* 4 8 1 Nr. 20 Der Sießener erschernt täglich, Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Sießen (Dienstag und Freitag); e Jernsprech: Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. e. 165. Jahrgang Gießener „ General⸗Anzeiger für Gberhessen Kotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei U. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Freitag, 17. September 1915 9 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. ** ——— Pinsk in (T.) Croßes Hauptquartier, 16. Sept. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. . Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des 1 von Auf dem linken Ufer der Düna drangen unsere Trup⸗ pen unter erfolgreichen Kämpfen in Richtung auf Jacob⸗ (Amtlich.) stadt weiter vor. auf das Ostufer zurückgeworfen. Nördlich und no im Vorschreiten. Dem Vordringen nordöftlich von Grodno setzt der Feind noch zähen Widerstand entgegen. Heeresgruppe Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ift unverändert. Heeresgruppe von Mackensen. Halbwegs Jan erneut, unsere Verfolgung zum Stehen zu bringen. feindlichen Stellungen wurden durchbrochen, sechs Offi⸗ ziere, 746 Mann gefangen genommen, drei Maschinen⸗ 1 erbeutet. Das Gelände zwischen Pripjet und Ja⸗ iolda und die Stadt Süd stli Wie an den vorhergehenden Tagen scheiterten russische Angriffe vor den deutschen Linien. 0 4 Die beutsche Rowno über Sa auf der Stra fernt, und der Stadt zwischen der Jasiolda und dem Pripet in deutschem Be⸗ sitz ist. Weiter nördlich ist Prinz Leopold mit seinem rech⸗ ten Flügel, den ihm zugeteilten österreichisch-ungarischen Truppen, nordwestlich der Bahn Kobryn— Baranowitschi über den Abschnitt der Griwda gelangt, die im weiten nach Norden offenen Bogen der von Osten herkommenden Szezara zuströmt. Gegen diesen Fluß rückt die Heeresgruppe hinter eschlagenen Gegner vor, während die Armee Gallwitz dem ihn schon an einigen Die Armee Scholtz ha tung auf den wichtigen Bahnknotenpunkt Lida eingeschlagen und an der Selnia feindliche Nachhuten geworfen. Nordöstlich von Grodno spielen sich erbitterte Kämpfe des rechten Flü⸗ els der Armee Eichhorn in der Gegend von Orany an der ahn Grodno— Wilna ab, die noch nicht entschieden sind. Gegen den Vormarsch auf Wilna hatten die Russen Gegen⸗ stöße versucht, wob vorxüberfließenden lehnen konnten. Der lich und nordöstlich v richten ist er schon über die Bahn Wilna Dünaburg bis an die Wilija gelangt und stehen im Kampf um die Ueber⸗ gänge über den Fluß. Südwestlich vo die Russen unseren Truppen bei Sw entrissen haben, unsere Berichte spreche deutsche Heereskavallerie bei Sokolt, 35 Kilometer südwest⸗ lich von Dünaburg, russische Reiterei aus dem Felde geschlagen hat. An der Düna dringt die Armee Below auf Jakobstadt vor und hat die Russen bei Liwenhof, 23 Kilometer südöstlich von Jakob⸗ stadt, auf das rechte Ufer geworfen. Trotz all dieser großen Siege, die nach unseres Kaisers Wort in der Weltgeschichte nicht ihresgleichen haben, redete ester Heerführer, Englands namhe Oberhause vor, die die dü bei . Front im Osten, die auf dem im zweiten 27 enthaltenen Kartenbild verfolgt werden kann, hat sich eit zwei Tagen wieder stark zu unseren Gunsten verändert. Die russischen Hoffnungen im Süden können als gescheitert betrachtet werden. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht meldet Erfolge sowohl in Ostgalizien wie in Wolhynien. Feld⸗ zeugmeister von Puchalo ist, so entnehmen wir einer Zusam⸗ menstellung der„Köln. Ztg.“, mit seinem linken Flügel bis an die Bahn herangekommen, die von Baranowitschi nach führt. Verbündete Reiterkörper sichern den Zwischenraum zwischen ihm und der Mackensen, und sind Versuchen russischer Reiterei entgegen⸗ getreten, sich hier hineinzuschieben. Der deutsche Vormarsch 6 ße von Kobryn nach Pinsk mußte wiederholt feindlichen Widerstand brechen, zuletzt auf halbem Wege zwi⸗ schen Janawo, etwa 37 Kilometer von Pinsk westlich ent⸗ vielleicht noch als verschleierte Niederlagen entpuppen. Denn der Plan der deutschen Heeresfü dend 2 schlagen, sei 0 seine Widerstandskraft bewahrt. Diese Weisheit hat Kitche⸗ ner den Petersburger N ihrem Volke Mut und Zupersicht entfachen wollten, durch steren Worte des Zaren an Nikolajewitsch indessen nahe etwas unwillig zurückgewiesen worden sind, Kitche⸗ ner hat im Oberhause gleichsalss den Blasbalg der Rekruten- ufmunterung in Bewegung gesetzt; er braucht neue Sol- doch zugeben, daß die Begeisterung abgeflaut deutschem Besitz. die Wiedereröffnung des englischen Parlaments. treffend wäre, so würde auch lands bewiesen. Das Parlament boten. Der Ministerpräsident 2 nichtssagenden optimistischen Wo Decke zwar geglättet, aber nich Ueber die Hauptfrage, die all Asquith ebenso sich in Schwei von Omdurman, und nur besch gebener Zeit würde die Regieru gen. Die„nationale Registrier als nichts bewirkt zu haben, daß dieser tabellarische Anfan pflicht die Nation bereits in z Teile gespalten hat. N haben schon heute ihren ent 9 die Dienstpflicht abgegeben. Daz der zunehmenden Forderungen k ihrem Nutzen ausschlachten wo lingskurses, neue drohende Kr von insgesamt sieben Millionen bringung. Die Stimmung de Engländern und Franzosen u ist infolge der durch Deutschlan bewiesenen Ueberlegenheit gedri pathie und 5 will ma klingende Münze. Wie erfreu es, wenn die feindliche und n rade jetzt durch ein glänzendes& Kriegsanleihe überrascht wür dafür sind, worauf wir schon Bei Liewenhof wurden die Russen 1 semeine Dienstpflicht rdöstlich von Wilna ist unser Angriff des Generalfeldmarschalls des Generalfeldmarschalls owo⸗Pinsk versuchten die 5. ie Pinsk sind in deutschem Besitz. cher Kriegsschauplatz. Oberste Heeresleitung. sebnis der Lassen wir die silbernen Kugeln sprin der erstaunten Welt ein artiges i sie mit unseren Lande, und wir bri mit der Zei Heeresgruppe Mann an Bord! * 1* Der österrekchisch⸗ ungarische Tages bericht. verlautbart: 16. September 1915. selbst, die nun mit dem ganzen Gebiet Russischer Kriegsschauplatz. Punkten am unteren Lauf erreicht hat. t auf dem rechten Njemenufer die Rich⸗ sie sich im Bogen der an der Stadt ilija rechts und links an den Fluß deutsche Angriff schreitet trotzdem nörd⸗ on Wilna fort, nach den russischen Be⸗ Erfolge. a Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Dünaburg wollen jany zwei Dörfer nur davon, daß Monte Piano zu umgehen, wurden vereitelt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Lage im Osten. und nordöstlich der Bahn nach Wilna * Lord Kitchener, dem deutschen Erfolge würden sich später hrung, die Russen entschei⸗ mißglückt; das e Die„Kölnische Zeitung“ bemerkt dazu: Das s Zarenheer habe sich ziehen müßten.— neue Niederlage erleiden. Berlin, 17. Sept. Die russische Gegenoffensive am Stu⸗ biel, an der Ikwa und westlich vom Sereth dauert, wie die Morgenblätter melden, mit unverminderter Heftigkeit an. An keinem Angriffspunkt hat der Feind jedoch durchdringen konnen, und die Verluste, die er erlitten, sind selbst für russische Verhält⸗ nisse außerordentlich hoch. Wie wenig die Russen selbst übrigens Schreibtischstrategen entnommen, die 1 4 0. ist.