Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Kamilienblätter; weimal wöchentl. Kreis blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß l Adresse für Drahtnach— richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 9 5 Dienstag, 10. August 1015 General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., usw. 20 Pf.— Haupt- hristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Guter Fortschritt der Kämpfe in Polen. Neue siegreiche Kämpfe der Türken. TB.) Großes Hauptquartier, 9. August. 118 (Amtlich.) 912 n Kriegsschauplatz. it Tagesanbruch entwickelte sich ein Gefecht bei Hooge östlich von Ypern. 5 50 In den Argonnen scheiterten französische Vorstöße. Gestern wurde bei Dammerkirch und im Schwarzen See, heute früh bei 9 pern, Gondrexange und bei Harboney je ein französisches Flu gzeug durch unsere Kampfflugzeuge abgeschossen. Die letzten beiden Flug⸗ zeuge gehörten einem Geschwader an, das vorher auf die offene, außerhalb des Operationsgebietes liegende Stadt Saarbrücken Bomben warf, natürlich keinerlei mili⸗ tärischen Schaden aurichtete, wohl aber neun friedliche Bür⸗ n 26 schwer und eine größere Anzahl leicht verletzt 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. „Die Angriffstruppen von Kow no haben sich näher andie Festung herangeschoben. Es wurden 430 Russen, darunter drei Offiziere, gefangen ge⸗ nommen und acht Maschinengewehre erbeutet. Auch gegen die Nord⸗ und Westfront von Lomza machten wir unter heftigen Kämpfen Fort⸗ schritte. Drei Offiziere, 1400 Mann wurden zu Ge⸗ fangenen gemacht, 7 Maschinengewehre und ein Panzer auto eingebracht. Südlich von Lomza wurde die Straße nach O st ro w erreicht und die Straße Ostromw— Wyszkow überschrit⸗ ten. Die an einzelnen Stellen noch zäh standhaltenden Russen wurden geworfen. Nowo⸗Georgiewsk wurde auch im Osten zwi⸗ schen Rarew und Weichsel abgeschlossen. Gegenüber von Warschau wurde Praga besetzt. Unsere Truppen dringen weiter nach Osten vor. In Warschau wurden einige Tausend Gefangene ge⸗ macht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generalobersten v. Woyrsch über⸗ schritt in der Verfolgung die Straße Garwolin— Ryki(nordöstlich von Iwangorod). „Der linke Flügel der Heeresgruppe des Generalfeld⸗ marschalls v. Mackensen drängte die Russen über den Wieyr; zurück. Mitte und rechter Flügel nähern sich der Linie Ostrow— Hansk—Uchrus(am Bug). Oberste Heeresleitung. *** In der Kriegszeit ist eine völlige Sättigung weder bei den Bedürfnissen des Magens noch denen des! Wissens und Forschens nach laufenden und kommenden Ereignissen er⸗ —. laubt und durchführbar. Die Berichte unserer Obersten Heeresleitung haben uns indessen noch in keiner Weise ent⸗ täuscht oder gar getäuscht, wie die Engländer, Franzosen und Russen es sich von ihren amtlichen Berichterstattern fast täglich 8 lassen mußten. Darum herrscht bei uns Vertrauen; der Weg führt, das sehen wir alle, auf die Höhe des Sieges, und alle Volkskreise, ausgenommen die We⸗ nigen um den„Vorwärts“, bleiben in der Beurteilung der militärisch⸗politischen Ereignisse guten Mutes. Daß Hin⸗ denburg uns nicht schon jetzt mitteilen kann, ob er zuerst Kowno erobern will— eine amtliche russische Darstellung hält die Bewegung an der dortigen Stelle leichtfertiger⸗ weise nur für eine Ablenkungsbemühung— oder ob er es in erster Linie auf Riga, oder die vielgenannten polnischen Ziele abgesehen hat, macht uns nicht unruhig. Es geht über⸗ all voran, das sehen wir auch aus den neuesten Tages⸗ berichten. Nun scheint es, als ob die alte Frage nach den Kriegs⸗ zielen in vielen Kreisen noch sehr lebendig umgehe. Das wäre wahrhaftig nichts unnatürliches, und ein guter Deut⸗ scher muß sich in seinen Gedanken mit diesen Dingen beschäftigen. Zurückhaltung in der Oeffentlichkeit ist not⸗ wendig und unerläßlich, so viel steht ebenfalls fest. Ganz im allgemeinen freilich wird das Ausland von selber wissen, daß in so weitverzweigten wichtigen Dingen, wo der eine schärfere und weitblickendere Augen hat als der andere und wo die Neigungen infolge verschiedener Erfahrungen und Vorbildungen sich mitunter seltsam fremd begegnen, nicht alles, was in Deutschland sinnt und denkt, ganz geschlossen und überzeugt hinter der höheren Weisheit der Regierung herläuft. Freie Meinung bleibt, und es ist nur zu hoffen, daß die leitenden Stellen diese freien Meinungen rechtzeitig ören und ausnutzen. Welche besonderen Ziele der Reichs⸗ nzler bei der Anbahnung des Friedens verfolgen wird, ist ns mit Recht bis heute verschlossen geblieben. Wie voraus⸗ schickt wurde, ist eine Sättigung der Neugierde auf diesem Gebiete noch nicht angängig gewesen. Sonderbarerweise be— merkt man heute in einigen Zeitungen Ausführungen, die gen Auslandspolitik unterhalten soll und angeblich auch ischeiden wird darüber, ob die Partei sich auf den Boden Politik ihres Führers Bassermann stellen will oder nicht. als ob man bis jetzt gehört hätte, wie weite Ziele dieses Herr Bassermann im Auge habe; man unterhält sich nur grundsätzlich darüber, ob es erlaubt sei, der Regierung gegenüber selbständige Gedanken zu vertreten. Einige Blätter tun dabei freilich so, als ob Bassermann schon jetzt in Mei⸗ nungsverschiedenheiten mit dem Kanzler stände, und schrei— ben gutgemeinte, aber doch eben nicht nötige Abwehrepisteln. So lesen wir in der freikonservativen„Post“: 5 Man sucht dem Volk die Befürchtung beizubringen, daß sein Kriegsziel sich nicht mit den Forderungen decke, die den blutigen und wirtschaftlichen Opfern entsprächen. Dies Raunen, das schon im Herbst v. J. begann, wird allmählich zu einem unerhörten Wagnis. Die Reden des Kanzlers im Reichstage, deren Inhalt sich hinsichtlich des Kriegszieles in dem Aufruf des Kaisers vom 4. August d. J. wiederfindet, tragen den unverkennbaren Cha⸗ ralter positiver Ziele von einer Umschreibung, wie sie besser unter den obwaltenden Verhältnissen, insbesondere nach Maßgabe einer militärisch noch nicht entschiedenen„kaum gekennzeichnet wer⸗ den konnte. Es ist bekannt, daß d. private Aeußerungen diese Ziele nicht abgeschwächt wurden. Trotzdem ertönt das alte Lied, wie von einer melancholischen Drehorgel getragen, nach kurzen Unter⸗ brechungen immer wieder. Nur der Leiermann verbirgt sein Haupt. Seine Gesichtszüge sind nicht klar zu erkennen. Sollten etwa die orgelnden Personen ie echseln? Wenigstens kommt man durch das verschiedene Tempo Unkenliedes zu der Ver⸗ mutung, daß auch verschiedene Akt sind. Ueber ein Be⸗ dürfnis zur persönlichen Rechtfertigun, man hinwegkommen; aber etwas anderes ist es, wenn fentliche Meinung über den leitenden Staatsmann irregefi der nächst dem Kaiser an erster Stelle das künftige Wohl ehe Deutschlands in der Hand hat. Denn nach der Rei ng schließt der Kaiser Frieden und der Reichskanzler mt die Verantwortung. Da ist es nicht gleichgültig, ja 1 verhängnisvoll werden, wenn sich im Volk die Befüt tsetzt, seine Wünsche würden nicht genügend vertr„Die nicht gestörte Psychose kann soweit wirksam sein, elbst nach günstigem Friedensschluß nicht abgetan ist. er der ganze Spuk? u Befürchtungen liegt nach d n des Kanzlers kein Anlaß vor. Soll man ande 90 erstellen? Will man etwa in heutiger Zeit einen Kanzlerwechsel? Dagegen wird sich das Volk im großen und ganzen sicher mit aller Energie stemmen! Der Burgfrieden ist ein offenes und stilles Uebereinkommen Aller zur Einigkeit. Soll davon der Kanzler schlossen sein? Wol⸗ len wir etwa französische und englische Zustände nachahmen, oder soll etwa diese stetige Nörgelei andere Ziele für die Zeit nach dem Kriege vorbereiten? Da heißt es doch wohl: Erst einmal ab⸗ warten. Es ist richtig: man soll abwarten. Aber die exwähnte nationalliberale Parteisitzung wird ganz bestimmt kein Miß⸗ trauensvotum für den Reichskanzler herausbringen. Vor einiger Zeit war es die konservative„Deutsche Tageszei⸗ tung“, die für scharfe Aeußerungen gegen die Regierungs- politik amtlich zur Ordnung gerufen worden ist. Wir meinen aber, der Drang nach einer Klärung, nach einem Ein⸗ vernehmen mit der Regierung hat seine Berechtigung. Eine sachgemäße, sich in den gebotenen Grenzen haltende Mitarbeit berufener Organe des deutschen Volkes bei der Neugestaltung der Verhältnisse des Reiches kann nur ge— wünscht werden. Ob Herr Bassermann dazu neigt, noch weiter zu gehen und die ihm gesetzten Schranken außer acht zu lassen, bleibt abzuwarten, ebenso wie man dem Kanzler Zeit lassen muß, seine eigenen Absichten in vollem Um— fange zu äußern. tätig **** Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 9. Aug.(TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Aug. 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplabz. Der von der Weichselfront zurückgewiesene Feind wird verfalgt. Oesterreichisch⸗ungarische und deutsche Streitkrüfte haben schon gestern zwischen der Eisenbahn Iwangorod—Lukow und dem Orte G arwolin die große Straße Warschau— Lublin in östlicher Richtung überschritten. Das linke Wieprz⸗Ufer und das rechte Weichsel⸗Ufer bei Iwangorod sind vom Gegner gesäubert. Unsere Truppen übersetzten den Wie prz gegen Nordosten und Norden. Die Gefechtsfelder von Lubartow und Miechow wiesen alle Spuren einer eiligen Flucht des Feindes auf. Die Zahl der von der Armee des Erzherzogs Josef Ferdinand gemachten Gefangenen erhöhte sich auf 800 0. Zwischen Wieprz und Bug wird weiter gekämpft. Am Dujestr aufwärts Usciecskow warfen unsere Truppen die Russen an meh⸗ reren Punkten, wobei 1600 Mann gefangen und fünf Maschinengewehre erbeutet wurden. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern stand der Südteil des Plateaus von Doberdo stellenweise unter heftigem Geschützfeuer. Unsere Artillerie antwortete mit Erfolg. Auch in der Gegend von Pla va herrschte erhöhte Artillerietätigkeit. Ein Versuch schwächerer feindlicher Infanterie, in unsere Stellungen bei Zagora einzudringen, mißlang. An der Kärntner Grenze griffen kleinere feindliche Abteilungen an mehreren Punkten erfolglos an. Vor unseren Stellungen auf dem Bladner⸗ Joch ließ der Feind über 100 Tote zurück. Im Tiroler Grenzgebiet wies eine unserer Patrouillen auf der Cresta Bianca(Cristallo-⸗Gebiet) eine feindliche Halbkompagnie ab und brachte ihr hierbei erhebliche Verluste bei, ohne selbst auch nur einen Mann zu verlieren. Westlich Daone, am Lavanech fand in der Nacht zum 8. August ein lebhaftes Feuergefecht statt, an dem jedoch unsererseits keine Truppen beteiligt waren. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. . 8 CCC Die Uneinnehmbarkeit der Dardanellen. i. Köln, 10. Aug. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der hollän⸗ dischen Grenze:„Nieuve Rotterdamsche Courant“ bringt eine Darstellung der Lage an den Dardanellen aus der Feder seines Konstantinopeler Berichterstatters, der die Lage sehr g.ülnstig für die Türken schildert und schließt: Nach unserer Rückkehr von der Front an den Dardanellen müssen wir bei sachlicher Beurteilung anerkennen, daß es den verbündeten Fein⸗ den nicht gelingen wird, diese Stellungen zu überwältigen, und daß sie sich niemals durch die Stellungen den Weg nach Konstantinopel zu bahnen vermögen werden. Einzelheiten über die Räumung von Warschau. Rotterdam, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Rotterdamsche Courant“ veröffentlichen die„Times“ eine Mel⸗ dung des Korrespondenten der„Chicago Daily News“ die von diesem am 1. August von Stockholm aus abgesandt worden ist. Sie enthält noch folgende Einzelheiten über die Räumung von Warschau: Die Stadtteile wurden kurzerhand geräumt. Die Besitzer erhielten die Erlaubnis, was sie von ihrem Eigentum in Sicher⸗ heit bringen konnten, unentgeltlich nach Osten zu verfrachten. Tag und Nacht hörte man die Explosionen von den Sprengungen der Fabrikeinrichtungen. Jedes Bruchstück der gesprengten Maschinen wurde mit der Bahn verladen. Tag und Nacht gingen lange Wagenkolonnen nach Osten. Die Soldaten waren da⸗ mit beschäftigt, die kupfernen Telegraphendrähte her⸗ unterzuholen. Alles Kirchengerät wurde nach Rußland gebracht. Das auf den Feldern stehende Getreide wurde vernichtet, die Dörfer dem Erdboden gleichgemacht. Rings um Warschau wurden Feldverschanzungen ausgehoben. Den Bewoh⸗ nern der Vorstädte wurde befohlen, sich zur Stadt zu begeben Keine Zivilperson durfte weiter als hach Brest Litowsk reisen. Mit der Räumung der Städte zwischen Weichsel und Bug wurden begonnen. Die Leute bekamen in der letzten Zeit für Papiergeld kein Brot mehr. Die deutschfreundlichen Polen hatten eine Liste von russenfreundlichen Polen aufgestellt, 2 um diese den Deutschen bei ihrem Einzug zu übergeben. Infolge⸗ dessen sind viele russenfreundliche Polen geflüchtet. Die Polizei hat fünf deutschfreundliche Polen, die vor der Wohnung eines Russen⸗ freundes eine Kundgebung veranstalteten, kurzerhand erschossen. Mehr als 5000 verwundete Soldaten sind zu⸗ rückgelassen worden. Amsterdam, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Handelsblad“ aus London bringt die „Times“ eine Depesche des Korrespondenten der„Chicago Daily News“ bei dem russischen Heere über die Räumung von Warschau. Diese begann am 15. Juli. Die Polizei suchte jedes Haus auf und forderte die Stadtverwaltung zum Bereitstellen von Frachtwagen auf. 35 000 Personen, dar⸗ unter halbe Ghettos, zogen ostwärts, ungefähr ebenso viel⸗ Bewohner aus der Umgebung kamen dafür in die Stadt. In Warschau sind 10 000 Familien zugrunde ge⸗ richtet. Der Korrespondent kennt vier Fälle von Leuten, die in den letzten Monaten 200 000 Pfund besaßen und jetzt bettelarm sind. Alles, was an Metall in der Stadt war, wurde entweder nach Osten geschafft oder zerstört. Es ist sicher nicht mehr als eine Tonne Kupfer zurückgeblieben. Die schweren Bronzeglocken der Kirchen wurden weggeführt. Seit dem 21. Juli waren alle Fahrzeuge über die Weichsel gebracht worden; 20000 Fuhrwerke fuhren quer durch Rußland nach Moskau. Die Lebensmittel waren in den letzten Monaten ungefähr zehnmal teurer als sonst. Die Wasserleitung arbeitet nicht mehr, weil die Maschinen nach Rußland gebracht worden sind. Die Polen und der Fall von Warschau. Wien, 10. Aug. Der Polenklub hielt im Abge⸗ ordnetenhause eine Festsitzung anläßlich der Eroberung Warschaus ab, an der zahlreiche Klubmitglieder teilnahmen. Der Obmann des Polenklubs, Bilinski, feierte die herrlichen Waffentaten der verbündeten Armeen, die zur Eroberung Warschaus und zur Befreiung Polens führten. Die Deutschen vor Wilna. Rotterdam, 10. August. Nach dem„Daily Expreß“ ha⸗ ben fünf deutsche Armeekorps den Angriff auf Wilna unternom⸗ men, wo die Russen von drei Seiten umzingelt zu sein scheinen. Auch bei Kowno entwickeln sich bereits Gefechte. Die Besetzung von Praga. Berlin, 10. Aug. Ueber die Kämpfe am Weichsel⸗ ufer wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ zufolge dem Bukarester„Az Est“ aus Warschau berichtet: Als die Russen vom rechten Ufer der Weichsel aus der Vorstadt Praga ihr Feuer gegen Warschau richteten, entwickelte sich ein regelrechtes dauerndes Schießen, bald spärlich, bald mit größerer Heftigkeit, und die Kugeln verirrten sich häufig in das Innere der Stadt. Inzwischen bauten die deutschen Infanteristen kaltblütig ihre Deckungen aus und besetzten die zur Erwiderung des Feuers geeigneten Gärten und Häuser an der Weichsel. Spät nachmittags gaben auch einige Batterien Schüsse ab. Bei Morgengrauen begann nördlich der gesprengten Weichselbrücke der Uebergang iber die Weichsel. Als die Russen diese Bewegung bemerkten, räumten sie schleunigst ihre Stellungen und Praga ging in die Hände der Deutschen über. Vor dem Verlassen dieser Vorstadt setzte der Feind den dortigen Bahn⸗ hof und die Häuser und Vorräte in Brand. Ein russischer Raub. Berlin, 10. Aug. Aus London kommt, wie verschie⸗ denen Morgenblättern berichtet wird, die Nachricht, daß eine von den Russen während der Ostpreußenzeit geraubte Bismarck⸗ Bronzefigur im Gewicht von 900 Pfund in Moskau eingetroffen sei. Die Statue sei von einem kaiserlichen Gut in Ostpreußen geraubt worden. Von der russischen Duma. Petersburg, 9. August.