9 i 5 7 . 4 e — Beilagen: viermal wöchenklich Familienblätter; eimal wöchentl. Kreis att für den Kreis Hießen (Dienstag und Freitag); zweimal. Feuern Ace e: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschaftsstelleõl — +*— ten: Anzeiger Gießen. von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießener: Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruderei k. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerel: Schulstr. 7. 165. 8 5 2 We für Oberhessen 3 1. Dienstag, 20. Juni 1015 Bezugsprei⸗ monatl. 75 Pl., viertel- 2 Mt. 1—5 e- u. Zweigstellen monatl. 65 Pers durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volitischen Teil und das Feuilleton. Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. I. nüctritt des russichen kriegsministers“ (WB.) Großes Hauptquartier, 28. Juni. (Amtlich.) 1 Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Arras wurden feindliche Nachtangriffe beiderseits der Straße Souchez— Aix—Noulette und im „Labyrinth“ nördlich Ecurie abgeschlagen. 8 l Im Westteil der Argonnen versuchten die Franzosen gestern abend ihre verlorene Stellung wieder zu nehmen. Trotz Masseneinsatzes von Artillerie scheiterte ihr An⸗ griff gänzlich.—. l Dasselbe Ergebnis hatte auf den Maashöhen ein zwei Kilometer breiter Infanterieangriff beiderseits der Tranchée. Nach ungewöhnlich großen Verlusten flüchtete der Feind in seine Stellungen zurück. l In den Vogesen überfielen unsere Truppen die Be⸗ satzung einer Kuppe hart östlich von Metzeral. 50 Gefangene und ein Maschinengewehr blieben in unserer Hand. 5 Besonders gute Erfolge hatten wir an den süd⸗ lichsten Teilen unserer Kampffront gegen feindliche Flieger. Im Luftkampf wurden zwei feindliche Flugzeuge nördlich des Schluchtpasses und bei Gérardmer herunter— geschossen, zwei weitere durch Artilleriefeuer bei Largitzen und bei Rheinfelden auf schweizer Gebiet zur Landung gezwungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe nördlich und nordöstlich von Praszuysz, die sich hauptsächlich gegen unsere neue am 1 eroberte Stellung südöstlich von Oglenda richteten, brachen unter großen Verlusten für den Gegner zusammen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Halycez wurde von uns besetzt. Der Dnujestr ist heute früh auch hier überschritten worden. Damit ist es der Armee des Generals v. Linsingen gelungen, auf ihrer ganzen Front nach fünftägigen schweren Kämpfen den Uebergang über diesen Fluß zu erzwin⸗ gen. Weiter nördlich verfolgen unsere Truppen den geschla— genen Feind gegen den Gnita—Lipa⸗Abschnitt. Seit dem 23. Juni nahm die Armee Linsingen 6470 Russen gefangen. Nordöstlich von Lemberg nähern wir uns dem Bug⸗ Abschnitt. Weiter westlich bis zur Gegend ind die verbü n Truppen i veite Vorgehen. Age nk und schützen und M Oberste Heeresleitung. 2 5 In dem gestrigen Bericht der Obersten Heeresleitung muß es beißen: Bei der Zitadelle von Arras stehende feindliche Artillerie wurde von uns beschossen; die Kathedrale ist nicht beschossen. ** * Die Armee des Generals v. Linsingen hat nunmehr mit ihrer ganzen Front den Dnmjestr überschritten und auch das vielbekämpfte Halycz genommen, wo die Russen bisher den hartnäckigsten Widerstand geleistet hatten. Auch nordöstlich von Lemberg dringen die verbündeten Heere weiter vor, und wir entnehmen den letzten amtlichen Tagesberichten, daß un— sere kühnsten Hoffnungen erfüllt werden, daß die russischen Niederlagen wirklich so schwer sind, wie man angenommen hatte und ihre Widerstände nur von der verzweifelten Absicht eingegeben waren, den eigenen Rückzug, soweit es über— haupt möglich ist, zu decken, zu retten, was noch zu retten ist. Das Bild des niederliegenden Rußland tritt uns jetzt täglich in bestimmteren Umrissen vor die Augen. Der Zar hat, nach einer Meldung vom 28. d. M., im Beisein des Generalissimus einen Kriegsrat abgehalten; dies spielte schon genugsam den Ernst der Lage des russischen Reiches. Dazu kommt heute die bedeutungsvolle Nachricht, daß der Kriegsminister Suchom⸗ linow zurückgetreten ist und daß an seiner Stelle ein„Ver weser des Kriegsministeriums“ ernannt worden ist. Dieser Wechsel wirkt zweifellos auf die ganze Welt wie eine neue, große verlorene Schlacht der Russen! Der Kriegsminister Suchomlinow war einer der schlimmsten Kriegstreiber; er hat nur zu häufig mit dem Säbel gerasselt und der Politik des Großfürsten Nikolajewitsch ihre stärkste Stütze gegeben. Ein Mann von nicht unbedeutenden Fähigkeiten, von großem Einfluß und Ansehen beim Zaren, der ihn ja auch zur Enthüllung des Völkerschlachtdentmals als Vertreter des Reiches nach Leipzig entsandt hatte. Daß Suchomlinow nun in die Wüste geschickt wird, ist eine jener Ungerechtigkeiten, die in Rußland an der Tagesordnung sind. Kann der einzelne Mann dafür, daß die russische In⸗ dustrie den ungeheuren Munitionsbedarf nicht zu decken vermag, ist er es, der die großen Verluste an Artillerie⸗ Material in den masurischen, ostpreußischen und polnischen Schlachten verschuldet hat? Wer hat mit ungenügenden Mitteln die größenwahnsinnige Kriegspolitik gemacht und zu verantworten? Suchomlinow nicht. Er hat das Men⸗ scheumögliche geleistet. Weniger kann man dies von den russischen