Gießener Anzei erschemt Wan er onntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Fernsprech⸗ Auschlüsse für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsste e5l oresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl Die Festung 0 „ (Amtlich) 8 Westlicher Kriegsschauplatz. „Heute früh e 40 Schiffen vor serer Küftenartille tung wieder abda mpfte. Kämpfe in di kopf im Gange. Starke abend teilweise bis in unsere Stellungen. warfen den Feind am Lingekopf wieder zurück. männle und Barrenkopf dauerten heftige Na einzelne Grabenstücke die ganze Nacht an. Et jäger wurden gefangen genommen. „ Bei Wabrin(südwestli lisches Flugzeug heruntergeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. „Die Truppen des Generalobersten v. Eichhorn sind östlich und südlich von Kowno im weiteren Vorschreiten. Am Bobr besetzten wir die von den Russen geräumte Festung Ossowiec. Nördlich und südlich von Tykocin fanden erfolgreiche Gefechte statt. Tukocin wurde genommen. Es fielen dabei 1200 Gefangene, darunter 11 Offiziere, und sieben Maschinengewehre in unsere Hand. , Nördlich von Bielsk mißlangen verzweifelte russische Gegenstößze unter sehr erheblichen Verlusten für den Gegner. Südlich dieser Stadt ging es vorwärts. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Heeresgruppe hat unter hartnäckigen Kämpfen die Linie Kleszezele— Raznua überschritten und ft im wei⸗ teren günstigen Angriff. Es wurden 3050 Ge gemacht und 16 Maschinengewehrke erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Der Uebergang über den Pulwa⸗Abschnitt ist auf der Front zwischen Razna und der Mündung nach heftigem Widerstand erzwungen. Der Angriff über den Bug ober⸗ galb des Pultoa⸗Abschnittes macht Fortschritte. Vor Brest⸗ Litowsk ist die Lage unverändert. Beiderseits des Swit⸗ jaz⸗Sees und bei Piszoza söstlich von Wlodawa) wurde der 5 gestern geschlagen und nach Nordosten zurück⸗ getrieben. Oberste Heeresleitung. * Berlin, 23. Aug.(WTB. Amtlich.) Am 16. August hat ein deutsches Unterseeboot am Eingang des Finnischen Meerbusens ein russisches 9 ilfsschiff durch einen Torpedoschuß versenkt. Vor Zeebrügge ist in der Nacht vom 22. zum 23. August ein deutsches Vorpostenboot durch zwei feindliche Zerstörer angegriffen und nach tapferer Gegenwehr zum Sinken gebracht worden. Ein Teil der Besatzung konnte gerettet merden. Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes der Marine (gez.) Behncke. 2 Das russische Hauptquartier muß fetzt täglich die fort⸗ schreitenden Niederlagen des Russenheeres zugeben oder be⸗ schwichtigend umschreiben, und da dies eine überaus pein⸗ liche Sache ist, so führt die amtliche Agentur allerlei Beweg⸗ gründe und Entschuldigungen ins Feld. Das nachstehend wiedergegebene kleine russische Kapitel über den Festungs⸗ krieg, Rußland in den letzten Wochen so viel Scherben 1 hat, ist eine Probe dieser Tätigkeit. Man will selbst mit zerschmissenen Festungen und geschlagenen, verworrenen Truppenmassen die Ehre retten und das Ansehen bewahren. Indessen, das genügt den enttäuschten Panslawisten noch nicht Schuld an den Katastrophen im Osten ist nach russischer Ueberzeugung vor allem auch die Untätigkeit der Verbün⸗ deten im Westen. England hat auf öffentliche Vorhaltungen schon mehrfach erwidert, und auch heute präsentiert man von London aus dem russischen Volke eine dampfende Schüssel voll großer Worte und halber Versprechungen. Aber die Petersburger Telegraphenagentur stellt zu gleicher Stunde „aus sicherer Quelle“ fest: Die Ankunft deutscher Truppen vor unserer Front dauerte bis in die letzten Tage an. Jetzt kann man feststellen, daß die Stärke der Deutschen an der Ostfront über 40 Prozent der gegenwärtig mobilisiertendeutschen Streit⸗ kräfte beträgt Zusammen mit den österreichisch-ungarischen Trup⸗ pen, von denen über 70 Prozent gegen uns operieren, stellt sich die Gesamtsumme der feindlichen Truppen vor unserer Front auf die Hälfte aller mobilisierten Streitkräfte un⸗ serer Gegner, Dieses Verhältnis unterscheidet sich beträcht⸗ lich von dem zu Beginn des Krieges, wo wenig mehr als un⸗ gefähr 38 Prozent der mobilisierten deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Streitkräfte uns gegenüßerstanden. Während ferner das gesamte Kontingent der feindlichen Truppen im Laufe des Kriegas auf das ungefähr Anderthalbfache gestiegen ist, haben sich ihre gegen uns geführten Streitfräfte verdoppelt. Tiese Zunahme kommt General-Anzeiger .) Großes Hauptquartier, 23. August. rschien eine feindliche Flotte von etwa Zeebrügge, die, nachdem sie von un⸗ rie beschossen wurde, in nordwestlicher Rich⸗ In den Vogesen sind nördlich von Münster neue er Linie Lingekopf—Schratzmännle—Barren⸗ französische Angriffe führten gestern Gegenangriffe Am Schratz⸗ hkümpfe um wa 30 Alpen⸗ ch von Lille) wurde ein eng⸗ angenes die schen Univ.⸗Buch⸗ und steindru owiee be fachte, während die Anzahl der reicher fast unverändert bleibt. a5 divisionen betrifft, die seit Beginn rierten, so stehen diese auch Während dagegen von den von leriedivisionen zu Beginn des K sere Front operierte, sind es de Angaben zeigen klar, mit welch gefähr vier Monaten Tag für Darin liegt natürlich an Vorwurf gegen die Verbündet, mer wird die russische Not. Fortschritte in Polen und Li sestung Ossowiec in unsere Litowsk schreiten die deutsche fort. Einer Betrachtung der„ tärische Lage entnehmen wir Unter dem Eindruck des Fa vor einigen Tagen bereits aus Kalwarja—Suwalki— Augustowo gen, um dort in einer neuen S entgegenzutreten und den Kolonn den Fluß zu überschreiten. Südl; jetz noch in russischer Hand, do bereits gefährlich auf seine 1 war daher ein von der Notwe dem Brückenkopf noch stehenden Kräf der Abzug abgeschuitten war. Der ist nicht mit großem Nachdruck ge Werke waren bald von der schwe zerstört, aber die neu angelegten Eunst der Geländegestaltung ein teristische Angriff größere Opfer konnte, wenn die Entwicklung d wurde. Diese hat dann die Ruf und unsere Truppen konnten noch Olita von den sämtli an Njiemen und Grodno. Dorthin Raum um Ossowj [Tykogin erfolgre 72 verändert uns gegenüber kämpfen gezwungen sind ende Darstellung: ener Entschluß, die in griff auf die