er Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienplätter; weimal wöchentl. Krels⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zwelmal monatl. Land⸗ wirtschaftliche eitfragen Fernsprech-Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß! Adresse für Drahtnach— richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Großer Rückzug der Russen auf der Südfront! Ein neuer Ureuzer mit dem Namen Hindenburg. (WTB.) Großes Hauptquartier, 31. Juli. (Amtlich.) g Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Gestern früh stürmten wir die bel unserem Angriff auf Hooge(üdlich von Ypern) am 3. Juni noch in eng⸗ lischer Hand gebliebenen Häuser am Westrande des Ortes sowie einen Stützvunkt südlich der Straße nach Ypern. Nachmittags und nachts wurden Gegenangriffe des Feindes zurückgeschlagen. Wir eroberten vier Maschinengewehre, fünf Minenwerfer und nahmen einige Engländer gefangen. Die in den Gräben des Feindes gefundene Zahl Toter beweist seine großen, blutigen Verluste. Die Franzosen griffen bei Souchez abermals er⸗ folglos mit Handgranaten an. Die erbitterten Kämpfe um die Linie Lingekoyf— Barrenkoyf in den Vogesen sind zu einem Stillstand gekommen. Die Franzosen halten einen Teil unserer Stel⸗ lung am Lingekopf noch besetzt. Schratzmännle und Barren⸗ 1 0 5 nach vorübergehendem Verlust wieder in unserer and. Als Bergeltung für die mehrfachen Bombenabwürfe der Franzosen auf Chauny, Tergnier und andere Orte hinter unserer Aisnefront wurde der Bahnhof Compiègne beschossen. Auf Angriffe französischer Flugzeug⸗Ge⸗ schwader, die gestern auf Pfalzburg, Zabern, nördlich Hagenau und auf Freiburg Bomben abwarfen, antworteten am Nachmittag unsere Geschwader mit Vombenabwürfen auf Flughafen und Fabriken von Luns ville, die Bahnhofs⸗ anlagen von St. Dié und den Flughafen bei Nancy. Der durch die feindlichen Flieger angerichtete Schaden ist un⸗ mesentlich. Ein franzöfisches Flugzeug wurde bei Freiburg durch unsere Abwehrgeschütze heruntergeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. 1 Nordwestlich von Lomza und an der Bahn nördlich von Goworowo(östlich von Rozan) geht unser An⸗ griff vorwärts. Gestern wurden 1890 Russen ge⸗ fangen, drei Maschineugewehre erbeutet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die auf das rechte Weichselufer übergegangenen Trup⸗ pen des Generalobersten v. Woyrsch dringen unter hart⸗ näckigen Kämpfen nach Osten vor. Alle Gegen⸗ angriffe eiligst herangeführter russischer Verstärkungen scheiterten völlig. Die Zahl der Gefangenen ist auf sieben Offiziere(darunter ein Regimentskommandeur) und 1600 Mann gestiegen. Den in der Verfolgung begriffenen verbündeten Armeen des Generalfeldmarschalls v. Nackensen scheint der Geg⸗ ner in der ungefähren Linie Nowo⸗ Alexandria an den Weichselhöhen nördlich Lublin(das gestern nachmittag besetzt wurde)— dicht südlich Cholm erneut Widerstand leisten zu wollen. Der Feind wird überall an⸗ gegriffen. Während der Kämpfe der deutschen Truppen bei Bis⸗ kupice— Piaski am 30. Juli sind 4930 Gefan⸗ gene gemacht und fünf Geschütze, acht Maschinengewehre er— beutet worden. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 1. August. (Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Ein englischer Angriff gegen unsere neue Stel⸗ lung bei Hooge brach völlig zusammen. Ebensowenig Erfolg hatten nächtliche Vorstöße der Franzosen gegen Souchez. In den Argonnen heftiges Artilleriegefecht. Am späten Abend wurden unsere Stellungen auf dem Reichs⸗ ackerkopf in den Vogesen angegriffen. Der Feind wurde zu⸗ rückgeschlagen. ö i Die Tätigkeit in der Luft war auch gestern rege. Der englische Flugplatz St. Pol bei Dünkirchen wurde mit 30 Bomben belegt. Ein deutscher Flugplatz bei Douay wurde ergebnislos von einem feind⸗ lichen Geschwader angegriffen; einer unserer Kampfflieger schoß hier ein feindliches Flugzeug ab. Ein französischer Flugplatz bei Nancy wurde heute fruͤh mit 103 Bomben beworfen, 18 Treffer sind in den Zelten beobachtet. 5 ie zur Abwehr aufgestiegenen feindl. Flugzeuge konnten den Angriff nicht hindern. Sechs deutsche Flugzeuge griffen über Chateau Salins(5 französische an; in dreiviertelstündigem Kampf wurden mehrere feindliche Flugzeuge zu Notlandungen gezwungen. Als ein weiteres feindliches Geschwader in das Gefecht eieigriff, zogen sich unsere Flieger ohne Verlust zu rück. Nörd⸗ lich von Sgargemünd mußte ein französisches Flugzeug lan⸗ den. Die Insassen sind gefangen. In den Argonneukämpfen vom 20. Juni bis 20. Juli nahmen wir 125 Offiziere, 6610 Mann gefangen und Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. vorgegangenen Truppen wiesen heftige feindliche Gegen⸗ angriffe ab. Beim Nachstoß eroberten wir die Höhen bei Podzawoze und machten mehr als 1000 Ge⸗ fangene. a Zwischen oberer Weichsel und Bug stellte sich der Feind gestern erneut. Deutsche Truppen warfen ihn im Laufe des Tages aus seinen Stellungen bei Kurow (östlich von Nowo⸗Alexandriag), südlich von Lenczua, süd— westlich und südlich von Cholm, sowie südwestlich von Du— bienka. Der Feind hat darauf beiderseits des Bug und auf der Front zwischen Bug und südlich Leuczuna den Rückzug fortgesetzt. Cholm ist in der Verfolgung durch- schritten. 1 Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze fielen im Juli in die Hände der deutschen Truppen: 323 Offiziere, 75719 Mann, 10 Geschütze, 126 Maschinen⸗ gewehre. 5 Oberste Heeres leitung. N „„ Auch die letzten Tagesberichte enthalten das, was uns gegenwärtig das Wichtigste scheint und was wir alle mit ganzer Seele wünschen: weitere Fortschritte in den Entschei⸗ dungsschlachten mit den Russen. Der Petersburger amtliche Bericht gibt dies unumwunden zu; dagegen malt er da, wo unsere Heeresleitung kurz sagt:„Nördlich des Niemen örtliche Kämpfe“— wieder bunte Bilder von„wuchtigen Bajonett⸗ angriffen“ u. dergl. Daß dann dazwischen auch gelogen wird, ist nicht zu verwundern: Der russische Generalstab be— hauptet nämlich, daß die auf das rechte Weichselufer über— getretenen deutschen Truppen des Generalobersten v. Woyrsch auf die Sandinseln des Flusses zurückgetrieben worden seien, während der deutsche und der Wiener Bericht melden, daß die russischen Angriffe abgewiesen wurden und daß beim Nachstoß die Höhen bei Podzaweze genommen und über 1000 Gefangene gemacht worden sin Der erste August war im Deutsch schlüch ter Gedenktag, ein Tag des Gebets un ffnungen. So hat ihn auch der Kaiser aufgefaßt, der eine herzlich empfundene aber nicht überschwängliche Botschaft an das deutsche Volk gerichtet hat. Während wir stolz und freudig auf die letzten Ereignisse zurückblicken können, greift kein laiserliches Wort dem Kommenden vor, und an der Spitze seiner Kundgebung steht wieder der gewissensruhige Satz, der in der Weltgeschichte dauernd eingegraben sein wird: „Ich habe den Krieg nicht gewollt.