ttes un, e bs. 3 25 Sunnstag, 4. September 1015 8 8. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen 8*. Universitäts-Buch- und Steindruckerei. f Die„Gleßzener Familienblätter“ werden dem R. Lange, Gießen. „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt. das Schriftleitung, Geschãftsstelle u. Druckerei: Schul · „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrift ⸗ g 1 r General⸗A 13 e i 9 e r fü r Ob erh eff en leitung: 5 9 36 8 — In seinem Oberlauf etwa bis zur Einmündung der west⸗[ ganz große Rechtsgebiete. So Aude eine neue Zolls lichen 12— zum Unterschied von der aus e Krieg] ordnung geschaffen. Der Julianische Kalender(alten Stils) von 1812 berühmt gewordenen dem In jepr zuströmenden wird unter gleichzeitiger Aufhebung der„Galatage“ durch Beresina nennt man diesen Nebenfluß des Niemen die west⸗ den Gregorianischen Kalender(neuen Stils) ersetzt. Die liche Beresina— hat der Njemen so unbedeutende Breite gesamte Gerichtsbarkeit wird durch eine Verordnung und Tiefe, daß er kaum als militärisches Hindernis ange⸗füber die Gerichtsverfassung Gemeindegerichten, die aus 1 sehen werben kann. Aber der nächste, bis zur Einmündung einem Friedensrichter und Schöffen bestehen, Bezirksgerich n der Schara reichende Abschnitt kommt schon dals Hindernis inf ten und einem an dem jedesmaligen Amtssitz amtierenden 5 5 Betracht; er erreicht hier eine Breite von 100 bis 200 m bei] Obergericht übertragen. Bei den Gemeindegerichten ist die einer Tiefe von 2 bis 4 m.(Die östliche Verlängerung[Gerichtssprache die polnische, bei allen übrigen Gerichten 8 dieses Abschnittes bildet die in einem waldigen Sumpf⸗ die deutsche. Das Verfahren in Strafprozeß⸗ und in Zivil⸗ 1 gelände dahinfließende westliche Beresina.) Der Fluß wird prozeßsachen sowie in Sachen der freiwilligen Gerichtsbar⸗ 3 5 nun auf seinem Wege gegen Grodno etwas schmäler, das keit richtet sich bei den Gemeindegerichten nach dem bisher Ufergelände hin und wieder steil. Gerade diese Flußstrecke] dort geltenden Recht, bei den andern Gerichten nach gelten? im Verein mit der sich südostwärts anschließenden Schara dem deutschen Recht. Zuständigkeit und Rech e en 1 73 mit ihren versumpften ungangbaren Ufern ist von wesent⸗ sind genau bestimmt. Das Begnadigun 2 cht steht deem licher Bedeutung, denn sie sperrt alle von Bjelostok und Oberbefehlshaber Ost, Werte. chall Hindenburg, zu, Brest⸗Litowsk heranführenden Wege. Hier kann der der auch die auf Todesstrafe oder auf lebenslängliche Frei⸗ russische Rückmarsch noch Widerstand leisten. Hier können heitsstrafe lautenden Urteile zu bestätigen hat. Die Todes ⸗ Rückstöße erfolgen. Hier könnte ein genialer Führer auf strafe wird durch Erschießen vollstretkt Bei dem bisherigen russischer Seite dem Gegner noch manche Nuß zu knacken unter russischer Herrschaft obwaltenden Rechtszustande ver⸗ geben. Aber Rußland hat einen solchen bedeutenden Kopf bleibt es grundsätzlich 05 dem Gebiet des bürgerlichen nicht aufzuweisen. Neben aller Tapferkeit und Größe auf Rechts. Dagegen ist das Städterecht in Polen ganz; seiten der Verbündeten tritt hier ein wichtiger Umstand auf, neu geordnet worden. Die für 21 polnische Städte aus⸗ der den Sieg beschleunigt, den wunderbaren Erfolgen zu.. ausführliche Städteordnung lehnt sich an die Hilfe kommt. Und deshalb kann man zuversichtlich sagen: Städkeorbnung für die östlichen preußischen Provinzen an Mit Grodno stürzen die letzten Hoffnungen zusammen, die und kann durch Erlaß des Chefs der Zivilverwaltung auf man vielleicht in Petersburg hinsichtlich der Niemenstellung andere Städte und große Landgemeinden ausgedehnt wer⸗ noch hegte. den; sie droht widerspenstigen und aufsässigen Bürgern —— ben 1 5 Geldstrafe 5 8 Mark ben 9 gil 9 f is zu onaten die Verbringung in ein s Zivil⸗ deutsches Recht im besetzten Often und westen. gefantgenenlager bis due an eren, Arden ern been Einen interessanten Vergleich zwischen den gesetzgebe⸗ aber den Sladtg emeinden selbst Korporationsrechte und rischen Maßnahmen, die im beseg en Osten und Westen ein wei 1 Recht der Selbstverwaltung. Auch weib⸗ getroffen worden sind, veröffentlicht Oberverwaltungs⸗ liche Personen können in——5 städtische Aemter be⸗ gerichtsrat Schiffer im neuesten Heft der bei Otto Lieb⸗ rufen werden. Die Geschäftssprache für die Gemeindever⸗ mann erscheinenden Deutschen Juristen⸗Zeitung. Wer da waltung ist deutsch und ln'Rechtsbilbungen von so glaubt, daß die in Belgien und Polen erlassenen Verord⸗— 7— ender Art gibt es in Belgien nicht. Es sind mehr