. — aufgenommen worden sind. 8 AFZweites Blatt 1 1 5 80 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Famlillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen deit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 165. Jahrgang Bießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Samstag, 28. August 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Hinter Brest⸗Litowsk. Der Buschkampf im Sumpfgebiet. Mit dem Falle von Brest⸗Litowsk hat sich den Verbün⸗ deten das Hinterland dieser Festung geöffnet, die bereits vielgenannte„Polesie“, das größte Sumpfgebiet Europas. Man nennt es auch die Pripetsümpfe. Es bildet eine zum Pripetflusse leicht abfallende Ebene, die größtenteils mit dichtem Wald bedeckt ist. Die ausgedehnten Sumpf⸗ flächen und die zahlreichen, in sumpfigen Tälern langsam dahinfließenden Zuflüsse erschweren nicht nur in den meisten Bezirken militärische Unternehmungen größeren Stiles, son⸗ dern schließen sie geradezu aus. Ebenso ungünstig wie für die Bewegungen großer Heeresmassen liegen die Verhält⸗ nisse für Verpflegung und Unterkunft in diesem ärmlichen und dünnbevölkerten Landstrich. So ist an militärischen Unternehmungen im allgemeinen hier nur der kleine Krieg denkbar. Dieser kleine Krieg hat schon vor dem Falle von Brest⸗Litowsk begonnen. Als die ungarischen Truppen längs des Ostufers des Bug vormarschierten, ent⸗ wickelte sich auf dem dort beginnenden Sumpfgebiet die neue Art der Kriegführung, die man am besten als erwei⸗ terten Buschkampf charakterisieren lönnte. Das Gelände läßt nicht das Einsetzen größerer Kräfte zu. Fortwährend müssen Schleichbewegungen gemacht werden, deren Aus- führung äußerst schwierig ist. Mann kämpft gegen Mann auf schmalen Wegen, die die Sümpfe durchziehen. Auch die Verwendung von Artillerie ist auf diesem eigenartigen Ge⸗ lände sehr erschwert. Die Russen verlegen sich besonders darauf, jeden einzelnen Hügel, jeden schmalen Weg zu halten, die ihnen in nur schrittweise vorschreitendem Kampf entrissen werden müssen. Es scheint, daß die Russen mög⸗ lichst lange die nach Osten führenden sumpsigen Wege halten wollen, um Truppenbewegungen und Rücktransporte mit einiger Sicherheit vornehmen zu können. 8 Nur zwei Bahnlinien durchschneiden die Polesie: in nordsüdlicher Richtung die Linie Wilna—Rowno und in westöstlicher Richtung die Linie Brest⸗Litowsk Homel (8weigeleisig). Schnittpunkt beider Strecken ist das 10 Km. nördlich des Pripet liegende Luninez. Die südlichen Aus⸗ läufer der Polesie durchschnekden die Linie Kowel Kiew, die bei Sarny die Strecke Wilna—Rowno kreuzt. An der nordöstlichen Grenze der Polesie verläuft die Linie Homel— Bobruisk(mit der südwestlich verlaufenden Abzweigung Ossipowitschi—Uretschije) und an der westlichen Seite die Strecke Brest⸗Litowsk Kowel. In dem wegearmen, schwer gangbaren Sumpfgebiete kam namentlich den beiden zuerst erwähnten Bahnlinien eine ganz besondere militärische Be— deutung zu. Sie allein ermöglichten Truppenverschiebungen größeren Maßstabs in westöstlicher und nordsüdlicher Rich⸗ tung und umgekehrt, und gewährleisteten eine Verbindung wise Polen und dem nordwestlichen Kriegsschauplatze einerseits und den reichen Gebieten des Südens andererseits. Auch an Wegen ist die ie sehr arm, namentlich in der Mitte und im Osten. Die einzige Chaussee, welche das Gebiet aufweist, ist die von Rowno auf Minsk führende, die bei Ljubjasi den Pripet auf einer Steinbrücke überquert. Nun darf man sich aber die Geländeverhältnisse des Hinter⸗ landes von Brest⸗Litowsk nicht überall gleichartig vor⸗ stellen; sie sind vielmehr im allgemeinen im Westen we⸗ niger ungünstig als im Osten. Im Westen beschränken sich die ungangbaren Sumpfstrecken in der Hauptsache auf das breite Pripettal selbst, und der auf weite Strecken neuer⸗ dings trocken gelegte Boden gestattet im Frieden den Acker⸗ bau und im Krieg den Kampf. Manche der dort befindlichen Wasseradern haben jetzt trockene Ufer, das Wegenetz ist im Vergleich zur östlichen Hälfte bis zu einem gewissen Grade entwickelt, auch Ansiedelungen sind Pane Im östlichen, sich immer mehr verbreiternden Teile dagegen hemmen ausgedehnte offene Sümpfe und sumpfige Forsten die Kriegführung in hohem Grade. Für militärische Opera⸗ tionen, und auch hier nur in bedingtem Maße, ist also nur das westliche Drittel geeignet, während in der Mitte und im Osten ein Operieren größerer Truppenkörper so gut wie ausgeschlossen erscheint. Vielleicht bildet man sich in Petersburg oder an anderen leitenden Stellen des Vier- verbands ein, daß man die Verbündeten in die Rokitno⸗ sümpfe locken und ihnen dort ein Schicksal bereiten könne ähnlich dem, das die russischen Einfallstruppen an den masurischen Seen gefunden. Es wäre eine kindische Hoff— nung, ebenso kindisch wie die Spekulation auf eine Kata⸗ strophe, wie sie das napoleonische Heer 1812 erlebte. Die geniale Heeresleitung der Verbündeten ist bis jetzt aller Schwierigkeiten und Gefahren Herr geworden, auch da, wo die Natur zum Bundesgenossen des Gegners wurde. Sie wird auch wissen, wie man hinter Brest-Litowsk kämpft und siegt. Aus dem Reiche. Die dritte Kriegsanleihe. Berlin, 27. August. Der Kurs der dritten Kriegsanleihe ist nunmehr bestimmt worden. Die dritte Kriegsanleihe wird zwischen 99 vom Hundert ausgegeben. Die Zeichnungen auf Forderungen werden spä— testens Montag erscheinen. Kommunalverbände und Getreideüberschüsse. Berlin, 27. Aug.