f Erstes Blatt . ee Sonntags.— Beilagen: 0 jährl. Mt. 2.20: durch 1 3 5. N h e 14 die ost Mk. 2.—piertel⸗ lanfüt en Mes Gieh a jährl. ausschl. Bestellg D e Zeilenpreis: lokal 15 Pl., .—— 3 ausw. 20 Pf.— Haupt- vieischaftliche Seit f schriftleiter: Aug. Goetz 165. Jahrgang wirtschaftli. Kicle * Fernen c 2 Beeten ante 7 eschäftsste Adresse für Drahtnach⸗ 5 5 22 nnahme von An n für die n bis vormittags 9 Uhr. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. miontag, 20. September 10¹⁵ Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel · Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. TB.) rohes Haubpteuartier, 18. Sept. Amtlich.) a Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Schiffe, die sich vor Dünkirchen zeigten, wurden von unseren de Ein Zerstörer wurde getroffen. An der Front ist die Lage unverändert. Die Franzosen versuchten vergeblich, das ihnen bei Perthes entrissene Grabenstück zurückzugewinnen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls ö. von Hindenburg. g liche Vorstüße bei Schlok sind abgeschlagen; der A auf den Brückenkopf von Dünaburg wird fort⸗ gesetzt: Teile der feindlichen Vorstellungen sind genommen. Bei Wilna sind unsere Truppen im weiteren Vor⸗ gehen. Zwischen Wilia und Niemen wurde die russische Front an verschiedenen Stellen durchbrochen; seit heute früh ift der Feind im Rückzuge. Es wurden 26 Offiziere und 5380 Mann zu Gefangenen gemacht und 16 Ma⸗ schinengewehre erbeutet.. 2 Der rechte Flügel und die Heeresgruppe des General⸗ feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern haben — e über die Szezara gebracht; der Feind beginnt zu en. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der Gegend von Telechany, Logischin und südöstlich von Pinsk ist der Feind weiter zurückgedrängt. Die Beute bei der Verfolgung auf Pinsk hat sich auf 21 Offi⸗ ziere, 2500 Mann, 9 Maschinengewehre erhöht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Vor den deutschen Truppen haben die Russen den Rück⸗ zug angetreten. Die Beute von Nowo⸗Georgiewsk eee Krieges Luftangriffen nicht ausgesetzt sein yollte. Da es dem Minifter unmöglich verborgen sein kann, daß London durch eine große Anzahl ständiger Befesti⸗ gungswerke und eine noch größere Anzahl von Feld⸗ werken befestigt ist, handelt es sich hier um eine be⸗ wußt falsche Darstellung. Der Minister hat außer⸗ dem anzuführen vergessen, daß die deutschen Luftfahrzeuge bei ihrem Erscheinen über London stets zuerst von englischer Seite beschossen worden sind. Auch erwähnt er nicht die für die Beurteilung der Sachlage recht wichtige Tatsache der fortgesetzten Angriffe durch Flugzeuge der Verbündeten auf offene und weit außerhalb des Ope⸗ rationsgebietes gelegene deutsche Ortschaften, ja sogar auf harmlose Reisende in Personenzügen, die natürlich außer Stande sind, sich zu wehren. Oberste Heeresleitung. . ö Notiz: Bray liegt an der Somme, 7 Kilometer südlich Albert.. 5 a 0 „* Es ist eine echt Hindenburgtsche Siegesmeldung, die uns mit dem Seri Bericht der deutschen Heeresleitung vorgelegt worden ist, und nach einigem Studium erkennt man, daß außer der Einnahme von Wilna auch noch andere, überragende strategische Erfolge errungen worden sind. Der Laie durchläuft die wenigen Zeilen flüchtig suchend und sein Blick heftet sich auf den:„Das stark befestigte Wilna fiel in unsere Herz nicht bei der lange erwarteten Kunde vom Falle der 8 Hauptstadt Litauens! Wollen wir sie jemals wieder aus den Händen lassen, ist ihre Ergreifung nicht ein viele Ereignisse überragender Markstein in unserer tatenerfüllten Zeit? Unsere stolzen Truppen haben ihden Einzug wieder in eine sehr ansehnliche, 200 000 Einwohner zählende Groß⸗ stadt Westrußlands halten dürfen. Und doch müssen wir darauf aufmerksam werden, daß Hindenburg uns 25 auf eine andere strategische Entwicklung hinweist. Wir fol⸗ gen seinen Angaben über den umfaf Angriff der betrügt nach jetzt ahgeschlossener Zählung: 160 Armee des Generalobersten v. Eichhorn, und beim Blick auf 1640 Geschüͤtze, die Karte d ckt es uns mit freudiger Erkenntnis. Wilna N. ist 105 Naa en, weil es den Russen e einen 12— ehre,. aßi 1 utreten, sondern weil die höchste, letzte 100 000 Schuß Artilletiemunition, n der, b ee 7098 000 Gewehrpatronen. Die Zahl der bei Kowno erbeuteten Geschütze ist auf 1301 gestiegen. . 5. Oberste Heeresleitung. STB.) Großes Hauptquartier, 19. Sept. Amtlich.). Westlicher Kriegsschauplatz.. Südöstlich von Bray(an der Somme) gelang eine ausgedehnte Sprengung in und hinter der feindlichen Stellung. In dem anschließenden, für uns günstigen Gefecht hatten die Franzosen erhebliche blutige Ver⸗ lu ste. Es wurden einige Gefangene gemacht. westlich der Argonnen wurden schanzende feind⸗ liche Abteilungen durch Artilleriefener unter schweren Ver⸗ lusten zersprengt. Das lebhafte Artilleriefeuer dunert auf einem großen Teile der Front an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Der umfassende Angriff der Armee des Generalobersten v. Eichhorn gegen Wilna hat zu vollem Erfolge geführt. Unser linter Flügel erreichte Molodeczno, Smorgon und Wornjamy. Versuche des Feindes, mit eilig zusammengerafften starken Kräften unsere Linien in Richtung auf Michalischki zu durchbrechen, scheiterten völlig. Durch die unaufhaltsam vorschreitende Umfassungs⸗ bewegung und den gleichzeitigen scharfen Angriff der Armeen der Generale v. Scholtz und v. Gallwitz gegen die Front 0 des Feindes ist der Gegner seit gestern zumeiligen Rück⸗ Rast dauernd im Gefecht und im Marsch sind, eine groß— 1 auf der ganzen Front gezwungen; das starkfartige Leistung, die von der Hingabe und Ausdauer der efestigte Wilna fiel in unsere Hand. Der Geg⸗ Truppen den glänzendsten Beweis gibt. Auf dem nördlichen ner wird auf der ganzen Linie verfolgt. 1 e die 3 9 55 vor, 1 dem linken en ie Armee Gallwitz und südlich anschließend ist die Heeres— 1 e eee“. gruppe des Prinzen Leopold gelangt in die Linie von Niena⸗ 5 5 1 I dowicze, 23 Kilometer nördlich von Slonim, über Derewnoje Auch hier wird der zurückgehende Feind verfolgt. Die lometer östli Son D Fl. elf Heeresgruppe erreichte die Linie Nienadowicze 15 Kilometer nordöstlich von Slonim, nach Dombromyhl, elf 3 Kilometer östlich des Uebergangs der Strecke Kobryn—Bara— 2 1 Dobromysl. Feindliche Nachuten wur⸗ nowitsch über die Schara. Diesem wichtigen Knotenpunkt— denn in Baranowitsch treffen sich fünf Linien aus allen deeres teure t Nader nerfcalls Himmelsrichtungen— nähert sich also der rechte Flügel der f a N Heeresgruppe, die feindliche Nachhuten vor sich hertreibt. Nördlich von Pinsk ist die Wisliza erreicht. Süd⸗ . 1 Die nächsten Tage werden Nachrichten bringen, wie sich lich der Stadt ist der Strumenüberschritten. die russische Lage gestaltet. Die„Köln. Ztg.