nungen im großen und ganzen übereinstimmen und nur Einzelverordnungen, die bestimmte Punkte regeln. So wird im einzelnen lokale Abweichungen aufweisen, ist durchaus keine ganz neue Städteordnung aufgestellt, sondern ein⸗ * 1 der Jusammenbruch der Njemenstellung. Mit dem Falle von Grodnzp stürzt die letzte Säule der Fe Festungsfassade e die der Russe am Mittellauf des Niemen fast parallel zur deutschen Grenze aufgebaut hatte. Der hier tief eingeschnittene Strom sollte dem aus HOdstpreußen kommenden Angreifer den Weg auf Minsk Moskau und auf Wilna Petersburg verlegen. So war es gedacht in den alten russischen Kriegsplänen. Als starker rechter Flügelstützpunkt sollte Kowno dienen. Olita sollte die Mitte zwischen 1— und Grodno halten. Als Flanken⸗ a Achte man sich die bei Kowno in den Njemen ein- 1 5 de Wilja Der Raum hinter dem Njemenabschnitt 1—— gewährte den Russen für die Zeit ihrer Offensive ausgezeichnete Versammlungsgebiete, und man muß sagen, ite 9b haben, solange es ging, von diesem Vorteile eee gemacht, bis die furcht⸗ 0 l chläge Hindenburgs 0 in dieses wim⸗ 8 5 est russischer Reserven kopflose Verwirrung brach⸗ ten. Mit Grodno stürzt nun der letzte Halt e Aber man darf nicht vergessen: Hier hat der Russe auf dem lnischen schauplage am längsten ausgehalten. Und das Hat 575 0 9 Man rechnete im russischen General- N Biene ce aun damit, daß, wenn es zu einer deutschen ensive kommt, diese erst über jenes polnische Riesen⸗ 5 stürmt, das sich wie ein Bauch zwischen Norddeutsch⸗ 3 und Galizien schiebt, daß Deutschlenn aber ge die Linie Kowno—Grodno vorerst nur demonstrieren werde. Erst dann, nach der Eroberung der Weichselprovinzen, wenn die deutschen Heere schon vor Weißrußland, der Polesie und 1 stehen, müsse das nordwestliche Kriegstheater chauplatz von Entscheidungskämpfen werden, bei denen man sich ruffischerseite alles von der Verteidigungszone Wilja 5 Grodno-—Njemen—Schara versprach. Die bare. des Gebietes mit seiner Masse . ngangbaren Wäldern und den im Frühjahr 5 5 7 unter Wasser setzenden 85 en wurde in den strategischen Schriften der russischen en Militärs stets mit Stolz und Nachdruck betont. Nun ist fischen Rech aufe Exempel empel gemacht worden, und von der im Irrtum. Im Gegenteil wird das Gleichartige von dem zelne neue Bestimmungen treten nach Bedarf in Kraft. e stimmt mur die Vorhersage der Reihen⸗Verschiedenartigen erheblich überwogen. Der Krieg, der Vesonders umfassend sind die wirtschaftlichen Kriegsmaf- der kriegeri Hen Ereignisse Alles andere einn nicht. sonst in so vielen Dingen der große Gleichmacher 1 hat nahmen in Belgien: die Ueberwachung und W tung von Banken und wirtschaftlichen Unternehmungen aller 4 Art, die Regelung der Geldverhältnisse usw. Zahkreiche* Ein⸗ und Ausfuhrverbote greifen in das bel 85 Wirt! schaftsleben ein. Auf allen Gebieten sucht der deutsche Herr des Landes die materielle Wohlfahrt zu 2 so⸗ weit es die Kriegszwecke gestatten. Doch auch an den idealen gen 4 Kriegergräbern dürfen z. B. bei strenger Strafe nur zum eck de ente wer dener deere ae,. —. von Leichen Angehöriger außer⸗ aten 1 Bestattungsplätzen bedarf der besonderen Genehmigung des Verwaltungschefs beim Generalgouverneur. Zahlreich sind die Mahnungen, Warnungen, Mitteilungen und Belehrun⸗ die 2 amtliche Gesetz⸗ und Lerordangsblaff für Belgien thält. So wird die Berücksichtigung der sich seendig 33 anonymen Anzeigen abgelehnt; gegen 7 den Wucher mit Requisitionsscheinen der deutschen Heeres⸗ verwaltung wird eingeschritten. Ueberall tritt in 988 9 1 zelnen Bestimmungen die Sorge für die Wohlfahrt des Weder Landes hervor. N 3 * vermischtes. l 93 * Englische Varisté⸗Sterne als Werber. Die beruhigenden Erklärungen Lord Kitcheners, er könne jederzeit über 8 so viele Soldaten verfügen, als er nur immer wünsche, werden durch die bis zum Grotesken gesteigerte krampfhafte— Die; Fe en* Njemenabschnittes sind genau nach dem W Schema der Kämpfe an der Weichsel zer⸗ 1 worden wie irdene Töpfe. Vieles, was von einer leitung auf russischer Seite vielleicht hier in jedem Fall besondere Formen der Verwaltung ge⸗ fordert, die sich den unterschiedlichen Verhältnissen und zuständen der beiden Länder anpassen. Gleich ist in diesen Belgien von dem Generalgouverneur v. Bissing und für ätte gehalten werden können, ist panikarti 5—— Generalfeldmarscha 1 v. Hindenburg erlassenen g worden. Die Sümpfe und Wälder, die Hügel und Bestimmungen nur 5 scharf z Rehe frische Geist, der n„alle die kleinen Festungswerke der Natur, Gf die der eine hohe aa eng