Ur. 102 Der Sleßener Anzeiger erschemt täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Krels⸗ blatt für den Kreis Gießen Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Seitfragen Fernsprech- Anschlüsse: für die Schristleitungl12 Verlag, Geschäftsstelleß! Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 5 Neue Erfolge um Brest⸗Litowsl. (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. Aug.(Amtl.) ö Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Ammerzweiler(uordöstlich von Dammerkirch) brach ein französischer Teilangriff vor unseren Hindernissen im Feuer zusammen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Bei weiter erfolgreichen Angriffen gegen die vorge⸗ schobenen Stellungen von Kowno wurden gestern 1730 Russen(darunter sieben Offiziere) gefangen ge⸗ nommen. Der mit dem erfolgreichen Nurzec⸗Uebergang angebahnte Durchbruch der russischen Stellungen gelang in vollem Umfange. Dem von der Durchbruchs⸗ stelle ausgehenden Druck und den auf der ganzen Front er⸗ neut einsetzenden Angriffen nachgebend, weicht der Gegner aus seinen Stellungen vom Narew bis zum Bug. Unsere 20 7 Truppen erreichten die Höhe von Bransk. Ueber 5000 Gefangene sielen in unsere Hand. Bei Nowo⸗Georgiewsk wurden die Verteidiger] ten weiter auf den Fortgürtel zurückgeworfen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Der linke Flügel 7 in der Nacht den Ueber⸗ gang über den Bug westlich von Drohiszyn. Nachdem Mitte und rechter Flügel am gestrigen Vor⸗ mittag Losice und Miendrzyrzet durchschritten hatten, sticßen sie in den Abschnitten der Tocezua und Lnkowka Gwischen Drohiszyn und Biala) auf erneuten Widerstand; er wurde heute bei Tagesanbruch östlich von Losice durch. den Angriff schle wird verfolgt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. sischer Landwehr gebrochen. Es Die 1 dee wurde fortgesetzt: Biala und Slawa⸗G tysze sind durchschritten. Oestlich von Wlodawa dringen unsere Truppen auf das Ostufer des Bug vor. Oberste Heeresleitung. 1 8 Es heißt, bei der Eröffnung der Reichstagstagung am nächsten Freitag werde der Reichskanzler auch lber die allgemeine politische Lage sprechen. Zweifellos wäre dies nützlich, und wenn wir davon auch natürlich nicht die Enthüllung aller uns heute noch bedrückenden Geheimnisse erwarten bürfen das muß der Reichskanzler, soweit er dafür nicht zuständig ist, dem Kriegsgott überlassen—, so gibt es doch Mißverständnisse zu zerstreuen und ferner die N den weit vorgedrungenen deutschen Heeren auch politisch die Fahne voranzutragen und zu sagen, was die Lage gebietet. Das kann im Grunde einzig der Reichs⸗ kanzler, dem das Volk an dieser ungeheuren Schicksalswende ein volles Maß von Vertrauen zu schenken bereit sein soll. Nach dem etwas unerguicklichen Kapitel, das die Tagung des nationalliberalen Parteizentralvorstandes einleitete, ist ein doppeltes Bedürfnis vorhanden, ein Wort des Kanzlers zu vernehmen, denn wenn wir auch unnötiges und unzeit⸗ gemäßes Gerede in den Parlamenten nicht wünschen können, so wirkt völlige Stille auf den Höhen, wo unsere Staats kunst thront, doch auf die Dauer auch etwas beängstigend. „Der Beschluß des nationalliberalen Parteivorstandes hat in einem kleinen Teil der Presse mißverständliche Auffassungen hervorgerufen, die einer Widerlegung bedürfen. So ist es sicherlich unrichtig, zu sagen, daß die Veröffentlichung des Beschlusses der Partei Bassermanns gegen das Verbot verstoße, die Kriegsziele zu erörtern, denn das ist in den zwanzig Zeilen dleser ganz allgemein gehaltenen Kundgebung wahrhaftig nicht geschehen. Es ist vielmehr nichts anderes zum Ausdruck gebracht worden, als was der Kaiser selbst am 4. August in Aussicht gestellt hatte, als letztes Ziel dieses Krieges einen Frieden zu erlangen, „der uns die notwendigen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Sicherheiten für die Zukunft bietet und die Bedingungen erfüllt zur ungehemmten Entfaltung un⸗ serer schaffenden Kräfte in der Heimat und auf dem freien Meere“. Anders verhielte sich's, wenn die Anhänger Basser⸗ manns ganz bestimmte Forderungen, etwa über die Zu⸗ wife Polens, formuliert hätten. Es wäre iunteressant, zu wissen, ob vereinzelte Presseorgane, die das Verhalten der Nationalliberalen tadeln, in der Lage sind, die allge⸗ meinen Ziele, die von den führenden Organen des Reiches uns dargelegt worden sind und die jetzt nur noch einmal von den nationalliberalen Parteivertretern mit be⸗ sonderem Nachdruck als richtig und unverrückbar bezeichnet worden sind, zu mißbilligen oder mit ihren eigenen Wün⸗ schen e e Ganz emdlich ist es, wenn damit edroht wird, fortan ebenfalls in Zeitungsartikeln vom eder ziehen zu wollen und eine abweichende Mei⸗ nung im einzelnen zu vertreten. Damit würde man den 1 des Kaisers und Kanzlers widersprechen, und ein solches Wühlen gegen die Reichsnotwendigleiten würde * 72 General⸗A deutschen Volke aus der Welt zu schaffen, nicht aber solche zu schaffen. Es muß der Reichsregierung willkommen sein, wenn das siegreiche Fortschreiten unserer Heere begleitet wird von einem ungebrochenen Geist des Willens auch in der Heimat, der sich von den vorgezeichneten⸗ großen Zu⸗ lunftszielen nichts verwässern lassen will. Die„Köln. Zeg.