(WTB. Amtlich.) Nach einer Bundes⸗ ratsverordnung über den Verkehr mit Brotgetreide setzt die Reichsgetreidestelle für jeden Kommunalverband die von ihm abzuliefernde Getreidemenge und bei den selbst⸗ wirtschaftenden Kommunalverbänden außerdem noch den Bedarfsanteil fest. Außerhalb dieser beiden für bestimmte Zwecke festgelegten Mengen kann es kein Brotgetreide in einem Kommunalverband geben, denn sobald in seinem Bezirke z. B. durch Mehrerdrusch von der Ernteschätzung nicht erfaßte Brotgetreidemengen vorhanden sind, müssen sie der Reichsgetreidestelle zur Verfügung gestellt werden. Danach hat ein Kommunalverband überhaupt keine Möglichkeit, Brotgetreide zur Verfütterung oder zur Verschrotung für Vieh futter freizugeben. Er würde sonst entweder seinen Bedarfsanteil zuungunsten seiner Be⸗ völkerung beeinträchtigen oder seiner Lieferungspflicht an die Reichsgetreidestelle nicht genügen können. Die einzige Ausnahme ergibt sich für Hinterkorn, worüber die Reichs⸗ getreidestelle besondere Vorschriften erläßt. Anträge ein⸗ zelner Besitzer an Kommunalverbände, ihnen nicht mahl⸗ fähiges Brotgetreide zur Verfütterung freizugeben, sind also zwecklos, da der Kommunalverband ihnen nicht entsprechen darf. Die Kriegsfürsorgetätigkeit der wirtschaftlichen Verbände amtlich festzustellen, wünscht eine Eingabe, die der Ver- band reisender Kaufleute Deutschlands soeben an. das Reichsamt des Innern gerichtet hat. In der Eingabe wird da⸗ ran erinnert, daß das wirtschaftliche Durchhalten gerade der mittleren und weniger begüterten Schichten unserer Bevölkerung nicht zuletzt durch die umfangreiche Hilfe ermöglicht wor⸗ den sei, mit der die Berufsverbände die Unterstützungen des Reiches und der Gemeinden ergänzt hätten. In keinem anderen kriegführenden Lande sei eine derartige Fürsorge der Verbände zu bemerken, wie bei uns. Auch in diesen Dingen sei Deutsch⸗ land Vorbild und Muster! Vereinzelt seien ja bereits Angaben über die Hilfstätigkeit der Verbände erfolgt, aber sie seien sehr zerstreut und böten kein übersicheliches Bild. Im wirtschaftlichen Interesse läge es aber, festzustellen, welche Leistungen die Berufsverbände übernommen hätten, vielfach, ohne dazu satzungs⸗ gemäß verpflichtet gewesen zu sein, nicht nur für die Gegen⸗ wart, sondern auch für die Zutunft, weil sich hieraus wichtige Folgerungen für das zukünftige Zusammenarbeiten der Reichs- regierung mit den Verbänden ergeben müßten. Das abgelaufene e sei der beste Zeitpunkt, mit der Erhebung zu eginnen. Infanterieregiment von Hindenburg. Berlin, 27. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Se. Majestät der Kaiser hat aus Anlaß der Wiederkehr des Tages von Tannenberg ein Dauktelegramm an Gencralfeld⸗ marschall v. Hindenburg gerichtet, worin er ihm mit⸗ teilt, daß das 2. masurische Infanterie-Regiment Nr. 147, zu dessen Chef der Kaiser Hindenburg unlängst ernannt hat, die Bezeichnung„Infanterie⸗ Regiment General⸗ feldmarschall v. Hindenburg“(2. masurisches) Nr. 147 führen soll. Aus Hessen. . Zweite Kammer. Die siebente Sitzung des Kriegsausschusses der Zwetten Kammer fand heute vormittag in Anwesenheit der Herren Staats⸗ minister von Ewald, Minister des Innern von H ombergk, Ministerialrat Schliephake und Geh. Landesökonomierat Müller statt. Zu Beginn der vom Abg. Dr. Osann geleiteten Sitzung erfolgte eine Besprechung darüber, in welcher Weise die im Kriegsausschusse behandelten Fragen und Anträge im Ple⸗ num der Kammer zu behandeln sind. Es wurde verein⸗ bart, die Verhandlungen des Ausschusses und die Art der Er⸗ ledigung der gestellten Anträge durch einen umfassenden Be⸗ richt zur Kenntnis der Mitglieder der Zweiten Kammer zu bringen, um zugleich dadurch auf eine Abkürzung der Ver⸗ handlungen im Plenum hinzuwirken. Im Anschluß an die An⸗ frage des Abg. Henrich und Genossen, die Unterstützung not⸗ leidender Staatsbeamten, Gewerbtreibenden und Staatsarbeiter betreffend, fand eine Erörterung darüber statt, in welcher Forms diese— zunächst nur für die Verhandlung im Kriegsausschuß bestimmte Anfrage zu behandeln ist. Es wurde sodann in der Verhandlung der Futtermittelfrage fortgesahren. In der Debatte wurde darguf hingewiesen, daß in der Frage der Er⸗ haltung der Rindviehbestände, vor allem mit Rücksicht auf die Milchproduktion, die Landwirtschaft das gleiche Interesse hat wie die Konsumenten; dem kann aber nur genügend Rechnung getragen werden, wenn genügend Futtermittel beschafft werden. Weiter wurde über die Frage der Zusatzmarken für Selbstver⸗ sorgung, die Verteilung von Kleie verhandelt, auch darüber, ob die deutsche Landwirtschaft in der Lage ist, die Getrride⸗, Fleisch⸗ und Futtermittelversorgung des Reichs unter Ausschluß des Auslandes selbst zu beschaffen. l Von den vorliegenden Anträgen wurden angenommen: 5 1. der Antrag Dr. Weber und Genossen, wonach nicht nur die Hälfte der selbsterzeugten Gerste, sondern bei geringerer Pro⸗ duktion mindestens 10 Zentner von der Beschlagnahme Uriegssommer in Alt⸗Heidelberg. Aus Heidelberg wird uns geschrieben: Im schimmernden Glanze der Spätsommersonne hat Alt⸗Heidelberg alljährlich frohe Festtage gefeiert. Das waren Tage voll und unbesiegbarer Bupschen⸗ fröhlichkeit, wenn drüben am Ludwigsplatz das alte Kollegien⸗ gebäude geschlossen wurde und aus allen Städten und Städtchen des Reiches die„Alten Herren“ herbeiströmten, um mit der Schar der Aktivitas das Stiftungsfest ihres Korps, ihrer Burschenschaft, ihrer Landsmannschaft zu feiern. Wenn aus den Verbindungs⸗ häusern Kommersgesang schallte, am Abend durch die Hauptstraße nach dem Karlstor lodernde Fackeln sich schlängelten, droben vom Schloßberg die alte Ruine den strahlenden Schein der schon historisch gewordenen Schloßbeleuchtung auf den Spiegel des Neckars warf, und aus dem Tal herauf das„Alt⸗Heidelberg du Feine“ klang, dann freuten sich die Heidelberger. Die Jungen lächelten, und jubelten, und die behäbigen Alten nickten zufrieden:„Ja, das ist Heidelbergisch.“ Nun ist auch hier alles anders geworden. Still, ruhig und verträumt liegt die Neckarstadt da.„Der Sang ist verschollen, der Wein ist verraucht“... Wie hat sich das Straßenbild ver⸗ ändert. Verschwunden ist das farbenfrohe Bild der bunten Mützen, verschwunden sind die schmucken Pekeschenträger. Feldgrau gibt auch hier den Ton an. Die tapferen Streiter sind zu Hunderten in den hiesigen Lazaretten untergebracht, und auf Schritt und Tritt begegnet man in den Straßen und am Ufer des Neckars den genesenden Helden, die hier von Stadt und Bürgerschaft freudig Von manchen Studentenhäusern weht statt der dreifarbenen Verbindungsfahne die weiße Fahne mit dem roten Kreuz. Im Hause der Burschenschaft Allemania ist ein Lazarett untergebracht. Haus und Garten der Schwaben ist in ein Kriegernachmittagsheim umgewandelt, und auf dem Riesenstein, auf dem sonst die Saxo⸗ borussen ihr Heim hatten, hat das Rote Kreuz eine Auslunftsstelle über Kriegsgefangene aufgeschlagen. Und andere Verbindungshäuser wie das der Franken und Leonenser stehen zur Aufnahme von Verwundeten bereit. ig erinnert mehr an die Burschenherr⸗ lichkeit. Kürzlich, da gab es in der Hauptstraße so etwas wie Sensation. Die Leute blieben stehen und schauten einem älteren en nach, der über die Hauptstraße ging: ein leibhaftiger„Alter der über der Brust das grün⸗weiß⸗schwarze Band der en trug und wahrscheinlich zu einem wichtigen Konvent eilte. haben die wenigen Studenten, die hier geblieben sind, darauf Cpuleur zu tragen, und in nichts mehr unterscheidet sich der Corpsier vom Buxenschafter und Kletterbuxen. Auch im Hörsaal und auf der Straße gibt es nicht nur keine Parteien mehr, sondern auch keine Verbindungen. Mancher von denen, die vor einem Jahre von hier auszogen, wird seine alte Musenstadt am Neckar nimmer sehen..