Ur. 25 Fbeites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gietzener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Ob erhessen „ Montag, 18. September 105 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse sür Drahtnachrichten: 5 Kiew in Erwartung. Mit dem Falle des wolhynischen Festungsdreiecks wird der Weg nach Kiew frei. An dieser für Rußland furchtbaren Tatsache ändern alle Rückstöße und angeblichen Siege der Russen an der Serethlinie nichts. Ja, diese podolische Stel⸗ lung erscheint in dem Augenblicke als unhaltbar, in dem das nördlich gelegene Rowno in die Hände der Deutschen und Oesterreicher fällt und das Tor nach Kiew sich öffnet. Das weiß man nur zu gut im russischen Hauptquartier. Daher der rasende Widerstand im letzten Zipfel Ostgaliziens. Daher auch die ungeheuren Anstrengungen der russischen Heeresleitung in Kiew selbst, worüber jetzt nähere Nachrichten auf schwierigen, aber zuverlässigen Umwegen eingetroffen sind. Die Russen scheinen nach den großen Ent⸗ täuschungen in Polen dem alten Festungssystem Kiews am Dujepr nicht zu trauen. Kiew ist bekanntlich„Stromfestung erster Ordnung“. Die vorgelagerten Höhen westlich und südwestlich tragen Besestigungen in einem Umfange von 60 Kilometer. Auf dem rechten Dnjeprufer zählte man bisher zehn, auf dem linken sechs permanente Werke, die bis 18 Kilometer vorgeschoben liegen. Schon immer aber ver- mißten die Fachleute eine geschlossene e was die verantwortlichen Behörden wiederum durch die Schwierigkeiten des Geländes erklärten. Nun hat aber, wie es scheint, der große Lehrmeister Krieg auch hier seine Peitsche geschwungen. Tausende von Armierungsarbeitern sollen seit Wochen in Kiew tätig sein, uen die neuangelegten Vorstellungen auszubauen. Am 3. September besichtigte ein Ausschuß des Großen Generalstabes die neuen Anlagen, und unter den Ausschußmitgliedern befanden sich auch japanische Sappeuroffiziere, die sich durch eifrige Vermessungen nütz⸗ lich zu machen suchen. Zwischen den Vorstellungen und den eigentlichen Befestigungswerken sollen besonders zahlreiche Flatterminen angelegt worden sein. Ferner speichere man sehr große Mengen täglich neu eintreffender Artillerie- munition auf. Kiew dürfte zurzeit jedenfalls der Mittel- punkt eines gewaltigen russischen Heerlagers sein. Ungeheure Mengen von Getreide, Konserven, Ausrüstungsgegen— ständen und Ergänzungsteilen für die technischen Ma— schinen sollen dort lagern. Kiew war eben bisher die große Etappe für die Front in Wolhynien und Podolien. Nun, da die altberühmte Stadt, das Herz der Ukraine ein bedrohtes Ziel werden kann, glauben wir es gern, wenn berichtet wird, daß es dort aussehen soll wie in einem aufgewühlten Ameisenhaufen. Die Lazarette sind überfüllt. Gefährliche Seuchen, Cholera, Fleckfieber, Typhus und Dysenterie herrschen. Die Massen der durch⸗ flutenden Flüchtlinge sind kaum zu bewältigen. Seit der Eroberung von Luzk hat man mit der Räumung der Stadt begonnen. Die Akten der Zivil⸗ und Militärbehörden werden täglich unter Bewachung abtransportiert. Die Ban⸗ ken schaffen ihre Bestände nach Moskau. Die Lebensmittel- preise schnellen erschreckend in die Höhe. Das Brennmaterial wird knapp und die Zivilbevölkerung wird drangsaliert. Also dasselbe Bild wie in Riga und Wilna und allen anderen Städten, gegen die das Meer der verbündeten Heere heran⸗ wogt. Aber in Kiew dürfte das Schicksal und Verhalten der Bevölkerung doch von einem ganz anderen Interesse sein. Bekanntlich gibt es unter den Vertretern der frei Berufe, und besonders unter der ukrainischen intelligenten Jugend, eine große Anzahl von nationalbewußten Patrioten, welche prinzipielle Feinde Rußlands und speziell des Zaris⸗ mus sind. Die Ukrainer lieferten seit jeher ein überaus starkes Kontingent für die Reihen der russischen Nihilisten und Revolutionäre. Da der Weg zur Befreiung der Ukraine durch Befreiung ganz Rußlands von dem Zarismus zu führen schien, opferten die ukrainischen Revolutionäre ihre ganze Kraft den allgemeinrussischen revolutionären Zielen. Erst die Lehren der Revolution 1905 und der wuchernde russische Nationalismus der neuesten Zeit haben die An- sichten geklärt. Nicht die Autonomie, sondern die Selb— ständigkeit Ukrainas ist jetzt die Losung. Erst der Krieg hat die Lage geändert. Die Ukrainer erwarten die Heere der Verbündeten als Befreier. Die Führer der ukrainischen Be⸗ wegung haben dem deutschen Kaiser ein Huldigungstele— gramm zugesandt, das sehr freundlich aufgenommen wurde. Wenn die Moskowiter also auch in Kiew ihr trauriges System der Knechtung und Ausplünderung der Einwohner angesichts des herannahenden Feindes anwenden, werden sie die längst befürchtete Katastrophe, den Aufstand und Abfall der Ükraine, nur beschleunigen. Und der Zar als Generalissimus wird hier kein Bindemittel, sondern nur das Schreckgespenst sein, das die Völker spaltet. die vereidigung des Erzbischofs von Gnesen. Berlin, 11. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗ anzeiger“ meldet: Dem durch päpstliches Breve vom 30. Mai 1915 zum Erzbischof von Gnesen-Posen ernannten bisheri⸗ gen Domherrn Dr. Edmund Dal bor ist vom Kaiser durch Urkunde vom 11. September die landesherrliche An⸗ erkennung erteilt worden. Der Kaiser nahm heute mittag im Großen Hauptquartier den vorgeschriebenen Eid des Erzbischofs Dalbor entgegen Der Erzbischof wurde dem Kaiser von dem Minister der geistlichen Angelegen⸗ heiten vorgestellt. Er sprach dem Kaiser seinen Dank für die ihm bewiesene Huld aus, legte das Gelöbnis der Treue ab und leistete folgenden Eid: Ich, Edmund Dalbor, ernannter Erzbischof von Posen-Gnesen, schwöre einen Eid zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden auf das heilige Evangelium, daß, nachdem ich auf den erzbischöf⸗ lichen Stuhl Gnesen-Posen erhoben worden bin, ich Seiner König⸗ lichen Majestät von Preußen, Wilhelm und Allerhöchstdessen recht⸗ mäßigen Nachfolger in der Regierung als meinem Allergnädigsten Könige und Landesherrn, treu, gehorsam und ergeben sein, Allerhöchst— dero Bestes nach meinem Vermögen befördern, Schaden und Nachteil aber verhüten und besonders dahin streben will, daß in den Ge⸗ mütern der meiner bischöflichen Leitung anvertrauten Geistlichen und Gemeinden