Nr. 227 Der Sleßener 8 erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; weimal wöchentl. Krels⸗ latt für den Kreis Giezen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach- richten: Anzelger Sleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. ———WGGGGWWWWWWWWWWWWWWWWWW05B0.... General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Heschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, änlich in Gießen. Montag, 27. September 1915 Bezugsprei!n! monatl. 75 Pf., vieriel⸗ jährl. Mk. 2.20; ch Abhole- u. Zw monatl. 65 P die Post Mk. 2.— vier jährl. ausschl. Beste Zeilenpreis: lokal 2 ausw. 20 Bf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. 2— Allgemeine feindliche Offensive im westen. Eine russische Niederlage in Wolhynien. (WTB.) Sroßes Hauptquartier, 25. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf der ganzen Front vom Meere bis an die Vogesen nahm das feindliche Feuer an Stärke zu und steigerte sich östlich von Ppern, zwischen dem Kanal von La Bassee and Arras, sowie in der Champagne von Prosnes bis zu den Urgonnen zu äußerster Heftigkeit. Die nach der zum Teil fünfzigstündigsten stärksten Feuer vorbereitung erwarteten Angrif 1 haben begonnen. Zwischen den Bahnen von Ypern und Ronlers und nach Comines stießen die Eng⸗ länder heute früh vor. Ihr Angriff ist auf dem Nordflügel erst nach Nahlawpf vor und in unserer Stellung bereits ab⸗ geschlagen. Ferner greifen sie nordöstlich und südöstlich von Armentières und nördlich des Kanals von La Bassée an; sie versuchen dabei die Benutzung von Gaseu und Stinkbomben.], Am 23. September abends drangen, wie nachträglich bekanntgeworden ist, die Franzosen in unsere zerschosseuen Gräben bei Souchez ein. Sie wurden sofort wieder hinaus⸗ geworsen. Gestern wurden sie abermals bei Souchez und beiderseits von Neuville zurückgeschlagen. In der Champagne von Prosnes bis zu den Argonnen erfolgten französische Angriffe, die an den meisten Stellen ab⸗ gewiesen wurden. Zum Teil wurden sie bereits durch unsere starle Artillerie zum Scheitern gebracht, zum Teil brachen sie erst wenige Schritte vor unseren Hindernissen im Feuer unserer Infanterie und Maschinengewehre zusammen. Die zurückflutenden feindlichen Massen erlitten im heftigsten Artillerie⸗ und Maschinengewehrfeuers⸗sehr erhebliche Verlnste. An einzelnen Punkten der Front ist der Nahkampf noch im ange. Ein schwacher französischer Vorstoß auf Beézange⸗ ⸗Gtaude(nördlich von Luns ville) hatte keinen Erfolg. . Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Russische Angriffe südwestlich von Lennewaden, sowie bei Wilejka und Rabun wurden abgeschlagen. Unsere Angriffe in der Front südlich von Soly werden fortgesetzt; die Russen setzen unserem Vordringen in der allgemeinen Linie Smorgon— Wischnew westlich von Saberesina— Dieliatitschi (an der Einmüdung der Beresina in den Njemen) noch Wider⸗ stand entgegen. Bei Friebrichstadt schoß ein dentscher Flieger ein russisches Flugzeug herunter. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Noördlich von Korelitschi wehten sich die Russen hart⸗ näckig; unsere 2 stürmten die Stadt Negniewitschi (ẽgordöstlich von Nowogrodel) und schlugen mehrere starke Gegenangriffe ab. Oestlich und südöstlich von Bar awitschi ist unser Angriff auf dem Westufer der Szezara im Vor⸗ schreiten. Es wurden einige Hundert Gefangene gemacht. Westlich Medwjeditschi und südlich bis Lipst ist die Szcezara erreicht. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen und 1 dem südöstlichen Kriegsschauplatze ist die Lage unverändert. Oberste Heeresleitung. (TB.) Großes Hauptquartier, 26. Sept. Amtlich.) l 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe in Verfolg der seit Monaten vorbereiteten französisch⸗englischen Offensive nehmen auf dem größeren Teile der Front ihren Fortgang, ohne die An⸗ greifer ihrem Ziele in nennenswerter Weise näher zu bringen. An der Küste versuchten auch englische Schiffe durch Feuer, besonders auf Zeebrügge, einzugreifen. Sie hatten keinen Erfolg. Nachdem ein Schiff gesunken und zwei andere beschädigt waren, zogen sie sich zurück. Im Ppern⸗Abschnitt eerlitt der Feind große Ver⸗ luste. Vorteile errang er nicht. In unseren Händen ließen 25 89 zwei Offiziere, 100 Mann, sechs Maschinen⸗ gewehre. Südwestlich von Lille gelang es dem Gegner, eine unserer Divisionen bei Loos aus der vordersten in die zweite Verteidigungslinie zurückzudrücken. Hierbei haben wir naturgemäß erhebliche Einbuße auch an dem zwischen den Stellungen eingebauten Material aller Art erlitten. Der im Gange befindliche Gegenangriff schreitet erfolgreich fort. Die Trümmer des einstigen Dorfes Souchez räumten wir freiwillig. Zahlreiche andere An⸗ griffe auf dieser Front wurden glatt abgeschlagen; an vielen Stellen mit schwersten Verlusten für den Gegner. Hierbei zeichnete sich das 39. Landwehrregiment rolich Neuville den Haupistoß hatte aushalten müssen. 5 Wir haben hier über 1200 Gefangene, darunter einen englischen Brigadekommandeur und mehrere Offiziere, gemacht und 10 Maschinengewehre erbeutet. Auch bei dem Ringen zwischen Reims und Argon⸗ nen mußte nördlich von Perthes eine deutsche Division ihre durch nahezu 70 stündige ununterbrochene Beschießung zerstörte vorderste Stellung räumen und die zweite zwei bis drei Kilometer dahinter gelegene einnehmen. Im übrigen scheiterten auch hier alle feindlichen Durchbruchsversuche. Besonders hartnäckig wurde nördlich Mourmelon⸗le⸗Grand und dicht westlich der Argonnen gekämpft. Hier wurde denn auch durch unsere braven Truppen der Angreifer am stärk⸗ sten geschädigt. Norddeutsche und hessische Landwehr schlug sich hervorragend. Mehr als 3750 Fran⸗ zosen, darunter 39 Offiziere, wurden gefangen ge⸗ nommen.* Im Luftkampf hatten unsere Flieger gute Erfolge. Ein Kampfflieger schoß ein englisches Flugzeug westlich Cam⸗ brai ab; südlich Metz brachte der zu seinem Probeflug auf⸗ gestiegene Leutnant Bölker ein Voisin⸗Flugzeug zum Ab⸗ sturz. Der zur Vertreibung eine⸗ 5 i rei eingesetzten, aus drei Flugzeugen bestehenden französischen Geschwaders aufgestiegene Unteroffizier Böhm brachte zwei Flugzeuge zum Absturz, nur das dritte entkam ihm. Oestlicher Krain egsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hin denburg. Oestlich von Wilejka sind erneute russische Angriffe abgewiesen. Westlich von Wilejta wird heftig gekümpft. Auf der Front zwischen Smorgon und Wischnew drangen wir an mehreren Stellen in die feindlichen Stellungen ein; der Kampf dauert noch an.