Ur. 154 Der Sleßener Anzeiger scheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Famlltenblätter; imal wöchentl. Kreis- für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen 4-Anschlüsse: r die Schriftleitung112 a Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzelger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen notationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 3. Juli 1015 VBezugs pre. monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. aussch' Bestellg. Zeilenpreis: lotal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. der Vormarsch gegen die russische Weichsellinie. Ein Erfolg der Armee des deulschen Kronprinzen. cr.) Großes Hauptquartier, 2. Juli. Amtlich.) 5 5 Westlicher Kriegsschauplat. Ein nächtlicher Angriff auf unsere Stellungen westlich von Souchez wurde abgewiesen. Im Westteil der Argonnen hatten Teile der Armee Sr. Kaiserl. Hoheit des Kronprinzen einen schönen Erfolg. Die feindlichen Gräben und Stützpunkte nordwestlich von Four de Paris wurden in einer Breite von drei Kilometern und einer Tiefe von 200 bis 300 Metern von würt⸗ tembergischen und reichsländischen Truppen erstürmt. Die Beute beträgt: 25 Offiziere, 1710 Mann Gefangene; 18 Maschinengewehre, 40 Minenwerfer, eine Revolverkanone. Die Verluste der Franzosen sind beträchtlich. In den Vogesen nahmen wir auf dem Hilsenfirst zwei Werke. Rückeroberungsversuche des Gegners wurden abgewiesen. An Gefangenen fielen drei Offiziere, 149 Mann in unsere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. 5 Südöstlich Talvarja wurde dem Feind nach heftigem Kampfe eine Höhenstellung entrissen. Dabei mach⸗ ten wir 600 Russen zu Gefangenen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nach Erstürmung auch der Höhen südöstlich von Kuro⸗ stowice(nördlich von Halycz) sind die Russen auf der ganzen Front in Gegend Mariampol, nördlich Firle⸗ so w, zum Rü dzug gezwungen worden. General v. Lin⸗ singen folgt dem gesckhlagenen Gegner Die Beute erhöhte sich bis gestern abend auf 7765 Gefangene, dar⸗ unter 11 Offiziere und 18 Maschinengewehre. Die Armeen des Generalfeldmarschalls v. Mackensen haben den Gegner westlich von Zamosz unter andauernden Kämpfen über den Labunka und Porabschnitt zurück an und diesen bereits mit Teilen überschritten. Weiter westlich ist die feindliche Stellung in Linie Turobin— Krasznik—Jozefow(an der Weichsel) erreicht. Die Vorstellun⸗ gen bei Stroza und Krasnik und diese Orte selbst wurden noch gestern abend genommen. Westlich der Weichsel hatten die Russen unter dem Druck des Angriffs die Brückenkopfstellung bei Tarlow räumen müssen. Das südliche Kamiena⸗ Ufer ist vom Feinde gesäubert. Die Truppen des Generalobersten v. Woyrsch haben in erfolgreichen Kämpfen die Russen aus ihren Stellungen südöstlich von Sienno und bei Ilza geworfen und dabei etwa 700 Gefangene vom Grenadierkorps gemacht. 5 Oberste Heeresleitung. *** Daß unsere Front im Westen keineswegs schwach und gefährdet ist, beweist uns der neue, erfreuliche Ersolg, den Truppenteile des Kronprinzen nordwestlich von Four de Paris durch einen Angriff davongetragen haben. Und doch liegt das volle Schwergewicht der deutschen Unternehmungen noch im Osten. Mit einer glänzenden Schnelligkeit hat Mackensen nunmehr das Gros seiner Truppen nach Norden geworfen, und die Russen in Iwangorod sehen schon jetzt 50 Kilometer südlich von ihrer Stellung eine breite Front ihres Gegners sich entwickeln, die sich wagerecht von Jozefow östlich und westlich“ der Weichsel ausdehnt. Auch General⸗ zoberst v. Woyrsch hat glänzend operiert und bildet mit den Seinen an der Seite der aus Galizien herangezogenen Trup⸗ pen eine einzige machtvolle Front. So scheint es uns, als hätte man sich letzthin in Wien geeinigt, vorläufig nicht weiter nach Osten über die russische Grenze vorzustoßen, sondern den in Galizien verbleibenden Heeren es lediglich zu überlassen, die Russen aus den letzten Winkeln des Landes herauszukehren. Gleichwohl ist früher oder später eine Offensive nach Bessarabien immerhin mög— lich, und die interessanten Ausführungen, die wir nach— stehend wiedergeben, sind noch recht zeitgemäß. Einer un— serer Mitarbeiter schreibt uns: Schon in der vorletzten Juniwoche wurde bekannt, daß der russische Generalstab die St Wolhyniens und Podoliens in Kriegsbereitschaft setze, also Südwestrußland für bedroht erachte. Nun kommen aus Czernowitz bestimmte, offenbar auf Wife rische Erkundungen gestützte Mitteilungen, daß die Russen bereits auch den nördlichen Teil Bessarabiens„evakuiert“, die an der Nordgrenze Bessarabiens befindlichen Ortschaften ihrer Bewohner entblößt und diese in das Innere Rußlands geschickt haben. Diese Zwangsverbannung dürfte der Bevölkerung wie eine Erlösung erscheinen. Denn das wohlhabende, von der Natur so reich hedachte Land ist durch den Krieg furchtbar heruntergekommen. Bessara⸗ bien ist nicht mehr die Kornkammer Rußlands. Kraftentfaltung ungeheure Getreidemengen, die besonders den Weg nach Odessa und von hier nach England nahmen, hervor. Bei Kriegsbeginn ging ein sehr beträchtlicher Teil der Getreideernte Bessarabiens nach Odessa, wo sie in den riesigen neuerbauten Ge⸗ treidespeichern verschwand. Von ihrem eigentlichen Verbleib hat man bis heute nichts mehr gehört. Da die zurückgebliebenen Getreidevorräte nicht besonders groß waren, trat bald Getreidemangel ein. Hierdurch wurde ein sehr starkes Anziehen der Mehl- und Brot⸗ 6 hervorgerufen. Dieser Mangen wurde von der Bevölkerung etzter eit immer dringender empfunden, so daß bald ein ver⸗ 1 1 Im Frieden brachte dieses außerordentlich fruchtbare Gebiet ohne besondere bien stark fühlbar. Seuchen verschiedenster Art grassieren un⸗ ter der Bevölkerung. Auch die Errichtung neuer starker Befesti⸗ gungsanlagen in Bessarabien trägt nicht zur Beruhigung der Be⸗ völkerung bei, da man allgemein annimmt, daß die russische Heeresleitung Vorbereitungen trifft, dem Feind im eigenen Lande Schlachten zu liefern und daß die sonst blühende Provinz Bessara⸗ bien von den Schrecken und Verwüstungen des Krieges nicht ver— schont bleiben wird. Soweit die Mitteilungen aus nächster und bester Quelle. Was die„Befestigungsanlagen“ anbetrifft, so hat Rußland aller⸗ dings allen Grund, sich mit der Armierung Bessarabiens zu beeilen. Denn da man die schnelle Wendung des Kriegsglücks in Galizien nicht vorausbedachte, ist zwischen Pruth und Dyjestr nicht allzuviel für die Landes verteidigung geschehen. Die russische Heeresleitung verfügt in Bessarabien zunächst nur über die Festungsgruppe Kischinew— Bendery— Tiraspol. Diese sperrt die Bahnen Odessa.