8 Der Sießener An erscheint täglich, 1 5 Soimags.— Beilagen: dermal wöchentlich Gießener gamiliendlätter; zweimal wöchentl. Rreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal Monatl. cand⸗ 5 0 wirtschaftliche zeitfragen 7 le⸗Chateau unsere Württemberger und Lothringer Regi⸗ gene und erbeutete 10 Maschinengewehre. 0 75—* 0 Nr. 21 25 85 Jernsprech- Anschlüsse: — 2 jährl. Mk. 2.20; durch 14 Abhole- u. Zweigstellen 25 monatl. 65 Pf.; durch 9 die Post Mk. 2.— viertel ⸗ 5 jährl. ausschl. Bestellg. 2 Zeilenpreis: lokal 15 Pf., 7 ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Annahme von Anzeigen richtssaal: Otto Braun; 165. Jahrgang Freitag, 10. September 1015 Verantwortlich für den für die Tagesnummer A Bezugsp re 3 politischen Teil und das bis vormättags 9 Uhr. Rotationsdruck und perlag der Brühl schen Univ. Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. deen Anzeigenteil. monatl. 75 Pf., viertel⸗ ür die Schriftleitung 112 0 a Lede e t 2 22 Feuilleton: Aug. Goetz; Adresse für Drahtnach⸗ ne 1 E r er E en für Stadt und Land, richten: Anzeiger Gießen.* Vermischtes und Ge⸗ Beck, sämtlich in Gießen. N 5 Dubno erobert Ein Erfolg in den Argonnen. Neuer Angriff von Seppelinen auf London. r) Croßes Hauptquartier, 9. Sept.] Franzosen in den Irgonnen. Ein Sturmangriff der] Außer ungeheuren Verlusten an Toten und Verwundeten verloren lich. 7 Württemberger und Lothringer hat zwar nicht die feind⸗ die Deutschen mehr als 300 Offiziere und 8000 Mann (Amtlich.) N. 7 b 9 Lothringer hat z feind. 1 ö 301 Westlicher Kriegsschauplatz. liche Front förmlich durchbrochen— das war wohl auch an Gefangenen. Außerdem nahmen wir ihnen anonen, 5 ee 5 ie Ahfi AN. eiche im West⸗ darunter 14 großen Kalibers, viele Maschinengewehre, Munitions⸗ In den Argon nen brachen nordöstlich von Vienne kaum die Absicht— aber die französische Stellung** wagen und andere Kriegsbeute fort.(Schon gestern ist durch den teil der Argonnen erheblich geschwächt. Abgesehen von der deutschen Heeresbericht darauf hingewiesen worden, daß diese Nach⸗ Erstürmung eines zwei Kilometer langen Schützengrabens richt gänzlich unzutreffend ist.) Nach kurzer Verfolgung nahmen wurden mehrere Stützpunkte, darunter das Marie Therese unsere Truppen ihre vorherigen Stellungen am Sereth wieder ein. genannte Wert, in unsere Hand gebracht, über 2000 Ge⸗ Als der Zar den Bericht von der dem Feinde beigebrachten fangene und beträchtliche Beute gewonnen. Niederlage erhielt, befahl er, unseren tapferen Truppen—seine Die Stunde des großen deutschen Angriffes an unserer] Freude und seinen Dank für die errungenen Erfolge und die dem Westfront ist noch nicht gekommen, und trotzdem wird dem] Feinde beigebrachten schweren Verluste auszusprechen Weiter füd⸗ Feind gezeigt, daß wir 8 Franzosen gegenüber uns nicht lich in der Gegend von Trembowla warfen wir den Feind am Fe aß F ben 7 September aus einer Reihe von Dörfern und machten über auf bloße Defensive zu beschränken brauchen. Diese geben 40 Offiziere und— bis jetzt— 2500 Soldaten Gefangenen übrigens in ihrem neuesten Bericht den deutschen Ersolg zu, wir 3 5 i eee übrigens i 0 t 0 ben] wir erbeuteten weiter 3 Kanonen und etwa 10 Maschinengewehre. den sie mit dem Triumph abschwächen zu können glauben, Zwischen dem Dnjestr und dem linken ufer des unteren daß es uns nicht gelungen sei, ihre Front zu durchbrechen. Sereth gingen die Oesterreicher im Laufe des 7. September in Wir haben schon gesagt, daß es der deutschen Heeresleitung der Gegend des Dorfes Woniatynzo zum Angriff über: durch einen schwerlich eingefallen war, zu einem solchen Vorhaben vor- Flankenangriff eines unserer Bataillone wurde die Offensive des zeitig ihre Kräfte zu verzetteln. Der Schwerpunkt unserer Feindes zum Stehen gebracht. Wir nahmen den Oesterreichern Unternehmungen liegt noch in Rußland, denn dem Zaren 11 Offiziere und mehr als 1000 Mann nebst einigen Maschinen⸗ als neuen Gegner Hindenburgs muß der gebührende Emp⸗ gewehren ab. Das glückliche Entkommen unserer Armeen aus fang bereitet werden. 7 menter zum Angriff vor. Die durch Artillerie vortrefflich unterstützte stürmende Infanterie setzte sich auf einer Jronthreite von über zwei Kilometern und einer Tiefe von 300 bis 500 Metern in den Desitz der feindlichen Stellungen und mehrerer Stützpunkte, darunter des von den Franzosen vielgenannten Berges Marie-Theérsse. 30 Offiziere. 1999 Mann murden gefangen genommen, 48 Maschinen⸗ gewehre, 54 Minenwerfer, eine Revolver⸗ kanone erbeutet. Während der Nacht von vorgestern zu gestern wurden die Londoner Docks sowie die sonstigen Hafenanlagen und deren Umgebung ausgiebig mit Spren g⸗ und Brandbombenbelegt. Die Wirkung war recht befrie⸗ digend. Unsere Luftschiffe sind trotz heftiger Beschießung ahne jeden Schaden zurückgekehrt. . Deutsche Flugzeuggeschwader griffen Nancy an. 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls einer schwierigen Stellung aus dem vorgeschobenen, vom Feinde umfaßten Kriegsschauplatz an der Weichsel fängt an, Ergebnisse zu zeitigen, die sich zunächst in Teilerfolgen zeigen. Die Eroberung von Dubno. * 4* Der österreichisch⸗ ungarische Tages bericht. 4 v. Hindenburg W f 8 2 N Berlin, 10. Sept. Zu der Eroberung der Festung Du bno 8 8 2 1 0 ien, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 5 5 8 3 1 on der er bis westli lita keine we f r- 1 S g 1 schreibt der„Berliner Lokalanzeiger“: Mit Dubno ist die zweits j Off 8 estlich O an dein sentliche Be verlautbart: 9. September 1915. Festung des wolhynischen Festungsdreiecks in die Hände der Ver⸗ Russischer Kriegsschauplatz. Iwischen Jesiory und dem Niemen wehrt sich dern Unser Angriff in Wolhynien schreitet fort. Gestern Gegner hartnäckig. Unsere Truppen nähern sich Slidel. Süd⸗ 2 17 1 171 5 Weng dne die lg a der end der Kiepert ge puch ub der wee un 9 Rückzug hinter die Zelwiankg. Auf dem Wustufer hälten nur Festungsdre ie cs, ist genommen. In die Stadt ist ane nu rende Pe har eve macte 10 Pefan⸗ gestern nachmittag österreichische Landwehr Kavallerie ein⸗ gerückt. Die flußaufwärts liegenden Sperrforts sind in unserem Besitz. Die Armee des Generals Böhm⸗Ermolli ist an der oberen Itwa und über Nowo⸗Alelsinier vorgedrungen. Die russischen Kräfte, die im Raume westlich von Trem⸗ bowla über den Sereth vorgebrochen sind, wurden größten⸗ teils wieder zurückgeworfen. In den Kämpfen, die hier gegen feindliche Ueberzahl stattfanden, griffen deutsche Garde⸗ Bataillone unter dem Obersten v. Leu besonders erfolgreich ein. Am unteren Sereth und am Dujestr herrschte verhältnismäßig Ruhe. Bei der gestern berichteten Erobe⸗ rung der feindlichen Stellung von Nowo⸗Siolka⸗Kon⸗ stiukowa hatte im Kampf zu Fuß die von Feldmarschall⸗ leutnant v. Brudermann geführte Kavallerie hervorragenden Anteil. Von den im Jasioldagebiet kämpfenden österreichisch⸗ ungarischen Streitkräften gewannen Teile Michalin süd lich von Rozany. 