„„ Ur. 225 zweites Blatt Erschenm tglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Tandwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 165. Jahrgang Freitag, 24. September 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗ straße 7. Geschãstsstelle u. Verlag: e 51, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. uriegsbriese aus dem Westen. . Von unserm Kriegsberichterstatter. nberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, beraten) Schipp, schipp, hurra! 5 Großes Hauptquartier, am 19. Sept. Im Gebiete der schreren Südvogesen kämpfe war es, wo ich zum ersten Male unsere jüngste Waffe, die Schipper, am Werke gesehen habe. Damals maren viele von ihnen nicht, oder nur teilweise soldatisch eingetleidet Manche trugen ihr bürgerliches Gewand, aber eine Soldatennrütze. Andere schaufelten mit einem Strohhut oder einem breitkrämpigen Filz bedeckt, so daß man zuerst glauben konnte, hier würden zum Ausbau der vordersten Feuerstellungen Zivilarbeiter verwendet. Aber wenn man sich diese Scharen schau⸗ felnder Männer ansah, fielen einem die Gesichter auf. Meist zarte, schmale Köpfe, noch garnicht von der Sonne gebräunt, viele mit von den Offizieren, von den den altgedienten Reservisten ET it i plötzli vom und aus dem Pörsaal mitten in den blutigen Krieg be⸗ Man hätte sich vorstellen können, daß die der spöttischen Ueberlegenheit aufnehmen Rekrut in Friedenszeiten bei den Alten seiner Stube begegnet. Aber der Krieg ändert die Menschen und er macht seltsamerweise in vielen Dingen ihre Gemüter zartfühlender. Es wurde da gerade eine hübsche Geschichte erzählt. Ein Schipper, der zwer schwere Wasserermer trug, sah einen Offizier herankommen. In seiner Verlegenheit setzte er den rechten Eimer ab, behielt den linken in der Hand, stand stramm und führte gleichzeitig die rechte Hand zum Mützenrand, während er tief aufatmend eine große Rauch⸗ wolke aus seiner Zigarre blies, die er schnell zwischen die Lippen geklemmt hatte. Ter Offtzier dankte und sagte freundlich:„Bravp, mein Sohn, für den Anfang ganz brav.“ Na, in Friedenszeiten hätte ich der Rekrut nicht sein mögen, dem das passiert wäre. Aber hier draußen machte die Sache allen einen ungeheuren Spaß und sie wurde nicht etwa spöttisch wiedererzählt, sondern so, wie man von einem jüngeren Bruder spricht, der auf dem besten Wege c Tüchtiges werden wir Am Abend des Tages, wo ich den Schi um ersten Male an der begegnet war, wurde in dem stbof einer ach⸗ barten Stadt ein vaterländischer Gedenktag gefeiert, zu dem auch Mufsik angesagt war. Ich hesah das Programm und war über seine Zusammenstellung erstaunt. Mein Staunen wuchs, als das erste Stück, eine Zusammenstellung aus dem„Fliegenden Hollän⸗ der“, begann. Lag es an mir, der ich hier draußen so lange kein Orchester oder war das ei Is Soldaten Satleder Srggerap 5i: i 2— fall hier an mit den unsoldatisch lan woher kennen? der das Rätsel auf. Der Kapell⸗ 9 0 5 d en 1 ih Da N theater in W.. Ja, freilich dann! Und der Bratschist von einer n ee 5 g Stadttheat und ein paar Vereinen zusammengeborgt ha⸗ ben..“ Zwei Wochen erst spielte die Kapelle zusammen. Tags müssen. Da, wo im dichten Walde alle Wege aufhören, da geht es ja selbst mit Mauleseln nicht mehr vorwärts. Da muß der 5 Mensch selbst eingreifen und die Last auf die Schulter nehmen. Am folgenden Tage weilte ich in dem Schlößchen, wo der! Hierbei kommen die Schipper oft ins Gefecht, und es ist mit Oberbefehlshaber sein merquartier aufgeschlagen hatte. Nach] höchster Anerkennung zu begrüßen, wie trefflich sie sich selbst im dem Essen sollte im Park ein Männerchor vaterländische Lieder ungewohnten feindlichen Feuer benehmen. Der Oberbefehlshaber singen. Da war die Ueberraschung fast noch größer. Der Dirigent, erzählte von einer Abteilung Armierungssoldaten, die ein wich⸗ in Friedenszeiten Leiter eines großen Lehrergesangschors, hatte tiges Vefestigungswerk fertigzustellen hatten, als der Feind sein seine Sänger sorgfältig auserwählt. Selbstverständlich waren es volles