1 Schneeschuhläuferpatrouillen gegangen. Die feinen Spuren ihrer 25 e Ur. 228 zhoeites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Dienstag, 28. September 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul- straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift- leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Stunden später war er gewesen, und die feindliche Grabarbeit von Wochen war vergeblich aufgewendet worden. Ein Dorfrand erscheint auf der Leinwand. Obstgärten und Weiden senken sich zu einem kleinen Bachtal, alles ist von Schützen⸗ räben zersägt bis an die Ufer des Baches heran, drüben die eindlichen, hüben die unserigen. Ernst tönt die Stimme des Oberbefehlshabers durch die Dunkelheit des Saales:„Hier wird — nacht gekämpft: in jedem dieser vorderen Gräben fließt chon um diese Stunde Blut.“ Andächtig schauen alle auf das Bild, das einen Augenblick ruhig stehen bleibt. Dann verschwindet es, und auf dem Leinwandplan erscheint ein Bild, das man sich zuerst nicht erklären kann. Es sieht aus, wie die Polsterung einer alten Seegrasmatratze, die eben neu durchgehechelt wurde. Das ist der einzige Vergleich, der für diesen Anblick der wahn⸗ sinnigsten Unordnung möglich erscheint. Jeder Strich scheint alles, was die übrigen Striche sagen wollen, zu verneinen. Das ist eines der Schlachtfelder des. Hier ist, in Wochen und in Monaten, auf der Höhe Nr. achthundert und so und soviel, eine der Entscheidungen dieses Welt! 2 zwischen gleichen Gegnern erzielt worden. Wir waren die Sieger. Aber wo sind unsere Stellungen, wo die des Feindes?! Der in das Kometenhafte vergrößerte Durchschnitt eines Rotkrautkopfes ist eine geometrische Figur gegenüber diesem Gewirr. Ein Offizier, der an entscheiden⸗ der Stelle mitgekämpft hat, beginnt es zu erklären. Nach zwei Minuten ist er verwirrt. Er weiß bei ganz entscheidenden Stellen nicht mehr, zu welcher Stunde sie uns, zu welcher Stunde sie dem Gegner gehört haben. Die Fliegerphotographie zeigt alles. Aber sie bleibt stumm. 5 Aber nun erzählt sie mehr. Der Luftwanderer hat die Vogesen weit überquert. Nun ist er über einer der großen Festungen des Feindes, er hat seinen nächsten Feind, den gegnerischen Flug⸗ zeughafen gefunden. Der hat auf solchen Besuch nicht gewartet. Denn eben stehen 4 Farman⸗Doppeldecker, kleinen bleichsüchtigen Libellen vergleichbar, zum Aufstieg bereit vor den Schuppen des indes. f dem nächsten Bilde stehen sie noch unbeweglich. ber ein paar Zentimeter von ihnen quillt eine weiße Wolke auf. Ariegsbriefe aus dem Westen. Von unferm Kriegsberichterstatter. (unberechtigter Nachdruck, auch auszucsweise. verboben) Fliegeraufklärung im Hochgebirge. Großes Hauptquartier, am 22. Sept. Eigentlich hatte ich selbst im Flugzeug aufstei sollen, um an einem Uebungsfluge teilzunehmen. Aber das Wetter, das in der Ebene ziemlich still erschien, war in den Höhen so böig, daß keine Flüge möglich waren. Am folgenden Tage war es noch schlimmer und dann mußte ich nach dem Großen Hauptquartier zurückkehren. Um mich für die Enttäuschung einigermaßen zu entschädigen, lud mich der Oberbefehlshaber ein, auf dem Armee⸗ Oberkommando dem Lichtbildervortrage einer seiner Fliegerabtei⸗ bee e e Deen f tatt der Propeller icht zu surren, aber wahrscheinlich habe ich bei der Vorführung auserwählt guter Fliegeraufnahmen aus den Tausenden der Bestände mehr zu sehen bekommen, als ich mit ungeübtem Auge aus dem Sitz des Flug⸗ zeuges 4 wahrnehmen können. Auf der weißen Leinwand erschien ein Flugzeug in dämmern⸗ dem Abendlicht. Es war kein Aufklärungswetter, und die Wolken hingen tief. Aber ein Doppeldecker, der auch in der Dämmerung den ö lösen konnte, der ihm erteilt worden war, schraubte sich schnell in die Höhe, bis über die schwarzen, zer⸗ fetzten Wolken, und verschwand dann über der Vogesenkette. Einige Aufnahmen aus dem vergangenen Winterfeldzuge folg⸗ ten. Aus über 2200 Meter Höhe gesehen tauchen die Gipfelflächen 1 8 3 7 121 W Vasens auf. ach wie enpapier zeichnen si ie Höhen ab, die zur den bedeutendsten der deutschen Mittelgebirge gehören, und als dicke schwarze Tuschkleckse, abenteuerlich und verzerrt