8 Italienischer Kriegsschauplatz. Im Raume von Schluderbach vertrieben unsere Truppen schwächere feindliche Abteilungen, die gegen unsere Popena⸗Stellung vorfühlten, durch Feuer. Ebenso wurden zwei italienische Kompagnien, die im Paralba⸗Gebiete einen unserer Stützpunkte angriffen, zurückgeschlagen und feindliche Patrouillen, die den Monte Eiadenia ersteigen wolften, abgeschossen. b Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht. Petersburg, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die gestrige Mitteilung des Großen Generalstabes besagt: An der Front Riga Dünaburg ist die allgemeine Lage unverändert. Ein Versuch der Deutschen, am 7. September in der Umgegend der Bahnstation Groß ⸗Eckau und Neugut vorzudringen, wurde zurückgewiesen. Ter Kampf an dem Flusse Lavutz(2 Daubse 7) dauert an, um besser gedeckte Stellungen einzunehmen, entfernten sich unsere Truppen ein wenig vom rechten Flußufer. In der Richtung auf Dünaburg nur kleine Vorpostengefechte. Auf den Straßen nach Wilna keine wesentlichen Veränderungen; gegen die Durchgänge zwischen den Seen in der Gegend von Nowh Troki, welche unsere Truppen besetzt halten, richteten die Deutschen ein heftiges Geschützfeuer mit Stickgasgeschossen. Bei dem Flecken Orany machte der Feind am 7. September einige Angriffsver⸗ suche. In der Richtung auf Grodno dauern hartnäckige Angriffe der Deutschen in der Gegend der Eisenbahn und bei dem Bahnhof von Druskeniki und bei Skidel an; in dieser letzteren Richtung warfen wir den Feind zurück, brachten ihm große Verluste bei und machten einige Dutzend Gefangene. Südlich vom Niemen macht der. Feind in der Gegend von Wolkowysk zu beiden Seiten der nach Slonim führenden Eisenbahn außerordentlich hartnäckige Angriffe. An den Straßen von Luck nach Raunp keine Veränderung. In der Umgegend von Dub no und Kremenec bezogen wir neue Stellungen am Oberlauf der Flüsse Ikwa und Gpryn. 5 ö 0 In Galizien trugen wir bei Tarnopol am 7. Sept. einen großen Erfolg über die Deutschen davon. Nach An⸗ gaben von Gefangenen bereiteten die dritte Gardedivision und die 48. Reservedivision der Deutschen, verstärkt durch eine österreichische[ zehn kleine Wohnhäuser wurden zerstört oder ernstlich beschädigt, Brigade und zahlreiche schwere Artillerie sich seit mehreren Tagen eine große Anzahl Türen und Fenster zertrümmert. An mehreren eifrig auf dinen entscheidenden Angriff vor, welcher auf die Nacht] Stellen brach Feuer aus, das sofort gelöscht wurde. Sonst wurde zum 8. September angesetzt war. Unsere Truppen kamen dem kein ernstlicher Schaden angerichtet. Folgende Unfälle werden Feinde zuvor und ergriffen die Offensive. Nach einem hartnäckigen] gemeldet: Getötet wurden zwei Männer, drei Frauen und fünf ampfe am Boljonkaflusse gegen Abend des 7. September wurden Kinder; verwundet 13 Männer, 16 Frauen und 141 Kinder: ein. die Deutschen vollständig geschlagen. Am Ende des Mann und zwei Frauen, die wahrscheinlich unter den Trüm⸗ 3 4 4 Kampfes eröffnete der Feind jedoch nach Aussagen unserer Truppen! mern begraben sind, werden vermißt, alles Zivilpersonen mit tene plamnäßige Vorrücken aller Heeresgruppen an der ein. Geschüz feuer von außerordentlicher Heftig] Ausnahme eines Soldaten, der verwundet wurde. Ostfront meldet, bereitete uns eint besondere Freude durchskeit: mur die Unmöglichteit, mit einent gleich starken Feuer zu] London, 9. Sept. WTS. Nichtamtlich) Das Presse⸗ t von einem sehr glückl. 1 Vorstoß gegen die erwidern, verhinderte uns, den erreichten Erfolg auszubeuten.] bureau teilt mit: Bei dem letzten Zeppelinangriff auf bündeten gefallen, nachdem Luck bereits früher nach kurzem Kampfe genommen war. Der Fall von Dubno ist insofern von Bedeutung, alß er den von Rowno nach sich ziehen dürfte. Mit dem Weg⸗ fall des Schutzes, den diese drei Festungen dem rechten Flügel der noch in Ostgalizien stehenden russischen Heeresteile zu geben vermochten, ist aber auch ein beschleunigter Rückzug der Russen aus Ostgalizien zu erwarten. Das Ringen um Ostgalizien. Berlin, 10. Sept. Ueber das Ringen um Ostgalizien bringt die„Vossische Zeitung“ einen Spezialbericht, aus dem hervorgeht, daß die Offensive der Verbündeten langsam, aber stetig vorwärts schreitet. Am Sereth richteten sich besonders gegen die Verbände der Arntee Bothmer außerordentlich heftige Stöße. Es waren schwere Augenblicke. Tag und Nacht hielten die Verteidiger in den zusammengeschossenen Gräben stand Kaun⸗ war ein Angriff abgeschlagen, so fluteten wieder neue Massen heran. In erbittertem Kampfe, in dem sich besonders die Garde⸗ Brigade aus zeichnete, wurden die Russen in ihre alten Stellungen zurückgeworfen und das Serethufer wieder erreicht. Die japanischen Kriegslieferungen. Lyon, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nou⸗ velliste“ meldet aus Tokio: Man arbeitet mit verdoppel⸗ ter Kraft an den Kriegsmateriallieferungen für Rußland. Die schweren Geschütze der Befestigungen an der Nordküste von Japan mit den Bedienungsmannschaften und Munition wurden nach Rußland gesandt. Der russische Abnahmeausschuß übernahm in Korea 40000 Paar Stiefel, 30000 Kisten Munition und viel Material. Eine japanische Zellstoffgesellschaft lieferte 440 Tonnen Schießbaumwolle. Die Staatsfabriken arbeiten Tag und Nacht an der Her⸗ stellung von Gewehren. Der Kriegsminister beschloß, die Ge⸗ wehrbestände in den Arsenalen von 500 000 auf eine Million zu erhöhen. 0*** Der Angriff auf London. Berlin, g. Sent.(WTB. Amtlich.) Unsere Marine⸗ Luftschiffe haben in der Nacht vom§. zum 9. September den Westteil der City von London, große Fabrik⸗ anlagen bei Norwich, sowie die Hafenanlagen und Eisenwerke von Borough mit gutem Erfolg angegriffen. Starke Expla⸗ sionen und zahlreiche Brände wurden beobachtet. Die Luft⸗ schiffe wurden von feindlichen Batterien heftig beschossen und sind sümtlich wohlbehalten zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der englische Bericht. London, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Pressebureau teilt mit: Feind⸗ liche Luftschiffe suchten gestern nacht die östlichen Graf⸗ schaften und London heim und warfen Bomben ab, durch welche Brände und Unglücksfälle verursacht wurden. London, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Pressebureau meldet: Drei Zeppe⸗ line suchten in der letzten Nacht die östlichen Gr afschaf⸗ ten heim und warfen Bomben ab. Abwehrkanonen feuerten auf fie; Flugzeuge stiegen auf, fanden aber die Luftschiffe nicht. Fünf⸗ Herbe des Generalfeldmarschalls rinzen Leopold von Bayern. Auch hier ist die Zelwianta an den meisten Stellen] unter Kämpfen mit feindlichen Nachhuten erreicht. Südlich van Rozana ist der Uebergangüber die Rozanka erzwungen. Hesterreichisch⸗ ungarische Truppen gehen weiter durch den Wald nordöstlich von Siele vor. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Bei Chomsk ist das Nordufer der Jasiolda gewonnen. Durch unser Vorgehen F gezwungen, räumte der Geqgnet seine Stellung bei Bereza⸗Kartuska. Zwischen dem Sporowskie⸗See und dem Dnjepr—Bug⸗Kanal haben wir weiter Boden gewonnen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der füdlich von Ost row über den Sereth vorgedrun⸗ gene Feind ist auf seinen Nordflügel zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung. *** Wir sind heute in der Lage, jenen russischen Bericht über angebliche Erfolge in Ostgalizien wiederzugeben, auf den der deutsche Tagesbericht vom 8. d. M. Bezug genom⸗ men hatte. Die deutsche Heeresleitung bezeichnet die lang⸗ atmige Darstellung als„freie Erfindung“:„Kein deut⸗ scher Soldat ist auch nur einen Schritt gewichen, kein Ge⸗ schütz oder Maschinengewehr ist in Feindeshand gefallen.