„Der Sang ist verschollen...“ Die Ehrgutafeln, die hier in den Zeitungen. veröffentlicht werden, haben schon so viele alte Semester als„ge⸗ sallen“ melden müssen, die draußen den Burschenschwur der Treue besiegelt haben:„Halten will ich es auf Ehre— stets ein treuer Bursche sein.“ 8 Den Feldgrauen, die nach Heidelberg kommen, sucht man es so schön und gut zu machen, daß auch sie etwas vom Zauber Alt⸗ Heidelbergs, vom genius loci verspüren. Im Stadtgarten hat die Stadt mit dem Roten Kreuz sogar eine richtige Brunnenkur ein⸗ gerichtet. Heidelberg als Bäderstadt. Verwundete, Genesende und Gesunde sitzen da in den ersten Morgenstunden bei ihrem Krug Rhenser oder Emser und schließen sich dann nachher für eine Stunde einem Rundgang durch den Stadtgarten an, oder gehen allein auf einsamem Wege zu ihrer Erholung. Wer von den feuchtfrohen Musensöhnen, die jetzt draußen im Schützengraben mit Sehnsucht nach der Neckarstadt zurückdenken, hätte das je ge⸗ dacht, daß in Alt⸗Heidelberg einmal— Wasser Trumpf würde, ja Wasser. Und wenn erst die Thermalquellen, nach denen man eben bohrt, laufen und die Thermalquelle sprudelt, dann ist Heidelberg eine wirkliche Bäderstadt und wetteifert mit ihrer badischen Schwester an der Oos. Wenn man vordem vom Schloßaltan aufs Neckaxtal geschaut hat, da haben einem am rechten Neckarufer, vom Scheffelhaus zwei Schilder geleuchtet:„Schauplatz von Alt⸗Heidelberg“ und vom Balkon des Hauses:„Käthe— Heinz“. Der Schauplatz ist ge⸗ blieben, aber das„Käthe⸗Heinz“ ist verschwunden, und vom Balkon wimpeln österreichische und deutsche Fahnen, die aufs Schloß hinüber die Siege im Osten und Westen und auf dem Meere verkünden. Und die Karl-Heinz, die sonst das Scheffel haus be⸗ völkert haben, sind im Kriege. Genesende Offiziere und brave bürgerliche Familien sitzen im Garten unter den Platanen. Draußen im Feld hat man Alt⸗Heidelberg, nicht nur Heidel⸗ berg, sondern auch Alt-Heidelberg nicht vergessen. Vor einigen Tagen kam ja aus Frankreich die Kunde, daß wackere Burschen im Gedanken an„die Stadt am Neckar“ aus den zerschossenen Häusern eines Dorfes ein„Neu⸗Heidelberg“ gegründet haben. Sogar die Schloßruine und der Neclar, der da freilich ein kleiner Bach ist, fehlen nicht. F. * frei bleiben; 5 8 5 2. der Antrag Lang und Genossen, der eine Aufklärung über bensmittel fordert; 4 3. der Antrag Brauer und Genossen, den Selbstversorgern Bevölkerung zu gewähren; 8 4. der Antrag Dr. von Helmolt und Genossen, der Maßnah⸗ teilung der Futtermittel fordert. Der Satz des An⸗ trags, der die Einfuhr von Erzeugnissen aus dem Ausland Handel mit eingeführten Futtermitteln verboten wissen will, wurde gegen eine Stimme angenommen. gern, die nicht mit ihrem Brotgetreide ausreichen, Getreide statt Mehl zu überweisen, wurde abgelehnt. . 0 sen haben folgenden An⸗ trag, betr. die Festsetzung von Höch Wir beantragen: der Ausschuß wolle beschließen: 0 1. Die Festsetzung von Höchstpreisen für Milch in Höhe der und undurchführbar, zumal hierdurch eine empfindliche Rückwirkung auf die Milcherzeugung und damit die Milchversorgung der Städte 2. Die Frischmilchpreise entsprechen nicht mehr den Erzeugungs⸗ kosten, da diese infolge des Krieges erheblich gestiegen, es ist eine Ueber diesen Antrag soll in der morgen vormittag statt⸗ findenden Sitzung abgestimmt werden. Trotz aller rigorosen Maßnahmen der italienischen Zensur dringen immer von neuem beunruhigende Nachrichten über die italienischen Volkes, die einen tiefen Eindruck hervorrufen. In letzter Zeit mehren sich die Klagen über die furchtbaren Wir⸗ heutigen Kämpfe immer empfindlicher wird, und gegen die die italienischen Soldaten nur ganz ungenügend geschützt sind. Mit Auf einem französischen Schlachtschiff vor den Dardanellen. Schiffes der französischen Dardanellenflotte entwirft der Sonder⸗ berichterstatter Andes Tudesa im„Journal“:„Bevor sie die Offiziere dürftige Blumen, wo immer sie sie finden, um sie auf die Fahrt mitzunehmen. Als wir mit den derart geschmückten See⸗ Raum an, in dem bereits die für die Nacht aufgehängten langen gestreiften Hängematten schaukelten, die man bei stürmischem Wetter die Ursachen der Preissteigerungen für Le⸗ ebenfalls die Zusatzmarken für die schwer arbeitende men zugunsten einer billigeren Beschaffung und besseren Ver⸗ lediglich der Reichsregierung überlassen und den freien Der Autrag der Abgg. Leun und Fenchel, den Selbstversor⸗ Die Abg. von Helmolt und preisen für Milch, eingebracht, welcher lautet: seitherigen Preise durch die Stadtverwaltungen ist nicht zweckmäßig zu befürchten ist. entsprechende Steigerung gegebenenfalls gerechtfertigt. winterfurcht in Italien. großen Verluste und die Leiden der Soldaten in weite Kreise des kungen der Kälte, die in den verschneiten Gebirgsregionen der banger Sorge sieht daher Italien, so schreibt uns ein Mitarbeiter, Eine interessante Schilderung der Eindrücke an Bord eines den festen Boden für lange Tage und Nächte verlassen, pfluͤcken leuten an Bord kamen, wies man uns den für uns bestimmten zu benützen pflegt. Der gewaltige Panzerkreuzer brummte und summte von tausend verschiedenartigen Geräuschen. Man schließt. die Türme der Geschütze und die Kasematten. Man verrammelt die Stückpforten und rollt die Apparate an ihren Platz. Der Wach⸗ ruf der Signale mischt sich in die rauhen Töne der Sirene. Da⸗ zwischen erschallt die dröhnende Stimme eines Quartiermeisters; und auf den Wandelgängen über unseren Köpfen klappert ein toller Galopp genagelter Schuhe.„703... 2151...