Heerführern, ja auch vom Generalissimus, sagen! Es ist zu auffällig in die Erscheinung getreten, welche Stüm⸗ 2 die Generäle des Zaren Hindenburg gegenüber gewesen sind. Und zeigt nicht dieser neueste Schritt der Zarenpolitit, die Verstoßung des Kriegsministers aus seinem Amte, eben— 8. ein gutes Stück Kurzsichtigteit und Verfehltheit? Kann damit bewirkt werden, daß Rußland nun auf einmal alles Versäumte blitzschnell nachholt, daß der Auftlärungsdienst der Flieger seine Mängel verliert, daß sich die Kassen füllen und der kolossale russische Abrutsch sich noch aufhalten läßt? Bächst dem neuen„Verweser“ ein„Saatfeld auf der flacher 8 N von Ciechanow zu erbeu⸗ 0 15 Hand“? Nein, dieser neue Ministersturz in Rußland bewirkt nur, daß man dieses von der Zensur beherrschte Reich in seinen größten Nöten schaut. Kaiser Augustus hat zwar nach der Schlacht im Teutoburger Wald auch ausge⸗ rufen:„Varus, gieb mir meine Legionen wieder,“ aber Zar Nikolaus findet nicht den eu seinen Varus beim rechten Namen zu nennen. Wenn auch niemand vom Groß⸗ fürsten Nikolajewitsch verlangen kann, daß er sich in sein Schwert stürzt, so sollte er als Hauptverantwortlicher für alles Unheil, das er seinem Kaiser eingebrockt hat, selber zurücktreten, statt seinen Helfer zu verabschieden, der doch nur sein geschickter Gehilfe war. Wann geht Sasonom, das ist die weitere Frage, die man sich vorlegen wird. Wenn eine Meldung der„Voss. Ztg.“ richtig ist, so hat Sir Edward Grey, der oberste und verantwortliche Kriegspolitiker für England, den Stab aus der Hand gelegt. Wollen die Neutralen diese Zeichen der Zeit noch immer nicht zu deuten verstehen? 1 Der österreichisch⸗ ungarische Tagesbericht. Wien, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 28. Juni 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die verbündeten Armeen in Ostgalizien verfolgen. Sie erreichten gestern unter fortdauernden Nachhutkämpfen nordöstlich Lemberg die Gegend Klodzienko— Zad⸗ worce, dann mit Vortruppen den Zwirz, der am Unter⸗ lauf schon überschritten wurde. Halyez ist in unserem Besitz. Das südliche Dnjestrufer aufwärts Halycz ist vom Feinde frei. Nach fünftägigen s en Kämpfen haben die verbündeten Truppen der Armee Linsingen den Dujestr⸗ Uebergangerzwungen. An der übrigen Dnjestr⸗Front herrscht Ruhe. g Truppen der Armee des Er dinand erstürmten gestern Pl drangen heute nacht in die fein ordost w südwestlich Narel und zen Stellungen auf den Die sonstige Lage im Nordosten hat sich nicht geändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatz ist un⸗ verändert, der Feind fast vollkommen untätig. Nur die Geschützkümpfe dauern an allen Fronten fort. Ein Marineflieger hat am 27. d. M. bei Villa Vicentina einen feindlichen Fesselballon beschossen und zum Niedergehen gezwungen, am 28. mittags über feindlichem Artilleriepark S. Canciano schwere Bomben mit verheerendem Erfolg ab— geworfen, einen Dampfer in der Sdobba durch Bomben schwer beschädigt, so daß das Achterteil in Grund sank. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Zwei Haudschreiben des Kaisers Franz Josef. Wien, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der KHaiser hat folgendes Handschreiben an den Oberkommandanten Erzherzog Friedrich gerichtet: Lieber Vetter Erzherzog Friedrich! Wenn ich aus Anlaß der hohen Auszeichnung, die Ihnen S. M. Kaiser Wilhelm durch Ihre Ernennung zum Generalfeldmarschall verliehen hat, Ihnen meine wärmsten Glückwünsche ausspreche, gedenke ich meiner⸗ seits in voller Anerkennung und Dankbarkeit Ihrer hervor⸗ ragenden Verdienste, die durch die erfolgreichen Kriegsoperationen in Galizien und die Einnahme von Lemberg gekennzeichnet sind. In festem Vertrauen weiß ich meine Streitkräfte unter ihrem Oberbefehl; mit bestimmtester Zuversicht blickt das Vater⸗ land den neuen glorreichen Taten der Wehr⸗ machtentgegen. Meinen lieben Feldmarschall geleiten meine herzlichsten Segenswünsche auf allen Wegen. Der Kaiser ernannte den deutschen Generalstabschef von Falckenhayn zum Oberstin haber des 81. Infan⸗ Regiments mit folgendem Handschreiben: „Lieber General der Infanterie von Falckenhayn! Die Ver⸗ bündeten Heeresleitungen haben seit Wochen in voller Einmütig keit glänzende Erfolge erzielt, die in diesen Tagen in der Ein nahme Lembergs ihren Höhepunkt erreicht haben. n diesen glänzenden Leistungen haben Sie ein hervorragendes Verdienst, und in dankbarster Anerkennung dieser Verdienste und damit Sie mein Heer desto offenkundiger zu den Seinen zählen kann, ernenne ich Sie zum Oberstinhaber meines 81. Infanterie Regiments. Empfangen Sie meine herzlichsten Grüße und Wünsche. Franz Josef.“ Conrad v. Hötzendorf. Wien, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressequarxtier wird gemeldet: Der Kaiser richtete am 2. Juni an den Chef des Generalstabes, General der Infanterie Freiherrn Conrad von Hötzendorf, folgendes Handschreiben:„Lieber General der Infanterie Freiherr Conrad! Die ruhmvolle Eroberung Lembergs ist der erfolgreiche Ausdruck der groß angelegten Operationen, welche die verbündeten Heeresleitungen entworfen und die tapferen Armeen durch— tetit geführt haben. In dankbarster Anerkennung Ihrer dies⸗ herzogs Josef Fer⸗T s Ortes Russen sind im Rück⸗ fälligen hervorragenden Verdienste ernenne ich Sie zum Generaloberst. Ich grüße Sie, meiner lieber Generaloberst, aufrichtigst. Franz Josef.