Nr. 107 Der Sleßener Anzeiger erschernt täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchenklich Sietener Familtenblätter; bla e d tdenttirele⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsste ebl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer (TB.) Großes Haupt uartier, 21. August. Gumtlich ßes Hauptg Auguft 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 5 v. Hindenburg. Bei den Kümpfen östlich von Kowno wurden 45 0 Gefangene gemacht und fünf Geschütze erbeutet. Südlich von Ko wno gab der Gegner auch seine Stel⸗ lung an der Jesia auf und wich nach Osten zurück. iny wurden russische Stellungen Bei Gudele und Se erstürmt. pfen westlich von Tykoc in verloren die ngene(darunter fünf Offiziere) und vier In den Käm Russen 610 Gefa Maschinengewehre. Die Armee des Generals v. Gallwitz nahm Bielsk avon die Russen über die Biala. und warf südlich d Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Erneuter feindlicher Widerstand wurde gestern abend und während der Nacht gebrochen. Der Gegner ift seit heute früh in weiterem Rückzuge. Es wurden über 1000 Gefangene gemacht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Nachdem der linke Flügel über den Koterka⸗Abschnitt und den Bug an der Pulwa⸗ Mündung vorgedrungen fert. setzte der Feind auch auf dieser Front den Rückzug Vor Brest⸗Litowsk und öftlich von Wlodawa wurden weitere Forts chritte gemacht. Oberste Heeresleitung. Berlin, 21. August.(WTB. Amtlich.) Unsere See⸗ streitkräfte in der Ost see sind in den Rigaischen Meerbusen eingedrungen, nachdem sie sich durch zahlreiche geschickt gelegte Minenfelder und Netzsperren unter mehrtägigen schwierigen Räumungsarbeiten Fahrstraßen ge⸗ bahnt hatten. Bei dem sich dabei entwickelnden Vorposten⸗ gefecht wurde„ein russisches Torpedoboot der „Emir⸗Bucharsti“ Klasse vernichtet. Andere Torpedo⸗ boote, darunter„Novik“ und ein größeres Schiff, wurden schwer beschädigt. Beim Rück teilweise schwer verwundet, durch u rettet werden. Drei unserer Torpedoboote Minen beschädigt. Vo eins konnte auf Strand wurden durch n ihnen ist ein Boot gesunken f gesetzt, eins in den Hafen gebracht werden. Unsere Verluste an Menschenleben sind gering. Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes der Marine (gez.) Behncke. (WTB. Gro ßes Hauptquartier, 22. Auguft. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oestlicher Kriegsschauplatz. gruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Die Armee des Generals von Elchhorn machte östlich und südlich von Kowno weitere Fortschritte. Beim Er⸗ stürmen einer Stellung nördlich des Zuwinty⸗Sees wurden 750 Russen gefangen genommen. Die Zahl der russischen Gefangenen aus den Kämpfen westlich Tykocin erhöhte sich auf über 1100. Die Armee des Generals v. 1 dringt südlich des Narew über die Eisenbahn Bia ystok— Brest⸗ Litowsk weiter vor. An Gefangenen wurden in den beiden letzten Tagen 13 Offiziere und über 3550 Mann ein gebracht. 0 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold pon Bayern. Unter siegreichen Gefechten überschritt die Heeresgruppe estern die Eisenbahn Kleszezele—Wisoko⸗Litowsk. Hen erneut sich setzenden Gegner warfen deutsche Truppen heute früh aus seinen Stellungen. Es wurden über 3600 Gefangene gemacht und eine Anzahl Maschinengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen a Die Angriffe der deutschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen in den Abschnitten der Koterka, der! ul wa, am Bug oberhalb Ogrodniki, sowie am Unter aufe der Krsna schreiten vorwärts. Vor der Südwestfront von Brest⸗Litowsk nichts Neues. Bei und nordwestlich von Pif zea(uordöstlich von Wlodawa) dauern die Kämpfe an. Oberste Heeresleitung. Die Italiener, die, wie auch der neueste österreichisch⸗ ungarische Heeresbericht, wieder schlagend darlegt, in ihrem 2 Heeres General⸗Anzeiger bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl' matie“ gestrei diplomatischen Vertreter im und ein Hand in Handarbeit in Auslandsfragen könnte um werden. Der Attachés für unsere auswärtige schlag entspricht der Meinung, der ausführt, der moderne Dip bilden, lediglich„durch keckes Zugreifen nach politischen Sp sich bieten“, zum mit Recht hervorhebt,„ist das dernen Entwickelung des diplo nehmende Zentralisati Ausland geschickten Bevollmä hängig von den Verfügunge macht“. Es läßt sich daraus gewöhnliche 1 in er ämtern in Berlin gefordert wer dürfen nicht in einsamer Höhe sondern bedürfen der Mitarbeit b kes, dessen Verständnis und M muß, wenn die großen Aufgaben gelöst werden sollen. verlautbart: 21. August 1 nur blutige Köpfe holen, tarier, die in den Wandel italienischen Botschafter d sollen in ironische Ausr Wichtigkeit! Die italienisch Toilette zu machen!“ Türkei sind schon etliche besprochen worden, und an der Spitze des vorli ieses neue Ereignis vernahmen ufe ausgebrochen haben:„Welch egenden zweiten Blattes. kein Zweifel darüber möglich, daß England, der für seine Helfer und Bedienten, den roͤmi zu dieser Verbe hat. Eine andere Frage aber Waschung und Reinigung gründli nische Anzug auf die Dauer behalten wird. Das i ängstlicher Spannun werden. Es ist noch daß die Italiener wir abenteuer teilnehmen werden. Zwecke auch zu erreichen, wenn dingungen der Form nach ein italienisches Blatt, möglicherweise nicht se ist, ob die gar keine so sicher ausgemachte Sache Vielleicht denken sie, bedeutend sein. audienz empfangen, und ch⸗türkischen Beziehungen g, Frankfurt a. M.) dargele ztg.