Granatfeuer auf sie lenkte. Sie hatte beträchtliche Verluste alles Männergesangs⸗„Vereinsmeier“, und neben dem Bassisten an Toten und Verwundeten, aber nicht einer wich von seinem aus dem Metalldrehergesangverein stand der Altist vom Studenten- Platze oder stellte die Arbeit ein. Das ist ein Geist, der sich Hoch gesangverein Arion. Sie sangen einen Kanon und aus einem achtung erzwingt. Niemals ist die geringste, absichtliche Disziplin⸗ entlegenen Boskett antwortete der Tenor, den ich hierbei zum widrigkeit unter ihnen vorgekommen und die soldatischen For⸗ ersten Male hörte. Gespannt beobachteten uns die Offiziere:„Na, men, die ihnen im Anfange selbstverständlich fehlten, haben sie was sagen Sie? Deutscher Ersatz Caruso! Und solche Talente überraschend schnell gelernt. Gute Lehrmeister sind ihnen darin haben wir unter unseren Schippern!“ Dieser unbekannte Orpheus Reservisten und Landwehrleute gewesen, die nicht felddienstfähig, war ein kleiner Schauspieler gewesen, bis kurz vor dem Kriege in den Armierungsbataillonen mitarbeiteten. Die völkerrechtliche seine herrliche Stimme entdeckt und ihm die Ausbildung durch Stellung der Armierungssoldaten ist übrigens klar: sie tragen, wohlhabende Gönner ermöglicht worden war. Wenn ihn das den Kennzeichen der Haager Konvention entsprechend, ihre Er⸗ Schicksal verschont, wird sein Stern eines Tages hell aufgehen, davon bin ich überzeugt. 5 Wieder fiel mir die Zärtlichkeit auf, mit der sich der Ober⸗ befehlshaber selbst, sonst ein kurz angebundener Kriegsmann, mit seinen Schippern unterhielt. Es machte ihm Freude, um zu zeigen, wie dieses alte, große Wort„Das ganze Deutschland soll es sein“, auch in der Zusammensetzung der Armierungsbataillone zur Wahrheit geworden ist:„Was sind Sie?“„Diplomingeneur, Exzellenz.“„Und Sie?“„Bonbongießer, Exzellenz.“ Ja, auf meine Schipper bin ich stolz!“ sagte der Heerführer. „Unsere jüngste Truppe, aber eine ausgezeichnete Truppe, eine Truppe ohne Vergangenheit, aber von prächtigem Geist. Es kommt mir immer so vor, als ob es jeder von diesen Leuten beschämend empfunden hätte, daß er nicht mittun konnte in der großen Ent⸗ scheidung, die beweisen soll, daß wir Deutsche wert sind, das erste Volk der Welt zu werden Und daß sie nun doppelt stolz daraud sind, daß das Vaterland sie doch gebrauchen kann! Die ungeheuer subtile Körperuntersuchung, die bei uns die Vorbedingung zur allgemeinen Wehrpflicht ist, hat es mit sich gebracht, daß sehr viele Menschen ausgeschieden wurden, die in jedem anderen Lande als ohne weiteres zum Kriegsdienst tauglich bezeichnet worden wären. Sie haben ja oft genug an der Front Gefangene gesehen und wissen, was für Menschenmaterial bei kennungsmarken und haben ihren Vorgefetzten, der für ihre Diszi⸗ plin 8 ssich 8 fut i er von ihnen si u berufen t, dem ist es freigestellt, zur fechtenden Truppe überzugehen. Und Tausende haben sich schon, begeistert und freiwillig, dazu gemeldet, ohne daß es leider möglich gewesen wäre, jedem seinen Wunsch zu erfüllen.“ So erzählte der Armeeführer, und man hörte ihm bei jedem Worte an, wie lieb er seine Schipper hat und wie väterlich stolz er auf diese ungedienten Soldaten ist, die unter ihm zu Kriegern und Vaterlandsverteidigern geworden sind. „Schipper“ ist ein Name, der vielleicht nicht sehr hübsch klingen mochte, aber die Armierungssoldaten haben ihn zu einem Ehren⸗ namen gemacht und tragen ihn mit öpnlichem Stolz, wie ernst die Gueusen den ihren. In ihrem Feldgesihrer„Schipp, schipp, hurra!