e 165. Jahrgang reitag, 3. September 1945 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel dener 0 Sonntags.— Veflagen: jährl. Mt. 2.20; d 0 3 viermal eg 4 8 65 f inch 4 Famil ienblatter; monatl. 65 Pf.;. * wöchentl. Kreis⸗ 0 die Post Mk. 2.— viertel blatt für den Kreis Gleßzen jährl. ausschl. Bestelld. (Dienstag und Freitag); Zeilenpreis: lokal 15 Pf., zweimal monatl. Cand⸗ ausw. 20 Pf.— Haupt- . schriftleiter: Aug. Goetz. 1 7 5 Verantwortlich für den Fed eden 11„ volitschen Teil und das eee 2. 1 9* 3 - r adt u 7 3 FHFeneral⸗Anzeiger für Oberhessen Annahme don Anzeigen* richtssaal: Otto Braun; dis aeenüce b Abe Betationsbrna und beriog ber brüörschen Ane. Buck und Steinörngeret k. range. crtiftlettung. Seschäfteßelle u. bruderel: Schultr. 2. Bed aue 4 Die westliche uhereg nume gnehnogenonmentgonshrsle * in Wolhynien und Galizien. Deutsch⸗amerikanische Entspannung. DD ö„E. Sept.] wird darüber i lossen sein. Bemerkens⸗ Amtlich.) eee e re fen ist, daß wic Ker Bench auf Bernstorff Westlicher Kriegsschauplatz. erun erklärt haben soll, die deutsche Regi 15 habe diese In den Bogesen nördlich von Münster führte am] Politik beschlossen, bevor der Vorfa 31. August unser Angri zur Wiedereroberung der in „Arabic“ sich ereignete. Ueber diesen Vorfall selbst sind noch keine näheren Festste gemacht lorenen Grabenstücke. Die Kampflinie Lingekopf— a Barrenkapf ist damit wieder in unserem Besitz. Regierung es als tunlich empfohlen haben, 1 der bisherigen Gegenangriffe wurden abgewiesen. 72 Alpenjäger sind ge⸗ Taktik Amerika zuliebe etwas abzuweichen, ist nicht zu über⸗ fangen genommen, drei Maschinengewehre erbeutet. sehen. Ob, wie in einer nachstehenden Meldur g erwähnt wird, Ueber Avocourt(nordwestlich von Verdun) wurde die Besserung in der Behandlung der Krieg gefangenen und 5 hs 7 8 1 ein französisches Flugzeug von einem unserer Kumpfflieger Greys Bemerkung über die heruntergeschossen. Es stürzte brennend ab. Freiheit der Meere mit der neuen Oestlicher Kriegsschaubplatz. Zesking“ aus Sofia meden, mimmehr geschehen. In dem bies- bezüglichen Telegramm heißt es: Dank der staatsmännischen Weis⸗ heit der maßgebenden Türken dürfe man die Bezrehungen zwischen Bulgarien und der Türke als gesichert betrachten. Anstatt einen Krieg zu führen, der bittere Prü⸗ fungen mit fich bringen würde, habe Bulgarien nun einen wert“ vollen Zuwachs an Land erhalten und die Türkei einen wohl. wollenden Nachbar. a 4 Berlin, 3. Sepk. Die„Deursche Tageszeitung“ melde! über Wien aus Sofia: Die serbische Heeresleitung 8 75 8 Wendung wirklich in Zusammenhang zu bringen sind, ist sehr fraglich. Grey hatte dieser Tage in einem Rundschreiben an englische Zeitungen die letzte Rede des Reichskanzlers zu . versucht und dabei auch folgende Bemerkungen ge⸗ macht: f Berlin, 3. Sept. Wie die„Vossische Zeitung“ berichtet, zieht Bulgarien in der Nähe der griechtsch⸗serbischen Grenze im Hinblick auf die im September stattfurdenden Manb⸗ 1 ver größere Streitkräfte zusammen. 18 5 Die Kämpfe an den Dardanellen. 1 Konstantinopel, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier teilt mit: An der Darda⸗ nellenfront ereignete sich nichts Wichtiges. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr bemühten sich der linde Flügel und die Artillerte 1 des Feindes unter Vergeudung einer ungeheuren Menge Mu⸗ 2 nition vergebens, unsere Schützengräben zu zerstören. Von vier mit Minenwersern geschleuderten Bomben fielen zwei auf die Schützengräben des Feindes, worauf dieser das Bombenwerfen ein stellte. Am 30. August zwangen unsere an den Meerengen auf- gestellten Batterien feindliche Minensucher, die sich dem Darda⸗ nelleneingang näherten, zum Rückzuge. Dieselben Batterien zer⸗ äußere Fortlinie gefallen. Norddeutsche Landwehr stürmte gestern das nördlich der Straße Dombrowo Grodno gelegene Fort 4. Die Besatzung, 500 Englands. Greys Worte verpflichten die englische Politik zu nichts, sondern werden nur zu scheinheiliger Stimmungs⸗ mache benutzt. Die Ursachen des deutschen Einlentens gegen⸗ itber Amerika sind, wie gesagt, von Außenstehenden heute ner vorgeschobenen Westfront wurden darauf von den Russen geräumt.— Destlich des Forstes von Bialystok sind die Ueber⸗ gänge über den Swislocz von Makarawre(südöstlich von Odelst) ab aufwärts nach Kamuf von uns besetzt. Die gestrige Gesamtbeute der Heeresgruppe 5 beträgt 3070 Gefangene ein schweres Geschütz und drei Maschinengewehre. Bei Ofsowiec wurden außerdem drei vom Feinde in den Sumpf versenkte schwere Geschützeaus⸗ gegraben. 1 Heeresgruppe des Seneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Der Austritt aus dem Nordostrande des Bialo⸗ mieska⸗Forstes ist gestern erkämpft. Durch Ueberfall noch nicht zu erkennen. Der österreichisch⸗ungarische Tag Wien. 2. Sept. TV. Nichtamtlich; Santi verlautbart: 2. September 1515. 1 Berlin, 3. Sept. Das„Berliner Tageblatt“ läßt sich aus Lugano melden, daß eine englisch⸗französische Militärmission von den Dardanellen her in Rom angekommen sei, um mit dem Kriegsminister und der Heeresleitung zu verhandeln. Eine Auszeichnung Enver Paschas durch den Kaiser. 5 Konstantinopel, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich Der Depeschenwechsel zwischen dem deutschen Kaiser! und En ver Pascha aus Anlaß der Verleihung des Ordens Pour le mérite ist erst gestern in der Presse bekannt⸗ gegeben worden. Militärische Kreise empfinden die Aus⸗ 3 zeichnung des Vizegeneralissimus als eine hohe Ehre für die gesamte Armee. Sie preisen in Ausdrücken tiefer Dankbar⸗ 7 leit die unwandelbare herzliche Freundschaft des Kaisers, deren rückhaltlose Bekennung und energische Betätigung ein unschätzbares Gut für die kürkische Armee ist.— Konstantinopel, 2. Sept.(WDB. Nichtamtlich 0 Kriegsminister En ver Pascha ist zum Divisions⸗ 5 general befördert worden. 2 Rumänien und Italien. Berlin, 3. Sept. Wie verschiedenen Morgenblättern aus Bukarest gemeldet wird, habe die rumänische Re⸗ gierung bei Kriegsausbruch größere Mengen Munition in Italien bestellt. Die italienischen Lieferungen erwiesen sich jedoch als vollständig unbrauchbar. Vom italienischen Kriegsschauplatz. 