eßener Anzeiger erschennt täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ stliche deitfragen Ferusprech-Anschlüsse: sür die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Juli. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. 1 In der Gegend von Souchez war nach verhältnis⸗ mäßig ruhigem Verlauf des Tages die Gefechtstätigkeit nachts lebhafter. Ein französischer Angriff auf Souchez wurde abgeschlagen. Angriffsversuche südlich davon wurden durch unser Feuer verhindert. Auf der Front zwischen der Oise und den Argonnen vielfach lebhafte Artillerie- und Minenkämpfe. Im Argonner⸗Walde schwache Angriffsversuche des Gegners ohne Bedeutung. Auf den Maashöhen, südwest⸗ lich von Les Eparges und an der Tranchée wurde mit wech— selndem Erfolge weitergekämpft. Unsere Truppen büßten kleine örtliche Vorteile, die am 17. ds. Mts. erobert waren, wieder ein. Wir nahmen drei Offiziere, 310 Mann gefangen. Oestlicher Kriegsschauplatz. i „Deutsche Truppen nahmen Tukkum und Shiurt. Windau wurde besetzt. In der Verfolgung des bei Alt-Autz geschlagenen Gegners erreichten wir gestern die Gegend von Hofzum⸗ berge und nördlich. Westlich von Mitau hält der Geg⸗ ner eine vorbereitete Stellung. a Oestlich von Popeljany und Kurschany wird ge⸗ kämpft. g g wischen Pisa und Szkwa räumten die Russen ihre mehrfach von uns durchbrochenen Stellungen und zogen auf den Narew ab. Hier fechtende deutsche Reserve- und Landwehr⸗Truppen haben in den Kämpfen der letzten Tage in dem jeden feindlichen Wider⸗ stand begünstigenden Wald- und Sumpfgelände Hervorragen— des geleistet.. Die Armee des Generals v. Gallwitz drang weiter vor. Sie steht jetzt mit allen Teilen an der Narew⸗Linie. Südwestlich von Ostrolenka⸗Rowo⸗ georgiewsk, wo die Russen nicht in ihren Befestigungen und Brückenkopfstellungen Schutz fanden, sind sie bereits über den Narew zurückgewichen. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 101 Offiziere, 28 760 Mann erhöht. 5 Auch in Polen zwischen Weichsel und Pilica blieben die Russen im Abzug nach Osten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der am 17. Juli in der Gegend nordöstlich von Szienno von der Armee des Generalobersten v. Woyrsch geschlagene Feind versucht in seinen vorbereiteten Stellungen hinter den Ilzanka⸗Abschnitt die Verfolgung zum Stehen zu bringen. Die feindlichen Vorstellungen bei Ciepilo wur⸗ den von der tapferen schlesischen Landwehr bereits im Laufe des gestrigen Nachmittags gestürmt. Dieselben Truppen sind in der Nacht in die dahinter liegende feind⸗ liche Hauptstellung eingedrungen; ebenso be⸗ ginnt die feindliche Linie bei Ka sanow und Barano w zu wanken. Die Entscheidung steht bevor. Zwischen oberer Weichsel und Bug dauerte der Kampf der unter Oberbefehl des Generalfeldmarschalls v. Macke n⸗ sen stehenden verbündeten Armeen den ganzen Tag über in unverminderter Heftigkeit an. An der Durchbruchsstelle der deutschen Truppen bei Pilaszrowice-Krasnostaw machten die Russen die verzweifeltsten Anstrengungen, die Niederlage abzuwenden. Eine ihrer Garde⸗ Divistonen wurde frisch in den Kampf geworfen und von unseren Truppen geschlagen. g g Weiter östlich bis in die Gegend von Grabowiet er⸗ zwangen österreichisch-ungarische und deutsche Truppen den Uebergang über die Wolica. Bei und nördlich So⸗ kal drangen österreichisch-ungarische Truppen über den Bug vor. 5 Unter dem Zwang dieser Erfolge ist der Feind in der Nacht auf der ganzen Front zwi⸗ chen Weichselund Bug zurückgegangen. Nur an der Durchbruchsstelle westlich von Krasnostam versucht er noch Widerstand zu leisten. Die Russen haben eine schwere Niederlage erlitten. Die deutschen Trup⸗ pen und das unter Befehl des Feldmarschalleutnants v. Ar stehende Korps haben allein vom 16. bis 18. Juli 16 250 Gefangene gemacht und 23 Maschinengewehre erbeutet. Nach gefundenen schriftlichen Befehlen war die feindliche Heeresleitung entschlossen, ohne jede Rücksicht auf Verluste die nun von uns eroberten Stellungen bis zum äußersten zu halten. n Oberste Heeresleitung. „ Wie auf einmal das Interesse an der Haltung der Balkanstaaten herabgesunken ist, wie man den italienischen General Porro und seine Mission vergessen hat, und wie man nur in den Abendstunden nach den Blättern lechzt und hascht, auf denen der deutsche Heeresbericht gedruckt steht! Noch liegt ein unentwirrter Knoten von Fragen und Pro- blemen am Wege, aber wohlgegliedert und planvoll, daß auch ein Künstler seine Freude dran haben müßte, erhebt sich das Gebäude der deutschen und österreichisch-ungari⸗ schen Offensive im Osten, es fehlen daran nicht Zierden, Zinnen und Türme. Es ist nicht nur eine Zeit der Tränen und Not. Die Trauer um das vergossene Blut ist heilig und sie ist eine ernst mahnende Begleiterin durch diese Tage, aber sie wirkt nicht zerstörend, zerreißt nicht die Größe der Zeit. Es gibt freilich Schwätzer und Augenblicksmenschen, N 1 5 8 1 3 165. Jahrgang Gießener Anzei General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. weiteres Vordringen der verbündeten auf alen östlichen Kriegsschauplätzen! die beim Ergreifen der Extrablätter nur flüchtig nach den Gefangenenziffern fragen und dann sprunghaft sich wieder ins Kleine verlieren, laut und auffällig, aber auch unnütz, die Mängel der Zeit beschwatzen. Ihnen fehlen die Organe, um die große Zeit wirklich zu sehen. Es war sehr zeitgemäß, daß gestern in einem großen Blatte eine Glosse und Satire gegen die Schwätzer erschien, die in Eisenbahn und Gasthaus, auf der Reise und auch auf ihrem Pflaster⸗ heim den Klang der Tage unterbrechen wie Banausen im Theater- und Konzertsaal. Es sind gewiß nicht Viele; aber niemals waren die Schwätzer so unausstehlich wie gerade heute, und wir sollten alle darauf achten, daß man ihnen gleich bei der„Tat“ die richtige Antwort gibt. Die neuen Tagesberichte läuten uns neue Erfolge ein. Im Norden wird Windau besetzt, die russische Hafenstadt mit 25000 Einwohnern, ferner, westlich von Riga das