„Daily News“ legt Kitcheners Aeußerung freilich so aus, als hätten die Industrie und die Erntearbeiten den Zustrom zum Heere beeinträchtigt, aber wenn dies auch zum Teil zu⸗ d nur die Ohnmacht Eng⸗ nt ist zusammengetreten und hat, soweit man seine Verhandlungen bis jetzt Generalfeldmarschalls zu überblicken imstande ist, ein Bild der Zer⸗ Hindenburg. fahrenheit, Ungewißheit und Unentschlossenheit ge⸗ Squith hat neben einigen en Geduld gepredigt, die ts auf den Tisch gestellt. i i„hat beigen gehüllt, wie der Held ichtigend versprochen, zu ge⸗ darüber ihre Meinung sa⸗ ng“ scheint etwas weniger kitglieder der Arbeiterpartei edenen Widerspruch gegen kommen die Sorgen wegen er Arbeiter, die die Lage zu len, das Sinken des Ster⸗ egssteuern. Neue Anleihen Mark verlangen nach Unter⸗ Amerikaner, die von den Geld angebettelt werden, d und seine Bundesgenossen ckt und widerspenstig. Sym⸗ wohl spenden, aber keine ch und Swert wäre trale Welt ber ifler ge⸗ l eutschen 1 Günstige Anzeichen inwiesen, heute bereits vor⸗ handen. Nun muß die letzte Frist noch kräftig genützt werden. „ mit denen wir latzen und verdu cht 18 8 1 denn sie en ften nicht, wir fan en wieder auf. Das Geld blelbt im chnung der Anleihe nicht nur dem Vaterlande ein Opfer, sondern uns selber in ver⸗ schiedenen Beziehungen einen zinskräftigen Nutzen! Alle Wien, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird Alle Versuche der Russen, unsere ostgalizische Front ins Wanken zu bringen, bleiben erfolglos. Gestern führte der Feind unter großem Aufwand von Artilleriemunition seine Hauptangriffe gegen unsere Front an der mittleren Strypa. Er wurde überall geworfen, wobei unsere Trup⸗ pen durch Flankierungsangriffe auf den Brückenkopf von Buczacz und auf den Raum südlich von Zalocze mit⸗ wirkten. Bei der Erstürmung des 20 Kilometer südlich von See liegenden Dorfes Zebrow wurden dem Feind elf ffiziere und 1900 Mann als Gefangene ab⸗ genommen und drei Maschinengewehre erbeutet. Auch in Wolhynien haben unsere Streitkräfte zahlreiche Angriffe abgeschlagen. Bei Nowo Aleksiniec wurden die Russen unter erbittertem Handgemenge aus den Schützengräben des In⸗ fanterieregiments Nr. 85 vertrieben. Bei Nowo⸗Poczajew war es dem Feinde vorgestern gelungen, an einzelnen Punk⸗ ten auf das westliche Iwka⸗ Ufer vorzubrechen. Gestern wurde er überall auf das Ostufer zurückgeworfen, wobei er unter dem flankierenden Feuer unserer Artillerie große Verluste erlitt. Neben dem Infanterieregiment Nr. 32 und dem Jäger⸗Feldbataillon Nr. 29 gebührt dem Linzer Landsturm⸗Regiment Nr. 2 ein Hauptverdienst an diesem Versuche der Italiener, unsere Stellungen auf dem Berlin, 17. Sept. Der„Kölnischen Zeitung“ zufolge stellt der„Temps“ in einer Betrachtung über die militärische Lage fest, daß der Verlauf der großen Schlacht in Kurland eine entschieden wenig günstige Wendung für die russische Armee annehme und daß ebenso die russischen Armeen, die zwischen Tarnopol und Dujestr kämpfen, sich unvermeidlicherweise nach Osten zurück⸗ bedeutet, daß beide russischen Armeen unvermeidlicherweise eine an die starke Rückwirkung ihrer Scheinerfolge glauben, geht schon daraus hervor, daß sie die Räumung von Kiew jßortsetzen. Kiem ist heute eine militärische Zentralstelle ersten Ranges und deshalk ist die Sorge der russischen Heeresleitung um die Dnjestrstadt nur zu begreifen.. * Der russische Bericht. Petersburg, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab gibt bekannt: Nordwestlich Düna bu 8 ent⸗ wickelte der Feind ein heftiges Artilleriefeuer in Gegend der Straße Jeluxt⸗Elowka. Südwestlich Dünaburg griff der Feind ohne Erfolg an, und zwar zwischen den Seen von Owibe und Weikuze und zwischen der Straße nach Dünaburg und der Meierei Samavy. Von Dawgelischk und Mewesjeschti, nordöstlich Swientziany, vertrieben wir die Deutschen. An den Uebergängen des Wiliaflusses in der Gegend östlich der Eisenbahn von Warschau wurde der Feind zu⸗ rückgeworfen. Lebhafte örtliche Gefechte fanden in der Gegend des Dorfes Ziuki, östlich Skidel, und in der Gegend der Eisenbahn Wolkowysk— Lida statt. Am Niemenoberlauf ging der Feind mehrmals zur Offensive über. Nördlich des Fleckens Mosty trieb der Feind unsere Posten über den Fluß Sebnia zurück, Oestlich des⸗ selben Fleckens wurden erbitterte deutsche Angriffe abgewiesen. An der Straße Kartuska—Bereza nach Siniawka erreichten die feindlichen Vorhuten den Griwbafluß. Zwischen der Jasiolda und 5 der Pina entwickeln sich Kämpfe nordwestlich und westlich Pinsk bei den Dörfern Motol, Nowoschizy und Potapowitschi. ö Oestlich Kowel und am Stochodfluß machten wir bei der Einnahme der Dörfer Hulewicze, Rudia und Nivgnnsta nach hart⸗ näckigem Widerstand zwei Offiziere und 74 Soldaten zu Gefange⸗ nen und eroberten vier Maschinengewehre. Der Feind, der an seiner Front südlich des Pripfet westwärts zurückgeworfen wurde, unter⸗ nimmt an verschiedenen Orten Gegenangriffe mit starken Kräften und leistet hartnäckigen Widerstand. Bei der Einnahme der feind⸗ lichen Stellungen bei den Dörfern Korabliczezi(2 7) und Pohor⸗ jelde, nordöstlich von Dubno, fielen sieben W eine Kanone, 57 Offiziere und 2593 Soldaten in unsere. Durch einen darauf folgenden Gegenstoß wurden unsere zurückgeworfen. Im Kampfe in der Gegend von Hladki. lijowka, nordwestlich von Tarnopol, machten wir und 547 Soldaten zu Gefangenen und erbeuteten zwei Maschinen⸗ gewehre. Das Dorf Worobiowka und das Gehölz nördlich davon wechselten den Besitzer. Am Strypafluß, südwestlich von Tarnopol, eroberten wir durch einen kräftigen Angriff das Dorf Bieniawa. Der Feind floh auf das andere Flußufer, wobei er große Ver⸗ luste erlitt. Ein hartnäckiger. entwickelte sich an der Stry⸗ pa, westlich Trembowla, in der Gegend des Waldes von Burkanow und des Dorfes Zlotniki. Gegend Abend durchbrachen unsere Trup⸗ pen die feindlichen Drahtverhaue, warfen den Feind durch einen Bajonettangriff aus den Schützengräben, bemächtigten sich dez Dorfes und des Waldes und gingen im Rücken des Feindes an das andere Strypa⸗Ufer. Wir machten hier über 1500 Gefangene Die Räumung von Kiew. Kopenhagen, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Die „National Tidende“ meldet aus Petersburg: Trotz un⸗ geheuer übertriebener Siegesmeldungen, die die Russen jetzt über Galizien verbreiten, beginnen die Russen bereits mit der Räumung von Kiew. Die Bevölkerung Süd⸗ rußlands ist sehr aufgeregt darüber, daß ihre alte Haupt⸗ stadt auf Anordnung der russischen Regierung geräumt werden soll. Mit der Räumung ist bereits begonnen worden. Die Professoren und Studenten der Hochschule ziehen nach Saratow um. Wegen Papiermangels erscheinen die Kiewer Zeitungen im Miniaturformat. 8 Von der russischen Duma. Petersburg, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Petersburger Telegraphen⸗Agentur. Ein kaiser⸗ licher Erlaß ordnet die Vertagung der Duma an. Gemäß dem kaiserlichen Erlaß vom 11.