Ur. 188 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familjenblätter; weimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gleßen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleb! Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt weiterer Vormarsch der deutschen Heere im Osten. Ein Vorstoß unserer Flotte im baltischen Meer. 9 5 Großes Hauptquartier, 11. August. (Amtlich.) 5 0. Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Souchez wurde ein französischer Hand⸗ granatenangriff abgeschlagen. Bei Courey nördlich von Reims versuchten die Fran⸗ zosen, einen von ihnen vor unserer Front gesprengten Trichter zu besetzen. Sie wurden daran gehindert. Der Trichter wurde von uns in Besitz genommen. Unsere Infanterie wies am späten Abend einen Angriff auf den Lingekopf ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 1 v. Hindenburg. 0 . Schwächere Vorstö ße, die die Russen in den letzten Tagen längs der Straße Riga— Mitau machten, wurden leicht abgewiesen. Sonst nördlich des Riemen keine Veränderung. Ein Angriff starker russischer Kräfte aus Kowns her⸗ aus scheiterte. Die Zahl der seit dem 8. August gefangenen Russen erhöhte sich auf 2116, die der Maschinengewehre auf! 6. Oestlich von Lomza weicht die ganze russi⸗ sche Front. Die start ausgebaute Czernowy⸗Bor⸗Stellung konnte vom Feind nicht gehalten werden. Unsere verfolgenden Armeen überschritten den Czerwonh⸗Bor und dringen östlich desselben vor. Der Bahnknotenpunkt südöstlich von Ostrow wurde genommen. l Oestlich von Nowo⸗Georgiewsk wurde das vom Feinde geräumte Fort Benjaminow besetzt. Die Festun⸗ gen Nowo⸗Georgiewsk und Brest⸗Litowsk wur⸗ den von unseren Luftschiffen mit Bomben bele gt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die verbündeten Truppen erreichten in scharfer Verfol⸗ gung mit dem linken Flügel die Gegend von Kaluczin; auf dem rechten Flügel stürmte die Armee des Generalobersten v. Woyr sch heute früh die feindlichen Nachhutstellungen beiderseits Jedlanka(westlich von Lucknow); es wurden über 1000 Gefangene gemacht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Die verbündeten Truppen sind i m Angriffe gegen feindliche Stellungen hinter den Abschnitten der Bystrzyca (füdwestlich von Radzyn), der Tysmienica(westlich von Par⸗ czew), sowie in der Linie Ostrow—Üchrusk. Am oberen Bug und an der Zlota⸗Lipa ist die Lage unverändert. * Während die Russen auf ihrem raschen Rückzuge aus Galizien und in dem eigentlichen Polen die Wohnstütten und die Erntefrüchte überall in sinnlosester Weise zu vernichten suchten— was ihnen allerdings bei der Eile, mit der sie sich bewegen mußten, häufig nur lückenhaft gelang— haben sie diese Taten jetzt, wo sie nicht mehr in von rein polnischer oder ruthenischer Bevölkerung bewohnte Gegenden gelangt sind, eingestellt. 0 Oberste Heeresleitung. Berlin, 11. Aug.(WB. Amtlich.) Am 10. Auguft griffen unsere Ostseestreitkräfte die in der Einfahrt zu dem Alands⸗Archipel liegende befestigte Schüäreninsel Utoe an. Sie zwangen durch ihr Feuer in der Einfahrt stehende russische Streitkräfte, unter ihnen einen Panzerkreuzer der Makarow⸗Klasse, zum Rückzug und brachten die feindliche Küstenbatterie durch eine Anzahl guter Treffer zum Schweigen. . Am gleichen Tage trieben abends deutsche Kreuzer russische Torpedoboote, die sich bei Zerel, am Ein⸗ gang zum Rigaischen Meerbusen, gezeigt hatten, in diesen zurück. Auf einem feindlichen Torpedobootszerstö rer wurde ein Brand beobachtet. Unsere Schiffe wurden wiederholt von feindlichen Unter⸗ seebooten angegriffen, sämtliche auf sie abgeschossenen Tor⸗ pedos gingen fehl. 5 Unsere Schiffe erlitten weder Beschädi⸗ gungen noch Verluste. Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes der Marine (gez.) Behncke. * * * Ot Außserordentlich schnell rücken die deutschen Heere im en chon 60 Kilometer östlich von der tadt, nur noch etwa 30 Kilometer von gesamte russische Front süd⸗ 1 Ueber die Kämpfe 165. Jahrgang 134 haben wollen. Wir brauchen dem entgegen nur auf den letzten türkischen Bericht zu verweisen, der uns um die dortige Lage nicht bange werden läßt. Günstig stehen auch die Kämpfe unserer Bundes genossen, die an der IJsonzo⸗ front neue italienische Angriffe erfolgreich zurückgeschla⸗ gen haben. Endlich gibt auch heute wieder der Chef des Admiralstabs der deutschen Marine durch seinen Bericht über Erfolge der Ostseeflotte Beweise dafür, daß der deutsche See⸗ manusgeist trotz des englischen Beherrschers der Meere an der Entscheidung dieses Weltkrieges rührigen Anteil nimmt. 9* Solche Tage sind geeignet, den Bl deutsche Zukunft zu richten. Es liegen Aeußerungen deutscher Staatsmänner vor auch natürlich nur in allgemeinen Umri tigen. Fürst Bülow hat laut nachstehender! burg erklärt, daß„niemals in seiner ta jährigen Ge⸗ schichte das deutsche Volk sich so geschlosse Und entschlossen, so tüchtig und so groß gezeigt habe, wie in diesem Kriege“. Er spricht dazu von einem„sicheren, Frieden, würdig der heroischen Anstrengungen u r ungeheuren Opfer“. Man halte daneben die jetzigen Reichskanzlers, der einem am richtenbureau auf eine neugierige Anfrage n gemäß etwas zurückhaltender geantwortet hat. Aber auch hier finden wir Worte wie:„feste Sicherheit“,„dauernde rieden“. gestern veröffentlichte Kundgebung von alliberalen Reichstags- und Landtagsabgeordneten hat einige neue Andeutungen gezeitigt, die auch die Person d skanzlers angehen. Der„Deutsche Kurier“, das dem nahestehende nationalliberale Blatt mein erwähnten Erklärung hätten sich lieber n die berufenen und erwählten Parteiinst sollen. Dann gibt das Blatt folgende Aufkl Der Zentralvorstand wird dar Politik der Partei in Konferenzen 0 ö 5 zu denen ein hoher Staatsbeamter eine Gru. ihm ge⸗ nehmer nationalliberaler Honoratioren in seine Amtsräume ein⸗ lädt, oder in den berufenen Vertretungen der Partei. Wir glauben, daß es sowohl der Partei wie der Regierung schaden muß, wenn der Versuch gemacht wird, den Kreis Personen, dem die Entscheidung über die nationalliberale Politik anvertraut ist, von oben her auszuwählen, und wenn die berufenen Parteiinstan⸗ zen— und auch der von allgemeinem Vertrauen getragene Partei⸗ führer— dabei einfach ignoriert werden. Andere Blätter, wie die„Frankf. Ztg.