Städt— chen Tulkum. Von Alt⸗Autz sind die Truppen Belows weiter östlich in Hofzumberge angelangt, unmittelbar vor Mitau, das die Russen nicht kampflos preisgeben wollen. Auch von Kurschany aus wurde die Verfolgung fortgesetzt. Die ge— samte Armee des Generals v. Gallwitz steht am Narew! Stellenweise sind die Russen schon über diesen Fluß zu— rückgewichen. Nahezu 30 000 Gefangene hat Gallwitz jetzt schon gemacht. Im Süden ist es dem Feinde beinahe noch schlimmer ergangen. Auch dort hat er seine gesamte Front zurücknehmen müssen. Aus dem weiteren Osten sind österreichische Truppen, die dort entbehrlich geworden sind, näher an den Hauptschau⸗ platz herangezogen worden, Truppen, die über die Wolica und den Bug gezogen sind und die Rückzugslinien der Feinde bedrohen. Ueber die Zahl der Gefangenen wird in den Tages⸗ berichten noch nichts Abgeschlossenes gesagt, aber wenn unsere Heeresleitung erklärt:„Die Ruff aben eine schwere Nie- derlage erlitten“, so haben wi Gewähr, daß es keine strategischen Künste sind, ssen sich jetzt geleistet haben. Ihr amtlicher Bericht, der von den Franzosen als unklar und verworren gescholten wird, gibt in seiner neue⸗ sten Ausgabe die großen Linien des Rückzuges zu, ver⸗ zuckert ihn natürlich aber wieder mit angeblich erfolgvollen Nebensächlichkeiten. Wen aber täuscht man noch in Peters⸗ burg? England und Frankreich runzeln die Stirn. Es heißt, Lord Kitchener habe, als er die überraschende, von ihm unter— schätzte Offensive Hindenburgs sah, eine zweite Konferenz in Calais einberufen, um einige der letzthin getroffenen Maß— regeln rückgängig zu machen. Englands Vertreter würden aber in Calais nicht gerade mit Hurrarufen begrüßt werden, denn nach den neuesten Meldungen steht es um die englische Arbeiterfrage schlecht, sehr schlecht. Die fran— zösische Presse ist, wegen der Gefährdung der Kohlenpro— duktion, sehr nervös geworden und gibt dem Kabinett Asquith allerlei dringende Ratschläge. „„ Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. Juli 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die Offensive der Verbündeten in Polen und Wol⸗ hynien wurde gestern fortgesetzt. Westlich der Weichsel wird an der Ilzanka gekümpft. Nordwestlich Ilz a eroberten öster— reichisch-ungarische Truppen einige feindliche Stellungen. Auf den Höhen westlich Krasnostaw dringen die deutschen Truppen unter schweren Kämpfen siegreich vor. Zwischen Skierbieszow und Grabowiee bahnten sich im Anschluß an deutsche Kräfte österreichisch-ungarische Regimenter in heißem Ringen über die Volyca den Weg in die feindlichen Höhen⸗ stellungen. Dort fielen 3000 Gefangene in die Hände unserer tapferen Truppen. Nordöstlich und südöstlich So kal faßten nordmährische, schlesische und westgalizische Landwehr nach wechselvollen Kämpfen am Ostufer des Bug festen Fuß. Unsere von General v. Kirchbach befehligten Kräfte machten hier 12 Offiziere und 1700 Mann zu Gefan⸗ genen und erbeuteten fünf Maschinengewehre. Die Erfolge, die die Verbündeten am 18. Juli auf der ganzen Front errangen, erschütterten die Widerstandskraft des Feindes. Obwohl er in den letzten Tagen und Wochen erhebliche Verstärkungen herangezogen hatte, vermochte er sich doch nicht mehr zu halten. Er trat in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli an der ganzen Front den Rückzug an des räumte das Schlachtfeld den siegreichen verbündeten eeren. In Ostgalizien blieb die Lage im allgemeinen un— verändert. Nur abwärts Zalesczsyki wählte der Gegner un— sere Dnjestrfront abermals zum Ziele hartnäckiger An⸗ griffe. Die Russen rückten in sieben bis acht Gliedern vor. Das erste war scheinbar unbewaffnet und erhob, als wollte es sich ergeben, die Hände. Der feindliche Angriff brach in unserem Feuer unter furchtbaren Verlusten zusammen. Selbstverständlich wurde, wie es in Hinkunft immer geschehen wird, auf die anscheinend unbewaffneten An⸗ greifer geschossen. l Südwestlicher Kriegsschauplatz. Im Görzischen begannen gestern neue große Kämpfe. Zeitlich früh eröffnete die italienische Artillerie aller Kaliber gegen den Rand des Plateaus von Doberdo und den Görzer Brückenkopf das Feuer. Dieses steigerte sich mit⸗ tags zu größter Heftigkeit. Sodann schritt sehr starke Infanterie zum Angriff auf den ganzen Plateaurand. In hartnäckigen, nachtsüber an⸗ WW R Dienstag, 20. Juli 105 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. dauernden, vielfach zum Handgemenge kommenden Kämpfen gelang es unseren Truppen, die Italiener, die stellen⸗ weise unsere vordersten Gräben erreichten, allenthalben zu⸗ rückzu werfen. Unsere Mörser brachten fünf schwere Bat⸗ terien zum Schweigen. Heute morgen entbrannte der Kampf aufs neue. Vereinzelte feindliche Vorstöße gegen den Görzer Brückenkopf wurden gleichfalls abgewiesen. Auch am mitt⸗ leren Isonzo, im Krugebiet und an der Kärntner Grenze entfalteten die Italiener eine lebhafte Artillerietätig⸗ keit, die teilweise auch nachts anhielt. Im Tiroler Grenzgebiet wurde der Angriff mehrerer Bataillone gegen unsere Höhenstellungen auf dem Eisenreich⸗Kamm, der Pfann⸗Spitze und der Filmoor⸗Höhe, nordöstlich des Kreuzbergsattels abgeschlagen. In der Gegend von Schluderbach räumte eine eigene schwache Abteilung ihre vorgeschobene Stellung. In Südtirol dauert der Geschütz⸗ 4 . 2 2 1 kampf fort. Besonderes Lob gebührt auch den braven Be⸗ 1 satzungen unserer Grenzforts, die in diesen Bollwerken jedem Feuer heldenmütig standhalten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Gestern früh erschienen vor Ragusa-Vecchia und Gravosa zusammen acht italienische Kreuzer und zwölf Torpedoboote und eröffneten das Feuer gegen den Bahnhof 4 Gravposa, einige Ortschaften und gegen die Höhe von Ragusa⸗ Vecchia. Sie gaben insgesamt 1000 Schuß ab. Es wurden einige Privathäuser leicht beschädigt. Menschenverluste sind nicht zu beklagen; auch Verwundete gab es nicht. Um 5 Uhr 45 Min. früh erfolgte die bereits gemeldete 4 Torpedierung des Kreuzers„Gin seppe Garibaldi“, worauf das italienische Geschwader eilends unsere Küsten⸗ gewässer verließ. Der Stellvertreter des Chefs des e v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Ring um die Russen. Berlin, 20. Juli. Uebereinstimmend kommt in den 2 Blättern die Auffassung zum Ausdruck, daß sich der Ring um die Russen an der Weichsellinie immer mehr zu- sammenbiegt.