es Blatt 1 4 Der Sleßener Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Siehener Famlliendlätter; weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Glehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftli Peruhebeh nchlaße: e Verlag, Geschäftsste Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. e von Anzei für die— bis vormittags 9 Uhr. 165. Jahrgang 185 die Post Mt. 2.— viertel; 5 jährl. ausschl. Bestellg. 8 0 Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. dru(rel: Schulstr. Mittwoch, J. September 1015 Bezu gsypre monatl. 75 Pf., vie rrel- 1 jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ ichtssaal: Otto Braun; ür den Anzeigenteil: H. Neck, sämtlich in Gießen. 15 Grodno von Westen bedroht. der Uebergang über! NRarew erkämpft. der Muchawiec⸗Abschnitt erreicht. Zeichnet die dritte Kriegsanleihe! Abermals ergeht an das gesamte deutsche Volk die Auf⸗ forderung:. Schafft die Mittel herbei, deren das Vaterland zur weiteren Kriegs⸗ führung notwendig bedarf! Seit mehr als Jahresfrist steht Deutschland einer Welt von Feinden gegenüber, die ihm an Zahl weit über⸗ legen sind und sich seine Vernichtung zum Ziel gesetzt haben. Gewaltige Waffentaten unseres Heeres und unserer Flotte, großartige wirtschaftliche Leistungen kennzeichnen das abgelaufene Kriegsjahr und geben Gewähr für einen günftigen Ausgang des Weltkrieges, den in Deutschland nie⸗ mand gewünscht hat, auf dessen Entfesselung aber die Politik unferer heutigen Gegner seit Jahren zielbewußt hingearbeitet hat. Aber noch liegt Schweres vor uns, noch gilt es, alles einzusetzen, weil alles auf dem Spiele steht. Täglich und stündlich wagen unsere Brüder und Söhne draußen im Felde ihr Leben im Kampfe für das Vaterland. Jetzt sollen die Daheimgebliebenen neue Geldmittel herbeischaffen, damit unsere Helden draußen mit den zum Leben und Kämpfen notwendigen Dingen ausgestattet werden können. Ehren⸗ sache ift es für jeden, dem Vaterlande in dieser großen. über die Zukunft des deutschen Volkes entscheidenden Zeit mit allen Kräften zu dienen und zu helfen. Und wer dem Rufe Folge leistet und die Kriegsanleihe zeichnet, bringt nicht ein⸗ mal ein Opfer, sondern wahrt zugleich sein eigenes Inter⸗ esse, indem er Wertpapiere von hervorragender Sicherheit und glänzender Verzinsung erwirbt. Darum zeichnet die Kriegsanleihe! Zeichnet selbst und helft die Gleichgültigen aufrütteln! Auf jede, auch die kleinste . kommt es an. Jeder muß nach seinem besten unen und Vermögen dazu beitragen, daß das große Werk gelingt. Von den beiden ersten Kriegsanleihen hat man mit Recht gesagt, daß sie gewonnene Schlachten bedeuten. Auch das Ergebnis der laut heutiger Bekanntmachung des Reichs⸗ bank⸗Direktoriums zur Zeichnung aufgelegten dritten Kriegs⸗ —— muß sich wieder zu einem großen entscheidenden Siege alten! —— (WTB.) Großes Hauptquartier, 31. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Der Kampf am Brückenkopf südlich von Friedrich⸗ stadt ist noch im Gange. Oestlich des Njemen dringen unsere Truppen gegen die von Grodno nach Wilna führende Eifenbahn vor. Sie machten 2600 Gefangene. Auf der West⸗ front der Festung Grodno wurde die Gegend von Nowy⸗ Dwor und Kusnica erreicht. Bei Gorodok gab der Feind vor unserem Angriff seine Stellungen am Ostrande des Forstes von Bialystok auf. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 1 Prinzen Leopold von Bayern. 12 Der Uebergang über den oberen Narew ist stellenweise 4 bereits erkämpft. Der rechte Flügel der Heeresgruppe ist im Vorgehen auf Pruzana. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 1 v. Mackensen. „Die Verfolgung erreichte den Muchawiec⸗Abschnitt. Feindliche Nachhuten wurden geworfen. 3700 Gefangene fielen in unsere Hand. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Verfolgung der nördlich von Brzezany durch— 5 8 und n Truppen i der Strypa enweise durch einen Gegensto starker russischer Kräfte aufgehalten. 8 1 Oberste Heeresleitung. 3 8 1 1 Der Sedantag hat seinen alten guten Klang behalten. Das 8 Schlachtenjahr hak ihm kein Blättchen seines Ruhmes geraubt, im Gegenteil, die Fahnen von Sedan durften mit Siegeszeichen neu umwunden werden. Es ist heute nicht angebracht, zu erwägen, ob wir den alten Ruhmestag unserer deutschen Geschichte fortan in der alten Weise laut und sichtbar weiter feiern werden; die neue Zeit wird ihr Recht fordern und den nächsten ihrzehnten ihre eigne Mahnung und Bedeutung auf⸗ prägen. Wir stehen auf der Schwelle eines neuen Zeit⸗ alters und müssen an dem altgewohnten Freudentag des Vaterlandes, mitten in der Härte des Krieges und vor einem siegverheißenden⸗ Ausgang, doch wieder den Blick den in die Stunden, da zu dem neuen, stolzen steichsgebäude die Grundlagen gelegt wurden. Alle Fragen, 5 * urückwe die sich da für uns ergeben, dürfen wir frohen Herzens voll Dank und Hoffnung uns selbst beantworten, da das neue Geschlecht den Geist der Väter bewahrt und die ernsteste Probe treu bestanden hat. Kein Geringerer als Generalfeldmar⸗ schall v. Hindenburg hat den heutigen Kämpfern sein Lob zu⸗ teil werden lassen, und sein Wort mag wie ein Freuden⸗ banner verheißungsvoll über unseren Häuptern dahin⸗ flattern: Solche Soldaten wie die unsrigen in dem gegen⸗ wärtigen Ringen hat die Weltgeschichte noch nicht gesehen! Und wie oft haben es andere Heerführer gleichfalls bekannt: Jeder einzelne der Kämpfer draußen ist ein Held. So hat die Schlacht bei Sedan im Geiste des deutschen Volkes im besten Sinne fortgewirkt. Manche Zweifel, die uns in den letzten Jahren bei zunehmendem inneren Hader und an deren drohenden Anzeichen beschleichen wollten, sind beseitigt. Die hehren Gestalten der alten Führer des jungen Reiches, ihre Taten und Weisungen, waren unvergessen geblieben, und fast scheint es so, als habe gerade die aufgeblühte Schaf— fenskraft des deutschen Volkes, als hätten die Männer in den Werkstätten der Industrie, des Handels, der Wissenschaft, die Pfleger der Erzeugnisse deutschen Bodens, die Bewahrer deutscher Waffenkunst in harmonischem Wirken eine Leistung vollbracht, die ein einzelnes Genie nimmer hätte erreichen können. So ist es erklärlich, daß der beste Schaffer an des Reiches neuem Ruhm, ein sonst wortkarger Mann wie Hin- denburg, solche Worte beinahe überschwänglicher Anerken⸗ nung auch für die einfachen Soldaten gehabt hat. Beim Ausblick in die neue Zeit darf uns freilich das jetzt Erreichte nicht übermütig und lässig werden lassen. So große und schwere Aufgaben, wie sie noch vor uns liegen, hat das deutsche Volk kaum je vor sich ge⸗ habt, und die Fülle ernster Fragen, die von außen und innen an uns herantr läßt uns still die Häupter neigen. Das Schicksal ns einen großen Beruf ge⸗ 7 den wir erst eben angreifen und in dem wir in der ukunft uns werden bewähren müssen. Innere Kräfte müssen sich auch im Frieden unter uns erheben, die wir vordem im Streit der Parteien, im Streben nach äußerem Fortschritt, so oft vermißt haben: die volle Einigkeit in Zielen sozialer und sittlicher Bedürfnisse, in der Abwä⸗ gung von Rechten und Pflichten und im Hinblick auf die Ausbildung einer Kultur, die uns auch in den Herzen des Auslandes eine Welt erobern soll. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. August 1915.. Russischer Kriegsschauplatz. Der nördlich und nordöstlich von Luck an⸗ getroffene Gegner wurde gestern unter heftigen Kämpfen nach Süden zurückgeworfen. Er ließ 12 Offiziere, über 1500 Mann, fünf Maschinengewehre, Lokomotiven, zwei Eisenbahnzüge und viel Kriegsmaterial in unsere Hand. Auch bei Swiniuchy, Gorochow, Rasiechow und Turze zwangen unsere Truppen die Russen, den Rückzug fortzusetzen. Mit gewohnter Tapfer⸗ keit erstürmten im Raume südlich von Rasiechow die Re— 1 der Budapester Heeresdivision eine stark verschanzte inie. An der Strypa wird um die Uebergänge gekämpft, wobei die Russen unsere Verfolgung an einzelnen Punkten durch heftige Gegenstöße aufhielten. 1 Am Dnjestr und an der bessarabischen Grenze nichts eues. Unsere nördlich Kobryn kämpfenden Streitkräfte drangen bis Pruszany am oberen Muchawiec vor. Italienischer Kriegsschauplatz. Auch gestern fanden an der Südwestfront keine Kämpfe von Belang statt. Zwei feindliche Vorstöße bei San Martino, dann je ein Angriff auf den Südteil des Tolmeiner Brückenkopfes und auf unsere Flit⸗ scher Talstellung wurden abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Kämpfe in Ostgalizien. Berlin, 1. Sept. Zu dem Kämpfen in Ostgalizien heißt es in einem Telegramm des„Berliner Tageblatts“ vom 31. August aus dem k. und k. Kriegspressequartier: Um die Stry—⸗ pa⸗Uebergänge wurde heftig gekämpft. Die Russen leisteten hier energischen Widerstand und machten starke Gegenangriffe. Am nördlichen Teil der galizischen Front gelang es, die feindliche Front südlich Radzieffow zu durchbrechen, wobei die Russen einige Stellungen aufgeben mußten. Weiter nördlich gewann die Armee Puhallo Raum. Oberösterreichische und salzburgische Truppen stehen nahe vor Luck; östlich Brest-Litowsk nähern sich die verbündeten Truppen Pruzany. Holzteuerung in Rußland. Kopenhagen, 1. Sept.(WTB. Nichtamtlich.)„Rjetsch“ meldet: Die Holzteuerung ist bereits zu außerordentlicher Höhe gestiegen. Die Holzhändler weigern sich, größere Mengen fünf — en oberen Scheinen warten, um anzukommen. Es sei unbegreiflich, wie in Rußland, das seinen Ueberschuß an Holz habe, derartige Zuständ⸗ herrschen könnten. Mißstimmung in der russischen Duma. Petersburg, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich)„ Rietsch“ berichtet: Im Interpellations⸗Ausschuß der Du ma erklärte der Kadett Alexandrow im Hinblick auf die Vertreibung der Juden: Da sich als Grund für den militärischen Mißerfolg die Nachlässigkeit der Bureaukratie ergeben habe, sei es Wahnsinn, sechs Millionen guter jüdischer Bürger als allein Schuldige hin⸗ zustellen. Mit Stimmenmehrheit wurde die Einkerkerung von russischen Juden als Geiseln als ungesetzliche und un⸗ menschliche Handlungsweise der Regierung verurteilt. Aufsehen erregte die Mitteilung, daß an einigen Stellen Dank⸗ gottesdienste für die Entlarvung und Unschädlichmachung der jüdi⸗ schen Verräter abgehalten worden seien. Die Bauerngruppe Tru⸗ dowici brachte eine Anfrage an die Regierung ein, weshalb Tau⸗ sende junger Leute, Pfadfinder und sogar Kinder von 12 Jahren ihren polnischen Eltern weggenommen und nach verschiedenen Gefängnissen im Innern Rußlands gebracht worden seien, auf welcher gesetzlichen Grundlage dieses barbarische und unmenschliche Verfahren beruhe und wie lange diese unglück⸗ lichen Kinder im Gefängnis schmachten sollen. Der russische Bericht. Petersburg, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab gibt bekannt: Bei den Stellungen westlich Friedrichstadt dauerten die Kämpfe im Laufe des 28. und 29. August mit gleicher Hartnäckig⸗ keit an. In der Entwicklung ihrer Operationen griffen die Deut⸗ schen gleichzeitig unsere Truppen in der Gegend des Eisenbahn⸗ abschnittes Großeckau—Neugut, und das Dorf Birsgaln an. In der Richtung auf Dünaburg keine wesentlichen Veränderungen. An einigen Punkten gingen unsere Truppen am 28. August zur Offensive über. In der Richtung auf Wilna gehen die Kämpfe auf annähernd derselben Front weiter. In der Gegend von Olita versuchte der auf das rechte Ufer des Niemen übergegangene Feind am 29. August in der Richtung auf Orany vorzudringen. Auf dem übrigen Teil der Front, längs des Mittellaufes 5 7. Njemen und gegen den Süden hin bis zum Lauf des Pripjät setzen unsere Armeen, gedeckt durch Nachhuten, den Rückzug fort. Diese wiesen am 28. August eine Reihe deutscher Angriffe in der Gegend von Lipsk ab und fügten dem Feinde große Verluste zu. Weiter südlich brachten Nachhuten die hartnäckige Offensive starker feindlicher Kräfte westlich der Linie Pruschany—Garodetz zum Stehen. Nachdem der Feind in der Gegend von Wladimir Wolynskij seine Truppen umgruppiert hatte, setzte er in der Nacht zum 29. August die Offensive mit starken Kräften in der Richtung Wladimir Wolynskij auf Luck fort. Nördlich des Ortes entwickelten sich Kämpfe an den beiden Ufern der Styro Englische Zugeständnisse. London, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Labour Leader“ schreibt: Die Rede des Reichskanzlers war äußerst geschickt. Er befolgte die Praxis kriegführender Staats⸗ männer, ignorierte den Anteil, den die eigene Nation an der Entzündung der Pulvermagazine hatte und konzentrierte die Auf⸗ merksamkeit auf den Anteil des Feindes. Da jede Nation mit schuldig ist, ss ist es stets möglich, ein starkes Argument vorzubringen, und es wäre töricht, zu leugnen, daß des Kanzlers Argument stark war. Es wäre einfach töricht, die Behauptung bekämpfen zu wollen, daß die britische Regierung jetzt für kleine Nationen zu kämpfen vorgibt, während ihr letzter Krieg gegen die kleine Burennation gerichtet war. Wir können auch nicht leugnen, daß Aegypten annektiert wurde, trotz der feierlichen Erklärung, daß wir es nicht tun werden, und daß wir die Unabhängigkeit Ma⸗ rokkos und Persiens durch unsere Verbündeten verletzen ließen. Der Kanzler hat erklärt, daß TDeutschland den Neutralitäts⸗ vertrag auf die Kriege beschränken wollte, in denen es nicht der Angreifer wäre, Grey soll rundweg diese Formel abgelehnt haben, weil sie die bestehende Freundschaft Englands mit den anderen Mächten gefährden würde. Ob Grey diese Worte gebraucht hat oder nicht, so kann doch wenig Zweifel bestehen, daß sie den Tatsachen entsprachen. London, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Econo⸗ mist“ erörtert die Theorie vom Gleichgewicht der Mächte und betont, daß Gladstone und Salisbury sich diese Doktrin nicht zu eigen gemacht haben würden. Er sagt: Die Zerschmetterung Deutschlands und die Zerstückelung Oester⸗ reichs könne von keinem, der Englisch verstehe, als die Politik der Erhaltung