die Gesinnungen der Ehrfurcht und Treue gegen den König, der Liebe zum Vaterlande, des Gehorsams gegen die Gesetze und alle jene Tugenden, die im Christen einen guten Untertan e mit Sorgfalt gepflegt werden, und daß ich nicht will, und daß ich keine Gemeinschaft oder Ver⸗ bindung, fei es innerhalb oder außerhalb des Landes, unterhalten will, welche der öffentlichen Sicherheit gefährlich sein könnten, und will, wenn ich erfahren sollte, daß in meiner Diözese oder anderswo Anschläge gemacht werden, die zum Nachteil des Staates gereichen könnten, hiervon Seiner Majestät Anzeige machen. Ich verspreche dieses alles um so unverbrüchlicher zu halten, als ich gewiß bin, daß ich mich durch den Eid, welchen ich Seiner päpst⸗ lichen Heiligkeit und der Kirche leistete, zu nichts verpflichte, was eien dem Eide der Treue und Untertänigkeit gegen Ihre Königliche Majestät entgegen sein könne. Alles dies schwöre ich, so wahr mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium. Amen! Der Kaiser schloß den feierlichen Akt mit folgenden an den Erzbischof gerichteten huldvollen Worten: Ich habe mich bewogen gefunden, Sie, Hochwürdiger Herr, bei dem Antritt Ihres Amtes persönlich zu empfangen, um das eidliche Gelöbnis der Treue, das Sie soeben abgelegt haben, selbst entgegenzunehmen. Ihrer harren schwere Aufgaben, die bei den besonderen Verhältnissen Ihrer Diözese, namentlich unter den gegenwärtigen Zeitumständen in mehr als gewöhnlichem Maße Weisheit und Treue erkordern. Wenn ich nach dem allzu schnellen Hinscheiden des Erzbischofs Likowski meine Zustimmung zu Ihrer Berufung auf den erzbischöflichen Stuhl Gnesen⸗Posen gegeben habe, so ist dies in dem Wunsch geschehen, daß Sie als ein guter Hirte der Ihnen anvertrauten Seelen in den Gemütern der Geistlichen und Diözesanen den Geist der Ehrfurcht und Treue gegen mich und mein Haus, der Achtung vor den Gesetzen des Landes, des Gehorsams gegen die von Gatt geordnete Obrigkeit und der Eintracht unter den deutschen wie polnischen Bewohnern der Diözese pflegen und nähren, auch mit besonderem Eifer sich die Versöhnung vorhandener Gegensätze angelegen sein lassen werden. Aus den Worten, die Sie soeben an mich gerichtet haben, entnehme ich mit Befriedigung das Gelöbnis der Treue gegen mich und mein Haus. Ich halte mich überzeugt, daß Sie in dieser Gesinnung Ihr verantwortungsvolles Amt zum Segen für Staat und Kirche und zum Heile unseres Vaterlandes führen werden. 8 Ihnen deshalb gerne meine landesherrliche Anerkennung erteilt. 0 Hierauf wurde dem Erzbischof die Anerkennungsurkunde ausgehändigt. Aus Stadt und Cand. Gießen, 13. September 1915. Eine neue Gartenkolonie in Gießen. Im Umkreis vieler Städte sieht man vom Eisenbahn⸗ zug aus im Grün der Obstbäume versteckte Gärtchen mit kleinen Gartenhütten, überragt von Fahnenstangen und Stangen für Vogelnistkästen. Es sind Gartenkolonien, die überall entstanden sind nach dem Muster der Schreber- gärten in Leipzig. Dort ist diese Art von Gärten von dem Menschen⸗- und Kinderfreunde Moritz Schreber mit Unter⸗ stützung seines Freundes Ernst Hauschild zuerst ins Leben gerufen worden und hat alsbald Anklang und Nachahmung gefunden. Nach dem Muster von Leipzig haben sich bisher in vielen Städten Schrebervereine gebildet, die gekaufte oder gepachtete Grundstücke parzelliert, eingerichtet und zu einem billigen Pachtzins an ihre Mitglieder abgegeben haben. Da die Mitglieder meist nur ausgesprochene Gartenliebhaber sind, so ist es begreiflich, daß Pie Ausstattung der Gärten immer recht nett und hübsch ist. Wer daher die schönen Gärtchen einmal gesehen hat, dem gefallen sie, der wünscht auch eins zu besitzen. Inmitten einer solchen Gartenkolonie befindet sich meist ein Spielplatz für die Kinder mit einer gedeckten Halle, die bei schlechtem Wetter Unterkunft ge⸗ währt. Nach Schulschluß wandern die Kinder hinaus, um dort bei der Mutter ihr Vesperbrot zu genießen und nach der Anfertigung ihrer Schulaufgaben der Mutter bei der Arbeit zu helfen oder sich dem munteren Spiele mit den Kameraden hinzugeben, bis der Vater aus dem Geschäft oder aus der Werkstatt kommt, um sich noch einige Stunden durch die Arbeit und den Aufenthalt im Freien von den Anstrengungen seiner im geschlossenen Raume ausgeübten Berufstätigkeit zu erholen und der Scholle das abzuringen, Uraufführung im deutschen Künftlertheater: Ernft Hardts„Rönig Salomo“. Aus Berlin wird uns vom 12. September geschrieben: E nst Hardt hatte vor einigen Jahren mit dem Versdrama. „Tantris der Narr“ einen starken, überraschenden und anhaltenden Erfolg. Die Weiterentwicklung des Dichters erfüllte leider nicht ganz, was er zu versprechen schien. War die Tantrisdichtung bei allem äußerlichen Faltenwurf sprachlichen Schmucks auch von dem Inneren entsprühenden Feuer erfüllt, so erwies sich das nach⸗ folgende Werk„Gudrun“ schon merklich schwächer an dichterisch⸗ menschlicher Kraft, bedenklich zum rein Schöngeistigen hinneigend. Das dreiaktige Drama„König Salomo“ das Sonnabend zum ersten Male im Deutschen Künstlertheater auf⸗ . wurde, zeigt ein aus bühnenmäßiger Aesthetik etwas chwaches Weiterschreiten auf der angedeuteten Linie. Der Stoff des Salomo-Dramas hätte es vertragen, mit starten, eindeutigen Farben auf die Bühne gebracht zu werden. Was Hardt gibt, ist ein lockeres Gewebe verschiedener Themen. Probleme und Hand⸗ lungen, die jedes für sich drei Akte hätten füllen können. Und trotz dieser Vielheit, oder vielmehr gerade ihretwegen, ist das Hardtsche Drama Stückwerk geblieben, das viel⸗ fach anregt und zu wenig befriedigt. Das Sterben des Königs David und die Thronbesteigung seines zweit⸗ geborenen Sohnes Salomo bilden das Handlungsgerüst, das —— verschiedenen Hemmungen und seitlichen Ausblicken ins Un⸗ ausgeführte umrankt wird. Des greisen Königs erstgeborener Erbe, der in jugendlich⸗brutaler Herrschersucht brennende Adenia, sucht mit List und Gewalt vorzeitig die Macht des Regenten an sich zu reißen. Sein Gegenspieler ist Salomo, der sanfte, jüngere Bruder, den„Gott liebt“. Die Heidin Abisag, das Jugendkind des Trüh⸗ kind des Frühlings und der Liebe, tritt zwischen die Beiden. Schon mittert man hier das Problem des Stückes; aber Hardt eilt nervös weiter und stellt im zweiten Akt das letzte senile Aufflammen und den Tod Davids in den Vordergrund. David stirbt, den Kopf im Schoße der keuschen Abisag, deren junge Wärme seinen. fliehenden Atem bannen soll. Und während der König stirbt, in greisenhafter Sehnsucht sich an Abisag klammernd, flammt die dichterisch lebens⸗ voll gestaltete Liebesszene zwischen Salomo und Abisag neben. seinem Sterbelager auf. Diese Szene ist die beste des Stückes. Sie allein hätte an sich als Basis eines starlen Werles dienen können. Durch den zwischen Diesseits und Jenseits gesprochenen Fluch des Vaters verliert Salomo die Braut seines Herzens, bevor er sie noch ganz besaß. Adenia fällt in der Schlinge seier Ver⸗ schwörung; Salomo wird König. Ein weiser König, der durch den doppelten Tod der Geliebten die Kraft erhielt, sein Leben im Dasein seines Volkes zu finden. 