orthodo zweites Blatt Grscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Der Kuhhandel um Skutari. In Albanien herrscht„kleiner Weltkrieg“, ein unblu⸗ tiges Komödienspiel⸗ im Zwischenakt der großen Tragödie. Nachdem die Serben Elbassan und Tirana und beinahe auch Durazzo besetzt hatten, zogen die Montenegriner am 27. Juni prunkhaft und feierlich wie Sieger in Skutari ein. Im Grunde war diese Uebergabe Skutaris ein Kuhhandel zwischen Herrn Marinowic, dem montenegrinischen Konsul von Skutari und Herrn Prenk Bib Doda. Verzeihung: dem Fürsten Prenk Bib Doda. Denn dieser gerissenste aller poli- tischen Schieber nennt sich„Fürst“. Er ist wirklich ein Fürst der Hammeldiebe und Balkanspitzbuben. Als der Prinz zu Wied nach Albanien kam, nahm Prenk Bib Doda reichlich Handgeld von ihm, um ihm zu helfen, ließ sich dann aber schnell von den Aufrührern schlagen, weil deren Hinter⸗ männer ihm offenbar„erkenntlich“ waren, und gab das große Balkanehrenwort, daß er nie wieder gegen sie kämpfen werde. Wenige Tage darauf stand er trotzdem gegen sie im Felde. Aber anscheinend nur, um,„hartem Kriegsgebote folgend“, Dörfer anzuzünden und Hammelherden zusammen⸗ „die er nicht zu bezahlen brauchte. Und wieder einige e später ließ er sich von neuem in die Flucht schlagen. Nämlich, er forderte seine Leute, obwohl sie treff— liche Stellungen innehatten, zu deren Verlassen auf; und sie schmunzelten und gingen mit. Und nun hat dieser außer- ordentlich vielseitige„Geschäftsmann“ die Stadt und Festung Skutari dem König Nikola von Montenegro ge— geben. Das ist zwar weniger ehrenvoll, aber viel prak— tischer und einfacher, als was im Jahre 1912/13 dort ge⸗ schah. Damals mußte Nikita mit 35 000„Heldensöhnen“ ein halbes Jahr lang vor Skutari liegen. Der damalige Ver⸗ teidiger des Tarabosch⸗Hügels, Hassan Riza⸗-Bei, der lange Zeit im deutschen Heere gedient hatte, machte mit seiner Heinen Schar den Montenegrinern die Belagerung sehr . und diese rächten sich auch firr den langen tapferen Widerstand, indem sie den Patrouillen, die sie absingen, Nasen und Ohren abschnitten. Endlich, am 23. April 1913 mußte sich Skutari ergeben. Aber König Nikita wurde seines Sieges nicht froh. Die Großmächte machten ihm den eroberten Brocken streitig, und Nikola, der Dichter des Dramas„Die Kaiserin des Balkans“, mußte zu dem ihm micht ungewohnten Mittel des Federkrieges greisen, um die Beute seines Schwertes zu verteidigen. Er verfaßte eine lan ige Erklärung, in der es hieß:„Nicht in der Absicht, den Willen Europas zu mißachten, sondern wielmehr in vollem Bewußtsein seiner nationalen Auf⸗ gaben hat sich die Königliche Regierung geweigert, sich einer Entscheidung ber unterwerfen, welche sie einer Stadt und eines Gebietes berauben würde, deren Besitz von ihr in Uebereinstimmung mit der Meinung der ganzen Nation als von wesentlicher Bedeutung für Montenegro angesehen wird“.. Das war zwar wieder einmal ein grober Miß⸗ brauch des taris sind fast durchweg Albanier und haben mit den Montenegrinern und Serben nicht das mindeste gemein, aber Nikita versucht alles, und man muß es ihm lassen: er ist ein geschickter Regisseur.„Die warme und einmütige Aufnahme, welche von seiten aller Bevölkerungsschichten, welcher Konfession immer, der montenegrinischen Armee bereitet wurden, sowie die vom Erzbischof von Skutari, von der Geistlichkeit und den katholischen wie muselmanischen Notabeln abgegebene Erklärung der Loyalität und Anhäng⸗ lichkeit lassen keinen Zweifel über die Disposition der Be— völkerung Skutaris, welche von dem Wunsche beseelt ist, eine sowohl vom politischen als auch vom wirtschaftlichen Ge— sichtspunkt für die Stadt vorteilhafte Annexion verwirklicht zu sehen.“ So schmuste er damals die Großmächte an. Und heute wird er natürlich, unterstützt von Tschadchen Prenk Bib Doda, wieder alles aufbieten, um Stutari nun end⸗ gültig zu behalten. Bei dem Volke seines Schwiegersohnes sst Viktor Emanuel hat er sich ja durch seinen neuen Streich höchst unbeliebt gemacht. Die italienischen Blätter bezeich— nen sein Vorgehen als eine unerhörte Gewalttat. Das „Giornale d'Italia“ ist empört, daß die Montenegriner und Serben den Vertrag mit Füßen träten, der die Unter⸗ schrift von vier verbündeten Mächten trage, gegen die Mon⸗ tenegro eine ungeheure Dankesschuld habe. Die Besetzung —.