Lei e. 1 i Russe sich verließ, waren für den deutschen Pionier, den möchte 7 3 auch dieser Kriegserrungenschaft in 3 und Infanteristen kein Hindernis. Und auch Besetzg skunst des edens hinüber retten, um i das Wetter hat nicht die Rolle gespielt, bie wa riegel ö 1 9 höhere Macht werde in BU. etzter——„erwartete. Es ist zu Ende mit dem Bffenstogeist in Angriff zu nehmen“. Gewisse ganzen polnischen auer Genaue panzer. Das Schicksaf Grodnos gen, wie die 3 88 gegen England, Frankreich ist mit schematischer Genauig beit dasselbe wie das von] und Rußland und die Bestimmungen über Versammlungen —— und s 5 Varschun und Iwango rod, von und Vereine haben haben zenslich Aretustimmeden Juhelt. und Olita Es gibt keine„Festungen“— 9 1—4 Das Andere behandeln wenigstens die gleichen Stoffe, wenn lter der Festungen scheint vorbei zu sein. Und Grodno auch in mehr oder weniger verschiedener Art, so die sitten⸗ 5 nur wieder ein neuer Beweis dafür. polizeilichen Maßnahmen, d die Maßregeln gegen Viehseuchen, Aiber der Besitz von Grodno bedeutet noch nicht die] Zensurvorschriften, die Abwesenheitssteuern zur Erzwin⸗ . 3 über den ganzen Njemen. Dies darf in der ersten] gun gung der Rückkehr der Einwohner. Die Sicherstellung der sfreude nicht übersehen werden. Der Njemen ent⸗[Ernährung spielt in Polen wie in Belgien eine große bet südwestlich von Minsk, durchquert— zuerst in Rolle: für 3 5 Art und Kartoffeln werden Be⸗ westlicher, dann in nördlicher, endlich nordwestlicher Rich- standsaufnahmen vorgeschrieben, Preise festgesetzt, und in 3— 8 ganze Kriegstheater und tritt bei Sudargi auf Polen wird die Gesellschaft„Wareneinfuhr“ mit der Ver⸗ deutsches Gebiet über, wo er als Memel der Ostsee zuströmt. 55 ing des Landes betraut. In Polen aber greift die Innerhalb des russischen Gebietes wechselt die Breite des Gesetzgebung sehr viel weiter als in Belgien; sie Peschränkt Flusses zwischen 40 und 400 m, die Tiefe von 0,50 bis 6 m. Usich nicht nur auf einzelne Gegenstände, sondern umfaßt iIdeln wird, und so duldete ich die Korrespondenz, die ihn gerade. Bismarcks miteinander verwandt.„Zweimal wurde aus der Mitle neues aus Cenaus Geistesumnachtunz. 7 5 führt, zur vollen Nüchternheit über seine Stellung zu] dieser bald schwachen und bald starken, bald bornierten, bald be⸗ dieser Frau, und bereits sehe ich, wie sein Geist auch in dieser] gabten, aber sehr durchschnittstüchtigen Menschenklasse ein Genre Ginge ge Mitteilungen über Lenaus Geisteskrankheit, über] die Beziehung trotz allem bunten Wechsel seiner Krankheit zur vollen geboren: erst ein Dichter und dann ein Staatsmann. Als aber der 8 ede in u ge de ee 88 b Seb Klarheit sich durchringt. Solche Banden lösen sich, wenn sie nicht Dichter daran ging, den Staatsmann, wie er in seinem 8 Schierb baum im neuesten Heft der bei der Deutschen Verlags an und für sich unsittlich sind, nur durch klare Erkenntnis der lebte, in seinem Geist sich spiegelte, vorbildlich darzustellen, da Anstalt in Stuttgart erscheinenden 9 Revue“ verössent⸗ rechten Schranken und nicht durch eine gewaltsame Unterbrechung konnte er gar nichts anderes tun, als jenen Gewaltigen dar⸗ 5 lch Der Fichten wurde nach dem Ausbruch des Wahnsinns in des Verkehrs. Ich glaube, er wird auch noch in Zukunft Frau von stellen, der bald aus gleichem Blute und gleichem Geist geboren t Winnenthal untergebracht, und über sein Ergehen Löwenthal lieben und schätzen, aber in der rechten Weise und in dem werden sollte. Und so hat Kleists Phantasie tatsächlich den Otto en Arzt ausführlich an die mütterliche Freundin rechten Maße.“ Der„grelle Wechsel von Licht und Schatten“ von Bismarck sechs Jahre vor seiner Geburt geschaffen.“ Babs 5 Emilie von Reinbeck. its wenige Tage nach der Ein⸗ beunruhigt den Arzt zwar noch in dem Befinden des Kranken. geistvolle und überzeugend vorgetragene Anschauung ist es nämlich, 1 0 Oktober 1844 schreibt er:„Ruhige und un⸗„Gewiß ist, daß aber die jetzige Veränderung nur eine heilsame[ daß Kleists Hermann Otto von Bismarck ist, der ge⸗ e 1 und willkommene sein kann, während Lenaus Geist in den dichtete Befreier und Einiger der Deutschen, ein mit künftlerischer 5 1 ln. ee 15 Na n freien lichten Zwischenräumen jedesmal zu rührig und geschäftig[ Sehergabe vorausgeahntes Bild des wirklichein Gründers des neuen n einen die Morgenzeit immer die bessere und nahezu grenzt war, als daß nicht ein neuer heftiger Sturm hätte nachfolgen] Teutschen Reiches.„Zu beweisen ist das ungefähr mit jeder Zeile, 3 1 E dann. zur vollen Wirklichkeit. Das eine Mal ist er] sollen.