Festung orden, die dauernden marsch gezwungen, n n wird und dahinter n Truppen aus dem enommen hat. iesen Gefechten. verloren die Russen wieder underte von G fangenen und verschiedene Maschinengewehre. Unsere Truppen befinden sich nur noch einen Tagesmarsch von Bialo⸗ stok, dessen Verbindung mit Brest⸗Litowsk unterdessen durch die Armee Gallwitz schon durchschnitten wurde. Sie war bis Bielsk gelangt und hat hier nördlich der Stadt stegreich verzweifelte russische Gegenstöße abgewehrt, während sie im Süden vorwärts gehen konnte. Ihr rechter Flügel steht in Fühlung mit der Heeres⸗ gruppe des Prinzen Leopold von Bayern, die über die Strecke von Kleszezele, 23 Klm. südlich von Bielsk, nach Razna, wenige Kilometer nordöstlich von Wysoko—Litowsk, hinauskam und bei diesem Vordringen neuerdings mehvere taufend Gefangene machte und n erbeutete. Bis zum Bug hin hat die Heeresgruppe Mackensen den Pulwa⸗Abschnitt hinter sich gebracht. Die Einschließungstruppen vor Brest⸗Litowsk sind durch diese Er⸗ folge vor einem Flankenstoß von Norden gesichert. Ihr von Süden herankommender Teil hat die Russen östlich von Wlodawa bei Piszeza und auf beiden Seiten des südlich sich erstreckenden Switjaz⸗ sees geschlagen und nach Nordosten gegen die Bahn Kowel Brest⸗ Litowsk geworfen. „ Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Aug.(Wi B. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. August 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Oestlich der unteren Pulwa und der von Rias no nach Norden führenden Eisenbahn ist ein Kampf von großer Heftigkeit im Gange. Der Feind verteidigt jeden Fußbreit Boden aufs zäheste, wurde aber entlang der ganzen Front an vielen Punkten geworfen, wobei zahlreiche Gefangene in unsere Häude fielen. Besonders heiß kämpften unsere be⸗ währten siebenbürgischen Regimenter bei den nördlich Riasno gelegenen Dörfern Gola und Suchodol. Das Infanterie⸗ regiment Nr. 64 nahm bei der Erstürmung einer von russi⸗ schen Grenadieren verteidigten Schanze die aus sieben Offi⸗ zieren und 900 Mann bestehende Besatzung gefangen und erbeutete sieben Maschinengewehre. Vor Brest⸗Litowsk nichts Neues. Oestlich Wlo⸗ 5 wa drangen deutsche Truppen über die Seen⸗Zone inaus. Im Raume von Wladimir⸗Wolynskij schoben wir unsere Sicherungen bis gegen Turyjsk und in die Gegend östlich Loboml vor. Die Russen wurden zurück⸗ getrieben. In Ostgalizien herrscht Ruhe. Italienischer Kriegsschauplatz. Auch gestern schlugen unsere Truppen mehrere Angriffe der Italiener gegen die Hochfläche von Doberdo ab. Stel⸗ lenweise kam es wieder zum Handgemenge. Vielfach versucht sich der Feind nunmehr methodisch an unsere Verteidigungs⸗ linien heranzuarbeiten. Der Brücenkoyf Tolmein stand gestern nachmittag unter Artilleriefeuer. Hierauf griff die feindliche Infanterie bis in die Nacht hinein wiederholt ver⸗ geblich an. Sie erlitt schwere Verluste. An den übrigen Fronten hat sich nichts Wesentliches ereignet. Das Feuer der schweren Artillerie auf unsere Tiroler Werke ließ zeit⸗ weise nach. Heute ist ein Vierteljahr seit der Kriegserklärung un⸗ seres einstigen Verbündeten verflossen. Die ungezählten An⸗ griffe des italienischen Heeres haben nirgends ihr Ziel auptsächlich aul Rechnung der Deutschen, deren 1 1 g unserer Front sich imd Laufe des Krieges fast vervier⸗ 1 8 für Obe er K. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. t. Tykoein genommen. gegenüberstehenden Oester⸗ sterreichischen Kavallerie⸗ s Krieges gegen uns ope⸗ land mobilisierten Kaval⸗ nur eine einzige gegen un⸗ ein ganze Anzahl. Diese uren Kräften wir seit un⸗ eder der alte versteckte Westen. Immer schlim⸗ ife Frucht der deutschen t nun auch die Bobr⸗ fallen, und um Brest⸗ rungsarmeen rüstig Ztg.“ über die mili⸗ Kowno sind die Russen nt östlich Mariampol— en Njemen zurückgegan⸗ em deutschen Vormarsch ains Zeit zu gewähren, Raumes war Ossow⸗ e die Armee Scholtz Verbindungen, und es zunehmen, bevor ihnen eingesetzten Artillerie ngen hatten durch die ke, daß der infan⸗ te, die man sparen n Lage abgewartet esetzen, so daß nur u und Brückenköpfen ch die Armee bei P. Dienstag, 24. August 1915 Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel · jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt ⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den 5 politischen Teil und das 5 Feuilleton: 1 Go 8 flir Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. rhessen Unsere Truppen halten nach wie vor ihre Stellungen an oder nahe der Grenze. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 2 Die Lage im Osten. Berlin, 24. Aug. Wie dem Berliner„Lokalanz⸗“ aus dem K. K. Kriegspressequartier gemeldet wird, nimmt Regiment 64 der Armeegruppe Koeveß nahm den Russen einen starken Stützpunkt weg, wobei sieben Maschinen⸗ gewehre und 900 Mann in den Händen unserer Infanterie blieben. Die Armee des Erzherzogs Josef Ferdina. steht unablässig in schweren Kämpfen; ihr liegt die Zurück⸗ drängung der Russen nordöstlich von Brest⸗Litowsk ob. Sie hat ebenfalls eine Anzahl Gefangene eingebracht Mackensen treibt einen Teil seiner Kräfte über Piszezer i. der Richtung Kolrin vor, macht rüstige Fortschritte und bedroht den Feind empfindlich. Nordöstlich Wladimi Wolynskij gewinnen unsere Truppen ständig Raum. London, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Vertreter des „Daily Chronicle“ meldet aus Petersburg: Die Möglichkeit einer Räumung Peters burgs wird offen erörtert Dis Frage, was mit den Flüchtlingen angefangen werden soll, hat ei beunruhigenden Umfang angenommen. Das Vordringen der deut⸗ schen Heere hatte zur Folge, daß die Bevölkerung der westlichen rovinzen in stets anwachsendem Strome nach dem Innern des und die r der i i überall Hilfsstellen Man iu öglich über das ganze Land zu ve nach den meisten Teilen Rußlands Landes kommt Flüchtlinge so viel wie Juden dürfen sich jetzt geben. Der russische Bericht. der Gegend von Die direkten Nachrichten von Nowo⸗Gevrgiewsk vom 20. August fehlen. Die von unseren Fliegern erhaltenen letzten Nachrichten aus Nowo⸗Georgiewsk zeigen jedoch, daß gegen Nacht zum 20. August die Lage der Festung derart schwierig ge⸗ worden war, daß auf einen längeren Widerstand der Besatzung nicht mehr zu rechnen wäre. In dem Schwarzen Meere haben unsere Torpedobvote über 100 türkische Segler zerstört. Aufstellung am Eingang der Bucht von Rig a. u Angriff des Feindes zurück, dichten Nebels 5 beträchtliche feindliche Streitkräfte der Feind Erkundungen nach verschiedenen Richtungen aus und Wir verloren das Kanonenboot„Siwutsch“, das wutsch“. Petersburg, 23. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Der N miralstab teilt mit: Am 16. August erneuerte die deutf Flotte mit starken Streitkräften ihre Angriffe 1 unser . 0 Unsere Schiffe schlugen am 16. und 17. August einen der Vorbereitungen zu einem Eindringen in die Bucht unter Begünstigung besonders nebligen Wetters traf. Unter. en in die Bucht von Riga ein, während unsere Schiffe sich zurück⸗ zogen, wobei sie jedoch unausgesetzt Widerstand leisteten und in Fühlung mit dem Feinde blieben. Am 19. und 20. August führte ließ sich gleichzeitig in ein Gefecht mit unseren Schiffen ein. Die Folge waren empfindliche Verluste feindlicher Tr HRN in dem ungleichen Kampfe mit einem feindlichen ruhm⸗ reich unterging, der, von Torpedobooten begleitet, das Kanonen⸗ boot aufsuchte und auf ungefähr 400 Meter beschoß. Der„St⸗ ganz in Flammen gehüllt, erwiderte das Feuer, bis er unterging, nachdem er ein feindliches Torpedoboot zum Sinken gebracht hatte. Mit Rücksicht auf die Verluste und die Fruchtlosigkeit seiner Bemühungen scheint der Feind den Meerbusen geräumt zu haben. Vom 16. bis 21. August wurden zwei Kreuzer und nicht weniger als 8 Torpedoboote des Feindes teils außer Gefecht gesetzt, teils versenkt. Zu derselben Zeit gelang es unseren tapferen Alliierten, einen der stärksten Dreadnoughts der deutschen Flotte in der Ostsee zu torpedieren.(Anmerkung: Der russischen Dar⸗ stellung gegenüber muß auf die deutsche amtliche Meldung vom 21. August verwiesen werden.) Neue russische Einberufungen. Paris, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der russische Kriegsminister meldet, daß dem⸗ nächst die jüngsten Klassen des zweiten Aufgebots einberufen werden. Durch die Einberufung werden S Millionen Mann von weniger als 35 Jahren zum Heeresdienste herangezogen. erreicht; wohl aber kosten sie dem Feinde ungeheure Opfer. Was nützen diese vielen Menschen, ohne die Möglich⸗ keit, sie auszubilden und zu bewaffnen? 5 5 Eine russische Erklarung über die Räumung . der Festuugen. L Petersburg, 22. Aug. WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger e Ueber die Räumung Kow⸗ nos und den wahrscheinlichen Verlust von Nowo⸗Geor⸗ giewsk wird von zultändiger Seite ausgeführt: Wie betrübend . 4 die neuen Prüfungen fur russische Herzen sind, so muß man doch zugeben, daß die Macht der modernen Artillerie jede Deckung für die Verteidiger einer Festung illusorisch macht derart, daß nicht nur Feldverschanzungen, sondern*. dauerhafte Befesti⸗ gungswerke fast machtlos sind, ihre zerstörende Kraft dn. en. Mit einer mächtigen Artillerie erfordert ein plötz⸗ licher Angriff auf eine Festung keine große Kunst, sondern nur eine große Anzahl von Geschützen neuen mächtigen Typs, vor⸗ b 1 man reichlich Munition hat und ungeheuere Opfer an Kanonenfutter bringt. Diese Bedingungen entscheiden fast den Erfolg so wie es die Erfahrung bei den belgischen und russischen Festungen zeigt. In Zukunft sind Festungen nur noch in Ver⸗ bindung mit operativen Feldtruppen zu brauchen, wie es die Beispiele des langen Widerstandes von Ossowiec und Verdun zeigen. Während der verflossenen Periode leisteten uns Nowo⸗ SGeorgiewsk und Kowno einen großen Dienst als Stützpunkte für Aunsere Reserven an der Weichsel, dem Narew und dem Njemen. Ihre Räumung ist ein Opfer der überlegenen artilleristischen Vorbereitung des Feindes. Jetzt erkennt jeder durch den Augen⸗ schein, wie vernünftig es war, Przemyfl während der letzten am San nur so lange zu halten, wie es für die Feld⸗ armee notwendig war, und dann zu räumen, indem man ver⸗ mied, dort eine beträchtliche Besatzung einzuschließen, deren Ab⸗ trennung die lebendige Kraft unseres Feldheeres geschwächt hätte. Die„Times“ über die russischen Klagen. London, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ schreiben, es sei wohltuend zu erfahren, daß auf Betreiben der russischen Regierung Schritte unternommen würden, um die Ver⸗ breitung des Eindruckes, als ob die westlichen Verbündeten nicht ihren Teil an den Kriegslasten trügen, zu verhindern. Wenn alle Tatsachen bekannt würden, werde man finden, daß Rußland keeine Ursache habe, über die Unterstützung, die es bei den Ver⸗ bündeten fand und finden werde, sich zu beklagen. Großbritannien und Frankreich folgten den jüngsten Ereignissen auf dem östlichen Kriegsschauplatz mit größtem Interesse und größter Sympathie im Vertrauen darauf, daß die unwandelbare Entschlossenheit der Ver⸗ büindeten schließlich zur Geltung kommen müsse. Die russische Re⸗ gierung wisse bereits, und das russische Volk werde es bald er⸗ fahren, daß alle Verbündeten die gemeinsame Sache mit derselben Hartnäckigkeit verfolgten. Italiens Kriegserklärung an die Türkei sei ein Beweis, daß weder der Dauer noch der Aus⸗ dehnung des Krieges Grenzen gesetzt seien. Solange, bis Deusch⸗ N land und seine sallen endgültig geschlagen seien, ebensolange würden die westlichen Verbündeten die Opfer fortsetzen, die sie bringen wollten. 5 ä Der türkische Bericht. Konstantinopel, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Hauptquartiers vom 22. August. Der Feind griff die neue Front bei Anaforta an, aber wir schlugen ihn durch einen Gegenangriff vollständig zurück und brachten ihm schwere Verluste bei. Beim Angriff vom 21. August erlitt der Feind gewaltige Verluste. Allein vor einem Teil unserer Gräben zählten wir mehr als 500 Tote, außerdem nahmen wir einen Offizieß und eine Anzahl Soldaten ge⸗ fangen. Vor Ari Burnu und Sedd⸗ül⸗Bahr ereignete sich nichts wesentliches. An der Irakfront griffen unsere Truppen eine englische Abteilung bei Akike(2) am Wuphrat an und fügten ihr große Verluste zu. Wir erbeuteten mehr Is 200 Gewehre. Auf den anderen Fronten keine Aen⸗ derung. Der türkisch⸗bulgarische Vertrag., Berlin, 24. Aug. Die hiesige bulgarische Gesandt⸗ schaft empfing verschiedenen Morgenblättern zufolge gestern von ihrer Regierung ein Telegramm, das die Nachricht von der Beendigung der Verhandlungen wegen des Ab- schlusses des Abkommens mit der Türkei brachte. Wie der„Voss. Ztg.