keiten“ wie die Engländer, und 2 Nr. 162 Erstes Blatt Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich EießzenerFamilienblätter; weimal wöchentl. Kreis- erden cieze (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Fernsprech⸗Anschlüͤsse: für die Schriftleitung l12 Verlag, Geschäftsstelle5 1 Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Eine Pause im 6 Die Nonferenz der b (WB.) Großes Hauptquartier, 12. Juli. (Amtlich.) r Westlicher Kriegsschauplatz. Am Nordhang der Höhe 60 südöstlich von Npern wurde ein Teil der englischen Stellung in die Luft ge⸗ sprengt. Der Nahkampf am Westrande von Souchez schreitet vorwärts. Der südlich von Souchez an der Straße nach Arras gelegene, viel umstrittene Kirchhof ist wieder in unserem Besitz; er wurde gestern abend nach hartem Kampfe gestürmt. Zwei Offiziere, 163 Franzosen wurden gefangen genommen, vier Maschinengewehre und ein Minen— werfer erbeutet.* Bei Combres und im Walde von Ailly ging der Gegner gestern abend nach starker Artillerievorbereitung zum Angriff vor; auf der Höhe von Combres gelang es dem Feinde, in unsere Linie einzudringen; er wurde wieder hinausgeworfen; im Walde von Ailly brach die feindliche Infanterie bereits vor unserer Stellung in unserem Feuer zusammen. Nördlich der Höhe von Ban⸗de⸗Sapt wurde ein Waldstück vom Gegner gesaͤubert. Bei Amerzweiler(nordwestlich von Altkirch) über⸗ fielen wir eine feindliche Abteilung in ihren Gräben; die feindliche Stellung wurde in einer Breite von 500 Metern eingeebnet; unsere Truppen gingen sodann planmäßig unter Mitnahme einiger Gefangener vom Feinde unbelästigt in ihre Linie zurück. Oestlicher Kriegsschauplaß. An der 1 von Suwalki nach Kalwarja, in der Gegend von ipi ena, stürmten unsere Truppen die feindli Vorstellungen 1 den deulschen Truppen ist unveründert. Oberste Heeresleitung. *** 8 Su do Lage bei Die Die russische Gegenoffensive bei Krasnik hatte keinen großen Einfluß auf die Kriegsereignisse; nach neuesten Mel— dungen befindet sich der Feind wieder in der Verteidigungs⸗ stellung. Die Ruhe unserer Heere im Osten hat sicherlich ihre guten Gründe. Wir haben schon darauf hingewiesen, daß möglicherweise eine andere Kräfteverteilung beabsichtigt ist und man gespannt sein könnte, an welcher Stelle im Osten oder Westen sich dies plötzlich geltend machen würde. Aber auch wenn keine Truppenverschiebungen stattgefunden haben sollten, so wäre einige Zeit erforderlich, um die rückwärtigen Verbindungen umzulegen und für die neue Kriegslage zweck— mäßig auszubauen. Das Drama in Galizien ist zu Ende, der Vorhang ist zunächst einmal gefallen, und wenn im Zu⸗ schauerraum wieder einmal unnütze Geister ihr Wesen treiben, die in Ermangelung von Stoff falsche Gerüchte in Umlauf setzen und weiterverbreiten, so sollte man sich durch solchen Klatsch nicht die Stimmung verderben lassen. Auch in Gießen waren gestern wieder Gerüchte verbreitet, die von hohen Ge— fangenenziffern fabelten; selbstverständlich ist auch daran kein wahres Wort. Die Quelle, aus der solche Kenntnisse strömen, hält sich schamhaft versteckt. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, daß der deutsche Schatzsekretär Dr. Helferich die bundesstaatlichen Finanzminister zu einer Sitzung nach Berlin gebeten habe, um die Uebereinstimmung der maßgebenden Stellen in Reichsfinanzfragen sicherzustellen. Diese Konferenz hat am 10. Juli stattgefunden, und die„Nordd. Allg. Ztg.“ teilt uns heute über das Ergebnis einige interessante Andeutungen mit. Man ist sich in'der günstigen Beurteilung der deut⸗ schen Finanzkraft einig und will unerschütterlich durchhalten bis zum siegreichen Frieden. Wir haben keine„Unstimmig⸗ inder schon heute ist man sich über die Art und Weise einig, wie die neue Kreditvorlage aussehen soll, die dem Reichstag unterbreitet werden soll. Ueber die sogenannte Kriegsgewinnsteuer hat man sich in Berlin grundsätzlich dahin geeinigt, daß die Einzelstaaten keinen Anspruch darauf haben, diese Steuerreform zur Besserung ihrer Einnahmen heranzuziehen. Einzig und allein das Reich könnte eine Kriegsgewinnsteuer auf wäh⸗ rend des Krieges entstandenen Vermögenszuwachs erheben. * Ob und in welcher Weise dies beabsichtigt wird, ist aus der 1 ee Notiz der„Nordd. Allgem. Ztg.“ noch nicht zu ersehen. 3 5 4 1 ** — 1 N* Der österreichisch⸗ungarische Ta gesbericht. Wien, 12. Juli.( TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 12. Juli 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. 3 Am Bug nordwestlich Derewlany einen russischen Stützrunkt genommen. 2 1 Italienischer Kriegsschauplatz. n der küstenländischen Front versuchten die Italiener einige Angriffe, die wie immer abgewiesen * 1 V . Gieße General-Anzeiger für Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. 1 lichen Strapazen der in f . 165. Jahrgang ner Anzeiger b sür Stadt Vermischtes Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Dienstag, 18. Juli 1915 Sezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 5 durch die Post? rtel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; und Land, und Ge— richtssagl: Otto Braun; für den Anzeigenteil: 5. Beck, sämtlich in Gießen. wurden, so bei Vermegliano, Redipuglia und an mehreren Punkten südlich des Krugipfels. 4 Im Kärntner Grenzgebiet dauern die Geschützkämpfe fort. Auch gegen unsere Stellungen auf den Grenzbergen nordöstlich des Kreuzberg-Sattels und gegen einzelne Tiroler Werke richtete sich feindliches Artillerefeuer. Neuerliche An⸗ griffe des Gegners auf den Col di Lana scheiterten gleich allen früheren. Sü döstlicher Kriegsschauplatz. In letzter Zeit entwickelten die Montene griner an der herzegowinischen Grenze eine lebhaftere, jedoch ganz er— folglose Tätigkeit. So griffen unlängst wieder ca. zwei monte⸗ negrinische Bataillone unsere Grenzstellungen östlich Avto⸗ vac nach längerer Beschießung 1 schwere Artillerie an. Sie wurden abgewiesen. Einer unserer Flieger bewarf zu dieser Zeit ein montenegrinisches Lager sehr erfolgreich mit Bomben. Weiter südlich ktleß ein Vataillon des Feindes über die Grenze vor. Auch Jieses wurde durch einen Gegen angriff unserer Truppen auf montenegrinisches Gebiet zu⸗ rückgeschlagen. Oestlich Trebinje versuchte der Feind nach den Miß⸗ erfolgen der vorigen Woche bergebens, durch schweres Ar— tilleriefeuer eine Wirkung zu erzielen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Von der galizisch⸗polnischen Front. Berlin, 13. Juli. An der galizisch-polnischen Front herrscht relativ Ru es auch, wie dem„Berliner Tag 1 pressequartier gemeldet wird, und deutschen Truppen, sich vi att“ aus dem k. k. Kriegs- österreichisch-ungarischen naturgemäß beträcht⸗ nden heftigen Kämpfen erbrachten letzten Wochen zu erholen. Berlin, 13. Juli. Dem„Berliner Lolalanzeiger“ wird über die Kämpfe südlich Lublin berichtet, daß der Versuch einer russischen Offensive bei Lublin völlig zum Stehen gebracht und wieder zur Defensive geworden sist. Die Russen weichen auf dem von ihnen eroberten Gelände, dessen sie sich in einer Breite von vier Kilometer bemäch⸗ tigten, wieder zurück. Am Isonzo versuchten, wie weiterhin der„Berliner Lokalanz.