“ hat unseres Erachtens das Richtige getroffen, wenn sie über die Sitzung des Zentralvorstandes der Nationallibe⸗ ralen schreibt: 5 Ihr Ergebnis wird nicht nur durch die Billigung aller Mit⸗ glieder der Nationalliberalen Partei finden, sondern man darf so glauben wir behaupten, daß ihm die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes bis tief in die sozialdemokrati⸗ schen Reihen hinein zustimmen wird. Daß dieses Pro⸗ gramm infolgedessen auch das jeder deutschen Regierung ist und sein muß, braucht nicht besonders betont zu werden, und daß es insbesondere auch das Programm des Kaisers und des Reichs⸗ kanzlers v. Bethmann Hollweg ist, haben die Kundgebungen dieser Männer bis in die jüngste Zeit hinein deutlich dargetan. Man hat versucht, die Bewegung in der Nation liberalen Partei so dar⸗ zustellen, als ob sie aus einem Mangel an Vertrauen zum Reichs⸗ kanzler hervorgegangen sei. Sollte eine solche Empfindung wirklich bei einigen Stellen mitgespielt haben, so halten wir sie für durchaus unangebracht einem Manne gegenüber, der noch nie den Beweis schuldig geblieben ist, daß seine Taten im Einklang mit seinen Wor⸗ stehen, und dem es Deutschland verdankt, daß es seinen Fein⸗ den durch die Vorsorge des Wehrbeitrages so gewappnet und ge⸗ rüstet entgegentreten konnte, wie sie es bei ihrem Ueberfall gefunden haben. Bei alledem könnte man es für eine überflüssige Selbstver⸗ ständlichkeit halten, daß der Vorstand der Nationalliberalen als die einzige von allen Parteileitungen in amtlicher und feierlicher Weise zu den Fragen, die jetzt alle Welt beschäftigen, Stellung genommen hat, Selbstverständlich ist die in der Enlschließung ausgesprochene 8 schen Patrioten, aber 0 ein, weil sie den deutschen i Auslande ver⸗ mitzter Ver⸗ als ob un⸗ eine willkommene Antwort, di werden wird. Im übrigen e⸗ 1 näheren Erläuterung der Stelle, die eine Erweiterung unserer srenzen in Ost 15 West und Uebersee fordert, um uns mili⸗ tärisch, politisch und wirtschaftlich gegen einen neuen Ueberfall zu si Das ist eine weise, durch die derzeitige Lage der Dinge vorgeschriebene Selbstbeschränkung, und sie scheint uns auch unausgesprochen eine Billigung des Verhaltens der Re⸗ 10 einzuschließen, die bekanntlich den Zeitpunkt noch nicht für gekommen hält, einer öffentlichen Erörterung aller der Wünsche und Hoffnungen, die sich an die Kriegs⸗ ziele knüpfen, die Zügel schießen zu lassen. ** * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 16. August(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. August 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Im Raume östlich des Bug nahm die Verfolgung der Russen raschen Fortgang. Die im Zentrum der Ver— bündeten vordringenden österreichisch⸗ungarischen Kräfte hefteten sich dem westlich Biala über die Klikawka weichenden Feind an die Fersen. Die Divisionen des Erzherzogs Josef Ferdinand gewannen abends unter Kämpfen den Raum südlich und südwestlich von Biala, überbrückten in der Nacht die Krana und überschritten sie heute früh. Feindliche Nachhuten wurden, wo sie sich stellten, angegriffen und geworfen. Die Truppen des Generals von Koeveß drängten den Gegner über die obere Klikawka zurück. In der Gegend von Biala und gegen Brest⸗Litowsk hin sieht man zahlreiche aus— gedehnte Brände. Bei Wladimir⸗Wolinskij, wo wir an mehreren Stellen auf dem östlichen Bugufer festen Fuß gefaßt haben und in Ostgalizien ist die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front eröffnete gestern die feind⸗ liche schwere Artillerie nach läugerer Pause wieder das Feuer gegen unsere Werke, und zwar insbesondere gegen jene am Tonale⸗Paß und auf dem Plateau von Lavarone und Fol⸗ garig. Angriffsversuche italienischer Infanterie an der To⸗ nalestraße und auf die Popena⸗Stellung, südlich Schluder⸗ bach, und im Dreizinnengebiet wurden abgewiesen. Ebenso scheiterten an der küstenländischen Front erneute Angriffe des Feindes. Im Gebiete südlich des Kru wurde ein Vor— stoß gegen den vorspringenden Teil des Plateaus von Do⸗ berdo abgeschlagen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See: Eines unserer Seeflugzeu 9 belegte am 15. Angust nachmittags vier Küstenforts von enedig mit Bomben, von denen alle, mit Ausnahme einer einzigen, explodierten. Von fünf zur Verfolgung startenden feindlichen Fliegern wurden zwei beim Ausstiege durch Maschinengewehrfeuer zur Umkehr und zur Landung gezwungen, zwei gaben die Ver⸗ ndmachung einer weiger für Oberhessel Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. worden. zweiten Offizier Berlin e 1 ag lich, vorwärtsrol zu betreiben. sehen und von n die Entscheidung nunmehr, ob die Rokitnosümpfe. halten sollten, ist gegangen. und sogar noch großangelegten Czernow Parlamentär hi der verborgen hält. keinen endg sive an der folgung uach einiger Zeit auf, während der letzte feindliche icht zugelassen werden dürfen. Bei richtiger Betrachtung Sage fat es lch dee deen bare, eg de f %%%%ͤͤ 1... Ä Flieger unserem Flugzeug bis in die Nähe der istrianischen 1 85. Küste folgte, wo er, ohne Erfolg erzielt zu haben, umkehr mußte. Unser Seesluqzeug ist trotz heftiger Beschießung durch die feindlichen Kriegsschiffe und Forts wohlbehalten eingerückt Laut amtlicher italienischer Veröffentlichung ist unser „U. 3“ am 12. August in der südlichen Adria versenkt Der zweite Offizier und 11 Mann des Untersee⸗ bootes wurden gerettet und gefangen genommen. 