“ ruft bei der N Südöstlicher Kriegsschauplatz. 4 79— 2* strategischen Entwicklung eine zeitgemäße 1 8 rinnerung wach: Die Lage ist unverändert.„Da man in Petersburg und London das Jahr 1812 immer . 5 5* wieder zum Vergleich anwendet, sei, so schreibt sie, nur daran 1 l 4 n 45 berüchtigte W Nr. 29, das den Untergang menglischen Unterhause hat nach Zeitungs-„ er Mari inister Balfour behauptet, Lon⸗ decznuo, 3. Dezember. Er schließt mit den unvergeßlichen Wor 5 ten: Die Gesundheit des Kaisers ist niemals besser gewesen. Von ie 45 1. NM Smorgon aus tua Napaleon die Heimfahrt im Schlitten an. an a 0„ e den sind. heute steht es keineswegs fest, daß die feind⸗ lichen Truppen den umgreifsenden Bewegungen der Deut⸗ schen sich werden entzie können. Es ist in den letzten Tagen schon hervorgetreten, mit welcher Kraft und Ge⸗ schwindigkeit Generaloberst v. Eichhorns linker Flügel aus der Gegend von Swenzjany her sich nach Südosten vor⸗ 8 hat. Heereskavallerie eilte ihm voraus und schlug ie feindliche aus dem Felde, um an die Bahnlinien zu kommen, die Wilna mit dem Innern Rußlands verbinden. Die Armeen der Generale Eichhorn, Gallwitz und von Scholtz stehen in einem einen Winkel von 300 Grad umspannenden Bogen um den Raum von Wilna herum. Nach dem Verlust der Bahn nach Minsk durch die Besetzung von Moledeschno und Smorgon ist nur noch die Bahn nach Baranowitsch— Rowno und der zwischen beiden Bahnlinien liegenden mit Straßen nicht besonders gesegnete Raum im Besitz der Russen. Benutzbar ist die Bahne nach Rowno für sie kaum noch, denn angesichts des scharfen Angriffes der Armeen Scholtz und von Gallwitz, die die Schara bereits überschritten haben, und angesichts der am Samstag gemeldeten Durch— brechung der russischen Front zwischen Wilija und Niemen können die deutschen Truppen nicht mehr weit von der Strecke Wilna— Lida— Baranowitsch entfernt sein. Vielleicht ist sie jetzt schon von ihnen erreicht. Ein verzweifelter Versuch der Russen, mit schnell zusammengerafften starken Kräften durch einen Gewaltstoß nach Norden auf Michalischki, 14 Kilometer nordöstlich von Wornjany, die drohende Umfassung zu ver- hindern, scheiterte. Von beiden Seiten drücken die Glieder der riesjsgen Zange, die Feldmarschall v. Hindenburg leitet, auf den weichenden Feind, der seit Samstag in eiligem Rück⸗ zug ist, um nach Osten zu entkommen. Hinter ihm her hasten die Verfolger, die nun schon seit Wochen ohne Ruhe und 8 2 Er soll dabei nur durch das Ehrgefühl eines deutschen Offtziers D waina in deusscher Hand. Hand.“ Und wirklich, wem pocht das steh dem Meuchelmord entkommen sein, den französische Offiziere gegen ihn planten, wie dem auch sei, jedenfalls rettete ihn nur die Aufopferung der sächsischen Regimenter von Rechten und von Low und des Restes der badischen Trupten unter dem Grafen Hoch⸗ berg am 4. Dezember bei Molodeczno, die der russischen Verfol⸗ gung Halt geboten und dabei untergingen. Und am 5. Dezember waren es die unglücklichen Kontingente der kleinen deutschen Fürsten in Smorgon, die einen Kosakenüberfall abschlugen. Auch sie blieben fast vollständig in Rußland verschwunden. Unter so veränderten Verhältnissen treten die weltverlassenen Orte jetzt wieder in der Weltgeschichte herroer 2 1 Wilna. Wilna ist mit seinen etwa 200 000 Einwohnern nach Warschau, Lodz und Riga die größte Stadt im ganzen westlichen Rußland Anmutig erstreckt sich die ehemalige Hauptstadt Litauens mit ihren größeren und kleineren Vorstädten Antokol, Saretschje, Pogul⸗ janka und Lukischki über die 250 Meter hohen Hügel, an der Ein⸗ mündung der Wileika in die Wilija. Trotz der hohen Einwohner⸗ zahl macht der„Ort der üblen Düfte“, wie die Russen Wilna nennen, durchaus nicht den Eindruck einer Großstadt. Träge und schmutzig ziehen sich die engen, schlecht gepflasterten Straßen durch die Stadt. Nur ganz gelegentlich erweitern sie sich zu einem Platz Besonders viel Sehenswertes gibt es in Wilna nicht. Immerhin aber begegnet man, wenn man die schmalen Gassen durchwandert, doch manchem Palast, in dem vor Zeiten vornehme polnische Familien ihre Feste gefeiert haben, und manches altertümliche Ge⸗ bäude trägt noch die Spuren seines einstigen Glanzes. Vor allem wird der Fremde durch das eigenartige Leben auf der 54— woxotnaja gefesselt, die vom Bahnhof aus zu dem mit gärtnerischen Anlagen geschmückten Theaterplatz führt, auf dem die ansehnliche griechisch⸗katholische Nikolaus⸗Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert 5 Das älteste Gotteshaus in Wilna ist die römisch⸗katholische St. Stanislaus⸗Kathedrale. Weithin ist ihr hochragender Glocken⸗ turm sichtbar, dessen unterer Teil noch aus dem 14. Jahrhundert stammen soll. An der Stelle der heutigen Kirche stand vor dieser Zeit eine dem Lichtgott Perkuna, dem obersten Gott der alten heid⸗ nischen Litauer und Letten, geheiligter Tempel, der unter dem Großfürsten Wladislas Jagiello, seit dem Jahre 1386 auch König von Polen, zu einem christlichen Gotteshause umgewandelt wurde. Die griechische Tempelform, in welcher Gestalt sich die St. Stanislaus⸗Kathedrale heute darbietet, geht auf das Jahr 1801 zurück, in dem die Kirche eine gründliche Erneuerung erfuhr. Sechs gewaltige Säulen im dorischen Stil bilden den Portikus, dessen Giebelfeld reich geschmückt ist. Auch im Innern birgt die Kirche 3 Schmuck und wertvolle Schätze. In einer barocken Marmor⸗ kapellé wird der silberne, etwa 1200 Kilogramm schwere Sarg des heiligen Kasimir aufbewahrt. Auf dem Kathedralplatz hat seit dem Jahre 1903 ein Bronzestandbild der Kaiserin Katharina II. von Antokolstij Aufstellung gefunden, und in deren Nähe ist auch einem der bedeutendsten russischen Dichter, Alexander Sergejewitsch Pusch⸗ kin, ein Denkmal errichtet. 0 In die Zeiten des 16. 