5 Nr. 100 Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche deitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelled 1 Adresse sür Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Die Höhen von (WTB.) Großes Hauptquartier, 24. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Während ihres gestrigen Besuches vor Zeebrügge gab die englische Flotte etwa 60 bis 70 Schuß auf unsere Küstenbefestigungen ab. Wir hatten durch diese Beschießung den Verlust von einem Toten und sechs Verwundeten zu be⸗ klagen. Außerdem wurden durch weitgehende Geschosse noch drei belgische Einwohner verletzt. Sachschaden ist nicht an⸗ gerichtet. N In den Vogesen nördlich von Münster ruhte tags⸗ über der Kampf. Am Abend griffen die Franzosen abermals unsere Stellungen am Barrenkopf und nördlich davon an. Der Angriff wurde zurückgeschlagen, eingedrungene schwache Teile des Feindes aus unseren Stellungen geworfen. Einige Alpenjäger wurden gefangen genommen. Bei den gestern gemeldeten Kämpfen ist ein Grabenstück am Barrenkopf in Feindeshand geblieben. Bei Loo(südwestlich von Dirmuiden) wurde vorgestern ein französischer Doppeldecker durch eines unserer Kampf- flugzeuge abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Nördlich des Niemen keine Veränderungen. Auf der übrigen Front der Heeresgruppe wurden Fortschritte ge⸗ macht. Bei den Kämpfen östlich und südlich von Kowno nahmen unsere Truppen neun Offiziere und 2600 Manngefangen und erbeuteten acht Maschinengewehre. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Auf den Höhen nordöstlich von Kleszozele und im Waldgebiet südöstlich dieses Ortes wurde der Gegner gestern von unseren Truppen erneut geworfen. Die Verfolgung nähert sich dem Bialowieska⸗Forst. Der Feind verlor über 4500 Mann an Gefangenen und neun Maschinengewehre.. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Vor dem Angriff der über die Pulwa und südöstlich der Pulwamündung vorgehenden deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Truppen räumte der Feind seine Stellungen. Die Verfolgung ist im Gange. Auf der Südwestfront von Brest⸗Litowsk wurde die Höhe bei Kopytow gestürmt. Unsere durch das Sumpfgebiet nordöstlich von Wlodawa vordringenden Truppen verfolgten den gestern geworfenen Feind. Oberste Heeresleitung. *** —— Die neue Siegeskunde unserer Heeresberichte aus dem Osten läßt sich mit einer optimistischen Auffassung der Lage auch im nahen Orient wohl vereinigen. Wichtige Höhen vor Brest⸗Litowsk sind gestürmt, im Gouvernement Grodno sind erhebliche Fortschritte gemacht worden, und im Süden be⸗ deutet die Besetzung von Kowel durch österreichisch-ungarische und deutsche Reiterei die Beherrschung einer weiteren stra⸗ tegisch überaus wichtigen Eisenbahnlinie. Kowel ist Kreu⸗ zungspunkt der Bahnen Lublin—Cholm— Kiew und Brest— Kowel—Rowno. Kiew, am Dnjepr, ist bekannt als bedeutende militärische Basis der russischen Streitkräfte, und die Ver⸗ bindung mit der etwa 80 Kilometer von der galizischen Grenze entfernten wolhynischen Grenzfestung Rowno war für die Russen wichtig, weil sie die Fühlung zwischen der galizi⸗ schen und polnischen Front vermittelte. Diese ist jetzt nur noch auf weiten Umwegen herzustellen. Von Brest⸗Litowsk aus stehen den Russen jetzt nur noch zwei Linien in das Innere des Reiches, davon eine, die nach Moskau führt, zur Verfügung. Unsere und unsere verbündeten Truppen sind bei ihrem Vormarsch über den Bug bekanntlich von Wladi⸗ mir Wolynsk ausgegangen und haben sich unter fortwähren⸗ den Kämpfen den Weg nach Nordosten gebahnt. Die russi⸗ schen Truppen, die den Verbündeten bei Kowel gegenüber⸗ stehen, haben jetzt nur noch die Möglichkeit, sich auf der ein⸗ zigen, ihnen offen stehenden Straße nach Brest-Litowsk zu⸗ rückzuziehen; denn in ihrem Rücken haben sie das wegelose Gebiet der Pripetsümpfe. Auch im Norden, bei dem Ringen um Riga, steht es um die Aussichten der Russen schlecht, und ein Bericht der russi⸗ schen Marine, wonach es gelungen sein sollte, deutsche Streitkräfte zur See zum Teil zu vernichten, wird von deutscher Seite klipp und klar widerlegt und als Lüge fest⸗ gestellt. Unsere Feinde siegen immer nur auf dem Papier. Auch die Italiener haben, wie aus einem nachstehenden Be⸗ richt zu entnehmen ist, eine amtliche Darstellung über ihre Siege und Erfolge herausgegeben, wobei wir nur auf die gestern hier wiedergegebene kurze Notiz im e e ungarischen Heeresbericht zu verweisen brauchen:„Unsere Truppen halten nach wie vor ihre Stellungen an oder nahe der Grenze.“ Das neutrale Ausland läßt sich nicht mit Worten be⸗ rauschen, sondern es studiert auf der Kriegskarte die Fort⸗ schritte der Heere und bemißt danach seine Entschließungen. Wir dürfen von dem Abschluß des türkisch⸗bulgarischen Vertrages erhoffen, daß der Bienenschwarm des Balkans sich nicht gegen die Zentralmächte wendet. Bulgarien hätte seine heutige Politik nicht führen können, wenn Rußland in Hopytow erstürmt. dem großen Ringen des abgelaufenen Jahres Sieger ge⸗ blieben wäre. Man ist in So eilen noch neutral geblieben, und wir dürfen nicht etwa erwarten, daß Bul⸗ arien nun gleich als unser Bundesgenosse auftritt, aber es hat unseren Erfolgen und Aussichten ein gutes Zeugnis ausgestellt. König Ferdinand ung fen Minister Radoslawow 1 bevor sie sich weiter entscheiden, die Entschließun⸗ gen der anderen Balkanländer abwarten müssen. Bul⸗ garien wäre es zweifellos liebsten, wenn es ohne Schwertstreich und Blutverlust seine Ansprüche durchsetzen könnte. Wir vermuten, es wird in den nächsten Wochen keine weitere endgültige Entscheidung der Balkanstgaten geben, es sei denn, daß die Verlegung der Kriegsoperationen nach dem Südosten schnell neue Früchte zur Reife bringen würde. Das Gesetz des Handelns, das die verbündeten Zentralmächte mit so großem Erfolg den Feinden auf⸗ gezwungen haben, wird unter der Mitwirkung der Diplo⸗ matie hoffentlich auch in der Zukunft zu unserem Nutzen ausschlagen! a 85 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Aug.(WTB. verlautbart: 24. August 1915. schauplatz. Der nordwestlich Brest⸗Litowsk Widerstand leistende Feind wurde gestern in der Gegend von Wiercho⸗ wice und Riasno neuerlich geworfen und zum Weichen r Armee des Erzherzogs mpfen eingebrachten Ge⸗ Offiziere und 1300 Mann. Nordöstlich von Wlodawa haben unsere Verbündeten den Gegner abermals zurückgedrängt und Raum gewonnen. Oesterreichische, ungarische und deutsche Reiterei der Armee des Feldzeugmeisters Puhallo zog in der Verfolgung des Feindes in Kowel ein un weiter nordwärts vor. In Ostgalizien herrscht R lenischer⸗ Am Südflügel der kü sche 8 kämpfte gestern unsere schwere Artillerie feindliche Geschütze an der Sdobba⸗Mündung nieder. Weiter wurde eine italie⸗ nische Strandbatterie bei Golametto in einen Trümmer⸗ haufen verwandelt. Gegnerische Infanterie, die sich gegen⸗ über unserer Stellung auf der Höhe östlich Monfalcone festgesetzt hatte, rüumte ihre Gräben fluchtartig vor unserem Geschützfeuer. Oestlich Polazzo wiesen unsere Truppen zwei schwache Vorstöße, bei San Martino drei bis nahe an unsere Kampffront herangetragene Angriffe blutig ab: ebenso scheiterte abends ein Vorstoß stärkerer feindlicher Kräfte gegen den Tolmeiner Brückenkopf. Im befestigten Raum von Flitsch und Raibl schiebt sich nun die gegne⸗ rische Infanterie stellenweise näher an unsere Linien heran. Unsere Werke auf der Hochfläche von Lavarone und Fol⸗ gar ia standen gestern wieder unter lebhaftem Geschützfeuer. Auch auf unsere Stellungen am Stilfser Joch beginnt die feindliche Artillerie zu schießen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Lage