“ Was es bei diesen Kämpfen auf sich hatte, wird durch die kurzen Sätze im deutschen Bericht festgestellt:„Russische Angriffe bei Tarnopol sind abgeschlagen. Weiter südlich in der Gegend westlich von Ostrow ist ein Vorgehen des 3 durch den Gegenstoß deutscher Truppen zum Stehen gebracht.“ a Die Lügentaktik der Russen scheint mit der Uebernahme des Oberbesehls durch den Zaren fortan in ganz besonders eifriger Weise gemästet werden zu sollen. Die Untergenerale wollen ihrem Oberfeldherrn Freude machen und ihm seinen Soldatenstolz steisen. Für die Soldaten dagegen bedeuten die uch geradezu Peitschenschläge. Mit Geknall und Zurufen sucht man den im Sumpf steckenden Wagen, auf dem der kaiserliche Kutscher zögernd und ä stlich Platz genommen hat, wieder flott zu machen. Aber Aigen haben bekanntlich kurze Beine, und die Rettungslosigkeit der russischen Läge wird heute durch unsere neuesten Nachrichten wieder neu erwiesen. Dub no, der zweite feste Punkt des wolhynischen Festungsdreiecks, eine Stadt von über 11000 Einwohnern, Garnison eines Jufauterie⸗ und eines Dragonerregiments, ist von unseren Verbündeten besetzt worden, und zweifel los werden auch die von den Russen noch gehaltenen letzten . brochen. Diese Stadt liegt in der Nähe der Bahn Kowel— Rowno und ist von Rowno nur etwa 20 Kilometer entfernt. Die Armee des Vue Puhallo, die von Luck her, und die des Generals Böhfn⸗Ermolli, die von Brody 25 vorrückten, werden der aufgeflackerten falschen Sieges reude des Zaren bald abzuhelfen wissen. Der neueste deutsche 8 der uns das wei— ichrich die östlichen Grafschaften und den Londoner Bezirk wurden 20 Per- Athener Korrespondent des„Corriere della Sera“ berichtet ist zu 1 es werde bei langerer Da 8 g 5 1 14 e e 1 25 leicht verletzt; alles sind über den Depeschenskandal: Außer dem Telegraphen⸗ nicht mehr 1177 7 55 sein, eine zuverlässige und schnelle R Zivilpersonen mit Ausnahme von vier Soldaten, von denen einer beamten Le gakis wurde auch die Frau des Telegraphen⸗ sprechung mit den verfügbar ebliebenen n gewähr⸗ getötet und drei verwundet wurden. beamten Petrizzopulos, der die Depeschen an den leisten. Jede auch mur geringfügige Störung oder Verzöge⸗ rung der Rechtspflege müßte notwendig nachteilige Rück⸗ wirkungen auf das Wirtschaftsleben ausüben. Um solchen Beeinträchtigungen, die in der jetzigen Zeit von besonderem Nachteil sein würden, vorzubeugen, hat der Bundesrat am 9. September auf Grund des 8 3 des Erm ungs⸗ 8 Vurnalit verkauft hat, sowie 5 1 5 Journalist Mation verhaftet. Petrizzopulos erklärte Der deutsche Sieg in den Argonnen. Kopien der Telegramme Papas übergeben zu haben, um den Berlin, 10. Sept. Ueber den siegreichen Angriffssortwährenden eldforderungen seiner Frau nachkommen der Deutschen in den Argonnen erfährt das„Berliner zu können. 8 Tageblatt“ durch seinen Korrespondenten Kellermann: Die unter Die Auseinandersetzungen mit Amerika. esetzes eine Verordnung zur Entlastung der Ge er⸗ 5 Führung des Generals von Mud ra stehenden Truppen haben 9 8 N 3 n Ri i Meld des lelßen, die für das Gebiet des bürgerlichen Streitvers 5 FJuührung n 5 London, 9. Sept.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des eine Reihe Vereinfachungen und Erleichterungen vorsieht. wiederum einen glänzenden Erfolg errungen. Die Zahl der er-] Reuterschen Büreaus, Die„New Pork Tribune“ erklärt: Als der Insbesondere wird für Verfahren vor Landgerichten wie por re 1 1. 7—— 8 3 570 1 Amtsgerichten ein notwendiges Mahnverfahren eingeführt, 5 Stunde zu Stunde. Es handelte sich darum, die in unsere Linie] ungaris en Untertanen dazu zu bewegen, ihre Arbeit 2 Ab ahl der mündlichen Verhand ngen bogenförmig vorgetriebene Stellung des Feindes über Hubertus⸗ Muünitionsfabriken einzustellen, hatte der deutsche Botschaf⸗ Zah 9 ter Graf Bernstarff bereits eine ähnliche Arbeit unter den Das Verfahren vor Amtsgerichten soll durch Ausgestal⸗ rücken—Charmbachtal und Houvett⸗Mulde, das sogenannte Werk Deutschen begonnen. Vor mehr als Monatsfrist erhielten die deut⸗[tung des Sühneve rfahrens und Vereinfachung des Marie Therese, einzudrücken. Der Feuerangriff war auf 8 Uhr f schen Munitionsarbeiter die Meitteilung, daß eine derartige Arbeit Verfahrens in geringfügigen Streitsachen entlastet werden. morgens angesetzt, der Sturm auf 11 Uhr vormittags. Um 8 Uhr das deutsche Gesetz verletze und die, welche damit fortführen, die u diesem Zwele wird den Amtsgerichten Anstellung eines setzte ein wahres Höllenfeuer auf die feindlichen Gräben ein, wie] Folgen zu tragen hätten, während denen, die davon abließen, 1 g f a Sühneversuchs zur Pflicht gemacht. Zugleich werden Sachen * 1 8 geholfen werden würde. In den Zeitungen des ganzen Landes 1 D 1 5 115 man es noch nie hörte, weder bei pern, noch bei Arras. Das uren An vers fen licht, in denen die Deutschen aufgefor⸗ A5 1 0 Streitwerte e 1 a bolle Donnerwetter krachte bis um 11 Uhr vormittags; dann dert werden, solche Arbeitsstätten zu verlassen und ihnen, wenn sie klagesachen auf Kostenerstattungspflicht beschränkt. * i ie T g Mi ühnhei ie. Arbeit niederl Geld und gute Stellen in friedlichen In⸗lässigkeit von gewissen Rechtsmitteln, insbesondere Berufung r ee r in Hes gegen Endurtelle wird durch einen ben Betrag von 50 Mark Todesverachtung der Argonnenkämpfer stürzten sich württem⸗ dustrien versprochen würden. 9 K Der Gewerkschaftskongreß in Bristol. übersteigenden Wert des Beschwerdegegenstandes bedingt. 5 1 2 n 0(dung.“Einige weitere Neuerungen der Verordnung hinsschtlich der ee kongre 87 nahm mit 600 Urteilsfindung, Darstellung des Tatbestandes im Urteil 1 gegen sieben Stimmen eine Entschließung an, in welcher er sich Urteilsausfertigung sind von deter e 25 verpflichtet, die Regierung soviel wie möglich zu unterstützen, um deutung. Namentlich für die Verhältnisse in Groß⸗Ber in, den Krieg mit Erfolg fortsetzen zu können. Das Mitglied des aber auch anderwärts, beachtlich ist die Vorschrift, nach der Unterhauses Seddon erklärke, der Krieg sei gerechtfertigt, wenn nf im Verfahren vor Landgerichten ein Rechtsstreit bei N tä N ö bergische, reichsländische und preußische Regimenter auf den Feind. Um 11 Uhr 30 Minuten kamen die ersten Siegesmeldungen aus den eroberten Gräben. Trotz wütender Gegenwehr und tollen Feuerns wurde der Feind überall geworfen und nach 0 12 Uhr war die vorgeschriebene Linie schon erreicht und sogar üüůberschritten. Die ersten Gefangenen machten einen vollkommen 8 erschöpften Eindruck. Dank einer bis in die letzten Einzelheiten geleiteten sorgfältigen Vorbereitung waren unsere Verluste gering. r auch nur zehn Prozent der Berichte über die Unmenschlichkeit, Unzuständigkeit der angegangenen Berichte durch Beschluß Raubsucht und Zerstörungswut der Deutschen wahr seien. Kapi- an das zuständige Gericht verwiesen werden kann. Die Ver⸗ talistisch sei der 9 9 nicht. a R„ordnung, die der späteren Neugestaltung des bürgerlichen 1 5 75 15 5 n He 125 7 1— Streitverfahrens nicht vorgreifen soll, vielmehr 8 die die Webroflicht dauekte 11, Stunden. Die Redner sprachen Zeit der durch den Krieg ge chaffenen besonderen Verh 117 sich einstimmig gegen die Wehrpflicht aus und bekämpften nament⸗ gedacht ist, tritt am 1. Oktober 1915 in Kraft. Die amtliche lich den Pressefeldzug. Präfsdent r sagte, man solle die Begründung wird im Deutschen Reichsanzeiger veröffentlicht Nation nicht in einen großen Konflikt treiben, der in einem werden. 