—.— die erde 2 5 15 2 ö gegen die Versprechungen, die Cetinje beständig in Rom abgegeben habe. Der„Corriere della Sera“ protestiert im Namen aller Ententemächte gegen das eigenmächtige Vorgehen der Montenegriner und Serben. In Albanien könne keine andere Besetzung als vollzogene Tatsache gelten, als allein die Besetzung Valonas durch Italien! Uns kann der Streit, der da im Hause unserer Feinde ausbricht, nur größte Freude und Genugtuung bereiten. Nur so weiter! Betrüger, die sich untereinander befehden, werden nach außen hin um so schneller unschädlich. Rom, 30. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Giornale d'Jta— lia“ meldet aus Skutari: Nach der Besetzung von San Gio⸗ anni di Medua besetzten die Montenegriner Alessio und die von Malissoren bewohnten Dörfer Salac und Temai. Die montenegrinis. Truppen, die vor Skutari standen, näherten sich der Stadt von der Mossibrücke. Die Uebergabc wurde zwischen dem Konsul Martinowitsch und Bib⸗ do da besprochen, der sich in das Hauptquartier begab. Die amtliche Ankündigung der Besetzung erfolgte am 27. Juni vormittags durch eine Proklamation der rwaltung, die die Bevölkerung aufforderte, den Soldaten einen würdigen Empfang zu bereiten Tatsächlich gingen auch die mohammedanischen, katholischen und 5 tabeln, Mönche und Jesuiten, die Stadtbehörden, Mitgli der Regierung, die Gendarmerie, Polizei, Schulen und Bevölkerung mit Fahnen und Musik den Montenegrinern entgegen. Diese hielten um 12 Uhr mittags einen triumphartigen Einzug. Nach der Vorhut von etwa 1000 Mann und nach den Popen in vollem Ornate mit Kreuzen und religiösen Fahnen zog die Hauptmacht des Heeres ein. Der montenegrinische Konsul und der General folgten im Wagen. Danach lamen irreguläre Albaner⸗ banden. Das österreichisch⸗ungarische Konsulat zog hierauf seine Fahne ein und stellte sich unter den Schutz des griechischen Konsu⸗ lates. Ter Generalstab des Heeres nahm Besitz von der Regierung der Stadt und richtete sich im Konak ein, wo er von den Notabeln zupfangen wurde. Der Generalstab erklärte, daß die Bürger der Stadt sich künftig als montenegrinische Untertanen zu betrachten hätten und nach den montenegrinischen Gesetzen ab⸗ seurteilt würden. Wer den neuen Zustand störe, werde nach den N e eee sandte eine Note der Mächte, in welcher er namens des esetzen . riffs„national“, denn die Einwohmer Sku⸗ Kuchen 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, J. Juli 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul- straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Königs Nikita die Besitzergreifung der Stadt anzeigte. Patrouillen bewachen die Konsulate und öffentlichen Gebäude. Eine Abteilung besetzte die Festung, auf der, Freuden⸗Salven abgefeuert wurden. Aus Stadt und Land. Gießen, 1. Juli 1915. Hessische Landwirtschaftskammer. rb. Darmstadt, 29. Juni. Die Landwirtschafts⸗ kammer für das Großherzogtum Hessen trat heute vormittag 10½¼ Uhr im Sitzungssaal der Zweiten Kammer zu ihrer 13. Hauptversammlung zusammen. Präsident Oekonomie⸗ rat Walter ⸗ Lengfeld eröffnete die Beratung mit einer Be— grüßung der Mitglieder und der Regierungsvertreter und gedachte der inzwischen verstorbenen Mitglieder. Weiter führte der Vor⸗ sitzende aus, daß sich auch die deutsche Landwirtschaft an der Lösung der nationalen Aufgaben mit voller Hingabe betätigt habe. Wie wir die schweren Opfer, die bereits aus allen Kreisen der Bevölkerung gebracht wurden, nie vergessen werden, so müssen wir auch alles daran setzen, dafür zu sorgen, daß diese Opfer nicht vergebens ge⸗ bracht wurden. Der Redner gedachte zum Schluß seiner vaterländi⸗ schen Worte der unvergleichlichen Heldentaten unserer wackeren ruppen. In diesem gewaltigen Völkerkrieg hätten Handel und Industrie eine nie geahnte Tätigkeit entfaltet und er hoffe, daß nach dem Kriege auch der deutschen Landwirtschaft für ihre gewal⸗ tige, vaterländische Mitarbeit die ihr gebührende Anerkennung nicht versagt werden würde. Sie haben die Hoffnungen des Reiches auf eine Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes glänzend erfüllt. Mit dem Ausdruck