(WTB. Nichtamtlich.) Im Aelte⸗ stenrat der Reichsduma brachte einer der Führer der revo⸗ lutionären Bauernschaft Trudowiki, namens Kerenski, eine Be⸗ schwerde vor, daß ein Passus seiner Rede über die Friedens⸗ wünsche aus dem amtlichen Stenogramm gestrichen worden sei. Hierzu bemerkt Markoff: Wenn Kerenski nicht Mitglied der Duma wäre, verdiente er, für seine Aeußerung gehängt zu wer⸗ den. Der Aeltestenrat hat festgestellt, daß der Kriegsoberzensor, General Svonikoff, den Dumasitzungen beiwohnte, um gemein⸗ sam mit dem Präsidenten zu bestimmen, was von dem Steno⸗ gramm zu veröffentlichen sei.— Ungefähr 10 Gouver⸗ neure, die nicht energisch genug sind, werden jetzt vom Minister des Innern abgesetzt. Der russische Bericht. Petersburg, 9. August.(Zens. Frkft.) Mitteilung des Großen Generalstabs vom 8. Aug. 8 Uhr abends: In der Richtung von Riga haben wir den Feind aus der Gegend zwischen der Dwina und dem Eckauflusse vertrieben. Auf dem Unterlauf der Aa und auf der Straße östlich von Ponie⸗ wiez dauern die Kämpfe wie bisher ohne wesentliche Aende⸗ rung fort. Die Angriffe des Feindes gegen Kowno und Osso⸗ wie z, die am 6. August abgewiesen wurden, wurden tags darauf nicht erneuert. Von der Narewlinie aus fährt der Feind fort, kräftige Angriffe auf der ganzen Front zu unternehmen, indem eine große Masse von Feinden gegen den Abschnitt Lomza— Ostrowo gerichtet war. Rechts der mittleren Weichsel verlief der Tag vom 7. ohne bedeutende Gefechte. Links der Wieprz und dem Bug keine wesentlichen Aenderungen. Rechts des Bug zwischen den Flüssen Turija und Lug a haben wir mit Erfolg auf einer breiten Front die feindlichen Vorhuten durchstoßen. Am oberen Bug an der Zlota⸗ Lipa und am Dnujestr stellenweise Artilleriefeuer mit Unter⸗ brechungen. Ein Mordanschlag auf Sasonow. Mailand, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Sonder⸗ berichterstatter des„Secolo“ meldet aus Petersburg: Ein. ehemaliger Beamter des Ministeriums des Auswärtigen betrat das Arbeitszimmer des Ministers und versuchte, diesen mit einem Beil zu töten. Der Diener nahm ihn sofort ge⸗ fangen. Der Urheber ist anscheinend ner venkrank. New Norker Pressestimmen über die Einnahme von Warschau. New Pork, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Vertreter des WTB. meldet durch Funkspruch: Die amerikanische Prefse würdigt vollauf die strategische, politische und moralische Bedeutung der Einnahme von Warschau; sie spricht jetzt von der deutschen Dampfwalze anstatt wie bisher von der russischen.— „Sun“ bezeichnet den Versuch der Freunde der Alliierten, diesen roßen Triumph zu verkleinern, als eine Vogelstraußpolitik. War⸗ 5 5 bedeute mehr als die Einnahme von Calais.—„Evening Post“ erklärt es für müßig, die Bedeutung des letzten deutschen Erfolges in materieller und moralischer Hinsicht zu leugnen, Nach der Marneschlacht habe Deutschland angeblich dem Problem der Aushungerung gegenübergestanden. Es habe aber ein Jahr lang durchgehalten und gewinne jetzt den glänzendsten Sieg am Vorabend der neuen Ernte.—„World“ führt den Ausspruch eines amexikanischen Seeofftziers an, der meint, dies sei der politische Zeitpunkt für Kitchener gewesen, loszuschlagen. Daß dies nicht geschehen sei, sei der beste Beweis dafür, daß er nicht über die vermutete Truppenstärke verfüge.— Die„Times“ bezeichnen die Einnahme von Warschau als eine glänzende Waffen⸗ tat deutscher Strategie und zäher Ausdauer. 5 Der türkische Bericht. Konstantinopel, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An den Dardanellen landete der Feind in der Nacht zum 7. August unter dem Schutze seiner Flotte einen Teil frischer Streitkräfte in der Umgebung von Karatchali im Norden des Golfes von Saros und den Rest an zwei Orten nördlich von Ari Burnu. Wir vertrieben den bei Karatchali gelandeten Feind vollständig. Er floh und ließ etwa 20 Tote zurück. Die nördlich von Ari Bur nu gelandeten Truppen rückten unter dem Schutz der Flotte am 7. August ein wenig vor. Abends hielten wir das feindliche Vorrücken durch Gegenangriffe auf. Heute früh schlugen wir die Angriffe des Feindes zurück und brachten ihm erhebliche Verluste bei. Wir machten einige Soldaten und Offiziere zu Gefangenen. Bei Sed⸗ ül⸗Bahr trieben wir einen Teil eines Grabens auf unserem rechten Flügel etwa 40 Meter gegen den Feind vor. Am 6. Aug. schlugen wir den Feind zurück, der bei zwei fruchtlosen Angriffen gegen diesen Flügel 2000 Tote vor den Gräben ließ. Am 7. August wiesen wir drei lange, aber fruchtlose Angriffe, die der Feind gegen diese Laufgräben und in Massen gegen unser Zentrum und gegen unseren linken Flügel unternahm, zurück. Wir trieben den Feind voll ständig in seine alten Stel⸗ lungen zurück. Nicht zufrieden damit, diese wiederholten Angriffe zum Scheitern gebracht zu haben, drangen unsere Truppen in einen Teil der feindlichen Gräben ein und richteten sie gegen den Feind ein. Wir machten 110 Gefangene. Ein feindliches Unterseeboot versenkte heute früh das Linienschiff„Barbarossa Haireddin“. Ein großer Teil der Besatzung ist gerettet. Der Untergang des „Barbarossa“, so bedauerlich er an sich ist, regt uns nicht über⸗ mäßig auf, nur daß er das Stärkeverhältnis unsever Schiffe zu den feindlichen wie eins zu zehn gestaltet. Wir heben noch hervor, daß unsere übrigen Schiffe dieselbe Tätigkeit entfalten werden und daß ihre von glühender Vaterlandsliebe beseelten Mannschaften durch ihre Geschicklichkeit und ihre Aufopferung dem Feinde den⸗ selben Schaden zuzufügen wissen werden, wie ihre Kameraden. „Barbarossa Haireddin“ gehörte unter dem Namen „Kurfürst Friedrich Wilhelm“ früher der deutschen Flotte an Die Panzerschiffe dieser Klasse verdrängten 10 060 nen, haben 10000 Pferdekräfte und laufen 17 Knoten. Sie sind im Jahre 1891 vom Stapel 1 und wurden im Jahre 1908 an die Türkei verkauft, als wir zum Dreadnought⸗Typ übergegangen waren. Die Schiffe führen sechs 28⸗Zentimeter⸗ und acht 10, 5⸗ . ferner acht 8,8⸗Zentimeter⸗Geschütze, außerdem vier Maschinengewehre und zwei Unterwasser⸗Torpedorohre. Die Be⸗ satzung bestand aus 900 Mann. Konstantinopel, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ort Karatschali, in dessen Umgebung nach dem gestrigen Be⸗ richt des türkischen Hauptquartiers die Landung frischer feind⸗ licher Truppen stattfand, die jedoch in die Schiffe zurückgetrieben wurden, liegt an der Nordküste des Golses von Saros, ungefähr e N 50 e N N gegenuver der gleichnamigen kleinen Insel zwischen den Mün⸗ dungen zweier kleiner Flüsse, 15 Kilometer westlich des Ortes Kadikocj, der durch die Angriffe der Bulgaren gegen Bulair während des ersten Balkankrieges bekannt wurde. Konstantinopel, 9. Aug.(WDB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront brachte heute früh 5 Uhr 50 Minuten eines unserer Wasser⸗ 1 durch Bomben ein feindliches Untersee⸗ boot vor Bulair zum Sinken. Bei Ari Bur nu warfen wir 2 wiederholte Angriffe des Feindes zurück und fügten ihm Verluste bei. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr zerstörten wir eine feind⸗ liche Bombenwerferstellung. Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. Aus Konstantinopel. „Konstantinopel, 9. August.