wie die N 0 5 Massen 5 die Ab⸗ nge Felsklippen, die in ihren Massiven die Sonnenglut des Unser Flieger hat inzwischen durch einen Bombenwurf das Benzin⸗ Sommers noch hinreichend aufgespeichert haben, um den Schnee magazin des Feindes in Flammen gesetzt, und in der allgemeinen abschmelzen zu lassen. Aber zwischen diesen Tintenfleckinseln sieht Aufregung vergessen die seindlichen Löschmannschaften, die Flug⸗ man zarte, spinnenwebartige, wirr verzweigte Netze: hier sind S N Das ist ein Kapitel, bei dem es sich lohnt, zu bleiben. Ganz zeuge in Sicherheit zu bringen 8 um der Nachwelt den geschichtlichen Anblick zu über⸗ iefern, hat unser Flieger ein feindliches Fort, sehr nahe unserer Westgrenze, aufgenommen. Wenige Minuten später hat er es wieder geknipst, um die Wirkungen seiner Bomben festzustellen. Das Fort ist ein Trümmerhaufen.. Oder ein Angriff auf die Munitionslager der stärksten fran⸗ 0 f um zösischen Westfestung. Der französische Generalstabsbericht hat mit⸗ Sommer durch geschickte Laubverkleidung kaum festzustellen, läßt geteilt, daß dabei„einiges Pulver“ verbrannt sei. Es macht im Schmee jede einzelne seiner Hütten erkennen. Und mehr als allerdings ein wenig so den Eindruck. Auf der ersten Aufnahme das. Beim Vergleich der täglich aufgenommenen Photographien nach dem Bombenabwurf sieht man inmitten der großen Stadt Skier malen sich dem Flieger droben, der sie mehr als zwer Kilo⸗ meter hoch überquert, scharf und deutlich ab. Ueberhaupt, der Schmee bewährt sich hier als der große Ver⸗ räter, als den ihn der Jäger kennt. Eine Bergbahn des Feindes, die im Sommer und noch als das Laub fiel, so gut versteckt lag, erscheint sofort wie auf einem Architektenplan, als der erste Schnee fällt. Ein französisches Lager auf einer der Hochflächen, im sieht man welchen Kampf der hier oben auf einen zwecklosen Posten] eine quellende weiße Rauchwolke, die auf jeder folgenden Auf⸗ estellte Feind gegen den Winter kämpft, wie er jeden Tag neue nahme immer größer wird. Auf der letzten der Aufnahmen sieht Bee im den Schnee schaufeln mußte, die grofenteils am folgenden 7 Stadt und Festu olke. man von der nichts mehr als eine schon wieder verwischt und verweht waren. 8 einzige weiße Das mußte allerdings„einiges Pulver“ Die Vergleichung zweier Bilder, die an verschiedenen Tagen gewesen sein. Danach ist der Flieger beruhigt nach Hause ge⸗ von derselben Stelle mmen sind, ist überraschend und flogen. lehrreich. Auf den ersten flüchtigen Anblick scheinen sie sich voll⸗„Das sind so die beliebtesten Ausflugsorte unserer Flieger,“ kommen zu gl Aber beim genauen Nachmessen hat man sagt gemütlich der Oberkommandierende.„Im Fri hatte man den Punkt en auf den es andere Ausflugsorte.“ 122 dem verwirrenden ist ein Strich, der Und es i i 5 4 N— erscheint zum Schlusse ein Bild, welches einen der e Reigen Stadtleute und Do im Sountags putz dre und gleich darauf kommt dasselbe Bild, aus Fliegerhöhen gesehen, wie es min aussieht, wo auf dem Tanzplatz eine schwere Batterie⸗ stellung mit Laufgräben und Unterständen ge worden ist, wo 2 n 1. 1 anz ausspielt, mehr als einem le e Tänzer ruft. W. Scheuermannn, Kriegsberichterstatter. macht worden ist, dieselbe 0 1 gslos verlassen in dem N U viel verwirrteren Schützengräben liegen. zeichnet eine vielen, der unzählbaren Tragödien des Krieges, die vielleicht viel Blut gedostet haben und von denen niemand reden wird. Man muß scharf zusehen und man findet, daß die Flieger⸗ photographien, die zuerst so rätselhaft in einer fremden Sprache zu reden schienen, igen, der sie anhören will, mit weit⸗ geöffnetem Munde die größten Geheimnisse zuschreien. Da hatten ——. Franzosen jn einem unterirdischen Wege unter unsagbaren hen kilometerweit herangrarbeitet. Plötzlich widerstand der glas⸗ harte Felsen ihrem Schweiß. Es war nur eine schmale Ader. Vielleicht 12, vielleicht 15 Meter breit. Aber da kann man unter der Erde nicht durch, man mußte einen oberirdischen Weg bauen, den man so gut, als es irgend anging, zudeckte. Aber wie das große Auge eines Fixsternes, das sich jede Nacht auf dieselbe] wegen kleine Erdfläche richtet, Gießener Strafkammer. th. Gießen, 