“ Nach Wochen der Dumpfheit in den ersten Monaten des die der Kleistsche Hermann spricht, mit jeder semer Gebärden und 5 hier zu sein, wünscht den Winter da zu bleiben, das Jahres 1845 schreibt Zeller am 31. März:„Seit acht Tagen seiner Handlungen, denn überall gibt es in Bismarcks Worten und glaubt er wie in Stuttgart nur Räuber, Giftmischer[ regt sich wieder neues lichteres Geistesleben in ihm, wie ich] Taten Erscheinungen von der perblüffendsten Aehnlichkeit.) Wie und Mörder um sich zu sehen. Er genießt täglich das Nötigste, aber] mit der innigsten Freude fast alle Tage pernehme, und wenn es Bismarck ist Kleists Hermann in allen Leibesübungen geübt, 5 Er am liebsten Suppe und saure Milch. Seine Todes⸗ auch erst einzelne sonnige Momente sind, so währt doch die Besse⸗] Mann, der nach einem Worte Bismarcks„die Jagd eigentlich 8 en kommen immer aufs neue, aber ebenso oft alle möglichen rung aufs neue unter der winterlichen Decke:.Ich habe ihn für den natürlichen Zustand des Menschen hält“, Freund eines — vor allem die große Sendung, die er als Parallet, dem Aeußeren nach sehr zu seinem Vorteil verändert gefunden, guten Trunks, bei dem sich doch das Gewalttätigste mit den zartesten — 1 des ern Geistes 0 vollenden habe. Der mei die grauen Haare sind durch schwarze ersetzt und selbst wieder] Nerven vereint. Wie könnte Bismarcks Verhältnis zu seiner Fran schwarz geworden, die ausgefallenen wachsen ganz neu nach. besser geschildert werden als mit dem Wort Hermanns, der seine Der ganze Mensch ist kräftiger geworden, die Farbe des Gesichts] Frau als ein echter Deutscher„mit Ehrfurcht und mit Sehnsucht? viel blühender und männlicher, die Felder aus dem Gesicht sind liebt: und doch liegt bei beiden ein scherzhaft väterlicher Ton verschwunden. Der Geist spricht meist noch im Traum, doch kom- in ihren Liebesgesprächen. Wie im Menschlichen, sind sie in ihrer men die lichteren. Momente öfter, und gestern hat er zum ersten f politischen Technik ähnlich.„Wie gleich im Anfang Hermann Mal seit seinem Hiersein wieder etwas zusammenhängendes ge⸗ die deutschen Fürsten, die ihn aushorchen wollen, durch sern Schwer⸗ dichtet und sogar niedergeschrieben; allein leider, ehe der Wächter gen zum Reden bringt, um sie dann plötzlich mit einer gewaltigen es mir bringen konnte, wieder zerrissen. Man sieht, sein Feist Offenheit seines Willens zu überrumpeln und durch einen plötz⸗ arbeitet unablässig und ringt nach gesetzmäßigem Schaffen.“ Auch lichen Abbruch der Verhandlungen in Spannung zu lassen— so seine Liebe zur Musik erwacht nun wieder. Als ihn am 30. Mai hat Bismarck mit Napoleon und Palmerston, mit dem Zaren und ein Freund besucht,„freute er sich sehr, ihn zu sehen, 97 mit Beust verhandelt. So wie Hermann den Legaten, der das in ganz gesunder Weise, Stücke von Beethoven, ungarische und cheruskische Heer römisch reformieren will, unter beständigen Aeuße⸗ steierische Tänze, phantasierte, alles moderato und vortrefflich.“ rungen seines Beifalls an der Ausübung seiner Tätigkeit hindert, so hat Bismarck in der Luxemburger Affäre eine Erklärung Bene⸗ 9 oder f 8 a g N dettis, die Krieg bedeutet hätte, erstickt. Und so wie Hermann bete 10 5— Kleist und Bismarck. Wie Schiller unser National⸗ zum Ausbruch des Volksunwillens dem Boten empfiehlt, die ein ae ib dichter im Kriege von 1870 war, so ist Heinrich v. Kleist der deutsche] Schandtaten der Römer noch zu übertreiben, so hat Bismarck, als 8 Nationaldichter des Weltkrieges geworden. Darauf weist in ein⸗ ihm der Krieg nötig schien, aus einer Emser Depesche seine„Fan⸗ e] dringlichen Worten Julius Bab in seinem kürzlich bei Reuß E fare“ stilisiert... Dies aber ist der Kern im Wesen der beiden Itta in Konstanz erschienenen Buch„Preußen und der deutsche] genialen Staatsmänner, daß sie ganz von einer ur igeheuren 5 Geist“ hin und schlingt dabei ein eigenartiges Geistesband zwischen] Sachlichkeit erfüllt sind, von einer n nicht zu verwirrenden diesem dichterischen Führer unseres Volkes und dem größten] das gegenüber dem einen, was sie für mot buten, e politischen Vorbild der Nation, zwischen Kleist und Bismarck.] leine Bedenken und Einschränkunge u. kein en b. In überraschender und schl agkräftiger Weise wird hier die bisher] Liebe oder des Hasses gelten läßt.