden. Es wurde folgender Beschluß gefaßt: Die versammelten Arbeiter und Bürger legen Verwahrung gegen die skandalösen Vorgänge ein, die seit einiger Zeit von einer Bande von Agenten der Kriegsparteien ausgingen und in Angriffen auf Beitung im Verbrennen von Blättern, in der Terrorisierung der Bewohner der Stadt bestanden. Sie bilden ein Attentat gegen die verfassungs⸗ gemch gewährleisteten Freiheiten der Presse⸗ Die Versam⸗ melten faßten angesichts der Bewegung für die Mobilisie⸗ rung der rumänischen Armee neuerlich den Beschluß, den Kampf für die Aufrechterhaltung der Neutrali⸗ tät fortzusetzen, aus der die Regierung unter den heutigen 1 eine ehrliche endgültige Neutralität machen müsse⸗ —— Der Seekrieg. Der Kampf im Hafen von Riga. Petersburg, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Admiralstab teilt mit: Am 25. September 8 Uhr mor⸗ gens wurden bei der Veschießung der deutschen Stellungen an der Bucht von Riga durch unsere Schiffe der Komman⸗ dant eines unserer Schiffe, Schiffskapitän Widzemsky, und Fregattenkapitän Swinin von feindlichen Kugeln getötet. Um 10 Uhr morgens stellten unsere Schiffe die Be⸗ schießung der feindlichen Stellungenein, nach⸗ dem sie alle Batterien zum Schweigen gebracht hatten. Wir hatten außer den obenerwähnten Verlusten noch fünf Tote und acht Verwundete. 5 ö London, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Fischerfahrzeug„Ventnor“ i inst aus den Karpathen trieb. Der Rück der 1 1* aus Grimsby ist torpediert worden. Russen vor der Front von Luck und Dubno ist ein gutes Zeichen. Die Zensur in Rußland. Petersburg, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Das Kabinett hat sich ein⸗ stimmig gegen die vorbeugende Zensur ausgespro⸗ chen. Der Ministerpräsident befindet sich im Großen Haupt⸗ quartier. 0 Aus dem Reiche. Berlin, 29. Sept. Vier Führer der deutschen Sozialdemokratie, die Reichstagsabgeordneten Schei⸗ demann, Dr. David, Ebert und Schöpflin, haben, wie ver⸗ schiedene Blätter melden, soeben eine Informations ⸗ reise zum westlichen Kriegsschauplatz und in die okkupierten Gebiete Nordfrankreichs und Belgiens be⸗ endet. Die Reise trug einen privaten kter. Sie hatte ** — Die Kämpfe an den Dardanellen. Konstantinspel, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanel⸗ lenfront ist die Lage unverändert; unsere nach ver⸗ schiedenen Richtungen ausgesandten Aufklärungsabteilungen lockten zwei feindliche Aufklärungsabteilungen bei Anaforta und in der Umgegend von Kerevisdere in. andere machten überraschende Angriffe auf feind⸗ liche Schützengräben und erbeuteten Gewehre, Munition, Feldtelephon⸗ und Pioniergerät. Sonst nichts Neues. Explosion auf einem italienischen Linienschiff. Brindisi, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Agenzia Stefani“ meldet, ereignete sich im Hafen von Brin⸗ disi in der hinteren Pulverkammer des Linienschiffes „Benedetto Brin“(13 400 Tonnen) eine Explosion, der ein Brand folgte. Nach den bisher vorliegenden Berich⸗ ten sind von der 820 Mann starken Besatzung 2 Offiziere, 379 Mann gerettet. Unter den Opfern, deren Identität fest⸗ steht, befindet sich Konteradmiral Rubin de Cervin. Die Ursache der Katastrophe ist nicht bestimmt ermittelt. Die Einwirkung irgendwelcher äußeren Einflüsse gilt als aus⸗ geschlossen. Eine Abstimmung der englischen Sozialistenpartei über den Krieg. London, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) M.. verschiedenheiten im Ausführenden Ausschuß der engli⸗ schen Sozialistenpartei über den Krieg fü zu dem Beschluß, eine Abstim mung der Parteimitglieder f. veranlassen. Die Fragen, über die abgestimmt werden soll, lauten: 1. Sind Sie für eine Unterstützung und Fortfüh⸗ rung des Krieges bis zu einem erfolgreichen Ende? 2. Sind Sie für eine Unter stützung der Bewegung für einen Friedensschluß? Eine neue Bergarbeiterbewegung in Südwales. London, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden aus Cardiff: Im Kohlengebiet von Süd⸗ wales ist wegen der Auslegung des Lohnabkommens ein neuer Streit entstanden. 