28. Sept. „Die letzten Strafkammerverhandlungen hatten gestern ge⸗ wissermaßen am Vormittag ein Spezialprogramm. itt wurde nur eine große Sache mit zahlreichen Zeugen v 2 Beim ersten Teil am Vormittag handelte es sich um mehrere Seuchen vergehen, 1755 deren nicht weniger als 18 Angeklagte, Männlein und Weiblein, große und junge Burschen beschuldigt wurden. Der Viehhändler N. St. von Friedberg war von der Strafkammer zu einer Geld⸗ strafe von 30 Mk. eptl. 6 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er die Vorschriften zur Seuchenverhütung in feiner Eigenschaft als Viehhändler außer acht gelassen, und weil er in Dorheim Klauen⸗ vieh ohne polizeiliche Erlaubnis eingeführt hatte, obgleich dies der in dieser Gemarkung ausgebrochenen Seuche verboten war.— Das Reichsgericht hat eine Revision gegen dies Urteil für begründet erklärt und dasselbe aufgehoben. In der neuen gestrigen 3— m so ging die weitsichtige Zeiß⸗Linse des Fliegerapparates jeden Tag über dieselbe Fläche, und nach jener Nacht der heimlichen Arbeit sah sie den kleinen Strich, den der gedeckte Weg darstellte und verriet ihn unserer Artillerie. Ein paar wies St. nach, daß er sein Gewerbe als Viehhändler ch der Maul- und Klauenseuche um Friedberg hat sich um das ganze Geschäft weiter ni üm 5 raf kammer war der Ansicht, daß unter diesen Umständen eine Straf⸗ barkeit überhaupt nicht gegeben war und sprach den bisher un⸗ bestraften Angeklagten von Strafe und Kosten frei.— Harl W. und 16 Genossen von Nieder⸗Ohmen hatten sich zu verantworten, weil sie, obschon in Nieder⸗Ohmen die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen war und Gehöftsperre bestand, mit ihren Kühen nach dem Acker gefahren waren, um Kleefutter zu holen. Die An⸗ geklagten entschuldigten ihr Tun damit, daß sie sich in großer Notlage befanden. Sie hatten für ihre Tiere kein Futter im Haus; sie wollen auch nicht gewußt haben, daß der Bürger meister ihnen vom Kreisamt eine Erlaubnis zum Futterholen hätte er⸗ wirken können. In der Gemeinde seien übrigens alle Landwirte aufs Feld gefahren, Pferde habe man nicht gehabt. Selbst der Ortsgerichtsmann und der Gemeinderechner hätten mit Kühen Klee vom Acker geholt, und da dies die Männer der Obrigkeit getan haben, hätte man ein Unrecht darin nicht gesehen. Der Ge⸗ richtshof sah den Fall sehr milde an, mußte aber nach Lage des Falles strafen und erkannte gegen jeden der 17 Angeklagten auf eine Geldstrafe von 1 Mark evtl. 1 Tag Haft, wozu allerdings noch die Kosten kommen. Gefährdung eines Eisenbahntrans ports. In der Nacht vom 9. zum 10. November v. Is. gegen 2 Uhr fuhr der Postzug von Frankfurt a. M. nach Kassel unterwegs innerhalb der Station Friedberg in einen auf dem Durchgangsgleis stehenden Wagen park, der 5.30 Uhr in der Frühe als Personenzug nach Marburg abrollen sollte. Menschen wurden bei dem Anprall nicht verletzt, wohl aber entstand ein Materialschaden von 1800 Mark. Für diesen Vorfall wurden verantwortlich gemacht der Eisenbahn⸗Unterassistent Hch. Kl. von Bruchenbrücken und der Eisenbahnassistent Ernst Hch. W. von Friedberg, die als Fahrdienstaufseher auf den Stellwerken 3 und 2 die allein verantwortlichen Beamten für die Sicherheit des Ver⸗ kehrs auf Bahnhof iedberg hatten. Die Angeklagten ver⸗ teidigten sich damit, daß die Verantwortlichkeitsbezirke auf Station men mit dem Postz demienigen Teil des Bahnhoßs stand, der zu seinem Bezirk ge⸗ hört; er habe auch kurz vorher, ehe der Postzug einlaufen konnte, von der Stellwerksbrücke aus die Strecke übersehen und dabei beobachtet, daß das Gleis frei Es müsse das Verkehrshinder⸗ auf Gleis geschoben worden sein. wohl gewußt, daß beim 5 in das Durchgangsgleis ge⸗ i darauf wieder herausgelom⸗ e tun. Er habe angenommen, es ngterzug, eine Beltlang eingestellt ge⸗ Mal wieder gefahren worden; Nacht andern en einige Tage vorher die rchfahrt 5 auch bekannt 2 ni inuten, hat. Es war i jener Nacht sehr nebelig, außerdem waren sämtliche elektrischen Lampen des Bahnhofs wegen der Flieger⸗ gefahr damals darnfel. a ae eee Bahnkörpers überfehen, dabei stand hindernis mindestens 700 Meter 4 seiner Dienst 00, Mark Geldstrafe