* Rordwestlich von Saberesina warf unser Angriff die Russen über die Beresin za cück. Weiter südlich bei Djelja⸗Titschi und Ljubtscha ist der Njemen erreicht. Es wurden 900 Gefangene gemacht und zwei Maschinen⸗ gewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Der Gegner ist weiter zurückgedrängt; 550 Gefangene sind eingebracht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Lage ist unverändert. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den deutschen Truppen hat sich nichts von Bedeu⸗ tung ereignet. Oberste Heeresleitung. 1 Unsere Heere stehen wieder in schweren Kämpfen. Fran⸗ zosen und Engländer haben auf zwei Frontabschnitten zu einem allgemeinen Sturm angesetzt: von Ypern bis nörd⸗ lich Arras und in den Stellungen in der Champagne. Nach einer 50stündigen Artilleriebeschießung glaubte der Feind tber unsere Mauern siegreich vordringen zu können. Die Hoffnung war vergebens. Unsere Soldaten sind keine Russen, und die Franzosen und Engländer sind keine Helden Macken⸗ sens und konnten nicht wie diese bei Gorlice die Kette der Verteidiger zerreißen und zurücktreiben. Unsere braven Truppen haben, was wir auch aus den bis heute vorliegen⸗ den französischen und englischen i entnehmen kön⸗ nen, standgehalten, stellenweise sogar eine erhebliche An⸗ zahl Gefangene gemacht. Westlich der Argonnen hat auch unsere hessische Landwehr, die im amtlichen Tages⸗ bericht mit hohem Lobe bedacht wird, wieder einen Ruhmes⸗ tag gehabt; sie„schlug sich hervorragend“ und hat mit nord⸗ deutschen Kameraden dem Feinde nahezu 4000 Gefangene abgenommen. Wohl sind die Kämpfe noch nicht ab⸗ geschlossen, aber wir fühlen, daß wir nicht von Zufall und Glück abhängen, sondern tragen das Bild der zähen, siegreichen und auf alles Kommende wohlgewapp⸗ neten Landsleute im Herzen, die aushalten werden, bis die Kräfte der Feinde, wie bei der Maioffensive, sich erschöpfen werden. Schon jetzt äußert denn auch die französische Fach kritik, daß French und Joffre. zunächst nur nach einigem Geländegewinn trachten und daß die jetzigen heiß ent⸗ brannten Kämpfe wohl bis in den Oktober hinein dauern werden. Auf jeder der beiden angeführten großen West⸗ fronten hat unsere Heeresleitung zwei Divisionen aus der vorderen zerschossenen Stellung zurücktreten lassen. Was aber bedeutet ein solcher kleiner Geländegewinn für den Feind, wenn sich dahinter die eiserne Kette der Unserigen als⸗ bald umso fester und enger wieder schließt! Sowohl French wie Joffre rühmen sich in ihren Berichten vom Samstag solcher„Eroberungen“ von längeren Schützengräben, sie haben wohl auch einiges Material und einige Kanonen da⸗ bei weggenommen, können sich aber keiner großen Gefan⸗ enenzahl rühmen. Es ist bekannt, daß eine solche Offen⸗ ive dem Angreifer in der Regel große Opfer kostet. Sicherlich besonders aus, das bei dem Durchbruchsversuch im Mai werden die Franzosen und Engländer, wenn sie am Schlusse ihre blutigen Köpfe sich betrachten, einsehen, daß sie ihre 0* Aussichten Opfer nicht gebessert haben. g Im Ssten sind in den beiden letzten Tagen beträchtliche Erfolge errungen worden. Es zeigt sich, daß Generaloberst v. Eichhorm im Südosten von Wilna den russischen Durch⸗ bruchsversuchen tapfer stand gehalten hat und jetzt wieder mit Erfolg zum Angriff übergegangen ist. Er steht bei Wilnika, 80 Kilometer nordwestlich das russische Westheer noch bei Traby, Nowogrodek und Baranowitschi, 120 Kilometer westlich steht. Mit Recht schreibt daher der militärische im Berner„Bund“:„Gelingt es also den Russen nicht, die Umfassung Eich genumfassung gro wirksam zu ma den Flankenschutz Hindenburgs aus dem Halt so droht i aber verfrüht, diese noch an strategische Bedingungen ge⸗ knüpfte Katastrophe vorauszusagen.“ mit dem Aufwande so unverhältnismäßiger von Minsk, während von Minsk, im Kampfe Beurteiler horns durch eine Ge⸗ ßen Stils vollständig un⸗ chen oder die Armee Below und damit 8 5 zu sprengen, hnen eine Katastrophe; es ist und bleibt Sehr tröstlich und befriedigend klingt der letzte öster⸗ reichisch⸗ungarische Tagesbericht. Danach haben die Russen bei Nowo⸗Aleksiniec, in Wolhynien, nahe der galizischen Grenze, bei ihren neuen Angriffen eine regelrechte Schlappe erlitten, die jene Nachteile wieder aufwiegt, die unsere Ver⸗ bündeten vor einigen Tagen bei Luck haben hinnehmen müssen. Der russische Traum, in Galizien sich halten zu können, ist vollständig im Erlöschen. 2 8 Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 25. Sept.(8 TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. September 1915. Russischer Kriegsschauplaß. 5 Die Lage im Nordosten ist unverändert. In O st⸗ galizien fiel nichts von Bedeutung vor. Gegen unsere wo ische Front unternahm der Feind wieder Reihe mi heftiger Angriffe, die an einzelnen ten bis in unsere Gräben führten, aber überall blutig gewiesen wurden. Die Russen erlitten große Verluste. Zahl der an der Ikwa⸗Linie gestern und vorgestern ein⸗ gebrachten Gefangenen beträgt 20 Offiziere und etwa 4000 Mann. Die im Wald⸗ und Sumpfgebiet am unteren Styr vorgehende österreichisch⸗ ungarische Reiterei entriß dem Feind abermals einige zäh verteidigte Ortschaften. In Li⸗ tauen drangen unsere Truppen bis in die Gegend von Kraszyn vor. Italienischer Kriegsschauplatz An der Tiroler Front eröffnete unsere Artillerie nun auch im Ortler⸗Gebiet das Feuer. Eine feindliche Ab⸗ teilung, die im Cedeh⸗Tale vorgegangen war flüchtete bis San Caterina; eine andere wurde aus ihrer Stellung west⸗ lich der Königsspitze verjagt. Oestlich des oberen Daone⸗Tales säuberten unfere Trup⸗ pen die Cima⸗Latola vom Gegner. An der Dolomitenfront scheiterte ein Angriff auf unsere Stellung im Col dei Bois, wobei die Alpini, die sich zu dieser Unternehmung freiwillig gemeldet hatten, große Verlufte erlitten. l Im Kärntner und küstenländischen Grenz⸗ gebiet hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Westlich am Ranchi fand ein italienischer Fesselballon durch Explosion sein Ende. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Artillerie beschoß erfolgreich serbische Trains lun Raume von Belgrad und feindliche Infanterie auf der Höhe von Topcider. 2 150 an übrigen blieb auch im Südosten die Lage unver⸗ ändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 26. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat auch gestern seine Versuche, bei Nowo⸗ Aleksiniec unsere Front zu sprengen, unter großem Kräfteaufwand fortgesetzt. Die seit mehreren Tagen waͤhrende Schlacht endete für die Russen mit einer vollen Niederlage. Wo immer es dem Gegner vorübergehend gelungen war, in einen unserer Schützengräben einzudringen, überall wurde er unter großen Verlusten von den herbeieilen⸗ den Reserven zurückgeworfen. Noch gestern nachmittag und abends brachen südlich von Nowo⸗Aleksiniec zehnmal wieder⸗ holte russische Angriffe zusammen. Oestlich von Zalozee wurden feindliche Abteilungen, die sich durch unsere zer⸗ schossenen Hindernisse den Weg in unsere Stellungen gebahn, hatten, als Gefangene abgeführt. An der Ikwa— Styr⸗Front erlahmte die Tätig⸗ keit des Feindes. In Ostgalizien herrscht Ruhe. Die in Litauen kämpfenden k. und k. Streitkräfte war⸗ fen den Gegner bei Kraszyn auf das Ostufer der oberen Szezara zurück. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern heschränkte sich die Taätigteit der Italiener auf eine heftige Beschießung des durch die Genfer Flagge weithin gekennzeichneten Spitals des Roten Kreuzes Die keine Bunk in Görz. Die feindliche Artillerie erzielte in einer Sani⸗ tätsanstalt fünf Volltreffer, von denen eine Granate in den Operationssaal drang. Weitere 53 Geschosse fielen in un⸗ mittelbarer Nähe des Gebäudes ein. Einen militärischen Zweck hatte diese völker rechtswidrige Handlung nicht, da sich weit und breit keine Truppen befanden. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. Paris, 25. September: 3 Uhr un ittags. eine wirksame und Sappen in der Umgegend von Andechy, Dancourt und Tilleley Unsere Artillerie antwortete energisch und ergriff auf einer großen Zahl von Punkten die Feuer⸗ Initiative. Gegenseitige ständige lebhafte Kanonade im Norden der Aisne und an den Ufern des Aisne-Marne⸗ Kanals. In der Champagne antwortete der Feind auf die heftige Beschießung seiner Schützen⸗ Gegend von Auberive und St. Hilaire mit dem Feuer von Granaten und erstickenden Gasen. Dieses Feuer führte zu keinem Ergebnis. Gleiche. chm Courte Chausse. Einige Bomben⸗ und Granatenkämpfe im Priester⸗ In Lothringen brachten unsere Patrouillen einige in. Ein neuer deutscher Angriff bei Manhoue wurde gräben und Werke in der der den A Artillerie in rgonnen, besonders im walde. Gefangene ein. vollständig zurücheschlagen. Eines unserer Luftgeschwader warf gestern auf den Bahnhof von Metz etwa 40 Granaten. 11 Uhr abends. An der belgischen Küste wirkten unsere Batte⸗ rien bei der Beschießung von Westende u. Mittelkerke 0 Truppen griffen mit Erfolg die feindlichen Stellungen im Westen von Loos und Hulluch an. Die Truppen, die im Verband mit der englischen Armee operierten, unternahmen im Norden von Arras einen energischen Angriff, der ihnen gestattete, auf mehreren Punkten der El lichen Linie Fuß zu fassen. Zwischen der Somme und Im Abschnitt von Canny⸗sur⸗ Matz brachte unsere Artillerie ein Munitions- depot in einem befestigten Hause von Beuvraignes zur Explosion. In der Champagne 8sind nach einer neuen, sehr heftigen Be⸗ schießung der Schützengräben, Unterstände, Blockhäuser und Batte⸗ i i unsere Infanterietruppen zum Sturm auf die deutschen Linien zwischen Suippe und Aisne e Die ersten Stellungen des Gegners wurden durch die englische Flotte mit. Die englischen Aisne K mit Minen und Bombenwerfen. rien des n auf esamten Angriffsfront besetzt. Unser Vordringen wird — etzt. rtilleriekampf im Woevre, in Lothringen und in en gesen, in der Umgegend von Chapelotte und vom Schratz⸗ männle. ö Der englische Bericht. London, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Feldmarschall ae meldet von heute: Gestern früh griffen wir den Feind lich des Kanals von La Basses, östlich von Grenay und“ Zermelles, an und eroberten die vordersten Laufgräben auf einer Front von 5 Meilen. Wir durchbrachen die Linien an einigen Stellen bis auf 400 Pards und eroberten den Westrand des Dorfes Loos, die Bergwerke ringsherum und den Hügel 70. Andere Angriffe wurden nördlich des Kanals unternommen, wo⸗ durch starke Reserven des Feindes nach diesem Punkte gezogen wurden. Es kam 1 harten Kämpfen, die den ganzen Tag andauer⸗ ten. Bei Einbruch der Nacht besetzten die Truppen die Stellungen entlang des Kanals, die sie am Morgen inne hatten. Bei Hooge 43 wir einen anderen Angriff zu beiden Seiten der Straße von Menil. Bei dem Angriff nördlich der Straße gelang es uns, das Bauerngehöft Bellewarde und einen Bergrücken zu erobern, doch eroberte der Feind diese Stellung zurück. Südlich der Straße eroberten wir ungefähr 600 Yards feindlicher Lauf⸗ gräben und besestigten das eroberte Gelände. Soweit bisher bekannt, machten wir 1700 Gefangene, eroberten acht Kanonen und mehrere Maschinengewehre, deren genaue Zahl noch nicht fest⸗ steht. Die Mitteilung in dem Bericht der deutschen Obersten e vom Freitag, daß wir am Tage vorher versucht „ südlich des Kanals von La Basses zum Angriff überzu⸗ gehen und der Angriff unter dem deutschen Artilleriefeuer zusam⸗ mengebrochen sei, ist falsch; es wurde kein Angriff versucht. Der russische Bericht. Petersburg, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Großen Hauptquartiers von gestern abend. In der Gegend von Riga wurde das Geschützseuer an vielen Stellen heftiger. Die Deutschen verwenden auch hier Geschosse, die giftige Gase ent⸗ wickeln. Ein heftiger Kampf entwickelte sich auf der ganzen Front an den Stellungen bei Dünaburg und am See vor Dfireisriaty, wo die Deutschen, unterstützt durch wütendes Feuer ihrer Artillerie, wiederholt heftige Angriffe machten, die aber alle zurückgeschlagen wurden. Einzelne Gräben gingen wiederholt von einer Hand in die andere. Während einer Offensive entlang der Cbaussee nach Ditnaburg, in der Gegend des Laker Sees, bei Nb wo Alexandrowsk, glückte es dem Feinde zuerst, in un⸗ sere Gräben einzudringen, er wurde jedoch bald infolge eines Ge⸗ enangriffes unserer Truppen wieder herausgeworfen. Nachdem ich die Deutschen wieder gesammelt hatten, machten sie von neuem in dichten Reihen einen Angriff auf unsere Gräben, aber sie fluteten, durch das Feuer unserer Artillerie und Maschinen⸗ gewehre auf ganz kurzen Abstand empfangen, in Unordnung zu⸗ 4 7 gesammelt, griffen die Deutschen in Richtung an. von außerordentlicher un Trup chen ein bahnte sich aber mit dem Bajonett den Ee ud h sich den benachbarten Truppen wieder an. unvermundet zu en, erbeuteten z und sieben Maschinengewehre und außerdem eine Verwundeter, welche noch nicht genau In der Gegend