“ Aber der oberste Führer des Reiches ruft uns zugleich zu, was unser Abwehrkrieg, der so viel deutsches Blut kostet, uns bringen muß: den Frieden, der uns militärische, politische und wirtschaftliche Sicherungen bringen muß. Diese Parole wird und muß be— folgt werden; sie hat ihre Geltung überall, in den Reihen der Kämpfer draußen und der Schaffenden und Duldenden in der Heimat. Eine besondere Freude hat der Kaiser dem Volke be— reitet durch die Benennung des Kreuzers„Ersatz Hertha“ mit dem Namen Hindenburg! Das hat seine ganz be⸗ sondere Bedeutung. Der Kaiser feiert den Helden von Ma⸗ suren als den ersten deutschen Feldherrn, er ehrt beim Jahresrückblick vornehmlich diesen dem deutschen Volke so teuren Namen. Die Dankesworte Hindenburgs decken sich mit seinem eigensten Wesen. Er wünscht dem neuen Kreuzer die Eigenschaften und das Streben, die ihm selbst, ohne daß er es ausspricht, Führer waren. Wir können am Jahrestag des Kriegsausbruchs nur vereinzelt die Stimmen aus der ausländischen Oeffentlich⸗ leit wiedergeben, die unsere deutschen Fortschritte ins rechte Licht rücken. Die Zahl dieser Presseäußerungen wird größer und größer. Nicht zuletzt sind es englische Blätter, die, auch wenn ihnen dabei eine Agitation für die allgemeine Wehrpflicht vorschwebt, doch sicherlich die Lage nicht zu ungunsten Englands fälschen. Wenn selbst Liyd George, der Munitionsminister,„mit Zittern“ es ausspricht, daß die Lage ernst, wenn nicht gefährlich sei, so ist dies, wie die„Times“ bemerkt, ein recht auffälliges Gegenbild zu den selbstgefälligen Aeußerungen des Herrn Asquith. Auch in Rußland wird man recht kleinlaut. Der Tagesbefehl des Zaren ist schwung⸗ los und bescheiden, und man erkennt kaum noch den größen— wahnsinnigen Despoten, der vor Jahresfrist mit seinem Machtwort die Welt erschütterte. Und sein Schicksal ver— finstert sich von Tag zu Tag. * 1* Die österreichisch⸗-ungarischen Tagesberichte. Wien, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Juli 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die Armee des Erzherzogs Josef Ferdinand nahm gestern nachmittag von Lublin Besitz. Ihr linker Flügel überschritt in der Verfolgung die Byst ra. Deutsche Truppen drangen den Wieyrz abwärts vor und nähern sich von Süd⸗ west der Stadt Cholm. Der Geguer versucht an verschie⸗ denen Stellungen erneut Widerstand zu leisten. Er wird überall angegriffen. 15 Nordwestlich Jwangorod wiesen die auf dem Ost⸗ ufer der Weichsel vorgedrungenen deutschen Kräfte heftige Angriffe ab. Die Russen erlitten große Verluste. In Ostgalizien blieb die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Die italienischen Jafanterieangriffe im Görzischen Montag, 2. August 105 Bezugsv re monatl. 7?„viertel ährl. Mk durch zweigstellen durch 0 monatl, die Post— piertel- jährl. J. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw, 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; flir Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, säntlich in Gießen. 75 haben gestern vollkommen ausgesetzt. Gegen unsere Stellun⸗ gen am Plateaurande verfeuert die feindliche Artillerie nacgh wie vor große Munitionsmengen. 5 Im Kärntner Grenzgebiete kam es zu mehreren Gefechten. Drei italienische Bataillone griffen nach starker Artillerievorbereitung die Stellungen unserer Truppen auf dem Kleinen Pal an. Es gelang dem Feinde, in einen vor⸗ geschobenen Schützengraben einzudringen, doch wurde er nach hartem Kampfe unter schwersten Verlusten wieder vollends zurückggeschlagen.. Ebenso wurde ein Vorstoß italienischer Truppen beim Passe Lodinut(nördlich Paularo) auf nächste Distanz durch Feueranfall und Handgranaten abgewiesen. Am Grenzkamme südlich Malborghet räumte eine unserer vorgeschobenen Abteilungen einen Beobachtungsposten vor überlegenen feindlichen Kräften. 55 In Tirol beschoß italienische Artillerie erfolglos die Plateaus von Folgaria—Lavarong. Ein Angriff schwächerer feindlicher Kräfte im Gebiete des Monte Christallo wurd blutig abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, J. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. Aug. 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. N Zwischen Weichsel und Bug entbrannte gestern er⸗ neut an zahllosen Punkten 1 Kampf. Unsere Verbün⸗ deten warfen den Feind westlich Dubienka südlich von Cholm und südlich von enczu a. Nördlich Lublin wiesen unsere Truppen starke Gegenstüße ab und setzten seither ihren Angriff fort. Bei Kuvom stürmte eine, im Verbande der Armee des Erzherzugs Jasef Ferdinand stehende deutsche Division zwei hintereinander liegende feindliche Linien Oesterreichisch-unggrische Truppe bis Nowo⸗Alex ö 8 bte er östlich im! bis zum Bug sei den Rückzug fort Deutsche Regimenter haben bei folgung vormittags Cholm durchschritten. In Ostgalizien ist die Lage unverändert. Nordöstlich Jwangorod entrissen gestern die auf da östliche Ufer vorgedrungenen deutschen Truppen den Russen einen wichtigen Stügpunkt.— Bei den unter österreichisch⸗ ungarischen Oberbefehl stehenden Streitkräften der Verbü deten wurden im Juli 527 russische Offiziere un 126311 Mann als Gefangene eingebracht, 16 Ge⸗ schütze und 202 Maschinengewehre erbeutet. Italienischer Kriegsschauplatz. Kleinere Gefechte im Tiroler und Kärntner Grenzgebi waren auch gestern für uns von günstigem Ausgange. In der Gegend vom Kastell Tesino wurden zwei feindlich Kompagnien überfallen und erlitten starke Verluste. An griffe von Bersaglieri gegen unsere Stellungen gegenüber dem hohen Trieb Grenzhöhe östlich des Plöcken) gelangten stellenweise bis in die eigenen Linien; der Sturm unserer Reserven warf jedoch den Feind, welcher namentlich dur unser Artilleriefeuer schwere Verluste erhielt, wieder zur An der küstenländischen Front herrschte vom Krngebiet bis einschließlich des Görzer Brückenkopfes— gesehen von Artilleriefeuer und kleinen feindlichen Angriff, versuchen— im großen Ruhe. 3 Dagegen unternahm der Feind im Laufe des gestrigen Tages und der heutigen Nacht wiederholte starke Angriffe gegen den nach Westen vorspringenden Teil unserer Stellun gen am Rande des Karst⸗ Plateaus. Oestlich Palazzo ist der Kampf noch nicht abgeschlossen. Ein von Selz und drei von Vermegliano angesetzte feindliche Nachtangriff wurden unter schweren italienischen Verlusten abgeschlagen Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht. Petersburg, 1. August.(WTB. Nichtamtlich.) Der Gene⸗ ralstab des Generalissimus meldet: Zwischen Düna und Niemen unternahmen die Deutschen in der Nacht zum 30. Juli und am Vormittag desselben Tages erfolglose Augriffe ter südlich auf der Front Konstantinow-Krintsch nuny drängten wir die feindlichen Vorhuten Sf zur und jagten am Abend des 29, Juli durch einen wuchtigen Bajo⸗ nettangriff den Feind aus mehreren Stellungen, die er am selben Vormittag genommen hatte. g Auf der Narewfront setzte der Feind am 30. Juli mit schwachen Kräften seine Bemühungen fort, um auf das linke Ufer des Flusses bei der Skwa-Mündung und östlich Rozan überzu⸗ gehen. Er unternahm örtliche Angriffe bei den Dörfern Saine und Rambische. Wir erhielten unsere frühere Front aufrecht. Am linken Ufer der Weichsel schlugen wir am 30. Juli einen feind⸗ lichen Angriff nordwestlich Blonie zurück. Die feindlichen Trup⸗ pen, die die Weichsel auf der Front Magnushaff—Kozewlos über⸗ schritten hatten, wurden von uns während des Tages energisch angegriffen. Auf dem Abschnitt der Aral⸗() und Radow⸗Mün⸗ dung säuberten wir die Wälder des rechten Ufers vom Feinde und drängten ihn auf die Sandinseln der Weichsel zurück. An der oberen Weichsel behauptet sich der Feind in der Gegend der Ortschaft Matzevitze. Zwischen Bug und Weichsel bekamen unsere Truppen in der Nacht des 30. Juli den Befehl, in die rückwärtig vorbe⸗ reiteten Stellungen zurückzugehen. Der Feind konnte die Besitz⸗ nahme unserer neuen Front nicht verhindern, wo unsere Truppen sich am 30. Juli kampflos befestigten. Wir räumten die Stadt Lublin und den Eisenbahnabschnittt zwischen den Bahn⸗ höfen Nowo-Alexandrij und Rejowice Am Bug vertreiben unsere 12 8 8 5 5 wurde von zwei indlichen 8 N 2 a PDD= ein wirkungsloses Maschinen, euer den übrigen Fronten nichts von Bedeutun 5 Konstantinopel, 1. Aug,(WTB. N tamtlich.) Meldungen aus Bagdad zufolge berichteten muselmanische Soldaten der englischen Armee, die in das türkische Lager übergegangen sind, daß sämtliche Offiziere eines englischen. . Bataillons im Nachtkampf am 14. Juli getötet wurden, 9 8„ Lubofion nur der Kommandant sei verschont geblieben, ein anderer . e Bataillonskommandant sei am Kopfe schwer verwundet . rouono fuse, worden. Die türkische Artillerie habe ein feindliches Schiff, 2— Nopal 55 9— das Kanonen an Bord führte, versenkt. VVU:nun.. Nen ges„ 3 Ein feindlicher Torpedobootszerstörer gesunken. 