“ aus Sofia hierzu berichtet wird, würden die Vereinbarungen wwahrscheinlich am Freitag in Konstantinopel unterzeichnet. Bulgarien verzichte auf KLirkilisse, erhalte aber dafür Karagatsch und von einem gewissen Punkte ab beide Maritzaufer. Die neue türkisch⸗ bulgarische Grenze verlaufe also längs des Tundscha⸗-Flusses bis zu dessen Mündung in die Maritza und hierauf etwa von Külzle Burgas oder Timotika ungefähr 5 bis 10 Kilometer östlich der Maritza. ö e Das Kabinett Benizelos. . Athen, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Telegramm unseres Privatkorrespondenten. Venizelos hat die Bil⸗ dung des Ministeriums übernommen. Die neue Minister⸗ liste wird heute nachmittag dem König vorgelegt werden. 5 Rumänien in Vorbereitung. Köln, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Köln. beung. aus Soft erfährt hat die 1 ische Ei sen⸗ bahn verwaltung angeordnet, daß vom 14. September ab alles Bahnmaterial zur Verfügung des Kriegsministers 5 frei sein müsse. 5 Der„italienische Homer“. Wien, 23. Aug.(WTB. Nichtamtl.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Die italienische Tages⸗ presse verzeichnete jüngst die aufsehenerregende Behaup⸗ tung, daß das österreichische Armeeoberkommando eine Belohnung von 20000 Kronen für die Ge⸗ fangennahme Gabriele d' An nunzios ausgesetzt habe. Diese Nachricht erweist sich schon auf den ersten Blick als eine lächerliche Ente. Es wäre sinnlos, für den Besitz der Person Gabriele d' Annunzios Staatsgelder auszugeben, noch dazu in Höhe eines Liebhaberpreises. Die Stiftung einer solchen Belohnung würde sich auch schon deshalb als unnötig erweisen, weil Italiens Homer, wie man hier⸗ zulande weiß, sich niemals in eine Lage begeben wird, die für ihn Gefahr bedeuten könnte. Das beweist die Fest⸗ stellung des„Avanti“, daß Gabriele d'Annunzio sich weder an der Front noch im Hauptquartier, sondern bis heute in dem Venediger Hotel„Royal Danielli“ befindet. Eine Bewegung in Abessinien. Lyon, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Depeche“ mel⸗ det aus Kairo: Die Lage in Abessinien ist sehr er nst. Der italienische Gesandte in Addis Abeba teilte der Regierung in Rom mit, es wäre angebracht, Truppen nach Abessinien zuentsenden, da die Gefahr einer fremdenfeindlichen Bewegung besteht. „ 4 1 85 Verurteilte Hochverräter. Wien, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Pach mehr⸗ wöchiger Dauer wurde der Prozeß gegen den Reichsrats⸗ abgeordneten Dimitri Markow, den Oberlandesgerichtsrat Dr. Wladimir Kurylowcez, ferner gegen den Advolaten Dr. Cyrill e aus Przemysl, Dr. Johann von Drohomilczki aus Zloczow, einen Grundbesitzer und einen Schlossermeister und endlich gegen den Vertreter der„No⸗ woje Wremja“ Dimitri v. Jantschewecki, sämtlich Angehörige der russischen nationalen Partei, beendet. Die Angeklagten wurden wegen Hochverrats und Verbrechens gegen die Kriegsmacht des Staates zum Tode durchden Strang verurteilt. Die fremden Federn der italienischen Flotte. Wien, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Als der italienische amt⸗ liche Bericht die Vernichtung des österreichisch⸗ungarischen Unterseebootes„U 3“ mitteilte, verschwieg er dabei, daß diese Tat nicht von der italienischen, sondern von der fran⸗ zösischen Marine vollbracht worden war. Nunmehr ist die Wahrheit allgemein bekannt. Es fällt der italienischen Presse über⸗ aus schwer, erklären, daß die gefeierte Versenkung des„U 3“ sich in Wirklichkeit als eine französische Leistung herausstellt. Eine Hetzrede Roosevelts. London, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus New Pork: Die Blätter enthalten die Er⸗ klärung Roosevelts, in der er sagt: Er hoffe von Herzen, daß die Regierung nicht zum Abbruch der diplomatischen Be⸗ ziehungen schreitet. Das wäre eine neue Kränkung der Ehre und der Interessen Amerikas. Die Note vom Februar des Präsiden⸗ ten sei ausgezeichnet gewesen, aber alle folgenden seien Produkte der Schwachheit und der Schüchternheit. Die Versen⸗ kung der„Lusitania“ und der„Arabic“, sowie die Angriffe auf die„Gulflight“ und„Falaba“ sowie ähnliche Vorfälle seien die anmaßende Antwort gewesen, die durch Schwachheit veranlaßt worden sei. Deutschland werde sich wenig um den Abbruch der diplomatischen Beziehungen kümmern, denn die Zeit, wo Worte an das Volk hätten gerichtet werden müssen, sei lange vorbei. Es sei unbegreiflich, daß die Erben der Ueberlieferungen Washing⸗ tons und Lincolns und die Mitglieder der Regierung nicht ein⸗ sähen, daß die Zeit zu Taten gekommen sei. Was jetzt ge⸗ schehen sei, sei ein neuer Beweis der Unklugheit des amerikani, schen Volkes, das nicht schon vor 13 Monaten darauf gedrungen habe, mit den militärischen Vorbereitungen zu beginnen. 3 Der Seekrieg. London, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der bri⸗ tische Dampfer„Martha Edmonds“ ist von einem Unterseebootversenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. London, 23. August.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Kapitän und die Besatzung des Dampfers „Coberu“(3060 Bruttoregistertonnen) aus London, der von einem Unterseeboot versenkt worden ist, wurden durch einen holländischen Dampfer in Monnikendam gelandet. London, 23. August.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Lloydsmeldung sind die englischen Dampfer„Dag histan“ und „Windsor“ versenkt worden. Die Besatzungen wurden ge⸗ rettet. Der englische Dampfer„William Dawson“ ist in die Luft geflogen. — Aus dem Reiche. Der Budgetausschuß des Reichstags trat am gestrigen Montag vormittag wieder zusammen und setzte die Beratung der militärischen Angelegenheiten fort, die er schon am Samstag begonnen hatte. Die heutige Sitzung wurde wieder vertraulich erklärt, es wird wahr⸗ scheinlich über die geheimen Verhandlungen wieder ein amt⸗ licher Bericht ausgegeben werden. * Berlin, 23. Aug.