“ einige interessante Stellen Mackay tadelt, keine Fühlung mit der Seele des! finden verstand; daß in London un Verständigungsausschüsse der derung neigende“ deutsche Botschafter sich einseifen ließ; er betrachtet mit Bismarck„die spitze kritische zunge des Durch⸗ schnittspreußen“ als undiplomatischen Charakterfehler; er bemängelt den fehlenden Ausgleich der Gegensätze zwischen deutscher Diplomatie und deutscher Volks ver⸗ tretung und Pressez er hält sich von der lobenden An⸗ erkennung und von sch arfem Tadel der konsularif chen Reichs⸗ behörden im Ausland zwar gleich fern, gibt aber doch ge⸗ wisse Mängel dabei zu: Man begegnet noch immer im Auslande, allerdings glücklicher⸗ weise nur selten, deutschen Konsuln, die geradezu als diluviü testes einer überwundenen altpreußischen Schule und einer zopfigen Amts⸗ gebarung von sehr großer Korrektheit, aber sehr geringer Nützlich⸗ erren, die jede Angelegenheit nach keit gelten können. Es sind die H einem vorbestimmten Schema F, das ihnen als göttliche Weltord⸗ nung gilt, erledigen, die unweigerlich jede Anfrage, die nicht der berüchtigten Rückportovorschrift genügt, in den Papierkorb befördern, deren Auskünfte nicht selten zerst dann einlaufen, wenn auf dem Grab der Streit- oder Geschäftsfrage längst hohes Gras wächst, in deren Amtsstuben sich ein schneidiger Unteroffizierston mit der Luft i mischt und Höflichkeit wie eine Ver⸗ eines Inquisitionsgerichtes sündigung an der heiligen Amtswürde betrachtet wird, deren Stolz dabei vor jedem gesinnungstüchtigen Briten latzbuckelt und jeden n Bettler behandelt. hilfsbedürftigen Deutschen wie einen lästige rstand des Reichsverbandes Gestern hat in Berlin der Vo der deutschen Presse ebenfalls das Kapitel„Deutsche Diplo⸗ ft und in einer Entschließung gefordert, daß die deutsche Presse unabhängiger von den ausländischen Agenturen gemacht werde. Dazu könnten nun auch unsere Auslande erheblich beitragen, en der Presse und Diplomatie ein gutes Stück gefördert empfiehlt zugleich Presse⸗ n Vertretungen. Dieser Vor⸗ des Freiherrn v. Mackay, lomat könne sich nicht ein⸗ und wagemutiges wahlloses ielgewinnen, wo immer sie gen; denn wie der Verfasser Charaktermerkmal der mo⸗ matischen Dienstes die z u- on, die das Wirken des ins chtigten immer unbedingter ab⸗ n der heimatlichen Hauptstelle natürlich folgern, daß ganz un⸗ ster Linie von den Zentral- den müssen. Aber auch diese über den Wolken thronen, erufener Organe des Vol⸗ itarbeit gefördert werden der Zukunft aussichtsreich italienischen Volkes zu ter der Einwirkung der . Reichsverband Ziel zu gelan Die österreichisch⸗ungarischen Tages berichte. Wien, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 915, mittags. Russischer Kriegsschauplatz. krieg gegen den ehemaligen Bundesgenossen sich fortdauernd für Oberhessen schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Fortschritte des vormarsches im G sten. Die Mriegserllärung Italiens an die Türkei. haben noch eine Kriegserklärung gegen die Türken losgelassen, und französische Parlamen⸗ gängen ihrer Kammer von dem eSchwester brauchtlange Zeit, um Italiens Kriegsgründe gegen die Zeit vor der Entscheidung ausgiebig wir verweisen auf die Ausführungen Es ist gar Geldgeber schen Herrschaften sserung ihrer Toilette sehr ernstlich geraten geforderte ch ist, oder ob der italie⸗ sein gegenwärtiges Aussehen st's, was wir mit mehr Neugierde, als g in den kommenden Wochen verfolgen klich und ernsthaft an dem n ihre sie die ihnen gestellten Be⸗ erfüllen, sagt doch heute selbst die militärischen Folgen würden t, aus daß unser voriger Vertreter in Rom b „zu vertrauensseliger Anbie⸗ 1 Montag, 25. August 1015 Bezugspreis: 5 monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.203 durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel · jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- 1 richtssagl: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. westlich Wisoko⸗Litomwsk erneuert heftigen Widerstand gegen die nachdrängenden österreichisch-ungarischen Truppen. Er ließ es an vielen Stellen auf den Bajonettsturm ankommen; so bei der Verteidigung des an der Straße nach Wisoko⸗gitowsk gelegenen Dorfes Tokary, das nach hef⸗ tigem Ringen genommen wurde, und im Kampfe um einen Stützpunkt bei Klukowiczy, dessen sich siebenbürgische Infanterie um Mitternacht bemächtigte. Mehrfach durch⸗ brochen und durch deutsche Truppen auch bei Tymiank⸗ geworfen, räumten die Russen heute früh die Pul⸗ was Stellung und weichen gegen den Lesnia⸗Abschnitl zurück. 5 Vor Brest⸗Litowskt zogen wir den Einschließungs⸗ ring abermals enger. Während die Verbündeten an die Krzna⸗ Mündung vordrangen, warf Feldmarschalleutnan v Arz den Feind beiderseits der von Biala heranführenden Straße gegen den Gürtel zurück. 8 g Unsere brückenkopfartige Stellung nördlich Wladi⸗ mir⸗Wolynskij wurde erweitert, wobei unsere Truppen stärkere feindliche Abteilungen aus dem Felde schlugen. In Ostgalizien blieb die Lage unverändert. „ 2 „ 5 und di garia nisches den M tellunt und Fol⸗ in italie⸗ griff E n ch der Versuch einer Alpini⸗Abtei⸗ chächte vorzudringen, abgewiesen. Im iet dauern die gewohnten Geschütz⸗ Der Stellvertreter des v. Höfer, Feld * Konstantinopel, 21. Au Der italienische Botschafter Marg der Pforte eine Note überreicht, in der erklärt wird, daf Italien sich als mit der Türkei im Kriegszustand be⸗ HN Zugleich hat der Botschafter seine Pässe verlangt. Als Grund für Italiens Kriegserklärung werden an⸗ gegeben die Unterstützung des Aufstandes in Libyen durch die Türkei und die Verhinderung der in iener an der Abreise. Syrien ansässigen Ital Nichtamtlich.) Amtlich wird Chefs des Generalstabs marschalleutnant. g.(WTB. Nichtamtlich.) uis Garroni hat heute Wien, 22. Aug.(WTB. verlautbart. 22. August 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die Truppen des Generals v. Köveß warfen den Gegner abermals aus mehreren Stellungen und trieben ihn über die von Brest⸗Litowsk führende Bahn zurück. Die Armee des Erzherzogs Josef Ferdinand gewann unter erneut einsetzenden Kämpfen bei Wysokow— Li towaf Raum Hier sowie westlich Brest⸗Litowsk und öst⸗ lich Wlodawa setzte der Feind dem Vordringen der Verbün⸗ deten heftigen Widerstand entgegen. Zwischen Wladimir⸗ Wolynskij und Czernowitz ist die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Gegen die Karsthochfläche von Doberdo setzte gestern wieder lebhafteres feindliches Geschützfeuer ein. Ein von Bersaglieri gegen den Monte dei Sei Busi geführter Angriff brach nahe vor unserer Stellung im Feuer zusam⸗ men. Gegen den Nordwestteil der Hochfläche griffen die Italiener in breiter Front an, wurden aber, teils im Kampf Mann gegen Mann geworfen, teils durch unser Artilleriefeuer zum Stehen gebracht. Nachmittags beschoß der Gegner über unsere Stellungen