der festen Ueberzeugung von einem vollen Sieg der deutschen Waffen schloß der Redner seine Ausführungen. Dann gab der Vorsitzende einen kurzen Geschäfts bericht über das verflossene Jahr. Von den Beamten der Landwirtschafts⸗ kammer sind zurzeit 24 zur Fahne einberufen. Die Geschäfte der Kammer haben während der Kriegszeit nicht abgenommen, sondern sich erhöht; die Zahl der Eingänge habe sich gegen das Vorjahr um etwa 2000 erhöht. Die Landwirtschaftskammer sei den verschieden⸗ sten Wünschen und Anregungen seitens der Behörden, wie der Be— völkerungskreise nach Möglichkeit gerecht geworden und habe auch seitens des Generalkommandos das weitgehendste Entgegenkommen gefunden. Er stelle mit Freuden fest, daß auf den verschiedensten Gebieten der Landwirtschaft kein Stillstand, sondern eine erhöhte Tätigkeit eingetreten sei. Dabei habe sie natürlich nicht wenig durch den Pferdemangel zu leiden. Während 1912 etwa 60 000 Pferde in den landwirtschaftlichen Betrieben vorhanden waren, kann die Zahl derselben zurzeit nur auf etwa 40 000 geschätzt werden; die Kammer habe sich aber um die Neubeschaffung von Pferdematerial bemüht und bereits 2200 Pferde namentlich aus Belgien wieder zugeführt. Oekonomierat Hensel⸗Dortelweil erörtert in Anknüpfung an diese Darlegungen die Aussichten der diesjährigen Ernte. Der Redner bedauert dann die Festsetzung der Höchstpreise und die Maß⸗ nahme zur Anschaffung von Fleischdauerware für die Kommunen; es wäre viel besser, wenn die Dauerware noch lebendig wäre. Die i Landwirtschaft trage an den jetzigen hohen Schweinepreisen keine Schuld, Auch gegen die Zuckerpreissteigerung und besonders gegen die Festsetzung von Höchstpreisen für die Milch wendet sich der Redner. Der Landwirt könne bei den jetzigen hohen Produktions- losten die Milch zu dem seitherigen Preise nicht mehr liefern. Wenn 25 um die Existenz der Landwirtschaft handelt, dann sollte man z. B in W 155 1. 3 von Kaffee und nicht zu nig sehen. Landtagsabg Korell⸗ Angenrod erörterte die Maßnahmen anläßlich der Beschlagnahme der Wolle. Er hätte in diesem Punkte eine mehr organisatorische Tätigkeit der Landwirtschaftskammer unter Mitwirkung der Regierung gewünscht. Nach einer kurzen Entgegnung des Statistikers Dr. Ham mann auf verschiedene Ausführungen der beiden Redner schloß die Debatte. Bei der Wahl der Mitglieder zum Bezirkseisenbahnrat wurden die seitherigen Mitglieder durch Zuruf wiedergewählt. Die Jahresrechnung für 1913 und der Bericht über die Rechnungsprü⸗ fung wurden vom Vorsitzenden der Prüfungskommission, Bürger⸗ meister Müller- Usenborn kurz erläutert und die Entlastung des Rechners, sowie die Rechnung selber genehmigt; ebenso wurde die nachträgliche Kreditgenehmigung zur Rechnung für 1913 ausgespro⸗ chen. Ueber den Hauptvoranschlag der Landwirtschaftskam⸗ mer für 1915 und in Verbindung damit über den Voranschlag für die landw. Haushaltungsschulen in Langen und Lindheim, sowie über die Zeitschrift für 1915 berichtete kurz der Vorsitzende, worauf 75 Versammlung einstimmig dem Antrag des Vorstandes zu⸗ „I. Der Hauptvoranschlag der Landwirtschaftskammer für 1914 wird auf das Rechnungsjahr 1915 mit der Ermächtigung übertragen, daß die vorgesehenen Summen innerhalb der ein⸗ zelnen Rubriken gegenseitig übertragbar sind. Die Staatsmittel können nur mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums über⸗ tragen werden. Etwaige nicht verwendete Staatsmittel sind an die Staatskasse zurück zu erstatten. 2. Im Teil II des Voranschlags für 1915 fallen die in 1914 unter den Rubriken 27 und 31 vorgesehenen Kapital-Aufnahmen und Auszahlungen für den Neubau des Geschäftshauses weg. Wenn die Lage des Geldmarktes die Durchführung der Kapital⸗Aufnahme im Rahmen der Geschäftsführung für 1914 verbietet, sollen die obigen Vorsehungen als Grundlage zur Verrechnung dieser Post in 1915 gelten. 5 3. Tie Voranschläge der Haushaltungsschulen Langen und Lindheim für 1914 werden auf 1915 verlängert. 4. Desgleichen der Zeitschriftsvoranschlag. 5. Die Besoldungen der definitiv augestellten Beamten regeln sich für das Jahr 1915 nach den gesetzlichen Bestimmungen. 