“, fahren fort, Vorkommnisse in den Kreis ihrer Betrachtungen zu ziehen, die sie selbst nur unvollkommen zu überblick weil sie sich eben außerhalb der Oeffentlichkeit abgespielt haben. So viel geht aus mehreren Presseäußerungen hervor, daß der vom„Deutschen Kurier“ genannte„hohe Staats⸗ beamte“ der Reichskanzler selber war. Die national⸗ liberale er Ztg.“ ist in der Lage, festzu⸗ stellen, daß an der erwähnten Konferenz„insgesamt sieben Herren, darunter sechs Parlamentarier, teilgenommen haben, und das ohne Wissen der Fraktionen bezw. der Fraktionsvorstände.“ Es wäre dann kein Wunder, wenn sich hiergegen Wider⸗ spruch bemerkbar machen würde, und wir möchten den Aus- führungen des Reichstagsabgeordneten Dr. Böhme beipflich⸗ ten, der heute im„Deutschen Kurier“ folgende auch von uns schon kurz vertretene Anschauung äußert: „Bei den Erörterungen, die heute innerhalb der National- liberalen Partei unter Teilnahme der weitesten Oeffentlichkeit stattfinden, muß die Frage der Person und der Parteirichtung für jeden Billigdenkenden völlig in den Hintergrund treten. Ganz unbegreiflich ist es, wie man in einer völlig unabhängigen kritischen Stellungnahme zu den Fragen der auswärtigen Politik und des Friedensschlusses ein Unrecht gegen den leitenden Staatsmann oder gar gegen den Kaiser erblicken kann. Wer auch nur einiger⸗ maßen die Stimmung unserer breiten Bevölkerungsschichten kennt, wird zugeben müssen, daß die lange Jahre hindurch von der Nationalliberalen Partei unter Führung Bassermanns dringend verlangte Reform unserer Diplomatie infolge der Er⸗ eignisse vor und während des Krieges heute auch von dem ein⸗ fachsten Mann als richtig erkannt worden ist. Die logische Folge dieser Erkenntnis ist aber zweifellos, daß das deutsche Volk und seine parlamentarische Vertretung bei dem, was zurzeit auf diplo⸗ matischem Gebiete geschieht oder vorbereitet wird, nicht zu der Rolle eines müßigen Zuschauers verur⸗ teilt sein darf Dazu sind auch die Ereignisse zu ernst, werden doch die Grundlagen gelegt für Jahrhunderte deut⸗ scher Zukunft. Wenn man dabei auch die Erörterungen über die Ereignisse in der auswärtigen Politik und die dabei beteiligten deutschen Persönlichleiten im einzelnen durch⸗ aus zurückstellen kann, so stehen doch gewisse große Tatsachen fest. Was Heinrich v. Treitschke über Bunsen, den Gesandten Friedrich Wilhelm IV. vom englischen Hofe schrieb, gilt auch für die Gegen⸗ wart. Sein Urteil lautet: ö „Auf die kalten englischen Geschäftsmänner konnte ein En⸗ thusiast, der so leicht mit biederen Worten abzuspeisen war, un⸗ möglich Einfluß gewinnen. Am preußischen Hofe aber wurden durch Bunsens sanguinische Berichte grundfalsche Vorstellungen von Englands deutscher Politik hervorgerufen, verhängnisvolle Irrtümer, welche sich späterhin, als Schleswig⸗Holsteins Schicksal auf dem Spiele stand, schwer bestrafen sollten.“. Die deutsche Vertrauensseligkeit und Gutgläubigkeit hat wieder einmal an entscheidenden Stellen Schiffbruch gelitten. In dieser deutschen. e die mehr oder weniger allen Gliedern unseres lkes eigen ist, liegt aber auch die Gefahr für die Zukunft und den Friedensschluß. Es war begreiflich und in seinen Folgen segensreich, wenn ein Bismarck mit Oesterreich-Ungarn beim Friedensschluß das künf⸗ tige Bündnis vorbereitete, mit dessen einer Hälfte, Ungarn, nach tiefer in die ute zwei kurze die sich, wenn „damit beschäf⸗ richt in Ham⸗ 3 eige General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Die de en vermögen, W̃ Donnerstag, 12. August 10 Bezugspreis: f monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf., durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. JT ihren Ueberlieferungen an Deutschland natürliche Anlehnung zu suchen hatte und in deren anderer Hälfte das deutsche Element maßgebender Kulturfaktor war und auch heute noch ist. Für keinen der Staaten, die uns heute gegenüberstehen, treffen auch nur ent⸗ fernt derartige Vorbedingungen zu. Man wird heute noch nicht endgültig entscheiden können, was im letzten Grunde Bismarck bestimmte, 1871 Belfort den Franzosen zu überlassen, ob es nicht zwingende, heute nicht mehr ganz deutlich erkennbare und des⸗ halb nicht genügend einzuschätzende Gründe gewesen sind. Abe. doch neigt das historische Urteil schon heute dazu, dem General stab mehr recht zu geben als dem Staatsmann. Sind uns etwa irgendwelche Feindseligkeiten von französischer Seite deshalb erspart geblieben, oder hat der heutige Krieg nicht gerade deshalb so un⸗ vergleichlich mehr Opfer gefordert?“—————— Eine Erklärung des Reichskanzlers. Berlin 11. August.(WTB. Amtlich.) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt:„Eine Erklärung des Reichskanzlers!“ Auf eine an den Kaiser gerichtete Bitte des amerikanischen Nachrichtenbureaus„United Preß“ um eine Kundgebung anläßlich der Erfolge der verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Armeen in Polen, hat der Reichs⸗ kanzler geantwortet, daß S. M. der Kaiser aus prinzipiellen Gründen nicht in der Lage sei, diefer Bitte zu entsprechen. So⸗ dann hat der Reichskanzler erneut diesen Anlaß benutzt, um der United Preß“ zu erklären, daß Deutschland an die Siege in Polen vor allem die Hoffnung knüpfe, daß sie die Beendigung des Krieges beschleunigen würden. Dabei hat er daran erinnert, wie er Kaiser in allen seinen Kundgebungen, und zuletzt noch am 31. Juli d. Is., betont hat, daß Deutschland für einen Frieden kämpft, der ihm mit den Mächten, die an seiner Seite den großen Kampf ausfechten, diejenige feste Sicherheit gibt, deren Deutschland für einen dauernden Frieden und seine natio⸗ nale Zukunft bedürfe. Ueber Deutschlands Grenzen hinaus merde der Friede, den wir erstreben, allen Völkern die Freiheit der Meere verbürgen und all tationen die Möglichkeit eröffnen, iem Wettbewerb den schri i 8 1 gust.(W chte mittag hielt Fürst Bülow beim Einzug in sein neues Heim der Elbchaussee in Erwiderung auf den Willkommengruß der zahl⸗ reichen Menschenmenge und seiner Freunde eine Rede„in welcher er sagte: Unser aller Augen sind auf unser Heer und unsere Flotte gerichtet. Unsere treuesten Gedanken und heißen Wünsche begleiten und umgeben unsere kämpfenden Brüder, in Bewunderung für die heldenmütigen unvergleichlichen Leistungen, mit felf enfestem Ver⸗ trauen und in voller Zuversicht auf den Endausgang. Niemals in der tausendjährigen Geschichte hat sich das deutsche Volk so geschlossen und entschlossen, so tüchtig und so groß gezeigt, wie in diesem Kriege. ir neigen in Ehrfurcht das Haupt vor solcher Größe, überzeugt, daß solchen Eigenschaften und so schlichter Größe der Sieg nicht fehlen wird, und nach dem Siege ein sicherer stolzer Friede, würdig den heroischen Anstrengungen und ungeheuren Opfern. Der Red⸗ ner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. 