5 Der Untergang des österreichischen„U 3“. Zürich, 17. Aug. Ueber den Untergang des österreichisc 5 Unterseebootes„U 3“ liegen außer der offiziellen Meldung noch 5 folgende vor: Am Morgen des 12. August griff„u 3“ einen ital nischen Hilfskreuzer an, dem es gelang, zwei lancierten Torpedos auszuweichen und das Unterseeboot zu rammen und zu havarieren ohne es zum Sinken zu bringen. Italienische Torpedobootszer⸗ störer und der französische Torpedobvotszerstörer„Bisson“ ver⸗ folgten das Boot. Am Morgen des 13. August machte der„Bisson“ das beschädigte Boot ausfindig und versenkte es, nachdem er den unsere Heere Brest⸗Litowsk, wo die geschlagene russis Hauptarmee allem Anschein nach den letzten Versuch zu machen gedenkt, den Siegesmarsch des Feindes zum Stehen zu bringen“ so wird von einem alten preußischen Offizier dem„Berliner No 0 anzeiger“ geschrieben, der zugleich die Frage aufwirft, ob diese Stellung zum Widerstande geeignet ist. Seine Ha i findet Brest⸗Litowsk in den Rokitno⸗Sümpfen. Die aber kann nur zum Teil als allen modernen Anforderungen sprechend bezeichnet werden. Was die Rokitno⸗Sümpfe anbela des bewaldeten Sumpfgeländes. Berlin, 17. August. Wie der„Kölnischen Zeitung“ dem östlichen Kriegspressequartier gemeldet wird, ist das we Gebiet westlich der Weichsel täglich erfüllt von ra st Train. Auf dem zerstörten Lande, das seiner Eisenbahnen sämtlicher Brücken beraubt sei, müßten die Truppen Ungeheuer liches leisten. Mit fabelhafter Anspannung sei es gelungen, Uebergang über die Weichsel in großem Stiele für den Nachschi Kopenhagen, 16. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Nach d Zeitung„Politiken“ haben die Russen l zug bis zu der Stellung vollzogen, wo sie in Aussicht genon haben, ihr Heer neu zu organisteren, mit n Heer ist, welches zurückkehrt. Um den Rückzug zu decken, die Russen die besten Truppen, besonders die Garde, einsetz Ob sie die nötige Zeit zur Reorganisation finden werden, fraglich. Vorläufig deutet nichts darauf hin, daß die Angriffskraft, wie die Russen behaupten, sich verblutet selbst in Kurland sind die Deutschen wieder zur Offensive u Wechsel in der russischen obersten Heeresleitung Stockholm, 16. Aug. Ständige Konferenz Hinzuziehung hoher Militärs aus Petersburg lassen die nächsten Tage wichtige Entscheidungen erwarten. unterrichtete Persönlichkeiten wollen wissen, daß der einen Wechsel in der obersten Heeresleitung wünscht mit zugleich eine Aenderung des Kriegsplanes verbunden wissen will. Auf Grund die Heer bis zum Frühj österreichisch⸗ungarischen Truppen überlassen. Im Gegensatz hierzu wünscht der Generalissimus Nikolai Niko an einer Stelle der Front noch einmal den Den russischen Truppen wird der Fall russische Soldaten in der Nähe Festung Warschau sich dewahrh als ob Rußland den Fall der Festung vor seinen Truppen Der Kriegsrat in Calais. Berlin, 17. Aug. Der jüngste Kriegsrat in C lais faßte, laut einer Meldung der„Vossischen Zeitung“, worden, daß jetzt täglich 5000 Soldaten über den Aer kanal setzten. Die russischen Generale zögerung der Offensiwe geklagt. dienstag, 17. August 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel Abst. de, Abhole- u. Zweigstellen 5 monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Flottenkommando. und 11 Mann der Besatzung gerettet hatte. * * 1 Die Lage im Osten. 7. Aug.„Mit großer Entschlossenheit nähern ptverteidi ob sie heute noch dieselben großen Schwierigke nt, denn rung er Ze getan hat. lenden Verpflegungsstaffeln u nunmehr ihren Rü 0 Munition zu ver⸗ euem zur Offensive überz! en. Die große des Krieges vielleicht bedeutungsvolle Frage se Russen jetzt wirklich die Linie verteidigen können oder erneut zu einem verhängnisvollen Rückzuge gezwungen wer⸗ den, denn hinter Brest⸗Litowsk liegen bekanntlich ö Aber selbst, wenn die Russen die neue Stellu 5 die gro doch zu bedenken, daß es nur ein stark geschwäc 25 hat, unter 9 und ses Planes soll sich das russise ahr defensiv verhalten weiteres russisches Gebiet den deutschen und lajewitsch Versuch einer Offensive. K f 8 Warschaus verschwiegen. itz, 16. Aug. An der Dnjestrfront haben von Zaleszezyki einen m zu erfahren, ob der Fall eite. Es scheint danach, nübergeschickt, u ültigen Beschluß über die Offen⸗ Westfront. Englisch t erseits sei versi hätten über die Ver ⸗ 4 355 0 2 F 2 7 Paris, 15. Au stehende Presse setzt die Kammer fort und erklärt, die Deputierten der Linken ge worden seien, seien schwere e Die Parlamentarier der die Regierung unbehelli tehende Presse erklärt, es sei Parlamentarier den Mut finden, die Es sei besser, öffentlich anzuklagen, der Tasche zu ballen.—„Lanterne“ Deutschen zu besiegen versucht, müßt besiegen können. Wie der höchsten Minister und G. 0 e enerale veran iegsministe Aufgabe nicht hmen, an dieser fatalen Lösung haben. Neuer Sieg der Türten an d Konstantinopel, 16. Aug.(W. 1 ingen einen Hauptmann und einige Sold sitzen gegenwärtig überall Stellungen, d ül⸗Bahr brachten wir auf unserem rech Explosion, durch die die feindliche Stellung mit ihren Minen⸗ Feindliche Truppenlandungen auf Berlin, 16. Au k.⸗Anz.“ mitteilt, ent sche Blätter die Nachricht, daß Chios englische Truppe ann, gelandet worden sind. Sofa, 16. dent Rados la wow mehrere Führer der Opposition, ge informierten, empfangen. Der ärte, daß die Regierung keine Ab Die italienische Wein „ 16. Aug.(WTB. Nicht 55 al mie den„en. e ben bisherigen gestselun, Ni ionen ektoliter gegen 43 Milli en. Am sch vorigen Ernt * Bern werden. 