W*. G A Mittwoch, 15. September 1915 Der Sletener Anzeiger Bezugsprei Erstes Blatt 165. Jahrgang erscheint täglich, außer monatl. 75 Pf., viertel- Sonntags.— Beilagen:. 2 jährl. Mk. 2.20; durch viermal e Abhole- u. Zweigstellen ü bun monatl. 65 Pf.; durch Hattsür den Beis Gießen die Post Mk. 2.— viertel (Dienstag und Freitag): jährl. ausschl. Bestellg. zweimal 3— Land⸗ e wirischaftliche deitfragen ausw. 20 Pf.— Haupt- f 85 10 schristleiter: Aug. Goetz. Fernsprech-Anschlüsse: N enen Gee Verantwortlich für den e General⸗Anzeiger für Gberhessen e Feuilleton: Aug. Goetz; für die Tagesnummer für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ bis vormittags 9 Uhr. richtssaal: Otto Braun; Rotationsdruc und verlag der Brühleschen Univ. Buch- und steindruceret R. ange. Schriftleitung. Geschästsstelle u. drucerel: Schulstr. 7. nee, Siegesmärsche im Osten. deutsche Wasserflugzeuge über dem Rigaischen Meerbusen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 14. 1 (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Unter teilweise sehr heftiger Tätigkeit der Artillerie verlief der Tag sonst ohne wesentliche Ereignisse. Ein schwacher französischer Vorstoß gegen das Schleusenhaus Sa⸗ pigneul, nordwestlich von Reims, wurde zurückgeschlagen. Auf Trier, Mörchingen, Chateau Salins und Donaueschingen wurden von feindlichen Flie⸗ gern Bomben abgeworfen. Bei Donaueschingen wurde ein Personenzug mit Maschinengewehrfeuer beschossen. Es sind einige Personen getötet oder verletzt. Aus dem über Trier erschienenen Geschwader wurde ein Flugzeug bei Lom⸗ meringen, südwestlich von Fertsch, heruntergeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Auf der Front zwischen der Düna und der Wilia, nordwestlich von Wilna, sind wir unter Kämpfen im wei teren Vorgehen. Es wurden 5200 Gefangene ge⸗ macht. 1 Geschütz, 17 Munitionswagen, 13 Ma⸗ schinengewehreund viele Bagagen erbeutet. Auch östlich von Olita macht unser Angriff Fortschritte. Im Njemen⸗Bogen nordöstlich von Grodno gelangte die Ver⸗ folgung bis halbwegs Lida. Weiter südlich nähern wir uns dem Szezara-Abschnitt. Der Bahnhof Lida wurde nachts mit Bomben beworfen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Verfolgung gegen den Szezara blieb in luß. Feindliche Nachhuten wurden geworfen. 85 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. 5 Auch hier konnte der Feind die Verfolgung nicht auf⸗ halten; einige hundert Gefangene wurden eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 5 Die Lage bei den deutschen Truppen ist unverändert. Oberste Heeresleitung. * uns die überraschenden Erfolge, die wir in der Flugtechnik gemacht haben; die neue Waffe der Wasserflugzeuge hat sich außerordentlich bewährt. Hindenburg, der in Kurland mit ansehnlichen Beuteziffern neuen Raum gewonnen hat, läßt sein Ziel an der russischen Wasserkante, Riga, nicht aus den Augen. Dem englischen Parlament, das am mute werden. Trotzdem ist man dort von der allgemeinen Wehrpflicht noch recht weit entfernt. Von Lloyd George, dem Munitionsminister, werden Agitationsreden ins Land geschickt, wobei eine nach dem neuesten Stand der Dinge verfaßte Vorrede auch daß England dem Kriege nicht fern bleiben konnte, 1 schränkten Armen zusehen können, während das Land, dem wir das Versprechen unseres Schutzes gaben, von dem Mit— langt werde. Bei den der Tatsachen in einem auffälligen Mißverhältnis: an den schließlichen Sieg nicht geschwücht, vorhersehen konnte. — Erfolgreiche Angriffe deutscher Wasserflugzeuge russischen Festungen, die für Die wiederholten Angriffe auf die Rigaer Bucht zeigen a heutigen Mittwoch wieder zur Beratung zusammentritt, muß es bei seiner Um⸗ schau über die Ereignisse doch allgemach sehr bänglich zu— für uns Deutsche besonderes Interesse beanspruchen darf. Lloyd George bekennt, nach zwölf Mo⸗ naten des Krieges sei seine Ueberzeugung stärker denn je, ne seine eigene Sicherheit zu gefährden und seine Ehre zu beeinträchtigen.„Wir hätten nicht zynisch mit ver⸗ beschützer verheert und zertreten wurde. Wenn britische Frauen und Kinder auf hoher See von deutschen Unter- seebooten brutal getötet worden wären, hätte die Nation darauf bestanden, das kindermörderische Reich zu strenger Verantwortung zu ziehen.“ Wir können über solche oft verzapften Phrasen kurz hinweggehen, auch über die nach Lloyd George beabsichtigte„Zerstörung des deutschen Mili— tärsystems“, die„vom Wohlergehen der Menschheit“ ver⸗ folgenden Betrachtungen über die eigentliche Lage stehen so fromme Wünsche mit der Macht wofern die Alliierten all ihre Kraft anspannen, ehe es zu spät ist. Obwohl die Hilfs- guellen Englands, Frankreichs, Rußlands und der ganzen industriellen Welt zur Verfügung der Alliierten stehen, be⸗ sitzen dennoch die Zentralmächte eine überwäl⸗ tigende Ueberlegenheit an Kriegsmaterial und Aus⸗ rüstung; eine beklagenswerte Tatsache. Es ist genau das, was man Die eiserne Ferse der Deutschen ist tiefer denn je in den Boden Belgiens und Frankreichs gesunken. Polen ist ganz deutsch und Litauen folgt schnell. Die unüberwindlich gal- Die Aussichten an den Dardanellen. Berlin, 15. Sept. Auf die Frage, was aus den Darda⸗ neellenkämpfen, wird, antwortet eine unterrichtete Seite im „Berliner Lokalanzeiger“: Wenn man in den englischen Blättern Einzelheiten über die letzten Kämpfe an den Dardanellen, beson⸗ ders aber über den Angriff bei Anaforta am 21. August liest, mit seinen riesigen Verlusten, so hat die jetzt eingetretene Ruhe in den englischen Linien nichts Erstaunliches. Trotz der begreif⸗ lichen Unlust der Engländer, das Experiment zu wiederholen, lassen die in naher Zeit besonders im Golf von Saros auf⸗ tretenden Süd- und Südweststürme den Verbündeten nur noch eine kurze Spanne Zeit, wenn sie ihr Glück gegen die türkischen Linien noch einmal versuchen wollen. Im türkischen Lager erwar⸗ tet man daher noch in dieser Woche einen allgemeinen wütenden Angriff, für den bei den Alliierten seit einigen Tagen die Vor⸗ bereitungen im Gange sind. Später dürften die Elemente Winter⸗ ruhe gebieten. Die Südwinde sind in der Aegäis vom Herbst bis zum Frühjahr vorherrschend. In türkischen Kreisen hält man die Fortsetzung des Landangriffs auf Gallipoli für den Winter für ausgeschlossen. Man erwartet noch einen großen Angriff und dann Schluß durch die Elemente, unterstützt durch die Bajonette der braven Anatolier. Der Einzug in Brody. Berlin, 15. Sept. Ueber den Einzug der Sieger in Brody wird dem„Berliner Tageblatt“ berichtet: Die Sieger begrüßte eine festlich geschmückte Stadt. Die Häuser waren mit Fahnen in den österreichisch-ungarischen, deutschen und türkischen Farben geflaggt, mit Bildern der verbündeten Monarchen und Teppichen reich dekoriert. Beim Einzug unserer Soldaten wurden Lieder gesungen. Ein Freudentaumel erfaßte die Stadt, die seit riegsbeginn vom Feinde besetzt war. Eine Vereinbarung des deutschen mit dem russischen Roten Krenz. Berlin, 15. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Zwischen dem deutschen und dem russischen Roten Kreuz ist unter Zustimmung der beteiligten Regierungen eine Verständigung erzielt worden, wonach drei deutsche Rote-Kreuz-Schwestern Rußland und drei russische im Rigaischen Meerbusen. ten, fallen wie Sandburgen vor der un⸗ N 9 5 5 8 l 8 8 n Iiderstehlie A 5 deutschen Invasion. Wann wird ote-Kreuz⸗Schwestern Deutschland bereisen, um mit (WT B.) Berlin, 14. Sept.(Amtlich.) Am 12. Sep⸗. 8 55. Sobald] Delegierten des dänischen Roten Kreuzes die Kriegsgesangenen⸗ tember haben deutsche Wasserflugzeuge einen Angriff auf russische Seestreitkräfte im Rigaischen Meerbusen und auf Riga⸗Dünamünde gemacht. Eines der Flugzeuge sichtete vor der Bucht ein feindliches Flugzeug⸗Mutterschiff und belegte es mit Erfolg mit Bomben; Brandwirkung wurde beobachtet. Ein anderes Flugzeug griff einen Zerstörer mit Bomben an und erzielte einen Treffer. Ein drittes entdeckte in der Arensburger Bucht ein Flugzeug⸗-Mutterschiff und brachte ihm zwei Treffer bei. Einem vierten Flugzeug, das bei —— einen Kampf mit zwei russischen Flugzeugen zu be⸗ ehen hatte, gelang es, an einen Zerstörer heranzukommen und auf ihm einen Treffer zu erzielen. Das fünfte traf zwei feindliche getauchte U-Boote vor Windau und bewarf sie mit zwei Bomben. Der Erfolg konnte nicht festgestellt werden. Das letzte Flugzeug erzielte auf der zum Torpedobootsbau für die russische Marine bestimmten Mühlgrabenwerft in Dünamünde sechs Treffer in den Werkstätten und auf den Hellingen. Die Werft geriet in Brand. Einem der Flug⸗ zeuge begegnete im Rigaischen Meerbusen ein russisches Segel- schiff, welches versenkt wurde, nachdem die Mannschaft ge⸗ rettet war. Der Chef des Admiralstabes der Marine. *** Die letzten Tage haben unseren Geländegewinn im Osten um ein Erhebliches vermehrt. Die deutschen Truppen stehen jetzt nahezu 150 Kilometer östlich von Kowno, nämlich bei der Bahnstation Nowo⸗Swenzjany, zwischen Dünaburg und Wilna. Auch weiter südlich, an der Bahn Wilna—Grodno, in der Gegend von Orany, sind Fortschritte gemacht worden. Die Armee Scholtz, die durch die feindliche Front zwischen Jesiory und dem Njemen durchgebrochen war und Skidel genommen hatte, geht, so schreibt die„Köln. Ztg.“ zu dem neuesten Tagesbericht, in gewaltigen Märschen vor und hat den Weg bis Lida, wo die Bahnen von vier Seiten zusammenlaufen, bereits zur Hälfte hinter sich, rund 40 km trotz der schweren Schlachttage, die sie durchgemacht hat. Auf dem südlichen Njemenufer mußte der sumpfige Abschnitt der Zelwianka in seinem untern Teil von der Armee Gallwitz überschritten werden, die heftigen Widerstand des Feindes zu bre hatte. Sie nähert sich der Szezara, einem süd⸗ lichen Zufluß des Njemen, auf den auch der linke Flügel der Heeresgruppe des Prinzen Leopold vorstößt, der an der Straße von Wolkowischki nach Slonim bei Zelwa über die Zelwianka ging. Der rechte Flügel rückt rittlings der Straße und Bahn Brest⸗Litowsk- Baranowitschi vor. In Baranowitschi treffen zusammen die Warschau Moskauer Bahn, die Linie Dünaburg—Wilna—Rowno und die Strecke . 3 5. Knoten⸗ punkt en Auch die Heeresgruppe ensen setzt die folgung nach Osten fort. f 1 gutgemacht sind, übt Hochverrat. Es wird nicht viel nützen, daß so dem britische während der Reden und Konferenzbeschlüsse in England und dem Zarenreiche lassen sich die Taten der Deutschen nicht aufhalten. Das„kindermörderische“ Deutsche Reich wird auch den verwegensten Anklagen des britischen Maul- und Moralheldentums noch eine Weile standhalten. ** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 14. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage in Ostgalizien ist unverändert. Der Feind griff heute früh unsere Strypa-Front an, wurde aber abgewiesen. Auch in Wolhynien sind die Russen unter Heranziehung neuer Truppen an zahl— reichen Stellen zum Angriff übergegangen. Während bei Nowo⸗Aleksiniec die Kämpfe noch andauern, wurde der Feind bei Dubno und am Stubiel-Abschnitt überall unter großen Verlusten zurückgeworfen. Unsere in Litauen kämpfenden Streitkräfte überschritten in der Verfolgung des Gegners südlich von Slonim die Griuda-Niederung. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach erfolglosen italienischen Angriffen der letzten Tage trat gestern in den großen Kämpfen bei Flitsch und Tolmein eine Pause ein. Bei Plawa vertrieb ein Feuerüberfall unserer Artillerie den Feind aus einem mehrere Kilometer breiten Frontstück. Die flüchtenden Italiener erlitten große Verluste. An der Tiroler Front wurden Angriffsver⸗ suche schwächerer feindlicher Abteilungen gegen unsere Stel⸗ lungen bei der Grenzbrücke im Popenatale(südlich Schluder— bach) und im Tonalegebiet abgewiesen. Im großen und ganzen herrscht an der Südwestfront Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 die Alliierten mit einem Ueberfluß an Kriegs materia! versehen sind! Ich führe diese unerfreuliche Tatsache an, weil ich meine Landsleute dazu aufstacheln möchte, alle Kraft an⸗ zuspannen, um die Lage zu verbessern. Es ist die unangenehmste Aufgabe, die einem im öffentlichen Leben stehenden Manne zu⸗ fallen kann, auf solche Dinge hinzuweisen. Aber wer solchen Tat⸗ sachen nicht ins Gesicht sehen will und nicht sein Bestes tut, damit auch die anderen ihnen ins Gesicht sehen, bis sie wieder n Leu die Sporen gegeben werden. Selbst wenn Lloyd Georges Ruf erhört wird— die Munition allein tut's