hinweg einige Stadtteile von Görz aus Feld⸗ und schweren Geschützen. Ein neuerlicher Vorstoß gegen unsere Stellungen nürdlich Selo und ein Nachtangriff gegen die Isonzobrücke westlich Tolmein scheiterten unter schweren Verlusten des Feindes. Im Krn⸗Gebiet, im Raume von Flitsch und an der Kärntner Grenze fanden stellenweise Geschütz⸗ kämpfe statt. An der Tiroler Front griffen zwei italie⸗ nische Bataillone nach 20ftündiger Artillerievorbereitung die Gebirgsübergänge östlich Tresassi zweimal an; sie wurden abgeschlagen und verloren 300 Tote und sehr viele Ver⸗ wundete. Das Feuer auf unsere Werke der Folgaria⸗, Lava⸗ rone⸗ und Tonale⸗Gruppe hält mit wechselnder Stärke an. Der Feind leistete gestern an der unteren Pulwa und 5 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 8 Ereignisse zur Seer. . Durch eine Rekognoszierung wurde am 21. August früh festgestellt, daß die Insel Pelagosa von den Italienern viollstündig geräumt und alle Baulichkeiten und Verteidi⸗ gungsanlagen zerstört worden sind. Die Infel, die nur von den Familien der Leuchtturmwächter bewohnt war, wurde in der Nacht auf den 11. Juli von den Italienern„erobert“ und dann mit Radiostation und Verteidigungsanlagen aus⸗ gestattet: auch ein Unterseeboot wurde dort stationiert. Die Raids unserer Flieger und die dreimalige Beschießung durch unfere Flottillen brachten dem Feind immer schwere Ver⸗ luste an Menschen und Material ein. Das Unterseeboot„Ne⸗ raide wurde vernichtet. Dieses mag endlich zur Erkenntnis geführt haben, daß der strategische und taktische Wert dieses Infelchens nicht so hoch war, wie man bei dessen Eroberung glauben machen wollte. Flottenkomman do. Der Kampf im Nigaischen Meerbusen. Petersburg, 21. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Der Generalstab teilt mit: Starke Kräfte der feind⸗ lichen Flotte drangen in den Rigaischen Meerbusen ein; der Nampf zwischen unseren und den feindlichen Schif⸗ fen dauert fort. 5 Die Lage im Osten. 5 Moskau, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Rußkoje Slowo“ meldet, daß Kowel, Brest⸗Litowsk und Wilna von der Zivilbevölkerung geräumt worden seien. Berlin, 23. Aug. Ueber Rotterdam meldet das„Ber⸗ liner Tageblatt“: Englische Blätter erfahren, daß in Riga die Stadtteile auf dem linken Ufer der Düna verlassen seien. Zeppeline und Tauben, deren Basis sich wahr⸗ scheinlich bei Tukkum befinde, stellten täglich über den Forts und über der Dünamündung Erkundungen an, flögen jedoch außer dem Bereich der Geschütze. In Wil na herrscht Beunruhigung, große Mengen von Flüchtlingen aus andern Städten seien angekommen. 5 Berlin, 23. Aug. Zur Umzingelung von Brest⸗ Litowsk heißt es in einem Telegramm des„Berliner Tageblattes“ aus dem k. k. Kriegspressequartier: Die Russen setzen der Umkreisung von Brest⸗Litowsk mit starken Kräften giähen Widerstand entgegen, ohne das langsame aber gleich⸗ mäßige Vorrücken der Verbündeten hemmen zu können. Bei⸗ derseits des Bug arbeiten sich Truppen der Armee Mackensen an die Südwerke der Festung heran. Nördlich des Bug ist die Bahnstrecke Brest— Litowsk—Byalistok auf dem ganzen Abschnitt zwischen Wisoko—Litowsk und Narew, nördlich Bielsk in breiter Front überschritten, wobei speziell die Armee Erzherzog Ferdinand und die Gruppe Köveß Raum F 5 Der russische Bericht. f Petersburg, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die gestrige ittei aus dem Stabe des Generalissimus besagt: In den Kämpfen im Golf von Riga im Laufe des 18., 19. und 20. August berloren wir das Kanonenboot „Ssiwutsch“. Die feindlichen Verluste betragen mindestens dei Torpedoboote. Ein britisches Unterseeboot torpedierte mit Erfolg einen deutschen Kreuzer.— Zu Lande von der Gegend von Riga bis zur unteren Wilija keine Veränderung. In der Gegend von Kowno halten unsere Truppen auf der Straße nach Koschedary den feindlichen Angriff auf. Zwischen Narr e w und Bug, sowie an der Front vor Ossowiec, Bielsk und Wisoko— Litowsk am 19. und 20. August keine beson⸗ dere Veränderung. Unsere Truppen wiesen eine Reihe besonders hartnäckiger Angriffe in der Gegend von Bielsk ab, die dem Feinde ungeheure Verluste kosteten. Am Bug und in der Gegend von Brest⸗Litowsk keine wichtige Veränderung. Bei Nowo⸗Georgiewsk war der Kampf in der Nacht zum 20. August heftig. Die Deutschen unternahmen einen Sturm auf die Zitadelle auf dem linken Weichselufer, auf der übrigen Front keine Veränderung. ** 2 . Der türkische Bericht. Konstantinopel, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Am Ufer des Anafortas griff der Feind mit geringen Kräften an. Er erlitt Verluste, ließ einige Gefangene in unserer Hand und zog sich in seine früheren Stellungen zurück. Bei Ari Burnu und Sedd⸗ ül⸗Bahr nichts von Bedeutung. Unsere Truppen im Yemen nahmen nach örtlichen Gefechten die Stadt Lahaj und die Umgebung ein, die bis dahin einige Zeit in der nd der Engländer war. Während des heftigen 15stündigen 8 fes hatten die Engländer 100 Tote und Verwundete. Wir erbeuteten vier Geschütze, fünf Maschi⸗ nengewehre undeine Menge Kriegs material. Der Feind wurde geschlagen; er schloß sich in Aden ein. Von den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. . Konstantinopel, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Be⸗ richt des Hauptquartiers. An der Dardanellenfront nichts von Bedeutung. Der 8150 d, der am 19. August zurückgeschlagen worden war, 90 Gewehre mit aufgepflanztem Bajonett, eine Menge Munitton, Maschinengewehre, Pioniermatertal, Stacheldraht und Werkzeuge zurückgelassen. Wir machten außerdem fünf Verwundete zu Gefangenen.— An den übrigen Fronten keinerlei Veränderung. Konstantinopel, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront versuchte der Feind am 21. August nach einem heftigen Artillerie⸗ feuer der Land⸗ und Schiffsgeschütze mit mehr als einer Division einen Angriff in der Gegend von Anafarta. Wir schlugen den Angriff des Feindes vollständig zurück und fügten ihm ungeheure Verluste bei. Im Verlaufe der Schlachten vom 10., 17. und 20. August erbeuteten wir 400 Ge⸗ wehre mit Bajonetten, eine Kiste mit Bomben und eine große Menge Material. Am 21. August versuchte der Feind am Nachmittag bei Ari⸗Burnu einen Angriff, der unter unserem Feuer mißglückte. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr nichts von Bedeutung.— Auf den übrigen Fronten keine Veränderung. Konstantinopel, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspresseguartier wird gemeldet: Eine unserer Abtei⸗ lungen brachte auf den Höhen der Insel Perim die Straße Balel Mandeb beherrschende Stellung Geschütze in Stel⸗ lung und beschoß und zerstörte erfolgreich die feindlichen Kasernen auf der Insel, Leuchttürme und Werkstätten der Militärverwal⸗ 8 Erfolg macht bei der Bevölkerung einen sehr guten indruck. Der türkisch⸗bulgarische Vertrag unterzeichnet. Berlin, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„B. Z. am Mittag“ meldet aus Sofia: Der Vertrag zwischen der Türkei und Bulgarien ist unterzeichnet worden. Berlin, 23. Aug. Das Abkommen zwischen der Türkei und Bulgarien soll, wie der„Berliner Lokalanzei⸗ ger“ aus Berliner neutralen diplomatischen Kreisen erfährt, noch 5 5 . Lösung sprächen. Die Behauptung, es bestände zwischen Italien und Rumänien eine Konvention, derzufosge man in Bukarest nunmehr zum Eingreifen verpflichtet sei, gehöre in das Gebiet der Kombinationen. Es könne mit aller Bestimmt⸗ heit gesagt werden, daß eine solche Verpflichtung Rumäniens nicht bestehe und daß dieser Staat nach wie vor freier Herr über seine Entschließungen sei. Die Antrittsaudienz des stellvertretenden deutschen VBotschafters beim Sultan. Konstantinopel, 22. Aug.(WTB. Nichtumtlich.) Am Sonntag nachmittag fand die wiederholt wegen des Gesundheitszustandes des Sultans verschobene Audienz desstellvertretenden Botschafters. Hohenlohe statt. Um 3 Uhr fuhren in langer Reihe die Galawagen mit Vorreitern und Kawassen an. Mit dem Fürsten Hohenlohe kamen Botschaftsrat Frhr. v. Neurath, Generalkonsul Mertens, Geheimrat——— sämtliche Mit⸗ glieder des Dragomanats, der Vorstand der Etappe, Hu⸗ mann, u. a. Der Botschafter und seine Begleitung wurden sofort nach ihrer Ankunft in den Empfangssaal geleitet, wo der Sultan im Beisein der Hofwürdenträger den Fürsten erwartete. Dieser überreichte sein Beglaubigungs⸗ schreiben, während der erste Dragoman, Dr. Weber, eine Ansprache verlas. Der Botschafter erklärte, der Kaiser habe ihn beauftragt, den Ausdruck persönlicher Freundschaft und Hochschätzung zu übermitteln, sowie der Befriedigung über die völlige Genesung des Sultans, die ausge⸗ zeichneten deutsch-türkischen Beziehungen und die Waffen⸗ brüderschaft, die nun in blutigem Kampfe besiegelt werde, auszusprechen. Der Botschafter sprach die Hoffnung aus, daß die Pläne der feindlichen Mächte auf Zertrümmerung der Zentralmächte und des osmanischen Reichs zuschanden wer⸗ den an dem Heroismus der Truppen der drei Mächte. Der Allmächtige möge die vereinten Anstrengungen mit einem endgültigen Erfolge krönen, der das Glück und das Gedeihen der Völker verbürge. In seiner Erwiderung dankte der Sultan für die Beweise kaiserlicher Freundschaft und die Ehrung. die die Entsendung des Fürsten bedeute, sowie die Teilnahme an seinem persönlichen Befinden. Der Sultan versicherte, die Türkei werde alles tun, was in ihren Kräften stehe, der ge⸗ rechten Sache des osmanischen Reiches und der Verbündeten zum Siege zu helfen. Der Allmächtige werde den endgül⸗ tigen* an unsere Fahnen heften. Er schloß mit er⸗ neuten Ausdrücken aufrichtiger, dauernder Freundschaft.— Nach dem offiziellen Empfang war eine zwanglose Unter⸗ haltung, bei welcher der Sultan liebenswürdig und heiter alle Anwesenden durch seine Frische und Lebhaftigkeit in Staunen setzte. Gegen ½5 Uhr fuhren Fürst Hohenlohe, Frhr. v. Neurath und Dragoman Dr. Weber beim Thron⸗ folger Jussuf Izzeddin vor, dem der Fürst im Auf⸗ trage des Deutschen Kaisers das Eiserne Kreuz überreichte. * ** England und die Rede des Reichskanzlers. London, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In einer Besprechung der Rede des deutschen Reichskanzlers schreibt die„West⸗ minster Gazette“: Es habe noch keinen Augenblick gegeben, in dem Englands Aufgabe deutlicher zutage getreten wäre und in dem es besser imstande en wäre, sie zu erfüllen. Die Deutschen, die sich so in die Brust werfen, täten gut daran, die Geschichte des letzten großen Kampfes um die Vormacht in Eurvppa durchzulesen. Sie würden dann sehen, daß England Jahre hindurch auf ein und das⸗ selbe Ziel hingearbeitet hat. Die richtige Antwort auf die Prah⸗ lereien der Deutschen ist die, daß wir wieder tun werden, was wir damals getan haben. In der besonderen Abrechnung, die England mit Deutschland zu vollziehen hat, ist bisher nichts vor⸗ gekommen, was nicht für uns vorteilhaft wäre, außer, wenn Deutschland die Vernichtung unbewaffneter Handelsschiffe und das Ertränken ihrer Besatzungen als Erfolg betrachtet wissen will. Am Ende des ersten Kriegsjahres ist die vornehmste Quelle unserer Macht stärker als je zuvor. Wir entwickeln eine militärische Kraft, die Deutschland, so hoffen wir, nicht gering schätzen wird. Die französische Zensur. Paris, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Gustave Her vs berichtet in der„Guerre Sociale“, daß die Zen⸗ sur die Veröffentlichung der deutschen, österreich⸗ isch⸗ungarischen und türkischen Tagesberichte verboten hat, damit die öffentliche Meinung nicht be⸗ unruhigt werde. Unruhen in Indochina. Paris, 22. August.