12 .* 5 II. ain 5 75 Woche von einer geteilt und gestern eingesammelt stimmten Beamten sahen sich allen rigkeiten gegenüber, besonders Hausbooten auf dem Kanal oder a den 05 ngsformulare aus füllten. London, 16. Aug.(WT. Nichtamtlich) 0 ben e ,,, Ie tte ondon, 16. Aug.„Nichtamtlich) Meldung* Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Dr. Ludwig Lazarettgebäude ge. VTTTTTVTTVTCTCCCCCCCCCTTT f b 5 2 1 7* 7 5 2 N Ei:— 1 2 die 2 bung protestiert 1 i 5 een, Benner mit* Ein vater ländischer Künstlerabend zu⸗ don der e eee ee Ausschriften wie: Weg mit der Ausbeutung“,„Wenn die gunsten des Roten Kveuzes fand am vergangenen Sonnlag„im Schloßgartenteiche und in der nahen Wetter zu fischen. Fraue Arbeit der Männer tun, mütssen sie auch den Lohn in der neuen Aula der Universität statt. Er war ber- Schon mancher respektable Hecht geriet hierbei in die Gefangen⸗ der Männer erhalten“. Frau Des p ster des Generals Fren sie sagte: während En be wein mer selbst preu wer! enütze, indes die Männer im Weg auen würden sich nicht o gister einschreiben. Sylvi. 8 Register nicht ausfüllen, eine List, um billigere A denn es rbeitskrä Washingto des Reuterschen Bureaus. D Ungarn hebt besonders hervo eich⸗Ungarn während des sü Munition an En, an Großbritannien Tausende Kilo Pulver, Patronen, Geschosse und Waffen. kaufte demselben Käufer, obwohl Munition. Die Note gibt einen U. Deutschland und Oesterreich⸗ Krieges mit Großbritannien abgeschlosse und Oesterr 8 Die Ministerkrisis in Frankreich. g.(WTB. Nichtamtlich.) Die recht s⸗ Angriffe Vorwürfe, welche von den den Kriegsminister erhoben ingriffe in die heilige Einigkeit. Rechten fordern das Parlament auf, gt regieren zu lassen. Die links⸗ als heimlich die Faust in geringste Bürger müssen auch die en können.— Hervé greift in der„Guerre sociale“ den r scharf an. Der Kriegsminister habe sich seiner gewachsen gezeigt. Wenn das Kabinett in iesen Tagen zusammenstürze, tönne der Kriegsminister sich Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellenfront setzte der Feind, der seit dem 6. und 7. August fünf neue Di⸗ visionen landete, diese Kräfte ein, um unsere Stellungen zu beherrschen. Dank des heldenmütigen Widerstandes unserer Truppen und ihrer Gegenangriffe errang der Feind kein Ergebnis, aschinengewehre, sowie eine Menge Gewehre. Unsere Truppen herrschen. Unsere Artillerie traf vor Ari Bur nu ein feind⸗ iches Torpedoboot, das sich brennend entfernte. Bei Sed d⸗ Meter von den feindlichen Gräben entfernt eine Mine zur 1 und Drahtverhauen zusammenstürzte. Der Feind antwortete ganze Nacht mit einer erfolglosen Vergeudung von Munition. Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. g.(Privatmeldung.) Wie der„Berl. alten in Mailand eingetroffene grie⸗ 8 n und auf der Insel Sa⸗ os französische Truppen, im ganzen etwa 70 000 Die Politik Bulgariens. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) at gestern und heute nacheinander verfolge, und daß er, falls ein Entschluß gefaßt werden üßte, sich vorher mit den Führern der Opposition beraten anttlich.) Die italienische nach ionen im Vorjahre be⸗ immsten betroffen ist Apulien, wo kaum 20 Prozent erwartet n sen, ver⸗ im militärtau, Eintritt in die Armee zu machen, traten im letzten Augenblick in die Territorialarmee u. Viele heirateten am Samstag, pard, eine Schwe⸗ ch, hielt eine Rede, in der gland das preußische System in Flan⸗ se man dafür sorgen, da e und die Frauen nicht hne Protest in das nationale a Pankurst sagte, sie werde Die amerikanische Note an Oesterreich⸗ ungarn. n, 16. August.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ ie amerikanische Note an Oester⸗ r, daß Deutschland und Hester⸗ 5 dafrxikanischen gland lieferten. Die Note sagt: Trotz der 1 Isolierung eines kriegführenden Teiles verkaufte in geringerer Menge, ähnliche eberblick über die Verkäufe, die Ungarn während des südafrikanischen eich⸗Ungarn sich geweigert hätten, Groß⸗ gegen die erfreulich, daß endlich Mißstände aufzudecken. chreibt: Wenn man die man vorerst sich selbst twortlich gemacht wer⸗ tüchtig mitgearbeitet en Dardanellen. TB. Nichtamtlich.) Das aten und erbeuteten zwei ie die feindliche Stellung ten Flügel zwei bis drei Chios und Samos. auch auf der Insel Ministerpräsi⸗ welche sich über die Ministerpräsident er⸗ enteurerpolitik ernte. dem„Il Sole“ nalen Unglück ge⸗ gen wird sie höchstens age belagert gistrierung benützte, glichen Alter Stim⸗ ehe sie die Regi⸗ aß man nicht als Notbehelf seien. Sie hoffe, die handle sich lediglich fte zu erhalten. Krieges kommer⸗ Deutsch⸗ gramme Explosiystoffe, Oesterreich⸗Ungarn ver⸗ beträgt. britannien Waffen zu verkaufen, weil ein solches Vorgehen die strenge Neutralität der kaiserlichen und königlichen Regierung hätte verletzen können, dann hätte die Regierung mit mehr Folge⸗ richtigkeit und größerer Ueberzeugungskraft ihren gegenwärtigen Standpunkt geltend machen können. New Pork, 16. August.