(WTB. Nichtamtlich.) Anläßlich der„Nacht der göttlichen Entschlüsse“(Kadir⸗ gedschis; des Monats Ramasan wurden in der gedrängt vollen Hagia Sophia zum ersten Male feier liche Gebete nicht nur für die osmanischen Waffen, sondern auch für die Heere 980 verbündeten Nationen verrichtet. Annähernd 20000 Personen wohnten dem Gottesdienst bei. ** *. Ein italienischer Minister über die Aussichten des Krieges mit Oesterreich. Zürich, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Zürcher Zeitung“ veröffentlicht im Auszug ein Gespräch von dem von der Front zurückgekehrten italienischen Justizminister Orlando mit dem Vertreter eines sizilianischen Blattes. Der Minister schildert die Lage auf dem österreichischen Kriegsschauplatze in den düstersten Farben. Die Verteidigungswerke und Schützengräben und die vielen natürlichen Hindernisse, welche die Oesterreicher trefflich ausnutzten und die vorzügliche feindliche Artillerie, in fast unauffindbaren Stellungen befindlich, alles trage dazu bei, den Vormarsch der Italiener zu ver⸗ langsamen. Geduld sei die erste Siegesbedingung an⸗ gesichts eines solchen Gegners. Ein entlassener italienischer General. Zürich, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Zürcher eitung“ meldet: Dem italienischen Militärblatt zufolge ist der kommandant des ersten italienischen Armeekorps, Generalleutnant Ragni, seines Kommandos enthoben und zur Disposition gestellt worden. Ragni war früher General⸗ gouverneur von Tripolis und genoß in militärischen Kreisen ein großes Ansehen. Es müssen schwerwiegende Gründe gewesen sein, die zu seiner Entlassung geführt haben. Die Stimmung in Italien. Mailand, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Secolo“ meldet aus Florenz über eine Tagung der parlamentarischen Gruppe der sozialistischen Partei. Bezüglich der Getreidefrage be⸗ dauern die Sozialisten, daß keine Maßnahmen zur Verhinderung der Umtriebe der Getreidespekulanten getroffen worden sind. Sie fordern die Regierung auf, große Getreideankäufe im Auslande zu machen und sie auf Whnderen Tampfern nach Italien zu brin⸗ gen. Die dem Staat dabei erwachsenden Verluste soll er als be⸗ sondere Kriegsausgabe tragen. Zur politischen Lage wurde eine lange Entschließung mit verschiedenen Vorschlägen und Einwänden angenommen, deren vollständige Veröffentlichung die Zensur jedoch verhindert hat. Aus Mitteilungen des„Secolo“ ist zu entnehmen, daß ein normales Weiterarbeiten des italienischen Parlaments ver⸗ langt wird, denn dort werde jede Klasse und jede Partei ihr Pro⸗ gramm entwickeln und die Verantwortlichkeit vor dem Lande über⸗ nehmen. Eine andere Entschließung über das Problem der Ar⸗ beitslosigkeit, e schlimme Folgen sich immer deutlicher zeigen, bedauert das vollständige Versagen der Regierungsmaß⸗ nahmen zur Finanzierung der öffentlichen Arbeiten. Es soll ein Sonderausschuß eingesetzt werden, der der Regierung noch einmal die ganze Schwere der Probleme nahelegen soll. Nach einem Be⸗ richt Morgaris über seine Auslandsreise wurden schließlich alle An⸗ strengungen derer, die auf einen künftigen Frieden hinarbeiten, gebilligt. Ein Aufruhr in Mailand? Zürich, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Zürcher Zeitung“ meldet aus Mailand: Am Freitag wurden am hellen Tage auf der Straße zwei Wächter von der Wache des königlichen Schlosses hinterrücks überfallen. Von allen Seiten sprangen Helfershelfer hinzu, so daß angenommen wird, daß es sich um ein Komplott handelte. Beim Einschreiten der Polizei entspann sich ein Handgemenge. Schließlich wurden zwölf Personen verhaftet. Die Mailänder Presse bezeichnet das Ereignis als einen offenen Aufruhr. „ Das Kriegsbrot in Frankreich. Paris, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Dem„Petit Parisien“ zufolge hat die Kammer am Samstag einen Gesetzesantrag des Sozialisten Long angenommen zu dem Antrage über den Ankauf und Verkauf von Getreide und Mehl, wonach künftig zur Brotherstellung nur bis zu 74 Prozent ausgemahlenes Mehl verwendet werden darf. Außerdem muß das Mehl bei der Brotherstellung einen Zusatz von mindestens 5 Proz. Roggen, Mais- oder Ma⸗ nicomehl enthalten. Paris, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ wendet sich heftig gegen den von der Kammer angenommenen Gesetzantrag bezüglich des Ankaufs von Getreide und Mehl sowie gegen den Zusatzantrag, betreffend die Mehl⸗ mischung für die Brotherstellung. Der„Temps“ hofft, daß der Senat den Antrag verwerfen werde, denn der Antrag verhindere das Fallen des Getreidepreises. Es bestehe für Frankreich leine Notwendigkeit, Kriegsbrot zu essen, denn die Verbündeten besäßen die Seeherrschaft. Man hätte nicht nötig gehabt, das deutsche K⸗Brot nachzuahmen, über das man sich in Frankreich zur Genüge lustig gemacht habe. Belgische Flüchtlinge in Holland. Berlin, 9. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„Vossische Zeitung“ mel⸗ det aus Amsterdam: Nach einer amtlichen Mitteilung sind Fa 4 noch 18000 belgische Flüchtlinge in Massen⸗ agern, 74 800 andere Flüchtlinge wurden in Holland unter⸗ gebracht. Die Kosten der Unterhaltung der Flüchtlinge beliefen sich bisher auf 7½ Millionen Gulden. Der„Lokalanzeiger“ meldet aus Amsterdam: Um dem be⸗ denklichen Arbeitermangel auch an weiblichen Kräften in der Baumwollin dustrie abzuhelfen, verlangen die Baumwoll⸗ industriellen und Vertreter ihrer Arbeiter in Manchester die Herab⸗ setzung des gesetzlichen Alters für Kinderarbeit, und zwar auf el 1 1 hulbe Tagesarbeit und zwölf Jahre für volle tägliche rbeitszeit. Ein schweizerischer Offizier über die Lage. Basel, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Der militärische Mitarbeiter der„Basler Nachrichten“ schließt eine Be⸗ trachtung über den westlichen und italienischen Kriegsschauplatz mit folgenden Worten: Die gegenwärtige Lage des Vierverbandes ist auf den Schlachtfeldern keineswegs erfreulich. Im Osten sind die Russen im vollen Rückzuge, auf dem westlichen, italienischen und Dardanellen⸗Kriegsschauplatz liegen seine Heere vor starken Stellungen fest und kommen nicht vorwärts. Die Gründe, die trotz der zahlenmäßigen Uebermacht des Vierverbandes zu diesem Zustande geführt haben, sind hauptsächlich der Mangel an einem Die bulgarische Anleige. Sofia, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Finanz⸗ minister veröffentlicht folgende Mitteilung über die N ungen des Abkommens betreffend die Anleihe von 500 Mil⸗ lionen Francs, das mit einem Syndikat deutschen und österreichisch⸗ungarischer Banken getroffen wor⸗ den ist. Die Finanzgruppe hatte sich bis zum 1. August zu er⸗ klären, ob sie zur Ausübung der Option auf den ersten Teil der un: leihe im Betrage von 250 Millionen gewillt wäre. Das Syndikat hat sich hierzu bereit erklärt. Da der Krieg aber eine öffentliche Emission der Anleihe nicht gestattet, so wurde diese bis spätestens auf ein Jahr nach Friedensschluß verschoben. Inzwischen wird die Bankengruppe die bei ihnen untergebrachten 120 Millionen Francs Schatzscheine einlösen. Der bulgarische Staat wird 1 5 für an Zinsen 1 Prozent über den jeweiligen Stand der Deutschen Reichsbank und zwar nicht unter 6 Prozent und nicht über 6 Prozent zuzüglich einer Provision von/ Proz pro Quartal zah⸗ len. 75 Millionen Francs, die Bulgarien der Banque de Paris et des Paye-Bas schuldet, werden aus dem Erlös der Emission der ersten Option bezahlt werden. Die der Russisch⸗Asiatischen Bank schuldigen, 30 Millionen befinden sich zur Verfügung dieser Bank bei der Diskonto⸗Gesellschaft in Berlin; sie werden der erstgenann⸗ ten Bank überwiesen werden, sobald dies nach dem Friedensschluß möglich ist. 5 Montenegrinisches Geflunker. Lyon, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie„Progres“ aus Cetinje meldet, wurde die militärische Untätigkeit Serbiens und Montenegros von Rußland angeraten, da man dort die ser⸗ bischen und montenegrischen Heere nicht opfern wollte, ohne eines Erfolges gewiß zu sein. Die Untätigkeit werde aufhören. Man erwarte in Belgrad und Cetinje nur den Befeh laus Peters⸗ burg, um die Offensive wieder aufzunehmen, die mit den ita⸗ lienischen militärischen Operationen in Einklang gebracht werden soll. Wahrscheinlich wird die Besetzung von Triest und Görz das Zeichen für die Aufnahme einer gemeinsamen Offensive Ita⸗ liens, Serbiens, Montenegros und Rußlands sein. Der Ausstand der amerikanischen Munitionsarbeiter. Berlin, 10. Aug. Nach einer New Porker Meldung des„Rotterdamschen Courant“ befinden sich laut„Tägl. Rundschau“ 11000 Munitionsarbeiter wegen Lohnstreitigkeiten im Ausstand; das sei ein Sechstel der gesamten Munitionsarbeiter in den Privatbetrieben der Vereinigten Staaten. ** E Der Seekrieg. Ein englischer Hilfskreuzer torpediert? Kopenhagen, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Ritzausche Bureau meldet aus Kristiania: Hier ein⸗ getroffenen Nachrichten zufolge wurde gestern abend der englische Hilfskreuzer„India“, 7900 Tonnen, nördlich von Bodoe beim Einlaufen in den Vestfjord tor⸗ pediert. Der schwedische Dampfer„Goestea⸗ land“ ging mit 80 Mann der Besatzung nach Narwik ab. Etwa 72 Mann wurden bei Helligvaerk gelandet. Die Mili⸗ tärbehörden haben die nötigen Maßnahmen getroffen. * London, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Lloyds⸗ Meldung sind der schwedische Dampfer„Walmland“ von 3676 Tonnen, der Dampfer„Glen ra vel“ von 1092 Tonnen aus Belfast und der Fischdampfer„Ocean Queen“ versenkt wor⸗ den. Die Besatzungen wurden gerettet.