“ B eiden 0 m uist den noch kaum beachtete enge Verwandtschaft der beiden Genien nach-] unerschütterliche Glaube an ihre Tat, die ungeheure Einsamkeit, klar in dasselbe sehen lernte. Nur so konnte ich] gewiefen. Stammen doch beide aus senen pommersch-märkischen] in der sie unbeirrt ihren Weg zum Ziele schreiten. So zeigt Kleist, ge Stimme bei ihm selbst erwerben, wenn es lsgeschlochtern, auf denen seit 300 Jahren die preußische] der Zeitgenosse und Schicksalsbruder jener Männer, die in den feste 8 dieser Frage sich han⸗ Staatsarbeit ruht, sind doch die Familien der Kleists und der Befreiungskriegen das neue Preußen schusen, in der Vorgestalt 7 5 Win ich sehr für 10 5 e ler für 1 Wir müssen in allen Stücken gar vorsichtig und 0 ihm zu Werke gehen, er ist wie ein vom Star ge⸗ eil er, der sich erst wieder ans Licht gewöhnen muß. Das au von Löwenthal darf Sie nicht sehr beun⸗ die Gegenwart und die Zukunft von Niembsch 4 * 8 * 8 * * . 1 5 8 5 3 5 . 92 seines Hermann, daß d Feldpostbrief * 7 3 ging es zurück zum gefahrvolleren Feuer der straft. Zuerst kam die große Flut farbenrei seligen Riesenplakate, dann stiegen Damen der„höchsten Gesellschaft“ in die Quartiere des Londoner Vor⸗ ortlebens herab, um persönlich die wehrfähigen jungen Männer an ihre Pflicht zu gemahnen; jetzt aber, da dies alles zu wenig gefruchtet zu haben scheint, mobilisiert man die beliebten Varisté⸗ künstler in der Hoffnung, daß ihre in Friedenszeiten erprobte An⸗ ziehungskraft auch den zum Kriegsdienst unentschlossenen jungen Leuten ge üb t versagen werde. Eine solche Werbesammlung, die im Londoner City stattfand und deren Mittel- punkt zwei englische Varistégrößen bildeten, wird in den„Daily News“ geschildert. Schauplatz: Trafalgar⸗Square, der größte Plat 5 1 1 Londons Dekoration: die Nelson-Säule mit den berühmten stei nernen Löwen. Vor dem Denkmal eine Flut von Menschen, aus der Strohhüte, emporgehaltene Babys und Soldatenmützen aufragen. Zeit: mitten am Tage; Sonne und Staub. Personen: Harry Tate, der beliebteste englische Variétékomiker, und Miß Violet Loraine, ein Stern der englischen Revuen,(tritt meist in der Rolle der„Dame Frivolität“ auf). Neugierige, anfeuernde Unteroffiziere, Unentschlossene, Gassenjungen und sonstige Sta— tisterie. Orchester: ein in Khaki gekleidetes Musikkorps Auf einem kleinen Podium, zu dem eine kurze Leiter führt, erscheint in einem Seemannsan Harry Tate, der Komiker.„Harry! Harry!..“ brüllt die Menge, und Herr Tate läßt seine Komiker⸗ falten hinter einer dem Zweck Augenblicks angemesseuen ernsten Miene verschwinden. Er erklärt, daß dies sein erstes Auftreten auf dem Trafalgar-Sgare ist(Gelächter im Publikum) und geht nach diesem Einleitungswitz gleich aufs Ganze:„Ihr wißt alle, welche Aufgabe unserem Land gestellt ist?“ Chorus: „Jawohl... Jawohl.“„Wir lieben alle unser Land, nicht wahr? Legt den Beweis ab, tut Eure Pflicht und tretet in die Armee ein!.“ Harry Tate verschwindet unter Applaus und beifälligem Gemurmel. Erneutes Vegrüßungsgeschrei der Menge: Miß Violet Loraine erscheint. Aber siehe da— auch die„Dame Frivolität“ kommt in der Rolle des Ernstes, gemildert durch eine Flut fröhlich nickender weißer Kunstblumen, die ihr neuestes Hut⸗ modell umrahmen. Sie hält eine kurze Rede und ruft dann: „Dies ist ein großer Augenblick; und große Taten sind vonnöten! Wünscht Ihr die allgemeine Dienstpflicht?“ Chorus(in auffallender Einigkeit):„Nein!.. Nein!... Die„Dame Frivolität“: „Nun denn, Ihr könnt ihr nur entgehen, wenn Ihr freiwillig in die Armee eintretet. Los denn! Wer seine Pflicht erfüllen will, steige diese kurze Leiter herauf und schreibe seinen Namen in das Register!...“ Das khakifarbene Musikkorps bläßt einen Tusch, die Menge applaudiert, Nelson lächelt von der Höhe seines Denk⸗ mals herab. Der Endeffekt— der Augenblick zum Hinaufsteigen der Leiter— ist gekommen... Nun aber das Merkwürdiaste: an dieser Stelle ist der Bericht der„Daily News“ zu Ende. Stieg jemand die Leiter empor? Und wie viele taten dies? Das Lon⸗ doner Blatt gibt keine Antwort; keusch verschweigt es dies„mili⸗ tärische Geheimnis“! Die Rote Kreuz-Sammelbüchse der Karten legerin. Aus Wildungen wird uns geschrieben: Die Wohnung der Chesrau eines biesigen Gärtners, der gegenwärtig im Felde steht, bildele seit einiger Zeit den stillverschwiegenen Sammelpunkt einer großen Zahl von Vertreterinnen des schönen Geschlechts. Es war ein offenes Geheimnis: die Gärtnersfrau besaß die nicht alltägliche Gabe der Hellsichtigkeit. Aus reiner Nächstenliebe ließ sie Frauen und Mädchen der Segnungen solcher zukunstslüstenden Geheimkunst teilhaftig werden, denn sie zeigte sich von ausgesuchter Uneigennützigkeit. Und so eine mit verheißun ds vollen Orakelsprüchen gefütterte Kundin nach ibrer Schuldigkeit