3 zurück führt die Ruine des vom Großfürsten Gedimin erbauten Schlosses, das vom Schloß⸗ berg auf die zu seinen Füßen vorbeieilende Wilija herabblickt. Das Schloß war vom 16. bis zum 18. Jahrhundert die Residenz der Wilnaer Erzbischöse und zuletzt Sitz des Generalgouperneurs. Davor steht ein im Jahre 18388 gufsgeführtes Bronzestandbild des Grafen Michael Murawjeff. Als sich im Jahre 1863 der polnische Aufstand bis nach Litauen verbreitete, hatte ihn der Kaiser von Rußland als Generalgouverneur nach Wilna gesandt, wo er mit derartiger Grausamkeit eingriff, daß er sich in ganz Europa ver⸗ haßt machte. Aber es gelang ihm, den Aufstand zu unterdrücken, eine Tat, die ihm den Grafentitel einbrachte. Murawjeff war dann bis zum Jahre 1865 Generalgouverneur von Wilna. Dem Schlosse gegenüber steht das Gebäude der ehemaligen Universität. Sie war im Jahre 1578 von Stephan Bathory als Akademie gegründet worden, erfuhr im Jahre 1803 durch Kaiser Alexander I. die Um⸗ wandlung in eine Universität, wurde aber im Jahre 1832 wieder aufgehoben. Dagegen ist die etwa 200 000 Bände zählende Biblio⸗ thek mit ihren wertvollen Dokumenten in der Stadt verblieben. Die Geschichte Wilnas reicht bis tief in die Zeiten heid⸗ nischer Gottesverehrung zurück. Es war der Mittelpunkt dieses Kults, und am Fuße des Hügels, auf dem Großfürst Gedimin von Litauen die Burg erbaute, wurde ein heiliges Feuer unter⸗ halten. Im Jahre 1128 wurde die Stadt zum ersten Male ur⸗ kundlich erwähnt, und auch später begegnet man dem Namen Zur Wilda und Wildau häufig in den Chroniken. Schon im Jahre 1323 wurde Wilna zur Hauptstadt des Großfürstentums Litauen erhoben, bis es im Ja 1795 zusammen mit ganz Litauen an Rußland kam. In den Kämpfen der Polen mit den deutschen Ordensrittern, den Tataren und russischen Großfürsten hatte Wilna oft im Brennpunkte der Geschehnisse gestanden, und auch im 17. und 18. Jahrhundert war es durch Plünderungen und Ver⸗ wüstungen der Schweden, Russen und Kosaken schwer heimgesucht. Tapfer leistete die Stadt später den Russen Widerstand; aber trotz⸗ dem wurde sie am 12. August 1794 von den Moskowitern einge nommen. Auch im Feldzug Frankreichs gegen Rußland im Jahre 1812 hat Wilna eine bedeutende Rolle gespielt. Es wurde näm⸗ lich bei Beginn des Krieges von Napoleon besetzt, und wie der Niemen zur französischen Operationsbasis wurde, so wurde Wilna der Mittelpunkt der französischen Organisation. Auf seinem Rück zuge kehrte Napoleon wieder hier ein. Mit nur 15000 Mann erreichte er damals die Stadt Wilna, die er am 6. Dezember ver⸗ kleidet verließ, um in einem Bauernschlitten über Warschau und Dresden nach Paris zu eilen. *** Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich mird nerlautbart: 18. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die russische Offensive in Ostgalizien ist an der Strupa zusammengebruchen. Der Feind räumte gestern das Gefechtsfeld der letzten Tage und wich an den Sereth. Zurückgelassenes Kriegsmaterial und andere An zeichen schleunigen Aufbruches lassen erkennen, daß der russische Rückzug in Hast und Eile vor sich ging. Die Ver⸗ Ew ĩð 1 ³˙ 1 199 . luste die der Gegner vor unseren Stellungen erlitten hat, erweisen sich als sehr groß. 5 2 An der Ikwa ist die Lage unverändert. Im wol⸗ hunischen Festungsgebiet dauerten die Kämpfe mit überlegenen russischen Kräften au. Wir schlugen zahlreiche Angriffe ab. Heute nahmen wir Teile unserer dortigen Front in welter westlich liegende vorbereitete Stellungen zurück. die k. und k. Streitkräfte in Litauen erkämpften sich im Verein mit den Verbündeten den Uebergang auf das nördliche Ufer der Szezara. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Tiroler und Kärntner Grenzgebiet hat sich ghnestern nichts von Bedeutung ereignet. Ein Waldbrand vor Aunserer Popena⸗Stellung(südlich Schluderbach) zwang die 5 Italiener, ihre Linien zu räumen. Im Raume von Flitsch müht sich der Feind unter schwersten Verlusten weiter damit aab sich an unsere Befestigungen heranzuarbeiten. Wieder⸗ bheolte italienische Angriffe auf den Ravelnik und gegen die Stellungen am Westhange des Javorcek brachen zusammen. Die Behauptung des offlziellen' itallenischen Tagesberichtes vom 16. September, wird würden Geschosse verwenden, die 8 3— enthalten, ist selbstverständlich eine böswillige 5 Erfindung. Der Stellbertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 19. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcerlautbart: 19. September 1915. 5 Russischer Kriegsschauplatz. . In Ostgalizien verlief der gestrige Tag ruhig. Gegenüber unseren Linien an der Iiwa entwickelte der Feind stärkere Artillerietätigkeit. Im wo lhynischen Festungsdreieck ging die Besetzung unserer neuen Stel- lung ohne Störung durch den Gegner von statten. Der aus Litauen zurückweichende Feind wird von den dort inmitten * 4585 Armeen vordringenden k. und k. Streitkräften ver⸗ 8 olgt. 1 Italienischer Kriegsschauplatz. 5 Gestern eröffnete die italienische schwere Artil— lerie neuerdings ein lebhaftes Feuer gegen unsere Werke auf den Hochflächen von Bilgereuth und Lafraun. Im übrigen ist die Lage im Tiroler und Kärntner Grenz⸗ gebiet unverändert. Der gegen den Raum von Flitsch an⸗ gesetzte Angriff, der dem Feind im Talbecken allein über 1000 Mann kostete, ist gescheitert. Heute früh waren die 5 vordersten Gräben bereits von den Italienern verlassen. Im BVBrsiecchehiete versuchte der Gegner unter dem Schütze des Abendnebels eine unserer Vorstellungen zu überfallen. Diese Unternehmung scheiterte vollständig. Gegen Mitter⸗ nacht sprengten unsere Truppen von den Itaienern errichteten Mauer⸗ und Sandwexke mit den dahinter befind⸗ lichen Feinden in die Luft. Im Südwest⸗Abschnitt der Karst⸗ biochfläche von Doberdo wurde die vergangene Nacht durch Sprengung feindlicher Sappen ausgenützt. Der Stellvertreter des Chefs des Generälstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * f 1 * Zur Einnahme von Wilna. schrecklichste Augenblick sei, wenn die Fliehenden tren Dorfern Lebewohl sagten. Kaum hätten sie 3—4 Werst hinter sich, so fingen schon die Dörfer von allen Seiten zu brennen an. Dann mache die Karawane Halt, aller Blicke richteten sich zum lohenden Himmel. Die weinenden Männer zogen schreiend die Mützen und bekreuzten sich, die Weiber heulten und die Kinder überschrien das ganze. Die Herstellung von Kriegsmaterial in Rußland. Berlin, 20. Sept. Nach der„Vossischen Zeitung“ meldet die„Nowoje Wremja“ aus Petersburg: Die Bewegung zur Mo⸗ bilisierung der gesamten Bevölkerung für die Her⸗ stellung von Kriegsmaterial wächst andauernd. Ueber das ganze Reich haben sich 100 lokale Komitees gebildet mit einem Zentral⸗ komitee in Petersburg. Viele Fabriken und Werkstätten wurden in den Dienst des Heeres gestellt. Die Universitäts⸗Laboratorien und technischen Schulen sind mit der Herstellung von Explosiv⸗ stoffen beschäftigt. Professoren und Studenten leiten die Arbeiten auch in vielen Fabriken. Der russische Bericht. Petersburg, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus teilt mit: 1 a Die Kämpfe an der Front westlich Dünn a burg dauern mit derselben Hartnäckigkeit an. Wir schlugen deutsche Angriffe nörblich Illukst zurück und brachten dem Feind schwere Verluste bei. Wir machten hier durch Gegenangriffe ungefähr 100 Gefangene und bestatteten nach dem Kampfe zahlreiche feindliche Leichen. Haußen deutscher Leichen liegen vor unseren Drahthindernissen. Wir schlugen gleichfalls einen deutschen Angriff bei der Eisenbahnstation Je⸗ lofka, westlich Illukst ab, indem wir den Deutschen