“ meldet, kombinierte, aus Alpini, Bersaglierie und Infanterie gebildete Heereskörper, an verschiedenn Stellen Angriffe, wurden aber überall zurückgeschlagen. Rußland befestigt seine rumänische Grenze. Czernowitz, 13. Juli. Es wird bekannt, daß die Russen ihre rumänische Grenze stark befestigten. Mehrere Tausend russische Arbeiter stellen Schützengräben und Draht⸗ hindernisse parallel mit der rumänischen Grenze her. An einer einzelnen Stelle der Grenze arbeitet man Tag und Nacht. An der bessarabischen Frontlinie herrscht fast voll⸗ ständige Ruhe. Ungarn und Rumänien Budapest, 10. Juli. Das Ungarische Telegrafen-Korrespon⸗ denzbureau meldet: Der Weltkrieg hat allen ungarischen Kreisen, in denen man von Verständnis und Freundschaft für den Stand⸗ punkt der ungarländischen Rumänen erfüllt war, hohe Genugtuung geboten. Die Haltung der ungarländischen Rumänen während der jetzigen stürmischen Heiken hat die denkbar schärfste Widerlegung des Ammenmärchens gebracht, das von einer Unterdrückung der Rumänen in Ungarn erzählte und die in Ungarn lebenden Rumä⸗ nen verdächtigte daß sie in den Soldaten der feindlichen Armee ihre Befreier erblicken würden. Die Beweise glänzender Opfer⸗ willigleit, die Kundgebungen patriotischer Gesinnung, die in allen non Rumänen bewohnten Gegenden in schier endloser Reihenfolge zu verzeichnen waren, haben den unwiderleglichen Beweis eines Staatsgefühles und einer vaterländischen Gesinnung geliefert, die überall in Ungarn mit größter Freude begrüßt wurden. Als das Schreiben des Ministerpräsidenten Grafen Tisza an den Erz- bischof Metianu zur Veröffentlichung gelangte, fanden neuerlich zahlreiche Kundgebungen statt, in denen alle Schattierungen der rxu⸗ mänischen Parteien diesen Schritt des Grafen Tisza mit dankbarer Freude begrüßten und darin ein Unterpfand dauernden Einverneh⸗ mens zwischen Ungarn und Rumänien erblickten. Die allmählich hervortretenden Zeiche feindlicher Gesinnung Italiens und der darauf erfolgende Ausbruch des Krieges wurden von einem Teile der Bukarester Presse in der Weise ausgelegt, daß Rumänien nun⸗ mehr dem italienischen Beispiele folgen und einen Einfall in das Gebiet der Monarchie versuchen sollte. Diese Unterstellung wurde in den Kreisen der ungarländischen Rumänen mit dem Zeichen unverhohlener Empörung zurückgewiesen. Die rumänischen Kreise fühlten sich vielmehr gedrungen, gegen diese politische Tendenz mit aller Entschiedenheit zu protestieren und ihrer Anhänglichkeit an das ungarische Vaterland beredten Ausdruck zu verleihen. Es ist unmöglich, die lange Reihe von erhebenden patriotischen Kund⸗ gebungen der rumänischen Bevölkerung im einzelnen aufzuzäh⸗ len. Wir verweisen namentlich auf die würdige Kundgebung, die auf den rumänisch-orthodoxen Synoden in Arad und Hermann⸗ stadt am 13. April stattgefunden hat. Die Hauptversammlungen der Komitate Temes, Torda⸗Aranyos, Fogaras, Hermannstadt und Kronstadt folgten diesem Beispiele. Andere Körperschaften, wie der Verwaltungsausschuß des Komitats Marmaros, die Diö⸗ zesanversammlung in Nagybanya, ferner Abordnungen der Komi⸗ tate Szilagy und Maros⸗Torda schlossen sich an. Diese freien Kundgebungen sind der Ausdruck des allgemeinen Gefühls der un⸗ garländschen Rumänen, die alle Versuchungen staatsfeindsicher Um⸗ se. Die Pause ermöglicht! stlichen Bewegungskrieg. undesstaatlichen Finanzminister. triebe entschieden zurückweisen und sich durch unauflösliche Bande der Liebe und der Pflicht mit dem ungarischen Vaterlande, dessen Schutz und Wohlwollen sie genießen, verbunden fühlen. Diese Kund⸗ gebungen, die in den stürmischen Tagen des Weltkrieges doppelt wertvoll sind, haben allüberall in Ungarn tiefen Eindruck ge— macht und eröffnen den Ausblick in eine Zeit der inni⸗ gen Freundschaft und des dauernden Einverneh⸗ mens zwischen Ungarn und Rumänen. Brutalitäten der Italiener. .„ Wien, 11.. Juli. Das Kriegspressequartier meldet: Vom italienischen Kriegsschauplatz kommen Nachrichten über völker⸗ rechtswidrige Handlungen und Grausamkeiten unserer Feinde. Am 2. Juni abends kamen 200 Bersaglieri auf Rädern nach San Lorenzo in Friaul, nahmen den Ortspfarrer und den Bürgermeister gefangen und erpreßten unter Droh⸗ ungen mit Gewehr und Bajonett Aus sag en über die Stellungen der Oesterreicher. Ebenso wurden die sich ruhig verha bewohner behandelt. Der Pfarrer und der Bürge 20 Männer wurden nach Üdine weggeschleppt, die übrigen Be⸗ wohner hart drangsaliert und mehrere von ihnen durch Schüsse getroffen. Den ganzen Tag über wüteten die Italiener wie eine wilde Horde, um von den Bewohnern die Stellungen der Oester- reicher zu erfahren. Frauen wurden belästigt und geschändet. Als am 5. Juni vormittags unsere Artillerie die Italiener aus San Lorenzo vertrieb, verließen alle Familien mit Zurücklassung ihrer Habe den Heimatort und flüchteten nach Görz, von⸗wo aus sie ins Hinterland weitergesendet wurden. Männer, Frauen und Kinder sind nur eine Stimme, daß sie nie und nimmer geglaubt hätten, daß die Italiener solche Barbaren und so jeder Zivilisation und Kultur bar seien, dabei ist zu betonen, daß die Italiener sich so in Friaul benahmen, einem Lande, das sie angeblich„be⸗ freien“ wollen. Die Kulturhöhe der Franzosen. Berlin, 12. Juli.(WTB. Amtlich.) Eine jetzt als Kranken⸗ schwester tätige deutsche Dame, die in den ersten Kriegsmonaten in Frankreich lebte, schildert als Zeugin unter Eid einen von ihr selbst beobachteten Vorfall, der sich in dem Vororte Le Bourget bei Paris abgespielt hat. Dort wurde aus dem Krankenzuge ein schwerverwundeter deutscher Infann⸗ terist ausgeladen und in den Wartesaal gebracht. Man sah ihm an, daß er bald sterbem würde. Die Zeugin begab sich zu ihm, um ihn nach dem letzten Wunsche zu fragen. Er bat um einen Geistlichen, der auch bald erschien. Der Bahnhof war nicht ab⸗ gesperrt. Eine große Anzahl der Bewohner von Le Bourget fanden sich⸗ ein, um sich an dem Schauspiel der verwundeten Kriegsgefangenen zu ergötzen. Als der Schwerverwundete vom Wagen gehoben wurde, begann ein ungeheures Johlen und Schimpfen der Menge, zahlreiche Steine, dar⸗ unter solche von Eiergröße, wurden gegen den wehrlosen Mann geworfen und trafen ihn mehrfach; selbst als der Geistliche ihm die letzten Trostworte zusprach, hörte das Schimpfen und das Werfen mit Steinen nicht auf. Die Bitten des Geistlichen und der Zeugin, die letzten Minuten des Schwer verwundeten zu achten, wurden mit Hohn und Spott beantwortet. Die zahlreichen an⸗ wesenden französischen Soldaten, die die Vorgänge ebenfalls be⸗ obachteten, machten keinerlei Miene, den Bedauernswerten irgend⸗ wie vor der Volkswut zu schützen. So hauchte der Mann, der in der Ausübung der höchsten Pflicht für das Vaterland geblutet hatte, unter Schmähungen und Mißhandlungen des„ersten Kulturvolkes der Welt“ sein Leben aus. Die Rückkehr von 257 schwerverwundeten Deutschen aus Frankreich. Konstanz, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der erste Zug mit 257 schwer verwundeten Deutschen, darunter neun Offtzieren, lief heute vormittag 8½ Uhr fahrplanmüßig im hiesigen Bahnhof unter den Hochrufen eines nach Tausenden zählenden Publikums ein, die Musik spielte die Nationalhymne, die Ver⸗ wundeten erklärten, daß die Behandlung in Frankreich durch⸗ schnittlich anständig war. Konstanz, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Zum Empfang der kriegsuntauglichen und schwer verwundeten Deutschen sind Prinz Max von Baden, der Minister des! Innern Freiherr v. Bodmann und vom Stellvertretenden Generalkommanda General v. Manteuffel hier eingetroffen. Konstanz, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kai⸗ serin richtete an die Austauschkommisfion in Konstanz folgendes Telegramm: Neues Palais, 11. Juli. Den tapferen Kriegern, die heute zum ersten Male wieder deutsche Erde betreten, die sie mit ihrem Blute verteidigt haben, sende ich dankbaren Will⸗ kommengruß. Die Heimat wird sie und ihre Verdienste nicht vergessen. Auguste Viktoria. Genf, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Am Sonntag abend kam der erste Transport deutscher Kriegsin validen aus Lyon in Genf an. Die Kriegsinvaliden wurden am Bahnhofe von Mitgliedern des deutschen Konsulats und des Genfer Roten Kreuzes bestens empfangen und gestärkt. Nach einstündigem Aufenthalt fuhr der Zug nach Konstanz weiter. Der erste Transport kriegs⸗ invalider Franzosen aus Deutschland trifft hier am Montag trüh ein. Weitere Vergeltungsmaßregeln gegen Frankreich. Berlin, 12. Juli. WTB. Amtlich.) Die„Nord. Allg. Ztg.