6. Bezüglich der an das nicht angestellte Personal zu zahlenden Vergütungen wird der Vorstand ermächtigt, die jährlich üblichen * zu 3. Line längere ssprache entspann sich nun noch über den Antrag Viehmann⸗Rumpenheim und Genossen, betr. Ge⸗ währung von Müchvergütungen für aus Belgien ein⸗ geführte Pferde, Die Hauptversammlung wolle beschließen; 1. Der Vorstandsbeschluß, welcher dahin geht, daß eine Rückver gütung bei den aus Belgien, eingeführten Pferden nicht gewährt wird, ist aufzuheben. 2. Auf die ersteigerten Pferde wird der über den Ankauf gezahlte Steigpreis prozentual, abzüglich der der Kam⸗ mer entstandenen Unkosten, dem Käufer zurückerstattet, jedoch derart, daß der Käufer mindestens den Kaufpreis zu zahlen hat.“ Zu diesem Antrag gab zunächst der Vorsitzende nähere Darlegungen über die bisher ausgeführten Pferdebeschaffungen aus Belgien und die damit erzielten Erfolge. Dann begründete der Antragsteller seinen Antrag des näheren und kritisierte scharf die mancherlen Nachteile der jetzigen Handhabung der Pferdeversteigerungen. Weiter betonte er, daß sich die Landwirtschaftskammer durch den Bezug der e Pferdes für viele Landwirte sehr verdient gemacht habe. Oekonomierat Dr. Dohlinger machte auf die Zweckmäßigkeit der stärkeren Benutzung der Rinder als Zugtiere an Stelle der Pferde aufmerksam und besprach weitere landwirtschaftliche Fragen, desgleichen Landtagsabg. Bähr u. a. Die Tagung wurde darauf gegen 1 Uhr geschlossen. Die Kommandantur des Gefangenenlagers von Issoudun macht folgende Mitteilung:„Wir erfahren, daß in Deutschland eine Photographie des Lagers von Issoudun zirkuliert. Viele Familien, die seit langer Zeit von An ehörigen im Felde ohne Nachricht sind, glauben nun diese auf der Weieracht zu erkennen und schreiben um Auskunft. Alle . 3 diesbezüglichen Nachforschungen in der letzten Zeit sind ergebnislos geblieben, da es sich offenbar nur um Aehnlichkeit handelt, Im übrigen können wir bemerken, daß alle Gefangenen, sobald sie hier eintreffen, die Erlaubnis bekommen, nach Hause zu schreiben, und daß alle bis jetzt davon Gebrauch gemacht haben. Wenn Fami⸗ lien seit mehreren Monaten ohne Nachricht von den Ihrigen sind, können sie demnach mit Bestimmtheit annehmen, daß diese nicht im Lager von Issoudun sind.“ * Gießener Freilicht⸗Bühne. Falls das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, sollen an jedem der vier Julisonntage Aufführungen stattfinden, jedesmal von 5—7 Uhr. Wie's mit Beginn der Ferien wird, ist noch unbestimmt; ob in und nach diesen weitere Vorstellungen gegeben werden können, hängt davon ab, wieviel der Mitwirkenden im August⸗September ver⸗ reisen bezw. ins Feld gehen. Es wäre aber im Hinblick auf den edlen Zweck, den die G. F.-B. bei ihren diesjährigen Veranstal⸗ tungen im Auge hat(Kriegsfürsorge), zu wünschen, daß die für Juli vorgesehenen und z. T. schon einstudierten Stücke auch ge⸗ bracht werden könnten. In Fällen, wo dies wegen des schlechten Wetters nicht möglich ist, wird eine darauf Bezug nehmende Mit⸗ teilung rechtzeitig— 1½ Stunden vor angesetztem Beginn der Vor⸗ stellung— am Stadthause(Süd⸗Anlage) angeheftet.— Für näch⸗ sten Sonntag stehen auf dem Spielplan:„Der Vetter aus Bremen“, „Die Gouvernante“ und„Der Nachtwächter“. Eine Einführung und Empfehlung an dieser Stelle ist überflüssig. Landkreis Gießen. — Lang-⸗Göns, 28. Juni. Am 19. Juni starb den Heldentod fürs Vaterland der Einjährige Musketier Karl Keßler im Insanterie-Regiment 186.— In den letzten 14 Tagen sind nicht weniger als fünf tapfere Krieger von hier für das Vater land gesallen, so daß jetzt der Krieg 16 Opser gefordert hat. * Villingen, 28. Juni. Nachdem am Sonntag vor vierzehn Tagen in der hiesigen Gemeinde eine Sammlung für das Lazarett Laubach stattgefunden hat, die einen guten Erfolg hatte, ist am letzten Sonntag, den 27. Juni, wieder von den Schul- kindern gesammelt worden. Ist die Sammlung auch nicht so reichlich ausgefallen wie die erste, so hat sie doch ein ansehnliches Ergebnis an Naturalien gehabt. e. Albach, 29. Juni. Am Sonntag entwickelte sich bei unserem Dorse ein reges Leben. Die Jugendwehrkompagnien Nr. 632 und 633 waren mit ihren Führern hierher gekommen und exerzierten einige Stunden. Auch die Musik übte einige Märsche ein. Mit großem Interesse sahen Alt und Jung dem militärischen Treiben zu. m Lollar, 29. Juni In dem benachbarten Staufenberg wurde heute morgen von Gendarmerie-Wachtmeister Vrück-Lollar ein am Sonntag aus der Landesirrenanstalt Marburg entwichener Geistesgestörter aufgegrissen und der Anstalt wieder zugeführt.