schwere Verluste zufügten, und sie zur Flucht zwangen. Durch einen zweiten Angriff gelang es den r das Gehöft ⸗Steider zu erobern, wo unsere Schützengräben durch die deutsche schwvere Artillerie vollständig zerstört wurden. Deutsche Truppenteile, die gewisse Bezirke zwischen Trily und dem Zamrawafee angriffen, wurden durch das Feuer unserer Stellungen in die Gegend der Seen füdwestlich und südlich Dünaburg zurückgewiesen. Die Deutschen sahen sich gezwungen, wegen unseres vernichtenden Feuers zur Sappeurarbeit ihre Zu⸗ flucht zu nehmen. Die hartnäckigen Angriffe des egners lassen nicht nach. Deutsche Abteilungen erschtenen südlich Dünaburg, im Gebiete der oberen Dissenka. Der Gegner be⸗ setzte das Dorf Widsy. Vorgeschobene feindliche Truppenabteilun⸗ gen nahmen den Bahnhof von Wileika in Besitz. Auf dem linken Ufer der Wil ia, westlich Wileika, sind hartnäckige Kämpfe im Gange. Dieselbe Hartnäckigkeit kennzeichnet die Kämpfe an der mittleren Wilia, in der nächsten Umgebung der Stadt Wilna, Der Feind versucht hartnäckig, in die Stadt einzudringen. Südwestlich Orany werden unsere Abteilungen durch hartnäckige Angriffe bei Radum und Smiltching bedrängt. Bei Zarstschie, westlich Schoutschiy ist ein Kampf im Gang. Viele deutsche Leichen liegen vor unserer Front. In der Gegend westlich des Flusses Lebeda, eines rechten Nebenflusses des oberen Nemen, entwickelt der Feind ein heftiges Artilleriefeuer bei den Dörfern Malewitschi 75 Dubrowa. Unsere Deckungstruppen wurden dort etwas be⸗ rängt.— 4 4 Auf der Szezarafront überschritten die Deutschen unter dem Schutze des Nebels den genannten Fluß auf Pontons bei der Meierei Richtschitza, südlich Slonim. Feindliche Vorhuten, die zwi⸗ schen der Jasiolda und dem Pripet die Offensive unternah⸗ men, erschienen an der Mündung der Jasiolda in den Pripet, und] ke 18 te i rt zwar auf dem rechten Jasioldaufer und bei der Stadt Pinsk. Am] die Perposität der Entente. bac sind zusammenhä e mittleren Stochod fanden unbedeutende Kavalleriescharmützel und Ergebnisse dieser mit großer Kühnheit unternommenen Aktion, Teilkämpfe bei den Dörfern Borowno und Gulewitschi statt. Unsere] die die Furcht und Bewunderung unserer Gegner zugleich 25 7 8 e 8 Kapallerie, die den Feind in der Gegend südwestlich Kolki verfolgte, noch nicht bekannt.— Gestern tor pe dierte ein 3411 es 1 Berlin, 20. Sept. Die Einnahme von Wilna wird in ihrer] griff ihn bei dem Dorfe Rudniki an, schlug ihn sn die Flucht, machte[ Unterseeboot in der Nähe von Kandia einen englischen Bedeutung von allen Morgenblättern gewürdigt. Die„Berliner] viele mit dem Säbel nieder und machte weiter 60 Gefangene Wir Transportdampfer von 15000 Tonnen. Er war voll ge⸗ f 1 Die deutsche Mart in Italien. Mailand, 18. Sept(WTB. Nichtamtlich) Nach dem „Avanti“ ist in Staten des deutsche Mark mit Lire 1,30 gesucht. 3 . Bulgarien. Berlin, 18. Sept,(WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige bul⸗ bunch Gesandtschaft teilt mit: Laut Befehl des königl. ulgarischen Kriegsministeriums werden sämtliche sich im deutschen Reiche aufhaltenden mazedonischen W Alter von 20 bis 40 Jahren, die überhaupt keinen Militärdienst 4—— haben, zu einer Iötägigen Waffenübung unverzüglich ein⸗ zurücken aufgefordert. Diejenigen mazedonischen Bulgaren aber, die im Verbande der Mazedonisch⸗Adrianopeler freiwilligen Le⸗ gionen gedient haben, haben vom 4/17. September an zu einer Zltägigen Waffenübung einzurücken, ganz unabhängig vom Alter, sowie don der an sie früher von seiten des Kriegsministeriums ergangenen diesbezüglichen Mitteilung. g 8 Griechenlands Politik. Athen, 19. Sept.(WTB. e Der Vertrag zwischen der Ae und der englischen Regierung über die englische Marinemission ist gel ein Jahr er⸗ neuert worden. Der König arbeitete gestern lange mit Venizelos. Diefer 6 wird angesichts der Neu⸗ gestaltung der Balkanlage Bedeutung beigemessen. Deutschland und Amerika.. New Pork, 18. Sept.(WTB. Nichtamtli Meldun weed Privatkorrespondenten. Die 3 f 9115 55 treffend die Dampfer„Hesperianu“ und„Or dung“, werden als Ne angesehen. Alles hängt jetzt vom „Arabic“ ⸗Fakle ab, der die Entscheidung der ganzen Unterseebbotfrage in sich schließt.. 5 Die englische Anleihe in Amerika. „London, 19. Sept.(WDB. Nichtamtlich.) Die„Times“ melden aus New Pork vom 16. September: Der Präsident des Deutschamerikanischen Bundes, Heyamer, fordert die Bürger auf, bei dem Präsidenten und dem Staatssekretär gegen die englische Anleihe zu protestieren und teilt mit, daß die. Deutschlands aufgefordert wer⸗ den sollen, ihr Geld aus den Banken herauszuziehen, die die Anleihe abschließen. 7 5 Ein englischer Transportdampfer versentt. Konstantinopel, 18. Sept.(Zens. Frkft.) Die Tätig keit der den chen er 5935 5 Mittelmeere steigert 1 Neuesten Nachrichten“ sagen:„Wenn heute die Fahnen babmen die Ortschaft Jurawitschi, südlich des Dorfes Ridniti, im laden auf dem Wege von Aegypten nach den Dardanellen und *. 5 92. Sturm. In einem allgemeinen Vorstoß am 17. September in der sank in kurzer Zeit.(Frkft. Ztg.) 7 flattern zu Ehren des Wiegenfestes unserer Kronprinzes⸗ Richtung auf Rowno⸗Kopel gelang es uns, den Gegner * sin, so feiern sie zugleich noch ein anderes Ereignis, das im gan⸗ zu überwältigen, der sich in Unordnung zurückzog, wobei er viele en Volke mit stolzer Freude begrüßt wird: den Fall von Wilna. Gefangene in unserer Hand ließ. Oestlich Gorodschitche, das nord⸗ Ueber die Größe des Erfolges belehrt uns die Anschauung un⸗ westlich Derdynsd liegt, wurde der Feind aus seinen Schützen⸗ seres erbittersten Feindes. Der militärische Mitarbeiter der Mao 9 2 5 3 8 2— 3*— 3 date 2 4 8 8 5 1 2 f Major vom achten Regiment un ann gefangen. Die Reste „Times“ hat in der letzten Zeit Wilna wiederholt einen der be⸗ festigsten und bedeutendsten Punkte genannt. des Feindes wurden in den Wäldern zerstreut. Gleichzeitig setzten Der„Berliner Lokalanzeiger“ führt aus: Die große unsere Truppen, pachdem sie die feindliche Front bei dem Dorfe Krasnoja, süblich Derazyno, eingedrückt batten, die Offensive Nolle, die Wilna bereits im Frieden im militärischen Leben Ruß⸗ Kant ß e. Aa de lands spielte, ließ erwarten, daß dieser Waffenplatz und Eisenbahn⸗ erbeuteten Maschinengewehre ist noch unbekannt, denn sie werden notenpunkt auch im Kriege ein wichtiger Verteidigungspunkt auf] von den Truppen, die sie erbeutet haben, gegen den Feind verwandt. der Schwelle des russischen Innenreiches sein werde Es war 15 e den i 1 1 49 nicht daran zu zweifeln, daß die mit dem Gelände zwischen Wilna n tien in dieser Gegend uam elde dee ab Ar meßerten und Merecz, das der Schauplatz der großen Kaisermanöver gewesen war, vertrauten Führer des Feindes hier heftigsten Widerstand leisten würden. Heute wissen wir, daß Wilna stark befestigt wor⸗ Punkten in dieser Gegend, unmittelbar am rechten Serethufer, brachten wir dem Feind empfindliche Schläge lokalen Charakters den war, was unsere an das Stürmen von befestigten Werken ge⸗ wohnten Truppen nicht in ihrem Siegeslaufe aufzuhalten ver⸗ bei.