im Often. Berlin, 25. Aug. Ueber die Bedeutung von Kowel heißt es in einem Telegramm des„Berliner Tageblatts“ aus dem k. und k. Kriegspressequartier: Die Sensation des heutigen Tages und gleichzeitig ein bedeutender Fortschritt in der Offensive gegen Brest⸗Litowsk ist, daß k. und k. und deutsche Kavallerie der Armee Puhallo den Bahnknotenpunkt Kowel erreichten. Dies bedeutet die Trennung der direkten Verbindung der russischen Armee zwischen ihrer nördlichen und südlichen Gruppe. Vor der Westfront der Festung Brest-Litowsk haben sich die Belagerungstruppen stellenweise etwas näher herangearbeitet. Längs der Kobriner Straße und zwischen dieser und dem Bug hat der rechte F.. Mackensens nicht unbedeutenden Vorsprung bekommen. Trotz der raschen Offensive und des schwierigsten Vormarsches ist die Ver⸗ pflegung der Truppen und die Stimmung der verbündeten Truppen ausgezeichnet und voll Zuversicht. Berlin, 25. Aug. Das„Berliner Tageblatt“ meldet über Kopenhagen:„Rußkij Invalid“ bestätigt die Pariser Meldungen von einer gewaltigen Schlacht am Bobr. Der Peters⸗ burger Korrespondent des„Daily Chronicle“ telegraphiert, daß aus Brest⸗Litowsk das Kriegsmaterial bereits nach rückwärts ab⸗ transportiert werde. Die Räumung von Petersburg. London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ meldet aus Petersburg: Die Gerüchte von einer Räu⸗ mung von Petersburg, die von Panikmachern ver⸗ breitet werden, sind insofern unbegründet, als sie in Ver⸗ bindung mit den jüngsten Ereignissen erwähnt werden. An⸗ gesichts der Möglichkeit von Angriffen auf dem Luft⸗ wege ist es allerdings möglich und sogar ratsam, daß sich der Hof und die Regierung anderswohin be⸗ geben. Die Veröffentlichung der Reichskanzlerrede in Rußland. Petersburg, 24. Aug.(WTB Nichtamtlich) Die Peters⸗ burger Telegraphenagentur veröffentlicht die Rede des Reichs⸗ inzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Bech sämtlich in Gießen. Mittwoch, 25. Auguft 1015 Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; rden Anzeigenteil: H. Kowel erreicht. kanzlers bei Eröffnung des Reichstages und fügt folgenden Kommentar hinzu: Der Kanzler enthüllte mit vollkommener Offen⸗ herzigkeit vor der ganzen Welt die wirklichen Ziele der deutschen Politik. Die Rede ergänzt die Erklärung des Reichskanzlers beim Kriegsanfang, daß internationale Verträge nicht mehr Wert besitzen als ein Papierfetzen. Damals gab der Reichskanzler zu, daß Deutschland alle moralischen Rücksichten in den inter⸗ nationalen Beziehungen zurückweist. Jetzt erklärt er feierlich, daß Deutschland nach der Weltherrschaft strebt, die das veraltete System der Balance of Power ersetzen würde. Deutschlands Gegner können solche Erklärungen begrüßen, die den besten Aufruf, für ihren Kampf zugunsten des Rechtes und der Freiheit bilden. Mittlerweile haben die deutschen Heere weiterhin aufklärend im Osten gewirkt.. Eine Betrachtung der„Morning Post“. Mitarbeiter der„Morning Post“ schreibt: Durch die Ein⸗ nahme von Nowo⸗Georgiewsk haben die Deutschen die Eroberung der Weichsellinie vollendet, einschließlich von Osso⸗ wiec wird sie sie bald zu Herren der Narew⸗Bobr⸗Linie machen. Es wäre nutzlos, zu leugnen, daß die Deutschen Herren der Lage sind. Es ist notwendig, der Tatsache ins Auge zu sehen, daß der Verlauf der Ereignisse für geraume Zeit von ihrer Initiative abhängen wird, solange die Allüerten unfähig sind, frische Streit⸗ kräfte zu mobilisieren, die Verluste an Gewehren und anderem Kriegsmaterial zu ersetzen und ihre Artillerie und Munition auf den gleichen Stand wie den der Gegner zu bringen. Diese Tat⸗ sachen sind jetzt allgemein anerkannt. Die Deutschen sind der Unüberwindlichkeit ihrer Westfront sicher. Der militärische Mit⸗ arbeiter erklärte es für bedauerlich, daß in Rußland der Eindruck zu bestehen scheine, daß die Alliierten im Westen nicht den ge⸗ bührenden Anteil an den Lasten der Kriegführung auf sich nehmen und zählt auf, was die Alliierten im Westen und an der italienischen Grenze geleistet hätten. 5 Ein Bruder des Königs von Serbien schwer verwundet. Basel, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Natio⸗ nalzeitung“ meldet aus Petersburg: Ein Bruder des Königs von Serbien, Prinz Arsen Karageorgewitsch, ist bei den Kämpfen zwischen Narew und Bug schwer verwundet worden. Er ist nach Kiew gebracht worden.— Nach einer Meldung desselben Blattes stellt ein Sonderbericht von den mangel leiden. Die Heftigkeit ihres Feuers nehme vielmehr von Woche zu Woche zu. Die Landungsstelle am Kap Hellas und bei Sedd⸗-ül⸗Bahr seien fortwährend unter dem Kreuz⸗ feuer der asiatischen und der europäischen Batterien, so daß die Alliierten außerordentlich hohe Verluste erleiden. * Der russische Bericht. Petersburg, 24. Aug.(Zens. Frkft.) Mitteilung des Großen Generalstabes vom 23. August: Im Verlaufe der letzten Operationen in der Bucht von Riga verlor die deutsche Flotte nach den eingegangenen Nachrichten ein Linienschiff, zwer leichte Kreuzer und nicht we⸗ niger als acht Torpedoboote, die außer Kampf gesetzt oder zum Teil versenkt wurden. 85 Zu Lande in der Gegend von Riga, Richtung von Jakob⸗ stadt und Dwinsk gegen Westen ist die Lage ohne Veränderung. An der Swenta, sowie zwischen Wil ia und dem Niemen hielten unsere Truppen am 21. und 22. der feindlichen Offen⸗ sive auf der Front Kowarsk-Wilkomir⸗Coschdany⸗Drzunischch stand. Weiter südlich gingen einige unserer Einheiten vom linken Ufer zwischen Bobr und der Gegend don Brest fahren wir fort, unsere Stellungen Schritt für Schritt zu verteidigen. Am 21. und 22. August unternahm der Feind seine hartnäckigen Angriffe am unteren Bobr in der Gegend von Chafranka, von der Gegend von Bielsk aus in östlicher Richtung, und auf der Front Klesze⸗ zeli⸗Wiseko⸗Litowsk. Rechts des Bug im Osten von Wlodawa dauerten die Hauptangriffe des Feindes in der Gegend der Seen bei Piaszeza fort. Am Abend des 22. machte der Feind in der Richtung von Kowel ebenfalls einen Versuch, zur Offensive überzugehen. In Galizien keine Veränderung.. Der Kampf im Rigaischen Meerbusen. Berlin, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Aus zuständiger Quelle erfahren wir: In den letzten Tagen werden von russischer und englischer Seite über die Vorgänge im Rigaischen Meerbusen vom 16. bis 21. August, die mit der Vertreibung der russischen Streitkräfte ihren Abschluß fanden, wahrheitswidrige Nachrichten veröffentlicht. Es ist von einer großen Schlacht die Rede und es wird behauptet, die Russen hätten einen großen glänzenden Seekrieg erfochten und die Deutschen vertrieben, nach⸗ dem sie ihnen schwere Verluste beigebracht hätten. Ohne auf alle Einzelheiten der russischen Lügen einzugehen, sei folgendes ausdrücklich nochmals festgestellt: 1. Die in den Rigaischen Meer⸗ busen vorgedrungenen deutschen Seestreitkräfte fanden dort nur leichte russische Kräfte vor, die teils vernichtet, teils vertrieben wurden. Von einer großen Seeschlacht kann somit gar keine Rede sein. 2. Deutsche Verluste sind außer dem in dem amtlichen Be⸗ richten veröffentlichten nicht eingetreten. Kein größeres Schiff, kein Kreuzer ist gesunken oder ernstlich beschädigt. Alle russischen Meldungen, die an⸗ deres berichten, sind erfunden. 3. Von dem Abschlagen eines Landungsversuches bei Pernau kann nicht die Rede sein, ein solcher aber ist weder begonnen worden, noch war er beab⸗ sichtigt. Die Torpedobootsflotille, welche hier erschien, hatte den Hafenbatterie zum Schweigen gebracht, die Feldbatterien mit gutem Segelschiffe wurden außerdem aufgebracht und versenkt. 