“ Der Wechsel im russischen Kriegsministerium. Petersburg, 29. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Petersburger Telegraphenagentur. Der Kaiser hat das Rücktritts gesuch des Kriegsministers, Gene- raladjutanten Suchomlinow, angenommen und den General der Infanterie Polivanow als Verweser des Kriegsministeriums ernannt. l Ein russischer Ministerrat im Hauptquartier. Petersburg, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im Großen Hauptquartier sand im kaiserlichen Zelte unter dem Vorsitz des Kaisers eine Sitzung des Ministerrates statt, der bei⸗ wohnten: Großfürst und Generalissimus Nikolai Nikola⸗ jewitsch, sein Generalstabschef, der Ministerpräsident, der Haus⸗ minister, der Reichskontrolleur, der Minister für die Verkehrswege, den Ackerbau, das Auswärtige, die Finanzen, den Handel, für Inneres und der Verweser des Kriegsministeriums General der Infanterie Polivanow., Unwetterzeichen in Rußland. Stockholin, 28. Juni. WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Unwetterzeichen in Rußland erfährt„Social⸗ demokraten: In Petersburg und Moskau wurden letzthin mit verschiede nen politischen Gruppen eine Reihe Sitzungen abgehalten, um die Lage zu erörtern. Dabei sprach sich das Zentralkomitee der Halb⸗ reaktionären und der Oktobristenpartei außer für die sofortige Einberufung der Duma für die Bildung eines der Duma verantwortlichen Ministeriums, sowie für eine eingreifende 1 ö lich Rußland ste vor einer Katastrophe, wenn nicht durchgreifende Aenderun⸗ gen geschehen. Man ist sich klar darüber, daß es vergebens war, der Regierung die weitgehendsten Vollmachten zu geben und jede Opposition unterdrücken zu lassen. Dem Heere fehlt Artillerie und Munition. Nutzlos werden Massen des Volkes geopfert. Die Kranken sind ohne hinreichende Pflege. Bei den Spezialwaffen fehlt die unentbehrlichste Ausrüstung. Jeder General, der eine Schlacht verliert, läßt seinen Unmut an den Juden des Gebietes aus. Sie werden zu Zehntausen— den ausgewiesen, nicht zu reden von den auf die unbestimm⸗ testen Verdächtigungen hin Gehenkten und Erschossenen. Provokateure und Spione treiben ihr Spiel und bringen. zahlreiche Juden an den Galgen. Der Bericht schließt: Die Zustände sind derartig, daß selbst die bürgerlichen Parteien unruhig nach einer radilalen Aenderung und einer parla— mentarischen Regierung rufen. Die Pest im Gouvernement Astrachan. Petersburg, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Aus dem Gouvernement Astrachan wird über 28 Fälle asiatischer Pest berichtet, von denen 25 tödlich ver⸗ laufen sind. Der russische Bericht Petersburg, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Be⸗ richt der Obersten Heeresleitung: In der Umgegend von Szawle, jenseits des Niemen und am Narew keine Veränderung; kleine feindliche Angriffe auf verschiedenen Abschnitten der genannten Front wurden abge⸗ wiesen. Am linken Weichselufer führte der Feind an der Front Osarnow— Zawichost starke Kräfte ins Treffen, doch hatte diese Offensive während des 26. Juni keinen Erfolg. In Gali⸗ zien ziehen sich unsere Truppen nach hartnäckigem Widerstande in die Front Bobrka— Zurawno auf Gnila— Lipa zurück. In der Gegend von Bobrka nahmen wir während unserer Gegenangriffe im Laufe des Tages 1600 Mann und 46 Offiziere gefangen; wir erbeuteten zwei. Maschinengewehre. * Die Rücktehr des Reichstauzlers. Wien, 28. Juni.(Cer. Frkft.) Der Reichskanzler Bethmann Hollweg und Staatssekretär Jagow sind gestern abend nach Berlin zurückgereist. Liebesgaben aus der Türkei. Auf die im Namen der türkischen Streitmacht vom National- verteidigungsverein zu Konstantinopel gesandte Liebesgabe hat der Kronprinz folgendes Telegramm an den türkischen General⸗ konsul v. Koch gerichtet:„Die so reichliche aus Zigaretten bestehende Liebesgabe des Nationalverteidigungsvercins zu Konstantinopel habe ich für meine Armee mit aufrichtigstem Dank entgegengenom⸗ men. Daß diese kameradschaftliche Spende von dem tapferen Bundesgenossen kommt, macht sie den Soldaten meiner Armee besonders wertvoll. Ich bitte den freundlichen Gebern in der Türkei meinen besten Dank zu übermitteln. Wilhelm, Kronprinz.“ Eine Nordseekonferenz neutraler Staaten? Berlin, 29. Juni. Das norwegische Storthing wird demnächst, wie das„Berliner Tageblatt“ meldet, der Regie- rung die Einberufung einer Nordseekonferenz vorschlagen, an der außer den skandinavischen Staaten auch Holland teil— nehmen soll. Diese Konferenz soll die Dreikönigskonferenz in Malmo fortsetzen und gerechtere Verhältnisse für die neu— trale Nordseeschiffahrt erzwingen. 3 3 3 8 95 91 0 35 8 1 8 5 5 1 1 5 * * 71 1 73 And daß die Schule nicht mißbraucht werden soll, wie es 8 Generalstab teilt von der Dardanellenfront mit: Bei u Donben wurden geschleudert. Bei Sebb⸗ül⸗Babr gegen unsere Bomben Drahtnetze vor seine Gräben zu spannen. von den Italienern, die hauptsächlich hohe Stellungen, strategisch 5 lich eine Abteilung ungarischer Truppen ein Maschinengewehr schaften und Tragtieren erschien. Ein einziger wagerech⸗ 1* . 