(WTB. Amtlich.) In der Bekannt⸗ machung der Verwaltungsabteilung der Reichs⸗Getreide⸗ stelle vom 21. August ist unter Absatz 2 die Mehl menge, die täglich auf den Kopf der Zivilbevölkerung ver⸗ braucht werden darf, einschließlich der Zulage für die schwer arbeitende Bevölkerung auf 225 Gramm, nicht 250 Gr., wie irrtümlich gemeldet ist, festgesetzt worden. Berlin, 24. Aug. Der bayerische Opfertag hat, wie die Morgenblätter zu melden wissen, 850 000 Maxk er⸗ geben, von denen 100 000 Mark in der Pfalz worden sind. Das Münchener Gesamterträgnis beläuft sich auf 288 458 Mark. 1 München, 23. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die Korre⸗ spondenz Hoffmann meldet amtlich: Der Deutsche Kaiser hat dem Kronprinzen Rupprecht von Bayern den Orden Pour le mérite verliehen. Aus Stadt und Cand. Gießen, 24. August 1915. Ein Kriegsausschuß für Verbraucherinteressen. Nachdem die Bekämpfung der Auswüchse auf dem Lebens⸗ mittelmarkt und der ungerechtfertigten Preissteigerungen in Gießen in der letzten Zeit so ziemlich auf ein totes Gleis geraten war, hat man sich nun aus der Bürgerschaft heraus zu der Selbst⸗ hilfe entschlossen, die in der Gründung eines auch an dieser Stelle schon wiederholt empfohlenen Ausschusses für Ver⸗ braucherinteressen liegt. Die Gründung wurde in einer gestern abend im Restaurant„Metropol“ stattgefundenen Ver⸗ sammlung in die Wege geleitet. Auf Veranlassung des Gießener Bürgervereins hatten sich die Vertreter einer großen Zahl von Vereinen zusammengefunden, um zu der überhand nehmenden Lebensmittelteuerung Stellung zu nehmen. Der Vorsitzende des Bürgervereins, Lehrer Valentin Müller, erstattete zunächst einen einleitenden Bericht, aus dem hervorging, daß sich der Bürgerverein schon seit längerer Zeit mit Maßnahmen gegen die Lebensmittelteuerung befaßt habe. Als man hörte, daß auch seitens des Gewerkschaftskartells Maßnahmen geplant seien, habe man sich mit diesem in Verbindung gesetzt. In einer gemeinsamen Sitzung sei dann der Wunsch geäußert worden, das geplante Vorgehen gegen die Lebensmittelteuerung auf mög⸗ lichst breite Grundlage zu stellen und dafür alle Vereine, die wirtschaftliche Interessen vertreten, zu interessieren. Er freue such sich deshalb, daß die Anregung auf so fruchtbaren Boden ge⸗ fallen sei, ein Beweis, daß man in allen Schichten der Bevöl⸗ kerung die Lebensmittelteuerung empfindlich spüre. f Ueber den Weg, der einzuschlagen sei, sei einstweilen fol⸗ gendes zu sagen: Am Sonntag, den 29. August, nachmittags 5 Uhr sollen in der Aula der Universität eine öffentliche Protestversammlung gegen die Lebensmittel- teuerung stattsinden, in welcher Herr Meinig, der Vor⸗ sitzende des Frankfurter Konsumentenausschusses, den einleiten⸗ den Vrotrag halten werde. Hierauf solle eine noch zu bestimmende W Dame sprechen und schließlich ein Vertreter des städtischen Lebens⸗ . mittelausschusses zu Wort kommen. 5 für Verbraucherinteressen, der sofort zu len sei, solle sich nicht nur mit der Veranstaltung der Versammlung be⸗ fassen, sondern auch vorher genau die Wünsche der Verbraucher zusammenzustellen, die man an Staat und Kommune zu stellen beabsichtige. Dieser Kriegsausschuß soll von der öffentlichen Ver⸗ sammlung bestätigt werden und dann während der Tauer des Krieges seine Tätigkeit im Interesse aller Verbraucher entfalten. An diese Ausführungen schloß sich eine sehr ausgedehnte Dis⸗ kussion, in welcher allgemein die Notwendigkeit eines derartigen Ausschusses anerkannt, Beschwerden mancherlei Art vorgebracht und wertvolle Anregungen für den Ausschuß gegeben wurden. Mit f den von Lehrer Müller gemachten Vorschlägen erklärte man sich f einverstanden. Die Wahl des Konsumentenausschus⸗ a ses wurde dann in der Weise vorgenommen, daß man 4 Gruppen (1. Frauenvereine, 2. Beamtenvereine, 3. Innungen und Hand⸗ werkervereine, 4. Arbeitervereine) bildete und jeder dieser Gruppen eine Vertretung von 3—4 Personen im Ausschuß zubilligte. Auch bezüglich der Aufbringung der Kosten wurde leicht eine Verständi⸗ gung erzielt. l 0 Der Ausschuß wird sofort seine Tätigkeit aufnehmen und schon heute abend seine erste Sitzung abhalten. Alles weitere soll durch spätere Veröffentlichungen bekannt gegeben werden. * ** Prof. Dr. Ernst Friedberger, der Sohn des verstorbenen Stadtv. Friedberger, Vorsteher der Abteilung für Immunitätsforschung und experimentelle Therapie am pharmakologischen Institut der Berliner Universität, hat einen Ruf als Nachfolger von Prof. P. H. Römer auf das Ordinariat der Hygiene in Greifswald erhalten. Prof. Friedberger, der zurzeit in Flandern im Felde steht, hat, wie wir hören, den Ruf angenommen. 5 8 fichte en Se 5 85 e des 1 wird voraussichtlich im September ei ung aufgelegt wer⸗ 1155 daß al 0 Pie ae Gaer ist e nötig, daß auch dieser Anleihe ein voller und 1 beschieden ist. Ein solcher Erfolg kann micht wen die großen. kapitalkräftiger Firmen und Per⸗ sonen zustande gebracht werden; es ist vielmehr auch die Heranziehung weitester Schichten von Zeichnern mitt⸗ lerer und kleiner Beträge dringend erforderlich. Die kleinsten Stücke der Anleihe sind bekanntlich auf 100 Mk. aus gestellt, so daß die einzelne Zeichnung auf 100 Mk. und auf jedes Vielfache von 100 Mk. lauten kann. Schon bei der helene Kriegsanleihe hat, so schreibt uns die Gießener Handelskammer, eine Reihe von Firmen sich in dankens⸗ werter Weise bemüht, ihre Angestellten und teilweise auch ihre Arbeiter zur Zeichnung anzuregen und ihnen die Zeich⸗ nung zu erleichtern, indem sie die Anmeldungen sammelten, die Zeichnung bei der Reichsbank oder bei einer der Ver⸗ mittelungsstellen ihrerseits übernahmen, die Zahlungen lei⸗ steten und den Betrag von den einzelnen Zeichnern meist durch Abzüge von Gehalt oder Lohn— in Teil⸗ beträgen wieder einzogen. Die Handelsbammer Gi er⸗ hofft von der vaterländischen Gesinnung der Kaufleute und Industriellen ihres Bezirkes, daß das geschilderte Verfahren 1 bei der dritten Kriegsauleihe weiteste Nachahmung indet. 