— Die„Berliner Morgenpost“ schreibt: c s kann unter Umständen fraglich erscheinen, ob die Russen dort überhaupt noch länger stehen bleiben, oder ob sie jetzt schon ihren Rückzug in östlicher Richtung fortsetzen Bedeutung werde es ins⸗ besondere sein, wie lange die befestigte Narewlinie 5 werden. Von entscheidender dem deutschen Angriff Widerstand leisten könne. Berlin, 20. Juli. Warschauer Blättern ist nach einem Wiener Telegramm des„Berl. Tagebl.“ zu entnehmen, daß die Bevölkerung in Erwartung kommender Ereignisse lebt. Warschau sei erschüttert durch Nachrichten, die riesige Veränderungen ankündigen. In solch einem geschicht⸗ lichen Augenblick dürfe man aber nicht egoistisch vorsichtig 5 sein. Man dürfe keine Furcht vor den ankommenden Ver⸗ änderungen haben. Es sei eine geschichtliche Notwendigkeit, die nicht zu vermeiden sei. Man solle deshalb auf alles 5 gefaßt sein. Der russische Bericht. Petersburg, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) des Großen Generalstabs: Die Schlacht zwischen der und dem West ufer des Bug s erreichte am 17. Juli die äußer⸗ ste Heftigkeit. Unsere Truppen warfen mit Tapferkeit und Hart⸗ näckigteit einen feindlichen Vorstoß zurück. In Richtung auf Lublin unternahm der Feind auf der ganzen Front Angriffe, indem er hauptsächlich seine Kräfte in der Gegend von Vilkola 3 konzen⸗ trierte, wo wir im Laufe des Tages mehr als zehn Angriffe zurück⸗ schlugen. Im Laufe des Tages griffen große deutsche Truppen⸗ massen unsere Streitkräfte auf dem linken Wieprzufer an. Dem Feinde gelang es hier, nach Nord von Izdedno bei Krasnostaw vorzurücken. Trotz ihrer Verluste wiesen unsere Truppen heldenmütig die wütenden Angriffe des Feindes zurück, die bis spät abends fortgesetzt wurden Auf dem rechten Wieprzufer erlitt der Feind am 16. Juli sehrn große Verluste, im Verlauf des Angriffs auf unsere Stellungen an der Wolitza. Am 17. Juli herrschte sehr lebhaftes Artilleriefeuer Weichsel in dieser Gegend. Auf der Front der Dörfer Grabovetz und Berestie unternahm der Feind am 16. und 17. Juli erbitterte Angriffe, aber Bericht en in die Gegend 4 nach wiederholten Bajonettangriffen eroberte er nur die Schützen⸗ 7 gräben von unseren zwei Kompagnien. Zwischen Gutchwa und Bug wiesen wir zahlreiche Angriffe des Feindes ab und warfen ihn aus dem Walde von Meteline heraus. Am Bug bei Elkovitze, Tzelutze und Konotopy versuchte der Feind am 17. Juli auf das rechte Flußufer zu gelangen, aber wir wiesen ihn durch glückliche Gegenangriffe zurück. In der Gegend von Riga und Szawle dauert die feindliche Offensive auf Tukkum und Alt- Autz an. In Richtung auf diese beiden Irte wurden am 17. Juli Kämpfe geliefert, an denen auch zahlreiche Kavallerie teil⸗ nahm. Im Osten des Dorfes Popeliany machten wir im Laufe eines erfolgreichen Angriffs 500 Deutsche mit neun Offizteren zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinengewehre. Ein feind⸗ licher Angriff im Norden von Szawle wurde zurückgewiesen. Die feindliche Offensive in Richtung auf Prasz⸗ nysz. die auf der breiten Front fortgesetzt wurde, zwang uns, uns in die Stellung am Narew zu konzentrieren. Im Zusammenhang hiermit ergab sich die Notwendigkeit einer Umgru ppierung unserer Streit⸗ kräfte auf dem linken Weichselufer, die wir, ohng daran gehindert zu werden, vollzogen. Am Dinestr trugen wir im Laufe des 16. Juli einen ziemlich bedeutenden Erfolß gegen die feindlichen Truppen davon, welche den Fluß im Laufses des Tages überschritten hatten. Wir machten hier ungefähr 2000 Oesterreicher zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinengewehre. 2. im Osten Mr D Die Reorganisation der russischen Artillerie durch Japaner. Paris, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Eclair“ erfährt aus Petersburg, daß die Mission der japa⸗ nischen Artillerieoffiziere seit Mitte April die Ausbildung der russischen Artilleristen übernommen hat. Die japanischen Offiziere werden keinesfalls an die 5 3 gehen, sondern höchstens die Aufmontierung und Handhabung der. Geschütze leiten. Die Aufgabe der Mission bestehe lediglich darin, die Reorganisation der russischen Artillerie in die Wege zu leiten. Die französischen Kritiker. Paris, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Militär⸗ lrititer besprechen ausführlich die letzten Ereignisse auf der russischen Front, und erklären, die russi⸗ schen Tagesberichte seien unklar und verworren, so daß man lein rechtes Bild von der Lage gewinnen könne. Die deut⸗ N Offensive an der Narewfront überrasche, sowohl durch die Plötzlichkeit, als durch die Breite der zum Offen⸗ sivstoß angesetzten Front. Die Militärkritiker sind der An⸗ sicht, daß es der russischen Heeresleitung durch Verstär⸗ kungen, welche von anderen Frontstellungen entnommen werden müßten, gelingen könne, der deutschen Offensive Einhalt zu gebieten. Allerdings sei die Eisen⸗ bahnlinie Warschau— Wilna— Petersburg schwer bedroht. Major de Civrieux erklärt im„Matin“, die letzten Ereignisse zwängen die Russen, an den Flügeln bei Lublin—Cholm und Lomza.—Praszuysz nicht zurückzu⸗ gehen, denn ein Rückzug an diesen Stellen würde das russische Zentrum in eine ernste Lage bringen. Es sei besser, in diesem Falle die Frontlinie zu berichtigen, und hinter die Weichsel zurückzugehen. Es sei für die Armee wichtiger, sich der Umfassung zu entziehen und die Kraft der eigenen Armee zu bewahren, als sich um einige Kilometer Landes willen den größten Gefahren auszusetzen. Der„Radi⸗ lal“ erwartet den Beginn einer entscheidenden Schlacht, deren Ergebnis eine unmittelbare Rückwirkung auf die französische Front haben werde. Ein neuer Statthalter von Galizien. 