nr. 100 Der Sießener Anzeiger Erstes Blatt 105. Jahrgang erscheint täglich, außer* 175 Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich 5 Gießener Famil jenblätter; e 5 blatt für den Ureis Sieen 8(Dienstag und Freitag); Aagalaice seien 0 agen 7 75 Samstag, 10. Juli 1915 Sezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ %%% ͤ Ä 2 1 1 5* N 5 N 5 1 7 schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den für die Schristleitung112 3 N politischen Teil und das Verlag, Geschästs stelled l. 2 82 Feuilleton: Aug. Goetz; f Adresse für Drahtnach⸗. für Stadt und Land, 5 richten: Anzeiger Gleßen. enera 2 nzeiger Ur ex E en 8 Vermischtes und Ge⸗ a Annahme don Anzeigen richtssaal: Otto Braun; Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei n. Fernsprech-Ans für die Tagesnummer N für den Anzeigenteil: H. bis vennittags 9 Uhr. nge. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Die deutsche Note an Amerika. 5 WTB.) Großes Hauptquartier, Westlicher Kriegsschauplatz. uckerfabrik von Souchez wurde ein abgeschlagen. Kleine in unsere Stellung eingedrungene Abteilungen wurden niedergemacht. Es gelang vorgestern verlorene Grabenstück west⸗ Feinde zu säubern. Die von der fran⸗ g gebrachte Nachricht über Eroberung ützes ist unrichtig. 5 y ergebnislose franzö sische Amtlich.) Nördlich der französischer Angrif uns bisher nicht, da lich von Souchez vo zösischen Heeresleitun eines deutschen Gesch Oestlich von Aill nicht nach dem Völlerrecht wie ehrliche Kriegsgefangene, sondern gegen das Völkerrecht wie Verbrecher behandelt wer⸗ den. Sie ließ daher an die französische Regierung die Forderung stellen, daß die Mitglieder der Patrouille unverzüglich in ein Kriegsgefangenenlager überführt und daß sie dort wie unbestrafte Kriegsgefangene ihres Ranges mit solchen gemeinsam untergebracht und behandelt werden. Da diese Forde- rung nicht erfüllt worden ist, wurden nunmehr auf Anordnung der deutschen Heeresverwaltung sechs kriegsgefange ne französische Offiziere in das Militärgefäng nis nach Spandau übergeführt, wo sie genau in derselben Weise wie die Mitglieder der Patrouille Schierstedt untergebracht rückhaltlos anerkannt, daß durch den Unterseebootkrieg die Intere essen der Neutralen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Aber ebenso wird auch die amerikanische Regierung zu würdigen wissen, daß die Kaiserliche Regierung in dem Daseinskampf, der Deutschland von den Gegnern aufgezwungen und angekündigt ist, die heilige Pflicht hat, alles, was irgend in ihrer Macht steht, zu tun, um das Leben der deutschen Untertanen zu schützen und zu retten. Wollte die Kaiserliche Regierung diese ihre Pflichten versäumen, würde sie sich vor Gott und der Geschichte einer Verletzung der⸗ jenigen Prinzipien höchster Humanität schuldig machen, welche die Grundlage jedes Staatslebens sind. Mit erschreckender Deutlich⸗ keit zeigt der Fall der„Lusitania“, zu welcher Gefährdung i i f und behandelt werden. Etwaige Verschärfungen in der Lage der] von Menschenleben die Art der Kriegführung unserer Gegner 5 45 A 9 127 7 a 15 eee deutschen Gefangenen würden auch den sechs französischen Offizieren] führt. Durch die unter Verheißung von Prämien erfolgte An⸗ französische Grabenlinien in einer Breite von 350 Metern, gegenüber zur Anwendung kommen. weisung an die britischen Handelsschiffe, sich zu armieren und die K 2 1 4 8 Regier 1e.-Unterseeboote zu rammen, ist, in schärfstem Widerspruch mit allen machten dabei über 250 Gefan gene und erbeuteten vier Daß sich die deutsch terung n. pieser 1 Grundsätzen des Völkerrechts, jede Grenze zwischen Handels⸗ und Maschinenge wehre. Nachts fanden auf der Front von K Wie e. 1 Kriegsschiffen verwischt und find die Neutralen, die ihre Handels⸗ Ailly bis zur Mosel nur unbedeutende Patrouillengefechte kaun uns nicht zugemute ee wen schise al Reisende kenuzen, allen Gesab ren be green er⸗ statt. Nach starker Artillerievorbereitung griff der Feind die[unsere Feinde schamlos den Boden des Rechtes verlassen, um höhtem Maße ausgesetzt worden. Hätte der Kommandant des deut⸗ von uns am 22. Juni erstürmte Höhe 631 bei Ban⸗de⸗deutsche Landsleute in frivoler Weise zu peinigen. Wie Eng⸗s schen Unterseebootes, welches die„Lusitania“ vernichtete, Mann⸗ Sapt an. Wir mußten die vollkommen verschütteten Grüben land von der unwürdigen Behandlung unserer U-Boot⸗ sckaften und Reisende vor der Torpedierung ausbooten lassen, so auf der Kuppe räumen besatzungen durch deutsche Vergeltungsmaßregeln abgekom- hätte dies die sichere Vernichtung seines eigenen Bootes bedeutet. Oestlicher und füdöstlicher Kriegsschauplatz.[men ist, so wird auch Frankreich es sich überlegen, ob es Nach talen bei der Versenkung viel kleinerer und weit seetüchtigerer Die Lage ist unverändert Iidie Leiden und Opfer dieses Krieges fernerhin zwecklos Schiffe gemachten Erfahrungen war zu erwarten, daß ein so mäch⸗ . 0 eme, N vermehren will f tiges Schiff wie die„Lusitania“ auch nach der Torpedierung lange . Oberste Heeresleitung. ö genug über Wasser bleiben würde, um die Passagiere in die Schiffs⸗ 3„ N. boote gehen zu lassen. Umstände ganz besonderer Art, infonder⸗ ** 5 1* . a. 5 3 7 heit das Vorhandensein großer Mengen hoch⸗ 1 Die mit größter bg erwartete deutsche Note auf Die deutsche Antwort an Amerika. aberdeen oa Seh dan Bod echen ede rng des Präsidenten Wil orstellungen in der Unterseeboot— f 1 3 556. Außerdem darf noch darauf hingewiesen werden, daß bei der 95 il nunmehr 1 veröffentlicht 2 Die]. Berlin, 9. Juli.(WTS. Amtlich.) Dig Antwort der Kaiser⸗[ Schonung der„Lusitania“ tausende Kisten m it M uni- lich Deutschen Regierung auf die amerikanische Note vom 10. Junistion den Feinden Deutschlands zugeführt und deutsche Regierung weicht darin von ihrem früher festgeleg⸗ 1915 if 5 5. e i 1 4 5 i N 15 ist gestern überreicht worden und lautet wie folgt: dadurch Tausende deutscher Mütter und Kinder ten sachlichen und rechtlichen Standpunkt um keines Haares a„ ü i 6 77 g 31 N Breite ab. Durch einleitende historische Rückblicke und Zu⸗ Der Unterzeichnete beehrt sich, Ew. Exzellenz, dem Votschaster ihrer Ernährer beraubt worden wären. In dem tend 0 l Vereini S 2 ika, J W. Ger f di iste der Freundschaft, von dem das deutsche Volk gegenüber sonrmenfassung aller derkenigen imstände, die zu der gegen⸗ Jet dom 40 J e de dier eee 6 Tagen ihres Ve wärtigen Kriegsführung zur See geführt haben, wird der amerikanischer Interessen durch den deutschen Unterscebootskrieg Aahens beseelt ist, wird die Kaiserliche Regierung immer bereit Auseinandersetzung ein Abschluß gegeben Die deutsche Note] Nachstehendes zu erwidern: sein, auch während des gegenwärtigen Krieges alles ihr mögliche dale Meal St eezerbel nende g ac e be eee eee Blende See de el: den eee