8 Die Aufführung unter der guten, aber etwas einförmig breiten Spielleitung Dr. Arthur Eloessers, gab sich redlich Mühe, dem splitterigen Drama gerecht zu werden. Theodor Loos als Prinz und König Salomo künstlerisch durchdacht, aber etwas 11 knabenhaft und unbeständig in der Durchführung seiner aller⸗ ings schwer zu gestaltenden Rolle. Sybil Binder ließ als Abisag das symbolisch Gesteigerte nur angedeutet, war aber im übrigen erfreulich frisch und lebensvoll, Adolf Klein, ein, vortrefflicher Schauspieler aus der„alten“ Schule, gab den David mit den noch immer bewährten Mitteln des guten und wirk⸗ nnen Theaters. Ter in gedämmtem Haß fiebernde Sproß es Herrn Arthur Bergen war schauspielerisch in⸗ Das Publikum, sast vollzählza in der üblicken Zusammen⸗ 2 . setzung der literarischen Berliner Premisre, etwas zurückhaltend, spendete nach dem zweiten Akt höflichen Applaus. A. B. —* 1 Hamburger Brief. Soldatenkunst.— Heimkehr der Austausch⸗ gefangenen.— Das Hansakreuz. Seit ein paar Tagen ist im Altonaer Museum eine mit dem Titel„Soldatenkunst“ bezeichnete Ausstellung kunstgewerblicher Ar⸗ beiten zu sehen, die aus einer anderen Perspektive als der gewöhn⸗ lichen bewertet sein will. Man kann auch von einer Lazarettkunst sprechen, denn alle zur Schau stehenden Gegenstände sind in den Lazaretten Hamburgs und Altonas angefertigt worden. Dem Unter⸗ nehmen liegt ein bestimmter Plan zugrunde. Anfangs wurde die Aufmerksamkeit der Aerzte auf das lebhafte Tätigkeitsbedürfnis der Verwundeten gelenkt, die mit Vorliebe an kleinen handwerklichen Tüfteleien Zerstreuung suchen mochten. Man glaubte dann zu er⸗ kennen, daß es sich hier um etwas mehr handelte, als um einen bloßen Trieb zum Zeitvertreib, daß hier vielmehr aus meist ver⸗ borgenen volkstümlichen Begabungen bessere Werte nach Ausdruck und Form suchten, die nur in eine sichere künstlerische Bahn gelenkt zu werden brauchten. Darauf hat dann die Altonaer Fürsorge⸗ stelle für Kriegsgeschädigte im Einverständnis mit dem Sanitäts⸗ amt des 9. Armeekorps die Beschäftigung der Verwundeten auf methodischer Grundlage übernommen. Ein besönderer Ausschuß wurde für den Zweck gebildet. Es fanden sich freiwillige Spender, die das nötige Arbeitsmaterial beschaffen ließen. Mehrere Lehrer, Schüler und Schülerinnen der Kunstgewerbeschule, an der Spitze die Professoren Schwindrazheim und Stuhr, stellten ihr Können in den Dienst der guten Sache. Die jetzt eröffnete Ausstellung umfaßt nun das Ergebnis dieses eifrigen Zusammenwirkens. Die ausgestellten Sachen bezeichnen einen Stand des nord⸗ westdeutschen Kunstgewerbes, wie er sich bereits seit ein paar Jahren auf gleicher Höhe hielt; aber man muß immer wieder berücksichtigen, daß Verwundete, die noch körperlich behindert sind, darin Proben einer sozusagen spontan ausgebildeten feineren Handfertigkeit ge⸗ ben. Zum größten Teile sind es kleine Gebrauchs- und Schmuck⸗ gegenstände in Holz⸗ und Flechtarbeit, die in jedem Hause ver⸗ wendet werden können: Zierkästen, Schalen, Dosen, Bilderrahmen, Vasen, Leuchter, Figuren, Körbchen und anderes mehr. Auch in Malerei und Graphik ist einiges vorhanden Ein Schuhmacher er⸗ weist sich als flotter Silhouettist. Alle Stücke sind mit Karten versehen, die Beruf und Namen des jeweiligen Hexstellers an⸗ zeigen. Ueberraschend ist es, daß mancher gerade an einem Gegen⸗ 91 sein bestes Geschick entfaltet, der ihm von Berufs wegen ern lag. Kaufleute gingen auffallend sauber mit Meißel und Messer um. Schuhmacher, mit gutem Humor begabt, schufen nette Figuren, in denen die Feinde der Rethe nach lariktert werden. Einfache Arbeiter treten als Kleinkünstler im Bauen von Kästen auf. Vieles erinnert an das unbefangene Wirken und Schaffen aus Kinderwelten. Das Kerben und Laubsägen kommt wieder zu Ehren. Hier und da findet sich auch an einem Stück der Vermerk, daß es allein von der linken Hand gemeistert wurde. Das Gesamte scheint auf einen einheitlichen gleichen Stil abgestimmt; er ist einfach, gesund, kräftig gehalten und betont das Heimatliche. Am auffallendsten aber berührt eine heitere bunte Farbigkeit das Auge. Sie deutet an, daß Sinn und Gemüt bei den Soldaten ihre Helligkeit bewahrt haben. Die Sonntage in Hamburg und Altona erhalten jetzt durch die Peimkehr der schwerverwundeten Austauschgefangenen ihr eige— nes Ansehen. In Gruppen von 40—50 Mann kommen sie nach und nach aus Schweden herüber. Die Empfanasanstalten des Volkes sind jedesmal so großartig, wie sonst bei Kaiserbesuchen. Auf dem Bahnhof findet ein festlicher Empfang statt. Eine reiche Tafel steht dort gedeckt. Und die Bürgermeister halten warm empfundene Begrüßungsreden. Die Straßen hinauf, die der Zug geht, beherrscht ein einziges wühlendes Gedränge. Dann fahren die offenen Automobile mit den Verwundeten herein. Und hinter jedem wälzt sich ein Rudel von begeisterten Kindern mit, die die Tücher schwenken. Von allen Seiten kommen kleine Mädchen und Buben gelaufen, bunte Blumensträuße in den Händen; sie drängen sich heran und reichen ihre Willkommensgabe den Heimkehrenden hin, die draußen in den unwirtlichen Gegenden des russischen Reiches duldeten und litten. Und die Krieger in den bekränzten Wagen erwidern auch die Grüße mit Tücherschwenken. So geht es den ganzen Weg fort. Es ist eine frohe Erregung ohnegleichen. Hier in Hamburg werden die Austauschgefangenen im Technikum am Lübecker Tor untergebracht. Der nordwestdeutsche