—Jassy und Bendery—Reny. Kischinew, die Hauptstadt Bessarabiens, mit 112000 Einwohnern, liegt in der Niederung und am Hange des Byk, eines rechten Nebenflussctz des Dnjepr. Ihr Umfang beträgt 15 Kilometer. Im Osten und Nordwesten liegen auf mindestens 8 Kilometer Entfernung Höhen des bessarabischen Hochlandes, auf welchem bei Beginn. des Krieges ein moderner Fortsgürtel im Bau begriffen war. Bendery, türkisch Bender, rumänisch Tipie, mit 33 000 Einwohnern, liegt mit der Festung auf einer Stufe des Steppenplateaus am rechten Ufer des Dnjepr. Die alten Festungs⸗ erke sollen noch in gutem Zustande sein. 8 Kilometer von er Wasserfront Benderys entfernt liegt am linken Ufer des Dujepr Tiraspol mit 30000 Einwohnern. Ruinen einer Festung sind vorhanden. Eine moderne Befestigung der Stadt würde die Wichtigkeit Benderys als wirkliche Stromfestung be⸗ trächtlich heben. Pläne haben nach dem Kriege 1877/78 vorgele⸗ gen, sind aber nicht ausgeführt worden. Endlich ist Odessa nach der Landseite gar nicht geschützt. Diese russischen Befestigungen bilden keinen enggegliederten Grenzschutz, wie etwa in Frankreich. Die Zwischenräume der einzelnen Gruppen erschweren gegensei⸗ tige Unterstützung. Ein ernstlicher Widerstand Rußlands setzt vor⸗ aus, daß die teils begonnenen, teils erst projektierten Befesti⸗ gungen einen Abschluß erreicht haben, was doch nicht über jeden weifel erhaben ist. Sollte also auch Bessarabien zum neuen Kriegsschauplatz gehören, so dürfte die Arbeit unserer erprobten herrlichen Truppen bald getan sein, und der Besitz dieses Gebietes: Der Schlüssel zum Schwarzen Meere! würde die Aussicht auf ganz gewaltige Veränderungen und neue Möglichkeiten der Kriegs- führung eröffnen. 1*** Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Juli 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. In mehrtägigen erbitterten Kämpfen haben die ver⸗ bündeten Truppen der Armee Linsingen die Russen aus der sehr starken Gnila-Lipa⸗Stellung abwärts Firlejow geworfen. Der Feind, der in östlicher Rich⸗ tung zurückgeht und auf der ganzen Front der Armee ver⸗ folgt wird, erlitt abermals schwere Verluste: 7765 Mann wurden in diesen Kämpfen gefangen, 18 Maschinengewehre erbeutet. Nördlich anschließend dauern die Kämpfe noch an. Am Dnujestr hnt sich nichts Wesentliches ereignet. In Russisch⸗Polen lämpfen die verhündeten Trup⸗ pen zwischen Weichsel und Bug mit starken russischen Kräften am Por⸗Bach und an der Wyznic z. Unsere Armeen greifen überall an. Westlich der Weichsel griffen gestern unsere Truppen die feindlichen Stellungen bei Tarlow an. Um fünf Uhr nachmittags wurde ein Stützpunkt nörd⸗ lich des Ortes erstürmt. In den Abendstunden arbeitete sich die übrige Angriffsfront bis auf Sturmdistanz heran und brach nachts in die russische Stellung ein. Der Feind ging fluchtartig zurück. In der Verfolgung wurde Jozefow an der Weichsel genommen. Auch aus den Stellungen südöstlich Sienno wurden die Russen zu— rückgeworfen. 700 Mann hierbei gefangen. Italienischer Kriegsschauplatz Gestern wiederholte sich der italienische Angriff auf das Plateau Daberdo. Nach mehrstündiger Vorbereitung durch schweres Geschützfeuer setzten nachmittags und abends meh⸗ rere Infanterievorstöße zwischen Sdraussina und Ver⸗ megliansb ein. Alle wurden wieder unter großen Verlusten des Feindes abgeschlagen. g Vorhergegangene schwächere Angriffe auf einen Teil des Görzer Brückenkopfes und im Krugebiet waren gleichfalls zurückgewiesen worden. Unsere braven Truppen e nach wie vor die bewährten ursprünglichen Stel— ngen. Die Geschützkämpfe dauern an allen Fronten fort. Der Stellvertreter des Chefs des Gene ralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht. Petersburg, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Der Gene⸗ ralstab des Generalissimus meldet: Die Offensive des Fein⸗ des zwischen Wiprz und Bug dauert an. Hier fanden am 29. Juni überaus zähe Nachhutkämpfe auf der Straße Toma⸗ ow Zarewstie und auf den nach Sokol führenden Wegen statt. In Galizien unternahm der Feind im Laufe des 29. Jum und in der ersten Hälfte des 30. Juni in verschiedenen Abschnitten der Front zwischen Kamionka und Halicz hartnäckige Angriffe. Alle Angriffe wurden zurückgeschlagen. Wir fügten dem Feinde große Verluste bei und machten 1000 Gefangene. Dem Feind ge⸗ lang es lediglich in einigen Abschnitten, sich in einer Entfernung von mehreren t Schritten vor unseren Gräben zu halten. äßig nicht unbedeutender Kleinimport von Rumänien uch der Kohlenmangel macht sich in Bessara⸗ RR ne Auf den übrigen Fronten herrscht vollständige Ruhe. 8 n Rußland und Rumänien. Bukarest, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„In⸗ dependance Roumaine“ meldet: Die russischen Behörden haben ohne ernstlichen Grund den angesehenen Galatzer Kaufmann Dumitrescus verhaftet. Das rumä⸗ nische Auswärtige Amt hat sowohl in Odessa als auch in Petersburg Schritte zur Befreiung Dumitrescus wie auch anderer Rumänen, die in letzter Zeit in Rußland ver haftet worden sind, unternommen. Eine Machtforderung der russischen Duma. Berlin, 3. Juli. Ueber eine neue Machtforderung der Duma wird der„Vossischen Zeitung“ aus Petersburg gemeldet: Der Seniorenkonvent der Duma hat fast einstimmig beschlossen, sofort nach Zusammentritt der Duma einen Antrag auf Schaffung eines Landesverteidigungskomitees einzubringen, das die ständige oberste Instanz der Landesverteidigung sein soll. Petersburg, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des„Rußkoje Slowo“. Der neue Minister des Innern kündigte den Pressevertretern gegenüber einen größeren Maklakows sämtliche Gehilfen sollen durch andere ersetzt werden. Die Gehilfen im Ministerium des Innern, von Plehwe und Dehunkowslky, wurden bereits verabschiedet. Vom österreichisch⸗ungarischen Landsturm. Wien, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der für den 15. Juli angesetzte Einrückungstermin für die bei der neuer⸗ lichen Musterung geeignet befundenen österreichischen Land⸗ sturmpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1878 bis 1886 ist auf den 16. August verschoben worden. Die Maßnahme ist zweifellos geeignet, die gesicherte Einbringung der dies jährigen Ernte zu fördern. Russische Rohlinge. Berlin, 3. Juli.