7 Berlin, 3. Sept. Von ihrem Sonderberichterstatter aug dem italienischen Kriegsschauplatz wird der„Vossischen Zeitung“ gemeldet: Mehrere Tage lang durfte ich mich auf einer den höchstgelegenen, von den Italienern mit heftigem Feuer über⸗ schütteten Stellungen im Grenzgebiet aufhalten. Mitten zwischen Eis und Schnee haben unsere Soldaten dort eine Reihe kleiner Festungen angelegt, die, gestützt von dem ganz beispiellosen Mute der Unseren, den Alpini jedes Durchkommen unmöglich machen, obwohl auch die feindlichen Alpinitruppen sich hervorragend tapfer Styr in breiter Front überschritten. Auch in Ostgalizien befindet sich der Feind neuerlich im Rückzuge. Die Truppen des Generals v. Böhm⸗Er molli rück⸗ ten in Brody ein und dringen heute östlich dieser Stadt . über die Reichsgrenze vor. n Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls ördli ö v. Mackensen. Der Muchawiec⸗Abschnitt wurde auf der ganzen Front in der Verfolgung überschritten. — Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf der Verfolgung fielen gestern über 190 Ge fangene und ein Maschinengewehr in die Hände der D n. deutschen Truppe Oberste Heeresleitung. 3 Neue Erfolg Auch aus den V , Die nordästlich Ko bryn kämpfenden k. und k. Truppen treiben im Verein mit unseren Verbündeten den Feind all⸗ mählich in das Sumpfgebiet der oberen Jasiolda zurück. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatze hat sich auch gestern nicht geändert. An der Tiroler Front sind die Donale-Sperren und auf der Hochfläche von Lavarone⸗ Folgaria außer den Werken auch unsere Stützpunkte Monte f Worten noch sehr widerspensti⸗ gen Gegner fertig werden wird. Aber der Krieg im Osten fesselt uns noch immer Tag für Tag durch die imposanten deutschen Methoden, die das gewaltige ich i gründlicher niederdrücken. stfront von Grodno ist griffe auf den Monte Paralba und das Bladner⸗Joch ab getwiesen. An der küstenländischen Front dauerten die Artilleriekämpfe mit mäßiger Stärke fort. Die technischen 0 Arbeiten des Feindes wurden an mehreren Stellen mirksam . heute—92 morgen die Eroberung gestört. Stützpunktes am Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs 5 9 5 die ö v. Höfer, Feldmarschalleutnant. sitz sein wird. Die Ank Bom russischen Oberkommando. illion reitender K Petersburg, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amt⸗ lich wird gemeldet: Der General der Infanterie Janusch⸗ kewitsch, Chef des Generalstabes des Großfürsten⸗Ober⸗ befehlshabers, wurde zum militärischen Gehilfen des Vize⸗ königs des Kaukasus ernannt. Der Oberbefehlshaber der Armeen an der Nordwestfront, General der Infanterie Alexejew, wurde zum Chef des Generalstabes des Groß⸗ fürsten⸗Oberbefehlshabers ernannt. „Zur Beunruhigung der Deutschen“. Paris, 2. Sept.(WB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden, Rußland bereite für den Winterfeldzug eine Sonderarmee von einer Million berittener Ko⸗ saken vor, deren Aufgabe sein soll, den Deutschen zuzu⸗ setzen. lichen Truppenmasse von 400 bis 500 Mann zurückzuschlagen, 7 wobei der Gegner ungefähr 10 Prozent Verluste hatte. Für unsere Soldaten gibt es da oben weder bei Tag noch bei Nacht längere Die gedrückten Finanzen Italiens. Nom, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Idea Naziu⸗ nale“ bringt einen bemerkenswerten Artikel über den gedrück⸗ 1 ten Finanzmarkt Italiens dessen augenblicklicher Zu⸗ 1 stand durch die folgenden Umstände beeinflußt sei: Erstens durch das Ausbleiben der Gelder, die früher die Ausgewanderten in großen Summen in die Heimat geschickt hätten; dafür seien jetzt 1 diese Auswanderer selbst in ärmlichen Verhältnissen zurückgekehrt. 9 Zweitens durch das Aufhören des Fremdenverkehrs, drittens durch a die Notwendigkeit einer großen Einfuhr aus dem Auslande, der Der Abschluß des türkisch⸗hbulgarischen Vertrags.— Ausfuhr gegenüberstände. Viertens durch die Zunahme des 7 3 ern genen* Ve 8 17 W 0 8 me d 8 g dada ut Orot, Dee Penuebang der kurtichulga uche nge Masbahrartdel, beides ufs dag ge. i Verstandigung ist, wie die„Vollische Zeitung“ und die„Kolnülchel tens dadurch, daß italienische Waren durch Deu land und in der Unterseebootfrage überbra ierschiffe durch unsere U Boo i ohrt werden ohne Warnung Leben der Ni 5 Regierung über diese Wen ichtet werden. 4 n auf dem Umwege über die Schweiz verkauft Kredite sofort einkassiert würden, während es talien unmöglich sei, seine Kredite aus Oesterreich⸗Ungarn en. Sechstens durch das schnelle Aufkaufen gewisser lange Zeit hinaus, Siebentens durch die Erhöhung Papiergeld, die sich im Anfange des Krie⸗ Metallreserve nicht so schwer fühl⸗ ö Helke Waren au des Umlaufens von Pe 5 wegen der aufgespeicherten machte, wie jetzt. E Ein englischer Truppentrausportdampfer versenkt. 1 Konstantinopel, 3. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Der englische Transportdamp⸗ fer„Sawslaw“ ist von einem deutschen Unterseeboot im ert und versenkt worden. Ein Aegäischen Meer torpedi ö findlichen Truppen ist ertrunken. großer Teil der an Bord be * An den Dardanellen und an den anderen Fronten keine wesentlichen Veränderungen. Die Agitation für allgemeine Dienstpflicht in England. 5 Berlin, 3. Sept. Nach dem„Berliner Tageblatt“ findet heute in der Londoner Queenshall eine Massenver⸗ sammlung von 3000 Frauen statt, um für die allgemeine Dienstpflicht der Männer Propaganda zu machen. Die englische Milliardenanleihe in Amerika gescheitert. Basel, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue „meldet aus Amsterdam: Alle Nachrich⸗ rk und London bestätigen, daß die große che Milliardenanleihe in Amerika auf un⸗ Zeit verschoben wurde. In Wirklichkeit ist sie itert. Die Morgangruppe sei mit europäischen Schatz⸗ seln geradezu u Zürcher Zeitu ten aus New bestimmte rsättigt. Greys Verteidigung. London, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) In der Mitteilung des Auswärtigen Amtes über die englisch⸗deutschen Ver⸗ handlungen wird als Abschluß noch angeführt, daß die beiden Grafen Metternich vorgeschlagenen Ergänzungen 5 der von Grey im März 1914 angebotenen Formel folgenden 7 Vortlaut hatten: 8 6 Entweder 1. England wird daher mindestens wohlwollende Neutralität bewahren, wenn Deutschland ein Krieg aufgezwungen, England wird daher selbstverständlich neutral bleiben, wenn Deutschland ein Krieg aufgezwungen wird. a „Daily Chronicle“ schreibt in einem Leitartikel über die * ch⸗englischen Verhandlungen von 1912: l blieb dabei nicht stehen. Der Balkankrieg brach aus, und die er Konferenz trat zusammen, um einen euxopäischen Krieg zu verhindern. Sie kam zusammen auf die Einladung Greys aund war hauptsächlich infolge seiner Stellungnahme erfolgreich. Grey gab wiederholt besonders im Skutariefall, Deutschland