“ liegt kein Spott mehr, sondern die willige Anerkennung der an⸗ deren, der Tämpfer mit Feuer und Schwert, daß diese Unbewaff⸗ neten dem Vaterlande ihre Kraft unnd ihr Leben so gut wie jeder darbieten, nach bestem Vermögen. Sie haben sich auch ein eigenes Feldzeichen geschaffen, gekreuzte Pickel und Schippen, und darum steht der Spruch ohne Anfang und Ende, Bete und arbete und arbete und arbete und arbete“ usw. Dies Wappen hing auch über dem„alkoholfreien Gasthof zum Waldesel Schippers Ruh“, der in Wirklichkeit eine Bretterbude über einer Quelle ist, wo den Franzosen und selbst bei den Engländern als erstklassig gilt, nac des Tages Last die Schipper und mit ihnen mancher Front⸗ das bei uns im Frieden ohne jede Frage als unbrauchbar ausge soldat einkehrt, während eine Fiedel und eine Ziehharmonika um müstert werden würde. Aber Leute, die aus irgend welchen Be⸗ die Wette durch den dunkelnden Bergwald singen. Da ruhten stimmungen nicht zum Waffendienst ausgehoben werden können, sie aus sangen ihre Lieder und teilten, was das Maultier in den sind an sich oft sehr wertvoll. Ich habe einige Armierungssoldaten, Feldpostsäcken an Liebesgaben herbeigebracht hatte, brüderlich unter die einfach zu klein sind, um das Gewehr zu handhaben, dabei einander aus, der Schmied vom rußigen Schraubstock der Borsig jedoch kerngesunde, vaterländisch begeisterte Männer, die nun die] werkstätten und der Assessor, der noch vor kurzem über den Akten fixesten Arbeiter sind. eines preußischen Landratsamtes gesessen hat. Sie erzählten sich Sie werden durch einen Stamm von Offizieren und Unter⸗ von einem guten Kameraden, der gestern noch bei ihnen gesessen offizieren ausgebildet, die wegen ihres Alters, wegen oft gering⸗ hatte und den heute früh eine französische Granate zerrissen hatte fügiger Gebrechen ihre Felddienstfähigkeit verloren die aber darauf] und waren es sich wohl bewußt, welch große Zeit das ist, die mit gebrannt haben, dennoch zu zeigen, daß sie dem Vaterlande nützen] Blut und Feuer ein ganzes Volk zu Brüdern auf Leben und Tod können. Sie sind ein sehr guter Stamm von Menschen, die mit zusammenschmelzt. Passion ihre Dienste anbieten und ihr bestes tun. Wir haben war. Der erste Geiger z. B. war vom Hof⸗ di über Dienst im Schützengraben, abends Musendienst in der Re⸗ punkten der Front und kann servestellung.„Wir Dentschen id eben ein wunderliches Dolf“, pielsuch j 3 gewußt, in wie ungeheurer Menge uns diese Kräfte zur gu ng stehen. Der ße Wert der Armierungsbataillone ist, daß durch si die kämpfende Truppe entlastet wird. Jeder ieser Arbeiter* Pickel und Schippe, der sich selbst, i i pfi„für einen„Rei Empfindungen chs krũppel durch seine Hände einen Kämpfer für die ohne Waffe, sind aber, soweit es der Dienst erfordert, eingekleidet W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter Wenn Frauen streilen. den Vereinigten Staaten wird gegenwärtig der Krieg manchmal mit schmerzlichen 3j gehalten hat, macht] nennt sie dortzutlande* nt frei. Sie dienen geführt. Die Anti's haben die Parole aufgestellt:„Die Frau man krrz die„Antr s“— mit großer Heftigkeit gehört ins Haus!“ Als Antwort hierauf planen die Frauenstimm⸗ und werden mit der Anlage von Besestigungen, mit Wegebau, mit rechtlerinnen nichts„als einen Riesenausstand der 15 soll sich diefer Transporten, mit der Herstellung von Baracken, Wasserleitungen Drahtseil⸗ und Feldbahnen, kurz mit alledem ae was 15 5 1 acer 28 af 5 * erein ö. 2 5 E..... e Truppe t machen müßte. Sie sind al Entlastung Ac die auf diese W.— 5 zu frei ist. weit hinangeführt worden und jetzt m allmählicher Gewöhmung find die Schipper, die zuerst kund sich strengstens zu Hause halte. er der Linie begannen, bis in die vordersten Stellungen] Welt die Folgen der Behauptung Ausstand auf das ganze Frauen. Grundsätzl i aber in Wirklichkeit Gebiet der Vereinigten Staaten lichst die ganze Frauenwelt einen Tag lang die Arbeit ausfetze Auf diese Weise sollen der iflich vor Augen geführt ieht man sie an allen Brenn⸗ werden, daß„die Frau ins Haus gehöre“. Nach dem Plane der a feststellen, wie wertvoll sie sind, die Führerinnen dieser Bewegung soll an dem Frauenstreiktage keine edes bearbeitete Stück Holz von weither herbeischleppen] Frau ausgehen, um i Arbeit zu verrichten, aber auch keine, um Kunst und wWissenschaft. — Das Neue 1 in ostfriesisch Platt. Eine eigenartige Gabe, so schreibt uns ein Mitarbeiter, wurde uns in buff Kriegszeit auf den Büchertisch gelegt: das Neue Testament in ostfriesischer Mundart. Ein Pastor in Ostfriesland, Pastor O. Boekhoff in bei Leer, unternahm es, die Heilsbotschaft, fee eee U a zu übersetzen. 