1. Die amerttanischen Munitionslieferungen. Berlin, 29. Juni. In der heutigen Ausgabe des Roten „Tay veröffentlicht der Geheime Rat Meyer⸗Gerhard, der auf Wunsch des deutschen Botschafters in Washington der hie⸗f sigen Regierung über die in den Vereinigten Staaten herrschende Stimmung Bericht erstattet, einen Artikel, in dem es zur Frage der Munitionsliefevungen wie folgt heißt: Es ist leider nicht zu bestreiten, daß Aufträge über Lieferungen von großen Mu⸗ nitionsmengen an die Gegner Deutschlands in den Vereinigten Staaten übernommen und zur Ausführung gebracht worden sind. Ich habe allerdings den Eindruck, daß man in Deutschland geneigt ist, den Umfang der Aufträge für die Munition mit dem der ausgführten Lieferungen zu verwechseln. Bisher ist ein noch nicht fehr großer Teil der Bestellungen zur Ausführung gelangt. Der ungewöhnlich große Umfang der Aufträge, lediglich zum Zwecke der Munitionslieferungen, müsse von allen denen, die den Wunsch nach freundschaftlichen Beziehun⸗ gen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten im Herzen tragen, aufrichtig bedauert werden. Zur richtigen Beurteilung des amerikanischen Volkes ist aber zu bemerken, daß es in seiner über⸗ wiegenden Mehrheit die Munitionslieferungen mißbilligt. Wenn es zu einer Volksckdstimmung kommen würde, so ist mir verfichert worden, würde sich die Mehrheit des amerikanischen Volkes gegen die Lieferung von Munition aussprechen. Sven Hedin in Berlin. Berlin,.— i. 33 e 5 8 kurzem Aufenthalt wieder in Berlin eingetroffen, um von hier seine— nach Stockholm 3 Er war Zeuge der Siege in Galizien und zog mit den Siegern in das Lroberte Lemberg ein. g 5 N Die Blamen in Belgien. Haag, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Zeitung „Vaderland“ teilt mit: Die Utrechter Studentenabteilung des Allgemeinen Niederländischen Verbandes hat folgendes Schreiben von Professor Freiherrn v. Bissing⸗ München, einem Sohne des Generalgouverneurs von Belgien, erhal- ten: habe mit großem Interesse Ihre Mitteilung er⸗ halten. Was Sie darin fordern, nämlich daß für die Vlamen in Belgien ihre eigene Kultur, eigene Art und eigener Volksbestand erhalten bleiben soll, ist nicht nur in Ueber⸗ einstimmung mit meiner persönlichen Auffassung, sondern so viel ich weiß, mit der der deutfchen Regierung. Ganz unabhängig von der endgültigen Entscheidung über das Schürer Belgiens wird Deutschland, wie ich mit Gewißheit glaube, dafür aufkommen, daß den Vlamen ihr Recht werden dem eigenen Zeugnis der Wallonen die mit ihnen verbündeten Franzosen erstrebten, um die Vlamen, dies einzige nationale Element in Belgien, sich selbst zu ent⸗ fremden. Wir können um so eher dafür aufkommen, als wir uns stets naher Verwandtschaft und vieler geistiger Be⸗ ziehungen zwischen Deutschen und Vlamen bewußt waren, ohne dabei zu vergessen, daß vlamisch sein nicht bedeutet deutsch sein. *** Der türkische Bericht. Konstantinopel, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ari Bur nu fand wechselseitiges Artillerie- und Infanteriefeuer unterhielt die schwere Artillerie des Feindes seit dem 25. Juni nrittags ein heftiges Feuer auf unsere Gräben am rechten Flügel erzielte jedoch keinerlei Ergebnis. Auf dem linken Flügel brach ein nächtlicher Angriffsversuch des Feindes an mehreren Stellen in unserem Feuer zusammen. Der Feind war genötigt, zum Schutze Unsere Batterien auf der anatolischen Seite beschossen die feind⸗ lichen Infanterie⸗ und Artillerie⸗Stellungen bei Sedd⸗ül⸗Bahr erfolgreich. Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. Die Kämpfe in den Alpen. Berlin, 29. Juni. Zu den Kämpfen hoch in den Alpen berichtet Wirth in einem Telegramm aus dem Kriegs⸗ pressequartier an den„Berliner Lokalanzeiger“: Alles kommt darauf an, die Stellung so zu wählen, daß sich nicht nur die Ver⸗ teidiger hier einnisten können, sondern daß auch der Nachschub vom Feinde ungesehen vor sich gehen kann. Dieser Grundsatz wird oft ganz wertlose Spitzen besetzen, nicht beachtet. So konnte kürz⸗ in eine Stellung bringen, die den Nachschubweg für eine hoch gelegene italienische Position beherrschte. Man wartete, bis auf dem Steig deutlich sichtbar eine Kolonne von 40 Bedeckungsmann⸗ ter Strich aus dem Maschinengewehre, und Trag⸗ tiere und Bedeckungsmannschaften stürzten in die Tiefe. Seitdem ist, da der Nachschub nur auf schwierigen Umgehungswegen er⸗ folgen kann, die Situation auf dem Gipfel unhaltbar geworden. Die Italiener wagen aber nicht, den Berg zu räumen, weil das Herabklettern bei Nacht unmöglich, bei Tag aber unter den schwer⸗ sten Verlusten vor sich gehen müßte. n 0 Sir Edward Grey. Berlin, 29. Juni. Mit Vorbehalt ist eine der„Vossi⸗ schen Zeitung“ aus Rotterdam zugegangene Meldung zu ver⸗ zeichnen, daß auf der Tagung der liberalen Wahlvereine der Grafschaft London der Parteivorstand bekannt gegeben habe, daß nach ihm gewordenen zuverlässigen Informationen Sir Edward Grey endgültig aus dem Kabinett ausgeschieden sei. Die Lage des Papstes. Zürich, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue cher Zeitung“ meldet: Der italienische Ministerpräfident alandra hat dem Papst sein Bedauern über die Oeffnung mehrerer Briefe des Vatikans durch die italie⸗ nische Zensur ausdrücken lassen. Bryans Aufreten. London, 28 Juni.