4. D London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der militärische Dardanellen fest, daß die Türken nicht an Munitions⸗ des mittleren Niemen auf das rechte Ufer über. Auf der Front f Zweck, die Sperrung des Hafens zu wecken. Hierbei entwickelte sich 3 ein Geschützkampf mit den Hafen- und Feldbatterien, bei dem eine Erfolg beschossen wurden. Ein russischer Dampfer und sechs russische ie 5 3 ö von dra Russen angevrich ergeuteten Schiffe ind vantpfer, bie ff Som italienischen Kriegsschaupiatz. Ein neuer Bergarbeiterausstan England von uns zur Sperrung von Fahrstraßen versenkt werden. Berlin, 25. Aug. Nach der„Deutschen Tageszeitung“ London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) 500 Ber g⸗ („ meldet die„Wiener Reichspost“ aus Lugano: In italienischen un in beschlossen Süd deb Wers N 1 4 ie italieni it b ammlung be en, wegen erzögerung 14 Generalstabskreisen erklärt man, die italienische Heereslei ung habe„ 3—.— de 5 2 8 1 8 im Westen. 5 1 den Plan einer Durchbrechung der Görzer. Achat ue We Berlin, 24. Aug“(WB. ichtamtlich) Der„Vossi⸗ durch einen Frontalangriff aufgegeben. Dagegen wer an London, 24. Aug.(Wu Nichtamtlich) Die Entschei⸗ schen Zeitung“ wird aus Kopenhagen gemeldet: um Mon- einer Offensive gegen das Drau⸗Tal gefaßt. dune des Handelsministers 2 15 die noch seen⸗ tag morgen ist Poincars mit dem König von Bel⸗ Eine italienische Kriegsbilanz. ö tigen Punkte in der Ber garbeiterfrage von Südwales gien und dem König von England in Chentilly zu⸗ Rom, 23. f(genf. Frkft.) Die„Agenzia Stefani“ ist gestern abend veröffentlicht worden. In den meisten Punkten sammengetroffen. Später traf Freuch ein. An der an⸗ rb Fisende n 1 wurde eine Uebereinstimmung zwischen den Grubenbesitzern und schließenden Beratung nahm auch Joffre teil. 1 Oeserreich Ungarn und Dentschland betreibt man vor der Arbeihern erzielt. Ferner wurde vorgesehen, daß im Falle e Foren becher and en kene s deer Parten Fuurnal meldet aus Kom Ministerpräsident Salandra dagne, die die von Italien im Kriege erzielten Ergebnisse durch Tontrakt gekündigt werden könne, ehe sich herausstellt, daß die Eat seine lbreise nach der Front auf morgen verschoben. Welltbang oder Eutstellung der Wahrheit absuleugnen oder als Finigungsäümter keine Üebereinstimmung erzielen konnten. Die Hortwird dort mit dem König Fragen der internationalen werllos. eier ben gende unden ell diele Behauptungen zu der Nubeltere un Tag erhalten einen Minimallohn von fünf Schil⸗ Politik und die Fragen, die sich aus der Kriegserklärung f mentieren, scien folgende unleugbaren Tatsachen angeführt. Die ling. Einige Forderungen der Arbeiter wurden zurückgewiesen. an die Türkei ergeben, besprechen und dann mit Cadorna österreichisch-unggrische Armee kämpft in einer vollkommen 5 9 . eee„ 0 len 9 5 en Weise kungen der gane de 1 Ein deutscher Tag in San Franzisko. 0 seltenen Offensiven sind entweder ganz begrenzt, oder sie bestehen f 24. 2 0 i i Aus Kundgebungen des Kaisers und des Kronprinzen. in Versuchen zur Wiederaufnahme verlorener Stellungen. Die 8 35 1 15 315 wöeß genen 9 me⸗ 3 6 5 1 i lich) Die un Hindornissen aller Art starrenden und bekanntermaßen durch rikaner feierten auf der Panam a⸗Pacific⸗Aus⸗ . 5 Saarbrücken, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Die ihre natürliche Verteidigungs möglichkeit sehr starken Grenzen wur⸗ stell. ben n ltet „Saarbrücker Volfszig“ meldet: Der Kronprinz hat den sast überall Dürch die stalienischen Truppen überschritten. So- stellung einen den siche n Tag Sie veranstalteten am 22. August folgenden Armeebefehl erlassen: gleich mach der Filegsertlärung bontächtigte sich die italienische einen feierlichen Aufzug durch die Stadt und erschienen mit . Heute jährt sich zum ersten Male der Siegestag der Schlacht Armee bald durch siegreiche Kämpfe, bald durch Schwertstreich[ einer Parade vor den hervorra enden Deutsch⸗Amerikanern . von. Jahr 8 4 Wen zahlreicher und wichtiger Stellungen jenseits der Grenze des und dem deutschen Konsul anz Bopp. Die Lieder dahingerauscht, seit auch wir dabef sein durften, wie die deutschen] Trentino nd Cadore, indem sie so die sehr ungünstigen Bedin⸗„Deutschland, Deutschland über alles!“ und„Star⸗Spaug⸗ Heere über die festungsbewehrte Grenze Frankreichs drangen. In] gungen einer im Jahre 1866 ausschließlich zu Gunsten Oester⸗ led⸗Banner“ wurden von vielen Tausenden gefungen. Die . ungestümer Angriffsfreude schirmten sie Hof und Herd der heimi⸗ reichs geschaffenen Grenze überwand Auf einigen Punkten zog Nachricht von dem Falle Warschaus wurde mit Jubel * schen Scholle. Uns trieb eine Welt N 5 155 857 s 15„ 3 5 25 sich 3 3 begrüßt. N f 5 Schre iger Kriege in die blühenden feindlichen Lande. wie sie es heute tun könnte. Sie wollte si 7 8 8 Ver fee Reißen Aungasttage inmitten der V. Armee miterlebt hat, örtlicher Bedingungen sichern. Aber die Oesterreicher wagten Eine deutsche Kolonie Hindenburg in Neu⸗Mexiko. wo wir, siegessicher, den Franzosen die deutsche Ueberlegenheit so nicht, auf italienssches Gebiet einzudringen, während alle ihre Amster dam, 24. Aug.(WB. Nichtamtlich) Aus schlagend zum Bewußtsein brachten, dem werden sie unvergeßlich] Forts und ihre Werke erster Linien unter dem Feuer unserer Seattle wird gemeldet: Ungefähr 1000 Farmer bleiben. Nicht minder unvergeßlich aber bleiben uns auch die] schweren Geschütze stehen und ein großer Teil ihres Gebietes in Abftaummung bie be Ausbruch des 8. 90 8 langen, bitterschweren Monate, in denen wir nicht mehr los⸗unseren Händen ist. Es genügt, daran zu erinnern, daß wir be⸗ ng, 0 8 Krieges aus Wanada ließen, wo wir uns in heiligem Zorn am Feinde festgebissen hatten. herrschen oder besetzt halten die Höhe auf dem rechten Ufer von ausg ewiesen wurden, treffen Anstalten, bei Santafe 155 Dem freudigen Leben stolzer Angriffsschlachten folgte unsere ent-] Chiese im Val Daone, Condino im Tal von Judikarien, Tiarno Neu⸗Mexiko eine deutsche Farmerkolonie namens sagungsreiche Verteidigung: unser Maulwurfskrieg, mit dem wir und das Val Zedro, einen Teil des Plateaus von Brentonico, Hindenburg zu gründen. die in ohnmächtiger Wut anstürmenden Feinde in unzerreißbare Ala und Serravalle im Etschtal, einen guten Teil des Larsotales 8. Fesseln schlugen und nur so den unvergleichlichen Siegeszug un⸗ mit den seitlichen Höhen bis oberhalb Rovereto, den Monte Mag⸗ N* 155 serer Brüder im Osten ermöglichten. Aber wie bei einem Vulkan giore, einen Teil des Plateaus von Vezzan, das Suganotal bis d 5 ri unter dünner Decke das unbändige Element sich reckt und dehnt, Ospedaletto, die Einsenkung von Bieno und Pieve⸗di Tesino, er ee leg. bis, mit Gewalt durchbrochen, seine Kräfte frei werden, so warten] die Südabhänge der Cima d' Asta, Fiera di Trimorio mit den London, 24. Aug.(WTB. Nichkamtlich) g wir in ungebrochener Kampfeslust auf den Tag, wo der Kaiser umgebenden Höhen des Dofiles von San Pellegrino, Pieve di Reuterschen Bureaus. Der Nulsche Semper auch uns zu neuem Angriff ruft: Heraus aus den Gräben und] Livinallongo, den Col di Lana, das Dofils von Falzarego, Bruttoregistertonnen) ist verfenkt wo gehn et der Stollen, hinein in den Krieg, wie wir ihn lieben! Gebe Gotz, Trofane, Podestagno und Cortina d'Ampezzo. Auf dem Hoch⸗ Besatzung sind tot, der Rest wurde 9 daß bald der Tag erscheine, Frankreich soll sie wieder kennen, die gebirge von Comelico und Carnien erfolgte unsere Besetzung un⸗ Ymuiden, 24. Aug.(W B. Nichtamtlich) Der Fisch⸗ Sieger von Longwy.“ gefähr an der durch sehr hohe Gebirgskämme bezeichneten Grenz⸗ dampfer„Olympia“ landete die Besatzung von vier Mann Der Kaiser hat aus Anlaß des Jahrestages der Er- linie.. 