(WTB. Amtlich.) Die„Norddeutsche All⸗ gemeine Zeitung“ meldet über Dum⸗Dum⸗VGeschosse bei den Russen: Bei der Gefangenenvernehmung in Johannisburg am 18. Juni 1915 sagte ein russischer Gefangener vom Regiment Poevbraschenski aus: Ich habe gesehen, daß der Offizier meiner Rotte, Oberleut⸗ nant Wansowitsch, von 15 Patronen die Spitze ab⸗ geschnitten und diese selbst verschossen hat. Auch hat er den Soldaten befohlen, das gleiche zu tun. Den Befehl des Offiziers an die Soldaten habe ich selbst gehört; auch sah ich, wie zwei Leute die Spitze abschnitten. Dieses kann ich beschwören. Diese Aussagen hat der Gefangene ohne jeglichen Zwang und ohne jede Beeinflussung freiwillig gemacht. *** Die Beschießung der Umgegend von Dixmuiden. Berlin, 3. Juli. Die Wirkung einer mehrstündigen Be⸗ schießung aller wichtigen militärischen Stellungen der weiteren Um⸗ gebung von Dixmuiden soll sich in den letzten Tagen ver⸗ schiedenen Morgenblättern zufolge in umfassenden Rückwärts⸗ bewegungen der Engländer und Belg ier kundgegeben haben. Die Kunst in Deutsch⸗Belgien. Berlin, 3. Juli. Die hervorragendsten Mitglieder der Kgl. Hoftheater zu Berlin, Dresden, München und Stuttgart werden laut„Berliner Lokalanzeiger“ mit Erlaub⸗ nis ihrer Generalintendantur eine Gastspielreise durch die deutsch⸗belgischen Lande unternehmen und unseren Helden draußen Stunden der Freude und der Erbauung durch die Kunst bereiten. Der französische Bericht. Paris, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Berichk von gestern abend. Im Norden war i nördlich Arras die Kanonade sehr heftig, zerstörte eine unsexer Minen ein Stück der feindlichen Organisgtion. Auf der Aisnefront anhaltende Kanonade. Es wird bestätigt; daß die Deutschen am 30. Juni zwischen der Straße Binar⸗ ville— Four de Paris mit äußerster Kraft und mit der Absicht angegriffen, unsere Verteidigungslinien zu durchbrechen. Unsere ersten Schützengräben konnten nur wegen der durch groß⸗ kalibrige Geschosse angerichteten Verheerungen und wegen der An⸗ wendung erstickender Granaten erreicht werden. dank der Festigkeit unserer Organisation in der zweiten Linie an⸗ gehalten und alsbald durch Gegenangriffe unserer Infanterie zurück⸗ geworfen, die sich auf ungefähr 200 Meter von der von den zer⸗ störten Stücken unserer ersten Linie entfernt liegenden Front fest⸗ setzen. Das feindliche Bombardement dauert an. Heute wurden zwei neue Angriffe durch unsere Artillerie sofort angehalten. Im Gebiete des Aillywaldes, Flireys und im Priesterwald Artillerie⸗ kampf. In den Vogesen wurden nach der Beschießung unserer Front am Langenfeldeskopf und am Hilsenfirst zwei feindliche An⸗ griffe gegen uns vorgeworfen. Sie wurden vollkommen zurück geschlagen. Ein englisches Blatt über die Kriegslage. der Tag verhältnismäßig ruhig, jedoch war Vor Dompierre Falle nrüssen die sein. Denn wenn die Russen in der Stellenwechsel unter den höheren Beamten Rußlands an. Der Feind wurde . 2. 3 3. 2 7 3 1 3 8 8 8 wältigt werden, können sie ihre Linien kaum vor dem Bug neu formieren und die Deutschen werden auf Monate von der Gefahr einer neuen russischen Offensive befreit. Aus dem englischen Unterhaus. London, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Mac Neil(Unionist) fragte, od die Aufmerksamkeit des Staats- sekretärs des Innern auf die Tätigkeit des„Stop⸗the⸗War⸗ Ausschusses“ gelenkt worden sei und ob er Schritte tun würde, um Vorsorge zu treffen, daß diese Personen nicht bei einem Aus⸗ bruch öffentlicher Entrüstung gelyncht würden. Simon erwiderte, die Tätigkeit des Komitees sei unter Beobachtung gestellt und Ge⸗ walttätigteiten würden strengste Unterdrückung finden. Mackin⸗ son Wood bejahte auf eine Frage hin, daß die Observatorien Instruktionen erhalten hätten wegen Nichtveröffent⸗ lichung aller Wettervoraussagen und Wetterberichte. Dal ziel sprach den Wunsch aus, daß die Regierung häufiger Nachrichten über die Kämpfe an den Dardanellen ausgeben möchte. Mark⸗ ha m fragte, ob es die Politik der Regierung wäre, dem Lande Nachrichten dorzuenthalten, die dem Feinde wohl bekannt wären und die die Engländer eine Woche später in den amerikanischem Blättern lesen 0 a sei Kitchener. Die Zeitungskorrespondenten dürften nur Berichte über das Wetter senden; Kitchener dürfe Engländer nicht wie Derwische oder Fellachen behandeln. John Simon antwortete, eine Zensur sei notwendig und führte einen Fall an, in dem eine scheinbar harmlose Nachricht von den Deutschen militärisch benutzt worden sei. Die amtlichen deutschen Funkennachrichten würden zensiert, da sie regelmäßig vollständig unbegründete Nachrichten über England, über die Haltung des Landes im Kriege usw. enthielten, um sie, wenn sie in der eng⸗ lischen Presse abgedruckt würden, als eine Meinung englischer Zeitungen in neutralen Ländern zu verbreiten. Simon forderte das Haus auf, den militärischen Führern zu vertrauen. Wenn die Nation das nicht täte, sei sie unfähig den Krieg zu führen. Ein neuer Bericht über die Dardanellen werde bald folgen. London, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Eine Zuschrift an die„Westminster Gazette“ besagt: Nicht Wehrpflicht ist nötig, um die ju Deute zum Eintritt in die Armee zu veranlassen, sondern einfach eine höhere Löhnung. Die jungen Leute lassen sich nicht für einen Schilling Tagessold anwerben. Die Eltern tun alles, um ihren Sohn daran zu hindern. Er kann ihnen höchstens 3¼ Schilling wöchentlich zuschießen, während die Soldatenfrauen ein Pfund wöchentlich erhalten, es also besser haben, als jemals vorher. Man zahle dem Unverheirateten ein Pfund wöchentlich, und er wird in die Armee eintreten. Die Zuschrift bezeichnet es als eine Schande, daß Englands Regierung und —— die pekuniäre Seite des auskömmlichen Lohnes für die daten außer acht lassen. Das könne jedermann hören, der dritter Klasse auf der Eisenbahn fährt. ** * Der italienische Bericht. Rom, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Generalstabs⸗ bericht vom Donnerstag: 3 5 Im