(WTB. Nichtamtlich.) Der Privat⸗ korrespondent des WTB. meldet durch Funkspruch: Das Hearst⸗ blatt„New rk American“ veröffentlicht zahlreiche Stimmen aus Kongreßkreisen usw., die die Gründung einer Liga neu⸗ traler Mächte zur Verfechtung der Rechte der Neutralen und die Mitwirkung bei der Wiederherstellung des Friedens vor⸗ schlagen, sowie ein Waffenausfuhrverbot befürworten. Ein Leitartikel des„New Pork American“ appelliert an Wilson, seinen persönlichen und amtlichen Einfluß für die Beendigung der Waffenausfuhr aufzubieten. Das Blatt veröffentlicht eine längere Liste amerikanischer Firmen, die Kriegsaufträge von insgesamt 139 Millionen abgelehnt haben. Eine Umfrage habe eine wachsende Zahl jener ergeben, welche Kriegsaufträge zurückweisen, um nicht den Krieg zu verlängern. a. 5 Der Seekrieg. Kristiania, 16. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kri⸗ stianiaer Dampfer„Albes“, mit Grubenhölzern von Ar⸗ changelsk nach England unterwegs, ist am Samstag bei Stat torpediert worden. Die Mannschaft erhielt Zeit, in die Boote zu gehen. In Ormesund war das Schiff mit 300 000 Kronen, die Ladung mit 107000 Kronen gegen Kriegsgefahr versichert. Aus dem Reiche. Die Leistungen der Reichspost. Berlin, 16. Aug,(WT Nichtamtlich.) Ueber den Um⸗ fang der derzeitigen Arbeitsleistung der Reichs post ergibt eine beim Briefverkehr vorgenommene Zählung, daß einschließ⸗ lich des Briefverkehrs nach dem Felde gegenwärtig im Reichs⸗ postgebiet täglich 25,8 Millionen Briefsendungen aufgeliefert werden. Im letzten Friedensjahr 1913 machte die Tagesauflieferung im Reichspostgebiet 17 Millionen Briefsendun⸗ gen aus. Die jetzige Tagesauflieferung ist daher gegen 1913 um 8,8 Millionen Sendungen größer, das find 52 Prozent, während die durchschnittliche jährliche Steigerung beim Brief⸗ verkehr sonst nur 7—8 Proz., für zwei Jahre also 15 Proz. sowie innerhalb des Reichs postgebiets) umfaßt im Reichspost⸗ gebiete(Bayern und Württemberg nicht einbegriffen) täglich 16,4 Millionen Sendungen, mithin annähernd soviel, als 1913 die ganze Tagesauflieferung im Reichspostgebiet überhaupt betrug. Bei Bewertung dieser bedeutenden Leistungen darf nicht außer Betracht gelassen werden, daß den heimischen Postbetrieben durch den Krieg drei Zehntel ihrer Beamten und fast die Hälfte aller Unterbeamten, das sind weit über 80 000 Mann, entzogen sind, und daß die Reichspost dafür mit nichtbeamteten Aushilfskräften arbeitet, die erklärlicherweise öfter wechseln und deren technische Gewandtheit der des Berufs⸗ personals nachsteht. 5 Berlin, 17. Aug. Zum Amtsantritt des neuen türkischen Botschafters wird nach der„KHreuz⸗ zeitung“ in der„Deutschen Orientkorrespondenz“ ge⸗ schrieben: Mit dem eben vollzogenen Wechsel in der diplo⸗ matischen Vertretung der Türkei auf dem Berliner Posten kommt selbstverständlich kein Wandel in den Beziehungen der beiden Reiche zum Ausdruck. Aber in den Aalen en der nächsten Zukunft, deren Lösung dem Botschafter mit obliegt, ist tatsächlich ein Wechsel eingetreten. Das politische und militärische Bündnis zwi chen beiden Reichen ist fest⸗ gefügt für alle Zeiten. Aber aus den politischen Und wirtschaftlichen Beziehungen der kommenden Zeit und aus der 8 Gestaltung Europas ergeben sich für Deutschland und die Türkei eine Menge Fragen, bei deren Lösung und Mitarbeit einem so hervorragenden Staats⸗ mann wie Hakki Pascha es ist, eine große Aufgabe zugewiesen ist. Stettin, 16. Aug.(WB. Nichtamtlich.) Anläßlich des Eintreffens der ersten Verwundeten aus russi⸗ scher ee Saßnitz hat die Haiserin folgendes Telegramm nach Safmitz 10„Berlin, Schloß, 16. August. Einen herzlichen Wi ommensgruß sende ich den tapferen, aus russischer Gefangenschaft heimkehrenden Kriegern, die heute zum ersten Male deutsche Erde betreten. Möge die Heimat, die ihrer treuen Verteidiger dankbar 5 5 schweren Wunden heilen, die der Krieg geschla⸗ gen 2 Aus Stadt und Cand. Gießen, 17. August 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Bauführer Johann Dauber aus Darmstadt.— Land⸗ wehrmann Friedrich Reibling aus Reuters.— Musk. Hein⸗ rich Walther, Inf.⸗Regt. 223, aus Staden.— Landsturm⸗ mann Heinrich Hofmann, Res.⸗Inf ⸗Rgt. 80, aus Boden rod. Unteroff, Stefan Stern, Res⸗Inf.⸗Regt. 250, aus Ostheim bei Butzbach.— Musk. Willy Müller, 7 222, cus Wetzlar⸗Niedergirmes.— Gardedra, ner Wilh. Vietor, Drag. Regt. 23, aus Katzenfurt.— Kriegsfreiw. Hermann Klein, Inf⸗⸗ Regt. 126, aus Darmstadt. anstaltet von Fräulein Minnie Cerenotti⸗ unter Mitwirkung von Fräulein Therese Hübel und Herrn Verbecke⸗Gießen. Es kamen u. a. von der Veranstal⸗ terin verfaßte Dichtungen, Lieder von Mendelssohn, Schu⸗ bert, Brahms, Mozart, gesungen von Fräulein Kübel, begleitet am Flügel von Herrn Verbecke„ geschmackvoll zum Vortrag. Die Darbietungen sämtlicher Künstler fanden reichen Beifall. Namentlich gefielen die Geschichten aus der deutschen Kinderstube, verfaßt und vorgetragen von Fräulein Minnie Cerenotti⸗Strau 5, sowie die Arie der Gräfin aus dem Figaro, außerordentlich ansprechend gesungen von Fräulein Kübel und feinsinnig begleitet von Herrn Verbecke. Alice ⸗Schule. Anläßlich haltungs⸗Schülerinnen, die ihren fü endet haben, findet im Schulhaus Steinstraße 10 eine Ausstellung von Handarbeiten und Zeichnun⸗ gen statt, die unter der 8 der Seminarlehrerin Fräu⸗ ein Schmidt und der Handarbeitslehrerin Frl. Euler von Schütlerinnen der Aliceschule im Sommerfemester angefertigt sind. Die Ausstellung ist an diesem Mitt wo ch, nachmit⸗ Strauß der Prüfung der Haus⸗ uf monatlichen Kurs be⸗ n, und erklärt, wenn WWW tags von 3—7 Uhr, für die Mitglieder des Aliceschulvereins sowie für alle Freunde der sule geöffnet. Die Schule e Der gesamte Feldpostverkehr(nach und vom Felde, d angenschaft. I 8 1. schließt in dieser Woche das Sommersemeste s Wintersemesters beginnen in beiden Abte ungen Schule am 28. September, auch die Vorbereitungskurf für die Seminare zur Ausbildung von Handarbeits⸗ und 1 wirtschaftslehrerinnen. Wir verweisen im übrigen auf den Anzeigenteil. 