beantragt. Der Vorsitzende, Landgerichts⸗ direktor Schmeckenbecher führte bei Begründung des Urteils aus, 5 sich und ohne Bitterkeit. Der Erinn Glücks wird Leonies Einsamkeit mit milder Wärme bis ans Ende begleiten. Dieser rot aufflammende und verglühende Spätherbst der reifen Frau, das ist der Inhalt der schildernden Plauderei. Ein Stück dieser Art, das reich ist an geheimen Klippen und heiklen Punkten— die Sil Vara nicht immer zu vermeiden wußte— bietet der Darstellung keine leichte Aufgabe. Solche Auseinander⸗ setzungen sind leichter zu lesen, als zu sprechen oder gar zu spielen. Das Komödienhaus unterzog sich der zweischneidigen Aufgabe mit Können und Geschmack. ZJelene Fehdmer als Leonie, in Erscheinung und Ton den Wünschen des Autors entsprechend, gab einer gut charakterisierten Gestalt empfundenes Leben; gleich wirksam in dem Stampfen und Rauschen des befreiten Liebes⸗ Fin ls und in dem lächelnden Schmerz der Entsagung Bruno rastner als schwanker, aumworbener Jüngling hielt ziemlich sicher die einfache Mitte. Als Nichte Grete fiel Fräulein Agda Nils son sehr vorteilhaft auf. Schlank, biegsam, schmiegsam, zugleich bewußt ihres Gestaltungsvermögens, belichtete sie den Abend mit einer schauspielerischen Elastizität, der die allerbesten Möglichkeiten offen stehen. Das ziemlich vollzählig erschienene Premierenpublikum spendete temperierten Beifall. Eine Jahrhundertausstellung deutscher Kunst in Leipzig. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Der Leipziger Kunstverein hat sich, zugleich im Dienste der Wohltätigkeit, durch eine Ausstellung deutscher Kunst des Neun⸗ zehnten Jahrhunderts betätigt, die viele wertvolle Werke be⸗ kannter und wenig bekannter Meister aus Leipziger Privatbesitz vereinigt. Es ist dies in einer Zeit wie der jetzigen ein dankens⸗ wertes Unternehmen. Die Ausstellung wird wegen der Fülle des zur Verfügung stehenden Materials in zwer Teile zerlegt. Der erste, der jetzt der Besichtigung offensteht, gehört den ersten Jahrzehnten des Neunzehnten Jahrhunderts an, und vornehmlich ist hier die Schule der Nazarener berücksichtigt. Nur im Ein⸗ gangssaale wird eine Gruppe neuerer Meister zusammengestellt. Im übrigen bleiben die späteren Jahrzehnte des Neunzehnten — Berliner Theaterbrief:„Die Frauvonvier⸗ zig Jahren“. Sil Vara, der Autor des dreiaktigen Schau⸗ spiels„Die Frau von vierzig Jahren“, das Samstag am Komödienhaus zum erstenmal über die Bretter ging, ist ein geschickter Journalist und ein kluger Schriftsteller Auch auf der Bühne ist er kein Fremder: ein oder zwei lebendig ge⸗ staltete Komödien und die Uebersetzung und Bearbeitung moderner 9— Gesellschaftsdramatiker haben sich, ohne geradezu auf⸗ zufallen, immerhin vorteilhaft bemerkbar g„Die Frau 5. Jahren“ 7 7 1 7 57 auf einem, N 3 ege in seiner ganzen sympathisch ruhigen, nachdenklichen Art. Der Titel des Dreiakters— der nebenbei bemerkt erfreulicherweise nichts mit dem gleichnamigen und über Gebühr bekannt ge⸗ wordenen Roman der Karin 1 hat— läßt ein Problemstück erwarten. Und auch die technisch etwas unverhüllte Exposition scheint diese Vermutung zu rechtfertigen. Beim Ver⸗ 2 n der hübsch gewendeten Dialoge aber wird man bald gewahr, 1 es sich nicht um Feuer und Wasser, um das schroff gegenein⸗ ander gestellte Ja und Nein einer hartnäckig ausgeschürften Ten⸗ denz It, sondern um eine schildernde Plauderei zwischen weich, aber sicher umrissenen Personen, um ein 1 75 ge, das nicht„wirksam“ genug ist, um platt zu sein, zugleich aber nicht langweilig genug, um sich in modern⸗gesellschaftlichen Tiefen zu verlieren. Da ist Leoni, die Frau von vierzig Jahren, die in gefährlicher Friedlichkeit mit ihrem 20jährigen Pflegesohn lebt. Zwanzig Jahre ist ein Alter„aufgestapelter Lebenslust“, aber dierzig Jahre— bei einer Frau, die noch kein Mann zur Frau erweckt hat— sind nicht minder reich an Strömen des Blutes. Felix 13 59 und Leoni ist es zum zweiten Male: am Ende des ersten es sagen sie einander die erwarteten Liebesworte. Im zweiten Aufzug trägt Leoni weiße Kleider, auch ihr Herz und ihre Seele leuchten im Weiß des späten und ach so jungen Glücks. Aber eine Frau von