mr. 25 Der Sießener Anzelger erscheint täglich, 3 5 Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sietzener Familienblätter; 2 wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); Nie e deere wirts e Zeitfragen Fernsprech Amichlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäjtsstelleöl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gener W al⸗Anzeig ze er für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und steindrucerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Donnerstag, 9. September 1915 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausro. 20 Pf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Berantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal! Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sarntlich in Gießen. 9 er Stoßfürtt Nilolai Nisolafewissch in den aukasus geschict!“ der Far übernimmt den Gberbefehl. STB.) Croßes Hauptquartier, (Amtlich.) 5 i Westlicher Kriegsschauplatz. Eine Anzahl feindlicher Schiffe erschien gestern früh vor Middelkerke, beschoß vormittags Westende und nachmittags Ostende. Vor dem Feuer unserer Küstenbatterien zogen sich die Schiffe wieder zurück. Militärischer Schaden ist nicht angerichtet. In Ostende wurden zwei belgische Ein⸗ wohner getötet, einer verletzt. An der Front verlief der Tag im übrigen ohne besondere Ereignisse. Ein bewaffnetes französisches Flugzeug wurde nördlich von Le Mesnil(in der Champagne) von einem deutschen Kampfflieger abgeschosse n. Es stürzte bren⸗ nend ab. Die Insassen sind tot. Ein feindlicher Fliegerangriff auf Freiburg im Breisgau verlief ergebnislos. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. In der Gegend von Daudsewas sind unsere Ab⸗ teilungen im weiteren Vorgehen. Truppen des Ge⸗ nerals v. Eichhorn setzten sich nach Kampf in den Besitz einiger Seeengen bei Troki⸗Nowe(südwestlich von Wilna). 8. Sept. Wolkowyskselbst unddie 15 5b l* ene gemacht und vier Ma⸗ urden 2800 Gefang schinengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. In der Gegend von Izabelin(südöstlich von Wolko⸗ wysk) ist der Feind geworfen. Weiter südlich ist die Heeresgruppe im Vorgehen gegen die Abschnitte der Zel⸗ wianka und Rozanka. Nordöftlich von Pruzana dringen österreichisch- ungarische Truppen durch das Sumpfgebiet nach Norden vor. Es wurden rund 1000 Gefangene ge⸗ macht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Die Kämpfe an der Jasiolda und östlich von Dro⸗ hiczyn dauern an. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe bei Tarnopol sind abgeschla⸗ gen. Weiter südlich in der Gegend westlich von O st ro w ist ein Vorgehen des Feindes durch den Gegenstoß deutscher Truppen zum Stehen gebracht. err. N L Die heutige russische Veröffentlichung über die Nieder⸗ lage von zwei deutschen Divisionen, Gefangennahme von 150 Soldaten und die Eroberung von 30 deutschen Geschützen und vielen Maschinengewehren ist frei erfunden. Kein deutscher Soldat ist auch nur einen Schritt gewichen; kein Ge⸗ schütz oder Maschinengewehr ist in Feindeshand gefallen. Hingegen warf der erwähnte Gegenstoß deutscher Regimenter den vordringenden Feind weithin zurück. Eins davon machte 250 Gefangene. Oberste Heeresleitung. 5— 14 Klio hält ein wenig den Atem an: sie hat die Ereignisse vorbereitet und weiß, wo sie hinauslaufen, aber über dem Knalleffekt des Kommandowechsels in Rußland bleibt sie einige Augenblicke Zauderer und der russischen Heere! Volk ausgesprochen wird, dem in düsterer t ein neuer Vorhang den e ezogen ha d ich 0 einsehen, daß er schon aus äußeren Gründen einem Andern machen mußte. Ein erfolgloser Feldherr darf nicht* im Kommando bleiben; das verlangt die Rücksicht auf die ab⸗ T 399 Zwischen Jeziory und Wolkowysk schreitet der genommen. zu sein, denn er hat, trotz lauer Worte des Dankes an seinen Oheim, diesen sichtbarlich abgesetzt und ihm, damit sein Name nicht unheilvoll weiter in dem Entscheidungskampfe umgehe, den Platz in dem ent⸗ legenen Kaukasus angewiesen, und nach Sibirien konnte man einen kaiserlichen Prinzen nicht wohl schicken. Hebt man die rhetorischen Ranken des Zarenerlasses an Nikolajewitsch hinweg, so erkennt man, daß die Absicht ganz verständlich ist. Der Zar wird seinen Beratern folgen, er wird formell den Oberbefehl führen, aber nicht wirklich. Nur so war die Absetzung des Großfürsten denkbar, dem kein anderer Sterblicher, vielleicht gar schon von ihm Geohrfeigter, im hohen Range folgen durfte. Der Zar hat aber diesem natürlichen Trank noch eine mystische Gabe bei⸗ gemischt und seinem von hoher Bildung noch nicht an⸗ gekränkelten Volke die Gebärde des gottbegnadeten Zauberers gezeigt. Wie Jeanne d'Arc, die göttliche Jungfrau, die Frankreichs Oriflamme gegen den Feind trug, auf göttliche Weisung ihre zarte Brust mit Stahl bedeckte, so will auch Zar Nikolaus den Mut des Cherubim fühlen und sich dem frommen Knaben Isais vergleichen, der von Gott als Hirte zum Streiter ausersehen wurde. Wer glaubt es dem Ver⸗ messenen aber, daß er einer innersten Soldatenneigung folgt? Viel eher findet man es begreiflich, daß er in seinem Schreiben an den Großfürsten e Konzentration aller militärischen und bürgerlichen den verweist, über die der gewesene Oberbefehlshab e Schritten hinweggegan der 2255 geda gen habe, als die Von solchem Ver nur sch he 5 1 J g und Selbstv ehr rauen pochen schlägen gefolgt sein mag, nur ein weiteres Zeichen von Rußlands sichtbarem Niedergang. Das Schreckens⸗ espenst der militärischen Niederlagen wird sich nicht ver⸗ scheuchen lassen, und wenn die 4 5 Geister des heiligen Rußlands sich ihren Gedanken überlassen, so werden sie auch bei dem Wechsel im Oberkommando erschreckt zu Klio, der alles Ueberblickenden, aufschauen:„Weh mir, ich kanns nicht sassen und sagen, wie es so schnell sich erfüllend genaht.“ ** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Im wolhynischen Festungsgebiet blieb gestern die Lage unverändert. Einige russische Gegenangriffe brachen unter unserem Feuer zusammen. Weiter südlich haben unsere Siege bei Podkamien und Radziwilow den Feind in einer Frontausdehnung von 90 Kilometern zum Rückzug hinter den Ikwa gezwungen. Unsere Truppen verfolgen. Am Sereth kam es zu erbitterten Kämpfen. Der Gegner brach mit überlegenen Kräften aus seinen bei Tarnopol und Strusow eingerichteten brückenkopfartigen Verschanzungen hervor. Die bei Tarnopol vordringenden Russen wurden durch einen Gegenangriff deutscher Trupnen zurückgeworfen. Im Raume westlich und südwestlich von Trembowla ist der Kampf noch im Gange. Nächst der Serethmündung er⸗ stürmten die unter Befehl der Generale Benigni und Fürst Schönburg stehenden k. und k. Truppen die feindliche Stel⸗ lung nordwestlich von Szuparka, wobei 20 russische Offiziere und 4000 Mann gefangen genommen und sieben Maschinengewehre erbeutet wurden. Bei den österreichisch⸗ungarischen Streitkräften an der Jasiolda nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Raume des Kreuzbergsattels trat nach der vorgestrigen Niederlage der Italiener Ruhe ein. Ihre Ver⸗ lufte waren größer, als anfänglich angenommen wurde. Denn beim Aufräumen des Gefechtsfeldes zählten unsere ö Truppen allein vor der Pannspitze, der Cima Frufnoni und dem Eisenreichkamm über 400 Feindesleichen. Die Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatz ist durchaus un⸗ veründert. Im Abschnitt von Doberdo wiesen unsere Truppen heute früh einen feindlichen Vorstoß gegen den vor⸗ springenden Teil der Karsthochfläche zurück. Italienische In⸗ fanterie, die sich östlich Vermegliano vorarbeiten wollte, wurde mit Handgranaten verjagt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.— * * 1 4 auch der neueste Entf chluß des Zaren, der mancherlei Rat⸗ I Zent uss und Mitglieder des Reichsrates, haben nach einer Reihe Der Zar übernimmt den Oberbefehl! Petersburg, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Zar hat bei der Uebernahme des Oberbefehls den bisherigen Generalissimus Großfürsten Nikolai Niko lajewitsch zum Vizekönig des Kaukasus und Oberbefehlshaber der Kaukasusarmee ernannt. Petersburg, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Armeebefehl des Zaren, datiert vom 5. September aus dem Hauptquartier, besagt:„Heute habe ich den Oberbefehl über alle Streitkräfte zu Lande und zu Wasser auf den Kriegsschauplätzen übernommen. Mit festem Vertrauen auf die Gnade Gottes und mi! der unerschütterlicher Sicherheit des endlicher Sieges werden wir unsere heilige Pflicht, das Vaterland bi⸗ zum Aeußersten zu verteidigen, erfüllen und Rußland keine Unehre machen.“ Petersburg, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Zar hat an den Oberbefehlshaber Großfürsten Nicolai Nicolajewitsch einen Erlaß gerichtet, welcher besagt: Zu Beginn des Krieges verhinderten höhere Erwägungen mich, meiner innersten Neigung zu folgen und mich an die Spitze meiner Armee zu stellen, deshalb beauftragte ich Si⸗ mit dem Oberbefehl über alle Streitkräfte zu Lande und zur See. Unter den Augen von ganz Rußland gaben Ew. Kaiser⸗ iche Hoheit im Laufe des Krieges Beweise nnerschütterlicher che das tie rtrauen und die frommen Wünsche velche Ihren Namen darrch mer eingedrungen ist, den aktiven Truppen zu übernehmen, mit meinem Heer⸗ die Anstrengungen des Krieges zu teilen und mit ihm die russische Erde gegen die Angriffe des Feindes zu schützen. Die Wege der Vorsehung sind unbekannt, aber meine Pflicht und mein Verlangen bestärken mich in diesem Entschlusse, der auf Erwägungen des Nußens für den Staat beruht. Der feindliche Einbruch von Westen her, der sich immer mehr verschärft, verlangt vorallemdie stärkste Kon⸗ zentration aller militärischen unde bürger⸗ lichen Behörden, sowie die Vereinigung des Ober⸗ befehls im Kriege mit der allgemeinen Tätig keit aller Verwaltungszweige der Regierung was unsere Aufmerksamkeit von der Südfront ablenkt. Bei diesem Stand der Dinge erkenne ich die Notwendigkeit Ihrer Hilfe un Ihres Rates auf unserer Südfront an undernenne Ste zun Vizekönig des Kaukasus und Oberbefehlshaber der tapferen Kaukasusarmee. Ich drücke Ew. Kaiser⸗ lichen Hoheit meine tiefe Dankbarkeit für die Anstrengungen in dem bisherigen Teile des Krieges aus. Petersburg, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Der Zar richtete an den Grafen Woronzow⸗Daschkow, Vizekönig des Kaukasus, einen Erlaß, worin er die Bemühungen und Anstrengungen an⸗ erkennt, die der Graf zur Verwaltung des Landes sowie zur Stär⸗ kung der alten Traditionen der glorreichen Truppen des Kaukasus angewandt hat. Der Zar erklärt, er gébe seiner Bitte nach, sein Kräfte einer seinem Gesundheitszustande mehr entsprechenden Arbei! widmen zu dürfen. Er enthebe ihn seines Postens als Vizekönig des Kaukasus und attachiere ihn seiner eigenen Person. Ein Tagesbefehl des Großfürsten. Petersburg, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Groß fürst Generalissimus hat an die Truppen folgenden Tages be⸗ fehl gerichtet: „Tapferes Heer und tapfere Flotte: Heute stellt sich euer erhabener oberster Kriegsherr, der Kaiser, selbst an Eure Spitze Ich neige mich vor Eurem Heldenmut, den Ihr seit mehr als einem Jahre bewiesen, und drücke Euch meine herzliche, wärmste und aufrichtigste Dankbarkeit aus. Ich bin fest davon überzeugt, daß Ihr von dem Zeitpunkt an, an dem der Zar, dem Ihr den Fahneneid geschworen, Euch führt, neue beispiellose Taten voll⸗ führen werdet. Ich glaube, daß Gott vom heutigen Tage ab seinem Erwählten seine allmächtige, zum Siege führende Hilfe angedeihen lassen wird. Generaladjutant Nikolaus.