des Gleichgewichts vertreten werden. Der Artikel schließt mit den Worten: Wenn das Gleichgewicht überhaupt einen Sinn hat und den Geist und die Ziele der britischen Politik darstellt, mag der Friede nicht so entfernt oder so schwer erreichbar sein, als manche Leute denken. Europa war sicherlich 1715 oder 1813 der Erschöpfung nicht näher, als 1913. Wenn es unsere Absicht ist, das Gleichgewicht auf der Grundlage von 1869 oder 1913 herzustellen mit solchen Abwandlungen im Orient, die den Wünschen kleiner Nationen genügten, so könnte das Ziel in verhältnismäßig naher Zukunft erreicht werden, ohne daß man sich aus einer heilbaren Erschöpfung in unheil⸗ bares Elend und Bankerott stürzte. London, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Daily News“ erinnert in einem Leitartikel an den 30. August 1914, an dem nahezu alles verloren schien, und sagt: Die Schlacht an der Marne und der erfolglose Winterfeldzug der Deutschen steigerte unsere Erwartungen zu sehr. Jetzt ist der Himmel wieder voll schwarz hung. Der Sommer sah eine unerwartete, überwält derherstellung der Macht des Feindes. Das Blatt er Ursache des Umschwungs nicht in der nun chen, sondern eutschlands. Der * 1. 5 N 5 industriellen Ueberlegenheit D zu verkaufen. Die Käufer müßten tagelang mit den polizeilichen relative Fehlschlag der Verbündeten lag nicht in dem Mangel an „ 9 1 N 0 England allein sei auf der Seite der sochten. vollen Angriffe gegen die industrielle Kraft Englands. London, 31. Aug. Besetzung von Polen durch den Feind Punkt durchbrochen werden. Lage befinden. 5 zwungene Flucht der Zivilbevölkerung erschwert. Vormarsch ist nicht so langsam, wie öfters gesagt wurde. Belästigung erreichen werden. Ein Dank des Kaisers an die deutsche Bugarmee. Oberbefehlshaber der Bug der Einna gende allerhöchste Order zugegangen: „Mit Dank für die hocherf auszusprochen. Wilhelm I. R.“ Diese Order 3 all. Vertrauen, daß die gewaltigen Marsch fechtsleistungen aller Truppenteile der Bugarmee, welche in Verbindung mit den nördlich meen den Feind zur Aufgabe der Festung zwang, zur völligen Vernichtung des Gegners beitragen werden. Gez. v. Linsingen.“ Die tͤrlischen Siege an den Dardanellen. Berlin, 31. Aug.(WDB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. A581. schreibt zu den jüngsten Kämpfen an den Dardanellen: Die heldenhaste Verteidigung des Landes durch die türkische Armee wird in Deutschland mit ungeteilter Bewunde⸗ rung verfolgt. Seit Monaten bieten die Gegner Hunderttausende von Mannschaften auf, um den Durchbruch bei den Dardanellen zu erzwingen. Die feindlichen Heere gehen, mit allen Kriegsmitteln reichlich ausgerütstet, in den Kampf. Starke Geschwader unter⸗ stützen sie durch schwerste Artillerie. 000 9 be schreiten. i 0 „Tanin“ weist den von Gustave Hervé in„Guerre sociale“ angeregten Gedanfen zurück, der Türkei einen vorteil aften Sonderfrieden anzubieten. Ein Vorschlag ei eine Beleidigung für das Vaterland und die Religion und Ehre der kämpfenden Nation. Berlin, 1. Sept. Nach einer Basler Meldung des „Berliner Lokalanzeigers“ erhält sich in der Londoner City ko m man do über die Armeen gegen die Türkei übernehmen will. 0 Die Abrechnung mit Frankreich. Berlin, 1. Sept. Den parlamentarischen Vorgängen in Frankreich entnimmt Professor Hötzsch in der„Kreuz⸗ Republikanern und der sogenannten Reaktion(worunter Joffre, Millerand, die Kammerrechte, das„Echo de Paris“ und der„Temps“ zu zählen sind), der Entschluß sei, die Delcassesche Politik nicht zu verlassen. Die Austragung des Kampfes zwischen Frankreich und Deutschland in diesem Kriege sei nur bei den Waffen, das heißt, nur durch eine deutsche Offensive im Westen möglich, von deren glorreicher Durchführung er genau so überzeugt sei, wie wir sie im Osten hätten erleben dürfen. Ein Bericht des Geuerals French. London, 31. Aug.(W. Nichtamtlich.) Bericht des Generalseldmarschalls French: Seit dem 18. August kam es an der britischen Front nur zu Minenangriffen. Wir schossen feindliche Flugmaschinen herunter. Artillerie schoß bei Lange⸗ mar ck einen Eisenbahnzug in Brand. Eine Fliegerabteilung ar⸗ beitete erfolgreich mit den Frarzosen bei Angriffen quf das Gehölz von Houthulst zusammen, ohne eine einzige Maschine zu verlieren. Die amerikanischen Kriegslieferungen. Petersburg, 31. Aug.(WTB. Nichtamtli Nach dem„Rußkoje Slowo“ haben die Alliierten 10 233 amerika zusammen für etwa zwei Milliarden Rubel Kriegsmaterial bestellt. Die Senussi auf dem Kriegspfad. Paris, 31. Aug(B. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus Kairo. Man meldet von zuständiger Seite, 1 sondern diefe zu Verbündeten 9 diese Aufgabe zu erfüllen. Der wirkliche Krieg werde nicht in den Schützengräben sondern von der Industrie ausge⸗ Die Anhänger der Wehrpflicht richteten ihre verhängnis⸗ (WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ meldet: Die Räumung von Brest⸗Litowsk vollendet die Der Wert von Bez liegt teilweise in den Eisenbahnen. Die Russen machten jedenfalls die Eisenbahnen möglichst unbrauchbar, aber Bahnen lassen sich schwer für lange Zeit zerstören. Während die Deutschen ihre rückwärtigen Verbindungen verbessern, werden die Möglich⸗ leiten eines russischen Rückzuges beschränkter. Die Bahnlinie Wilna— Petersburg muß bald an einem bedrohlichen Die starken russischen Streitkräfte, die sich auf Grodno stützten, mögen sich in sehr sorgenboller Die Benutzung der Straßen wird durch die er⸗ Der deutsche Die „Times“ gibt zu, daß die russischen Hauptkräfte noch nicht außer Gefahr seien, hofft aber, daß sie die neue Linie ohne gefährliche Breslau, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Schles. Ztg.“ veröffentlicht folgenden Dank des Kaisers an die deutsche Bugarmee: Dem General v. Linsingen, armee, ist von dem Kaiser nach hme von Brest⸗Litowsk durch diese Armee fol- erfreuliche Meldung von der Einnahme Brest⸗Litowsks ersuche ich Sie, den braven Truppen der Bugarmee für ihre hingebende Tapferkeit und Aus⸗ dauer meine höchste Anerkennung. und meinen königlichen Dank gab General v. Linsingen mit folgendem seiner Armee bekannt:„Ich bringe diesen Ausdruck chster Anerkennung zur Kenntnis der Armee in dem ⸗ und Ge⸗ vordringenden Ar⸗ das Gerücht, daß Kitchener persönlich das Ober- Schla zeitung“ die Lehre, daß stärker als der Gegensatz zwischen Wehr Mann, Wurst die Ladun englischen in Sierra und in euzer Leone daß der Großsenussi, an der Spitze mit Geschützen und Maschi⸗. gerüstet, von deutschen und türkischen Offizieren befehligt, gegen Tripolitanien mars gierung hat Verstärkungen wo die Lage unsicher sein soll. Ein schwedisches Ausfuhr verbot.. 5 Stockhorm, 31. August.