— An seinen im Kampfe fürs Vaterland erlittenen schweren Wunden starb im Lazarett zu Przemyst(Galizien) der 19 jährige Kriegssreiwillige August Zimmermann, Studierender der Forstwissenschast.— Kommenden Sonntag nachmittag findet m Saale„zur Linde“ von seiten des Eisenbahnvereins Lollar und Umgegend ein hauswirtschastlicher Vortrag nebst Vorführung 2 1 statt. Auch Nichtangehörige des Vereins haben freien utritt. 1 — Utphe, 30. Juni. Der Landsturmrekrut Gustav Schauß verstarb am 11. d. Mts. im Feldlazarett zu Dobrimil Galizien). Seine Leiche wurde auf dem dortigen katholischen Friedhof beigesetzt. Aus dem Horlosftal, 30. Juni. Immer noch ist kein durchweichender Regen gefallen. Beim Verpflanzen von Dick- wurz- und Gemüsepflanzen muß tüchtig mit Wasser nach- geholfen werden. Der Roggen beginnt zu reisen und wird in der nächsten Woche die Roggenernte ihren Anfang nehmen. Hessen⸗Nassau. X. Hanau, 29. Juni. Die Stadtverordneten haben heute den Lehrer und stellvertretenden Direktor der kausmännischen Fortbildungsschule in Hagen i. W., Teupel, zum Direktor der hiesigen laufmännischen Fortbildungsschule gewählt. 2 Frankfurt a. M., 30. Juni. In der Bürgerstraße wurde gestern abend eine 21jährige Nähterin von einem unbekannten Manne überfallen, beraubt und dann durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt.— Bei Heddernheim er- tränkte sich gestern in der Nidda die 56jährige Ehefrau Emilie 8 aus Niederursel aus Gram über einen kuͤrzlich gestorbenen ohn. Märkte. FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 30. Junt. Bei einem Auftrieb von 97 Rindern(darunter 11 Ochsen, 11 Bullen und 75 Kühe), 243 Kälbern, 46 Schafen, 188 Schweinen wurde bei mäßig regem Geschäft der Auftrieb langsam abgesetzt. Die Preise hielten die Höhe wie am 28. Juni. ch. Bingen, 30. Juni. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mt. 0,00, Kartosseln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen . 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 50—41, Roggenmehl k. 35,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mt. 3,60, Milch 1 Liter 24 Pfg., Eier 10 Stück Mt. 1.55. 8 Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Giestener Fleisch⸗ und Brotpreise am 28. Juni 1915. Schlachtviehpreise im Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gie zen ½ Kg. 124—128 Pi; Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht 110-133 Met. Kälber ½ Kg. Schlachtgw. 92.133 P. ½„ 108-112, Schweine/„ 1385150,„ 156 Getreidepreise in Mann he im Weizen 100 Kg. 29.40 Mk. Roggen 100 Kg. 25.40 Mk. —— Weißbrot 2 Kg.— Pf., Schwarzbrot 2 Kg. 75 Pfg. ALirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Donnerstag, den 1. Juli: Nachmittags um 5 Uhr und abends um s Uhr Gelegenheit zur heil. Beichte. g Freitag, den 2. Juli: Vormittags un 6 Uhr: Segensmesse. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatseiee am 3. Juli Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.35 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr. 1915 e Od ol Das Beste zur Zahnpflege N 82 1 9 9 45 22 n 5 2* 85 8 1 1 des Modewarenhauses 5 f sSeltersweg 85 GIESSEN— Seltersweg 88 5 Infolge schr frühzeitiger Abschlüsse bin ich in der Lage, trotz der enormen Preissteigerungen meine Ware zu den unten aufgeführten hervorragend billigen Preisen abzugeben.— Ich empfehle meiner verehrten Kundschaft, ihren ö Bedarf für den Herbst jetzt schon zu decken, da für diese Preise später überhaupt keine Ware zu haben sein wird. 15 halbanliegend mit Gür- 50 Kostüme tel, Jacke auf Halbseide 8—— Kostüme Blusenform, in Belleren 95 Wollstoffen Kostüme Pr e., 1225 35 Restbestände von 1914 12.00 Kostüme in helleren Wollstoffen, bis früherer Preis 4060 Mk., jetzt 18.00 Waschkostüme 418. 