(Win Nichtamtlich) Die„Morni post“ meldet aus Washington unterm 25. Juni: Wer die tig lich intenswer werdende deutsche Agitation in Amerika gegen die Waffenaus fuhr aufmerksam verfolgt, ist be⸗ Unruhigt durch die Begeisterung, die Bryan gestern in New Jork entflammte. Die New Norker Zeitungen geben zu, daß die gestrige Versammlung an(Gfröße und Vegeisterung alle früheren Versammlungen, vor denen Bryan während seiner 20 jährigen po⸗ Ittischen Tätigkeit sprach, übertraf. Der große Saal von Madison⸗ Square-Garden, der 12 500 Personen faßt, war Überfüllt. . 6 nn Brhan hielt eine sehr geschickte Rede und griff di Zeitungen heftig an, die niemals für das amerikanische Volk Par⸗ tei nähmen, ihn während seiner ganzen politischen Laufbahn ge⸗ lästert und ihn als Staatssekretär beständig angegriffen und ver⸗ solgt hätten. Bryan sagte unter tosendem Beifall: Ich mußte schweigen, während diese Vertreter von Räuberinteressen mich zu ermorden versuchten. Jetzt bin ich frei und bereit, sie zu bekämpfen; sie sollen mich nicht ermorden. Bryan erklärte, er habe keinen N griff die New Vorker so schloß Bryan, eure Ueberzeugung dem Präsidenten bekannt⸗ zugeben, damit er gegen das unverschämte Geschrei derer, die fried⸗ liche Mittel verlachen. und nach dem Kriege heulen, unterstützt werden kann. Der pondent der„Morningpost“ fügt hinzu: Der Zweck dieser und ähnlicher Versammlungen ist, für ein Verbot der Waffenausfuhr Stimmung zu machen und die gesetzgebenden Körperschaften in diesem Sinne zu beeinflussen. TDieser Versuch wird zweifellos gemacht und ein gewaltiger Druck auf widerstrebende Kongreßmitglieder ausgeübt. Aber der Kongreß tritt erst im De⸗ zember zusammen, und die zweifellos vorhandene Möglichkeit einer sehr peinlichen Lage steht nicht zu unmittelbarer Erwägung, ob⸗ wohl sie nicht ignoriert werden darf. Der Seelrieg. Liverpool, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Lucen a“ wurde gestern von einem deutschen Unterseeboot bei Ballycotton an der Südküste von Irland versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. Rotterdam, 29. Juni. Dem„Rotterdamsche Cou⸗ rant“ wird aus London berichtet, daß ein deutsches Unterseeboot gestern mehrere Schiffe bei Youghal an der Südküste Irlands angegriffen und den Dampfer „Edith“ aus Barru, der sich auf der Reise von Silloth nach Cork befunden habe, versenkte. —— Sur Einnahme von Lemberg. Berlin, 28. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Aus dem Großen Hauptquartier erhalten wir über die Einnahme von Lem⸗ berg das folgende Telegramm: Anfangs September 1914 waren die Russen in Lemberg, der Hauptstadt Galiziens, die eine Ein⸗ wohnerzahl von 250 000 Menschen aufweist, eingezogen. Sie fühl⸗ ten sich während ihrer dortigen Herrschaft in der schönen Stadt, der sogleich ihr polnischer Name Lwow zurückgegeben wurde, außerordentlich wohl und gingen alsbald daran, Lemberg zu einer großen Festung auszubauen End zum weiteren Schutze dieses Be⸗ sitzes die befestigten Linien der Grodek⸗ und Wereszyca⸗Stellung zu schaffen. Die von den Oesterreichern erbauten Verteidigungs⸗ anlagen Lembergs wurden von russischer Seite verstärkt und er⸗ weitert, besonders auf der Süd⸗ und Südwestfront. Die bestehen⸗ den Bahnhofsanlagen wurden erweitert und eine Reihe Feld⸗ und Vollbahnen im Bereiche der Festung gestreckt. Um aber selbst für den Fall, daß die Grodek⸗Stellung durchbrochen würde und auf⸗ gegeben werden müßte, die Behauptung der Festung Lemberg zu garantieren, wurde, gleichlsufend zur Grodek⸗Stellung und an⸗ gelehnt an die Nordfront E der Festung, eine stark befestigte An⸗ schlußstellung gebaut, die sich auf den Höhen westlich der Bahn Lemberg— Rawaruska bis gegen Dobrocin hinzieht. Nachdem die Armeen des Generalobersten v. Mackensen die Grodek⸗ und Wereszyca-Stellung durchbrochen hatten, stießen deut⸗ sche Divistonen und die daran anschließenden Truppen der Ver⸗ bündeten auf die genannte Anschlußstellung. Die Mitte der Armee Böhm⸗Exmolli näherte sich gleichzeitig der Westfront Lembergs. Die Masse dieser Armee griff einen Feind an, der sich in südlicher Anlehnung an die Festung hinter dem Szezerzek⸗ und dem Sta⸗ vezconkabach gesetzt, zu erneutem Widerstande eingerichtet hatte. Es gelang, diese Stellung am Abend des 21. Juni an verschiedenen Stellen zu durchbrechen 1 die Angriffstruppen gegen die Be⸗ festigungen der Westfront Lembergs näher heranzuschieben. Deutsche Verbände unter Führung des Generals von der Marwitz erstürmten am gleichen Tage die wichtigsten Punkte der von den Russen zäh verteidigten Anschlußstellung. Sie zwangen dadurch den Feind, diese Stellung ihrer ganzen Ausdehnung nach zu räumen und öff⸗ neten nunmehr den benachbarten breed en Truppen die Bahn zu den Befestigungen der Nordwestfront der Festung. Am 22. Juni konnten somit die Werke der Nordwest⸗ und Westfront von österreichisch-ungarischen Truppen genommen werden. Schon um 5 Uhr morgens fiel das Werk Rzesng, bald darauf Sknilow und gegen 11 Uhr auch das Werk Lysa Gora. Dieses Werk wurde vom k. und k. Infanterieregiment Nr. 34 Wilhelm I., Deutscher Kaiser und König von Preußen, erobert. In dem