um Duhno wurde um die Dörfer Choru⸗ pan und Golowezica heiß gekämpft, bei einem Frontalangriff nahmen unsere Truppen dort 30 Offiziere und etwa 16 Mann gefangen und erbeuteten ein Maschinengewehr. Diese Offensive ing unter einem orkanartigen Artilleriefeuer des Feindes vor sich, welches darauf unsere Truppen zwang, sich wieder an das Ufer der Ikwa zurückzuziehen. An der Grenze er Galizien machte der Feind eine Reihe von Angriffen det dem Dorfe Nowo Aleksintec, aber unsere Truppen 2 wieder zu einer kräftigen Offensive über, warfen den Feind, machten mehr als 3000 Gefangene und nahmen vier Maschinen⸗ gewehre. Bei dem Dorfe Dobropol, südwestlich Trembowla, if unsere Kavallerie den Feind an, welcher die Flucht ergriff. celle auf der Verfolgung viele feindliche Reiter nieder und machte auch einen Teil von ihnen zu Gefangenen, welcher nach vorläufiger Schätzung etwa 500 Mann mit 17 Offizieren zählt; dabei wurden auch zwei Maschinengewehre erbeutet. Anmerkung: Nach ergänzenden Nachrichten aus der Gegend von Luck nahmen wir 128 Offiziere und etwa 6000 Mann ge⸗ während die vorläufigen Schätzungen 80 Offiziere und 1 Mann angaben. 8 f 15 26. Sept.(Zens. Frkft.) Amtliche Mitteilung vom Im Artois setzte unsere Artillerie ktion gegen die feindlichen Linien fort. Süblich der Somme bombardierten die Deutschen unsere Schützengräben — heits maßnahme zu betvacht W Die Zeppelin⸗Angrisfe auf die englische Cütüstc. London, 26. Sept.(WB Nichtamtlich) Die Kom⸗ mission, die die Ansprüche auf Schadenersatz wegen des Angriffs der Zeppeline auf die englische Ostküste untersucht, hat 697 Eingaben wegen Körperverletzung, von denen 178 tödlich waren, und 10 297 Eingaben wegen Sachschadens gepruft. Zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Freiburg(Breisgau), 25. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Vormittags wurden zwei feindliche Flugzeuge bei Elzach durch Kampfflieger abgeschossen. Die Führer der beiden Flugzeuge sind tot. 5 n N Der türtische Bericht. Konstantinopel, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront erbeuteten unsere Aufklärungsabteilungen auf dem linken Flügel bei Anaforta in feindlichen Schützengräben etwa 30 Gewehre und Material. Wir nahmen einen Teil der vom Feinde bei seiner Landarng vor diesem Flügel besetzten Stellungen wieder. Ber Ari⸗Bur nu schmaches Fruergefecht. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr griff eine unserer Abteilungen des linken Flügels mit Handgra⸗ naten die Bombenwerferstellumgen des Feindes an und verhinderte ihn, Bomben zu werfen. 4 Auf der Kaukasus- Front östlich von Wan in der Gegend von Hochan brachten unsere Vorposten dem Fein de eine Nie ⸗ derlage bei und zwangen ihn, in östlicher Richtung zu fliehen. Der Feind ließ eine Menge Gewehre und Material in unseren Händen. Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. Konstantinopel, 26. Sept. WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers: An der Dardanellenfront bei Anaforta erbeuteten unsere vom rechten Flügel ausgesandten Er⸗ kundungskolonnen 43 Gewehre und Munition. Am 25. September beschoß unsere Artillerie feindliche Lager hinter Messantepe und verursachte schwere Verluste. Bei Ari Burnu zerstörte eine Mine, Lie wir vor unserem rechten Flügel zur Explosion brachten, eine feindliche Gegenmine. Auf dem linken Flügel beschoß unsere Ar⸗ tillerie die Stellung der feindlichen Bombenwerfer, brachte die feind⸗ liche Artillerie zum Schweigen und zwang drei Trans portschiffe, die in weiter Entferwung von Ari Burnu ausluden, zur Flucht. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr explodierte keine der am 24. September von dem Feinde geschleuderten Bomben in unseren Schützengräben, dagegen explodierten mehrere in seinen eigenen Gräben. Sonst nichts zu melden. Der türkisch⸗bulgarische Vertrag unterzeichnet. Sofia, 25. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Bulgare“. Die halbamtliche„Narodni Prava“ schreibt: Das Protokoll betreffend die Uebergabe der von der Türkei abgetretenen Gebiete wurde gestern von den türkischen und bulgarischen Delegierten, die sich in Dimatika eingefunden haben, unterzeichnet. e eee 2 2 4 Die Entscheidung in Sosia. New Pork, 26. Sept.(WDB. Nichtamtlich.) Die„Asso⸗ ciated Preß“ meldet aus Sof ia von gestern: Die Gesandten der Ententemächte haben gestern mittag dem Minister⸗ präsidenten Radoslawow einzeln Besuche abgestattet. Später ließen sie durch den russischen Gesandten Sawinski die neuen Vorschläge der Entente übermitteln. Sawinski blieb nur kurze Zeit bei dem Ministerpräsidenten.— Es wird hier be⸗ hauptet, daß der russische und der italienische Gesandte Sofia bald verlassen werden, während der englische und der fran⸗ zösische Gesandte zu bleiben gedenken.— Der griechische Gesandte erklärte heute, daß seine Regierung bestrebt sei, gute Beziehungen zu Bulgarien 1 und daß in dieser Richtung Verhandlungen im ge seien. Griechenland habe mobilisiert, um seine eigenen Interessen zu schützen. Seine Maßnahme richte sich in keiner Weise gegen Igarien. Der Gesandte sprach sich über die Lage optimistisch aus. Zahllose Gerüchte sind über Verhandlungen zwischen rien und Griechenland in Umlauf. Amtliche Kreise lehnen es ab, sich darüber zu äußern. Berlin, 27. Sept. Der erste Mobilmachungstag in Sofia verlief, wie verschiedene Morgenblätter berichten, ernst und ruhig. In aller Frühe läuteten die Glocken. In den Straßen sammelten sich große Menschenmassen vor den Bekanntmachungen an, die in manchen Straßen mit stürmischem Beifall begrüßt wurden. Die Mobilisierung Griechenlands. Athen, 25. Sept.(BTB. Nichtamtlich) Eine amtliche Mitteilung betont, daß die— nur als Sicher⸗ en i Athen, 25. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) 12.30 Uhr nachmittags. Zwischen dem König und Venizelos wurde über die zu treffenden Maßnahmen Ueberein- E erzielt. Die Regierung hat eine Anleihe mit griechischen Nationalbank abgeschlossen. Die Bank leistet einen soforti Vorschuß, der zwischen 12 und 20 Millionen Drachmen ken wird. 8 Paris, 26. Sept.