Tonalegebiet eröffnete unsere Artillerie das Feuer gegen die Stellungen bei Monticello und Sacca rand, wobei sie feindliche Abteilungen zerstreute, die mit Organisations⸗ arbeiten für die Verteidigung beschäftigt waren. Im Padoatale beoba Ofstzierspatrouillen, die wagemutig am Seftofel vor⸗ drangen, daß der Feind Schanzarbeiten mit Unterständen vorbe⸗ reitete. Unsere Artillerie bestrich diese Arbeiten wirksam. In Kärnten unternahm der Feind kräftige Nachtangriffe gegen unsere Stellungen vom Monte⸗Croce⸗Paß und am kleinen Pol, wobei er Leuchtraketen und Scheinwerfer in Anwendung brachte, mit erstickenden Gasen schleuderte. Er wurde au zurrückg Wir zerstreuten durch unser Ar⸗ Feinde, die sich auf der Nordseite des Frei⸗ kofels, am großen Pol und auf dem Sattel des Bom basch⸗ tales eingerichtet hatten. Wir nahmen mit guten Ergebnissen das Feuer gegen das Henselfort wieder auf. Am Ende des Re⸗ siatales wurde die wichtige Stellung von Baniska Sted⸗ nai, welche die Plezzoniederung beherrscht, fest von uns besetzt. Im Isonzoabschnitt wird der Vormarsch un⸗ —.— n 5275 1 3 8 angsam fortgesetzt, m es ist no i egner ne Scl fur Serin 7 imtredben, uud wege, Fs Gegenangriffe zu organisieren Andauernde Regenfälle er⸗ höhen die* unseres Vormarsches und verwandeln die engräben in Schlammbäche. Vergangene Nacht versuchte der Gegner gleichfalls, durch wiederholte, aber vergebliche Angriffe, uns einige Stellungen zu entreißen, die wir erobert hatten. Die Unternehmungen feindlicher Flieger dauern an und sor⸗ dern auch Opfer unter der Bevölkerung. Unsere Flieger bombar- dierten wirksam Truppenkolonnen und Transporte bei Oppachial⸗ sella und am Bahnhof San Danielo. Stockholm, 2. Juli.(WN. Nichtamtlich.) Das„Svenska zaghladet“ macht sich darüber luftig, daß inner etwas ben ita lienischen Operationen am Isonzo oder anderswo i m Wege stehe. Bald seien es nach den italienischen amtlichen Be⸗ richten ungünstige atmosphärische Verhältnisse, bald seien es Un⸗ wetter. Wie auch immer die Luftverhältnisse in den Alpen seien, niemals entsprächen sie den Wünschen der italienischen Heerführer und Soldaten, die auf diese Weise von ihrer Tapferkeit nicht freien Gebrauch machen könnten. Das Blatt stellt fest, daß jetzt nach fünf Wochen die Lage am Isonzo wenig anders sei, als am ersten Tage des italienischen Krieges. Berlin, 2. Juli.(Priv. ⸗Tel.) Die Wien: Der„Wiener Reichspost“ Prälaten des Heiligen Stuhls erung die Einberufung als ei ten. Auch der Merry del Val Soldat einzurücken. Salandra im Hauptquartier. Rom, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenzia Stefani“. Ministerpräsident Salandra hatte bei seinem zweitägigen Aufenthalte mehrere Unterredungen mit dem Hönig, Cadorna und General Porro. Es werden mehrere ge⸗ troffen werden betreffend die Zivilverwaltungsbehörden, welche auf die Kriegsführung Einfluß haben können. Der albanische Zankapfel. Zürich, 2. Juli.(WTS. Nichtamtlich) Die„Neue Zürcher Zeitung“ vernimmt, daß eine gemeinsame Note des Viererverbandes an Serbien und Montenegro wegen der Aktion in Albanien bevorstehe. Berlin, 3. Juli. Die Verhandlungen des Vierverbanbes wegen der Teilnahme Italiens an der Dardanellen⸗ aktion stocken angeblich, weil Italien als Lohn den Besi .— i hn sitz von „B. Z.“ meldet aus zufolge haben z wa nz ig von der italienischen Re⸗ . nfache Soldaten er⸗ frühere Unterstaatssekretär Kerdinal erhielt den Befehl, sofort als einfacher 0** Lon st Mr dacbenmlih) Berich onstantinopel 2. Juli.(WTB. Ni) Beri A An der Kaukasus front nehmen die K in ber Gebirgsgepend an der Grenze für uns einem gen Verlauf. Der end hat in den letzen impfen. die ich am rechten Flügel entwickelten, mehr als 600 Tote, darunter —— 2.5 j darunter ei 1— men 2 i f, ruffiger eibaten zu Geß 1 der Dardanellen front sand am 29. eine Juni an der Norbgruppe von Ari Burnn HMoß eine i Beschie sutt. An ber dei Sede lahr Fend der— den ganzen Tag. Jeind wollte unseren rechten Flügel um⸗ zingeln und 5 72 Schuhe ir indie einen Angriff. brachten indliche Absicht könnten. Ein Maun, der die Nachrichten anhielte, im Hauptquartier f n J. Juli schlugen wir an der Nordgruppe von Ari Burnu feindliche Angriffsversuche gegen unsere Verschanzungen im Zentrum blutig ab. Unser rechter Flügel ging zum Gegenangriff über und entriß dem Feinde zwei hintereinanderliegende Neihen Schützengräben. In derfelben Nacht unternahmen an der Südarumpe von Seddaüll Bahr unsere Truppen einen Gegenangri gegen den linken Flügel des Feindes. Die Schlacht dauerte die ganze Nacht an. Unsere Truppen drangen in mehrere feindliche — ein* setzten den— 7 8—* ämpfe t. Die Schlacht endete erst bei Sonnenaufgang. Am 30. Juni dauerte der Nampf an unserem rechten und linken Flügel der Südgruppe bei Sed ill-Bahr von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags. Diese Schlacht, die an jedem der beiden Flügel mit An⸗ griffen unferer Truppen begonnen hatte, verlief sehr günstig für uns. Unsere anatolischen Küstenbatterien nahmen erfolgreich an den Kämpfen der Südgruppe teil und beschossen mit sichtlicher Wirkung die Lager und Artilleriestellungen des Frindes. Eines 2 1 Flugzeuge überftog Sedd⸗ül⸗Bahr und warf dort Bom⸗ ben ab. An den anderen Fronten nichts von Bedeutung. Aufruhr in Indien? Berlin, 3. Juli. Nach neueren Meldungen aus Indien wächst dort die Bewegung gegen England. In Lahore haben sich indische Truppen der Ueberführung nach Europa widersetzt. Sie haben, wie der„Berliner Lokalanzeiger“ aus Konstantinopel erfährt, ihre Offiziere ermordet und sind aus den Kasernen ausgebrochen und in die Provinz ent⸗ kommen, wo viele Regierungsbeamte getötet wurden. Die Stimmung in Aegypten. Berlin, 3. Juli. Aus Kairo ist, wie die„Vossische Zeitung“ berichtet, auf Umwegen an eine hochstehende Persönlichkeit in Konstantinopel ein Bericht gelangt, wonach die Engländer allen Grund haben, wegen dev Stimmung der Be⸗ völkerung besorgt zu sein. . Der Seelrieg. Berlin, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldun⸗ gen aus Kopenhagen behaupten alle letzten Depeschen aus London über den Unterseeboots 1 dieser habe seinen Charakter gänzlich verändert. Die deut⸗ schen„U“ Boote tauchten jetzt stets zum Anhalten der Schiffe auf und versenkten sie erst nach gründlicher Untersuchung. Wie wir von zuständiger Stelle hören, ist diese Nachricht unzutreffend. Sie bedeutet nichts weiter als einen recht durchsichtigen Versuch, die allmählich recht gedrückt gewordene Stimmung im englischen Publikum dadurch zu heben und seine Neigung zur Zeichnung der neuen Kriegs⸗ anleihen zu fördern. London, 2. Juli.