(24.) Januar 1915 nimmt die Duma wegen der außergewöhnlichen Umstände spätestens im November die Sitzungen wieder auf. Berlin, 17. Sept. Zur Vertagung der Duma sagt der„Berliner Lokalanzeiger“: Das ist weniger als die Auf⸗ lösung, kommt aber im Grunde so ziemlich auf dasselbe heraus, und ist ein Beweis dafür, daß der Zar sich noch stark genug fühlt, auch ohne, und wenn es sein muß, auch gegen den Block der Linken das Staatsschiff zu führen. Die lärmenden Kundgebungen des schwarzen Verbandes müssen ihn in dem Glauben bestärkt haben, daß es vorläufig das beste ist, eindeutigen Entscheidungen aus dem Wege zu gehen und erst einmal im Felde neue Lor⸗ beeren zu pflücken. Wir können der weiteren Entwicklung der Dinge im Zarenreiche mit Ruhe entgegengesehen. Hoffentlich wird der Fortgang der militärischen Ereignisse wesentlich zu ihrer Be⸗ schleunigung beitragen. Rußlands Munitionsmangel. Lon don, 16. Sept.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In einer Veröffentlichung, die unter der Ueberschrift„Der große Krieg“ erschienen ist, heißt es: Der Schlag, der Rußland lahmgelegt hat, war eine Explosion in der Munitionsfabrik von Ochta bei Petersburg. Es war schon lange bekannt, daß diese Explosion stattgefunden hatte. Nun wird noch darauf hingewiesen, daß diese Fabrik das halbe Heer uit Munition versegen hat und die einzige große Fabrik dieser Art in Rußland war Dieser Schlag traf Rußland in einem für das Land äußerst kritischen Augenblick. Ganz Petersburg wurde durch die Explosion wie durch ein Erdbeben erschüttert. Tausende von Ar beitern verloren das Leben, die ganze Fabrik wurde vernichtet. Die Putilow Werke erzeugen wohl ebenso gute Belagerungs⸗ geschütze wie die deutschen Fabriken, aber keine Geschosse. Diese könnten nur auf dam Wege über Archangelst eingeführt werden England und Frankreich müßten den Russen alle Munition, dis sie entbehren könnten, zur Verfügung stellen. 8 8 ffizier e 2 118 7 97 8* e 6 f N 0 1 N N 9 * 1 5 1 2 2 1 1 n iini m. 1 durch Bretterzaune abgesperrt. Au solgelse, Sage b u SU odge Aueseis. unt Seeta t ee tag 4— die Citg voller Menschen, die herbelfamen, um den an⸗(oder mit den durch den Verkrag Umischriebenen Pfli gerichteten Schaden zu besichtigen. Der Gewährsmann des„Han⸗ gung ziehen. 5 Die Beschießung von Ypern. Berlin, 16. Sept.(Priv.⸗Tel., zens. Blu.) Der„Berl. Lolalanz.“ meldet aus Rotterdam: Die„Times“ berichten aus dem 1 15. 5 7 delsblad“ versichert, daß bei allen bisherigen Luftangriffen kein 5— 9 englischen i 7.— 2 1 einziger militärischer Punkt getroffen worden sei. Die Ver⸗. Der Seekrieg schwer n 3 8 Geschoß Icherungsgesellschaften, die gegen durch Zeppeline angerichtele f. 3 kam aus— 42.-Jentimkler- Mörser 8 Schäden versichern, würden überlaufen. Paris, 16. Sept,(W. Nichtamtlich. galt London, 16. Sept.(Wg. Nichtamtlich) Meldung des Agence Havas: Das Marineminfster tum ssen Reuterschen Bureaus: General Freuch berichtet: Auf beiden Seiten wurde eine lebhafte artilleristische Tätigkeit entwickelt, von allem südöstlich Armentigres und bei Ypern. Drei feind⸗ liche Flugzeuge wurden zum Landen gezwungen; zwei davon waren von unseren Kanonen getroffen worden. Im Lauf dieser Woche fanden über den deutschen Linjen 21 Luftgefechte statt. Elfmal zogen die Deutschen den kürzeren. Brandschäden in Frankreich. Paris, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Ein heftiger Brand zerstörte die Flu'g z eug⸗ motorenfabrik und die benachbarte Automobil⸗ fabrik in Boulogne⸗sur⸗Seine bei Paris. Eine österreichisch⸗ungarische Vorratserhebung für Baumwolle. Wien, 16. Sept.(WT Nichtamtlich.) Angesichts der ungeklärter Verhältnisse bezgl. weiterer Baumwollzufuhren schien es zweckmäßig, den derzeit im Inland befindlichen Vorrat an hbaumwolle in der Hauptsache für etwaigen späteren Heeres⸗ bedarf zu reservieren und dafür zu sorgen, daß die vorrätigen Baumwollgarne, insoweit sie nicht für Aufträge der Militärverwal⸗ tung oder Behörden erforderlich sind, vor allem für Bekleidungs⸗ zwecke der Bevölkerung verwendet werden. Das Handelsministe⸗ rium hat deshalb eine allgemeine Vorratserhebung mit dem Stichtage des 30. September für Baumwolle und die haupt⸗ slächlichsten daraus hergestellten Erzeugnisse angeordnet. Das Handelsministerium ordnete ferner Beschränkungen für die Ver⸗ arbeitung und Veräußerung dieser Waren an. Mit der Durch⸗ . 5 1 4 eine Bekanntmachung. die besagt, daß die Anwesenheit Die Wiedereröffnung des englischen auf ber do de den gen be e e. Parlaments. kerung nicht erregen parse“ Das Ministerium habe die notwen⸗ onde licdebehee glas To. derchtamtlic) der parsg- Poe arab den do benen Seer n e e L. f(WTB. t 1! 5 1 e eltkra 8 1 mentarische Mitarbeiter der„Times“ schreibt: Bei Eröff⸗ E 577 1 5 a 1 stärkt und würden es noch nötigenfalls Ebenfo wie im Aermel⸗ nung des Parlaments war eine bezeichnende Aende⸗ l, wo die Verteidigung äußerst wirksam sei, werde 12 0 rung des Tones zu bemerken. Es herrschte eine schär⸗Ver jahren, das dem Menschenrecht und den Grundfätzen der Men fere Note in der Beurteilun 9 5 Re en lietene ngen fzden kenn k. 1 dahin und vereinzelten als sie seit Kriegsbeginn gehört worden war. N baus N f. 1 4 machte eher den Eindruck, wie in frügeren Tagen, da es der 8 Lu er ohe hen be zwei ausgeprägte Gruppen gab und Meinungen, die den zehn Mellen von der Külste dal der engl„itt einer Oadung Beifall der einen oder der anderen Seite hervorriefen. Die Nikolajew bestimmte Dampfer„Patagonia“, Havarie erlitten Empfindung, daß diese Spaltung der Ueberzeugungen vom Man nimmt an, daß sie durch ein deulsches Unterseeboot Kabinett ausgehe, wurde durch die Rede Harcourts hervor⸗ verursacht worden ist. Der russische Regierungsdampfer„Ma⸗ gerufen, die als Erwiderung auf die Vorrede Lloyd Georges ria“, der voranfuhr, wurde gleichfalls von dem Unterseeboot an⸗ aufgefaßt werden konnte. gegriffen, entging aber der Gefahr.. London, 16. Sept.(Wr B. Nichtamtlich.) Zm Unter ⸗ Baus antwortete Mac Namara auf eine Frage, daß Admiral Aus Hessen. Fir Perey Scott mit der artilleristischen Vertelbdigung von f 1. London gegen Feindliche Luftschlffe betraut wurde und da diese Fremdsprachige Geschäftsbezeichnungen und Hausinschriften. Verteidigung der Admiralität und nicht dem Kriegsamt unterstehe. a 3 Lowe(Unionist) fragte, ob die Regierung das Verteidigungs⸗ Der Abgeordnete Dorsch hatte in der Zweiten Kam⸗ mer folgenden Antrag gestellt: system von Paris gegen Luftradds in Erwägung gezogen und ähn⸗ liche Schritte zur Verteidigung Londons getan habe Mac Na⸗„Die Kammer wolle beschließen: Feger ogliche Re⸗ terung zu ersuchen, alsbald ein Geseß 1 Wiege gu 7 ma r i erwiderte, daß er im* Interesse nichts sagen könne. Dalziel fragte, ob Mac Namara einen vernünftigen Grund 9 5 Te ir 7 f i 1„das die Anwendung fremdsprachiger Ge⸗ 5 2 e die be te öst che angeben könne, weshalb Scott dieses Kommando nicht früher] bringen d Ge 25 rn e österreichische erhalten habe Mac enna sagte, man hosse, das Budget in schäfts bezeichnun gen und Hausinschriften 5 1 55 der nächsten Woche einbringen zu können. Die kleinen Beträge der nur in ausreichend begründeten Fällen zuläßt. 7 5 1 8 Kriegsanleihe zu 5 bis 20 Schilling beliesen sich, soweit bisher festgestellt worden ist, auf 2 473 500 Pfund Sterling. Tennant sagte, er könne über Ostafrika keine Erklärung abgeben, da keine wichtigen Nachrichten vorlägen. Asqufth erklärte, das Haus solle regelmäßig Montag, Dienstag und Mittwoch tagen. Booth 2 fragte, ob Asquith die Frage geheimer Sitzungen erwogen abe. Dillon(Nationalist) klärung zugunsten der We nete, die gegenwärti haben. Der Redner fr Die Regierung hatte darauf geantwortet, daß man dafür halte, es könne bei„Anregungen der Behör⸗ den“ sein Bewenden haben. Der Vierte Ausschuß der— mer hat nunmehr beschlossen, die Großher, 91 855 Regie⸗ rung zu ersuchen, auf den Erlaß von Polizeiver⸗ ordnungen hinzuwirken, welche die Anwendung fremd⸗ sprachiger Geschäftsbezeichnungen und sinschriften nur in ausreichend begründeten Fällen zulassen. 