— 5 Unter den von uns verzeichneten Nachrichten verdient die Mit⸗ teilung Aufmerksamkeit, daß die Oesterreicher alles Kupfer aus der mochte. 5 In der„Vossischen Zeitung“ schreibt Georg Bernhard: Kuppel des Klosters Potchayeve entfernt haben. Der östliche 5 50 Wortlargheit unserer Obersten Heeresleitung hat alles em Ein französischer Hilfskreuzer versenkt. s Paris, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ mel⸗. det, daß ein feindliches unterseeboot auf der Reede von Rhodos den französischen Hilfskreuzer„Indien“ torpe⸗ dierte und versenkte.„Indien“ war in den Gewässern von Adalia gekapert worden, als er Kriegskonterbande beförderte. Der Hilfskreuzer hatte eine Wasserverdrängung von 800 Tonnen; seine 1 Besatzung bestand aus 62 Offizieren und Matrosen; 11 Mann werden vermißt. 5 N 8 ö 8 5 „ 1 2 1 Koustantinopel, 19. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Sämt⸗ liche Mannschaften der an der rusfischen Küste durch uns i leichtes Geschwader versenkten Segelschiffe wurden dur 0 unsere Matrosen gerettet. Da diese Mannschaften keine Kriegs⸗ teilnehmer waren, wurden sie an eine Stelle nahe der ussischer 1 Kuste gebracht und ihnen e in eigenen Booten an Land zu fahren Es ist überflüssig, hervorzuheben, wie weit sich die menschenfreundliche Handlungsweise unserer Matrosen von dem Vorgehen der russischen⸗ Kriegsschiffe done den ein⸗ fehlen Grundsätzen des Völkerrechtes hohnspricht, indem sie aus ehr weiter Entfernung und ohne vorherige. be und rumänische Schiffe, die sie auf hoher See trafen, beschossen und dadurch den Tod vieler nichtkämpfender Türten und Angebbri⸗ ger neutraler Staaten ohne jeden Grund verursachten. deutsche Kriegsbericht über die im Kriegsbericht des Generalstabes des Weneralisfns vom 8. September gemeldeten 17 ückende Beiwerk aus der gestrigen inhaltsschweren Meldung 5 fortgelassen. Die ganze Fassung des Berichtes läßt aber zwischen Trophäen muß nach den von der Front kommenden ergänzenden den Zeilen noch Erfreulicheres erhoffen. Jedenfalls ist die Ein⸗ Meldungen als der Wirklichkeit entsprechend anerkannt werden Die Geschütze und Gefangenen sind nämlich mit wenigen nahme von Wilna die beste Antwort, die Lord Kitchener auf sein Bramarbasieren im englischen Parlament erhalten konnte. Ausnahmen nicht deutscher, sondern österreichischer Herkunft. Lügenhafte Behauptungen über deutsche Truppen. 1 Smolenst das russische Hauptquartier? 4 Berlin, 20. Sept. Nach einer Meldung der„Kölni⸗ Berlin, 19. Sept.(WI. Nichtamtlich) Aus dem Großen Hauptauartier wird uns geschrieben: Die„Morning Post“ vom schen Zeitung“ deuten die in der russischen Presse veröffent⸗ lichten zahlreichen Abreisen von Persönlichkeiten des Hofes 11. September bri in einem Eigentelegramm aus Petersbur die Nachricht, daß 2— Teen Kämpfen an der. 7 2 U und der Minister nach Smolensk daraufhin, daß sich jetzt dort das russische Große Hauptquartier befindet. linie eine ganze Armee ver et worden sei. Ein deutsches Der Zar und Nikolajewitsch. Armeekorps von zwei Divisionen versorgt die Russen mit den wertvollsten Trophäen und der größten Zahl von Gefa Berlin, 20. Sept. Wie die„477 Tageszeitung“ berichtet, erhielt der Großfürst Nikolai Nikolaje⸗ en. Eine dieser Divistonen sei bei Tarnopol vernichtet worden. Von 1 5 g 97 N 3 16 8 Geschüten eines beulschen Korps feen 14 in fa e lag vorgelegt wird. Bei der Beratung der Kreditbewilligung ent⸗ witsch vom Zaren den Befehl, Tiflis während der Kriegsdauer nicht zu verlassen, was einer Verbannung Hünde esallen.— Diese 1d ten Be ngen über deutsche hann sich eine ausführliche Erörterung über die Wehroflicht Trn en Eren sich wür auf 0 Sch 01 bel Ferney 51 1 Venter enswert war die Rede von Thomas ieee. 5 gleichkomme. Gefährliche innere Lage Rußlands. dem 1 and angehört. Thomas sagte: 14 e Ge⸗ Bericht der russischen Heeresleitung bereits in dem 1— werlschaften dieses Verbandes nahmen eine Entschlleßun gegen arte, 19 Se(Weng. Nichtamtlh.) Der Petersburger Berichterstatter des„Temps“ meldet, daß die Vertagung der 0 b 1 ist'die Wehrpflicht an und teilten obendrein dem ausführenden Aus⸗ 1111. flärung in dem anilichen Bericht vom 11. Sept r ihre An⸗ stand treten werden. Der Gemen a der drei Millio⸗ Duma in Moskau einen sehr starken Eindruck hervorgerufen habe Einige politische Verbände seien sofort zusammengetreten, um die Lage zu erörtern. Der Kongreß der Semstwos nen Arbeiter vertritt, nahm einstimmig eine Entschließung gegen die Wehrpflicht an. Das Geschoßgesetz konnte nicht gegen 200800 Arheiter durchgesetzt werden, wie viel weniger die Pen gegen und Gemeindevertretungen werde am 23. September in Mos kau tagen. 3 Millionen! Wir wollen den inneren Sinn dieser W f lennen lernen. Ist sie ein Schachzug, um Asquith zu stürzen? Wir befanden uns oft im Gegensaß zu ihm, aber wir sin. Berlin, 20. Sept. Ueber die Völkerwand erung ins Innere Rußlands gibt die„Nowoje Wremja“ eine herz⸗ zerreißende Schilderung. Im„Berliner Tageblatt“ wird darüber zeugt, daß er in dieser internationalen Krisss unersetzlich ist Aber wenn der Premierminister nicht das Ziel l. um was handelt es berichtet: Drei Bezirke, Kowel, Luck und Wladimir-Wol hinykij seien ganz geräumt. Alles sei verbrannt, um nichts dem Feinde ich dann? Im Namen der Mütter, die ihre Söhne, und der 17 iber auszuliefern, die Bevölkerung aus gewandert, alles bewegliche Eigen⸗ der, die ihre Väter verloren haben, bitte ich Sie, die Einigke Nation nicht 7 spalten! Angenommen, Sie Wiwi en Neuwahlen N n aum mitnehmend und das unbewegliche zerstörend. Diesen drei TDistrikten seien die benachbarten Distrikte bald gefolgt. Wolhynien was daun? Wollen Sie Soldaten gegen* derheit anwenden bietet einen traurigen Anblick. Der gewaltige Wald stehe in Unsere Aufgabe wird sein, den inneren Frieden zu erhalten. Ich warne sie! An demselben Tage, an dem die Re 1 Weh. Flammen. Jede Landstraße, jeder Dorfweg und Felbpfad wimmele von den obbachlosen Ameisenhaufen fliehender Volks massen. Von. pflicht einbringt, wird eine industrielle Revo ution da Lolbontens 4 Millionen Emwohnern seien. ausgewandert. Der die Urisis in England. terlassen an a dal be Leben und Eigentum cht l ie deutschen Truppen bei Tarnopool keinen Schritt zurückgegangen sind und keinerlei Trophäen, kein Maschinen⸗ gewehr und kein Geschütz verloren haben, dagegen alle Angriffe der Russen blutig