3 Wien, 19. Juli.(WW. Nichtamtlich.) Die„Wiener Zeitung“ teilt mit, daß der Statthalter von Gali⸗ gien, Ritter von Forytowski, auf sein Ansuchen seines Amtes enthoben und der General der Infanterie Herman von Gollard zum Statthalter ernannt wor⸗ den ist. Die Verfügung hängt mit der Wiederbesetzung des rößten Teiles von Galizien zusammen. Der neuernannte Landeschef verknüpft mit seinem Amt keinerlei militärische Funktionen. Er tritt lediglich in den normalmäßigen Wir⸗ lungskreis seines Amtsvorgängers und ist dem Ministerium verantwortlich. Korytowski scheidet unter Beweisen aller⸗ höchster Gnade aus dem Amt. Ein allerhöchstes Hand⸗ chreiben in Worten wärmster Anerkennung der erfolgreichen Betätigung behält dessen Wiederverwendung vor. Der neue Lande ist der Landessprachen kundig und mit den Ver⸗ hältnissen des Landes vertraut. Er wird zunächst bei der 1 r Förderung aller auf die wirtschaftliche Wiederbelebung des el Find gerichteten Bestrebungen ein reiches Feld der Tätig⸗ eit finden. 5 Eine Erklärung der polnisch⸗nationalen Partei Oesterreichs. Wien, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) In der parlamen⸗ tarischen Kommission des Polenklubs hat Reichsratsabge⸗ ordneter Glabinski eine Erklärung abgegeben, in der er feststellt, daß die polnische nationale Partei stets im Dienste der polnischen Nationalidee gestanden hat unter Wahrung der im, Parteiprogramm ausgesprochenen vollen Loyalität gegenüber der allerhöchsten Dynastie und der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die Partei sei niemals mit Faktoren und Elementen in irgendeine Verbindung getreten, welche die polnische Nation unterdrückt haben, oder der Monarchie feindlich 92 stehen. Sie könne daher für Ebuslassungen einzelner Personen oder Zuschriften, die ihrem Programm oder ihren Beschlüssen zuwiderlaufen, nicht Verant⸗ wortung übernehmen. Zum Untergang des„Giuseppe Garibaldi“. Zürich, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Einer Privat- meldung der„Neuen Zürcher Zeitung“ zufolge haben die italieni⸗ schen Morgenblätter feinen Bericht über den Untergang des Panzerkreuzers„Giuseppe Garibaldi“ enthalten. Ein großer weißer Fleck in der Spalte der Kriegsnachrichten läßt vermuten, daß die Meldung im letzten Augenblick von der Zensur gestrichen worden ist. Die letzten deutschen Berichte von der Westfront sind in den Zeitungen garnicht, oder verstümmelt wiedergegeben; dagegen sind die deutschen Sieges mel⸗ dungen von der Ostfront heute vollständig in den Morgen⸗ blättern enthalten.— In Modena haben einige Tansend Stu- denten den Eid als Offiziersschüler geleistet. Der italienische Bericht. Rom, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Kriegs⸗ bericht von gestern nachmittag. Man meldet kleine, für uns günstige Tressen in der Gegend von Tirol, Trentino und Kärnten. Am 16. Juli verursachte das Feuer unserer schweren Artillerie gegen feindliche Werke am Predilpaß Explosionen und eine Feuersbrunst, die lange dauerte. An der Isonzofront ist die Lage un verändert. Die italienische Anleihe. Berlin, 20. Juli. Bei Abschluß der italienischen Nationalanleihe scheint die Regierung, wie verschie⸗ dene Morgenblätter aus Lugano melden, das Ergebnis durch phantastische Meldungen erhöhen zu wollen, vor allem durch das unkontrollierbare Gerücht, die Italie⸗ ner in Amerika hätten ½ Milliarde gezeichnet. Unterschlagungen in Italien. Mailand, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Se⸗ colo“ meldet: Im Hafen folgt eine größere Unterschla⸗ gung der anderen beinahe täglich auf dem Fuße. Die Be⸗ hörden machen betrübliche Entdeckungen. Gestern wurden Unterschlagungen von Oelfässern festgestellt, die von den Ladeplätzen gestohlen und in der Stadt verkauft worden waren, heute handelt es sich um einen ungeheuren Betrug, in den bekannte Genueser Firmen ver⸗ wickelt sind, und der zum aden der Stadt ausgeführt worden ist, Um was es sich bei dem Betruge handelt und Cador na. wie er ausgeführt worden ist, weiß nie Behörden größtes Stillschweigen bewahren. Dem men na handelt es sich dabei um Beträge vo eine halbe Million Lire. ** 8 Der türkische Bericht. Konstatinopel, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) des Hauptquartiers. An der Dardanellenfront hat sich am 18. Juli bei Ari Burnu nichts von Bedeutung ereignet. Bei Sedd⸗ ül-Bahr griff ein Teil der feindlichen Kräfte morgens einige Gräben unseres linken Flügels an; der Feind wurde bis an die Gräben herangelassen und dort niedergemacht. Wir machten einige französische Soldaten zu Gefangenen. Unsere anatolischen Batterien beschossen heftig die Lager und Landungsstellen des Feindes bei Tekke Burnu. Die Beschießung verursachte einen Brand, der, von Explosionen von Munition begleitet, eine halbe Stunde dauerte. An der Front im Drak versuchte der Feind, nachdem er in der Schlacht bei Kalatulnedjin besiegt worden war, keinen neuen Angriff. Die Ueberführung der feindlichen Verwundeten in Schiffen nach Süden hat seit zwei Tagen begonnen und dauert fort.— An den anderen Fronten nichts Wichtiges. f 5 Die Verluste der Engländer an den Dardanellen. London, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Unter⸗ hause erklärte Premierminister Asquith, daß die Ge⸗ samtverluste der Flotte und der Landstreitkräfte an den Dardanellen an Offizieren und Mannschaften betragen: 8084 tot, 26814 verwundet, 7536 ver⸗ mißt. Prinz zu Hohenlohe in Sosia. Sofia, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare. Der außerordentliche deutsche Botschafter in Konstantinopel, Prinz zu Hohen⸗ lohe, ist gestern nachmittag vom König in besonderer Audienzempfangen worden. Sofia, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare. Nach der Audienz beim König wurde Prinz zu Hohenlohe von der Königin empfangen. Gestern 1 vormittag besuchte der Botschafter den Ministerpräsidenten Radoslawow. Am Abend reiste der Botschafter nach Konstantinopel ab. ü 5. Der Ausstand in England. 