5 *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. Aug. 1915 mittags. „ Russischer Kriegsschauplatz. Die über den Wieprz vorgedrungenen österreichisch⸗ ungarischen Truppen vertrieben gestern den Feind aus der Gegend nordwestlich Kozk und setzten die Verfolgung in nordwestlicher Richtung fort. Zwischen der oberen Tys⸗ mienica und dem Bug, wo die Russen in der Linie Ostrow.—Uchrusk neuerlich festen Fuß gefaßt haben, ist der Angriff der Verbündeten im Gange. Sonst im Nordosten nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Artillerie- und Angriffstätigkeit der Italiener an der küstenländischen Front nahm gestern wieder an Umfang zu. Am Rande des Plateaus von Do ber do griffen starke feindliche Kräfte unsere Stellungen östlich Monfulrone an. Diese verblieben nach erbittertem Kampfe aus na hms⸗ los in unserem Besitz. Der abgewiesene Gegner er⸗ litt namentlich durch flankierendes Geschüßzfeuer schwere Verluste. Zwei Angriffe gegen den nach Westen vor⸗ springenden Plateauteil wurden schon durch unsere Artillerie erstickt. Gegen den Görzer Brückenkopf versuchten sich die Italiener bei Pevna näher heranzuarbeiten. Hier wurden sie mit Handgranaten vertrieben. Ein in der Dunkelheit bei Zagrado(sfüdöstlich Plava) angesetzter feindlicher Angriff mißlang 8 155 der b r Im rutner und Tiroler Grenzgebi ist die Lage unverändert. nee Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Einzug des Prinzen Leopold von Bayern in Warschau. Berlin, 12. Aug. Der Einzug des Prinzen Leo⸗ pold von Bayern in Warschau erfolgte, wie dem„Ber⸗ liner Tageblatt“ berichtet wird, am 9. August bei schönem Sommerwetter. Der Prinz traf mit dem Generalstabschef und den übrigen Herren des Armeeoberkommandos über Raszyn und Fort VI auf dem Wiener Bahnhof ein und wurde von dem Kommandierenden General und dem Gouverneur empfangen. Wäh⸗ rend des Abschreitens der Ehrenkompagnie spielte die Musik „Deutschland, Deutschland über Alles“. Dann bestiegen der Prinz und ein Gefolge die Pferde und der Zug setzte sich in Bewegung. Voran ritt Kavallerie, hinter dem Prinzen, den Generalen und o— e, N Serock 0 e, a*, 2 2„ 3 5 5 o D eee 8 b 2 1* eee,. 5 PN, wg + 1. 2 3 * 4. 2 ane 80„ 05——— 5 — 8 1 De Daala- onen PHrze 22— 5 eee—.— 1— e NUuuegur 5 181 * Muwagkor gs..„ 8 e 3 Hern 1 Or- Oo. Zakche 5 9 r g N 2 2— 1 0 8 Scha f 9 edu.— N 22 eee er—— g e, s r „ ˙ P —— 0— e, 8 Zur Hlelagęrung vnn o ad N 1 N 5 2 3 No wagenrgie sk J a, eee 5 o, TTT 21 855— a fd gos, — e den Stäben, schritt Infanterie; eine Schwadron Kavallerie bil⸗ dete den Schluß. Der Prinz ritt, von der Bevölkerung ehr⸗ erbietig begrüßt, durch die Hauptstraßen zum sächsischen Platz und nahm vor der russischen Hauptkirche die Parade ab. Dann fand die Verteilung von Gisernen Kreuzen an die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften statt. Für die Bevölkerung, unter der russische Agenten Alarmgerüchte über eine baldige Rück⸗ kehr der Russen zu verbreiten suchen, bildete der Einzug eine Gewähr dafür, daß Warschau fest in unserem Besitz ist. Der deutsche Gouverneur von Warschau. Berlin, 12. August. Zum Gouverneur von War⸗ schau ist laut„Vossischer Zeitung“ der kommandierende General Frhr. von Scheffer⸗Boyadel ernannt worden. Er hat dem„Kurjer Poznanfki“ zufolge eine Bekanntmachung an die Be⸗ völkerung erlassen, nach der er den Fürsten Lubomirski zum Präsi⸗ denten der Stadt Warschau ernennt. Der russische Bericht. Petersburg, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus teilt mit: Auf den Straßen nach Riga wiesen wir in der Nacht zum 9. August mit Erfolg nach einem Kampfe von Mann gegen Mann mehrere Angriffe der Deutschen zurück, trotz der Unterstützung, die letztere von ihrer sehr starken schweren Artillerie erhielten. Nach Kämpfen, die im Laufe derselben Nacht und am folgenden Morgen in der Richtung auf Dünaburg und in der Gegend von Schwedenberg—Ponernuri— Wilkomir stattfanden, begann der Feind unter unserem Druck. ö Furückzuweichen, wobei er etwa 100 Gefangene und mehrere Ma⸗ schinengewehre und Kisten mit Munition in unserer Hand ließ. An der Narewfront, auf den Straßen von Lomza— Suiadowo— Ostrow dantern die erbitterten Kämpfe an. Unsere Ar⸗ tillerie warf die von den Deutschen gegen Nowo⸗Georgiewsk entlang dem linken Weichselufer unternommene Offensive in der Richtung auf Lublin—Laukoff zurück. Rechts des Wie prz ging 2 E l zum Ste achten. Straßen von Vlodava warfen wir mit Erfolg den Angriff des er der erstickende Gase zur Anwendung brachte, zurück. Am 2 njestr, in der Gegend der Mündung der Strypa ergriffen die Oesterreicher am 8. August eine örtliche Offensive; der Kampf dauert an. An den übrigen Abschnitten unserer Front kein Zu⸗ sammenstoß von Bedeutung. Der Angriff auf Kowno. Petersburg, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Mitteilung des Großen Generalstabes. Nach hier eingelaufenen Nachrichten ist der Angriff der Deutschen auf Kowno am 8. August folgender⸗ maßen verlaufen: Der Feind machte einen Angriff von der Front unserer Werke bei dem Dorfe Piple bis zur Front von Elisenthal am Flusse Jeßja. Die Belagerungsartillerie des Feineds ann die Beschießung nach Mitternacht mit Geschützen jeden Kalibers bis zu 16 Zoll(40 Zentimeter) einschließlich. Dieser Orkan von Feuer dauerte nicht weniger als zwei Stunden. Unsere Batterien antworteten kräftig. Gegen 3 Uhr nachts rückten die Sturmkolonnen möglichst gedeckt dicht an die Reihen unserer Stellungen heran, aber schon um 5 Uhr morgens war der Feind durch unser konzentri Feuer, durch die Explosion von Flatter⸗ minen und schließlich durch kräftige Gegenangriffe unserer Truppen auf der ganzen angegriffenen Front zurückgeworfen. Die Deutschen fluteten erschöpft unter ungeheuren Verlusten in die Geländefalten zurück, wo sie sich anscheinend wieder sammelten, um einen neuen Angriff vorzubereiten. Gegen Mittag verstärkte sich das fein d⸗ liche Feuer von neuem zu einem wahren Orkan. Trotz der Heftigkeit, Dauer und Zerstörungskraft der feindlichen —. Geschütze, hielten unsere Truppen den Geschoßhagel aus, auf