nicht. Und und Zivilgefangenenlager zu besichtigen. Die deutschen Rote⸗ Kreuz⸗Schwestern sind in Rußland eingetroffen und an der russi⸗ schen Grenze von einer Abordnung des russischen Roten Kreuzel empfangen worden. Die russischen Rote-Kreuz-Schwestern können mit Rücksicht auf den menschenfreundlichen Zweck ihrer Reise während ihres Aufenthaltes in Deutschland gleichfalls auf vollstes Entgegenkommen aller beteiligten Staaten rechnen. Kitcheners Divisionen. Berlin, 15. Sept. Ueber Kitcheners Divisionen heißt es in der„Kölnischen Zeitung“: Nach Meldungen Schweizer Blätter befinden sich bei den Verlustlisten der flandrischen Front Namen von wenigstens 26 englischen Divisionen. Die neue Kit⸗ chener-Armee ist durch 12 Divisionen vertreten, die aber als Regi⸗ menter bezeichnet werden und je sechs Bataillone haben. Einige der neuen Divisionen kämpfen teils in Frankreich, an den Darda⸗ nellen und am perstschen Golf. Der russische Bericht. Petersburg, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Mitteilung des Großen Generalstabes von gestern abend. In den Gegenden von Riga, Friedrichstadt und Jakobstadt keine wesentlichen Ver⸗ änderungen. An der Front an der unteren Eckau und nordwestlich von Mitau Gefechte kleiner Abteilungen. Beträchtlich verstärkter Artilleriekampf von Linden bis 20 Werst nordwestlich von Fried⸗ richstadt. Die hartnäckigen Kämpfe westlich Jakobstadt in den Ge⸗ genden des Pikstern⸗ und Saukensees dauern fort. Westlich und slüdwestlich Dünaburg unternahm der Feind eine beträcht⸗ liche Offensive. In der Gegend von Abeli und Tugiany und wei⸗ ter südlich spielen sich sehr erbitterte Kämpfe ab. Bei der Station Nowo-Swientziany wurde die Eisenbahn vom Feinde durchschnitten. Unter dem Drucke des Feindes, welcher zwischen den Gegenden von Nowo⸗Swientziany und der Wilna zu einer entscheidenden Offensive überging, ziehen sich unsere Truppen zurück. In der Gegend der Bahnstation Podbrodse, sowie in der Gegend westlich Wilna und weiter öst⸗ lich, sowie bis zur Gegend von Orany keinerlei Veränderung. An der Front Orany⸗Mosti hartnäckiger Kampf gegen den be⸗ trächtlich verstärkten Feind in der Gegend von Skidel und weiter östlich. Der Feind entfaltet seinen Angriff westlich Skidel wei⸗ ter aus. In den Kämpfen, welche unsere Nachhut aufgenommen hat, um den Vorstoß aufzuhalten, konnte unsere Artillerie ein machtvolles Feuer entfalten. Aus der Linie Wolkowys k Kartus— Kaja— Bereza dringt der Feind auf der Straße nach Osten vorsichtig vor. Seine Versuche, zu einer kräftigeren Offensive überzugehen, stießen überall auf vorbedachten Wider⸗ stand und hatten keinen Einfluß auf den regelmäßigen und siche⸗ ren Verlauf des geplanten Rückzuges unserer Truppen. Zwischen Kobrin und Pinsk im allgemeinen keine Veränderungen. In der Gegend östlich Drogitschin kleine Gefechte. Südöst⸗ lich des Bahnhofs Sarny halten unsere Truppen den Feind weiter auf, der besonders längs der Flüsse Styr und Gory⸗ nit a und weiter nach Osten, also in der Gegend Kolki, vorzu⸗ dringen sucht. In der Gegend von Derashus hartnäckige 1 n 0 Aus Hessen.* 4 rb. Darmstadt, 14. Sept. Der Bittschriften⸗Aus⸗ schuß der zweiten Kammer trat heute wieder zu einer Sitzung zusammen und beschäftigte sich mit der Feststellung mehrerer Berichte über Beschlüsse aus früheren Beratungen. Neben einigen Gesuchen um Pensionserhöhung ufw. wurde der Bericht des Ab⸗ geordneten Korell-Ingelheim über den Antrag Henrich und Gen. Prepnige der die sakultative Einführung der türkischen Sprache in den höheren Lehranstalten betrifft. Zur Begrün⸗ dung des Antrags wurde dargelegt, daß schon ein Staatengruppierung in dem gegenwärtigen Weltkri⸗ führung der türkichen Sprache in den Lehrplan der höheren Unterrichtsanstalten als zeitgemäß und notwendig erscheinen lasse, zunächst nur als gleichberechtigten fakultativen Unterrichtsgegen⸗ stand, wie z. B. das Englische in den Gymnasien. Die Regierung wird über diese wichtige Frage noch nähere Ermittelungen anstellen. Aus Stadt und Cand. g 0 Gießen, 15. September 1915. 1 Zur Lage auf dem Lebensmittelmarkt. 1 In dem Kapitel der Lebensmittel„das seit langen Monaten die empfindlichste 5 10 1 so starken und einheitlichen Wirtschafts ganzen bildet, ist es zu einer radikalen Abstellung der wirklichen und ver⸗ meintlichen Mißstände noch nicht gekommen. Wenn man das einzige Erfreuliche, was an dem verwickelten* stande zu bemerken ist, vorweg nehmen darf, dann ist es eine Verschiebung in der Art seiner Beurteilung. Zunächst hat man sich in den Kreisen der Verbraucher von der be⸗ dingungslosen. A der pralfiscen boschilse Teuerung zu dem Standpun prakti 0 i oder wenigstens ihres Versuchs hinübergerettet Man 225 weiter eingesehen, daß das ganze weite Gebiet Volksernährung im Kriege nicht mit einigen Schlag⸗ worten. und Verordnungen abgetan werden kann, son⸗ dern selbst dem gewiegtesten Fachmann Rätsel und Kom⸗ ße Kriege kein Mensch gedacht haben würde. Wir haben trotz der ungeheuren Wichtigkeit der Frage für unsere nationale rian“ versenkt worden ist. Ferner ist nach den hier vorliegenden Schilderungen aus englischen Queklen die Explosion eine derartige gewesen, daß aus ihren Wirkungen eher auf eine Mine als auf einen Torpedoschuß geschlossen werden muß. Für diese Annahme spricht auch der Umstand, daß nach den vorliegenden Schilderungen das Schiff nahe dem Vordersteven getroffen worden ist und zwei der vordersten Räume sich mit Wasser füllten ** Berlin, 15. Sept. Wie laut„Vossischer Zeitung“ aus Wien mitgeteilt wird, hat ein österreichisch⸗ungarisches Un⸗ terseeboot, das Schiffsleutnant Ritter von Trapp komman⸗ dierte, vor einigen Tagen in der südlichen Adria einen großen englischen Trans portdampfer torpediert und versenkt.* 2 Lyon, 15. Sept.(WTB. Nichtamtlich.)