abgewiesen haben. Die Verluste der beiden in der englischen Meldung erwähnten deutschen Divifionen betrugen am 7. September: 1 Offizier, 65 Mann tot, 3 Offi⸗ ziere 295 Mann verwundet und 33 un vermißt. So bedauerlich diese Verluste an sich sind, so kann man sie doch nicht als über⸗ trieben hoch ansehen, für eine Schlacht, der die Russen selbst eine entscheidende Bedeutung beilegen. *** Die Bank von England durch deutsche Luftschisse beschossen. Amsterdam, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der Korrespondent des WTB. von aus England hier ein⸗ getroffenen Reisenden erfährt, ist bei dem ketzten Gep⸗ e auf London auch die Bank von ng ⸗ land getroffen worden. Der lin war von den Fenstern des bekannten neutralen Klubs in Albemarle Street bei Piccadilly aus deutlich sichtbar. Der angerichtete] de Schaden ist viel bedeutender, als bisher angenommen wurde. fein a e Die„Times“ über das englische Heer. Lon don, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der militärische mieze der Tine, unten sehe 11182 ages 1 ee e 2 be be fragt, ob die deer 7 illionen, die sich nach Asquiths Anga um' Heeresdi 5 meldet hätten, 1 5 als untauglich zurldgeptesen wären. a 8 ie a scheine ferner in em Jaden en bereits Im Dien een m . a. 0 5 Die] Weilburg.— Res. Karl Schlitt, Inf⸗Rgt. 176, aus Leusel.— Res. Aug. Peter, Inf.⸗Agk. 17, aus Münchleusel.— Musketier Wilh. Kapeller, Inf⸗Rgt. 17, aus Bisses.— Musk. Heinrich Kraft, Inf.⸗Rgt. 254, aus Wisselsheim.— Unteroffizier Franz Herget, Inf.⸗Rat. 116, aus Darmstadt.— Musk. Karl Hane⸗ mann aus Darmstadt. Musk. Leonh. Duchardt, Ins⸗ Agt. 43, aus Grünberg.— Musk. Heinr. Schäser, Inf.⸗Agt. 166, aus Wetzlar-Niedergirmes.— Jorstassessor Erust Ruckels“ hausen, Inf.⸗Rgt. 99, aus Ehringshausen.— Ersatzreservist Karl Konrad, Inf.⸗Agt. 49, aus Rainrod.— Landwehrmann Peter Bayer, Landw.⸗Jnf-Agt. 118, aus Darmstadt.— Landsturm- rekrut Aug. Weidmann, Inf.⸗Rgt. 141, aus Darmstadt.— Gardist Karl Hedrich, Ins.-Agt. 115, aus Schlitz.— Gefreiter Reinh. Schienbein, Inf.-Rgt. 254, aus Bernshausen.— Ers.- Reservist Friedr. Schweitzer aus Greisenstein.— Landwehr- mann Karl Sattler, Juf.⸗Rgt. 221, aus Weilburg.— Musk. Heinrich Lott aus Larbach. . eine große Armee an den nicht in einer Armee und die hat. Die F. * D Auszeichnung. Dem Gesreiten santerie⸗Regiment 116 L. Keil, Krämer hier, wurde die Hessische liehen. Wegen des Falles von Wilna wurden heute vormittag die Glocken geläutet. Aus dem leichen Anlaß findet heute nachmittag Uhr in der Süd⸗An age Konzert der Kapelle des Ersatz⸗Bataillons Inf.⸗Regts. 116 statt. Amtliche Personal nachrichten. Der Groß- herzog hat am 15. September dss. Is. dem Hoschorsänger Bruno Waigandt das Silberne Kreuz des Philipps⸗Ordens verliehen. — In den Ruhestand versetzt wurde am 4. August d. J. der Lehrer an der evangelischen Volksschule zu Lampertheim, im Kreise Bens- heim, Georg Heinrich Keil, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, vom 1. August 1915 an.— Die Großherzog in hat am 4. August ds. Is. dem Lehrer an der evangelischen Volksschule zu Lampertheim Georg Heinr. Keil das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- mütigen verliehen.— Die Groß he rzogin hat am 7. Juli d. J. dem Vorstand des Großh. Eisenbahndetriebsamts Gießen 2, Großh. Eisenbabndirektor in der Hessisch⸗Preußischen Eisenbahngemeinschast Ernst Zimmermann⸗ zu Gießen, aus Anlaß der Vollendung einer 50 jährigen Dienstzeit die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Einigkeit macht stark. Der Marburger Butter- krieg, der hier in Gießen viel als vorbildlich besprochen wurde, hat einstweilen mit einem Siege dex Käufer geendet. Die Befürchtung, daß mit Rlcksicht auf die Vorkommnisse am vorletzten Wochenmarkt die Butterverkäufer dem Wochen— markte fern bleiben würden, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil konnte man feststellen, daß mehr Butter als im Landwehr⸗In- langjährigen Oberkellner im Case Tapferkeitsmedaille ver- Aus dem Reiche. Berlin, 18. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Die Pensionskasse für die Arbeiter der Preußisch⸗Hessischen Eisenbahn⸗ gemeinschaft, die von den ersten beiden Kriegsanleihen be⸗ reits 45 Millionen Mark Reichsschuldbuch⸗Forderungen erworben paß zeichnete auf die 3. Kriegsanleihe wiederum 20 Mil⸗ ionen Mark face des leinen.— Die Kranken⸗ und Hinterbliebenenkasse des Allgemeinen Verbandes der Eisen⸗ bahnpereine der Preußisch-Hessischen Staatsbahnen und Reichseisenbahnen, dio von der ersten und zweiten Kriegsanleihe bereits 370 000 Mark erworben hat, zeichnete auf die dritte Kriegs⸗ anleihe weitere 275000 Mark. Derr . Zeichnet die dritte Kriegsanleihe! Letzter Zeichnungstag: Mittwoch, den 22. September. Aus Stadt und Land. . Gießen, 20. September 1915. Wie bekommen wir Teil an der f sonst angeboten wurde. Die Preise bewegten sich ein el u 1 u zwischen 1,50- 1,70 Mark das Pfund. Mehrere n Leser vom übermittelt un N ung 15 ür, f 25 der Obstfrage in unserer Gegend folg beachtliche 29. sorgten dafür, daß die Ordnung aufrecht er Vorschläge 5 Von den Abhängen des Vogelsberg bis nach Gießen und das Lahntal hinunter hängt ein noch nicht. wesener Segen auf den Obstbäumen. Wenn nur die bis⸗ 1 Käufer zu den Obstversteigerungen erscheinen, kann. es, selbst wenn sie die doppelte Menge als früher kaufen, nicht ausbleiben, daß große Massen Obst verschleudert werden, oder daß feinstes Tafelobst in die Kelter wandert, und schließlich, wenn der Städter Obst kaufen will, kriegt er doch 20 Pfg. für das Pfund abverlangt, als ob Obst dies Jahr eine Seltenheit wäre. 1 Ich möchte darum einige Wege aufzeigen, wie die Ver⸗ braucher zu einem der i sprechenden preiswerten und * Kartoffelpreis und Städte. Eine bemer⸗ kenswerte Bekan ntmachung ist in der„Kommunalen Rundschau“ zu lesen: Auf die an mich gerichteten Anfragen teile ich ergebenst mit, daß auf eine ausreichende Kartoffelernte zu rechnen ist und daß meines Er— achtens eim billiger Kartoffelpreis nur dann zu erwarten ist, wenn die Gemeinden von der Beschaffung oder Sicherstellung absehen. Die Vorratbeschaffung oder Sicherstellung würde sicherlich zu einer Preissteigerung führen. Wir würden dieselben Erfahrungen mit den Kar— toffeln machen, die wir mit den Schweinefleischpteisen ge⸗ macht haben. Die freie Konkurrenz, Angebot und Nachfrage regeln den Preis am besten.