135 sich bis jetzt unsere haupt⸗ des englischen Fischerkutters„Beyberkt“ aus Lowesto oberung von Longwy an den Kronprinzen folgendes Tele⸗ fachliken eee beben, folk besende g ge- 4850 Tf der gestern nachmittag 54 Meilen östlich Lowestoft gramm gesandt: f sprochen werden, Oesterreich wurde gezwungen, im Ost⸗ Friaul] durch ein deutsches Unterseeboot versenkt wurde. An diesem Tage jährt sich die Erinnerung an die Schlacht einen breiten Gebietsstreifen aufzugeben, dessen natürliche Be⸗ London, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau: von Longwy, in der sich die fünfte Armee unter Deiner Führung schaffenheit für die Verteidigung sehr günstig gewesen wäre. Es Reuter meldet aus Hull, daß das Fischereifahrzeug„Com- 5. Weg 15 N 9 1 82 9 sich darauf, eine 1 3 e vor⸗[mander Boyle“ versenkt wurde. 9 Mann der Be olg zu olg schritt sie dann, bis sie zur Erfüllung ihre ereitete Linie am Isonzo zu besetzen. Es gelang ihm so, i Aufgabe, die Verbindung des Westheeres mit der Heimat zu zwischen seine Armes 1 ige Italiens einen reißenden satzung wurden gerettet drei Mann kamen ums Leben. ichern, in die Gegend nördlich von Verdun gewiesen wurde. Fluß ohne Uebergänge zu bringen, bei dem schnell Hochwasser=—— Deine Armee hat diese ihre Aufgabe in vollkommenster Weiße eintreten kann, sowie ein System von furchtbaren Gebirgsstel⸗ Aus de Reich N 1 5 1 15 Bee wie. 5. Erzherzog 5 in 1 in W m e. ge en. Niemals ist in i b N angen schweren Ze resse veröffentlichten Proklamation an die Truppen erklärt hat. zer Angriffsgedanke erloschen. Nirgends haben sich zähe Tap er⸗ Die italienischen Truppen haben aber den Isonzo überschritten. Verkauf von Saatgut und Saatgetreide. ö bat, ünbeugsamer Wille, den Feind berater ing n korg für In allen militarisch wichtigen Ortschaften, wie Karfeest Plaut Berlin, 20. Aug. Durch die Bekanntmachung vom den Untergebenen, in gleicber Weise betätigt, als vährend der Ind auf dem amen Unterlauf des Flusses von Gradisca ab⸗ 19. August 1915(Reichsgesetzbl. S. 508) sind die Vorschriften mühseligen, an stillem Heldentum überreichen Argonnenkämpfe. wärts, wurde der Uebergang erzwungen, indem bis zul der Bundesratsverordnung vom 28. Juni 1915 über den ZJiür solche Leistungen Dir und Deiner Armee meinen Dank und dreimal hintereinander Brücken unter dem Feuer des Gegners] Verkehr von Brotgetreide und Mehl aus dem Erntejahr 1915 meine Anerkennung zu sagen, ist mir ein Bedürfnis. Als äußeres geschlagen wurden oder im Kampf gegen plötzliches Hochwasser,(Reichsgesetzbl. S. 363) hinsichtlich des Saatguts und Saat⸗ 5 Zeichen verleihe ich Dir den Orden Pour le mérite. Wilhelm I. R.“ Hindernisse, die allen denen belannt sind, die die geographische getreides geändert worden. Danach darf Saatgut und Saat⸗ Saarbrücken, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die] Lage dieser Gegend kennen. Nach lleberschreiten des Flusses und 5 5 g 8 8 i ö An e etreide nur mit Genehmigung des Kommunal⸗ „Saarbrücker Volkszeitung“ meldet: Aus Anlaß der Erobe⸗ 5 delten ane en ee des Larter n beg ren 1 rbandes zu S brauen werden, und zwar rung von Kowno hat der Kaiser an den Kronprinzen, Armee⸗ das überall das Ine fer Tce un oberen, Open ent- an Empfänger außerhalb des Kommunalverbandes nun oberkommando U, folgendes Telegramm gesandt: rissen wir dem Feinde den größten Teil des wichtigen Massivs dann, wenn der empfangende Kommunalverband der An „Die große Festung Howno ist gefallen. Eichhorn hat die des Monte Nero. Tolmein wurde eng eingeschlossen und rechnung auf seinen Bedarfsanteil oder auf die festgesetzten ganze Operation glänzend geleitet, Litzmann den Sturm aus⸗ liegt unter dem Feuer unserer Artillerie. Weiter südlich zwischen[ und an die Reichsgetreidestelle abzuliefernden Mengen zu⸗ geführt. Unsere Truppen geradezu glänzend. Gott mit uns, Ihm] Tolmein und Görz schusen wir einen starken Brückenkopf in gestimmt hat. sei 1 9 in 420 9 5 7 aN N l mit einer a 1 Feindliche Flieger über Offenburg mei„Tau von angenen; Maschinengewehre noch] die selbst unsere Gegner in Erstaunen versetzte, unsere Brücken 4. f 1 5 5 nicht zu übersehen.“ auf dem linken Ufer decken und beständige Gegenangriffe des Berlin, 24. Aug(WTB. Amtlich.) Gestern abend Aus Anlaß der Eroberung von Nowo⸗Geo rgiewsks Feindes abweisen. Vor Görz werden die furchtbaren Stellungen, warf ein feindlicher Flieger Bomben auf die außer⸗ hat der Kaiser an den Kronprinzen folgendes Telegramm] die der Gegner noch auf dem rechten Ufer des Flusses besitzt, von halb des Operationsgebietes gelegene Stadt Offenburg. Es gerichtet: unteren Tln äberungsarbeiten bis auf einige hundert Meter, ja wurde nur unbedeutender Sachschaden verurfacht. Zwölf ö 1* auchmal bis auf einige Schri bedrängt, so daß nach den. 1 5 „Dank dem gnädigen Beistand Gottes und der bewährten] manchmal bis auf einige Schritte is Zivilpersonen wurden zum Teil schwer verletzt. ů g des Eroberers von Antwerpen, Generals von Bes 5 15 Erklärungen der feindlichen Aresse selbst unser Gewehrfeuer bis 5* Jug f 2 f d Görz reicht. g b sowie der heldenhaften Tapferkeit unserer prächtigen Truppen. zu 5 1 0 755 die italienische Offensive noch mehr Erfol f j 5“ tet 0 5 N 7 5 l 5 9 Berlin, 24. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„Voss. teilt 4 1— 1 7. irlagepungs⸗ hatte, war das Pars plateau, das 98 stärkste Bollwerk don mit: Der frilhere 1 Neicteba 1 nete Ges 1 27 5 5 Tief 50 iffen 3— 8 Festung Nowo⸗ Görz bildet. Dort nahmen unsere Truppen in wenigen Wochen Hermann Schmidt in Singen, der bis zu den Neu⸗ 55 rgi 11 3 1 3. habe ich eben meinen braven zuerst den Höhenrand von Grabisca bis Monfalcone im Sturm. wahlen das Mandat für Konstanz innehatte, ist durch einen e meinen. Ne gespro 5 ie waren in prachtvoller Dann drückten sie eine mächtige feindliche Verteidigungslinte auf 10„ i N f pern. g ist cine freu ecgußggeteit elles Landwehr und Land⸗ an Ae dent Altran voz, Sella-an-Wartino bis zum Monte Lungenschuß verwundet worden. a 3 mn, e 1 Waffentaten der Armee. Die dei el Busi und den Höhen von Rocca⸗Monfalcone ein. Später Berlin, 25. Aug. Im nächsten Monat wird eine 1 12 and Rüctfaßt 5 nonnen N begegneten mir durchbrachen sie andere feindliche Stellungen und dringen zwar außerordentliche Hauptversammlung der Verwaltungsstelle zug total zerstört. Es war. habe 9 8 12 5. langsam vor, greifen aber ständig die aufeinanderfolgende Ver⸗ Berlin des Deutschen Metallarbeiterverban⸗ Demut Gott danke Die Ber 1* 5 1 i 1 5 0 3 ich in teidigungslinie des Gegners an. 5 des stattfinden, um Maßnahmen für die Regelung des Ar⸗ 4 en. uke in Komnd ist cuf eschütze Diese Ergebnisse, die insgesamt vom Feinde nicht geleugnet beitsnachweises nach dem Kriege zu besprechen. Nach der 5 chen. werden können, wurden natürlich nur um den Preis von blu ti⸗„Berliner Morgenpost“ würden zur Ausfehreung leger g i gen Verlusten erreicht, was die Tapferkeit und den Offensiv⸗ 11 1 f i 5 5 5 Ein Völterrechtsbruch Frankreichs. geist unserer jungen Truppen beweist. Aber es ist unsinnig, von Maßnahmen 300 Millionen Mark notwendig sein. g 55 Berlin, 24. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Die„Norddeutsche 180000 oder 200600 kampfunfähig gemachten 9 Allgemeine Zeitung“ veröffentlicht die Abbildung eines„Befehls[ Italienern zu reden, wie es die Oesterreicher tun. Diesg“/ Aus Stadt und Cand. des französischen Kriegsministers Millerand an Zahlen beruhen vollkommen auf Phantasie, und unsere wirklichen Gi 25. August 1915. 