„Depssche de Lyon“ meldet aus Paris: Bisher sind infolge der Kriegsereignisse 29 französische Schiffe verloren gegangen; davon sind 13 Segelschiffe, 13 Dampfer und 3 Fischerboote. Die Wasserver⸗ drängung dieser Schiffe betrug insgesamt 68 977 Tonnen. New Pork, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kapitän des französischen Ueberseedampfers„St. Anna“ telegraphiert drahtlos, daß der Brand gelöscht sei. Der Dampfer setzte seine Reise unter Eskorte fort. a Nmuiden, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Be⸗ satzung des holländischen Dampfers„Pomona“ sah am Sonntag früh um halb 8 Uhr drei Meilen vom Leuchtschiff Kentish Knok einen englischen Dampfer von ungefähr fünftausend Tonnen, der unterging; er trug die Ab⸗ zeichen des belgischen Hilfskomitees. Die ungefähr hundert Mann starke Besatzung stieg an Bord einiger Fischdampfer, die in der Nähe fischten. Aus dem Reiche. Der Reichskanzler über die Kriegstaten der Bayern. München, 14. Sept.(Zens. Frkft.) Reichskanzler v. Bethmann⸗Hollweg, der nach der Festtafel vom König in längerer Privataudienz empfangen wurde, begab sich gestern nach Schluß der Festvorstellung im Hoftheater in Begleitung des Botschafters Freiherrn v. Schoen, des Ministers v. Soden und einiger anderer Herren zu Fuß nach dem Hofbräuhaus, und zwar zuerst durch den Hof nach der Schwemme, wo ihn die zahlreich anwesenden Gäste mit lebhaften Hochrufen empfingen. In der Trinkstube, wo der Reichskanzler ebenfalls von den Gästen warm begrüßt wurde, fand dann ein zwangloses Zusammensein statt, an dem die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden teilnahmen. Ein alter Stammgast brachte ein Hoch auf den Reichskanzler aus, auf das Fieser folgendes erwiderte: „In unseren schönen vaterländischen Liedern haben Sie eben gesungen und ausgesprochen, was uns allen das Herz heiß macht und bewegt: die Liebe zu unserem Vaterlande. Und das bedeutet heutzutage, daß unsere Gedanken zu unseren feldgrauen Ka⸗ meraden draußen gehen, die für uns auf der Wacht stehen, die dafür gesorgt haben, daß der Feind bis auf kleine ganz be⸗ langlose Teilchen nicht in unser Land gekommen ist. Daß bei uns im Lande Friede herrscht, das haben wir unseren Kameraden draußen zu verdanken. Sie haben vorhin gesagt, das hat mich besonders gerührt: Die Münchener sind nicht die schlechtesten Deutschen. Was die Bayern geleistet haben da draußen in Kur⸗ land, wie in den Vogesen, am Hartmannsweilerkopf, am Reichs⸗ ackerkopf, in Galizien und unter dem Kronprinzen von Bayern, dort bei Lille und Arras, das ist so fest in das Buch der Weltgeschichte geschrieben, daß es kein Mensch wieder auslöschen kann. Hier in Ihrem schönen Bayern, das beherrscht wird von einem König, der tief mit Ihnen allen fühlt, welchem Stande —— in 10 8„ 8 2 1 0 5 1852 ahern 9 5 deut erz. In Gedanken an re feld⸗ die Bedrohung Judiens. rauen Kameraden und an Ihr schönes Bapyernland, Ihr viel⸗ London, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Morning 8 König, die bayerische Armee, unsere deutschen Soldaten, 10 Post⸗ meldet aus Kalkutta: Die Vorposten der englischen lebe„ sie sollen si und uns de ieden bringen. Truppen in Buschir wurden am Mittwoch und Dorers⸗ 112 ann N 485 tag von 600 Eingeborenen angegriffen. Der Feind wurde durch Kavallerie und Artillerie verhindert, ein trockenes Flußbett, das eine Insel vom Festlande trennt, zu überschreiten. Die englischen Veerluste sind unbedeutend. Der Feind verlor über 40 Mann. D„Dasselbe Blatt meldet aus Kalkutta, daß bei dem scharfen Ge⸗ fecht von Skabkadv am 6. September die englische Front vier Meilen lang war und daß drei englische und sechs indische Regimenter, sowie fünf Batterien am Kampfe teilnahmen. Die 7 Generale Dunsterville und Christian besehligten die Infanterie, General Krakder die Kavallerie, General Campbell leitete die Ope⸗ rationen vom Fort Shabkadv aus. Der Verlust des Feindes wird auf 1100 Mann geschätzt. Die Lafhkaren sind vollständig zer⸗ streut worden. General Iwanow. General Alexejew. Kämpfe. Westlich Rowno, in der Gegend von Dubno und Kremenetz, machen die Oesterreicher erfolglose Angriffe. * In Galizien, in der Gegend von Tarnopol, drangen un⸗ sere Truppen unter einem orkangleichen Artillerie leuer des Feindes noch ein wenig vor, machten Ge⸗ fangene und erbeuteten Maschinengewehre. Wir warfen die Deut⸗ schen zurück, welche sich nach Norden zurückzogen. Am unteren Seret h, in der Gegend von Zaleszezycki, versuchte der Feind durch Uebergehen zur Offensive unser 7 nach Westen auf⸗ zuhalten, aber nach hartnäckigem Kampfe wurde er von neuem geschlagen und geworfen Im allgemeinen suchen die Unterneh⸗ mungen der Deutschen 5 Oesterreicher den Anschein offensiver PDhperationen zu bewahren, was ihnen Verluste einbringt, die mit ihren Ergebnissen nicht im rechten Verhältnis stehen 8 London, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Morning Post„meldet aus Petersburg: Der Erfolg der Deutschen bedroht die russischen Stellungen bei Wilna und an der Düna; der allgemeine Eindruck ist, daß die Deutschen überall den emp⸗ findlichsten Punkt in den russischen Stellungen suchen, um eine ent⸗ scheidende Schlacht zu liefern. Der Zweck der russischen Be⸗ wegungen war bisher, dies zu vermeiden; aber bei der Beschleuni⸗ gung der Munitionslieferungen ist es möglich, daß die Zeit bald kommt, da die Notwendigkeit dieser Verzögerungstaktik aufhört. 4 8 Aus Belgien. Brüssel, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der General⸗ gpu verneur erläßt folgende Verordnung: Wer es unter⸗ nimmt, andere durch Aufstellung von Verrufslisten oder Androhung von Nachteilen oder ähnliche Mittel in ihrem Vermögen oder ihren Erwerbsmöglichkeiten deswegen zu schädigen, weil sie Deutsche sind, mit Deutschen Beziehungen unterhalten, oder eeine deutschfreundliche Haltung zeigen, wird mit Gefängnis bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe bis zu 10 000 Mark bestraft. Auf Geldstrafe kann auch neben Gefängnisstrafe erkannt werden. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, der aus den bezeichneten Grün⸗ den einen anderen beleidigt oder mißhandelt, oder der durch An⸗ drohung von Nachteilen oder ähnliche Mittel andere zu hindern sucht, eine deutschfreundliche Haltung zu zeigen. Wird eine der nach Absatz 1 oder 2 strafbaren Handlungen von mehreren gemein⸗ schaftlich begangen, die sich zu diesem Zwecke verbunden haben, so wird jeder Teilnehmer an einer solchen Verbindung als Täter bestraft. Die Strafe kann in diesem Falle auf fünf Jahre Ge⸗ fängnis erhöht werden. Le Havre, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Raeuterschen Bureaus. Die belgische Regierung hat bei den neu⸗ tralen Staaten dagegen protestiert, daß Deutschland bel⸗ gisches Eisenbahn material entfernt, da das eine Ver⸗ letzung der Gesetze der Kriegführung sei. 0 f iet, es unsere Provinz darstellt, die Verhältnisse und die Ansichten berlin grundberflgden sind. Wichtig ist vor allem die in der Stadt vielfach als in dieser Beziehung bevorzugt E urra!