68 in Frottierstoff Staubmäntel C cb tei. —T— Staubmäntel ddelsrun den. 4550 CCCCCCCCCC 9⁰ 3 125 ö Staubmänte e 9 Schwestermäntel 1g 12 dunkelblau Alpaka— Schwestermäntel ie 16 in schwarz und blau Popelin Röcke in gemusterten Stoffen 122 3²² 42 Röcke in schwarz-weiss gestreift. Röcke braun kariert, mit Gürtel. in dunkelfarbigem baum- 25 Blusen wollenen Musselin 12 in Waschkrepp mit seid. 25 Blusen Sheet 8 1 farbig Voile mit Stickerei- en e 12 Blusen in schwarz-weiss Voile mit 2 Spachtelkragen in farbigem Voile mit Tüll gefüttert in farbig. Voile mit grossen, farbigen, gestiokten Kragen 22 32 Blusen Blusen Röcke in grau kariert, Knopfbesatz 2 g 1000 Kostüme 15 h 0 inwoll Kostüme Vanng 1922 Jacke auf Halbseide 5 schwarz, reinwollen Kostüme Panngsn 1322 Jacke auf Halbseide 8 8 schwarz, reinwollen Kostüme Cote N — hwarz, reinwollen Kostüme. 1 e 26 lose Form, feinste Verarbeitung Jacke auf Sergefutter f 182 3 grosse Partie nur bessere Sachen Kostüme ganz bedeutend zurückgesetzt a S800 Mäntel und Jacken Sportjacken in braune wen. 8 6„⁵˙D.M pdp 1 neue Gürtelform Sportjacken in modefarbigen 95 ollstoffen— „ ů„„ Sportjacken vr a. O2 Popelinmäntel 4— 1175 95 ede e e Kindermäntel tene G8 22 S5 Kostüm-Röcke blau Kammgarn, für Back- Röcke Rss?! 3 Röcke blau Kammgarn, für Damen 42 Röcke blau, reinwollener Panama 5 3 in dunkelblau-gemustert, nur 50 Röcke reinwollene StoffMee 6 Blusen Blusen R. fn. 28 Blusen Spe-. e, 288 Blusen i, sien besde we, 2322 Blusen: ee b. 322 Blusen. vr tek 22 in Weiss Waschvoile, ganz gestickt, Raglanärmel Grössere Partie weisse Crépe de ching-Blusen 10.— bis 12.— Mk, früher 16.— bis 22.— Mk. brössere Partie farbige seidene Blusen, im Preise bedeutend zurückgesetzt. 16 8 blau, reinwoll. Cotelé Kostüme Jacke auf Halbseide. 8 blau, reinwoll. Cotelé 0 Kostüme glatt u. gut verarbeitet U 9 75 blau, reinwoll. Cotelé 22.00 Kostüme extra weit, Grössen bis Far saure, 28.00 2 blau, reinwollen Gar- Kostüme badin, glattes ebnet. 2680 derkleid, früher 65 Mk., jetzt 1 8 Eolienne-Jacken envars 1 6 mit weisser Seide gefüttert Eolienne-Mäntel r- 27 neue lose Form 36.00 Mohair-Mäntel r, 260 m. breit. Miedergürtel, lose Paltenform 36.00 Covercoat-Jacken b, 1822 Covercoat Jacken 222 hochfeine Verarbeitung früher 39.00 Röcke weite Form mit Passen 5 Röcke weite Form für Frauen 5²² Röcke blau- weiss gestreift, reinwoll. 80 Dann Röcke in reinwollenem prima Loden 8² in reinwollenem Musselin, 5 mit Tüllkragen 2 in reinwollenem Musselin, 48 schwarz-weiss kariert— Blusen Blusen in reinwollenem Satin und Blusen gemusterten Stoffen 3 in reinwollenem Kre Blusen Raglan form. 3 1 15 an in schwarz, Wolle, l n Blusen der 10—12, j IN bi 2 in schwarz Seide, neue lose Form in solider Ware Blusen 82 Enorm billig! 8¹⁰⁰ 1 in reinwoll. Krepp mit Lleider breitem seidenen Gürtel früherer Preis 20—28 * in reinwoll. Krepp und Kleider Popelin, in eleganter Ver- 12 00 arbeitung, mit breitem Chinégürtel— früherer Preis 24—38 Kleider 7 reich gestickt Kleider weiss Waschvoile 8² Kleider ber S0„ 1 02 Kleider ber Strke! in 12²² eleganter Ausführung Enorm billig! 3 hellblau Voile, tadellos 00 Kleider frisch, früher 24—28 12 in weiss Tüll, entzückende 00 Kleider jugendliche Formen 12² früher 24—28 Kleider d. bine, ted len n 20 früherer Preis 46 Mk. Morgenkleider und Morgenjacken MHorgenjacken 0. ws nech 1 S8 Horgenjacken. Bra best 1 Unterröcke benen Sof. 1 Unterröcke 7 3 mit Moiré- 25 o Morgenjacken aun Wass 1 Morgenröcke, vb 3 —— Unterröcke — in Trikot mit Moiré- Unterröcke“ mit Moire. 4 0 8 in gemustert. schwerer 50 Unterr öcke Seide, garantiert solid— —— Morgenröcke Br, sel 1 22 Morgenröcke was 6822 ——— Unterröcke e e 72 Unterröcke rag en, Schal. 885 Unterkleider ru. 1 Unterkleider, u 12 Unterkleider e ee: hub 33e Reste und Abschnitte. rr luer 1 20 em breit, 3½% Meter Volant in Voile See e Kleinere Reste für Kinderkleider sehr billig: Seidenstoff. Abschnitte für Blusen 3 Heter reinseidene schwarz 3 Meter reinseiden schwarz Paillette, 4 3 Meter reinseiden schwarz-weiss gestr. 290 für—— —A schwere Qualitt. ess nn 3 Meter reinseidene schwarz 32⁰ 3 Meter reinseiden dunkelblau 4 3 Heter reinseiden blau- grün gestr. 90 R für te für X i,, n 3 Meter reinseidene schwarz 3 3 Meter reinseiden blau-grün gestr. 85 3 Meter reinseiden weiss-schwarz gestr. 90 0 für—— e ür— rr, IT!.