Künstlerbund hat sich nun die Aufgabe gestellt, die belegten Räume mit geeig⸗ neten Bildwerken und dekorativen Mitteln auszuschmücken. Inm Einvernehmen mit Bremen und Lübeck soll im hamburgi⸗ schen Staat jetzt, unter dem Einfluß der Kriegsverhältnisse, auch das Ordenswesen eingeführt werden. Der Senat hat bereits die Stiftung eines besonderen Ehrenzeichens, des Hanseaten⸗ kreuzes beschlossen. Durch die Verleihung dieses Kreuzes wird der Zweck verfolgt, hervorragenden Verdiensten Einzelner ohne Un⸗ terschied des Ranges und Standes Anerlennung zuteil werden zu lassen. Das Ehrenzeichen wird in der Größe von 40 Millimetern aus Kupferbronze hergestellt. Die mit rotem Email belegte Vorber⸗ seite zeigt in der Mitte das hamburgische Wappen, die silbern⸗ gefaßte Rückseite enthält die Inschrift: Für Verdienst im Kriege 1914. Der Orden hängt an einem in der Mitte weiß gestreifter roten Bande. Für seine Form diente als Vorlage das Hanfeaten⸗ kreuz, das vor hundert Jahren in dem Kampfe der Hansestädte um die Befreiung vom französischen Joche entstanden ist und damii historische Bedeutung gewann. Heinrich Greter. Anzeiger Gießen. f. 8 * E28 — Eine berühmte Uhrmacherin. Marie Ebner von Eschenbach, die am 13. September ihr 85. Lebens⸗ jahr vollendet, hat nicht nur einen Roman„Lotti, die Uhrmacherin“ geschrieben, sondern ist selbst Uhrmacherin. Es ist eine übrigens in Wien häufige Liebhaberei, die die berühmte Dichterin hat. Sie zerlegt gern Uhren aller Art, putzt sie fein säuberlich, um sie dann von neuem zusammenzusetzen, und stellt auch selbständig Taschen⸗ uhren her. Zahlreiche Personen, Kinder befreundeter Familien und Freunde beschenkte die Dichterin mit Taschenuhren, die sie selbst angefertigt hatte, und es wird behauptet, daß diefe Uhren vorzüglich im Gange sind. Hieronymus Lorm, dessen Söhnchen auch eine Uhr von der Dichterin empfing,— damals war die zeider erst sehr spät zur Anerkennung gelangte Ebner⸗Eschenbach noch als Autorin wenig bekannt,— wurde von ihr brieflich befragt, wie sich die Uhr des Sohnes halte, und Lorm antwortete:„Ich wünsche Ihnen, daß alle Ihre Werke so gut gehen wie dieses.“— Dig Dichterin erzählte oft, daß diese Beschäftigung ihr zur Erholung von der literarischen Tätigkeit diene. Tie Uhrmacheret sei allein imstande, ihre Gedankenwelt völlig von jeder ande i istande, ihre lt v 5 n geistigen Tätigkeit auszuschalten, was beim Lesen und bei der Unterhaltung nicht der Fall sei. Während ein noch so seffslades Buch, das eifrigste Respräch sie nicht von den Gescki hen und Gestalten, die den schaffenden Geist gerade beschäftigten, Liebhaber ß dies die Uhrmacherei sehr oft zuwege, so daß diese ebpabesel ihr zum Sammeln neuer Kraft diente, wenn die geistige Arbeit sie einmal zu sehr anstrenate. 8 abzulenken vermocht was von einer vorteilhaften Ausnützung und einer fach⸗ 2000 Quadratmeter benötigt. 12000 Quadratmeter sind ein⸗ i ein Gartenhäuschen besitzt. Auch sie sind von den Pächt f N aufs beste was Fleiß, Ausdauer und Gesch stattet. In der frischen Luft ist bis zum Einbruch der Dunkel⸗ heit die Familie vereint, alle atmen auf und gesunden an icklichkeit anzuvauen ge⸗JInteresse für die Sache weckte und belebte. Es steht nun nach diesem schönen Erfolge Zu hoffen, daß auch bald auf einer anderen Seite der Stadt eine ähnliche Anlage Körper und Geist. erstehen möge, denn das Bedürfnis und das Verlangen Welch hoher sittlicher Wert in solchen Gärten liegt, er⸗Jnach solchen Gärten wird immer größer. Gr. hellt, wenn man bedenkt, daß gerade in erster Linie die* Kinder mit teil haben an allem, was sie sonst in der Stadt* Die Fünfzigervereinigung 1862/1912 vergeblich suchen würden. Bei ihnen bringt der Umgang mit hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, den nach Ver⸗ der Natur unter der indirekten Aufsicht der anwesenden sendung von Liebesgaben an die im Felde stehenden Ange- Eltern ein gutes Verständnis für vieles hervor, was ihnen hörigen der Mitglieder noch verbliebenen Rest ihres Ver— sonst fremd bleiben würde: Sinn und Freude an der Pflan- mögens bei der dritten Kriegsanleihe zu zeichnen. en⸗ und Tierwelt, heiteres Spiel, fern von den Gefahren*„Hesse⸗Späß“ betitelt sich ein froher, frischer er Stadt, und Lust und Liebe zu einer nützlichen Beschäftt⸗ Heimatgruß an unsere Feldgrauen, der auch uns zugeht mit gung: bei den Eltern aber bringt die Veschästigung im einem besonderen Gruß der Verfasserin, die als geborene Freien Frieden und Gesundheit, weil es wohl keine Betäti⸗[ Bü chner zu Gießen ja enge Beziehungen hat. Die Ver⸗ gung sonst gibt, welche gleich dieser auf das menschliche Ge⸗fasserin, die Frau eines hessischen Arztes, lebt in der Nähe mitt von solch einem wohltuenden, ausgleichenden Einfluß von Marburg und hat dort in Volksunterhaltungsabenden, wäre. Und mit welchem Stolze werden die Resultate der an den Veranstaltungen des deutschen Schulvereins, bei dem Arbeit nachher bewundert, wie spornen die Beispiele ein⸗ großen Philologenkongreß 1913 mit ihren Vorträgen in zelner an es entsteht oft ein förmlicher Wettstreit darum, hessischer Mundart außerordentlich viel Beifall gefunden, wer das Meiste und Schönste in seinem Garten zu ziehen ver⸗ und nun haben sich ihre zahlreichen Freunde mit der Bitte mag. Wie freut sich der Knabe, wenn ihm die Veredlung an sie gewandt, ihre„Hesse-Späß“ doch drucken zu lassen, eines Bäumchens gelingt, wie stolz ist das Mädchen auf] damit unsere Feldgrauen draußen auf diese Weise einen sein Blumenbeetchen. besonderen Gruß aus der Heimat erhalten können, und wir In Gießen bestand längst im Obst⸗ und Gartenbau- glauben, daß dieser Rat gut war; denn was könnte un⸗ verein die Absicht, auch hier solche Gärten in größerer mittelbarer und erfrischender wirken, als derartige heitere Anzahl anzulegen. Was aber lange Zeit nicht gelingen] Gedichte in hessischer Mundart! Die Verfasserin macht in wollte, das hat mit einemmale der Krieg jetzt fertigf ihrem Eingangsgedicht„Mei Hesseland“ das Geständnis: gebracht. Leider konnte man die Jahre her in unseren Ich gab mer Mieh un sprach korrekt; Gärten die Wahrnehmung machen, daß sie mangelhaft be⸗ Ich Hab's bald wieder aufgesteckt, baut wurden und nur geringe Erträge brachten. Der Krieg Denn gar zu schnell ward mir's gewiß, hat nun die Erkenntnis zum Durchbruch kommen lassen, Daß Hochdeutsch mir net meglich is. Gleich fragt mer mich, kam ich wohin: „Sie sind gewiß, ne Gießnerin?