70 5„ Marleen, 55 Konstantinopel, 1. Aug.(WDB. Nichtamtlich) e, De, Cholm Zuverlässigen Privatnachrichten zufolge ist ein großer ., eren,„ e feindlicher Tor 0 dobootszer 15 5 2 5 27 e 8 ee e 0 8 7 kannter Ursache im Schwarzen Meer auf der jöhe Keeken 25* 7 2 eeede e N bees Wadi, C-Wolyns kei östlich Schile, gesunken. 8 3 e rs 2 Ein Brand in Konstantinopel. 5 eee Gesc, Berlin, 2. Aug. Der Berliner„Lokalanzeiger“ meldet 25 955 N über Rotterdam aus Saloniki, daß in der Nähe der deutschen Bot⸗ 0 5 schaft in Konstantinopel 18 Häuser eingeäschert 0 bre ui 2 5 wurden. Die deutsche Botschaft selbst war gefährdet; 5 4 8 1 ein Nebengebäude von ihr hatte bereits Feuer gefangen, das aber „ e gelöscht wurde. Es sind im ganzen etwa 1500 Häuser 5 5 eingeäschert worden. f 5 ., e. Das türkisch⸗bulgarische Abkommen. * 2. e. 2 Paris, 2. August.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ er⸗ Die frunt in Sudpalen— fährt aus dipflomatischer Quelle, daß das türkisch⸗bulga⸗ rische Abkommen eine wohlwollende Neutralität Bulgariens bis zum Ende des Krieges vorsieht. * 5*— 3 Der Jahrestag des Kriegsausbruchs und die französische Presse. 1 i ind aus einigen Abschnitten seiner Stel⸗] Tage gearbeitet werde, und es sei zu erwägen, ob nicht das Berlin, 2. Aug. Die Vossische Zeitung“ meldet aus * 5 15 950 den e von Ge⸗Achtstundengesetz für die Dauer des Krieges aufzuheben sei. Die Genf: Aus Anlaß des Jahrestages des Kriegsausbruches fangenen hat hier der Feind in den letzten Tagen schwere Ver⸗ Regierung appelliere an die Bergleute, die arbeitshemmenden Ge⸗ bringt die französische Presse Trostartikel, die den Zweck luste erlitten. Auf den dortigen Fronten keine e eee 91 Niemand e e verfolgen, die Bevölkerung mit neuem Mut zu erfüllen. Der Die„dunkle Ahnung“ der„Nowoje Wremja“ daran zweifeln, daß die Lage ernst, wenn nicht gefähr⸗„Temps schreibt u. a.: N 5 Berlin, 2. Aug. Der Berliner„Lokalanz.“ meldet[bich ist. Ich spreche das mit Zittern aus. Ich bin selbst weder 527 1 Nach 5 hr dieses 1 175 9 Krieges, flb 8 5 je W ja“ Pessimist noch Optimist, aber ich bemerke wohl dunkle Wolken, u befriebianderen Zweck habe als Deutschlands Ero gsbunger er Stockholm aus Petersburg:„Nowoje demi ie sich im den ien, un Himmel, der zu befriedigen, habe Deutschland noch kein entscheidendes Ergebnis e dir age i ehren g abs fn wa pe che, lernen erde Mense maler zu che fen en den been e delten wanted dehnen ub 8 8 5; ö; strengung nolwendig. Die Men hen halten zu sehr fest an den- 8 355 7 g uns. Die Lage ist schlimmer als im japanischen Annehmlichkeiten des Friedens. Geschäft, Vergnügen, Aussper⸗ Aktionsmittel vergrößerten. 2m 81 Jall12ls, — 4 2 LCC? Kriege, doch ist die Ahnung bis jetzt noch nicht Gewißheit. 105 115 Tale al fell e 5 15 malen ir d bleiben milikörischen Lage Journal“ schreibt Bertreaux zur in T un rofite sollen steigen. Die Preise müssen niedrig bleiben. ö 8 8 N 5 Ein Tagesbefehl 5 80 Zaren. 5 38.[Niemand darf dazu ben werden, dem Staate zu dienen, Die letzten Kraftanstrengungen gegen das unversehrte und un⸗ Petersburg l. Aug.(WTS. Nichtamklich.) Anläß⸗ wenn er nicht will. Die Freiheit schließt das Recht ein, sich zu empfindliche Rußland haben die Hilfsquellen an Mannschaften lich des Jahrestages des Krieges hat der Haiser an die drücken sich dem Vergnügen und die Verteidigung anderen zu] der Deutschen und Oesterreicher abgenutzt. Je länger die Zeit fort⸗ Angehörigen von Heer und Flotte einen Tagesbefehls überlasfen. Das ist aber ein falscher Freiheitsbegriff. Die Ge⸗schreite, umso kritischer werde die Lage, diejenige Oester reichs erlassen, in dem gesagt wird, daß, obwohl trotz aller An⸗ fahr ist eine große und unmittelbare. Die britische Demokratie sei noch schlechter wie die deutsche. Was das Abenteuer der Tür⸗ 5 strengungen, die ihre Fahnen mit neuem Ruhm bedeckt kann, wenn sie sich anstrengt, über alle feindlichen Kräfte tri⸗[ken anbetreffe, so sei demnächst ein Ende vorauszusehen. hätten, des Feindes Kraft noch nicht gebrochen sei, sie doch 1 beiterfuhrer Sr i114s beantragte eine Resolution, die bi fangs e e der e 1 1 275 921 8 5 ückschrecken dürft Der Arbeiterführer Smillis beantragte eine Resolution, die] die ranzösische Presse jedoch nicht, an anderen Stellen De⸗ 5* e fer, die e 5 Wen ei 1 1 5 zu bringen, die von der gefährlichen Lage der Russen V 1 N 5: fk Debereit, mit den Arbeitgeb ie Aber wen 5 0 5 tels a neter Kran ung anngescgb, aber das Land ist die Mpelter die Feiertage aufgehen Jollen, Je nge die Metern Straßburg, 31. Juli(WB. Nichtamtlich) Vor⸗ stets mit neuer Kraft und neuer Stärke daraus hervor⸗ dafür sorgen, daß sie nicht aus Mangel an Güterwagen zum Feiern] gestern besuchte ein größeres Flu gzeuggeschwader die gegangen.— Der Tagesbefehl drückt dann den unerschütter⸗ genötigt würden, wie das jetzt in Dorkshire der Fall sei. Das Gegend von Merkweiler⸗Walburg. Es sollen lichen Glauben und die feste Hoffnung auf einen glücklichen solle zun cht versucht werden, ehe man von einer Beiseiteschiebung 25 Bomben 1 worden sein, die fast keinen Schaden Ausgang des Kampfes aus und fleht weiter den Segen] des Achtstundengesetzes. 4 angerichtet haben. Dagegen wurden leider einige harmlose 5 Gottes auf Rußlands bewaffnete Macht herab. 8 n* ee 1 5 93 5 8 8 5 N 17. i in, 1. Aug.(WTB. ich.) Gestern morgen Die Riesenschlacht im Osten. Kaiser Franz Josef und der Kampf gegen Italien. e. 5 17 e f en n Kristian ic, 31. Juli ichtamtlich) Der mil Wien, gl. Juli.(. Nichtamtlich) Mus dem Kriegs- 72 6 e N 2 i. 1 8. trische Mitarbeiter des„Morgenbladet“ schreibt⸗ pressegnartier wird gemeldet: Ter Kaiser hat nachstehendes 6 9er. Es gelang, gzeug 5„5 85 Ackrrei l t i Munz i 7 terzuschießen. Die zwei In 5 4 en Handschreiben an den Kommandanten der Süd west⸗ bei Munzingen herun e„ front, Generaloherst Erzherzog Eugen, gleichzeitig leichtverletzten Insassen wurden gefangen genommen. Schicksal der ganzen Welt für unberechenbare Zeiten abhängen mit einem Armee⸗ und Flottenbefehl gerichtet:„Lieber Herr Vetter Eine Feier der Schweiz. wird, denn zweifellos wird die Schlacht, die zurzeit vom Erzherzog Eugen! Ich übergebe Ew. Lieben meinen Armee⸗ 5 1. A WB. Nichtamtlich.) Der 1. Au Nigaschen Meerbusen bis zur Grenze der Budi aus- und Flottenbefehl vom heutigen Tage und verleihe Ihnen, eren, 1. Aug.„Nichtamtlich) Der 1. August gefochten wird, für den ganzen Krieg an der Ostfront und dem bewährten Führer der gegen Italien kämpfenden Helden, das wurde als Gründungstag der Schweizerischen damit für den ganzen Weltkrieg entscheidend sein. Es ist nun⸗ NMilitär⸗Verdienstkreuz Erster Klasse mit der Kriegsdekoration. Wie Eidgeno ssenschaft in der ganzen Schweiz entsprechend mehr klar, daß Großfürst Nikolai sich entschlossen hat, alles ein⸗[ Sie das Vertrauen, mit dem ich das Kommando über all die tapfe⸗ den ernsten Zeitverhältnissen, würdig und ernst gefeiert. zusetzen, das Risiko dieses Vabanquespieles und die Folgen zu ren Kämpfer in Ihre Hand gelegt, vollst gerechtfertigt haben, ist Bundespräsident Motta begab sich in sein Heimatskanton been. 55 ae 5s ase ber denen zu es 1 8 ee die 1 en Tessin, um in dessen Hauptstadt Bellinzona an der Feier brechen, so wird das für große Teile des russischen Heeres eine zu fi— o telbe e Führung im Verein mit hervor⸗ fei 0 0 i rt ei e patriotisch Seren, ja den 5 bedeuten; die Schlacht von Sedan fagenden Truppen verbürgen mit Gottes Hilfe den endgültigen Rebe, i der e bie gete . 