“ schreibt unter der Ueberschrift:„Weitere Vergeltungsmaß⸗ regeln gegen Frankreich“. In letzter Zeit sind hier Fälle bekannt geworden, wonach kriegsgefangene deutsche Offiziere in Frank. reich in einer nicht den Kriegsgebräuchen entsprechenden Weise behandelt werden und zwar lediglich aus dem Grunde, weil sie ihr Ehrenwort, nicht mehr gegen Frankreich und seine Verbün⸗ deten zu kämpfen, verweigert haben. Insbesondere werden nach Privatbriefen, wie nach dem Bericht eines Vertreters eier neu⸗ tralen Macht etwa 50 deutsche Offiziere, die im Fort Entre⸗ veaur in den Alpen interniert sind und die Abgabe des Ehren— wortes verweigerten, in vier stets verschlossenen Räumen ngen gehalten; sie dürfen sich täglich nur eine unde auf einem kleinen Hofe von zehn bis zwölf Metern bewegen und sich nicht gegenseitig besuchen. Dieses Verfahren widerspricht den Bestim⸗ mungen der Haager Landkriegsordnung, denn nach Art. 11 dary auf kriegsgefangene Offiziere irgend ein Zwang auf die Abgabe des kriegsgefangenen französischen Offiziere, denen, dem deutschen * Standpunkt entsprechend, die Abgabe des Ehrenwortes überhaupt nicht angesonnen wird, den ganzen Tag über die Möglichkeit sich frei im Kriegsgefangenenlager zu bewegen, zu besuchen und auch ungehindert die ihnen zur fstebenden Hof- und Gartenräume zu benutzen. nicht 0 ihren Schlafräumen zu verweilen. Die Vorstellungen, die lung zu verschaffen, sind bisher erfo Zösische Offiziere aus Offiziersgefangenenlagern in! strin übergeführt, wo sie in gehalten werden, wie die siqch die Nachricht bestätigen, 5 Offiziere in Frankreich ähnlichen Besch werden die deutschen Maßnahmen auf 2 80 in Deutschland erstreckt werden. i daß deren Zahl eine vielfach höhere ist, als die der deutschen Offiziere in Frankreich. . . Eine Maßregel Hindenburgs. Berlin, 12. Juli.(WD. Amtlich.) Auf Grund einer Verordnung des Oberbefehlshabers Ost haben alle Ein⸗ wohner Polens, die ihren Wohnsitz in dem der deutschen Zivilverwaltung unterstellten Gebiet von Polen links der Weichsel verlassen haben, in kehren, sofern sie nicht in Deutschland oder einem ver⸗ bündeten Staate in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Die Nichtbefolgung der Aufforderung zieht Ab⸗ wesenheitssteuer nach sich, die für den Zuwiderhan⸗ delnden auf 5 bis 15 Mark vom Hundert seines 3 festgesetzt ist. Der Chef der Zivilverwaltung setzte als Frist flür die Rücktehr den 1. August 1915 sest. ** 2. Unstimmigkeiten im englischen Kabinett. aus London indirekt zu, in dem es heißt, daß ein Intri⸗ nuop, dem Dalziel im Parlament die Schuld an dem Muni⸗ tionsmangel zugeschoben habe.* Weibliche Postbeamte in England. * 4 91 35000 Frauen für den Postdienst zum Ersatz für an die Front gehende Beamte. 5 Deutschland und Amerika. London, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus New Pork: Die ganze amerikanische Presse, ausgenommen einige deutsche Blätter, verurteilt die deutsche Antwort auf die amerikanische Note in stärksten Ausdrücken als ein unverschämtes Ausweichen vor den amerikanischen Forderungen. Viele Blätter nehmen an, daß die Vereinigten Staaten jetzt die diplomatischen Beziehungen zu Teutschland abbrechen und den Alliierten jede moralische Unter⸗ stützung gewähren würden. Eine japanische Militärmission in Frankreich? Zürich, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Neue gürcher Zeitung“ meldet, ist in Marseille eine japa⸗ nische Militärmission unter dem Befehl des Ober⸗ sten Ogala eingetroffen. * Das spanische Epistopat an den Papst. 1 Rotterd am, 9. Juli. Wie die„Tijd“ berichtet, hat das spanische Epistopat am Feste des Heiligen Herzens Jesu folgendes Schreiben an den Papst gerichtet: 75„Die für das Vaterherz Deiner Heiligkeit so überhaupt traurige Tatsache, daß Italien in diesen schrecklichen Krieg eingetreten jd, veranlaßt uns, Dir die Gefühle zu äußern, die unsere Seele 9— und deren getreue Dolmetscher unser katholischer König und seine Regierung waren, als sie dem Oberpriester der Christen⸗ heit das allgemeine Verlangen des Volkes überbrachten. Wenn die Entwickelung der Ereignisse— und wir beten zu dem Herrn, daß dieses nicht geschehen möge— Deine Heiligkeit zwingen sollten, außerhalb der ewigen Stadt, und wäre es auch nur für Leine sehr kurze Zeit, die Mittel zu suchen, Deine hohen Pflichten besser zu erfüllen, so würde das katholische Spanien sich glücklich achten, Dir eine, wenn auch bescheidene aber rütterliche und groß⸗ mütige Zuflucht anzubieten. Wenn Deine Blicke sich nach dem Vraterlande des Rekareds und des heiligen Ferdinands richten würden, und Du dieses Angebot annehmen würdest, so würde Spanien den so geliebten und verehrten Vater auf den Knien empfangen und das kummervolle Herz Deiner Heiligkeit fände vielleicht Trost in dem Feuer und in 99 Freude, womit Deine Söhne Dir ihre Liebe zeigen würden. Während wir diese Bitte an Dich richten, wiederholen wir Teiner Heiligkeit aus tiefsten Seele die Versicherung unserer unwandelbaren Unterwerfung unter Deine Lehren und Deine geheiligten Person und die tiefe Ver⸗ Sprung und Liebe, die Deine niedrigen Söhne zu Dir hegen. Am 5 Feste des heiligen Herzens Jesu im Jahre 1915, küssen, Heiliger Vater, die geheiligten Füße Deiner Heiligkeit Deine demütigen Diener und Deine Dich liebenden Söhne.“(Es folgen die Unter⸗ schriften sämtlicher Kardinäle, Erzbischöse und Bischöfe Spaniens.) Neues vom Internationalismus. 3 8 1 4 renden und neutralen Staaten zur Bildung einer stän⸗ bliszber ihren Beitritt angemeldet. Die Kommission bat beschlossen, 5 die Sekretariatsarbeiten dem Vorstande des Bundes für Mensch⸗ bheitsinteressen, Bern, Erlachstraße 23, anzuvertrauen. Zum Prä⸗ ä Die Kommission hat sidenten wurde Professor Broda gewählt. f 2 eine Entschließung angenommen, in der die Kulturvereine aller wurde die Gefahr einer Annexion irg gegen den Willen seiner Bewohner behandelt. die Annexion Kleinasien gegen 1 Deutschland zu berichten, was sich über t sangenen in anderen Ländern sagen laßt, in der 8 sich gegenseitig Verfügung Nachts werden sie eingeschlossen, sondern haben nur die Verpflichtung,— bel der französischen Regierung erhoben worden sind, um den deut⸗ schen Offizieren im Fort Entreveaux eine gleich liberale Behand⸗ glos geblieben. Auf An⸗ ordnung der Heeresverwaltung wurden daher zunächst 50 fran 5 ihren verhältnismäßig angenehmen das Fort Zorndorf bei Kü⸗ genau derselben Weise die deutschen Offiziere in Entreveaur. Sollte daß andere kriegsgefangene deutsche ränkungen unterliegen, so eine größere Anzahl, und wenn nötig auf alle kriegsgefangenen französischen Offiziere Dabei ist wohl zu beachten, kriegsgefangenen die Heimat zurückzu- 5 Berlin, 13. Juli. Ueber Differenzen im englischen Kabinett geht der„Vossischen Zeitung“ ein Drahtbericht guenspiel gegen Lloyd George gespielt würde und daß am Sonntag eine sehr bedeutende Kabinettssitzung ohne Lloyd George stattgefunden habe, der nach Wales gereist war. Das Kabinett müsse nun wahrscheinlich doch wählen zmwischen Lloyd George und dem Generalfeldzeugmeister Do- Basel, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Basler Nachrichten“ melden, sucht der englische Generalpostmeister Lausanne, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Hier tagen Vertreter zahlreicher Kulturvereine aus den kriegfüh⸗ digen internationalen Kommission zum Schutze bedrohter Mensch⸗ heitsinteressen. 