(Demnach ist anzunehmen, daß der Dampfer„Malmland“ Bannware führte.) 5 Nybor g, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der dänische Dampfer„Lynn“ landete hier sieben Mann und eine Frau von der Besatzung des Gotenburger Dampfers„Mai“, der, von Schweden nach England mit Grubenholz unterwegs, am Freitag in der Nordsee von einem deutschen Unter⸗ seeboot in Grund gebohrt worden war. Die Be⸗ satzung war in zwei Boote gegangen. Die Insassen des einen Bootes sind am Samstag von dem„Lynn“ aufgenom⸗ men worden. In dem zweiten Boote befanden sich der Kapi⸗ tän und neun Mann, deren Schicksal unbekannt ist.(Gru⸗ benholz ist Bannware.) f a 5 Ehristiania, 9. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die norwegische eiserne Segelbark„Norman“ 995 Tonnen roß, mit Holzlast, also Bannware, unterwegs nach dem Tyne, wurde von einem deutschen Unterseeboot quer ab von Arendal, sechs Seemeilen vom Lande entfernt, vers e Aus belgischen Archiven. (Schluß.) a Die stetig weiter fortschreitende Verschärfung der Gegensätze läßt sic an der Hand aller Berichte Greindls im Frühjahr 1909 verfolgen. 0 den Marinedebatten in der Budget⸗ Eine Parallele zwischen 5 U kommission des Reichstags und den Verhandlungen im englischen „Ich möchte nur bemerken, Unterhause führt zu folgendem Schluß: 0. wenn man die Redner hört, die in London erörtert haben, wie die englischen Seestreitkräfte beschaffen sein müssen, um jeder Gefahr gewachsen zu sein, man könnte glauben, daß außer Großbritannien Deutschland die einzige Macht ist, die überhaupt eine Kriegsmarine besitzt Man hat von ihr gesprochen, als ob die anderen nicht existierten, und das einen Monat nach dem Besuch des Königs von England in Berlin, bei dem so herzliche Reden gewechselt den. Diese einseitige, geradezu bend iche Furcht sagt mehr, als die obligaten offiziellen Höflichkeiten, ozne die gewiß Grund zur Beunruhigung vorliegt, die aber an und für sich nicht das Geringste bedeuten. Nach wie vor besteht die ane Annäherung beider Länder in einem tiefen gegenseitigen ißtrauen.“ 5 Am 31. März schreibt er:„Die Verfassung der Gemüter in England erinnert an die in Frankreich während der Jahre 1866 bis Acad 8 1 1125 Sen, führt ee Deutschland an der Wiederherstellung seiner Ein zu. hindern, weil sie darin eine 1 der Vorherrschaft sahen, die Frankreich bis dahin auf dem Festlande ausgeübt hatte. Ebenso betrachtet man heut ein London die ee sich vertraglich dazu zu verpflichten, von der Gngde Englands ab⸗ hängig N 2 7. Akt und eine Bedrohung des Friedens.“ 75 Als im Oktober 1908 die englische und französische Presse in höchste Aufregung über die Annexion von Bosnien und Herze⸗ gowinga geriet, war Herr Leghait in Sorgen, daß der Plan Jswolskis, auf einer ad hoe berufenen Konferenz den„Berliner Vertrag zu zerreißen“, die Unterstützung Frankreichs und Eng⸗ lands fin. Die Sorge war unnötig, aber Herr Leghait war einseitig genug, zu erkennen, von welcher Seite die Gefahr drohte. U Auch ein Bericht Baron Greindls vom 1. April 1909 zeigt, daß er 0 lediglich der mangelnden Kriegsbereitschaft Rußlands zuschreibt, wenn der Krieg damals nicht ausbrach, den die eng⸗ lische Politik in nächste Nähe rückte. Talsächlich hat, als dauk dem Eingreifen Deutschlands die Krisis überstanden wurde, die englische Regierung in St. 1 ernste Vor⸗ stellungen darüber erhoben, daß Rußland der Anregung des W 1 gefolgt war, die die Annexionsfrage aus der Welt 1. 5 Baron Greindl schreibt:„Es ist meiner Ansicht nach nicht weifelhaft, daß Rußland und Frankreich von dem aufrichtigen Wunsch beseelt waren, einen allgemeinen europäischen Brand Zusammenarheiten der verschiedenen Staaten und ungenügende Kriegsbereitschaft. u vermeiden. Rußland hat nichts von dem, was man zum Rriegführen braucht, und solange ihre englischen Freunde nicht n 125 22 8 Franzosen weit 12 85 Herr vorschlag, 1 a ans sehr äh im Dreibunde spielt. taliens hin. lag, eine zweideutige Halt erhofft.“ Die Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Zaren in den Finnländischen Schären am 17. Juni berstimmte füt 0 dem Festland zu Hilfe zu kommen, sind des Erfolges sicher zu en. Aber so sehr man auch den Frieden wünschte, so hätte man ihn doch lieber anders gewährleistet 8 t davon, si nlich gewesen wäre.“ Gleich zutreffend ist sein Urteil über die Rolle, die Italien 6(Bericht vom 17. April 1909.) Seit recht langer Zeit gibt man sich weder in Berlin noch in Wien irgendwelchen Illussonen über den eventuellen Beistand N Der Quirinal ist gegen Frankreich und England erpflichtungen eingegangen und lolettiert dauernd mit London, und Paris. Trotzdem hält er am Dreibund fest als Garantie für die Treue der neuen Freunde, die ihm nur ein begrenztes Ver⸗ trauen einflößen; er behält sich dabei vor, sich auf die Seite des Stärkeren zu stellen wie in Algeciras, wo ex Frankreich und Eng⸗ land unterstützte, und wie, kürzlich in der Orientfrage, wo er sich schließlich Deutschland und Oesterreich-Ungarn anschloß, nachdem er bis zum Augenblick, in dem erkennbar wurde, wo der Erfolg ung eingenommen hatte. Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn behalten oder dulden Italien im Dreibunde, weil sein Austritt eeine Minderung an Prestige bedeuten würde, und auch, weil man darin eine Möglichkeit sieht, es im Falle eines Konfliktes nicht als Gegner zu haben; aber das ist alles, was man von ihm. in Paris und noch mehr in London. Dazu bemerkt Greindl, daß man sich, Ergebnisse dieser Zusammenkunft keinen Ill g bar habe die Entwicklung de in Paris vertrat, läßt darüb den Eindruck, daß der Rausch der russis rung verflogen sei. Das war freilich in Berlin. r Balkankrisis er keinen Zweifel aufkommen. chauvinistische Hoffnungen aufzufrischen, mußte ihn auch Glut wieder anfachen, denn die Funken glühten unter der Asche fort und wurden sorgfältig gehegt. — Aus Stadt und Fand. Auf dem Felde (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landsturmmann Ludwig Fien, Pionier⸗Regiment 36, aus Karl Wol 5 Drag.⸗-Rgt. 23, aus Darmstadt. Darmstadt.— Sergt. * Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Leutnant Hermann Metz aus Gießen, nachdem ihm vor kurzem das Eiserne Kreuz verliehen * Oberhessisch dentod fürs Vaterland kannte Lehrer an der Großh. Hef Friedberg Dr. Hans Ho Gießen, 10. August der Ehre gefallen. worden war. er Obstbau ffmann, einem Landsturm⸗Infanterie⸗Regiment, der treue und Berater der oberhessischen Obstzüchter. Nachdem der⸗ selbe schon vor Jahresfri treue Wacht gestanden hatte, durch Krankheit zurückberufen, sturm⸗Bat. Friedberg un kruten⸗Depot, um von 40 Jahren. * Freie Schneid und Land. Am Sonntag fand im Saale Felsenkellers eine Versammlung Gießen statt zwecks Kreises Schneider⸗Innung N berufen sind, war die Schüttler von der sprach über die Ziele un in ausführlichen Worten Bad⸗Nauheim unterstrich wurden: Robert leicht lass Postverwaltung dringend Schöne Wohnung 5 Wilbelmstraße 7(Haus zum . Alleinbewohnen) zu verm. bers Näheres Wilbelmstraßse 5 1. Alicestraße II rache Wohnung zu verm. 3361 Näheres daselbst 1. Stock. mer Sete,(⸗Jimmerwohng. preisw. 1 mit Bad zu vermieten. 