“— Zahlen werden ausgerufen— Zahlen, die auf dem Meere die wahren Namen der Matrosen ersetzen. Denn 800. Mann leben an Bord: wer könnte sie alle kennen?.. Pfeifensignale lösen einander ab— scharf, gezogen, gellend und nervös. Welch wunderbares Durcheinander! Geräusche wie die Schläge auf einem Amboß kommen von der ge⸗ panzerten Brücke, Flötentöne dringen von der Zwischenbrücke her⸗ auf, dumpf gurgeln die Schrauben, die Ventilatoren drehen sich sausend. Und über diesen zahllosen Lauten schwimmen die Rufe der Mannschaften in den merkwürdigsten Dialekten.. Abendessen in der Offiziersmesse. Einige Zeit später, während draußen auf Deck noch die letzten Takte der Marseillaise ertönen, beugen die Offiziere sich beratend und plaudernd über die ausgebreiteten Kar⸗ ten. Der Abend ist erstichend. Alle Lichter sind geblendet. Kein, Wind, kein Lufthauch. Der Vorsteher der Messe hat uns die vor⸗ schriftsmäßigen Rettungsgürtel überreicht. Es sind Säcke aus rotem Kautschuk, die mit Luft aufgeblasen werden. Sie sind unsere äußerste Hilfe im Falle einer Torpedierung. Alle, Offiziere und Matrosen, tragen sie.„Es ist besser, sie unter den Achseln anzubringen,“ erklärt uns der Kapitän;„wenn man sie um den Hals trägt, läuft man beim Sturz in die Wellen Gefahr, sich die Halswirbel knochen zu brechen..“ Und nun wandeln wir tastend durch die dunklen Gänge. Einige mit Laternen versehene Matrosen kratzen mit Eisenstücken die ände ab, um die Oelfarbe fortzubringen, die im Falle eines Brandes dem Feuer zu gute Nahrung geben würde. Andere kleben kreuzweise Papierstreisen über die Glasplatten der 8 5 dem kommenden Winterfeldzug entgegen, der in den verschneiten Südalpen jede Angriffsmöglichkeit immer mehr verhindern muß. Und die Verteidigung wird um so hoffnungsloser, als bereits zu normalen Zeiten erst der Winter die Mangelhaftigkeit aller Or⸗ ganisationen zu enthüllen pflegte, die der Sommer mit seinem milden, abgesehen von den Malariaebenen, gefunden Klima zu verschleiern wußte. Zunächst übt Regen und kälte auf die Stim⸗ mung des Italieners sogleich eine höchst niederschlagende Wirkung aus. Seine Impulse verstummen. Er empfindet Unlust zu denken und zu arbeiten. Vornehmlich in der südlichen Hälfte ist das arbeitende Volk im Winter den Müßiggang gewöhnt, da auch auf dem Lande den Sommerarbeiten wenig Vorsorge gewidmet wird. Kaum weht die erste Tramontana, so zieht der Südländer scheu den Kopf in den Rockkragen, denn Mäntel gibt es selten im Volke. Ebensowenig gibt es ausreichende Wollsachen. Nur einen Schal sucht sich jeder zu beschaffen, den er über Hals und Mund schlägt. Dabei ist die Haut des Italieners so empfindlich, daß die meisten während der Kälte große Frostbeulen(Gelone) an Händen und Füßen haben. An wärmenden Wollsachen fehlt es sogar in den halten Bergen, wo die Frauen Strümpfe auch für die kalte Jahreszeit aus dicker Baumwolle anfertigen. In der südlichen Ebene fällt allerdings die Temperatur selten unter 0 Grad. Während der Piemontese, der Venezianer und Lombarde mehr abge härtet ist, dürfte der zum Kriegsschauplatz dorthin gezogene Südländer im Winter völlig versagen. Mit welch unermüdlichem Fleiße mußten vorigen Winter die deutschen Frauen trotz der vortrefflich organisierten Vorsorge der Verwaltung Wollsachen stricken, um damit die Kämpfenden zu bedenken. Die italienische au im Volke aber besitzt keinen Vorrat im Hausstand. Sie hat chon genug zu tun, unablässig die mangelhaften Stücke für sich und die Kinder auszubessern und zu waschen. Wo sollte sie bei ihrer ohnehin zum Phlegma neigenden Natur die Zeit finden, für die Allgemeinheit Liebesgaben zu arbeiten? Zu dieser mangelhaften Ausrüstung kommt noch, daß der Südländer einen unüberwind⸗ lichen Widerwillen gegen künstliche Erwärmung nicht abzulegen vermag. Er glaubt davon krank zu werden und leidet gelegentlich lieber wochenlang Kälte, ehe er sein Zimmer heizt. Es ist ihm z. B. unfaßbar, wie der Nordländer bei 10—15 Grad Kälte sich in einem warmen Zimmer aufhalten kann, ohne beim Hinaus⸗ treten durch den großen Gegensatz sogleich zu erstarren! Auch ge⸗ bildete Italiener, die ich im Winter dauernd unter starken Erkäl⸗ tungserscheinungen leiden sah und den Rat gab, ihre Wohnung mehr zu erwärmen, wiesen schaudernd diese Zumutung zurück, weil sie glaubten, alsdann für ihre Gesundheit noch mehr fürchten zu miüssen. Im Winter sind die meisten mit rheumatischen Schmerzen behaftet. Dabei erfordert das südliche Klima der Wintermonate in mancher Beziehung viel gründlichere Abwehrmittel als im Norden. Vor allem die in den höheren Regionen frühzeitig einsetzenden Wolkenbrüche und Stürme, die oftmals eine Woche lang ohne Unterbrechung anhalten, durchnässen Menschen und Erde in gefähr⸗ licher Weise, zumal es überall an zweckmäßiger Unterkunft fehlt. Alles, was im langen Sommer vernachlässigt wurde: Wohnungen, Schmutz, Kleidung usw. rächt sich dann aufs empfindlichsté. Die Widerstandskraft des Südländers sinkt dabei zum Nullpunkt des Schlafes herab. Die Militärverwaltung ist außerstande, den Uebeln des Winters für eine große Armee durch entsprechende Schutzmittel abzuhelfen, da bereits zur Sommerausrüstung die pri⸗ vate Tätigkeit zahlreicher Landfrauen Norditaliens zu Hilfe gezogen werden mußte. Die Frauen Süd⸗ und Mittelitaliens aber sind unfähig, Militärkleider zu nähen, die für den Winter ohnehin sachkundige Handwerker erfordern. Nehmen wir dazu noch die sich mehrende Kohlen⸗ und Lebensmittelsot, so ist die Panik be⸗ greiflich genug, die das italienische Volk ber der Aussicht auf einen Winterfeldzug erfüllt. 0 Dänische Eindrücke aus süddeutschen f Gefangenenlagern. Der in Stuttgart lebende dänische Ingenieur Julius H. West tte dank seiner guten Beziehungen Gelegenheit, den württem⸗ rgischen Gefangenenlagern vielfache Besuche abzustatten, und dort, völlig unbeobachtet und unbeeinflußt, Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. In einem besonnenen und streng sachlich gehaltenen Aufsatze, den er in„Politiken“ veröffentlicht, gibt er nun ein Bild von den süddeutschen Gefangenenlagern, wie es nach seinen Ein⸗ blicken sich ihm gestaltet hat. Er hat allerlei Interessantes erlebt. So konnte er z. B. mit einigen französischen Sanitätssoldaten auf dem Hohen⸗Asperg sich unterhalten, die den immerhin über⸗ raschenden Entschluß gefaßt hatten, sich nicht, was ihnen frei stand, gen deutsche Sanitäter auswechseln zu lassen, sondern auf dem ere zu verbleiben. Die Antwort, die der eine gab, lautete bezeichnend genug:„Ich habe zu Hause eine Frau; sie hat mich gebeten, hier zu bleiben.