0 Vom Hoftheater. 5 4 Vom Abg. Dor sch war in der Zweiten— 9 be⸗ antragt worden, dahin wirken zu wollen, daß während der Dauer des Krieges auf der Bühne des Großherzoglichen Hoftheaters keine franzöftschen, englischen oder russi n» schen Stücke resp. keine Stücke mit französischer, englischer oder russischer Tendenz aufgeführt werden. Der Vierte Aus- chu 1 1 be der 4 3 anlassung gesehen, dem Antrage zu entsprechen egen die Gepflogenheiten des Dostbeakers in dieser Wrsichung nichts zu erinnern sei. 6. ... ͤ ͤ—— a Aus Stadt und Cand. Gießen, 17. September 19158. Die 650 jahrige Zugehörigteit Gießens zu Hessen. Der türtische Bericht. 4 Konstantinopel, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich. Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront ist die Lage unverändert. Bei Anaforta gelang es unseren Truppen in der Nacht zum 14. September, feindliche Kräfte durch kühne Ueberfälle zu beunruhigen, zu zerstreuen und zur Flucht zu zwingen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr brachten wit am linken Flügel eine Gegenmine zur Explosion, die eine feindliche Mine zerstörte. Am rechten Flügel verhinderten wir durch Bombenwürfe die feind⸗ ichen Truppen, Schützengräben im Zickzack anzulegen, und brachten innen Verluste bei. An diesem Flügel brachte unsere Artillerie dei feindliche Batterien zum Schweigen. Unsere Batterien an den Meerengen nahmen am 13. September feindliche Truppen in der umgebung von Kap Helle unter wirksames Feuer, ebenso die Lan⸗ 8 dungsstelle von Tekke Burnu, den Abschnitt von Sedd⸗ül⸗Bahr und die feindlichen Batterien von Hissarlik, die auf unsere In⸗ anterie schossen. Wir erzielten durch unsere Beschießung ein gutes Ergebnis bei den feindlichen Truppen. Die feindliche Batterie von HPissarlit wurde zum Schweigen gebracht. Am 14. September zer⸗ sprengten dieselben Batterien eine feindliche Artilleriestellung bei der Landungsstelle von Sedd⸗uül⸗Bahr. An den anderen Fronten nichts Bedeutendes. Arb Hoffn 11 der[ dem noch im Frieden schon vorbereitende „. Der bulgarisch⸗türkische Vertrag. A werde. 0 2 745% Regen an 1 13 7 zum 1 l 5 9 f a i K jährt, da Gießen an dessen kam. Ständen wir een e p nicht im größten aller Kämpfe, so würde dies Jubilaum dene Morgenblätter melden, am Freitag erfolgt sein. Wie 3 der„Voss. Ztg.“ aus Sofia gemeldet wird, haben einfluß⸗ reiche rumänische Politiker in Privatgesprächen erklärt, daß Rumänien die Aspirationen Bulgariens vollauf anerkenne f und nichts zu unternehmen g was die Erreichung dieser Ansprüche erschweren könnte. Die englisch⸗italienischen Abmachungen. Petersbur„16. Sept.(WTB. Nichtamtl.)„Rjetsch“ eldet, die englisch⸗italienischen Abmachungen bezögen sich] Fr t allein auf die Dardanellen, sondern hauptsächlich llten italienische Truppen an der Südküste Klein⸗ iens in der Bucht von Adalia, wo Italien große Inter⸗ essen habe, Verwendung finden; aber auch die Be wingun der Dardanellen sei eine Lebensfrage für Italien, 5 es sich in einer großen Lebensmittelkrise befinde. mit einem echten Volksfest begangen worden sein. Vor das Festefeiern aber stellt sich nun der Krieg, und dem bedeut⸗ samen Tage kann drum nur ein schlichtes Erinnern ge⸗ ster[ widmet sein. So wird in der nächsten Stadtverordneten⸗ sitzung ein geschichtlicher Vortrag auf den Markstein in der Geschichte unserer Stadt Bezug nehmen. Den Tag, da ie hessisch wurde, kann die Chronik nicht 7 mit Si it angeben. Er hat zwischen dem August 1264 und dem Sep⸗ tember 1265 gelegen. Ihre 600j 23. zu Hessen feierte die Stadt am 25. August 1865, an im Grunde willkürlich bestimmten Tage. Das erste Mal, daß Gießen als hessische Stadt erwähnt wirdp ist der 29. Sep⸗ t bill tember 1265. 5 N eng sel. Jh 5 Auf einem kurzen Streifzug durch die bestrcheer wi ten durch die Stadt wird der Leser um die Zeit eines ihrer Gedenktage den Chronisten gerne begleiten. Im Jahre 1197 tritt der Name Gießen zum erstenmal urkundlich auf. Bei Vornahme eines C 9 schen dem Abt von Arnsburg und dem Konvent iffenberg Gee als Zeugin Salome„comtissa de Gysen“ (Gräfin von Gießen). Aus der Ehe der Gräfin Salome mit einem Herrn von 11 altere. N Me 2 a e e de e eee anische 1 wilnscht Piece die 1 12 f 17 Unionist) Gleiberg und Gießen. Der jüngste Sohn dieses Rudolf enn ent Wolprechungen zwischen Lunsina von Tübingen, Graf Wilhelm, nennt sich in zwei Ur⸗ Bernstorff friedlich zu regeln. kunden Kaiser Friedrichs II. von 1214 und 1223 neben Der englisch⸗französische Anleiheplan in Amerika. 4 8 An 191—. 1 8 mes 5 en. Von einem Nachkommen dieses Grafen New Dork, 16. Sept.(Wr. Nichtamtlich.) Ei raf von Gieße J. a Ferpalforrespondcht des S eldet: 1 5 tlic Ein Wilhelm von Tübingen und Gießen erwarb 1264 oder 1 der erste Fürst von Hessen, Heinrich l.,„das Kind“ der Enkel der heiligen Elisabeth, durch Kauf Stadt un as en und Gießen kommt damit an das aus Hessen. 8 1 Erwerbung Gießens seitens Hessens wurde die Entwicklung der Stadt gefördert. n den als Scheu. geschaffen hätten duld sie jezt bekämpften. e 3 23 2 ö 72 aktiven im Ofstzzersverhältnis stehen a fi eln i sich unmstel Verschvörung von hore ist das Urteil gef ällk worden. threr Verantwortung bewußt zu bleiben. Asquith beda brüngten Zeilen ben si 2 Angeklagte wurden zum Tode, 27tzu lebenslänglicher Ver⸗ füt. das Bedürf bannung und 6 zu Gefängnis verurteilt. Ha ge Neubü g 28 Cwierige Problem zu behandeln. Wenn die Regierung demnächst st Zuzi 8 Der Zeppelin ⸗ Angriff auf London. Schlüsse gezogen babe, werde sie es dem Hause mitteilen, worauf 2 Amster dam, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Das„Han- eine Debatte folgen werde. N g belsblad“ erfährt von einem Leser folgende Einzelheiten über den ono Kesten Zeprelmangriff auf London. Danach war der Angriff mit guith teilte fer N plosionsbomben sehr ernsthaft. U. a. wurde das Ge⸗ lionen Mar bäude getroffen, in dem das niederländische Konsulat untergebracht hätten und ist, ferner wurde ein mit fünf Fahrgästen besetzter Omnibus Lage. bei dem Bahnhof in der City vollständig zertrümmert. Aus den Orge S N l f 1 9 1 1 1 un waren,— 721 genießen 175 die die Bürger, die innerhalb der Stadt⸗ i e f on mern, Frauen und Kindern hervorgeholt. mauern wohnen en. Unter 106 Opfern befanden sich vier Soldaten. Alls um 10 Uhr 25 0 5 9 7 i 21 1„ U 8 1 5 5⁵ 1 die erste Bombe fiel und die Kanonen auf das Luftschiff 25 Ade. 1 9 5. den Berichten beabsichtigt die amerikanische Regierung, die deuts e über die Versenkung der„Arabic“ zunächst 115 zu beantworten. Sie steht auf dem Standpunkt, daß die unbermit⸗ „den Krieg parlamen⸗ Aus Indien. 5 London, 16. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden aus Kalkutta: In dem Prozeß wegen der trauen mehr verdiene. 1 kt war be⸗ .) Unterhaus. As 0 n ieges drei Mil⸗ und Gießen v Heinrich I. als Erbe zugefallen waren, daß di Neustadt Gießen und alle diejenigen, die außerhalb vorden Toren wohnen, alle bie he und Freihei n * 1 0 5 bedeutend entwickelt. Land ig der 5 5 feuern n, wurden die Theaterbesucher sofort ersucht, Lord Robert Cecil 255 5 t 1442 l a 1 Pe Fr 3 9 fache 10 58 fe. bon e Fe—.