1 die ihm unterstellten Behörden, der bei französischen Gefangenen Verluste erreichen nicht einmal den sechsten Teil der von der ießen, 25. August g vorgefunden wurde und die Behandlung der Elsaß⸗Lothrin⸗ feindlichen Presse erfundenen Zahl. Es ist dagegen sicher, daß Ein Schreiben des Reichskanzlers. 15 er betrifft, die sich im Dienste des französischen Heeres befinden. der Gegner in unseren Händen mindestens 18000 Ge⸗ d 5 it, die den heuti 3 as Blatt bemerkt dazu: Daraus geht hervor, daß die Elsaß⸗ fangene ließ, obgleich wir stets Frontalangriffe unternehmen An alte Bande aus grauer Vorzeit, ie den heutigen. Sethringer, die, wie in Deutschland allgemein bekannt ist, zum mußten. Man hat noch keine genauen Angaben über die von uns Reichskanzler mit unserer Vaterstadt verbinden, erinnert Eintritt in das französische Heer mit allen Mitteln gepreßt wer⸗ verlorenen Gefangenen, denn man findet davon in den eindlichen ein Briefwechsel zwischen einer Reihe von Gießener Bürgern 0 den, in zwei Kategorien eingeteilt sind. Die erste Kategorie besteht] Bulletins niemals eine Spur Die Verluste der Oesterreicher waren und dem Kanzler, der in den allerletzten 1 8 stattg 1 J 9 aus solchen Elsaß⸗Lothringern, die nicht gegen Deutschland kämpfen nach übereinstimmenden Erklärungen ihrer zahlreich gefangenen den hat. Stadtverordneter Petri und eine Anzahl anderer wollen. Sie werden in die französischen Regimenter nach Afrika Offiziere außerordentlich schwer. Die italienische Offensive wird Gießener hatten dem Reichskanzler aus Anlaß seiner ge⸗ abgeschoben. Der zweiten Kategorie gehören diejenigen Elsaß⸗ fortgesetzt, und es gelingt dem Feind trotz der beständig eintreffen⸗ schichtlichen Rede im Reichstage eine Zustimmungs⸗ Hochringer an, die gegen Deutschland zu kämpfen sich bereit erklärt den Verstärkungen nicht, sie aufzuhalten. Seine heftigen Gegen⸗ kundgebung übermittelt Gestern lief darauf bei haben. Die französische Regierung befindet sich in keinem Zweifel angriffe, die auch mit großen Kräften unternommen werden, St 105 tri 9. 55 Reichska ler sönlich u ich⸗ darüber, daß die Einreihung solcher Personen, welche die deutschef wurden überall abgewiesen. unsere Offensive entwickelt sich] Stadtv Petri ein 1 bal perso nterzei Staatsangehörigkeit besitzen und deren Naturalisierung in Frank⸗ beständig, obgleich sie auf die größten Verteidigungsmittel stößt, netes Schreiben folgenden Inhalts ein: 0 reich nicht anerkannt werden kann, völterrechtswidrig ist; sie] die der gegenwärtige Stand der Technik dem Feinde in 10 Minuten Der Reichskanzler an Herrn Stadtverordneten Petri. weiß, daß die Reichsländer für den Fall, daß sie gefangen ge⸗ auf einem abschüssigen, tief zerspaltenen, teils bewaldeten, teils 5 Berlin, 23 Aug. 1915 nommen werden, als Landes verräter betrachtet und von] kahlen und öden Gelände anzuhäufen erlaubt. Die italienischen 5 5 55 875 5 Deutschland dementsprechend behandelt werden. Trotz der klaren] Truppen haben diese Hindernisse mit prächtigem Opfermut und Ihnen und den mitunterzeichneten Herren der Stadt 4 Kenntnis der Sachlage nimmt sie keinen Anstoß, die irregeführten] Tapferkeit überwunden. Wer nur einen entfernten Begriff von Gießen, in der mein ältester bekannter väterlicher Vorfahr Elsaß⸗Lothringer zum Kampfe gegen Deutschland zu verwenden und] dem modernen Krieg besitzt, muß anerkennen, daß, wie groß 6 im 16 hyrhundert Bir t besaß, aufrichtigen Geiwifsentlich den Gefahren auszusezen, die ihnen im Falle der auch die sein mene s dhe Ueberzegenbelt des Angrese Hollweg im 16. Jahrhun irgerrech 5 10 Gefangennahme drohen. Um diese zu verhindern, greift sie zu[fenden sein möge, die auf eine derartige Organisation und ein] Dank für die freundliche Zustimmung zu meiner Reichs⸗ m. Mittel der Fälschung. In dem Befehl des Kriegs⸗ solches Gelände gestützte Verteidigung außerordentlich stark ist. tagsrede v. Bethmann Hollweg. ministers heißt es u. a.: Andererseits erschien es mir notwendig, Dies sind die allgemeinen Grundlinien und die Ergebnisse der 3 g 1 ichskanzler in ee Schrei Maßnahmen zu ergreifen, um die elsaß lothringischen Freiwilligen f italicnischen Offensivoperationen. Sie können nicht durch irgend Der Ahn, von dem der Reichskanzler in seinem chrei⸗ und ihre Familien gegen deutsche Wiedervergeltungsmaßregeln eine Preßkampagne verkleiner werden. Man kann sie auf der ben spricht, hat in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sicher zu stellen. Ich beschloß deswegen, daß denjenigen Elsaß⸗ Karte nachprüfen. Tie tapferen Gegner, die wir be⸗[als angesehener Bürger in Gießen gelebt und das Gewerbe 7 zingern, die für die Kriegsdauer angeworben und zum Herre lämpfen, kennen sie viel besser als die Journalisten, und die un⸗ eines Schuhmachermeisters ausgeübt. Nach der Ernennung 3 geschickt wurden, eine fingierte Zipilstandsurkunde ge⸗ parteiische Geschichte wird sie eines Tages, wenn nicht schon heute, des Reichskanzlers am 14. Juli 1909 war im„Gießener An⸗ 8 ud. Bas giekru tee lich rait, daß die Betreffenden Franzosen bestätigen. zeiger“ auf diese Beziehungen des Kanzlers zu unserer Stadt 15 n N 5 5 hat“ Die Abreise des türkischen Votschafters in Rom. in einer Biographie des Geschlechts Bethmann Hollweg hin- zuständigen Rekrutierungskommandanten dafür S 1 Rom, 24. Aug(WTB. Nichtamtlich) Meldung der gewiesen. Der Sohn und der 18 des 2 bekannten 4 ein anderes Buch und eine andere Erkennungsmarke von] Agenzia Stefani. Der türkische Botschafter HabysHollweg, des Schuhmachermeisters Johann Ho lweg zu Gie⸗ 7 ihrem Korps ausgehändigt werden. Das echte B ird ie Bey ist mit dem Personal der Botschaft abgereist. Amsßen, hatten Pfarreien in hessischen und nassauischen Landen zuständigen Rekrutierungskommandanten geschick 5 Bahnhof fand sich der spanische Botschafter zur] inne. Von da wendet sich das Geschlecht, wie wir in der All⸗ aufbewahrt. 7 1. 5 Verabschiedung ein. gemeinen Deutschen Biographie lesen, nach Frankfurt, wo ., e 15 5 e b ein Hollweg als Teilhaber der Firma Bethmann eine Tochter Sam die Gießen Bürgerschaft An falls ihnen oder ihren eflichtig, Die Tochter t 0 zichtet im Interesse der Stei erung der Erträge auf die 1 des Saatgutes 1 n 5 5 er geringe Ertra kann e rechtzeitig Saatgut der ertragsreichsten Sorten von oggen stellen, hat die Landwirtschaftskammer für das Darmstadt, Allee 6, zu wenden. Die von ihr herausgegebene Saatliste wird auf Verlangen jedermann Versteigerung von Frühbirnen. In einer Bekanntmachung in der gestrigen Nummer des„Gießener Anz.“ schreibt die Stadt die 1 95 der Früh⸗ birnen an einer Reihe von Straßen und Grundstücken aus. Diese Maßregel wird in der Bürgerschaft nicht viel Gegenliebe finden. Der Geschäftsgang bei derlei Versteige⸗ rungen ist bekanntlich so, daß eine Beteiligung von Haus⸗ frauen und namentlich von Minderbemittelten daran nicht sehr verlockend ist, und die Ernte kommt damit statt in die Haushaltungen, denen sie gehören müßte, zum überwiegen⸗ den Teil erst in den Handel. Daß bei einer Vornahme der Ernte und des. durch die Stadt größere Schwierigkeiten zu überwinden wären, kann nicht verkannt werden; aber im Hinblick auf die Anstrengungen, die aller⸗ orts für die Versorgung der breitesten Bevölkerung mit billigem Obst gemacht werden, hätte man erwarten dürfen, daß die Schwierigkeiten auch hier aus dem Wege geräumt werden konnten. ** Fahrraddiebstahl. Gestern nachmittag gegen 3 Uhr wurde aus dem Hofe eines Hauses in der West⸗Anlage ein Fahr⸗ rad, Marke„Cito“, mit der Polizeinummer schwarzes G 5095, entwendet. Als Dieb kommt ein unbekannter Mensch im Alter von 34—35 Jahren in Frage, der hellen Anzug und weißen Strohhut mit schwarzem Band trug. Sachdienliche Mitteilungen über die Person des Täters nimmt die Kriminalpolizei dahier entgegen. 