3 Bu at näie Te ment in dat ostfräske plante öferset't van O. Boekhoff) ist im Verlage von A. H. F. Dunckmann in Aurich erschienen. Bibeln in plattdeutscher Mundart gibt es freilich bereits in mehreren Aus⸗ gaben; hier aber kommt zum ersten Male das Ostfriesische zu seinem Rechte, jenes Sprachidiom unserer äußersten nordwestdeutschen Ecke, das sich bisher in der— 1 iteratur noch nicht den Platz zu verschaffen wußte, wie z. B. das Platt Mecklenburgs oder Hol⸗ in ist es ein eigen Ding, das Wort der Heiligen steins. Immerhin Schrift nach unserm Lutherschen 4 in all seiner Wucht und 5 Herbheit in spezieller niederdeutscher wiederzugeben, und doch muß der Boekhoffsche Versuch als gelu bezeichnet werden. Die landläufige Ansicht ist freilich, daß das Plattdeutsche in seiner 5 Art sich mehr für Verlebendigung der humvristischen eiten unseres Daseins eigne; Fritz Reuter hat ja nach dieser Richtung hin Unübertreffliches geleistet und damit die Grundlage zu jener Anschauung ben. ist sie einseitig! Das Platt⸗ deutsche spricht ebenso sehr an, und im Munde eines Meisters von plattdeutscher Schrift und Sprache vielleicht noch mehr als im Dienste des Humors, wenn es sich ernsten Stoffen zuwendet. Zumal das Ostfriesische, dem eine gewisse Schwere und Breite in Form und Ausdruck eigen ist. Mit dieser Mundart läßt sich auch dem ernsten Bibelwort sehr gerecht werden. Der Uebersetzer hat sich in einer verdienstvollen Abel it eng an den griechischen Urtext des estaments gehalten, wie das ja auch Luther in seiner Bibel⸗ übersetzung getan hat. Da ist z: B die Bergpredigt.„Selig sünd dä, dä arm in dä Gäst sünd, denn för hör is dat Himmelriek.“ So reiht sich eine Seligpreisung an die andere, und dann folgt das eindringliche Lehren, Mahnen und Erläutern des Heilands in seiner wundervollen Predigt vom Gipfel des Hügels an das andächtig lauschende Volk. Je weiter man diese Worte im ost⸗ friesischen Sprachklang liest, desto packender, eindringlicher wirken sie, und damit ist wohl der Beweis wiederum geliefert, wie sehr sich niederdeutsche Sprachweise als Dolmetsch tiefster, heiligster und ernstester Gefühle eignet. Aber derartige mundartliche Uebertra⸗ gungen neben der sprachwissenschaftlichen Seite noch einen unmittelbaren praktischen Wert und Zweck. Das Hochdeutsch un⸗ serer Luther-Bibel, so rein und echt es ist, wird doch vielen Leuten unserer niederdeutschen Landesgebiete, die eben nur ihr Platt als Muttersprache kennen, in mancherlei Ausdrücken unverständlich sein. Ihrem Verständnisse kommen also derartige Uebertragungen in ihre eigene Sprache sehr zustatten. Vieles we sie so besser verstehen; jebt erst haben sie Gottes Wort in ihrer eigenen Muttersprache. lein ist das ostfriesische Neue Testament des Pastors f sserkant ein verdienstvolles Werk, das zu⸗ 0 da religiöses Fühlen neue Nahrung er⸗ d 8 0 5 bind begrüßen, daß eine wirklich deuts en ist, 0 5 8 er ste deut sche Modellhutausstellung. Uns wird geschrieben: Die Abkehr vom Fremden und das Auf⸗ sichselbstbesinnen, die der Krieg in allen Kreisen des deutschen] deutschem Wesen entsprin Volkes hervorgerufen hat, beginnen allmählich Früchte zu tragen] der altösterreichische Einf und Daseinskraft zu gewin⸗JDauerhaftes hervorbringen 8 und in sichtbaren Formen Gestalt nen. Das abgelaufene Kriegsjahr hat viele Gründungen vor sich ehen, viele Vereinigungen entstehen sehen, die sich die Ausrottung[sonne“. Auf eine Reihe von alscher Bevorzugung des Auslands und die Sammlung, oft auch] Lupus einen fle Schaffung inländischer Werte zum Ziel gesetzt haben. Wenn man chen darstellen und Geschmack keuftig aun Ausdruck zu bringen weiß. Die sormenklare modelle beweist, daß eine aus eganz dieser ende e durchaus lebensfähig ist; und kann und gediegene chlag zeigt, daß auch hier Bundestreue — Neue Heilerfolge mit„künstlicher Höhen⸗ krankheiten, die wir der i Ausschlag mit tuberkelhaltigen Kuöt⸗ nders im jugendlichen Alter zwischen dazu