Werk Rzesna wurden neben Geschützlafetten und Maschinengewe allein 400 Gefangene gemacht, die nicht weniger als 18 iedenen russi⸗ schen Divisionen angehörten. In dem Werke fand man neben Massen von Waffen und Munition auch eine große Menge un⸗ geöffneter Holzkisten mit Stahlblenden. Schon am Mittag des gleichen Tages betraten die siegreichen Truppen die galizische Hauptstadt, in der die Russen fast zehn Monate geherrscht hatten. Um 4 Uhr nachmittags zog der öster⸗ reichische Armeeführer in die völlig unversehrte, reich beflaggte Stadt. Auf den Straßen, in den Fenstern und auf den Balkonen standen Tausende und Abertausende von Einwohnern, welche die Befreier stürmisch begrüßten und die Kraftwagen mit einem Blu⸗ menregen bedeckten. Am nächsten Tage beglückwünschte in Lem⸗ der Festung, K. und K. General der Kavallerie von Böhm⸗Ermolli. S. M. der Deutsche Kaiser richtete darauf auf die Meldung vom 5 Lembergs folgendes Telegramm an den Generalobersten 81 E— Sie Kr, führt Empfangen zur Krönung Ihres glänzend geführten galizischen Feldzuges. zum Fall von Lemberg, meinen wärmsten Glügwunsch. Er vollendet die Operation, die, systematisch vor⸗ bereitet und schneidig und energisch durchgeführt, zu Erfol an Schlachten und Beutezahlen in mur 5 Wochen geführt hat, noch dazu in freiem Felde, wie ste selten in der Kriegsgeschichte zit erster Stelle diesen glänzenden Sieg, sodann Ihrer kampferprob⸗ ken Führung und der Tapferkeit der Ihnen unterstellten ver⸗ bündeten Truppen beider in treuer Kumeradschaft kämpfenden ich Sie zum Feldmarschall. Gez.) Wilhelm I. R.“ Gleichzeitig wurde der Führer des österreichischen Heeres, Erzherzog Friedrich, zum preußischen Generalfeldmarschall er⸗ nannt. Die treue Zusammenarbeit der verbündeten Heere hatte reiche Frucht getragen. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Juni 1915. * Geheimrat Biermann ordentlicher Professor der juristischen Fakultät Halle, ist als Hauptmann in Gali⸗ ien gefallen. Geh. Justizrat Joh. Biermann war der erte zahlreicher rechtswissenschaftlicher Werke. Sech⸗ zehn Jahre, vom 1. April 1896 bis zum 1. April 1912, war er Mitbürger unserer Stadt und ordentlicher Professor an der Landeshochschule. Der Verstorbene war Ritter des Eiser⸗ nen Kreuzes. Er hat ein Alter von 52 r Auszeichnung. Dem Wehrmann Gesreiten Heinrich Müller, Landwirt in PFolzheim, Kreis Gießen, von der 3. Mörser⸗-Mun.-Kol. Abt. III Fuß⸗Art.⸗Agt. Nr. 7 wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Die hessische Tapferkeitsmedaille erwarben sich Feldwebel K. Eggert, ehem. 10. Komp. Inf.⸗Regts. 116, durch erfolgreiche Führung eines Kraftwagens zur Fliegerabwehr. E. besitzt bereits seit Seutember das Eiserne uz; serner der Landwehrmann Franz Dettmann von Gießen beim Landw. Tausende kamen nicht hinein, ein halbes Dutzend Versammlungen wurden in Gebtuben in den umgebenden Straßen Streit mit Wilson, dem er helfen wolle. Das rechte Mittel ist, groß berg der Oberbefehlshaber General von Mackensen den Eroberer] de finden sind. Gottes gnädigem Beistund verbunfen wir an Fleischk e Schritstellerin Frl. eldendank. Die riftstellerin Papke indigten Vortrag über: KU n⸗ hielt am Sams tag den augekündigt Vesuch führte die Berke daß es eine Ehrensache der deutschen Frau sei, für armen verstümmelten Helden zu sorgen. Sie meinte namentlich die vollständig Erwerbsunfähigen, also die Ge⸗ lähmten, Blinden und total Verstümmelten, Für diese hat der Hilfsbund deutscher Frauen und Mädchen ein schönes 5 es Heim in Bad Sachsa geschaffen, das die Vor⸗ tragende selbst leitet. Diese werden dort nicht nur vorüber⸗ gehend, sondern ihr ganzes Leben an Leib und Seele ge⸗ pflegt. Der Hilfsbund zählt bereits mehrere tausend glieder in ganz Deutschland. Auch in Gießen meldete sich gleich eine Anzahl Frauen und Mädchen, um an den⸗ patriotischen Werk mithelfen zu können. Die Leitung der Gießener Ortsgruppe liegt in den Händen der Frau Pe⸗ ters, Frankfurter Straße 29. Diese ist gerne zu jeder weiteren Auskunft bereit. * Unsere Regimentskapelle im Felde. Herr Obermusikmeister Löber sendet uns aus dem Felde die Vortragsordnung eines Kirchenkonzertes zu H., bei dem auch die Kapelle der 116er mitgewirkt hat. Die Musiker brachten das Vorspiel zu Parsifal von R. Wa und das Niederländische Dankgebet zum Vortrag. Bei dem*— dem ein auserlesenes Programm zugrunde lag, wi u. a. weiter noch Opernsänger Clemm der erste Bassist der Königsberger Oper, sowie ein Kriegsm mit. — Wie Herr Löber schreibt, war die lle zu der be⸗ treffenden Zeit 15 einem Landsturmbataillon abkomman⸗ diert, wo sie die Musik zu Wachtparaden, Promenaden⸗ und Stadtparkkonzerten zu stellen hatte. Vom Stadttheater. Ferdinand Steinhofer, der jugendliche Held unserer Bühne, hat ein Engagement nach Braunschweig angenommen und wird, wie wir hören, nicht mehr nach Gießen zurückkehren. Der talentvolle und vielversprechende Künstler wird für unser Theater umso schwerer zu ersetzen sein, als wohl sehr wenig in Betracht kommende Kräfte von der Einberufung verschont geblieben sind. 5 Die Bocksche Gemälde⸗Sammlung, die der Fabrikant Bock in Berlin zum Gedächtnis seines auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohnes seiner Va. Gie