5 5 Augenblick, in dem die nationale Einheit wesentlich sei, das Volk 3 10 5 5 5 sralten würde. Der Delegierte Shaw erklärte, die Northeliffe⸗ Berlin, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Der Bun⸗ presse beschmute das eigene Nest. Dergleichen wäre in Deutschland[des rat beschloß in seiner heutigen Sitzung§ 16 gb. 2 1 unverständlich, Jeder Deutsche, ob Konservativer oder Sozial⸗ der Verordnung über die Regelung des Verkehrs mit Ha⸗ demokrat, spräche von Deutschland als einem Lande, das an der fer vom 28. Juni 1915 folgende Fassung zu geben:„Je⸗ Spitze der Nationen marschiere Ein Redner sagte, auch wenn die doch dürfen Kommunalverbände von den zu diesem Aus⸗ e S en ng bag wäre es Pflicht 1 leich bestimmten Mengen in besonderen Fällen unter ent⸗ rbeiter, ihre Kraft und ihren Einfluß dagegen einzusetzen. Die A. 8 g 5 1 Entschließung, die sich für das freiwillige System 110 gegen sprechender Kürzung die auf Einhufer öder Zuchtbullen den Eressefeldzug für die Wehr licht erklärt, würde entfallenden Mengen auch an Besitzer von anderen Spann⸗ einstimmig angenommen und sosorf Asquith, Lloyd George und Zuchttieren Hafer abgeben und einzelnen Einhufern und Kitchener telegraphisch mitgeteilt. Ein Zufatzantrag, oder Zuchtbullen größere Mengen Hafer zuweisen.“ Ferner der die Einberufung eines neuen Kongresses vorschlägt, falls die 5 5 92 05 ö N be te der Bundesrat gemäß 8 6 23 und 8 10 Regierung die Wehrpflicht einführen wollte, kam nicht zur Ab⸗ fm 17 8 bag? 951 Der französische Bericht. Paris, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: 3 ie Nacht war durch einige Artilleriekämpfe in Bel⸗ gien, nördlich von Ppern, im Artois um Arras, im Gebiete bon Rone und dem Plateau zwischen Oise und Aisne gekennzeich⸗ niet. An mehreren Frontstellen der Champague zwischen Reims und den Argonnen waren Kämpfe mit Bomben, Gewehr⸗ seuer und Eingreifen der Artillerie ohne Infanteriegefechte. In den Argonnen heftiges Geschützfeuer im Abschnitte von La Ha⸗ kLlazce. Ziemlich lebhafte Kanonade im Nord⸗Woevre. Die Nacht verlief an der übrigen Front ohne Zwischenfall. Fünf deutsche Flugzeuge warfen am Vormittag Bomben auf das Plateau von Malteville, verursachten aber keinen Scha⸗ den. Aus Nancy wurden einige Opfer gemeldet. Unsere Flug⸗ zgbeuge bewarfen bei einer gemeinsamen Unternehmung mit eng⸗ 5 sischen Marinefliegern die Flugzeugschuppen von Ostende, Eines Aunserer Flugzeuggeschwader belegte das Flugfeld von Saint Medard und den Bahnhof von Dieuze mit 60 Granaten. Amtlicher Bericht von gestern abend: Noch immer lebhafter Artillexiekampf um Arras, im Gebiete von Roye, zwischen Oise und Aisne auf der Front in der Champagne. Im Westteil der Argonnen machten die Deutschen am Mittwoch vormittag nach einer heftigen Beschießung unter ausgiebigem Gebrauch von 1 Geschossen mit erstickenden Gasen einen von zwei Divisionen un⸗ ternommenen Angriff. Sie faßten an einigen Stellen in unseren vorgeschobenen Schützengräben Fu ß. nfolge unseres heftigen Gegenangriffes scheiterte ein neuer Ver⸗ 55 unsere Front zu durchbrechen. Wegen des Bombardements von Nancy durch deutsche Flugzeuge belegte ein französisches Luftgeschwader die Militärgebäude von Frescaty und den Bahn⸗ hof von Metz mit Bomben. Joffre und Cadorna. 7 Paris, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Nach der Rückkehr nach Frankreich hat Ge⸗ neral Joffre an General Cadorna ein Telegramm ge⸗ richtet, in dem er seinen Dank für die Stunden ausspricht, die er inmitten des italienischen Heeres verlebte, und Ca⸗ Absatz 22 der Verordnung über die Regelung des Verkehrs stimmung. f 0 a 38 mit Hafer vom 28. Jun 1915 für die— von Zucht⸗ 8 7 10 N S— 7— 35 Hie ccrn e bullen folgendes: 1. Zu g 6 Absatz 24: Halter 15 0 8 Gewerkschaftskongresses„Daily News“ schreibt: Die gestrige Aus⸗ 15 un ü* g 2— sprache hat bewiesen, daß die Haltung der großen Masse. 1 7 bullen dürfen durchschnittlich für den Tag und Arbeiter eine entschiedene Opposition gegen den Staatszwang be⸗ deutet, soweit er den Militärdienst betrifft. Andererseits bezeichnet der„Daily Telegraph“ den Entschluß des Kongresses als bedauer⸗ lich. Die„Times“ will der Aussprache entnehmen, daß die Ar⸗ beiter die Entscheidung der Regierung abwarten und auf sie hören werden, wenn die Wehrpflicht für notwendig erklärt wird.„Daily Mail“ meint, daß die Entschließung nicht das letzte Wort der Arbeiterklasse sei. London, 9. Sept. WTB. Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Burcaus. Die Versammlung der soziälistisch⸗ nationalen Verteidigungskomitees in Bristol hat eine Entschließung angenommen, in welcher die Umtriebe einer kleinen nicht repräsentativen Grupde pazifistischer Fanatiker verurteilt und alle Friedensvorschläge zurückgewiesen werden, durch welche nicht die Freiheit Belgiens, Nordfrankreichs, Elsaß⸗Lothringens und Polens hergestellt wird. Der Vorsitzende, das Unter hausmitglied Hodge, sagte, Ramsay Mac⸗ donald habe erklärt, daß trotz alles Geschehenen eine Abordnung zur internationalen sozialistischen Konferenz nach dem Kontinent entsendet werden sollte. Seiner Ansicht nach sollten die Gewerk⸗ schaften derartige Mitglieder aus der Arbeiterpartei ausschließen. 4% Kilogramm Hafer verfüttern. 2. Zu 8 10 Absatz 2a: Bei Enteignung sind jedem Besitzer filr jeden Zuchtbullen 1 Kilogramm 1 5 die Sicher n. kanntmachung über die rung de 0 ung vom 31. Mai 1915 ist um ein weiteres Jahr und zwar bis Ende 1916 N en Wenig.) Mit Rücsich uuf bie Berlin, 9. Sept.„Amt! f die durch den Klieg e undesrat diejenigen, die Margarine oder Kunstspeisefett aus dem Ausland einführen, von der Verpflichtung, gehe ach den Gebinden oder Kisten, in welchen die Ware in den Berke gebracht wird, die Fabrikmarke des e sein muß Es genügt fortan, wenn der Name und 2 rt der Firma und der Sis des einführenden Verkäusers in der Inschrist enthalten sind Berlin 9. Sept. WTB. Nichtamtlich. Wie der Welt⸗ bund del Wahrheits freunde, Zentralstelle für Deutsch⸗ land, Berlin, Potsdamer Straße 48, mitteilt, wurden Sri dem amerikanischen Wahrheitsfreunden an den Kongreß der Friedens⸗ sreunde, der am 5. und 6. September in Chicago ada ven Telegramme gesandt: Die amerikanische e München protestiert in Unterstützung der Ziele der dorna bittet, dem König seinen ergebenen Dank für das Wohlwollen auszusprechen, das der König ihm während des Aufenthaltes bei der italienischen Armee erwies. Ea d o r na erwiderte namens des Königs, sprach die Zuversicht auf den Sieg der alliierten Heere aus und fügte hinzu, daß durch den Besuch Joffres die Bande, die die lateinischen Nationen verknüpfen, noch enger geknüpft würden. .