15000 Bergleute in Swansea haben am Samstag den Beschluß angenommen, am 4. Ok⸗ tober die Arbeit niederzulegen, wenn die Grubenbesitzer am nächsten Zahltage den Forderungen der Arbeiter nicht ent⸗ sprechen. Die Arbeiter einer anderen Grube klagten über die Zuwanderung zahlreicher spanischer und portugiesischer Bergleute, die der Sprache. wären und den Betrieb gefährdeten. Von sieben anderen Gruben werden Unruhen wegen der Einstellung nicht 1 Arbeiter gemeldet. 4000 Bergleute beantragten, die Arbeit niederzulegen; es wurde beschlossen, eine 14tägige Kündigung einzureichen, um den Nichtorganisierten eine Frist zu geben, der Gewerkschaft beizutreten. ** Die Spannung der Balkanstaaten. Depeschenwechsel zwischen dem bulgarischen und dem griechischen König. Berlin, 29. Sept. Zu dem Depeschenwechsel zwischen dem bulgaxischen und dem griechischen König sagt die„Kreuz eitung“: Die Tatsache dieses Depeschenwechsels ist in hohem Maße geeig⸗ net, den Kriegshetzern den Mund zu stopfen. Sie ist aber auch vor allem den Zweck, für das Studium de Fragen, die mit dem Krieg zusammenhängen, durch un⸗ 5 wirtschaftlichen mittelbare Anschauung Material zu liefern. Mehrfach trafen die Herren auf eee Kollegen, in Brüssel auf den Abgeordneten Südekum und den bayerischen Abgeordneten Dürr, in Mons auf den volksparteilichen Abgeordneten 115 Neumann⸗Hofer. rat Berlin, 29. Sept. Der Münchener Magistr hat die Einsetzung eines Verbandes der Einkaufsgesellschaf⸗ ten deutscher Städte zur Ausschaltung jeder preiskreibenden Konkurrenz untereinander einstimmig 8 Die Gründung des Verbandes soll am 9. Oktober erfolgen. Dresden, 28.„(WTB. Nichtamtlich.). skanzler stattete im Laufe des Vormitt bei taatsminister des Aeußern, Grafen Vitzthum, ng im Privat⸗ Der Rei dem 0 und bei dem Vorsitzenden des Staatsministeriums, minister Beck, Besuche ab. Um 12.45 Uhr König den Reichskanzler im e audienz. Um 2 Uhr fand königliche Frühstückstafel statt, an der außer dem Reichskanzler auch der preußische Gesandte Graf von 5 1* 2 ae ppenh en Am Nachmittag na r Reichskanzler beim preußi Sen ein. Abend beim Grafen Vitzthum Diner statt, worauf die Abreise Reichskanz olgte. Eisenach, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Deutsche Buchdruckerverein telegraphierte an den Kaiser: Die in Eisenach tagende Hauptversamml der im Deutschen zusammengeschlossenen Buchdruckereibesitzer Deutschlands entbietet Ew. ö ehrfurchtsvollste Huldigung. Der e in hält seine ersammlung ab trotz schiveren Zeiten, getragen von dem Bewußtsein, daß auch wirtschaftliches Durchhalten für die siegreiche Durchführung des 5 5 Weltkrieges eine 1 ist. Mit der Fürsorge für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Bu druckereigewerbes in der Kriegszeit glaubt er in erster Linie den Interessen des gesamten deutschen Vaterlandes zu dienen. Die Kunst Gutenbergs ist die Vermittlerin für den geistigen Gedankenaustausch und die kulturelle Entwicklung 9 Volkes. Sie hat es mit ermöglicht, unsern Gegnern auf allen Gebieten gerüstet entgegenzutreten. Das Vuch⸗ druckergewerbe ist es auch, das durch die deutsche Presse seit Kriegsbeginn täglich mitwirkt zur Stärkung unseres Volkstums und fel bis 3 reiten 3 daß wir durchhalten müssen bis zum siegr Ende. 1 versammlung der 1 Vuchdruclereibesther spricht die Versicherung aus, daß das deutsche Buchdruckergewerbe weiterhin stets bereit sein will, mit ganzer Kraft, Gut Blut mitzuwirken an dem Blühen und Gedei unseres deutschen Vaterlandes. 7 Konstanz, 28. Sept.