vierzig Jahren kann einen Knaben wohl fesseln, doch niemals halten. Besonders nicht, wenn die Jugend die spät: te kommt, in Gestalt der 17 jährigen Nichte Grete. Leonie ver⸗] Jahrhunderts dem zweiten Teil der Ausstellung vorbehalten. Da 5 Grete werden ein Paar. Nun erst ist die Frau ist Ernst Zacharias Platner und Johann Christian Rein⸗ n— wirklich vierzig Jahre alt. Doch diese[ hart, die in enger Beziehung zu Leipzig standen. Platners . Kunst und wissenschaft. Lösung— und dies ist der sympathische Wert, geht ohne Pathos] großangelegtes Fiqrrengemälde„Vertreibung der Hagar“ zeigt innerungsschimmer genossenen] typisch den italdenischen Einfluß. Von Philipp Veit sind in⸗ teressante Früharbeiten zu sehen, so„Judith mit dem Haupt des Holofernes“. Dann fällt vor allem eine wunderbar beseelte Fdeal⸗ Landschaft auf, ein Idyll darstellend. Eine Bäuerin kniet wie in Andacht; ihr Kind liegt neben weidenden Lämmern auf der Wiese. Ein reitender Ritter schaut zurück nach dem lieblichen Bilde. Die Komposition der Gestalten ebenso wie die Tönung der Farben ist von wundersamer Innigkeit. In der Beobachtung des Ermzelnen ist etwas von der Liebe zund kerndeutschen Art Dürers lebendig. Der Meister, der dieses Werk schuf, heißt Ferdinand von Oli⸗ vier und lebte von 1785—1841 in Dessau, Wien und München. Sonst erscheinen noch besonders bemerkenswert das Bildnis cines Jägers von dem Leipziger Alademielehrer G. A. Hennig, ein prachtvoll qusgeführtes Brustbild des Freiherrn Max Speck von Sternburg von dem Oesterreicher Friedrich vun Amerling, Jof. Karl Roeßlers Bildnis einer Dane mit Kind, ferner das Portrait von Christiane Krug von Nidda in trefflicher und beseelter Abtönung von dem Dresdener Carl Wilhelm Julius Sattler. Aus dem vielen Wertvollen trat in besonders tiefer Wirkung Waldmüllers Beethoven hervor. Dr. F. S. — Deutsche Kunst in Polen. Uns wird geschrieben: Das Deutsche Theater in Lodz, das seit anderthalb Jah⸗ ren geschlossen war, eröffnet in den nächsten Tagen unter der Direktion Walter Wassermann nunmehr definitiv seine Pfor⸗ ten. Als Eröffnungstag ist Hindenburgs Geburtstag, der 2. Ok⸗ tober, vorgesehen, als Eröffnungsvorstellung geht das erfolg⸗ reiche Lustspiel„Als ich noch im Flügelkleide.. in Szene, ein⸗ geleitet durch einen der besonderen Bedeutung des Tages ange⸗ paßten Prolog. Mit der Wahl des Stückes entspricht die Direktion einem Wunsche der deutschen Behörden nach heiteren Gaben, denen später auch klassische und modern⸗literarische Werke folgen sollen. Der Berliner Schriftsteller Erich Köhrer, der seit emigen Wochen zur militärischen Dienstleistung eingezogen war, ist von der vorgesezten Behörde für die nächsten Monate beurlaubt wor⸗ den, um bei der Organisation der Deutschen Theater in Lodz und Warschau tätig zu sein. —— fir de 1 ein fand kompliziertes. 2 — werden. daß der Fall sehr milde liege, und das Vorkommnis, menschlich betrachtet, sehr zu entschuldigen und zu begreifen sei. Es sei daher zu erwarten, daß den Verurteilten außer der Strafe nicht noch Nachteile in seiner dienstlichen Stellung durch seine Behörde treffen — wertes bis zu 7 Auftrieb: g* se. Fraulfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 27. Sept. Rinder 2040(Ochsen 354, Bullen 60, Kühe und Färsen 1626), Kälber 312, Schafe 48, Schweine 89, Marktverlauf: Rinder rege, Schweine flau, bleibt Ueberstand; Kälber und Schase lebhast, wird geräumt. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst Schlachtw. Hausschürzen Blusenschürzen Schwerze Schürzen Kleiderschürzen ist im Preise zurückgesetzt. Es empfiehlt sich, den Bedarf jetzt reichlich zu decken, da alle Artikel enorm im Preise steigen werden. Märkte. Feinste Mastkälber Ziegen 0. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Schweine Och sen. gewicht 5 15 1 f Vollfleischige, ausgemästele, höchsten Schlacht- Mk. Mt. NE e e e een neee ee eee ee 08 148 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere 6520 122120. Lebengewich ausgemästete 65— 122—1 Nan Mäßig genährte junge 15 gut genährte ältere 60-64 112120 5 von 100 bis Bullen. 1 2 5 1 Vollfleischtge, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 66—72 118-124 e von 120 bis Vollfleischige, jüngere. 