noch die durch den gegenwärtigen Zustand bewirkte Lahm⸗ dem 9. und 15. Lebensjahr auftreten, ist der Einfluß der Hoch⸗ legung des internationalen Welthandels und des mit diesem ver⸗ gebir, bundenen Austausches von Anregungen und Erzeugnissen in Be⸗ der f tracht zieht, erscheint diese Bewegung des Ausmerzens und Neu- griffe, da die Strahlenwirkung der n lange umumstritten. Die örtliche Behandlung chränkte sich aber trotzdem auf chirurgische Ein⸗ i Sonne für eine vollkommene sonne se ankheit schaffens ebenso gesund wie selbstverständlich und erfolg versprechend.] Heilung meist zu schwach war. Um die Anwendung der im Sonnen⸗ Ganz besonders deutlich erweisen sich diese Bestrebungen auf dem licht biologisch 5 g g* vom Aus- in größerer Intensität und auch in größerem Umfang— die land abhängig war. Zur Oösung dieses Problems ist der bereits] Anwendung von Höhenkuren ist 5 9 egonnene enge Anschluß zwischen Berlin und Wien besonders zu ermöglichen, konstruierte man nach vielen Versuchen eine künst⸗ verheißungsvoll. Um die Notwendigkeit und Berechtigung einer 910 Lichtquelle, die an ultravioletten Strahlen besonders reich Gebiete der Mode, die weitaus mehr als notwendig deutschen Mode einzusehen, braucht man durchaus nicht den etwas onders wirksamen sogen. ultravioletten Strahlen ja nur wenigen vergönnt Ueber die klinischen Resultate, speziell bei Lupus, die mit extremen Standpunkt jener Fanatiker zu teilen, die ein Ausschei⸗ dieser„künstlichen Höhensonne“, einer Quecksilberdampflampe, er⸗ den allen ausländischen Einflusses und damit auch eine Unter-] reicht wurden, berichtet Priv.⸗Doz. Dr. Rost in dem nächsten Heft ung der umgekehrten Wechselwirkung unserer neuen Produk-] der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Behandelt wurden an tion auf die anderer Länder anstreben. Die Mode ist nun einmal 100 Fälle, von denen 80 0% mit echtem Lupus behaftet waren. international, und sie starrsinnig nationalisieren, hieße, einen ihrer[Die Versuchserfahrungen ergaben zwei ganz verschiedene Arten von Wesenszüge vernichten. Doch während es bisher in vieler Be⸗ Erfolgen, je n Bestrahl ziehung nur französische und englische Moden gab, soll es nach örtliche Behandlung vorzog. Der Lupus hat häufig eine Erkrankung man eine allgemeine Bestrahlung oder eine Friedensschluß auch eine diesen gleichberechtigte deutsche Mode ge⸗ bestimmter Drüsengruppen und eine Herabsetzung des allgemeinen diese neue Hutmode eigentlich gar nicht so vollkommen neu ist, Naterial scheinen die verschiedensten Samtarten sich be⸗ derer Beliebtheit zu erfreuen. Wie immer die Stellungnahme kel tappt. jondern ihre eigene VCC 1 ben. Die zum Gedeihen dieser Bestrebungen in Berlin veranstal⸗] Körperzustandes im Gefolge. Hier zeigt die allgemeine Bestrahlung tete Ausstellung deutscher Hutmoden, die dem„Verband zur För⸗ ganz, besondere Kraft: die Kranken werden frisch und lebhaft, derung der deutschen Hutmode“ zu verdanken ist, zeigt interessante[ erhalten größeren Appetit, der wieder eine Proben der neuen Wirksamkeit. Schon beim flüchtigen Durch⸗ polster der Haut und eine bessere Durchblutung der gesamten Ge⸗ schreiten der künstlerisch ausgestatteten Räumlichkeiten erkennt man webe bewirkt. Gewichtszunahmen von 5 Kilogramm in einigen einen frischen und persönlichen Geist. Der Hauptcharakter der neuen] Wochen sind zu verzeichnen gewesen. Auch der besondere Krank⸗ Hutmodelle besteht in der bisher ungewohnten Höhe der Kopf- heitsprozeß wurde günstig beeinflußt dadurch, daß eine Trocknung formen, die mit der breiten und losen Machart unserer modernen nässender Stellen und neue 5 1 Frauenkleidung organisch zusammenhängt. Was der Gestalt durch] sprengte, abseits wuchernde Herde bildeten sich zurück. Zu dieser den 5 1122 5 e men wird, soll durch diese, in die Höhe strebende rm der Hüte 1* ö 0 wieder gut gemacht werden. Auffallend ist auch der Stil dieser] da der Einfluß auf den Krankheits verlauf trotzdem leichter und Hüte, der seltsam anheimelt und manchmal in irgend einer Weise[ mit größerem Nachdruck stattfand. Dadurch wurde wieder eine Ab an alte Kunststiche zu gemahnen scheint. Und bald erkennt man, ba ing der Fett⸗ Hautbildung eintrat, ja einzelne ver Allgemeinbestrahlung wurde nun eine lokal e Lichtb inzu⸗ gefügt; die Lichtdosen konnten dabei—— knapper bemessen werden, kürzung der gesamten Behandlungsdauer und eine Verminderung der Schmerzen bei jeder Behandlung erreicht. Die sonstigen Heil sie in vielem der Mode von 1870 und den Modelzen aus faktoren, wie frische Luft und Zuführung fetthaltiger Nahrung usw. noch weiter zurückliegenden Zeiten ähnelt. Es ist der alte Kreis- i lauf der Modelaune, die zu dem zurückkehrt, was ihr einst teuer war. Von prägsamer Eigenart ist die bei den ausgestellten Model⸗ len festzustellende häufige Wiederkehr der Zylinderhutformen, die durch 5 besten Sinne altväterischen Schmuck an Charakter ge⸗ winnt. 8 können neben der Lichtbehandlung ungehindert verwendet werden. Durch eine solche Kombination zweier Verfahren ist eine große Verbilligung in der Gesamtbehandlung und eine sehr kräftige 3 5** 2 5 fast immer eine Dauer⸗ ung moglich macht, erreicht worden, ohne daß unangenehme Narben zurückblieben. 1 a Berlin, 23. Sept.(Priv.⸗Tel.) Das„Berliner Tageblatt“ 0 5 5 Frauenwelt zu diesen Schöpfungen ausfallen mag— es ist zu] meldet aus Lübeck: Das neue Museum für Kunst⸗ und Hutmode im Entstehen be⸗[Kulturgeschichte, dessen Fertigstellung nahezu vier Jahre worden. und eine Mode noch dazu, die nicht schwankt und im] in Anspruch genommen hat, ist feierlich eingeweiht Meimma und ibren eigenen 0 N—— . Einkäufe zu machen Was würden die Tol dieses Frauenaus⸗ standes sein? Da New Vork bereits im Jahre 1910 nicht weniger als 586 193 Frauen zählte, die außerhalb ihres Heims gewerblich tätig waren, so würde es zweifellos eine ungeheure Störung der Maschine der Arbeit der Stadt bedeuten, wenn diese Frauen einen Tag die Arbeit aussetzen würden. Gleich am Morgen könnten zahl⸗ reiche Junggesellen zusehen, wo und wie sie ihr Frühstück bekämen, da die Köchinnen natürlich am Streike teilnehmen würden, und die Zahl der Restaurants, die ihnen im Laufe dieses Tages zur Ver⸗ fügung stehen würde, wäre auch recht beschränkt, mit Rücksicht darauf, daß weder Kellnerinnen noch Köchinnen ihre Arbeit tun würden. Da das Lehrpersonal in den Vereinigten Staaten zum überwiegenden Teile von Frauen gestellt wird, so würden die Schulkinder in der Schule keine Lehrerinnen finden und wieder umkehren müssen— was beiläufig vielleicht der erfreulichste Zug an dem ganzen Frauenausstande wäre. den Fernsprecher anruft, erhält keinen Anschluß; wer eine Maschinenschreiberin braucht, mag sehen, wo er bleibt; die Märkte wären leer, die großen Geschäftshäuser ohne Bedienung, die Wäsche der großen Stadt bliebe ungewaschen. Auch die Hotels, sowie zahlreiche Maschinen⸗ werkstätten würden durch den Streik der Frauen in große Ver⸗ legenheit geraten. Nach dem Plane der Führerinnen soll diefer Streik Ende September oder Anfang Oktober ins Werk gesetzt wer⸗ den. Der Streik der Frauen ist ja in der Geschichte nicht ganz neu, aber zwischen dem Frauenstreik, den Aristophanes in seiner„Lysi⸗ strata“ und den dann auch Anzengruber in den„Kreuzelschreibern“ verwandt hat, und dem Streike, den die Frauenrechtlerinnen in New Pork jetzt planen, besteht doch ein gar gewaltiger Unterschied. vVermischtes. Ein Wagenunfall des Papstes. Mailand, 23. Sept.(WTB. Nichtamtlich.)„Corriere della Sera“ meldet aus Rom: Gestern morgen erlitt der Papst auf einer Spazierfahrt in den patikanischen Gärten einen Wagen Auf größeres Gut für so⸗ fort tücht. Knecht bei hobem Lohn gesucht. Verheiratete erhalten freie Wohnung und Zubehör. Zu erfragen in der Geschäftsst. d. Gieß. Anz. ez n Neuherg.5⸗Z.⸗W. n. Zub. u. Gartenant. i.2 St, v. 1. Okt. Su. Ecke Stein- u. Dammstr. 