(WTB Nichtamtlich) Heute vor⸗ mittag traf hier der beitet erische Wee mit 78 deutschen Kriegsinvaliden und zwei iziere een serwesch 5 5 von einer zahlrei enschenmenge stürmisch begrüßt. Auf dem Bahnhof 5 zum Empfang anwesend! Der Großherzog und die Großherzogin Hilda, die Großherzogin Luise von Baden und die Spizen der staatlichen und mill rischen Behörden. Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. September 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Ersatzreservist Cyr. Dechert, Res.-Ins.-Mgt. 222, aus Elben rod.— Kriegsfreiwilliger Karl Ludwia Schneider, Res.⸗Inj. Rat. 221, aus Ossenbach M.— Landsturmrekrut Friedrich wichtsteile Futtermittel, auf eine M Rind 5, auf ein Schwein 2 Gewichtsteile und auf eine Ziege ¼ Gewichtsteil kommen. In diesem Verhältnis werden die An teile der zur Verfügung stehenden Futtermittel dem Viehstande entsprechend auf die einzelnen Gemeinden des Landes ausgerechnet. Am einfachsten gestaltete 10 bisher die Verteilung des Melasse⸗ futters, weil die Bestellungen der örtlichen Verteilungsstellen voll berücksichti werden konnten. Die Verteilung der Kleie worden. Alles soll nachgeholt werden, sobald der und die Herren, die an diesen Aufgaben gearbeikkt h N zurückgekommen sind. Die Ortsgruppe Köln beabsichtigt, einen be⸗ sonderen Sieghöhenweg Ranzulegen, der neben dem Sieghöhen⸗ weg des Westerwaldklubs gedacht ist. Der Ort der nächsten General- versammlung soll vom Ausschuß bestimmt werden. Ist bis zum nächsten Jahre der Friede da, dann wird die Generalversammlung in Verbindung mit dem Volkssest in Herborn abgehalten. Zum 9, auf ein sonstiges riede eingeletyrt haben, wieder Weißenborn, Jnf.-Rat. aus Storndorf.— Landsturmrekrul] ist so geregelt, daß in Zwischenräumen von mehreren Wochen der] Schluß trat Herr Stolpfuß⸗ Bonn für, Umänderung, des Adolf Nenn 282, aus Storndorf.— Ersatzreseroist nach dem Viehstande berechnete Anteil den örtlichen Verteilungs⸗ Westerwald klubs“ in einen Westerwald bund“ ein. Der Ausschuß Georg Buchenau, Rel.-Ins.-Agt. 254, aus Storndorf.— Musk. Otto Lichtenthäler aus Hohensolms.— Ers.-Res. Wilh. Friedr. Bill aus Naunheim.— Heinr. Gleiß aus Friedberg.— Land- sturmrekrut Friedr. Max Theod. Müller, Landw.-Ins.-Rat. 61, aus Friedberg.— Ersatzres. Emil Schreiner, Res.-Inf.-Rat. 254, aus Dillenburg.— Trompeter⸗Sergt. Otto Tornow, Garde- Drag.-Ngt. 23, aus Darmstadt.— Landwehrm. Waldemar Ben da, Res.-Inf.-Rgt. 83, ans Darmstadt.— Telegr.-Issistent Franz Lin de. mann aus Darmstadt.— Lt. d. Res. Ewald Rabeneck aus Büdingen.— Landwehrm. Friedr. Reichard II. aus Hainchen. Gefreiter Richard Pfadler, 1. Garde-Rgt., aus Darmstadt.— Gesr. Karl Wilbelnn Klose aus Biedenlopf.— Musketier Otto Unkel, Inf.-Rgt. 251, aus Biedenkopf. * Berufung. Landgerichtsrat Bruel hier hat eine Berufung nach Russisch⸗Polen erhalten, wo er die Stelle eines Bezirksrichters übernimmt. * Lehrerveteranen in Hessen Zu den ältesten Lehrern in Hessen zählen die Lehrer i R. Erbes in Mainz mit 96 Jahren, Lehrer Palzer in Gabsheim mit 91 Jahren und Lehrer Walther in Rendel mit 90 Jahren. Außerdem befinden sich in Hessen noch 19 pensionierte Lehrer, die das Alter von 80 Jahren bereits überschritten haben. ** Amtliche Personal nachrichten. Am 24. Sep⸗ tember d J. wurde der Schreibgehilfe beim Großh. Finanzamt Gießen, Wilhelm Hönig zu Gießen, zum Bureguvorsteher des Finanzamts Osthosen und der Schreibgehilse bei Großh. Fr⸗ nanzamt Darmstadt II, Johannes Strauß zu Darmstadt, zum Bureauvorsteher des Finanzamts Dieburg ernannt. * Unseredeutschen Brüder in Rußland. Das Los der in Rußland zurückbehaltenen Deutschen und unserer kriegsgefangenen Soldaten gestaltet sich nach 3 Berichten immer trostloser. Sie gehen jetzt schon dem weiten Winter entgegen, und ihre Bekleidung, die