und Oester⸗ kreich⸗Ungarn den stärksten Beweis der Freundschaft und der Ent⸗ schlossenheit, keine Politik zu unterstützen, die nach Angriffslust auf ihre Kosten aussah. Das militärische Gleichgewicht in Europa war damals zweifellos mehr zugunsten Frankreichs und Rußlands wenn die Triple⸗Entente jemals einen Angriff beab⸗ sichtigte, so war damals die rechte Zeit. Statt dessen trat die Entente beständig für Frieden ein. Dia einzige Macht, die auf⸗ brauste, war Oesterreich. Und was tat Deutschland, nachdem es diesen Ausschub erhalten hatte? Es erhob eine große Kriegssteuer, 1 die Armee, Artillerie und Munition gewaltig und ver⸗ einbarte mit Oesterreich, einen Streit mit Serbien vom Zaune zu brechen. So stürzte es in kürzester Frist diejenigen, die un⸗ .. Friedenswünsche bewiesen, in furchtbarster Form in den Diese Verdrehung bedarf kaum noch einer Widerlegung. Es ist zu bekannt, daß die Veränderungen auf dem Balkan, die Zurückdrückung der Türkei, sehr wesentlich gegen die 5 Zentralmächte gerichtet waren. Diese haben bei den damaligen Konflikten und der Erschütterung des europäischen Gleichgewichts, die von England ertragen wurde, weil sie in seinem Interesse lag, eine große Geduld umd Mäßigung an den Tag gelegt. Die englischen Verluste. London, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Daily bezeichnet die britis August auf 2256 Offiz wird, oder „Die Angelegenheit als 1914, un vermehrte Interessen der Telegraph chen Verluste im iere und 30 139 Mann. Ein deutsches Entgegenkommen gegenüber Amerika. Berlin. 2. Sent.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir ec⸗ fahren, teilte der deutsche Botschafter in Washington Graf Bernstorff der Regierung der Vereinigten Staaten weisungsgemäß mit, daß nach den bestehenden Instruktionen Pafsagierdampfernichtohne vorherige War⸗ 5 0 daß das Leben der Nichtkom⸗ battanten in Sicherheit gebracht sei, versenkt werden sollen. Hierbei werde natürlich vorausgesetzt, nden Schiffe nicht zu fliehen versuchen und i and leisten, widrigenfalls sie sich ohne weiteres der Zerstörung aussetzen. Es ist anzunehmen, daß die Zwi⸗ schenfälle mit Amerika hierdurch ihre Erledigung finden. London, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Daily . York: Der Herausgeber des Lon⸗ doner„Economist“, Hirst, telegraphierte an die„New York Tribune“, daß die Besserung in der Behandlun Kriegsgefangenen, Greys Bemerkungeüber die Freiheit der Meere in seiner Antwort an den Reichs⸗ kanzler und die Modifizierung des deutschen U⸗ Bootkrieges auf eine Verringerung zwecks hochdiplomatischer Absichten hindeuten. Eine französische Zensurmaßnahme. Berlin, 3. Sept. Die Pariser Presse veröffentlicht laut„Berliner Lokalanzeiger“ eine Mitteilung, wonach die oberste Heeresleitung aus dringenden Gründen der natio⸗ nalen Verteidigung bestimmte, daß Briefe nach dem Auslande 48 Stunden zurückgehalten werden können, ehe sie aus dem französischen Gebiet weiter gesandt werden. nung und ohne daß die betre keinen Wide News“ meldet aus New der Spannung Die Kämpfe in Kamerun. Paris, 2. Sept.(WTB Nichtamtlich.) Eine Mitteilung des Kolonialministers besagt, daß die im Osten und Süd- osten von Kamerun tätigen französischen Abteilungen in Fortsetzung ihrer Angriffsbewegung in Richtung 2 05 2 Ven wärtige Hauptstadt der Kolonie, n n am 23. segzt haben. lung hen 8e auf. Bevor der e 57— Nach und 24. August die Station Dume be⸗ u gaben ihre Stellungen bei Njassi sten zwischen Nonbiaume und Mallaboldume(3) nd abzog, äscherte er die Station Dume starke Nachhuten auf dem die Stadt beherrschen⸗ dessen wir uns nach erbittertem Kampfe der Einnahme der Station Dume wandte sich eine französische leichte Abteilung mit einer Kanone und einem Maschinengewehr gegen Abong⸗Mbang, das sie am 0 d scheint sich nach Norden „ um einen Widerstand bei Joto vorzubereiten, Die Deutschen 29. August einnahm. Der ge London, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Staatssekretär der Kolonien emp⸗ fing ein Telegramm von dem Gouverneur von Ni⸗ gerien mit der Mitteilung, daß die Stadt Gas ch a ñka in Kamerun am 16. August widerstandslos besetzt worden sei. Am 21. August wurde die sejindliche Stellung bei Ga⸗ schala unerwartet angegriffen; der Feind zog sich zurück. die dritte Kriegsanleihe! Aus Stadt und Cand. Gießen, 3. September 1915. Metallsammeltag. Gestern war der zweite Ablieferungstag für Kupfer, Messing und Nickel. Er hat eine überreiche Ende gebracht. Der Andrang zu der Sammelstelle an der Aliceschule war so stark, wie ihn niemand erwartet hatte. Mit Schiebkarren, Körben, Kisten, Kinderwagen und ähnlichen Transport⸗ mitteln war man zur Stelle, um sein Metallopfer auf dem Altar des Vaterlandes niederzulegen. Mit dem guten Willen freilich war es allein nicht getan, denn es gehörte auch eine große Menge Geduld dazu, um auszuharren, bis die lange Reihe der Frühergekommenen erledigt war. Das umfangreiche Geschäft wickelte sich in drangvoll fürchter⸗ licher Enge ab, und die Metallkommission hatte in ihrem Keller nichts zu la Eine Frau, die endlich nach voll⸗ zogenem Handel wi an die frische Luft kam, meinte mit erleichtertem Aufatmen, im Schützengraben oder im Unter⸗ stand könne es nicht schlimmer sein, und auch zum Metall⸗ abliefern gehörten Nerven. Nebenbei konnte man auch die Ansicht hören, die Wartestunden des Vormittags könne man 8 viel besser am häuslichen Herd verbringen. Ja, wenn es 5 noch abends wäre. Was kommt auf das Zauberwort des Staates nicht alles vom Boden oder sonstigen Winkeln zum Vorschein. Mit Mörsern und Kesseln, Leuchtern und Kochgeschtrren ist's bei weitem nicht getan. Da bringt ein Herr einen oldeten Granatverschluß, einen Veteranen von 1870, der schon ein⸗ mal im Kriege seine Schuldigkeit getan und seitdem im 1 auf einem Schreibtisch als Briefbeschwerer ein otium cum dignitate, den wohlverdienten Ruhestand genoß. Der Krieg hat ihn nicht ruhen lassen. Er brennt wieder darauf, gegen den Erbseind zu ziehen; praktisch und prosaisch genommen bringt er seinem Besitzer einstweilen einen patriotischen Verdienst für Fünfviertelpfund. aße Eine Dame hat eine kunstvoll gearbeitete bronzene Vase unterm Arm, die den Stempel einer fans nchen Fabrit trägt; in Form von Munition soll sie Herstellern urlgeschickt werden. Andere schleppen vollständige Krvn⸗ 1 die noch fix und fertig zum Gebrauch sind, heran: manches Stück sieht man auch, bei dessen Anblick man die Opferfreudigkeit der Verkäufer doppelt begrüßen möchte: jene Mißgeburten des Kunstgewerbes, die jahrzehntelang zum Schrecken jedes Menschen von Geschmack: die guten Stuben bevölkert haben. Wenn doch die Ablieferungsmög⸗ lichteit noch ein wenig weiter gehen möchte, damit man alle schreienden Hirsche mit einer nie gehenden Uhr im Bauche, alle bronzierten Amors, die als Thermometerhalter ein würdeloses Dasein führen, alle obstmesserbewa Möpse, kalendertragenden Adler und verwandte S 1 scheußlichkeiten in den Schmelzofen zwingen könnte! 