“ Reicher Beifall dankte dem Kanzler für diese Worte, der erst nach Mitternacht das Hofbräuhaus verließ. Heute mittag gibt Botschafter v. Schoen zu Ehren des Reichskanzlers ein Frühstück, zu dem sämtliche Staatsminister und die Herren der preußischen Gesandtschaft geladen sind. München, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Korre⸗ spvondenz Hoffmann meldet: Der Reichskanzler unternahm heute nachmittag mit seiner Begleitung und dem preußischen Ge⸗ sandten, Botschafter Frhr. v. en und dessen Gemahlin einen kurzen Ausflug nach dem Starnberger See. Der Reichskanzler kehrte über Fürstenried nach München zurück. Abends war der Reichskanzler bei der königlichen Familie im Wittels⸗ bacher Palais zur Abendtasel geladen. Nach der Tasel verabschie⸗ dete sich der Reichskanzler. Mit dem Schnellzug 10 Uhr 10 Min. verließ der Reichskanzler München. * chaft nachsagen wird, trotzdem die Ansicht vertreten wird, daß „die Landwirtschaft auf Kosten anderer Erwerbs ö viel 6 9 1 5 58 1— 5 stellt eine andere uschrift, die wir auf die gleiche Anfrage erhielten, 5 1 die 1 einer 8 schen Haltung erhaben sei; an könnten nur dem Durchhalten schaden Und von einer Seite in einem wahrhaft erfrischenden, e . W auf 5 1 855———— volle Hilfe der ierung und auf den Himmel 15 4 findet eine wei⸗ Der Seekrieg. Deutschland und Amerika. * New Pork, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des RNeuterschen Burcaus. Ein Drahtbericht aus Nafbingten be⸗ 1 sagt, Graf Benstorff sei, durch die Möglichkeit eines Abbruchs der diplomatischen Beziehungen beunruhigt, dort angekommen, N — mit Staatssekretär Lansing eine Besprechung zu haben und Kalarheit zu schaffen. Die Entscheidung werde heute oder morgen fallen. Die Regierung beschloß bereits, welchen Weg sie einschlagen nerde. Die Lage sei deshalb schwierig, weil Deutschland sich neigere, im Falle der„Arabic“ Schadenersatz zu leisten. Das neerde als ein Bruch des deutschen Versprechens über die Sicherheit der Amerikaner auf See betrachtet. Dieser Punkt könne nicht den 3 GScgenstand eines schieds richterlichen Spruches bilden. Man glaube] Ausführungsbestimmungen; er kann Ausnahmen zulassen. Der ferner, daß Bernstorff die Mitteilung eines New Porker Blattes, ATHaonach er gesagt habe, der Krieg sei unvermeidlich, wenn die Beziehungen abgebrochen würden, entschieden in Abrede stellen werde. Amtliche Kreise, die sich für die Richtigkeit dieser Mitteilung jedoch nicht verbürgen können, glauben, daß die Aeußerung von Bernstorff oder seinen Freunden in die Presse gebracht worden sei, um das Staatsdepartement zu verwirren oder den Abbruch der Ddiplomatischen Beziehungen zu verhüten. Nach einer anderen Mel⸗ dung aus Washington faßte die Regierung über den deutschen Vorschlag in der Angelegenheit der„Arabic“ noch keinen Beschluß. Man lasse in amtlichen Kreisen durchblicken, daß sowohl Deutsch⸗ land wie die Vereinigten Staaten der Ansicht seien, daß die Ent⸗ scheidung über die Frage der Vergütung des Schadens zugleich Anne Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des deutschen Vorgehens ie e ene Washington, 14. Sept.. ichtamtlich) Dur Funkspruch unseres Privatkorrespondenten. Die„Afocidted 8 meldet: Graf Bernstorff und Lansing hatten eine halb⸗ stündige Besprechung über die durch den Untergang der „Arabic“. Lage. Man glaubt allgemein, daß, ehe die . Vereinigten tagten in formelle Verhandlungen eintreten, es not⸗ wendig sein wird, daß Deutschland seine Versicherungen, mit dem e von Unterseebooten auf Passagierdampfer aufzuhören, . stätigt. Zum Untergang des Dampfers„Hesperian“. f Berlin, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir von zu⸗ ständiger Seite erfahren, erscheint es auf Grund der bisher vor⸗ fliegenden Nachrichten im Zusammenhang mit den an amtlicher Stelle bekannten Tatsachen so gut wie ausgeschlossen, daß ein 0 gu Pe werden, sind an die Zentraleinkaufsgesellschaft m. b. H. im ex 2 1 E 8 S 2 2 — 2 1 1 . — 8 8. — 5 2 2 — N 85 8 8 — 8 —» Berlin, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Die„Nord⸗ deutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über den Güterverkehr der deutschen Staatseisenbahnen: Bei den Preu⸗ ae essischen Staatseisenbahnen übertrafen im 4 5 4 71 e ul 1915 die Einnahmen die des Juli 1914 sogar um 28 vom] Kampf mit Windmühlen. Seine Unterlassung sollte keinem undert. Da gerade die W des Efie hnanerwergeurh Einsichtigen schwer fallen. Unter diesem Gedanken wäre die einen besonders 1 Gradmesser für die Beurteilung] Fülle des sich aufdrängenden Materials in zwei Gruppe der wirtschaftlichen Lage Landes bilden, dürfen wir auch zu scheiden: Erstens in Dinge, die ihren ganz oder teil⸗ von diesem Gesichtsrunkte aus auf die Gestaltung unseres genf weise berechtigten Grund in der Kriegszeit haben, und zwei⸗ samten Erwerbslebens in den verflossenen Kriegsmongten mit tens in solche, bei denen die Teuerung aufhört und die bien ng für die weitere Zukunft mit voller Zuversicht hin. Verteuerung anfängt, die also unter dem Einfluß der Ge⸗ i 5 5 5 winnsucht steht. i Berlin, 15. Sept. Alle Bäckergesellen von An Großberlin nahmen gestern abend in einer Versamm⸗ lung, die sehr zahlreich besucht war, zu der gänzlichen Beseitigung der Nachtarbeit Stellung und bezeichneten den Vorschlag der Regierung für einen bedeutenden sozialen Fortschritt. Heute vormittag beginnt im Reichstage die Be⸗ sprechung mit dem Reichsamt des Innern über die Bäcker⸗ nachtarbeit. Es sind Vertreter aus dem ganzen Reich ge⸗ laden. 5 Straßburg, 14. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Gegen den am 25. März 1862 in Egisheim geborenen Redakteur Leo Boll, der bis zum Kriegsausbruch das„Journal d' Al face Lor raine“ in Straßburg leitete, ist vom außerordentlichen Kriegs- gericht in Straßburg wegen Hoch⸗ und Landesverrats Zur ersten Gruppe gehören Oele, Fette, Petroleum, Kolonialwaren, bis zu einer gewissen Grenze auch Fleisch, Butter und Eier, alles Dinge, deren Zufuhr bezw. Erzeugung der Krieg unterbunden oder eingeschränkt und erschwert hat, und die deshalb teurer werden müsse n. Ueber Petroleum und Kolonialwaren braucht in diesem. kein Wort verloren zu werden. Die Beurteilung der 2 ng in den anderen angeführten Gegenständen des täglichen Be⸗ darfs wird gefördert, wenn man sich zwei Dinge vorhält: Die Ursachen der Fleischknappheit, namentlich des Schweinefleischs, und die Gestehungskosten der Landwirtschaft. Freilich ist damit die Zahl der berech⸗ tigten preisbildenden Faktoren nicht erschöpft; doch kann im 4 1— 1. für 4 5— 2 Passagier⸗ ein Steckbrief erlassen worden. Das gesamte Vermögen, welches ee ee e von den weniger bedeut⸗ mypfers„Hesperian“ ü in Frage kommt. Zunächst] Boll in Deutschland besitzt, oder das ihm spä ällt, i ⸗samen. e l besand sich nach der planmäßigen Verteilung am 4. Saen schlagnahmt— 9 0 ee n Die Fleischpreise Weteif 0 lein deutsches Unterserboot in bem Seegebiet, in dem die„„Hespe⸗. es verbietet, auf das 1 4 1 5 3 r e * 7 N 1 ä nahrungsmittels anzuwenden. Zu Beginn dieses Jahres wurden von Reichs wegen die zwangsweisen Schweine⸗ schlachtungen angeordnet; die Gründe— Furcht vor einer Kartoffelnot, Dauerwarebeschaffung, unnütze Ver⸗ . von dem Menschen zukommenden Nährstoffen— g end äufig. Es hat sich gezeigt, daß die im Grunde nur retikern befürwortete Vertilgung des„neunten, Feindes“ ein Mißgriff war, dessen böse Folgen nicht aus⸗ geblieben sind. Die Schweine wurden zu knapp, die Kar⸗ toffelvorräte, um die man in erster Linie gebangt hatte, 3* für die in der Regel mit dem 14. Lebensjahr ins Leben tretenden Kinder oder auch den Mädchen für ihre Verheiratung ein kleines Kapital sicher zu stellen. Als der einfachste— sicherste Weg erfür bietet sich der der Lebens versicherung. Die Versicherung einer Versorgungsbeträge(unter 2000 Mk.) ist wegen ihrer großen volkswirtschaftlichen Bedeutung vielfach von den Kommunal⸗ verbänden als eigene Aufgabe aufgenommen worden. Der preußi⸗ sche Justizminister hat in einem Erlaß vom 7. Juli ds. Is. darauf ingewiesen, daß es eine Ehrenpflicht des Vaterlandes ist, die rriegerwaisen vor Not zu bewahren und sie zu tüchtigen und brauchbaren Staatsbürgern zu erziehen. Er hat dabei die Vor⸗ waren reichlich genug— und die Verpflichtung der] mundschaftsgerichte besonders angewiesen, kinderlosen Familien, 0 i ö ö welche Kriegerwaisen an Kindesstatt anzunehmen wünschen, die Schweineab ngen wieder aufgehoben. Ihre Errechung Pieser Abssche nach Moglichkeit zu erteichteln. Auch auf diesen Weg der Fürsorge sei hier besonders hingewiesen. Das Gold. In seiner Rede in der Bürger-Ver⸗ sammlung am gestrigen Abend konnte Oberbürgermeister Keller feststellen, daß Gießen hinsichtlich der Zeichnungs⸗ höhe der zweiten Kriegsanleihe im Verhältnis zu den Steuer— werten an der Spitze der hessischen Städte stehe. Auch die Goldablieferung an die hiesige Reichsbank stellt einen Erfolg dar, der der Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung ein weiteres ehrenvolles Zeugnis ausstellt. Während nämlich im ganzen Reiche die Höhe des abgelieferten Goldes etwa 28 Mk. pro Kopf beträgt, ist die Verhältnisziffer für den Reichsbankbezirk Gießen 44 Mark. Die Metall⸗Sammelstelle ist, wie der Ober⸗ bürgermeister bekannt macht, von jetzt ab Montags und Donnerstags von vormittags 9—12 Uhr geöffnet. ** Beförderungsverbot für Ansichtspostkar⸗ ten nach dem Ausland. Auf Grund des 8 5 der Postord⸗ nung vom 20. März 1900 werden bis auf weiteres nach dem Auslande gerichtete Postkarten mit Abbildungen von Städten, Stadtteilen, Ortschaften, Landschaften, besonders hervor⸗ ragenden Baulichkeiten, Denkmälern Deutschlands, Oesterreich⸗ Ungarns, Belgiens, der Türkei und der von den verbündeten deutschen, österreich⸗ungarischen und türkischen Heeren besetzten feindlichen Gebiete mit nachbezeichneten Ausnahmen von der Post⸗ beförderung ausgeschlossen. Unter das Verbot fallende Sendungen sind vorkommendenfalls von den Postanstalten an den Absender rückzugeben oder, wenn dieser nicht bekannt ist, nach den Vor⸗ schriften für unbestellbare Sendungen zu behandeln. Von dem rbote werden nicht betroffen Postkarten nach Oesterreich⸗ Ungarn mit Abbildungen von Städten, Stadtteilen, Ortschaften, Landschaften, besonders hervorragenden Baulichkeiten, Denkmä⸗ lern Oesterreich⸗-Ungarns und Postkarten nach der Türkei mit Abbildungen von Städten, Stadtteilen, Ortschaften, Land⸗ schaften, befonders hervorragenden Baulichkeiten, Denkmälern der Türkei. Starkenburg und Rheinhessen. = Groß-Gerau, 14. Sept. Auf dem Bahnhose geriet der Hilfsschaffner Theis zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwagen, die ihn zu Tode quetschten. sen⸗Nassau. Frankfurt a. M., 14. Sept. Die Stadkfverord⸗ netenversammlung genehmigte den Abbruch der alten Dr. Senckenbergischen Anatomie aus verkehrstechnischen Grün⸗ den. Die Einrichtung eines städtischen Stellennachweises für kauf⸗ männische Angestellte hieß man gut und betraute mit den weiteren Arbeiten den sozialpolitischen Ausschuß. Bewilligt wurden zwei elektrische Lastkraftwagen für den Fuhrpark nach Wiesbadener Muster. Grundsätzlich sprach man sich einstimmig mit der Er⸗ . von Kleinwo n auf städtischen Grundstücken aus. er Futtermitt güt halben 1 5 geworden. Unreife, schlecht ausgemästete Schweine an den Markt; allmählich wurden die An⸗ fuhr und die Qualität des Fleisches immer geringer, und das Resultat kann jeder in den Viehmarktsberichten lesen. Ganz allmählich beginnt sich nunmehr die inzwischen wieder vermehrte Schweinehaltung bemerkbar zu machen. Im kleinen wird übrigens diese e chon im Gießener Schlachthof bestätigt. Da aber bekannt das Schwein erst nach einem erreichten Alter von mindestens sechs Monaten die Mast direkt zu lohnen anfängt, mögen noch einige Mo⸗ nate vergehen, ehe ein stärkerer Auftrieb konstante Ein⸗ wirkung auf die Preisbildung gewinnt. Dabei darf dann nicht vergessen werden, daß heute ein Paar Läufer das Doppelte und Dreifache wie zu normalen Zeiten