“ Das neue Programm der inneren Politik Rußlands. Paris, 8. Sept. WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ meldet aus Petersburg: Das gemeinsame Programm der Progressistenpartei der Duma und des Staatsrates umfaßt außer der Bildung eines Ministe⸗ riums des öffentlichen Vertrauens eine Reihe administra⸗ tiver, politischer, sozialer und religiöser Reformen. Kopenhagen, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.)„Berlingske Tidende“ meldet aus Petersburg: 24 Vertreter der Mehr- heitsparteien der Duma, von den nationalen Progressisten bis zu den Kabetten und äußersten Fortschrittlern, sowie Mitglieder des von chungen ein Arbeitsprogramm Ur beide celeb — 7 eee, gebende Kammern ausgearbeitet. Gleichzeitig ist ein Zusammen⸗ schluß aller fortschrittlichen Gruppen zustandegekommen. Der Eindruck in Frantreich und Italien. Berlin, 9. Sept. Ueber den Eindruck der Entschließung des Zaren in Frankreich heißt es im„Berliner Lokalanzeiger“; Von Clemenceau stammt das Wort„Nichts ist geändert, es gibt mir einen Oberbefehlshaber mehr bei unseren Freunden“. Der„Matin“ spricht, ohne den inneren Zerwürfnissen Rußlands Beachtung zu widmen, von dem Beginn eines heiligen Krieges. Der„Temps“ hegt die Hoffnung, daß es dem Zaren als Ober⸗ befehlshaber gelingen werde, in der Gegend von Wilna die N Massenzusammenziehung seiner Truppen zu bewerkstelligen.— Die italienische Presse pertritt die Ansicht, als ob durch die Uebernahme des Oberbefehls durch den Zaren nunmehr der . größte Feldherr aller Zeiten am Kriege teilnehme. Nur der„Corriere della Sera“ warnt vor trügerischen Hoff⸗ nungen auß eine baldige russische Offensive. *** Der türkische Bericht. 5 Konstantinopel, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers: An der Dardanellenfront im Ab⸗ schnitt Anaforta zerstreute unsere Artillerie am 6. September eine starke feindliche Gruppe bei Komikli Liman und brachte ihr Verluste bei. Bei Ari Burnu nichts Wichtiges. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr wurde das wirkungslose feindliche Artilleriefeuer fort⸗ gesetzt. Unsere Erkundungsabteilungen erbeuteten 30 Kästen mit Infanteriegeschossen. Unsere anatolischen Batterien beschossen am 5. September wirkungsvoll die Artillerie, das Lager und die 7 Werkstätten des Feindes bei Sedd⸗ül⸗Bahr; der Feind er⸗ widerte heftig, aber ergebnislos. Am 6. September erzielten die⸗ selben Batterien einen wichtigen Erfolg, indem sie die feindlichen Anfanteriestellungen wirksam beschossen. An den anderen Fronten nichts Bedeutendes. Konstantinopel, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellenfront drangen im Abschnitt von Anaforta in der Nacht zum 7. Sep⸗ tember unsere Aufklärungskolonnen, die gegen Meßtantepe und Azmak gesandt wurden, in die feindlichen Schützengräben ein, er⸗ beuteten zwei Maschinengewehre mit allem Zubehör, die gegenwärtig gegen den Feind benutzt werden, 15 Kisten Munition und 20 Ge- wehre. Unser Feuer vernichtete einen englischen Krankenwagen, der eine Munitionsladung enthielt und in die Luft flog. Bei Ari Bur nu nichts von Bedeutung. Bei Sedd-ül-Bahr beschos⸗ sen feindliche Torpedoboote mit Hilfe der Beobachtungen eines Fes⸗ selballons während einiger Augenblicke, ohne bemerkenswerten Schaden anzurichten, unsere Stellungen am rechten und linken Flügel. Unsere Batterien in den Meerengen brachten am 7. Sep⸗ tember feindliche Batterien zum Schweigen, die unsere Stellungen an linken Flügel beschossen, und zerstreuten feindliche, bei Morto⸗ 1 liman versammelte Truppen.— Sonst nichts von Bedeutung. N Rumänien. 1 Zürich, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Neue gaürcher Zeitung“ aus dem Haag erfährt, erklärt die rumä⸗ niüsche Nia en aft in London die Nachricht von der Mobilisation des rumänischen Heeres für falsch. 5 3 1 8 N . om, 8. pt.(WTB. Nichtamtlich,) Der Athener Laorrespondent der„Idea Nazionale“. die Italiener, sich keinerlei Illusionen über das Verhalten Venizelos hinzugeben. Dieser werde alles aufbieten, um in Albanien, im Aegäischen Meere und Kleinasien den Italienern den Weg zu versperren. Er sei klüger und praktischer wie Gu⸗ naris und wisse genau, was er heute erreichen könne, und was nicht. Die Depeschen der deutschen Gesandschaft in Athen unterschlagen! Athen, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Von unserem Privatkorrespondenten. Hier wurde die Aufsehen erregende Entdeckung gemacht, daß Depeschen der deutschen Gesandtschaft und Telegramme des Königs Konstantin seit Monaten von zwei Telegraphenbeamten unterschlagen worden sind, die hierfür von zwei fran⸗ zösischen Korrespondenten eine monatliche Bestechung jeder on je 1500 Franken bezogen haben. Die deutschen Dienst⸗ telegramme wurden, wie verlautet, nach Rußland weiter⸗ gegeben. Beide französische Korrespondenten sind verhaftet Berlin, 9. Sept. Zu der französisch⸗russischen Telegrammspionage in Athen und der Verhaftung der eiden französischen Journalisten Papas und Marion wird dem Berliner Tageblatt“ aus Athen telegraphiert: Die Untersuchung bat ergeben, daß die Spionage in weit größerem Um⸗ 15. getrieben worden ist, als es zuerst schien. Im Mai sind 90 Telegramme der deutschen Gesandtschaft, fünf deer englischen und neun der griechischen Regierung, fünf der russi⸗ schen Gesandtschaft und zwei der österreichisch-ungarischen, im Juni insgesamt 236 Telegramme, darunter 200 Tele- gramme der deutschen Gesandtschaft, und im Au- gust 33 Telegramme gestohlen worden. 