— 12 1„n 5 2„Erkald einer gen, l ˖. und vof 5 1 N de Stellen der Stadt aufgestellten Scheinwerfer das Luflschiff gen Ene de ff 1 0 8(Mat 5 von Samstag* e 1(14. Sep. 1* hatte, vereinigten alle Scheinwerfer ihre Lichtkegel auf bracht worden seien. Wie bekannt, tember) beginnend Im 1 0 suchte 506 en Zeppelin, der, in großer Höhe schwebend, deutlich sichtbar keine direkten Friebensvorschläge ge sich Philipp der Großmutige nach se ner Rückkehr aus der 2222 5 base ben pee eee obe e inuten, worauf die Ruhe des ikums en, ne ie S ilen, die seine Abwesenheit 0 U sofort wiederkehrte. Die getroffenen Straßen wurden sogleich! gung gezogen werden tr 4 e ee ste. Gießen zugefügt hatte. Er ließ von 15601564 N noch 485 vorsch ung 3 herstellen und den Befestigungsring teben. Rur langsam konnte sich 1 5 im Laufe der Jahr⸗ inderte weiter entwickeln, tro r besonderen Fürsorge einer Fürsten und Herren. Auch die Gründung der Lan⸗ desuniversität im Jahre 1607 hatte auf die äußere der Stadt weni nl Die Stürme des Entwicklur Befreiun über. 28 · Dreißig⸗ u Siebenjährigen Kriege iungskriege gc an der Stadt nicht spurlos vor⸗ vor etwa 100 J Wallbefestigun Ausdehnung Sta! die Hälfte des 19. Jahrhunderts trotz des „der Revolutions⸗ und ahren die Festungsmauern und die flelen, waren die Bedingungen sleh größeren * Stadl gegeben. Aber 6 1 5* 15 über nes der Main⸗ Wefser⸗Bahn im Jahre 1849/50 und der Eröffnung der abc Gießen— Deutz im Jahre 1862 ein kleines stüdtisches Gemeindewesen, dessen Bewohner sich vorzugs⸗ weise von Ackerbau und Viehzucht ernährten. Dankbar für das im Laufe der Zeit Errungene, beging man am 25. ug ust 1865 zugleich mit dem Namenstag des Großherzogs Ludwig III. die 660 jährige Vereini⸗ gung Gießens mit den hessischen Landen. Tags zuvor wurde in den Schulen auf die— des Tages hingewiesen. Am Festtage selbst, morgens um Uhr, wurde vom Kirch⸗ turme aus die Feier durch den Vortrag von Musikstücken eingeleitet. In den Mädchenschulen wurden Brezeln ver⸗ teilt. Die— 9 9— nahmen an dem Jugendfest im Philosophenwald te „wozu sich der Festzug um 1 Uhr auf dem„Brand“ aufstellte. Am Abend fand eine bengalische Beleuchtung des Festplatzes im e et statt. Ueber⸗ gehen wir die Erwähnung der Ereignis e der folgenden Jahr- zehnte, die auf die Entwicklung der Stadt fördernd ein⸗ gewirkt haben; sie gehören der Gegenwart an. Gießen hat durch die Fürsorge der Landesregierung und der Stadtver— waltung namentlich in den letzten zwei Jahrzehnten in in- dustrieller Beziehung einen bedeutenden Aufschwung ge⸗ wonnen, der sich äußerlich in der Ausdehnung der Stadt nach allen Richtungen zeigt. Möge die Stadt auch in Zukunft wachsen und gedeihen, nicht btoß an äußerem Umfang und an Einwohnerzahl, sondern auch an Wohlstand und Tüchtig⸗ ewohner! Dr. H. B. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. keit ihret Alsfeld.— 5(Aus Musk. Heinr. Krieg Hen und den Nachbargebteten oppert, Ink.⸗Agt. 116, au ssreiwill. Unteressizier Heinr. K onzheimer, Ins.⸗Agt. 222, aus Roth bei Marburg. Den Geburt ossen. HFortbildungsschule im Winter 1915/16. Auch in diesem Winter hat das Großh. Ministerium für Schulangelegenheiten troß der dahingehenden Anträge von verschiedenen Seiten, insbesondere aus erzieherischen Grün⸗ den von einem Schließen der Fortbildung.s⸗ 1 16185 abgesehen. Es macht jedoch die Kreisschulkom⸗ missionen darauf aufmerksam, daß von dieser Seste das weitgehendste Entgegenkommen bei berechtigt erscheinenden tungs- und Urlaubsgesuchen stattzufinden hat. Beson⸗ ders wird eine umgehende 1[ der eingehenden Ge⸗ Befreiu suche empfohlen. o ein geordneter Schulbetrieb nicht auf⸗ recht zu erhalten ist, ist die Fortbildungsschule zu schließen. Gründung eines Hausfrauenvereins. Gießener Hausfrauen haben sich entschlossen, der Lebens- mittelteuexung entgegenzutreten, wie dies den Hausfrauen anderer Städte bereits mit Erfolg gelungen ist.(Marburg, Eisenach, Heilbronn u. a.) In einer Vorbesprechung, an der 15 zuberufen. Ziele; des Mittel und W̃ frauenverein er eine größere Anzahl Hausfrauen teilnahm, würde der Ent⸗ a e einen Verein zu gründen und zu diesem e eine Versammlung der Gießener Hausfrauen ein⸗ In dieser Versammlung sollen die Zwecke und Vereins von sachkundiger Seite dargelegt werden. Frau v. d. Groeben aus Eisenach, die Vorfitzende des dortigen Hausfrauenvereins, hat es übernommen, über f ge zu berichten, die der Eisenacher Haus⸗ olgreich anwandte, um der immer unerträg⸗ licher werdenden Steigerung der Preise für alle Lebensmittel zu begegnen. Der Vortrag wird am Dienstag, den 21. d. M., abends 8¼ Uhr deutung der frau es ermö dem zu gründ schlossen g Um jeder 8 „in der großen Aulg stattfinden. Bei der Be⸗ ache für jeden Hausstand sollte jede Haus⸗ glichen, in die Versammlung zu kommen und enden Hausfrauenverein beitreten, um ge⸗ en die Lebensmittelsteigerung 8 zu machen. ausfrau den Beitritt. in den erein zu ermög⸗ lichen, wird der jährliche Mitgliedbeit 50 Pfg. bis 1 Mark 5 70 1 F * Die Ablieferungsstelle für Metalle ist 8 in eine Schulbaracke auf dem Hofe der Stadt⸗ eine Hol chule verlegt, und außerdem ist unmittelbar daneben tte zur Annahme von größeren Mengen von Metall eingerichtet worden. Durch die neue Anordnung voll⸗ as sich das Abli r frfiheren Einrichtung im Keller der Aliceschule. Neuer⸗ dings konnten der Handel, das Handwerk und die Industrie mit ihren Metallschätzen stärker Fee schätzen s— kolhen un liesbrt. Man sieht dabei man alten Ladenhüter. Gestern die eine s Andran Rapper 57 no er brachte, nahmestelle 1255 ist. Aber au . ch andere Enttäuschungen kommen vor. Eine rau aus mittleren Bürgerkreisen hatte all ihre blanken etallgegenstände, einen ganzen Waschkorb voll, zur An⸗ um Wort kommen. Einzelne ben ganze Sätze messingner Kessel, kupferne Löt⸗ sonstige Artikel in Messing und Kupfer abge⸗ wurde auch eine ganze alte Breuneretein richtung, chwere Menge Metall enthielt, zur Ablieferung ge⸗ bracht. Auch das städtische Hochbaualtt tallen dienen, die einen schweren mund denen man anmerkte, daß die mancher verschwiegenen Ecke gelagert konnte mit Me⸗ Wagen voll ausmachten, Gegenstände schon in hatten. Aber auch der von privater Seite zur Ablieferung von Metall ch stark. Eine Frau von Wieseck, die ihr mußte abgewiesen werden, weil die An⸗ für die Gießener Bürgerschaft eingerichtet estelle geschafft. Leider erfuhr sie, d II i ü 7 5 gehaltenen ug r dan Ein Ehrenpreis von einer Hundeausstellun gewichtig sich ausnahm, erwies sich als nickelt, eine Kaffeekanne mit dazu gehörigem Milchtopf, der schwer und ußeisen ver⸗ 60 uckerschale und Servierbrett war eitel Blech, ein Album⸗ a bekannt, 25 unserer Städten se 4 der, der bisher das Heiligtum der guten be gebildet te, wurde für Talmtimeffing erflärk— Die Stadtaffe t bisher für übernommenes Kupfer usw. 15000 Mark a 0 Alle im Großherzogtum gten⸗ s Altenburg bei 5. stog der Großherzogin ehren die öffentlichen Gebäude heute durch Flaggenschmuck. Die Schulen haben zur Feier des Tages schie. eferungsgeschäft jetzt weit schneller als in Iminister Dr. Braun ⸗Darmstadt in