51% A. Geißner, Plockstraße 9. mer ihren Beitritt zu der neuen gleich zur Vorstandswahl, wobei folgende Herren Konr. Ant. Artz aus Lang⸗Gö⸗ neider und Reinhard K meister, Ludwig Som führer, Na Rinn XV Jost S Beisitzer. * sammensetzung(1 Teil Aether und 85 entzündlichen Geg Postordnung zur Versendung mit der Post nicht en sind. Vor Zuwiderhan st mehrere Monate in den er⸗Innung Gießen⸗ Handwerkskammer d Zw dar, bermeister ch diese 2 usführungen. Beide Redner fanden ungeteilten Beifall. 32 Schneidermeister erklärten Innung, und man schritt auch Gärtner aus Gießen als Obermeister, us als stellvertretender Ober⸗ mer⸗Klein⸗Linden als Hoffmannstropfen gehören infolge ihrer Zu- Teile Weingeist) zu den ständen, die nach der en gewarnt. Herrschaftliche 5 Zimmer- Wohnung mit Gas, elektr. Licht, Bad, Loggia usw. für 1. Okt. evtl früher z. verm. 5400] Walltorstraße 73. 0 4 Zimmer 635/ Sch. I Zim.⸗W., 1. St., 2. St, mit Gartenant, Bleich⸗ pla u. Zub., sof. u. 1. Oktob. beziehbar. Schottstr. 21 l. 5753] Schöne 4 Zimmer⸗ wohnung per 1. Oktober zu verm. Ludwiastraße 57. Ammer 6 Der von Iswolski und Sir Edward Grey ausgearbeitete Konferenz- a die Verhandlungen über eine Kollektivdemarche in Wien und der ganze Meinungsaustausch zwischen London, Paris und St. Petersburg zielten. ständig darauf hin, Oesterreich-Un⸗ rn zu einem Vergleich zu zwingen, der einer usionen r d 5 0 gezeigt, daß die Tripel⸗ entente Rußland keine genügende Stütze biete, um auf mu normale Beziehungen zu Deutschland verzichten zu können. Auch die Zusammenkunft des Zaren mit Fallisres in Cherbourg, 31. Juli 1909, stand unter dem Eindruck der Depression, die sich aus dieser Lage ergab. Der Bericht Archots, der damals üssisch⸗französischen Verbrüde⸗ ein Irrtum; jeder neue Anlaß, verein. Den Hel⸗ starb der in ganz Oberhessen be⸗ s. Obstbauschule in Feldwebel-Leutnant in diente er dem Vaterlande, in Nauheim beim Land- 1 d in Oberlahnstein bei einem Re⸗ sich dann freiwillig wieder an die Front. zu melden. Kaum acht Tage in Rußland, fiel er im Alter es Lenzschen von Schneidermeistern des Gründung einer freien b der Stadt und des Landkreises Gießen. Trotzdem viele Schneidermeister zum Heer ein⸗ Versammlung gut besucht. Syndikus in Darmstadt ecke einer Innung und legte führ wie nötig und unerläßlich es sei, daß sich das Handwerk zusammenschließe. Das habe sich namentlich auch während 5 lieferungen wieder deutlich ge eigt. es Krieges bei den Militär- I. aus Heuchelheim als Rechner, napp aus Gießen als dlungen wird seitens der gefordert. beteiligte. 21 Jahren. beklagen. die Jugendwehren in dem über die Offen⸗ aus Charakter greisen der am Leghait Er hatte zu neuer w. Wetzlar, 1915. angenommen. h. Frank Freund] konnte, ertrank Vogesen kauf billiger Stadt zurückgeführt. im Gange, Hohe— Betrügereien des bach“ soll eine neu gewählt aus der Mitte Schrift⸗ Perysonen besf zuge⸗ 3 ⸗Zimmerwohn. mit Gartenanteil in Großen⸗ Linden(2 Minuten v Babn⸗ hof) sofort oder später du vermieten. Großen⸗Linden. 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Inhaber des Eisernen Kreuze Nr. 81, starb Sonntag, den J, der 6. Gefallene unserer Gemeinde. furt a. M., 9. August. gestern abend ein mit mehreren Personen besetztes wobei zwei junge Mädchen ins Wasser stürzten. eine Mädchen sich bach. Die Leiche wi 0 Der große Erfolg, den die Gewerbe- und Verkehrsamt, völkerung abzugeben. Am ßkohl, den sie für 6 Die billigen Preise der Stadt haben er arktsätze zur Folge gehabt. eine une e ee Kraft, die an allen Verkaufsständen, 15 [ Biedenkopf, 9. Aug. wurde der Bergmann herabfallendes Gestein getöte e Kir des 15. Jahrhunderts stammende sich als zu kostspielig erwiesen. * Kassel, 9. deten⸗ und Krankenfürs museum zu Kassel, 5 5 ist, nachdem dieser letzte Tag 7500, Besucher während der 22 Tage ihrer Dauer im ganzen den. Die Ausstellung hat ihre vater⸗ Kreisen des Volkes Klarheit it über die Versorgung unserer Verwun⸗ ichtigt wor ländische Aufgabe, mög und beruhigende Gewißheit deten und zugleich über die zu verschaffen und verwaltung auch auf dem Ge tiefen, in weitestem Maße erfüllt. ch] Schriftl. Angebote unt. rkehr. Im Rei Zahl der Kontoinhaber im Postsche 108 143 gestiegen.(Zugang im Postscheckkonten wurden im Juli gebucht 2062 Gutschriften und 2073 Millionen Mark Lastschriften. wurden 2270 Millionen Mark des Um guthaben der Kontoinhaber betrug im Juli durch Postüberwe Kreis Büdingen. Aus im er t. Gestern fand für den zuletzt in Ruß Unteroffizier beim Dragoner-Regiment Nr. Sohn des Altbürgermeisters Reuning Gedächtnisseier statt, an der sich hier, in Kreis Alsfeld. Den Tod fürs en ist bis 3 Kreis Lauterbach. Feier i von Lauterbach, Herbstein orten bei. Auch einige Kriegervereine waren vertreten, so daß eine große Teilnehmerzahl den r. Angers bach, 9. Aug. Wohnhause eines folge der zusammenhängenden al Holzfachwerk anzunehmen Bewohner n weiteres Umsichgreisen des Das Haus brannte mit sämtlichem Inventar nieder. jährigen Jungen verursacht wo Starkenburg und Aheinhessen. b. Sprendlingen kurzen Wortwechsel, einander hatten, ver 17jährigen Schlosser der junge Mann na Platz füllte. Heute nachm Taglöhners Feu ten Bauwei Gebäude Durch das bestehenden schten. und (Kr. Offenbach), 9. den gestern abend hiesige j sezte der 19jährige Drißler einen Tritt Kreis Wetzlar. 9. Aug. Die Umwandlung des alten Fried- denanlage beschä Um eine Ersparnis Wilhelm Bepler Hessen-Nassau. durch Festhalten an dem die grün Der Preis sank von 1 Pf allen die Bekanntgabe müse⸗ und Lebensmittelpreise an weithin sichtbaren Preistafeln anordnete. Auch diese Maßregel hatte bereits einen kleinen Preis⸗ Postscheckschwindeleien che erbaut werden. Aug. Die„Ausstellung für Verwun⸗ orge im Kr die am Sonntag abend lichst weiten Zukunft unserer so das Vertrauen zur Arbeit unserer Heeres⸗ Gebiete 6069) Zwei ineinandergeh, sein möblierte Zimmer mit Zentralheizung, Wasserleit. elektrischem Licht an ruhigen Herrn sofort zu vermieten. Seltersweg 791 Jungen Kommis für Lager und Bureau sucht Engrosgeschäft per sosort. 04305 an d. Gießener Anzeiger erb. Tüchtiger Chauffeur mit guten Zeugnissen, auf sofort gesucht. Sanitätgrat Dr. Dickore, Lollar. 6470 — Knecht der mit Pferden umzugehen versteht, nach auswärts ges, Wochenlobhn 200 Mt. bei freier Kost und Logis. Zu erfrag. Marktstr. 29.(0482 Arbeiter ann eintreten. Ferd. Burk, kann e i 1 Kunstmühle. ckverklehr Ende Juli 1915 auf Monat Juli 737.) Auf diesen satzes beglichen. Das 23 Robert Reuning, sast die ganze Gemeinde 0 Einwohner zählenden Orte zu In unserer Gemeinde sand gestern einen das sosor Arbeiter Lohmann dem gegen den Leib, daß ch wenigen Augenblicken ver st ar b. s dringliche den alten Gräber lagen Plan in gefangene herangezogen werden. s im Reserve-Infanterie-Regiment August, den Heldentod. Es ist dies Im Osthafen schlug 22jährige Elisabeth Herwig aus Of urde nach einer halben Stunde geborgen.— Stadt mit dem Massen ver Bohnen halte, veranlaßte das weitere große Mengen an die Dienstag beginnt die Stadt mit dem Ver⸗ ennig das Pfund abgibt. freulicherweise ein starkes — Heute früh trat des Sanitätswesens zu ver⸗ 3 0 chspostgebiet ist die Millionen Mark Bargeldlos Gesamt— schnittlich 264 Mil- isungsverkehr wur- Diviston. unserem 600 Ein- sten Jahre 6 Opfer land gefallenen unserer Kirche eine Vaterland starb in rich im Alter von etzt der Tod dreier im Freien statt, bei Ausprache über das Der Feier wohnten und den Nachbar- ittag 5 Uhr brach er aus, das in⸗ se und der meist bedrohlichen rasche Ein- tige Niederreißen Feuers verhütet. Das Feuer rden sein. der Seeenge von Sorquitten f Front zum Fußgef fernung von 800 Meter ein lebhafes reitende Vorhut des Feindes. Sei Russen, in dem Glauben, f von mehreren V Verlauf einer Stunde wagte stützt von einem Regiment In Uebermacht mußte die Patrouille weichen. in dauernder Fühlung mit dem Feinde zugebracht hatte, ohne daß derselbe einen energischen Angriff gewagt hätte, zog sie s Mittag auf Rössel zurilck. Kurz vor Rössel errei feindlicher Kavallerie Russen durch ein keckes Spitze und galoppierte in die Russen täuschen und vermuteten wirbel stärkere Kavallerie. Kosakeneskadron flüchtete in grö hinaus, und unter Hurrarufen die Stadt Rössel. russische Fahne vom Rathausturm, erklärte unter dem nicht enden woll Rössel wieder zur deutschen Stadt. Als Mengen Brot und Mehl in die Han Noch viele andere schneidige Rit Reitergeist v. Robendorffs. die starken Feldbefestigungen er mit den Worten:„Wir müss was es wolle!