* 4* Von den Dardanellen. 5 Konstantinopel, 9. Sept. WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Im Abschnitt von Anaforta sind, wie sich feststellen ließ, am 8. September durch die Wir⸗ kung unseres gegen die feindlichen Stellungen südlich von Ammak⸗ 19 ders gerichteten Artilleriefeuers Explosionen von Munition und SGBranaten in den feindlichen Schützengräben verursacht worden. Bei Ari Bur nu schleuderte der Feind Bomben mit giftigen SGiasen gegen unseren linken Flügel, konnte jedoch keine Wirkung erzielen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr nur s waches, gegenseitiges Der Seekrieg. 2 Paris, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ eldet aus Cetinje: Ein österreichisches Untersee i g 5 1 r Wünsche f 0 2 B. Der gute Nam boot hielt bei Kap Rodoni ein Schiff an, das Getreide und* Maß unter, der Mech 5 Waren für Montenegro an Bord hatte und brachte es nach Cattaro. Bei dem Kap Rodoni kreuzt ständig ein österreichi⸗ sches Unterseeboot, um montenegrinische Schiffe aufzu⸗ bringen. 3 .* Bordeaux 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence Havas. Ter Dampfer„Bordeaux“ hatte Safft am 2. September morgens verlassen und befand sich am 7. September morgens 12 Meilen vom Kap Coubre, als ein Kanonenschuß auf ihn abgefeuert wurde. Der Kapitän befahl, mit Volldampf weiter⸗ zufahren, aber das Unterseeboot setzte das Feuer fort, wobei der Dampfer von drei Granaten getroffen wurde. Das Unterseeboot manöprierte, um das Schiff von der Seite zu fassen. Eine Granate drang unter der Wasserlinie in den Dampfer„Bordeaux“ ein, der sich nach Steuerbord zu neigen begann. Der Kapitän ließ jetzt drei Rettungsboote zu Wasser, in denen die Besatzung Platz nahm. Das Unterseeboot näherte sich und stellte sich quer vor den Dampfer, den es dann torpedierte. Das Schiff legte sich nach Backbord über und ging daun unter, da es ein ungeheures Leck erhalten hatte. Das Unterfeeboot blieb an der Stelle, bis der Dampfer„Bordeaux“ untergegangen war und verschwand sodann nach Norden. Das Unterseeboot hatte feine Flagge gesetzt, war grau angestrichen und hatte weder Abzeichen noch eine Nummer. Die Besatzung des Dampfers, die größte Kaltblütigkeit zeigte, wurde von einem Lotsendampfer aufgenommen und in Royan gelandet. Basel, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer dete Wahrheitsbund, Berlin, sendet allen Freunden der ahrheit beste Wünsche. Euer Motto sei: Nicht Wunden heilen, sondern Wunden verhüten! 1 8 5 Feuer. An den anderen Fronten keine Veränderung. 5 Radoslawow über die Haltung Bulgariens. Sofia, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Mel⸗ dun hiesiger Blätter äußerte Ministerpräsident a lawow einer Abordnung von Mitgliedern der Sobranje gegenüber, daß die Beziehungen Bulga⸗ riens zur Türkei aus gezeichnet seien. Bulgarien sei faktisch bereits im Besitz der Bahnlinie nach Dedeagatsch. Die e e Grenze verlaufe entlang des Tund⸗ 5 schaflusses bis ragatsch, welches Bulgarien zufalle, dann bis Soflu, zwei Kilometer östlich der Mariza und von Soflu bis Enos am linken Ufer der Maritza. Die Stellung des Ministeriums sei sehr sest. Es rechne auf die Vaterlands⸗ liebe seiner politischen Gegner, namentlich der Bauernbünd⸗ ler, und beabsichtige nicht, die Sobranse aufzulösen. Rados⸗ lawow glaube nicht an ein gemeinsames Vorgehen Ser⸗ Pariser Meldung des„Corriere della Sera“ macht die Tat⸗ biens, Rumäniens und Griechenlands gegen Bulgarien. sache, daß die deutschen Tauchboote jetzt auch im Falls Bulgarien kämpfen müsse, werde es dies nur auf[Bereiche der französischen Schiffahrtslinien einer Front zu tun brauchen. operieren, in Marinekreisen großen Eindruck. Bisher seien 0 0 n i l 5 sie nur bis zu der Insel Quessant gekommen, aber nun unden. Se. Exzellenz Finanzminister Dr. Braun ver⸗ Italien unterschlägt die Bost des Papstes. lauchten sie auch im Atlantischen Ozean bis zu der Gironde⸗ bectteh sich in r über die Notwendig Berlin, 9. Sept.(Priv.⸗Tel.) Die„B. Z. a. M.“ mel⸗ mündung auf, wo sie bereits drei Dampfer versenkt hätten. keit allgemeiner Beteiligung an der Zeichnung zur dritten det aus Köln: In der„Kölnischen Volkszeitung“ ist kürzlich! l Kriegsanleihe. In packender, mitunter humorvoll gehaltener sestgestellt worden, daß ein Brief der römischen aterl indische Sache dn dr dit an welenden für die wiege Lurie, der die Ernennungsurkunde für den Erzbi vaterländische Sache zu begeistern. Der Vortragende führte b 0 ischof unter anderem aus: Für unser deutsches Volk gilt es, dig Dalbor von Gnesen und Posen enthielt und an den Nun⸗ Errungenschaften unserer Väter für alle Zukunft festzu⸗ tius in München adressiert war, in Rom auf die Post halten. Eine Welt von Feinden steht uns entgegen. Uner⸗ gegeben wurde, aber bei dem Nuntius nicht angekom⸗ men ist. Nunmehr stellt sich heraus, daß auch in Angelegen⸗ hörtes, Beispielloses hat unser tapferes Heer gelei tet, weit heiten der fürstbischöflichen Diözese Breslau Berichte an über das Maß dessen hinausgehend, was unsere Väter als menschenmöglich ansahen. Aber noch schwere Opfer sind den Münchener Nuntius in Rom zur Post gegeben, aber bei dem Nuntius in München nicht angekommen sind. . 0 nötig, und ein Gelingen unserer g en Sache wird nur den Einberufungen zum Heeresdienste bringen dann möglich sein, wenn wir hinter der Fr es mit sich, daß Richter, Staatsanwälte, Gerichtsschreiber[daß die zur Weiterführung Der Depescheustandal in Athen. Berlin, 9. Sept.(Priv. ⸗Tel.) Die„B. Z. a. M.“ mel⸗ det aus Lugano: Der aus Griechenland ausgewiesene ee kee e, Zeichnet die dritte Ariegsanleihe, Zeichnungsscheinre liegen der heutigen Nummer unseres 33 Blattes bei. Finanzminister Dr. Braun über die ariegsanleihe. 5 Einer Einladung der i e Gießen folgend, hatten sich in der Turnhalle höheren Mädchen⸗ schule die Beamten, Bürgermeister, Rechner, Pfarrer und Lehrer der Provinz Oberhessen in stattlicher Anzahl ein⸗ 332 * London, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Dicetator“ der Harrison-Linie aus Liverpool ist ver⸗ senkt worden. 42 Mann der Besatzung wurden gerettet. Aus dem Reiche. Eine Verordnung zur Entlastung der Gerichte. Berlin, 9. Sept.(WTB. Amtlich.) Die zunehmen⸗ und andere Gerichtsbeamte sowie Rechtsanwälte in wachsen⸗[des uns aufgezwungenen Ka der Zahl ihrer Tätigkeit im Bereiche der Rechtspflege ent⸗ ae sind. Die Frage; Ist es 1 zogen werden. Nach den Erfahrungen, die namentlich inner⸗ aufzu 5 beantwortete er dahin halb der preußischen Justizverwaltung gemacht worden sind, nicht ausbleiben, wenp jeder seine S. 1 eri 12 zweite grleg Mauer, an der Ehrenmauer auch Edelsinn des deutsche Frieden nicht die Re 5 chhalten. Daß z 1ssicht⸗ preisen, Redner schloß fferich an die Ufinger, die Versammlung gen. Dem Offizier⸗Stellvertreter Her⸗ ffizier Emil Dörr im Landsturm⸗ 5 l 0 Kreuz ver⸗ besitzen bereits die Hessische Tapferkeits⸗ eichnu bei des 89 * Auszeichnun mann Will, sowie Infanterie⸗Bataillon IV, wurde liehen. Beide medaille. dem Untero Eiserne ng der dritten Kriegsanleihe Bei der letzten Kriegs⸗ wie bei anderen Kassen, hiesigen Bezirksspar⸗ en, daß der Andrang shalb dringend emp⸗ letzten Tage aufzu⸗ so frühzeitig wie irgen möglich Zahlkarten. Die Frist für den Auf⸗ Inkrafttreten des f g leche has t aule sich gezeigt, daß, in letzter Slunde duch bei der kasse sich die Zeichner derart d bewältigen war. Es wird kaum zu nicht bis zum fohlen, die schieben, sondern diese zu bewirken. feltere brauch der vor (1. Juli 1914) hergestellten blauen 3 der Nachnahmekarten und Na ichnu 108 911 ge Vossschegton 2 schriften und 1876 Millionen ander 280 stiegen.