viene St J„ entnommen, wie f es der Regierung der Vereinigten Staaten! Mich, 5 iranisd Seni f 11311 g wahre Fumanität und ernsteste und erste Pflicht gegen das am Herzen liegt, die Grundsätze der Menschlichteit auch im gegen⸗[ihre a e des nian er handch 5, Schille in Arik l g 9 1 25 3 in] der legitimen Schiffahrt nicht gehindert, das Leben amerikanischen eigene Volk der deutschen Regierung gebieten, an den Maß⸗ wärtigen Kriege verwirklicht zu sehen. Tieser Appell findet in Bürger auf neutralen Schiffen nicht gefährdet werden sollen. Um eln festzuhalten, bie den englischen Uebergriffen entgegen⸗ Deutschland vollen Widerhall; und die Kaiserliche Regierung ist 12 hende 8 5 15 5 5 ands gesetzt werden mußten. In diesem grundsätzlichen Punkte] durchaus gewillt, ihre Darlegungen und Entschließungen auch W eee dene eee gibt es also nichts mehr zu verhandeln, und die Auffassung eee e dener ben ut 2 b. schließen, werden die deutschen Unterseeboote angewiesen werden, en e bah einen cee bereuen. Lakerlche entern, daß die aerftansche Reelerung in ihert lebe e de e eee, lber Deutschland will g eichwohl einen Schritt freundschaft⸗ Note vom 15. Juni 1915 selbst daran erinnerte, wie sich Deutsch⸗ e 1 ssen abel abt sich 3 Kaisceliche Rer 1 licher Rücksichtnahme auf Amerika tun, trotzdem es sich in land in der Behandlung des Seekriegsrechts stets von den Grund- 3 2. ch 100 8 u bin paß 9 so unerbittlichem Kampf auf Leben und Tod keine Ab⸗ sätzen des Fortschritts und der Menschlichkeit leiten ließ. In der 5 R ierung die Gewähr„ N 5——.— von seinem Ziele gestatten darf, Es wird den Tat baben seit der Zeit, wo Friedrich der Große mit John Adams, diese Schiffe 1 10 11 an Bord oben Amerikanern zu Gemüte geführt, daß sie, nachdem ein Teil Bensamin Franklin und Thomas Jefferson den Jreundschafts⸗ und näheren Vereinbarungen für eine unbehelligte Fahrt dieser Schiffe der See zum Kriegsgebiet erklärt worden ist, nicht ver-] Handelsvertrag vom 10. September 1785 zwischen Preußen und 51 8 a 2 740 AN, würden von den beiderseitigen Marinebehörden zu treffen sein. langen können, von Gefahren verschont zu werden, der Republik des Westens vereinbarte, deutsche und amerikanische Zur Schaffung ausreichender Reisegelegenheit für ame⸗ denen auch auf den Kriegsschauplätzen zu Lande jeder⸗ Staatsmänner in dem Kampfe für die Freiheit der Mecre und rikanische Bürger über den atlantischen Ozean stellt die mann ausgesetzt ist, der sich auf das Kriegsgebiet begibt. 125 17 0 e e er. deutsche Regierung zur Erwägung, die Zahl der verfügbaren Damp⸗ Das deutsche Entgegenkommen besteht nun darin, daß be⸗ des Seekriegsrechts epflogen wurden, sind Deutschland und Amerika] er dadurch zu vermehren, daß eine angemessene, einer genaueren sonders zu bestimmende und kenntlich zu machende Schiffe] für fortschrittlich rundsätze, insbesondere für die Ahschaff 3 Vereinbarung unterliegende Zahl neutraler Dampfer unter ame⸗ unter amerikanischer Flagge unbehelligt gelassen werden 3 spwie fe die W 1 rikaniscker Flagge in den. unter den gleichen Be⸗ sollen, falls die amerikanische Regierung die Gewähr dafür eingetreten. Noch bei Begtun des gegenwärtigen Krieges hat sich n i. 1 1 e übernimmt, daß sie keine Konterbande an Bord haben. die deuchche Regierung auf Vorschlag der amerklanischen Regierung e ee e. eben für aper Es wird auf diesem Wege den Amerikanern eine unge⸗ sofort bereit erklärt, die Londoner Seekriegsrechtserklärung zu Bürger 7 Reise über den Atlantischen. 1 schasfen fine fährdete Reisegelegenheit über den Atlantischen Ozean ge— e und sich dadurch bei der Verwendung ihrer Seestreit⸗ Eine zwingende Notwendigkeit für amerilanssche Bürger, in Kriegs⸗ währt, und in Washington wird man dieses Entgegenkom⸗ häfte allen dort vorgeschriebenen Beschränkungen zugunsten der zeiten auf Schiffen unter feindlicher Flagge nach Europa zu reisen, 1; f ö Neutralen zu unterwerfen. Ebenso hielt Deutschland stets an de 5 ö i 7 1 men, in dem vor allen Dingen ein außerordentliches Maß Grundsatz sest, daß der Krieg mit der bewaffneten und— dürfte demnach nicht vorliegen. Insbesondere vermag die Kaiser⸗ von Vertrauen liegt, hoffentlich zu würdigen wissen. Macht feindli Staates zu 1 ist 5 ie[licke Regierung nicht zuzugeben, daß amerikanische Bürger ein Zur Durchführung dieses Angebots sind noch besondere feindlige re W 3 7 eindlickes Schiff durch die bloße Tatsache ihrer Anwesenbeit an Verhandlungen erforderlich, und das Nähere wird von rischen Maßnahmen verschont bleiben muß. Die Kaiserl. Regierung] Bord zu schüten vermögen. Trutschland folgte lediglich dem Bei⸗ beiden Seiten in allen Einzelheiten noch festzulegen sein.] hegt die bestimmte Hoffnung, daß es beim Bntritt des Friedens iel Englands, als es einen Tait a er en mite Daß der vorgeschlagene Weg gangbar ist, steht außer oder sogar schon früher gelingen wird, das Seelriegsrecht in einer] Härte. Unfälle, die in diesem Kriegsgebiet Neutralen auf feind⸗ Zweifel. Wir begrüßen die deutsche Antwort als fest und] Weise zu ordnen, die dee Freiheit der Mere verbürgt, und sie lichen Schiffen zustoßen sollten, könnten daher nicht wohl anders würdig, dabei maßvoll und staatsmännisch, und gane wird es mit Tank und Freude begrüßen, wenn sie dabei Hand in] beurteilt werden, als Unfälle, denen Neutrale auf dem Kriegs⸗ i 1 5 g and mit d ikanif N 5 schauplatz zu Lande jederzeit ausgesetzt sind, wenn sie sich trotz daß die deutsche Regierung auch mit diesem Schritte das Hand mit der amerikanischen Regierung arbeiten kann. vorheriger Warnung in Gefahr begeben. Sollte sich jedoch die gesamte Volk hinter sich haben wird. Wenn in dem gegenwärtigen Kriege je länger je mehr die Erwerbung neutraler Passagierdampfer für die amerikanische Re⸗ Gleichzeitig mit der deutschen Antwort auf die Note 8 durchbrochen werden, die das Jiel der Jukunst dein] gierung nicht in ausreichendem Umfange ermöglichen lassen, ist die Amerikas läßt die deutsche Regierung eine Angelegenheit sollten, trägt die deutsche Regierung keine Schuld daran. Der Kaiserliche Regierung bereit, keine Einwendungen zu erheben, daß 1 185„amerikanischen Regierung ist bekannt, wie von vornherein und in] die ikanische Regierung vier Passagierdampfer feindlicher Fl i . g ssagung Regeln 5 er ikanische d' 7. r d ich auch unsern Lesern wohlbekannten französischen Kriegs⸗ Mißachtung aller Rechte der Neutralen durch die völlige Lahm⸗ Fah c 1 erichtsspruch gegenüber einer deutschen Kavallerie-Pa⸗ legung des friedlichen Verkehrs zwischen Deutschland und den neu⸗ en eee auch auf diese früher fene Paas rouille, die unter den Leutnants v. Schierstedt und Graff tralen Ländern nicht sowohl die Kriegführung, als vielmehr das dampfer ausgedehnt werben. Der Präsident der Vereinigten Strachwitz stand. Die Patrouille war„wegen Plünderung“ Leben. Nation F zu treffen. Am 3. No- Staaten erklärte sich in dankenswerter Weise zur Uebermittelung de wangsarbeit und Zuchthaus verurteilt worden. Die 77 Lerklärte England die 1 zum Kriegsgebiet und und Anregung von Vorschlägen an die großbritannische Regierung,. eutsche Regierung hat sich, wie in der„Nordd. Allgem. 