sie herniederprasselte. Unsere Artillerie unterstützte diese Helden durch ihr Feuer kräftig. So verann der Tag. Bei Einbruch der Nacht ergossen sich nach und nach die vor unseren Stellungen angehäuften feindlichen Kolonnen gegen die Festung. In einem neuen Ansturm, welcher zwei Stunden dauerte, gelang es ihnen, sich eines Teiles unserer Schützengräben und unserer vorgeschobenen Stellungen zu be⸗ mächtigen, welche sein Feuer gefegt hatte. ber durch die heldenhaften Anstrengungen unserer herbeigeeilten Reserven wur⸗ den die Deutschen abermals mit ungeheuren Verlusten zurückge⸗ trieben. Der Feind behauptete nur die Werke bei dem Dorfe Piple, welche er um den Preis ungeheurer Anstrengungen und Verluste eroberte. Ein italienisches Blatt über die Lage im Osten. Mailand, 11. August(WTB. Nachtamtlich. Der„Cor⸗ riere della Sera“ enthält einen bemerkenswerten Artikel über die letzten Ereignisse auf den polnischen Schlachtfeldern, in dem es eißt: Warum sollen wir den Rückzug der Russen ableugnen? Er wurde durch den deutschen Willen den Russen aufgezwungem, die ihn über sich ergehen lassen müssen. Die Folgen des Rück⸗ zuges können heute noch nicht festgestellt werden, aber man wird sie morgen nicht abstreiten können. Die Deutschen können, wenn sie wollen, Truppen vom östlichen Kriegsschauplatz auf den west⸗ 15 lichen werfen. Der Verfasser des Artikels glaubt, daß das Ende des russischen Rückzugses nicht von den Russen, sondern von dem Willen der Deutschen abhängen werde. Besuch beim Kaiser Franz Josef. Wien, 11. 17(WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Großherzog Friedrich Franz von Mecklen⸗ burg⸗Schwerin und den Herzog Ernst August von Braunschweig, die heute früh aus Gmunden hier ein⸗ getroffen waren, im Schönbrunner Schlosse in Privat⸗ audienz empfangen. Eine Lüge der„Nowoje Wremja“. Berlin, 11. Aug.(WTB. Amtlich.) Die„Nowoje Wremja“ berichtete am 16. und 29. April, daß deutsche Truppen in dem Dor M st o wo bei Lodz eine Schreh⸗ kensherrschaft führten, die Einwohner Lena, die Frauen geschändet, zwölf Männer ermordet und hundert Bauernhöfe niedergebrannt haben. Der ganze Bericht ist erfunden. Der Schulze Josef Riboski und der Besitzer Krawiecki Pawlowski haben eidlich bezeugt, daß die deutschen Truppen sich stets anständig wie„Brüder“ benahmen, und daß keine einzige der behaupteten Schandtaten vorkam. Rußland und Schweden. Kopenhagen, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Laut „Berlingske Tidende“ behandelt der„Temps“ die wichtige Frage der Abtretung der Aalandsinseln an Schweden. Er erinnert dabei an Iswolskis Erklärung bei Abschluß des Ostseevertrages, daß Rußland nicht die Ab⸗ sicht habe, die Aalandsinseln zu befestigen und Sasonows Erklärung, daß Rußland die freundschaftlichen Beziehungen zu Schweden zu bewahren wünsche. Der„Temps“ warnt N davor, sich durch deutsche Theorien einfangen zu assen. * Der Seekrieg. Heldentat eines deutschen Hilfskreuzers. Berlin, 11. Aug.(W. T. B. Amtlich.) Nach kühnem Durchbruch durch die feindlichen Bewachungsstreitkräfte hat S. M. Hilfsschiff„Meteor“ an verschiedenen Stellen der britischen Küste Minen geworfen und sodaun Handels⸗ krieg geführt. a In der Nacht vom 7. zum 8. August stieß er südöstlich der Orkney⸗Inseln auf den britischen Hilfskreuzer„The Ramsey'“, griff ihn an und vernichtete ihn, wobei er 40 Mann der Besatzung, darunter vier Offiziere, retten konnte. Am folgenden Tage wurde er von vier britischen Kreuzern gestellt. Da ein Kampf aussichtslos und ein Entkommen un⸗ möglich war, versenkte der Kommandant sein Schiff, nachdem die Besatzung, die englischen Gefangenen und die Mannschaft eines als Prise versenkten Seglers geborgen worden waren. Die gesamte Besatzung des„Meteor“ hat wohl⸗ behalten einen deutschen Hafen erreicht. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes der Marine: (gez.) Behncke. (Anmerkung:„Meteor“ war ein als Minenschiff aus⸗ gerüsteter Handelsdampfer mittlerer Größe.) Esbjerg, 10. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ritzauschen Bureaus. Ueber das Schicksal des dänischen Scho⸗ ners„Jason“ wird berichtet: Der Schoner wurde von einem deutschen Hilfskreuzer„Meteor“ ein gutes Stück von der Küste in der Nordsee in Brand gesteckt und in Grund gebohrt.„Esbjer Avis“ zufolge war der Schoner mit Grubenhölzern und Schwe len von Eheden nach England unterwegs. Die gerettete, sechs Mann starke Besatzung erzählte, daß der Hilfskreuzer„Meteor“ einem Kauffahrteischiff glich. Die Besatzung erhielt fünf Minuten Zeit zum Verlassen des Schoners. Die Leute trafen quf dem Hilfskreuzer englische Marinesoldaten, die der Besatzung des eng⸗ lischen Patrouillenbootes„The Ramsey“ angehörten. Die Eng⸗ länder erzählten den dänischen Seeleuten, daß der„Meteor“ sie am Sonntag getroffen hätte. 65 Mann von„The Ramsey“ sollen ertrunken sein, 43 wurden auf den„Meteor“ gebracht. Später wurde der„Meteor“ von englischen Schiffen verfolgt. Als der Hilfskreuzer die Unmöglichkeit, zu entkommen, einsah, hielt er ein schwedisches Schiff an und brachte die Dänen, Engländer und einen Teil der deutschen Besatzung an dessen Bord. Der„Meteor“ * Kurs auf Esbjerg. Später wurden sechs Dänen in ein Boot gesetzt, worauf der Schwede dem Vernehmen nach südwärts weiterfuhr. Augenblicklich wird ein Verhör abgehalten. * Ein britischer Torpedobootszerstörer gesunken. London, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die Ad⸗ miralität meldet: Der britische Torpedobootszer⸗ störer„Lynx“ ist in der Nordsee auf eine Mine ge⸗ laufen und gesunken. Vier Offiziere und 22 Mann wurden gerettet. 5 Berlin, 12. Aug. Der norwegische Dampfer„Eden“ wurde nach einer Meldung der„Vossischen Zeitung“ am 10. August, abends, auf einer Reise von Newcastle nach Archangelsk in der Nordsee von einem deutschen Unterseeboot angehalten und gezwungen, einen Teil der Ladung, die für Rußland bestimmt war und aus 30 Tonnen Blei, Zink und Eisenplatten bestand, über Bord zu werfen. Dann konnte der Dampfer die Fahrt fort⸗ setzen. Amsterdam, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur melden aus London: Die russische Bark„El te⸗ kar“ ist versenkt worden. Ein Boot mit dem Kapitän und 10 Mann der Besatzung 5 gelandet.