58—62 105-110 125 1 Färsen, Kühe. 61—72 115133 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- Aeltere ausgemästete Kühe 8 Mäßig genährte Kühe und Färsen. —— OGering genährte Kühe und Färsen. Geringere Mast- und gute Saugkälber Mastlämmer und Masthammel fo. Fraukfurt a. M., 27. Sept. Frucht markt. Bei ruhigem Verkehr war die Stimmung für das wenige noch im freien Ver- Jahrernr 60—06 115—125 Wenig qgut entwickelte Färsen.. 52—80 104120 .. 48—54 96— 108 „. 39—46 78—92 . 30—33 68-87 Kälber. b „ Mittlere Mast- und beste Saugkälber.. 78—82 128137 72—76 122—129 Schafe. Weidemastschafe: 60—62 130—135 5 . 145.00-152.00 180.00- 190.00 . 140.00 145.00 170 185.00 .. 145.00-152.00 185.00— 190.00 .. 145.00-152.00 185.00 190.00 lehr befindliche Getreide sest. Mais 70—73 Mk., Gerste 75 bis 78 Mk.— Futtermittelmarkt. 112 von Bergmann& Co., Radebeul, für zarte weiße Haut und blendend schönen Teint, à Stück 38 Pfg. Uberall zu haben. * * 1 N In Futtermitteln herrschte lebhaste Nachfrage bei äußerst kleinem Angebot. Cocoskuchen 62 bis 64 Mk., Rapskuchen 50 52 Mk. te. Frantfurt a. M., 28. Sept. Kartoffelmarkt. Wetterauer Speisekartoffeln 6,75—7,00 Mk., 7,50 Mk. ab Station. Alles für 100 Kilo. Alles zu 100 Kg. Industrie(nassauische) 7,00 bis Kengferd.Seffe die beste Lilienmilch-Zeife Grosser Schürzen-Verkauf zu extra billigen Ausnahme- Preisen! Das gesamte Lager in Farbige Kinderschürzen schwarze Kinderschürzen Knabenschürzen Germanenkittel Kinderkleidchen 825 4 neparaluren Neubeziehen von Sonnen- und Regen- Vökten 9 Seherswet 55 Apparate System Rex, Weck, Bade- Dunlex, Ullrich usw. sowie la. Konserven- Gläser 4d8= berühmter Fabrikate em- Pfiehlt zu billigsten Preisen Eüdgar Borrmann Gießen Telephon 165 Eisen waren-, Haus- und Küchengeräte-Handlung. Holl. Blumenzwiebeln Hhazinthen für in Glaser, Töpfe und Freiland Tulpen elnf ache und gefüllte in allen Farben Krokus. Scilla Narzissen alles in prima gesun- den Knollen Hyazinthen-Gläser Preisliste zu Diensten Heinrich Hahn sarge. handig. Glessen, Neustadt 8. Sees Geg. 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September 1915 betreffend die An⸗ meldung der beschlagnahmten Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reinnickel hiermit für den Bezirk der Stadt Gießen folgendes bestimmt: Bis zum 16. Oktober 1915 dürfen ber der städtischen Metallsammelstelle abgeliefert und müssen von ihr an⸗ genommen werden: Klasse A: Gegenstände aus Kupfer und Messing: 1. Geschirre und Wirtschaftsgeräte jeder Art für Küchen und Backstuben, wie beispielsweise Koch⸗ und Einlegekessel, Mar⸗ meladen⸗ und Speiseeislessel, Töpfe, Frucht⸗ kocher, Pfannen, Backformen, Kasserollen, Küh⸗ ler, Schüsseln, Mörser usw.; 2. Waschkessel, Türen an Kachelöfen und Kochmaschi⸗ nen bezw. Herden; 2 3. Badewannen, Warmwasserschiffe, behälter, ⸗blasen, ⸗schlangen, Druckkessel, sserbereiter(Boi⸗ ler) in Kochmaschinen und Herden, Wasserkasten eingebaute Kessel aller Art. Klasse B: Gegenstände aus Reinnickel: 1. Geschirre und Wirtschaftsgeräte jeder Art für Küchen und Backstuben, wie beispielsweise Koch⸗ und Einlegekessel, Mar⸗ meladen⸗ und Speisceiskessel, Fruchtkocher, Ser⸗ vierplatten, Pfannen, Backformen, Kasserollen, Kühler, Schüsseln usw.; 2. Einsätze für Kocheinrichtungen, wie Kessel, Deckel⸗ schalen, Innentöpfe nebst Deckeln an Kipptöpfen Kartoffel-, Fisch⸗ und Fleischeinsätze usw. nebst Reinnickelarmaturen. Es werden ferner angenommen: Bürstenbleche, Eimer, Kaffeekannen, Teekannen, Kuchenplatten, Milchkannen, Kaffeemaschinen, Tee⸗ ma chinen, Samovare, Zuckerdosen, Toeglashalter, Menagen, Messerbänke,. Tafel⸗ aufsätze aller Art, Tafelgeschirre, Rauchservice, Lampen, Leuchter, Kronen, Plätten, Nippessachen, Thermometer, Schreibgarnituren, Bettwärmer, Säulenwagen, Badeöfen aus Kupfer, Messing und Reinnickel. Für die vorgenannten Gegenstände werden folgende Uebernahmepreise vergütet: g 4 A für jedes Kilogramm fütr Gegenstände aus Kupfer Messing Nickel eee e ohne Beschläge. 3„ mit Beschlägen 2,80 2.10 10,50 Die Gegenstände werden mit den Beschlägen gen; auf Grund dieses Gewichtes ergibt sich— Preis nach obiger Tabelle. 