40 Verbände aus den verschiedenen Ländern haben Länder aufgefordert werden, den gemeinsamen Kampf gegen die unser kulturelles Erbgut bedrohenden Gefahren und die solidarische Arbeit für Fortschritt und Kultur wieder aufzunehmen. Darauf i Landgebietes 1 Man sprach sich Belgiens durch Deutschland, des lawischen Dalmatien durch Italien, des türkischen durch Rußland und Persiens durch irgend⸗ welche europäischen Müchte aus. Die Kommission wandte sich eine längere Kriegsdauer und befürwortete eine Verbesse⸗ des Loses der Gefangenen. Sie begrüßte den von schweize⸗ i Delegierten unternommenen Versuch, in Frankreich und e Behandlung der Ge⸗ um so die Stimmung Richtung auf eine beiderseitige Besserung der Behandlung der Geiangenen umpavandeln. Schließlich erhob die Kommission 8 8 A Einspuuch gegen das harte Vorgehen der russischen Regierung gegen die jüdische Bevölkerung in Rußland. a * 4* Die türkisch⸗bulgarischen Verhandlungen. Köln, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Kölnische Zeitung“ meldet unter der Ueberschrift:„Die türkisch⸗ bulgarischen Verhandlungen“ aus Sofia vom 10. Jul Die Türkei ist im Grundsatz zu Abtretungen im Interesse der Nachbarschaft bereit. Den einzigen Streitpunkt bildet die Umgrenzung der Gebiete von Adrianopel, das der Türkei verbleibt. Die Türkei wünscht den südlichen Vorort Karagatsch mit Bahnhof in dem Gebiete von Adria⸗ nopel einzubeziehen, was Bulgarien wegen der dadurch be— wirkten Unterbrechung der geraden Bahnverbindung nach Neubulgarien unerwünscht ist. Das Befinden des Königs der Hellenen. Paris, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas“ aus Athen. Obwohl sich der Zustand des Königs ständig bessert, so erscheint es gewissen Kreisen schwierig zu sein, daß der König bis zum 20. Juli, dem Zeitpunkt der Parlamentseröffnung, genügend Kenntnis von der Lage und den politischen Ereignissen nehmen kann, was zur Erwägung der Möglichkeit einer [Kammervertagung um einen Monat führt. Die darauf bezugnehmende Polemik zwischen der Regierungspresse und Venizelospresse ist äußerst lebhaft. Die letzte vertritt die Ansicht, die Kammer könne zum festgesetzten Zeitpunkt sehr wohl zusammentreten, um den Präsidenten zu wählen, und bezüglich der Vertagung eine Entscheidung treffen. Das gegenwärtige Kabinett könne nötigenfalls im Amte bleiben. Die Frage, ob der König an den Staatsgeschäften tätigen Anteil nehmen kann, wird den Kammerbeschluß beeinflussen. * 7* g Der Seelrieg. London, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Besatzung des Fischdampfers„Syrian“ ist in Grimsby angekommen. Der„Syrian“ war am Sonntag morgen von einem deut schen Unterseeboot angegriffen worden. Die Besatzung ret⸗ tete sich unter dem Geschützfeuer des Unterseeboots. London, 12. Juli,(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die amerikanische Bark„Normandy“ landete in Liverpool 14 Mann der Besatzung der russischen Bark„Les“, die von einem deutschen Unterseeboot an der Küste von Pembrokeshire torpediert wurde. Grimsby, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Der Fischdampfer„Fleetwood“ lief hier ein; er neigte sich stark zur Seite. Das Schiff war ohne vorhergehende War⸗ nung in der Nordsee von einem deutschen Unterseebvot be— schossen worden. Ein Mann ist tot, drei sind verwundet. Kristiania, 12. Juli(WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Markland aus Bergen wurde am 30. Juni nach einer Mel⸗ dung des Ritzauschen Bureaus von einem englischen Kreu⸗ zer auf norwegischem Gebiet bei Kya angehal⸗ ten. Der Kreuzer forderte den Dampfer auf, anzuhalten und seuerte einen blinden Schuß ab. Die norwegische Regierung hat ihre Ge⸗ sandtschaft in London ersucht, bei der britischen Regierung hier⸗ gegen Einspruch zu erheben und auszuführen, daß die nor⸗ wegische Regierung selbstverständlich nicht im geringsten Maße den Gedanken hegt, daß das Auftreten des britischen Schiffskomman⸗ danten durch die Geringschätzung der norwegischen Neutralität be⸗ gründet worden sei. Wiederholte Fälle würden es aber notwendig machen, daß die betreffenden Kommandanten von der britischen er aufgeklärt werden und zukünftig größere Aufmerksam⸗ keit zeigten. N Aus dem Reiche. Die Zusammenkunft der bundesstaatlichen Finanzminister. Berlin, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ schreibt: In der am 10, Juli stattgehabten Zusammenkunft der bundesstaatlichen Fi⸗ nanzminister gab der Staatssekretär des Reichsschatz⸗ amtes einen Ueberblick über die Finanzlage des Reiches und die zur Durchführung des Krieges bisher 7 4 und meiterhin geplanten Maßnahmen. Die hierauf folgende Aussprache ergab allseitige Uebereinstimmung in der günstigen Beurteilung der deutschen Finanzkraft und die einstimmige Bekundung des unerschütterlichen Entschlusses des opferbereiten Zusammenwirkens bis zum siegreichen Frieden. Die vom Reichsschatzsekretär in Aussicht genomme⸗ nen finanziellen Maßnahmen, insbesondere seine Vorschläge über die bei den gesetzgebenden Körperschaften in der nächsten Tagung dem Reichstage einzubringende neue Kreditvorlage fanden einhellige Zustimmung. Auch über die Frage der Besteuerung der seh att der ch statt, der Kriegsgewinne fand ein Meinungsaustau eine Uebereinstimmung darin ergab, daß die Erhebung einer Sondersteuer auf den durch den Krieg und während 155 1 entstandenen Vermögenszuwachs dem Reiche zustehe. 1 1 Vertriebsgesellschaften für den Steinkohlen- und Braunkohlenbergbau. Berlin, 72. Juli.(WTB. Amtlich.) Durch die auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 4. August 1914 vom Bundesrat heute beschlossene Verordnung, betreffend die Errichtung von Ver⸗ triebsgesellschaften für den Stelnkohlen⸗ und Braun⸗ kohlenbergbau werden die Landeszentralbehörden ermach⸗ tigt, die Besitzer von Steinkohlenbergwerken und Braunkohlen⸗ bergwerken ohne ihre Zustimmung zu Gesellschaften zu vereinigen, denen die Regelung der Förderung sowie der Absatz der Berg⸗ werkserzeugnisse der Gesellschafter obliegt. Die Errichtung einer derartigen Zwangsgesellschaft hat zur Folge, daß die beteiligten Bergwerksbesitzer in dem Absatz der gewonnenen Bergwerkserzeug⸗ nisse nicht mehr frei sind, sondern 8 unterliegen, die sich aus der Verordnung selbst und aus der Satzung ergeben, die zur näheren Regelung der Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und der Gesellschafter von der Landeszentralbehörde zu erlassen ist. Nach der Verordnung liegt den Gesellschaftern namentlich die Verpflichtung ob, von dem Geschäftsbeginn der Gesellschaft ab ihre Bergwerkserzeugnisse der Gesellschaft zum Zwecke des Ab⸗ satzes zu Uberlafsen, Zur Sicherung der öffentlichen Interessen gegenüber dem starken wirtschaftlichen Eups⸗ Zwangssyndikat der Zechenbesitzer haben wird, sind in der Ver⸗ ordnung dem Staat verschiedene Aufsichtsbefug⸗ nisse 9 Inessbesondere ist ihm eine gewisse Einfluß⸗ nahme der eee eee Auch ist die Bestellung eines Staatskommissars vorgesehen, der an den Ver⸗ sammlungen der Gesellschaftsorgane mit beratender Stimme 10. nehmen und die gefaßten Beschlüsse wegen der Verlegung der We⸗ setze, der Satzung, oder öffentlicher Interessen Peamstanden kann. Ueber die Berechtigung der Beanstandung entscheidet die Landes⸗ 11 Die Verordnung wird alsbald bei der Frage der rneuerung des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlensyn⸗ dikats praktische Bedeutung gewinnen. Der Vertrag, auf dem die Tätigkeit dieses Syndikats beruht, läuft mit dem 31. November dem Syndikat beteiligten Zechenbesitzer über ihre Produktion für die Zeit nach dem 1. Januar 1916 frei verfügen. Die bisherigen Versuche, eine Verständigung über den neuen Vertrag herbei zuführen, sind“ ohne Erfolg geblieben, hauptsächlich infolge den ein solches 3 1915 ab; schon vom 1. Oktober 1915 ab können die bisher bei] hätten * 1 nannten Außenseiter bei dem neuen St ten sind. Der Eindruck des syndikatlosen 98 9 rde tiefgreifenden Störungen