5 Amerika und Oesterreich⸗ ungarn. London 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche 7. aus Lenox(Massachusetts) meldet, soll der österrei⸗ chisch⸗ungarische Botschafter Dumba zugegeben ha⸗ 5„ daß er dem amerikanischen Kriegskorrespondenten Archrbald, der unlängst auf der Reise nach Rotterdam in England angehalten wurde, ein Schreihen für Baron Burian mitgegeben hätte, in welchem er einige Maßregeln angab, wie die Erzeugung von Muni⸗ tion in Amerika aufgehalten werden könne. Dumba betonte, er habe das Recht, die österreichisch⸗ungarischen Arbeiter in den Stahl⸗ fabriken zum Ausstande zu bewegen. Er habe die Absicht ge⸗ .„am Montag nach Washington zu reisen, um Lansing seine . auseinanderzusetzen. Der Botschafter fügte hinzu, daß Tau⸗ . von Oesterreichern und Ungarn in den Stahlfabriken ar⸗ beiten und dadurch ein Verbrechen gegen das Vaterland begehen, für welches sie mit Zuchthaus bestraft würden, wenn sie zurück⸗ —.— Es sei seine Pflicht gewesen, die Leute von dieser Arbeit alten. 75 inige amerikanische Blätter entfesseln in dieser Sache eine Hetze gegen Oesterreich⸗-Ungarn. Der Fall wird wohl noch einige Auseinandersetzungen zur Folge haben. führende keine Nen an 6 irgendeinen der Krieg⸗ führenden vorwerfen kann.(Frankf. Ztg. 1. 1 3 Gießen, 9. Se er DOesterreichisch-schweizerische Grenzsperre. die Artes We a Basel, 8. Sept.(WT B. Nichtamtlich) Die„Basler Nach⸗ e i g. richten“ melden aus St. Gallen: Oesterreich sberrte nun-] Die dritte Kriegsanleihe soll eine Volksanleihe mehr den gesamten Grenzverkehr mit der Schweiz, auch die Linie sein. Auch die kleinsten Ersparnisse sollen aufgebracht wer⸗ Feldkirch Buchs sowie sämtliche Straßenübergaͤnge. den, um 25 ane nationale 1 Den 9 Die englischen Munitionsfabriten. gung des Krieges, zu ermöglichen. An diesem eicher 1 Lon d 8. 8 Nich, i ich) Das Munz leder Deutsche, ganz gleich welchen Standes und welcher Ver⸗ „ Lon don, 8. Sent.(Or Nichtamtlich) Das Muni⸗ mögenslage, in hohem Maße interessiert; denn die Zu⸗ tionsministerium erklärt, die Regierung habe weitere kunft jedes inzelnen hängt don dem Siege des 180 Munitionsfabriken übernommen, was ihre Ge⸗ Deutschen Reiches über seine Feinde ab. Die Reichetnanz⸗ samtzahl auf 715 bringe. l verwaltung ist darauf bedacht, auch die kleinsten Zeichner an Der Luftkrieg. den Vorteilen der Anleihe teilnehmen zu 715 ie hat Saarbrücken, 8 Sept.(WTB Nichtamtlich) Am Mon- deshalb in den Bedingungen der dritten Anleihe die Neue⸗ tag morgen gegen 10 Uhr stürzte am Friedhof von Cappel, Kreis rung getroffen, daß auch kleinere Beträge als 1000 Avold, ein französisches Flugzeug ab. Die Insassen, ein[ Mark nicht bis zum ersten Einzahlungstermin, dem 18. Ok⸗ Kapitän und ein Sergeantmajor, sind tot. Der Kapitän war bis tober, voll bezahlt zu werden brauchen, sondern daß auch zur Unkennglichkett verlümmelt, der Sergeantmqser entseblich fu⸗ den Zeichnern solcher Beträge die ganze Einzahlungs frist bis gerichtet. Das Flugzeug, auf dem sich ein Maschinengewehr, zum 22. Januar nächsten ahres zugute kommt. Wer nur Karabiner und fünf Bomben befanden, war vollständig von Schüfsen 100 Mar zeichnen kann und sich diese Summe erst erübrigen durchbohrt. Bei d itä e ei Saar⸗ chnen. brücken. ee ee muß, hat Zeit bis zum 22. Januar 1916, das heißt vom f ersten Zeichnungstage an fast fünf Monate. Um die 100 Mk. Alarmnachrichten aus Ind ien.. aufzubringen, braucht er nur jeden Monat 20 Mark zuxück⸗ Berlin, 9. Sept. Aus Konstantinopel bringt die aus Stadt und and. 8 1915. Die„Hesperian“ bewaffnet gewesen! London, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der New Yorker Korrespondent des„Daily Telegraph“ zitiert das amerilanische Blatt in Washington„Despatsch“, nach dem der amerikanische Konsul in Queenstown berichtet, daß die „Hesperian“ am Heck eine vierzöllige Kanone ge⸗ führt habe. * Berlin, 8. Sept.(Priv.⸗Tel., zens. Blu.) Aus London hier eingetroffene Amerikaner berichten: In England wird mit Be⸗ stimmtheit erzählt, daß ein deutsches Unterseeboot bald nach dem Untergang der„Arabic“ zum Sinken gebracht wurde. Das aufgetauchte Unterseeboot soll im Begriff gewesen sein, einen von New Orleans nach Liverpool unterwegs befind⸗ lichen Dampfer, der Maultiere geladen hatte, anzuhalten und durch Geschützseuer zu versenken, als der bis dahin durch den Dampfer der Sicht entzogene Zerstörer herbeieilte und das Unterseeboot durch Geschützfeuer versenkte, bevor das Boot tauchen konnte. Bordeaux, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas“: Der Frachtdampfer„Bordeaux“, der Com⸗ panie Transatlantique ist 12 Meilen von Kap Coubre ver⸗ senkt worden. Die e wurde gerettet. 5 London, 8. Sept.(WTB. Nichkamtlich.) Lloyds Agen⸗ tur meldet, daß die norwegische Bark„Shoresand“ ve 1 05 2 Die Besatzung wille 1 5 0 5 ondon, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des 1 critbe Reuterschen Bureaus. Der Londoner Dampfer„Rhea“ ist 0.. W über⸗ versentt worden; die Befatzung wurde gerettet. nehmen läßt, genießt den Vorzug eines billigeren Preises: Bordeaux, 8. Sept.(WT. Nichtamtlich.) Meldung für be 100 Mark werden 20 Pfennige 7 be t als der„Agence Havas“ Der Dampfer„Guatemala“ von boi den Zeichnungen auf Stücke. Dek Kurs beträgt also nicht a der Compagnie Génsrale Transatlantic ist auf der Fahrt 90, sondern nur 98,80 der h wovon noch die Stückzinsen von Saint Nazaire nach Philadelphia auf der Höhe der abgehen. Dafür hat sich der Schuldbu ner einer Sperre Belle⸗Isle torpediert worden. Die Besatzung wurde ge⸗ bis zum 15. Oktober 1916 zu unterwerfen. Das ist eine Be⸗ rettet.