(WTB. Nichtamtlich.) Die schwedische Regierung hat beschlossen, ein Ausfuhrverbot zu erlassen für lebende Rinder, allerlei Konserven, frisches und ö räuchertes Fleisch. Die Ausfuhr von Schweinefleisch wurde nicht vollkommen verboten, aber begrenzt. Lizenzen können ausnahmsweise gestattet werden, falls sich die Expor⸗ teure verpflichten, eine gewisse Menge zu einem voraus be⸗ stimmten Preise für den schwedischen Markt aufzuheben. Ein englisches Zugeständnis an Amerika. Washington, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Der britische Botschafter hat dem Staatsdepartement mitgeteilt, daß Großbritannien die Durchfuhr gewisser Güter durch das Blok⸗ ł ad 9 die für Amerika in Oesterrei Deutschland bestellt worden sind, zugestehen werde. Aus Serbien. Paris, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Echo de Paris“ meldet aus Saloniki, die dortige Zeitung„Phos“ wolle von zuständiger Seite erfahren haben, daß Serbien seit zwei Monaten über Saloniki große Mengen Muni⸗ tion, besonders Granaten, e und pharmazeutische Artikel erhalte, welche den Heeresbedarf für ein Jahr deckten. Die serbische Armee bereite sich auf eine energische Aktion vor, um die österreichisch-unga⸗ rische Armee zu zwingen, Truppen von der russischen Front abzuziehen. Der Seekrieg. Paris, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der„New Pork Herald“ berichtet in einem Brief aus Belgisch⸗Kongo, wie der norwegische Lastdampfer„Lisdale“ an der Küste von Westafrika von den Engländern gekapert worden sei. „Lisdale“ wurde seinerzeit von der deutschen Regierung gechartert, um das Geschwader des Admirals Grafen Spee mit Munition und Kohlen zu versorgen. ul von der Vernichtung des Geschwaders. Das Schiff manövrierte dann wochenlang im atlantischen Ozean und verfuchte wiederholt Kamerun zu landen, bis sie schließlich von dem „Highflyer“ gekapert wurde. Die Ladung wurde gelandet. finde sich in Gefangenschaft.. 5 Kopenhagen, 31. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der däni⸗ sche Dampfer„Eloe!, der mit Kohle aus England in Aalborg eingetroffen ist, berichtet, daß in der Nähe der englischen Küste eine mit Grubenholz beladene norwegische Bark von einem Unterseeboot in Brand geschossen worden sei. Die Mann⸗ schaft der Bark sei von einem norwegischen Fischdampfer aufge⸗ nommen worden. e von etwa 10 000 nengewehren aus⸗ chiert. Die italienische Re⸗ nach der Stadt Tripolis entsandt, eingesalzenes ge⸗ lehrungen zuteil geworden, von denen ihr alt dautern⸗ den Vorteil ziehen wird. Vielen auch ist bei diesen B rungen erst das Verständnis für Verfahren auf⸗ gegangen, das sie in ihrer Küche seit Jahren übten, ohne zu wissen, warum man gerade so und nicht anders die Sache angreifen muß. nicht Doch sind unseren Hausfrauen in der 8 N ich nur Lobredner erstanden, auch tadelnde timmen haben sich bisweilen vernehmen lassen. Sie 5 über, daß die Frauen egoistisch veranlagt sei das Gerücht einer Preissteigerung hin so einkauften, unbekümmert darum, daß die Preise in die Höhe trieben und den weniger Bemittelten, die sich Vorräte nicht anlegen können, die Lebens führung erschwerten. Sie bemängelten auch, daß die wohlhabenden Kreise, um ein beliebtes Nahrungsmittel nicht 5 zu müssen, beim Einkauf jeden Preis zahlten, unsere Hausfrauen allgemein zu schwerfällig 8 iegszeit entsprechendes i er die Herstellung eines bekannten Gerichts zu Man hat hieran den Wunsch geknüpft, daß de ch⸗Ungarn und Flugzeuge Panzerautomobile u einer sicher beschleunigt werden wird. Viel weitergehende Jo erhoben, das dem hauswirtschaftlichen noch eine Reihe weiterer, gemeinheit zugute kommender Kenntnisse Die Fi Auf hoher See erfuhr„Lisdale“ „der permet Die deutsche Besatzung be⸗ deutung Stellung wurden fe Kämpfe Die hauswirtschaftliche Ausbildung der jungen Mädchen und die Koch⸗ und Haushaltungsschule des Aliceschul⸗Vereins in Gießen. Wenn die Absicht unserer uns nicht nur mit den Waffen durch Aushungerung zum Felchen zu zwingen, gelungen ist und hoffentlich auch nie gelingen zweifelte Anstren einen ganzen Artilleriefeuer ist sehr groß, westlich Ypern von uns beherrscht wird und unter Artilleriefeuer Die Höhe 60 bei Die vielgenannte Höhe 60 vor pern— an der Bahn Ypern—Comines gelegen— ist seit 18. Dezember von sächsi⸗ schen Truppen besetzt. Die Franzosen erkannten wohl die Be⸗ derselben, welche als wichtiger Schlüssel punkt der ganzen vor Ypern angesehen werden muß, und machten ver⸗ gungen zur Rückeroberung. Der Ausbau der Stellung geschah unter den schwierigsten Verhältnissen. Beinahe Monat lang lag i auf der Höhe, aber alle Versuche des Gegners, sie zurückzuerobern, blieben erfolglos. Die Franzosen wurden dann durch Engländer abgelöst und ein neuer, zäher und erbitterter Gegner trat auf. Die beiden sich gegenüberliegenden Stellungen en festungsartig ausgebaut, durch Sappen und Minen näher⸗ ten sich dieselben um 15 bis 50 . 15 Meter des Krieges. Das sofort einsetzende Artillerie⸗ gners läßt si 5 as dahi hagel überschüttet, der die N l r trot genteiligen Mel⸗ in die schönen und zweckmäßig eingerichteten Räume dungen nicht erzielt, sie waren nicht einen ritt vorwärts ge⸗ i. f ö e ten vielmehr amisere alte Stellung tune, nur halte] zweiten Schulhauses in der Steinstraße über. Hier wurde Aus Stadt und Cand wenngleich auch wir unseren Erfolg nicht hatten. pern. Familienleben begleitet sein müss hat g zuerst in Baden— ha chat lichen Unter⸗ richt für die schulentlassenen Mädchen eingeführt, und auch in Gießen ist man diesem 9 bald gefolgt. Aber hier wie anderwärts hat man bald ei sehen, daß das nicht genügt, daß der Grund vir in den Volksschule selbst gelegt werden muß. So richtete als stlichen Unter⸗ erste die t Kassel 1889 den hauswirtscha richt in der obersten Klasse ihrer Volksschulen ein, andere Städte, unter ihnen Gießen, folg⸗ f Tag und Nacht ein verheerendes 2 1 fi ten se„und jetzt fi wirtschaftskunde. Von der Einführung des h. i richts auch in die Mittel⸗ und höh⸗ man bis jetzt Abstand genommen, und in der Tat liegen ja die Verhältnisse bei den diese Schulen besuchenden Mäd⸗ chen insofern anders, als sie in der Regel auch nach der Schulentlassung noch Zeit finden, sich eine Aus⸗ bildung in der Hauswirtschaft anzueignen. Di schulen und Lyzeen angegliederten 8. staatliche, kommunale und private 2 el sollte eine Zeitlang besucht. Eine tüchtige haus wirt⸗ schaftliche Schulung wird einer Jeden in und außer Mädchen st die einer Anzahl von he„ schulen zur Verfügung, und die in, jedes junge Mädchen ohne Ausnahme eine eiche Sn lirtel Schu uses am Oswaldsgarten begründet und siedelte spater aber 1909 gleichzeitig mit der ffung eines Seminars zur Ausbildung von Lehrerinnen der Hauswirtschafts kum auch eine vollständige Haushaltungs chu le eingeri tet, welche den jungen Mäd eine liche Ausbild im ganzen Hauswesen— nicht allein im Kochen, wie das Kochschule in 2½ Monaten tut— während einer Kursdau von 5 Monaten verleiht. Es werden also 23 nur die ei fache und feine Küche gelehrt mit Backen, Einmachen Garnieren, sondern auch alle Hausarbeiten nebst Wa be Bügeln und Reinigen von Kleidern, ferner Stopfen, F und Anfertigen von Wäsche und einfachen Kleidungs stüt Dazu kommt weiter der Unterricht in a und in Haushaltungskunde nebst he führung, sowie nächtliche Engländer Nicht in Gießen oder der näch 5 den jungen Mädchen bietet die S nehmlichkeit, daß sie mit einem Pensionat für 12 Person verbunden ist, das unter der Leitung der ersten Lehrerin In ihm kann jedes an irgend einem Kurs der Alicest teilnehmende junge Mädchen Aufnahme finden. In der Koc schule werden jährlich 4, in der Haushaltungsschule jähr 2 Kurse. Die nächsten beginnen, wie alle ander Kurse der Schule, am 28. September. Prospekte versendet Vorstand. 