(Zens. Frkst.) Aus Athen wird gemeldet: Das Parlament wird am zusammentreten, das Kriegsgesetz zu proklamieren, den Belagerungszustand Aber Mazedonien 2 und verschiedene andere durch die Lage gebotene Fnahmen zu treffen. Die Haltung Rumäniens. Bukarest, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Roumaine. Die offiziöse„Indéependance Rou⸗ maine“ schreibt: Der Ministerrat, der sich mit der Prüfung der äußeren Lage befaßt hat, hat die Mobilisierung Bul⸗ gariens und Griechenlands zur Kenntnis genommen. Di Minister waren einmütig der Ansicht, daß diese neuen Tat⸗ sachen nicht danach angetan sind, die bis heute be⸗ folgte Richtlinie Rumäniens in irgend einer Weise zu ändern. Demzufolge werden unsere Truppen weiter längs unserer Grenzen konzentriert bleiben. Die Frage des Belagerungszustandes, von dem gewisse Blätter gesprochen haben, ist vom Ministerrat nicht einmal erörtert worden. Die französische und englische Presse über Bulgariens Mobilisierung. Paris, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ er⸗ klärt, daß von der Diplomatie der Alliierten vorgesehene Maß⸗ nahmen. um sich der ir Verschwö⸗ rung zu widersetzen, bevorstehen. Alle Franzosen fordern ein⸗ mütig, daß man schnell handle. Die Lehre der Dardanellen darf nicht verloren sein. Wir haben nicht, so schreibt der„Temps“, das Recht, neue Ueberraschungen an uns herantreten zu lassen. Die schnelle Geste, welche wir 1— bald ankündi zu können, wird ganz das Vertrauen des Orients in die Kraft und Energie e unserer Entschlüsse wieder herstellen.— Das. Journal des Debats“ sagt ebenfalls, es ware verbrecherisch, im Schtuanken zu verharren. Auf die Drohung Bulgariens habe Griechenland bereits mit der Mobilmachung seines Heeres geantwortet. Man wisse noch nichts von Rumänien, aber es werde nicht zaudern, sich zu entschließen. Es komme den Verbündeten zu, den diplomatischen und militärischen Anstoß hierzu zu geben.— Die„Liberts“ schreibt: Man muß im Balkan mit Mannern und Kanonen handeln, sofort 1 Berlin hat in Sofia die Direktive seiner eigenen Entschlüsse gegeben. Die Intervention des Bierverbandes muß soforr erfolgen, um den Freunden des Vier verbandes auf dem Balkan die entscheidenden Elemente füt ihre eigene Haltung zu U Faris, 26, Sept.(BTS. Nichtamtlich.) Die 832 der Nenschen rechte, die anläßlich des Todes ihres Vorsitenden Pressenss ein besonders herzliches Telegramm von Nados⸗ lawow erhalten hat, bat diesem folgendes Telegramm gesandt; In für uns feierlichen Umständen haben Sie mit uns das Zin⸗ 0 n unseres Vorsitzenden Pressenss beweint, jenes Vorkämpfer des Rechtes der Völker und großmütigen Verteidigers Bulgariens in dem tragischsten Augenblicke seiner Geschichte. Allem Wuschein zum Trotz können wir nicht glauben, daf Sie, indem ch mit Raubregi V. 82 in als ungarischer Magnat und früherer österreichisch⸗ ungarischer Oft zier sein Urteil zum Nachteile der wahren Interessen feiner Umer⸗ tanen beeinflußte. Es bleibt abzuwarten, ob der König seine Drohung nicht nur gegen Serbien und Griechenland, sondern auch gegen Rußland, Frankreich und England ausführen wird, und ob sein slawisches und orthodoxes Volk ihn in diesem Kurse unter⸗ stützen wird. Die Engländer würden einen Verrat balfanischer und europäischer Interessen mit besonderer Bitterkeit empfinden, wenn er durch ein Volk geübt würde, das England und Rußland so viel schuldig ist, wie garien. Rücktritt des italienischen Marineministers. London, 25. Sept. WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Rücktritt des italienischen Marineministers, Admiral Lenne Vidale, be⸗ * 1 + 2 der* seit mehr als nat krank war und in Genua sei. ich die Krankheit durchaus keinen schweren Charakter trage, aße der Minister sich noch einige Wochen länger von Rom fern halten. Auch der Unter⸗ staatssekretär der Marine— sein Abschiedsgesuch ein, ser jedoch noch auf Wunsch des Ministerpräsidenten im Amte pberblieben Salandra übernahm vorläufig das Marine⸗-Portefeuille. der Seekrieg. London, 25. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der britische Dampfer„Urbino“ der Wilson⸗Linie von 6651 Bruttotonnen wurde versenkt; die Besa 905 gerettet worden. Lyon, 26. Sept.(. Nichtamtlich.), det aus Dünkirchen: Das französische Schi„Saint Pièrre“ wurde in der Nacht vom 22. zum 23. September im Pas de Calais torpediert. Es versank sehr schnell. Der Kapitän und vier Mann der Besatzung wurden gerettet. Aus Stadt und Cand. Gießen, 27. September 1915. neuen Werkes von Paul Grabein, das in unserem Leser⸗ —2 1„ begegnen wird, 1 in vorigen Roman gefunden. Rauhen Grund in der benachbarten Sach Gegend wird in patriarchalischer der von den ern überkommene u von i Gere men betrieben. In die ständigkeit tritt mit der Rücksichblosigkeit des Herren⸗ menschen, der Arbeitskraft der neuen Welt, aber mit deut⸗ scher lichkeit und deutschem Siegerwillen ein Sohn des Landes, der seine überlegenen Kenntnisse drüben überm Wasser geholt hat. Seine mit Himmel und Hölle spielende Kraft wühlt das geruhige Indentaghimeinleben im Grund in tiefsten Tiefen auf. Die Industrie ihren e dröhnenden— stillen Berge, die Maß tri über die Menschen⸗ kraft, der Amerikaner über die se seiner Widersacher. Aber derselbe Mann, der ohne Wi der neuen Talsperre seine Heimat ver der Liebe zu einem Mädchen aus dem feindlichen zu scheitern. Wie Grabein diesen Zwiespalt 1 N und Geistes zeich⸗ — d die Urgewalt eines schöpferi * un 9 chen zu f überall die Saiten ingen läßt, die auch zum Tönen bringt: starke Zuversicht in die eigene Kraft und den Glauben daß alle Kraft wieder vom Geist und der Liebe gebändigt werden sollen. 4 * Aus Anlaß der 650jährigen Vereini- ung der Stadt Gießen mit Hessen lädt der Ober⸗ fliegenden ürgermeister die Mitglieder der Stadtverordneten⸗Ver⸗ sammlung zu einer besonderen lichen Sitzung auf Mittwoch, den 29. September, n ittags 5 Uhr, in den i 1 der Stadtverordneten ein. Einer Ansprache — Oberbürgermeisters wird ein des Stadtver⸗ ordneten und Stadtarchivars Dr. Ebel die Erwer⸗ b Stadt und Gießen dur Die Veinrich. folgen.— eee— 1 W icht die Zei ältnisse von jeder weiteren Feier des ebenes abgesehen werden. 5 * Staatssekretär Helfferich hat folgendes inist Tele an den Großh. Fi der Dr. Braun geri 8 „Freue mich, mitteilen auf dritte Kriegsanleihe 12 Mel E lautet:„Cuerer Ex- t für freundl lenz danke verbindli ö — 1 Hessens Anteil über 205 inister Braun.“ ** Kreisrat Dr. Merck in Schotten hat am 25. Sep⸗ ivilverwal⸗ tember seine Berufung als Kreis chef in die tung des General⸗ Gouvernements erhalten und angenommen. Die Auszeichnung, d 3 Aufmerksamkeit ionen. Finanz⸗ 1 werden, wo Dr. Merck von seiner früheren tüchtigen und liebenswürdigen Beamten werden in das neue Feld einer verantwortungsvollen Tätigkeit viele gute Wünsche geleiten, die sich auch dahin richten, daß Dr. Merck später der hessischen Verwaltung erhalten bleibt. »Die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe im Großherzogtum verteilen sich nach Provinzen, den einzel⸗ nen Zeichnungsstellen der Reichsbank und den übrigen Sammel⸗ Zeichnungsstellen wie folgt: 1. Anleihe 2. Anleihe 3. Anleihe J. Provinz Starkenburg 30 194 900 61665 400 79 044 900 und zwar: 5 1. Darmstadt... 