fragte, wurde ihr regelmäßig bedeutet, daß eine so ideale Sache wie das Wahrsagen sich nicht zu einem Geschäft herabwürdigen lasse, daß sich der Besucherin jedoch Gelegenheit biete, ihrer Dank— barkeit durch eine milde Stistung„für unsere Verwundeten“ Aus- druck zu geben. Zu diesem löblichen Zwecke stand auf dem Tische der Pythia eine Sammelbüchse, die das Zeichen des Roten Kreuzes trug. Gerade dieser selbstlose Zug im Wesen der Wahrsagerin war es, der die Dame so verehrungs würdig machte. Und diese Ver⸗ ehrung ging so weit, daß sich eines schönen Tages sogar die hohe Frau Justitia nicht scheute, der Gärtnerbehausung einen Besuch abzustatten. Auch ihre Vasallen, so man gemeinhin Schöffen nennt, besaßten sich plötzlich überaus liebevoll mit der Hellseherin und ihrem Wirken. Da aber bekam der gute Ruf merkwürdigerweise ein Loch, denn es stellte sich heraus, daß die Gelder aus der Sammelbüchse nicht zum Roten Kreuz, sondern in die Tasche der betriebsamen Kartenschlägerin gewandert waren. Der Richter nannte das„Unterschlagung in vier Fällen“ und verordnete der prophetischen Sünderin angesichts eines von Frauen und Mädchen überfüllten Zuschauerraumes eine empfindliche Geldstrase. Ob dieser Beurteilung ihrer Tätigkeit im Dienste der Nächstenliebe verlor die Seherin all ihre Würde. Sie begann wie besessen zu toben, beschimpfte mit keisender Stimme Richter und Zeugen, und es bedurste recht muskulöser Arme, um die Wildgewordene soweit zu besänftigen, daß ihr verkündet und begründet werden konnte, weshalb sie, abgesehen von der verwirkten Geldstrafe, nunmehr auch sogar noch drei Tage„brummen“ sollte. Des er Mann in ihm lebt, der Preußens Ge⸗ eutschlands machen sollte: Bismarck. 6 er Feuelinie. Der nach⸗ Variétévorstellung hinter der Feuerlinie findet sich in einem von der„Daily Mail“ veröffentlichten eines englischen Korporals:„Manchmal geschieht es, daß auch der gewaltigste und fortgesetzteste Kanonendonner ein Ende nimmt. Und in einer solchen kurzen Zeit der Ruhe und Entspannung ereignete es sich, daß ein Ordonnanz⸗Unteroffizier uns mit der Frage überraschte:„Wer will heute abend ins Theater gehen?...“ Zuerst hielten wir vor Verblüffung den Aten an, und dann stürzten wir uns auf die Motorwagen. Ein leeres Munitionsautomobil brachte uns nach dem Platz, auf dem das geheimnisvolle Theater stand, umgeben von einer harren⸗ den Menge. Durch Geschicklichkeit, freundschaftliche Hilfe und Zahlung von 1½ Frs. gelang es mir mit knapper Mühe, einen Sitz in dem Wunderreich zu erhalten. O, Ihr Leute zu Hause, Ihr vermögt nicht zu ahnen, was es für Männer, die seit unend⸗ lichen Zeiten keine Musit gehört haben, bedeutet, ein richtiges Varistétheater fast im Bereich der Geschütze vorzufinden. Da gab es Rampenbeleuchtung, Kostüme, Lichteffekte, ein Orchester und einen Kapellmeister im Abendanzug. Die Aufführungen waren das Werk dreimonatlicher Arbeit der Angehörigen der Motor⸗ Transport⸗Kolonne. Meiner Schätzung nach waren 1500 Offiziere und Soldaten versammelt, und aus dieser Menge stieg ein Murmeln neugieriger Erwartung. Die 30 Blasinstrumente des Orchesters setzten ein, und der Vorhang wurde emporgezogen. Bier Sänger traten auf und sangen bekannte Lieder, wober sie die beliebtesten Londoner Bühnensterne nachzuahmen suchten. Hier⸗ auf erschien ein Franzose als Geigenkünstler. Aktuelle und popu⸗ läre Lieder wechselten einander ab, und dann folgte, als Glanz⸗ nummer des Abends, die Aufführung eines Einakters des Variété⸗ komikers Harry Tate. Die Handlung, die eine lustige Inspektion einer Transportkolonne zeigt, war natürlich des Erfolges sicher. Mit einer„Kriegsrevue“ wurde der Abend abgeschlossen. Und dann strömten wir wieder hinaus ins mächtige Freie, wo die schweren Transportwagen warteten, und vom Glanz der Rampenlichter Schützenlinien.“ schick zum Schicksal D — Ein Variété hinter der folgende Bericht über eine d Berichten von den verschiedenen Wirtschaftsmärkten empfängt. In FCC* 8 9 5 f 5 3 Boörsen⸗Wochenbericht. g Frankfurt a. M., 3. Sept. Im freien Verkehr an der Börse stand in dieser Woche naturgemäß das Interesse für die dritte Kriegsanleihe weitaus im Vordergrunde, und es erweckt die besten Hoffnungen, für einen Erfolg der Anleihe, daß schon vor der ersten Aufforderung zur Zeichnung aus weitesten Kreisen Anmeldungen eingelaufen waren, die meist größere Beträge betrafen. Die Börse hatte ihre Rüstungen für die Kriegsanleihe rechtzeitig begonnen, aber immer noch sind sie nicht abgeschlossen, wie die zahlreichen Abgaben aus⸗ ländischer