8 5 8 Gießen, 1. September 1915. * Aus dem Militärwo Feinde, namentlich Englands, Hauptmann: Oberleutnant der u besiegen, sondern uns auch bis jetzt nicht wird, so ver⸗ R Leutnants der Reserve: mel des Inf.-Regts. Nr. 115( Da nsta m Ers.⸗Bat. f .* ; zu Leu ur z 2 M. II. 0 at. des Inf. 116, zum Reserve: Offizieraspirant seßen), befördert Curletti, Vizefeldw.(I Darm⸗ Res.. N Nr. 116, zum Lt. der Res.; ernannt: Feldw.⸗Lt.(Gießen) im Inf.⸗Regt. Nr. 186, zum Lt. Inf. 1. Aufgebots. 5 der Sedantag, dessen 45. Wiederkehr wir heute verzeichnen, wird abend 8 Uhr von den evan⸗ gelischen Kirchen Stadt durch Glockenläuten ge⸗ 15 werden, das demnach diesmal ausnahmsweise nicht mit Siegesläut u verwechseln ist. Andere Veranstal⸗ Auch w. Feierlichkeiten sind unseres Wissens nicht in genommen. Brot- und Mehlabschlag Von heute ab gelten in Gießen, wie erfreulicherweise aus einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters hervorgeht, neue, billigere Brot- und Mehlpreise. Der Preis für den Vierpfund⸗ laib Noggenbrot 955 von 71 auf 68 Pfennig, der für den Zweipfundlaib von 36 auf 34 Pfennig herunter. Auch der Mehlpreis wurde herabgesetzt, und zwar kosten fortan Ro hl 20, Weizenmehl 23 und Weizen⸗ auszugsmehl 28 Pfg. das Pfund.— Aufmerksam F sei noch eine weitere Bekanntmachung über die Brot⸗ markenaus gabe) die in Zukunft regelmäßig alle vier⸗ zehn Tage Samstags ohne weitere vorherige Ankündigung zu den im Anzeigenteil angegebenen Stunden ersolgen wird. 5* Die Schweinepreise sind laut Drahtbericht vom heutigen Frankfurter Viehmarkt um weitere 15 Pfg. in die Höhe gegangen. 1 955 89 Hauptverein des Evangelischen undes. An Stelle einer Jahresversammlung hält der Hessische ein des Evangelischen Bundes in diesem Jahre nur eine [bgeordnetenversammlung, die Donnerstag, den 2. er, in Frankfurt a. M.(„Kaiserkeller“, Kaiser⸗ straße, am Bismarckdenkmal) stattfindet. Auf der Tagesordnung ehen außer 7 7. und Rechnungsablage zwei Vorträge 5 Pfarrer D. ainz Waitz in Darmstadt und Pfarrer Berck in — 1. 2 des 1 Bundes Krieges na m und des Laterlaudes, 5 ienst der Kirche Der Verband hessischer Verkehrs vereine hielt am Sonntag in Worms seine 11. Verbands⸗Haupt⸗ versammlung ab. Der Ehrenvorsitzende, Frhr. v. Heyl, gedachte in einer längeren Ansprache der weltgeschichtlichen Ereig⸗ nisse, die sich gegenwärtig namentlich im Osten vollziehen, und 1 die U. aus, daß der Krieg auch an der Sache der Verkehrs vereine nicht vorübergehen werde, da die Wertschätzung des eigenen Landes durch ihn eine ungeahnte Steigerung erfahren 4 Aus dem Jahresbericht des Verbandes geht hervor, daß die t des Verbandes, die nur kurze Zeit durch den Krieg unter⸗ brochen war, sich jetzt vielfach auf anderen Gebieten bewegt. Der Mitgliederstand ist derselbe geblieben. Kassenbericht und der neue Haushaltungsplan fanden Annahme. Für die Blindenfürsorge wurde der Betrag von 100 Mark genehmigt. Nach kurzer Debatte der Antrag auf Aenderung der Satzung genehmigt, wonach der Vordn nach Jahren wieder wählbar ist, und hierauf wurde mier Berücksichtigung der Verhältnisse der Verkehrsausschuß an der Bergstraße(Vorort Auerbach) wiedergewählt. Es wurde weiter beschlossen, in Zukunft alle dem Verband angehörenden Vereine einen Vertreter in den Arbeitsausschuß fenden feen Es wurde dem Bedauern Ausdruck„daß einzelne, selbst große Plätze, so wenig im Arbeitsausschuß mitwirten. Hierauf wurde ein Antrag Herbst⸗Worms angenommen, nach dem mit allen Mitteln dahin gestrebt werden soll, daß auch die Rhein 5 n Mainz und Mannheim in den Verkehrsbüchern, Zeit⸗ en usw. mehr berücksichtigt werden soll. * Der Verban hessischer staatlicher Un⸗ terbeamten hielt am Sonntag in Darmstadt seine Delegiertensitzung ab. Jahresbericht, Protokoll und . wurden gutgeheißen. Die internen An⸗ gelegenheiten wurden den Behörden zur Kenntnis über⸗ iegen e Ein wiesen. Die vorli den Anträge wurden mit geringen Aen erledigt. Als wichtigster Beschluß ist hervor⸗ zuhe einer Beerdigungsbeihilfe und Absendung einer Vorstellung an die Zweite Kammer, betreffend die Bewilligung einer Teuerungszulage. standswahl ergab die Beibehaltung der seitherigen tg! e weitere drei Jahre und Erweiterung durch der September. Mit dem September, der auch erbst⸗ 8.— e 3 nel 5 Wärme und ge der. äßig ab, was j nicht aus⸗ sießt, daß wir noch mit einer Reihe warmer und 2 ge beschenkt werden. Man bezeichnet den Monat auch als Mai des Herbstes. Die Bauernregeln behaupten vom ember u. a.: tember„Viel Regen im Mai, viel im September.“ n, in diesem e blieben wir im Mai ziemlich vom Regen verschont; behält das Sprichwort in der entsprechen⸗ den Umkehrung recht, dann steht ein trockener September bevor, wie ihn sich Bauer und Winzer wünschen. Von be⸗ onde ung ist der Michaelistag(29. Sep⸗ j 1 Iten besondere Regeln:„Regnets sanft . chaelistag, 0 folgt ein milder Winte; nach“. Ein deres Sprichwort behauptet:„Wenn Michaelis der Wind m Norden und Osten weht, ein harter Winter zu erwarten “. Auch soll das Wetter am 29. und 30. September um Weihnachten entsprechen. Starkenburg und Rheinhessen. Langen, 1. Sept. Die Großherzogin hat dem Ober⸗Postschaffner Josef Göbel in Langen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist„Für langjährige treue Dienste“ — des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ehen. si⸗ pr titmlichen Nathause abspielte, wurde mit dem gemeinsamen Gesange von„Eine feste Burg ist unser Gott“ eröffnet. Von der Treppe des Marktbrunnens hielt dann Sberbürger⸗ ister Troje eine Ansprache, in der er einen Rück⸗ 4 auf unsere kriegerischen Erfolge gab. Er schloß mit em brausend aufgenommenen Hoch auf den Kaiser. Mit dem Gesange von„Heil dir im Siegerkranz“ und„Deutsch⸗ and über alles“ endete die stimmungsvolle Feier. Sie Stadt rägt Flaggenschmucr. 