0 Berlin, 20. Juli. Zu den Streikunruhen in Wales meldet die Amsterdamer„Tyd“ aus London: Im Gruben⸗ streikgebiet sind in Pambloy bei Lanelly Unruhen ausgebrochen. Acht Personen wurden verhaftet. Die Sprengstoffabrik Croigola bei Swansea, die größte der Welt, mußte ihren Betrieb ein⸗ stellen, da es an Kohle mangelt. 2000 Arbeiter sind arbeitslos. Die Londoner„News“ melden, die Mu ni⸗ tionsfabriken hätten der Regierung mitgeteilt, daß die Kohlenzufuhr seit 10 Tagen so gut wie gänzlich auf⸗ gehört habe. ö London, 19. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Im füdwalisischen Loh lendistrikt ist heute eine merkliche E e ein⸗ getreten. Die—— sind mit Aussicht auf Erfolg be e Juli( T.. chtamtlich) Die Press aris, 19. 55 Ni i ie Presse erklärt, der Streik der Kohlenarbeiter in Eng⸗ land unter den augenblicklichen Verhältnissen sei mehr als ein Verbrechen, nicht nur an England, sondern auch an seie auf ble hen 5 3 5 Die. N eien auf die lenproduktion Englands angewiesen. englische Regierung müsse e die schärfsten Mittel ergreifen, den schmachvollen Streik zu beendigen. Wenn die bisherigen Gesetze und das Munitionsgesetz nicht enügten, sollte die eng 180925 Regierung neue gesetzli Mittel vom Parlament fordern, um nötigenfalls mit Zwang gegen die Streikenden vorzugehen. Ausstandsbewegung in den amerikanischen Munitionsfabriken. Berlin, 20. Juli. In den amerikanischen Ge schoßfabriken greift nach einer Meldung des„Ber⸗ liner Tageblatts“ die Streikbewegung immer mehr s um sich. Ihr Hauptherd sei die einflußreiche Structural Iron Workers Union in Kentucky. In Pennsylvania sind Pulverfabriken in die Luft geflogen. 0 Aus dem Reiche. Berlin, 20. Juli. Zu der Gemüsenot in Berlin schreibt der„Berliner Lokalanzeiger“: Es ist Tatsache, daß große Gemitfezüchtereien in der Nähe von Berlin vor mehreren Wochen Tausende von Zentnern verkaufsfähigen Spinats unterge⸗ pflügt haben, weil sie auf dem Berliner Markte einen ihnen an⸗ gemessen erscheinende Absatzgelegenheit nicht fanden. Dasselbe hat sich zu gleicher Zeit mit Weißkohl abgespielt. Von beteiligten Kreisen wird der Regierung nahegelegt, daß es mabweisliche Pflicht der staatlichen Behörden sei, sofort Vorkehrungen dagegen zu treffen, daß die jederzeitige Aufnahme der auf dem Markt nicht unterzubringenden Bestände wertvoller Nahrung gesichert und deren Vernichtung in der Zukunft ausgeschlossen wird. Aus Stadt und Cand. f Gießen, 20. Juli 1915. Jugendwettkämpfe. 8 Wenn das Wetter der letzten Woche auch die Durch⸗ führung der für Samstag und Sonntag vorgesehenen 5 . 1 t unmöglich erscheinen ließ, so trat Berich N gerade an diesen beiden Tagen eine kleine Besserung ein, so daß die Kämpfe dennoch zum Austrag kommen konnten. Die Zahl der Teilnehmer wurde ja die zweifelhaften Witterungsverhältnisse, insbesondere beim Wettschwimmen, beeinträchtigt, auf die Stimmung der Teil- nehmer waren sie aber ohne Einfluß. An dem. 1 f Wetts 1 1 1 am Samstag nachmittag, unter Leitung nkl⸗ beamten 959 ermann stand, beteiligten sich 21 Jungen. Die Wettkämpfe kamen in 3 Stufen: Unter-, Mittel- und penee zum Austrag. Es errangen Preise: 1. Unterstufe: Brustschwimmen(Bahnlänge 30 m) 1. Theo Ech 30 Sekunden, 2. Curt Neuenhagen 31 Sek., 3. Hans⸗ martin Handrick 2 Sel Ruückenschwimmen länge 30 u) 1. Ther Ech 2 ¼ Sek., 2. Hanzmartin Handrick 27 Seb 3. Karl Rust und Curt Neuenhagen, 29, Sek. Hand über Hand A m) 1. Theo Eck 27¼ Sek., 2. Hansmartin Handrick 31¾8„ 3. Karl Rust 32% Sek. Springen: 1. Theo Ed 24½½ Punkte, 2. Karl Rust 21 Punkte, 55 Handrick und Ernst Müller 19 Punkte. 1 5 3 rt Klotz 30 m) 1. Curt Klotz 27¼ Sek., Erwin Beuchert 46% Sek. Hand 1 f 1. Curt 125 26 Gek⸗ 2. Ludwig f„Koch 29¾ Sek. Springen aus⸗ 1 l Ob ufe: Schwim ä 1. er st. 0* men(Bahnlän 5 8. muth 45 N 5 8 a Seite 1. Fri 1 2. Hellmuth Meünler 58, Set., 3, Olio Schlemm 612/ Hand über Hand. 1. Fritz Althoff 53 Sek., Biringer 55 Sek. Springen: 1. Carl Himmler 281 Punkte, 2. Carl Geitz und Sigm. Biringer 27 P., 5. ler 24½ Punkte. 5 11 Wetturnen u am Sonntag nachmittag 185 Jugendliche an, in der Oberstufe 30, Mittelstufe 50 b Unter tufe 105. Nach der Ankunft auf dem Turnplatz(Rennbahn an der Hardt) hielt der Vorsitzende, Dr. KHrausmüller, eine kurze Be⸗ grüßungsansprache, in der er besonders darauf hin- wies, daß es sich nicht um Abhaltung eines„Festes“ handle — zum Festefeiern seien die Zeiten viel zu ernst und 7 5—, sondern um einen ernsten Wettkampf, in dem ie Jugend die Kräfte messen wolle. In dieser schweren Zeit, wo die deutschen Männer die Grenzen des Vaterlandes fiene eine übergroße Zahl von Feinden seit Monaten iegreich verteidigten, da könne ein echter deutscher Junge nicht untätig zu Hause sitzen. Die Jugend müsse und wolle sich vorbereiten für die Zeit, wo auch sie zur Lösung dieser schönsten Aufgabe berufen werde. Die Leitung des Wett- turnens lag in den Händen des Turnwarts Er b. Zum Austrag kam ein„Fünfkampf“(Hoch-, Weitsprung, Kugel- stoßen, Laufen und 1 Durch einzelne Regen- fälle wurden die Resultate(z. B. im 1 2 und Laufen) etwas ungünstig beeinflußt, so daß der sschuß die ge⸗ forderte Mindestpunktzahl auf 50 setzte. Die erreichte Höchst⸗ 5 war 94. Um den„Hindenburgschild“ stritten in jeder Stufe 2 Riegen mit je 8 Mann, also 6 Riegen. An das Wetturnen selbst schlossen sich Frei⸗ übungen der Wetturner und Uebungen am Barren, aus⸗ eführt von aktiven Turnern, sowie ein Fahnenreigen der ellen des Turnvereins an. Kurz vor 9 Uhr konnte der Vorsitzende, nachdem der Berech sausschuß seine schwierige Aufgabe beendet hatte, die Resultate des Wettkampfes bekanntgeben und die Diplome verteilen lassen. Bei der Uebergabe des„Hindenburgschildes“ an die Sieger, die Mittelstufe des Realgymnasiums, wies er darauf hin, daß eine der o n Lehren des Welt⸗ 7 47 wohl die sei, daß nur ein durch und durch gesundes so große Aufgaben zu lösen imstande sei, wie sie jetzt dem deutschen Volk gestellt worden seien. Wie