teilweise chon verbraucht war, wird dürftiger und schützt nicht vor strenger Kälte. Der russische Staat tut nichts. Deshalb muß bei uns eine lebhafte Hilfstätigkeit einsetzen, um Leben und Gesundheit unserer Brüder möglichst zu schützen. Für viele Tausende von Zivil⸗ und N ist zu sorgen, denen teils durch Zusendung warmer Kleidung, teils durch Geldzuwendungen geholfen werden muß. Die dazu nötigen Mittel sollen durch einen„ eee Opfertag im ganzen Reich aufgebracht werden. Im Großherzogtum ist ein solcher im Laufe des Monats Oktober geplant. Jeder möge sich an diesem—— ein Opfer auferlegen und nach seinen Kräften zur För dieser Liebestätigkeit bei⸗ tragen. Wer nicht viel leisten kann, soll mindestens auf ein Vergnügen oder einen Genuß verzichten und den ersparten Betrag für diesen guten Zweck spenden. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. * Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegs⸗ ilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees sind in der Zcit vom 1. August bis 10. September 1915 aus folgenden Gemeinden usw. die beistehenden Beträge an den Kreiskassenrechner Kauß ab⸗ liefert und von diesem an den Landesverein vom Roten reuz in Darmstadt überwiesen worden: 1. Kirchen: An⸗ nerod 12 Mk., Dorf⸗Güll 60 Mk., Holzheim 200 Mk. 2. Ge⸗ meinden: Holzheim 40 Mk., Utphe 100 Mk. Der Gesamtbetra der vorstehend aufgeführten Gaben beläuft sich auf 412 Mk. Unter Einrechnung der bisher bereits abgelieferten Gelder ist hiernach bis jetzt aus den Landgemeinden des Kreises Gießen der Betrag von 46 001,54 Mk. an den Landesverein ab⸗ geführt worden. Weiter sind seit dem 11. August 1915 liefert worden: an das Bankhaus S. Bleichröder in Berlin W. zur Weitergabe an die zuständige Stelle für erblindete Krieger, aus der Gemeinde Steinheim 150 Mk., aus der Gemeinde Utphe 20 Mk., insgesamt 170 Mk., an die Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen, auf das Konto des Kreiskomitees aus der Ge⸗ meinde Allendorf a. da. 200 Mk. * Bäderkuren für heeresentlassene kranke Krieger. Immer größer wird die Zahl der Kriegsteilnehmer, die, mit inneren Leiden aus dem Felde heimgekehrt, der Gefahr des Siechtums entgegensehen. Für die als dienstunbrauchbar ausgeschiedenen Kriegsteilnehmer verfügt die Heeresverwaltung nur über⸗eine begrenzte Zahl von freien Badekuren, auf die aber kein Anspruch besteht. Hier tritt das deutsche Zentralkomitee vom Roten Kreuz ein. Es hat eine Abteilung„Bäder⸗ und Anstalts⸗ fürsorge“ in engster Fühlung mit den Kurdirektionen und anderen Bäderinteressenten geschaffen, um* Kriegsteilnehmern, denen von a er Seite nicht geholfen werden kann, die Kurmöglichkeiten unseres Vaterlandes tunlichst kostenlos als freien Kurgästen in weitestem Maße zu erschließen und sie durch rechtzeitig und richtig ein⸗ rr Heilbehandlung arbeitsfähig und arbeits⸗ roh zu machen. Dank der Unterstützung der Behörden, der oßen 1 und Berufsverbände und weitester onstiger Volkskreise, deren Opfersinn sich auch auf diesem Gebiet täglich erneut zeigt, ist die Abteilung Bäderfürsorge schon jetzt in der Lage, unseren tapferen Kriegern eine be⸗ stellen zur Abgabe an die Viehhalter zugeführt wird. Die übri⸗ gen Futtermittel werden der Landesverteilungsstelle in größeren D von der Reichsfuttermittelstelle über⸗ lr So oft dies geschieht, werden die örtlichen Verteilungs- stellen aufgefordert, den Bedarf der Viehhalter festzustellen und anzumelden. Darauf berechnet die Landesverteilungsstelle, welche Mengen auf die einzelnen Gemeinden entfallen. Wenn es sich hierbei um eine größere Anzahl verschiedener Futtermittel han- delt, von denen jedes einzelne nur in geringer Menge vorhanden ist, so stellen sich einer gleichmäßigen Verteilung auf die rund 1000 Gemeinden des Landes mancherlei Schwierigkeiten