5 Ueber die Sinstellung in unteroffizier⸗ schulen gibt das Großherzogliche Be zirkskommando fol⸗ gende Richtlinien bekannt:.. 2 5 1. Die Unteroffizierschulen haben die Bestimmun„junge Leute, die das wehrpflichtige Alter erreicht haben und die sich dem Militär⸗ stande widmen wollen, kostenfrei zu Unteroffizieren heranzubilden. 8 2. Wer in eine Unteroffizierschule aufgenommen zu werden wünscht, hat sich bei dem Bezirkskommando seines Aufenthaltortes oder bei einer Unteroffizierschule(in Treptow a. Rh. und Weißen⸗ fels), oder Unteroffiziervorschule(in Annaburg, Bartenstein, Grei⸗ 15 rg i. Pomm., Sigmaringen, Weilburg und Wohlau) per⸗ sönlich zu melden und hierbei folgende chriftstücke vorzulegen: a) einen von dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission seines Aushebungsbezirks ausgestellten Meldeschein(für eine Unteroffi⸗ ierschule ausgestellt, Freiwillige, die das 17. Lehensjahr noch nicht vollendet haben und infolgedessen einen Meldeschein ni t ausgestellt erhalten, können denselben bei Vollendung des 17. Lebensjahres einfordern und nachliefern; b) den Konfirmationsschein oder einen Ausweis über den Empfang der ersten Kommunion; c) etwa vor⸗ handene Schulzeugnisse d eine amtliche Bescheinigung über die bisherige Beschäftigungsweise, über früher überstandene Krankhei⸗ ten und etwaige erbliche Belastung. Nach Vorlage dieser Papiere bei Anmeldung am a ee e wird der uchun äter mitgeteilt werden. 1 te van bei der Einstellung min- destens 17 Jahre alt sein, darf aber das 20. Jahr noch nicht vollendet haben. Er muß mindestens 154 4 groß, vollkommen gesund, frei von körperlichen Gebre sowie wahr⸗ nehmbaren Anlagen zu chronischen Krankheiten sein und die Brauchbarkeit für den Friedensdienst der Infanterie besitzen. Er muß sich tadellos geführt hahen, lateinische und deutsche Schrift mit einiger Sicherheit lesen und schreiben können und in den vier Grundrechnungsarten bewandert sein. 4. Der Eintritt in eine Unteroffizierschule kann nur dann er⸗ folgen, wenn sich der Freiwillige zuvor schriftlich verpflichtet, nach erfolgter Ueberweisung aus der Unteroffizierschule an einen Truppenteil noch vier Jahre aktiv im Heere zu dienen. 5. Ist die Prüfung im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die ärztliche Untersuchung günstig ausgefallen, so wird zunächst die Verpflichtungs⸗Verhandlung über die vorgeschriebene längere aktive Tienstzeit(Ziffer 4) aufgenommen. l 6. Die Einstellung findet ohne Innehaltung der im Frieden bestehenden Termine beim Freiwerden von Stellen statt. Wiünsche der Freiwilligen um Zuteilung an eine der be⸗ ehenden Unteroffizierschulen werden, soweit angängig, berück⸗ igt. f 3 g 7. Die Einberufenen müssen für die Reise zu der Unterofftzier⸗ schule ausreichend nit Schuhzeug, Kleidung, Wäsche und mit zwei rk versehen sein. 1. 8. Der Aufenthalt in der unteroffißierschule auert im allgemeinen drei Jahre. Bei besonderer geistiger und icher Befähigung und tadelloser Führung können indes ffizierschüber bereits nach zwei Jahren in die Armee über⸗ ten. Die jungen Leute erhalten gründliche militärische Aus⸗ dung und Unterricht, der sie besonders befähigt— die Erfüllung Tag der Unter⸗ der Feld⸗ der erforderlichen Bedingungen vorausgesetzt—, bworzugtere Stellen des Unterofftzier⸗ und des Beamtenstandes zu erlangen. 9 hören zu den Miltitärpersonen des Friedensstandes, stehen daher wie jeder andere Soldat unter den militärischen Gesetzen und haben beim Eintritt den Fahnen⸗ „10. Die Untkeroffizierschüler haben bet Beurlaubungen gleich wie die Kapitulanten Anspruch auf Löhnung. g 11. Unterofftzierschüler, die sich durch mangelhafte Führung oder durch zu geringe Leistungen als nicht geeignet für den Unter⸗ offizierberuf erweisen, werden aus den Unteroffizierschulen ent⸗ lassen oder zur Ableistung des Restes der gesetzlichen aktiven Dienstzeit zu einem Truppenteil versetzt. ö . 12. Die Unteroffizierschüler treten im allgemeinen als Gefreite in die Front und werden bei guter Führung sehr bald zu Unter⸗ offizieren befördert. Die besten Unteroffizierschüler können jedoch bereits auf den Unteroffizierschulen zu überzähligen Unteroffi⸗ zieren befördert werden und treten bei ihrem Ausscheiden in dag Heer sogleich in etatsmäßige Unteroffszierstellen. 13. Die Unteroffizierschüler werden in erster Linie der Infan⸗ terie überwiesen, können aber auch der Maschinengewehr⸗Truppe, und Fußartillerie, den Pionieren, den Bezirkskomman⸗ dos und der Marine-Infanterie zugeteilt werden. Die Wünsche der Einzelnen, um Zuteilung an bestimmte Truppenteile werden nach Möglichkeit berücksichtigt.. 5 0 Landkreis Gießen. + Heuchelheim, 24. Aug. Unterarzt Dietz, schon seit mehreren Monaten Inhaber des Eisernen Kreuzes Fe Klasse, Sohn des hiesigen Lehrers K. Dietz, wurde durch Verleihung des Goldenen Sanitätskreuzes ausgezeichnet. 8 m. Alten⸗Buseck, 25. Aug. Wieder hat der Krieg ein Opfer von unserer Gemeinde gefordert. Am 11. d. Mts. starb auf dem Felde der Ehre durch einen Kopfschuß der Reservist Friedrich Arnold, der Schwiegersohn unseres Bürgermeisters, bon der. Kompagnie des Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116. Der Gefallene befand sich seit Anfang des Krieges im Felde und hatte bis dahin alle Kämpfe und Gefahren glücklich überstanden. 5 Kreis Alsfeld. O Vadenrod, 24. Aug. Unteroffizier Johannes Neu⸗ singer beim Feld⸗Artillerte-Regiment 47, J. Batterie, hat, nachdem ihm schon voriges Jahr das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen wurde, nunmehr auch die hessische Tapferkeits⸗ medaille erhalten. Kreis Lauterbach. a Grebenhain, 24. Aug. Der Krieg hat wieder zwei neue Opfer aus unserer Gemeinde gefordert: Reservist Auqust Oechler ist insolge einer Verwundung bei den Kämpfen in Polen im Lazarett in Lublin gestorben; Unteroffizier Heinr. Franz hat bei einer Maschinengewehr⸗Abteilung an den Folgen einer schweren Verwundung den Tod in Frankreich gefunden. Beide waren Inhaber des Eisernen Kreuzes. Bis jetzt haben aus unserer 00 Einwohner zählenden Gemeinde schon 13 Mann den Heldentod gefunden. Kreis Schotten. Schotten, 24. Aug. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Gesreite Heinrich Weber. Laubach, 22. Aug. Heute fand eine Gefechtsübung der Jugendkompagnien Hungen und Laubach statt. Der Uebung lag folgende Annahme zugrunde: Ruppertsburg wurde als größere Eisenbahnftation betrachtet; daselbst sollte ein Kriegs⸗ materialzug aufgestellt und zwischen 3 und 5 Uhr nachmittags verladen werden. Die Verladestelle sollte durch die Kompagnie Lau⸗ bach gesichert werden. Der Feind war von Hungen gemeldet wor⸗ den. Die Kompagnie Laubach nahm deshalb zwischen Rupperts⸗ burg und Villingen eine Verteidigungsstellung mit einer rechten Seitendeckung ein. Um 3¼ Uhr wurde durch Radfahrer gemeldet, daß der Feind von Hungen nach Villingen und von Nonnen roth— Ruppertsburg im Anmarsch sei. Um 4½ Uhr entwickelte sich das Gefecht. das kurz vor 5 Uhr sein Ende nahm. Durch die Seiten⸗ deckung wurde der Feind gezwungen, auf kurze Zeit in seiner Stel⸗ lung zu verharren. Er erneuerte aber seinen Vorstoß, als er Ver⸗ stärkungen herangezogen hatte und stürmte die von der Kompagnie Laubach besetzte Stellung, die 5 rote Flaggen markiert war. Der Auftrag der Kompagnie Lauba⸗ h war erfüllt, da der Material- zug bereits um 5 Uhr abgefahren war. Nach Schluß der Uebu— zogen beide Kompagnien unter Gesang und Trommelklang 1 5 Ruppertsburg, wo Pfarrer Fritsch eine Ansprache hielt. Nach Ausbringung eines dreifachen Hochs auf Kaiser und Reich und Ab⸗ singen von patriotischen Liedern fand die Uebung ihren Abschluß. ur Kompagnie Laubach gehören die Orte Laubach, Rupperts⸗ burg, Gonterskirchen, Freienseen und Wetterfeld. Es fehlten jedoch leider bei der Uebung die beiden letzten Orte. 0 9 Kreis Friedberg. O Friedberg, 24. Aug. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Kriegssreiwillige Theodor Spieß im Ref.- Feld⸗Artillerie-Regiment 48. O Wölfersheim, 24. Aug. Der Unteroffizier Heyer erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Wölfersheim, 23. Aug. Schütze Heinrich Leschhorn von der Maschinengewehr⸗Kompagnie 116 erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Nieder⸗ Roßbach, 23. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Anton Kitz.. = Bönstadt, 23. Aug. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielten der Gesreite Gustav Wiegand und der Landwehrmann Hartherz, beide von hier. Hessen⸗Nassau. m. Kirchhain, 24. Aug. In der hiesigen Feldmark ist die Roggen- und Weizenernte beendet und auf den Höfen der Land- wirte hat schon die Dreschmaschine gesummt und die Winter frucht ist zum größten Teile aus gedroschen. Der Körner⸗ ertrag ist sehr zufriedenstellend. Zum Einbringen der Sommer- frucht war die Witterung bisher wenig günstig. Die Grummet⸗ ernte verspricht einen sehr reichlichen Ertrag, auch der Klee steht jetzt gut, so daß die künstlichen Futtermittel zum Teil entbehrt werden können. Die Kernobsternte bietet die besten Aus- sichten; die Versteigerung des Fruhobstes brachte bei den reich be⸗ hangenen Bäumen der Stadttasse eine gute Einnahme. Auch Ge- müse und Kartoffeln stehen gut; daß von letzteren Knollen im Gewicht von über einem Pfund geerntet werden, ist durchaus keine Seltenheit. 5 h. Frankfurt a. M., 24. Aug. Den monatelangen Beratun⸗ gen über Mittel und Wege zur Versorgung der Bevölkerung mit billigen Lebensmitteln hat die Stadtverordnetensitzung heute end⸗ lich die Tat folgen lassen. Sie nahm eine Reihe von Anträgen an, die einen merklichen Schritt vorwärts bedeuten und die in, der Bürgerschaft lebhafte Befriedigung auslösen werden. Ein Antrag des 1 Ver leischer forderte sofortige Maßnahmen zur Herab⸗ setzung der Preise aller Nahrungsmitte und eine Eingabe an den Bundesrat um Zestsetzung von Höchstpreisen für alle Milch⸗ erzeugnisse und Herausgabe einer Verordnung zur Beschränkung der Butterer zeugung. Stadtv. Fladung ersuchte den Magistrat, beim Handelsminister auf die Kohlennot und Kohlen⸗ teuerung hinzuweisen und Maßnahmen dagegen zu erbitten. Beide Anträge fanden einstimmige Annahme. In der Besprechung der Anträge erklärte Oberbürgermeister Voigt, daß die Stadt mit ähnlichen Gesuchen schon wiederholt an die Staatsregierung her⸗ angetreten sei, teils mit, teils ohne Erfolg. Bedauerlich sei es, daß die Regierung in der Bekämpfung des Lebens mittelwuchers die Städte nicht mit größeren Macht⸗ mitteln ausrüstete. Der Magistrat gehe jetzt selbst rüͤck⸗ sichtslos gegen jede Wuche rei vor: er schrecke auch vor einem Verbot des Zwischenhandels nicht zurück. Um die Aus⸗ wüchse hier zu bekämpfen, habe die Stadt den Gemüseverkauf begonnen. Auch die Kartoffeln sollten beschla nahmt werden. Die Regierung müsse hier im Interesse der Bevölkerung ein⸗ reifen. Ein Antrag des Stadtv. Zielowski, allen Personen, ie seit dem 1. August 1914 gewerbsmäßige Handelsgeschäfte und Handelsvermittlungen betreiben, den Handel zu verbieten, wurde mit schwacher Mehrheit abgelehnt, obwohl sich auch der Magistrat ätzlich für seine Annahme erklärt hatte. Die Gegner des intrags erblickten in der evtl. Annahme eine Knebelung des Kleinhandels und einen Eingriff in die Gewerbefreiheit. Ferner „der einen erheblichen wurde ein Antrag einstimmig an, U Ausbau der Volksküchen und Bereitstellung von Mitteln ur Speisung von Volksschülern fordert.— Wie serner vom a Magistrat mitgeteilt wurde, sollen in der Stadt verfuchsweise Bezirksmärkte für den Lebensmittel⸗ und Gemüfeverkauf ein⸗ gerichtet werden. N J. Limburg, 24. Aug. Das hiesige Gefangenenlager, in dem zeitweise schon 10000 Kriegsgefangene untergebracht waren, ist zurzeit nur von 1200 Insassen bevölkert. Der übrige Teil ist außerhalb Limburgs vorwiegend mit landwirtschaft⸗ lichen Arbeiten beschästigt. Vermischtes. Berlin, 24. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„B. Z.“ meldet aus Deutsch⸗Eylau: In der Nacht zum Sonn⸗ tag wurden die Ehefrau des Abdeckereibesitzers Schmel⸗ zer, deren Mann eingezogen ist und sich gegenwärtig im, Lazarett Elbing befindet, ferner deren Schwester und drei Kinder auf schreckliche Weise ermordet. Ein bis vor kurzem bei Schmelzer in Dienst gewesener 20jähriger Knecht namens Sowa aus der Nähe von Osterode ist als der Tat verdächtig ver⸗ haftet worden. Er leugnet die Tat. — 5 Märkte.. e e le. Frankfurt a. M. Schweinemarkt bericht vom 25. Aug. Aufgetrieben waren 567 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 141.00 148.00 Ml., Schlachtgewicht 175.00 180.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 Lebendgewicht 130.00—140.00 Mk., Schlachtgewicht 160.00— 174.00. vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 411.00— 148.00 Mk., Schlachtgewicht 175.00 180 Mk. vollfleischige Schweine von 12⁰ bis 150 kg Lebendgewicht 141.00 148.00 Mk., Schlachtgewicht 175.00 180.00 Mk. Geschäft ziemlich lebhaft. je. Frankfurt a. M., 25. Aug. Fruchtmarkt. Bei ruhiger Stimmung, kleinem Geschäst und geringem Angebot ist eine Aenderung nicht eingetreten. Futtermittel knapp und fest. Man notierte: Mais 58—60 Mk., Gerste 6770 Mk., Kokoskuchen 60-61 Mk., Kleie 49-50 Mk. Alles für 100 kg. se. Frankfurt a. M., 25. Aug. Kartoffelmarkt. Wetterauer frei Frankfurt 10,75—11,50 Mk. Alles per 100 Kg. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 23. August 1915.. Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 5955 3 Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht. Kg. 112—116 Pfg. 102-138 Mek. Kälber ½ Kg. Schlachtgw. 119.140.%„ 100-104 Pfg. Schweine/„ 70 160-180, A„160-170„ Cetreidepreise in Mann he im Weizen 100 Kg. 27.00 Mt. fa., Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 717 ig. „— ö— . Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 26. August 1915: Ziemlich heiter, trocken, warm, nordöstliche Winde. 1 Letzte Nachrichten. Die Kriegslage im Often. Köln, 25. Aug. Nach einem Telegramm der„Kölnischen dei spricht sich der holländische General van der des im„Arnheemschen Courant“ etwa fol. aßen über die Kriegslage im Osten aus: Es ist kein Zweifel mehr, daß das russische Heer als Ganzes sich in völliger Auflösung befindet. Daher sei auch keine Aussicht vorhanden, daß es vor der Bahnlinie Minsk—Nowno standhalten könne. Im irk von Kowno und Kurland könne man in nächster Zeit wichtige Ereignisse erwarten. Ebenso ist es unmöglich, das Unglück, das Rußland betroffen. hat, länger vor dem Volke geheim zu halten. Die Millionen Flüchtlinge und Verwundeten, die bis Petersburg und weiter östlich kommen, verbreiten nicht allein das Geschehene, bilden vielmehr eine ergreifende Illustration der entsetzlichen Niederlagen, die dazu führen muß, in ganz Rußland Angst und Entmutigung hervorzurufen. Begrabene Hoffnungen. Lugano, 25. Aug. Die heute in Rom vorliegenden Nachrichten vom Balkan geben die Hoffnung auf Grie⸗ chenland preis und begraben die Hoffnung auf ein Ein⸗ lenken Serbiens. Nur bei Rumänien rechnet der Vier⸗ verband auf einen Erfolg. J Der Eindruck der Wiederkehr Venizelos in Bulgarien. Sofia, 25. Aug. Die Ueberraschung, die hier Venizelos' Wiederkehr ins politische Leben Griechenlands verursachte, ift be⸗ reits abgeflaut. Minmisterpräsident Radoslawow fand dafür den richtigen