— Die„Guatemala“ war 118 Meter lang und cue jet 2 5 9958 von—.* 1* bie Wi 1 16 r breit. D iff war 1907 vom Stapel gelaufen. schuldbuch soll nur der Spar utzen, nicht die Absicht N E ich) Meldung heat, schun bald wieder ider das ang dec Geld zn pee Die Zinsen werden dem Schuldbuchgläubiger entweder b 0 zulegen. Wer 300 Mark zeichnet, hat erst am zweiten Zah⸗ „Vossische Zeitung“ die Nachricht, daß an der nördlichen lungstermin, dem 24. November, die erste Rate zu exlegen. Grenze Indiens ein heftiger Zusammenstoß zwi⸗ Für den, der 500 Mark nehmen will, kämen Teilzahlungen schen englischen Soldaten und Afghanen stattgefunden habe, Zeichner von 200 Mark 100 am 24. November und 100 am 0 22. Januar zu entrichten hätte. Natürlich sind aber auch Nähe von Lahore dauerten die Kämpfe seit 20 Tagen an. frühere Zahlungen zulässig und erwünscht. 525 Die englische Regierung nehme viele Verhaftungen unter der nisse- woßf in 8 isten Fall der Sparkasf 51 5 5 0 hl in den meisten Fällen auf der Sparkasse indischen Bevölkerung vor. Allein in der Gegend von Lahore liegen haben. Da die Sparkassen Anmeldungen 45 0. aften), 2 0 so ist diesen Zeichnern dringend zu empfehlen, sich in diesem Der Seekrieg. Fall der Vermittlung der Sparkasse zu bedienen. Sie können dann darauf rechnen, daß ihnen die Sparkassen 8— des größte Entgegenkommen zeigen werden. 1 Der Sparer, der Anleihestücke uber muß für deren Verwaltung, d. h. für sorgfältige Aufbe ing der An⸗ Zinsen sorgen, sei es, daß er diese Aufgabe t ü kasse, Genossenschaft usw.) gegen Entgelt überträgt. Wer aber jeder Sorge um die Verwaltung und um die Einziehung der Zinsen enthoben sein will, dem bietet'die Benutzung des man kein Bankdepot und kein seuersicheres Versteck im eigenen Haus. Man hat die bequemste Unter für den ezeichneten Anleihebetrag, eine kostenlose Aufsicht und die buch kann jeder durch hundert teilbare Betrag, von 100 Mark an aufwärts, eingetragen werden. Die Einkragung erfolgt Heichenn Für die Schuldbuchzeichner werden besondere von 100, 100, 100, 200 Mark in Betracht, während der wobei 3000 Engländer getötet worden seien. In der Die kleinen und kleinsten Zeichner werden ihre Erspar⸗ seien über 40 000 Leute verhaftet worden. nungen übernehmen(ebenso wie die Kreditgenosse Verzichts auf die satzungsmäßigen Kündigungsfristen das leihetitel und der Zinsbogen und für die Einkassie der 0 einsbe n. al er nimmt, oder sie einer dafür geeigneten Stelle( 1 Reichsschuldbuches den besten Ausweg. Da braucht elbsttätige Erledigung des Zinsendienstes. Ins Reichsschuld⸗ Jeichnungsscheine(auf rotem Papier) ausgegeben, die zu⸗ gleich die Angaben enthalten, welche der Zeichner machen muß, damit die Eintragung in das Schuldbuch bewirkt wer⸗ den kann. Die Anmeldungen zum Reichsschuldbuch werden bei jeder Zeichnungsstelle angenommen, und bei 2 Stellen wird a bereitwillig nähere Auskunft der erteilt. Wer seinen Beitrag in das R La 4 8. Sept.(WTB. ede N 1 J der„Agence Havas“. Ein deutsches Unterseeboot hat in der D. i a 5 7—.— Nacht den e„Garouhy“ aus Liver⸗ die Post ins Haus geschickt, und zwar schan zwölf Tage vor pool versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. dem Fälligteitstermin, oder auf seinen Antrag der Spar⸗ Ymuiden, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Der Fisch⸗ kasse oder Kreditgenossenschaft überwiesen So kann sich das dampfer„Verano“ landete hier 18 englische Fischer, näm- Sparkassenbuch allmählich von selbst wieder um den Betrag lich die Besatzungen der Schiffe„Emanuel“(169 Tonnen), ergänzen, der für die Zeichnung auf die Kriegsanleihe ab⸗ 585 9 97 8 20. A. 8 A 0 8 gehoben wurde. 3 8 7 0 1 und„Constance“ Tonnen). Alle Schiffe, die aus Lovestof Ni i inter die Mein verstecken, e sind. wurden am Montag nachmittag 44 Meilen Ostsüdost Lovestosts o m 1 1 7 125 dert o„ dert von zwei deutschen Unterseeboboten versenk Mark nicht an, damit auch die dritte Kriegsanleihe den 2 London, 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des 5 N 3 5 80 f 1 7 1- gleichen gewaltigen Erfolg habe wie ihre Vorgängerin. Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Douro“ ist versenkt wor Gerade dis kleinen und kleinsten B —. ment zusammengesetzt. Bei der ersten* sind 147 Millionen Mark durch 473 000 Zeichnungen auf—9 85 Aus dem Reiche. summen von 100 bis 500 Mark aufgebracht worden; bei Der Ankauf von Gerste. zweiten Kriegsanleihe aber hatte sich die Zahl dieser Zeich Berlin, 8. Sept.(Amtlich) Die Reichsfutker⸗ ner um nicht weniger als 820 ee mittelstelle veröffentlicht folgende Bekanntmachung: Nach summe war um 178 auf 325 Millionen M 5 vachsen. der Verordnung über den Verkehr mit Gerste aus dem Ernte⸗ Wenn ein solches Riesenvermögen von den kleinsten jahr 1915 von 28. Juni hat die Reichsfuttermittelstelle festzu⸗ Sparern aufgebaut werden konnte, so darf man wohl er⸗ etzen, welche Betriebe Gerste verarbeiten oder verarbeiten lassen warten, daß pie dritte Kriegsanleihe, bei die Voraus- Lürsen und in welcher Menge(Kontingent). Sie kann weiter zur setzungen des Erfolges(die militärische und wirtschaftliche Durchführung der Ueberwachung die erforderlichen Anordnungen Ueberlegenheit) noch größer sind, als sie im März 1915 e Lest recht eine wahre Volksanleihe sein wird. stelle im Einvernehmen mit ihrem Beirat angeordnet, daß Beträge von 100 bis 2000 Mark waren bei der i Aus- Ankauf von Gerste für gersten verarbeitende Betriebe aus⸗ gabe von mehr als zwei Milli einzel 5 84 ießlich i ihr ausgestellten Gerstenbezugsscheine. 