in den Weg. Die örtlichen Verteilungsstellen sind an den allgemeinen Verteilungsmaßstab nicht gebunden. Sie haben vielmehr das Recht, den in ihrer Gemeinde herrschenden besonderen Verhält⸗ nissen Rechnung zu tragen. Abmelkwirtschaften und Besitzer von Zucht⸗ und Muttertieren sollen besonders berücksichtigt wer⸗ den; ebenso ist es natürlich zulässig, den Geflügelhaltern Futter zu verabfolgen. i Stadttheater. Wie schon bekanntgegeben, wird die diesjährige Spielzeit Freitag, den 15. Oktober, eröffnet. Als Eröffnungsvorstellung hat die Direktion Ludwig Uhlands Schauspiel„Herzog Ernst von Schwaben“ gewählt, das mit seiner prächtigen Sprache und der Verherr⸗ lichung der deutschen Treue bis in den Tod wohl verdient, gerade in unseren Tagen wieder einmal aufgeführt zu werden.— Trotz der zurzeit vorliegenden Schwierigkeiten ist es Direktor Steingzetter gelungen, vollwertigen Ersatz für ausscheidende Mitglieder zu gewinnen. Gastspiele und Engagements im Sommer in Nauheim rechtfertigen, wie man uns schreibt, was Zusammenstellung des Personals betrifft, recht hohe Erwartungen. Es wird in den nächsten Tagen noch näheres bekanntgegeben werden. * Die Obstversteigerungen der Stadt Gie⸗ ßen brachten einen Gesamterlös von 4186 Mk.(gegen 1114 Mark in 1914). Im einzelnen verteilt sich das Ergebnis wie folgt: Kirschen 500 Mk.(506 Mk.), Frühobst 275 Mk. 65 Mk.), Straßen 872 Mk.(163 Mk.), Obstbaumstück an der icher Straße 2539 Mk.(380 Mk.). Die Menge des geernte⸗ ten Obstes war allerdings in diesem Jahre gegenüber dem Vorjahr außergewöhnlich groß. * Die städtischen Freibäder an der Lahn sind im laufenden Monat— sie wurden am 22. geschlossen— besucht worden von 315 Männern(gegen 773 im gleichen Zeitraum des Vorjahres) und von 232 Frauen(gegen 1250). Im ganzen wurden in der letzten fünfmonatigen Badezeit Bäder genommen: Im Männerbad 16 914(gegen 15 833 in 1914); im Frauenbad 8315(gegen 9564). ** Barackenkasernen für unsere Landstür⸗ mer. An der Kaiser⸗-Allee auf der großen freien Fläche vor der Germania wird 115 das Barackenlager für ein Bataillon unserer Landstürmer errichtet. Es handelt sich um sechs Mannschaftsgebäude, eine Wirtschaftsbaracke und eine Wachtbaracke. Die Anlagen sollen bis zum 15. Oktober bezugsfähig dastehen. * Die Auszahlung der Familienunterstützung für die Zeit vom 1.—15. Oktober an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingezogenen findet statt: Reichs- und Kreis- unterstützungen: an diejenigen, deren Namen beginnen mit A—K Freitag, den 1. Oktober, L- 2 Samstag, den 2. Oktober. Städtische Unterstützung(Mietszuschuß): an diejenigen, deren Namen beginnen mit AK Montag, den 4. Oktober, Lz Dienstag, den 5. Oktober. An Vermieter, die Mietbeträge abholen: Mittwoch, den 6. Oktober. Die Auszahlungen finden statt von 8-1 Uhr vormittags im Stadthaus Zimmer Nr. 16. Silberne Hochzeit feiern am Donnerstag Wilhelm Ude 3 geb. Mummel. ostbild * in vertrautes Her i zeigt sich jetzt wieder in den Ortschaften. Ueberall dampfen die 5 5 Wirtschaftskessel, die Keltern sind in Tätigkeit, Bütten und Zuber sind blank geputzt, um den süßen Birnmost aufzu⸗ nehmen. In jedem Haushalt sucht man einen großen Honigvorrat einzukochen; dazu befürchtet man, die großen Kupferkessel würden eingezogen, und einen Ersatz für sie hat man nicht immer bei der Hand. Kreis Schotten. — Schotten, 28. Sept. Weltkrieg hat nach Mittei⸗ lungen des hiesigen evangelischen Dekanats im Jahre 1914 das gesamte kirchliche Leben im Kreise in außerordentlich gün⸗ stiger Weise beeinflußt. Das zeigt sich nicht nur in dem ge⸗ steigerten Kirchenbesuch und der regen Anteilnahme an den sonsti⸗ der kipchichen Handlungen, sondern auch an der Oyferwilligkeit r Bevölkerung für kirchliche und soziale Zwecke jeglicher Art. Von den 19 000 