145 8 5. 3 1 Min 5 9 1 Furchfahrt] insonderheit wegen einer Aenderung des Seekrieges, bereit. Die Ztg.“ dargelegt wird, bemüht, das ungeheuerliche Urteil. Schifse aufs außerste so i n Kaiserliche Regierung wird stets von den guten Tien der des Prä⸗ JJ. egierungsblatt erklärt weiter: vor Beginn des Unterseebootkrieges unterband Eng⸗ 1 Freihei Mee Der 5— Erfolg aller Verhandlungen war, daß Leutnant] land Aach de legitime i t 1a 0 7 1 8 große 1991 der Freiheit der Meere zu einer Verständigung v. Schierstedt aus La Rochelle, wo er mit anderen zum Abtrans⸗[land so gut wie völlig. So wurde Deutschland zu einem Handels- 3 3; Ne. 855 nach Guyana bestimmten Sträflingen untergebracht war, zu krieg mit Unterseebooten gezwungen. Bereits am 16. November Indem der Unterzeichmete den Herrn Botschafter bittet, Vor⸗ en übrigen Mitgliedern der Patrouille in das Zuchthaus in Riom 1914 erklärte der englische Premierminister im Unterhzuse, daß stehendes zur Kenntnis der amerikanischen Reairung zu bingen, kam, und daß schließlich beide Offiziere und die vier Leute ges ses eine der Hauptaufgaben Gaglands sei, zu verhindern, daß Nah- benutzt er diesen Aulaß, um Seiner Erzellenz die Versicherung seiner meinsam aus dem Zuchthaus in das Militärgefängnis in Abignon rungsmittel für die deutsche Bevölkerung über neutrale Häfen nach] ausgezeichnetsten Hochachtung zu erneuern. 8 übergeführt wurden. Nach großen Schwierigkeiten durfte ein Mit⸗ Deutschland gelangten. Seit 1. März 1915 nimmt England von gez. von Jagow. lied der Vertretung einer neutralen Macht die Gefangenen in] den neutralen Schiffen alle nach Deutschland gehenden, sowie alle An Seine Exzellenz den Botschaster der Vereinigten Staaten 9 besuchen. Dieses stellte fest, daß die Offiziere und Mann von Deutschland kommenden Waren, auch wenn sie neutrales Eigene] von Amerika, Herrn James W. Gerard. schaften zwar für sich getrennt von den französischen Sträf⸗ tum sind, ohne weiteres weg. Wie seinerzeit die Buren, so soll i lingen in der Anstalt untergebracht waren, daß sie sich aber mit] jetzt das deutsche Volk vor die Wahl gestellt werden, ob es mit 2 Pressestimmen. 2 diesen auf demselben Hofe bewegen müssen und in gleicher Weise] seinen Frauen und Kindern dem Hungerkode erliegen, oder ob es Berlin, 10. Juli. Zu der deutschen Antwort wie sie behandelt und verpflegt werden. Leutnant v. Schierstedt istf eine Selbständigkeit aufgeben wolle. Während uns so unsere Jeindefnote an Amerika äußern sich die Morgenblätter in weit⸗ infolge der un verdienten schmachvollen Behandlung einer schwe⸗ laut und offen den Krieg ohne Gnade bis zur völligen Vernichtung gehendem Sinne zustimmend. e Erkrankung verfallen und neuerdings in] ansagten, führen wir den Krieg in der Notwehr für] Der„Berliner Lokalanzeiger“ ist mit Form lanstalt übergeführt worden, in welcher er schon früher unsere nalionale Ex istenz und um eines dauernd und Inhalt der Note vorbehaltlos einverstanden. Die Note orübergehend untergebracht war. Gleichwohl blieben alle Be⸗[gesicherten Friedens willen. Den erklärten A''sichten halte sic 1 tfer K von satrer niebigk 75 zühungen, ihn wegen Dienstuntauglichkeit frei zu bekommen, bis- unserer Feinde und der von ihnen angewandten völkerrechtswi'ri⸗ sich ebensoweit entfern von starrer Unnachmebigee er erfolglos. 8 gen Kriegfülnung mußten wir den Untersceb zotelrieg anpise Bei gegenüber den von Amerika ausgespr ochenen Wünschen, wie „Die Deutsche Regierung glaubt es nicht länger hinnehmen fallen grundsäklichen Bemühungen, neutriles Leben und Eigen- von ängstlicher Rücksichtnahme auß die au sich unwillkomme⸗ können, daß tapfere deutsche Offiziere und Sol⸗ tum nach Möglichkeit vor ciner Schäsigung zu bewahren, hit die[ nen Folgen einer unveränderten Fortführung unseres Han⸗ 12 ilitärischen Pflichten treu erfüllten, deswegen] deutsche Regierung schon in der Denkschrist vom 4. Februar delskrieges gegen England. Die Hauptsache ist, sagt das 1 * 1 1 W 4 Blatt, daß der deut sche Rechts- und Infecsssen⸗ standpunkt im Kampfe der Meinungen den neutralen Staaten gegenüber nicht aufgegeben wird. Es handelt sich um die Frage, ob es möglich sei, berechtigte Ansprüche der Neutralen, mehr als es bisher chehen war, unter 5 8 Aufrechterhaltung der deutschen Seekriegs führung zu schützen. 8 N Tageblatt“ schreibt Kapitän a. D. Persius: Aus der Note wird deutlich erkennbar, daß die Beziehungen zu Amerika freundschaftlich bleiben sollen. Mit diesem Ziel wird sich jeder Realpolitiker dankend einverstan⸗ den erklären, da diese Note besagt, daß der bisherige Kurs Aunter größter Rücksichtnahme auf die Interessen Nord⸗ amerilas weiter verfolgt werden wird.. In der„Voss. Zeitung“ heißt es: Der ernste, wür⸗ dige, aber auch allen berechtigten Wünschen Amerikas ent⸗ gegenkommende Inhalt der Note wird überall in Deutsch⸗ land mit großer Befriedigung aufgenommen werden. Wir geben uns aber auch darüber hinaus der unserer dene hin, daß auch in Washington die Erklärungen unserer Regierung die rechte Würdigung finden werden. Die positiven Vor⸗ schläge, die das Auswärtige Amt am Schlusse der Aus⸗ führungen macht, um die Sicherheit des Personenverkehrs der Neutralen zu verbürgen, erscheinen uns sehr beachtens⸗ wert. . In der„Kreuzzeitung“ wird gesagt: Die Note ist in sehr versöhnlichem Tyne gehalten und beweist auch sonst 5 ein weitgehendes Entgegenkommen. Nochmals wird wir⸗ fklungsvoll hervorgehoben, daß die Vernichtung der„Lusi⸗ tania“ eine Pflicht den deutschen Müttern und Kindern gegenüber war, da durch die Tausende Kisten von Munition ihre Ernährer hingemäht worden wären. . Auch die anderen Blätter, wie die„Post“,„Tägl. mundschau“ und die„Deutsche Zeitung“, äußern sich in zustimmendem Sinne. * 2 ** Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. 5 Wien, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Juli 1915 mittags. * Russischer Kriegsschauplatz. Die allgemeine Lage im Nordosten ist unverändert. ö In Russisch⸗Polen wird auf den Höhen nördlich Kras⸗ nik weiter gekämpft. Wie in den vorhergehenden Tagen wurden auch gestern an mehreren Stellen der Front äußerst heftige rufsische Angriffe zurückgeschlagen. BVestlich der Weichsel wurden alle genommenen russi— schen Vorstellungen behauptet. 6 Italienischer Kriegsschauplatz. * An der küstenländischen Front herrschte gestern verhältnismäßig Ruhe. Ein italienischer Flieger war bei Görz zu einer Notlandung gezwungen. 