5 5 Der 92. Geburtstag. Eine der ältesten Ein⸗ wohnerinnen der Stadt Gießen, Swe. Eleonore Dapper, Walltorstraße 56, feiert morgen, 18. August, in geistiger und körperlicher Frische ihren 92. Gebürtstag. Herberge zur Heimat. Im Juli kehrten in der Herberge im ganzen ein 497 Gäste(gegen 1032 im Juli 1914). Von den Gästen leisteten Zahlung 380(740); es er⸗ hielten Quartier und Verpflegung gegen Arbeitsleistung 117(292).— Im Arbeits nachweis wurden 57 offene Stellen angemeldet, von denen 6 unerledigt blieben. Unter⸗ gebracht würden 16 Handwerker und 35 ungelernte Arbeiter. Von den Arbeitskräften gingen 11 nach außerhalb, 40 fan⸗ den in Gießen Platz. 1 Die Billetten 12 ham⸗ Das Verfahren ist das⸗ „Wen perbit es gt bei den meist eine für wenn wird, 4— sehr lebhafte Au, Geflügel statt, zu halten. Im gelzucht, die einen Atele Fah pen nicht nur, sondern sämtliche Geflügelhalter Gemeinden des Kreises Gießan und der r preußischen Orte gebeten werden sollen, Geflügel für Ostpreußen zu stiften Auch sollen Geldbeträge zur Anschaffung von Geflügel für das verwüstete Ostpreußen entgegem genommen werden. Der Verein hofft, auf diese Weise einen ansehnlichen Transport nach dem Osten senden zu können. 0 „ Pferdeversteigerung. Donnerstag, den 19. August, vormittags 10 Uhr, findet im Hofe des Jagdschlosses Kramichstem en von 36 aus 8 a bis 2½ jährigen Fohlen, darunter er ige Zuchtstuten. An der Versteigerung können mur hessische Landwirte detlnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterer beibringen, daß ihnen Pferde bei der Mobilmachung genoumen worden sind. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Landkreis Gießen. a, Großen ⸗Buseck, 16. Aug. Dem Oberapotheker d. Rel. Karl Manns aus Großen⸗Buseck, Ritter des Eisernen Kreuzes, wurde das Hessische Sanitätskreuz am Bande der Hessischen Tapferkeitsmedaille verliehen. 5 E ii 8 ee 1 Kreuz ist in drei v enen Gebäuden untergebracht: im ürstlic in der Kleinktnderschtle und int Rent⸗ eure Krankenhause, eee Das Lazarett ist zurzeit im ganzen mit 33 Ver⸗ in * aft unserer braven Feldgrauen, von wo er dann weiter zur N eines leckeren Mahles in die Lazaretlküche wanderte. Von Zeit zu Zeit wird den Verwundeten auch eine angenehme Ab⸗ wechslung durch Ausflüge in die schöne Umgebung von Lich ge⸗ boten, so nach Arnsburg und Münzenberg. Bei diesen Ausflügen ht es meist sehr vergnügt zu, zumal sich an ihnen auch die Echwestern und Helferinnen beteiligen. Man sieht es an den ver⸗ gnügten Mienen der Verwundeten, wie gut es ihnen in Lich gefällt. 6 Kreis 7 0 Ein fit 1 h. Nieder⸗Ohmen, 16. Aug. Ein fünfzehnjähri, junges Mädchen aus Frankfurt a. Me gisehech e horn, wurde, während es mit seinen hiesigen Verwandten vom Felde heimkehrte, vom Blitz getroffen und sofort ge⸗ fötet. OStorndorf, 16. Aug. Unteroffizier Köhler von hier erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Köhler, der seit Kriegsbeginn in Felde steht, ist jetzt auf einige Tage in seine Heimat beurlaubt worden. Kreis Schotten. Laubach, 16. Aug. Der Lehramtsreserendar Ernst Bohn von bier hat die Ernennung zum Leutnant erhalten.— Seit dem 3. Juni galt der Musketier Johannes S ch o m b Inf,-Regt, 224, als vermißt; am Samstag i gehörigen jedoch von ihm Nachricht aus 1. ind allem Zubeh. zu verm. — . em te, ist August auf dem westlichen Kriegs bod für r stlich gsschauplatze den Tod fürs 5 Starkenburg und Rheinhessen Ifkenbach a. M., 16. Aug. Die bor einiger Zeit ge⸗ ie e hier ein durch e 2 Akmal in Gestalt eines eisernen Mannes(Ritter Götz n Berlichingen) zu errichten, wird nun endgültig durch die t zur Ausführung gebracht. Die Erträgnisse sollen vater⸗ schen Zwecken zugewendet werden. Zur Förderung der An⸗ enheit ist auf Vorscklag des Oberbürgermeisters Dr. Dullo erweiterter Ausschuß in Bildung begriffen, zu dem vor allem ch die Vorsitzenden der hiesigen Vereine zugezogen werden. 5 Hessen⸗Nassau. . Waldgirmes, 16. Aug. Trotz der unbeständigen terung war das gestrige Missionsfest auch von auswärts ut besucht. Während Missionar Waber⸗ Hermannsburg am vormittag für die Filialgemeinde Naunheim als Missionsprediger erusen war, sprach nachmittags im Festgottesdienst Pfarrer chhoff⸗ Dautphe. Es solgten Vorträge eines gemischten Chors ines Posaunenchors. Die Kollekte wurde der Hermannsburger 1 1 5 Marburg, 16. Aug. Wenn auch die private Ba u⸗ gkeit so ziemlich ruht, so wird doch 5 verschie⸗ enen öffentlichen Bauten, die vor Beginn des Krieges in lugriff genommen wurden, eifrig gearbeitet. So naht der zan der neuen Südpost, welche an der Kreuzung Ka⸗ ernenstraße—Universitätsstraße, gegenüber den Stadtfälen, hren Plat gefunden, seiner Vollendung. Auch an dem neuen lniversitäts⸗Verwaltungs⸗ un Hörsaal⸗ lebäude gegenüber der Universität auf dem Platze des rüheren Waisenhauses, geht die Arbeit voran. Das neue Hyfikalische Justitut an der Renthofstraße ist bereits in genutzung genommen. (Biedenkopf, 16. Aug. Junge Leute aus dem in inem Seitentale der Lahn etwa drei Stunden von hier üdwestlich gelegenen Orte Fischelbach fanden an Bäumen ängend die Hülle eines