5 5 5 ** Der Milchpreis. In Frankfurt hat gestern eine Besprechung der Regierun eter von Wiesbaden und Kassel, des hessischen Staatsministeriums, größerer Städte Hessens und Hessen⸗Nassaus, der Landwirtschafts⸗ kammern Darmstadt, Wiesbaden und Kassel und milch⸗ produzierender Landwirte des Bezirks stattgefunden. Die Versammlung nahm einstimmig fol Beschluß an: ee nach 6g ef gen und der dro! zu begegnen, erklären die 1 zenten vereinigung, den in 10705 kommenden Vertretern der Land⸗ wirte und den übrigen Milchproduzenten folgenden Vorschlag machen und auf dessen Annahme ihren Einfluß ausüben 7 wollen: Der Milchpreis beträgt vom 15. September bis 15. No⸗ vember frei Bahnhof des Verbrauchsortes 22 Pfg. das Liter. Sind bis 15. November die Kraftfuttermittel in f 50 Mengen und billiger zu beschaffen, so erhöht sich der 1 kilchpreis von diesem Tage ab auf 24 Pfg. frei Bahnhof des Ver⸗ brauchsortes. Die anwesenden Vertreter der Städte Frankfurt, Offenbach, Mainz und Hanau nehmen von diesem Beschluß Kennt⸗ nis, behalten sich ihre Stellungnahme vor und betonen, daß sie be ee die Keen ener dee e ee ie sie für 00 ich 5 g Men des 18. Armeekorps vorstellig zu werden beab⸗ 712 5 Das bedeutet für die betroffenen Gegenden einen Milch⸗ preis von 28 bzw. später von 30 Pfg. pro Liter, und da auch die Händler ihrerseits nicht ohne größeren Gewinn ausgehen zu wollen erklärt haben, dürfte wohl auch für sie noch ein Zuschlag von 1 Pfg. erhoben werden. Dem⸗ gegenüber erscheint, so bemerkt die„Frankf. Ztg.“ zu diesen Beschlüssen, die e des Generalkommandos um Pro⸗ duzentenhöchstpreise der einzig richtige Weg. Vor einiger Zeit machte eine erfreuliche Notiz die Runde Juka 96 durch die Presse, wonach die Milchhändler und von Iserlohn und Umgegend im vaterländischen Interes jede. ng abgelehnt haben. Der Laie wird ich vergeblich bemühen, zwis den Verhältnissen in Iser⸗ lohn und anderwärts einen Unterschied zu finden, der eine Spannung von 9 Pfennig zwischen den Milchpreisen dort und z. B. in Frankfurt rechtfertigt.— Von Gießen aus war die Frankfurter Milchversammlung nicht beschickt worden, weil die Milchpreise hierorts fütr angemessen ge⸗ halten werden. ** Eine Sitzung der Stadtverordneten⸗ Versammlung findek am Donnerstag, 26. August, nach⸗ mittags 5 Uhr, statt. Auf der Tagesordnung stehen 1. Errichtung einer La neben der Kläranlage durch Gebr. Kahl; hier: deen en 8 5 des Ortsbaustatuts. 2. Verkauf von städt. Gelände an der Krofdorfer Gemar⸗ kungsgrenze an Eduaxd Abel Witwe in Krofdorf, 3. Kredit⸗ erweiterung für die Beschaffung von Elektrizitätszählern. 4. Rechnung der Armenkasse fiütr 1913. 5. Verwendung der Zinsen aus der Stiftung der Peter Wilson Kinder. 6. Ver⸗ sebung der n für 1915/16. 7. Antrag der Drosch⸗ fenbeflher auf Erhöhung der Sätze im Droschkentarif, 8. Ge⸗ der Kaspar Henehe img Witwe um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Haus Schiffenberger Weg 63. . 1 des Dachdeckermeisters Heinrich Ruckstuhl um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Stein⸗ straße 76. 6 * Gemeindesteuer⸗Rückstände. Un 11 en amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen efindet sich auch die Mahnung des 1. und 2. Zieles Gemeindesteuern und Kanalgebühren für das Ri. 1915. Die Zahlung kann noch bis zum 11. September 1915 einschließlich bei der Stadtkasse ohne Kosten erfolgen. Nach Ablauf dieser be erfolgt die Beitreibung, wobei Pfändungskosten erhoben werden. 1 Landkreis Gießen. 5 g schaftliche Gesellschaften und Institute hatten außerdem kostbare] Geringere Mast- und gute Saugkälber... 71-74 120125 dies A dene een e verschi Vor-] Blumenspenden gesandt.— Dann bewegte sich der endlose Trauer⸗ Geringe Sauglälbe r. 6070 102—117 rear rena use des igen zug an das Grab, wo nach einer schlichten Ansprache des Geist⸗ Sch weine. Wertbeine b merdlf net; Eigentümer] lichen sich bald der Erd⸗ und Blumenhügel über dem Sarge des] Vollsleischige Schweine von 80 bis 100 kg nrich Vog 4 Alt! 8 annheim, Geschäftsführer großen Forschers wölbte. Lebendgewicht FP. 130—132 165—170 5 ider 20 Arbeit 5 810 useck. Die neue Fabrik beschäftigt h. Aus dem Spessart, 23. Aug. Der 12jährige Sohn] Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebenagew. 128—130 160—155 2 rbeiter u Arbeiterinnen, für die nun die] des Jagdpächters Schmitt in Volkach hantierte in leicht- 1 Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 25. August 1015 Ziemlich heiter, trocken, warm, westliche Winde. Tetzte Nachrichten. Ablehnung der Vorschläge des Vierverbandes durch Griechenland. Wien, 24. Aug. Die Montagszeitung erhält einen Drahtbericht aus Rotterdam, nach welchem die Londoner „Daily News“ melden, daß Griechenland alle Vor⸗ schläge des Vierverbandes auf Gebietsabtre⸗ tungen abgelehnt habe und aus dem Plan dieser Mächte ausgeschieden sei. Athen, 24. Aug. Es steht jetzt fest, daß die Ergreifung der Regierung durch Venizelos nicht die Wiederaufnahme der alten Politik bedeutet, die zu seinem Sturz geführt hat. Auch Venizelos steht heute auf dem Standpunkt der Krone, die sich gegen die Auf⸗ gabe der Neutralität und gegen jede Politik von Gebietsabtretungen ausgesprochen hat. Trotz dieser Uebereinstimmung in der Auf⸗ fassung darf man sich jedoch nicht darüber täuschen, daß Venizelos seine grundsätzlichen politischen Anschauungen nicht geändert hat und eine tiese Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und der Krone besteht. Die Krone glaubt nach wie vor an den Enderfolg der Zentralmächte, Venizelos an die Unbesiegbarkeit Englands. Der Vierverband wird sich, wie es scheint, bemühen, eine neue Lage zu schaffen, die Griechenland eventuell zu gemein⸗ samem Vorgehen an der Seite des Vierverbandes gegen Bulgarien führt und zugleich auch die Krone zur schnellen Entscheidung nötigt. Das wird der Augenblick sein, an dem der Vierverband auf die ententefreundliche Stimmung des Ministerpräsidenten Venizelos rechnend, auch die Krone glaubt überrumpeln zu können. Eine deutsche Erklärung für Spanien. ö Genf, 24. Aug. Der deutsche Botschafter in Madrid richtete, wie französische Blätter melden, an den spanischen Minister des Aeußern ein Schreiben, in dem er das Bedauern der deutschen Regierung darüber ausspricht, daß der spanische Dampfer Reise nach Gießen wegfällt, so daß sie eine . Beschäftigung haben. Aud ein det Van terinnen ist für die Fabrik beschäftigt. Diese können sich wieder mehr um ihre Familie