(gez.) Saalmann, Reichs- verband deutscher Städte. r men können. Zunächst bemerke ich noch, daß das Obst* Sttbeene och elk et i N 5 N ö 2 S zeit feiern morgen, Dienstag, die Ehe⸗ — J 1 er e leute Schlosser Heinrich Müller und Frau Katharine, geb. Horn. 2 7 2 2 ferner, es infolge der ergiebi Regen im Augerst Landkreis Gießen. . Heuchelheim, 18. Sept. Feldwebel Herm. Bepler, Postassistent, von hier gebürtig, fiel am 24. August in einem Nacht- gesecht bei Kietmisiki. Auf dem Felde der Ehre iel edles Tafelobst zu erstehen, 1 Langsboef, 20. Sept. hat der Kreis mit dem Verkauf geernteten und in den der Garde-Dragoner Groß haus. Kellern des Kreisamts ausgestellten Obstes einem jeden m. Odenhansen, 18. Sept. Am 17. September waren es Obstliebhaber gewiesen. Ein anderer und billigerer Weg 25 Jahre, daß Gastwirt elurich Belling die Posthilfsstelle in ist es, wenn die Verzehrer sich entschließen, selbst zu] unserer Gemeinde inne hatte. gen hinauszuwandern und sich einen 7 „Steinberg, 20. Sept. Der Gesreite Johs. Schmandt von hier im Insanterie-Regiment 88 wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.. Kreis Büdingen. i Büches, 20. Sept. Den Heldentod fürs Vaterland starb der Reservist Stürtz im Ins.⸗Rgt. 118.. Kreis Alsfeld. 2 Stornudorf, 19. Sept. Nachdem erst vor kurzem zwei Söhne unserer Gemeinde auf dem Felde der Ehre geblieben sind, kam jetzt wieder die traurige Nachricht, daß in Rußland Ersatz⸗ reservist Georg Buchenau und Landsturmrekrut Friedrich Weißenborn gefallen sind. Die Zahl der Gefallenen aus unserem etwa 900 Einwohner zählenden Orte erhöht sich damit auf 14. 5 Kreis Schotten. 2 Ulrichstein, 18. Sept. In schlicht⸗schöner Weise wurde am 17, Sept. das 25 jährige Dienstjubiläum des Ak⸗ tuars Lind gefeiert Dem einfachen Sinn des Jubilars ent⸗ i steigern. doppelte und dreifach ist das Ernten! Die Jung se zu bst⸗ ßens wandern und e herumklettern sieht. Hier auf dem Lande kann man in der Obsternte Apotheker auf die Bäume nicht, zumal in dieser man etwas Holzwolle, Packkuch, Packnadel und Bindfaden zum Ju“ sprechend, beschränttr sich die Feier nur auf die Beamten des Ge⸗ nähen, Frachtbrief und Anhänger mit. Es richts. Von diesen wurde dem Gefeierten in seiner mit Girlanden. fehlt nun nur noch die Leiker. Die muß und Blumen ausgeschmückten Amtsstube ein Blumenstrauß und man sich zeitig noch vor der Versteigerung im nächsten Dorf ein Angebinde überreicht. Anschließend an den Festakt begaben sich für ein Trinkgeld besorgen, denn sobald die Versteigerung] die Festgäste in die Wohnung des Jubilars wo ein Festmahl statt⸗ herum ist, hält es schweker. Aber es sind immer biel Leute fand. Hierzu patten sich weitere Glückwünschende e im Fut die lich weic selest Opstbestter, an der Versteige⸗ eichen. eee. rung nicht beteiligen. Empfehlenswert ist es, möglichst nahe barten Gerichten, früheren Vorgeseßzten, Kollegen und Freunden, die inzwischen einliefen, lie der Jubilar in seinem Dienstbezirk ßen erkennen, welcher Beliebtheit sich erfreut. Fuhrwerk an die Station— aber auch möglichst vorher— i Rainrod, 20. Sept. Den Heldentod staub der Reservist a 9 Wer*. scheut 285 die Hilfs⸗[Konrad im Res.-Inf-Rgt. 49. kräfte nicht dazu besitzt, kann nach den Versteigerungen in Kreis Friedberg. den Törfern sich das Obst bei den Dörflern kaufen, aber er Butzbach, 20. Sept. Das Eiferne Kreuz erster darf nicht auf jeden geforderten Preis hereinfallen, da der Klasse erhielt der Hauptmann Hainer im 20. bayerischen Bauer vom e her das Handeln aus dem ff versteht. Insanterie-Regiment. Der einfachste Weg, die Stadt mit Obst zu versorgen,— Butzbach, 20. Sept. In der letzten Gemeinde- ratssitzung wurde folgendes verhandelt: Seitens der Stadt sollen 15000 Mark und vom Armenfonds 7000 Mark Kriegs⸗ anleihe gezeichnet werden.— Die alte Landspritze soll auseinan⸗ dergenommen werden, damit die Kupfer- und Messingteile verkauft werden können.— Nach einer längeren Aussprache über die fort⸗ dauernde Steigerung der Lebensmittelpreise wurde beschlossen, die Kommission vom Roten Kreuz zu ersuchen, Fische zum Verkauf an diejenigen Minderbemittelten, die kein Mittagessen aus der Küche der städtischen Fürsorge erhalten, zu bestellen. Wegen Be⸗ schaffung billigerer Fette für die Haushaltungen der Minderbemit⸗ telten sollen Offerten eingeholt werden. Da die Preise für Mehl, Brot und Brötchen im Kreise Friedberg höher sind als im Kreise Büdingen, so wurde beschlossen, wegen Herabsetzung der Preise eine Eingabe an den Kommunalverband Friedberg zu richten.— Die Obstbäume auf dem Schrenzer sollen nicht wie⸗ der verpachtet werden, da die Baumpflege von den Pächtern ver⸗ nachlässigt wird.— Einige Gewerbetreibende und Landwirte der Gemeinde beabsichtigen Kriegsgefangene zu beschäftigen und er⸗ suchen die Gemeindeverwaltung, die erforderlichen Verhandlungen wegen Uebernahme und Unterbringung der Gefangenen einzuleiten. Dem Gesuche soll entsprochen werden. Ab Langenhain, 20. Sept. hielt Lehrer Frank. wäre aber die Ein eines Obstmarktes am würde der Stadtbehörde wohl Arbeit wäre ein Segen für Bevölkerung. Der Wochenmarkt Umgebung Gießens zu erreichen. bstmarkt, möglichst mit Versteige⸗ beeidete Beamte, eingerichtet, dann können auch die entferntesten Dörfer Obst nach Gießen bringen, sei es 7 önlich in Stückguttörben, be es als Frachtgut, das f t zu bestimmten Stunden versteigert wird, sei es waggon⸗ weise. Das wäre der beste Weg, die ungeheuren Obstmengen dieses Jahres in richtiger Weise über die e des Landes bezw. der Gladt hin zu verteilen. Es ist sicher anzunehmen, daß 1225 ein Obstmarkt auch aus obstarmen Gegenden besucht würde. 4 Sch. Auf dem Felde der Ehre gefallen. Aus Hessen und den Nachbargebieten.) vertreter Otto Heidt, Jus.⸗Agt. 222, aus Butz⸗ stu ann Paul Wehmeier, Inf.-Rgt. 168, aus rung durch Das Eiserne Kreuz er— e Kreis Wetzlar. k. Krofdorf, 19. Sept. Versteigerung wurde ein baum mit 90 Mk. bezahlt. Infolge der Ermangelung von Arbeitskraͤsten haben flüssiges Obst an den Bäumen verkaust. Hessen⸗Nassau. m. Neustadt, 19. Sept. Das Bahnwärters Ebel lief gestern nachmi Augenblicke ohne Aussicht war, auf das B von dem beranbrausenden Schnell tödlich verletzt. Den Lokomotivführer trifft ke X. Hanau, 19. Sept. Nach einer geben erla machung des Kreisausschusses ist von heute ab des Landkreises Hanau das Backen von Kuche waren, sowie der B back) untersagt. mäßige Herstellung durch Bäcker und Konditoren, Haushaltungen, ebenso für diejenigen der Selbsty u. Limburg, 20. Sept. starken Na viele Pri ahngelei al ers 4000 Mark und nasiums sammelten unter sich damit an der Zeichnung zur dritten 0 Das gebenbeit, als Paradies der Häftlinge hinstellt, wird in Zeitungen berichtet. Osborne, dieser zurückkehrte, Sing⸗Sing⸗Sträflin Amtlicher Wetterbericht. Oeffent 5 Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 2 Meist heiter, t rocken, kühl, Nachtirost. Tehste Nachrichten. Die Kämpfe am Dnjestr. „20. Sept. Am nördlichen Dujest Czernowitz der Reichsgrenze, h Ansturm unternommen. Sie stürmten sieben russischen Schwarmlinien wurden, bevor sie verhauen gelangten, niedergemäht. Die achten und neunten S durch die Drahtverhaue und es gemenge. Nach schweren Verlusten zogen sich die Der Zar gibt den Oberbefehl wieder Stockholm, 20. Sept. Nach Petersburger Berichten erkauß von ungeröstetem Zwieback Dieses Verbot gilt sowohl für d Kriegsanleihe. licher Wetterdienst, Gie 3 2 Bei der hiesigen Gemeindeobst⸗ reichbeladener altehrwürdiger Apfel⸗ 1 chfrage und in vate ihr über⸗ 1 ine Schuld. 