Evangelischen der 18 Pfarreien und Gemein⸗ den des Dekanats nahmen im 1— an 3 Zählungs⸗ tagen an den Gottesdiensten 6 125 Erwachsene und 2 548 Kinder teil, was dem erfreulichen Satz von 48,2 bezw. 40,1 Prozent der Seelenzahl entspricht. Was die Einnahmen aus kirchlichen Kol⸗ lekten, Opfern und Beiträgen angeht, so wurden insgesamt 16417 Mark aufgebracht, das macht auf den Kopf der Bevölkerung 86,2 4 Die Zahl der Taufen von ehelichen Kindern belief sich im Dekanat auf 417, die der von unehelichen auf 17. Konfir⸗ News“ Tunnels für die Untergrundbahn ereignete sich am Sonntag abend ein neuer Unglücksfall. Broadway bei der Straße 38 ein. und etwa zwölf verletzt. 1 Theater leerten; Hunderte von Menschen entkamen mit knapper Not. die Bürgersteige senkten sich. Panik. Straße, als die Senkung eintrat; sie wurde durch die Schnellig⸗ keit der Fahrt gerettet. wurde auch mit der Prüfung dieses Vorschlages betraut. vermischtes. Ein neues Untergrundbahn⸗Unglück in New Pork. London, 28. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die„Dally meldet aus New Mork: Bei dem Bau eines neuen Der Tunnel stürzte unter dem Zwei Menschen wurden getötet Das Unglück geschah, als sich eben die Die ganze Straße brach in der Mitte ein und Zum Glück entstand keine große Eine Straßenbahn auf dem Broadway fuhr über die Gerste 75 bis 78 Mk., markt. a kuchen 62 bis 64 Mk., Rapskuchen 50-52 Mk. 7,60 Mk. ab Station. Märkte. se. Fraukfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 29. Sept. Auftrieb: Rinder 317(Ochsen 12, Bullen 2, Kühe und Färsen 308), Kälber 920, Schafe 262, Schweine 541, Ziegen 18.— Tendenz: Rinder gut, Kälber langfam, Schafe ruhig, Schweine gedrückt. 29. Sept. Frucht markt. Rumänische ais 70—73 Mt.— Futtermittel- Futtermittel sehr knapp bei lebhaster Nachfrage. Kolos⸗ Alles zu 100 Kg. te. Frantfurt a. M., 9. Sept. Kartoffelmarkt. Wetterauer Speisekartosseln 7,00—7,10 Mk., Industrie(nassauische) 7,40 bis Alles für 100 Kilo. Auf dem heutigen Heu- fe. Frankfurt a. M. le. Frankfurt a. M., 28. Sept. und Strohmarkt war nichts angefahren. 5 Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 27. September 1915. Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. ale. in Gießen Ochsen Kaͤlber Schweine„ 50 Kg. Schlachtgewicht, Kg. 116—120 Pfg. 112—138 pit. „ Kg. Schlachtgw. 122.142&.„5„ 114-115 Pig. ö 170-190, 1 2 18000 Getreidepreise 1 Mann he im Brotpreise in Gießen: Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Weißbrot 2 Kg.— Pg.„ Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pig. 0 Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Donnerstag, den 30. Sept. und Freitag, den 1. Oktober: Laubhütteufest⸗Ende. 1. Tag. Vorabend 6.00 uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. 2. Tag. Vorabend 6.45 Uhr. Jugendgottesdienst, Predigt. Morgens 8.30 Uhr. Abends 5.45 Uhr. NB. Während der Wintermonate beginnt der Morgen⸗ gottesdienst am Sabbath um 9 Uhr. Letzte Nachrichten. Englischer Pessimismus. In einem Leitartikel s. die wo 0 durchbrachen, aber vor der zweiten zurückgeschlagen wurden Aehn⸗ lich ist es bei mehreren Offensivstößen im Westen beiden Parteien ergangen. Der Artikel schließt, auch wir hätten mehr 2 sind aber doch nicht enttäuscht, wenn unser Fortschritt u licherweise wieder zum Stillstand gekommen ist. König Konstantin und Venizelos. Kopenhagen, 29. Sept. Der„Daily Telegraph“ erfährt aus Athen, daß die Mitteilungen von einer vollen Uebereinstimmung in den Fragen der auswärtigen Politik zwischen König Konstan⸗ tin und Venizelos unzutreffend sind. Arbeiterunruhen in Rußland. 