— Der englische 6 70 fer„Rosalie“ ist gestrandet; die Besatzung wurde gerettet. Berlin, 12. August. Laut„Berliner Tageblatt“ ist der schwedische Minenleger„Uri“ am 10. August morgens bei Gotenburg von einem Handelsschiff gerammt worden und sofort gesunken. Die Offtziere und die Mannschaft konnten gerettet werden. London, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet: Der große holländische Dampfer„Bet⸗ syanna“ aus Amsterdam ist drei Meilen südlich von Flam⸗ wurde zum Sinken gebracht. Das schwedische Schiff setzte O Die Kämpfe an den Dardanellen. Der türkische Bericht. 5 Konstantinopel, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet: An der Dardanellenfront warfen wir am 10. August nördlich von Ari Bur nu nach einem energischen Angriff den Feind auf einer Front von 500 Metern zurück und fügten ihm beträchtliche Verluste zu. Wir erbeuteten dabei ein Maschinengewehr und 200 Gewehre. Bei Ari Bur nu eroberten wir auf dem linken Flügel in der Nacht zum 10. August von neuem einen Teil der feindlichen Schützengräben. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr machten wir auf dem linken Flügel einige Franzosen, darunter einen Offizier, zu Gefangenen und erbeuteten eine Menge Waffen. Unsere verborgenen Batterien trafen mehrmals im Golf von Saros einen feindlichen Kreuzer, der indirekt die Umgebung von Bulair beschoß. Der Kreuzer entfernte sich sofort. Ein feind⸗ licher Flieger warf am 9. August drei Bomben auf das Lazarett in Galaköj, das horizontal das Zeichen des Roten Halbmondes trug. Ein Soldat wurde getötet, drei wurden verletzt.— An den übrigen Fronten hat sich nichts verändert. Die englische Darstellung. London, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Pressebarrean 5 meldet: General Hamilton bercee eenen Jort⸗ 0 schritte auf Gallipoli. In der südlichen Zone wurden auf einer f Front von 300 Metern östlich des Weges von Krithia 200 Meter Raum gewonnen. Die Hilfe der Franzosen war von hohem Wert. Bei Chunoch Bahr und Sari Bahr wurde ebenfalls Raum ge⸗ ö wonnen; der Kamm des Gebirges wurde besetzt. Die ice l Auf einer anderen Stelle wurde eine f 1 b 0 0 ö 1 f Verluste sind erheblich. neue Landung durchgeführt. Wir machten 630 Gefangene, erbeu⸗ teten eine Nordenfelt⸗Kanone, zwei Mörser und neun Maschinen⸗ gewehre. ** „„ Ein neuer Kriegsrat in Calais. Berlin, 12. Aug. Nach einer Meldung der„Deutschen Tagesztg.“ aus dem Haag tagte in Calais ein neuer K rat der Verbündeten. Mehrere Vertreter des Beute Generalstabes waren anwesend. Wie verlautet, bildete die Offensive ö auf der Westfront den Hauptgegenstand der Beratungen. 0 Ein Bericht Freuchs. f London, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) General French ö meldet: Die Engländer befestigen das norpwestlich en in den Ruinen des Dorfes selbst gelegene Gelände, das sie 0 gewannen. Schwache Infanterieangriffe während der Nacht wur⸗ g den abgewiesen. Gestern nachmittag wurde ein heftiger Artillerie ö kampf geliefert, der zur Folge hakte, daß alle offenen Schützen⸗ ö ö ö f ö riegs⸗ gräben südlich Hooge für beide Teile unhaltbar wurden. Wir zogen unsere Linie südlich des Dorfes ein weuig zurück, was ohne sonderliche Bedeutung für unsere Front ist. Kritik an der französischen Heeresleitung. Paris, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die soziali⸗ stische Presse drückt ihren Unwillen darüber aus, daß auf der französischen Front in den letzten drei Monaten nichts unternommen wurde, außer der mißglückten Offensive im Artois, um der russischen Armee in ihrer schwer bedrängten Lage 5 e e We 18 N 992 7. m 1 stellt fest, die Oesterr 1* Deut ätten über im Westen und Osten den Heeresleitungen der Alliierten ihren Willen auf⸗ gezwungen. Man müsse dem deutsch⸗österreichischen Plan einen Gegenplan entgegenstellen. Dieser Plan müsse auch von der Oeffentlichkeit erkannt werden können, damit das Vertrauen in den Endsieg weiter erhalten bleibe. Frankreich empfinde ein Roe Bedürfnis nach solcher Klarheit und erwarte, daß die Regierung seinen Wünschen Rechnung tragen werde. Aehnlich 0 äußert sich Gustave Her vs in der„Guerre soziale“, welcher f ebenfalls die Untätigkeit der Heeresleitungen der Alliierten un⸗ ü erklärlich findet. Die Untätigkeit sei anscheinend dadurch begründet, daß im Heere irgend etwas nicht in Ordnung sei. Die Regierung sei dazu da, die Stelle aufzudecken, an der es hapere. Denn man brauche nicht das Genie eines Napoleon, um nach Monaten trauriger Erfahrungen zu erkennen, daß diese oder jene Taktik nicht die erwünschten Ergebnisse zeitigte. Wenn die Regierung die schwache Stelle nicht üer könne, so könnte sie vielleicht die Oeffentlichkeit in diskreter Weise auf den richtigen Weg bringen, falls die 5 8 1 sich dazu bereitfinde, die Oeffentlichkeit nicht mehr zu knebeln. 5 Der englische Bericht über den Angriff deutscher Luftschiffe. London, 11. August.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird gemeldet: Ein Geschwader feindlicher Luftschiffe besuchte in der letzten Nacht die Ost⸗ küste. Einige Brände wurden durch Brandbomben verursacht, aber schnell gelöscht. Es wurde kein Materialschaden verursacht. 15 Per⸗ sonen sind tot, 12 Personen wurden verwundet. Ein Luftschiff wurde durch Artilleriefeuer vom Lande her beschädigt und es wird W das Luftschiff heute früh nach Ostende geschleppt wo ist.. Rückgang des Verkehrs im Londoner Hafen. London, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Die„Daily News“ bezeichnet den Bericht über den Verkehr im Londoner 4 77 als einen ernsten Rückgang infolge des Krieges und sagt: Die Einfuhr im Londoner Hafen sank um 0,65 vom undert, die Ausfuhr um 8,83 vom Hundert. Die Regierung forderte Frachtschiffe von 670000 Tonnen an und belegte viele Docks. U I— Ein vom Papfste veranlaßter Friedenskongreß? Bern, 11. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Die Turiner„Ga⸗ zette del Popolo“ erfährt aus Rom aus einer in vatikanischen Angelegenheiten gut unterrichteten Quelle, daß die ameri⸗ lanischen Kardinäle auf Aufforderung des Papstes einen Friedenskongreß einberufen wollen, an dem Fardinäle und Bischöfe teilnehmen würden. Ter Primas von Spa⸗ nien habe bereits zugesagt. Der Kongreß soll in der Schweiz zusammentreten und von den Vereinigten Staaten, Spanien und Holland unterstützt werden. Amerikas Antwort an Oesterreich⸗Ungarn. Washington, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Die Regierung hat die Ant⸗ work auf die österreichisch-ungarische Note nach Wien ab⸗ gesandt, in welcher die eee als ob die Ausfuhr don Munition an die Alliierten mit der amerikanischen Neu⸗ tralität nicht vereinbar sei, zurückgewiesen wird. 0 Aus dem Reiche. Heidelberg, 11. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Bei einer hier gestern veranstalteten Zusammenkunft der Oberbürgermeister der Städte Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim, Heidelberg und Lud⸗ wigshafen a. Rhein wurde die Gründung einer Ein⸗ kaufsgenossenschaft m. b. H. zwecks gemeinsamer Veschaffun von Lebensmitteln beschrossen. Die Geschäfts⸗ anteile dieser Städte wurden auf zusammen 100 000 Mk. fest⸗ esetzt. Der Beitritt anderer Städte ist vorgesehen. Nach 105 A eines Gesellschaftsvertrages wird die end- borohead gestrandet. 2* lin Mannheim. ültige Beschlußfassung in kürzester Zeit vorgenommen. Der Sitz er Gesellschaft und die Gescestelel befinden sich * 0 1 1 75 en die dafür Wirtscha wurden, merkt, bleiben sie Schall und Rau, d Pie unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens versteigert werden. 12 5 Aus Stadt und cand. Gießen, 12. August 1915. Teuerungsmaß nahmen. n, um auf dem Bewußtsein, ein jeder könne aus seinem Geschäf N 3 8 4 ft. 1 ziehen, den die„Marktlage“, das heißt zumeist die b ge seiner Mitbürger. äßt, durch eine Reihe straf⸗ Vermutung 0 f täglichen ind, ist den Dingen mit 3. den Grund zu gehen.“ wrt zu den tragikomischen Seiten dieser großen schaftsfrage, daß der Staat den Behörden 5 925 Publikum die Maßnahmen, nach denen man zuerst ein ungestümes Verlangen erhoben hat, jetzt, wo sie getroffen erst wieder empfehlen muß. Wie schon öfters be⸗ nerkt, ble„wenn nicht nachdrück⸗ lich für ihre Handhabung gesorgt wird. e ee ist z. B. dem Gießener Lebensmittelausschuß, der zur Ver⸗ mittlun der nötigen Maßnahmen bereit ist— Zimmer 2 des Stadthauses— bisher noch kaum eine Beschwerde bezw. Anzeige über Vorkommnisse auf dem Wochenmarkt zuge⸗ gangen, gegen die sich die Bundesratsverordnung richten 5 4— 8 nach wie vor alle ren. um bri ie ni ie richie dans ringt man sie nicht vor Ueber den Kartoffelverkauf der Stadt war ge⸗ stern an dieser Stelle gesagt, daß er bereits hinsichtlich 88 Preisgestaltung auf dem Wochenmarkt günstige Ergebnisse gezeitigt habe. Mitbestimmend dabei ist freilich, daß der Preis augenblicklich auch von dem Verhältnis vom Angebot zur N age geregelt wird und zwar in höherem Maße, als dies beispie Sweise im vorigen Jahre der Fall war. Ein⸗ mal hat jeder, der in der Lage war, alle zur Verfügung stehenden Fleckchen für den Anbau auch von Kartoffeln nutzbar dacht, so daß die Nachfrage geringer als sonst ist, und zweitens ist das Angebot um diese Zeit stets reich⸗ lich. Aber auch für eine vielleicht wieder zu erwartende Zeit der zurückhaltenden Tendenz auf dem Kartoffelmarkt ist von der Stadt Vorsorge getroffen, ausgleichend ein⸗ greifen zu können.— Der Nolonialwaren verkauf, 5 Monta voriger Woche dreimal wöchentlich durch ie! cus von ihr angekauften beträchtlichen Be⸗ ständen vorgenommen wird, hat, wie zu erwarten war, einen starken Zuspruch gefunden. Man hat an einzelnen Tagen bis zu 900 Mk. umgesetzt. Aus dem vorhandenen Lager hofft man den Verkauf noch vier bis sechs Wochen fortsetzen zu können. Der Verkauf erfolgt Montags, Mitt⸗ wochs und Freitags nachmittags von 2—6 Uhr in dem alten städtischen Schulhaus, Neustadt 61, und zwar nur an Einwohner, die unter 2600 Mk. Jahresverdienst haben. Steuerzettel mitbringen!— Im Städtischen Volksbad ist eine Gemüsetrocknungsanlage eingerichtet worden, die man demnächst in Betrieb zu Wannen gedenkt. Von pri⸗ vater Seite sind, wie man uns mitteilt, größere Mengen bon Obst und Gemüse unentgeltlich dem Unternehmen zur Ver⸗ fügung gestellt worden. Dieselben sollen dort verarbeitet und zur gegebenen Zeit zu ganz billigen Preisen bezw. gar unentgeltlich an die gering Bemittelten abgegeben werden. Es verkauf, wie er z. B. in Frankfurt, um nur eine Stadt zu nennen, außerordentlich vorteilhafte Folgen gehabt hat, ist es in Gießen leider noch nicht gediehen. Die eingeholten großen Angebote zeigten Preise, die die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens in Frage stellten. Da aber anderwärts die Bemühungen der Kommunen auch in dieser Beziehun von Erfolg gekrönt waren, darf man erwarten, daß au bei uns die Frage nicht aus den Augen gelassen wird. Wie seinerzeit bei dem Verkauf städtischer Dauerware, geht auch jetzt wieder in der Stadt das Gerücht, die an den Markt gebrachten Vorräte von Kolonialwaren und Kar⸗ toffeln seien von minderwertiger Beschaffenheit; von den Vorräten alter Kartoffeln habe man ganze Wagen in die Lahn fahren müssen usw. usw. Es kann nur gesagt werden, daß wie damals so auch jetzt die Käufer diese unlauteren Manöver Lügen strafen. Was man in die Lahn gefahren hat, waren Kartoffel kei me. * Seiner Verordnung vom 3. August über den Wochen⸗ marktverkehr gibt das Stellvertretende Ge⸗ neralkommando soeben noch eine Reihe von 99 85 bestimmungen. Am wichtigsten davon erscheint das Ver⸗ fügen, fortan auf den Märkten die Preise durch deutlichen Anschlag zur Kenntnis des Publikums zu bringen, eine Verpflichtung, der die Verkäufer sowie die Gemeindebehörden nachkommen müssen. Wenn auch die von den letzteren für angemessen erachteten Preise gleichzeitig meistens als Mein destpreise gelten werden, verspricht die Verfügung dennoch weitere Besserungsaussichten für die Lage; als Be⸗ weis sei auf die in dieser Hinsicht in Frankfurt schon be⸗ merkbaren Folgen hingewiesen, über die unter dieser Rubrik berichtet wird. Die Verfügung des Stellvertretenden Gene⸗ ralkommandos lautet: Im Anschluß an meine Verordnung vom 3. August 1915 IIIb Tgb. Nr. 16445/7337 bestimme ich: 1. Ob auch Gewerbetreibende, welche Wochen⸗ marktswaren in Ladengeschäften oder imStraßenhandel direkt an die Verbraucher verkaufen, als Zwischenhändler im Sinne der Verordnung vom 3. August 1915 anzusehen sind, bestimmt die Gemeindebehörde. Dieselbe Behörde kann auch, wenn besondere örtliche Verhältnisse dies angezeigt erschei⸗ nen lassen, den Einkauf durch Zwischenhändler bezw. den Verkauf an Zwischenhändler von einer früheren Zeit an wie 10 Uhr vormittags erlauben, jedoch nicht vor 9 Uhr vormittags. 2. Marktwaren, die auf dem Wochenmarkte gekauft sind, dürfen auf demselben nicht noch einmal verkauft werden, außer auf den von der Gemeindebehörde für den Kleinverkauf bestimmten Plätzen. 