und besouderd auch um die giehung ihrer Kinder bekümmern. Es ist anzunehmen, daß die Fabrik bald noch bedeutend vergrößern und unserem Dorfe fertiger Weise mit dem väterlichen Jagdgewehr und erschoß da— bei einen 18jährigen Ackerknecht. I. Unterliederbach, 23. Aug. Der Schwindler, der seit langem im Nassauer Lande die Pfaxrhäuser brandschatzte, wurde hier in der Person des Landstreichers Jakob Schmidt aus Diet⸗ kirchen bei Limburg sestgenommen. Schmidt meldete regelmäßig bei den Pfarrern Zwillinge zur Taufe an, wobei er sich Geld⸗ beträge erschwindelte, dann jedoch schleunigst verschwand. Die Pfarrer hatten dann oft noch sich die Mühe gemacht und die angeblichen Täuflinge aufgesucht. h. Limburg, 23. August. Die Polizer brachte in den letzten Wochen mehr als 30 Personen wegen Garten-, Obst⸗ und Feld⸗ diebstählen zur Anzeige. Fortan will sie die Namen der Schuldigen der Oeffentlichkeit bekannt geben. u. Limburg, 23. Aug. Die Stadtverwaltung bat eine größere Menge Teig⸗ und Mehlwaren erworben und wird sie an die minderbemittelte Bevölkerung zum Selbstkostenpreis abgeben.— Die Gemeinde Lindenholzhausen(Strecke Lim⸗ burg Frankfurt) bekommt Eisenbahnstation. Mit den Arbeiten wird zurzeit begonnen. Die Station ist 10 Minuten vom Orte ent⸗ fernt.— Der Hilfsschaffner Otto von Lindenholzhausen verun⸗ glückte gestern mittag am Bahnhof Erbach im Westerwald und erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurz nach seiner Ueberfüh⸗ rung ins Hospital zu Limburg star b. und 1 senen sind sieben Hessischen Acht unserer a. einem Jahre oh. Mainzlar, 22. Aug. Die Hessische Tapfer— meda ille erhielten Reservist e 8 155 e Regiment 116 und Vizefeldwebel Spa ar im Regiment 222. Bis etzt haben vier Krieger aus unserem Orte dieses Ehrenzeichen er- halten.— Für arme Krieger wurden in unserer Gemeinde 97 Mk. gesa. 5 1 8 ang⸗Göns, 23. Aug. Dem Vize-⸗Wachtmeister der Reserve Albert B rückel von hier im Feld⸗-Artillerte-Regiment . Nr. 111 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Bellersheim, 23. Aug. Nachdem die Erntearbeiten 15 vorüber sind und der Ausdrusch bereits begonnen hat, kann 5 Märkte. N 10. Frankfurt a. M., 23. Aug. Fruchtmarkt. Das An- gebot in Getreide ist nicht groß. Die Stimmung ist ruhig. Mais —60 Mk., Gerste 67—70 Mk. Futtermittel knapp und fest. Kokoskuchen 60—62 Mk., Kleie 49—50 Mk. Alles für 100 kg. o. Frankfurt a. M., 23. Aug. Kartoffelmarkt. Wetterauer ab Frankfurt 10,75—11,50 Mk. Heimische Ware leb- hast, auswärtige knapp. Alles per 100 kg. le. Fraukfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 23. Aug. Auftrieb: Rinder 2030(Ochsen 346, Bullen 161, Kühe und Färsen 162), Kälber 406, Schafe 132, Schweine 1062. man sagen, daß die diesjährige Ernte als eine gute Durch- schnittsernte zu bezeichnen ist. Sämtliche Fruchtarten haben ein vorzügliches Korn gebildet. Zu den Erntearbeiten wurden hier auch französische Kriegsgefangene verwendet. Einige mußten wieder in das Stammlager Meschede zurückgebracht werden, da sie lich eine Gehorsamsverweigerung zu schulden kommen ließen; die übrigen aber sind recht willige und fleißige Arbeiter.— Das bis- blerrige anhaltende Regenwetter hat wohl die Futternot endgültig] Tendenz: Reger Handel, bei Schweinen bleibt Preise für 100 Psd. n de ee e ee ee besettigt. Der Klee hat sich wieder recht gut erholt, Mais steht Ueberstand. Lebend Schlacht Die russischen Flüchtlinge ebenfalls gut, wird aber wohl etwas geringere Futtermengen er⸗ Ochsen. gewicht 1 5 2 i Daily Telegraph“ geben als rüber, da es nicht der amerikanische Futtermais ist, son-] Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht-„Mk. Mk.„RNaotterdam, 24. Aug Nach dem Daily Telegraph“ nimmt bern eine rüber reilende, schwachstengellge Art Aevsel und teil.„ wertes, 1 75. und. 1 Mie dam Nügzng der ee Vebsigrung wei i icht ausgemästete d 1. Rückzug 5 5 5 n W W 5 11 1 3 3 62—67 114122 der westlichen Provinzen in zumer wachsenden Strömen nach dem 1 Kreis Schotten Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 5558 102110 Julande getrieben werden. Die Regierung stellt große Summen e ee e 5 Gottendlenddes und a Bullen. zur Unterstützung der Flüchtlinge bereit, die so schnell wie möglich gestrigen anna, eine Gebechtuisfeter für ble 2 5 r 3 2 eee,— 1 a 9 N ollfleischige, fün gerte 54— 1.* a n a Färsen, Kühe. Otto Zimmer. Ole sterblichen Ueberveste 756 We e Vonfeischige ausgem. 1 0 9 00„ von dem östlichen Kriegsschauplatz hierher überführt und auf dem N 7 1 N. 56—62 107—118 hiesigen Friedhof unter militärischen Ehren beigesetzt. Wenig gut entwickelte Färsen 8 5 e Kreis Wetzlar. Nelles dusge tes i 58 96-110 OWißmar, 23. Aug. Im hiesigen Jagdbezirk kam am] Mäßig genährte Kühe und Färsen... 34-40 68—80 Sonntag ein kapitaler schwarzer Dammschaufler zur Strecke.] Gering genährte Kühe und Färsen... 26—34 59— 77 Diese Wildart ist hier nicht heimisch, und schon seit Monaten hatten Kälber. 5 Waldarbeiter, die das unbekannte Wild hier und in der Umgegend Feinste Mastkäl ber 380-84 133140 gesehen hatten, das Gerücht verbreitet, in hiesiger Gegend sei eine] Mittlere Mast-⸗ und beste Saugkälber. 75-80 125-133 neue Wildart, eine Kreuzung zwischen Reh und Hirsch, entstanden.] Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 70—74 119-125 Jedenfalls war der. 1 Nass Park ausgebrochen. Schafe. en⸗Nassau. Weidemastschase: Rodheim a. d. Bieber, 23. Aug. Das Missionsfest] Mastlämmer und Masthammel. 60-00 130-00 der Kirchengemeinde Rodheim erfüllte seinen Zweck, auch mitten Schweine. im Kriege an die große Missionsarbeit zu erinnern und zu neuem Vollfleischige Schweine von 80 bis Eifer für sie anzuspornen. Vormittags Konsistorialrat Balzer⸗ Frankfurt die Festpredigt über das Schristwort:„Dein Reich komme.“ Die Nachmittagsversammlung am herrlich gelegenen Launscheidsberg wurde leider durch die regnerische itterung anfangs etwas beeinträchtigt. Pfarrer Henkelmann Breidenbach hielt hier die Ansprache im Anschluß an die Schriftstelle:„Stärke uns den Glauben uff.“ Besonders stark besucht war die Nachversammlung, in welcher noch mehrere Ansprachen gehalten wurden. ielt im Hauptgottesdienst 100 kg Lebendgewicht.... 