1 e Rede, in der er die historische Entwicklung der Schweiz verblaßt de ch, Debacle.] Erfolg.. 7. 5„ f . an Kräften ein ien, 29. Jult 1518. bann Sserb, Perc leg ahrenden Harp tante aröseerte de dn er fsetzen, um zu siegen. Wie der Ausfall sein wird, wollen wir gegen⸗ m. p. der kriegführenden Hauptstaaten erörterte. Die Politik der waärtig nicht voraussagen. 5 Armee⸗ und Flottenbefehl! Schweiz könne nie eine andere sein, als die der freiwillig 5 Die Verbündeten haben zweifellos eine bedeutend größere„An meine gegen Italien kämpfenden Streitkräfte! Seit Wochen[erklärten und lohal beobachteten Neutralität, zu deren Streitkraft und sind besonders an Artillerie den Russen weit über⸗ steht Ihr, meine Braven, allen Teilen der Monarchie entstammend, Aufrechterhaltung die Schweiz zu den schwersten Opfern luegen; sie besitzen außerdem die moralische Ueberlegenheit, die in schwerem Kampfe gegen einen an Zahl nach weit überlegenen bereit gewesen sei und immer bereit sein werde. Er feierte eine lange Reihe von Siegen gibt. Sie haben tüchligere Heer⸗ Feind Führer und Mannschaften aller Grade, alte Männer und besonders die Armee als wirksamsten Schutz der schweizeri⸗ führer und durchgehend tüchtigere Offiziere, auch ihre Soldaten sind Ugendlache Kämpfer wetteifern in todesmutiger Tapferkeit. Auf den schen Unabhängigkeit. Der Schweizer Grenzschutz bedeute durchgehend intelligenter und selbständiger als die russischen, aber Berghöhen, in dem schwierigen Karstgelände und auf dem Meere keinen Akt des Mißtrauens egen irgend jemand, aber er ihre Aufgabe ist infolge der großen Geländeschwierigkeiten und der vollbringt Ihr Taten, würdig Eurer Vorfahren, die den gleichen ferne ti 85 1 eit und entspreche einer klar starken russischen Befestigungen, die es zu überwinden gilt, außer⸗ Feind bekämpften und bessegten. Seinen Wahn, mittels der sei eine nationale Pflicht 15 le daß ordentlich schwer Dagegen kämpfen die Russen sozusagen mit dem in den Kampf geführzen Massen leicht in unser geliebtes Vater⸗ und gebieterischen Pflicht. Es zeige sich mer als ie, daß Rücken gegen die Wand; sie verfügen sicher auch jetzt noch über land einbrechen zu können, habt Ihr zunichte gemacht. die Errichtung dieses Schutzes eine europäische Notwendig⸗ bedeutende Streitkräfte, wenn auch die Moral ihrer Truppen in⸗Noch steht Euch Hartes bevor. Wenn eine aber solch ausgezeichnete, keit sei. Die Schweiz verkörpere das Ideal der Nächsten⸗ folge ihres langen Rückzuges und der beständigen Niederlagen hervorragend geführte Truppe, von wahrer Begeisterung erfüllt, liebe und die Schweizer hoffen, daß das Schweizer Kre stark erschüttert, jedoch keineswegs gebrochen ist. Auch an Ge⸗ ihr bestes einsetzt, werden die schwersten Aufgaben bewältigt wer⸗ noch einmal ein Zeichen der Verständigung und Liebe werde. schützen und Munition wird es ihnen kaum fehlen, zumal sie bis⸗ den, Euch zur Ehre, dem Vaterland zum Heil. Dankerfüllten Endlich kam der Bundespräsident auf die Stellung des her ihre Artillerie stets rechtzeitig in Sicherheit gebracht haben,] Herzens gedenke ich Eurer herrlichen Waffentaten, bewundernd blickt] T ssin im Schweizer Bund. u sprechen. Beide gehörten offenbar, um nunmehr alles zum gewaltigen Entscheidungskampf] das Vaterland auf seine Heldensöhne zu Lande und zur See. Voll] de 56li 5 ö de Das T 155 hne die Schweiz müßt einsetzen zu können. Zuversicht szeht es auf Euch, die treue Wacht im Südwesten.“ unlöslich zueinander. Das Tessin ohn e 20, 5, Ene vernichtende Niederlage der Russen würde die schwierigstes Wien, 29. Juli 1915. Franz Joseph, nach Rang und Art sinken, die Schweiz ohne Tessin würde en ihre N gerade jetzt, wo diese ihre neuen m. p. ihr ureigenes„ 1 17 5 19 193955 5 richtungen für di itionsherst icht in G 4 f i ei e alle Lande ra⸗ . gra haben! Diges Benne wick den flassen Kea ung Wecntnenwnrten Italiens mit der„Entente“? ch n a 1 Bunzesbrlibent Molle fc feine zerzweiflung geben in der Verteidigung, in der sie ja Meister sind, Berlin, 2. August. Wie dem„Berliner Tageblatt“ aus] mit Begeisterung aufgenommene Rede mit der Versicherung, ee A 8. 8 Bern gemeldet wird, wird das Zusammen wirken Ita⸗ daß alle Schweizer die Prüfungen der Zeit mutig auf sich en dee e ee ace„ on die liens mit der Entente nunmehr Tatsache. Wie Privatmel⸗ nehmen würden, und wenn das Vaterland auch das Leben 1 Below, die„große Gefahr“ dungen aus Italien besagen, stehen in sämtlichen Hafenstädten, von ihnen verlangte, so würden sie es freudig opfern. 1 „„ 55 55 5 f 5 5 5 sesehen Adriatischen Meere, bedeutende Truppenkontingent i a önlichkeit 9 f 135 abgefehen vom 1 5 ingente Eine Bestechungsaffäre hoher Persönlichteiten 0 holittten“ melhet sind ae ee e 125 9 9250 8. der Woche 1 70 5 Dardanellen in Japan. 1 5 Hetersburg voll Besorgnis über die große Gefahr, die der befördert zu werden. Bereits e end Aretag et eine ee eee Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ 4 Armee durch die Armee Below droht, die jetzt zahl Reiterregimenter, die an der österreichischen Front entbehrlich meldet aus Tokio: Der Hauptsekretär des Abgeordneten⸗ f j waren, nach Frankreich abgegangen. hauses Hayaschida hat feine Entlassung eingereicht, Das gescheiterte Dardauellen-unternehmen. lic en fie ung ke f eee fich un 0 8 Mit e Geer Feilleher Pete kf lic 55 eine Anklage wegen Bestechung bei den letzten Wahlen, wöhnlich. Bei Ari Bur nu brachten wir von unserent Zentrum die gegen den Minister des Innern Oura erhoben wird. russt. gene den Feind vorgetriebene Minen mit autem Erfolge zur] Die oppositionelle Presse meint, daß Ouras Rücktritt be⸗ ht f nen klugen Plan des russi⸗ Entzündung. Ein Teil der feindlichen Schützengräben und der vorstehe und vielleicht auch noch andere Ministerwechsel da⸗ schen Generalissimus an, die Weichselfestungen zu räumen, Drahtverhaue wurden zerstört. Von den übrigen Fronten ist nichts durch herbeigeführt werden. 5 5 die doch den modernen Geschützen nicht standhalten können.] von Bedeutung zu melden. Tokio, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des 5 . Lloyd George j Konstantinopel, 1. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Reuterschen Bureaus Das Kabinett ist zurückgetre⸗ nden 31 2 C 7 Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Darda⸗sten. Der Rücktritt ist auf die Beschuldigun g.der Be⸗ bon, in 5 55 rung nellenfront nichts von Bedeutung. Am 31. Juli erbeu⸗ stechung zu Wahlz wecken, die gegen den Minister und die Gewerkschaften der Bergleute des ganzen Landes zeten unsere Erkundungskolonnen, welche bei Sed b üle[des Jun ern erhoben wird. Ministel been 1 8 5 pertreten waren, führte John Simon aus, daß dle Kohlen⸗][Bahr in die feindlichen Gräben eingedrungen waren, eine vorgestern begonnen, als der Minister des Innern seinen förderung in jedem Monat um 3 Millionen Tonnen zurückbleibe. Menge Gewehre und Munition. Einer unserer Flieger warf Rücktritt anbot. Es folgten lange Sitzungen des Minister⸗ Es müßten alle Anstrengungen gemacht werden, um den Ausfall] mit Erfolg vier Bomben über Tenedos, wovon eine rates. Gestern wurde amtlich mitgeteilt, daß der Rücktritt möglichst zu verringern. Es sei wünschenswert, das an jedem lihr Ziel auf dem feindlichen Flugplatz traf. Unser Flieger“ Ouras angenommen wurde. Bald darauf hat Otuma den e dee e ee e e eee men neee ers „ 8 3 N 90 tts angeboten. Morgen tritt 0 e eden der aich wu e um 55 Kaiser ge zu machen. Inzwischen wird die Unt n ö gen der Bestechungen fortgesetzt. 