(Zuga Anläßlich durchsuche u durchsuchen. te von. sein mag, man zusammentragen fern. Es wer⸗ und Werkstätten gewordene Geräte und f Landkreis Gießen. Garbenteich, 9. Sept. Unteroffizier im * ren, Re t. Dem Lehrer Hugo Funk von Insanterie-Regiment Nr. 222, wurde die apferkeitsmedaille verliehen. 1 eltershain, 9. Sept. Dörschens wurden mit dem Eiser der Landsturmmann Schmied Karl K „Kriegsschauplatz verwundet wurde un det, und der Unteroffizier Landwi Kämpfe im Westen schon seit Krie Aus unserem Dörschen wurden Waffen einberufen. und einer befindet Korsika. Zwei weitere Krieger unseres nen Kreuz ausgezeichnet: rug, der auf dem östlichen d sich zurzeit im Lazarett be⸗ rt Heinrich Klös v., der die gsbeginn mitgemacht hat.— bis jetzt nahezu 50 Mann zu den zwei sind vermißt chaft auf der Insel Hiervon ist einer gefallen, sich in französischer Gefangens Kreis Friedberg. Bad⸗ Nauheim, 9. Sept. hat man, hauptsäch Lohnende Reise nach G Nur 14 Tage am Platze! Im Hofe und in der Kegelbahn d Bahnhofstraße 31 den 11. September bis Freitag, den on morgens 8 Ubr bis abends 8 Uhr Massen Verkäufe Emaille⸗Waren Meist aus den größten Kein Kaufszwang. Bereits iur vergangenen esse der zahlreichen kranken ießen 2 Winter ich im Inter eee 3 1 Hofes“, 24. September, 5 Riesen. —.— . e 1 Auch kommt ein 2. Zinkwa um Verkauf. dc sehe klnem 64941 erken Deutschlands. Selbst aussuchen. Posten ren, Eimer u. Waschkessel m fünften M i 2 eneigten Valprnah“ N ne bochachtungsvoll Frau Karl Dorp aus Elberfeld. Achtung! Morgen Samstag verkaufe ich er Garten) letzte alat⸗, Einmachgurken 100 Lumma entgegen und Lunau auf dem Brandplatz ze Sendung große Seuf⸗Gurken St. von 2 M. an. Frau Fr Botanif 8 Ia osch. Wriegsteunehmer, eins bes beaadllchen Badehauser stan⸗ 3 dig Nen gehalten, so daß die Möglichkeit, die Wohltaten einer Letzte Nachrichten. Bad Nauheimer Kur zu genießen, das ganze Fahr hindurch ge⸗„ 5 780 ö geben war. Infolge der Tatsache, daß von diefer Einrichtung, Die günstige österreichische Stellung an der Südfront. stark Gebrauch gemacht wurde und Bad Nauheim zur Winterszeit K. K. Kriegspresseguartier, 10. Sept. Der Kom⸗ ein ganz ansehnliches Kurleben entwickelte, hat die Bade- und] mandant der am Isonzeo kämpfenden Armeen, General der In⸗ Kurverwaltung mit Zustimmung. Großh. Ministeriums angeord- fanterie von Boroc vic, äußerte sich dem Vertreter der„Vofsi⸗ net, daß auch im kommenden Winter die Badehäuser— ie nach] schen Zeitung“ gegenüber über die Lage an der Front: Ich kann Bedarf eins oder mehrere— den Kurgästen zur Verfügung stehen. nur sagen, daß die Situation glänzend steht. Ich könnte sie — 1 0. und Thermalbäder 1 wer 4 die mir überhaupt garnicht besser denken. die fiesigen Aerzte in so hervorragender Weise den einzelnen Naar Er 11 N 8 Krankheitsstadien anzupassen verstehen. Auch das Röntgenkfabinett, i. Pi In 1 e a eldet aus dem das medizinisch⸗diagnostische Institut, das medico-mechanische e n nne, 1 1 Zanderinstitut usm. bleiben geöffnet. Ferner wird es gewiß von Ariegspressequartier: Die Offensive, deren unmittelbares vielen Besuchern Bad⸗Nauheims freudig begrüßt werden, daß auch Ziel am Abschnitt in Wolhynien die Wegnahme der Weg · 1 der Betrieb im Kurhaus den Winter über weiter gehen wiro. Es und Flußsperren Luzk, Dubno und Rowno ist, kann schon 5 sollen täglich Konzerte stattfinden. Auch Theater vorstellungen und f heute als von Erfolg gekrönt betrachtet werden. Nach der andere Abendunterhaltungen sind vorgefehen, so daß für die Einnahme von Luzk und Dubno stehen die österreichisch⸗ f K Zerstreuung der Kurgäste reichlich gesorgt ist.“ Die hübsche Um ungarischen Truppen im Innern des befestigten Raumes, gebung Vad⸗Mauzeims bat auch im Winter ihre eigenen Reise.] dessen noch in russischem Besitz befindlicher Stützvunkt . dan med er 5 5 3 Rowyo für die Dauer nicht zu halten sein wird. Im Raume 8 2* t Sch 7 z le 0 427 6* 1 e N 1 Bild und die gut gehaltenen Wege sind inner, auch bei schlechte] östlich des Styr stehen nämlich die österreichischungarischen stem Wetter gangbar. Auch fehlt es nicht an Gelegenheit zu Kräfte schon so nahe an Rowno, daß sich das weitere Schick⸗ allerhand Wintersport. Eine Anzahl Hotels und Privatvillensal dieses befestigten Platzes hoffentlich in kurzer Zeit ent⸗ 3 den a a 3 Rae Heim bieten. Es ist ehe scheiden wird. begrüßenswert, daß die berühmten Bad⸗Nauheimer Kuren, die] Die italienische Presse ie K 8 fü für unsere erkrankten Kriegsteilnehmer von so großem Werte Die eie N Wee sind und auch für viele andere Leidende in diesen schweren Zeiten tolgus und seine Enthebung vom Ober befehl nctiger sind denn 11 mun in diesem Winter durch Darbietung ruft in Italien ungeheuren Eindruck hervor, der die Nate de aer debe N. J Maltber Presse vorläufig sprachlos läßt, weil es fast unmöglich ist, die selerte heute semen 0 Geburtstag Ades Greis ist ugleich 3 Absetung mit der bisher auch pon italienischen Militärkreisen sest: der älteste Einwohner der hlesigen Gemeinde 9 gehaltenen Behauptung in Einklang zu bringen, daß die fämtlichen 8 15 Wetzl 4 Ergebnisse in Rußland ein Nachweis für die strategische Begabung 8 g Kreis dez Ur. 1 8 des Großfürsten seien. In politischen Kreisen wird befürchtet, r. Lau n bach, 8, Sept. Auch hier haben die Schul⸗ daß die Enthebung des Großfürsten, auch zu einem späteren Zeit? binder auf Anregung ihres Lehrers einen Vernichtungskampf punkt, einer Abschwächung der Gesamtkriegsstimmung gegenüber gegen die Kohl⸗ und een weißlenge geführt. Es wurden Deutschland förderlich sein könnte. 5 5 Gn dieser Schädlinge gefangen. Von Raupensraß ist in hiesiger ein Bei ,, Gesnarkung fast nichts zu bemerken. Ein Beschluß der Moskauer Stadtverwaltung. e Oberkleen, 9. Sept. Der Gefreite Spieß von hier Köln, 10, Sept. Der„Kölnischen Zeitung“ zufolge mel⸗ 5 wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus- det„Politiken“ aus Petersburg: In außerordentlicher iin gezeichnet. 0 beschlon die Moskauer Stadtverwaltung übereinstim⸗ 5 Launs bach, 9. Sept. Dem Unteroffizier Oskar Müller, mend mit der Moskauer Großindustrie, eine energische und 5 1 Reserve-Inf.-Regt. 81, von hier, wurde das Eiserne Kreuß[dringend notwendige Umbildung der Regierung verliehen. zu fordern, an deren Spitze ein Vertrauensmann des ganzen Volkes stehen müsse. Der einstimmige Beschluß der ganzen Stadt⸗ verwaltung erregt großes Aufsehen. 