Anleihen und industrieller Aktien, welche jetzt in den kleinsten Einzelposten zum Zwecke von Tauschoperationen an den Markt kommen, erkennen lassen. Die Ruhe des Börsengeschäfts in den bisherigen Favoritpapieren hängt mit dem Interesse aller Börsenkreise für die Kriegsanleihe eng zusammen. In voller Würdigung des jüngst ergangenen Mahnxufs treten alle speku⸗ lattven Neigungen vökig zurück und die Börse will alle verfüg⸗ baren Mittel in den Dienst des Vaterlandes stellen. Im übrigen bietet die günstige Kriegslage im Osten er Börse immer noch reichlich Gelegenheit zum Optimismus, der wei⸗ tere Nahrung aus den von Woche zu Woche günstiger werdenden dieser Beziehung wurden die Abschlüsse einiger Stahlwerke von der Börse besonders bemerkt. Nach den Dividendenerhöhungen ver⸗ schiedener Gesellschaften lauten auch neuerdings die Schätzungen für den Phönix und für die großen oberschlesischen Werke wieder zuversichtlicher, nachdem vorübergehend durch den enttäuschenden Abschluß des Stahlwerks Hösch und den Dividendenrückgang bei Rheinstahl die Hoffnungen etwas gedämpft waren. Einen guten Eindruck machten die Steigerung der Roheisenproduk⸗ tion, die zum ersten Male seit dem Kriege wieder die Monats- zisser von einer Million Tonnen überschritten hat, sowie die Er⸗ klärungen des Handelsministers in der Budgetkommission des Reichstags über das geplante Zwangskohlensyndikat und die An⸗ kündigung, daß die Kriegsgewinnsteuer erst nach dem Frieden ge— regelt werden solle. Montan papiere, namentlich ober⸗ schlesische Werte, lagen recht fest, wenn auch die Umsätze keinen größeren Umfang erreichten. Von Rüstungswerten waren nur Deutsche Waffen, Daimler, Benz, Fahrzeug Eisenach, Hirsch Kupfer, Rheinmetall, Aluminium und Adler und Oppenheimer gefragt. Elektrowerte und die Aktien chemischer Fabriken lagen still und teilweise schwächer, In Banten und Schiffahrts⸗ aktien war wenig Geschäft. Deutsche Anleihen blieben gut behauptet: 3⸗ und 3½ proz. Anleihen waren etwas angeboten. Ausländische Staatsanleihen gaben ebenfalls meist etwas nach, stärker gedrückt waren Russen. Amerikanische Werte lagen fest. Am Geldmarkt hält die Flüssigkeit in unverändertem Maße an. Tägliches Geld stellte sich auf etma 4 Proz., der Privatdiskont auf etwa 4¾ Proz. Von ausländischen Zahlungsmitteln waren Kabelauszahlung New York anziehend, nordische und Rubelnoten nachlassend. Das weitere scharse Fallen des New Vorker Sterling⸗ kurses das durch die letzten englischen Gold- und Effektensendungen nach New Pork nicht aufgehalten wurde, erweckte die besondere Auf— merksamkeit der Fachkreise. Miürkte. FC. Wiesbaden, 3. Sept. Auf dem heutigen Viehmarkt standen zum Verkauf: 106 Rinder, 23 Ochsen, 8 Bullen, 75 Kühe, 96 Kälber, 16 Schafe, 53 Schweine. Der Auftrieb wurde bei flottem Geschäftsgang glatt abgesetzt. Die Preise zogen gegen die Notie⸗ rung vom 31. August d. J. etwas an. se. Frankfurt a. M.,. Sept. Auf dem heutigen Heu und Strohmarkt war nichts angefahren. C ˙ TTT Spielplan des Groß h. Aurhaustheaters Bad Nauheim. Sonntag, den 5. September:„Herrschastlicher Diener gesucht.“ Montag, den 6. September:„Die deutschen Kleinstädter.“ Mitt— woch, den 8. September:„Johannisseuer.“ Freitag, den 10. Sep- tember:„Mathias Gollinger.“ Sonntag, den 12. September: „Raub der Sabinerinnen.“ Spielplan des Nönigl. Uu rtheaters bad⸗Ems. Donnerstag, den 9. September?„Herrschastlicher Diener gesucht.“ Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Sonntag, den 5. September, abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf, zum ersten Male: Charaltertänze von Anton Rubinstein, instrumentiert von Erdmannsdörser. Montag, den 6. September, geschlossen. Dienstag, den 7. September, abends 7 Uhr:„Die Zauberflöte.“ Mittwoch, den 8. September, abends 7½ Uhr:„Der Vogelhändler.“ Donnerstag, den 9. Sept.,, abends 6 Uhr:„Lohengrin.“ Freitag, den 10. September, abends 7½ Uhr: „Der Zigeunerbaron.“ Samstag, den 11. September, abends 7 Uhr: „Orpheus und Eurydike.“ Sonntag, den 12. September, abends 6 Uhr:„Die Meistersinger von Nürnberg.“ Montag, den 13. Sept., geschlossen. Dienstag, den 14. September, abends 7 Uhr:„Der Bettelstudent.“ Mittwoch, den 15. September, abends 736 Uhr: „Hoffmanns Erzählungen.“ Donnerstag, den 16. September, abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf: Charaktertänze. Schauspielhaus. Sonntag, den 5. September, abends ½8 Uhr:„Die deutschen Kleinstädter.“ Montag, den 6. Septbr., abends /½8 Uhr:„Nordische Heersahrt.“(Die Helden auf Helgoland.) Dienstag, den 7. Septbr., abends ½8 Uhr:„Maria Magdalene.