5 münzen, außer Kurs gesetzte Stücke aller Staaten, werden pfundweise abgeliefert: und so ist die Mannigfaltigkeit dessen, was der. Metallkommission unter die kommt, oß.. 10 Manche der Ablieferer bringen sogar ein doppeltes Opfer: das lange Warten hat sie so wenig in ihrem vater⸗ ländischen Empfinden beirrt, daß sie auf all Bezahlung verzichten. An den beiden Ablieserungstagen sind bereits N mit 80 cel ber e feuerte eine schwere Batterie, die am Eingang des Ortes auf⸗ ein Zehntel davon ist Reinnickel, je zur gestellt war. Oestlich von Bielsk war heftiges Gefecht, das gegen] Kupfer und Messing. Man darf vermuten, daß auf dem abend gut voran lam. Wieder waren die Russen ein Stück gegen] bisher eingeschlagenen Wege der freiwilligen Ablieferung den Wald von Bialowiesk zurückgedrängt. In der Stadt er⸗ soviel Material eingeht, daß von der zwangsweisen Ent⸗ fuhr ich, daß soeben auch Ossowiec gefallen sei und Teile der eignung abgeschen werden kann. 8. Armee drängen gegen Bialystok von Norden, während jedes 3 ö ** Für die Kriegsanleihe wurden W 1 Stadt bei den sechs Banken— ausgenommen die Rei 1 stamt- weitere Vordringen der Armee Gallwitz über Bielsk die Flanke * a Kräfte, die noch die Linie um Bialystok halten, edroht. Während ich durch die schmutzigen Straßen der weitläufi⸗ di ie kasse und das gen Stadt fuhr, die in der Hauptsache aus Holzhäusern besteht, e A 15 Für be Hieb dachte ich an den eisigen Winternachmittag, da die österreichi⸗ 1758 115 t das einen schö Aua Die Stadt Gießen, die schen Motorbatterien im Walde von Wolka⸗Brzözawa ihren Eisen⸗ bei 1— 1 Auteihr 200 000 We 5 r sich 2„zeichnete, auch diesmal wieder mit einem größeren Betrage beteiligen. Die meisten der bisher vorliegenden Zeichnungsziffern von außerhalb zeigen weit höhere Beträge als das erste und hagel über die Festung gegossen hatten, wie das Werk deutlich sichtbar zerschossen wurde und wie trotzdem über die gefrorenen zweite Mal; viele Unternehmen zeichnen die Summe der beiden ersten Beteiligungsziffern. 5 Sümpfe der Infanterieangrif, nicht vorwärts kommen konnte, weil überall von unten her der Tod nach den Stürmendent greisen wollte. Jetzt fiel das Sumpfnest als reiche Frucht. Und ich 8 t 4 in 4 4— 8 mit großer Er⸗ 7 wartung Bialystok als nächstes großartiges Quartier ausgemalt** 1 1 1. 0 N 1 us zeichnung. Stabs⸗ und Bataillonsarzt Dr. wurde, Bialystok hat 100 000 Einwohner, elektrisches Licht, Waf Schäffer ban hier, 13 7 e 00 Erwartungen auf Bäder und ein gutes Hotel⸗Bett. Es ist dann] Hessische Sanitätskreig am Bande der Tap erkeit 55 anders gekommen, anders herum, könnte man richtiger sagen.] hat, wurde neuerdings auch mit dem a An vielen Häufern von Bielsk sah man noch die Granat⸗ verdienstorden mit Schwertern aus ea spuren. Am Vormittag noch hatten die Russen hineingefunkt, aber Das Eiserne Kreuz 2. Klasse er len kein Haus— waren keine Verluste zu beklagen. Sie gehen g, von rgiewsk vom Kaiser persönlich überrei ja n 1 Finde 5 a ee 5 1 Pod. 0 hinter Rozan hatten sie weiter hinter der Linie, bei weren[ herzog errat Heinrich f Artillerie, einen Hauptmann gesucht, der nur gerade für einen Nermscht zum 1. September ds. Js. das Ehrenzeichen für 36 Der Seekrieg. London, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agen⸗ tur meldet: Der Dampfer„Savona“(1180 Tonnenß ist versenkt worden. 17 Mann der Besatzung wurden ge⸗ rettet, drei werden vermißt. a Uriegsbtiefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Gegen den Wald von Bialowiesk. Rudka, 25. August. Am Abend, als ich mich von der Armeegruppe Beseler ver⸗ abschiedete, saßen auf den weiten Wiesenflächen des Radziwillschen Schloßparkes Rehe und Dammwild, ein glitzriges Mondlicht streifte über das zauberhaft schöne Friedensbild, es war so still, daß man den Schritt des Postens auf dem Kiesweg bis in den Park hinein hörte. Das donnerdunkle Dröhnen in der Luft war verstummt, der Abend atmete in tiefen kühlen Zügen. Die Luft wehte von dem mattglänzenden Narew⸗Tal her. Selbst der wenig schöne Ankerstein⸗Bau des Schlosses Zegrzynek hob sich leicht und an⸗ mutig in diesem Lichte aus dem Dunkel der alten Bäume. Das war der letzte Eindruck nach den aufreibenden Gluttagen der Belagerung. Dies abendliche Verklingen in dem Dämmergrün des Parkes. Tann, am nächsten Morgen, fuhr ich über Pultusk — wie ruhig, ohne durchmarschierende Bataillone, vergessen schlief die Stadt— über Wyszkopf—, war das gestern, daß da die blutigen Kämpfe gingen, vor vierzehn Tagen, vor einem Monat? Die Zeit fließt, man weiß nicht Wochentag und Sonntag, und das neue Ereignis, und jeder Tag bringt neue, macht das Bildnis der andern dunkler— über Wyszkopf am Narew, über Ostrow nach Zambrowo und dann die Straße entlang, der sich die Armee Gallwitz in den letzten Tagen unter täglichen, stündlichen Gefechten vorwärtsgekämpft hat. Das sumpfige Tal der Nurzek war ein schwer zu überwindender Abschnitt, da die Russen unaufhörlich die aus der Verkürzung der Hauptfront gewonnenen Kräfte gegen die Stoßgruppe Gallwitz warfen. Aber die vier xussischen Divisionen, die eben frisch aus der Bahn kamen,— ausgeladen und in die Linie,— wurden in den allgemeinen Wrirwarr des Rückzuges hineingerissen. Die russischen Verluste in diesem frontalen Ringen sind sehr schwer. Am Anfang dieser Kämpfe nahmen sie noch sorgsältig ihre Verwundeten zurück, aber bald ließ die doch endlich einsetzende furchtbare Zerrüttung die Zurückweichenden an solche Dinge nicht mehr denken. Sie ließen überall ihre Verwundeten zurück. Der Sumpfwald von Bialowiesk, der ihnen den Rückzug zur Katastrophe gestalten kann, droht im Rücken, und je mehr sich die vordringenden deutschen Armeteeile Bielsk näherten, desto erbitterter wurde der russische Widerstand. Wenn in den Abschmitten vorher sich die Graben⸗ Linien in fünfzehn Kilometer Entfernung hintereinander hin⸗ gezogen hatten, so mußten jetzt alle fünf Kilometer die Gräben