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Infolge der wiederholten Einfälle chinesischer Räuber⸗ banden im Gwenzgebiet von Ober⸗Tenking mußten Truppen dort⸗ hin verlegt werden, um die Banden zurückzuwerfen. Der General⸗ gouverneur von Indochina ließ das betr. Gebiet endgültig militäxisch besetzen, so daß nunmehr die ganze Grenze 7 75 Tonking und China von militärischen Posten überwa wird. a Aus der französischen Kammer. Paris, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Ausführlicher Kam⸗ merbericht. Nachdem der Präsident Deschanel die Sitzung er⸗ öffnet hatte, rügte der Deputierte Dr. Navarre die Miß⸗ stände im Sanitätsstande. Er hob in seiner Rede her⸗ vor, daß Krankenwärter von Beruf im Frontdienst verwendet würden, während man Handwerker als Krankenwärter benützte. Die Ernennung des Unterstaatssekretärs löse die Frage nicht; man müsse das System ändern und nach Ansicht des Hygieneausschusses sagen einen Sanitätsausschuß an die Front entsenden, der dem Unter⸗ staatssekretär Vorschläge für Neuf und Reformen machen werde. Der Deputierte Boussenot fichte Klage, daß die Frage der fahrbaren Ambulanzen, besonders der Automobilambulan⸗ zen, ungenügend gelöst sei. Die oberste Heeresleitung zeige nicht das nötige Interesse für die Verwundeten. Während in der inneren Zone die Verwundetenpflege gut organisiert sei, lasse sie in der Armeezone viel zu wünschen übrig. Auch er betonte die Notwendig⸗ keit, in der Armeezone eine wirksame Kontrolle durchzuführen. Der Deputierte Hennesy erklärte, der Kriegsminister Mille⸗ rand lasse es an der nötigen Umsicht fehlen. Er fordert die Errich⸗ tung eines Unterstaatssekretariats für Luftschiff⸗ fahrt und regelmäßige Konferenzen der Kriegsminister aller Alli⸗ 3 um ein besseres Zusammenwirken der alliierten Armeen zu erzielen. Nach einer kurzen Rede des Deputierten Merlin, der eben⸗ falls das Sanitätswesen angriff, bestieg der Kriegsminister unter allgemeiner Spannung die Rednertribüne. Die Deputierten strömten in den Sitzungssaal. Millerand erklärte, man habe in der Kammer nicht nur dem Sanitätswesen, sondern ihm persönlich den Prozeß gemacht. Man habe von Untätigkeit und Unfähigkeit ge⸗ sprochen und behauptet, der Kriegsminister wolle die Fehler seiner Mitarbeiter nicht bestrafen, er sei ein Gefangener seiner eigenen Bureaus und des Oberkommandos, sowie ein Feind der parlamentarischen Kontrolle. Er werde in Gedanken an die ant⸗ worten, die für Frankreich leiden, kämpfen und fallen. Man dürfe nicht sagen, daß Untätigkeit, Unfähigkeit und Anarchie im Sani⸗ tätswesen herrschten, das vom Kriege überrascht worden sei; erst zehn Armeekorps hätten damals neues Material besessen. Seit 1913 habe man die Mobilmachung von 250 000 Betten vorgesehen, jetzt habe man 600 000. Augenblicklich werde täglich Verbands⸗ keineswegs vollzogen sein. Dagegen könne gesagt wer⸗ den, daß alle Anzeichen für eine befriedigende material für 50 000 Verbände hergestellt. In den Sanitätsdienst seien 175 Sanitätszüge und 1800 Automobile eingestellt. an der Front führen, w 1. nö 0 mmen(Lärm links.) Auf den Rat Godards sei der Direktor des Sanitäts⸗ wesens abgesetzt worden.(Lebhafte testrufe links.) Die Schwie⸗ rigkeiten seien groß, denn man stoße immer auf persönliche Vor⸗ eingenommenheiten, aber man müsse gegen alle gerecht sein. Weil er Männer verteidigte, die dem Lande große Verdienste erwiesen hätten, brachte man das Märchen auf, er sei ein Gefangener seiner Bureaus. Er habe seit Oktober über ein Drittel des Personals des Kriegsministeriums gewechselt. Er glaube gegen das Land zu verstoßen, wenn er gegenüber einem seiner Mitarbeiter Maß⸗ regeln ergreife, die nich gerechtfertigt seien.(Heftige Zwischen⸗ rufe auf der äußersten Linken. Der Deputierte Fabre protestiert heftig. Der Präsident droht, ihn zur Ordnung zu rufen.) Der Kriegsminister fährt fort: Man sagt, ich hätte vor der obersten Heeresleitung abgedankt. Wenn das Land das Glü 4 an der 1 8 7 e 7 n eftiger Tumult aus. Deschanel er i otestierte Der Präsident schwang die Glocke und fo das Haus auf, die Redefreiheit zu achten, die eine Grundlage der Republik sei. Beifallssturm.) 5 Der Minister fuhr fort: Also an der Spitze der Armeen einen General von absoluter Loyalität zu haben.(Beifall auf beinahe allen Bänken, Ein großer Teil der Kammer erhebt sich von den Plätzen und klatscht Leifall, außer einigen Sozialisten. Ein neuer Tumult bricht aus. Deschanel muß lange die Glocke schwingen, ö bevor Ruhe eintritt.) Millerand hob ferner die Verdienste der Obersten Heeresleitung hervor. Seine Beziehungen zu Joffre seien herzlich, wodurch er in der Lage sei, eine Kontrolle auszuüben, Man habe ihn zur Rechenschaft ziehen wollen, weil er Ver⸗ änderungen in der Obersten Heeresleitung vorgenommen habe, angeblich aus politischen Gründen. Man habe einen ernsten Präzedenzfall schaffen wollen, aber er wünsche, daß man militärische Personen in Kriegszeiten nur nach ihrem militärischen Wert beurteilen darf.(Beifallssturm rechts und im Zentrum und auf einigen Bänken der Linken. Anhaltende Unruhe.) Ex wolle die parlamentarische Kontrolle ungehindert durchführen lassen, nur solle sich die Kontrolle nicht auf militärische Dinge ausdehnen. Eine Stelle müsse vorhanden sein, die die Verantwortung trage. Die Oberste Heeresleitung sei der Regierung gegenüber verantwortlich. Dies sei der Leitsatz Joffres, der auch richtig sei. Der Kriegsminister forderte sodann das g Parlament auf, sich eine gewisse Disziplin aufzuerlegen. Die Verbündeten Frankreichs hätten Vertrauen in dessen Klugheit. Dagegen hofften die Feinde auf Zwistigkesten kreichs. Er hoffe, daß man das Vertrauen der Alliierten nicht täuschen und sie bis zum Ende des Sieges einig bleiben wü(Lebhaften Beifall rechts und auf einigen Bänken der Linken.) 5 Der Deputierte Franklin Bouillon forderte daß der Ministerpräsident gewisse Erklärungen, die aus dem Munde des Kriegsministers überrascht hätten, schärfer fasse. Er sagte: Wir können die Behauptung, daß uns ein anderes Gefühl als Vater⸗ landsliebe leitet, nicht zulassen.(Beifall auf der äußersten Linken und auf der Linken.) Wir können nicht dulden, daß die Kammer urteilt, ohne alles zu wissen. Wir fordern, daß zu Beginn der nächsten Sitzung der Ministerpräsident eine Erklärung ab⸗ gibt, die alles zerstreut, was das Land beunruhigen könnte.— Der Deputierte Varennes bekräftigte die Aus⸗ führungen Franklin Bouillons und erklärte, es gebe hier keine politischen Vorurteile.(Beifall auf der äußersten Linken.) Wir wollen, fuhr Varennes fort, die heilige Einigkeit nicht stören. Aber es gibt Dinge, welche die Vertreter der Nation nur pelt können, wenn sie vor jeder Indiskretion geschützt sind.(Beifal links, Protestrufe rechts, Unruhe.) Ministerpräsident Vivian ergriff hierauf das Wort und führte aus, daß er die verlangten Erklärungen geben werde. Er bitte die Kammer, die Sitzung auf den nächsten Donnerstag zu verschieben, da der Kriegsminister am Dienstag abwesend sei. 5 55 Sitzung wurde darauf unter lebhafter Bewegung auf⸗ gehoben. 