5 Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet Geschützkämpfe und Scharmützel. Ein Angriffsversuch zweier feindlicher Bataillone auf den Col di Lana(bei Buchenstein) wurde abgewiesen.. 75 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs 8 v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * Der russische Bericht. a Petersburg, 9. Juli(WTB. Nichtamtlich.) Der Gene⸗ alstab des Generalissimus gibt bekannt: In der Nacht zum 7. Juli griff der Feind 8 „Stellungen am Bahnhof von Murajewo an. stlich der Cbaussee Kalwarja⸗-Suwalki gelang es dem Feinde am 6. Juli die Chementka zu überschreiten; er wurde am nächsten Tage aber wieder zurückgeworfen. Am Orzyc griff der Feind in der Nacht zum 7. Juli unsere Schützengräben südwest⸗ lich des Dorfes Jednorozec vergebens an. Einige deutsche Gruppen hielten sich bis Tagesanbruch vor unseren Schützen⸗ 0 3— sig e 5—9— 2 alle, aufgerieben. Am Tage gri r i ieselben Schützen⸗ gräben an, wurde aber unter großen Verlusten abgeschlagen. Am linken Ufer der Weichsel griff der Feind in der Nacht zum 7. Juli unter dem Schutze ungeheuerer giftiger Gaswolken mehrmals in 5 Richtung auf Bolimow auf der Front von 12 Werst an. Es gelang dem Feinde in einigen Abschnitten, die Schützengräben der ersten Linie zu nehmen. Am folgenden Tage warfen wir ihn aber im Gegenangriff zurück und stellten den früheren Zustand Wieder her ausgenommen in einem Abschnitt. In der Nähe der Staatsstraße nach Bolimow geht der Kampf gegen die iftmörder weiter. Zwischen dem Marktflecken von Ren no d dem Dorfe Jozefow unternahm der Feind in der Nacht und bei Tage am 7. Juli vergebliche Angriffe auf Seche in in der Nähe der Weichsel. 2 der Weichsel und dem Bug griff der Feind am 7. Juli nicht an. Gleichzeitig setzten unsere Truppen in der Richtung auf Lublin erfolgreich die Offensive, e sie in dem Abschnitt Urzedow⸗Bychawa ergriffen haben, fort. Nachdem sie die Urzedowka überschritten hatten, marschier⸗ ten sie gegen Blory⸗Systrica und schlugen den Feind schwer aus t. Sie machten vom 5. bis 7. Juli 11000 Gefangene und nahmen viele Maschinengewehre sowie eine Fahne. In diesem Ab⸗ Ichnitt befindet sich der Feind auf dem Rückzug. Wir verfolgen ihn. 2 3 Zlota-Lipa und am Dnujestr veränderte h nichts. N Die„Times“ über die Lage der russischen Armeen. 8 London, 9. Juli.(Ctr. Frkft.) Die„Times“ berichtet über den russischen Kriegsrat, der kürzlich abgehalten wurde, folgender⸗ maßen: Vor einigen Tagen fand in dem Hauptquartier des Groß⸗ flürsten eine wichtige Versammlung statt. Der Zar und verschiedene seiner Minister waren bei dieser Konferenz gegenwärtig, die in einem Zelte stattfand und drei Stunden dauerte. In dieser ferenz wurden zweifelsohne wichtige Beschlüsse gefaßt, die etzt zur Ausführung gelangen sollen. Wir sind natürlich nicht in der Lage, die Fragen und die Beschlüsse zu kennen, um die es sich hierbei gehandelt hat, wir können* vermuten, daß zwei Dauptfragen behandelt wurden, 1. ob die russischen Zentralarmern sich auf den Bug zurückziehen sollen, 2. ob die Sü bleiben sollen, wo sie sind, d. h. auf der Basis Südwestrußlands, oder ob sie nach dem Norden * schwerwiegender Entschluß, nach dem Bug u i Iwan d, ihrem Schicksal zu überlassen. von den russischen Zentral- und Nordarmeen genügend ppen hinweggenommen werden können, um die von Süden an⸗ rückende Welle aufzuhalten, dann wird man Stellungen an der Weichs en sestzuhalten. Aber n der Mun ich zurückz bebenben— segung durch den Fein mit vollständiger Ruhe jedem Be lletzerzeugung, daß Rußland getrenut werden Menden dern un di 0 1 1 tärke— über den feindlichen Kräften im Gleichgewicht erhalten. Wir milssen uns daran erinnern, daß außer auf Kriegsschauplatz in Laluem noch vier beutsche Armeen im Felde siehen, nämlich die nördlich des Njemen, die in Ostpreußen und die in Nord- und sollte, wird dies noch nicht notwendigerweise den eslen zuwiderlaufen, wenn die Russen nur ihre zurückgezogen werden sollen. Es 6 Festungen der Weichsel, Nowogeorgtijewsk, Warschnr— 7 schantaldhe schwächen, um den Feind im Suden aurzußhalt würden die 2 deutschen Armeen sicherlich den Befehl er⸗ halten, vorzurücken und einen Druck auf die Russen auszuüben. Warschau ist ein ausgesprochen vorspringender Punkt, und die Gefahren, die eine frechterhaltung der Weichsellinie bieten, können nicht außer acht gelassen werden. Es wäre bedauerlich, wenn man zum Rü genötigt wäre. Aber dies würde nun eine Episode darstellen. Die Niederlage und die Einschließung der russischen Zentralarmeen, die der deutschen Strategie so 2 am Herzen liegt, muß unter allen Umständen und selbst auf Kosten der Gefühle und des Ansehens vermieden werden. Wir wissen, daß noch große russische Reserven vorhanden sind und daß Waffen und Munition nun eintreffen. Ein Rückzug der Russen kann be⸗ dauerlich sein, aber bei weitem nicht so sehr wie die Notwendigkeit, eine entscheidende Schlacht zu schlagen unter Bedingungen, die bei einem Mißerfolg einen Rückzug schwierig 8 5 (Frkf. Itg. Berlin, 9. Juli.(Priv.⸗Tel.) Die„B. Z.“ meldet aus Petersburg: General Rußki, der vor einiger Zeit spegen Unstimmigkeiten mit Großfürst⸗Generalissimus einen angeb⸗ lichen Krankheitsurlaub erhielt, wurde der Oberbefehl über die russischen Armeen an der Nordwestfront über⸗ tragen. Er erhielt besondere Machtbefugnis. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß er demnächst offiziell den Titel Vize-Gene⸗ ralissimus erhält. ** 5 Der türkische Bericht. Konstantinopel, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Von einem Besuche an der Dardanellenfront zurückgekehrt, sagte der Konstantinopeler Deputierte Dschahid über seine dort empfangenen Eindrücke: Ich kehre voll Stolz, Hoff⸗ nung und Vertrauen zurück. Wenn ich die bisher zu Lande und zu sser unternommenen Operationen füberblicke, für die der Feind eine mächtige Flotte, sodann eine etwa 300 000 Mann starke Armee heranführte, die reichlich über jedes Kriegsmaterial über zahlreiche Flieger und Verteidigungsmittel, wie Blendwerke usw. verfügt und von Kriegsschiffen unterstützt wird, die zuweilen an einem Tage bis 40 000 Schusse abgaben, wenn ich bedenke, daß der Feind trotz alledem nach 2½ Kriegsmonaten nicht imstande war, auch nur das kleinste Dorf zu nehmen und auf einen kleinen Streifen Landes von einem Kilometer bei Sedd⸗ül⸗Bahr ein⸗ eengt blieb, kann ich nur feststellen, daß auch in Zukunft dem inde jedes Vorrücken unmöglich sein wird. Das große Geheimnis des Erfolges der Türken liegt in der vollendeten Organisation aller Zweige der Armee, die, wie eine tadellos arbeitende Maschine funktioniert und die, um der türkischen Nation neues Leben zu⸗ zuführen, alles, vom Führer bis 2 einfachen Soldaten, vom Automobil bis zum Kamel in den Dienst dieser Sache stellte und selbst die alten, seit Jahrhunderten unbenützten türkischen Mörser wieder gebrauchsfähig zu machen verstand. Eine englische Niederlage in Arabien. Konstantinopel, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Privatnachrichten aus Bagdad griffen die den Türken treuen Stämme Elkiab und Devrek, die auf persischem Ge— biete in der Gegend des Flusses Karun wohnen, der sich südlich Bassorah in den Schatt el Arab ergießt, die eng⸗ lischen Truppen in der Umgebung von Hasai Hasalie und Elmare an, nahmen tausend Engländer gefan⸗ gen und erbeuteten sechs Kanonen, zwei Ma⸗ schinengewehre undeine Menge Munition und Lebensmittel. Außerdem hatte der Feind eine Anzahl von Toten und Verwundeten. 