unseres wirtschaftlichen Lebens 115 Zunächst wäre in Zeiten von Kohlenknappheit eine gebemmte Aufwärtsbewegung der Kohlenpreise zu Lasten der Ber⸗ ichen Kohlenen⸗ eee e vo braucher zu erwarten, der dann in Zeiten reichli gebots ein starker Preissturz mit seinen für die Löhne der Ber arbeiter und die Finanzen der im Kohlengebiet gelegenen Gemei den gleich nachteiligen Wirkungen folgen würde. Derartigen. schaftlichen Erschütterungen muß während des Krieges und der auf ihn folgenden Jahre mit allen zulässigen Mitteln vorgebeugt werden. Das durch die Verordnung in Ermangelung 3 Einigung der Beteiligten vorgesehene Zwangssyndikat sichert en weitere ruhige Entwickelung des Bereiches des Kohlenbergbaues und bietet insbesondere durch den vom Staate vorbehaltenen Ein⸗ fluß die Möglichkeit, für eine gewisse Stetigkeit der Kohlenpreise ö zu sorgen, bei der sowohl die Bedürfnisse des Bergbaues, als auch die berechtigten Interessen der Verbraucher gebührend berück⸗ sichtigt werden. Die Verordnung des Bundesrates läßt übrigens auch nach ihrem Jukrafttreten den Zechenbesitzern der niederrhei⸗ nisch-westfälischen Steinkohlenreviere noch den Weg zu einem freiwilligen Zusammenschluß offen, denn sie bestimmt ausdrück⸗ lich, daß von der den ndeszentralbehörden beigelegten Befugnis zur Bildung eines Zwangssyndikats kein Gebrauch zu machen ist, wenn von den Bergwerksbesitzern, deren Förderung mehr als 97 v. H. der Gesamtförderung des in Betracht kommenden Bezirkes ausmacht, innerhalb einer durch die Landeszentralbehörde zu be⸗ stimmenden Frist eine Vereinigung zum Zwecke des gemeinsamen Absatzes der Bergwerkserzeugnisse durch Vertrag gebildet wird. Voraussetzung hierbei ist, daß die Landeszentralbehörde durch den geschlossenen Vertrag die öffentlichen Interessen als gewährt er⸗ achtet. Dadurch ist also dem Staat auch für den Fall einer frei⸗ willigen Syndikatsbildung ein gewisser Einfluß gewährt. a * 0 1 i Berlin, 23. Juli. Bei der gestrigen Truppenver⸗ eidigung in Stuttgart führte der König in einer Ansprache an die Neuvereidigten folgendes aus: Schwere Pflichten und Aufgaben warten Euer, da Ihr heute als ge- reifte Männer, als Kriegsfreiwillige oder als Rekruten ins Feld zieht. Ich gebe Euch die Versicherung, daß ich mich auf jeden von Euch verlasse, daß er den glänzenden Vorbil⸗ dern nacheifern wird, welche unsere tapferen, herrlichen Trup⸗ pen im Westen und im Osten gegeben haben. Für Euren Lebensweg, insbesondere für Eure militärische Tätigkeit, rufe ich Euch allen ein inniges und herzliches„Gott befohlen!“ zu. Berlin, 12. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Kürzlich fand in der Kaiser-Wilhelm-Akademie für die Medizinalabtei⸗ lung des Kriegsministeriums eine Sitzung von Chirur⸗ gen und Orthopäden, sowie Vertretern des Gewerbes der Orthopädie-Mechaniker aus den verschiedensten Teilen des Reiches statt, in der die Frage der Beschaffung von künstlichen Gliedern für verstümmelte Kriegs⸗ teilnehmer eingehend beraten wurde. Von dem Ergebnis der Beratungen kann man erhoffen, daß es den Verstümmel⸗ ten un Segen 2 87 wird. 1 b erlin, 13. Juli. Dem Vizepräsindenten des Herrenhauses, dem frühere Oberbürgermeister von Köln, gestern seinen 80. Geburtstag in Köln im Hause E 8 * 8. 8 3 S. E 8 4. 3 8 5 8 2 8 2 8 8 der Stadt Köln. Berlin, 12. Juli.(W. Amtlich.) In der Sung 0 München, 12. Juli.(B.. Nichtamtlich) Wie die Korrespondenz Hoffmann erfährt, ist der Erlaß des stellver⸗ tretenden Generalkommandos des 1. bayerischen Armee⸗ lorps, welcher sich mit Strafandrohungen gegen den Lebensmittelwucher wendet, auch von den stelwer⸗ N tretenden Generalkommandos des 2. und 3. bayerischen Armeekorps in Würzburg und Nürnberg in vollem Um⸗ fange übernommen worden. 8 far g. ist diese wichtige Ange⸗ legenheit nunmehr einheitlich für ganz Bayern geregelt. Heimstätten für unsere Arieger. f Wenn unsere Helden nach einem ehrenvollen Frieden kehren, wird man ihnen nicht nur einen herzlichen Empfang be⸗ reiten, sondern unser deutsches Volk wird auch mit Taten danken wollen. Ta gibt es wohl keine größere und bessere Gabe, als ein i Vaterlandes, das sie mit ihrem Leben ge⸗ deutsche Heimstätte. 2 Lessingstr. 11) „die weit lichkeit der Ansiedlung Ba geld, 50 2 werden. i 11 sobald zufällt. ö 1 b 8 Durch Uebergabe des billigen Bodens gegen eine müßige Rente verhi wir, daß der Krieger seine Heimstätte nur zum wecke eines augenblicklichen Gewinnes wieder verkauft. Er hat also ein lebhaftes Interesse, möglichst bis zu seinem Lebens- ende auf dem billigen Rentengute zu bleiben. Das e wird ihm dann dauernd Heim und Heimat geben. Unser ö wird dann wieder wurzelfest und bodenständig.. Es ist klar, daß durch Hergabe von Land in dieser Form besten der Abwänderungsbewegung vom Lande Einhalt In unserem weiten deutschen Vaterland ist noch gen für Kriegerheimstätten vorhanden. Nach gewissenhafter haben allein 650 Orte mit über 5000 Einwohnern mehr 363 000 Hektar eigenen Bodenbesitz, wobei große Waldbestände, ebenso die Berliner Rieselfelder, nicht mitgezählt sind. Würde hiervon nur der 1 Teil zu 1 Heimstätten von durchschnittlich 250 Quadratmetern zur Verfügung gestellt, dan, 0 wir 40 Kleinwohnungen auf den Hektar und allein an diesen Orten Unterkunft für 1500 000 Familien. Dazu kommt noch das Eigentum so manchen Dorfes der Bodenbesitz der gar nicht geringen Zahl unserer 5000 Einwohnern. Auch die Oedländereien und Moo großer Schwierigkeiten, die wegen Beteiligung soge⸗ . der Erschließung. Das in unser 1 unten wir uns eine Provinz im Frieden erobern! l 1 fiskalis f e Staat kolonisation w sses für Kriegerheimstätten unterstützen. Bei Berufung auf unsere Zeitung versendet der Hauptausschuß für Kriegerheimstätten GGerlin, Lessingstraße 11) gegen Einsendung von 40 Pfg. in Brief⸗ marken portofrei die Broschltre„Staatsbürgerliche Bildung“ bon Wirkl. Geh. Rat Adolph Wagner, Exzellenz, mit einem Anhang über das Heimstättenrecht von Adolf Tamaschte und die Broschüre „Kriegerheimstätten“ von Johannes Lubahn. ieee 8 Aus Stadt und Land. 1 Gießen, 13. Juli 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5 * . AAus Hessen und den Nachbargebieten.) „ Landwehrm: Ph. Babel, Res.⸗Inf,⸗Regt. 222, aus Darm⸗ stadt. Landwehrm. Karl Siegfried, Zementwarenfabri⸗ kant, aus Alten-Buseck.— Landwehrm. Wilh. Webe r, Res.-Inf.⸗ Regt. 87, aus Engelbach.— Landwehrm. Heinr. Belz aus Eifa. Ers.⸗Res. Siegfried Schiff, Res⸗Inf⸗Regt. 83, aus Gladen⸗ bach.— Kriegsfreiw. Gefr. Wilh. Lindner, stud. chem., aus Darmstadt.— Jäger und Direktor der Deutschen Realschule in Kairo Konr. Hildenbrand, Jägerbat 14, aus Darmstadt.— Musk. Lehrer Heinr. Wei 1 Res.⸗Inf.⸗Regt. 224, aus Heblos.— Pionier Franz Kraft, Eifenbahn⸗Komp. 24, aus Wingenstein.— Musk. Osk. Krumm, Juf.⸗Regt. 253, aus Haigerseelbach.— Ers.⸗Res. Otto Wetter, Inf.⸗Regt. 99, aus Siegen.. Schütze Karl Mohr, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Reis- kirchen(Wetzlar).— Musk. Heinr. Becker, Ref.⸗Inf.⸗Regt. 253, aus Tiefenbach.— Musk. Aguilin Filler, Inf.⸗Regt. 53, aus Offenbach a, M.— Musk. Otto Bullmann, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Leidhecken.— Musk. Karl Leonhardt, Res.⸗Inf. Regt. 223, aus Dauernheim.— Gardefüs. Herm. Geyer, Inf.⸗ Ju 118, aus Offenbach a. M.— Mrtsk. Heinr. Wagner, Inf.⸗Regt. 222, aus Ruppertsburg.