(WTB. Nichtanttlich.) Reutermeldung. Der belgische Fischdampfer„Président Sievens“, der sich in der Nachbarschaft befand, als der„Armenian“ torpe⸗ diert wurde, nahm fünf Boote voll Seeleute auf. Der Kapitän des„Armenian“ erklärte, das[U-Boot gab uns das Zeichen an⸗ zuhalten, dadurch, daß es eine Anzahl Schüsse über unsern Bug abfeuerte. Ich war vier Meilen voraus und dampfte weiter. Wir wurden jedoch sortwährend beschossen. Die Granaten töteten meh⸗ rere Mann, andere wurden über Bord geschleudert. Es war eine 1 Jagd, aber wir wollten uns nicht ohne Kampf er⸗ geben. (Warum der Hand.) Courant“ schreibt über die Versenkung des Dampfers„Ar⸗ menian“: Das Schiff trachtete nach dem Bericht des Reuterschen Bureaus zu entkommen und verscherzte sich damit nach dem Völkerrecht seinen Anspruch, angehalten und unterfucht zu werden. Der Bericht des Kapitäns bestätigt das. Seine Erzählung klingt mehr wie der Bericht über eine Schlacht zwischen Kriegsschiffen. als wie von der Aufbringung eines Handelsfahrzeuges. Wenn das Umkommen amerikanischer Matrosen in Amerika Entrüstung hervorruft, so follten diese sich in erster Reihe gegen den Kapitän des Dampfers richten, der sich zum Widerstand entschloß. London, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich)) Wie Lloyds Agentur aus Lizzard meldet, sind die britischen Dampfer Caucasian“(4656 Tonnen) und„Inglemoor“(4331 Tonnen) 82 früh von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzungen wurden in Falmonth gelandet. Nach einer weiteren Lloydmeldung aus Crouchend ist der britische Schvoner„L. C. Tower“, von Parrsborough nach unterwegs, torpediert worden. Neun Mann der Besatzung wurden von einem Fischdantpfer und gestern nach Crookhaven gebracht. 1 1 2.— „Lightning“, nachts durch schädigt wurde, liegt jetzt im Hafen werden vermißt. be⸗ Vierzehn Wan per Besatarng nach Queenstown 0 an der frischen Kite Ber fen Ft langen n worden. Die Aus Hessen. Das Brotgetreide der bevo Die Abgg. Uebel, v. Brentano haben in der Zweiten Kammer Die Zweite Kammer wolle beschli zu ersuchen, bei der Beschl des Brotgetreides der die Vorräte möglich st am Ort der Erzeugung die sich ergebenden Ueberschüsse ung an Bedarfsgemeinden,. Jentralverteilungsstelle dur e dn Aus dem Reiche. Wühler in der sozialdemotratischen Partei. und Genossen n Antrag gestellt: dem Kommmmal⸗ Ueber⸗ welsung um die stellen e in Kreu, gruß. Die Heimat wird der (WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe gefüll Austausch Gefangener aus England. 3 Aachen, 2. 50(WTB. Nichtamtlich.) Gestern nach⸗ mittag gegen 2 Uhr trafen, aus England kommend, 187 Austauschgefangene mit dem La, de ent Sen eee deen Haegef leder achen herrli ückten lac ein.— Heer n 125 5 tär⸗ un ivi örden, i iziere, die Geist keit und der Vorstand des 1 g i greifend war die Begrü schaft Zurückkehrenden, insbesondere der Schwerverwun⸗ deten und Invaliden. Vor Beginn des Festmahls hielt der Garnisonskommandant, Generalmajor Bigge, eine An⸗ sprache. Er bewillkommnete die in die 3 Zurückkehren⸗ den und verlas folgendes, von der aiserin einge⸗ troffenes Telegramm: Neues Palais, 30. Juni. Den tapferen Streitern, die heute deutschen Boden ersten Male wieder 1 ich herzlichen r sein eic 8 9 die Wunden eilen, die der Krieg geschlagen ö ießlich brachte er ein von den Ae e brausend 3 8 ö auf das Kaiserpaar aus. Nach dem Austauschgefangenen in das von den der Stadt großherzig 25 5 deten-Erholungsheim ge racht. Auf dem waren die Austauf. genen in i wobei jedem Insassen des Zuges ein reicht wurde. K München, 2. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, ist König Ludwig zu preußi Feld marschal ern ee 3 171 mit dem Tagcs bericht act 77 5 auch Sonntags · Bczugsyrcis v0 g. monat lich. Im einzetocrkauf 5 Fig. durch uit Nustrager und in der scschastsneuc acs der 2 Reichsstelle in Berlin ——— der Sta„ sprach ee in Neuen ittenber und Re⸗ in die eine reiche Fülle in sinniger Weise stitute verdanke die Verwaltung ungeheuer viel dem Gebiete der Kriegsernährung, bei der sowohl g unserer e stoffe geboten sei . rungen, indem er leich die Ernährung stizzterke, die ur eine kräftige Loßß d 1 vol e den— eine Zu⸗ — seien. 25 i 1 die Darl der physiologischen, berchen er nz hygieni⸗ schen geen die im 2— zu alten Eß⸗ *. würden 6 1 Kabe Lengfisch(Seegal) ˖ i 5 im Verarbei dur Dauerwure ein enschaftlich und empirif einfache und zeitkürzende Formen der Zubereitun wählen. Vieles Problem E gelöst betra. Der Klippfisch und Salzsisch dürfen als eigentliche Kriegsfische gelten; denn sie ergeben reines Fleisch fast ohne Rück⸗ stände, sättigen bei richtiger Behandlung, nämlich beim Ver⸗ tochen mit Kartoffeln oder Gemüse irgendwelcher Art, wie Kohl, Rüben, Erbsen oder auch Reis, Makkaroni usw. genau so wie 2. erfrischen und erhalten den Körper kräftig und beweglich, sind ergiebig, gestatten abwechslungsreichen Tisch mit geringen Mitteln, sind wohlfeil, da sie kochfertig für 40— 45 Pfennig das Pfund in den Handel kommen und ein viertel Pfund für die Sättigung eines Erwachsenen lin Verbindung mit Kartoffeln oder Gemise) ausreicht, be. anspruchen wenig Arbeit, wenig Zeit und wenig erung und fördern unsere gesundheit. Herr Dr. Witten erg be⸗ legte diese Ergebnisse im einzelnen durch Erlä der wissenschaftlichen Gründe, welche durch die 3 r ee IN 5 Gelegenheit, viele Mißbräuche und Irrtümer zu kennzeichnen, durch die noch die Fischkost beeinträchtigt werde 10 7 8 So habe sich die weit verbreitete Annahme, daß— ein Fisch⸗ gift gebe, als falsch erwiesen. So sei die Abneigung gegen die ommerliche Seefischkost unbegründet; die Kriegsfische würden urch die warme Witterung kaum beeinflußt u. ähnl. Der Redner schloß mit einem warmherzigen Appell an die vaterländische Pflicht jedes Einzelnen, alten, dabei ge⸗ sundheitsschädigenden Gewohnheiten, wie sie beim Ueberragen der Fleischkost eingewurzelt seien, zu entsagen, wenn es er⸗ forderlich sei, unser Warmblüterfleisch für unsere Kranken, Schwachen und Verwundeten