“ Etwas ausführlicher antwortet ein anderer dieser französischen Sanitäter; seine Frau habe ihm geschrieben, der erste Abschied von ihm sei schon so schwer gewesen, daß sie einen zweiten nicht mehr ertragen könne, und darum wolle sie, daß ihr Mann lieber in der deutschen Gefangenschaft bleibe. Das Lange und Kurze von der Sache ist wohl, daß die französischen Frauen ihre Männer in Deutschland in guter Hut Me und froh sind, sie auf diese Weise der Gefahr entrückt zu wissen. Ingenieur West hat sich davon überzeugt, wie sorgsam und menschenfreundlich durchweg die Behandlung der Gefangenen durch die Deutschen ist. Gefangene, die den gebildeten Ständen ange⸗ hören, werden zu körperlicher Arbeit nicht gezwungen, sondern können sich nach ihrer Art beschäftigen. In Hohen⸗Asperg fand West ein großes Zimmer, wo die Akademiker unter den Gefangenen studieren lonnten und wo sie u. a. ein französischer Lehrer aufs Examen vorbereitete. In einem anderen Zimmer war dort eine kleine Bildhauerwerkstatt eingerichtet, deren Insasse Steinarbeiten schuf. Es wird nicht allein getan, was Recht und Pflicht ist, Fenster und Türen; dadurch werden die durch das Feuer der Ge⸗ schütze erzeugten Erschütterungen abgeschwächt. Aber der größte Teil der Bemannung schläft und träumt in den Hängematten. Die Männer sind nackt: das Thermometer zeigt 38 Grad. Von der Reede blinzeln Feuerzeichen zu dem Kreuzer herüber. Das sind die letzten Instruktionen und Signale. Vor uns liegt die reglose Fläche der Bucht, gekrönt von geisterhaften Ruinen; dort liegt Mudros, Schlupfwinkel der Wanzen und Fliegen, das Reich des Staubes und der ermattenden Atmosphäre. Während wir fort⸗ gleiten, verlöschen auf Mudros die Lichter eines nach dem anderen, wie wenn man auf der Bühne die Lampen auslöscht. Noch einmal hören wir die ferne Trompete der Zuaven, die zum Auslöschen der Lagerfeuer bläst.. Fünf Uhr morgens. Von allen Teilen des Decks klingelt das Läutewerk. Der Kreuzer laviert zwischen den letzten Lastbooten, Kohlen- und Trausportschiffen. Nun sind wir unterwegs zum Kampf. Auf den Kriegsschiffen, an denen wir vorbeilommen, stehen die Besatzungen in Reih und Glied und senden uns den Abschiedssalut. Zweimal schreit die Sirene rauh und laut. Knapp vor unserem Bug taucht ein englischer Handelsdampfer auf, nur ein blitzschnelles Manöver verhindert um ein Haar den Zu⸗ sammenstoß. In langen Sprüngen, wie ein Hase, eilt ein Tor⸗ pedozerstörer vor uns her, uns den Weg weisend. Er begleitet uns zum Schutz gegen einen Unterseebootangriff. Wahrhaftig, er ist ein teurer Begleiter!... Spaziergang über die Decks. Gruppen⸗ weise stehen die Matrosen um die schweren Geschütze herum. Sie machen alles schußbereit, zu ihren Füßen sind die Kisten mit den Geschossen in Reihen aufgestellt. Wie nah sind hier der Tod und das Leben: unter den Planken, auf denen wir stehen, wird plötzlich das Gegacker eines Hühnerhofs hörbar und das Brüllen von Vieh. Dort sind in Körben Hühner eingesperrt, und Kühe stehen in roh gezimmerten Verschlägen. Das sind die Reserven an Lebensmitteln — für eine Woche. Die Tätigkeit ringsum wird immer reger. Von den Maschinen tief unten bis zu den höchsten Stegen ist alles in merkwürdiger Bewegung. Die Matrosen verstauen jeden Gegen⸗ stand, der nicht unbedingt notwendig ist; Segeltücher werden aus⸗ gebreitet und die Rettungsboote darunter gezogen. Im Verlauf einer Stunde ist das Deck nackt wie die Oberfläche einer befestigten Mauer. Nackt, blank, mit eingestellten Kanonen— das ist die Bekleidung für den Kampf — 7 N sondern, das bezeugt der dänische Berichterstatter mit Nachdruck, es geschieht mehr.„Von dem Auftreten der deutschen Offiziere und Soldaten gegenüber den Gefangenen empfing ich den Eindruck, daß keiner von ihnen die Gefangenen als Feinde betrachtet oder behandelt. Für sie hört der Gegner in dem Augenblicke auf, ein Feind zu sein, wo er die Waffen niederlegt, und von da an wird er so gut behandelt, wie die Verhältnisse es gestatten! Ein kleines sprechendes Beispiel sei angeführt. Unter den Ge⸗ fangenen in. Hohen⸗Asperg befindet sich ein Geiger. Der Komman⸗ dant der Festung hat diesem Manne leihweise eine Geige beschafft, wobei er selbst mit einer Summe von 100 Mark Bürgschaft dafür übernehmen mußte, daß sie in unbeschädigtem Zustande zurück⸗ geliefert werden wird.“ Herr West hat nicht allein die Postlisten, die Strafverzeich⸗ nisse, die Speisezettel verschiedener süddeutscher Gefangenenlager eingesehen, sondern auch mit den Gefangenen unter vier Augen, sich unterhalten können. In Münsingen sprach er z. B. mit einem englischen Gefangenen und fragte ihn, ob er sich zu be⸗ klagen habe. Der Mann erwiderte sehr vernünftig, daß das Essen im Gefangenenlager so sei, wie ers von zu Hause gewöhnt sei, könne er ja nicht erwarten, aber im übrigen sei alles all right, und er hatte auch sonst über nichts zu klagen. Dort, sowie in anderen Lagern klagten die Franzosen freilich über die knappe Brotration. Sie war von 500 Gramm auf 300 herab⸗ gesetzt worden, und die Gefangenen glaubten darin eine Straf⸗ maßregel erblicken zu sollen. Es machte daher einen starken Eindruck auf sie, als Ingenieur West ihnen mitteilte, daß die Deutschen nur 240 Gramm Brot am Tage erhielten und als sie hieraus sahen, daß man bei ihrer Verpflegung auf ihre Ge⸗ wohnheit, reichliche Brotmengen zu verspeisen, in menschenfreund⸗ licher Weise Rücksicht genommen hatte. Als im Lager Münsingen ein Russe auf Befragen Klage über das Brot vom vorigen Tage vorbrachte, stellte sich heraus, daß die Verwaltung des Lagers dieselbe Klage bereits an der zuständigen Stelle erhoben hatte. Die gesamte Brotlieferung des voraufgegangenen Tages, auch die für die württembergischen Truppen in der Kaserne, war nicht tadel⸗ frei gewesen. Im Lager Eglosheim beschwerten sich verschiedene Franzosen darüber, daß hier mit Strafen in neuerer Zeit ziemlich scharf vorgegangen würde. Der Däne ging dieser Sache nach. Es stellte sich heraus, daß etwa vor Monatsfrist 22 Franzosen einen Fluchtversuch aus Lager Eglosheim unternommen hatten. Mit Hilfe von Taschenmessern, Konservenbüchsen usw. hatten sie sich einen unterirdischen Gang gegraben, durch den sie ausbrachen. Sie waren später wieder gefangen genommen worden, und da nach Kriegsrecht die Flucht von Kriegsgefangenen nicht strafbar ist, so hatte der Kommandant kein anderes Mittel als das, ein strengeres Regiment im ganzen