kostet. Hierin liegt ein Beweis, daß die hohen Schweinepreise ihre Berechtigung zum Teil in den Zeitumständen haben. Es hat sich in weiten Schichten die Ansicht heraus⸗ gebildet, daß die Landwirtschaft ohne jedes geschäft⸗ liche Wagnis den größten Gewinn während des Krie⸗ 2 einheimse. Die ländli Sparkassen legten Zeugnis avon ab, welche Summen dem Bauer andauernd zuflössen. Nie sei die Spartätigkeit auf dem Lande so groß gewesen. Was zunächst die letzte Behauptung angeht, so darf nicht — werden, daß diese Spartätigkeit ihren Haupt⸗ grund darin hat, daß der Bauer vom Kriege gezwungen wurde, sich eines Teiles seines Viehbestandes, namentlich auch seiner Pferde, zu entäußern. Wenn das erlöste Geld zur Sparkasse wanderte, ist darin nur eine Selbstverständ⸗ lichkeit zu sehen. Es wird aber niemand bestreiten, daß tausend Mark, in einem Pferde angelegt, dem Landwirt mehr Geld einbringen, als wenn er sie unter Verzicht auf die Arbeit des Tieres auf Zinsen legen muß. Daß nebenbei durch die günstigen Bedingungen namentlich des Getreide⸗ baues bedeutend mehr Mittel in die Hände der Landwirte fließen, sei nicht bestritten. Sie finden aber ihren Ausgleich zum Teil in den bedeutend erhöhten Gestehungskosten. Wer den abnorm teuren Kunstdünger gespart hat, merkt es am Ausfall der diesjährigen Ernte. Die Preissteigerung der Futtermittel, die zum Teil fast 300 Prozent der Friedens⸗ sätze beträgt, die Erhöhung der Preise für alle Betriebs⸗ mittel, der zeitweilige Mangel an Rauhftttter, die Beschlag⸗ nahme von Roggen, Hafer und Gerste— alles das stellt eine solche Erschwerung der landwirtschaftlichen Produktion dar, daß man vorsichtigerweise die patriotischen Opfer, die die Landwirtschaft fo t bringt, nicht allzu kategorisch und zu allgemein verkleinern sollte. Zaren über das Verlangen der Blockparteien der Duma und das Ergebnis der Beratungen zu berichten. Man erwartet demnächst die Demission Goremykins und der meisten seiner Ministerkollegen. Die Ereignisse in den näch⸗ sten Tagen werden zweifellos die Frage der For t⸗ setzung des Krieges und die innere politische Lage in Rußland beeinflussen. Deutsch⸗österreichische Truppenzusammenziehungen an der serbischen Grenze. Athen, 15. Sept. Die Nachricht, daß die Eisen⸗ * bahn verbindungen zwischen Ungarn und Ru⸗ mänien wegen der Zusammenziehung deut⸗ scher und terreichisch⸗-ungarischer Truppen an der serbischen Grenze eingestellt würden, macht hier tiefen Eindruck. Die Oppositionspresse betont, daß die Balkanangelegenheiten so eng mit den Ereignissen auf dem europäischen Kriegsschauplatz verbunden seien, daß die Balkanmächte nur im Hinblick auf die Kriegsereignisse ihre Entscheidung treffen könnten, und folgert daraus, daß dieser Weg, was Griechenland anlange, nur in vollständiger Neutralität bestehen könne. Die Regierungspresse enthält sich jeden Kommentars. Die englischen Gesamtverluste. Amsterdam, 15. Sept. Reuter meldet: Im Unterhause wurde bekanntgegeben, daß die englischen Verluste bis zum 21. August 381983 Offiziere und Mannschaften be⸗ tragen. Gefallen sind 4965 Offiziere, 70 992 Mann: verwundet 9973 Offiziere, 241086 Mann; vermißt werden 1501 Offiziere, 53,466 Mann. Ein Bericht von den Dardanellen. 1 Kopenhagen, 15. Sept. Aus Athen liegt folgender Be⸗ richt von den Dardanellen vor: Die Lage der englischen und französischen Landungstruppen auf der Halbinsel Gallipoli gestaltet sich infolge des Mangels an Trinkwasser immer schwieriger. Die vorhandenen Brunnen sind zum größten Teile ausgetrocknet, und das noch in ihnen enthaltene Wasser hat sogar nachteilige Folgen für die Pferde und Maulesel gezeitigt. Das Trinkwasser für die Truppen wird in Tankdampfern von Aegypten und von den Aegäischen Inseln herbeigeschafft. Der Transportweg bis zu den vordersten Schützengräben dauert drei bis vier Stunden und ist nur unter Gefahren und Schwierigkeiten möglich. Den Mitte September einsetzenden Stürmen sieht die englische Militärverwaltung mit großer Sorge entgegen, da sie dadurch eine Gefährdung der Wasserzufuhr befürchtet, wodurch die Stellungen der Landungstruppen unhaltbar sein würden. Die Aeußerungen Lloyd Georges. Lugano, 15. Sept. Die Aeußerungen Lloyd Georges über die Lage haben in Italien große Bestürzung hervorgerufen. Politische Kreise heben hervor, daß es eine große Gefahr bedeuten könne, die Wehrpflichtfrage trotz des unleugbaren Widerstandes so brutal durchsetzen zu wollen, da dadurch auch die Einigkeit des Kabinetts gefährdet werde. Die Presse ist überdies verdrossen, daß Lgoyd George von dem langen Stillstand der russischen An⸗ 8 spricht, während man in Italien bereits den lächerlichen ersuch machte, zufolge der erdichteten russischen Siege von Tar⸗ nopol von einer großen Umwälzung der Kriegslage im Osten zu sprechen. Ein italienischer Abgeordneter sagte: Lloyd George zer⸗ störte das Trugbild, das die italienische Presse und die italienische Regierung dem Volke vorzutäuschen versuchten. Ein Lob aus Feindesmund. N Kopenhagen, 15. Sept.„Rjetsch“ spricht seine Bewun⸗ Unter diesem Gesichtspunkte ist u. a. die Butter⸗ Ser Mun des Hochbau⸗Ausschusses, den Magistrat zu ersuchen, derung für die erstaunliche Tatkraft und Tüchtigkeit aus, mit der des Kleinwohnun und Eierfrage zu betrachten. Der Bundesrat selbst Friege schon jetzt durch fat the siehe Nr. 214 des„Gieß. Anz.“ vom Samstag, 11. Sept.) ieht den Hauptgrund für die Butterteuerung in der zu⸗ hilfebef 5 ü e e Verbot der Sahnever⸗ 2 Rechnungsabschlüsse des Geschäftsjahres 1913 ge⸗ einem solchen der Vollmilch beim Backen Frankfurt a. M. 14. Sept. Im 78. Lebensjahre ver⸗ einsetzen. Nebenbei ist die immerhin recht umfangreiche starb gestern Professor Dr. Lucas 195 Heyden. In ihm Einfuhr es Es istsist einer der ersten Insektenforscher dahingegangen, mit dessen Namen das naturwissenschaftliche Leben Frankfurts über ein hal⸗ sprochen, wenn kürzlich bes Jahrhundert verknüpft war. Die Insektenkunde verdankt ihm. schrieb:„Niem mehr als 350 Arbeiten, in denen er etwa 600 neue Formen be⸗ Kühe er schrieben hat; gegen 200 Arten haben andere ihm zu Ehren be⸗ 6 nannt. Der Verstorbene war Ehrenmitglied vieler wissenschaft⸗ 1 5 licher Gesellschaften; seit 1875 war er Ehrendoktor der Bonner uckt sind, sind geben eben nur philosophischen Fakultät; vor 14 Jahren wurde er zum Professor a l 1 ernannt. Bis in die letzten Tage war er wissenschaftlich unermüd⸗ Cier, wenn sie ausreichende geei lich tätig. Mit Lukas von Heyden schied auch der letzte in Frank⸗ furt lebende Offizier des ehemaligen Frankfurter Linienbataillons aus dem Leben. Hier bekleidete er den Rang eines Majors. Bandel. „Essen; 14. Sept.