“ Mittwoch, den 8. September, abends ½8 Uhr:„Zwei glückliche Tage.“ Donnerstag, den 9. Sep- tember, abends 8 Uhr:„Die Lokalbahn.“ Hierauf:„Die Medaille.“ Freitag, den 10. September, abends /½%8 Uhr:„Marta Stuart.“ Samstag, den 11. September, abends ½8 Uhr: Zum ersten Male: „Doppelselbstmord.“ Bauernposse mit Gesang in 3 Akten von L. Anzengruber. Sonntag, den 12. September, nachmittags ½4 Uhr: „Wie einst im Mai.“ Abends ½8 Uhr:„Doppelselbstmord.“ Mon- lag, den 13. September, abends /½8 Uhr:„Zwei glückliche Tage.“ Dienstag, den 14. September, abends 8 Uhr:„Nordische Heer sahrt.“(Die Helden auf Helgoland.) Mittwoch, den 15. September, abends ½8 Uhr:„Doppelselbstmord.“ Mirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. ö Sonntag, den 5 September, 14. nach Trinitatis. Kollekte für die Kaiser-Wilhelm⸗Stistung. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr! Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markus gemeinde. Vormittags 9⅛ Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannes⸗ gemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Professor D. Schian. Abends 8 Uhr: Versammlung und Vibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 8. September, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer. .* z 1 Sonntag, den 5. September: Vortrag. Dienstag, den 7. September, abends 8 Donnerstag, den 9. September, abends 876 Samstag, den 11. Sept, abends 8½ Uhr: 2 Gäste stets willkommen. f Evangelischer Gottesdiensst. Sonntag, den 5. September, vormittags 10 Uhr. : Bibelstunde. hr: Leseabe 5 lellere Abteilung. 1 W Kirchberg: Vormittags 11 Uhr: Christenlehre für die weib- liche Jugend. 0 5 Nachmittags 5 Uhr: Kriegsbetstunde. 8 Mainzlar: Sonntag, den 5. September, nachmittags 1½¼ 2 Lollar: Mittwoch, den 8. September, abends 8½ Ubr: Krie betstunde. Delan Guß mann. 1 Katholische Gemeinde. Hottesdienst. f 1 Samstag, den 4. September: a Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 5. Sept., 15. Sonntag ma Vormittags 6¼ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Heil, Messe. N ch Pfingsten: 1 um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 1 um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 0 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. 8 Nachmittags um 4½ Uhr: Jungfrauen-Kongregation. Dienstag und Freitag abend um 8 Uhr ist Kriegsbittandacht. Diaspora⸗Gottesdienst. Sonntag, den 5. September. In Hungen um 8 Ühr. In Laubach um 10 Uhr. In Lich um 9˙/ Uhr. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 5. Sept. 1015: Wolkig bis heiter, trocken, tagsüber etwas wärmer. 1 Haag, 4. Sept. Der ameritanische Gesandte im Haag, van Dy, ein persönlicher Freund Wilsons, sieht den verlaufen werde, voraus. Es wird auch eine Aenderung der ameri⸗ kanischen Politik in der Munitionsfrage für möglich gehalten 2 5 amerikanischen Munitionslieferungen verlängert wird. ö Eine rumänische Absage an die Entente? Aufforderung der Entente, in den Weltkrieg einzugreifen, mit der Erklärung zurückgewiesen, daß die ungarischen Festungen scheine, dagegen Rumänien ein offenes Land sei. 5 Haag, 4. Sept Ein Drahtbericht aus Budapest mel⸗ det, daß neue Verhandlungen zwischen Bulgarien und tet worden sin Ein Einspruch Italiens gegen Serbien. Nisch wurde beauftragt, gegen das Einrücken serbischer Truppen⸗ körper in Albanien den schärfsten Einspruch zu notiftzieren. Die deutsch⸗amerikanischen Beziehungen.. Abschluß der deutsch-amerikanischen Verhandlungen, der günstig bald Wilson die Ansicht gewonnen habe, daß der Krieg durch Wien, 4. Sept. Wie verlautet, hat Rumänien die letzte sehr stark seien und eine Offensive daher fast unmöglich er⸗ Verhandlungen zwischen Bulgarien und Rumänien. Rumänien 57 7 einer Grenzberichtigung eingelei⸗ Rotterdam, 4. Sept. Der italienische Geschäftsträger in DermKi an 1 e n Sende MIlkommenste Liebes 5 gabe! Preis Ne 2 4 8 GIG Bekanntmachung. 8 ruch der Maul- und Klauenseuche in Heuchel⸗ * Betr.: Den Ausb' heim. e n. Die ee ausgebrochen. Die Gemarkung Heuchelheim bi det einen Sperrbezirk. Für diesen Bezirk gelten die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 12. November 1914(Kreisblatt Nr. 70 vom 17. No⸗ vember 191). 8 15 Gießen, den 3. September 1915. N ee eee Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. 81% Versano: Gustau trieb Bas Galzbrurm( Gehlen 1 Ar νẽ,Hel Seit Jahrhunò erten àq;tsick veroroͤnet bei- 2—.—.— . 80ER. ber Atmungs- unò Veröauun —. 1 f* A( 8 Aalarrhen georgane⸗ N Besonsers bei Jolgen Infsuet