“ und so haben denn auch die folgenden Gedichte vorwiegend Gießener Dialekt. Aber neben diesen zahlreichen Gedichten, von denen wir besonders„Das Schamgefiehl“,„Des Fisch⸗ gericht“,„Dischred bei de Wurschtsupp“,„De Wahn“ her⸗ vorheben möchten, enthält die Sammlung auch Erzählungen in Prosa, so:„Die Petroleumnot“, worin uns als heitere Begebenheit aus der ernsten Gegenwart geschildert wird, wie ein Bauer vom Kurhessischen ins„Darmhessische“ wan⸗ dert, um unter allen möglichen Kniffen Petroleum zu er— wischen. Besonders willkommen werden aber die Märchen 5 Schneewitsche“ und„'s Rotstrimpche“ in hessischem Dialekt sein. Es bedarf wohl kaum eines Hinweises, daß die Sammlung, die aus Vorträgen entstanden ist, sich aus⸗ gezeichnet bei der Veranstaltung heimatlicher Abende eignet, so daß jeder dieselbe gern für sich erwerben wird. Wir sind aber auch sicher, daß diele, die die„Hesse-Späß“ gelesen haben, diesen Heimatgruß an ihre Angehörigen im Feld senden werden. Denn nichts wird ja zurzeit mehr aus dem Feld begehrt als Lesestoff; und Lesestoff aus der Heimat ist dazu noch etwas ganz besonderes. Otto Ubbelohde klei⸗ dete die Sammlung in ein wirkungsvolles Gewand. Der Verlag N. G. Elwert in Marburg a. d. Lahn hat durch den billigen Preis von 60 Pfg.(broschiert) dafür gesorgt, daß jeder sich das Heftchen anschaffen kann. Für die eigene gemäßen Bestellung des Bodens für unser Volk abhängt. Ein großer, sehr schätzbarer Vorteil für unsere Volks⸗ ernährung liegt vor allen Dingen in einer vermehrten Aufwendung von Arbeit auf den Boden. Dazu müssen aber alle bis jetzt noch uͤngenützten Kräfte mobil gemacht werden, die bisher keine Gelegenheit hatten zur Betäit⸗ gung. Von diesem Gedanken ausgehend, hat der hiesige Obst⸗ und Gartenbauverein ein Geheimrat Gail gehöriges Grundstück bei der Wollspinnerei rechts der Lahn in Pacht übernommen und dasselbe aufgeteilt. Das Grund⸗ stück, das einer Wüstung glich, umfaßt ca. 14000 Quadrat⸗ meter. Für die Wege und den Kinderspielplatz wurden eteilt zu 48 Gärtchen von je 250 Quadratmeter Größe. ieselben sind den Wegen entlang mit einem Lattenzaun eingefaßt und werden noch ebenso seitlich umwehrt. Jeder Garten soll noch ein Häuschen enthalten, dazu drei Obst⸗ bäume. Zur Beschaffung von Trinkwasser ist ein Brunnen angelegt, außerdem zwei Schöpfstellen für Wasser zum Gießen. Der Obst⸗ und Gartenbauverein hat die Ausfüh⸗ rung des ganzen Unternehmens in die Hände seines praktisch erfahrenen Vorsitzenden gelegt, des Stabtverord⸗ neten Simon, der den Plan zur Einteilung des Feldes entworfen und alles auf die billigste, beste und praktischste Art angelegt hat, so daß diese„Simonsgärten“ in Gießen die Freude und Bewunderung jedes Natur- und Garten⸗ Bibliothek zu Haus empfiehlt sich die Anschaffung eines freundes N Die Gärten sind auch bereits alle ebundenen Exemplars zu 1 Ml. In den hiesigen 9 5 vergeben, und bal rden zum erstenmal die Kartoffeln 9 ist die Sammlung vorrätig. Eine kleine Probe und Gemüsearten eingeerntet, zum großen Vorteil der aus dem reizenden Bändchen finden unsere Leser an anderer Selbstversorger bei den jetzigen hohen Lebensmittel- Stelle. Kreis Friedberg. preisen. In der Nähe dieser noch unfertigen, aber doch schon B. Friedberg, 13. Sept. Der Tvangelische Pfarrer verein für das Großh, Hessen hält heute seine Jubiläums- bebauten Gärten hat auch die Stadt längs der eu hn 14 solcher Gärten angelegt, von denen jeder bereits[versammlung zur eier seines 25fähr. Bestehens im hiesigen Kasino in schlichtester Weise mit der üblichen Tagesordnung ab. ern n N ö dem] Daran schließt sich die Jahres versammlung der Sterbekasse n an de eee N Fleiß und der Arbeitsamkeit ihrer Bebauer. So hat denn auch Gießen jetzt seine Gartenkolonie, und die auf⸗ Kreis Wetzlar. Salzböden, 10. Sept. Der hiesige e e . 1 hat 5 8 reichlich gelohnt. Zum i r Sache hat au Dr. Hofmann⸗ a i N 95 i f „der neulich in Rußland gefallene tüchtige Obst⸗ F zeichnete für die Kriegsanlei ried * und Wanderredner, in dankenswerter Weise sein f gut Teil beigetragen, indem er durch seine Vorträge das — 944 10507 100 L800]. 281 40 583 18001 106218 384. 489 624 40 048 1 7204 400 87 680 10802 0s 108% 80 942 11048 Jes 88e 62 Le doe o 78 de% g⁰ 112020 88 818 860 94 113056 68 240 683 805 42 406 841 901 0 115231 L400 310 77 41%(400 68 52 707 32 118034 84 101 1 00 440 80 020 81 68 zes 858 846 117082 66 94 244 319 443 60 606 024 118284 f 4s d% 78 81s 1192/0 806 3 36 413 47878 o f 4d 8% 912 1206 9 121118 317 38 410 78 040 810 122312 846 812 945 123008 271 39% 406 18 7a 10 76 70 es dg cos 124002 340 818 26 67 778 doe 40 125362 80 1202 4 ses 440 9 o 885 975 12700 100 210 810 ¼ 84 128110 3a 603 Auf gode Dammer alad zwei gleich hohe Ge- 0 en, und zwar je ster auf de Lone melcher Nummer In den beiden Abteilungen I und H Nur die Gewinne über 144 Mark sind den betreffenden 5 Nummern in Klammern beigefügt. (ohne Gewuhr.)(Nacharuek verboten.) 8 807 11% e 401 805 606% 942 2292 810 (one Gewähr.) e] Nr. 70 vom 17. 1. Zlehung 3. Kl. 6. Preuss.-Sũddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle Ziehung vom 10. September 1915 naolunittags. Nur die Gewinne uber 144 Mark sind den betreffenden a Nummern iu Klammern belgetugt. Aachdruek verboten.) 7 140 81 302 574 904 48 1151 Lago] 828 1800] Bekanntmachung. 15 5 Betr.: Aufruf der als dauernd untauglich Ausgemusterten. Ju Abänderung meiner Bekanntmachung vom 10. d. Mts. (Gießener Anzeiger Nr. 214 vom 11. September) fordere ich hietmit alle in der Zeit vom 8. September 1870 bis 31. De⸗ zember 1895 geborenen als dauernd nutauglich ausgemusterten Personen auf, sich am 14. September 1915 bei der Bürger⸗ meisterei des Aufenthaltsortes zur Landsturmrolle anzumelden. Gießen, den 11. September 1915. 5 Der Zivilvorsitzende der Ersatzlommission des Kreises Gießen. J. V.: Hemmerde. ——* Betr.: Wie oben. An den Herrn Oberbürgermeister zu Gießen und au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Die obige Bekanntmachung ist sofort ortsüblich bekannt zu geben. Die Meldung zur Landsturmrolle hat also nicht am 16., 17. und 18. September, sondern am 14. September zu erfolgen. Die Listen müssen am 15. September hier ein⸗ gehen. 