genommen werden. Diese Kämpfe, die nun seit über eine Woche entlang der Straße Ostrow— Bielsk gehen, stellten an unsere Truppen ungeheure Anforderungen, ebensolche an die Armee⸗ leitung, die die Aufgabe hatte, auf einer langen und schwierigen — es steht in der Hauptsache nur eine einigermaßen gute Straße zur Verfügung— Strecke Munition und Verpflegung sicher zu stellen. Es läßt sich da aus militärischen Gründen manches nicht sagen, aber ich glaube dem Ober⸗Quartiermeister, daß es sich selbst in seinen Träumen darum handelte, ob eine gewisse Bahnlinie rechtzeitig wiederhergestellt würde. Uebrigens sie wird es, es ist erstaunlich und bewundernswert, wie schnell scheinbar unmögliche Dinge auf diesem Gebiete möglich gemacht werden. Vor drei Tagen wurde Bielsk erreicht. Als ich dort war, serspülung, wir schwelgten in den Schmutzstraßen von Grodno in trotzdem jeder Winkel belegt war— es ist ja hier oft auf Mei⸗ d. R. Hans Förtsch aus Gießen. Es wurde i nach der Er⸗ fdienstahre in Gold verliehen.— Der Großherzog hat am S nn de. Is. dem Nanmerntufster Uleich Roh de das e berne Ehrenkreuz für 25 Jahre Hofdienst verliehen— Am 26. August ds. Is. wurde der Finanzamts⸗Bureauporsteher Lud⸗ Glasfenster eingebüßt hatte. wig Heilmann zu Dieburg auf sein 1 bis zur Wieder⸗ Auf jeden Fall war in Bielsk zunächst kein Quartier zu ha- herstellung seiner Gesundheit unter Ar ung seiner treuen ben, so fuhr ich zurück nach Rudka, in das Pfarrhaus, das 55 Biene vom 1. September ds. Is. an in den Ruhestand versetzt. ein kleines Biedermeier⸗Idyll weit von jeder vernünftigen St— Am 27. August ds. Js. wurden der Weichensteller Johann liegt. Das ganze Dorf und gräfliche Gut Rudka ist unter 7 Ehmig zu Wörrstadt und der Bahnwarter en zu Sturm, der über Rudka 1 Bransk ging, wie durch ein Wun⸗ 3 9—. Site n e A due 1 N Wentz kehrt on dem Uflergarten dlähen die Herößeo en und r eren ging ticken zer dee boite wenig berührt. In dem Pfarrgarten blühen die Herbstrosen, und ie Birn⸗ ö d i i Last rei mstadt. Der Charakter als Rechnungsrat wurde dem Ober⸗ Ben geld fun e e be a ad eee Vierke in Darmstadt verliehen.— Das Früchte. Goldfunkelnd steht der Herbst über Wald und Garten 1 5 Dorf. dt i i Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten Posssekretär W. Müller und Dorf Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. 8* Mainz* Nostassitent Engeler aus Gießen; die Hessische Tapferkeitsmedaille Postsekretär Strohauer aus Maim Aus dem Reiche. und Voftassitent Volz aus Seligenstadt.— Versetzt wurden: Ober⸗ Die Kriegsanleihe. 0 Goedtke von Adlersberg von Köln nach n Possekretär Kammer von Trier nach Darmstadt. Saarbrücken, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Familie Stumm⸗ Halberg zeichnete auf die dritte — Angenommen zu Postagentinnen wurden Frau Eyppard in J Kriegsanleihe wieder einen Bettng von 3 Millionen Tag aus Berlin zu 7 55 einer dienstlichen Besichtigung dort war und hier in Bielsk war etwa irgend ein kleines Holzhaus zerschlagen, so daß das Innere nur noch aus Trümmern bessand, während daneben die große hübsche Apotheke nicht einmal ein Appenheim und Frau He berer in Dudenhofen; zur Telegraphen⸗ Mark. Margarete Buaner in Mainz.— Vor dem Feinde ge⸗ dal 175 0 it Postafsistent Engeler aus Gießen.— Gestorben * Berlin, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich) In de f; Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme 5 sind die Postagenten Eppard in Appenheim und Heberer in wurf einer Bekanntmachung zur Erweiterung der Bekanntmachun über die Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915,— Entwurf einer Verordnung zur Beschränkung der Milchver⸗ wendung, ein Antrag Bayerns betreffend Anerkennung der Reifsezeugnisse der Gymnasialkurse bei höheren Mädchenschulen in Bayern als ausreichenden Nachweis der wissen⸗ schaftlichen Vorbildung für das medizinische Studium usw. igung hervorgerufen und zwar um so mehr, Her Wildabschutz gerade in diesem J minderung des Wildschadens an Brotgetreide, 8 und Hackfrüchten sowie zur Versorgung des Fleis mit Wildbret dringend geboten ist. Wie wir 8 Jagdschutzverein deshalb an das sministerium mit der Bitte ge⸗ der Allgemeine 0 preußis. Landwirts. wandt, im Interesse der Jagdausübung die Freigabe der erforderlichen Jagdmunition zu bewirken. Nach der ihm hier gewordenen Auskunft ist bereits Fürsorge getroffen, daß die von der deutschen Jägerei benötigte Jagdmunition auch fernerhin in durchaus 8 Menge r Verfügun 4 wird, so daß die Befürchtung, durch ie Beschla die Ausübung der Jagd mehr oder weniger unterbunden werden, unbegründet ist. Hier wird, wie überall in dieser Kriegszeit, auch in Bezug auf den Ver⸗ brauch von Jagdmunition das Gebot der Sparsamkeit Platz greifen müssen. Zur Feier des Sedantages hatten gestern — 3 Gebäude der Stadt Flaggenschmuck an⸗ gelegt. * Vom Postverkehr mit Belgien. Seit dem 1. September nehmen in Belgien am Briefverkehr mit Deutschland und den Briefverkehr mit Belgien wieder zugelassenen anderen Ländern der Ort Turnhout und eine 18 Anzahl von Vor- und Nachbarorten der Städte twerpen, Turnhout und Hasselt teil. Welche Vor- und Nachbarorte der genannten Städte in Frage kommen, wird von den Postanstalten auf Anfrage mitgeteilt— Seit der⸗ selben Zeit können die nach Belgien N offenen 1 Einschreibbriefsendungen auch mit Nachnahme is 800 Mk. belastet werden. Die einzuziehenden Beträge sind in der Markwährung anzugeben. ** Die Verwertung der Gerstenernte. Durch die Verfügung des Bundesrats vom 28. Juni 1915 ist die gesamte im diesem Jahre im Deutschen Reiche gewachsene Gerste für die Kommunalverbände, in denen sie gewachsen ist, beschlagnahmt und dadurch den— die freie Verfügung über dieselbe entzogen. Trotz dieser Beschlagnahme dürfen die Landwirte die Hälfte der von ihnen geernteten Gerste im eigenen landwirtschaftlichen Be⸗ triebe verwenden. Die andere Hälfte müssen sie unter allen U an ihren Kommunalverband abliefern; dieser Ablie⸗ ferung an den Kommunalverband steht gleich der Verkauf er Saatgerste für Saatzwecke, jedoch nur insoweit ich der Landwirt nachweislich in den letzten zwei Jahren mit Verkauf von Saatgerste befaßt hat, insonderheit aber der Verkauf auf Kontingentscheine an Gerste ver⸗ arbeitende Betriebe(Brauereien, Brennereien, Graupenmühlen, Malzkaffeesgbriken, Preßhefefabriken, Malzextraktfabrilen). Der gesamte Einkauf diese Betriebe ist der Gersten⸗ Verwertungs⸗Gesellschaft m. b. H. in