5 a eustadt, 31. Aug. Das Fest der Goldenen Hoch— begingen 1 in voller körperlicher und auch geistiger e Landwirt Karl Schultheis und dessen Ehesrau, geb. hierselbst. Das Jubelpaar ist noch sehr rüstig und arbeitet noch tüchtig mit, obwohl beide bereits das 75. Lebensjahr itten haben. Schultheis ist Kriegsveteran von 1870/71. ranffur t a. M., 31. Aug. Mit einer kommunalpolitisch litisch interessanten* beschäftigte sich heute adtverordnetenversammlung. mehr als 90 Jahren befand sich die hiesige Gasanstalt und damit die Versorgung der Stadt mit Gas im Besitz einer englischen Gesellschaft, die im Laufe der Jahrzehnte viele Millionen, Mark an dem ständig größer werdenden Unternehmen verdiente. Wiederholte Versuche, das Werk in städtischen Besitz zu bringen, cheiterten, bis 1959 hatte die Gesellschaft sich den unumschränkten Besitz gesichert, Jetzt hat der Krieg den Uebergang des Gaswerks in städtisches Eigentum vollbracht. Unmittelbar nach Kriegsaus⸗ bruch kam das Werk unter Staatsaussicht. Mit Genehmigung der englischen Regierung haben nun dje englischen Gesellschafter ihren 7705 Stück umfassenden Aktienbesitz im Werte von 3 150 000 Mk. an die Stadt Frankfurt verkauft. Hierfür hat die Stadt einen Kurswert von 198 Prozent zu zahlen. Der Kaufpreis ist sechs Monate nach Friedensschluß zu zahlen. Die Stadtoer⸗ ordnetenversammlung gab heute ihre Zustimmung zu dem Ankauf. Po Sie ermächtigte den Magistrat ferner zur Deckung der aus diesem Ankauf erwachsenden Verpflichtungen eine Anleihe bis zum Be⸗ trage von 20 Millionen Mark aufzunehmen. Damit geht das Gaswerk, das jährlich durchschnittlich 10 Prozent Dividende ab⸗ warf, in den Besitz der Stadt über. Nur einige Frankfurter Pripat⸗ leute besitzen noch etliche Aktien. Das Aktienkapital der Gasgesell- schaft beträgt 13 600000 Mk., hiervon verfügt die Stadt nunmehr über 10 855 000 Mk. X. Hanau, 31. Aug. Die Strafkammer hat heute den beim hiesigen Postamte als Aushelfer beschäftigten 20 Jahre alten Goldschmied Otto Weidemann von hier, der in den Monaten Juni und Juli eine ganze Anzahl Liebesgabenpakete geplündert, auch eine für einen Kriegsgefangenen bestimmte Post⸗ karte nicht bestellt hatte, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. h. Aus dem Taunus, 31. Aug, Eine Frankfurter Dame hat der Wohltätigkeitsabteilung des„Taunusklub' eine er⸗ hebliche Summe Geldes zur Beschaffung von Zucker zur Ver- fügung gestellt. Der Zucker soll bedürftigen Familien im Taunus n von Beerenfrüchten unentgeltlich abgegeben werden. h. Vom Main, 31. Aug. Unter der Führung des Unter- staatssekretärs Freiherr v. Coels van der Brügghen-⸗ Berlin bereisten mehrere höhere Beamte der bayerischen und vreußischen Staatsregierung die augenblicklich rasch voranschreitende Mainkanalisation von der preußischen Grenze bergwärts bis Aschaffenburg. Die Arbeiten sollen, wie von maßgebender Seite mitgeteilt wurde, so gefördert werden, daß binnen zwei Jahren die Kanalisation bis Aschaffenburg vollendet sein wird. Un- mittelbar anschließend wird die Kanalisation bergwärts bis Bam- berg begonnen. Bei den Kanalisationsarbeiten sind gegenwärtig mehrere tausend Kriegsgesangene beschästigt, die in ver⸗ schiedenen großen Lagern untergebracht sind. Vermischtes. — Ein neuer Fall von Heilung eines Herz⸗ schusses. Vor einiger Zeit teilten die Blätter mit, daß es deutschen Aerzten gelungen sei, Herzschüssse auf opera⸗ tivem Wege zu heilen; wie nun bekannt wird, ist es mittlerweile auch in Frankreich gelungen, ähnliche Erfolge zu erzielen, und zwar ist es Dr. Beausenat, der den kühnen Schnitt ausgeführt hat. Sein Patient wurde am 1. Oktober 1914 bei Saint⸗Hubert in den Argonnen von einem Handgranatensplitter getroffen, der seinen Körper durchschlug, in den Herzbeutel eindrang, die ganze Dicke des Herzmuskels durchbohrte und endlich in der Herzhöhle stecken blieb. Wie festgestellt werden konnte, war der Splitter über 1,5 Zentimeter lang und breit und etwa 0,3 Zentimeter dick; sein Gewicht betrug 1,5 Gramm. Am 17. Februar wurde er entfernt. Zu diesem Behuf wurde das Herz geöffnet, das Geschoß, das sich schwer fassen ließ und in Bewegung geriet, mit Zangen herausgezogen und die Wunde dann zugenäht. Der Patient litt mehrere Tage hindurch furchtbare Schmerzen und hatte Ohnmachts⸗ anfälle, dann verfiel er in ein drei Tage währendes leichtes Fieber, das von Lungenschmerzen begleitet war, endlich aber war die Krise überstanden, und einen Monat nach der Operation konnte er als geheilt betrachtet werden. Wie Dr. Beausenat der Akademie für Heilkunde mitteilte, arbeitet das Herz jetzt normal und darf als lebender Beweis dafür gelten, das ähnliche Fälle durchaus nicht von vornherein als hoffnungslos betrachtet zu werden brauchen. Handel. Berlin, 31. Aug.(W. T. B. Nichtamtlich.) In der heutigen Gesellschaster-Versammlung der Zinkhütten- Vereinigung wurde ungeachtet der günstigen Lage, die sich in dem flotten Absatz und sehr mäßigen Beständen ausspricht, beschlossen, den bisherigen Preis um 5 Mk. für 100 Kilogramm zu ermäßigen. Maß- gebend für diesen Beschluß war, den Verbrauchern eine Verbilligung ihrer an den Staat zu liefernden Erzeugnisse zu ermöglichen. . Märkte. je. Frankfurt a. M. Schweinemarktberscht vom 1. Sept. Ausgetrieben waren 629 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 150.00— 155.00 Mk., Schlachtgewicht 185.00— 195.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 140.00 150.00 Mk., Schlachtgewicht 175.00— 185.00 Mk. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 150.00 155.00 Mk., Schlachtgewicht 185.00—195 Mk.. Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 150.00— 155,00„ Schlachtgewicht 185.00—195.00 Mk. Geschäft mittelmäßig. te. Fraukfurt a. M., 1. Sept. Fruchtmarkt. Bei ruhiger Stimmung, sesten Preisen und geringem Angebot selbst für aus⸗ ländische Ware aus der Ernte 1915 wurden für rumänische Gerste 68—70 Mk., Mais 58-60 Mk., Weizen 68— 70 Mk. geboten und bezahlt.— Futtermittel knapp bei großer Nachfrage. Kokoskuchen 60—62 Mk., Leinkuchen 67—68 Mk., Rapskuchen 50,00 Mk., Kleie 49—51 Mark. Alles zu 100 Kg. 1e. Frankfurt a. M., 1. Sept. Kartoffelmarkt. Kar⸗ toffeln ab Wetterau 8,50— 9,00 Mk. für 100 Kg. Belgien verladet nicht mehr; die holländische Ausfuhr ist gesperrt. Briefkasten der Redaktion. ([Auonyme Anfragen bleiben unberücsichtigt.) E. S. W. A 75 bedeutet Plattfußanlage, die jedoch die Fähig- keit zum Dienst mit der Waffe nicht ausschließt. 7 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 2. Sept. 1915: Zunehmende Bewölkung, zeitweise Niederschläge, südwestliche inde, etwas kühler. Letzte Nachrichten. Die Tagung des Lodzer Gemeinderats unter deutscher Aegide. Krakau, 1. Sept. Wie die deutsche„Lodzer Zeitung“ meldet, tagt der Gemeinderat in Lodz zur allgemeinen Zu⸗ 415 in deutscher Sprache. Diejenigen Gemeinderäte, ie die deutsche Sprache nicht vollkommen beherrschen, kön⸗ nen polnisch reden. Ihre Ausführungen werden ins deutsche übersetzt. Die deutschen Reden werden den polnischen Ge⸗ meinderäten in polnischer Sprache zur Kenntnis gebracht. Russische Zustände. Wien, 1. Sept. Das„Wiener Tagblatt“ meldet in⸗ direkt über Haag aus Petersburg: In der Kiewer Militär- intendantur wurde eine Reihe höherer Beamter verhaftet. Es handelt sich um ganz beträchtliche Be- . die für Militärlieferungen für die Armee an er Südwestfront stattfanden. Zugleich wurde der Präsident der Kiewer monarchischen Organisation, Lomaki, verhaftet, dem die Verteilung der 1 oblag. Insgesamt wurden 24 Beamte verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Die Teuerung in Rußland.