5„ Die französische Jahresklasse 1917. Lyon, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ will wissen, daß die französische Regierung die Einberu⸗ fung der Jahresklasse 1917 solange wie möglich hinausschieben wird. Auf jeden Fall werde die Einberufung vor Ende Oktober nicht in Erwägung gezogen. Eine schweizerische Anleihe. Bern, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Zwecks Beschaf⸗ fung weiterer Mittel zur teilweisen Deckung der außer- ordentlichen Ausgaben für die Mobilisation der schweizerischen Armee hat der Bundesrat beschlossen, eine Anleihe im, Nominalbetrage von 100 Millionen Franken, zu 4 Prozeft verzinslich, während zehn Jahren un⸗ aufkündbar und mittels 30 Annuitäten rückzahlbar, auf⸗ zunehmen. Ein Kartell schweizerischer Banken und der Ver⸗ band schweizerischer Kantonalbanken übernahmen die Anleihe est optionsweise. Die Anleihe wird in den nächsten agen zur öffentlichen Zeichnung zum Kurse von 96,5 auf— gelegt werden. Englische Meldungen über den Krieg in Deutschsüdwest⸗Afrita. Berlin, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber den Krieg in Deutschsüdwestafrika liegen folgende Mel⸗ dungen aus englischer Quelle vor: Kapstadt(Reuter). Ein amtliches Telegramm aus Pretoria meldet, Botha habe die Kapitulation der deutschen Streitmacht von Deutsch⸗ südwestafrika angenommen. Ein früher eingelaufenes amt⸗ liches Telegramm meldet: Oberst Mybuoch kam in Tumeb in Damaraland an. Er machte 1 600 Kriegsgefangene, erbeutete eine Kanone und befreite die gefangen gehaltenen Engländer. Oberst Brits, der einen 2 Umweg in west⸗ licher Richtung machte, nahm 150 Mann gefangen und be⸗ freite den Rest der gefangenen Uniontruppen. Das Ende des Krieges scheint nahe. Die Uebergabe des Restes der feindlichen Streitmacht ist eine Frage kurzer Zeit. Ein anderes Telegramm besagt: Oberst Mybuoch traf die Deutschen unter dem Befehl von Kleist in Ghaub. Die Deut⸗ schen zogen sich zurück und ließen 86 Gefangene zurück. Kurz darauf machten die Briten noch 500 und eroberten eine Kanone. Die englischen Verluste sind: ein. Mann tot, drei verwundet. Oberst Brits hat Otyossasu am 30. Juni verlassen. Er rückte über Oty Okakena vor und erreichte Namutoni, wo er 150 Mann gefangen nahm, daf Vorräte erbeutete und die englischen Gefangenen befreite. 77 der Seekrieg. Deutsche Unterseeboote im ägäischen Meer. Bern, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Mailänder „Secolo“ meldet aus London, daß laut Berichten aus Athen deutsche Unterseebooteim Aeg äischen Meer er⸗ schienen sind, die in der Flotte der Alliierten große Auf⸗ regung hervorgerufen haben. Daraufhin hat der Admiral die hauptsächlichsten Einheiten von den Dardanellen zurück⸗ gezogen. In London messe man dieser Nachricht nicht viel Glauben bei, wenn man auch die Möglichkeit zugäbe, daß einige Schiffe zurückgezogen worden seien, weil sie ausge⸗ bessert werden müßten. Die Zurückziehung der Schiffe könn⸗ 1 auch aus der Notwendigkeit von Dislokationen ergeben aben. Die Turiner„Stampa“ erfährt aus Sofia, daß die englische Flotte mit der Blockade der gesamtengrie⸗ chischen Küste begonnen habe. Die griechische Regierung habe in London energischen Einspruch mit der Begründung erhoben, daß die Blockade eine Verletzung der griechischen 0 ittelvolen. Wenn die gtussen die Front an einem dieser Kriegs⸗ Neutralität darstelle. r* 1 F en, denn 12 Italienischer Flaggen mißbrauch. Athen, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Von unserem berichterstatter. Ein unter griechischer Flagge fahr Dampfer, der eine Ladung Benzin und Oel an Bord 00 e Berlin, 9. Juli.(Priv.⸗Tel.) Der„Berl. Lok.⸗Anz.“ meldet aus Kopenhagen: Der dänische Dre Ellen“, mit Holz auf der Fahrt nach Liverpool, wurde in der Nordsee von einem deutschen Unterseebobt in Grund geschossen, da er Bannware an Bord hatte. Die Besatzung wurde gerettet und in Helsingborg gelandet. London, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Hull: Der Dampfer„Dido“ von der Wilson⸗Linie, der in der letzten Woche einem deutschen Unter⸗ seeboote entronnen ist, nachdem ihn dieses durch einen Kanonen⸗ schuß beschaͤdigt hatte, ist jetzt in der Nähe von Nordschottland durch einen Torpedo versenkt worden. Die ganze Besatzung wurde gerettet. ** * a 5 Aus dem englischen unterhause. London, 8. Juli.(WT B. Nichtamtlich) Unterhaus vom 7. Juli. Tennant N N daß die Einrichtungen für die Aufnahme der an den Wochen in jeder Beziehung hinreichend 1 9 Office r werden. Tennant bestritt auf eine weitere allgemeine Wehr⸗ r Le ng erklärte, „Long e ein⸗ London, 9. Juli.(WTB Nichtamtlich.) Wie die„Ti⸗ mes“ aus Toronto meldet, spendete der e ameri⸗ lanische Staatssekretär Bryan 2000 Mar für die deutschen Gefangenen in den kanadischen Ge⸗ fangenenlagern.. Aus dem Reiche. Berlin, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs⸗ verband des Vereins deutscher 3 em rer hat seinen der Kaiserin für der Kriegsfür⸗ sorge zur Verfügung gestellten reichen Sammlungen im Betrage von bereits mehr als 200 000 Mk. einen weiteren Betrag von 40000 Mk. folgen lassen. Er bereitete da⸗ durch Ihrer Majestät eine große Freude. Die Kaiserin ließ den Angehörigen des deutschen e für ihre hervorragende patriotische Op illigkeit ihren 8 Dank übermitteln. Die Gabe wurde dem omitee des Deutschen Vereins vom Roten Kreuz für Zwecke der. überwiesen. Hamburg, 9. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bund deutscher Getreide, Mehl⸗, Saaten, Futter⸗ und Düngemittelhändler richtete an den Reichs⸗ känzler eine umfassende Eingabe, in der er in erster Linie um Berücksichtigung des arbeitenden Handels bei der Vertei⸗ lung der neuen Ernte bittet. gleich wurden in der Eingabe cnc en Vorschläge t, in welcher Weise diese ücksichtigung durchgeführt werden kann. 7 ————— Aus Stadt und Cand. Gießen, 10. Juli 1915. % Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wurde am 3. 920 d. 1 dem Schulamtsaspiranten Heinrich Sames aus Holzheim eine Lehrerstelle an der Volksschule* Ober-Schmitten, Kreis Schotten.