0 Die Handelsstatistik Frankreichs. Paris, 22. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Der amtlichen Statistik zufolge betrug die Einfuhr nach Frankreich in den ersten sieben Monaten des Jahres 1915 4 264 391 000 Franken, die Ausfuhr 1696 285 000 Franken. Der Ausfall egenüber dem gleichen Zeitraum des Vorj betrug für die infuhr 719 755000 Franken, für die 2 154 668 000 Franken. Im Monat Juli wies die Einfuhr gegenüber 1914 einen Mehrbetrag von 139 527000 Franken auf, dagegen blieb die 1 um 228 913 000 Franken hinter dem Juli 1914 zurück. 5 5 2 1 1 Der Seekrieg. Der Untergang der„Arabic“. g Paris, 22. August.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence Havas. Die Zahl der Opfer der„Arabic“ beträgt 59, darunter drei Amerikaner. 5 Washington, 22. Aug. 5 8 Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Bureaus: Das Staatsdepartement gibt bekannt, ad 8 N„ 1 1 8 wird, die Aufmerksamkei deuts egi auf die den„Arabic“ zu lenken und um Aufflärungen zu ersuchen. 8 W̃ ington, 21. Aug.(WTB. Nic lich.) Staats⸗ sekeiür Lenstng hat nach einer langen ib 1 Wilson den amerikanischen Vertreter in England beauftragt, die Ameri⸗ kaner, die sich an Bord des White Star⸗Dampfers„Arabic“ befanden, eidlich zu vernehmen. I Lo n don, 22.(WTB. Nichtamtli ie„Times“ vn do n Aug der reg in ihrem Börsenbericht, der Ver 200 000 Pfund Sterling amerikanischer N an e, hatte eine vorübergehende Schwäche des Wechselkurses zur Folge. London, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu⸗ terschen Buregaus: Auf dem versenkten White Star⸗ Dampfer„Arabic“ haben sich 2813 Postsäcke, darunter Hun⸗ funde aus Schweden, Norwegen, Dänemark und der Schweiz, be⸗ unden. f * 5. Stockholm, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Sydsvenska Dagblad“ schreibt: Daß die deutschen Wachtschi englische Unterseeboot„E 13“, nachdem es auf Grund geriet, zu vernichten suchte, ist nicht verwunderlich. Im anderen le konnte es dem Unterseeboot glücken, unterzutauchen, bevor die i 3 f lich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die Dampfer„Gladiator“ von 3359 Tonnen Bruttogehalt, und„Benvracki“, von 3908 Tonnen Bruttogehalt, sind versen li worden. Die Besatz auen rettet. Nach einer Lloydmeldung sind die Da 5 a von 3173 Tonnen Bruttogehalt, und„Bittern“, von 1 Tonnen Bruttogehalt, versenkt worden. 0 London, 21. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reut Bureau meldet, daß der Frachtdampfer„Boviic“ von gistertonnen der White Star Line versenkt worden sei i späteren! wird die Anagbe widerrufen, in Mersey angekommen sein. 7 10 J 7 h(WTB Nichtamtlich) Das„Han⸗ tigende umgebung gerungen. Die Fassade, die der Straßen⸗ Amsterdam 21. J lad“ meldet: Die„Najade“ 1 mit] bi gestrandet. Nichtamtlich.) Wie die biegung in einem sanften Bogen nachgibt, bildet einen 3 ee Scheitelpunkt ftr bieseibe, ihre glückliche Agende Flächenaufteilung und die diskrete Farbenstimmung des Carterswall“ grauen Putzes mit rotem Sandstein ergeben eine vornehme ten nach England von und zurückhaltende Eigenart. Auch im Innern weist der Die Besatzung sei ge⸗J Neubau alle Vorteile einer neuzeitlichen Bauweise auf. ung an Bord gehabt. Man lann so mit Recht von einer willkommenen Verschöne⸗ und drei Se⸗frung unserer Hauptgeschäftsstraßenzeile sprechen, bie hof⸗ flische Dampfer„ Vereinigten Staa ot versenkt. habe eine Samenlad idampfer„Naguest gleichfalls versenkt. * Kristiania, 22. Aug.(WTB. Nichtamtlich sentlich keine Ausnahme bleiben wird. Landkreis Gießen. Die Zeitung Langd, 22. Aug. Tem Armierungssoldaten Wilhelm die Kriegs⸗[Graf von hier wurde für Fleiß in der Arbeit und vorbildliches n für Dampfer mit Gruben⸗ Benehmen im Bereich des feindlichen Feuers und als Anerkennung egelschiffe ist eine solche Ver⸗ für Gesamtverdienste der Kompagnie das Eiserne Kreuz ver- noch don Pripatgesell⸗ liehen. „Verdens Gang“ meldet s. Leihgestern, 22. Aug. Den Tod fürs Vaterland st arb wegen der großen Ver⸗[Georg Walbott im Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5. Die Privatgesell⸗ Kreis Schotten. ozent für Holz⸗? Kaulstos, 22. Aug. Der Gefreite Wilhelm Appel er⸗ ei Wochen. Man hielt das Eiserne Kreuz. Es ist dies die zweite Auszeichnung die Nordsee bald dieser Art an Kriegsteilnehmer unserer kleinen Gemeinde. Tegn“ bringt cherung nicht mehr Versicherun ladung annehmen wird. Für der letzten Zeit nur übernommen worden. grund: Die Kriegsprämie ist bten Zeit erheblich gesti chf eine 1 4 95 von 15 P. 0 en gegen rozent vor dr befürchtet, daß d gesamte Holztransport über eingestellt werden wird. Michelbach, 22. Aug. Für die„National- Aus Stadt und Land. stif tung“(Hinterbliebenenunterstützung gefallener Krieger) konnte Lehrer Ulrich 340 Mk. abliefern, so daß damit die hiesigen Sammlungen für Kriegswohltätigkeit die Höhe von 1000 Mk. er- Gießen, 23. August 1915. reichten.— Der Kanonier Heinrich Birkenstock, Sohn des Regiments hiesigen Polizeidieners, 1. Balt. Feld⸗-Art.-Regt. 111, erhielt die -Regimentshess. Tapferkeitsmedaille. 5 wurde das Eiserne Glashütten, 21. Aug. Der Krieg hat in unserer Ge⸗ Dem Oberarzt der Reserve, bteilung des Feld Artillerie Arzt in Gießen, meinde ein weiteres Opfer gefordert. Damit hat sich die Zahl der irkstag des Gefallenen auf sechs erhöht. Das letzte Opfer ist der Landsturm⸗ enzschen Felsen⸗rekrut Karl Föller. Nach Mitteilung der Kompagnie fand er Daab⸗ Lollar begrüßte die am 4. August in Polen den Tod. 5 Präsidialmitglied Hauptmann. Aus dem südlichen Vogelsberg, 21. Aug. Eine chte in einer begeisterten An⸗ überaus 1 Brombeerernte ist in unserer Gegend zu er⸗ erschienenen 36 Waldecker ⸗D sprache der Geschlo chlossenheit des deutschen Volkes, warten. eit langer Zeit war der Behang der Brombeersträucher iner Armee zu Wasser und zu nicht so reichlich und ergiebig wie in diesem Jahr. Um sich noch Sdruck, daß solcher Tapfer⸗ voll entwickeln zu können, bewötigen die Beeren nach dem bis⸗ d Sieg und ein ehrenvoller herigen Regenwetter warme, sonnige Witterung, die