* Kopenhagen, 1. Sept. Die Teuerung in Rußland wird namentlich für die ärmere Bevölkerung immer unerträglicher Die Not ist jetzt schon sehr groß. Die Blätter berichten täglich aus den verschiedensten Teilen des Reiches über örtliche Ruhe⸗ störungen wegen der Teuerung. Sie erklären, Rußland sei mit allem reichlich versehen; wenn es trotzdem an verschiedenen Teilen des Landes bald an diesem, bald an jenem fehle, so sei dies ein Beweis dafür, daß die Regierung ihre Pflicht versäumt habe. Sie sei für den Notzustand verantwortlich. In der Ortschaft Kolkino bei Petersburg stürmten Hausfrauen wegen der hohen Lebensmittel⸗ 15 preise die Läden auf dem Marktplatz. 32 Läden wurden völlig zertrümmert. In Petersburg ist die Holzuot so groß, daß auch zu den höchsten Preisen kein Holz zu haben ist. Selbst die von der lizei ausgestellten Anweisungen auf Holzauslieferungen sind wertlos, da kein Holz vorhanden ist, und viele Betriebe, die mit Holz arbeiten, mußten schließen. Die Regierung steht dieser Notlage vollständig verständnislos oder gleichgültig gegenüber. g Joffre abgesügt?. Wien, 1. Sept. Wie das„Fremdenblatt“ aus Sofia meldet, ist dort die Nachricht eingelaufen, daß der gegen⸗ wärtige Generalissimus Joffre Minister des Aeußern werden soll. Die Heeresleitung soll dann von einem mehr⸗ gliederigen Ausschuß gebildet werden. Die englische Flotte. Zürich, 1. Sept. Ueber die englische Flotte schreibt der Korrespondent der„Neuen Zürcher Zeitung“: Die Hauptflotte hält sich mit den Großkampfschiffen in den nordischen Küsten⸗ gewässern Schottlands auf, bereit, auf das erste Signal herbeizueilen. Eine Landung wird nicht als unmöglich betrachtet, da man mit der Anlegung von Schützengräben und Feldbefestigun⸗ gen in der Umgegend von London beschäftigt war und es noch ist. Das ist eine Vorsichtsmaßregel, wie die anderen wesentlichen Punkte der Küste, die nicht befestigt waren und an denen Truppen ausgeschifft werden könnten, jetzt befestigt werden. g Serbien gegen Bulgarien. 5 PNien, Der„Abend“ meldet aus Sofia: Die ganze serbische Presse hat nunmehr eine außer⸗ ordentlich heftige Hetze gegen Bulgarien begonnen und fordert nichts geringeres als die Okkupation Bul⸗ gariens durch Truppen des Vierverbandes. Die serbische Presse drängt zum Kriege mit Bulgarien. Wie der„Abend“ aus Sofia meldet, ist nach dorthin gelangten Meldungen der Güter⸗ und Personenverkehr in Serbien eingestellt worden. Die italienische Anleihe in Amerika. Haag, 1. Sept. Zwischen London und Washington findet gegenwärtig ein lebhafter Notenwechsel wegen der von Rom in Amerika erstrebten Milliardenanleihe statt. Die eng⸗ lische Regierung sucht Wilson zu überzeugen, daß diese Anleihe selbstverständlich keine Kriegsanleihe() sei, sondern ein veines Finanzgeschäft zur Verbesserung der englisch⸗amerikanischen Han⸗ delsbeziehungen. Die Londoner Regierungskreise sind denn auch der Ansicht, daß Präsident Wilson schließlich seinen Widerstand aufgeben wird. Baumwolle und die Neutralen. Kopenhagen, 1. Sept. Nach der Erklärung von Baum⸗ wolle zur Bannware werden Dänemark und Norwegen künftig unter sehr schweren Bedingungen eine beschränkte Baum⸗ wollzufuhr erhalten. Nur Schweden scheint tatsächlich von der amerikanischen Baumwollzufuhr abgeschnitten zu sein. 0 erhält monatlich 3000 Ballen Baumwolle. Wichtig für die Pflege Verwundeter ist es. 5 stets mit reiner, von Krankheitsstoffen befreiter Leib⸗ und zu versorgen. Die Geschichte lehrt, daß die früheren Kriege weni ger furchtbar waren durch die unmittelbaren Verluste auf dem Schlachtfelde, als durch die Folgen ausbrechender Seuchen wie Cholera, Typhus und der Pocken. Das Wiederauftreten dieser Epi⸗ demien zu i n ist eine der wichti Aufgaben in diefem Kriege und hier kann jede Hausfrau dadurch mithelfen, daß sie mit der Rei ihrer Wäsche zugleich deren gründliche Be⸗ freiung von Blutstoffen und Krankheitskeimen verbindet. Dies er⸗ fordert nicht etwa größere Unkosten oder Mehrarbeit am Wasch⸗ tage, sondern es ist uns in dem selbsttätigen Waschmittel Persil zugleich ein vorzügliches, von Fachleuten und Wissenschaftlern an⸗ erkanntes Desinfektionsmittel gegeben. Bei seiner er⸗ zielt, die Hausfrau nicht nur eine blendend weiße Wäsche, die zu⸗ gleich den angenehmen, belebenden Duft der Rasenbleiche enthält, sondern sie hat auch die Gewißheit, in hygienischer Beziehung eine durchaus einwandfreie Bett- und Leibwäsche zu besitzen. Woll⸗ und Buntwäsche wird schon in handwarmer Per⸗ sillauge peinlich sauber und frei von Krankheitserregern. Persil dürfte also schon aus volksgesundheitlichen Gründen gerade in dieser schweren Zeit in keiner deutschen Haushaltung fehlen. Die eiserne Waschfrau die kleinste, beste und billigste Waschmaschine der Welt Preis nur 8.00 Mark wird am Donnerstag, den 2. September nachmittags um ½5 Uhr u. abends um 8 Uhr pünktlich im Hotel Großherzog von Hessen, Bahnhofftr., im Saale, 1 Treppe, praktisch vorgeführt.— Der Besuch dieser Vorführungen ist kostenlos und ohne Kaufzwang. Jede Hausfrau von Gießen u. Umgegend ist dazu eingeladen. Schmutzige Wäsche(auch Stärke⸗ wäsche) bitte mitzubringen. Dienstag, 7. Septhr., abends 8 ¼ Uhr, eröffnen wir in der Stadt- Knabenschule Nord- Anlage) einen 169000 Anfänger- Lehrgang für Damen n. Herren. Under ⸗ — 6—. Gefl. An ⸗· meldungen an Herrn Wun. Jullmann, Grabenstraße, oder bei Unterrichtsbeginn. dabelsberger dtenographen-Verein (gegr. 1861 Und Damed-Verein Gabesberper. Die eisernt ae ee e ist für jeden Haushalt geeignet, Aisofen e eee Bestellung zum D Ausnahmepreis von 6.50 Mk. Seit wenigen Monaten Tausende verkauft. W. Ebeling, Magdeburg, Agnetenstraße 1. Kartoffeln fahgashergrr prima„Kaiserkrone.“ Sonnenstr. 4 Tel. 88. Soldaten- xa u. Schwolss- Puder in Streu- Seltersw. W. Otto Schaal. lee; Iiicgerperein liehen. den 2. September, abends 9 Uhr Wonats-Lersanmung wäscht spielend leicht, Besucher der Vorführungen erhalten den Apparat bei Planvertreter gesucht. empfiehlt billigst J. 384084 0 büchsen 30 Pf. Adl.-Drog. Morgen Donnerstag, im Vereinslokal. goto 5 5⁰ deusche Reichsanleihe. (Dritte Kriegsanleihe.) Zur Bestreitung der durch den Krieg erwachsenen Ausgaben werden weitere 5 Schuld⸗ verschreibungen des Reichs hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Die Schuldverschreibungen sind seitens des Reichs bis zum 1. Oktober 1924 nicht kündbar; bis dahin kann also auch ihr Zinsfuß nicht herab⸗ gesetzt werden. Die Inhaber können jedoch darüber wie über jedes andere Wertpapier jederzeit(durch Verkauf, Verpfändung usw.) verfügen. Bedingungen. 