einer festlich gestimm⸗ „ d FFC ten vaterländischen Versammlung anläßlich der neuen Kriegsanleihe. Einleitend beteuerte der Minister, daß es ihm selbstverständlich fern liege, etwa eine politische Rede zu halten, für ihn handle es sich ausschließlich darum, wie jeder andere Staatsbürger seine Kräste pflichtmüßig in den Dienst der zurzeit wichtigsten Aufgabe der Daheimgeblie⸗ benen zu stellen, freilich nicht in dem Sinne, als ob es noch nötig wäre, Begeisterung zu wecken, denn diese sei überall schon vorhanden. Es handle sich vielmehr um nichts anderes, als darum, Verständnis für Deutschlands Wirtschaftskraft und seine ge⸗ sunde Geldverfassung unter Heranziehung von Tat⸗ sachen, Bekanntgabe von Ziffern und Vergleichen mit dem Auslande in wette Kreise zu tragen. Allenthalben bestehe mit Recht eine günstige Auffassung von der deutschen Lage —„das deutsche Volt kennt seine Kraft“—, aber wie der Besuch der Versammlungen beweise, sei doch bei vielen das Bedürfnis vorhanden, ihre Auffassung von den Zusammen⸗ hängen wirtschaftlicher Dinge weiter vertieft zu sehen, was das Gefühl der Sicherheit stärke. Wer aufklärend wirke, tue nichts zur Sache, es komme nur darauf an, daß es überhaupt geschehe. Glänzend habe sich die deutsche An⸗ passungsfähigkeit an die schweren Verhältnisse bewährt, unsere Geldverfassung sei für die stärkste Belastungsprobe gerüstet. Daß er sich dessen freue und Verbreitung dieser Kenntnis wünsche, werde man ihm nachfühlen können, denn es handle sich um Tatsachen, auf die alle, nicht nur die Wissenden, stolz sein dürften. Hessen⸗Nassau. (Marburg, 16. Sept. Das Landratsamt hat einen Preisüberwachungsausschuß eingerichtet. Diesem wird aufgegeben, alle erwiesenen Fälle von Wu⸗ cherpreisen zur Anzeige zu bringen. 8 Marburg, 16. Sept. Auf der Landstraße von Cölbe nach Marburg verunglückte gestern abend der 19 Jahre alte Sohn des im Felde weilenden Gasthofbesitzers Aug. Briel da⸗ durch, daß er mit seinem Rad gegen einen Baum fuhr und die Böschung hinunterkollerte. Passanten fanden den besinnungslos dort liegenden jungen Mann und sorgten für seine Ueberführung in die Klinik, wo er bald darauf seinen Geist aufgab. Der Verunglückte sollte in den nächsten Tagen ins Heer eintreten.— Am nächsten Mittwoch, Freitag und Sonnabend hält die O bst⸗ verkaufsvermittlungsstelle für den hiesigen Kreis im Fronhof hier Verkaufstage ab. Trotzdem die Aepfel- und Birnen⸗ ernte in hiesiger Gegend in diesem Jahre sehr reichlich ausfällt, wurden bis jetzt bei den verschiedenen Gemeindeobstverkäufen hohe Preise erzielt. g n. Weilburg, 16. Sept. Major Hassel vom Reserve⸗ Insanterie-Regiment Nr. 26 wurde zum Kommandeur der hiesigen Unterofsfizierschule ernannt. Aus der Rhön, 16. Sept. Im Schacht der Gewerk- schast Heiligenroda gerieten mehrere Bergleute beim Nach- prüsen von Sprengschüssen in giftige Nachschwaden und fielen be- wußtlos nieder. Trotzdem sofort die Rettung der Leute auf- genommen wurde, waren doch bereits ein Steiger und zwei Bergleute in den Gasen erstickt. 0 Bad Kreuznach, 16. Sept. Der langjährige Theater⸗ direktor Alfred Helm beging heute sein fünfzigjähriges Bühneu jubiläum. Helm, der eine hervorragende Begabung für das charakter⸗komische Schauspielfach bezeigte und mit solchen Rollen auf vielen Bühnen im In- und Auslande und drüben in Amerika starke Erfolge hatte, lestete als Direktor die— 7 in Greßen, St. Gallen, Kaiserslautern, das Benards⸗Theater in Aachen und zuletzt seit 12 Jahren das Kurtheater in Bad Kreuznach. t Waldeck hat im ersten Vierteljahr seiner Tatig⸗ it(15. April bis 1. Juli) 320 kriegsbeschädigte Personen beraten. Unter diesen befanden sich 3 völlig Blinde, 8 auf einem Auge Blinde, 40 Einarmige, 43 am Arm Gelähmte, 2, die beide Beine verloren hatten, 31 Ein⸗ beinige, 25 an den Beinen Gelähmte, 83 Herz-, Nieren- und Lungenkranke und 85 Hand⸗, Fuß⸗ und Kopfverletzte. 119 Leuten hiervon wurden Stellen vermittelt, 28 überwies man der Heimat. Aus ihrem Berufe mußten ausscheiden 18, im Beruf gehoben wurden 6, im erlernten Beruf verblieben 46 und einem Gewerbe wurden zugeführt 24 nicht gewerbliche Personen. Anmeldungen zur Aufnahme Kriegsbeschädigter in offene Stellen liegen seitens der Arbeitgeber in erfreu⸗ licher Zahl vor.— Die Ausgaben der Geschäftsstelle be— liefen sich im ersten Vierteljahr auf 6748,54 Mk. Die Ein⸗ nahmen betrugen 9000 Mk.; hiervon gaben die Landes- versicherungsanstalt Kassel 5000 Mk., die Landesversiche⸗ rungsanstalt Darmstadt 3000 Mk. und der Frankfurter Ortsausschuß 1000 Mk. * Austauschgefangene. Am Mittwoch wurden aus unserem Gefangenenlager zirka 30 Austauschgefaugene nach Frankfurt a. M,. überführt, von wo sie mit Landsleuten aus den Lagern bei Kassel und Limburg gemeinsam die Reise nach der Schweiz fortsetzten, um von dort aus in ihre Heimat zurückbefördert zu werden. Die Stadtknabenschule an der Nord-Anlage wird nach einer Vereinbarung zwischen der Stadt und der Militärbehörde als Kaserne für das Landsturmbataillon eingerichtet. Wo man die einzelnen Klassen der Schule unter— bringen wird, steht noch nicht ganz fest. 5 Die Gewerkschaft Gießener Braunstein⸗ bergwerke vorm. Fernie hat für die neue Reichs- anleihe 100 000 Mark gezeichnet. Wollbeschlagnahme. Eine neu erschienene Bekannt⸗ machung, deren Anordnungen mit dem 18. September 1915 in Kraft treten, befaßt sich mit dem Wollertrag der deutschen Schafschur 1914/15, sowie den bei den deutschen Gerbereien befindlichen Wollgefällen, soweit es noch nicht in das Eigentum von Fabrikanten von Heeres⸗ oder Marinebedarf übergegangen ift, und mit dem Wollertrag der deutschen Schafschur 1915/16, gleichviel, ob sich dieser bei den Schafhaltern, an son⸗ stigen Stellen oder noch auf den Schafen befindet. Der gesamte Wollertrag beider Schafschuren ist beschlagnahmt. Das Waschen des beschlagnahmten Wollertrages wird, soweit er noch nicht an Fabrikanten für Heeres⸗ oder Marinebedarf verkauft ist, genau geregelt. Die Wolle muß spätestens 12 Wochen nach dem Scheeren oder Fallen in einer der in der Bekanntmachung nament- lich aufgeführten Wollwäscherei eingeliefert werden. Das Ver⸗ kämmen der Wolle ist gänzlich verboten, soweit nicht durch eine ausdrückliche Verfügung der Kriegs-Rohstoff-Abteilung hierzu Er⸗ laubnis erteilt worden ist. Eine Veräußerung der beschlag⸗ nahmten Wolle darf nur noch an die Kriegswollbedarf-Aktien⸗ gesellschaft in Berlin, sowie an solche Personen, Firmen oder Gesellschasten erfolgen, welche die Wolle unmittelbar oder mittel⸗ bar an die Kriegswollbedarf⸗Aktiengesellschaft in Berlin verkaufen. Für die Lieferung der Wolle durch den Schafhalter sind eben⸗ falls bestimmte Vorschriften gegeben. In jedem Falle muß die Wolle spätestens 10 Wochen nach der Einlieferung in einer der zugelassenen Wäschereien in das Eigentum der Kriegswollhedarf— Aktiengesellschaft übergegangen sein; der Wollertrag 1914/%½5 muß bis zum 31. Dezember 1915 in dem Eigentum dieser Gesellschaft stehen. Ueber den von der Gesellschaft zu zahlenden Preis entscheidet endgültig die Kriegs-Rohstoff-Abteilung nach Anhörung einer Sachverständigen⸗Kommission, deren Zusammensetzung unter Zuziehung von Vertretern der verschiedenen Interessentenkreise geregelt ist. Die Kriegswollbedarf⸗Aktiengesell⸗ schaft verteilt die von ihr erworbene Wolle unter Genehmigung der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung an solche inländische Verarbeiter, welche die Wolle nachweislich zur Ausführung von Aufträgen der deutschen Heeres- und Marine⸗Verwaltung brauchen. Die Bekanntmachung enthält noch eine Reihe anderer Bestimmungen, so über Anträge von Schafhaltern auf Freigabe geringer Mengen Rohwolle zum Verbrauch im eigenen Haushalt und über die Mindestmengen, die bei einem Verkauf an die Kriegswollbedarf⸗ Aktiengesellschaft angeboten werden müssen. Außerdem wird auch das Scheeren der Schafe zu einer früheren als in anderen Jahren üblichen Zeit verboten. Der Wortlaut der Bekannt⸗ machung ist am Bürgermeistereigebäude zu Gießen angeschlagen und in heutiger Nummer des Kreisblattes abgedruckt. Gummi, Guttaperchausw. Zu der Bekanntmachung über Bestanderhebung und Beschlagnahme von Kautschuk(Gummiß, Guttavercha, Balata und Asbest, sowie von Halb- und Fertig⸗ fabrikaten unter Verwendung dieser Rohstoffe(V. I. 663/6. 