41. den Verkaufsstand. den Speck“, und selbst die hohe Polizei ve den mit un⸗ eheurer Wucht geführten Vorstoß nicht aufzuhalten. Ja, beim nblick all der wunderschönen Schinken und der prächtig—— schauenden Wurstguirlanden geriet das e Volk dermaßen in Hitze, daß alsbald eine gewaltige eilerei im Gange war. Jeder einzelne fühlte es im Innersten, es ging um die Wurst! Mit Stöcken, Regenschirmen und Fäusten schlug man infolgedessen aufeinander los. Kinder wurden umgerissen, Männer fluchten, Weiber schrien. Und zwei besonders rabiate Vertreterinnen des schönen Geschlechts 1 15 sich keifend am Boden und rissen sich die Haare gegenseitig büschelweise vom Schädeldach. Endlich kam einem der rat⸗ und macht os dastehenden Ucbe wachungsbeam⸗ ten ein rettender Gedanke Als nämlich das Gefecht seinen Höhe⸗ punkt erreicht hatte, befahl er kurz entschlossen, daß die Artillerie in Gestalt einer Feuerspritze unverzüglich in den Kampf ein⸗ greifen solle. Im nächsten Augenblick rasselte auch schon das e Fahrzeug heran, und siehe da: ein einziger wohlgezielter„Schuß“ aus dem Rohr dieses merkwürdigen Geschützes— und das eben noch hoch auflodernde Großfeuer der Leidenschaften war gelöscht und unschädlich gemacht. Unfall. Beide Pferde stürzten, eins verendete. Der Papst blieb unverletzt und setzte seinen Spaziergang zu Fuß fort. * Ein Straßenbahnunglück in Amerika. New Mork, 23. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bei dem Bau eines Tunnels einer neuen Untergrundbahn ereignete sich eine Dynamit erplosion. 7 Personen wurden getötet, 5 Arbeiter und 2 Fahr⸗ gäste eines Straßenbahnwagens, der in dem durch die Explosion aufgerissenen Erdloch verschwand. In dem Straßenbahnwagen befanden sich 78 Fahrgäste, unter denen eine Panik aus- brach. Mehrere Frauen zertrümmerten mit bloßen Händen die Fensterscheiben, um aus dem Wagen zu entkommen. Die Straße, in der sich das Unglück ereignete, war sehr belebt; da aber die Fußsteige zu beiden Seiten der Straße unbeschädiat blieben, fielen nur einige Fußgänger in das Erdloch. Bauunternehmer sagen, es sei bei der Explosion wahrscheinlich ein großes Fels- stück abgesprengt worden, so daß die Stützen des Tunnels zer⸗ brachen und diefen zum Einsturz gebracht hätten. Im Augenblick der Explosion waren 70 Mann an der Arbeit, die meisten hatten sich aber rechtzeitig in Sicherheit gebracht. * 5. * Eine Hausfrauenschlacht. Aus Swinemünde üchte 175 5 ein hst en Schlachthof. Bon fende S S 0 sich dieser Tage im hiesigen Schlachthof. Dort findet der stä 0 daß 5 sich 1 1 1 2 ener großen Zuspruchs erfreut, so daß die Vorräte stets rasch zusammen⸗ scmelzen. Jüngst batten sich wiederum hunderte von Näufern und Mineral⸗ Käuferinnen vor dem Schlachthofe eingefunden, und mit Ungeduld harrten sie auf den Beginn des Verkaufes. Als dann die Tore Pastillen geöffnet wurden, unternahm die inzwischen durch das gegenseitige „Drängeln“ bereits in gereizte kriegerische Stimmung geratene fleischlüsterne Menge einen 710388 Nachahmungen weise man zurück. regelrechten Surmangriff auf Jeder wollte als Erster„ran an Gut erhalt. zu kaufen gesucht. Plockstraße 11 1. Vebschledesses Wer arbeitet Steypdecken wieder auf? Angebote zu Wandgasbadcofen 7594 Keks und feldes Face empfiehlt Aug. Seip, Jo Kachfl. Seltersweg 22.(d versteigerung. 111 1 1 1 Fürs Feld sinden Se bel uns gut und preiswert Mräf f Lackes HE TIDimer 6 4 0 6 Extra- Stistel Ledergamaschen WIckel gamaschen sg . 78 0 7 el 2 3 Gummistiefel Pantoffel beberschlupfer n—** mit großem Gartenantell ist] ge sucht 7587 Spannhaltef Sporen Einlegsonlen. lief ere f Labnstraßze 9 zum 1. Oktober od. später an Ang Struck, Koblenbandl. feservosohlen u. Lederrlomen Schunsalben 7 Lal. dabfer gegen Barzahlung: ruhige Leute zu vermieten. 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Die beschlagnahmten Gegenstände bleiben bis auf weiteres in e e Freiwillige ieferungen können nicht mehr gen, da die städtische Metallabnahmestelle geschlossen ist. Nachstehend gebe ich nochmals die 1 Bestimmungen der 8 vom 31. Juli 1915 sowie die Strafbestimmungen 8 2. Von der Verordnung betroffene Gegenstände. 