1. Zeichnungsstelle ist die Reichsbank. Zeichnungen werden von Sonnabend, den 4. September, an bis Mittwoch, den 22. September, mittags 1 Uhr bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin(Postscheckkonto Berlin Nr. 99) und bei allen Zweiganstalten der Reichsbank mit Kasseneinrichtung entgegengenommen. Die Zeichnungen können aber auch durch Vermittlung der Königlichen Seehandlung(Preußischen Staatsbank) und der Preußischen Central-Genossen⸗ schaftskasse in Berlin, der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweig— anstalten, sowie sämtlicher deutschen Banken, Bankiers und ihrer Filialen, sämtlicher deutschen öffentlichen Sparkassen und ihrer Verbände, jeder deutschen Lebensversicherungsgesellschaft und jeder deutschen Kreditgenossenschaft erfolgen. Auch die Post nimmt Zeichnungen an allen Orten am Schalter entgegen. Auf diese eichnungen ist zum 18. Oktober die Vollzahlung zu leisten. 2. Die Anleihe ist in Stücken zu 20 000, 10000, 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zinsscheinen zahlbar am 1. April und 1. Oktober jedes Jahres ausgefertigt. Der Zinsen⸗ lauf beginnt am 1. April 1916, der erste Zinsschein ist am 1. Oktober 1916 fällig. .Der Zeichnungspreis beträgt, wenn Stücke verlangt werden, OS Mart, wenn Eintragung in das Reichs schuldbuch mit Sperre bis 15. Oktober 1916 beantragt wird, 8,80 Mart für je 100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinsen (vergl. Z. 8). Die zugeteilten Stücke werden auf Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshaupt— bank für Wertpapiere in Berlin bis zum 1. Oktober 1916 vollständig kostenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch diese Niederlegung nicht bedingt; der Zeichner kann sein Depot jederzeit— auch vor Ablauf dieser Frist— zurücknehmen. Die von dem Kontor für Wertpapiere ausgefertigten Depotscheine werden von den Darlehnskassen wie die Wertpapiere selbst beliehen. 5 ee e sind bei allen Reichsbankanstalten, Bankgeschäften, öffentlichen Sparkassen, ebensversicherungsgesellschaften und Kreditgenossenschaften zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnungsscheinen brieflich erfolgen. Die Zeichnungsscheine für die Zeichnungen bei der Post werden durch die Postanstalten ausgegeben. Die Zuteilung findet tunlichst bald nach der Zeichnung statt. Ueber die Höhe der Zuteilung entscheidet das Ermessen der 3 Besondere Wünsche wegen der Stückelung sind in dem dafür vorgesehenen Raum auf der Vorderseite des Zeichnungsscheines anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Vermittlungsstellen nach ihrem Ermessen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden. 7. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Beträge vom 30. September d. J. an jederzeit voll bezahlen. Sie sind verpflichtet: 30% des zugeteilten Betrages spätestens am 18. Oktober 1915 20%„ 5 1 5„ 24. November 1915 5 5 5 65„ 22. Dezember 1915 25/„„ 1„ 22. Januar 1916 85 bezahlen. Frühere Teilzahlungen sind zulässig, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren eträgen des Nennwertes. Auch die Zeichnungen bis zu 1000 Mark brauchen diesmal nicht bis zum ersten Einzahlungstermin voll bezahlt zu werden. Teilzahlungen sind auch auf sie jederzeit, indes nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwertes gestattet; doch braucht die Zahlung erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark ergibt. Beispiel: Es müssen also spätestens zahlen: Die Zeichner von 1 300 100 am 24. November,& 100 am 22. Dezember,& 100 am 22. Januar, Die Zeichner von 4 200„ 100 am 23. November,& 100 am 22. Januar, Die Zeichner von 1 100 100 am 22. Januar. Die Zahlung hat bei derselben Stelle zu erfolgen, worden ist. 5 Die im Laufe befindlichen unverzinslichen Schatzanweisungen des Reichs werden unter von 5% Diskont vom Zahlungstage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zu age ihrer Fälligkeit in Zahlung genommen. bei der die Zeichnung angemeldet A dem 8. Da der Zinsenlauf der Anleihe erst am 1. April 1916 beginnt, werden auf sämtliche Zahlungen 5% Stückzinsen vom Zahlungstage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunsten des Zeichners verrechnet. N 5. für Schuldbuch⸗ Beispiel: Von dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ab für Stücke eintragungen bei Zahlung bis zum 30. September Stückzinsen für ein halbes Jahr= 2½% tat⸗ e 4 96.50* 96.30 wei Zahlung am 18. Oktober Stückzinsen für 162 Tage= 2,25, tatsächlich zu / ĩ⁊ 4 96.75 1 96.55 bei Zahlung am 24. November Stückzinsen für 126 Tage= 1,75, tatsächlich zu %%. ̃ꝗ⁵ꝗ pd ĩð-v* 97.25 97.05 für je 100 4 Nennwert. Für jede 18 Tage, um die sich die Einzahlung weiterhi i äßi — 44 23 Fiemme. 9 sich zahlung terhin verschiebt, ermäßigt sich der 9. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Antrag vom Reichsbank⸗Direktorium ausgestellte Zwischenscheine ausgegeben, über deren Umtausch in Schuldverschreibungen das Erforderliche später öffentlich bekannt gemacht wird. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorgesehen sind, werden mit größtmöglicher Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden. Berlin, im August 1915. Reichsbank⸗Direktorium. Havenstein. v. Grimm. 695¹ Hank erts⸗ Srethe Wiesenfhal die klallische Tanzerin in dem ferporragenden Kunitfilm Die goldene fliege ab heute im Richtipielhaus 6966 Bahnhofftr. 34 Balinnofftr. 34 1 edman N Wirtschafts-Uebernahme 75 IA Einem geehrten Publikum von Gießen, sowie meiner Nach- barschaft und allen Freunden und Bekannten hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich mit dem heutigen Tage die Wirtschaft z. Nordpol Steinstraße 76 übernommen habe, Ich werde bemüht sein, meine verehrlichen Gäste durch Verabreichung bester Speisen und Getränke in jeder Weise zufrieden zu stellen. Zum Ausschank gelangen die anerkannt vorzüglichen Biere vom Siegener Brauhaus. Indem ich frdl. um geneigten Zuspruch bitte, weise ich gleichzeitig darauf hin, daß das von mir bisher betriebene Dachdeckergeschäft in unveränderter Weise weitergeführt wird. Hochachtungsvoll Heinrich Ruckstuhl. Gießen, den 1. September 1915. 69⁵ uueeddaadaadduαοοοdddoadacccaaccaaid uud dodo Guts gesunde Speisekartoffeln an Minderbemittelte und Frauen von Kriegsteilnehmern per 50 Kilogramm Mk. 3.50 ohne Sack, abzuholen an den Lagerhäusern. 6928 D 2 2 2* Gem. 2 vereinigte Getreidehändler ru. Gießen Telephon 148 Friedrichstraße 8 Telephon 148 J iam CARL BERG · GESSEN Schuhwarengschäft Mäusburg Nr. 4 Anfertigung nach Mag Lager fertiger Herren- Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfüße Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke»Petto⸗ Reparaturen werden prompt ausgeführt Tnderpagen in großer Auswahl . Hubinger 25 Café Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: 5487 Familien Konzert 8 1 Ein gutes Hausmittel bei Hautausschlägen, en Hautjucken, äußerlichen tzün⸗ dungen, Pickeln, 1 und dergl. ist die bekannte Zucter's Patent Medizinal Seise, die für ere Groschen in jeder Apotheke, Drogerle und Parflime⸗ zu haben ist und deren bervorragende Eigenschaste dem der heutigen Stadtauflage beiliegenden Pro sachkundiger Feder gewürdigt werden. 5 —— 5 J. M. Schulhof lepbon 110.— Prompter ersand nach auswärts. 15