gestiftet hat, wird von Sachverständigen auf rund 100 60 Mark geschätzt. Die Sammlung besteht aus fo Stücken: A. v. Menzel: Kopf eines alten Mannes 3 Licher ng n Dragoman des 1 Bristol(Zei 905 2 seines eufel unter den Billardspielern(Federzei 93 blätter: Fichtenwald bei Sturm Gaßtell Moll: mersches Seebad(Aquarell); W. Leibl: Bildnis Mitschülers Weiß(Oel); Melchior Lechter: 2 Land⸗ schaften(Oel), Damenbildnis(Oel), Kareisee(Oel), Tripty⸗ chon(Temperafarben), Landschaft:„Es lacht die Aue“(Oel); Franz v. Lenbach: Bildnis Richard Wagners(Oel); Franz v. Stuck: Amor triumphator(Oel), Dämmernacht(Oel); Kockock: Landschaft(Oel); C. F. Deicker: 2 Hunde⸗ studien(Rauchbilder); Willi Hammacher: Riviera(Oel); Kurow: Alte Dame bei Lampenlicht(Oel); Graeßel: 2 Enten(Oel); Ludw. Dettmann: inerwerkstatt, Weihnachten im Wartesaal(beides. nungen), Land⸗ schaft in Holstein(Aquarell); Walter Leistikow: Wald⸗ ecke(Del), Gotth. Rühl: Der Netzfischer(Del); J. Puy: Junges Mädchen(Oel): Max Liebermann: Wellen (Aquarell), Kinderspielplatz(Kohle); Israels: Ratten⸗ pinscher(Federzeichnung); Hans Peller: Mephisto(Del), Varietés(Oel), Der Perlenkönig(Oel), Der Pascha(Del); Angelica Kaufmann: Damenbildnis(Oel); Dietrichs: 2 Studienköpfe(Oel); Schütz(Goethefreund): 2 Main⸗ landschaften(Oel); Steinkopf: 2 Landschaften mit Tieren (Oel); Carlo Dolce(Schule): Betender Engel(Oel); Rob. 9 Tischbein: Madonna(Oel); Deicker Vater: tiker Ofenschirm mit 9 Porträts kursächsischer Fürstlich⸗ keiten(Silberstift mit Aquarell), Polnischer Ritter(Oel), Nymphen von Satyrn überrascht(Oel); Arland, Alk⸗ Genfer Meister: Damenbild(Elfenbeinminiatur); Stade⸗ mann: Mondscheinlandschaft(Oel); Duck: Mücken und Spinne(Oel); Meister unbekannt: Blumen-⸗Still⸗ leben(Aquarell), Marmorkopf(Altgriechisch).— Die Samm⸗ lung wird, wie wir erfahren, spätestens Ende September hier eintreffen. 5 * Ernteflächen⸗Erhebung Bekanntlich soll in der Zeit vom 1. bis 4. Juli d Befragen der einzelnen Landwirte die Größe der Getreide⸗ und Kar⸗ toffelflächen ermittelt werden. Eine Schwierigkeit be⸗ steht darin, daß außer dem Reichsmaß(1 Hektar= 100 Ar) noch andere Maße im Gebrauch sind. Das Hektar hat vier hessische Normal-Morgen; außerdem gibt es aber noch an⸗ re. worauf der Zähler ganz besonders zu achten hat. Ein Ar hat 100 Quadratmeter, ein hessis Normal⸗ Morgen(= 25 Ar) hat 2500 Quadratmeter und ein Hektar hat 10 000 Quadratmeter. Die landwirtschaftliche Bevölke⸗ rung wird dringend ersucht, den Zählern das i ne dee e eee 125 ie urch, e wirt im us wie groß seine Ernteflächen sind. 128 8 innt durch die herrschende ei N55. 1 5 2 ist deshalb allenthalben bestrebt, den als Ri geeigneten Klipp⸗ und Salzfisch als snahrungs⸗ mittel einzuführen. Da der Fisch und seine Zubereitung e hier noch wenig bekannt sind, wird dieser Tage auf Ver⸗ anlassung des Oberbürgermeisters und des Aliceschulvereins ein Vortrag darüber mit Kostproben veranstaltet werden. Auch soll in Gießen eine Verkaufsstelle den. Wir empfehlen die betreffende Bekanntm g im Anzeigenteil der Beachtung der Hausfrauen. Feriensonderzüge. In einer in Frankfurt a. M. abgehaltenen Konferenz von Vertretern der verschiedensten Eisenbahndirektionen und Bahnbehörden wurden über die Art und den Umfang der diesjährigen Fer iensonder⸗ züge die grundlegenden Beschlüsse gefaßt. Die Absicht, in diesem Jahr mit Rücksicht auf die große Inanspruchnahme der Eisenbahnen durch die Heeresverwaltungen von der Ab⸗ lassung der Feriensonderzüge gänzlich abzusehen, wurde auf⸗ gegeben. Es sollen in beschränktem Maße und zu den üblichen Fahrpreisermäßigungen Sonderzüge eingestellt werden. Wegen des Kriegszustandes wird jedoch eine Ge⸗ währ dafür nicht gegeben, daß die geplanten Sonderzüge fahren und die vorgesehenen Anschlüsse erhalten. Ferner wer⸗ mic enge A. Beige: Ves ißt Lerche e nicht gefahren. Die übrigen e ich in Bahnen der bisherigen Bestimmungen. e. * Die Anlagen an der Universität. Das Rektorat der Universität bittet der hervorgetre⸗ der Nähe der Universität dahin zu lagen vor und hinter der Aula von treten wirken, daß Kindern e alter Leute(Oel); Künstler unbekannt: An⸗ tenen Unzuträglichkeiten die Angehörigen von Kindern in cht be⸗ . errichtet wer⸗ 1 wurden in einem Garten Pflückerbsen gestohlen, während eines N 6 * ö ee en dess m 10 81 uu. d 5 9 andes am 78 richten in N 1 untersagt. Dem Verbot liegt der Gedanke Landkreis Gießen. . 28. Juri. Samstag abend fand ganz in Dorses, im Tale der Lumda, eine gemeinsame der Orte Lollar, Rutters⸗ 2 782 F en das Nachtgesecht äußerst interessant, so daß aus dem sich zahlreiche Zuschauer einfanden. Bei der Uebung zeigten die jungen Leute, die die bisherigen Uebungen regelmäßig besucht —. eine ganz bedeutende Selbständigkeit und Sicherheit Momente 5 zu handeln. Nach der Uebung —. die Wehren am nördlichen Ausgange des Dorfes. Das— 1 Lied:„O— hoch in Ehren“ erscholl, von Ti begleitet, in nächtlicher Stille durchs Tal. Bahnhofs⸗ Reitze⸗ Lollar hielt noch eine kurze kernige Ansprache an die 4— Leute. Er gedachte besonders derjenigen, die wohl bald ins Heer eintreten werden. Dort werden diese gut verwenden können, was sie hier spielend gelernt. Zahlreiche Wamtesschreiben t r Rekruten an die Führer der Jugendwehren beweisen Behmrptung. Auf das dreifache Hoch auf das „seine Wehr, seine Führer und seinen geliebten . Dann rückte man in allen Richtungen ab in die.. Quartiere.