5 Gießen, den 11. September 1915.. 5 Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen J. V.: Hemmerde. g Bekanntmachung. 8 1. Alle im wehrpflichtigen Alter befindlichen ehemaligen Personen des Beurlaubtenstandes, die während ihrer Zugehörigkeit zur Ersatzreserve, Reserve, Landwehr J und II, Seewehr J und II, die Entscheidung: N dauernd untauglich, 4 dauernd garnisondienstunfähig, 2 5 oder 1 1— 55 feld noch garnisondienstfähig(dauernd weder— no 3 erhalten haben, sollen einer Nachuntersuchung unterworfen werden. 2. Zu diesem Zwecke haben sich die treffenden bei dem Bezirksfeldwebel ihrer Kontrollstelle und zwar: 1 für den Kreis Gießen bei dem Hauptmeldeamt Gießen, für 3— 05 Alsfeld und Lauterbach 1 dem Meldeamt lsfeld, g für den Kreis Schotten bei der Bezirkskompagnie Schotten in nachstehender Weise persönlich 25 melden: Donnerstag, 16.»Sept. 1915 alle in 1895-1886 Geborenen 3 17. Sept. 1915 alle in 1885—1875 Geborenen, amstag, 18. Sept. 1915 alle in 1874—1870 Geborenen, — jedoch ausschließlich der vor dem 8. September 1870 Geborenen—.: 8 1 militärischen Ausweispapiere sind mitzubringen. Die an: 1 Verkürzung oder Mißgestaltung des ganzen Körpers, Geisteskrankheiten, 0 Epilepsie, Chronischen Gehirn⸗, Rückenmark⸗ und anderen chronischen Nerpenleiden, 57 Blindheit beider Augen, 4 Taubheit beider Ohren, 0 Verlust größerer Gliedmaßen zu leiden glauben, haben dies bei der Meldung unter Vorlage eines mit dem Dienststempel versehenen Zeugnisses eines beamteten Arztes oder einer amtlichen Bescheinigung zur Sprache zu bringen. 91 95 Unterlassung der Meldung wird nach den Kriegsgesetzen estraft. 2 5. In Zweifelsfällen haben sich die Betreffenden an ihren zuständigen Bezirksfeldwebel zu wenden. 5 8 Gießen, den 10. September 1915. 7 Großherzogliches Bezirkskommando. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Betanntmachung. Betr.: 71 Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Klein⸗ 5 inden. l In Klein⸗Linden ist die Maul⸗ und Klauen⸗ seuche ausgebrochen. Die Gemarkung Klein⸗ Linden bildet einen Sperrbezirk. Für diesen Bezirk gelten die Bestimmungen unserer e⸗ . vom 12. No bender 1914(Kreisblat ovember 1914). Gießen, den 11. September 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. 1 J. V.: Hemmerde. 5 5 1——————.————́—¶ l 2: 7¼—oV 1. Ziehung 3. KI. 6. Preuss.-Sũddeutsche 232. Könlglich Preuss.) Klassen-Lotterle Zlehung vom 10. September 1015 vormittag. dSos gos 113027 102 L400 201 8% 64 Igo! 980 s 114001 22 4½ 104 40 248 784 9% 11809 333 4 400 844 la oo! 799 1160½ 2% 44(800 581 os 741 903 11700 7 118002 182 e 630 49 787 043 0 71 118028 201 204 424 850 088 L800] 788 77 12011% 207 344 Loo 428 80 es 78 968 1214 es 122 884 401 60 20 es es 00 800 18001 954 122313 430 41 123226 400 71 612 078 80 828 084 124045 200 452 51 77% 123168 200 76 314 414(1000 88 804 bs 128017 286 668 70 810 127081 804 00 80%% 12888 808 ei 000 18001 786 120000 478 812 92 721 010 130364 546 875 07 131286 484 74 8 0e 132113 418 40 830 66 1330786 167 L400 134016 2515 73 720[300 47 4322 60 Bo 141 46 388 675 9 a 6018 32 12 258 333 79 810 7080 260 05 84 3059 11 21 6dũ 20% 390 802 8014 6% 204 810 046 10004 11014 179 289 757 866 87 928 12313 446 648 235 8 13306 73 99 476 710 60 14115 207 708 878 — 955 172 224 431 622 80 780 9% 18008 214 28 662 -es 632 780 400 17118 248 421 4d 504[4001 76 528 2 1870 82% 6% 18212 501 9 707 913 1000] 20105 84 890 83/ 4 980 21187 218 334 46 5 310(30% 9% 800 80 22083 201 03 844 oh 220 627 240% 2% 400 607 808 881 28178 361 S0 as ds d 984 28214 438 045 os 1800 2731 51 sos eo 2800 o 29s 70 188 30s L800] 13 74 401 lsof 35 LA 637 861 948 5 200030(80 60 168 282 440 618 888 016 8108 82 173 420 800 807 9/756 32103 80 253 718 800 33033 410 24 701 ½ 021 34/8 20% 323 834 038 9 70 940 A 0% Os 187 433 684 28088 331 98 310 111 024 78 714 7½ 842 48101 837 078 90 082 30% 404 848 72 co 86 08 701 8s 20 7 9% 4152 945 802 001 42047 607 94 431% 243 8/7 47 606 740 04g fag 44002 406 6% Jas A041% 484 501 56 82 46002 146 64 250 dT lde] 44 407 19 27 p½ 700 89 097 4701 40 43126 4 717 884 967 88 74 86 300 027 49014 427 4 lep 890 713 810 34 38 8618 à1 5 50525 809 48 51038 110 282 322 407 89 888 03 50 723 001 52068 9 302 713 25 812 53054 113 321 489 524 54003 193 272 649 718 5506 172 280 Bar ggg 18153 84 217 18 8% 43 831 87392 803 97 9% 58322 L400 644 86 861 39046 64 178 404 1300] 80 45 7% 78 5 0% 146 60 ꝗ77 de 810864 220 70 810 8217 7e 3% 834 880 8402 480 84 602 8 79% 4% 89 881 224 414(0% 817 06 808 746 i 22 88000 162 37 686 68 636 670% 688 041 66120 221 578 704 40% G 461 600 724 32 5 691 2 40 71 72 4½e 800 18 68% 78054 27 7409 273 9½ 7 7 70000 410 78 663 77003 14001 220 9s ι 780186 11 820 80 81 776 79070 806 70 805 eee ao 20 go 18 8% 910 81102 0 203 27 520 94 BZο HανẽLj uf 80s 971 804 77 401 846 87 88081 127 311[40 409 641 e 7 L 217 ona Lace Ge: 101(40 208 5 80 8 8717 21 8 4½% 7d Baade 810 74 60 1400 8%s 122 40 40 708 861 00% 28% 41 309 681 94 go] 788 9 10e 148 2%% 40 92214 524 70% 8310 63 77 1000 9 92 415 618(00% 7 7 828 627 547 6 38056 150 236 41 77 348 69 97007 %%/ 14% es 30 882% 060 868 98038 160 25 3 20 620 874 83 944 100122 221 22 660 918 70 90 101074 100 200 2 77 64g 810 2 747 658 102903 287 710 834 926 103818 86 107 57 35/7 624 789 104160 207 304 7686 702% nas s 27 Tao 9 0 711 340 724 84088 242 70 Loo! 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Aehung 3. Kl. 6. Preuss.- Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Aichung vom 1. Zoptember 1915 vormittags. — gleleher Nur die Gewtue uber 144 Mark sind den betrestenden N Nummern in Klammern beigefügt. Ono Gewtkür.)( Fachdruck verboten.) 