Luftballon's, an der die Gon⸗ el fehlte. Die Finder nahmen ihre Fahrräder, banden den Za an Seile und fuhren nach dem Nachbarstädtchen zaasphe, wo der eigenartige Aufzug großes Aufsehen er⸗ egte. Den Aufschriften nach zu urteilen, ist der Ballon ranzösischen Ursprungs und zwar handelt es sich im einen Fesselballon. u. Ufingen, 16. Aug. Jux nahen Hasselborn stürzte das krelfährige Söhnchen des Landwirt Braun beim Blumenpflücken n den Dorfweiher und ertrank. l. Bad Homburg v d. H., 16. Aug. Der Kreistag des Obertaunuskreises bewilligte in seiner heute ab⸗ Rss Sitzung für die Unterstützung von Familien in den Dei eg eingetretener Mannschaften eine weitere Summe von einer lion Mark. Bisher wurden für gleiche Zwecke 1 200 000 aufgewendet. Ferner stellte der Kreistag zur Ausführung nirtschaftlicher Maßnahmen im Obertaunuskreis und zur DTurch⸗ ührung der Selbstbewirtschaftung der gewonnenen Getreideernte nnerhalb des Kreises 400 000 Mark zur Verfügung. Siegen, 16. Aug. Vor einigen Wochen schlug ein als caufbold bekannter junger Bursche einen verwundeten Matrosen hne 15 Veranlassung ins Gesicht und traf dabei ein Auge, o daß dieses auslief. Die Strafkammer verurteilte den rohen Zesellen fün die Dat zu drei Jahren Gefängnis; seine zugend schützte den Menschen nur vor dem Zuchthaus. Vermischtes. Die Brüder Mannesmann. Die 5 7„B. 3.“ meldet: Die Meldung eines Madrider Blattes, wonach drer Brüder Man⸗ nesmann aus der französischen Gefangenschaft entfliehen konn⸗ den, ist unrichtig. Von den vier Brüdern— der fünfte, Max Mannesmann, ist vor einigen Monaten in Aachen gestorben— befindet sich einer im Felde, zwei in Berlin und der vierte in Remscheid. Die Angestellten der Gebrüder Mannesmann in Ma⸗ rokko sind bis auf wenige, die rechtzeitig fliehen konnten, in Al⸗ gler interniert. *Die Verlobung Siegfried Wagners. Die Ver⸗ lobung Sie fried Wagners, die von einer Münchener Zeitung ge⸗ meldet wurde, wird wieder dementiert, jedoch dürfte die Nachricht stimmen. Wie das„Berliner Tageblatt“ mitteilt, sind nur die Namen der Braut falsch angegeben worden. Es handelt sich nicht um Fräulein Chillingworth, sondern um Fräulein Klindworth, die Enkelin des bekannten Politikers Professor Karl Klindworth, der mit Richard Wagner befreundet war. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 18. August 1915: Wolkig, trocken, etwas wärmer, nordwestliche Winde. ———————— Letzte Nachrichten. Ein deutsches U-Boot beschießt die englische Nüste. „ Sondon, 17. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet: Ein deutsches Unterseeboot hat am 16. August frühmorgens auf Parton, Harrington und Whitehaben an der Westküste Englands Granaten ab⸗ gefeuert, ohne wesentlichen Schaden anzurichten. Einige Granaten trafen nördlich von Parton den Bahnkörper. Der Verkehr erlitt eine kurze Unterbrechung. In Whitehaven und Harrington entstanden Brände, die rasch gelöscht wurden. Menschenleben wurden nicht verloren. 5 Die genannten drei Orte liegen dicht an der englischen West⸗ küste in der Grafschaft Cumberland auf einer Strecke von etwa 10 Kilometern. Die russische Linie vor Brest⸗Litowsk. Aus dem k. k. Kriegspressequartier, 16. Aug. Wie zu erwarten war, gewinnt der Widerstand des Feindes an Heftigkeit, je näher die Fronten der Verbündeten gegen die Basis des russischen Verteidigungsraumes heranrücken. Die Grundlinie ist im allgemeinen an der Eisenbahn Brest— Litows k Bielostok zu suchen. Beide befestigte Städte sind ein wertvoller Stützpunkt des Feindes, was Widerstand oder Abschub betrifft. Die Hauptverteidigungsstelle der Russen ist etwa auf gleicher Höhe der Brest⸗Litowsk und Bjelostok vorgeschobenen Werke zu suchen. Sie entspricht erfahrungsgemäß einer Front von 15 bis 20 Kilo⸗ metern. Dadurch wird gleichzeitig die Eisenbahn gedeckt. Es ent⸗ spricht jedoch ganz der zeitgemäßen und besonders der russischen Kampfesweise, noch andere weiter vorgeschobene Stellungen zu befestigen und ihren Besith dem Gegner solange wie möglich streitig zu machen. Um solche Stellungen handelt es sich bei den gestern gemeldeten Kämpfen. Auf jeden Fall verfügen die Russen vor der Front der Verbündeten derzeit über genügend starke Kräfte, um vorübergehenden ernsten Widerstand leisten zu können. Ein russischer Militärzug von deutschen Fliegern erfolgreich bombardiert. Kopenhagen, 17. Aug. Ein russischer Mili⸗ tärzug ist kurz vor der Einfahrt in die Festung Brest⸗ Litowsk von zwei deutschen Fliegern mit Bomben beworfen worden. Die Zahl der Toten wird nicht bekanntgegeben, doch sei sie wahrscheinlich sehr groß, da der Zug voll besetzt war Der Wiederaufbau zerstörter belgischer Städte. i. Köln, 17. Aug. Nach der„Köln. Volksztg.