Lager einzuführen. Ueberdies ergab sich aus den von West eingesehenen Straflisten, daß in der Mehrzahl der zuerteilten Strafen die Ursache in der Aufsässigkeit der französischen Soldaten gegen— ihren französischen Stubenältesten bestand. Das sind einige der Bilder und Tatsachen, die der Däne über die süd⸗ deutschen Gefangenenlager mitteilt. Sie bestätigen von neuem, was wir alle wissen und stolz sagen dürfen: daß die Feinde, die in unsere Hand gefallen sind, nicht nur nach dem Rechte, sondern nach den Geboten freier Menschlichkeit behandelt werden. Vermischtes. Die Kriegssammlung der französischen Nationalbibliothek. Das Direktorium der französischen Nationalbibliothek hat eine große Sammlung von Kriegsliteratur begründet. Sie enthält Tausende von offiziellen Verössentlichungen der Kriegführenden, Erzählungen von Schlachten, Bropaganda— blätter, Flugschriften, illustrierte Zeitungen, Drucksachen, Karri⸗ katuren, Postkarten, Marken und seltt Straßenbahnbkllets. Eine besondere Abteilung bildet bie Sammlung der französifchen Schützen- grabenliteratur, vor allem der im Felde redigierten Soldaten⸗ zeitungen. Es gibt 60 folcher Schützengrabenblätter, und sie ent- halten mancherlei, wee auch späterhin noch, von aneldotischem Interesse sein mag. So enthält das„Echo des Marmites“(Gra- naten⸗Echo) eine Zusammenstellung des während des Krieges ent- standenen Soldatendialektes. Man erfährt, daß ein kleines Geschoß „Zigarre“, ein großes„Pfeise“, ein Bajonett„Zahnstocher“ genannt wird. Die Sammlung, soll bis zur Beendigung des Krieges fort- laufend ergänzt werden. Börsen⸗ Wochenbericht. Frankfurt a. M., 27. August 1915. Ungeachtet der für uns recht günstigen militärischen und politischen Lage bleibt das Geschäft im freien Verkehr der Börse eng begrenzt, wenn auch die Tendenz einen durchaus festen Charakter trägt. Die Regierung kann mit dem Erfolg ihrer Warnungen zufrieden sein. Die Börse hat seit jener Zeit gründ⸗ lich abgerüstet. Noch ist der Abbau der Börsenengage⸗ ments im Zuge, aber er ist doch schon weit gefördert und, wie allseitig mit Genugtuung bei den Geldgebern festgestellt wird, glatt und zu gegenseitiger. abgewickelt worden. Mit der Großkund 9 00 die auf ihre Engagements schon freiwillige Rückzahlungen geleistet hatten, wurden mündliche Vereinbarungen über neue Abzahlungen getroffen, und mit anderen Kunden, in deren Depots Werte ruhen, die jetzt entweder unverkäuflich oder doch anderweitig schwer unterzubringen sind, wurden Separat⸗ abkommen erzielt. In Fällen, in denen die Rückzahlung beson⸗ ders schwer gefallen wäre, wurde von den Geldgebern neues Geld zur Ablösung der alten Depotgelder hergegeben, was darauf chinausläuft, daß die alten, bisher regelmäßig pro⸗ longierten Engagements durch ein neues, den veränderten Ver⸗ hältnisses angepaßtes Geschäft abgelöst wurden. Dieses Geld kommt den Kunden zwar teuer zu stehen, dafür werden aber die hinter⸗ legten Effekten zu den heutigen Kursen des Freiverkehrs statt zu den Liquidationskursen vom 25. Juli v. J. gerechnet, was in vielen Fällen die Umwandlung der alten Verpflichtungen in neue Engagements erleichtert haben dürfte. Bis zum Ultimo wird der Abbau, bei welchem immerhin beträchtliche Summen in Frage kommen, wohl bis auf wenige Fälle zur Durchführung gekommen sein. Allein nicht nur an den alten Verpflichtungen hat die Börse . abgebaut, sondern die Spekulation hat auch ihre Tages⸗ Engagements so ziemlich glatt gestellt und im übrigen wurde ängstlich vermieden, neue Verpflichtungen einzugehen, wozu die militärische, politische und wirtschaftliche Lage nur zu leicht hätte verlocken können. Offenbar macht sich der Einfluß der Groß⸗ banken, die diesmal mit aller Energie auf eine Ein däm mung der Spekulation hingearbeitet haben, bemerkbar; denn aus der Provinz, die früher mit ihren regelmäßigen großen Auf⸗ trägen der Spekulatign erst die Möglichkeit gab, die Ware Tag für Tac mit neuen Gewinnen abzustoßen, fehlen Kaufausträge fast ganz, und auch die Wechselstubenkundschaft übt, seit sie nicht mehr die Kursmeldungen von der Börse emp⸗ fängt, und auch sonst nicht mehr zu neuen Geschäften angeregt wird, große Enthaltsamkeit. Daß trotz der Geschäftsstockung noch eine gut behauptete und überwiegend feste Tendenz an der Tages⸗ ordnung bleibt, ist daraus zu erklären, daß die von Bankseite un⸗ abhängigen Unternehmer, besonders jene Kreise, die Beziehungen zu den Verwaltungen der einzelnen Industrieunternehmungen unterhalten, die durch die erzwungenen Glattstellungen herbei⸗ geführte Senkung der Kurse zu neuen Käufen benutzen und da der Markt nach der jetzigen Reinigung von schwimmender Ware ent⸗ blößt ist, so resultiert hieraus fitr eine gewisse Effektenkategorie von Konjunkturpapieren eine feste Grundstimmung. Größeres Geschäft sand in letzter Zeit am Anlagemarkt statt, wo, einer Amregung von maßgebender Stelle folgend, vielfach fremde Fonds zur Abgabe gelangten, um dafür deutsche Anleihen, namentlich Kriegs⸗ anleihen, einzutauschen und Mittel für die neue dritte Kriegsanleihe bereit zu stellen. Stärterem Angebote unterlagen namentlich Rus⸗ sen, Rumämier, Griechen und Japaner. Geld war leicht. Privat⸗ diskont etwa“ 3%% 0%. 5 Gießen, 28. Aug. Marktberlcht. Auf den beutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1.75 0,00, Hühner eier das St. 1—00 Pfg., 2 Stück 00 Pfennig: Enteneier 1 Stück 0 Pfennig, das Stück 7—8 Pfg., 0 K Paar 1,40—0,00 Mk., Hühner das das Stück 1,50—1,70 Mk., Enten das Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,16—1, fleisch das Pfund 116— 120 Pig, Kuhfleisch 9600 Ufg., Schwein fleisch das Pfd. 1,70 1,00 Mk., Hammelfleisch das Pfd. 96—110 Vfg.; bis 10 Mk., 10—20 Pfg.: oße kleine 3—5 Pfennig. Bohnen 12—18 Pfg. das Pfd.; Erbsen das Pfund 35—40 Pfg.; Wirsing 15—30 Pfg., Gelberüben 8—10 Pfg. das Päckchen, Pfund., Pflaumen 15—25 Pfg. das Pfd., 6—8 Pfg.; 25 Pfg. das Pfund; Zwiebeln der Zentner 20-25 Mk.; 10—30 Pig. das Stück.— Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. Auftrieb: 112 Rinder(darunter 18 Ochsen, 8⸗Bullen, 86 Kühe), 121 Kälber, 18 Schafe, 53 Schweine. am 23. ds. Mts. wurde bei lebhastem Handel der Auftrieb bald geräumt. 5 war der gestrige Schweinemarkt sowohl von Verkäufern wie von Käufern sehr gut besucht. Aufgefahren waren im ganzen 444 Tiere. der anhielt. letzten Markte waren, so wurde immerhin noch für das Paar Ferkel 35 bis 40 Mk. bezahlt. 