140 880 484 587 9/79 98 10% ½ 134 4% 942 2058 71 294 229 619 3183 267 544 703 L30001 87 840 42886 8043 142 304 890 98 818 6329 431 914 913 7219 96 705 70 8108 490 506 81 9587 048 600] 701 61 940 10203 11 480 79 650 8 74 11143 524 9860 12070 238 868 79 818 43 939 13057 102 706 806 900 141½% 18030 40 107 16101 4 37 292 336 5777 es 733 846 786 173186 80 020 77 18314 454 69 os 19380 47/2 67/8 908 20542 94 967 80 21227 687 610 28 LsO0 29 708 501 2252 94 551 679 887 088[500] 23197 294 433 L3oo] 24318 28233 71 342 68 410 603 96 718 852 268007 79 85 1/7 210 369 858 762 27113 489 28003 171 520 61 Ga 722 24 811 929 29267 337 446 84 5 769 80 38 49 3015 44 902 31008 382 926 32121 313 872 Lsoo] 992 43021 168 210 634 34301 29 602 12 912 29 38172 374 700 4 810 44 36096 125 247 480 500 es 704 37101 487 901 6 36104% 39318 628 710 40 Laco] sas 027 e 70 888 9% 41021 16 76 201 823 56 919 28 6 42144 243 90 363 67 71 433 766 86 883 Wosz 401 619 903 44004 83 48 161 92 228 900 588 905 217 24 Coo] 387 617 46002 416 61 695 877 95 61 47001 221 80 802 682 1300 840 76 48143 soo! 80 478 686 719 49004 30 32 42 472 870 828 23 86 88 59089 241 412 64 84 833 81084 156 80 433 72 74 898 52029 356 423(300 751 985 53183(300 206 609 707 818 45 54233 512 796 55035 102 300 84 611 029[300] 754 56307 478 568 96 57013 113 882 452[300 558 627 819 53461 510 622 59 77 880 942 59078 80 114 28 6% 211 904(400) 17 38025 24 90 69 828 61107 475 62122 98 548 896 702 40 7 98 63455 98 708 33 804 26 64008 50 250 583 702 32 65240 73 430 73 92 869 6558 754 920 67 68862 86 545 60 574 67025 92 1800] 114 es 90 77 638256 561 800 88089 187 278 817 466 92 888 954 70023 L100 0 2½ e0% 98 74 71104 11 208 31. 888 35 1 724% 880 91% 73283 400 27 730 60 7 52 01 8s 932 75006 325 90 808 808 % einer aaf die J unmme rein den bolden Atollungon I and 11 4224 880 31 812 20 8% 88 76220 811 12 78 401 686 708 77027 388 87 90 728 86 84% 73038 020„ 80 79103 254 340 7 503 68 789 1800 874 05 f 580073 718 948 81189(3000 202 802 644 82043 44 487 66 983 83110 314 804 309 9686 84049 407 928 718 800 L300 32 9 221 11000] 43 56 78 88142 74 4 ses 708 90 87 88075 260 974 873847 437 501 999 88118 89128 247 360 403 33 600 9 12 82 238 808 90234 9 418 732 807 8113 788 92 983 I800] 92118 782 83804 666 708 926 94151 247 366 604 889 95024 2865 880 771 928 96123 341 883 9021 97861 585 929 78 38237 623 9068 96 902 89038 233 417 788 10012 87 89 240 488 82 687 914 101108 200 688 759 958 1020868 240 475 896 103207 386 402 590 038 1047 617 23 105006(1000) 60 21 21 eos 29 84 soo 106281 82 889 107120 20 812 627 655 818 63 108024 4% 70 100108 327 12 922 73 110203 6s 73 610 86 871 901 111100(300 3090 la00] es 112099 128 444 90 500 6 17 840 1130 681 703 974 11404 114 bos 702 20 804 1151711% 4s 03 397% 402 33 1800 64 643 812 116023 6 92 97 2% 422 064 788 874 78 117044 85 100 20 7 92% 11800 421 608 76 756 119238 340 516 19 36 04 903 120113[s 9 42 ge 12101 117 1800] 300 537 630 51 79 6% 122049 198 897 0285 123010 104 287 941 99 452 070 700 80 828 1240185 294 483 648 6086 126247[300] 337 126044 380 70 75 943 127388 L300 814 12884 94 891 120016 67 104 18 74 es 221 304 406 802 016 139030 184 86 89 612 994 131020 40 238 60 380 590(400] 612 768 81 oss 132208 81 96 377 424 34 628 820 916 13307 652 843 918 134008 151 80 559 68 95 801 70 94 978 135309 838 53 99 702 sss 1380 310 32 77 601 706 97, 137122 20 809 526 604 00 138104 828 41 13911 419 44 554 938 140% 8 304 474 886 1421 804 701 9 809 972 142218 357 539 6% 5 143411 723 90 144073 315 429 lago 85 145124, 226 94 634 732 884 148170 322 753 9% 820 42 147067 87 170 489 883 og! 840 973 148163 398 4686 842 754 1000] 1401½ 504 004 731 801 89 1300 150% 239 80 923 68 152189 418 787 183183 408 10 18 64 611 98 932 154004 369 94 733 824 91 15807(300 400 797 156220 688 022 736 624 31 157244 98 158010 41 195 388 459 515 902 139181 95 98 480 886 901 75 18016 90 106(so% 248 3/7 754 818 9861 1810 180 70 9 227 80 fa] 807 79 688 786 986 182081 1400 28 306 72 813 37 69% 880 962[500 183028 114 267 be 81 714 1640 140 843 168242 a0] 346 838 986 188142 50 718 821 167003[300 50 818 820 974 168200 61 870 98 99 981 4 80 889 169008 707 170080 137 474 96 838 48 786 9 217 L000] 402 86 893 802 59 172097 213 35 173526 270 320 501 921 41 1740d0 175078 298 480 771 176186 72 207(3901 321 421 520 71s 177242 64 84 505 50 784 17812 263 88 520 80 1800] 683 770 812 2s 1792/7 378 473 040 18014 334 90 5056 652 924 161201 881 64 o 8s 182179 243 384 007 791 855 183019 238 401 18 704 74 814 45 992 184135 306 500 37 86 925. N N 386 494 780 186169 86 257 434 9 45 09 059 92 109 308 952 188023 189243 380 61 W 19901 79 81 407 43 63 957 181023 282 989 192208 35 761 803 31 978 193229 683 68 300] 707 940 19488 271 382 482 822 894 924 J300 0 80 58 es 195020 188 340 990 196052 817 33 197005 24 f 227 892 624 L400] 788 904 198846 70 408 718[B00] 881 189018 188 916 b 489 600 20024(200 394 882 84 881 76 20108 186 218 354 80 86 802 924 202000 56 234 885 820 61 755 89 81 203014 118 92 232 376 879 778 204031 208048 80 86 171 264 628 208207 888 644 99 207203 7 12 115000] 43 908 67 936 203140 221 636 43 981 209063 188 217 800 788 804 210183 272 300 634 789 806 902 211036 184 901 212189 281 96 681 213207 386 400 543 700 87 21418(300) 201 48 321 57 648 98 897 21508 378 710 64(10g 994 218083 241 482 680 830 217004 250 L500] 218228 886 759 219094 277 469 72 645 9s 732 81 810 978 220087 125 863 8 883 744 801 30 221001 246[So] 868 40 540(5000 81 814 69 222028 288 404 88 678 821 223184 350 78 lO] 409 2. Ziehung 3. Kl.&. Preuss.-Sũddeutsche (232. Königlich Preitss.) Klassen-Lotterie Zlehung vom 11. September 1918 nachmittags. Auf Jede gorogene Nummer sind zwel gleich hohe Ge- Winne gefallen, und zwar je etaer auf die Is glelcher Nummer in den beiden Abtellangen I and 11 Nur dle Gewinne über 144 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Obne Gewühr.) Nachdruck verboten.) 38 60 186 234 466 64T 808 80 es 78 731 33 940 71 1271 504 928 2006 17 729 962 3012 45 112 52 819 88 922 4528 6586 76 79 92 760 809 916(400 5116 98 330 76 472 839 763 906 93 6042 82 193 258 89 445 564 691 732 43 975 7489 718 35 8286 332 786 dss 98 813 90 9290 406 778 600 33 1002 343 513(80% 687 11025 1400] 147 76 699 836 65[S000] 12003 6 29 210 357 87 97 833 13038 90 152 217 407 508 63 742 884 14073 137 303 550 15080 301 414 16 801 70 16017 702 17044 539 738 74 830 77 79 98 18104 22 270 682 96 838 914 19123 691 813 20027 675 949 21709 918 220586 168 248 68 323 50 98 817 23431 53 668 88 849 24242 317 73 737 25008 64 873[800] 528 602 388 88 93 26236 27303 995 28240 393 478 810 19 29021 127 410 697 736 30040 44 51 83 245 324 478 ee 727 72 31040 4 257 350 581 921 32078 430 70 85 781 879 33256 34580 878 9 38047 413 618 901 38124 54 805 13 37010 112 78 829 836 38137 331 641 68 765 812 918 39010 93 268 91 377 80 905 40010 1% 65 881 940 89 4180 304 481 86 655 708 65 822 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Kriegs⸗Anleihe. 