5. — 9 1 A u iche Hersterbezugsscheine 17 5— emeldet worden; sie ergaben eine Summe von 1662 Mill. weiteres der Gerstenverwertungsgesellschaft m. b. H. Berlin und] Mark. Das sind Taten, auf die das deutsche Volk stolz sein München ausgehändigt werden, der danach allein die Möglich⸗ darf; denn die feindlichen Nationen haben nicht 5 keit des Ankaufs von Gerste für Brauereien solche Beweise der finanziellen Bereitschaft aufzubringen. und die anderen e Betriebe gegeben ist.—, sind noch reichliche Ersparnisse vorhanden, die nicht in fünf⸗ Ein unmittelbarer Ankauf von Gerste ist diesen 95 f be prozentiger Reichsanleihe angelegt sind. Die Zeichnung i g 5 8 icht ttet. W ie Gerste kaufen wollen, müssen, 9451 1 8 — die 3 sgesellschaft tun oder sich von der deutschen Sparlassen und ihrer Einl. haben zur 0 iht als Kommisstonäre bestellen lassen. Gegenteilige Bressenach⸗JKriegsanleihe 884, zur zweiten 1977 Millionen beigetragen. Abbe sind* Wer unbefugt(also ohne Gerstenbezugs⸗[Das sind zusammen 2861 Millionen oder 9 schein) beschlagnahmte Vorräte(alle Gerste ist zugunsten der Kom⸗14 Prozent ihrer Gesamteinlagen. Und die Neueinzahlungen munalperbände 1 verkauft, kaust oder ein anderes sind so reichlich ber denz daß die von den e 0 Veräußerungs- oder Erwerbsgeschäft über sie abschließt, wird aufgezehrten Gelder bereits fast vollständig wie nach der Gerstenrerordnung mit Gefängnis bis zu einem Jahr den. l . ö wurden. 3 2 oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark bestraft.— Gerste, die 1 i N g.; Gen! ein Betriebsunternehmer unbefugt erworben oder verarbeitet hat, Ver 8 151 wohl 2 1 IE enn g 0 f f ur Verfü 0 itzt, de F„ e 51 die Darlehnskassen sich die zur Be⸗ 4 a teiligung an der Anleihe verschaffen. Die N Mannheim, 8. Sept.(Prip. Tel.) Die Rheinische nehmen z. B staatliche und Reichsanleihen, also auch die Automobil-* Motorenfabrik A. Benz u. Co, Mann⸗ Stücke der Kriegsanleihen zu 75 Prozent des ee heim, hat auf die dritte Hriegsanleihe den Betragsals Pfand. Wer für 1000 Mark der* RE von 6½ Millionen Mark gezeichnet. Von dieser Mark gezahlt hat, bekommt darauf bis 500 ark ge⸗ Summe entfallen 5 Millionen Mark auf ung der Ge⸗ liehen und kann nun zwei Stücke von je und 200 1 f sellschaft, eine Million Mark auf Zeichnungen der Direk- der dritten Anleihe dazu kaufen. Die Kosten dieses Dar⸗ Der ameritanische Friedenskongreß. toren, Kontoristen, Beamten, Meister und Arbeiter und] lehens sind ganz unbedeutend. Sie betragen 8 eh* „Nen Dorf, 8. Sent.(gen Irkst. Det Friedens- 500 000 Mk. auf den Arbeiter und Beamten-Unterstützungs⸗ als Ausnahmebedingung, 5½ Prozent fürs„ konareß in Ebieago nahm mit Einstimmsareit Eneschuetun⸗ sonds. Von der zweiten Kriegsanleihe hat die Benz-Gesell⸗ 700 Mark also 36,75 Mark. Das e von zu daten a deren die Frerbeit de dee te ale Heller der saut J Niclonen Mark gezeichnet, Je daß ihre Gesannt- 400 Mark 35 Marf Jinsen zaßrlich tragen, Jo Jed 2 gen an, in langt, doch von der Forderung des Verbots der Waffengusfuhr J 5 5 N f nur 1,75 Mark z hlen. Und dies 1 and genommen wird. Bryan soble in seiner Rede die Frie⸗ Fee, nunmehr den Betrag von 9500 000 Mark erreicht. bee e nal 8155 47 n 50 Arlt dens politik Wilsons. Er sprach die Meinung aus, daß Ferner hat die Firma Etablissement Hutchinson, 5 5 Irlit at b et* 5 ieß es Kongres 5 ummiwarenfabrik A. G., Mannheim, den Betrag von gezahlt wird. Auf den Monat berechnet, ma maß vollen* 2 des Kongresses der Friedensbewe⸗] Gum f heim, rag 112 Mad 15 Pfennige aus Die 3 die* gung in Amerika einen starken Anstoß geben werden, da man dem 400 000 Mark gezeichnet. 1 7 1 5„ mpsbl. e lehllszassen seyr aber alleroluge u e. egen Corus, bac man darauf rechnen kann, das Geld für die Tilgung des Darlehens und für die Einlösung der verpfändeten Schuld⸗ verschreibungen in absehbarer Zeit aufzubringen. Der Zweck bieser Aushilfe besteht im allgemeinen nicht darin, daß die Pfänder oder die Kriegsanleihe spüter verkauft werden. 5 8 * Auszeichnungen. Techniker Louis Werner von hier im L.-J.-Rgt. 118, der im November 1914 das Eiserne Kreuz erhielt, wurde nunmehr auch mit der Hessischen Tapferkeits⸗ medaille ausgezeichnet.— Dem Schützen Heinrich Schwarz aus Gießen im aktiven Garde-Schützen⸗Bataillon, 3. Komp., wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. * Obst⸗ und Gemüsemarkt. Infolge der starken Anfuhr von Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt am Brandplatz werden vom Samstag, den 11. September an die mit Obst und Gemüse beladenen Wagen wieder auf Oswaldsgarten aufgestellt. * Kartoffelausstellung. Eine interessante Aus⸗ stellung wird, wie gestern schon in Kürze mitgeteilt, am Samstag, den 11. September, im Palmengarten zu Frank⸗ furt a. M. eröffnet werden und zwar eine solche von Kar⸗ toffeln. Außer dem sehr reichhaltigen Sortiment, das der Palmengarten selbst versuchsweise in diesem Jahre an⸗ gebaut hat, und der 1 des Landwirtschaftlichen Justitutes der Universität Gießen werden auch andere Züchter bewährte Sorten aus verschiedenen Lagen und Ge⸗ genden bringen. Neben den Kartoffeln findet eine hervor⸗ ragende Auswahl von Tomaten Platz, ferner die ver⸗ schiedenartigen Wurzelgemüse, Bohnen, Küchen⸗ kräuter usw. Jdenfalls wird alles vorhanden sein, um die Ausstellung, die in den Gewächshäusern des Kultur⸗ sartens untergebracht ist, so belehrend wie möglich zu ge⸗ talten und dem Rahmen der Kriegsgemüsezucht im Palmen⸗ rten anzupassen. Die„ ee e hat den Eintrittspreis über die Dauer der Ausstellung— von Samstag, den 11. bis einschl. Sonntag, den 26. September— für den Besuch des Gartens und der Ausstellung sehr billig gestellt, und so 5 es auch an Zuspruch seitens der inter⸗ essierten Kreise nicht fehlen. Landkreis Gießen. * Dorf⸗Gill, 9. Sept. Dem Unteroffizier Schäfer von hier wurde die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Alsfeld. 