7. September statt. Käsematte Kalbfleisch das Pfd. 100— 104 Pf. Kartoffeln 100 Kilo Milch das Liter 24 Pfg. Aepfel das Nüsse 100 Stück 60 Pig. Gurken große 10—25, E Kopfsalat 7 bis 12 Pfg., Birnen 10—15 Pig. das Kohlrabi, oberirdische Weißtraut 10 bis 30 Pfg. das Stück, Spinat 15 bis Rotkraut FC. Wiesbaden. Viehhos- Marktbericht vom 27. Aug. Zu gleichen Preisen wie m. Kirchhain, 27. Aug. Trotz des günstigen Erntewetters Gleich zu Beginn des Marktes setzte lebhafter Handel ein, Wenn die Preise auch nicht ganz so hoch wie beim Der nächste Markt findet am Matthäusge meinde. 1755 Gottesdienst. 5 zur bril. Veichte. 0 5 Sonntag, den 29. Aug., 14. Sonntag nach Pfingsten 1 Vormittags 6 Uhr: Gelegenheit, polnisch zu beichten. 5 Vormittags 6, Uhr: Gelegenheitz zur hl. Beichte. 5 5—— Kirchliche Nachrichten. Cvangelische Gemeinde.„ den 29. Augeut, 13. nach Trinttatis. Gottesdienst. ö 5 5 der Stadtkirche. 13 Vormittags 8 Uhr: Pfarrassissent Hoffmann. g 7 Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Sonntag, Vormittags 9¼ Uhr: Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck. 79 Mittwoch, den 1. September, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. 5 Pfarrassistent Hoffmann. In der Johanneskirche. 17 5 Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Aus feld. Wartburg, evangelischer Jünglings⸗ und männer⸗verein. (Diezstraße 15.) 1 Sonntag, den 29. August: Vortrag. 1 0 Dienstag, den 31. August, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 2. September, abends 8 Uhr: Leseabend. Samstag, den 4. Sept., abends 8 ½ Uhr: Aeltere Abteilung Gäste stets willkommen. 1 — Uatholische Gemeinde. 4. „ Samstag, den 28. August: f Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhelt um 7 Uhr: Heil. Messe. a um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. * um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. 1 5 Dienstag und Freitag abend um 8 Uhr ist Kriegsbittandacht. Freitag vormittag um 7 Uhr ist Segensmesse. Diaspora⸗Gottesdienst. s Sonntag, den 29. August: g In Hungen um 9½ Uhr. l In Lich um 8 Uhr. Spielplan des Groß. Aurhaustheaters Bad Nauheim Montag, 1005 110 75 tember:„Großstadtluft g. 3 1 Käte Ba'st é mit ihrer Gesellschast„Intime Künstlerspiele“:„Hallo, wer dort“, Liebesspiel am Telephon von Auernheimer.„Kameraden Komödie in 1 Akt von Petey Nansen. suchtsschwank von Alexander „Herrschastlicher Diener gesuc Burg und Louis Tausstein. „ August:„Als ich noch im Flügeltlelde.“ t:„Filmzauber.“ Mittwoch, den 1. Sep⸗ Freitag, den 3. September: Gastspiel von Sonntag, den „Rache ist süß“, ein Eif Engel. Sonntag, den 5. Septemb yt.“ Schwank in 3 Akten von Eugen mit ihrer Gesellschaft„Intime Künstlerspiele: „Kameraden.“ N Spielplan des Nönigl. Uurtheaters Bad⸗Ems. rst den 2. September: Gastspiel von Käte Ba ste Donnerstag, den deep„ 9 „Rache ist süß.“ Galemzkleikum Sal ein Gol 20 Stek feld 2 St. 00 Pfg.; Gänseeier 1 St. 00 Pfa. 2 St. 00 Pfg.; Käse 19 1 schlacht.⸗ i Freitag, den 3. September, Visits Glanz M. 1.80 matt„ 4.00 Phot 1 1. 0 * Bilde Todes⸗Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden verschied heute meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Sophie Habicht im 57. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen(In Löbers Hof I), 27. August 1915. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Ver⸗ I storbenen in der Stille statt.(ola Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir hierdurch innigsten Dank. Seotg Lamberth und Kinder. Gießen, den 28. August 1915. 6877 Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden und für die herzliche Teilnahme der 2. Kom⸗ pagnie des Landsturmersatzbataillons 15 sagen wir hiermit unsern besten Dank. Heinrich Prinz und Kinder. Gießen, den 28. August 1915. 04676 Der Plan über die Herstellung einer ober⸗ irdischen Telegraphenlinie an der Hintergasse in Londorf liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Lon⸗ dorf(Oberhessen) von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 27. August 1915. Kaiserliche Ober⸗Postdirektion. 68890 Grummetgras⸗Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei zu Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen ꝛc. wird versteigert: Dienstag, den 31. August d. Js., vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemar⸗ kung Lich oberhalb der Stadt, zusammen ca. 80 Morgen. usammenkunft auf der Fürstlichen Wiese gegenüber der Peinmühle. »An demselben Tage e präzis 1 uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 orgen. Zusammenkunft in dem Schloßgarten an d. Eisenbahnbrücke. Mittwoch, den 1. September d. Js., vormittags präzis 8 Ubrx, von den Fürstlichen Wiesen in der Gemar⸗ 5 Müblsachsen und Nieder ⸗Gessingen, im ganzen 25 Norden. e in Müblsachsen 9 5 e, 0 rstli. Gut b 1155 16805 5 Bekanntmachung. Betr.: Die Rabbiner Dr. Levi⸗Stistung. Aus obiger Stiftung sind am 1. Oktober d. J. die Jahreszinsen mit 156 Mk. zu einem Drittel an zwei Arme der israelitischen Religionsgemeinde Gießen, zu einem Drittel an zwei arme Israeliten der Provinz Oberhessen, zu einem Drittel an zwei christliche Arme der Stadt Gießen 1 verteilen. Bewerber um diese Gaben w eptember l. J. schriftli Gießen, 28. August 1915. 1 Der Vorstand r israelitischen Religionsgemeinde Gießen. J. V Strauß. 6883 D * 1 ollen sich bis zum ch hierher wenden. 7 „ — Wochenmarktverkehr. Nachstehende Verordnung des stellver⸗ tretenden Generalkommandos des XVIII. Armeekorps vom 11. August 1915 wird hier⸗ mit betaunt gemacht. Gießen, den 19. August 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 6898 B Verordnung. Die Verkäufer auf dem Wochenmarkte, welche ihre Waren im Kleinen verkaufen, sind verpflichtet, an ihren zum Verkauf auf⸗ gestellten Waren den Verkaufspreis in deutlich lesbarer Schrift zur Kenntnis des Publikums zu bringen. Zuwiderhandlungen unterliegen der Be— strafung nach§ 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851. Gewerbeschule Gießen Ban u. kunstgewerbliche Fachschule Abschlußprüfung vor staatlicher Prilfungskommission. Beginn 1. Nov. 1915. Anmeldungen bis 12. Oktober. Anmeldescheine können von der Schulleitung be⸗ zogen oder bei der Schuldienerin(Kirchstraße 11) abgeholt werden. 