aber ein Baum * nur 2 fe 3 72 könne, 8 von 5 8 esund sei, so gelte es für uns mehr denn je, die Jugen stark aachen und zur Anspannung aller Kräfte, vor ur Kräftigung des Willens anzuhalten. Zu sei der Wanderpreis für die Gießener Schulen gestiftet worden. Mit dem Wunsch, daß auch für die kommenden Jahre um den Schild, der den Namen des rößten Helden unserer Zeit, in dem wir die schönste Ver⸗ g von deutscher Entschlossenheit und Stärke er⸗ blickten, trage, zwischen den r Wett⸗ kampf entbrennen mö a der und 5 in Ehren“ schlo Unter Trommelklang zog die zu. 5 f Die Ergebnisse des A r 1. Hindenburg⸗Schild: Mittelstufe des Real⸗ gumnasiums(Bouteiller, Magnus, Dauster, Todt, Duchardt, ich, Michel, Schwarz 7 1 Fr. Zimmer 78 Punkte, 2. K. Wach alt ger, Weber 1 N R. Schwaab 53. J 78, 13. A, Keßler 77, 14. E. 6, 15. H. Keßler 75, 16. G. Bernshausen, O. Hilde⸗ Schnell 73, 17. K. Weber 72, 18. W. Magnus 67, öres, K. Lingelbach 60, 20, L. Todt 58, 21. W. Pfeiffer, Weber 56, 22. W. Grein 52, 23. R. Westphal, H. Kronen⸗ 50. * Unterstufe: 1. W. Ockel, W. Bing 93 Punkte, 2. F. Winkler 91, 3. W. Kramer 90, 4. O. J K. Rust 85, 6. A. 84, 7. R. Otto 83, 8. E. 805 82, 9. R. Römer, 5. Nräck 31. 10.. Mb. S e. 85 5 J. 24. J. Grümewald, E Holsmann, K. Keiner 58, 25. G. Kühn 57, 26. D. O. Vaupel, E. Rinn 56, 27. W. Schmidt, Fr. Hering, R. Otto 55, 28. K. Becher 54, 29. W. Bingel, W. Vetter, Schardt 53, 30. A. Pabst, A. Schneider, F. Krämer, K. Endres 4 52, 31. K. Schweitzer 50. Auszeichnung. Die hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Gefreite Kurt Kraushaar aus Gießen im Husaren-Regiment Nr. 14. * Eine Sitzung der Stadtverordneten⸗ Versammlung findet am Donnerstag, den 22. Juli, nachmittags 5 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Rechnungsabschluß der Plockschen Stif- tung für das Jahr 1913. 3. Kaufvertrag mit Großh. Landeseigentum wegen Geländeerwerb zur Lonystraße. J. Bewilligung einer Kriegs-Teuerungszulage für die städtischen Arbeiter. f f N Für die Hinterbliebenen. Die hessischen im Dienste der Gemeinschafts⸗Verwaltung stehen o ko- mot iv führer spendeten der Nationalstiftung zum Besten der Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen den Betrag von 3000 Mark. Die n der Landsturmgelder findet nach einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters am Mittwoch, den 21. Juli, Donnerstag, den 22.„ Freitag, den 23. Juli und Samstag, den 24. Juli 1915 statt. . 1 F e* nellen trag zur en nzösi ungerpolitik sen⸗ uns ein Nafwrambesther vont Jurplat, Er lädt d Genossen ein, seinen vier Monate alten Kriegs- gen zu bes n, der mit seinen 20 Pfund Körper- 6 Beweis für die Möglichkeit sei, daß man sich in Deutschland noch satt essen und trinken Winne. Es ist zu bedauern, daß Grey die freundliche Einladun schwerlich zu Gesicht bekommen wird, sonst wilrde er zweife los vor soviel llebergewicht selbst der jüngsten Feinde die Wassen Ar f 3 a » Einjährigen⸗ Prüfung. Die jungen Leute, we beabsichtigen, sich der im Herbst stattfindenden Prüfung für den Einjährig-Freiwill. Militärdienst zu unterziehen, haben ihre Ge⸗ uche bis zum 1. August d. Is. an die Großh. Prüfungs⸗Kommission r Einjährig⸗Freiwillige in Tarmstadt einzureichen.(S. Kreis⸗ blatt Nr. 63 vom 20. Juli 1915.) „ Mehr Brotkarten! In einem benachbarten Dörschen begegneten dieser Tage mehrere Dorfkinder der Hebamme; ein kleines„Krollenköpfchen“ wandte sich schüch⸗ tern mit der Bitte an dieselbe:„Gelle, Keanfraa, breangst ois doch ach nouch en Jung', deß mer ach nouch e Brut⸗ loart mieh kriehe.“— Jemand, dem wir dies reizende Zeit⸗ bildchen zeigten, meinte zweifelsüchtig, er habe das gleiche Geschichtchen schon in Mecklenburger Platt gelesen. Frag⸗ los klingt es aber auch in Oberhessisch recht gut. Pferde versteigerung. Samstag, den 24. Juli, vormittags 10 Uhr, findet im Hose des Jagdschlosses Kranichstein eine Bersteigerung von 56 in Belgien angekausten 195 bis 27%jährigen Fohlen statt. An der Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen Pferde bei der Mobil- machung genommen worden sind. Die Versteigerung ersolgt gegen Barzahlung. Landkreis Gießen. ro. Alten⸗Buseck, 18. Juli. Bei der heute in hie⸗ siger Kirche vorgenommenen Kirchenvorstands wahl wurden die Herren Friedrich Freund J. mit 18 Stimmen, Wilhelm Döll J. mit 9 Stimmen und Wilhelm Benner mit 7 Stimmen gewählt. Im ganzen waren 26 Kirchen- emeindevertreter 1 Wahl erschienen. Da Friedrich Freund J. und Wilhelm Benner bisher der Kirchengemeinde 2 angehört hatten, wurden ferner durch eine wei— tere Wahl die Herren Heinrich Freund II. und Philipp Becker VIII. mit je 25 Stimmen zu neuen Mitgliedern der Kirchengemeindevertretung bestimmt. Die Wahl war durch den in kurzer Zeit erfolgten Tod der Herren Eber⸗ hard Döll, August Theodor Krämer und Lehrer Karl Hübner nötig geworden. Pfarrer Hartmann widmete den Verstorbenen warme Worte der Anerkennung für ihre treue Mitarbeit im Kirchenvorstand. a- Großen⸗Buseck, 19. Juli. Am letzten Donners⸗ tag fand in Darmstadt die Beisetzung des im Lazarett in Alsbach verstorbenen Freiherrn Karl v. Nordeck zür Rabenau, Leutnant der Reserve im Hess. Garde⸗ Drag.⸗Regt., kommandiert zu einer Feldflieger⸗Abteilung, statt. Als jüngster Sohn des verstorbenen Oberstallmeisters Irhrn. Ferdinand v. Nordeck zur Rabenau auf Großen⸗ Buseck im Jahre 1889 geboren, starb er an seinem in treuer Pflichterfüllung fürs Vaterland zugezogenen schweren Leiden. Zu der durch den Oberhofprediger Ehrhardt in der Friedhofskapelle vollzogenen Einsegnung hatte sich eine große Trauerversammlung eingefunden. Außer der Mutter, den Schwestern und dem aus dem Feld herbei⸗ geeilten Bruder und weiteren Verwandten hatten sich u. a. eingefunden Oberstallmeister Exz. Frhr. Riedesel, der als Vertreter der Großherzogin-Regentin— für den im Feld weilenden Großherzog— einen Kranz niederlegte; Staatsminister Exz. v. Ewald, Frau v. Ewald, Minister des Innern Exz. v. Hombergk, Stadtkommandant Gene⸗ rallt. v. Lynker, Wirkl. Geh. Rat Erz. Römheld, stellv. Generaladjutant Oberst Frhr. Roeder, Oberjäger⸗ meister Frhr. v. der Hoop u. a. m. Vom Regiment, dem der Verstorbene angehörte, waren außer Oberstleutnant Irhr. v. Schauroth, als Kommandeur der Ersatz⸗Eska⸗ dron, sämtliche in Darmstadt anwesende Offiziere des Hess. Garde⸗Drag.