hoffentlich pfer an Gut und Blut, nicht] recht bald eintritt. Warme Witterung ist auch für die Ein⸗ den verbündeten Fürsten und bringung der noch rückständigen E rute dringend erforderlich. Rückvergütungen von der] Während ja Korn und Gerste fast ganz eingebracht sind, hat mit erstattete der Vorsitzende der Ernte des Hafers überhaupt noch nicht begonnen werden kön⸗ rmstadt, der einstimmig nen. Die feuchte Witterung der letzten Zeit hat das Gute zur seiner Reichstags⸗ un ⸗ Heuchelheim wurde] Folge gehabt, daß der Graswuchs auf den Wiesen sehr gut G. d Entlastung gefördert worden ist. Die Grummeternte verspricht infolgedessen P daß die Futterknappheit sich nicht allzu⸗ L ch wurde der bisherige Vor⸗schwer bemerkbar machen wird. Jahr 200 Mark für Kreis Friedberg 1 Bad⸗Nauheim, 22. Aug. Eine besondere Freude hat, wie wir schon kurz mitteilten, die Kurverwaltung den hier zur i Kur und Erholung weilenden Soldaten dadurch bereitet, daß sie 85 1 5 sie für letzten Donnerstag nachmittag zu einer Unterhaltung ekafse in der Kriegs⸗ in den Konzertsaal des Kurhauses einlud. Offiziere und Mann⸗ daß die Kriegerfamerad⸗ schaften hatten sich außerorbentlich zahlreich eingefunden, so daß sämtliche im Felde stehen⸗ der große über 1000 Personen fassende Saal dicht besetzt war. über die Tä Der Vorstand der Bade und Kurverwaltung, Baurat nerad Waldecker entschuk⸗ von Boehmer, begrüßte die Anwesenden und brachte auf den Kaiser, als obersten Kriegsherrn, und den Großherzog von Hessen, 0 als Landesherrn, ein Doch aus. Bedeutende Künstler hatten ee 85 in liebenswürdiger Weise ihre Kunst zur Verfügung gestellt. f Bezirkstages und Der erste Teil des Programms bef Bezirks. Hierauf geda tand aus Klavier⸗, Gesangs⸗ und deklamatorischen Vorträgen und es war eine Freude, zu sehen, ch in einer kurzen mit welchem Interesse die Soldaten den Vortra en l elchem 5 5 0 gen lauschten ee und wie sie die Künstler mit Beifall überhäuften. Der zweite Ansprache des 18. heutige Größe und Teil brachte Zauberkunststücke, die große Heiterkeit erregten und den Saal oft mit dröhnenden Lachsalven erfüllten. Jedenfalls gszeit an einer der verkehrsreichsten Stel⸗I im Augs hatte, nämlich, unseren Kriegern ein paar schöne sorg⸗ bäude der Firma 2 n bezogen lose Stunden zu bereiten, in hervorragender Weise erreicht eß Nachf., worden. Das zeigten die freudigen Gesichter und die glänzenden 5 Augen, als sich alles von den Sitzen erhob und einstimmte in 2 Felchen der Sihabos eng. Seuscland. egesclend ber aller. Am grüßen. Die Bau⸗ dem rhause flatterten unsere und unserer Geburtstag des Kaifers Franz Joseph, an dem auch außerdem wert, die Nachricht von dem Fall Verschöne⸗ Festesstimmung. Sämtliche Straßen waren Veli und auf er en der Stadt, bietet Fahnen. Das Abendkonzert, das Professor Winderstein selbst rundsätze leider kein leitete, zeichnete sich durch ein besonders schönes patriotisches tes, daß am Kreuz⸗ Programm aus. Auch im Theatersaal beging man den Tag in der nach Plänen von Architekt würdiger Weise. Direktor Steingoetter hatte eine Fest⸗ ig günstig 1 vorstellung angesetzt mit Prolog und lebendem Bild, das die Waffenbrüderschaft Deutschlands und Oesterreichs zum Ausdruck rachte Errichtung einer 8 Ossenheim, 22. Aug. Das Ritterkreuz mit Schwettern ist die Einfügung des Ordens vom Zähringer Löwen erhielt der Leutnant und Kom- nart zu berücksich⸗ Nachruf. In treuer Pflichterfüllung starben den Heldentod fürs Vaterland unsere Mitglieder Wilhelm Heinrich Schmidt Erf.⸗Reservist im Ers.⸗Landst.⸗Batl. 52, 1. Kompagnie Wilhelm Kramer Musketier im Inf.⸗Regt. 222, 8. Komp. Heinrich Wagner Musketier im Inf.⸗Regt. 118, 8. Komp. Wir verlieren in ihnen treue Mitglieder und werden ihnen stets ein ehrendes An— denken bewahren. Gesaug⸗Verein„Frohsinn“, 9 N 25 Zucker's Patent-Medi- um leuenheim-Heidelberg. in., 188 Primaner(7/8. Kl.). 31 Einsährige, 17 Primaner. Familienielm. Das echte Kasseler Simonsbrot mit Streifband und schwarz⸗weiß⸗ chutzmaxke, ist jetzt wieder hig erhältlich. die Reichsbehörde nur aus⸗ en Roggen uns verfügbar emacht hat. dessen Preis, gegenüber Ware, doppelt erhöht ist, wesentlichen Ausschlag Bundes rats verordnung vom eses Brot nicht dem Brot⸗ it geben die Niederlagen: chwaab und R mußte auch der Brotpreis einen Laut§ 45 der anuar 1915 unterliegt di Nähere Aust fels, Carl S org Wallen chf -Rat. 40. pagniesührer Maul im Ref Inf. Nachruf. Am 6. August starb unser lieber Schulkamerad, der Kriegsfreiwillige Willi Weitzel Seesoldat im Marine. Inf- Regt. Nr. 1, 4. Komp. in treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland. Ehre seinem Andenken! Seine Kameraden. Lang- Göns, den 21. August 1915. 6764 Unreiner Jeint, Pickel, Mitesser, Blüten ver⸗ schwinden sehr schnell, wenn man abends den Schaum von] Den Heldentod fürs Vaterland starb am 17. Juli unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Heinrich Arnold Grenadier im neserve⸗Inf. Regt. 203, f 4. Kompagnie im Alter von 23 Jahren. zinal⸗ Seite sin drei Stär⸗ ken, a 60 Pf, M. I.— u. M. 1.50) eintrocknen läßt. Schaum erst morgens abwaschen und mit Zuckooh- Creme 60 u. 75 Pf nachstreichen. Großartige Wirkung, von Tausenden be⸗ stättgt. Zu haben in der Un versitäts⸗Apotheke, Hirsch⸗ Apotheke, bei Aug. Noll, C. Seibel, W. Kilbinger, O. Schaaf, E. Karn, Ernst Noll u. WW. Schrader, Otto terör. Dog. N In tiefem Schmerze: Philipp Arnold u. Familie. Beuern, den 23. August 1915. 04888 Soldaten, rass- n. Schwelss- Puder in Streu- Büchsen Pf, Adl.-Drog. Seltersw. 39. Otto Schaaf. 5 Nieder ⸗Wöllstadt, 22. Aug. Die Hessische Ta pfer⸗ keitsmedaille erhielt der Offizterstellvertreter Georg Pflug. Hessische Tapferkeits⸗ 2. Aug. §Kaichen, 2 ih Fink im Feld⸗Artillerie⸗ medaille erhielt der Unkeroffizier Regiment 111. Gießener Strafkammer. th. Gießen, 21. Aug. g verhandelte die Strafkammer in einer Anzahl große und kleine Diebe. Die schon vorbestraften Brüder Anton und Nikolaus G. von Koblenz wurden zu 3 Jahren 9 Monaten und zu 1 Jahr haus unter Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die von je 5 Jahren verurteilt. Sie ha in Gießen einen Einbruchdiebstahl im Werte von 1200 Mark in die Hände 1233 brecher hatten das Geschäftslokal durch Nachschlüssel geöffnet, wobei 5 ihnen zustatten kam, daß einer der Diebe bei' g des J. war und seine Ortskenntnis die Diebestätigkeit er⸗ Der größte Teil des gestohlenen Gutes dem Eigentümer zurückgegeben werden. und Franz H. von Bad strafanstalt Butzbach un Anklagen gegen . 