— Das Ehrenzeichen für— glieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen Philipp Wilhelm Neuer zu Beerselden.— Die Großherzogin hat am 7. Juli d. Is. den Bezirkskassier der Bezirkskasse Nidda Rendanten Chrissian Becker zu Nidda vom 1. Oktober 1915 ab zum Ministerialregistra⸗ tor bei der Registratur des Ministeriums der Finanzen und den Ministerialregistrator bei der Registratur des Ministeriums der Finanzen Philipp Jünger zu Darmstadt vom 1. Oktober 1915 ab zum Bezirkskassier der Bezirkskasse Nidda ernannt.— Der Großherzog hat am 5. Juni d. Is. den evangelischen Pfarrer Heinrich Heintze zu Gettenau auf sein Nachsuchen, unter An- erkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst⸗ ordens Philipps des Großmütigen, mit Wirkung vom 16. Juli l. J. ab, in den Ruhestand versetzt.— Das Ehrenzeichen für Mitgliedern freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Philipp Mehlmer zu Budenheim. g 0 Die Fleischpreise. Die Metzger haben sich vor einigen. in ganz Deutschland an die Bevölkerung ewandt und dargelegt, daß die Viehpreise so 1 ich in die Höhe gegangen sind, daß sie 5 Aufgabe, die Bevölkerung mit Fleischnahrung zu angemessenen Preisen u versehen, nicht mehr erfüllen können. Wir haben von diesen Darlegungen ausführlich Notiz genommen. Soweit es sich um die augenblicklichen Preise für Schweine handelt, mag die Behauptung der Metzger gelten. Die Rindvieh⸗ preise sind 5 75 man 3 een 55 W acht Tagen erheblich gefallen und ste zurzeit, wenigsten 2 K Nera zu den La denprensen für i und Rindfleisch. Die Preise in Schlacht⸗ ewicht, die unsere l zurzeit in Gießen anlegen, seellen sich nämlich für Ochsen auf 1.05—1.10 Mk., für Rinder auf 0.95—1.00 Mk., für Kühe bester Sorte 0.90 Mk., geringerer Sorten 0.80—0.70 Mk. per Pfund. Hierbei ist zu berüclsichtigen, daß die Metzger zurzeit für die Haut der geschlachteten Tiere und für das 5 erzielen; ebenso werden jetzt alle A verwertet. Die Klagen wegen m gel 3 ehr hoh N wohl 2 5 1 chichten funkenen Fettwiehpreisen 8* Der städtische Wurstverkauf fand gestern, auschei auf die vor einigen an di Stelle er Ehrenrettung der städtischen Dauerware, wieder einen derartigen Zuspruch, daß es an der Verkaufsstelle zu großen Unzuträglichkeiten kam. Wenn man auch nit dem Andrang nach den Erfahrungen der letzten Berkäuse wohl nicht gerechnet hatte, so waren die Szenen, die sich vor der e abspielten, doch wieder der⸗ art, daß unter allen Umständen einer Wiederholung vor⸗ gebeugt werden muß. Ein zuverlässiger Augenzeuge schreibt uns darüber:„Es war wieder einmal ein einziges Vor⸗ 1 N en, Drücken gc 5 8 Seer n den ver en konnte. Schwächere, empfindliche Leute und Kinder Ilsen sich nicht in dieses Gedränge wagen. Der Türschließer, unterstützt von zwei Schutzleuten, war kaum imstande, diesem Ansturm der Käufer standzu⸗ halten. Diesem für unser schönes Gießen beschämenden An⸗ blick muß unbedingt abgeholfen werden.“ Der Einsender schlägt die Ausgabe von Marken durch das Türfenster der Seitentür und die jeweilige Abfertigung von etwa zehn Markeni ern vor.— Wenn man weiter noch hört, daß manche Käufer über zwei Stunden stehen mußten, ehe die Reihe an sie kam, und die Abfertigung selbst noch sehr 3— vonstatten ging, wird man es verstehen, wenn der städtische Wurstverkauf trotz der Güte der Ware gestern in der Stadt der Gegenstand einer nicht sehr wohlwollenden n gelingt es demnächst besser, die Verkaufsbedingungen dem regen Zuspruch anzupassen. N* Die VBerteilungsstelle für Futtermittel in ente Aae eee Nee e deren m uttermitte ige'asse, e bermi mit Haufe oder Torf, Rohzucker vermischt mit Häckseh, sowie son⸗ Wa Kraftfuttermittel, namentlich Oelkuchen, Oelkuchen⸗ ren ee eder aldeem int beg eie ei ttermittel 1 1 für Schweine, noch erhältlich sind. Die Landwirte müssen is Bestellungen bei den örtlichen Ausführungsstellen, das ist die Großh. Bürgermeisterei oder eine Genossen⸗ schuft(landw. Korfumverein oder Spar- und Darlehnskasse) ein⸗ reichen. örtlichen stellen geben den Bedarf der Gemeinde der Zentralgenossenschaft der hessischen landwirtschaft⸗ lichen in Darmstadt auf, nicht aber dem Kommunal- verband oder dem Kreisamt oder gar der Bezugs vereinigung, wie dies vielfach noch irrtinmlicherweise geschieht. Grundsatzlich ist am schristlichen Verkehr festzuhalten. Telephonische Mittkilungen sollten mur auf besonders dri Fälle beschräntt bleiben. Kleie ist bekanntlich nach bestimmten Grundsätzen auf die Ge⸗ meinden verteilt. Eine Nachbestellung hat keinen Zweck, da nur so viel Kleie verteilt werden kann, als durch Ausmahlen des Brot⸗ gewonnen wird.. Vorzug. Sonntags wird bis auf weiteres ein Vorzug sür Personenzug 538 gefahren nach folgendem Plan: Ab Burg-N.-Ge⸗ münden 6 Uhr 33 Min. abends, ab N.-Ohmen 6.42, Mücke 6.52, Grün⸗ berg 7.01, Göbelnrod 7.07, Saasen 7.27, Reiskirchen 7.33, Großen- Buseck 7.39, Rödgen 7.44, Ankunft in Gießen 7.53 abends. Der Hauptzug wird dadurch entlastet und die Erreichung der Anschlüsse in Gießen gefächert. Landkreis Gießen. O Burkhardsfelden, 9. Juli. Schwere Opfer hat der Krieg aus unserer etwa 700 Einwohner zählenden Gemeinde ge⸗ fordert. Bon den 103 unter den Fahnen stehendeu Gemeinde— gliedern find bereits 12 den Tod fürs Vaterland gestorben. Ver- mitt und gefangen sind bereits 6. An Auszeichnungen erhielten 6 das Eiserne Kreuz 2. Klasse und 4 die hessische Tapferkeitsmedaille. — Bon 46 Mitgliedern des Gesangvereins„Germania“ stehen zur- zeit 31 unter den Fahnen. Gleich zu Anfang des Krieges fielen der 1. Präsident und kurz darauf 2 weitere treue Mitglieder. Nun hat der Verein seit kurzem 2 weitere Sangesbrüder zu beklagen: Heinrich Launspasch und Ludwig Möbus. In Gesangenschast befinden sich 2 Mitglieder. Kreis Büdingen. i Nidda 9. i. Im Kampfe fürs Vaterland starb der J5a eur 28 buger es Hg Nor, Meter des Gerwin Kreutz 5 im 23. 5 Inf.⸗Rgt., uzes Inhaber des Bayr. Militärverdienstordens und 1 d — Wippenbach, 9. Juli. Das Giserne Kreuz erhielt er J webrwarae Gefreüer aut f roth in gef. Huf iat „ Eckartsha hielt der Unteroffizier! Kreis Friedberg. Der letzte Burggraf zu Friedberg. g Unter den vielen alten Grabdenkmälern, die auf dem Fraukfurter Peterskirchhof neuerdings gesammelt und hinter der Kreuzesgruppe an einer Mauer zur Aufstel⸗ lung kamen, beansprucht der Grabstein des letzten Burg⸗ grafen zu Friedberg, des„Kaiserlich Oesterreichischen würklichen Geheimen Rats“ Elemens August Wilhelm Grafen von Westfalen zu Fürstenberg, ganz beson⸗ deres Interesse. Mit dem am 26. Dezember 1818 in Frank⸗ furt erfolgten Tode dieses Mannes starb eines der ältesten Rittergeschlechter der Wetterau aus. Das stolze Geschlecht verstand es während seines 600 jährigen Bestehens, seine Macht und seine Rechte gegenüber der Stadt Friedberg am längsten zu behaupten. Der letzte Burggraf, Graf Clemens, trak durch einen am 10. März 1817 abgeschlossenen Vertrag die ihm auf die Burggrafschaft Friedberg zustehenden Rechte mit dem lebenslänglich gültigen Vorbehalt der Würde eines Standesherrn und Burggrafen von Friedberg an den Staat ab. Als er starb, wurde die Burg mit der aus den Ortschaf⸗ ten Altenstadt, Büdesheim, Groß⸗Karben, Heldenbergen, Ilbenstadt, Kaichen, Klein-Karben, Nieder⸗Ilbenstadt, Ober⸗ au, Okarben, Rendel, Rodenbach und Rommelshausen be⸗ stehenden Burggrafschaft ein unmittelbarer Bestandteil des Großherzogtums Hessen. Auf dem Frankfurter Peterskirch⸗ of fue schläft der letzte Burggraf von Friedberg den letzten af. 0 Sch f Kreis Wetzlar. 