8 Wien, 29. Sept. Die„Reichspost“ läßt sich aus Stockdolm terinoslaw trächtliche Anzahl 5 oder andere Vergünstigungen] miert wurden 411 Kinder Alus Nieder⸗Seemen, Betzenrod, Böen, berichten, daß es in Hastroma, Kiew, Charkow, Aude zu ur Verfügung Michelbach, Stornfels und Volkartshain wurden 1914 keine Kin⸗] neuen blutigen Zusammenstößen zwischen den Arbeitern und der 15 stellen. Kuranträge sind unter kurzer arlegung der Vermögensverhältnisse, der Zugehörigteit zur Arbelter⸗ oder Angestelltenversicherung und Beifügung der Militärpapiere, sowie eines ärztlichen Gutachtens, aus dem die Krankheit, die dringende Kurnotwendigkeit und die in Betracht kommenden Bäder hervorgehen, an die Ab⸗ teilung Bäder⸗ und Anstaltsfürsorge des Zentral⸗ komitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz, Berlin W. 66, Herrenhaus, zu richten. Für Angehörige der großen Berufsverbände(Kaufleute, Techniker usw.) und ähnlicher Organisationen empfiehlt es sich, die Anträge bei den be⸗ treffenden Vorständen zur 18 chtung und Weiterleitung an die N Abteilung Bäderfürsorge einzureichen. » Grundsätze für die Verteilung der beschlag⸗ nahmten Futtermittel im Großherzotum Hessen. Im Interesse der Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft liegt es vor allem, die a leistungsfähig zu 1 In zweiter Linie muß Erzeugung einer hinreichenden Menge von Nahrungsfett, namentlich für die weniger bemittelten Bevöl— kerungsklassen, gesichert werden. Da die pflanzlichen Fette größten⸗ teils für die Heeresverwaltung in Anspruch genommen werden, bleibt für den Nahrungsbedarf der Bevölkerung fast ausschließlich das tierische Fett verfügbar. Dieser Bedarf wird also in der Hauptsache durch Schweinemast gedeckt werden müssen. Die Rinder mußten deshalb bei der Zuteilung der Futtermittel etwas zurück- stehen, weil es erfahrungsgemäß möglich ist, sie mil Rauhfutter und Knollenfrüchten auch den Winter über durchzuhalten. Mit einem Rückgang der Milcherzeugung und der Mastviehhaltung wird man sich notgedrungen abfinden müssen, zumal es mögli der konfirmiert. Die Zahl der verstorbenen Evangelischen betrug 261, hiervon wurden 252 kirchlich beerdigt. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 28. Sept. Die hiesige Unteroffizier ⸗ schule ist mit 340 Zöglingen belegt worden, deren Gesamtzahl nach und nach auf 500 gebracht werden soll, dazu kommen noch 50 Unterofftziere. Hessen⸗Nassau. 1 Marburg, 28. Sept. Der Bahnwärter a. D. August Eibach, ein Kriegsveteran von 187971, kam gestern in seinem Keller dadurch zu Tode, daß einige Bretter eines Kartosselgerüstes auf ihn fielen. — Frankfurt a. M, 28. Sept. Im Frankfurter Wirtschasts⸗ gebiet soll den heimkehrenden Kriegern Gelegenheit zur Seßhastmachung in Eigenheimen oder besonderen Krieger⸗ heimstätten geboten werden. Zur Erreichung dieses Zieles hat sich ein Ausschuß gebildet, der den Namen„Rhein-Mainischer Aus- schuß für Kriegerheimstätten“ führt und in dem Rhein-Maingebiet besonders wirken will. 4 u. Limburg, 26. Sept. Heute mittag tagte im„Preußischen Hof“ die diesjährige Generalversammlung des Westerwald⸗ klubs, zu der etwa 70 Vertreter und Einlezmitglieder erschienen waren. Ten Vorsitz führte an Stelle des in die Zivilverwaltung Schriftführer des Westerwaldklubs, Dekan Heyn Marienberg. Bürgermeister Haerten-Limburg hieß die Generalversammlung bericht erstattete Herr Wirbelauer⸗ Marienberg. Nach Dar⸗ legung der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich ein Kassenbestand von Russisch⸗Polen berufenen Vorsitzenden Landrats Büchting der mit herzlichen Worten in Limburg willkommen. den Kassen⸗ Polizei gekommen sei. Kühne Flucht zweier deutscher Offiziere aus französischer Gefangenschaft. i Genf, 29. Sept. Eine kühne Flucht unternahmen, wie der „Temps“ meldet, zwei deutsche Offiziere, die in dem Fort Villefranche de Conflent im Departement Prades in den Ost⸗ pyrenäen gefangen saßen. Die wachthabenden Posten bemerkten die Flucht nicht. Die beiden Offiziere