12 3 5 Der Seekrieg. London, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus Lloyds meldet: Der Passagierdampfer „Iberian“ von der Laylandline ist von einem Untersee— boot versenkt worden. Der„Iberian“, ein Schiff von 5223 Registertonnen, wurde zuerst beschossen und sind tot; 61 wurden gerettet. London, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Vier Fischer fahrzeuge aus Lowestoft sind von Unterseebooten versenkt worden. Die Besatzungen wurden gelandet. * Kopenhagen, 1. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Grund, weshalb in der letzten Zeit so viele neutrale Schiffe aus Skan⸗ dinavien mit Bannware versenkt worden sind, ist nach Ansicht der biesigen Presse darin zu erblicken, daß England jetzt Kohlen an neutrale Schiffe nur gegen die Verpflichtung ausliefert, Bann⸗ are nach England zu bringen. Es liegt auf der Hand, daß England eigene Schiffe nicht der Gefahr aussetzen mag und dafür lieber neutrale Schiffe wählt. Es versucht nachher bei der Ver⸗ senkung derartiger Schiffe Entrüstung in den neutralen Ländern hervorzurufen. 1 Kristianig, 1. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kon⸗ torchef der norwegischen Amerika⸗Linie, der sich augenblicklich in London aufhält, drahtet: Der Dampfer„Trondhjems⸗ fjord“ ist am 28. Juli von einem Unterseeboot 61 Grad 30 Minuten nördlicher Breite, 3 Grad 42 Minuten westlicher⸗ Länge versenkt worden. Die Mannschaft befindet sich an Bord des Barkschiffes„Glance“ aus Kristiansund. Dies ist die einzige Meldung, die die Gesellschaft bisher erhalten hat. Die Besatzung bestand aus 13 Mann. London, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lloyds erfahren aus Kap Wrath: Der Dampfer der norwegischen Amerikalinie„Trondh— jemsfjord“ mit 2737 Tonnengehalt wurde von einem deutschen Unterseebboot versenkt. Aus Stadt und Land. Gießen, 2. August 1915. * Der Großherzog ist lt.„Darmst. Ztg.“ von einer Fahrt nach Valenciennes, Lille, Brügge, Seebrügge, Ostende, Gent, Antwerpen, Brüssel zum Generalkommando zurückgekehrt. Amtliche Personalnachrichten. Die Groß- herzogin hat am 28. Juli ds. Is. den vom Fürsten zu Erbach Schönberg und vom Fürsten zu Löwenstein-Wertheim⸗Rosenberg auf die evangelische Pfarrstelle zu Bielbrunn präsentierten Pfarr- verwalter Otto Adam daselbst für diese Stelle bestätigt.— Die Großherzogin hat zum 1. August d. J. der Krankenpflegerin des Alice-Frauenvereins(Hessischer Landes-Frauenverein vom Raten Kreuz)! Schwester Alwine Fries zu Sprendlingen(Rheinhessen) das Dienstauszeichnungskreuz für Krankenpflege in Silber ver- liehen.— Am 27. Juli ds. Js. wurde der Finanzamtsbureau— vorsteher des Finanzamts Osthofen Karl Knierim zu Osthosen in gleicher Diensteigenschast an das Finanzamt Zwingenberg versetzt. * Stadtsekretär Allendorf stand gestern fünfundzwanzig Jahre im Dienste der Stadt Gießen. Die Zeit ist nicht dazu angetan, Feste zu feiern; so lag es namentlich auch im Sinne des Jubilars, wenn man keinerlei geräuschvolle Ehrungen für ihn vorbereitet hatte. Daß aber die Stadt Gießen und ihre Beamten und Bediensteten ihres treuen Mitarbeiters herzlich gedachten, bewiesen schöne Blumenspenden, die des Oberbürgermeisters und der Beamtenschaft Glückwünsche überbrachten. Und obschon der Geehrte selbst die Absicht gehabt hatte, sein Jubiläum ganz in der Stille im Familienkreise zu begehen, brachte ihm doch schon der gestrige Morgen reiche Gratulationen aller Art ins Haus. Durch seine Tätigkeit in der inneren Verspaltung unserer Stadt und als Protokollführer bei den Sitzungen unserer Statverwaltungen ist Stadtsekretär Allen⸗ dorf mit den Geschicken Gießens aufs engste verbunden. Was aber die Wünsche, die ihm auch die Bürgerschaft zu seinem Ehrentage bringt, so persönlich und herzlich macht, ist die Anerkennung für die Art, wie er seine Beziehungen als Beamter zum Publikum aufsaßt, seine sich stets gleich bleibende schlichte Liebenswürdigkeit und sein freundliches, gewissenhaftes Entgegenkommen. Diese Eigenschaften des Jubilars als Menschen und Beamten rechtfertigen den auf⸗ richtigen Wunsch, daß ihm noch eine lange Zeit des Wir⸗ kens für unsere Stadt bevorstehen möge; ein Wunsch, dem auch wir, die wir selbst gar häufig die Freundlichkeit Stadtsekretär Allendorfs in Anspruch nehmen, uns erz⸗ lich anschließen. Oeffentliche Bücherhalle. Im Juli wurden 2341 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende 4 Literatur 1357, Zeitschristen 133, Jugendschriften 221, Gedichte und Dramen 47, Literaturgeschichte 18, Länder⸗ und Völkerkunde 56, Lulturgeschichte 37, Geschichte und Biographien 135, Kunstgeschichte 24, Naturwissenschast und Technologie 101, Heer⸗ und Seewesen 25, Haus- und Landwirtschaft 15, Gesundheitslehre 20, Religion und Philosophie 59, Staatswissenschast 12, Sprachwissenschaft 24, Fremd- sprachliches 57 Bände. Nach auswärts kamen 62 Bände. * Zum Kampf gegen die Obstschädlinge. Im Interesse der Vertilgung der schädlichen Insekten ist es dringend geboten, die Fallfrüchte, Aepfel wie Birnen, einen um den anderen Tag, namentlich nach starkem Winde, auf⸗ zulesen. Bleibt das Fallobst liegen, so haben die schäd⸗ lichen Insassen Zeit, sich daraus zu entfernen und zu verpuppen, um dann im nächsten Jahre unsere Obst⸗ pflanzungen erheblich zu schädigen. Das Fallobst läßt sich, gut ausgeschnitten und gereinigt, auf mancherlei Weise im Haushalt verwerten. Der angefressene Teil, welcher aus⸗ geschnitten wird, findet als Schweine- oder Gänsefutter gute Verwendung. Verkehrt wäre es, das Fallobst auf dem Speicher zu lagern, oder die Reste auf den Mist oder Lomposthaufen zu werfen, da hier der Weiterentwicklung der Schädlinge Tür und Tor geöffnet wird. Landkreis Gießen. „ Ober⸗Hörgern, 31. Juli. Feldwebel⸗Leutnant Tobias Seipp von hier ist zum Leutnant der Landwehr 2. Aufgebots befördert worden. Der mit dem Eisernen Kreuz Ausgezeichnete diente 6 Jahre bei der Leibkompagnie des Juf-Rgts. 116. Seine Eltern haben noch 3 Söhne im Felde, von denen der jüngste, Ge- reiter Wilh. Seipp, seit September 1914 vermißt ist. Kreis Büdingen. Büdingen, 2. Aug. Der Oberleutnant im Sächsischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 77 Hugo Schneider erhielt die Heissische Tapferkeitsmedaille. Das gleiche Ehrenzeichen erhielt der Gefreite Wilhelm Derenburg. Blofeld, 2. Aug. Die vom hiesigen Arbeitskommando vor etwa drei Wochen entwichenen französischen Kriegs gefangenen wurden in Thalfang, Kreis Bernkastel(Rhein- provinz), wieder eingesangen. a Nidda, 1. Aug. Des Jahrestags der Mobil⸗ machung wurde gestern abend im hiesigen Vereins- dann torpediert und zum Sinken gebracht. Sieben Personen. lazarett, das gegenwärtig voll belegt ist, durch eine lernige, echt patriotische Ansprache des Kreisfeuerwehrinspek— tors Vetzberger an die Verwundeten gedacht. Der Redner schloß mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hurra auf den obersten Kriegsherrn. Kriegs- und Vaterlandslieder und musikalische Vorträge aus den Reihen der Pflegerinnen, und Lazarettinsassen bildeten den Schluß der Feier, zu der ein hiesiger Gönner den Kriegern Freibier verabreichen ließ. Heute vormittag schloß sich in der evangelischen Kirche eine Gedächtnisfeier der Mobilmachung für das ganze Kirchspiel an. Alle marschfähigen Verwundeten aus dem Lazarett, der Krieger- und Veteranenverein Nidda sowie die hiesige Jugendwehr mit ihrer neuen Fahne, nahmen an der Kirchenparade teil und zogen vom Marktplatze in, das bereits dichtgefüllte Gotteshaus. Hier hielt Pfarrer Hermann über Psalm 50, 14 und 15 eine erbauliche Pre— digt, worin er die Gemeinde zu demütigem Dank gegen Gott ermahnte, aber auch zu gläubiger, vertrauensvoller Hingabe aller Opfer zum Siege. Zum Schluß des Gottesdienstes sang die Gemeinde das Niederländische Dankgebet. Die beim Aus- gang erhobene Kollekte war für das Rote Kreuz bestimmt. Kreis Lauterbach. O Blitzenrod, 2. Aug. Der als Sanitätsunteroffizier ein- gezogene Landwirt Thomas Stock von hier wurde zum etats— mäßigen Sanitäts⸗Feldwebel im Feld⸗Lazarett 11 des 18. Armeekorps befördert. Kreis Friedberg. E Butzbach, 1. Aug. Heute vormittag gegen 10 Uhr ver⸗ sammelten sich der Krieger- und Militärverein, der Turnverein, der Gesang verein Eintracht und die Freiwillige Feuerwehr auf dem Marktplatze und der Evangelische Arbeiterverein am Pfarr⸗ hause zu einem gemeinsamen Kirchgang in die Stadtkirche, woselbst eine Gedächtnisfeier für die Gefallenen unter Mitwirkung der vereinigten Gesangvereine stattfand. Der Gottesdienst war sehr stark besucht. Herr Pfarrer Loos hielt die Predigt. Starkenburg und Rheinhessen. Worms, 2. Aug. Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten der in Lehrerkreisen Hessens wohlbekannte Rektor Hembel und Frau. 8 Hessen⸗Nassau. [] Marburg, 1. Aug. Auch die hiesige Stadtverwaltung hat sich jetzt den Bestrebungen, dem Ueberhandnehmen tierischer Schädlinge durch Fangprämien zu steuern, angeschlossen. Sie zahlt für 100 Stück Kohlweißlinge 10 Pfa. und für Wühl- mäuse und Ratten je 5 Pfg.— Ein auf einem hiesigen städtischen Bureau beschästigter Hilssschreiber wurde gestern während der Arbeit vom Tode ereilt. l! Neustadt, 1. Aug. Der im hiesigen Amtsgerichts- gefängnis eingesperrte Landstreicher Jakob Merz aus Mertes- heim(Kreis Frankenthal), der zuletzt in Frankfurt gearbeitet hatte, stahl dem Gesangenwärter Uhr, Geld und Fahrrad und entfloh. m. Neustadt, 1. Aug. Wegen Landstreicherei war der Gelegenheitsarbeiter Jakob Merz aus Mertesheim durch den Gendarm Krug dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt worden. Der Inhaftierte benutzte gestern die Abwesenheit des Gefangen⸗ aufsehers und brach mittels Feuerhakens die Türen der Gefängnis⸗ zelle auf, drang in die Privatwohnung des Aufsehers ein und stahl Geld und eine Uhr mit Kette; alsdann nahm er das Fahrrad des Aufsehers und entfloh. Heute früh erhielt der Gefangen⸗ aufseher das gestohlene Fahrrad von Marburg aus per Eil-⸗ gut zugesandt, Diese Tat beweist, welche große Unverfrorenheit der Patron besitzt. Von ihm selbst fehlt bis heute noch jede Spur. F. C. Frankfurt a. M. 1. Aug. Der„Mitteldeutsche Viehhändler⸗Verein“ hielt heute im„Löwenhof“ eine gut besuchte Versammlung ab, zu der Viehhändler aus den Re⸗ gierungsbezirken Wiesbaden und Kassel, aus Unterfranken, den Großherzogtümern Hessen und Baden, sowie aus dem nördlichen Württemberg erschienen waren. Der Vorsitzende, Sally Waller⸗ stein⸗ Rödelheim, leitete sie. Zunächst wandte sich der Vieh⸗ händler Flörsheim ⸗Alsfeld mit scharfen Worten gegen den von den Viehaufkäufern für die Heeresverwaltung auf dem hie⸗ sigen Viehmerkt eingeführten Gebrauch, bei Aufkäufern dem legi⸗ timen Viehhandel pro Stück drei Mark abzuziehen. Es handele sich um fünf Großviehhändler aus Berlin, Köln, Frankfurt a. M. usw. Der Redner hob hervor, daß die hohen Viehpreise durch die für die Heexesverwaltung tätigen Aufkäufer mit veranlaßt seien. Stern ⸗Friedberg, Lichtenberg⸗Bretten stimmten dem zu, während Strauß ⸗Hergershausen für den Abzug ein⸗ trat. Wolf Levi⸗Groß⸗Bieberau, der Vorsitzende des Tarm⸗ städter Viehhändler⸗Vereins, stellte sodann den Antrag, daß den Aufkäufern vom 9. August d. Is. ab keinerlei Abzug mehr auf dem Frankfurter Markte zugebilligt, und daß den Metzger⸗ meistern in Frankfurt ebenfalls bei Zahlung des Kaufpreises für Kühe und Rinder durch die Viehmarktsbank Frankfurt— der Ver⸗ kauf der Kühe und Rinder erfolgt auf dem Frankfurter Markt ohne Garantie— keinerlei Abzug, auch nicht, wie beantragt, nur ¾0ỹ Prozent, zugestanden wird. Der Antrag fand gegen die Stimme des Viehhändlers Strauß-Hergershausen nach kurzer De⸗ batte Annahme, X Gelnhausen, 1. Aug. Im benachbarten Nieder⸗ steinbach ist von den beiden 16jährigen Schneiderlehrlingen Philipp Schön aus Hanau und Johann Gilmer aus Niedersteinbach eine außerordentlich rohe Tat ver⸗ übt worden. Am Stationsgebäude Niedersteinbach zer- störten sie 23 Schwalbennester, die mit Jungen belegt waren, warfen die Vögel teils an die Wand des Stationsgebäudes und legten sie teils auch auf ein totes Geleise, um dann einen leeren Eisenbahnwagen darüber zu schieben. Einige der Vögel steckten die rohen Burschen in die Schmierkapseln der Eisenbahnwagen. Der Gendarmerie ge— lang es, die Täter zu ermitteln, die am gleichen Tage einen schweren Einbruchsdiebstahl verübt hatten. h. Bad Homburg v. d. H., 1. Aug. Vor dem Kurhause wurde heute mittag in Gegenwart einer überaus großen Fest⸗ gemeinde ein Standbild des heiligen Nichael in Eise n ent⸗ hüllt und der Benagelung freigegeben. Die Weiherede hielt Ober⸗ bürgermeister Lübke. Die überlebensgroße Figur ist dem be⸗ kannten Entwurf des Kaisers nachgebildet und von Bildhauer Fenn“⸗Frankfurt a. M. künstlerisch in Holz ausgeführt. Der Er⸗ lös soll zur Errichtung einer Homburger Heilanstalt für Offiziere und Mannschaften der deutschen Armee und Marine dienen. Als Grundstock für die Heilanstalt stiftete Rentner Eduard Balser⸗ Frankfurt a. M. bereits 5000 Mark.— Unmittelbar vor der Ent⸗ hüllung des St. Michael fand die Einweihung einer von den Frauen Homburgs der hiesigen Jugendwehr gestiftiten Fahne statt. h. Vom Feldberg, 1. Aug. Die Erdbebenwarte des Taunus⸗Observatoriums meldet, daß am 31. Juli früh von 2.42 Uhr ab die Instrumente ein sehr starkes Fernbeben registrierten. An der etwa 8300 Kilometer entfernten Herdstelle dürste das Beben verheerend gewesen sein.. r. Rodheim da. d. Bieber, 31. Juli. Dem Bergmann Konrad Koth wurde für seine langjährige Tätigkeit als Bergarbeiter das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze verliehen. — Dotzheim, 31. Juli. Konsistorialrat D. Eibach, welcher früher als Pfarrer und Kreisschulinspektor in Nendenroth„(Dill kreis) und seit 20 Jahren hier in Dotzheim wirlt, gedenkt am 1. Dezember in Ruhestand zu treten. Teirche und Schule. Berlin, 2. Aug. Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus München: Das bayerische Kultusministerium ersucht in einem Rundschreiben an die Lehranstalten der Unsitte, unsere Gegner zu beschimpfen, entgegenzuarbeiten. Die deutsche Jugend solle, ohne zu Haß und Feindschaft angereizt zu werden, sich erheben und erbauen an den ruhmvollen Taten des deutschen Volkes. und sozialwissenschaftliche Fakultät.— Die. der wirtschafts⸗ und sozialwissenschaft⸗ lichen Fakultät haben die Genehmigung des Ministers gefunden.— Es wurde ein„Verein katholischer Studentinnen“ gegründet; seine Farben sind„violett⸗gold⸗grün“. Der Verein schloß sich dem„Kartell der katholischen Studentinnenvereine Deutschlands“ an. Umgruppierung. Im Kurtheater zu Bad⸗Nauheim fand am gestrigen Sonntag abend zum Jahrestag des Kriegsausbruchs eine vaterländische Aufführung statt, wobei auch folgendes hübsche und muntere Gedicht Hermann Steingoetters lebhaften Beifall fand: Beten lehrt die Not— nicht minder Wirkt sie fruchtbar auf Erfinder, Und der Deutsche, der geschlagen Jeden Feind noch, sieht mit Zagen Hier den Gegner triumphieren Durch das Wörtchen— umgruppieren. Wenn bei Mpern sich die Britten Tüchtig in die Finger schnitten Und, die Wunden zu verbinden, Ganz wo anders wiederfinden, Nennt dies Rückwärtskonzentrieren Man bescheiden— umgruppieren. Niklas Kinder, wenn in Polen Die sich blutge Köpfe holen, Ostwärts laufen dann in Eile Barfuß, manche liebe Meile, Schuh' und Laus und Pelz verlieren— Sänftlich nennt mans: umgruppieren. Wenn Italien, durch Bläue Seines Himmels und durch Treue Weitberühmt, sich als verweg'ner Neuer Feind gesellt dem Gegner, Ist's Verrat nicht, mit Manieren Spricht man da von— umgruppieren. Deutscher lerne: Wenn bezwungen Alle, die der Neid gedungen, Alle, die der Vierbund narrte, Dann nimm vor Europens Karte Aendre gründlich die Schraffierung— Das sei deine Umgruppierung! vermischtes. Lyon, 1. August.