Berlin, Wil⸗ helmstraße 69 a, mit Filiale in München, Ottostraße 11/12, übertragen worden. Diese Gesellschaft wird die benötigten Gersten nach ihrer Qualität bewerten und bezahlen, während die Kom⸗ munal verbände höchstens den Preis von 300 Mark für die Tonne gewähren dürfen. Es ist daher für die Landwirte besonders vorteil⸗ haft, Gerste an die Gersten⸗Verwertungs-Gesellschaft abzuliefern. Diejenigen Landwirte, welche für die ihnen verbleibende Hälfte im ei Betriebe Verwendung haben, dürfen auch diese zum Verkaufe bringen. Solche Verkäufe dürfen aber, soweit die Gerste nicht als Saatgerste verlauft wird, nur mit den Kommu⸗ nalverbänden oder der Gersten⸗Verwertungs-Gesellschaft abgeschlos⸗ en werden. Die Landwirte haben also auch in diesem Falle das 8 sse, mit der Gersten⸗Berwertungz⸗Gesellschaft zu arbeiten. ur Uebernahme der Gerste sind von der Gersten⸗Verwertungs⸗ esellschaft etwa 400 Kommissionäre und zahlreiche Unterkom⸗ missionäre zur Bequemlichkeit der Landwirte im ganzen Reich angestellt. Mit Olle dieser ist der Landwirt in der Lage, die Ablieferung von Qualitätsgersten jederzeit in einfachster Weise zu bewirken. * Eintreiben pon Forderungen in Rußland. Uns wird geschrieben: Wie wir erfahren, suchen einzelne deutsche N ungen gegen ihre in den okkupierten Gebieten Russisch⸗Polens W russischen Schuldner dadurch zur Gel — 2— 2 5 3 sie— 9 5 auf Fend ieser Arreste in 5 ände ihrer Schuldner pfün⸗ den lassen. Durch 1 Einzelner können die übrigen deutschen Gläubiger zu Schaden kommen. Diese werden daher dafür sorgen müssen, daß das Vermögen ihrer Schuldner zur Befriedigung der amtheit der Gläubiger wird, und zwar durch Beantragung des Kon⸗ kurs verfahrens, in dem die Pfändungen durch Anfechtung beseitigt werden können. Manchem der Schuldner sind von den chen Militärbehörden Güter beschlagnahmt worden. Diese Bes 18 erfolgt und erfolgen natürlich ohne Rück⸗ sicht auf etwa bende Pfandrechte, insbesondere Pfändungs⸗ Mandrechte an den Gütern. Aber diese Pfandrechte würden doch bei der Feststellung der vom Deutschen Reiche für die beschlag⸗ nahmten Güter zu gewährenden Entschädigung in erster Linie zu 1 sein. Auch aus diesem Grunde haben daher die — n Gläubiger Ursache, auf der— zu sein und dem Zu⸗ griff einzelner äubiger rechtzeitig entgegenzutreten. Letzteres gilt 1 denjenigen Gläubigern, die ihre Forderun⸗ gen bei Reichsentschädigungs kommisston angemeldet haben, welche Aufgabe hat, die Entschädigungen für im feindlichen Ausl. sagnahmte Güter festzusetzen. Durch diese Anmeldung schützen sie sich dagegen, daß die Entschädigung dem Eigentümer und Schuldner ird. Aber sie sind nicht geschüßt gegen⸗ über Zeit der Beschlagnahme ein gültiges, Maschinenpersonal für Dampfdresche⸗ reien. Als Folge der zahlreichen Einberufungen zum Heeresdienst hat sich ein recht empfindlicher Mangel an N Heizerpersonal für Bedienung der mpfdreschmaschinen bemerkbar gemacht, was gerade in deut bes uptdreschperiode sehr hemmend auf den Aus⸗ drusch des eides einwirkt. Da nun die Zulassung zur Bedienung der Dampfkessel erst vom 18. Lebensjahre an erfolgt, a durch die Einberufungen kein genügender Ersat zur Ausbildung zur Verfügung steht, hat das Großh. Ministerium die vorgesehene Altersgrenze herabgesetzt und bis auf weiteres auch für Personen über 17 Jahren zur Bedienung von Dampfkesseln ausgedehnt. Die Kreisämter ind ermächtigt, die erbetene Befreiung von den Vorschriften es 8 42 der Dampfkesselordnung zu erteilen, falls sich keine sonstigen Anstände ergeben. „ Nilitäxpferde. Wie kürzlich mitgeteilt wurde, wer⸗ den die für den Heeresdtenst nicht mehr brauchbaren Dienst- und Beutepferde den Landwirten zu mäßigen Tarpreisen über ⸗ lassen. Auch für gewisse Handels⸗ und Industriebe⸗ triebe sollen in dringenden Fällen solche Pferde abgegeben werden. Anträge auf Uecberlassung von solchen Pferden sind, lediglich an die Landwirtschaftskammern, nicht auch an das Landwirtschaftsministerium, zu richten, und zwar von Handels- und Industriebetrieben durch Vermittlung der amt⸗ lichen Handels vertretungen. Landkreis Gießen. „O Weitershain, 3. Sept. Dem Unterossizier Theodor Dörr k von hier, im Insanterie⸗Regiment 254, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. B. Lang⸗Göns, 2. Sept. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Fahnenschmied W. Becker, leichte Munitions- Kolonne 7. Fuß⸗Artillerie-Regiment, von hier.— Wehrmann Otto Müller erhielt das Ciserne Kreuz 2. Klasse persönlich vom Kaiser überreicht und wurde zum Unteroffizier besördert.— Pro- sessor Karl K. Schaum, Offizier⸗Stellvertreter, erhielt ebensalls das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 2. Sept. Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche im Kreise Lauterbach wurde die Ab- haltung des für den 8. September hier vorgesehenen Marktes verboten. Kreis Schotten. s Aus dem Vogelsberg, 2. Sept. Der Betrieb der Wächtersbach⸗Birsteiner Kleinbahn wax bis Ende März 1914 von der Aktiengesellschaft dem Kreise Gelnhausen gegen eine Betriebspacht von 35 Prozent der Bruttoeinnahme verpachtet; er, mußte aber dann auf Veranlassung des Bezirksverbandes Kassel wieder von der Gesellschaft übernommen werden. Das 507000 Mark umfassende Aktienkapital ist Besitz des Kreises Gelnhausen, die Bahn mit einer zu 1,5 Prozent verzinslichen Schuld von 253 000 Mark belastet. Tie Gesanrteinnahme betrug im soeben abgelaufenen Geschäftsjahr 83 361 Mark(i. V. 114915 Mark). Nach Abzug aller Unkosten, Zinsen usw. verbleibt ein Reingewinn von 4451 Mark(i. V. 25 100 Mark), der dem Erneuerungsfonds überwiesen wurde. Das vorletzte Geschäftsjahr brachte 4 Prozent Gewinn. Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 2. Sept. Der Verkauf der städtischen Dauerfleischwaren hat unter großem Andrange begonnen, leider aber recht unerfreuliche Erscheinungen gezeitigt. Da jeder Käufer nach Belieben einkaufen kann, haben verschiedene Metzger durch Mittelspersonen sosort erhebliche Mengen für ihren Laden- verkauf erstanden. So ließ ein Metzger 30 Pfund Dörrfleisch das Pfund zu 1,50 Mk. ankausen und verkaufte die Ware später wieder u 2,20 Mk. das Pfund; er verdiente also an jedem fund mühe- os 70 Pfg. Auf energische Beschwerden hat heute der Magistrat angeordnet, daß einem jeden Käuser sortan nicht mehr als 3 Pfund verabsolgt werden dürsen. A Wiesbaden, 2. Sept. Der Bezirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden und die ihm angeschlossenen In- stitute beteiligen sich an der dritten Kriegsanleihe mit 20 Millionen Mark, und zwar der Bezirksverband mit 4, die Nassauische Brandversscherungskasse mit 1, die Nassauische Landes- bank mit 5 und die Nassauische Sparkasse mit 10 Millionen Mark. — Kassel, 3. Sept. Die Frage der Errichtung eines eisernen Erinnerungszeichens hat in Kassel eine Lösung gefunden, die nicht nur der vaterländischen Absicht, der Spende für Kriegsbeschädigte neue Mittel zuzuführen, gerecht wird, sondern auch einen praktischen Zweck verfolgt. Die Nachbildung eines althessischen Zaitenstocks(Brun nenstocks) wird die Kasseler Altstadt um ein eigenartiges Brunnendenkmal bereichern. Nach einer Ansprache des Ehrenvorsitzenden des Denkmalsausschusses, Oberbürger⸗ bürgermeister Koch wurde am Sedantag auf dem Ehrenhof des Rathauses die erste Nagelung des Zaltenstocks im Beisein der Spitzen der Zivil- und Militärbehärden vorgenommen. Auch die Kasseler Vereine und die Schulen hatten Vertreter abgeordnet. nu. Weilburg, 2. Sept. Nach dem Beispiel Limburgs sol— len die Namen aller Personen, die von jetzt an beim Obst⸗ und Felddiebstahl ertappt werden, öffentlich bekannt ge⸗ macht werden. 3 u. Limburg, 2. Sept. Im biesigen Bahnhofsrestaurant 1. Klasse saß mit seiner Braut ein Kriegsteilnehmer in Zivil, geschmückt mit der bayerischen Kriegsverdienstmedaille J. Klasse. Plötzlich kam ein besserer Derr auf den Dekorierten, der übrigens wegen Beschädigung des Fußes als kriegsuntauglich vom Heeresdienst befreit wurde, zu, und forderte ihn mit ver⸗ letzenden Worten auf, den„Karnevalsorden“ abzulegen. Darob entstand natürlich große Erregung in dem Restaurant und man stellte schließlich fest, daß der Orden tatsächlich echt und dem Inhaber vom König von Bayern verliehen worden war. Dem übereifrigen Herrn brachte die Angelegenheit insofern un⸗ angenehme Folgen, als er dem Beleidigten öffentlich Ab⸗ bitte tun mußte.— 275 verwundete Russen trafen mittels erbeuteten russischen Lazarettzuges hier ein und wurden in dem hiesigen Gefangenenlager untergebracht. Der ruf. sische Lazarektzug war mit einem unstrer wohlausgerüsteten deut⸗ schen Züge nicht zu vergleichen und ähnelte mehr einem einfachen Güterzuge. Dermischtes. »Stuttgart, 2. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) In An⸗ wesenheit des Königs, der Angehörigen des Königs hauses und sämtlicher Minister, sowie der hohen und höchsten Herrschasten wurde heute vormittag der„Wackere Schwabe in Eisen“ seiner Bestimmung übergeben. Als erster schlug der König einen Nagel in die Rüstung ein. UZ. Handel. — Ueber die Bedeutung und Zweckmäßig⸗ keit des Verkaufs ausländischer Wertpapiere stellt die„Frankf. Ztg.“ folgende bemerkenswerte Betrach— tungen an: Das ganze fußt auf der Tatsache, daß aus den bekannten, sehr N 1. nur in der Handelsstörung liegenden Ursachen die deutsche Reichsmark heute im größten Teil des Auslandes (etwa Rußland und Oesterreich ausgenommen) erheblich niedriger bewertet wird als im Frieden. Demnach erhält man umgekehrt für die Valuten fremder Länder heute durchschnittlich vielleicht 14 do mehr als die Währungsrelation es verlangt. Solche über wertete Devisen sind unter anderen der amerikanische Dollar, der holländische Gulden, der Schweizer Frank, die nordische Kroue, die Drachme, der Goldpeso, in verringertem Umfange auch noch das englische Pfund. Wer Guthaben in solcher Währung hat oder, was gleichbedeutend ist, Effekten besißt, die an schwei⸗ zerischen, holländischen, nordischen oder amerikanischen Märkten veräußert werden können, der erlöst außer dem Tageskurse dieser Effelten noch weitere 12 bis 14 pCt. des ausmachenden Betrages. Jede deutsche Bankstelle verwertet ihm mit samt den Effekten das fremde Guthaben; oft auch wird dem Verkäufer von seiner Bauk ein Gesamtkurs geboten, der den Auslandskurswert ein⸗ schließlich des Wechselvorteils darstellt diese Weise kann mancher Effektenbesitzer heute Preise für seine internationalen Bestände erlösen, wie er sie für den Kriegsfall ganz gewiß nicht erhofft hatte. In Betracht kommen hauptsächlich die in neutralen Ländern beheimateten Wertpapiere. Indessen hat sich eine Zeit⸗ lang auch für die Werte gegnerischer Länder, wie Japans, Ruß⸗ lands, Italiens und Serbiens die Möglichkeit geboten, sie an neu⸗ tralen Börsen zu veräußern und den darauf ruhenden Verlust durch den Wechselgewinn zu vermindern. In neuester Zeit hat besonders der ungeheuere militärische Fehlschlag der Russen und der Zusammenbruch des Rubelkurses manchem Besitzer russischer Prioritäten, Anleihen und Pfandbriefe Grund gegeben, sogar un⸗ geachtet des recht empfindlichen Kursverlustes, der sich seit einem halben Jahre noch um sechs oder mehr Prozent vergrößert hatte, einen Verkauf zu versuchen. Der privatwixtschaftliche Zweck der Verkäufe ist natürlich erstens, sich von ausländischen Werten mit Hilfe des Valutanutzens in gewinnbringender oder verlustab⸗ schwächender Weise zu erleichtern; zweitens aber will man die in jeder Richtung besseren augenblicklichen inländischen Gelegenheitn zur Wiederanlage des freigewordenen Geldes wahrnehmen; die 5 prozentige Anleihe des gewaltig an Ansehen und Bedeutung zunehmenden Deutschen Reiches ist eine günstigere Kapitalanlage als jede andere. Der volkswirtschaftliche Nutzen aber ist beim Tausch ausländischer Wertpapiere gegen Kriegsanleihen eben⸗ falls zweierlei Art, zunächst trägt der Tauschende in verstärkter Weise zur Kriegsgeldbeschaffung bei, und außerdem hilft jeder Effektenabschluß mit, uns Guthaben im Auslande zu schaffen. Für die noch so verringerten Bezüge an Lebens- und Bekleidungs⸗ mittel bedarf Deutschland der ausländischen Guthaben umsomehr, weil ihre Bildung nicht wie in normalen Zeiten durch den in⸗ dustriellen Export usw. vor sich geht. Können wir unseren aus⸗ ländischen Verpflegungszuschuß nicht mehr mit Guthaben be⸗ zahlen, so tritt die Notwendigkeit an uns heran, in verstärktem Umfane Gold auszuführgen, ganz abgesehen von Rückwirkungen auf dem inländischen Warenpreisstand und anderes. Jedes Tau⸗ send verkaufter Auslandswerte bedeutet die Festhaltung von tau⸗ send Mark Gold in der Reichsbank. Der Verkauf geeigneter Auslandwerte ist also heute nicht nur eine vom egoistischen Stand⸗ punkte vernünftige Handlung, sondern zugleich eine kleine patrio⸗ tische Tat. 3 ö Zu beachten ist noch, daß die Gelegenheit für die Mit⸗ zahme eines Wechselgewinnes keine dauernde ist. Wenn sich der Krieg seinem Ende genähert haben wird, ist es spätestens damit vorbei und schon vorher lassen die Chancen merklich nach. Kirchliche Nachrichten. Jsraelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge Gud⸗Aulege Samstag. den 4. September 1915: Vorabend: 6.45 Uhr. Morgens: 6.