3 5 Uebersteigt das Gewicht der Beschläge schätzungs⸗ weise bei Gegenständen aus Kupfer und Messing 3090, bei solchen aus Nickel 200% des Gesamtgewichts des Ge⸗ senstandes, so wird der 30 bezw. 200 überschreitende 8 geschätzt, vom Gewicht abgesetzt und nicht be⸗ zahlt. Als Entschädigung für etwa erforderliche Ausbau⸗ arbeiten wird für jedes Kilogramm der ausgebauten Ge⸗ genstände 0,50 Mk. vergütet. 1 2. Es dürsen ferner abgeliefert und müssen an⸗ genommen werden: 7684 Farbige Tändelschürzen Weisse Tändelschürzen Servierschürzen Servier kleider Durch frühzeitige Einkäufe ganz besonders vorteilhafte Angebote! 2 Sämtliche Materialien und Gegenstände aus Kupfer, Messing, Rotguß, Tombak, Bronze, Neu⸗ silber, Alfenid, Christofle, Alpaka und Reinnickel, soweit sie nicht auf Grund der Vergütung M. 1./4. 15 K. R. A. betreffend„Bestandsmeldung und Be⸗ schlagnahme von Metallen“ an die Metallmelde⸗ stelle der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung des König⸗ lich Preußischen Kriegsministeriums gemeldet wor⸗ den sind. Hierfür wird vergütet: Für Materialien und Gegenstände aus Kupfer 1,70 Mark für, das Kilogramm, für Materialien und Gegenstände aus Messing, Rotguß, Tombak, Bronze 1 Mark für das Kilogramm, für Ma⸗ terialien und Gegenstände aus Neusilber, Alfenid, Christofle, Alpaka 1,80 Mark für das Kilogramm, für Materialien und Gegenstände aus Reinnickel 4,50 Mark für das Kilogramm. Auch Altmaterial darf zu diesen Preisen angenom⸗ men werden; als Altmaterial werden solche Gegenstände angesehen, die sich in einem Zustand befinden, in dem sie nicht mehr für den durch ihre Gestaltung gegebenen Zweck benutzt werden können. Gießen, den 24. September 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 7671 Nachste Bekanntmachung des Gro lichen Kreisamts Gießen bringe ich zur öffentlichen tnis. Gießen, den 22. September 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 7672 Betr.: Regelung des Verkehrs mit Hafer. Erläuternd und ergänzend zu den im Kreisblatt Nr. 63 vom 20. Juli 1915 abgedruckten Bekanntmachun⸗ gen über die Regelung des Verkehrs mit Hafer vom 28. Juni 1915 und 15. Juli 1915 wird bemerkt: Die erwähnte Bundesratsverordnung bezieht sich nur auf den Hafer neuer Ernte. Etwa noch vorha e Vox⸗ räte von Hafer aus der alten Ernte sind nicht etwa in das Eigentum von Privaten übergegangen, sondern zu⸗ gunsten des Kommunalverbands beschlagnahmt. Der Beschlagnahme unterworfen sind auch solche Ge⸗ menge, bei denen Hafer mit anderen Getreidearten (Mengkorn) oder mit Hülsenfrüchten Mischfrucht) zu⸗ sammen gewachsen ist. Die Mischfru j 9 j fals Grünfutter verwendet werden. Hülsenfrüchte dürfen aus ihr ausgesondert werden. Dagegen gelten künstli Gemenge, d. h. Pic Gemenge, die durch nachträgli Vermischung des Hafers mit anderem Brotgetreide, Hülsenfrüchten usw. entstanden sind, ohne weiteres als beschlagnahmt, weil der beschlagnahmte Hafer durch die Vermischung nicht frei wird. Auch das Stroh unterliegt so lange der Beschlag⸗ nahme, als der Hafer nicht ausgedroschen ist. Anspruch auf Haser zum Verfüttern haben lediglich die Halter von Einhufern und von Zuchtbullen. Bis auf weiteres dürfen an einen Einhufer 3 Pfund und an einen Zuchtbullen 1 Pfund Hafer täglich verfüttert wer⸗ den. Aus den für einen Einhufer bestimmten Rationen darf ihr Besitzer Hafer auch an sein übriges Vieh abgeben. Es ist jedoch nicht zulässig, daß hierdurch die seinen Ein⸗ 1 grundsätzlich zustehenden. über⸗ schritten werden. Von den den Einhufern und den Zuchtbullen in der Gemeinde insgesamt zustehenden Men⸗ 2 kann in Fällen besonderen Bedürfnisses auch an pann⸗ und Zuchttiere(3. B. Zugochsen, Kälber, Läm⸗ mer, Eber, Ziegenböcke usw.) anderen Besitzern Hafer abgegeben werden. Ob ein Bedürfnis hierzu vorliegt, hat der Gemeinderat zu entscheiden, der dann anzuordnen hat, in welcher Weise die den Einhufern und Zuchtbullen 1 Rationen gekürzt und wieviel den anderen ieren zugewiesen werden soll. 3 Bezüglich der Versorgung solcher Einhufer und Zucht⸗ bullen, deren Besitzer oder Halter nicht über Haferbestände verfügen, verbleibt es bei dem 2 15 Verfahren. wonach die letzteren sich wegen Zuweisung der zulässigen Hafermenge an die zuständige Bürgermeisterei zur Ver⸗ anlassung des weiteren zu wenden haben. Gießen, den 15. September 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hechler. Aus der Elisabethe Schmidt⸗Stiftung sind zu vergeben: 4 Gaben von je 17 Mark an bedürftige, unbeschol⸗ tene, ledige Dienstmädchen im Alter von über 50 Jah⸗ ren und 10 Gaben an arme Witwen. Meldungen nimmt das städtische Armenamt, Aster⸗ weg 9, bis 15. Oktober d. Is. entgegen. 