15. K. R. A; ist eine Nachtrags⸗ Bekanntmachung erschienen. Hiernach ist der Verkauf oder die Lieferung der in§ 2 Ziffer b unter IV *. 1, 18 und 18 genannten und nach der früheren Be⸗ kanntmachung lediglich meldepflichtigen Gegenstände— insbe⸗ sondere alte Autoreifen, Luftschläuche, Gummiabfälle— vom 18. September 1915 ab nur noch an die Königliche Inspektion des Kraftfahrwesens in Berlin⸗ Schöneberg, Fiskalischestraße, oder an deren durch schriftlichen Auftrag ausgewiesene Beauftragte statthaft. Die in Gummi⸗ und Regenerierfabriken vorhandenen Bestände dürfen verarbeitet werden. Im übrigen sind die Gegen⸗ stände gemüß der Bundesratsverordnung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915 beschlagnahmt. Der Wort⸗ laut dieser Nachtrags⸗Bekanntmachung ist am Bürgermeisterei⸗ 1175 zu Gießen angeschlagen und in heutiger Nummer des reisblattes abgedruckt. l Landkreis Gießen. Heuchelheim, 16. Sept. Die von der Gemeinde für Mittwoch, den 15. d. Mts,, anberaumte Gemeindeobst-Ver-⸗ steigerung hatte zahlreiche Käufer herbeigelockt; es wurden recht hohe Preise erzielt.— Landwehrmann Gerlach von hier starb infolge Krankheit im Lazarett zu Metz. Kreis Büdingen. g = Büdingen, 16. Sept. Die Kernobsternte der Kreisstraßenvflanzungen des Kreises Büdingen beträgt in diesem Herbst amtlichen Schätzungen zusolge mehr als vier- tausend Zentner; sie verteilt sich auf 45 Straßen. 1 Gettenau, 16. Sept. Ein 50 jähriger Mann fiel beim Abtragen von Kartoffeln vom Wagen, daß er das Rückgrat brach und kurz nachher verschied. i Lißberg, 16. Sept. Den Tod fürs Vaterland starb der Musketier Karl Seum. Kreis Alsfeld. up. Ober⸗Ohmen, 16. Sept. Am letzten Sonntag sand in unserer Kirche eine Gedächtnis seier statt für drei Helden unserer Gemeinde, die in Frankreichs Erde ruhen. Den Ersten von ihnen, Heinrich Krebs, traf am 6. Juni eine Granate töd⸗ lich. Mit drei anderen Kameraden liegt er bei Neußville beerdigt. Wilhelm Stock fiel am 9. Mai bei einem Sturmangriff bei Moere durch einen Brustschuß. Karl Stein verstarb am 8. Mai im Lazarett zu St. Quentin. Seine Beerdigung sand mit militärischen Ehren auf dem Kriegerfriedhof zu St. Quentin statt. Kreis Lauterbach. M. Lauterbach, 16. Sept. Ein Wäschedieb treibt hier in den letzten 14 Tagen sein Unwesen. So wurde in der letzten Nacht wieder mehreren Bewohnern am Bahnhofsviertel eine An- zahl J N von 7 Bleiche 9 sich direkt bei* 9 ungen befindet, gest en. Dem Anschein nach treibt der Dieb 2 5 0 2 — den Mann e, Handel, 17 auch Wäsche gestohlen Kriegserklärung am 4. August 1914 befand es sich unterwegs an wurde, die für gewöhnliche Leute keinen Zweck hat. Bis jetzt hat] den Dardanellen, erhielt aber Befehl, sofort nach der Nordsee man von dem Täter trotz Inanspruchnahme eines Polizeihundes]abzugehen. Das Unterseeboot ist stärker geschädigt, als ursprünglich noch keine Spur. g angenommen wurde. Es zeigt über 100 Löcher im Rumpfe auf, Kreis Schotten. die teils von Granaten, teils von Maschinengewehrschüssen her⸗ Götzen, 16. Sept. Den Tod fürs Vaterland sta rb bei rühren. Die gröbsten Reparaturen werden mindestens vier Monate U** einem Sturmangriff der Landsturmmann Karl Lang. in Anspruch nehmen. Starkenburg und Rheinhessen.* a. Bingen, 16. Sept. Gestern abend sprach Finanz⸗ Vermischtes. Ein Eisenbahnunfall. Mülheim(Ruhr), 16. Sept.(Amtlich.) Heute vormittag fuhr dem von Düsseldorf in den Personenbahnhof Köln—Mülheim einfahrenden Personenzug eine Rangierabteilung in die Flanke. Beide Maschinen und einige Postwagen entgleisten und wurden beschädigt. Der die Rangierfahrt leitende Rangierer wurde getötet; fünf weitere Personen wurden leichtverletzt. Der Betrieb wurde durch Umleitung aufrechterhalten. Die Untersuchung über die Schuldfrage ist eingeleitet. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gieß Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 18. Sept. 1915: Heiter, trocken, warm. Letzte Nachrichten. Eine Audienz beim Zaren von Bulgarien. Budapest, 17. Sept. Einer Bukarester Meldung des„Az Est“ zufolge empfing König Jerdinand den öster⸗ reichisch-ungarischen Gesandten Grafen Czer nin am Montag zu einer längeren Privataudienz. Eine Unterredung mit König Konstantin. Athen, 17. Sept. Der Sonderberichterstatter des„Berliner Tagebl.“ wurde von König Konstantin von Griechenland auf dessen Sommersitz in Staoti empfangen. Ueber die Unterredung schreibt der Berichterstatter: Es ist selbstverständlich, daß mir der König bei der heutigen Zeitlage in dieser Privataudienz keine für die Oeffentlichkeit bestimmten politischen Mitteilungen machen konnte, aber aus jedem seiner Worte sprach das Vertrauen in die weitere friedliche Zukunft seines aufwärtsstrebenden Volkes und der ehrliche und starke Wille eines Königs, der sich eins weiß mit seinem Lande und das Ideal in dem Fortschritt sucht, ohne jedoch den Boden der Tatsachen und der Wirklichkeit unter den Füßen zu verlieren. Es kann keinen gewissenhafteren König geben, leinen, der die ganze Schwere seiner verantwortungsvollen Auf⸗ gabe mehr auf sich lasten fühlt, aber auch keinen, der mit so großer Sachlichkeit und Streuge gegen Versuche, Wühlereien im Lande zu veranstalten, vorgeht. f Das französische Parlament. 3 Genf, 17. Sept. Die französische Kammer und der Senat, die heute wieder zusammentreten, werden sich mit dex Angelegenheit der Brotgetreideversor gung zu be⸗ fassen haben. Der von der Kammer vorbereitete Gesetzentwurf ipfelt in der Einführung des en. für Brotgetreide und ermächtigt die Regierung zu Maßnahmen, wie der Ausgabe von Brotkarten nach deutschem Muster sowie zum Ankauf der entsprechenden Mengen von Reismehl aus den Kolonien als Zusatz zum Brotgetreide. „E 13.. Kopenhagen, 17. Sept. Die Matrosen von dem bei Salt⸗ holmen gestrandetenenglischen Unterseeboot„E13“, die mit ihrem Boote in Kopenhagen interniert wurden, erzählten einem Vertreter der Zeitung„Politiken“: Unser Unterseeboot hatte Kronboy, die Nordeinfahrt am Sunde am Morgen desselben Tages passiert, an dem es abends strandete. Die Strandung erfolgte nach Einbruch der Dunkelheit. Es war unmöglich, uns Hilfe zu bringen. Die Matrosen erzählten weiter, vor dem Ausbruch des Krieges sei„E 13“ zweimal in der Ostsee gewesen. Am Tage der englischen O dol 5 hier gearbeitet haben, einfinden zu wollen. u btlliasten Preisen. 