dürften bereits die spanische Grenze erreicht haben. Sauberkeit— des Hauses Ehrenkleid! um ihrem Haushalt ein Festgewand anzulegen, oflegt sich manche Hausfrau weidlich zu plagen und abzuarbeiten. Türen und Wände, Tische, Stühle, Wandverkleidungen und Ofenkacheln sollen blitzen und blin⸗ ken. Die Tisch- und Eßgeräte: Teller, Kannen, Töpfe, Schüsseln. Löffel, Gabeln und Messer sollen sein säuberlich und appetitlich wie neu an der Wand hängen, oder in den ebenfalls peinlich sauberen Kästen und Körbchen liegen. Dies zu erreichen, kostet Mühe und Arbeit und gar manche Hausfrau seufzt alle zwei, drei Tage unter ihrer Last. Kluge Hausfrauen aber kennen ein Mittel, das ihnen die Hälfte der Arbeit abnimmt: Henkel's Bleichsoda. Henkel's Bleichsoda, die in jedem Kolonialwaren⸗ und Drogen⸗ eschäfte zu billigem Preise zu haben ist, reinigt alle diese Gegen ⸗ tände vorzüglich, hilft beim Putzen, Scheuern und Spülen. Henkel's Bleichsoda ist seit 38 Jahren im Gebrauch, hat sich auf das beste bewährt und sollte in keiner Haushaltung schlen. Bettenfrage für Gesunde und Kranke? N besten gelöst, wenn die unter D. R.-G.⸗M. Nr. 420.68 am und itteilung A, sein wird,* den Milchbedarf der Kinder und Personen von 3977, Mi. Der Jahres bericht ist sehr kurz. Es be⸗] D. R.⸗G. M. Nr. 120 685 der Möbel, und Berten⸗ jugendlicher Altersklassen mit der verminderten Milcherzeugnis] stehen zurzeit 25 Ortsgruppen mit etwa 2100 Mitgliedern, ferner[fabrik Th. Brück, Gießen, Ecke Schloßgasse—-Kanz⸗ 5 zu decken. Der Milchbedarf der Erwachsenen muß eingeschränkt] sind 580 Einzelmitglieder vorhanden. 187 Landgemeinden unds[leiberg, patentamtlich geschützten Sprungsedor Ma⸗ 1 werden. Diesen Grundsätzen entsprechend hat die Landes ⸗25 Städte dem Kluh angeschlossen. Der Bericht schloß mit dem[tratzen„Unerreicht, bequem“, und dreiteilige Auflage- Ma- 1 Ausblick, daß beim Wiedereintritt geregelter Verhältnisse auch imftraßen„Stabil“, die seit Jahren eingeführt und aufs verteilungsstelle beschlossen, bei der Zuteilung dex Futter⸗ mittel die Gerbe und die Milchkühe in erster Linie zu den sonstigen Rindviehbestand und die Schweine eichnung der Hauptwandern äßig sollen auf ein Pferd 10 Ge⸗ Engers. Im vergangenen D Westerwaldllub das alte Leben seinen Fortgang nehme. Die Aus- n behandelte Direktor Mimar⸗ ist so gut wie nichts geschaffen vorzuͤglichste bewährt, gekauft werden. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören 7082. auj. Militär Sind sa Du hast gestrebt in deinem Leben, st auch erreicht ein schönes Ziel, arft unser Stolz, warst unser Leben, Wer dich gekannt, vergißt dich nie! Drum ruhe sanft, du Edler, Treuer! Wir mülssen gönnen dir die Rub. Schlaf wobl! Dich deckt nicht Feindes Erde, 1 Nein! Die Lieb der deinen deckt dich zu! Den Heldentod sürs Vaterland starb am 16. Sepiember an den Folgen eines Granat⸗ unvergeßlicher Bruder und Nesse Kanonier Karl Hofmann FJußart.⸗Regt. Nr. 3. Grabenkanonenabt. 6 5 im Alter von B Jahren. 5 In tlesem Schmerze: Witwe Kaspar Hofmaun Lud. Hofmann 68 Wilb. Hofmann, z. Zt. im Felde Lud. Hofmann, Maurermeister Marie Bepler. 7705 Kinzenbach und Homburg v. d. H. 26. Sept. 1015. 0 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 15 0 P* N Akademischer Gesangverein. Montag, den 4. Oktober, abends 8 Ubr, in der neuen Aus Wiederbeginn der Proben zur 1 Aufführung von: eetbovens(kleiner) Messe in Cdur, 2 Oratorium„Die Geburt Cbhristi“. Anmeldungen stimmbeggbter, musikalischer Damen und Herren, die dem Cbor als singende Mitglieder oder Gäste beizutreten wünschen, erbeten an den Leiter: Prof. Traut⸗ mann. Moltkestraße 6(Sprechstunden täglich, außer Mitt⸗ woch und Sonntag, von 1—2½ Uhr! oder abends im Uebungslokale. 7715 D Der Vorstand. 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