1 7679 Es sind drei lebens längliche Pfründen aus der Plockischen Stiftung an geborene Gießenerinnen zu vergeben... „Die Bedachten sind gehalten, in die Provinzial⸗ Siechenanstalt hier einzutreten. 7680 Meldungen nimmt das städtische Armenamt, Aster⸗ weg 9 ptr., bis zum 15. Oktober ds. Js. entgegen. Die Auszahlung der Familienunterstützung für 1. bis 15. Oktober an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen findet statt: g 3. Reichs⸗ und Kreisunterstützung. An diejenigen, deren Namen beginnen mit A—K Freitag, den 1. Oktober, IL-2 Samstag, den 2. Oktober. b. Städtische Unterstützung (Mietszuschuß).. jenigen, deren Namen beginnen mit 5 Montag, den 4. Oktober, 0 L- 2 Dienstag, den 5. Oktober. G. An Wan 922 Mietbeträge ab⸗ olen. Mittwoch, den 6. Oktober. Die Auszahlungen finden statt von 8—1 tags im Stadthaus, Zimmer Nr. 16. An di 4A— Uhr vormit⸗ 76825 Bei der am Heutigen vorgenommenen Verlosung der am 1. Januar 1916 zurückzuzahlenden Schuld ver⸗ schreibungen der Stadt Gießen sind gezogen worden: a. vom 1893er Anlehen: Lit. L. 48, 114, 136, 141, 201, 230 über 2000 Mk. Lit. M. 1 127, 137, 178, 247, 269, 367„ 1000 Mk. Lit. N. 49, 100, 167, 252, 288, 380, 492, 499, 529, 580, 578, 53, 609, 720, 756, 758„ 500 Mk. Lit. O. 57, 84, 127, 159, 208, 269„ 200 Mk. Lit. P. 23, 60, 122, 169, 204, 304, 332, 384„ ͤ 100 Mk. b. vom 1894er Anlehen: Lit. L. 302, 338 über 2000 Mk. Lit. M. 433, 487„ ͤ 1000 Mk. Lit. N. 840, 892, 941, 987, 1021, 1082.„ 500 Mk. Lit. O. 329, 360, 430„ 200 Mk. Lit. P. 429, 487, 548, 597„ 100 Mk. c. vom 1895er Anlehen: Lit. L. 448 über 2000 Mk. Lit. M. 538„ 1000 Mk. Lit. N. 1115, 1147 500 Mk. Die Verzinsung hört mit Ende Dezember 1915 auf. Die Einlösung kann bei der Stadtkasse Gießen und bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M. und Gießen erfolgen. 8 Von in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschrei⸗ bungen sind noch nicht zur 15 vorgelegt worden: Lit. N. Nr. 1112 über 500 Mk, und Lit. P. Nr. 600 über 100 Mk. 7683 Samstag, den 2. Oktober d. J., vor⸗ mittags 10 ½ Uhr werden im Stadthaus, Garten⸗ baden in den Waldungen der Stadt Gießen er⸗ Kultur⸗ und Weßebanarbeiten öffentlich wenigstnehmend v 9 Vie Gene Bürgermeistereien der um⸗ liegenden Gemeinden werden exsucht, dies alsbald orts⸗ üblich bekannt machen zu lassen. 76735 Sämtliche Viehhalter werden aufgefordert, ihren Be⸗ darf an Häcksel und Torfmelasse, Zuckerfutter und nassen Schnitzeln für die Zeit bis zum 1. Dezember ds. Is. längstens bis zum 7, Oktober ds. Is. bei der Futter⸗ mittel verteilungsstelle, Stadthaus Zimmer Nr. 9, lich aufzugeben. e 18 1 Ludwiastraße 35 zimmer obhnung it a h. u. G 85 S Sele 2— Haus bur ut sch — 5—. Mule Kolvor 9751 1 P sche Buehh andl., 2 3 U sauberer — Haus bürsche 66 139 8 bilipp⸗Pl. Tö imm hnung 1 5 ern Ernst Balser. Frankfurter Straße 29. d iu ges immerwobt Waschft 1 11 U ver⸗ Hotel Kohle 7 Saubere Lauffrau fü ige nd. Wilbelmi 3. ö tr. 1 3⸗Zimmerwoh or zas ve Steinstraße 6 Zimmer 1. Okt per 1 0 Bahnhofstraße —— 2 Zimme 2—ß——164 Schiffer er T zor . dene De 36 3 IZimmer 0 ersweg 64(K 5 8 ne nung raße 6 Wohnung Oktober 8 65 2. 2. 3. nähen, Sticken 2 Erne Schaunzenstraße 16. Metallbetten 7 * 16 a 1 5 9 * 15 2 1* A* 8— 4 2 Bekauntmac cba en Elektro⸗ Monte r für ö SK 18 i es ark⸗ und tromaulagen 2 ingen egen be e ig t Lohnansprüche ü ttag der 1 0 6 1 2 ben 4. L Id. J., vormittags 1! Uhr Nichhaltorin! Hermann 9 u 8 halterm! Göbelnrod bet i 5 4. huet s Lad eugeschäft, 5 15. Fate 2 a H 1 a 3 wagen, ein 36 10 N 3 ahnhofstraße 43 7 A. ld MM., TI U br. 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