23 091 100 39 392 200 47 409 900 2. Bensheim 1162 600 3 205 900 3 235 000 3. Offenba gg 5 941 100 19 057 300 28 400 000 II. Provinz Rheinhessen 26 695 200 46 661000 62 250 100 und zwar: 4. Mainz 138 803 900 29 066 700 38 713 400 5. Bingen 1548 300 3 060 200 3 475 000 G ien 6 343 000 14 534 100 20 070 700 III. Provinz Oberhessen 9 244 800 30 414600 33 330 100 und zwar: 7. Gie ben 6848 500 18 380 500 25 524 800 8. Friedberg 1151400 7871200 3 405 700 ooo o 630 000 2 188 000 2 300 000 10. Lauterbach 614900 1974 900 2105 600 Summe 68 134 900 138 7 U 17A vο Außerdem wurden gezeichnet: bel den Postanstalten 2 927 700 2 886 000 bei den landwirtschastlichen] In den oben Genossenschasten... Lelägenbe- 9 015 000 10 400 000 bei den Erwerbs- und Wirt⸗ reits ent- schasts-Genossenschaften. halten. 13 879 500 17 039 600 Gesamtzeichnung im Großherzogtum.. 66 124 900 184539 500 205 007 400 In diesen Zahlen sind die aus dem Großherzogtum Hessen in. Frankfurt a. M. angemeldeten Beträge nicht berücksichtigt. * Weitere Fahrvergünstigungen für An⸗ 3 deutscher Krieger. Mit Rücksicht darauf, ß durch die jetzigen Bestimmungen über Fahrpreisermäßi⸗ ung für Angehörige kranker, verwundeter oder gestorbener cher Krieger in manchen Fällen Härten entstehen, die von den Betroffenen schmerzlich empfunden werden, hat im Einverständnis mit dem preußischen Kriegsministerium ein Erlaß des Eisenbahnministeriums den Personenkreis, der zur Inanspruchnahme der Fahrtvergünstigung berechtigt ist, erweitert. Demgemäß soll die Fahrpreisermäßigung ferner noch den Großeltern und Enkelkindern, den Schwieger⸗ und Pflegeeltern sowie den Geschwi⸗ stern der Ehefrau des Kriegers zuteil werden, wenn sie die nächsten Angehörigen vertreten. Die Maßregel soll Un kürzester Frist im Bereich der deutschen Staatseisenbah⸗ Engländer an die Baseler Mission, jede B abzubrechen, wenn n 1 ponare aus englischem Gebiet ausgewiesen werden sollten. un nen zur Durchführung gelangen. Zur Vermeidung von Zweifeln ist in den neuen Tarifbestimmungen noch zum Ausdruck zu bringen, daß sich die Fahrpreisermäßigung für Kinder und Eltern auch cuf Adoptiveltern un Adoptivkinder bezieht. * Der„Anzeiger“ an der Front. Ein hübsches Stimmungsbildchen vom westlichen Kriegsschauplatz sendet uns ein Unteroffizier vom aktiven Regiment 116. Er hat sich beim Zeitungslesen auf die Platte bannen lassen, und zwar so, daß man den Namen seines Leiborgans groß und deutlich lesen kann: Gießener Anzeiger steht darauf. Wer sich für den photographischen Beweis der Anhänglichkeit des tapferen Lesers interessiert, findet das Bildchen im Aus⸗ hang unserer Geschäftsstelle. ** Der Bericht über die letzte Strafkammer⸗ verhandlung muß wegen Platzmangels für morgen zurück⸗ gestellt werden.. Landkreis Gießen. — Heuchelheim, 25. Sept. Seinen Wunden, die er am 1. September vor dem Feinde erhalten hatte, erlag Ferdinand N von hier am 6. d. Mts. in einem Feldlazarett im en. B. Wieseck, 26. Sept. Während das Dekanatsmis⸗ tionsfest im vorigen Jahre des Kriegsausbruchs wegen aus⸗ fallen mußte, war es in diesem Jahre möglich, dasselbe wenigstens in kleinem Umfange abzuhalten. Es fand heute nachmittag in unferer vor einigen Jahren neu hergerichteten und kürzlich mit elektrischer Beleuchtung versehenen Kirche statt, die nahezu bis auf den letzten Platz mit andächtigen Zuhörern erfüllt war. Nach der vom Pfarrer Bernbeck, hier, gehaltenen Liturgie pre⸗ digte Missionar Gsell⸗ Frankfurt a. M. Nachdem er auf die Berechtigung des Festes im Unterschied von jetzt unpassenden e gnügungen hingewiesen hatte, sprach er in herzbewegender e über die direkten und indirekten Wirkungen des 1 auf die Mission. Er wies u. a. auf die schädliche, eines stlichen Volkes unwürdige Behandlung hin, die den deutschen Missiongren, ihren Frauen und—— von weißen und farbigen Engländern und Franzosen zuteil geworden ist und noch wird auf die Verwüstung der Missionsgebiete, auf die Not der Missionsleute und auf die unverschämte Forderung der eziehung zu Deutschland der Schweiz gebürti N it einem Gebet um Gottes Schutz für die Mission, für unser Vaterland und ere tapferen Streiter in Feindesland schloß er seine tiefergrei⸗ fenden 4 4 Nach ihm berichtete Dekan Gußmann über die im Dekanat Gießen in den beiden letzten Jahren geleistete Arbeit für die Heidenmission; erinnerte an die (kerkundliche Ausstellung in Gießen und an die National⸗ spende für die Heidenmission, welche im Dekanat nahezu 10 000 Mk. ergeben habe, so daß die Einnahmen des Jahres 1913 sich auf 17000 Mk. beliefen, auf den Kopf der Bevölkerung 28 Pfg. Auch im Jahre 1914 sind die Gaben mit 6067 Mk. auf auch die aus 3 1 allen Teilnehmern von langer Erinnerung und reichem Se⸗ gen sein! X. Treis a. d. L. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unter⸗ offizier in der 2. Kompagnie des Reserve⸗Infanterie⸗Regiments Nr. 116 N. Pfeil von 1 ö Kreis Büdingen. Lorbach, 26. Sept. Den Tod fürs Vaterland starb in Rußland der Musketier Heinrich Lott. i Hainchen, 26. Sept. Der Gefreite Karl Hühn im In ⸗ fanterie-Regiment 87 erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille. tit Getten au, 26. Sept. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Wehrmann Walther im Landwehr-In- fanterie-Regiment 116. Kreis Lauterbach. 