(WTB. Nichtamtlich.)„Lyon Républicain“ meldet aus Madrid: Ein neues, von dem spanischen Ingenieur Salas erbautes Riesenluftschiff wird demnächst mit 50 Fahrgästen von Barcelona nach Madrid fliegen. Salas beabsichtigt, in kurzem von Spanien nach Amerika zu fliegen. Glücks- und Unglückstage im August. Von allen Monaten des Jahres hat der August im Aberglauben der ver- schiedensten Völker und Volksstämme die meisten Unglücks- und Glückstage. Oftmals ist der eine Tag bei einem Volke ein Unglücks⸗ tag, wogegen er bei einem anderen Volke als Glückstag angesehen wird, an dem man sich verloben, verheiraten oder wichtige Unter⸗ nehmungen beginnen soll. Das tritt sogleich beim ersten des Monats hervor. In manchen Gegenden Europas gilt der 1. August als der Tag, an dem der Teusel aus dem Himmel gewiesen wurde. Deshalb gilt dieser Tag so recht als unglückbringend. Anderswo dagegen, wie zum Beispiel in England, heißt es, am 1. August sei der Apostel Paulus in Gesangenschast genommen worden. Das sei zwar ein Grund, zu trauern, aber der Tag selbst bringe doch kein Unheil, sondern namentlich für die Schaszüchter sei er geradezu glückbringend. Nach Cbristi Worten:„Gehe hin und weide meine Herde!“ wird nämlich Paulus als Schutzpatron der Lämmer an- gesehen. In Tirol gilt der 17. August als besonderer Unglückstag, in Niederdeutschland der 18. und in Böhmen der 27. August. An den Augusttagen, die als Glückstage angesehen werden, werden oft Weltkämpse, Fischstechen und Umzüge veranstaltet. Derartige Volks⸗ sestlichkeiten finden wir in diesem Monat überall in Deutschland, England, Holland und Belgien. Das bekannteste davon in Deutsch⸗ land ist wohl der Stralauer Fischzug, der jedesmal am 24. Augusl abgehalten wird. — Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Die westliche Depression rückt weiter nach dem Kontinent zu vor und wird morgen unsere Wetterlage beherrschen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 3. August 1915: Meist bedeckt, zeitweise Regenfälle, westliche Winde. — ö— Letzte Nachrichten. Französische Schlachtschiffe vor der belgischen Küste. Lugano, 2. Aug. Die Blätter melden, daß vorgestern französische Schlachtschiffe vor Ostende und Zeeb rügge mit den deutschen Küstenbatterien mehrere Salven. wechselten. Das Geschwader zog sich, da eine Ueberrumpelung mißglückt⸗war, bald zurück. Infolge des unerwarteten eiligen Abfahrens verfehlte ein französisches Wasserflugzeug den Anschluß an sein Schiff und mußte auf englischem Gebiet eine Notlandung vornehmen. Cadorna macht reinen Tisch. Lugano, 2. August. Schweizer Blätter behaupten, Cadorna habe mehrere kommandierende Generale ab- gesetzt. 8 5 8 Mißstimmung in Italien. Chiasso, 2. Aug. der allgemeinen Mißstimmung wegen der zunehmenden Lebens⸗ mittelteuerung. Die Arbeiter der Gießerei Perego bei Mailand haben die Arbeit eingestellt. Die Textilarbeiter von Turin fordern eine Lohnaufbesserung. Das allgemeine Unbehagen wird ge⸗ steigert durch das zunehmende Mißtrauen gegenüber den amtlichen Siegesberichten und den ganz Italien überschwemmenden Ver⸗ wundetentransporten. In leitenden Kreisen sieht man mit schwerer Besorgnis einer längeren Dauer des Krieges entgegen und erklärt, daß Italien keinen Winterfeldzug ertragen könnte. Zum Jahrestag des Todes Jaureès'. Kopenhagen, 2. Aug. Clemenceau richtet heute in seinem „Lihomme ͤnchaine“ einen außerordentlich heftigen Angriff gegen die anläßlich des Kriegsjahrestages geplanten Reden Poin⸗ carés und Vivianis. Wir brauchen kein Geschwätz, son⸗ dern Taten und sind der Phrasen herzlich müde. Viviani wird wieder dasselbe schwätzen, was wir schon hundertmal gehört haben. — Wie„Politiken“ hierzu erfährt, soll es Tatsache sein, daß die geplanten Festlichkeiten abgesagt worden sind. Fluchtversuche eines internierten feindlichen Fliegers in der Schweiz. Kopenhagen, 2. August. Wie der„Matin“ aus Genf meldet, hat der in der Schweiz internierte franzö⸗ sische Flieger Gelbert versucht, in Frauenkleidern nach Frankreich zu entkommen. Der Fluchtversuch wurde aber rechtzeitig entdeckt. Die Schweizer Behörden unter⸗ sagten daher den internierten französischen Fliegern, Andermatt, den Ort ihres Aufenthaltes, zu verlassen. In Italien mehren sich die Anzeigen 1 1 Eriegsbriefe aus dem Westen. Von unferm Kriegsberichterstatter. Muberechtigter Nuchdrirt, mich aus zutgsweise, verboten) Die Entwicklung der Kämpfe im Ober⸗Elsaß. Gr. Hauptquartier, 29. Juli. Ueber die Geschichte und den Stand der bisherigen Kämpfe im Ober⸗Elsaß und in den Süd⸗Vogesen äußerte sich bei meinem Besuche des dortigen Armee⸗Ober⸗Kommandos der Oberbefehls⸗ haber, Se. Exzellenz General der Infanterie Gaede, in einer ausführlichen Darlegung, der ich das Folgende entnehme: Es ist bekannt, daß wir 1870 unsere südliche Vogesengrenze in einer taktisch ungünstigen Weise angenommen haben. Einmal lief die Grenze auf dem Kamme der Vogesen, ohne daß dafür gesorgt war, daß wir den Kamm in unseren Händen halten konnten, Zum zweiten aber blieb die„Trouse de Belfort“ offen, und Belfort war als Festung großartig ausgebaut worden. Ein einfacher Blick auf die Karte lehrt, daß der Feind eine stärkere Offensive nach Süddeutschland lenken konnte, wenn sich das Schwergewicht des Krieges hierher zog. Wurde dagegen die Offensive durch Belgien nach Norden getragen, dann entwickelte sich hier nur ein Neben⸗ kriegsschauplatz, und der Rhein bildete eine starke Strom-Barrière gegen Westen. Es ist ferner bekannt, daß wir nach dem allgemeinen Kriegs⸗ plane bei der für den Gesamtausgang völligen strategischen Be⸗ deutungslosigkeit des Oberelsaß entschlossen waren, den südlichen Teil des Elsasses, wenn nötig, zu räumen und hinter den Rhein zurückzugehen. Der Rhein war für eine planmäßige Verteidigung vorbereitet. Das also war vorgesehen, und beim Kriegsbeginn fiel zunächst wenigen Landwehr⸗Infanterie⸗Brigaden, die am 10. Mo⸗ bilmachungstage bereit waren, die Aufgabe zu, den Rhein zu halten. Es waren dies verhältnismäßig schwache Kräfte, welche sich auf den Brückenköpfen und Beobachtungsposten einer 150 Kilometer langen Linie verteilten. Es kam nun alles auf die Entwicklung an. Zwischen Vogesen und Rhein hatten sich einige Korps unter General von Heeringen gesammelt. Die Franzosen waren sogleich mit sehr bedeutenden Kräften über die Grenze vorgestoßen, hatten unsere schwachen Vortruppen zurückgeworfen und begonnen, starke Befestigungen, ausgesprochene Sperrforts, anzulegen und in Besitz zu nehmen. Exzellenz von Heeringen entschloß sich zum Angriff, und es kam am 9. und 10. August zu der ersten Schlacht bei Mülhausen. Der errungene Sieg brachte keinen vollen Erfolg, da die Franzosen weder in die Schweiz noch nach Belfort zurück⸗ geworfen wurden. Mülhausen wurde zwar genommen; als aber einige Tage später die Armee Heeringen genötigt war, über den Rhein zu gehen, um am linken Flügel am Vorstoß des Heeres des Kronprinzen von Bayern teilzunehmen, war das Elsaß entblößt, und die Franzosen konnten erneut über die Pässe vordringen. In dieser Lage erhielt Exzellenz Gaede den Befehl, mit einigen gemischten Landwehr⸗Brigaden den Rheinschutz zu über⸗ nehmen und ein Vordringen des Feindes über den Strom zu verhindern. Die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, waren sehr erheblich. Als günstigster Punkt zur Leitung der Operationen ergab sich Freiburg i. Br., die Stadt, wo Erzellenz Gaede schon seit einigen Jahren im Ruhestande gelebt hatte und wo er mit 9 von Straßburg nach Freiburg reiste, da hatte er, wie er selbst sagt, noch keine Ahnung, daß er auf dem Wege war, sich zum