1 Ablehnung der Forderungen des Vierverbandes durch Griechenland. f Genf, 10. Sept. Der„Matin“ meldet aus Athen, daß 1 Griechenland unter dem Zwang der Verhältnisse die Note f Hessen⸗Nassau. 7 Crumbach, 9. Sept. Die Gemarkung Crumbach (516 Hektar groß) steht im Zusammenlegungsverfahren. b. Marburg, 9. Sert. Im Philippshaus and heute eine aus Hessen⸗Nassau und Oberhessen zahlreich besuchte Versamm⸗ lung von Dorspfarrern statt, in denen zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens Stellung genommen wurde. Es des Vierverbandes nach Eintritt in die Mächte⸗ sprachen Superintendent Lüpke- Auma über:„Was lernen wir gruppe amtlich abgelehnt hat. Die Antwort Grie⸗ aus den Kriegsersahrungen für, die künftige Gestaltung unserer chenlands sei dem Vierverband am Montag überreicht 1 Arbeit“ und Pfarrer Mahr-Gießen über:„Die Seelsorge in der worden* 9 0 7 Kriegszeit, besonders an den Hinterbliebenen“. Eine lebhafte Aus- ö e Ne 3 1 a 55 sprache, an der sseh u. a. auch die Prosessoren Rade, Vornhäuser, Kon Fe pe en 8 aus 3 Heitmüller beteiligten, schloß sich an die Vorträge an. h. Frankfurt g, M., 9. Sept. Die Landtags ⸗Ersatz⸗ wahl für den verstorbenen Abgeordneten Stadtrat Flesch wird sich ohne jeden Kampf vollziehen, da der Frankfurter Sozial⸗ demolratische Verein dem Vorstande des Fortschrittlichen Volks- vereins guf eine Anfrage über seine Stellung zur Wahl erklärt hat, daß er 9 nicht an der Wahl beteiligen werde. b. Frankfurt g. Ml., 9. Sept. Während der Feier seiner 25 jährigen Tätigkeit als Prokurist der Firma Voigt& Haeffner erlitt der 57 jährige Prokurist Friesecke einen Schlaganfall, dem er auf der Stelle erlag.— Außerordentlich starken Zuspruches erfreute sich wegen ihzes billigen Früh stücks eine Wirtschaft im Musikantenweg, bis sich herausstellfe, daß die Wirtin dse Fleisch⸗ und Wurstwaren durch eigen Metzgerbursehen bei dessen Meister — stehlen ließ. Für ein Pfund Wurst bezahlte die Frau nur 50 Pfg. Dieb und Hehlerin wurden verhastet. h. Bad d omburg v. d. H., 9. Sept. Am Mittwoch wurde in den Geschästsräumen des ersten Stocks der Nassauischen Landesbank em Einbruch verübt, bei dem den Dieben eine größere Summe Geldes in die Hände fiel. Obwohl im Gebäude Beamte beschästigt waren, wurde man von dem Einbruch nichts gewahr. Diez, 8. Sept. Die Stadt wird zur Erinnerung an die gegenwärtige große Zeit einen sogen. Heldenha in errichten. Weilburg, 9. Sept. Bei der Sparkasse des Oberlahnkreises beliefen sich die Spareinlagen im Rech⸗ nungsjahr 1914/15 auf 948258 Mk., während die Rück⸗ zahlungen nur 738 523 Mk. betrugen. Kirche und Schule. Berlin, 10. Sept. Der preußische Kultusminister hat, wie das„Berliner Tageblatt“ erfährt, gestern einen Erlaß an die Rektoren der höheren Schulen bekanntge⸗ geben, daß der Geschichtsunter richt zugunsten der neuesten Geschichte zu verschieben sei: In allen Klassen soll der Geschichts⸗ unterricht um eine Stunde in der Woche verlängert werden. Neue Verordnungen treten zum Teil schon im Oktober d. J., spätestens aber zum April 1916 in Kraft. Gerichts saal. Berlin, 9. Sept. Der„Lok.-Anz.“ meldet aus Breslau: Der Streit um den jungen Grafen Joseph Kwilecki it beendigt. Die Klägerin, die Vahnwärtersfrau Cecilie Meyer, hat die beim Reichsgericht eingelegte Revision gegen das ihre 8est⸗ tellungsklage abweisende Berufungsurteil des Breslauer Ober- landesgerichts zurückgenommen. Damit ist dieses Urteil rechts. kräftig. ———————— 2—œ—m Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 11. Sept. 1015 Heiter, 2 tagsüber warm; nachts, besonders in höheren Lagen, recht kühl. Tripolis abgereiste Persönlichkeit erzählt, die gesamten italienischen Streitkräfte sind dort unter Zurücklassung von riesigen Mengen Waffen, Munition und sonstigem Kriegsmaterial an die Küste getrieben worden. Ueberall weht die Türkenfahne und üben die vom Großsenussi eingesetzten Beamten die Verwaltung nach türkischem Gesetz. Italien hat nur noch die Städte Tripo⸗ lis, Benghasi und Berna besetzt. Da die Lebensmittel nur aus Italien herangebracht werden können, herrscht entsetzliche Teuerung. Die Anhänger des heiligen Krieges, der bis zur tripolitanischen Grenze erklärt worden ist, sind unbestrittene Herr⸗ scher des Landes. Einstellung der Dardanellenaktion der Entente? Sofia, 10. Sept. Verschiedene hier eingetroffene Nach⸗ g richten lassen darauf schließen, daß der Vierverband mit der Möglichkeit der Eünstellung der Dardanellenaktion rech⸗ net(7). So wurden alle in Dedeagatsch gemachten Ankäufe von Lebensmitteln für die englisch-französischen Truppen vor den Dardanellen mit Lieferfristen bis Ende September abge⸗ schlossen und sämtliche Angebote in späteren Lieferfristen ab gelehnt. Hiermit in Zusammenhang steht die Nachricht, daß 6 Italien seine Teilnahme an der Dardanellenaktion endgültig verweigert hat. N Italiens Hoffnungen. i. Köln, 10. Sept. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der italie⸗ nischen Grenze: Die italienischen Hoffnungen vereinigen sich mehr und mehr auf Rumänien. Bereits hätten, berichtet„Corriere de la Sierra“ in einer vom 2. September datierten Meldung aus Bukarest, österreichische und deutsche Kaufleute die Stadt verlassen. Alle Anzeigen deuteten darauf hin, daß Rumänien im Begriff stehe, seine Politik nach derjenigen des Vierverbandes zu richten. Von Griechenland hofft man allerdings etwas mehr als nur die Neutralität; die größte Hoffnung setzt man aber auf die neueste Unternehmung gegen die Dardanellen, an der angeblich eine halbe Million neuer Truppen teilnehmen. Aus Griechenland. 0 i. Köln, 10. Sept. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der Schweizer Grenze: Das„Echo de Paris“ erfährt aus Sa⸗ 1 lonikt: Der Marineminister fordert die Offiziere und Unteroffiziere der Marine, die sich im Auslande befinden, auf, sich unverzüglich nach Griechenland zurückzubegeben. Der Kriegsminister hat die in einer Mission im Aus⸗ lande befindlichen Offiziere zurückberufen. Neuer Bestechungsskandal. Basel, 9. Sept. Man berichtet, daß eine Be⸗ stechungsaffäre, die in ihren Folgen von ganz be⸗ sonderer Tragweite sein kann, in Carmeaux im Departe⸗ ment Aveyron entdeckt worden ist und daß bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen worden sind. Ein japanisches Dementi. Stockholm, 10. Sept.„Stockholms Dagblad“ meldet aus Tokio: Das Regierungsorgan„Shogya Shimpo“ veröffentlicht ein amtliches Dementi der Gerüchte von einer Teil⸗ nahme Japans am europäischen Kriege. —— L netort in jeder gem unschton Leader aber zr 5 2 RL BERG. GE SSEN Schuhwarengschäft Mäusburg Nr. 4 Zum Schul- Anfang. Schür. 8 5 3 Sweaters Strümpfe und Mützen 10% Rabatt auf alle Preise trotz be- deutender Preissteigung. Grosse Sortimente Wilh. Noll, Seltersweg 36. 7095 Anfertigung nach Maß— Lager fertiger Herren- Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfüge Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke»Petto« Reparaturen werden prompt ausgeführt on unuunammummmmmmmmmememmemmeee Heute abend 10 Uhr entschlief nach längerem Leiden mein lieber Gatte, unser treuer Vater, Schwiegervater, Grossvater und Bruder Herr Louis Petri III. im 67. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Julie Petri, geb. Steinberger. Giessen(Aster weg 35), Grossen-Linden, Herford, Wetalar, den 8. September 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. September 1915, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 7216 Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 27. August unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Caspar Balser Musketier im Reserve- Infanterie-Regiment 254 im kaum vollendeten 21. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Balser, Metzger Heinrich Balser, Gelangenaufseher Wilhelm Balser, Gefangenautseher, 2. Zt. im Feld. Rödgen, Giessen u. Offenbach a. M., den 10. Sept. 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 04981 Für die ũberaus liebevolle Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer lieben Gattin und Mutter sagen innigen Dank Sanitatsrat Dr. H. Platz Alice Platz. 2 N** DObstversteigerung. Veteranen⸗Verein. Montag, den 13. September, vormittags von 9 Uhr an, wird das Obst der Gemeinde Wir setzen unsere Mitglieder Treis a. d. Lumda, bestehend aus vielen Aepfeln von dem Ableben unseres lieben und Birnen, an Ort und Stelle versteigert. Der Mitgliedes, des[Anfang ist an der Kreisstraße Treis— Allendorf. Herrn Louis petri III Treis a. d. Lumda, am 9. September 1915. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda. geziemend in Kenntnis. g. Benner. 5 CCC Obstv ersteigerun g. ** 7227D] Der Vorstand. 5 Die ca. 900 Zentner große Aepfelernte der Stadt Nidda, meist feinstes Tafelobst, wird Mitt⸗ woch, den 15., und Donnerstag, den 16. Sep⸗ tember, vormittags 8 Uhr beginnend, an Ort und Stelle stammweise versteigert. Zusammenkunft am Himmelbach'schen Sägewerk. Nidda, den 7. September 1915. Großh. Bürgermeisterei Nidda. Erk. 1113 Obstversteigerung. Dienstag, den 14. September, soll von mittags 1 Uhr ab das hiesige Gemeindeobst und das Obst des gräflichen Pachtkonsortiums öffentlich meistbietend an Ort und Stelle stammweise ver⸗ steigert werden. Zusammenkunft auf der Straße Hof⸗Güll—Lich. Muschenheim, den 8. September 1915. Großh. Bürgermeisterei. Eiser. 2220 Joldaten- ass 3 Futter f. Geflügel. Schweine gut u. bill. Preisliste Schwelss-Puder in Streu- fr. Gral, Fultermühle büchsen30 Pf. Adl.-Drag. Auerbach 12, Hessen. 41h Selters w.. Otto Schaal. 7 1 Bienenzüchterverein Gießen u. Umgegend Versammlung Sonntas, 12. September, nachmittags 3 Uhr, bei Kraft, Gießen, Frantfurter Straße 81. Tagesordnung Die Einwinterung.— Es wird gebeten, die Bibliotheksbücher abzuliefern. Vollzäbliges Erscheinen ist exwünscht. Gäste sind willlommen.( Buß. Kbabenpensonat Gpelhesehale, Ossenbech 2. M. Prlpdl·Keal- u. Bandelsschule, verb. mit Porfchule, erteilt EInsahrigenzeugnls. Sorgf. Ueberwach. d. Schularbeit. Gr Garten. Neubau m. Zentralh., el. Licht. Mäß. Pensionspreis. Gute Verpfleg. u. Aufsicht. Prospekte durch d. Direktion. Obstversteigerung. Montag, den 13. September, vormittags 10 Uhr, soll das Obst der Gemeinde Birklar, be⸗ stehend in großen Quantitäten Aepfeln u. Birnen, versteigert werden. Der Anfang ist an der Straße nach Muschenheim. Birklar, den 9. September 1915. Großh. Bürgermeisterei Birklar. Müller. 7212 Bruder, Enkel, Neffe und Vetter im 22. Lebensjahre. Musk. Willi Wagner, Helene Mootz. s Am 2. September starb den Heldentod für sein ge- liebtes Vaterland unser innigstgeliebter zweiter Sohn, qohannes Wagner, Installateur Pionier bei der schweren Minenwerfer-Abteilung Nr. 20 In tiefer Trauer: Familie Heinrich Wagner Giessen(Sandgasse 35), Rödgen, den 9. September 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung! 2. Zt. im Felde Danksagung. Onkels und Neffen herzlichsten Dank. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Hans Becker sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Becker. Giessen(Wilsonstr. 4), den 10. September 1915. oe 3097 3101 3200 3217 3247 3256 3293 3321 72 4446 4447 4456 4488 4493 4524 4528 4534 Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernie, in Gießen. Bei der heute vor Notar H. Reh aus Alsfeld stattgefundenen Auslosung unserer Istelligen 4% igen Teilschuldverschreibungen sind folgende 100 Num⸗ mern gezogen worden: 56 83 132 186 261 285 308 422 441 545 663 685 710 723 774 776 790 846 849 920 930 967 984 1049 1096 1130 1141 1190 1191 1201 1215 1246 1253 1256 1298 1299 1333 1344 1349 1408 1431 1446 1570 1589 1634 1689 1693 1711 1781 1792 1819 1854 1859 1933 1940 1997 2083 2084 2088 2094 2142 2196 2250 2254 2268 2366 2431 2485 2526 2551 2554 2612 2658 2661 2673 2688 2717 2724 2782 2801 2861 2888 2945 2977 3037 3088 3338 3392 3399 3416 3447 3488. Von unseren II stelligen 4½% igen Teilschuld⸗ verschreibungen sind folgende 80 Nummern gezogen worden: 3504 3545 3552 3580 3607 3612 3631 3646 3665 3682 3700 3718 3751 3784 3785 3790 3822 3838 3840 3967 3990 3998 4003 4017 4021 4056 4061 4064 4096 4100 4129 4131 4141 4159 4209 4219 4228 4336 4417 4443 4574 4586 4617 4653 4664 4751 4789 4818 4829 4847 4872 4934 4939 5017 5038 5045 5110 5112 5129 5174 5206 5220 5225 5238 5296 5333 5382 5421 5423 5456 5469 5471. Ferner sind ausgelost, aber noch nicht eingelöst von Anleihe II die Nummern 3769 4722 4780 4801 per 2. Januar 1915. Die Auszahlung der ausgelosten Teilschuld⸗ verschreibungen zuzüglich des Aufgeldes von 5% erfolgt vom 2. Januar 1916 ab mit Mk. 1050.— bezw. 525.— Mk. pro Stück bei unserer Gewerkschaftskasse in Gießen, bei dem Bankhause Jacob Grünewald in Gießen, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr.& Co. in Cöln, bei dem Bankhause Louis David in Bonn. Gießen, den 1. September 1915. Der Erubenvorstand. Justizrat Grünewald, Rechtsanwalt, Vorsitzender. 7181 D Obstversteigerung. Montag, den 13. September d. J., von morgens 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde— obst, bestehend in sehr großen Quantitäten Aepfeln, Birnen und etwas Zwetschen, öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Der Anfang ist am Ortsausgang nach Gießen. Grüningen, den 8. September 1915. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Bingel. 7114 Feldpost-Neuheit! Kartons mit Gefachen für den Obftversand : ins Feld: liefert an Wiederverkäufer J. Weinert, Glessen f Tel. 215 i Neuenweg 9 Geg. Ungezfeferschützen sich unsere Krieger durch „Lausopud“ e Anisol-Puder), Spritadose 30 Pfennig b „Lausol“ Aebersche Oelmischung), Glas 50 Pfg. „Lausapast“ Qaphto- 1 salbe), Büchse 1 Mark b erprobte, sicher wirkende Mittel. 7030 n Selters weg 1 Otto Schaaf. empfiehlt zum billigsten ages preise 171⁴ N Hankel, Neuen Bäue7 Telephon 612. rima Weißkraut Zentner 5.50 Mk., empfiehlt W. H Aae Telephon 612 Weine Labelsberger- Samstag, 11. Septhr., abends 9½ Uhr, eröffnen wir in der Stadt⸗Knabenschule 5 orb ebtage einen Anfänger- Lehrgang für Damen u. Herren. Unker⸗ richtsgeld Mk. 6.—. Gefl. An⸗ meldungen an Herrn Wuh. Jullmann, Grabenstraße, oder zu Unterrichtsbeginn.(u Uabelsderer dtenograpben-Verep (gegr. 18610 Und Damef-Jerein abelsberger. gi eL und Damenabteilung. Samstag, 11. September im Vereinslokal. L Liederkranz. Sonntag, den 12. Sept.: Familiengang über Wieseck, Hangelstein ch Lollar. 17335 g ng Abm. 3 Uhr v. Schü 1 3