1½jährige Eukelchen des 5 ttag, als es für nur wenige se und wurde zuge Kassel— Frankfurt 9 ssenen Bekannt⸗ 11 für den Umfang 5 n und Konditor⸗ sogen. Ein- ie gewerbs- s auch für alle orger. betei ßen. 0 rufer, aufwärts aben gestern nacht die Russen einen starken viermal. Die ersten Die Schüler des Gym ligen sich J. Sept. 1915 * 7 5 zu den Druht⸗ von unserem Maschinengewahrfeuer förmlich chwarmlinien gelangten kam zu einem erbitterten Hand⸗ 8 Russen zurück ab? 5 1 8 ist die Uebergabe des Oberbefehls des russischen Heeres durch den Zaren an General Rußki als bevorstehend anzu⸗ sehen. Die Petersburger Presse bereitet darauf. vor, indem die Anwesenheit des Zaren am Sitze der Regierung sich 3 politisch notwendig mache. Die innere Krise in Rußland. Petersburg, 20. Sept. Zu Montag ist nach Peters⸗ burg eine außerordentliche Sitzung der Vertrete?, der russischen Semstwos und Städte einberufen wor⸗ den, an der auch eine große Anzahl Dumamitglieder 0 s war man noch im Untlaren darüber, ob die Re⸗ Gorempkin und wird. Anfang 1 e gierung die Tagung zulassen würde, und man wollte den bisherigen Minister des Innern darüber befrag Augenblick ist man jedoch stellen und die Sitzung abzuhalten auf die Gefahr hin, Tagung gewaltsam aufgelöst wird. Den Hauptpunkt der ordnung bildet natürlich die Vertagung der Duma, a werden dahingehende Vorträge halten, resp. Er- llärungen abgeben. Die⸗Stimmung ist entschieden kampflustig. Der Oktrobistenführer Gutschkow erklärte in einer Fraktionssitzung, er Parteiführer fürchte, die Vertagung der Duma werde vorerst Resultaten führen. Schingareff, Marinekommission der Duma schwierige politische Frage. Der Abgeordnete Keren Block habe entweder um sein 0 i oder er würde beweisen, daß er dieser Existenz nich besteht die Absicht, sich unter keinen Um mit der Regierung einzulassen. mtl 5 graphen-Agentur hatte gestern eine Mitteilung im breitet, in der es heißt, die Duma sei zwar durch zu überrascht, sei aber nach wie vor fest eutschlossen, alles zur For Die amtliche Verlautbarung gibt entschieden falsch wieder. 1 führung dieses Krieges zu tun. die herrschende Stimmung aber Giolitti. Lugano, 20. ion Popolo“ und andere Hetzblätter bezichtigen mi schrei Gi 0 Bewegung zur Herbeiführung des Sie verlangen für Giolitti die Todesstrafe. Die englisch⸗französische Anleihe. Haag, 20. Sept.„Havas“ meldet: Wie a berichtet wird, sind die Verhandlungen zur schluß gekommen. E den Mark aufgebracht werden. Aufnahme einer lisch⸗französischen Anleihe in den Vereinigten Staaten zum s werde ein Betrag von zwei Millrar⸗ en. Im letzten übereingekommen, keine Anfrage zu daß die ganz traurigen iske meint, der die Vertagung rt Sept. Die„Idea Nazionale“, die„Gazetta del it großem Ge⸗ olitti und seine Anhänger als Hochverräter, die eine Friedens herbeigeführt hätten. l us New Por! 45. ——————— 5 Kriegs- Kornfranck ist der Ersatz für Bohnen- Kaffee. Das ganze Paket kosfet nur 50 Pl. In seiner Ausgiebig- keit liegt seine Billig- keit. Heutzutage muß jede Hausfrau sparen. r.. K Drucksachen aller Art 48e 2 e teilnehmen 7 5 Tages- und sämtliche der Vorstzende der Militar⸗ und „ neunt die Dumavertagung eine e Existenz erbarmungslos zu kämpfen, t wert sei. Es ständen in ein Kompromi Die amtliche Petersburger Tele⸗ Auslande ver⸗ lletert in leder gewöngchiesns Ausstattung stilrein u. * ., 1 Deutsche Tracht 1910 mme Frei von jedem fremdländischen Einfluss, ein reines Erzeugnis deutschen Materials wie auch deutscher Industrie, zeigen wir in unseren Schau- fenstern und unserer Spezial-Putz-Abteilung Die neue Herbstmode nenen in Damen- und Kinder-Hüten Die zahlreich ausgestellten— in unserm Arbeits- zimmer angefertigten— Schöpfungen geben ein übersichtliches Bild von der besonderen Leistungsfähigkeit dieser Abteilung unseres Hauses Wir bitten um zwanglose Besichtigung.“ * U marbeiten der Hũte bereitwilligst Modehaus H. Salomon a Cie. Telephon 249 Giessen Schulstrasse 4 — — — 2 — 5 8 3 8 8 1 8 5 — 8 8 2 5 — — — 8 — 4 8 — 2 3 — 5 3 F 5 5 2 = 5 — 5 S 2 8 5 8 — 8 5 N f eee B— Heute mittag entschlief sanft und Für die dielen Beweise N unerwartet meine innigstgeliebte, gute Teilnahme bei dem Hinscheiden unse Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, lieben Entschlafenen Schwägerin und Tante N 12 Frau helene Ulös Ww. g Katharine Förster 1 sowie für die zahlreichen Blumen 5 geb. Klemann spenden sagen wir allen herzlichsten 0 im Alter von 42 Jahren. Dank. 7470 Eduard Battenberg und Kinder. Gießen, den 18. September 1915. Heute nachmittag verschied nach kurzem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie 1 Ww. geb. Lotz im 46. Lebensjahre. 05153 Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Förster nebst Kinder. Gießen(Neuen Bäue 15), den 19. Sept. 1915 In tiefer Trauer: Willy Flamme, z. Zt. im Felde Arthur Flamme, Unteroffizierschüler Familie Ilge Familie Wilh. Flamme. Giessen und Bad-Nauheim, den 18. September 1915. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 5 ½4 Uhr, auf dem neuen Friedhofe statt. eee me— Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags um 5 Uhr, N 812 5 von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 784 170 0 f 25 8 0 5. e ee Einladung zu einer Versammlung Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß estern früh nach schwerem Leiden unsere liebe Nutter, 5 ä Dienstag, den 21. d. M 177 abends 8 Uhr, in der großen Aula hwester, Schwägerin und Tante Frau Ph. Velen Il W. Kaharna Vortrag im Alter von 51 Jabren sanft 8 ist. 9 4 Die tieftrauernden Hinterbliebene 25 von Frau v. d. Grveben an Eisenach, Vorsizende des dortigen c Hausfrauenvereins über? Familie Georg Schupp. 3 Ungerechtfertigte tebensmittelteuerung Die Beerdigung findet Dlenstag, den 21. September, nachm. 4 Uhr, vom Hause Obergasse 2 aus statt. 7402 175 Diskussion. 2 Anschließend: g i Gründung eines Gießener Hausfrauen⸗ bereins f i aar D 7 jährlicher Mitgliedsbeitrag 50 Pfg. bis 1.— Mk. 1 . 4 I zum weren 5. er Gießener Hausfrauen kommt alle.— Eintritt frei. f n wasserdicht, elastisch, Verschleiß wie b.Leder e e, W. Baule Neuenbie?] Allgemeiner Deutscher Fra 1 erei . Mk. an iederxverkäu 77 ben Nabatt. 1 5 5 Ft. e, Lat anffurt a. el Friülater Sür. 3. ed e 22 g 3