588 Maschinenschreiben Stenographie alle Handelsfächer erlernen Sie mit Erfolg nur in uns. Fachschule. Hermes Lehr Institut West-Anl. 51, Bahnholst. 48 Kanarienvogel entflog. Wiederbr. Belohn. Gutmann, West⸗Anl.31.(5 Verloren ein goldener Ring mit lila Stein in der Marktstraße, Schulstraße od. Neuen Bäue. Gegen gute Belohnung ab— Amiiiehes Die Ausführung einer Wasser⸗ leitungsanlage auf Bahnhof Dillenburg soll öffentlich ver- dungen werden. Es werden ewa 900 m Leitung gelegt, wobei rund 740 m Rohre zu liefern sind. 5 Bedingungen und Zeich⸗ nungen liegen im Bureau der Bauabteilung zur Ein⸗ sicht aus. Angebotshefte sind zum Preise von 80 Pfg. für das Stück gegen vorberige vortofreie Einsendung des Betrages(nux Postanwei⸗ sung) ebendaselbst z beziehen. Die ausgefüllten Angebots⸗ hefte sind bis zumEröffnungs⸗ lermin am 27. September d. J. vorm. 11 Uhr, bei der unter⸗ zeichneten Bauabteilung ein⸗ zuxeichen. I 7304id Die Zuschlagsfrist betrügt Wochen. g Eisenbahn-Bauabteilung Dillenburg. Zurkanglisierung der Miet⸗ wohnbäuser in der Budde⸗ straße in Gießen soll die Her⸗ slellung der Steinzeug und Zementrohrleitungen mitden dazu gehörigen Erd- und Maurerarbeiten vergeben werden. Die Bedingungen und Angebotsmuster können bei dem unterzeichneten Amte eingeseben und— soweit der Vorrat reicht— für 0,60 M. bezogen werden. Die Ent⸗ wurfszeichnungen liegen bei der Babnmeisterei 4, Gießen, Frankfurter Straße 20, zur Einsicht auf. Die Angebote sind mit entsprechender Auf⸗ schrift versehen und versiegelt einzusenden. Sie werden am 20. September 1915, vormit⸗ tags 11 Ubr, geöffnet. Zu⸗ schlagsfrist 8 Tage. Voll⸗ endungsfrist 3 Monate. ig Gießen, den 8. Septbr. 1915. Großberzogliches Eisenbahn⸗Betriebsamt 1. Die Erd⸗Maurer-Asppalt⸗ Staker-, Schmiede- u. Eisen⸗ arbeiten zur Erbauung eines Zweifamilien⸗Wohnhauses nebst Nebengebäude a. Bahn⸗ hof Stockheim(Oberbessen) sollen öffentlichvergeben wer⸗ den. Angebotsmuster sind, so⸗ weit der Vorrat reicht, zum Preise von 1.80 Mk. bei dem Großh. Eisenbahnbetriebs⸗ amt 1, Gießen, erhältlich und können auch von da nach Ein⸗ sendung des. einschl. Porto u. Bestellgeld bezogen werden. Zeichnungen werden nicht abgegeben, liegen jedoch beidem unterzeichneten Amte zur Einsicht aus. Verding⸗ ungstermin am 27. Septbr. 1915,11 Ubr vorm. Zuschlags. frist 4 Wochen. 73151 Gießen, den 10. Sept. 1915. Großb. zugeben Tiesenweg 5. wos! Eisenbabn⸗Betriebsamt 2. Bremer Bõ Beachten Sle „Jedem d das Original aller Rote Banderole u. Kennwort Eigenes deutsches Erzeugnis rsenfedern dle Packung: as Seine“ gesichts ausschlag, Pickel, Mitesser, Flechten ver⸗ schwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zucker's Patent-Medi- zinnl-Seife(in drei Stär- ken, à 00 Pf., M. 1.— u. M. 1.50) abds. eintrockn, läßt. Schaum erst morgens abwaschen u. mit Zuckooh- Creme 60 und 75 Pf.) nachstreichen. Groß⸗ artige Wirkung, v. Tausenden bestätigt. Zu haben in der Univers.⸗Apotheke, Hirsch⸗ Apotheke, bei Aug. Noll, C. Seibel, W. Kilbinger, O. Schaaf. E. Karn, Ernst Noll u. W. Schrader, Otto Winterboff Kreuspl., Drog. 14181 5 5 5 85 4 Cu Alg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle für Frauenberufe. Frauen u. Mädchen er⸗ balten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14 Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten im alten Rathaus Markt⸗ platz 14 Mittwoch abends von 7—9 Uhr. 0 Kieler Bücklinge Kieler Sprotten geräuch. Schellfische geräuch. Lachs sind eingetroffen bei: Lobrg Wallentess Marktplatz 21, gegenüber der Engelapotheke. 7331 Zöpfe! Dreher, Haar-Uhr- ketten, Toupels, Scheitel und Ferscken werden billig angefertigt. Zöpfe werden gefärbt. Damenkopfwaschen mit Frisur 1 Mk. 1783¹4 H. Tichy, Seltersweg 43 Ecke der Goethestraße. 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Arbeitervereins“ Fertan and kitten um rech ea, ell Federn, Hutblumen Flügel, Reiher ee. 1 7 i, 2 Frau M. Maumann. Sammete, Plüsche, Bänder/ Vornehme eingetr. 0 t mit t ft t. 1 1 0 ae ele e K onserven 0 ä er n be 5 am Dienstag, den 14. September l. J., abends 5 il 1 87 uhr,. Unibersttäte-Nula Kut E 3 0 1 Hüten un Marvei ungen sehr g 19 findenden Vortrag des f Dr. Skalweit 5 2 lber die nene Keiegbentelbe sanfnerfn“ Ladung Reginagläser 8 machen. Im Interesse der Sache bitten wir um eingetroffen. 1 E m weg 36 recht zahlreichen Besuch. 6s b] Ladung Universalgläser Der Vorstand der Baugenossenschaft trifft morgen ein. des evangel. Arbeitervereins zu Gießen eingetr.. mit 17 Haftpflicht. Langaw-ò²iederstein. 0 Haas. Obstversteigerung. Achtung! 1 8 den 5. 99 Größte Auswahl w Billigste Preise Verkaufe Dienstag am Eingang vom Botanischen] 10 Uhr, wird das Obst zu Forsthaus Baumgarten Obstv ersteigerung. 1 Vereine ö 5 nern eee bei Schiffenberg versteigert. Freitag, den 17., und Samstag, den n Einnach⸗, Salat-, Eeuf⸗ und große Zuckergurken Forsth. Baumgarten, den 13. September 1915. 18. September d. Is., jedesmal von 9 Uhr E i 1 2 1 Bügel 1 W os Menges. morgens an, soll das hiesige Gemeindeobst, be⸗ vange[Scher stehend in sehr großen Quantitäten la. Tafel⸗ 1— und Kelterobst, öffentlich meistbietend versteigert Arheiterverein. werden. Wir bitten unsere Mit⸗ Anfang Freitag am Neustädter Tor, Samstag glieder, die am Dienstag, eee— e Grünberg, am 11. September 1915. VBersammlung über die Neue Leelderssone 2 dus ff Frege Großh. eee e Grünberg. 150„ cgs- Ace 0 Obftwersteigerung. a ee Mittwoch, den 15. Jul das d d. 85 0 118 l 1 vormittags 9 Uhr an, soll das der emein e Saasen gehörige Obst, bestehend in größeren Mengen Delalliston- erein, Tafel. u. Kelter⸗Aepfeln, Birnen und etwas Zwetschen‚ Wir ersu e e versteigert werden. Zusammenkunft im Ort. glieder, den am 14. Sept., Saasen, den 8. September 1915. abends 8“ Uhr. in der Aulg Großh. 1 Saasen. Ern. Bref e Skakweinber 3 24, Die neue e Obstversteigerungg Meyerhoff& boslar Kreuzplatz 13 Winnerod. F. F. Montag, den 13. d. Mts. Donnerstag, den 16. d. Mts. W Beginn 9¼ Uhr vormittags am Hof. an Ttenteng. uch 8% fg 7 am Turmbau! 7 Ludwig Clemm. Das Kommando.