— Sämtliche Seidenstoffe sind auch in Abschnitten von 3% und 4 Metern am Lager. T Reste und Abschnitte in Wollstoffen für Kleider und Blusen in grösster Auswahl zu sehr billigen Preisen! sssssss ü kö⁊⁴w ⁰ ä ñũuVkññlt....——8—8—ß8—8——— 3 130 em breit, 4½ Meter guter Woll. 42 80 15 130 em breit, 2 Meter schwarz. Kostümstoffe„enn helleren ee 8 6 Kostümrockstoffe. Kostümstofle in ener Welle er e en 8 Kostümrockstofle 22 berg— W las toff. Abschnitte fü àschstofl- Abschnitte für Blusen 2% NMHeter weiss gestickter Mull 50 1½ Meter 125 em breit weiss Voile 1³⁰ 2½ Meter farbiger Krepp mit 1 %%%. mit Frottéstreifen füir— modernen Blumenmustern fiir ö 2 Meter 100 em breit weiss Voile mit Kreppstreisen furt 1 50 2 Meter 100 em breit weiss Krepp- Volle für 1 2¼ Meter 90 em breit weiss Voile 1 mit Tupfen für 1 % rr. Weisse Stickereistoffe in 120 om breit früherer Preis das Meter 8—12 Mk. jetzt die Bluse 5 6-8 Herrenstolle 1¾ͤ Meter 105 em breit weiss Voile 1. mit farbigen Streifen fir.— 1‘ Meter 110 em breit weiss Kr pon 2 mit gestickten Tupfen fuir— 1½ Meter 125 em breit weiss Krepp- 2⁰⁰ voile mit gestickten Tupfen für,— 2½ Meter Wollmusselin in Streifen und Tupfen für 12 2% Meter Krepon in farbig mit 00 e 2 Waschkrepp in weiss, hellblau, 50 Ig. rosa, rot, grün, frèce, blau, das Meter Weisse gestickte Mulls für Kinderkleider 12 12 Abschnitt 2 Meter Abschnitt 3 Meter Weiss und elfenbein Tüll und Spachtelstoffe für Blusen für die Hälfte des früheren Preises —— schwere Winterware, garantiert solid, der M 3 ¼ Mtr. . 2 2 — ma 1 Be fading S S — 9— E S D Um meiner werten Kundschast noch öelegenheit zu geben, gute ware zul Ausnahmepreisen zu erstehen, veranstalte ich wie alljayrlich einen Sommer⸗Raumungs⸗ Verkauf ginn: am 1. Juli 2 Aueeeeeeeabaeeddbdaddoadsadcansadcadölrcürrod. Zurückgesetzte Artikel sind auf Tischen ausgelegt Zulalle anderen waren: außer wolle u. Z If, gewahr ich 10% nachlaß ..» mäusburg 10 Bekanntmachung Wit Wirkung vom 1. Juli 1915 an wird für den Bezirk Stadt Gießen der Höchstpreis für 81 95 Pfg., der Vier⸗Pfund⸗Laib Roggenbrot auf 71 1 Zwei- Pfund⸗Lalb Roggenbrot auf 36 2 1 Brötchen zu 50 Gramm auf 4 Pfg. sestgesetzt. ö Gießen, den 30. Juni 1915. a Der Ob ef feerweister: Keller. Bekanntmachung. Der Vercauf der städtischen Kartoffelbestände findet jetzt jeden Mittwoch und Samstag von 8—12 Uhr in der städtischen Schule(Reustadts statt. Es werden gute, aus- gelesene Speisekartoffeln bis zu 2 Pfund zum Preise von 4½ Pig. für das Pfund abgegeben. Der Verkauf der von der Stadt angekauften Dauer ware(Mett, Zervelatwurst, Speck und Dörrfleisch) findet jeden Mittwoch und Freitag von 8 Ühr ab in den städtischen Marktlauben statt. Gießen, den 30. Juni 1015.. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Auf Grund des Beschlusses der Reichsverteilungsstelle vom 14. Juni 1915 kann der körperlich schwer arbeitenden erwerbstätigen Bevölkerung eine erhöbte Brotmenge auf Antrag der Bezugsberechligten zugewiesen werden. „„Diesbezügliche Anträge sind unter Benutzung des hierfür vorgeschriebenen Formulars alsbald auf dem Stadthaus, Zimmer 9, einzureichen, woselbst die Abgabe der Formulare kostenlos ersolat. a Anträge, die den Vorschriften nicht entsprechen, bleiben unberücksichtigt.. Gießen, den 23. Juni 1918. 5 Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Diejenigen Einwohner, die beim Freiwerden von Quartieren erneut Einquartierung zu übernehmen wünschen, werden ersucht, dies alsbald“ im Stadthaus, Zimmer 16, anzumelden. 5511 B 5512 5505 Gießen, den 30. Juni 1913. 8 handlung von Ernst Challier, Neuenweg, und abends Der Oberbürgermeister. an der Kasse zu haben. Die Dauerkarten sind über- Iller. 5509 BI tragbar. Studenten haben freien Zutritt. SSS ———— 82——— 7 l e DS S DDr ee E franz 5 5484a (gegr. Gießener Freilichtbühne 60 Günstlerische Oberleitung: Direktor Steingoetter.) Sonntag, 4. Juli 1915: Theodor Hörner ⸗Spiele! Der Vetter aus Bremen Die Gouvernante Der Nachtwächter Anfang 5 Uhr. Ende 7 Uhr. Sroße preise:(Vorverkauf bei E. Challier, Neuenweg: 1.20,—.90,—.60,—.40 Mk., an der Kasse: 1.50, 1.10, 2.75,—.40 Mk.). Verwundete haben auf unnumerierten Sitzplätzen freien Zutritt. Sonstiges Militär, vom Feldwebel abwärts, zahlt halbe Preise. 