“ wurde als Referent für Städtebau der Kölner Beigeord⸗ nete Karl Rehorst, der bei Kriegsbeginn als Hauptmann der Landwehr ins Heer eingetreten ist, in die Zivilverwal⸗ tung des Generalgouverneurs von Belgien berufen. Rehorst besorgt die Bearbeitung der nicht leichten Fragen des Wiederaufbaus der zerstörten belgischen Städte und Ortschaften und soll namentlich verhindern, daß in städte⸗ baulicher und künstlerischer Beziehung Schlechtes und Min⸗ derwertiges zur Ausführung kommt. Italien vor inneren Unruhen? Chiasso, 16. Aug. Trotz aller Vertuschungen wird immer mehr offenbar, daß die Umsturzparteten Italiens nur des⸗ halb so laut in das Kriegshorn bliesen, weil sie einen Mißerfolg erwarteten und dadurch ihre eigenen Ziele zu fördern hofften. Der Sitz der Unzufriedenen ist Mailand. Von Mailand aus verzweigt sich die Bewegung in andere oberitalienische Städte. Auch in Verona sind antimonarchische Umtriebe festgestellt wor⸗ den. Die Regierung wagt kein kraftvolles Einschreiten, da sie den Ausbruch einer Revolution in diesen Städten befürchtet. Nach sicheren Nachrichten wachsen diese Schwierigkeiten täglich, woraus sich auch die häufigen Besprechungen des Hauptquartiers erklären. Die türkischen Soldaten. Haag, 17. Aug. In einem Brief eines englischen Ser⸗ leanten, der auf Gallipoli gegen die Türken kämpft, findet sich folgende Stelle: Unsere Truppen betrachten die Türken als bewundernswerte Kämpfer, als geradezu geborene Soldaten, die unter deutscher Organisation und Leitung einen Gegner bilden, der wirklich nicht bequem zu beseitigen ist. Desto peinlicher ist es, zu hören, daß alle Dummheiten zuhause fortgesetzt werden, während wir hier unglaubliche Entbehrungen und Anstrengungen zu er⸗ tragen haben.. 0 Püanschikai Kaiser von China?. Wien 16. Aug,. Der„Rjetsch“ berichtet: In Peking finden im Schlosse Püanschikais dauernd Beratungen statt. Man er⸗ wartet die Ernennung Püanschikais zum Kaiser. Aus den Pro⸗ vinzen laufen zahlreiche Eingaben ein, die Püanschikai bitten, die Kaiserwürde anzunehmen. Eine Revolution sei nicht zu be⸗ fürchten, weil der Einfluß der Revolutionäre im Exlöschen sei. In Japan sympathisiere man mit der Krönung Muanschikais, weil man glaube, der Boykott japanischer Waren werde dann auf⸗ hören. 1 verleiht ein 2 icht, rosiges jugendfrisches Aussehen und ein 1 schöner Teint.— Alles dies erzeugt die echte Steckenpferd. Seife (die beste Lilienmilchseife)h, von Bergmann& Co., Radebeul, à Stück 50 Pfg. Ferner macht der Cream„Dada“ ¶Lilienmilch- Cream) rote und spröde Haut weiß und sammetweich. Tube 30 Pfg· Das Städtische Friedrichs⸗ Polytechnikum zu Cöthen i. Anh., eine staatlich unterstützte Lehranstalt aka⸗ demischen Charakters, tritt mit dem Wintersemester 1915/16 in sein 50tes Semester ein. Der Unterrichtsbetrieb wird während des Krieges voll aufrecht erhalten. Ankündigung des Vorlesungs⸗ beginns siehe im Anzeigenteil. e Schöne, geräumige 3⸗Zimm.⸗ Wohnung per 1. Sept. oder später zu vermieten. 6375 Näheres Steinstx. 75 1. Kleine 3⸗Zimmer⸗Wobng., Erdg., p. 1. Septbr. zu verm. 04422] Marburger Str. 281. 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Er gehört der 1. Batterie Feldart.⸗Regts. Nr. 42 an, Exsatz⸗Truppenteil ist Feldartillerie⸗Regt. Nr. 27, Darmstadt, Ursache d. Fabn⸗ dung unerlaubte Entfernung von seinem Truppenteil Ab⸗ zuliefern an die nächste Mili⸗ tärbehörde. 6644 Garnisonkommando Gießen. Mittwoch, den 18. d. M., nachmittags 2 Uhr, verstei⸗ gere ich im Auktions saale Neustadt 55: 1 Sofa, 1 Kommode, ein Büfett, 1 Cbaiselongue, 1 8weitür. Kleiderschrank usw., zwangsweise gegen sofortige Barzahlung. 6652 1 Aug. 1915. Mü „Gericht vollzieher. Bauer scher Gesaugverein Mittwoch, den 18. August, abends 9 Uhr, Zusammen⸗ 81 verkauf. Wilhelm Seiyp, udwigstraße 28. 6554 664¹D kunft im Frankfurter Hof. — Vorstand. N 3 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, alle Bundes- brüder von dem Ableben unseres lieben a. H., des Chemikers Am 3. August fiel auf dem Felde der Ehre bei einem Sturm- angriff unser einziger, unvergesslicher, braver Sohn, mein guter Bruder, unser lieber Enkel, Neffe und Vetter Robert Volk Füsilier im Füsilier-Regiment Nr. 35 Dr. Karl Hempel zu Wiesbaden geziemend in Kenntnis zu setzen. In tiefer Trauer: 6215 60¹⁴ D Die G. B. Alemannia. im Alter von 22 Jahren. In tiefster Trauer: Carl Volk und Frau Hedwig Volk. Giessen, Licher Strasse 3. Eern von der Heimat, fern von deinen Lieben, Ruhst du nun aus in fremdem Land. Bel den Helden, die auch dort fielen N Für das teuere Vaterland. Ne N Können wir auch deln Grab nicht schmücken, 8 5 1 2 Trauernd an der Gruft nicht stehn, Auf zum Himmel wollen wir blicken, Denn dort gibts ein Wiedersehn. Ruhe sanft, du treues Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Am 3. August 1915 starb den Heldentod fürs Vater- land unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, Bruder und Schwager Todes-Anzeige. Gestern vormittag entschlief sanst infolge Herzlähmung unser lieber Vater, Grossvater und Urgrossvater Herr Johannes Becker VI. Gemeinderechner i. R. Karl Häuser Landsturm-Rekrut im Res.-Inf.-Regt. 118, 10. Kompagnie im 34. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Konrad Häuser Ww. Familie Haberkorn 660 Familie Faulstich. Atzenhain, Allendorf a. d. Lumda, den 16. August 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung! im Alter von 87 Jahren. eee Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Becker I. Familie Joh. Otto Hh. Becker Familie Johannes Becker XII. Treis a. d. Lda., am 17. August 1918. 3 5 . re r Dickmilch und Kartoffeln i i i f 7* r Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittag 3/ Uhr statt. 6882 0 0 kann derjenige, der sich 8 0 an der 5 1 5 Drutier 12 Wohlfahrts-Geldlotterie Bei Hals⸗ und*— N 2 7 8 beteiligt. 5 115 e d 0 1 8 Hime 3 10167 Geldgewinne im 251 2 e eee eee ee „ N. AH Ag e Taschenlampen e i 400 000 M.] 2, r ecken feformhaus! 5 Zen 8 8. 1 78 Taschenlampen 75 000 Mark üglich wirt eb. 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