11 8. Kupfer und 8 auen „Geschirre und Wirtschaftsgeräte jeder Art für Kit und wie beispielsweise Koch⸗ und Einlegekessel, Marmeladen⸗ und Speiseeiskessel, Töpfe, Fruchtlocher, Pfannen, Back⸗ sormen, Kasserollen, Kühler, Schüsseln, Mörser usw.; 2. Waschkessel, Türen an Kachelöfen und Kochmaschinen bezw. Herden; 1 a 3. Badewannen, Warmwasserschifse, behälter, blasen,⸗schlan⸗ Warmwasserbereiter(Boiler) in Koch⸗ gen, Druckkessel, 1 maschinen und Herden; Wasserkasten, eingebaute Kessel aller Art. Aelteres, zuperläß. Hadchen für Küche u. Hausarbeit sucht Stellung p. 1. od. 15. Oktober. Zu erfrag. Bismarckstr. 14 l. bis um 3 Uhr nachm.(05225 nutzung des vorgeschriebenen dung der bes stände an die mit Hinterhaus. ²²4 6 Morgen kommt auf dem Brandolatz eine große Menge Kaufgesuche bollandisches Gemüse zum Verkauf,. 15 Wir iing von 15 Pfg. an, Rotkraut in allen Größen. Weißkohl ver a av 0 g und 0 25„Hammel. See Aude.. 184 Billigste Preise! Händler nicht ausgeschlossen. an den Gießener Anz. erb. 7601] Verkaufe 2 dreijährige Stiere fene de rima Tafeläpfel. Wilb. Metz II., Nieder⸗Ofleiden b. Alsfeld Bahnst.N.⸗Ofleiden sing und Reinnickel. Klasse B. Gegenstände aus Reinnickel: Behörden innerhalb der von den letzteren festzufetzenden Frist ein⸗ J. Geschirre und Wirtschaftsgegenstände jeder Art für Küchen] zureichen. Nicht zu melden sind diejenigen Gegenstände, die be⸗ und Backstuben, reits nach der Bekanntmachung betr. Bestandsmeldung und Be⸗ wie beispielsweise Koch- und Einl. Marme⸗ e für Metall M. 1/4 15 K. R. A. vom I. Mai 1915 der laden⸗ und Speiseeiskessel, Frucht„Servierplat⸗ 1 icht unterlagen. ten, Pfannen, Backformen, Kasserollen, Kühler, üUs⸗ 9 8. * Ausnahmen. 2. Einsätze für Kocheinrichtungen, wie Kessel, Deckelschalen, Innentöpfe nebst Deckeln an Kipptöpfen, Kartoffel⸗, Fisch⸗ und Fleischeinsätze usw. nebst Reinnickelarmaturen. 8 8. Von der Verordnung betroffene Personen und Betriebe. Von der Verordnung werden betroffen: 1. Handlungen, Laden und Installationsgeschäfte, Fabriken und rivatpersonen, die obengenannte Gegenstände er eugen oder verkaufen, oder die solche Gegenstände, die zum Verkauf be⸗ stimmt sind, im Besitz oder in Gewahrsam haben; Ausgenommen sind mit dem beschlagnahmten Metall über⸗ zogene(z. B. gal vanisch) und plattierte Gegenstände aus Eisen oder einem anderen nicht beschlagnahmten Metall. Bestehen Zweifel, ob gewisse Gegenstände von der Verord⸗ nung betroffen sind, so kann eine Befreiung von der Beschlag⸗ nahme bewilligt werden. Ueber die Befreiung entscheidet die 4 5 50 Durchführung der Verordnung beauftragte Behörde end⸗ gültig. 12. Stappestinmungen 1 8 a 1—. e 14 een. 1 Haus 5 8 ormular n in esetzlichen Frist einrei r wissent⸗ 4. Unternehmungen zur Verpflegung fremder Personen, ins⸗ lich unrichtige oder unpoflftändige Angabe macht oder den er⸗ besondere Gast⸗ und Schankwirtschaften, Pensionate, Kaffee⸗ haus- Konditorei- und Küchenbetriebe, Kantinen, Speise⸗ anstalten aller Art, auch solche auf Schiffen, Bahnen u. dergl.; ffentlee leinschl. kirchliche und stiftische usw) und private flege- und Kuranstalten, Kliniken, Hospitäler, Heime, 5. öffentliche Heil⸗, P 8 Erziehungs- und Strafanstalten, Arbeits häuser u. dergl. lassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt, wird mit Ge⸗ jängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrase bis zu zehn⸗ tausend Mark bestraft. Auch können Vorräte, die verschoegen sind, im Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden. Fahr⸗ lässige Verletzung der Auskunftspflicht wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend rl, im Unvermögensfalle mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. 7 8. Ferner wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, wer das Verbot gemäß 88 4 und 5 dieser Verord⸗ nung übertritt oder zur Uebertretung auffordert oder anreizt. Gießen, den 21. September 1915. 75668 Der Oberbürgermeister. Keller, 8 5 8 0 g Meldepflicht. Die von der Beschlagnahme Betroffenen haben unter Be⸗ Meldevordrucks eine Bestandsmel⸗ chlagnahmten, durch 8 2 gekennzeichneten Gegen⸗ der Durchführung der Verordnung beauftragten