3. Die Verkäufer auf dem Wochenmarkt, welche ihre Waren im kleinen verkaufen, sind verpflichtet, an ihren zum Verkauf aufgestellten Waren den Verkaufspreis in deutlich lesbarer Schrift zur Kenntnis des Publi⸗ kums zu bringen.. 4. An den Hauptmarkttagen sind von der Gemeinde⸗ behörde die von ihr als angemessen erachteten Kleinhan⸗ delspreise an dem Publikum leicht zugänglichen Stellen der Marktplätze anzuschlagen und, soweit möglich, sofort der Tagespresse bekanntzugeben. Die Gemeindebehörde kann festsetzen, daß für gewisse Gemüse der Verkauf nur nach Gewicht stattfinden darf. Zuwiderhandlungen gegen Ziffer 2 und 3 unterliegen gleichfalls der Bestrafung nach§ 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851. * * Der blaue Anker. In unserm neuen, in der gestrigen Nummer der Familienblätter unter diesem Titel egonnenen Roman wird den Lesern unseres Feuilletons eine reizvolle Abwechselung geboten. Die Geschicke dreier Familien, die von einer Laune des Schicksals zusammen⸗ drei Geschwisterpaare, die im Mittelpunkt des reich an⸗ gelegten, flott und vornehm geschriebenen Romans stehen, wird namentlich die Leserin viel Freude haben; die gesunde und sonnige Lebensbejahung, die aus den jungen Menschen⸗ kindern spricht, rechtfertigt das vollauf. Daß der Roman mit seinem befreienden Schluß in die erste Zeit des Welt⸗ kriegs hineinreicht, verleiht ihm einen besonderen Reiz. ** »» Auszeichnung. Das Großherzogl. Hess. Militär ⸗ Sanitätskreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille wurde dem bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeich- neten Unterarzt im Res.⸗Inf.-Regt. 221 Ludwig Ewald aus Hanau, einem Angehörigen unserer Universität, verliehen. * Schlachtverbot für trächtiges Rindvieh. Der Stellvertretende kommandierende General des 18. Ar⸗ meekorps erläßt folgende Verordnung betr. Verbot des Schlachtens von trächtigem Rindvieh. Für den mir unterstellten Bezirk des 18. Armeekorps und— im Einver⸗ nehmen mit dem Gouverneur— auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz verbiete ich mit Gültigkeit vom 15. d. M. bis auf weiteres das Schlachten erkennbar trächtigen Rind⸗ viehs. Notschlachtungen sind mit Zustimmung der Orts⸗ polizei zulässig. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des 8 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 mit. bis zu einem Jahr bestraft. r Verbot der Verwendung von Rahm. Der Stellvertretende kommandierende General des 18. Armee⸗ korps erläßt folgende Verordnung betr. Verbot der Ver⸗ wendung von Rahm: Für den mir unterstellten Bezirk des 18. Armeekorps und— im Einvernehmen mit dem Gou⸗ verneur— auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz bestimme ich: Der Verkauf und die gewerbsmäßige Verwen⸗ dung von süßem und sauerem Rahm(Sahne) wird mit Gültigkeit vom 15. d. Mts. ab hiermit verboten. Ausgenom⸗ men von dem Verbot ist der Verkauf von Rahm an Kranken⸗ anstalten, ferner die Abgabe für Kranke auf Grund ärzt⸗ licher Bescheinigung, die auf Name und Menge zu lauten hat. Der für diese Zwecke freigegebene Rahm muß minde⸗ stens 20 Prozent Fettgehalt haben. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des§ 9b des Gesetzes über den Belage⸗ rungszustand vom 4. Juni 1851 mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft.— Damit ist u. a. denen entgegen⸗ gekommen, die dem Sahneschlecken in den Kaffeehäu⸗ sern schon lange den Krieg erklärt hatten. eßdeine Drachen steigen lassen. Das Aufsteigen⸗ lassen größerer Drachen hat kürzlich zu Verwechselungen geführt und Anlaß zur Beunruhigung des Publikums gegeben. Der Kommandierende General hat deshalb für den Bezirk des 18. Armeekorps und im Einvernehmen mit dem Gouverneur für den Bezirksbereich der Festung Mainz das Aufsteigenlassen von Ballons und Drachen jeder Art verboten. Verstöße gegen dieses Verbot werden bestraft. Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 11. August. Die heute zum erstenmal durchgeführte Polizeiverfügung über die Kenntlichmachung der Preise durch Anschlag in der Markthalle hat einen herzerfrischenden Preissturz aller Gemüse⸗ und Obstarten zur Folge gehabt. Es kosteten heute z. B. Speisekartoffeln das Pfund höchstens 8—9 Pfg.(am letzten e 10—12 Pfg.); Ein⸗ machbohnen 17—19 Pfg.(Samstag 20—25 Pfg.); Weiß⸗ kraut 7—8 Pfg. das Pfund(10—12); Kopfsalat 10—16 Pfg. (16— 20); Salatgurken das Stück 15—20 Pfg.(20—35): Ein⸗ machgurken 100 Stück 3—4 Mk.(5—5.50 Mk.); beste 65 das Pfund 18—24 Pfg.(28—50); Fallobst 4—7 Pfg.(6—12); Kochäpfel 10—12(14— 26); Mirabellen 30—35(35—45); Zwet⸗ schen 12—16(1828). Süßrahmbutter sank von 2.20 Mk. 2.10 Mk., Landbutter von 1.90 Ml auf 1.80 Mk. das Pfund Trinkeier kosten das Stück bis 16 Pfg.(20 Pfg.); Käse 5—8 Pfg. (6—10 Pfg.).— In der städtischen Kartoffelverkaufsstelle wurde 8 Preis für 10 Pfund neue Kartoffeln auf 65 Pfennige herab⸗ gesetzt. Pädagogium Neuenheim⸗Heidelber g. Im Kriegsjahr traten 37 Schüler i. d. Einjährigen⸗Prüfung ein, sie bestanden alle; 17 Schüler wurden in die Prima, 011 Es dürfte sich hier für solche, die Ueberfluß an Garten⸗ geführt werden, schürzt die Erzählerin, Elfriede Schulz, iel. Wandern. Sorgfälti 0 erzeugnissen haben, eine dankbare und sicher auch gern zu einem seltsam verschlungenen Knoten, dessen Lösung 5* e 10g. n n 4 Gelegenheit bieten, von dem Ueberfluß an die sschon nach den ersten Fortsetzungen die ganze Teilnahme heim einfach streng geregeltes Leben. Seit 20 Jahren stets Allgemeinheit abzugeben.— Zu einem städtischen Gemüse-⸗Uin Anspruch nehmen muß. An dem Leben und Lieben der gleich gute Erfolge. 881/ —.̃—ñ——.— c———————— Saeed ede 7 * 2 4 1 7 8 6. 7 1 75 4 9 4 b 7 . Besle 2 Pfg. Ci 5 9 1 5 esle g. Eigarelfe 5 0 8 7 8 Deutsches Fabrikat. 7 3 2 5 Truskfrei 7 7. 7 1 880 5 GFHFORHG A. M HNTZ I ANTIHF NSE SELL SCHAFT 2 4282882288882 8* 2— DDr pr rr jj eee Zur erbs Bekanntmachung. Die Nutzung der Jagd in dem gemeinschaftlichen Jagd⸗ bezirk der Gemeinde Waldgirmes, bestehend aus einem Bezirk, soll am 31. August d. Js. vormittags 10 Uhr, auf dem Rathaus öffentlich meisthietend auf die Dauer von 6 Jahren, beginnend mit dem 1. September 1915 verpachtet werden. Gemäß 8 21 der a vom 15. Juli 1907(G. S. S. 207) bringe ich dies mit dem Bemerken zur öffent⸗ lichen Kenntnis, daß die in Aussicht genommenen Pacht⸗ bedingungn vom 10. August 1915 ab zwei Wochen lang auf meinem Dienstzimmer öffentlich ausliegen, und daß während diefer Zeit jeder Jagdgenosse sowohl gegen die Art der Spinat, von LOochows Original-Winter-Raps, Sand- oder Winter-Wicken, Incarnatldlee(seidefrei) Wirsing, Rotkraut, Frühlings-Zwiebeln usw. usw. Heinrich Hahn, Giessen Neustadt 8 taussaat Feldsalat, Winter- Kopfsalat, Weisskraut, Arbeiter. Geschäftsstelle des Samenhandlung Telephon 403 Zigarren Uebernehme Anfertigung für 10 und mehr Ausführliche Angabe von Preis und Fasson unter 6483 an die Möbel u. Betten Anzüge, Teppiche etc. aul Abzahlg. zu billigst. Preisen bei * J. Ittmann ss] Bahnhofstr. 