2 Aus dem Kreise Wetzlar, 9. Juli. Der Korn- schnitt ist in vollem Gange. Wenn auch das Stroh gegen sonst etwas kürzer ist, so haben doch die Aehren eine Länge und ein Gewicht, wie es unsere Landwirte nicht erwartet haben. Auch die Sommerfrucht hat in den Niederungen gut geladen; nur die Halme ind etwas kürzer als in nassen Jahren. Dickwurz und Gemüse sind schön angewachsen und auch die Kartoffeln stehen üppig da. Nur der zweite Schnitt an Grünfutter fällt auf Aeckern mit Höhen⸗ ngen mager aus, jedoch kann auch hier ein Regen noch vieles nachholen. f en, 9. Juli. Das Eiserne Kreuz er⸗ il Scheid. Der Verblichene, der au 1850 nach Marburg ale. —— 2 Börsen⸗ Wochenbericht. Frankfurt a. M., 9. Juli. Im freien Verkehr der Börse hat sich in dieser Woche eine weitere kräftige Aufwärtsbewegung vollzogen und die Lebhaftigkeit des Geschäfts erinnerte manchmal an die besten Friedenszeiten. Die Ursache dieser zuversichtlichen Stimmung liegt vor allem in der fortschreitenden günstigen Kriegslage, dann aber auch in der allgemein günstigen Beurteilung unserer wirtschaft⸗ lichen und finanziellen Verhältnisse. Aus den meisten Industrie⸗ zweigen lauten die Nachrichten recht befriedigend. Nur vereinzelt bringt der Krieg heute noch unmittelbare Nachteile, sast überall findet das rege Geschäft lediglich in den Betriebskräften und dem Betriebsmaterial eine Grenze. Sneßiell aus den tonangebendenMon⸗ tanindustrie wird ldet, daß die Aufwärtsbewegung in der letzten Zeit weitere Fortschritte machen konnte. Die Preise sind in den jüngsten Wochen am Eisenmarkte auf der ganzen Linie beträchtlich erhöht worden. Natürlich wirken die Preiserhöhungen des Roheisen⸗ verbandes und des Stahlwerksverbandes wieder preissteigernd für alle anderen nicht syndizierten Eisenerzeugnisse, da durch die Ver⸗ teuerung der Rohstoffe und Halbfabrikate ja die Gestehungslosten der weiter verarbeitenden Werke wesentlich höher werden. In den feindlichen Ländern sind nicht nur Eisen⸗ und Stahlerzeug⸗ nisse noch weit mehr im Preise gestiegen als bei uns, sondern dort berrscht auch die große Sorge, ob selbst zu ganz außerordentlch hohen Preisen der notwendige Kriegsbedarf auf die Dauer in aus⸗ reichendem Umfange beschafft werden kann. Solche Befürchtungen braucht man in Deutschland glücklicherweise nicht zu hegen. Die Lei⸗ stungsfähigkeit unserer Eisen⸗ und Stahlindustrie, die dabei Hand in Hand mit den Militärbehörden arbeitet, sichert uns die Deckung jeglichen Kriegsbedarfs und namentlich auch die Munitionsversor⸗ gung. Die Werke sind durchweg auf längere Zeit bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt und verlangen bei Uebernahme neuer Aufträge zumeist ausgedehnte Lieferfristen. Die Juli⸗ jahresabschlüsse großer Industriegesellschaften feffeln denn auch das Interesse der Spekulation. Alter Gewohnheit folgend, greift die Börse die Aktien einzelner Unternehmungen her⸗ aus, die von dem Wirtschaftsgang des Kriegsjahres besondere Vorteile gezogen und in Zukunft neue Gewinne zu erwarten haben. Daneben spielen Hoffnungen mit, daß an Stelle der vorsichtigen Zurückhaltung, die vor Jahresfrist dringend geboten war, nun⸗ mehr eine freiere Verfügung der Ueberschüsse möglich sein werde. So glaubt man in vielen Fällen steigenden Dividenden ent⸗ gegenblicken zu können, eine Erscheinung, die erkennen läßt, mit welcher Kraft das deutsche Großgewerbe alle Schwierigkeiten der Kriegszeit überwunden hat. Die Börse hat sich über die anfangs un⸗ günstige Einwirkung des Krieges in der zweiten Hälfte 1914 hin⸗ we sedt. Sie rechnet jetzt mit den guten Ergebnissen des ersten Halbjahres 1915 und mit den künftigen Aussichten. Bei diesen Betrachtungen kommt die Spekulation zu einer äußerst zuversicht⸗ lichen Beurteilung des Wertpapiermarktes, dessen Haltung von Tag zu Tag an Kraft gewinnt. Der Kreis der in die Bewegung hinein⸗ gezogenen Aktien erweitert sich zusehends. Das Hauptinteresse wandte sich naturgemäß wieder dem Markte der„Kriegs⸗ werte“ zu. Im Vordergrunde standen dabei die Aktien der Leder⸗ fabrik Adler u. Oppenheimer, die eine weitere erhebliche Kursbes⸗ serung erfuhren. Andere Lederfabrikaktien, wie St. Ing⸗ bert und Gebr. Fahr waren ebenfalls lebhaft gefragt und höher. Rege Kauflust zeigte sich auch für Deutsche Waffen, Rheinmetall, Köln Rottweiler Pulver, Löwe, Hirf und Deulsche Erdöl Aktien Autowerte und Clektrizitä ien waren auch b begün⸗ stigt. Größeres Interesse zeigte sich auch für Mitteldeut che Gummi⸗ waren Peter⸗Aktien, obgleich aus Verwaltungskreisen allen Divi⸗ dendenschätzungen als verfrüht widersprochen und auf die Notwen⸗ digkeit hingewiesen wurde, vorerst einmal die Reserven des Unter⸗ nehmens zu kräftigen. Auf den übrigen Gebieten war das Geschäft ruhiger, die Haltung aber fest. Anlagewerte unterlagen zum Teil einigem„ um die Mittel Ankauf von Industrie⸗ papieren zu beschaffen. Geld blieb leicht. Privatdis konto 3/0 0%. Märkte. Maretbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund bei Landwirten 1,50 bis 0,00 Mt., bei Händlern 1,6—0,00 Mt. Hüßhnereier das Stück 16 Pfennig, 2 Stück 00 Pfennig: Enteneier 1 Stück 0 Pfennig, 2 St. 00 Pig. Gänseeier 1 St. 0-0 Pig. 2 St. 00 Pfg.; Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00— 1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,00 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Euten das Stück 2,50—3,00 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,20 1.24, Rind⸗ Gießen, 10. Juli. fleisch das Pfund 100— 120 Pfg., Kuhfleisch 100—120 Pig., weine⸗ fleisch das Pfd. 1,56—0,C00 Mk., Kalbfleisch das Bid. 110 Pig., Hammelfleisch das Pfund 96—110 Pfg.; Kartoffeln Kilo 14,00—00,00 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel d jund 20—30 Pfg.: Nüsse 100 Stück 60 Pig. Spargel 1. Sort—0⁰ Pig. das Pfund, 2. Sorte 00— 00 Pfg. das Pid.: Kopfsalat 8 bis 10 Pfg.; Bohnen 30—00 Pfg. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 35—00 Pfg.; Kirschen 30—35 Pfg. das Pfd., Erdbeeren 00—00 Pig. das Pfd. Heidelbeeren 1 Liter 20— 40 Pfg., Johannisbeeren 30 Pig. das Pfund. Gurken 25—40 Pfennig.— Marktzeit von 7 bis 1 uhr. eh. Bingen, 9. Juli. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mf. 60,00, Gerste Mk. 00, 00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mt. 0,00, Stroh Mk. 5,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen 00,00 Weißmehl Mk. 45—00, Roggenmehl Mk. 38,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,30, Milch 1 Liter 23 Pig., Eier 10 Stück Mk. 1.50. ch. Nieder⸗Jugelheim, 9. Juli. Kirschen 18—32 Mt., Stachel beeren 18—23 Mk., Johannisbeeren 18—22 Mk., Aprikosen 40 bis 70 Mk., Pfirsische 55— 70 Mk., Frühbirnen 16—25 Mk., Frühäpfel 22 Mk. der Zentner.— ch. 2„ 9. Juli. Buschbohnen 22— 23 Mk., Süß⸗ kirschen 17—20 Mk., Sauerkirschen 2230 Mk., Johannisbeeren 15—16 Mk., Stachelbeeren 16 19 Mk., Himbeeren 3500 Mt., Frühbirnen 14—16 Mk., Aprikosen 40—50 Mk. der Zentner. fe. Fraulfurt a.„ 9. Juli. Auf dem hentigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren. eh. Bühl(Baden), 9. Juli. Kirschen 17—25 Mk., Stachel ⸗ beeren 20—23 Mk., Johannisbeeren 18—19 Mk., Pfirfiche 80 bis. 90 Mk., Heidelbeeren 25—00 Mk., gelbe Frühpflaumen(Spillinge) 30—40 Mk., Pflaumen 32—35 Mk., Aepfel 25 Mk., Birnen 25 bis 50 Mk. der Zentner. FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 9. Juli. Auftrieb: 136 Rindern(darunter 14 Ochsen, 16 Bullen, 106 Kuͤhe), 105 Kälber, 1 Schaf, 98 Schweine. Bei langsamem Geschäft mit gleichen Preisen wie am 5. Juli wurde der Auftrieb geräumt. Briefkasten der Redaktion. (Anouyme Aufragen bleiben uuberücsichtigt.) L. M. 100. Der betreffende Paragraph lautet: Auf Grund des vom stellvertretenden Generalkommando festgestellten Bedarfs be⸗ — 2 welche Jahresllassen zunächst zu nrustern und aus⸗ e Meteorologssche Beobachtungen der Station Sießen. ene Jul ES f S S 3 8 252 us S„ e e S e 415 f 3 5 8 2 2— 8.— 9 2% 7508 20,4 9,5 53 Ww 2 8s Sonnenschein 9. 974 749,6 16,9 10,4] 72 WNW 2 9 Bew. Himmel 107, 748,1] 15,5 99 76 NNW 28„ 5 Pöchste Temperatur am 8. bis 9. Juli 1915 J 20,9 0. Niedrigste„ d.„ eee Niederschlag: 0, mm. — 1 Letzte Nachrichten. Auszeichnungen v. Breitenbachs und Havensteins. Berlin, 9. Juli. Die juristische Fakultät der Berliner Uni⸗ versität hat dem Minister der öffentlichen Arbeiten von Brei⸗ tenbach und dem Präsidenten des Reichsbankdirektoriums Ha⸗ venstein die juristische Doktorwürde honoris causa verliehen, um die Verdienste der beiden Staatsmänner um die Herstellung und Erhaltung der verkehrstechnischen und finanziellen Kriegsbereit⸗ schaft zu ehren. Die Ifsonzoschlacht. Lugano, 10. Juli. Die ungeheuren Verluste der Italiener an der Isonzofront werden von der hier ange⸗ kommenen Familie eines italienischen Offiziers bestätigt. Hier⸗ nach verloren allein die hier ins Feuer geführten 20 Kompagnien militärisch organisierter Zollwächter 90 Prozent ihrer Mann⸗ schaften. Der General, der das aus hervorragenden Mannschaften bestehende, aber im modernen Kriege ganz ungeschulte Korps ins Verderben trieb, erhielt eine Arreststrafe. 5 Sofia, 10. Juli. Die schwere Niederlage der Italiener an der Isonzofront rief in Sofia großes Staunen und allgemeines Aufsehen hervor, wiewohl die Schlagkraft der Italiener hier nie⸗ mals überschätzt worden ist. Das Blatt„Kambana“ sagt: Italien hat vor sechs Wochen einen von allen anständigen Men⸗ schen verurteilten Krieg begonnen. Jeder Mensch, der ein Ge⸗ wissen hat, verdammt diesen Verrat. Nachdem die italienische Heeresleitung die ganze Welt mit ihren, die schlechte Witterung sckildernden Kriegsberichten unendlich belustigte, habe sie sich zu. ernster Arbeit entschlossen mit dem Erfolg, daß sie vier Armee⸗ korps opferte. Wieder lache Eirropa, denn die abessinische Historie wiederhole sich: Die Italiener laufen! Die Haltung Rumäniens. i. Köln, 10. Inli. Laut einem Telegramm der„Köln. Ztg:“ aus Bukarest veröffentlicht der bekannte, angesehene Gene⸗ ral Mustazza im„Universul“ einen aufsehenerregenden Artikel. worin er der deutsch⸗österreichischen Führung ein begeistertes Lob ausspricht. Ein Vorgehen Rumäniens an der Seite des Vierver⸗ bandes würde der helle Wahnsinn sein und müßte Rumä⸗ niens Heer und Volk der Vernichtung zutreiben. Das tapfere Heer verdiene es nicht, daß ihm in den Karpathen ein Grab bereite werde.— Diese Ausführungen sind auch inßofern richtig, als sich Mustazza im Feldzuge gegen Bulgarien besonders ausgezeich⸗ net hat. Ein Bergwerksunglück. Kölm, 10. Juli. Ein schweres Grubenunglück, bei dem vier Bergleute den Tod fanden, ereignete sich heute auf der Zeche Ma⸗ thias Stinnes in Brauck bei Gladbeck. Beim Einsturz eines Gewölbes auf der sechsten Sohle wurden fünf Bergleute ver⸗ schüttet, von denen nur einer lebend geborgen werden konnte. —— Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Jahrelange Schmerzen waren in 3 Tagen verschwunden. Herr E. Kelch, Hagen schreibt:„Ich leide schon 1 an Rheumatismus und Blasenleiden und konnte vor lauter Schmerzen kaum noch austreten. Da ich mir schon öfter alle möglichen Mittel batte kommen lassen, welche oft sehr teuer waren und rein gax nichts geholfen hatten, kaufte ich mir eine Packung Togal, denn ich sagte mir: wenn es nicht hilft, dann ist nicht viel verloren. Das Resultat war so überraschend, das ich es selbst kaum glauben konnte. Schon nach dem Gebrauch von 2 Tabletten konnte ich ehen und am nächsten Morgen konnte ich wie seit langen Jahren fert und unbehindert auftreten. Heute, am dritten Tage, fühl, mich am ganzen Körper trotz des miserablen Wetters so woh daß es eine Freude ist. Ich kann daber Togal allen Leidens⸗ gesährten sebr warm empfehlen.“ Ahnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche nicht nur bei Rheumatismus, sondern auch bei Kopfschmerzen, Hexenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Jufluenza gebrauchten. 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Juli 1915: — vereinzelte leichte Niederschläge, etwas kühler, westliche inde. Ludwigstr. 40. rar Sent e 2 5 e 7 Anerk.“ nur iu Kartons Zitronen ⸗ Drops e de engen 1 wogen Ind potch. Drog. empfiehlt 15817 E. Karn, Gebr. Michel Neboboaagendads dss Nac. 2 8 e, Wee A. Schäfer, W.Schra- Aug. Seip, Seltersweg 22. der. C.. 94% WW 8 Togal LI EU Versanoͤ: Gusstav Gtrieboll. Bas Galz brunn i Gehles — SEM v,., 6 Seit Jahrhunòerten aʒtlick veroronet bei- ber Atmungs- unò Beroauungsorgane- „ 5—.—.—.— 5 ——. — —.— Oberbrunnen bel. Ralarrhen Besono ers bei Infiu — 5 ———.— Sefonders bei Jog en der ——— 8 5 9 N Sannunle kglebem, 0905 8 N ahnlinle Frledberg- 5 J N Nidda; von Frankturt a. M. in 5 4 7 2 2 Std., von Giessen in 1 Std., von 5 Selnhausen in 1 Std. zu erreichen. 2 5 E Solbad in staatlicher Verwaltung. 3 3 . Kochsalz-, Litblum-, Stahl- u. Schwefelguelsen 4 3 F erricher Park und Wald, ruhige Lage. Art. 4 2 Orossherzogliche Dade direktion. 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