— Res. Johs. Zimmer mann aus Bergheim. * g Amtliche Personal nachrichten. In den Rube- stand versetzt wurde am 23. Juni d. J. der Lehrer an der Volks- schule zu Darmstadt Abraham Stern auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Juli 1915 an. Die Großherzogin hat ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruhestand versetzt wurde am 23. Juni d. J. der Lehrer an der Volksschule zu Spachbrücken, im Kreise Dieburg, Andreas Heid auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Juli 1915%an. Ihm wurde die gleiche Auszeichnung verliehen. rei Brüder Ritter Eisernen Kreuzes. Mit dem Leutnant der Reserve Erwin 7 urn, der in einer Feldflieger-Abteilung im Osten steht, hat nunmehr der dritte der lange Jahre in 2 ansässigen drei Brüder Thurn das Eiserne Kreuz 2. asse erhalten. Es wurde ihm vom General v. d. Mar- witz für hervorragende Aufklärungsflüge das besondere Lob Seiner Majestät ausgesprochen. Seine Brüder, Oberarzt d. R. Dr. Otto Thurn in Herbstein und Leutnant d. L. 2 ard Thurn in Lauterbach(Hessen) haben bereits halt ptember bezw. Oktober 1914 das Eiserne Kreuz er⸗ alten. g Ehrung unserer gefallenen Helden. In einem von Provinzialdixektor Fey an die Bürgermeister der Landge⸗ meinden des Kreises Darmstaßt gerichteten Ausschreiben wird folgendes ausgeführt:„Im Kampfe für Heimat und Vaterland sind aus unseren Landgemeinden schon manche tapferen Helden 8 oder an unden und Krankheiten im Kriege gestorben. Andenken dauernd in Ehren zu halten ist eine hohe und heilige vaterländische Aufgabe. In welcher Weise dies öffentlich in den Gemeinden durch Denkmäler, Ehrentafeln usw. nach außen 4 2 geschehen hat, darüber jetzt schon zu beschließen, erscheint nicht angängig. Diese Frage wird, damit sie dem Empfinden unserer ländliche völkerung entsprechend in würdiger Weise vorbereitet und gelöst werden kann, zu gegebener Zeit u. a. auch im„Verein für ländliche Heim t⸗ und Kunstpflege“ mit Sachverständigen erörtert werden. Wir sind weiter der Ansicht, daß die Bilder, unserer unvergeßlichen Helden in den Gemeinden, in denen sie ge— boren sind oder in denen sie gewohnt und gelebt haben, im Rat- 8 oder in einem sonstigen würdigen Raum der Gemeinde ür die Mitwelt und die kommenden Geschlechter in entsprechender künstlerischer Anordnung und Umrahmung zur ewahrung kommen sollen. In welcher volkstümlichen Art und Weise dies am be sten zu geschehen hätte, soll ebenfalls später erwogen werden. Wenn dieser Gedanke bei Ihnen und Ihrer Gemeinde Anklang findet, so wollen Sie jetzt. 5 die Angehörigen der Gefallenen und. an Wunden oder Krankheiten im Kriege Verstorbenen bitten, zu diesem Zwecke Ihnen gute Photographien mit den nötigen No⸗ tizen zu übergeben. Für Minderbemittelte kann die Gemeinde die Kosten der Vervielfältigung einer Photographie, wenn sie nötig werden solkte, übernehmen, auch sind wir bereit, auf Anfordern in solchem Falle hierfür einen Betrag zu bewilligen.“ Entweichen von Kriegsgefangenen. Tau⸗ sende von Kriegsgefangenen aus den Gefangenenlagern des Korpsbezirks sind als Arbeiter in der Landwirtschaft und in der Industrie auf rund 1000 Arbeitsstellen beschäf⸗ tigt. Die Beschäftigung der Kriegsgefangenen an so vielen verschiedenen Stellen hat naturgemäß ihre Bewachung er⸗ schwert. Wenn trotzdem verhältnismäßig wenig Ent⸗ weichungen vorkommen und in den meisten Fällen die Entwichenen sehr bald wieder ergriffen sind, so ist dies zum größten Teil„einzelnen“ Sicherheitsbeamten und„ein— zelnen“ Privatpersonen zu verdanken. Es kann hier aber noch viel mehr geschehe n. Nicht nur einzelne Leute, sondern die Allgemeinheit, jeder an seiner Stelle, muß auf frag⸗ würdige e, Personen achten und dafür sorgen, daß sie festgenommen werden, wenn sie sich nicht zweifelsfrei aus⸗ des . 4 5 N weisen können. Wenn alle Landbewohner auf einzelne oder in kleinen Trupps wandernde Personen achten und sie zur Anzeige bringen würden, ist anzunehmen, daß das völlige Entkommen entwichener Kriegsgefangener, die unter Um- ständen auch eine Gefährdung für unsere Ernte, für einsam liegende Gehöfte und deren Bewohner bilden können, zur Unmöglichkeit wird. * Oberhessischer Kunstverein. Sämtliche Gemälde zu der bereits angesagten Professor Illner-Ausstellung sind eingetroffen, so daß eine Vorbesichtigung der Ausstellung, zu der Einladungen ergangen sind, am Donnerstag erfolgen kann. Un⸗ ter den ausgestellten Porträts finden sich solche von Großherzog und Großherzogin sowie der Fürstlichen Herrschaften zu Lich. 5 Nu s ahlung der Familienunter⸗ stützung für die Zeit vom 16. bis Ende Juli 1915 an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen findet statt: an diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—K Freitag, den 16. Juli, L—3 Samstag, den 17. Juli. Die Auszahlung findet von 8—1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16, statt. * Fischschaukochen. Uns wird geschrieben: Um den breitesten Volkstreisen die schmackhafte Zubereitung des Klippfisches zugänglich zu machen, fand gestern in der musterhaft eingerichteten Schulküche der Alice-Schule, Stein straße 10, ein Schaukochen mit anschließenden Kost⸗ proben statt. Dieser gegen eine geringe Vergütung zugäng— lich gewesenen Veranstaltung wird heute eine zweite, losten⸗ lose, folgen. Hauswirtschaftslehrerin Frl. Hof erläuterte in kurzen, treffenden Worten den zahlreich erschienenen, andächtig zuhörenden Damen, wie in dem Klippfisch ein billiger Ersatz für das jetzt im Preise sehr gestiegene Fleisch gefunden ist. An die theoretischen Ausführungen schloß sich die praktische Vorführung einer Reihe wohlschmeckender Klippfischgerichte. Die liebenswürdige Art, mit der Frl. Hof den Anwesenden in ruhiger und doch so behender Weise die praktische Zubereitung der einzelnen Speisen klar machte, war zu bewundern. Es ging alles wie am Schnürchen. Vor den Augen der Anwesenden, die der Zubereitung mit großem Interesse folgten, entstanden im Nu die schönsten Aufläufe, Puddings usw.— Als die goldgelben Frikandellen, die den Schluß der Kochfolge bildeten, einladend in der Pfanne schmorten, wurde auch schon das erste Gericht(ein ge— würziger Pichelsteiner) gereicht. Wie vortrefflich die Speisen mundeten, zeigte ihr schnelles Allwerden. Alle, die dem Schaulochen beiwohnten, werden wohl dem Alice-Schul⸗ Verein Dank wissen, daß sie an einer in allen Teilen so lehr reichen und wohlgelungenen Veranstaltung teilnehmen durften. Kreis Büdingen. 0 — Üsenborn, 9. Juli. Assistenzarzt Dr. Albert Lu zius von hier beim Landw. ⸗Inf.-Regt. 87 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. 4 — Dauernheim, 10. Juli. Lehrer Richard Walter, der bei Beginn des Krieges als Kriegsfreiwilliger zum Inf. Regt. 168 eintrat, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde zum Unteroffizier befördert. 0 ö Kreis Alsfeld. O Aus dem oberen Schwalmtal, 13. Juli. Endlich ist auch bier ein durchweichender Regen niedergegangen. Sommer- frucht und Kartoffeln haben eine frische, neubelebte Farbe ange— nommen. Die Landwirte sind nun an der Arbeit, die verdorrten Dickwurzpflänzchen durch srische zu erseten. Auch dem jungen Grummetansaß kommt der Regen sehr zu statten. Kreis Schotten. O Herchenhain, 12. Juli. Wehrmann Wilhelm Dietz, in der 10. Kompagnie Reserve⸗Insanterie-Regi⸗ ment Nr. 219, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde zum Gefreiten befördert. ö — Stumpertenrod, 12. Juli. Gestern wurde in der hiesigen Kirche die Gedächtnis feier für den für das Vater⸗ land gefallenen Gefreiten Otto Hahn, der im Reserve⸗Insanterie⸗ 8 Nr. 224 kämpfte, gehalten. Er war der einzige Sohn un 3 Hahn. Welcher Beliebtheit sich der Ge⸗ fallene in unserer Gemeinde erfreute, bewies die Tatsache, daß r aus den Nachbargemeinden Bekannte und Freunde des in ren Gefallenen erschienen waren. Er war bei Ausbruch des Krieges dem Bezirkskommando Gießen zugeteilt gewesen, hielt es aber für seine Pflicht, hinauszuziehen, um für das Vaterland, zu kämpfen; nach kurzer Zeit traf ihn auch schon die Kugel. g Kreis Friedberg. — Aus der Wetter au, 11. Juli. Die Ernte ist nun in vollem Gange. Der Roggen ist geschnitten und man muß sagen, daß er die beste Ernte liefert, wenn auch der Halm etwas kürzer ist. Allerdings ist der Kern auf trockenem Boden etwas kümmerlicher Bereits wird hier und da Sommergerste geschnitten, von der dasselbe gilt. Die Wintergerste— leider nicht sehr viel angebaut— war vorzüglich in Halm und Kern. Hafer bedürfte noch, besonders auf sonnigem Boden, eines guten Regens. Manche Ortschaften hat ein solcher schon bedacht, während andere leer aus⸗ gegangen sind. Der zweite Klee will deshalb mancherorts nicht austreiben und die Hackfrüchte bedürften der Feuchtigkeit. Die Frühlartoffeln, welche vereinzelt schon geerntet werden, liefern einen mittelguten Ertrag, während für spät gesetzte Kartoffeln Regen allgemein erwünscht wäre. Viel Schaden verursachen die Kohlweißlinge an Kraut und Gemüse, da sie geradezu massenhaft auftreten. Hessen⸗Nassau. 