aufzusparen, da die Fleischkost in jeder Hinsicht voll durch Fischkost ersetzt werden könne, und wies der Wissenschaft die schöne Aufgabe zu, auf diesem Wege auch weiterhin der Bevölkerung neue, praktisch bedeutsame Wahrheiten zu enthüllen. Der gehaltvolle Vortrag, auch red⸗ nerisch ein Meisterwerk, hielt die Zuhörer in atemloser Span⸗ nung und fand außerordentlich starken Beifall. * N Nachmittags war dem großen öffentlichen Vortrag eine praktische Erprobung des Gesagten in— 1 schule vorausgegangen, zu der in erster Linie in den ver⸗ schiedenen Kriegs⸗ und T tätige oder zur Mitarbeit an der hrung in diesen Fragen be⸗ rufene Damen geladen worden waren. Auch dort hielt Herr Dr. Wittenberg einen kurzen Vortrag über das nicht neue, aber noch der Popularifierung bedürftige Volls⸗ nahrungsmittel; besser als alle Worte überzen aber dann teten n davon, daß wir in Klipp⸗ und Salzfisch tatsächlich Bereicherungen unseres Kriegsspeisezettels zu erblicken haben, die jeder Hausfrau die Möglichkeit geben, mit wenig Geld und Mühe bei Tische Ehre einzulegen, eine Tatsache an der manche schon klein⸗ mütig zu verzweifeln begann. Unter den geschickten Händen der Schülerinnen des Alice⸗Vereins und unter persönlichster Leitung des Vortragenden formten sich aus dem KFisch— wie man analog anderen Vorbildern zu sagen gedrängt ist— Dinge und ichte, die manchem in derlei Angelegen⸗ heit weniger erfah Gemitt bis dahin als Unmöglich⸗ keiten gegolten n. In Pudding⸗, Brei⸗, Kloß⸗ und Mischgericht⸗FJorm Fisch, Kartoffeln, Mohrrüben, Reis, Sauerkraut usw. harmonische mit einander ein. Bald wurden denn auch die Kostproben rundgereicht, und vor dem gewiß sacheen er digen Kollegium bestanden die Gerichte, so fremd sie man⸗ chen Zungen(man denke: Sauerkraut mit Fisch durcheinan⸗ der gekocht!) auch sein moe n, in größten Ehren. Der beste⸗ . 5 für die igkeit und Güte des Gebotenen war wohl die Tatsache, daß man sich ohne sonderliche Schwierigkeit durch die stattliche Anzahl von Fischgerichten E sechs oder sieben— durchessen konnte und dennoch dem letzten, appetitlichen Fritandellen, noch das Prädikat„ganz ausgezeichnet“ zu geben vermochte. Auch aus dieser wohl⸗ gelungenen 3 jeder das Gefühl mit nach Hause genommen haben, daß im Schoß der Küchenkunst noch allerhand daurbare Möglichkeiten schlummern, den Eng⸗ ländern eine Nase zu drehen. Man nruß es eben mur richtig ee e eee e gierung 5 in genommen hat. ö Das Eiserne Kreuz wurde verliehen dem Leut⸗ ee 1 gt. 26 ee 3 aus Gießen und dem Techn Heinrich amm von hier, Offtzier⸗ Stellvertreter und Führer einer leichten Minenwerfer⸗Ab⸗ teilun 1 Tapfere 116er Landwehrleute. Vier Land⸗ wehrleuten vom Landw.⸗Inf.⸗Kegt. 116, die sich durch eine besonders tapfere und schlossene Tat ausgezei haben, wurde im Divisions befehl die besondere An⸗ erkennung des Kommandeurs ausgespr. Unter den Vieren befand sich auch Off. Stellv. F. Niederhausen aus Gießen, der bereits das Eiserne 2. Klasse besitzt. Eine weitere Würdigung der Leistungen der Leute hat sich 18 der Kommandeur vorbehalten. g* Der Ortsgewerbeverein hält am Montag abend im Gewerbehaus(1 Treppe hoch) seine diesjährige Hauptversammlung ab, die sich im n mit der Kriegsbeschädigtenfürsorge beschäftigen Die Feuersirenen werden am Montag vormit⸗ V N e Kreis Büdingen. -m. Selters, 3. Juli. Heute früh wurden zwei hie⸗ sige Einwohner auf einen aus dem Walde kommenden Mann aufmerksam und da er ihnen verdächtig erschien, zumal er lein Deutsch verstand, nahmen sie ihn fest und brachten ihn auf die Bürgermeisterei. Durch einige auf dem Hofgut be⸗ schäftigte polnische Arbeiter konnte dortselbst herausgebracht werden, daß der Festgenommene ein seit mehreren Tagen aus dem Gefangenenlager in Worms ausgebro⸗ chener Russe ist. Nach seiner ziel⸗ und planlosen Wande⸗ rung, die ihn sehr heruntergebracht hat, wird er nun wieder nach dem Gefangenenlager zurückgebracht werden. Kreis Wetzlar. e. Salzböden, 2. Juli. Vizefeldwebel Lehrer Karl Schreiner aus Salzböden, 2. Marine ⸗Inf. Regt, ist mit dem Eiser nen Kreuz ausgezeichnet worden. ben e Hessen⸗Nassau. 8. Marburg, 2. Juli. Der Marburger Kirschen⸗ markt bildet von jeher einen Festtag für die ländliche Jugend. Auch heute waren die Straßen und Gassen der Stadt von Scharen Kindern der umliegenden Ortschaften in ihren malerischen Trachten belebt. Für das Pfund Kirschen wurden durchschnittlich 35 bis 45 Pig. bezahlt.. d. Dillenburg, 2. Jull. Die Stadtverordneten genehmigten zur Förderung deb Bestrebungen der Jugendwehr den Betrag von 300 Mark. Ww. Weilburg, 2. Juli. In der letzten Stadtverord-⸗ netensitzung wurde auf die Belastung durch die Einquar⸗ tierung bingewiesen. Der gezahlte Verpflegungssatz(1,20 Mk. pro Tag) stehe in keinem Verhältnis zu den Preisen für Lebens- mittel. Es wurde eine Unterstützung bezw. Beihilfe durch den Kreis angeregt. 0. 1 7 —B= ,, Märkte. Gießen, 3. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete. Butter das Pfund bei Landwirten 1,40 bis 0% Pik. bei Händlern 1,50—0,00 Mk.: Hühnereier das Stück 15 und 16 Pfennig, 2 Stück 00 Pig. Enteneier 1 Stück 0 Pfg. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0—0 Pig., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pig. Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00— 2,00 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mt., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,20—1,24, Rind⸗ fleisch das Pfund 100—120 Pfg., Kuhfleisch 100—120 Pfg., Schweine fleisch das Pfd. 1,56—0,00 Mk., Kalbfleisch das Pid. 110— 114 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 96—110 Pig; Kartoffeln 100 Kilo 11,00—12,00 Mk. Milch das Liter 24 Pfg.: Aepfel das Pfund 20—30 Pig.: Nüsse 100 Stück 60 Pig. Spargel 1. Sorte 50—00 Pig. das Pfund, 2. Sorte 00— 00 Pfg. das Pid.; Kopfsalat 8 bis 10 Pfg.; Bohnen 30—35 Pig. das Bid. Erbsen das Pfd. 30—35 Pfg.; Kirschen 30—35 Pig. das Pfd., Erdbeeren 00—00 Pfg. das Pfd. Heidelbeeren 1 Liter 4650 Pfg., Johannisbeeren 25 Pfg. das Pfund. Gurken, große, 30—50 Pfennig.— Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. ch. Bingen, 2. Juli. Marktpreise. Welzen Ml. 00,00, Korn Mk. 00,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weiß mehl Mk. 41—50, Roggenmehl Mit. 35,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,10, Milch 1 Liter 23 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.60. te. Frankfurt a. M., 2. Juli. Auf dem heutigen Heu⸗ und Strohmarkt war nichts angefahren. ch. Obst⸗ und Gemüsemärkte. Am 2. Juli erzielte in Nieder ⸗ Ingelheim der Zentner Kirschen 18—35 Mk., Erd- beeren 40 Mk., Stachelbeeren 16—21 Mk., Johannisbeeren 16—22 Mk., Nüsse 9 Mk., Frühbirnen 30 Mk., Himbeeren 30—35 Mk.; in Heidesheim der Zentner süße Kirschen 20—30 Mk., sauere 26 bis 30 Mk., Johannisbeeren 18—20 Mk., Stachelbeeren 20—22 Mk., Himbeeren 40 Mk., Buschbohnen 20 Mk.: in Buhl(Baden) der Zentner Kirschen 15—26 Mk., Johannisbeeren 18— 19 Mk., Heidel- deeren 30—32 Mk.; in Wolfenbüttel der Zentner Rhabarber 6 Mk., Spargel 20—50 Mk., Erdbeeren 50 Mk., Kirschen 85 Mt., 100 Bund Lauch 10 Mk., Zwiebeln 5 Mk., Mohrrüben 15 Mi., 100 Liter Stachelbeeren 40 Mk., neue Kartoffeln 20 Mk., Feldbohnen 15 Mk., Bohnen 12,50—15 Mk., Johannisbeeren 25 Ml., 100 Stück Weißkraut 12—20 Mk., Gurken 15—30 Mk.; in Worms der Zentner Pflückerbsen 15—18 Mk., Bohnen 15-20 Mk., rote Rüben 4—6 Mk., Zwiebeln 40—50 Mk., Aprikosen 120 Mt., 10 Stück Blumenkohl 15—40 Mk., Weißkohl 10-30 Mk., Rotkohl 25—40 Mk., Kohlrabi 35 Mk.; in Limburg(Lahn) der Zentner Stachelbeeren 20—25 Mk., Spargel 30-60 Mk., Erdbeeren 50 bis 70 Mk., Erbsen 25—30 Mk., dicke Bohnen 2025 Mk., Heidelbeeren 20—25 Mk., Kirschen 30—45 Mk., gelbe Rüben 20—25 Mk., rote Rüben 15—20 Mk., Zwiebeln 60 Mk., 100 Stück Blumenkohl 25 bis 50 Mk., Kopffalat 5—10 Mk., Gurken 3060 Mk., Weißkraut 10 bis 15 Mk., Wirsing 10—20 Mk. tag 10 Uhr probeweise in Tätigkeit gesetzt. Amtlicher Wetterbericht. f Ueber Skandinavien lagert heute eine flache Depression, die 5 unsere Wetterlage jedoch nicht beeinflussen dürste. Im Bereiche 5 des hohen Lustdruckes, der seit gestern noch etwas an Stärke zu⸗ genommen hat, werden wir morgen weiter trockenes, meist heiteres 4 Wetter zu erwarten haben. 1 Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 4. Juli 19152 5 Meist heiter, trocken, warm, wechselnde Winde.. Letzte Nachrichten. f 1 Aufschiebung der Einberufung des Landsturms in Rußland. Köln, 3. Juli. Nach einer Stockholmer Meldung der„Köl⸗ 8 nischen Zeitung“ versichert„Svenska Dagbladet“, daß die russische 5 Regierung aus Anlaß der Moskauer Ereignisse die schon beschlossene 5 Einberufung der zweiten Stufe des Landsturms aufgeschoben habe. Trotz der großen Unzufriedenheit wolle man aber von einem Frieden nichts wissen. Wenn die Regierung Friedensver⸗ handlungen ohne Rücksicht auf die allgemeine Stimmung im Lande anknüpfe, riskiere sie bei der vorherrschenden antidynastischen Stimmung im Lande Ausschreitungen. Man müsse abwarten bis die Zeit eine günstigere Wendung der Kriegsereignisse für Ruß⸗ land bringe.. Italienische Umgruppierungen. f Kopenhagen, 3. Juli. Nach einer Parifer Meldung des „Petit Journal“ planen die Italiener eine Umgruppierung ihrer Streitkräfte, der Marsch auf Triest ist nach demselben Blatte aufgegeben worden, um alle Kräfte auf einen„Stoß in das Herz Oesterreichs“ richten zu können. Wo dieses„Herz“ liegt, wird vorläufig noch verschwiegen. Noch vor acht Tagen erklärte das „Petit Journal“, daß die Eroberung Triests nur die Fragen von Tagen, ja vielleicht Stunden sei. ge⸗ troffenen Vereinbarungen.„Corriere della Sera“ sagt daß das, was das Blatt gegenüber der serbischen und montenegrinischen Aktion gegen Albanien erklärt habe, auch für Griechenland daß er sicher sei, mit der Regierung übereinzustimmen, wenn er annehme, daß Italien kein fait accompli in Italien anerkennen werde Aus Persien. Stockholm, 3. Juli. Aus Teherau wird über dir ruf⸗ sischen Telegraphenlinien gedrahtet, daß sich bei Kerind sich ein Streit zwischen einer türkischen Truppenabteilung unter Ber und 1500 Persern vom Stamme Septschap entspann. Der deutsche Konsul vermochte durch sein persönliches Eingreifen den Streit freundschaftlich beizulegen. In Ispahan besteht nach russischen Mel⸗ dungen ein rühriges Zentrum der Agitation in Persien. In Tehe⸗ ran macht sich ein bedeutender Umschwung der persischen Politik bemerkbar. Der Minister des Innern Ferman Ferma erhielt seinen Abschied. Es wird erwartet, daß das ganze Ministertum demissionieren wird. Es ist dies als ein großer Erfolg der türkr⸗ schen Bemühungen zu buchen. —— 2—— N Für Rheumatiker u. Neuralgieleidende. In einem Tage von. 3 Schmerzen efreit. Herr Josef Wilhelm, München, schreibt:„Seit 2 Monaten litt ich derart an Ischtas, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Bett nicht verlassen konnte. Ich bätte ausschreien mögen vor Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts. half mir. Da brachte mir meine Frau aus der Avotbeke Dogal mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich aur wenige Tabletten genommen hatte, war ich vollkommen wieder bergestellt. Ich gebe daber jedem Leidenden den Rat sich sofortt aus der nächsten Apotbeke das überaus billige und un wirtende Togal zu besorgen. Niemand wird diese Ausgabe be⸗ dauern.“ Aehnlich berichten viele andere, welche Len Rheumatismus, Hexenschuß, Schmerzen in den Gliedern Ge⸗ lenken sowie bei Jufnenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nicht besseres. Alle Apotheken fübren Togal⸗Tabletten. Best.: Acld. acet. zalie. Chinin Ig. LL. 7 558288 Betr.: 9 Zurückstellung oder Versetzung von Militzir⸗ nen. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Gefuchen auf Beurlaubung, Zurückstellung oder Versetzung von im Felde oder bei immobilen Truppen stehenden Milite 15 1——.—— seit einiger Zeit im Gebrauch 8 liche Fragebogen beizufügen. Die Fragebogen wollen Sie sich von der L. C. Wittich's Hofbuchdruckerei in Darmstadt in genügender Anzahl bese i und den Ihnen zugehenden Gesuchen nach eingehender Beantwor⸗ tung beifügen.. 3 Gießen, den 30. Juni 1915. g b 5 Der Zivilvorfitzende der Ersatz⸗Kommission des Kreifes Gießen. J. V.: Hemmerde. ö * 7 Seett Karen 115— ö Nass iche LICHT SPIELHAUS[ae Ernst Ludwis Karl Groß Spielplan von 3. bis 6. Juli 1916 Künstler-Konzert 5 ö 8 l... C Hotel Zum Nappen? 5 Ab 1. Juli jeden Abend: N J Ortsgewerbever ein Gießen C. V. Aud: 5 Ordentliche ee ble Talbrändsee Tonerte f Montag, den 5. Juli 1915, 9 uhr, im SGewerbehaus(1 Treppe hoch). Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Rechnungsablage und Voranschlag. 