⸗Regts. zugegen. Die aus zwei Zügen des Garde⸗Drag.Regts. beste Trauerparade wurde von Lt. v. Storck mandiert. Eine Abordnung von Offi⸗ ieren des Hess. Leib⸗Drag.⸗Regts. Nr. 24 legte ebenso wie s Offizierkorps des Garde⸗Drag.⸗Regts. Nr. 23 einen Kranz am Sarge nieder. Pfarrer Hofmann Londorf war als Vertreter der Patronatsgeistlichkeit erschienen, fer⸗ ner Frhrl. Rentmeister Pfuorr⸗Londorf, Frhrl. Ren⸗ dant Althaus ⸗Großen-Buseck, eine Reihe von Vertre⸗ tern des Gemeinderats und Kriegervereins Großen-Buseck. — Bereits vor Beginn der Trauerfeier hatten 6 Unter⸗ offiziere des r mit gezogenem Säbel zu beiden iten des mit unzähligen Blumen⸗ spenden und Kränzen umgebenen Sarges Aufstellung ge⸗ nommen. Nach einer ergreifenden Trauerrede und Gebet Fer die Einsegnung durch den Oberhofprediger Ehr⸗ hardt, worauf der Sarg zur nahen Gruft gebracht wurde, woselbst nach einem kurzen Gebet die Beisetzung stattfand. Kreis Schotten. +Herchenhain, 19. Juli. Reservist Ernst Linker von der 4. Kompagnie des Insanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 erhielt am 16. Juli die Hessische Tapferkeitsmedaille. Er steht noch von Anfang des Krieges bei seinem Regiment. Kreis Friedberg. s. Leihgestern, 19. Juli. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille wurde dem hiesigen Forstwart, Res.-Unteroffizter Gg. Heß im aktiven Insanterie-Regiment Nr. 116, verliehen. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 19. Juli. Die Kronprinzenarmee ver- anstaltete jüngst ein Wettschwimmen in der Maas, wobei ein früherer Wetzlarer Seminarist, zurzeit Unteroffizier, A. Baumert, im Hindernisschwimmen, Seitenschwimmen und Kunst— Ispringen je einen Preis davontrug. Hessen-Nassau. J Aus Nassau, 19. Juli. Für die beste Unterweisung der Schuljugend in der Pflanzung und Pflege der O bstbäume werden für die Folge Preise in Aussicht gestellt. Der landwirt- schastliche Bezirksverein will alljährlich 4 Kreise berücksichtigen und nimmt diesmal Bewerbungen aus den Kreisen Biedenkopf, Dill, Oberwesterwald und Westerburg entgegen.“ AFrantenbach, 10. Juli. Die jüngsten Regengüsse haben auch in den Feldern hinter dem Dinsberg ihre Wirkung nicht versehlt. Das Auspflanzen der Gemüsepflanzen konnte in⸗ solge der Trockenheit nur verspätet geschehen, auch herrschte großer Juttermangel an Klee und Gras. Der Regen hat geradezu Wunder geschassen, getrost sehen unsere Landwirte in die Zukunst. h. Frankfurt a. M. 19. Juli. Einen verwegenen Kalsen⸗ raub versuchte eine Köchin in einer Bäckerei des Westends. Sie betrat den Laden und erzählte der Verkäuserin, daß auf der Straße etwas passiert sel. Während die Verkäuferin sich nach der Straße begab, leerte die Köchin die Kasse. Bei ihrer Rückkehr merkte die Verkäuferin sosort den Diebstahl und hielt die Diebin so lange sest, bis die telephonisch herbeigerusene Polizei erschien. Im Augenblick der Verhaftung durchschnitt sich die Köchin die ulsadern der linten Hand. Sie wurde der polizeilichen Krankenabteilung zugeführt. Aniversitäts⸗ Nachrichten. Universitätskurator a. D. Steinmetz Marburg f. (Marburg, 19. Juli. Nach la Leiden hat gestern der langiährige frühere Kurator der hiesigen Umi⸗ versität, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Heinrich Stein meß im Alter von 80 Jahren das Der Verblichene, der in Wolgast in P war, gehörte früher den 1 in Düsselborf unn e e e 1886 kam er als Kurator an die Universität zu Greifswald und am 1. April 1889 in gleicher Eigenschaft nach Marburg. In seine 17jährige Wirksamleit in Marburg fiel gerade das mächtige Emporblühen der Universität, begünstigt durch sein kräftiges Ein⸗ treten für alle Erfordernisse und Einrichtungen, welche die moderne Lehrtätigkeit erfordert. Nachdem ihm die medi⸗ zinische Jakultät schon vorher die medizinische Doktorwürde verliehen hatte, wurde er bei seinem le itt in den Ruhestand am 1. Oktober 1905 mit dem Titel Wirkl. Geh. Oberregierungsrat bedacht. Er war Juhaber des Kronen⸗ ordens 2. Klaffe, des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Eichen⸗ laub und der Roten⸗Kreuz⸗Medaille. * „Marburg, 19. Juli. Der Marburger Chemiker, Professor Dr. phil. Heinrich Rathke, feiert heute sein 50 jähriges Doktorjubiläum. Märkte. Gießen, 20. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1.601,75, Hühner eier das St. 16—00 Pfg., 2 Stück 00 Pfennig; Enteneier 1 Stück 0 Pfennig, 2 St. 00 Pfg.: Gänseeier 1 St. 0—0 Pig., 2 St. 00 Pig. Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,0 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,16—1,24, Rind⸗ fleisch das Pfund 100—120 Pfg., Kuhfleisch 100—120 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfd. 1,50—1,60 Mk., Kalbfleisch das id. 100— 104 Pfg., Hammelfleisch das Pfd. 96—110 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo alte 20—21 Mk., neue 25—30 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel das Pfund 20—30 Pig.: Nüsse 100 Stück 60 Pig.: Weißtraut 25 und 30 Pfennig, Zwiebeln der Zentner 25.00 Mk.: Kopfsalat 8 bis 10 Pig.; Bohnen 25—00 Pig. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 35—40 Pig.; Kirschen 30—35 Pfg. das Pfd., Erdbeeren 60—00 Pfg. das Pfd. Heidelbeeren 1 Liter 40-50 Pfg., Johannisbeeren 35—00 Pfg. das Pfund. Gurken gr. 20—30 Pfennig, Stachelbeeren 35 Pfg. das Pfund, Himbeeren 1 Liter 60 Pfg.— Marktzeit von 7 bis 1 uhr. le. Fraukfurt a. M., 19. Juli. Kartoffelmarkt. Auf dem heutigen Markte fand eine Preisnotierung nicht statt. — ——.———— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. ———— 2 8 25 2 212 2— 332 i Se E 3 S ö 2 % e e e eee E 40 4 8 E22 19 2 752,8] 20,0] 7.6] 43 SW 2 3 Sonnenschein 19. b 751,9] 15,6 9,2 69 WSW 3 20. 