Ausdruck, als er sagte, daß die Vorgänge in Griechen⸗ land keine Wirkung auf Bulgarien ausübten. Nach wie vor bleibt man auch hier überzeugt, daß die Drohungen des Vierverbandes egen Griechenland lediglich Bluffs sind und ein bewaffnetes Ein⸗ en nicht erfolgen wird. Der Ausspruch des Königs, kein durch griechisches Blut erobertes Gebiet zu verlieren und die Ab⸗ sage an den Vierverband, aus der Neutralität zutreten und Waffenhilfe zu leisten oder sich in einen neuen Balkanblock drängen zu lassen, wird als eine direkte Absage an die Entente gedeutet. In den Besprechungen des Königs von Griechenland mit Venizelos wurden eingehend auch die griechisch⸗italienischen und die serbisch⸗italienischen Beziehungen erörtert. Der König wünschte bestimmte Zusagen vom Vierverband hinsichtlich der Zukunft der von den Italienern besetzten 12⸗Insel⸗Gruppe sowie die formale Zustimmung des Vierverbandes zur Abtretung von Nordepirus an Griechenland. Des weiteren hielt der König im Hinblick auf die italienisch⸗serbischen Zerwürfnisse wegen der Adriaküste eine Klärung des griechisch⸗italienischen Verhältnisses für unum⸗ gänglich notwendig. Die Tatsache, daß Gunaris eine schroffe ablehnende Antwort auf die Note des Vierverbandes erteilt hat, ohne sich vorher mit Serbien ins Einvernehmen gesetzt zur haben, wird vielfach als Bruch oder mindestens als eine starke Erschütterung der serbisch⸗griechischen Beziehungen aufgefaßt. Der König ist sich der großen Schwierigkeiten der Lage wohl bewußt, weiß sich aber nichtsdestoweniger von Angstmeierei frei. Die Stimmung in Amerika. 5 Amsterdam, 25. Aug. Aus Privatnachrichten, die Lon⸗ doner Blätter über die Stimmung in Amerika wegen des Unter⸗ anges der„Arabic“ veröffentlichen, geht hervor, daß die egung keineswegs in dem Maße gewachsen ist, wie Reuter glau⸗ benmachen möchte. Vorläufig halten die Washingtoner Regierungs⸗ kreise mit ihrer Meinung vorsichtig zurück. Präsident Wilson— heißt es— wolle erst die näheren Nachrichten über den Untergang der„Arabic“ abwarten, bevor er dem Kabinett irgendwelche Vor⸗ schläge in der Angelegenheit unterbreite. Es erhält sich besonders hartnäckig das Gerücht, daß die„Arabic“ ver sucht habe, das Unterseebobt zu rammen. Jedenfalls rechnet man in Washington, wie der New Norker Korrespondent des„Daily Telegraph meldet, daß bei der Torpedierung der„Arabic“ ir⸗ gendein Mißverständnis vorliege und daß der Fall durch eine Erklärung von deutscher Seite beigelegt werden dürfte. Aus den Schilderungen des Washingtoner Korrespondenten der„Times“ geht hervor, daß die Regierung keineswegs die Kriegslust einiger englisch⸗amerikanischer Blätter teilt. Die amerikanische Demokratie, meint der„Times“-Korrespondent, wolle keinen Krieg, und die Regierung werde durch diefe Stellungnahme natürlich beeinflußt. Brotpreise in Gießen: Weißbrot 2 Kg.— — 8 W N 3 9 1 5 1 11. Am 23. d. Mis. entschlief sanft zu Stuttgart meine geliebte, gute Frau, die liebevolle Mutter ihres Kindes, unsere treue, unvergessliche Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante du Uma Leishher, geb. Peydeneper nach schwerem Leiden im 25. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: L. Leistner und Kind Familie W. Weydemeyer. Stuttgart, Giessen, den 25. August 1915. 6811 Am 11. August starb an schwerer Krankheit im Kriegs- lazarett mein innigstgeliebter, guter Mann, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Schäfer Wehrmann im Res.-Pionier-Bat. Nr. 32, 2. Komp. im Alter von 33 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Anna Schäfer geb. Reiber. Giessen(Sonnenstrasse 20), den 25. August 1915. 04603 Wir erhielten die traurige Nachricht, dass am 15. August auf dem Verbandplatz mein inniggeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Sohn und Bruder Konrad Moos Wehrmann im Res.-Inf.-Regt. Nr. 116, 1. Komp. im Alter von 31 Jahren an seiner schweren Verwundung fürs Vaterland gestorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Moos und Kind. Staufenberg, den 24. August 1915. Verdingung. 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W., 5⁰5⁵ 05130 1060 Stück runde Zementrobhr⸗Durchlässe und Stirn⸗ Lili „Aubinger 4 Wetzlar, den 17. August 1915. 85 Königliche Spezialkommission J. CARL. BERG. GES SEN Schuhwarengschäft Mäusburg Nr. 4 Anfertigung nach Mag Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfũge Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefe Marke»Petto« Reparaturen werden prompt ausgeführt IIA liebte Frau, unsere gute, chwester, Schwägerin und Tante Kirche, in die Ewigkeit abzurufen. Gießen Frankfurter Str. 90), Düsseldorf Kallstadt. den 25. August 1915. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern vormittag 7 Uhr meine innigst- treusorgende Mutter, Frau Anna Margarethe Lamberth geb. Wiegand im Alter von 51 Jahren, versehen mit den heiligen Sakramenten der römisch-katholischen Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Georg Lamberth Mariechen Kneip geb. Lamberth Else Lamberth Anna Lamberth Ludwig Lamberth, z. Milli Lamberth Ludwig Wiegand August Kneip. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Fried- hofes aus statt. 68⁰⁴ Schwiegermutter, Großmutter, Zt. Insel Guam Dr. Carl Klein Spezilalarzt für Hautkrankheiten und Gescklechtsleiden Röntgen- Durchleuchtungen, Aufnahmen, Bestrahlungen 6713 von der Reise zurũck Sprechstunden: 8½— 12, 3-5 Uhr Sonntags u. Mittwochs nur vormittags Bahnhofstraße 65 B Telephon Nr. 346 wird versteigert: Peinmühle. Grummetgras-Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei zu Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen de. 5: Dienstag, den 31. A vormittags präzis 8 Uhr, von den kung Lich oberhalb der Stadt, zusammen ca. 80 Morgen. usammenkunft auf der Fürstlichen Wiese gegenüber der An demselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Zusammenkunft in dem Schloßgarten an d. Eisenbahnbrücke. Mittwoch, den 1. September d. J präzis 8 Ubr, von den Fürstlichen Wiesen in der Gemar⸗ kung Mühlsachsen und Nieder⸗Bessingen, im ganzen 28 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Lich, den 24. August 1915. Jürstlich Solmsische Reutei. Gut b ugust d. Is., Wiesen in der Wee orgen. 8., vormittags Programme und Anmeldeformulare sind durch die Direktion zu erhalten. Das Schulgeld beträgt 100 Mark für das Halbjahr. Schluß der Anmeldefrist am 1. Oktober. Die Direktion. Unstreitig die beste Kriegskarte. 2 Monate Mellkrieg mit dem Stand unserer Heere am 24. August 1915. 2 Hauptkarten, 16 Spezialkarten, 1 Jahres⸗Kriegs⸗Chronik. Preis 50 Pfa. Alleinverkauf: Oberhessische Volkszeitung 2¹ Bahnhofstraße 23. 168 Wiederverkäufern oe Teldpost- Dosen Eierschachteln mit wasserdichtem Fals⸗ in besonders guter trans⸗ 5 1 n Ausstattung, achteln 90 0 55 Größen Schreibwaren J. Weinert, Giessen Neuenweg 9 Papierwarengroßhandlung Fernspr. 215 Bekanntmachung. Gießen, den 21. August 1915. Großherzogliches Amtsgericht. Grummetgrasversteigerung des evangelischen Marienstifts zu Lich. Donnerstag, den 2. September 1915, vor⸗ mittags 8 uhr anfangend, soll das Grummet⸗ 6816 B etwa 60 Morgen Wiesen in den Gemarkungen steigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke. Die Versteigerung in der Gemarkung Ober⸗ Bessingen beginnt um 11 Uhr im Sautenkor bei Abteilung Nr. 1. Lich, den 24. August 1915. Büch senschütz. 6806 Freitag, den 27. I. Mts., vormittags von 9 Uhr an, sollen mehrere Bäume Frühbirnen und Frühäpfel an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Pfingstweg. Großen-Buseck, am 25. August 1915. In unser Handelsregister Abt. 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