6869 Wieder⸗Beginn des Kriegskindergartens Donnerstag, d. 3. September, 8 Uhr in der Schulbaracke bei der Stadt⸗ knabenschule in der Nord⸗Anlage. Glessener Fröbel- Seminar mit staatl. Abschlußprüfung. 6586 Augaud Kindergärtnerinnen 1% Jahr] Aa agu Kinderpflegerinnen 1 Jahr 7 80 Pension im Hause. 55 Prospekte und Auskunft durch Carens. Seminar- Kindergarten gel. Höhere Handelsschule andauen. I Hanerenbehun ee, Il. Halhiahr. BandelsTurSg i. 5 5 fen ven Im Schüserhelm gute Verpflegung u. Beaufsschtigung. Ausfuhrl. Jahresberichte vorsend. Direktor A. Harr. Neuaufnahme 13. Oktober 191 5. 5* 0 Vergebung von Draiuagearbeiten. Montag, den 6. September 1915, vormittags 11 Uhr, sollen für die Feldbereinigung Londorf vergeben werden: Los I: Drainrohrlieferung Los II: Lieferung von Mün⸗ veranschl. zu 723 Mk. dungsröhren 5„5 2 Los IV— VII: Graben⸗ und Rohrverlegungsar⸗ Ri 5„1792„ Los IX: Maurerarbeiten 18 * 7* Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Londorf offen, wo auch die An⸗ gebote, in Prozenten des Voranschlags, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen und postfrei einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 25. August 1915. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Großh. Baurat. Nur eigene Saubere Stepparb. abrikation Stepp.Decken bel big. Berechnung ster in reichhalt. Auswahl für Watte“ Wolle⸗ u. Daunen⸗ Stebsbeden, sow. Aufarb. alt Decken. Walltorstr. 24 L.( 5 68670 Atelier Gebr. Strauss Bahnhofstrasse 64 r in allen Grössen bei enorm billigen Preisen in tadelloser Ausführung. Haltbarkeit garantiert. 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Stockhausen, Kreis Lauterbach. Fernrul 1. ab tasssersteihernng Gebrauchten Möbeln, Wäsche und Wirtschaftsgegenständen. Die Gläubiger des verstorbenen Sahnarztes Robert Schwalm aus Gießen werden hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen sofort bei Dr. Krauß, Düren(Rheinland), Hohenzollernstraße 10 a, anzumelden. 6866 D 1 255 Verkauf eines fetten Bullen. Die Gemeinde Lich beabsichtigt einen fetten Vogels⸗ berger Bullen zum Schlachten auf dem Wege schriftlichen Angebots zu perkaufen. Offerten, nicht auf Gewicht aus⸗ gedrückt, sind bis zum Donnerstag, den 2. September l. J., nachmittags 3 Uhr, bei 1, Bürgermeisterei Lich ein⸗ zureschen. Die Oeffnung der Gebote findet um diese Zeit im Rathaus zu Lich statt. Für Mängel jeglicher Art wird keine Gewährleistung übernommen. Lich, den 26. August 1915. Großh. 5 Sonntags den ganzen Tag 3 9 Opernhaus. rer Stadttheater. im Mai.“ Samsklag, den 4.. Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Sonntag, den 29. August, dabends 7 Uhr: Don Juan.“ und Julia.“ Sonntag, den 5. September, abends 758 Uhe:„Die Jahrelange Schmerzen waren in g Tagen 1 Montag. den 30, August, abends 7 Uhr: Legtes Austreten der Frau] dchulchen Kleinsädter. Montag, den 6. Sept, gende s Abr! gerr E. Keich, Hagen, 1 e e schon seit Jahren an Uhr:„Manon.“ Dienstag, den 31. August, abends 6) Uhr:„Nordische Heerfahrt.(Die Helden auf Helgoland.) Dienstag, den Rheumatismus und Blasenleiden und konnte vor lauter Schmerzen enz. Mittwoch, den J. September, geschlossen. Dongerstag, z. September. abends(8 Uhr;„Maria Magdalene. Mittwoch, kaum noch auftreten. Da ich mir schon öfter alle möglichen Mittel en 2. September, abends 7 Uhr:„Der Bettelstudent.“ Freitag, den 8. September, abends ½ Uhr:„Zwei glückliche Tage. hafte kommen lassen, welche oft sehr teuer waren und rein gar en 3. September, abends 7¼ Uhr“„Martha.“ Samstag 521——— 5 geholfen batten,. 5 ire ue i Sey 5' ö g 5 5 agte mir: wenn es nicht hilft, dann ist nicht viel verloren. Das —.——— 951 5„der Venen nne Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. ane Salon fogche den gebrauch bn? ab gan n 51 1 1 Lousumeau. ö 3 onnte. on nach dem Gebrauch von 2 Tabletten konnte ich seraul, zum ersten Male: Charattertänze von Anton Rubinstein 8 51* 282 ehen und am nächsten Morgen konnte ich wie seit langen Jahren unstrumentiert von Erdmannsdörser. Montag, den 6. nder Aug. 8 8 8 2 3 e frei und unbehindert auftreten. Heute, am dritten Tage, fühle ich gelchlossen. Dienstag, den 7. September, abends 7 Uhr:„Die 9 S S S S Wet mich am ganzen Körper tros des miserablen Wetters so wohl, bee„Mittwoch, den 8. September, abends 7% Uhr:„Der 1015 8 8 8 88 8 8 8 2 58 5 125. e e Erahrt. b 7 5 S 8 0 5„ 88 S3 S 2 gefährten sehr warm empfeblen.“ nliche Erfahrungen 8 e Donnerstag, den 9. September, abends 6% sihr: i 8 8 8 8.2 en Erfolge erzielten viele andere, welche Togal 8 5 8 0 0 nicht nur bei Rheumatismus, sondern auch bei Kopfschmerzen, 3 chauspielhaus. z Hexenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza 1 2 1 en 0 abends /½8 Uhr:„Zwei glückliche 9 55 747,9 24,0 135 51 WNW. 2 3 576 gebrauchten. Alle Apotheken führen Togal⸗Tabletten. Best.; Kc. Tage. Alag, den 30. Aug. abends ½8 Uhr:„Die Lokalbahn. 27. 7478 17,2 12,4 85 N 2— larer Himmel facet. sallc. Chinin Mg. LI.- 620088 Hierauf:„Die Medaille.“ Dienstag, 1405 31. August, abends] 28. 7% 146,7 12,4 10,3 96 NNW 2— Sonnenschein— is ubr;„Iwei glückliche Tage.“ Mittwoch, den 1. September, f Am Donnerstag, den 2. September findet im Hotel Groß⸗ 25 Leide gas alhr: Jum ersten Male:„Nordische Heersahrt.(Die herzog von Hessen, Bahnhosstraße, die Vorführung einer Wasch⸗ Deelden auf Helgoland) Schauspiel in 4 Alten von Henrik Ibsen. öchste Temperatur am 26. bis 27. Aug. 1915= J 24.0 0. maschine,„Die eiserne Waschfrau“, statt. Im übrigen 5 Donnerstag, den 2. September, abends 28 Uhr:„Die Hermanns-] Niedrigste 5„ 26.„27.„ 1915. 12,„ verweisen wir auf die Anzeige in heutiger Nummer. Kabinetis Glanz M. 4.80 matt„ 8.00 geöffnet. ooο οο 0 3 0 00 00 S οοοοοοẽͤ-ͤ ee 8 2 Vn 0 9 0 0 O00 W. Taschenlampen mit und ohne Blende Taschenlampen mit drehbarem Scheinwerfer een n, als besondere Signallampi auch als Tisch⸗ oder Wand lampe zu gebrauchen. 65872 Il. Dateien, Olähbinen ele empfiehlt in großer Auswahl Edgar Borrmann Eisenwaren⸗, Haus- und Küchengeräte⸗Handlung. —— Obstpresgen empfiehlt nn d. B. Häuser Eisen- u. Maschinenhdlg. Neustadt 56 Telephon Nr. 660 eee ee eee Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 6461 S Särgen in allen Preislagen Aim H. Maler, Seherstragg 28. Eiserne Pfluge Mende-Pflüge . Fogon ote. Jauche-Pumpen empfiehlt J. B. Häuser Eisen-u- Maschinenhdl. Neustadt 56.( 4 Bürgermeisterei Lich. 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