5 I Freiensteinau, 26. Sept. Das Eiserne Kreu⸗ erhielt der Lehrer Otto Bopf, Kriegsfreiwilliger im Reserve Infanterie-Regiment 254. Kreis Friedberg. P. Butzbach, 26. Sept. Heute nachmittag trieb sich in den hiesigen Straßen ein junger Mann binde, a Offiziersuni⸗ form, angetan mit Sporen und Feldbinde, auf der Brust das Eiserne Kreuz und die Tapferkeitsmedaille, herum. Er ließ sich vom hiesigen Militär und den Verwundeten fleißig grüßen. Spä⸗ ter löste er sich zu dem Nachmittagszug eine Fahrkarte nach Frank⸗ furt a. M. Dem Stationsbeamten Oberbahnassistent Tais kam der schlotterige Leutnant jedoch verdächtig vor und er gab des⸗ halb eine Depesche an die Bahnhofspolizei Frankfurt a. M. auf. Der Herr Leutnant wurde dort verhaftet, und es stellte sich heraus, daß in seiner Uniform ein früherer Schreinergeselle des Schreinermeisters Diehl in Butzbach steckte, der schon längst von der Polizei gesucht wird. b Rockenberg, 26. Sept. Leutnant befördert. Lehrer Pabst wurde zum Kreis Wetzlar. FC. Wetzlar, 26. Sept. Die Schüler des hiesigen Gymnasiums haben bis jetzt 22000 Mark Gold ge⸗ sammelt und bei der 3. Kriegsanleihe 45300 Mark gezeichnet. Hessen⸗Nassau. m. Kirchhain, 26. Sept. Dem gestrigen Schweine⸗ markt waren 570 Stück Schweine zugetrieben. Der Handel war schleppend. Die Preise für Ferkel hatten nachgelassen. — Gestern waren die städtischen Obstversteigerungen beendigt. Es waren eine große Anzahl Kaufliebhaber er⸗ schienen, die ihren Winterbedarf an besseren Obstsorten decken wollten. Für die reich behangenen Bäume wurden durchweg gute Preise erzielt. Im ganzen stellt sich die Einnahme für verlauftes Obst in diesem Jahre auf 5378,45 Mark gegen 3062 Mark im Vorjahre. 8 F. G. Aus Kurhessen, 26. Sept. Die diesjährige Kar⸗ tosselernte sällt in Kurhessen über alles Erwarten gut aus. Die Knollen sind sehr mehlig und stark entwickelt. Geerntet wurden durchschnittlich auf den Morgen= 25 Ar 150 Zentner. Frankfurt a. M., 26. Sept. Auf Einladung des Magistrats fand hier die Gründungsversammlung des Kriegshilfsvereins für den Kreis Lötzen statt. Der Verein will in Groß⸗Frankfurt und dem Obertaunus⸗ kreis die Mittel für eine umfassende Hilfe für den Wieder⸗ aufbau des Kreises Lötzen aufbringen. Zum Vorsitzenden wurde Kommerzienrat Beit von Speyer gewählt. —Usingen, 26. Sept. Durch ein Großfeuer wurde die Fabrikanlage des Geyseritwerkes der Gewerkschaft Mel⸗ zingen an der Nauheimer Landstraße zerstört. Die wertvollen Maschinen, die zum Zermahlen der Gesteins⸗ massen dienten, sind vielsach vernichtet. Der Schaden ist sehr bedeutend. Das Werk bestand erst einige Jahre. Ueber die Brandursache konnte mit Sicherheit noch nichts näheres festgestellt werden. 10, Weilburg a. d. Lahn, 26. Sept. Die Polizei ⸗ verwaltung hat jugendlichen Personen vom 6. bis 16. Lebensjahr den Besuch des Lichtspieltheaters unter- sagt, da sie vorderhand Jugendvorstellungen nicht genehmigt. 4 Büchertisch. — Die„Hesse⸗Späß“ von Martha Frohwein⸗ Büchner, die erst vor wenigen Tagen angezeigt wurden, waren innerhalb weniger Tage vollständig ausverkauft, während sich die Nachfrage ber den hiesigen Buchhandlungen noch steigert. Der Neudruck der 2. Auflage ist soeben fertiggestellt, sodaß alle Wünsche in den hiesigen Buchhandlungen wieder befriedigt werden könn Amtlicher Wetterbericht. ODeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 28. Sept. 1915: Meist bedeckt, zeitweise Regenfälle, keine wesentliche Temperatur- Letzte Nachrichten. Die neuen Kämpfe an der Westfront. Berlin, 27. Sept. Die Pariser Fachkritik meint, wie dem„Lokalanzeiger“ über Genf berichtet wird, die bei Arras und Ypern, sowie in der Champagne begonnenen heftigen Kämpfe würden bis in den Oktober hinein dauern. Die Haupt⸗ ziele sind Geländegewinn zwischen Suippes und der Aisne, sowie nördlich von Arras, doch soll auch an allen anderen Abschnitten nach Möglichkeit Tag und Nacht vorgegangen werden. Die Beschießung der belgischen Küste durch die Engländer. Haag, 27. Sept. Holländische Blättermeldungen über die Beschießung der belgischen Küste bei Zeebrügge am Samstag besagen, daß die englischen Schiffe wahrscheinlich aus Besorgnis vor Unterseebooten und Minen nicht an die Küste herankamen, sondern sich in außergewöhnlich großer Entfernung hielten. Nur 2 der größten Schiffe feuerten aus Geschützen 28⸗Zentimeter⸗Ka⸗ libers. Wegen der großen Entfernung und in Anbetracht des Ne⸗ 7 i ·- // f feuer genommen und bis auf den letzten Karren vernichtet wurde. Von Topcider aus in das Vracra⸗Gebiet nach Süden und parallel mit der Zigeunerinsel nach Norden im Eilmarsch befindliche serbische Infanterie wurde von unsexer Artillerie kläg⸗ lich auseinandergesprengt. Der Tonau⸗Sawe⸗Winkel bei Belgrad dürfte bis auf weiteres dauernd lahmgelegt sein. Die Beziehungen Bulgariens zu Griechenland. Sofia, 27. Sept. Trotz der ruhig sortschreitenden Mobili⸗ sierung haben die Beziehungen Bulgariens zu Griechenland bisher keinerlei Verschlechterung erfahren. Es tritt im Gegenteil auf beiden Seiten das Bestreben zutage, alle unnötigen Reibungen zu vermeiden. Das Verlangen des griechischen Generalstabs, das in Sofia durch Venizelos zur Kenntnis gebracht wurde und in dem vorgeschlagen wird, im Hinblick auf die beiderseitigen Mobilisterun⸗ gen und zur Verhütung von Grenzzwischenfällen zu beiden Seiten der Grenze eine neutralg Zone von Flintenschußweite, also von etwa 2500 me zu schaffen, ist von der bulgarischen Regierung angenommen worden. Auch sonst ist von bulgarischer Seite alles Fecher um Zwischenfälle oder Reibungen an der serbisch⸗bulgarischen wie auch an der rumänisch⸗bulgarischen Grenze zu vermeiden. Die ententefreundliche Politik Venizelos soll nach Meldungen aus Athen auf einen sehr erheblichen Widerstand des General⸗ stabes stoßen, so daß ein neuer Konflikt zwischen dem Mimister⸗ präsidenten und dem Generalstab in Griechenland vorauszusehen sei. Die frühere Opposition gegen die Politik Radoslawow ist angesichts der Lage vollkommen verstummt. Die deutschen U-Boote. Budapest, 27. Sept. Der Schiffsverkehr Odessa⸗Beeni ist wegen des Auftauchens von deutschen Unterseebooten im Schwar⸗ zen Meere eingestellt worden. Der Reichstagspräsident an den Kaiser. Berlin, 26. Sept.(WTB. 1 Anläßlich des Erfolges der dritten deutschen Kriegsanleihe hat der Präsident des deutschen Reichstages an den Kaiser fol⸗ gendes Telegramm gerichtet:„Ew. Kaiserliche und König⸗ liche Majestät bitte ich, angesichts der tigen wirtschaft⸗ lichen Kraft und Entschlossenheit des Volles, die durch das Ergebnis der dritten Kriegsanleihe aller Welt kundgegeben sind, den Gefühlen des Stolzes und der vaterländischen Hin⸗ gebung an das große Ziel Ausdruck geben zu dürfen, das dem deutschen Volke unter Ew. Majestät ruhmreicher Füh⸗ rung durch den uns aufgezwungenen Krieg gesteckt, und durch dessen Erreichung das deutsche Volk Gut und Blut zu opfern freudigen Herzens bereit ist.“— Darauf ist von dem Kaiser folgendes Antworttelegramm einge⸗ gangen:„Ich danke Ihnen bestens für den Ausdruck freu⸗ digen Stolzes über den glänzenden Erfolg der Zeichnungen auf die dritte Kriegsanleihe. Nie wird sich das Vaterland vergeblich an die Opferfreildigkeit des deutschen Volkes wenden.“ 5 d N Keir Hardie f. a 1 London, 26. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Sozialist Keir Hardie ist in Glasgow gestorben. elmtlicher Teil. Oeffentliche Aufforderung. Betr.: Ermittelung des Ertrags der Kartoffelernte 1915. Auf Grund der Bekanntmachung über Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915(Reichsgesetzblatt S. 54) fordern wir hiermit alle selbständigen Landwirte oder Leiter von landwirtschaft⸗ lichen Betrieben, in denen mindestens 1 Morgen( Hektar) Kartoffelland angebaut wird, auf, den Ertrag ihrer Kartoffelernte sogleich zu ermitteln und innerhalb einer Woche nach Beendigung der Ernte der Großherzoglichen Bürgermeisterei anzuzeigen. Dabei ist anzugeben, in welcher Art und Weise (Abwiegen oder Schätzen) das Ergebnis ermittelt worden ist. Abzüge für Schwund und Verderb dürfen nicht vorgenom⸗ men werden... Dagegen ist möglichst genau festzustellen, welcher Teil der Ernte auf kranke oder verdächtige Knollen entfällt. Wer die Auskunft, zu der auf Grund der geben rig ge⸗ setzlichen Vorschrift verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist er⸗ teilt oder unwissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geld⸗ strafe bis zu 10 000 Mk. bestraft. Auch können Vorräte, die verschwiegen sind, für den Staat verfallen erklärt werden. In jeder Gemeinde wird ein Ausschuß von erfahrenen Land⸗ der Höhe des vorigen Jahres geblieben, ein Zeichen, daß auch 8* 9 die Engländer die Ergebnisse ihrer Beschießung nicht wirten gebildet, der die Gentebche Angaben nachzuprüfen hat. die Liebe zur Mission trotz der schweren Lage unseres Volkes die en. d bisch Gießen, den 25. September 1915. 8 alte geblieben ist. Unter Aufzählung der in den einzelnen Gemein⸗ f Von der serbischen Front. Großberzogliches Kreisamt Gießen. den bei den Pfarrämtern eingegangenen Missionsgabens Berlin. 27. Sept. Zur Lage an der serbischen Grenze. B.: Hechler. mahnte er eindringlich zu treuem Festhalten an der wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus dem k. u. k. Kriegs⸗ 8 8. 8 e Arbeit der Mission, der nach dem hof⸗. vom 26. September berichtet: Vom Drinawinkel An den Oberhürgermeister zu Gießen und die Großh. entlich siegreichen Kriege neue größere Aufgaben er⸗ entlang steht die ganze serbische Linie außerhalb Bezies im Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. wachsen würden. Die beim Ausgang aus dem Gotteshause erhobene[ Bereich deut scher und österrei chisch⸗ungarischer Vorstehende öffentliche Aufforderung wollen Sie in Ihrer Ge⸗ Sammlung für die hessische Mission betrug zusammen mit den im Geschütze. Für die Einschätzung der Entfernung zwischen der meinde wiederholt auf ortsübliche Weise bekannt machen lassen. Vormittagsgottesdienst eingegangenen Gaben 80 Mark; auch wur⸗ Grenze und unseren Stellungen ist die Tatsache von Bedeutung, Weitere Verfügung wird Ihnen zugehen. den noch für 48 Mk. Missions chriften verkauft. Möge die schön daß gestern ein serbischer Train, der einer von Belgrad Gießen, den 25. September 1915. verlaufene Festfeier mitten im Weltkrieg, die seit vielen Jahren auf der Straße nach Slanice abgehenden größeren feindlichen Ab⸗ Großherzogliches Kreisamt Gießen. wieder das erste derartige kirchliche Fest in unserer Gemeinde teilung angehört haben mochte, von zwei Seiten in Kreuz⸗ J. V.: Hechler. Echtes Wildunger Salz existiert nicht Man meide die Nachahmungen bid: Besuch Il 385 . eee pe bei Nierenleiden, Harnsäure, Zucker, Eiweiss Fürstliche Wildunger Mineralquellen, A.-G., Bad Wildungen— Schriften kostenfrei J 1814: Flaschenversand 2 181 881 CCCCCCCCWW 1 5 7665 Am 8. September verschied sanft nach langem Leiden unser lieber alter Herr Apotheker Wilhelm Seriba. Giessener Burschenschaft Frankonia. I. A.: Dr. Holzapfel. Nach kurzem, schweren Leiden verschied am Abend des 24. im Alicehospital zu Darmstadt meine teuere Schwester, unsere herzensgute Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet in Butzbach am 28. Septbr., Dina Störiko im 37. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geh. Schulrat Dr. Störiko. Giessen, 27. September 1915. 7⁰³⁰0D 3 Uhr, vom Bahnhof aus statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Es können nunmehr die fälligen Kupons der- Polnischen 4 und 4½ ½ Pfandbriefe Warschauer Stadt 4½ ¾ Anleihe . Warschauer Städt. Kredit 4%½ und 5% Pfandbriefe f Lodzer Städt. Kredit V. 4½% und 5% Pfandbriefe sowie die Dividenden-Scheine der i Warschauer Disconto- Bank(per 1914 6%— R. 15) Kommerzbank in Warschau(per 1914 6%— R. 15) bei den betr. Instituten in Warschau und Lodz zur Zahlung eingereicht werden. Der Versand geschieht für Rechnung und Gefahr des Besitzers durch Kuriere. Die in natura zu empfangenden Rubel können je nach Wunsch zur Verfügung des Einreichers gehalten, oder für dessen Rechnung verkauft werden.(7648 a Wir sind bereit, die Vermittlung zu übernehmen. n Giessen, im September 1915. Mitteldeutsche Credithank, Filiale Giessen. Ladenschluß. Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Dr. Gg. Faber 2. Zt. im Felde und Frau Eva, geb. Bostroem. ö Diejenigen Geschäftsinhaber, welche während der Kriegsdauer ihre Läden an Wochentagen abends um 7 Uhr(ge⸗ gebenenfalls mit einer Mittagspause v. 1 2 Uhr) 7645 Postunterbeamten-Verein Nachruf. Den Heldentod fütrs Vaterland starb unser unvergeßlicher Kollege Postbote Aug. Hanstein Wir beklagen in dem Verstorbenen den Verlust eines guten treuen Kameraden, der durch sein freundliches zu vorkommendes Wesen und seine Arbeitsfreudigkeit uns allen sehr nahe stand. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Ortsgruppe Giessen Giessen. des Verbandes der unteren an Sonntagen mittags 1 Uhr schließen wollen, werden zu einer Besprechung auf Montag, den 27. September, abds. 9 Uhr Kaiserhof I. Stock eingeladen. 150 Die Einberufer. Sießen, den 24. September 1915. 5051 5 Täpkffl in jedem Geschmack und jeder Preislage Eine Auswahl Reste weit unter Preis AMolkU Stückware, einfarbig und durchgemustert, auf Wunsch fertig verlegt Linoleum-Teppiche Linoleum-Läufer in grösster Auswahl billigst Tapetenhaus Hochstätter Brandplatz! Fernsprecher 36 C. A. Hartmann vormals Otto Ratkachtag Fetcruf 2064 Sehlersweg 81. Aussteuerhaus wasche Better und Steppdecken-Fabrik New/äscherei ve * 1 —* Post- u. Telegraphenbeamten. Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! i ö c 1 Meine Nass- und Pfund- Wäsche ist zirka 50% bilsiger Wäsche:: Ohne e e Scharfer Mittel zu jeder dahreszeit blende . 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