Heer⸗ führer zu entwickeln. In schweren Stunden und sorgenvollen Nächten wurde alles vorbereitet, und als am 16. und 17. August die„Armée d' Alsace“, die eigens zur Eroberung des Elsasses geschaffene französische Armee, unter General Archinad von Belfort vorrückte, konnte sie zwar Mülhausen wieder nehmen, aber sie fand uns gerüstet. Die Einnahme von Mülhausen war, wie schon gesagt, strategisch völlig ohne Bedeutung, aber sie hatte eine desto größere politische Bedrutung, die für die Franzosen einen bekannten Reiz bildete. Militärisch hätte es nichts bedeutet, wenn die Franzosen bis an den Rhein kamen, und wenn sie weiter gingen, so machten sie einen Luftstoß, und das wäre sogar günstig gewesen. Aber für die Psyche einer weibischen Nation wie der Franzosen, für ihre Volksstimmung und für die späteren Friedensverhandlungen kam der Besitz von Mülhausen sehr in Betracht. Also durfte man das französische Heer nicht weiter kommen lassen. Daher faßte der Oberbefehlshaber am 19. August den Ent⸗ schluß, mit seinen schwachen Kräften den Rhein zu überschreiten, und die Franzosen anzugreifen. Er fiel ihnen in einer zwar dün⸗ nen, aber desto breiteren Front, welche den Feind völlig über die Stärke der Deutschen täuschen mußte, in die Flanke und erzielte einen erstaunlichen Erfolg. Zwar mußten, als 2 Armee⸗Korps und eine Kavallerie⸗Division gegen sie einschwenkten, die drei beteiligten Landwehr⸗Divistonen über den Rhein zurückgehen, aber sie hatten auf den Höhen südlich von Mülhausen den gewaltig überlegenen Feind zwei Tage lang mit solchem Nachdruck auf⸗ gehalten. daß der französische Heerführer nicht den Mut hatte, weiter zu gehen, nachdem er seine Fühler ausgestreckt und seine Patrouillen schon Colmar erreicht hatten. Ein huldvolles Tele⸗ gramm des Kaisers erkannte die Leistungen unserer heldenmütigen Landwehrkämpfer an und belobte sie. Bis nach Neu⸗Breisach hin hatten sich Vorposten⸗Gefechte ent⸗ wickelt, Colmar war in Gefahr. Für den, der die Verantwortung trug, waren es bange Tage. Aber die allgemeine Entwicklung half. Die Armee Heeringen ging jenseits der Vogesen vor, und es war möglich, ihr die Hand zu reichen. Die Franzosen mußten ihre 2¼ Korps für die militärische Entscheidung wegnehmen und auf ihre politischen Sprünge im Ober⸗Elsaß verzichten. Von da ab wurde das Ober⸗Elsaß, wie es von Anfang an im 1 Kriegsplane vorgesehen war, zu einem Nebenkriegsschau⸗ platz. Als die Nachricht vom Rückgang der Franzosen kam, ging der deutsche Oberbefehlshaber mit seinen schwachen Landwehr⸗ Brigaden ihnen sofort nach, und am 30. August wurde Mülhausen wieder eingenommen. Da für Neubreisach keine unmittelbare Be⸗ lagerungsgefahr mehr bestand, konnte an Kräften herausgezogen, werden, was möglich war. Man konnte bis über Colmar vorgehen, einige bayerische Streitkräfte verstärkten die Armee⸗Abteilung, und der Befehlshaber war nun in der Lage, auf seinem eigenen Schatten stetig vorzugehen und nach und nach die Zurückdrängung der Fran⸗ zosen zu beginnen. Er hatte dabei die allgemeine Linie, sie immer weiter vom Rheine weg und allmählich ganz aus dem Reichsland hinauszuschieben. Das ist bis heute nicht gelungen, weil die Fran⸗ zosen an Kräften stark überlegen waren und es noch sind, weil sich zwei bedeutende Hindernisse entgegenstellten, nämlich die mit Sperr⸗ allen Verhältnissen wohl bekannt war. Noch war lein Stab vor⸗ handen und als am 15. August Exzellenz Gaede mit zwei Offizieren n forts besetzten Kämme der Vogesen und die Festung Belfort, deren Gürtel so weit ist, daß schon Dammerkirch unter dem französischen Durrer Fortsfeuer liegt. Die Franzosen verteidigen ihre mit mitteln befestigte Linie mit nicht weniger als 35 Kompagnie schickter Alpenjäger. Dagegen zu stürmen wäre sinnlos, m nur Schritt für Schritt vorwärts kommen. 0 „Die Hoffnung der Franzosen, mit ihrer großen Ueberlegen⸗ heit die stellenweise dünnen deutschen Linien zu durchbrechen und an den Rhein zu kommen, hat sich nicht erfüllt und wird sich nicht erfüllen. Anfang Januar haben die Franzosen versucht, das Ziel ihrer heißen Wünsche, Mülhausen, wieder zu erlangen. Es ent⸗ wickelten sich damals die bekannten Kämpfe bei Sennheim, Am⸗ merzweiler und Burnhaupt, ohne daß die Franzosen um einen entscheidenden Schritt vorwärts kamen, trotzdem die Linie Belfort Mülhausen nur 50 Kilometer, d. h. zwei Tagesmärsche, 9 und die Verteidigungslinie vorwärts Mülhausen nur etwa 20 meter, d. h. einen Tagesmarsch. Die ursprünglich taktisch schwierige Lage der Armee⸗Abteilung Gaede, wie sie seit dem 19. September heißt, hat sich dauernd verbessert und konsolidiert. Aus kleinen und schwierigen Anfängen heraus ist sie zu einem innerlich starken und vom Bewußtsein ihrer Aufgabe und ihrer bisherigen Erfolge erfüllten Heereskörper ge⸗ worden. Bei der Bewertung ihrer Leistung darf man nicht über⸗ sehen, daß es etwas anderes ist, ob für eine Armee am 1. Mobil⸗ machungstage alles vorgesehen ist, Train, Kolonnen, Etappe, oder ob sich etwas aus dem Nichts gestaltet. t Als die Armeeabteilung allmählich Gelände gewann und weiter vorwärts kam, da gab die oberste Heeresleitung den Gedanken auf, nur die Rheinlinie zu halten. Und die treuen Wächter am Rhein und an den Vogesen haben trotz der Gefahr, die es be⸗ deutet, daß der Feind aus den starken Festungen Belfort und Epinal jederzeit so viel Soldaten und Kanonen herausziehen kann, wie er gebraucht, sich zäh gehalten und nach dem Grundsatze durchgeschlagen: Hilf dir selbst, so hilft dir Gott! Schritt für Schritt sind sie vorwärts gekommen, und in der glänzenden Offen⸗ sive im Februar ist es ihnen gelungen, unter Ueberwindung aller Schwierigkeiten einen großen Teil deutschen Landes wieder zu er⸗ ringen. Wie bekannt, haben wir zwar vor kurzem das völlig zer⸗ schossene Metzeral räumen müssen, aber auch da handelte es sich um einen für die Gesamtlage bedeutungslosen Teilerfolg des Feindes, den er nur seiner Uebermacht zu verdanken hatte. Solche Rückschläge, gegen die auch die tapferste Truppe nicht gefeit ist, können den frohen Kampfesmut unserer Wächter am Rhein und in den Vogesen nicht erschüttern. Zäh und treu halten sie auf ihrem Posten aus in der Erwartung, daß ihr Tag kommen wird, der Tag, wo sie mit dem Feinde abrechnen Teile des Reichslandes befreien werden. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. — Die neueste Währung. Bekanntlich bilden gegenwärtig bei unseren Feldgrauen in Feindesland, wo man meistens mit Geld nichts anfangen kann, die Zigaretten nicht nur ein hoch⸗ geschätztes Anregungs- und Genußmittel, sondern auch ein wichtiges Tauschobjekt und Zahlmittel. Man zahlt alles mit Zigaretten und kann für Zigaretten beinahe alles haben. Ein witziger Feld⸗ grauer, der auch vor dem Feinde seinen guten deutschen Humor nicht verloren hat, sagte über diese neue Zahlungsart unter Hindeutung auf die bekannte Zigarettenmarke kurz und bezeich⸗ nend:„Bei uns hier draußen gilt allgemein Salem Gold Währung.“ 08 und die von ihm besetzten Stellenangebote. die Stelle des U G Zimmer Bleichstraße 25 6⸗Zim.⸗ Wohn., 1. Et., Ecke Bleich⸗ u. Auf meinem Bureau ist [[Bureau⸗ Selucht Herwalterin für Arbeiterkantine. Verbindungsbruder Hermann Pätzmann In tiefer Trauer: ö 68160 treusorgender, herzensguter Vater Die Heuchelheim, den 2. August 1915. serbstaussaat von Lochows Original-Winter-Raps, Sand- oder Winter-Wioken, Incarnatklee(seidefrei) Spinat, Feldsalat, Winter- Kopfsalat, Weisskraut, Wirsing, Rotkraut, Frühlings-Zwiebein usw. usw. Heinrich Hahn, Giessen lleustadt 3 Samenhandlung Telephon 403 192 fraberldte Scheer größte Auswahl, billigste Preise Wilh. Moll, Seltersweg 36. (6814 Am 16. 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