7% 750 14,4 9,0 74 WSW 2 2 Sonnenschein g 7 5 Temperatur am 18. bis 19. Juli 1915= + 20,1 0. liedrigste„ F„ e Miederschlag: 0,0 men. Amtlicher Wetterbericht. Von Nordwesten her dringt die Depression langsam weiter nach dem Festland zu vor, so daß wir morgen unter ihrem Ein⸗ fluß stehen werden. sichten in Hessen am Mittwoch, den 21. Juli 1915: Meist bedeckt, zeitweise geringe Niederschläge, südwestliche Winde. ———— Letzte Nachrichten. Der Kaiser an Hindenburg. Danzig, 20. Juli. Der Kaiser hat, wie die Soldauer Kriegszeitung„Wacht im Osten“ meldet, aus Anlaß der letzten großen Erfolge im Osten an den Feldmarschall von Hinden⸗ burg folgendes Telegramm gesandt:„Eurer Exzellenz, dem Gene⸗ ral von Gallwitz und den tapferen Truppen spreche ich für die bis⸗ her erreichten schönen Erfolge meinen Dank und meine Anerken⸗ mung aus.“ f l Eine große türkische Offensive. Kopenhagen, 20. Juli.„Berlingske Tidende“ meldet aus Petersburg, daß eine große türkische Offensive an der Kau⸗ kasusfront begonnen habe. Die Türken griffen gegenwärtig an allen Punkten der Front an. Die Montenegriner in Skutari. i. Köln, 20. Juli. Laut„Köln. Ztg.“ wird der„Tijd“ aus 5 Bukarest unterm 17. ds. Mts. gemeldet: Aus Sofia ist hier eme Mitteilung eingelaufen, wonach General Kaulbars, der mit einem Auftrag des Zaren zu dem König von Montenegro gereist ist, diesem klarmachen soll, daß Skutari unverzüglich zu räu⸗ men sei, da Italien diese Forderung bei den Dreiverbandsmüch⸗ ten gestellt habe. Norwegen und England. Kristiania, 20. Juli. Wenn die norwegische Presse auch in dieser Zeit fast täglicher Uebergriffe der englischen Kriegsfahr⸗ zeuge vor der norwegischen Küste und meist in norwegischen Ge⸗ wässern sich die grole Zurückhaltung auferlegt, so ist nicht zu verkennen, daß sich in maßgebenden hiesigen Kreisen eine immer größer werdende Unzufriedenheit und Unruhe England gegenüber — macht, wozu nicht unwesentlich der Umstand beiträgt, daß die ndoner Regierung es immer noch nicht für nötig hält, wegen der bewiesenen Neutralitätsverletzung innerhalb der norwegischen See⸗ hoheitsgebiete eine Entschuldigung auszusprechen, obwohl seit den Vorfällen bereits über vierzehn Tage verflossen sind, was hier äußerst verstimmend wirkt. Mit ganz be⸗ 3 Genugtuung begrüßt man deshalb jene Ansprache, ie gestern der schwedische Min isterpräsident Ham⸗ merskföld an das Varnberger Friedenskomitee richtete, worin er mit Nachdruck betonte, daß Schweden nichtumjeden Preis sich an die eingeschlagene Neutralitätspolitik gebunden 415 Diese Kundgebung geht natürlich an die englische Adresse. Dem hiesigen Publikum wird es allmählich klar, daß es nicht Deutsch⸗ land ist, welches sich gegen die skandinavischen Interessen ver⸗ sündigt. Der norwegische Generalkonsul in London meldet dem hiesigen Ministerium des Aeußern, daß nach einer Meldung des Vizekonsuls in Cardiff wegen des Kohlenarbeiterstreiks die Kohlen⸗ ausfuhr, ausgenommen nach Frankreich, verboten worden sci. Amerika und England. i. Köln, 20. 82 Die— 1 aus Kopen⸗ bagen:„Bearglinaske Tidende“ erfahre aus Washington über Lon⸗ don: Einflußreiche amerikanische Kreise fordern nachdrücklich von England Zugeständnisse gegenüber dem amerika nischen Handel mit den neutralen Nachbarländern Dentsch⸗ lands. am Preismarkt, die frage, Klagen der Kupfer- und Gummiausführenden machten ein Nachgeben Eng⸗ lands wahrscheinlich, falls die guten Beziehungen Englands zu Amerifas erkennten die Rechtmäßigkeit der englischen Amerika erkennten die Rechtmäßigkeit der englischen Blockademethode nicht an. — Odol 2 Sue i Bekanntmachung. i Betr.: Maswegeln gegen die Maul- und Klauenseuche Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß in Vetzberg die Mau, und ausgebrochen ist. i Gießen, den 19. Juli 1— Gb berzogliches Polige Giechzen. Hemmerde. 8 4 423 Räumun HullllluuuuuiudiiiuuαiiI]uαννναi⁰νi eee Ohne Rücksich garniert, früher bis Mk. 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Nr. 36. Die Rückzahlung der Schuldverschreibungen geschieht am 1. Oktober 1915 zum Nennwerte gegen Einlieferung derselben nebst den noch nicht verfallenen Zinsscheinen und zugehörigen Zins— anweisungen bei der Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen. Vom 1. Ok⸗ tober 1915 an hört die Verzinsung der ausgelosten Schuldverschreibungen auf. Gießen, 17. Juli 1915. Der evangel. Gesamtkirchenvorstand. Sch wabe, 6021 Pfarrer, Vorsitzender. Da mußte auch der Brotpreis erfahren. Laut 5 45 der Das echte Kasseler Simonsbrot mit Streifband und schwars⸗weiß⸗ roter Schutzmaxke, ist jetzt wieder regelmäßig erhältlich. die Reichsbehörde nur aus⸗ ländischen Roggen uns verfügbar gemacht hat, dessen Preis, gegenüber inländischer Ware, doppelt erhöht ist, einen wesentlichen Aufschlag Bundesratsverordnung vom 25. Januar 1915 unterliegt dieses Brot nicht dem Brot⸗ markenzwang. Georg Wallensels, Menger Nachf. Carl Nähere Austunft geben die Niederlagen: Schwaab und Eberhard 604 hv Wer übernimmt für größere hiesige Jigarrenfabrik dauernd Kommisssionsarbeit? Plätze in der Nähe Gießens bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 03903 an den 77 7 Wernnefüngen Schöne Wohnung Wilhelmstraße 7 Haus zum Alleinbe wohnen) zu verm. Näheres Wilbelmstraße 51. Alicestraße 11 J. 2. Stock gr. schüne Wohnungen sofort oder später beziehbar. 3361 Näh. Horst, West⸗Anlage 46. Schöne 7⸗Zinmerwohng. preis w. mit Bad zu vermieten. 6174 A. Geißner, Plockstraße 9. Schöne Wohnung 7 Zimmer und Badezimmer, Veranda, Loggia, Gas und Elektrisch, Parterre u. 2. St., ver 1. Oktober zu vermieten. 9%eq Süd ⸗Aulage 11. Gießener Anzeiger erbeten. 8 Zimmer: 6-Limmer--Wohnung per 1. Oktober zu vermieten. 55531 Ludwigstraßse 26 11. Ludwiastr. 20 6⸗Zimmer⸗ Wobnung zu vermieten per 1. Oktober. Näher. bei Herz ⸗· berger, Löberstraße 3. 5895 Bleichstraße 25 6⸗Zimm,-⸗Wohng., 1. Etage, Ecke Bleich u. Ludwigstraße, per 1. 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