5⁵²¹e Für die Freilichtbühne: Dr. H. Bernbeck. Aakadem. Kriegs-Vorirag mit Lichtbilder im grossen Hörsaal der Universität Giessen am Freitag, den 2. Juli 1915, abends 8¼ Uhr. Prof. Dr. Brüning: 155180 „Behandlung und Versorgung der Kriegsbeschädigten“ Der Ertrag ist für Kriegs-Wohltätigkeit bestimmt. Eintrittskarten zu 30 Pfg. sind in der Musikalien 7 eller Bekanntmachung. Auf Veranlassung der zuständigen Reichsstelle bält Freitag, den 2. Juli 1915, abends 8½ Übr, in der neuen Aula der Landesuniversität'(Eingang Ludwig⸗ straße) der staatliche Abteilungsvorstand der Zentral- einkaufsgeselschaft Pr. Wittenberg aus Berlin einen öffentlichen Vortrag über 5510 Kriegsfischkost zu dem die gesamte Bevölkerung freundlichst eingeladen wird. Der Eintritt ist frei. Gießen, den 20. Juni 1915. Der Oberbürgermeister. des Alieeschulvereins. Keller. Geh. Hofrat Prof Dr. Fromme. Hausfrauen, welche bereit sind, in der setzigen Einmachzeit für unsere Verwundeten kostenlos Früchte und Gemüse einzumachen, erhalten Gläser und Töpfe in der Liebesgaben⸗ sammelstelle des Roten Kreuzes in der Alten Klinik. Jede Zuwendung, auch von frischem Obst und Ge⸗ müse, wird dankend angenommen. Die Vorsitzende des Alice⸗Frauenvereins Frau B. Gebhardt. Der Voxsitzende 55200 Für unsere Soldaten Himbeersaft, garantiert rein Frima Zitronensaft in Feldpost packungen Erfrischungs- Pastillen Brause-Limonaden- Pulver Brausepulver NEU!: Katacid-Tabletten zur Trinkwasser- Desinfektion geg. Cholera-, Ruhr-, Typhusgefahr Bewährte Ungeziefermittel Sämtliche Fußpflegeartikel empfiehlt 5531 a Medizinal- Drogerie zum Kreuzplatz Kreuzplatz 9 Otto Winterhotr Fernspr. 706 SS„„ SDS e kette ausburg 10 .—.—..——— 1— t.. cr Spesialgeschaft für Kurz, weiß⸗ und wollwaren 1———— 88 187 2 S Glänzende Heflerfolge bei Nervosttit, Asthma, Schlaflosigkeit, Herr- ung Magenleiden Nachkuren 400 m d. d. M. 9 des Taunus. Hin landschattliches Paradies. EKostlich reine nie drückende Go dirgs- und Waldlutt. 1918 9554 Kurg. Dir. Bahnverb. mit Frankfurt a. M.u. Wies daden. Prosp. frei d. d. Stadt. Kurverwaltung (Grand Hotel Königstein) Besitzer: Eduard Stern. Königsteiner Hof und CTurhaus. Beste Lage. Taunusblick a. Wald. Tel. 24. Eden- Hotel Königstein T.: Hotel Bender. Prosp. frei. Tel. 5. 4028 88 Israel. Familienheim Königstein i. T. Das deutsche St. Moritz). Herzog-Adoli-Str. 13., D ugen. Aufenthalt j. Erholungsbedürft., mäß. Preise. Laufwohl⸗Hüllen schützen uns. tapfer. Soldaten geg. Wundlaufend. Füße && Das Vollkommenste der J 57 Fuß bekleidung— eine Wohltat für jeden Fuß durch viele Anerkenn⸗ ungsschreiben unß, Feld⸗ grauen und ärztliche Gut⸗ achten besteng empfohlen. Für Liebesgaben als 250 Gramm Sendung sebr geeignet. 5115588 8 5 Zu beziehen unter An⸗ nabe der Schuhnummer. Preis 2 Paar 42. durch Voreinsend. d. Betrags od. Nachn. Melerrertädler ud eingeführte Jerkrter zum desbebe ion Launen der Lasernen und Frsatzruppentelen Aberad gesuebl C. E. Müller, Reichenbach I. Vogtl. 70. u. Kabliau i. Eis vackung, tadellos lebend⸗ frische seinste Nordseeware, soe ben W u. billigst e 9 4 August Wallenfels, Gießen, Marktplatz 17. Telephon 252. Täglich frische Heidelbeeren Dorf Kassel b. Geluhause 5⁴¹9 Schwommsteinfabrik, alteste auß. Sund. lief bill. Ia Steine. — Phil. Gies, Neuwied. Trinkt Limetta, Zitronen- u. Himbeer⸗ Limonade aus Otto Schaaf's Limo⸗ nade⸗Syrupe.(Zur Selbstherstellung in Ju. ½ Liter-Flaschen). Versandfertige o Feldpostbriefe 70 Pf. Aler-Drogerie, Seltersveg 39. Gartenmöbel sowie Friedhoss⸗Bänke, Stühle und Gießkannen empfiehlt 4240 zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Eisenwaren, Haus⸗ und Küchenge rätehandlung. SGG ess Für Damen! Ein gutes und brauchbares UQechanische Leinen⸗ und Baumwoll Buntweberei. Grosser Posten Damenwäsche zu besonders billigen Preisen 9 J. Kaan 32. HKreuzplatz 10 stheumatismus- Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Petrin- Tabletten Name gesetzlich geschützt 275 anerkannt bestes Mittel, da vollständig unschud- lich, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sich Wirkend. Zu haben in allen Apotheken. feform Korsett it eine Wohltat für den Körper und zur Erhaltung von Gesundheit und Schön⸗ beit unhe dingt notwendig. In großer Auswahl zu haben im Reformhaus Kreuzplau 5. 40