“ dicht an, die fein von 2 Kugeln getroffen, den Heldentod. Ein tapferer Reiterofftzter. Am 26. August erhielt Leutnant v. Regiments zu Pferde Nr. 4 den Auftrag, von 2 Unteroffizieren und 20 Jägern über vorzugehen, um die Bewegungen des Feindes tießen sie ö 0 ließ Leutnant v. Robendorff a zog seine geringen Kräfte geschickt hinter eine echt auseinander und eröffne Rasch entschlossen un es die besetzt. Sofort Leutnant v. Auf einer Robendorff des Jäger⸗ mit einer Patrouille Rössel auf Sorquitten zu erkundigen. An auf eine russische Kavallerie⸗ f absitzen, Höhe in breiter t aus einer Ent⸗ Feuer auf ahnungslos an⸗ kühner Plan gelang. Die N. Glau! ich stärkeren Kräften gegenüber zu. be⸗ finden, gerieten in Verwirrung und jagten unter Zurücklassung erwundeten hinter die Seeenge zurück. ö Erst nach russische Kavallexie, unter⸗ fanterie, wieder vorzugehen. Dieser Nachdem sie die Nacht ich gegen chte sie die Nachricht, die Stadt sei von beschloß v. Robendorff die 1 Reiterstückchen zu täuschen. Er zog seing Leute auf 200 Meter Tiefe auseinander, setzte sich selbst an die den Ort hinein. Auch diesmal ließen 5 1 sich hinter dem großen Staub⸗ Eine auf dem Marktplatz haltende ßter Verwirrung zum anderen Tor besetzten unsere tapferen 20 Jäger Robendorff holte eigenhändig die hißte die deutsche Flagge und enden Jubel der Bevölkerung Beute fielen ihm große d. te zeigten den Mut und den schwierigen Patrouille gegen der Russen nördlich Piaseczuo ritt en die Stellungen erkunden, koste es dlichen Linien heran und starb, Aug. Nach einem unge Burschen mit- während der südwestliche hohe Dr so daß wir wieder mit ausheiterndem Wetter Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, Abnehmende Bewölkung, trocken, nordöstliche Das nördliche Tiefdruckgebiet ist weiter ostwärts abgezogen, ick sich nordostwärts ausdehnt, zu rechnen haben. den 11. August 1915: Winde. stigte unsere Stadt- Beratung. Unter der Ausführung aus Nach wurde der Antrag „Unteroffizier und Rußland könne. Boot um, Während das Bootsrand retten fen⸗ Be⸗ 8 auf 16 Pfennig der einzelnen Ge⸗ wie die weitere Dampfer laublichen Schwin⸗ lege“ im Landes⸗ geschlossen worden angelockt hatte, ist von über 70 000 löst und Kriegsbeschädigten] nachdem bien im Taglöhner sofoxt gesucht. 04297 Aufdermauer& Laberens, Lahnstraße 5. Eine Waschfrau gesucht. Nachzufragen von 3 Uhr ab nachmittags. le Kinderklinik. Falzerin für die Buchbinderei kann sich melden. 6488 Emil Roth, Verlagsbuch⸗ handlung, Marburger Str.20. * 77** Ein tüchtig. Mädchen das Küchen- und Hausarbeit versteht und gute Zeugnisse bat, wird gesucht von Frau Prosessor Zöppritz, Liebigstraße 30. 0 042080 Kräft. Mädch. v. 15 bis 10 J. ges. Dammstr. 11 II. Jung. Hansmädchen in bess. Haus für sos. gesucht. Frau Gertrud Welbenbach gewerbs- mäßige Stellenvermittlexin, Löweng. 4, Ecke Bahnbofstr⸗ Tlichtiges, jüngeres Madchen ann liebst. vom Lande gesucht. Näh. Creduerstr. 16 J.[on Amsterdam, 10. Aug. ter bringen lange denen hohen Beamten geraten, zu beschleunigen, da der Stockholm, 10. gin von Schweden an Gotland, die anläßlich ihre waren, so erzählt Gaben bestanden harmonikas, Zigare der Königin im Musiker ist und die Finger schenkte die trompete. Die englische Willk Athen, f errschaft der Engländer im a e Die Regierung bleibt aber nichtsdestoweniger fest bei Druck der Entente nach N Englands Gewaltmaßregeln sie bezwecken, ten Tagen wurden griechische Meere von englischen Kriegsschiffen an⸗ schluß, keinem 2 sich von einer Politik, wie nicht beeinflussen zu lassen gehalten und beschossen. als er in Begleitung eine Alexandrien verlassen hatte, bombardiert und schwer beschädigt. g Konstantin beschlossen, „Kaini“ habe Köni 0 125 N Regierungskreisen ist man persönlich zu eröffnen. o 0 die Anwesenheit des Königs der Kammertagung. daß die veni Po zeugt, daß ruhigen Verlauf Gewähr dafür bietet, eine Aenderung der auswärtigen dringen werden. Der große Bruder mit dem Petersburg, 10. fen Artikel gegen Ser b illen eigentlich einerzeit geraubten Teil geben. Anstatt dessen hätte die Kriegspause benutzt, um n Verbündeten leine direkte Der gord äußerst scharfen 2 Serbien, um dessen W. müsse den wartet hätten, Opfern finden werde. Aeltetes brav. Mädchen! — Lehle Nachrichten. Das deutschfreundliche Schweden. hervorgeht, daß Zeilen in den Krieg zu erklären. In Aug. aus tten usw. Die Of Rahmen, Die großen englis Artikel über Schwedens Schweden freundlich ist.— Die„Morning Post“ schreibt: Seit Monaten zeigt Schweden eine beunruhigende dessen Verbündete. Ermutigt durch bricht der alte schl daß der Schreiber dieser Schweden stände im Begriff, sich Haltung gegen die deutschen Erfolge in Polen ummernde Haß gegen Rußland die mit Deutschland zu verbinden und „Dagens Nyheter“, Rauchpfeifen,. fiziere bekamen Photographien Zigarren usw. Einem Matrosen, der rechten Hand verloren“ hat, Königin eine für die linke Hand konstruierte Solisten⸗ chen Blät⸗ Neutralität, beunruhigend deutsch⸗ Rußland und Rußland so stark hervor, Meinung antraf, Petersburg wurde ihm von die Heimreise durch Schweden möglichst Krieg in jedem Augenblick ausbrechen Die Liebesgaben der Köni⸗ die deut sch i 8 Geburtstages verteilt wurden, en Internierten in sehr willkommen. Die Notizbüchern, Mund⸗ der Alle Matrosen werden außerordentlich gut behandelt. auf offenem 9 ische Knoten am namentlich Bulgarien dem den können. Sasonow habe endlich Rußland und dessen indem er in der In den letz Der griechische Dampfer s englischen Schleppers den Hafen von vom fer mit Maschinengewehrf Nach Meldungen des Blattes Serbien mi neue Territorien zu erobern, aber den Hilfe geleistet, wie es E. Balkan hätte nur auf diese Weise ge⸗ Vierverband das richtige Wort Verbündete ein halbes Jahr ge⸗ Duma sagte, er erwarte, daß Ser⸗ ür im Aegäischen Meere. 10. Aug. Die Blätter schreiben, daß die Selbst⸗ Aegäischen i Meere unerträglich ist. ihrem Ent⸗ zu geben „Helene“ e, euer die Kammer unbedingt f fest über⸗ die Sicherheit für einen geben wird und gleichzeitig zolistischen Kriegshetzer, die litik bezwecken, nicht durch⸗ kleinen unzufrieden. August.„Njetsch“ veröffentlicht einen ien und Montenegro. der Krieg geführt werde, von Mazedonien h t Montenegro zusammen hätte sein müssen. zugeführt wer⸗ efunden, Gefühl seiner patriotischen Pflicht endlich den Mut zu —— in Küche u. Hausarheitgründ⸗ lich erfahren, f. kleine kinder⸗ lose Familie bei hohem Lohn gesucht. Frau Hültenberger, gewerbsmäßige Stellenver⸗ mittlerin, Seltersweg 67. Ein füchtiges Mädchen für ein. kl. Haushalt alsbald gesucht. Frau August Freus⸗ dorf, Frankfurter Str. 31.90 Ein braves, flelßiges Lauf⸗ mädchen nach Wieseck ges. 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Alsdann von hartnäckiger Krankheit genesen, tat er weiter Dienst im Landsturm- Bataillon Friedberg. Getrieben von glühender Vaterlands- liebe meldete er sich freiwillig wieder zur Front und hat nun die Treue und Liebe zum Vaterlande mit seinem Blute besiegelt. a Unser Verein erleidet durch den Tod dieses vor- treff lichen Mannes einen schier unersetzlichen Verlust. Der Name des Verblichenen wird stets von uns mit Ehren und Dankbarkeit genannt und nie vergessen werden. Simon, 6474 D Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Giessen. Am 17. Juli fiel fürs Vaterland unser lieber Korpsbruder Paul Schöttler, Gerichtsreferendar und Leutnant der Res. im Grenadier- Regiment König Friedrich Wilhelm I.(2. Ostpr.) Nr. 3. Der C. Ci der Starkenburgia. 