141.50-148.00 175.00— 180.00 Vollfleischge Schweine unter 80 kg Lebenge wicht„„ 130.00 140.50 160 172.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebend gewicht.. 141.00-148.00 175.00— 180.00 Fo. Wiesbaden. Viehbof- Marktbericht vom 23. Aug. Auftrieb: 364 Rinder(darunter 39 Ochsen, 36 Bullen, 289 Kühe und Färsen), 404 Kälber, 86 Schase, 231 Schweine. Preise für 100 Pfd. Marktverlauf: Bei lebhaftem Geschäst lang- Lebend- Schlacht- h. Frankfurt a. M., 23. Aug. Eine nach 1 N zäh⸗ sam geräumt. gewicht. lende Trauergemeinde 2— früh auf dem israelitische 1— Ochse n. Mt. Mt. hof Geheimrat Prof. Dr. Ghrlich das Geleit zur letzten] Vollfleischige, ausge mästete, höchsten Schlacht Ruhestätte. Neben den der Staats-, Militär⸗ und Ge⸗] wertes im Alter von 4—7 Jahren. 66—70 120133 meindebe hörden 1755 fich vor allem die wissenschaftliche Welt zu] Junge, fleischige, nicht ausgemästete und älter den Trauerfeierlichteiten eingefunden. Die Gedächtnisrede hieltf ausgemäs tete. 62—66 114120 Rabbiner Dr. Lazarus, der den Toten als einen Mann der Bullen. Treue feierte, von dem Ströme des Segens flossen. Prorektor] Vollflelschige, ausgew. höchsten Schlachtb. 58—62 106—112 Prof. Dr. Panzer, als Vertreter der Frankfurter Universität,] Vollfleischige, jüngere 53 57 98 104 beklagte in ich den bert 5 und das l Färsen. Kühe. 0 Vorbild für Lehrer und Lernende der jungen chule. Filr die] Vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten medizinische Fakultät sprach Dekan Prof. Dr. Ellinger warm⸗ Schlachtwerts„„„„. 64—68 118—128 amen rte treuen an ialen Mediziner. Im] Vohfleischige ausgemästete Kühe böchsten en seiner Mitarbeiter sprach der zweite Direktor des Kgl. In⸗] Schlachtwertes bis zu 7 Jahren„ 5255 100-105 stituts fitr experimentelle Therapie, Prof. Dr. Sachs, für die Wenig gut entwickelte Färsen.. 54—64 106—117 Stadt rt Oberbürgermeister Voigt. Ferner legten unter] Aeltere ausgemästete Klihe und wenig gut Porten ehrender Art Kränze nieder Geheimraf Erz. Behring⸗ entwickelte jüngere Kühe... 47-51 87-98 Marburg, Geheimrat Landau⸗ Berlin für die liner Medi-] Mäßig genährte Kühe und Färsen.. 34—39 74—80 zinische Gesellschaft, Geheimrat von assermann⸗ Berlin Kälber. für das Kaiser⸗Wilhelm⸗Institut, Dr. Gonder⸗ Frankfurt für] Jeinste Mastkälber 80—00 1386—00 ö das Georg⸗Speyer⸗ usw. 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Angebote per Zentner Lebendgewicht sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift bis zum 27. August, vormittags um 11 uhr, bei ins einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedin— ngen eingesehen werden können. Treis a. Lda., am 23. August 1915. Großh. Bürgermeisterei Treis a. Lda. Benner. 1 7 10 Feldpostpakete a 0 und 500 Gramm von Fleisch- Konserven zum Warm- und Kaltessen Marmeladen,. Bienenhonig Früchte in Dosen Sardinen— Lachs Fleisch- und Fischpasten Milch, Kakao und Kaffee in Tuben Schokoladen Kognak, Rum, Arrak Himbeer- und Zitronensaft und vieles andere Heinrich Driesch Seltersweg 70. Reparaturen Neubeziehen von Sonnen- und Regen. Schirmen gut unc billig. J kik FAR Y Selkersweg 52 Giessen. 2 Küchenlampen 1 Angegassparbrenner, 4 üg g enden 1 Carl Schunck, Bahnhofstr. B. Reformhaus Kreuzplaß 5 erhalten Sie wirklich gute und brauchbare Waren fürs Feld Limonaden, Marneladen Schokoladen, Honig, Fruchtsäfte, getrockn. 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Baugemerkschulen.— Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Mahnung des 1. u. 2. Zieles Gemeindesteuern u. Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1915, Die im Monat Juli ds. Js. fällig gewesenen beider ersten Ziele Gemeindesteuern und Kanalgebühren können mit Rücksicht auf die 1 Ausgabe der Zettel noch bis zum 11. September ds. Is. einschließlich ohne Kosten bezahlt werden. 5 Diejenigen, die mit der Zahlung dieser Ziele noch im Rückstande sind, werden biermit gemahnt, dle Abgabe bis 11. September 1915 an die Stadtkasse zu 1 om 13. Seplembex an gelangen beide Ziele zur Beitreibung. wodurch Fee entstehen. Ueberwessungen im Bank; und Postscheckverkebr müssen am 11. September ebenfalls bei der Stadtkasse gutgeschrieben sein, andernfalls erhe 16787 B Das 2. Ziel Schulgeld des Realgymnastiums, der Oberxealschule, dex Gymmnastalvorschule und der 3 und Erweiterten Mädchenschule für das Ri. 1915 kaun in den nüchsten 8 Tagen noch ohne Mahnkosten an die Stadt. kasse Gießen bezahlt werden. 6B 0 72 1 Verkauf von Frühbirnen. a Mittwoch, den 25. August 1915, nachmittags 2½ Uhr beginnend, werden dle Frühbirnen von den städtischen Bäumen am Krofdorser Weg, am Wiesecker Weg, am Lärcgenwüldchen, auf dem Lutherberg, am alten Stein ⸗ bacher Weg und auf dem städtischen Obstbaumstlick bel der neuen Kaserne an Ort und Stelle meisttietend peystelgert. Die Zusammenkunst ist bei dem städt. Schlachthoß, 07108 Schlossermeister Henrich Schün zu Gießen 1 zur Ausführung von Anlagen im Auschluß an das Gas und Wasserwerk der Stadt Giessen gemäß der Bestlimmungen über die Zulassung von Installateuren zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas⸗ und Wasserwerk der Stadt Gießen vom 2. Dezember 1902 zugelassen worden. 0 6 TCC . 1 Gießen, den Heinrich Menges Musketier im Reserve- Infanterie-Regiment Nr. 88, I. Kompagnie Großen-Linden, den 23. August 1015. Nachruf. Am 29. Januar starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber treuer Freund Herr Willy Schad Wir verlieren in ihm ein treues pflichterfül werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 23. August 1915. r Den Heldentod fürs genosse ein ehrendes Andenken Nachruf. schwerer Verwundung am 7. Juni unser Turn Musketier Karl Eckhardt s. Kompagnie Res.⸗Jnf.⸗Regt. Nr. 221. f 8 Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und tüchtigen Turner und werden ihm allezeit Hochelheim, den 22. August 1915. Turnverein Hochelheim. Vaterland starb infolge bewahren. 6784 Wilbelmstr. 7 durch Versetz. des Herrn Prof, Dr. Hohlweg für sofort od. später zu verm. — Näher. Wilhelmstr. 5 J. Alitcestraße II n Wohnung zu verm. 3361 Näheres daselbst 1. Stock. Mein Haus 16799 Mäusburg 5 bestehend aus einem hellen, . 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