3. Vorstandswahl. 8 4. Kriegsbeschädigtenfürsorge(Aenderungen N— j 8 5. iedenes. 5 2 Dr. Kraus müller, Vorsitzender. Konsumberein Großen⸗Buseck eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Sonntag, den 11. Juli I. J., nachm. 3 uhr: 5 Generalversammlung im bei Gastwirt Brück. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage für 1914. 2. Verschiedenes. Die Bilanz für 1914 liegt 8 Tage lang in der nung des Direktors H. Meyer den Genossen Einsicht offen. vol Wagenbach, Vorstand. Das Ende vom Lied Die neuesten Friegsberichte Rieke in der Tonne Humoreske julius als Kellner Komödie Einlagen 4. Dramatisches Schauspiel in 3 Akten mit Henny Porten i. der Hauptrolle Das amerikanische Duell Drama aus dem Leben in 2 Abteilg. nach Bedarf Milltur vom Peldwobel ahwärta zuhit werktags de Hurt FF C. van Pölkowa der brinlante Violin- und Vortragskünstler „ enn und beiter erte Waitgemäster dulden Am Klavier: Fräulein Toni Kropp Anfang: Wochentags 7 Uhr, Sonntags 1 Uhr Es ladet höflichst ein Jakob Löhr. Feinsteß Linden ⸗Blüten⸗ ant nach Aanden d 2. Honig⸗Pulver. J er dagen n b. Sen Ewölver, Ersatz für Ei, stelle des Gießen. Anzeigers. Ersab für fisches Eiweld Echter Weinesf 2 1 7 N er U N eien- Jagen, Marc. 5 Ech Free eg E. Gutb, Avotheker. Otto Schaaf, Seltersweg da Deutscher Cognac pirtuosen in* e 8 6 Den Heldentod fürs Vaterland starb unser lieber Aktiver Studl. jur. August Zimmermann Kriegsfreiwill. Gefreiter im Infanterie-Regiment 168. In tiefer Trauer: 5540 Die stud. Reform-Verbindung„Adelphia“ Fern von der Heimat. Fern von Deinen Lieben, Ruhst Du nun aus In fremdem Land zei den Helden, die auch noch flolen Für das teuere Vaterland. Können wir Dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht steh'n, Auf zum Himmel wollen vir blicken, Denn dort gibt's ein Wiederseh'n. Am 8. Juni 1915 starb den Heldentod fürs Vaterland mein lieber Sohn, unser guter Bruder und Neffe Ludwig Müller Musketier im Res-Inf-Regt. Nr. 118, 10. Komp. im Alter von B Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Müller II. Witwe Kath. Schepp. Hausen, den 2. Juli 1915. Wiedersch'n war seine Hoffnung. Du warst hier und in Feindesland Stets treu in deiner Pflicht, Du starbst fürs teure Vaterland, Der Heiland starb für dich; Drum woll'n wir nicht im Schmerz vergehn, Bei ihm gibt's ja ein Wiedersehn! Am 12. Mai 1915 starb in Feindesland bei einem Sturmangriff den Heldentod fürs Vaterland mein guter Mann, der treue Vater seines Töchterchens, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Heinrich Herzberger Wehrmann im fteserve-Intant.-Ret. Nr. 222, 8. Komp. im Alter von 30 Jahren. Frau Helene Herzberger, geb. Graulich, u. Kind Familie Herzberger Familie Graulich. 5023 Bersrod, den 2. juli 1915. In fremder Erde ruht unser Glück, Dex treue Gatte und Vater kehrt nimmermehr zurück; geh, viel zu früh verlief er hier die Seinen, Die in der fernen Heimat im Schmerze um ihn weinen. Am 5 Juni starb im Kampfe fürs Vaterland mein Innigstgellebter, herzensguter, un vergeblicher Mann, der treusorgende Vater seiner zwei lieben Kinder, unser unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Zruder, Schwager und Onkel Karl Siegfried, Zementwarenfabrikant, Musketier im fteserve. Infanterie-Rogiment Nr. 223, 10. Kompagnie, im Alter von 33 Jahren. In tiefem Schmerze: Frau Haris Siegfried, geb. Wagner, und Kinder Familien Slegtfried und Wagner. Alten- Buseck, Rödgen, den 2. Juli 1915. 5607 In treuester Pflichterfüllung starb am 27. Mai den Heldentod fürs Vaterland unser unvergeßlicher braver Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Leonhard Arnold Musketier im Res.⸗Inf.⸗Regt. 224, 1. Komp. 5 Familie gedenken. schlafen ist. 0 a 0 0 N 5 0 7 8 Alben 75 o O OO οõοοοοõẽ 0 In tiefer Trauer: im 66. Lebensjahre nach Die Beerdigung findet Sonntag, Trauer kleider. Billigste Bezugsquelle in schwarzer Seide. Gelegenbheitskäufe! ga seidene Jacketts in wunderbaren Farben. 5471 Gleichzeitig empfehle ich mich in allen Anfer— tigungen von Damengarderobe nach Maß. Frau Erhard. Schneiderin, Steinstr. 66 II. 8 0 0 0 E 0 0 5 sie schreibt:„Beeile mich, Sie 0 0 0 E 0 A 5 Johannes Arnold. Bei einem Sturmangriff fiel unser treues Vereinsmitglied Landwirt Heinrich Herzberger Wehrmann im Inf.-Regt. 222, 8. Komp. Wir werden seiner allezeit in Ehren 5642 Kriegerverein zu Bersrod. Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nach- richt, dass mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel IsSack Rosenbaum langem Leiden sanft ent- Im Namen der Hinterbliebenen: Marianne Rosenbaum geb. Süsskind. Rodheim a. d. Bieber, Ruttershausen, Hessloch und Giessen, den 3. Juli 1915. ½2 Uhr, von Rodbeim aus statt. Für die vielen Beweise herz⸗ licher Teilnahme bei dem Heim⸗ gange unseres lieben Entschlafenen innigsten Dank. 5351 Die trauernden Familien: Doepfer und Krauße. Gießen, den 3. Juli 1915. Am 6. Junt starxb den 8 2 5 Vater ·. land unser lieber Sohn und Bru Heinrich Krebs Musketier i. JInf.⸗Regt. 65, 3. Komp. im 22. Lebensjahre. In tteser Trauer: Familie Heinrich Krebs III. Ober⸗Ohmen, den 3. Juli 1915. unezrapbes- bmeltcbaft r bibslsberger“ Glossen und Damenabtellung. Y Wir eröffnen Dienstag, den 13. Juli 1915, abends 9 Uhr, in unserem Vereinslokal „Zum Gambrinus“, Kirch⸗ straße 11, einen Aufäuger-Lehrgang i.„ graphie für Damen und Herren. Unterrichtsgeld6M. Anmeldungen an Herrn A. Karnbach, Landgrasen⸗ straße 5, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn des Fortbildungs⸗ unterrichts Freitag, den 16. Jult, abends 9¼ Uhr. Der Vorstand. UINION In's Lotze. 5602 einzelne Blusen, Röcke, Mäntel. Ein probates Mittel gegen „ Sommer sprossen Steinbauer in Röding, indem attestiert Anna zu benachrichtigen, daß ich mit Ihrer vorzüglichen Her⸗ ba⸗Seife sehr zufrieden bin. Selbe kann ich jedermann 2 fürHautausschläge, Sommer⸗ 2 sprossen usw. aufs Wärmste 3 emuyfehlen.“ Obermeyer's o Med.⸗Herba⸗Seife à Stck. um ca. 30% der 2. 9 50 Pfg., 12 en? Wieklamen Stofse verstärkt 9 Mk. 1.—. Zur Nachbehand⸗ 8 lung Herba⸗Creme à Tube 9 Pfg., Glasdose Mk. 1.50. Z. b. t. d. Engel⸗ u. Hirsch⸗ 9 Aveiheke u. in den Drog. 3 8. Schaaf, W. Kilbinger, Karn, A. Noll, W. Schra⸗ 8 der, K. Seibel, P. Noll, „O. 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