1 b. Vom Main, 12. Jul.. Im Hemsbacher Walde wurde die Ehefrau Agnes Hofmann beim Himbeerenpflücken von einer bisher nicht ermittelten Person erschossen. Man nimmt an, daß ein Jäger die gebückt dahingehende junge Frau für ein Stück Wild hielt und darauf den verhängnisvollen Schuß abgab. 1 Wiesbaden, 13. Juli. Die Wiesbadener Regierung erließ zu den Schulfeiern aus Anlaß von Siegesnachrichten eine Verfügung, in der sie bestimmt, daß nur die Kreisschul⸗ inspektoren über den Ausfall des Unterrichts bei Siegesnachri zu bescheiden haben, nicht aber die Schulleiter und Lehrer. Unterricht soll aber nur in den seltensten Fällen „ 1* 28 0 Echter Weinessig zum Einmachen. Otto Schaaf, Seltersweg go. Neue belgische Uartoffeln 8 wieder. 1 ene 7. W. Hanlel, eren Mittwoch, den 14. Juli, abends 9 Ubr: Zusammenkunft Metallbetten Holzrahmenmatr., Kinderbett. Si ill. an Private. Kat. frei. oh 2 S Eisenmöbellahrlk, Suhl l. Th. 5843 ex. Vorstand. Amtliche Mistessungen der Handelskammer Gießen. Vergebung von Stoff und Wollelieferung. Das Arbeitsamt Darmstadt benötigt sofort größere Men chten und schweren Normalftanel für Hemden en lei Anlerbofen, seldgrauen Hals bindenstoff(Köper), Wat⸗ fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! 5 Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche 1: Ohne Anwendung scharfer Mlittes zu jeder Jahreszeit blendend weiss .’ Ueserzeit zirka 2 Tage GROSSWASCHEREI EDEL WEISS Schatzenstrasse 2 GIESSEN Fernsprecher 487 aussalleu, da er infolge des Lehrermangels ohnehin schon beschränkt ig, ist. Wahre Vaterlandsliebe, so betont die Verfügung zu Schluß, äußere sich nicht in lauten Feiern, sondern in treuer r Und zu dieser Einsicht müsse schon das chulkind kommen. 0 ri. Limburg, 12. Juli. Der Landsturmmann Heil aus Worms stürzte sich am Samstag in einem Anfall geistiger Umnachtung von der Höhe des Domfelsens in die Tiefe, wo er zerschmettert liegen blieb. Der Unglückliche wurde erst am nächsten Tage— noch lebend— aufgefunden, starb aber dann bereits auf dem Transport nach dem Spital. Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberüssichtigt.) Landsturm 2. Geringe Fehler an den Beinen, einstweilen garuisondienstsähig, spätere Felddienstläligkeit nicht ausgeschlossen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Die nördliche Depression sist weiter ostwärts abgezogen, während das südwestliche Hochdruckgebiet sich ostwärts über das Festland hin ausbreitet. bleiben. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 14. Juli 1915: Ziemlich heiter, trocken, wärmer, westliche Winde. Wir werden morgen daher unter Hochdruckeinfluß Letzte Nachrichten. Beschießung von St. Die und Pont⸗à⸗Mousson. Genf, 13. Juli. Wie die Pariser Blätter berichten, war St. Dié am letzten Donnerstag einer starken Beschießung aus⸗ gesetzt. Gegen zwanzig 10,5 Zentimeter-Geschosse fielen in den Ort, töteten und verletzte mehrere Personen und verursachten einen bedeutenden Schaden. Auch Pont⸗a⸗Mousson hatte laut„Temps“ vorgestern unter einer Bombardierung mit Brand⸗ bomben zu leiden. Bulgarien und die Entente. Sofia, 13. Juli. In den bulgarischen Zeitungen war angekündigt worden, daß am letzten Mittwoch die Antwort des Vierverbandes auf die Frage Radoslawow brieflich mitgeteilt werden sollte. Infolge der Leichenfeier für den Exarch Josef, die am Donnerstag abend stattfand, hatte sich die Ueberreichung der Note verzögert. Mit der Antwort dürfte sich der Minister⸗ präsident auch diesmal Zeit lassen. Die Nachricht der Turiner„Stampa“ über ein Zusammen⸗ kommen der Könige von Rumänien, Bulgarien und Griechenland in Athen, ist unglaubwürdig, und die von manchen Blättern verbreitete Verston, daß auch ein, Vertreter Serbiens an der geplanten Zusammenkunft teilnehmen solle, widerlegt sich von selbst. Es scheint, daß es sich bei der von Paris aus weitergegebenen Meldung um einen verunglückten Versuchsballon handelt, wenn nicht gar um eine reine Erfindung. Zu einer Verständigung mit Serbien ist umsoweniger die Mög⸗ lichkeit gegeben, als gerade in den letzten Tagen die gesamte ser⸗ bische Presse jedes Zugeständnis an Bulgarien in schärfsten, das bulgarische Nationalbewußtsein kränkenden Ausdrücken abgelehnt hat.— Günstige Nachrichten liegen über die Ver⸗ handlungen mit der Türkei vor. Zu Rumänien sind in den letzten Monaten freundschaftliche Beziehungen ange⸗ bahnt worden. Aber bis zu einer Solidaritätserklärung mit Ru⸗ mänien ist noch ein recht weiter Weg. Wenn sich Rumänien jetzt für die Durchfuhr von Munition und für ein Zusammengehen mit den Zentralmächten entscheiden will, wird es Bulgarien unbe⸗ dingt an einer Seite finden. Andernfalls hat es immer noch mit der Möglichkeit zu rechnen, die Bulgaren an der Seite der Türkei zu finden. Es ist ausgeschlossen, daß Bulgarien gegen die Türkei für Rußland Partei ergreift. Montenegro und Italien. a London, 13. Juli. Die Londoner„Daily News“ mel⸗ den, daß auf Vorsteklungen des englischen Gesandten in Cetinle Montenegro die UÜebergabe Skutaris an Italien verweigere. Die englische Meldung trägt den Zensurvermerk. 1 f 5 1 gegen 10. Amsterdam, 13. Juli. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ schreibt in einer Erörterung der Ereignisse in Südwestafrika: Die Deutschen zählten 3370 Mann. Wie groß die Kampfkraft der Union war, wissen wir nicht genau. Am 15. Juni sagte der französische Generalgouverneur Buxton in einer Rede in Bloemfontein, daß noch 30000 bis 40000 Mann an den Operationen teilnehmen. Also standen die Deutschen in den letzten Monaten ein Mann gegen 10. Das Nachspiel des Mordanschlags in Sofia. Berlin, 13. Juli. Aus Sofia erfährt, wie verschie⸗ denen Morgenblättern berichtet wird, der„Secolo“, daß der ehemalige Minister Genadiew e auf Veranlassung des dor⸗ tigen Kriegsgerichts verhaftet wurde, weil er dem Ur⸗ heber des Königsattentates im Kasino, der mit drei Kom- n zum Tode verurteilt worden ist, 10000 Franks ge⸗ lieh Die Cholera in Rußland. Wien, 13. Juli. Wie der„Curyer Sowski“ berichtet, wirkt die Cholera stark im russischen Heere. Die Gefahr ist um so größer, da die hygienischen Maßregeln mangelhaft sind. Tripolis. Chiasso, 13. Juli. Wie dem„Secolo“ aus Tripolis gemel⸗ det wird, hat der Verrat der Scheichs der Stämme der Tarfuna, und der Scheichs Saad und Akmed el Suni einige Stämme zwi⸗ schen Tripolis und dem Gebel zum Aufruhr veranlaßt. Infolge⸗ dessen hat die Regierung die Räumung des Gebel Nefuha und des Gebel Gaxian angeordnet. Wie es in der Nähe der Stadt Tripo⸗ lis aussieht, geht aus einer weiteren Notiz des„Secolo“ her⸗ vor, wonach in der Nähe der Stadt eine große Karawane, die den Rebellen Mehl und Zucker bringen wollte, aufgerieben wurde. Der Polizeidienst gegen den Waffenschmuggel längs der Küste wird wieder wie zur Zeit des Tripolisfeldzuges durch Kriegsschiffe ausgeübt. unerreichtes trockenes Haarentsettungsmittel, entsettet die Haare rationell auf trockenem Wege, macht sie locker und leicht zu frisieren, verhindert Auflösen der Frisur, ver⸗ 1 leiht seinen Duft, reinigt die Kopfhaut. 