5 [ Ruppertenrod, 7. Sept. Am vorgestrigen Sonntag fand in der hiesigen Kirche eine Gedächtnis⸗ feier statt für drei Helden aus unserer Gemeinde, die in Rußlands Erde liegen. Es sind dies die Musketiere August Horst, Karl Seim und Otto Weber. August Horst wurde am 15. Juni im Gefecht bei dem Gehöfte Zymuntow in der Nähe von Kalwarja durch einen Bauchschuß schwer verwundet. Er starb noch an demselben Tag auf dem Ver⸗ bandplatz. Unter militärischen Ehren wurde er auf dem Friedhof zu Trempiny beerdigt. Karl Seim erlitt bei einem Sturmangriff auf die Höhe 145 durch einen Brustschuß den Heldentod. In der Nähe des Dorfes Wengra bei Prasz⸗ nysz deckt den einzigen Sohn seiner Eltern die russische Erde. Otto Weber nahm in Galizien an 6 Gefechten teil. Bei einem Patrouillengang am 4. Juni wurde er in der Nähe der Stadt Stanislau durch einen Oberschenkelschuß und Beinbruch schwer verwundet. Er kam in das Lazarett nach Stry, wo er am 6. Juli verstarb. Die Kirche war bei der Gedenkfeier überfüllt. Die Gedächtnisrede hielt Herr Pfarrer Jung von Ober⸗Ohmen.— Die gestrige Gemeinde⸗ Dostverstergecalng erbrachte den bisher hier noch nie⸗ mals erzielten Betrag von 700 Mk. Das Obst, in der Hauptsache Aepfel, war sehr begehrt und wurde gut bezahlt. A Aus dem Ohmtal, 8. Sept. Die Grummeternte ist in vollem Gange. An Quantität übertrisst sie die Heuernte. Nur die Qualität leidet unter dem bewölkten Himmel, der trotz hohem Varometerstand keine Sonne durchscheinen läßt. Die Preise für das Grummetgras waren hoch. An Grünfutter sehlt es nirgends, der Stand des Klees ist vortrefflich. Kreis Lauterbach. Aus dem oberen Vogelsberg, 8. Sept. Die Erute ist immer noch nicht ganz beendet. Abgemäht ist wohl alles, nur konnte wegen der ungünstigen Witterung noch nicht alles Getreide eingefahren werden.— Nach fsast zweimonatiger Abwesenheit haben sich die Stare wieder eingesunden. In Scharen fliegen sie wieder umher. Kreis Schotten. „ Eichelfsachsen, 7. Sept. Auf dem benachbarten Hofgute Zwiefalten, im weiteren Umkreise„Kirschberg“ enannt, brannten in der Samstagsnacht sämtliche irtschaftsgebäude nieder. Das Wohnhaus, ein ehemaliges Jagdschloß des hessischen Landgrafen Lud⸗ wig VIII., konnte vor dem verheerenden Elemente bewahrt werden. Die Ernte, soweit sie in den Scheunen war, ist ver⸗ nichtet. Der Besitzer, Gutsbesitzer Fischer, ist Inhaber eines Zuchthofes für Rinder der Vogelsberger Rasse; die Tiere— etwa 50 an der Zahl— konnten ettet werden. Ueber Entstehung des Brandes verlautet nichts. Die Familie Fischer ist schon sehr lange auf dem Gute ansässig. Dasselbe war früher hessische Domäne. Starkenburg und Rheinhessen. O Offenbach, 9. Sept. Der durch Urteil des Schwur⸗ gerichts vom 17. Juni d. Js. wegen Mordes zum Tode verurteilte Hausbursche Adam Funk in Offenbach wurde durch den Groß- herzog zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Funk, der nach sachverständigem Urteil geistig minderwertig ist und bei Begehung der Tat unter dem starken Einfluß der wegen Bei- hilse zum Morde zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilten Haushälterin Scheuermann stand, war von den Geschworenen einstimmig der Gnade empfohlen worden. 8 Kreis Wetzlar. „ Hörnsheim, 9. Sept. Dem Gefreiten Schmitt von hier wurde die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen. Hessen⸗Nassau. — Marburg, 8. Sept. Professor Trommers-⸗ hausen, eine durch 5 hervorragende Betätigung auf allen Gebieten des sozialen Lebens weitbekannte Persönlich⸗ keit, feierte gestern seinen 70. Geburtstag. Professor Trommershausen wohnte bis vor zwei Jahren in Frank⸗ furt a. M. und war hier Lehrer und längere Jahre auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. — Hünfeld, 8. Sept. Die beiden Nachbargemeinden Kirchhasel und Roßbach feierten ihr elfhundert⸗ jähriges Bestehen durch eine dem Ernst der Zeit au⸗ seh gemessene Feier. Der Kirchturm von Kirchhasel ist nach— weislich älter als 1000 Jahre. u. Limburg, 8. Sept. Der gestrige Viehmarkt ist wegen Feststellung der Maul- und Klauenseuche bei aus⸗ getriebenem Vieh aufgehoben worden. Die Straßen, durch die Vieh aufgetrieben wurde, sind mit Karbolsäuremischung besprengt worden.— Im Rekrutendepot des hiesigen Landsturm-Ersatz⸗ Bataillons 2 befindet sich eine Anzahl Rekruten, die im Zivilberuf den schönen Künsten obliegen. Man kam deshalb auf den Ge- danken, das Limburger Publikum mit einer künstlerischen Ver⸗ anstaltung zu überraschen, und so wurde bereits am 1. September ein Wohltätigkeits abend zum Besten des Roten Kreuzes veranstaltet. Da die Zuhörer nicht alle Platz finden konnten, sand 3 N r aul Montag eine Wiedergotung malt. Tiese endete mut gleichem durchschlagenden Erfolge. Der Reinerlös der beiden Ver anstaltungen beträgt weit über 1000 Mark. Vermischtes. München, 8. Sept.(Priv.⸗Tel.) Aus dem Zoologischen Garten brachen zwei Wölfe aus, während der Wärter den Käfig reinigte. Einer fiel den Wärter sofort von hinten an und brachte ihm einen tiesen Biß in das Genick und mehrere in den Oberschenkel bei. Der Wärter wurde schwer verletzt. Ein Soldat eilte zu Hilse, schlug mit dem Säbel auf das Tier und traf dabei auch den Wärter. Der Wolf wurde von einem anderen Wärter durch einen Schuß getötet. d Das zweite Tier wurde nach einiger Zeit wieder eingefangen. Handel. Essen(Ruhr), 8. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat ladet seine Mitglieder auf den 14. September ein zu einer weiteren Zechen⸗ besitzerversammlung, deren Tagesordnung noch nicht festgesetzt ist. ä—ꝛNAUTG—ñw-Q Ü ù—2——ů—B—(VU— Q((— ů——— tt—— Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 10. Sept. 1915: Fortdauer der bestehenden Witterung: Ziemlich heiter, trocken, tagsüber warm. LELeetzte Nachrichten. Zum Sturze Nikolajewitschs. i. Köln, 9. Sept. Die„Köln. Ztg.“ schreibt zu dem Armeebefehl des Zaren, derselbe bedeute das amtliche Eingeständnis des Mißerfolges der 1 85 schen Waffen, das Bekenntnis, daß der Großfürst Organisator der russischen Niederlagen gewesen ist. Damit hat für den Krieg einer der bedeutsamsten Ab⸗ schnitte angefangen. Bei den Verbündeten dürfte der Entschluß einen niederschlagenden Eindruck machen. Die Ent⸗ sendung des Großfürsten nach Tiflis bedeutet eine Verab⸗ schiedung in aller Form. Wir dürfen uns indessen nicht der Täuschung hingeben, daß die Enthebung des Großfürsten vom Oberbefehl nun der erste Schritt zum Frieden sei, jeden⸗ falls dürfen aber unsere Heerführer und Truppen das Er⸗ eignis neben ihren Schlachtensiegen als einen politischen Erfolg buchen. Amerikas Munitionslieferungen— ein verkanntes englisches Hetzmittel? i. Köln, 9. Sept. Dr. Karl Bachem bringt in der„Köln. Volksztg.“ einen längeren, die Meldungen von großen ameri- kanischen Munitionslieferungen kritisierenden Ar⸗ tikel und erklärt, daß ihm jüngst ein zuverlässiger, hochstehender A kaner mit aller Bestimmtheit berichtet habe, die amerikani⸗ chen Munitionslieferungen hätten auch nicht annähernd den Umfang, wie dies die deutschen Zeitungen annähmen. Bisher sei nur Munition für et geliefert worden, aber keine einzige Granate.(Und die Feststellungen der Deutschen Heeresleitung? Red. d. Gieß. Anz.) Automobile seien allerdings in erheblichem Umfange zur Ablieferung gekommen. Bachem meint, der Gedanke liege nahe, daß hinter den Angaben von ungeheuren amerikani- schen Munitionslieferungen ein englisches System stecke daß wir systematisch aufgehetzt und in einen Krieg mit Amerik getrieben werden sollen. Es sei jedenfalls die Pflicht eines jeden politisch denkenden Staatsbürgers, Vorsicht und Zurück⸗ haltung bei der Beurteilung der Maßnahmen der amerikani⸗ schen Regierung zu beobachten. Aus Anlaß der Auflegung der dritten Kriegsanleihe findet Dienstag, den 14. Sept. 1915, abends 8 Uhr in der neuen Aula Oeffentliche versammlung eine statt über (Eingang von der Ludwigstraße oder Goethestraße) 1. Vortrag des Herrn Professor Dr. Skalweit: 5 „Warum zeichnen wir die Kriegsanleihe?“ 3 2. Schlußwort: Herr Oberbürgermeister Keller. 5 N 1 1 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren treuen, lieben und unvergesslichen Sohn, Bruder, Onkel und Bräutigam Herrn Richard Kröll Postassistent nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 28 Jahren zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Familie Kröll Familie Bermuth. Giessen(Glaubrechtstr. 8) und Fürth(Odenwald), den 9. Septbr. 1915. Die Beerdigung findet Samstag, den 11. September, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 72⁰⁵ Den Heldentod fürs Vaterland starb am 29. August d. J. bei einem Gefecht unser innigstgeliebter, guter Sohn und Bruder Ludwig Erb Kriegsfreiwilliger im Reserve-Inf.-Regt. Nr. 222 im Alter von 19¼ Jahren.. In tiefem Schmerz: Lehrer Erb und Familie. Nach langer Ungewissheit erhielten wir heute die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber, guter Sohn, Bruder und Neffe Albert Mook Kriegsfreiwilliger im Res.-Inf.-Regt. 222, 12. Kompagnie im 21. Lebensjahr am 26. Mai bei einem Sturmangriff verwundet wurde und am 28. Mai 1915 im Lazarett seinen Verwundungen erlegen ist. 0 In tiefer Trauer: N Familie Gustav Mook, Photograph. Giessen(Eichweg 7), den 8. September 1915. 7189 Heute morgen entschlief nach kurzem Kranksein unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Georg Luh im 70. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Johs. Luh Familie Lud. Luh FHamilie Lud w. Schupp. Grossen- Linden, den 8. September 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. September, nachmittags 4 Uhr statt. 7186 Feuervers.- 8 * 04943] Gut erhaltene Oefen bill. zu v. Ludwigsplatz 4. Gut erhaltener zwettür Helderschrank u. ein Schrolb- Lich, den 8. September 191 Am 28. August mußte mein lieber, guter Mann, der liebevolle Vater seiner beiden Kinder, unser unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel, Neffe, Onkel, Schwager und Schwiegersohn, der Viehbeschneider Wilhelm Beppler Ersatz⸗Reservist auf Rußlands blutgetränkten Fluren sein Leben lassen. In großem Schmerze: Frau Kath. Beppler, geb. Hartmann, und Familie Frau Konr. Beppler Ww. Familie Heinrich Brückel III. Familie Lehrer Beppler Lehrer K. Beppler Jamilie K. Müller Jamilie Otto Dern. Lang⸗Göns, Steinheim, Ober⸗Seibertenrod, Leihgestern, den 8. September 1915.„ 3⸗Zim.⸗Wobn.(Hinterhaus) für 20 Mk. an ruhige Leute zu verm. Marktplan 18 1.% 04902] 2 Zimmerwohng. zu verm. Krofdorser Str. 10. 605 Schiffenberger Tal schöne Wohnung, 2 Zimmer, Küche und abgeschlossener Korridor, per alsbald vermieten. Näheres Nord⸗ Anlage 38, Bureau. VIIIa Wilbelmstx. 7 f. sof. od. später zu verm. Näh. WUhelmstr. 5 I. 8 Zimmer Judwigstr. 20 6⸗Zimmer⸗ Wobnung zu vermieten per 1. Oktober. 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