6473 D Aungehöri sturmes II. Aufgebots und nicht mehr pflichtige können zu 0 0 0 0 0 E 0 0 E 0 E 0 0 0 ausgebildet werden o des Krieges zur Ver s verpflichten. Die praktisch s mindestens 4 Wochen. 5 Meldungen werden im 8 Kreuzes in der alten 0 * wendung im Etappeng wo auch weitere Auskunft erteilt wird. Der Vorsitzende und der freiwilligen Sauitätskolonne. Wiener. Im Fampfe für sein teures Vaterland starb in RN aaa ge des unausgebildeten Laud⸗ Wehr⸗ Krankenpflegern „wenn sie sich für die Dauer e Ausbildung dauert Mündliche oder schriftliche Geschäftszimmer des Roten Klinik entgegengenommen, des Zweigvereins vom Roten Kreuz Seesen Am 18. Juni starb den Heldentod fürs Vaterland mein braver, unvergesslicher Mann, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn und Bruder Karl Diehlmann Offizier-Stellvertreter im Infanterie-Regiment 168, Leib-Kompagnie Ritter des Eisernen Kreuzes. In tiefem Schmerz: Frau Emma Diehlmann, geb. Sang Frau Kath. Diehlmann Ww. Familie Philipp Sang Wilhelm Diehlmann Otto Diehlmann Heinrich Diehlmann Gustav Diehlmann, 2. Zt. im Felde. Ulfa, Unterschmitten, Kohden, den 9. August 1915. 04295 N Für die vielen Beweise nahme bei dem Hinscheiden Entschlafenen Anna Muth sfsowie für das liebevolle Bei Schwestern sagen wir inni herzlicher Teil⸗ unserer lieben Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Kindes, sowie für die vielen Blumen— spenden sagen wir innigsten Dank. stehen der evang. gsten Dank. Die kiestrauernden Hinterbliebenen. Gießen(Bahnhofstr. 23 II), Marburg, 10. August 1915. 9 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Klös. Gießen(Buddestr. 8), den 10. Aug. 1915. l eiänzende faflerloide, Amllice Bekauntnacungen der Stadt Gießen. bei Nervosität, Astlma, Scklaflosigkelt, lerz- und Magenleiden Aus der Heusel⸗S Pfründe im Jahresbe dürstigen und schied der Konf tistung kommt eine lebens längliche zesbetrag von 175, Mk. an einen be⸗ mürdigen hiesigen Bürger, ohne Unter- ession, zur Vergebung. Meldungen nimmt das Städtische Armenamt, Aster⸗ weg 9. bis 31. August 1915 entgegen. l 6479 B „Aus der Ssiflung der Friedrich e Ebeleute sind am 23. September 240, Mk. Jabreszinsen in Gaben nicht unter 40,— Mk. an verschämte Arme, ohne Ansehung der Religion, zu vergeben. leldungen nimmt das Städtische Armenamt, Aster⸗ weg 9, bis 31. August 1915 entgegen. 6478 B Nachstehende Bekann machung des Großh. Kreisamts Gießen bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den. August 1915. Der Oberbürgermeister: ri Nachkuren 400 m d. d. M. Die Perle des Taunus. Ein landschaltliches Paradies. N Kostlich reine ebiet 6475 B e Bekanntmachung. Betr. die Brotgetreideernte 1915. Es wird darauf hingewiesen, Anfragen, die sich auf Verkauf von Brotgetreide, Säckegestellung, Abnahme, 8 usw. beziehen, an die vom Nommunalverban beauftragte Iirma„Vereinigte Getreidehändler G. m. b. H.“ Gießen, Friedrichstraße Nr. 8, Telephon Nr. 1 sind, von wo auch etwa 1012— 9664 Kurg. W u. Bahnverb. mit W PVrarkfurt a. M.u. Wies- baden. Prosp. frei d. d. Stadt. Kurverwaltung daß von nun an alle 6484D 5 48, zu richten ieee Nee e. fe„ 0 erforderliche Auskünfte erteil! 8 9(Gran otel Königstein werden. Königsteiner Hof Besitzer: Eduard Stern. Gießen, den 3. August 1915. Eden-Hotel und Kurhaus. Beste Lage. Großberzogliches Kreisamt Gießen. Taunusbliek a. Wald. Fel. 34. Vi Hechler. 0 . Weißnäh- u. Zuschneice-Kursus Nachstehende Bekannd Gießen bringe ich zur öffe Gießen, d nachung des Groß. Kreisamts utlichen Kenntnis. en 6. August 1915. g Der Oberbürgermeister Kell 4028 88 Israel. Familienheim Köni stein i. T. Gläser 488 erühmter Fabrikate em- Pfiehlt zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Gießen Telephon 165 Eisenwaren; Haus- und Küchengerite-Handlung. rein pon all tierisch. Fetten, 5 Braten, som für 2 P u. Feldpostpackun rotaufstrich geeignet. Das empfiehlt sund nur Mk. 1.25, empf. Baß& Lundesmann, — Lindenplatz 5. f. Nele Prähtartofein Perle von Erfurt 5% D Jost Nachfolger. o οοοοοο ö 2 g 6476 B Herren-, Damen- und Kinderwäsche as deutsche St, Moritz), Herzog-Adolt- Str. 13. b 3 i sowie in 5 Augen Auseutbalt f. Erholungsbedürft., mäß. Preise. Bekanntmachun 88 Blusen und Kinde Kleidern 0 5 Betr.: Den lahr 151i. b Feuce 1 ehl aus dem — rntejahr 9 hier: Fruchtankäufe. 1 I K 0 ch- 1 Beginn am 18. August E 777 0 ö Sr Erwerb 7 eee und 12 5 0 76 3 1 99 A wird in wenigen Tagen eginnen. ndem wir auf unsere Während der Kriegszeit Preisermägigung 5 0 vom nehmen 115 ken igt 1 175 1 18 1 0 30. Juli l. Js. ezug nehmen, bemerken wir no mals, P arate Frau E. Schott, Weißzeugmeisterin N daß nur diejenigen Händler und Makler zum Ankauf Walltorstraße 24 J. 04307— von Frucht berechtigt sind, die sich durch eine von der Darter, digen Week, Bad.— Uebernehme Anfertigung für 10 und mehr er den ere ende Nie Wonne e ussbutter! o οο Y Arbeiter. Agsführliche schriftliche Angebote mit lünteven. Anders under sind wegzuschlcken; dies gilt la. Konserven-(Margarine) Eisbonbons Angabe von Preis und Fasson unter 6483 an die auch von allen zaußerhalb des Kreises Gießen anfässigen 6 Ersatz für Süßrahmbutter, Auf. Leib Lelkerswen 22 Seoeοοοοοοο Neue Kartoffeln Händlern da sie grundsätzlich nicht zum An gelassen sind. Der verkaufende Landwirt i st bis zur Uebernahme der Frucht zur guten Verwahrung und Behandlung der Frucht verpflichtet. Es 2 wird nur mablfähige, ge⸗ sunde Frucht abgenommen; verunkrautete, brandige, jeuchte Frucht muß erst vom Verkäufer gereinigt und getrocknet werden; ist ihm dies nicht möglich, so wird die Frucht unter Preisabzügen doch abgenommen. Der Land⸗ wirt ist Je nach den Frtlichen Verhältnissen kauf zu⸗ gen Geschäftsstelle des Gießene — werden kann, auch ade Pane wüten e 10 05 8 fri f 850 11 2 oder Lager verpflichtet. Der preis für Roggen Ina ab bel guenter öne. Faicgbgleg ae. A ed r detsen E at ke derben er Ul- Jr 0100 5 3„ wird nur für. einwandfreie den. Der A. Simon 11., 1 1 1 Uebernahmepress richtet sich nach der Güte der Frucht Abekannter Gute, 50 Kilo]. Kartoffelversandgeschäft, PI af 0 9 1“Frucht, die nicht mahlfäbig gemacht Mk. 7.50, empfiehlt(6404 Echzell i. d. W., Tel.⸗Anschluß. g 5 eee J sogenannt 2———.—.— i bei 3 en, das Verfurterung ae e, W. Mankeel Im zu verkaufen. 64800/⁰⁰—„„ lch e 4 entsprechen euen Bäue 7 Teleph. 612. f f N Frankfurter Straße 20. 8 040, 9 Weben f ahne e chu 1 werden. 5* o von 1 2 ma Ine 8 9 orm alls Frühkartotteln Lepse AR welter f 1717 1 U 7 1* e 2 Reparaturen Kreusplatz 5. Sie 0 bac n gebe Lecce bis es aus- 3 erhalten Sie wirklich gute„ 10 rücklich nach Prüfung freigegeben wird. 5 7 Daß die ganze Ernte nicht auf einmal ab⸗ Neubeziehen und brauchbare Waren Früh birnen genemmen werden kaun sondern nur nach un dach, von Sonnen- und Regen- 22 99800. ist selbstverstandlich. Dies gilt sowohl für den 5 fürs F eld C. und Einmachbirnen) Hedarfsanteil des Kommunglverbandes, ole auch für den 0 9 9. zu verkaufen. 6407 Antei i idestelle. D ä Limonaden Marneladen Fraukfurter Straße 29 Anteil der Reichsgetreidestelle. Das Einkaufsgeschäft des 7 Versteigerung. ELER Schokoladen, Honig, 8 Fuller area, Eulen r. Gral, Futitermühle Anerbach 12, Hessen. 40h 0 Gießen, 120 5 Aug. 1915. E Großh. Gerichts vallaieber. Kommunalverbands wird sich biernach jeweilig auf den n Bedarf für etwa 3 Monate erstrecken. Der Landwirt ist Mittwoch, den 11. d. M., nur berechtigt, das erforderliche Saatgut für Herbst⸗ und 92 persteigere ich im Auktlons⸗ Irühsahrssaat und das zur Ernährung seiner Familie Fruchtsäfte getrockn. Obst, sagle Neustadt 55. 1 Sofa, einschlleßlich Gesinde nötige Getreide zurliczzubehalten, g FARRIK 1 1 Konsol, 1 Spiegel, zwei letzteres, sofern er als Selbstversorger an“ 2Stüble und 1 Waschkommode erkannt wird. In dieser Hinsicht wird wiederholt auf en Uw 1 2 Sellersweg 52. Geflgel Schweine ee gegen sosortige unsere Bekanntmachung vom 25. Juli 1915(Kreisbl. Nr. 66 1 5 f„Schweine Barzahlung. Giessen. v. 27, Juli l. Js.) Bezug genommen. Gießen, den 3. August 1915. Großbersogliches Kreisamt Gießen. Usinger. 5 F. 0