2 14 ö** Aus dem Reiche. Bundesratsbeschlüsse. 5 Berlin, 16. Sept.(WTB. Amtlich.) Der rat hat den Entwurf einer Bekanntmachung über die Kartoffel⸗ Kartoffelstärkefabrika⸗ tion, den Entwurf einer Bekanntmachung über die Rege- ssen der Kartoffeltrock p Entwurf— die Erzeugnisse der die Höchstpreise für trocknerei sowie lung des Absatzes von Erzeugt nerei und Kartoffelstärkefabrika Bekanntmachung über das Außerkrafttr machung über die Höchstpreise für Fr den eten der Beforoerung des Staatssetretars v. Jagow zum Major. (WTB. Nichtamtlich.) taatssekretär v. Jagow, Leutnant der Landwehr Hund früher Reserveleutnant des Zieten-Husaren⸗Regi⸗ ist dem„Militärwochenblatt“ zufolge der Charakter Berlin, Bundes⸗ ments, einer Bekannt⸗ erkartoffeln und Erzeugnisse der Kartoffeltrocknerei, sowie der Kartoffel- stärkefabrikation vom 25. Februar und den Entwurf einer Bekanntmachung wegen Verarbeitung von Kartoffeln in ahr 1915/16 ͤ angenommen. Dem vom Reichstag angenommenen Gesetzentwurf wegen Aenderung des Gesetzes betr. die Unterstützung von Getreidebrennereien im Betrie Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften vom 28. Februar 1888 wurde zugestimmt. 16. Sept. als Major mit der Uniform des genannten Regiments ver⸗ liehen worden. Zeid net die dritte Kriegsanleihe! Letzter Zeichnungstag: Mittwoch, den 22. September. Dem * —„Landsturm.“ gesängen“ von den brausenden Strom unseres Lebens. E besteht darin, daß die Lieder in leichtflüssige Musik vertont sind, und in welcher Weise das geschehen ist, beweisen die Namen der Tondichter: Victor Hollaender, Bogumil Zepler, Hermann Krome und Max Battke. —„Mit den Türken an der Front“ diesem Titel im Verlage von August Scherl, G. m. b. H., Berlin, Bllchertisch.. In den unter diesem Titel im Verlage August Scherl, G. m. b. H., Berlin, erschienenen„Kriegs⸗ Hans Brennert wirft sich der Dichter in Ein Vorzug des Buches Das unter erschienene Buch von E. Serman, dem einzigen Berichterstatter, des es vergönnt war, mit den ersten türkischen ruppen an den Suezkanal vorzudringen, ist in mancher Beziehung sesselnd. Von Krieaston U im mindesten zu missen, großen Kämpfen, von überwältigenden Siegen und unendlichem Blutvergießen hören wir nicht viel, aber Tausenden von Lesern wird ein Buch hochwillkommen sein, worin in diesen Kriegsjahren das Blut nicht die Hauptrolle spielt. Dafür finden wir, ohne den malerische Schilderungen aus sernliegenden asiatischen Städten, aus der Sinaihalbinsel, so lichtvoll, so lustdurchklärt, daß man beim Lesen des Buches gern den Zauber des Orients auf sich wirken läßt. Allen Verwandten, Freunden und Be- kannten die traurige Nachricht, daß unsereliebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fran fable, gelt Pitwe 5 im 66. Lebensjahre nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden gestern nach- mittag 3 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Schneider Familie Heinrich Velten VIII. 45 Oppenrod, Göbelnrod, 17. September 1915. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2 Uhr statt. 05095 Für die vielen Beweise herzlicher Teil⸗ nahme an unserem schweren Verluste sowie für die treue Pflege der Schwester und die zahlreichen Kranzspenden sagen wir allen innigsten Dank. Elisabetha Kröck und Kinder. Heuchelheim, den 16. September 1915. Notes Kreuz. Die Arbeit in den Nähstuben beginnt wieder in vollem Umfang am Montag, dem 20. Sep⸗ tember. Die geehrten Damen werden gebeten, sich an den Tagen, an denen sie auch im Sommer Neu⸗ anmeldungen sind erwünscht. 7 Die Vorsitzende des Alice⸗Frauen⸗Vereins Frau B. Gebhardt. Gießener Hausfrauen! Einladung zu einer Versammlung am Dienstag, den 21. d. M., abends 8 ½ uhr, in der großen Aula. Vortrag von Frau v. d. Groeben aus Eisenach, Vorsitzende des dortigen Hausfrauenvereins, über: Uugerechtfertigte Lebensmitteltenerung Diskussion.— Anschließend: Gründung eines Gießener Hausfrauen⸗ Vereins jährlicher Mitgliedsbeitrag 50 Pfg. bis 1.— Mk. Gießener Hausfrauen kommt alle.— Eintritt frei. Allgemeiner Deutscher Frauenverein a Ortsgruppe Gießen. 7432 Obstversteigerung. Die Gemeinde Lich versteigert ihre dies sährige Obst⸗ ernte, feinste Tafel und prima Wirtschafteäpfel, sowie Birnen, Montag, den 20. l. Mts., beginnend vor⸗ mittgas% Uhr am Waldeingang an der Hattenröder Straße und auschließend an diese Versteigerung an der Nonnenröder Straße. Lich, den 13. September 1915. Großh. Bürgermeisterei Lich. ee 74130 Achtung! Verkaufe Samstag auf dem Braudplatz am Ein- gang nom Byatanischen Garten: 105004 iumachaurken. 100 Stud k. 2.—, Salat-, Senf,, Vießeren Zuckergurken, sowie Weißkrautu. 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Die Rechnung der Armenkasse Gießen für 1913 Ri. 25 September 1915 a g eine Woche lang zur Einsicht der Beteiligten auf dem Städtischen Armenamt, terweg 9, offen. 2420 B Die Vergütungen für die im Monat August in ürgerquartieren untergebrg chten Mannschaften der Land⸗ an dien ß Gießen werden bezahlt: an die Empfangsberechtigten, GK Diensta LR Mittwo 8-2 Donnerstag, d jedesmal von 812 Uhr vormittags und deren Namen beginnen mit AE Montag, den 20. September 1915 den 21. 7 1 den 2. 5 en 23. I. 2.5 Ubr nach mittags. Die Zahlstelle ist im Stadthaus, Zimmer Nr. 4. Tagen abzuholen. s wird dringend ersucht, die Beträge an genannten 24018 Leseholzuutzung in den Staats⸗1. Gemeindewaldungen Nachdem sich das Bedürfnis für die Erweiterung der n wöchentlich 2 Tage ergeben bat, ist von Groß erförsteret Gießen angeordnet worden, daß bis auf weiteres Mittwoch und Freitag jeder 74²⁰ Woche Leseholztage sind. Wee der Stadt ießen. Montag. den 20. September 1915, kommt die Obsternte der Stadt Gießen zur öffentlichen Versteigerung. Das Ausgebot erfolgt an Ort und Stelle baumweise. Vormittags 8½¼ Uhr beginnend, wird versteigert das Obst von den Bäumen am Leihgesterner 1185 aus der früh. Aktienbraueret am Wiesecker Weg im Lärchenwäldchen auf dem Lutherberg am Steinbacher Weg am Anneröder We an der Licher ene Die Zusammen an der früheren Aktienbrauere Bäumen am Krofdorfer Weg Nußernte von einigen Ba kommt an der Aktienbrauerei mit zum Ausgebot. geschätzt auf 3 Str. Aepsel ** „„ 15„ Birnen „„ 2 1 Aepfel u. Birnen „„ j„ Aepfel **„. u. Birnen epfel *„ 23„ 72 unft ist auf dem Leihgesterner Weg Das Obst von und am Hardimde umen auf dem 8 einigen und die ardtberg Am Schluß der Versteigerung werden die Kastanien von den Bäumen an der Kaiser⸗Allee und an der Licher Straße ausgeboten. Nachmittags 2 Übr beginnend, wird die Ernte vom städtischen Wirtschaftsobst, 36 Zentner Obsthändler sind vom Von den in diesem 8 is zum 1. Oktober d. Js. straße 2, Zimmer Nr. 15, anzeigen. Welle betragt 30 Pig. und ist bei der richten. Die Lieferung als 5 Wellen werden ö bstbaumstück Straße bei der Kaserne, bestehend a eschätzt auf 300 Taselbirnen, verstei an der Licher s feinem Tafel⸗ 9 entner 25 tner Aepfel, 1 9 Mitbiete e der Stadt zur auf dem 4 5 25 29 Wc aldeneben f rel vor das usgeschlo— hr erfügu stehenden Ne können eine beschränkte An ahl Wellen an Private abgegeben werden. Wer solche 51 beziehen wünscht, wolle dies alsbald, wätest aber en- * S *» F e