(WTB Nichtamtlich.) In der heutigen Zechenbesitzerversammlung, an der wieder drei Ver⸗ treter des preußischen Handelsministers teilnahmen, wurden die Erneuerungsverhandlungen des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlensyn⸗ dikats erfolgreich zu Ende geführt. Nachdem alle Meinungsver⸗ schiedenheiten aus der Welt geräumt worden waren, unterschrieben sämtliche bisherigen Syndikatsmitglieder und sämtliche im neuen Vertrage aufgeführten Außenstehenden mit Ausnahme der Zechen „Adolf Maria“ und„Glückauf⸗Segen“, mit denen eine Verständi⸗ gung nicht zu erzielen war, den neuen Syndikats vertrag, der heute in der am 10. d. Mts beschlossenen Gestalt vorlag. Das Uebergangssyndikat ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 1916 bis 31. März 1917 zustande gekommen. Ein mühseliges Werk von größter Bedeutung für unser gesam⸗ t es Wirtschaftsleben ist damit zu einem glück⸗ lichen Ende gebracht worden. Der gute Erfolg ist dem gels not⸗ rastlosen Bemühen des Geheimrates Dr. Kirdorf zu danken, der S niemals davon abgelassen hat, immer wieder von neuem auf die 0 eines Zusammenschlusses des Rohkohlenbergbaues inzuweisen. Märkte. se. Frankfurt a. M. Schweinemarkt bericht vom 15. Sept. Außgetrieben waren 406 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 148.00— 152.50 Mk., Schlachtgewicht 135.00 190.00 Mk., vollfleischig⸗ Schweine unter 80 R 140.00 150.00 Mk., Schlachtgewicht 170.00— 180.00 Mk. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 150.00— 155.00 Mk., Schlachtgewicht 185.00—192 Mk. vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 150.00—155.00 Mk., Schlachtgewicht 185.00—19 2.00 Mk. Geschäft ziemlich lebhaft. fe. Frankfurt a. M., 15. Sept. Frucht markt. Die Lage ist unverändert. Mais 60 Mk., Gerste 68— 70 Mk., Leinkuchen 68 bis 69 Mk., Rapskuchen 50,00 Mk.. Inländischer Weizen und Roggen wurden zu den Höchstpreisen von 27 bezw. 23 Mk. gehandelt. Alles zu 100 Kg. te. Frankfurt a. M., 15. Sept. Kartosselmarkt. Wetterauer Speisekartofseln 7,00—7,10 Mk. ab Station, Industrie(Speise⸗ kartoffeln) 7,40—7,60 Mk. ab den nassauischen Stationen. Alles ür 100 Kilo. 1 . * Eisenbahnpersonal ten. Der Bahnhoßss vorsteher Weisbrod in Bebra, früher in Gießen, wurde zum Ober- Bahnhofsvorsteher ernannt und der Güterbahnhof Bebra vom 1. 9. ab zum Bahnhof 1. Klasse erhoben. g * Kriegspatenschaft. Der um die Erhaltung unserer Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 16. Sept. 1915 Zukunft noch immer tobende Krieg wird zahlreiche Kinder als Wechselnd bewölkt, meist trocken, keine Temperaturänderung. e ö i än e icht, u erb 2 wa i Teil ine der dankbarsten Aufgaben, durch e der 8 1 7 chaft 10 8 e für Letzte Nachrichten. 0 inder zu unterziehen. Sie kann mit der Uebernahme der Ein russischer Ministerwechsel? nud werden ader ei 98 i. Köln, 15. Sept. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus * Peiggen rich fich nacli bil nach fenen Willen Kopenhagen:„Berlingske Tidende“ melden: Ministerpräsi⸗ sten. Eine der wichtigsten Aufgaben aber ist es, dent Goremhkin reiste ins Hauptquartier, um dem und besten gelöst, wenn die unter D. R.⸗G.⸗M. D. R.⸗G.⸗M. Nr. 420 685 der Möbel⸗ und Betten⸗ fabrik Th. Brück, Gießen, Ecke Schloßgasse—Kanz⸗ leiberg, patentamtlich geschüzten S prungfeder⸗Ma⸗ tratzen„Unerreicht bequem“ und dreiteilige Auflage⸗Ma⸗ tratzen„Stabil“, die seit Jahren eingeführt und aufs vorzüglichste bewährt, gekauft werden. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören auf. N 2 7082a. swesens nach dem der es die Deutschen verstehen, alle Verkehrsschwierig⸗ rhebungen und Beratungen keiten, die ihnen jetzt durch die Ueberschwemmungen und das mit den geeigneten Bau⸗Gesellschaften näher zu treten, 2 1 5 1 5 1 1 9 1.* e l ergiebi i ige Annahme. Schließlich wurden die] bare Brücken wi in kürze Zeit durch Massenlegung von 4. Milchknappheit auf dem Lande; seine Ab⸗ r 5 7— Baumstämmen hergestellt; auch die aufgeweichten Landstraßen werden schnell in fahrbaren Zustand versetzt. So ist es den Deut⸗ schen immer möglich, selbst die allerschwersten Geschütze den vor⸗ rückenden Heeren unmittelbar nachfolgen zu lassen. ö Sie erweisen unseren tapferen Soldaten einen wirklichen Liebesdienst wenn Sie Ihren Sendungen ins Feld 1 bis 2 Schachteln Fan's ächte Sodener Mineral⸗Pastillen beifügen Bettenfrage für Gesunde Kranke? Ist am Nr. 420 684 und Die Geburt eines 7554 IUNGEN zeigen an Siegmund Hammerschlag u. Frau Mali, geb. Dittmann Giessen(Bahnhofstr. 37), 15, Sept. 1915 Schellsisch, Cabliau Gas-Lampen Lahnfisch irisch v. Tang Lüster beate g n. Wage Speisezimmer- Kronen K e Donnerstag auf E und Gassparherde %%%%οο ne, ee LL Feldpost-Neuheit!. Thörner Kartons mit Gefachen für den Ob versand Inst. 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Für alle Beweise inniger Teilnahme an unserem schmerzlichen Verluste, für die treue, aufopfernde Pflege der Schwestern der Medizinischen Klinik und für alle Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank. Familie Kröll 7372 Familie Bormuth. Giessen(Glaubrechtstrasse 8), Fürth(Odenwalch. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester sagt herzlichen Dank Familie Ludwig Klippel. Wieseck, den 15. September 1915. 7388 8 * ce 82 6 Nachruf. 5 Am 28. August starb den Heldentod fürs Vaterland unser Vorsitzender Herr Ludwig weber. Wir verlieren in ihm unseren befähigten F pflichteifrigen Vorsitzenden und langjähriges Mitglied. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 7815 Gewerbeverein Rabenau in Londorf. Londorf, den 14. September 1915. Telephon 110.— Prompter Versand nach auswärts. 1 Pa. Speisekartofeln empfiehlt zum billigsten Tagespreise 17143 V. Hankel, Neuen Biue? 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