2 ben im Schuhgeschäft von Süß verübt, wobei ihnen eine Ber allen ist. Die Ein⸗ konnte seinerzeit f Genssen 1 Nauheim waren Genossen in en⸗ schäftigt. Diese ff d dene Freiheit. ie die nötigen nach Frankfurt, wo man wieder einfing. Wegen Einbruchdieb⸗ 3 3 Monaten Gefängnis ver⸗ ung des Auf 3 benutzte die günstige Gelegenheit, um in der Wohnung des Beamten zum zer versah sich mit einer goldenen Hände fiel, fand auch einen Barbetrag so ausgerüstet, eine alle Fälle si auf d waren mit Außenarbeit be Gelegenheit benutzten sie zu einem Ausflug in die Sie erbrachen eine Backsteinhütte, in der beuteten. Dann wanderten beide vergnügt die Flüchtlinge aber bald stahls wurde H. zu 5 Mon urteilt.— Der Weißbinder H Strafhaft in Butzbach und sollte in der Wohn Reparaturen vornehmen. P. sich von Kopf bis zu Fuß feinen Mann umzuwandeln Uhr, die ihm gerade in die von 4 Mk. und 1 ternehmen, wozu er fü sich der Dieb P. von Ober⸗ Extratour zu un⸗ Dort verhaftete man den Mann, nach⸗ dem Gelde des Aufsehers erhielt der Angeklagte eine N N 5 kaum ge junge Burschen von tenst ve mehrere 9 5 0 5 25 1 An⸗ che eigentlich or 1 ügel g che, der andere Angeklagte — Die Verhandlung einer Sgesetzt, weil der es Geständnis widerrief und e ast gelegte Tat nur eingestanden, weil er aus der Untersuchungshaft entla euen Verhandlung von der nach Offenbach führte. demser sich 4 Tage amüsiert und von 75 Mk. verlebt hatte. Für diesen Streich Gefängnisstrafe von Der Gerichts geklagten für ihre Strei Der Haupttäter erhielt zefängnis wegen Tiebstahls. — wurde au orverfahren gemacht habe die ihm zur glaubte, dadurch Es sollen zur u weismittel erbra sen zu werden. *Die Postmarke als land. Wie die„Times“ landsporto zwischen Engl. Wenn der diesbezüglich in der Vorschlag durchge Aussficht Peg bemerkt werden, daß Weise zur Verteidig mmeneren und schnelleren Aus⸗ Presse, die nur Alliierten gegen ihre Feinde dienen verhehr gestattet einen weit vol tausch pon Nachrichten und Neui das bringt, was bereits derkehr ermöglicht die g bedarf, um sich lichen Meinung gkeiten, als die geschehen ist. Gerade der eheimen Vorberei⸗ hen Frankreich und En, sirlaren Lage befreien, in der d! Se litts⸗ „wichtige! Briefe Auslandsporto zu bezahl Den Heldentod 75 fürs Vaterland starb am 4. August 191 5 infolge einer Ver⸗ wundung im Feldlazarett mein herzens⸗ guter, unvergeßlicher Gatte, der liebevolle Vater seiner Kinder, Bruder, Schwiegersohn Enkel und Neffe Karl Germer Musketier i. Inf.⸗Regt. 168, 4. Komp. im 31. Lebensjahre. unser lieber Sohn, „Schwager, Onkel, In tiefer Trauer: Frau Elisabethe Germer, und Kinder Familie Heinrich Sack II. Familie Joh. Kehr Familie Georg Germer II. Heuchelheim, Rodheim, Frankfurt a. M.⸗ Rödelheim, den 20. August 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung! Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marg. Schäfer. ausen, den 20. August 1915. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die Kranzspenden sagt im Namen der Hinter- bliebenen besten Dank Otto Freiherr von Buseck. Auerbach(Hessen). Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, dass am 29. Januar bei einem Sturmangriff unser lieber Sohn, unser treuer, herzens- guter Bruder Willy Schad, Kaufmann Reservist im württemb. Infanterie-Regiment 124, 1. Komp. im 25. Lebensjahr fürs Vaterland gefallen ist. Gustav Schad und Frau Maria Schad Adolf Schad, Lt. d. R., z. Zt. im Felde Katha Schad Lissi Schad. Giessen(Ludwigstr. 24), den 23. August 1915. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Samstag nacht entschlief nach kurzem, schwerem Leiden mein innigst- geliebter Bruder, unser guter Onkel dises Herr Markus Rosenthal, Privatier Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Dora Katz und Kinder. Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 3½ Uhr von der Leichenhalle des neuen Friedhofs aus st att Giessen, 23. August 1915. Du forderst viel, o Vaterland! Im fernen Lande, da liegt ein Grab, Darin senkte man unsere Hoffnung hinab, Doch nicht alle sind tot, deren Hügel sich hebt, Wir lieben— und was wir geliebt, das lebt. Das lebt, bis uns selber das Leben zerinnt Und bei Gott wir wieder vereinigt sind! Den Heldentod fürs Vaterland starb am 6. August infolge eines Kopfschusses unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, Bruder und Neffe, der Seesoldat Willi Weitzel Kriegsfreiwilliger im Marine-Inf.-Regiment Nr. 1, 8. Kompagnie im Alter von 20 Jahren. 6743 Lang-Göns, Die tieltrauernden Eltern und Geschwister: den 21. August 1915. Familie Wihelm Weitzel, Backer. Wledersehen war seine und unsere Hoffnung! Den Heldentod fürs Vaterland starb unser lieber alter Herr Paul Brüne Oberlehrer Leutnant der Landwehr in Russland am 31. Juli 1915. 8 Gießener Burschenschaft Frankonia. 6729 D I. A.: Dr. Holzapfel. Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat, Muß scheiden. Am 15. August starb auf dem Felde der Ehre mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Otto Jul. Steinhardt Fürstl. Leibjäger Polizei- Unteroffizier in einem Feldlazarett im Osten im Alter von 33 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Steinhardt und Kind. Lich, den 21. August 1915. 6740 Fern von der Heimat, Fern von deinen Lieben, Ruhst du nun aus In fremdem Land Bei den Helden, die auch noch fielen Für das teuere Vaterland. 5 Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht steh'n, Auf zum Himmel wollen wir blicken, Denn dort gibt's ein Wiedersehen. Den Heldentod fürs Vaterland starb infolge eines Kopfschusses unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Jakob Krug Musketier im Reserve-Inf.-Regiment Nr. 251 10. Kompagnie im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerze: Sebastian Krug und Familie. Ilschhausen, den 23. August 1915. 04562 Wiedersehen war seine Hoffnung!