5 Geseblich geschüßzt, Aerztlich empfohlen. Dosen Mk.—.80. 1.0 und 2.50 hei Damenfrifeuren, in Parfümerien. Nachahmungen weise man zurück. 4426 88 Amtliche Bekanutmachungen der Stadt Gießen. Die Auszahlung der Familienunterstützung für 16. bis Ende Juli 1915 au die Angehörigen der zum Heeres⸗ dienst Einberusenen sindet statt:. n an diejenigen, deren Namen beginnen mit: AK Freitag, den 16. Juli, . I. Samstag, den 17. Juli. Die Auszahlung findet von 8—1 Uhr im Stadthaus. Zimmer Nr. 16 statt. 58558 Brotkartenausgabe. nen, Helmüberzugstoss, Wolle(grau), Baumwolle Sommermerino). Sofortige Angebote(nur schrist⸗ b Angabe der schnellsten Lieferzeit, der anzubieten⸗ Herzogl. an das Arbeitsamt errichtet und Bedingungen sind Nl gebote, die bis 1. zelten als abgelehnt. 5 ster werden] 181 August 1915 5 5866 Hochbau. Tiefbau c. Bann, Sommerunterricht 2. yr. Reifeprüfung. Winterunterricht 18. Oktober. — ddeichberechtigt mit den Königl. preusß. Baugemerxschulen. Braunschw. Baugewerkschule Holzminden. Tuller * 1 l Ni Schweine ut u. bill. Preisliste fe. Brat, Futtermühle Auerbach 12, Hessen. A1 0h Es wird wiederholt darauf bingewiesen, daß die An⸗ und Abmeldungen lediglich in den Bezirten zu erfolgen baben und nicht etwa bei dem Großh. Polizeiamte. Bei Anmeldungen ist eine Abmeldebescheinigung der Brotkartenausgabestelle des letzten Wohnortes vorzu⸗ legen. 58408 — 4 GGW en und zu ihm auch sonst Beziehungen unterhalten habe. Heute wurde uns die Gew Mann, mefn lieber Sohn, unse Schwager, Onkel und Neffe Dr. phil. Eduard Schenck am 23. Juni im Alter von 38 Im Namen der Freifrau Marie Nachruf. Am 8. Juni 1915 starb den Helden— tod fürs Vaterland unser lieber Sanges— bruder Ludwig Müller Musketier im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 118 10. Kompagnie im Alter von 23 Jahren. Wir verlieren in ihm ein eifriges, treues Mitglied, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. 5 Hesangperein Eintracht, Hausen h. giejtn. V ö Danksagung. * Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Trau Karoline Rau Ww. sowie für die überaus zahlreichen Blumen— und Kranzspenden sagen wir allen unseren innigsten Dank. 5862 Familien Rau und Pfefer. Großen-Buseck, den 13. Juli 1915. verkauft gegen Nachnahme p. Pfund 30 Pfg.“ Verlag der K. B. priv. Verlagsanstalt Piloty& Loehle, München. Was muß jedes junge Mädchen, insbesondere jede junge Frau, von der Haushaltungskunde wissen? Eine leichtfaßliche Darstellung alles Wissenswerten rung des Meuschen, die Zubereitung der Speisen Von Luise Oesterwit, staatl. geprüste Haus- baltungslehrerin. Preis: eleg, geb. Mk. 2.—. Das vorliegende Schristchen erscheint in jeder Hin— licht trefflich geeignet, Mädchen und junge Frauen in Theorie und Praxis des Haushaltungswesens einzu führen. Es enthält in schlichter, klarer Sprache alles, was aus dem Gebiete der Hausbaltungskunde wissens— wert und notwendig ist. Abschwelfungen sind sorglich vermieden, so sehr sie sich der Vexfasserin bei der Ausarbeitung verführerisch aufgedrängt haben mögen. Wer das in dem Büchlein gebotene Material be— herrscht und sich bemüht, sorglich nach den gegebenen Ratschlägen zu handeln, der darf getrost in die Füh⸗ rung eines Haushaltes eintreten. Und so läßt sich hoffen, daß recht viele Mädchen und Frauen das Werlchen als zuverlässigen Führer und Ratgeber schätzen und liebgewinnen werden zum Segen derer, für deren leibliches Wohl und Bebagen zu sorgen sie berufen sind. A. Kleinschmidt, Schulrat. Ettlingen Karlsruhe 1. B. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. 2 0 Jagd⸗Verpachtung. Die Jagdberechtigung auf dem Freiherrl. Schenckischen Grundbesitze in der Gemarkung Kestrich, im Kreise Als⸗ feld, mit einer Fläche von 127 Hektar, meist Wald, kommt Samstag, den 21. Juli l. Js., vormittags 10 Übr, in der Wirtschaft des Herrn Friedrich. Welfenbach zu Kestrich auf die Dauer von 6 Jahren zur öffentlicten meistbietenden Verpachtung. Kestrich liegt ir mittelbarer Nähe von Großselda, etwa 10 Kilometer von Babnstation Ebhringshausen, Oberhessen. g Nähere Auskunft durch Forstwart Weifenbach in Kestrich und die untersertigte Stelle. 58510 Schweinsberg, am 10. Juli 1915. Freiherrlich Schencksche Renterei. Vizefeldwebel in einem Infanterie- Regiment Giessen,(Kaiser-Allee 12), den 12 issheit, dass mein innigstgeliebter r lieber Bruder, Schwiegersohn, Mein heissgeliebter Bräutigam Lehrer Karl Eberle Kriegsfreiwilliger, Unteroffizier i. Res.-Inf.-Regt. 222 Inhaber der hessischen Tapferkeitsmedaille Freiherr zu Schweinsberg hren gefallen ist.. ihren gefallen is unser treuer Sohn, Bruder, Schwager und Neffe ist een e am 24. Juni in heldenmütigem Kampf gefallen. Schenck zu Schweinsberg geb. Lotz. In tiefem Schmerz: Johanna Nanz Familien Eberle Familie Nanz Familie Zinsser. Steinbach, Altenburg, Treis, Lindenfels. 5 2. Juli 1915. 58640 Sonntag, den 11. Juli, entschlief sanft meine inniggeliebte Frau, unsere treue Mutter und Schwägerin Mary Freifrau van der Hoop geb. Drescher. Sie schied von uns in vollem Glück über die Geburt eines Sohnes(am 5. Juli) unerwartet und ohne Kampf. Georg Freiherr van der Hoop Hauptmann a. D. Adrian van der Hoop a Emily Freifrau von Fritsch geb. Freiin van der Hoop f Fritz Freiherr von Fritsch Kammerherr S. K. H. Grossherzog von Sachsen, Major 2. D. Schmitte bei Rodheim an der Bieber, 13. Juli 1915. — Mittwoch, 14. Juli, 2 Uhr nachmittags. Beerdigung: Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Otto Pickert, Gießen einge⸗ tragen: Der Otto Pickert Ehefrau, Hedwig geb. Mentzel, zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 6. Juli 1915. Großherzogliches Amtsgericht. 5842B Danksagung. Da es uns unmöglich ist, jedem einzelnen Josef Gorsler, sür die herzliche Teilnahme an unserem schweren Verluste und die schönen Blumenspenden zu danken, sprechen wir auf diesem Wege unseren der Frucht neu zu vergeben. Interessenten wollen über praktische Wirtschafts führung, über die Erna und das Kochen. 12 herzlichsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau L. Gross. 1F ooο οοο 21. N . 5 IIFilmlI!I 8 5 rer mou ev 0 in en röhben 1 rudern 05 40%(Westentaschenkodab) ade 3 30 rownie 5 8 5.10% 5 7 8 r Hackfllm 0 p Kat. 8 3 3 2: 6, 6: 9, 9: 12. Jedes Quant zu haben 1 „ Hun er n baben 1 8 8* „ Wee Redumzl hrogeri zun freun 2 oo o oo ο 1 Qeegaggggg dg . 90 0 l Spezlal-Photo-Haus Fernsprecher 706. Kreuzplatz 9 Bullenverkauf. Ein Simmentaler Bulle der Gemeinde Londorf soll im Submissionswege verkauft werden. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift, bis zum Freitag, den 2§ 16. d. Mts., vormittags 11 uhr, bei uns ein⸗ 2 e zureichen, woselbst. auch die Verkaufsbedingungen * eingesehen werden können. 5840 0 Londorf, den 11. Juli 1915. 0,. Großherzogliche Bürgermeisterei Londorf. οοοο Aumann. Für Dreschmaschinenbesitzer! Die landw. Bezugs- und Absatz⸗Genossenschaft e. G. m. b. H. zu Gambach beabsichtigt das Dreschen ihre Forderungen a. für Stundenlohn, b. für das Fuder bei genannter Genossenschaft einreichen. Ab⸗ schluß nach Uebereinkunft auf ein oder mehrere Jahre. 5830 Drucksachen auer Ir L UchrspiklHAU de Brühl sche Ualv.- Hruskorol rel. 2077 GIESSEN rel. 8 Bahnhofstraße 9 5854a Heute ein vollständig neues, auserlesenes Schlager- Programm Nur bis elnschlleslich Freitag.— 3 Tage! Brot Realistisches Lebensbild a. d. Gegenwart 1 in 2 Abteilungen Line Tati. Eipempnügt. Nachmittag au den Fm In Buena Orig.-Aufnahme humoresken Weisse Lilien Dramatischer Kungtfilm in 3 Aufzugen u. elne weitere Auslese erstkl.Fllmnenhelten Ab Samstag! Unbedingt sehenswert! 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