29 Bequemste Beding. 2 schriftliche Angedote it erer Gießener Anzeigers erbeten. Verpachtung als auch gegen die Pachtbedingungen Ein⸗ spruch beim Kreisausschuß in Biedenkopf erheben kann. Waldgirmes, den 9. August 1915. 6490 Der Jagdvorsteher, Bernhardt, Bürgermeister. Pferdeversteigerung. Dienstag, den 17. August 1915, vor⸗ mittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle dahier zwei ausrangierte Landgestütsbeschäler Prima feinste holländische Schellfische u. K abliau Aug Lolonialwaren, Delikatessen und Weinhandlung Telephon 262 1 in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei ust Wallenfels 5315 Gießen Marktplatz 17. Kreuzplatz feform- Waschpulver ist frei von schädlichen Stoffen und kostet 1 Pfund nur 25 Pf. Reformhaus Nussbutter! (Margarine) Ersatz für Süßrahmbutter, rein von all, tierisch. Fetten, zum Kochen, Braten, sow für Brotaufstrich geeignet. Das Pfund nur Mk. 1.25, empf. Baß& Landesmann, . 5 Lindenplatz 5. Prima Petroleum per Ltr. 56 Pfg. bei 6528810 Emil Fischbach. Gahltbiche Irbeilen;“ Abschriften, Diktate 607 5. Bestellungen erbitte nur frühzeitig. Ueber das Abschlachten ist ein beglaubigtes veterinärärztliches Zeugnis einzureichen nd ist bis zur Erbringung desselben eine Kaution von 100 Mark für jeden zu schlachtenden Hengst sofort zu hinterlegen. Darmstadt, den 9. August 1915. Großherzogliche Landgestüts⸗Direktion. von Willich. gigs I) FP schöner, frisch gepflückter 8 zu sehr billigen Preisen statt. Neues Sauerkraut Vervielfältigungen: oe Einmach⸗ u. Salatgurken] ander, Obllbenag, Heinrich Huhn, von neuer Ernte Wiederverkäufer besondere Preise. 04348 8* „Eden frisch eingetrossen d Reformhaus, Kreuzplatzö. Einmach⸗ A 1 bel Emil Fischbach.) Achtung! een. Achtung! Hurken! 0 ung! Nakur reine Vertaghe ene e e M Freitag, Suhr, sindet in der Babnhofst II lad Felien keller“, Babndofßtr. 1 Webb hide Serbe, air der Wee Marmeladen re, e Franz Vogt Co. olonie Schreibmaschinen haus 8 Goethestr. 2— Tel. 104. 0220 Cinmach⸗und) Salatgurken zu billigen Preisen. 043381 Frau Frosch. os Daubringen, den 11. August 1915. Fern von der Heimat, fern von deinen Lieben Ruhst du nun aus in fremdem Land Bel den Helden, die auch noch fielen Für das teure Materlanꝗ; Ach, viel zu früh verließ du hier die Deinen, Die in der fernen Heimat bitter um dich weinen, Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht steh'n, Auf zum Himmel wollen wir blicken, Denn dort gibts ein Wiederseh'n. Frau Katharine Klingelhöfer geb. Dort Wilhelm und Ludwig Klingelhöfer Johannes Klingelhöfer sen. und Frau Eli Fa Nach langer Ungewissheit erhielten wir jetzt die traurige Nachricht, dass mein innigstgeliebter Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Johannes Klingelhöfer Wehrmann im Landwehr- Inf.- Regt. Nr. 87, 11. Kompagnie im 36. Lebensjahre am 17. März bei einem Sturmangriff den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: sabeth Dort WW. milie Ludwig Dort II. Familie Hch. Schmidt II. Wiederseh'n wa Staufenberg, am 11. August 1915. rseine Hoffnung! 04330 Am 2. August starb im Lazarett infolge seiner schweren Verwundung unser braver, hoffnungsvoller Sohn, unser herzens- guter Bruder, Schwager und Onkel ö Wilhelm Meyer Garde-Schütze im Garde-Reserve-Schützen-Bataillon im Alter von 21 Jahren für sein so sehr geliebtes Vaterland. Im Namen der trauernden IIinterbliebenen: Familie Meyer. Verne tungen Schöne Wohnung Wilhelmstraße 7(Haus zum Alleinbewohnen) zu verm. Aübere Wibelmirafe l. immer Ludwigstr. 20 6⸗Zimmer⸗ Wobuung zu vermieten per J. Oktober. Näher. bei Herz⸗ berger, Löberstraße 3 58 [ Zimmer Mansardenstock 5 Zimmer n. all. Zubeh. zu ver⸗ miet. 4 Stepbanstr. 31 p. Zimmer 5703] Schöne 4 Zimmer⸗ wohnung per 1. Oktober zu verm. Ludwigstraße 57. Schöne 4⸗Zimmer⸗Wohn., Gartenanteil, Bleichpl, als⸗ bald oder später zu verm. 04340! Niegelpfad 18. 0 S Zimmer Schöne, geräumige 3⸗Zimm.⸗ Wohnung per 1. Sept. oder später zu vermieten. 6375 Näheres Steinstr. 75 1. 3 Zimmer⸗Wobnung, 2. 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Frau Die Beerdigung 155 Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Seligmann Katz im Alter von 54 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Steinberg, den 11. August 1915. vormittags 11 Uhr, in Steinberg statt. Katz, geb. Simon, und Kinder. 04885 findet am Freitag, den 13. ds. Mts., Rahn anal Verein, e. P. Wie wir erfahren, ist in letzter Zeit an verschiedenen Stellen in Gießen von einem Schwindler versucht worden, gegen gefälschte Quittungen Mitglieds⸗ beiträge für unseren Verein zu erheben. Der Betrüger, der frühere Bureau⸗ lehrling Haibach aus Wetzlar-Niedergirmes, hat bereits an anderen Orten viele Leute in ähnlicher Weise geschädigt, kann aber strafrechtlich leider nicht verfolgt und unschädlich gemacht werden, weil er als geistig minderwertig erklärt ist. Um unsere Mitglieder vor Schaden zu bewahren, stellen wir deshalb ausdrücklich fest, daß unsere Vereinsbeiträge ausschließlich durch die Post eingezogen werden. Postanweisungsformulare mit entsprechendem Vordruck wurden den Mitgliedern bereits Ende Juni d. Is. zugestellt. Soweit die Einzahlung noch nicht erfolgt ist, bitten wir dringend, dies sofort nachzuholen. Von nächster Woche ab werden etwa noch vorhandene Beitragsrückstände zu⸗ züglich Postgebühr durch Postauftrag erhoben werden. Wetzlar, den 10. August 1915. 6532 D Lahnkanal⸗Verein, e. V. Der Vorstand. J. A: Dr. H. Metschke. 4 Aan CARL Schuhwarengschäft Mäusburg Nr. 4 Anfertigung nach Mag Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfüße Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Reparaturen werden prompt ausgeführt BERG-· G ESSEN Marke»Petto« Das Provigantamt Hanau ist jederzeit Käufer von Hafer, Heu und Stroh. 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