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 7.50 Uhr. —————— Mieteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2 Z 2 2 325 . DIe 22 E 2 Sept. 28 3 33 25 2 2825 8 22[SSB Wel 82 22=—— 2 S5 1 915[C8 8822 8 2 en 1 S 8 538[5 A 5— 105 8 182 . 20 738,7 156 89 67 2 88E 2 9 Bew. Himmel 2. L 88,4 11,4 9,2 91 8E 2 10 Bed. Himmel 3. 94 8E 2 10 Regen a 3 538,6 11, 9,2 5 Höchste Temperatur am 1. bis 2. Sept. 1915 Miedrigsle 300000 Miederschlag: 2,1 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 4. Sept. 1015: Unbeständig, zeitweise leichte Niederschlage, etwas wärmer. 16,5 0. 2 B——* 5 Letzte Nachrichten. Die türkisch griechischen Beziehungen. Wien, 3. Sept. Die„Reichspost“ meldet aus Athen: Der hiesige türkische Gesandte weilte mehrmals bei dem König, mit dem er lange Zeit konferierte. Ueber den Inhalt der Unterredungen wird natürlich nichts bekannt gegeben, doch 2 der Gesandte beim Verlassen des Palastes eine zuversichtliche Stim⸗ mung. In hiesigen politischen Kreisen ist das Gerücht verbreitet. daß in Konstantinopel von griechischer Seite Fühlung genommen wurde, ob es nicht möglich wäre, über ein griechisch-türkisches Bündnis zu verhandeln. Die türkische Regierung sei nicht abgeneigt. sich auf Verhandlungen mit Griechenland einzulassen. Genf, 3. Sept.—* 2* 55 agatsch wird auf bulgarischer Seite an den längs der bulga⸗ e Seite sich hinziehenden Befesti⸗ gungswerken wieder eifrig gearbeitet. Hohe bulgarische Offi⸗ ziere sind eingetroffen, um die neuen Befestigungsarbeiten zu überwachen. Von der bulgarischen Regierung wurden die griechi⸗ schen, armenischen und italienischen Arbeiter in den— Kupferbergwerken sowie der belgische Direktor eines Berg entlassen. In der Nähe der griechisch⸗serbischen Grenze zieht Bul⸗ garien im Hinblick auf die Ende September stattfindenden Mand⸗ ver große Streitkräfte zusammen. 1 8 ten, 3. Sept. Die„Neue Freie Presse“ läßt sich aus Athen telegraphieren: Der Vier verband hat Griechenland bedeutende Zugeständnisse an der 13 Küste angeboten, falls Griechenland gestatte, über Saloniki Vierverbandstruppen nach Serbien zu befördern. AN W BEITE 25F CIGANETTE ITNUITFNEI DEU TIcHE FABRIKAT GEORG SNA HAT KE NGEFEUU EHE T EKHN TAN N 50% Deutsche Reichsanleihe — III. Kriegsanleihe— Zeichnungen nehme zu den vom Reichsbank- Direktorium bekannt gegebenen a Bedingungen bis zum 22. September, mittags 1 Uhr entgegen. Joseph Herz, Bankgeschäft. 708 Todes-Anzeige. Heute nachmittag 2¾ Uhr ist unsere gute Mutter, Schwester und Grossmutter Maria Eleonore Balser WW. geb. Brück im Alter von 65 Jahren nach längerem Leiden un- erwartet in dem Herrn entschlafen. Am 25. v. Mts. erlitt den Heldentod für sein Vaterland mein lieber Mann Karl Luckhardt Vizefeldwebel im Reserve-Inf.- Regt. Nr. 80 10. Kompagnie im 39. Lebensjahre. Frau Wilhelmine Luckhardt. Hanau(Gustav-Adolf-Str. 14), den 2. Sept. 19 15. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. zahlung Lödel— Spiegel— Betten Ganze Wobnungseinrich- tungen, Büfetts, Schreib- tische, Teppiche Kinderwagen, Kladerkatten mit Mk. 5.— Anzahlung. Garderobe für Herren und Damen. Ein Posten Hosen Mk. 3.—, 3.75, 4.50. Tasserdlante Mantel eigene Anfertigung tür Knab. u. Madch. 12.50 für U. für Manner 16.50 nach Maß Mk. 3.— mehr. — ä ů. Ittmann EC 3 Venue trage 29. Kleine Raten! Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Balser Marie Volpert geb. Balser Heinrich Balser Karl Volpert. Bonn, Giessen(Caiser-Allee 44), den 2. September 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. September, 3 Uhr nach- mittags, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. 7037 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste, der uns betroffen, sprechen wir unseren aufrichtigsten Dank aus. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen herzlichsten Dank. Obstversand Carl Schunck und Frau Rosa, geb. Trier.: ins F a Itefert an Wiederverkäufer J. Weinert, Giessen Tel. 215 des Neuenweg ß Feldpost-Neuheit! Kartons mit Gefachen für den Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christiane Gengnagel, geb. Schneider. Giessen, den 2. September 1915. n Giessen, den 3. September 1915. 04822 0 Bogenlampen t ben sowie 1 Kontrollkasse Rimberg 1 Du guter Vater lebst nun nicht mehr, Dein Platz in unserm Kreis ist leer, Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du starbst zu früh fürs Vaterland. Wir konnten dich nicht sterben sehn Er war so treu, er war so gut. Am 14. August starb den Heldentod fürs Und nicht an deiner Seite stehn. 1 Vaterland bei einem Sturmangriff infolge billig zu verkaufen. r Sonntagsbillett Marburg uo Sergefsn ede und grid früh, eines Bauchschusses mein innigstgeliebter 2⁰⁹ Carl Nomnckk. n ergessen werden wir dich nie. Mann, der gute Vater seines Kindes, unser i 8 Den Heldentod fürs Vaterland starb am treuer Sohn, Bruder, Schwager und Onkel 11 14. August in Rußland infolge eines Kopfschusses mein innigst geliebter, unvergeßlicher Mann, unser lieber Vater und unvergeßlicher Sobn, Bruder, Enkel, Schwiegersohn und Schwager Ludwig Albach Ludwig Michel Ersatz⸗Reservist im Res. Inf.⸗Regt. Ur. 116 2. Kompagnie im 26. Lebensjahre. In tiefem Schmerze: Frau Helene Michel, geb. Will Familie Heinr. Michel V. Familie Johann Philipp Will 77 Familie Wilhelm Meyer. Treis a. d. Lda., den 3. September 1915. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! des Turngaues hessen 8 am 5. September auf dem Schiffenberg. Wir laden unsere Mitglieder und Curnfreunde hierzu herzlich ein und bitten um recht zahlreiche Beteiligung.— das wetturnen beginnt um 10 Uhr vormittags.— die Wetturner und Kampfrichter f marschieren um 8.25 Uhr geschlossen von dem Bahnhof Gießen ab. 1 Der Vorstand 705 D i des Turnvereins Gießen. des Männer ⸗Curnvereins Gießen. im 85. Lebensjahre. bs In tiefster Trauer: Iran Katbarine Albach, geb. Schmitt und Kinder Konrad Albach und Frau, geb. Weiß Wilbelm Albach Heinrich Albach und Frau Peter Albach Wilbelmine Schmitt Ludwig Schmitt und Familie. Lindenstruth, Düsseldorf, den 3. September 1915. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! 82222222222222222222222222222222222222½õ·ñ Lade dhe dle n i Zire