— versehen wird. — Inheiden, 27. Juni. Seit einiger Zeit ist eine Spitzbuben. gesellschaft daran die Gemüsegärten zu plündern. So anderen Besttzers Salat mitgehen geheißen wurde. lingt er bald, die 2 5 1 Dieb zu erwischen. Hoffentlich ge ⸗ O Grünber 28. Juni. Während schon am Freitag ver⸗ chläge hier niedergingen, folgte in nntag kurz vor Mitternacht Lin bete es Gewitter, das uns ergiebigen Regen brachte. Die Nachtübung der hiefigen Jugendwehr mußte wegen des ken Regens unterbleiben— Zur Na⸗ tionalspen de für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen ier 605 Mark gefammelt.— 5 iesige Obst⸗ und Garten bamwerrin will zur Bekämpfung des schädlichen Kohl⸗ weißlings sich die Mithilfe der Schuljugend sichern und hat daher 45 10 Pr 5 Fang von 25 Schmetterlingen dieser Gat⸗ tung mit 10 zu belohnen 1 ungen, 29. Juni. chri: Eine Nunslecssche Darbietung ganz rt du wir —. stlerin, sprach zu im Schiosse zu Hungen erleben. Jo⸗ schar. Sie trug in vollendeter Weise einige ihrer tief emp⸗ Dichtungen vor aus ihrem 8 Buch 9(Dem Schaffen der Künstler in die licklich im Hungener Schloß weilt, waren im Feuilleton des 8 Anzeigers“ schon einige Ausfüh⸗ rungen Ned.) Innerstes menschliches Fühlen und Erleben spricht aus ihren Worten, die uns zum Teil in der Fabeln aus der kleinen Tier- und Pfl von zenwelt ae zum vollen Verstehen ihrer feinen uetten⸗ n kreichen Gäste in einen stimmungsvoll geschmückten Raum, um Silhouetten uten— ehen der nheit lde dee eren. der Natur aufs kleinste dae e fenbaren sich als eine große t, mit —— u f 03* „ 12 b ee at cher einen e 8 1 3 es ist zu begrüßen, daß ihre Werke in Wort und Bild au che Buchform erschienen — n Mn 1 0 0 der Ausstellung ist für bestimmt. Ein ansehnlicher Betrag konnte 2 9 es ist zu hoffen, daß sich t zahle ä einfinden. Bis zum Freitag ist die jeden Nachmittag von 6—8 Uhr zugäng⸗ lich. Dem N Kunstsinn der Frau Prinzeß zu Solms⸗ Braunfels ist es zu danken, daß uns dies alles geboten wird, was sonst nur in einer größeren Kunststadt möglich ist. Kreis Schotten. Laubach, 29. Juni. Dem Oberjäger Karl Lamm, so- wie dem Jäger Georg 1 beide aus Laubach, vom Jäger- Bataillon 11(Marburg), 1 Kompagnie, wurde die Hesfische Tapferkeitsmedaill e verliehen. Ersterer ist Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse. Kreis Friedberg. — Aus der Wetterau, 28. Juni. Endlich haben wir nun den lange ersehnten Regen erhalten. Nun ist der drohende Futtermangel nicht mehr zu befürchten. Das Setzen der Dickwurz und der Gemüsepflanzen kann nun ohne Wasserfahren beendet werden. Bereits rüstet man sich zur Ernte. Die Winter⸗ gerste ist ausgereift und wird gegenwärtig geschnitten. Auch das Korn auf trockenen Aeckern ist schnittreis. 14 Tage werden wir der vorjährigen Ernte voraus sein. Trotz der Trockenheit werden Korn und Gerste einen vorzüglichen Körnerertrag liefern, der in erster Linie der windreichen Blütezeit zu verdanken ist. Starkenburg und Rheinhessen. r. Aus dem füdlichen Odenwald, 27. Juni. Der schon so lange ersehnte Regen ist nun auch über unsere Gegend in reichem Maße niedergegangen. Der Regen kam den Fluren sehr zu statten. Vor allem hat er es ermöglicht, daß die Erd- gewächse aus den Gärten auf die Aecker gesetzt werden konnten. eine Arbeit, die sonst um diese Zeit schon längst getan war. Von größtem Nützen war der Regen auch für die Kartoffeln, die bei der bisher herrschenden großen Trockenheit bald abgestorben wären. — Zurzeit ist die Heidelbeerernte im Gange. Die Hoff- nungen auf eine gute Ernte, die man erwartet hatte, scheinen sich nicht zu erfüllen. Die große Trockenheit der letzten Zeit hat auch den 3 viel mehr geschadet, als man allgemein annahm. Hessen⸗Nassau. 3 ane 28. Juni. Hier ereignete sich der merkwürdige Fall, daß ein in der stalt untergebrachter Soldat, der im Felde beim Granatfeuer t a u b st um m geworden war, beim gestrigen Gewitter so erschrak, daß er 8 und Gehör plötzlich wieder fand. Man ist gespannt, ob die Gesundung anhält.— Wie jetzt festgestellt ist, handelt es sich bei dem kürzlich bei Niedermemment K Mann um den Holzhandler Christ. Becker VI. aus Niedereisenhausen im Kreise Bieden⸗ kopf.— Bei Fankeiten auf dem lutherischen Kirchhofe, wo in 775 1 die Toten begraben wurden, stieß man auf alte räber h. Frankfurt a. M., 29. Juni. Samstag früh hat der Landsturmmann Creter, 8 er gerade aus dem Felde heimge⸗ kehrt war, aus Eifersucht seine Ehefrau mit einem Messer er- stochen. Der Täter, dem die Frau alle ihre Ersparnisse ins Feld geschickt hatte, wurde verhaftet.— Heute wird mit dem Ver- kauf von städtischem gefrorenem Schweinefleisch zum Preise von 1,30 Mk. das Pfund in etwa 30 Verkaufsstellen begonnen. Das Fleisch wird nur an Minderbemittelte gegen Vor- zeigung der Brotkarte abgegeben. fe. Frankfurt a. M., 27. Juni. In landwirtschastlichen Kreisen tritt Landes-Oetonomierat Siebert Frankfurt für die Anpflanzung des Zuckermais(Sweet Corn) in hiesiger Gegend ein, der in Amerika seit langem ein in allen Schichten der Be— völkerung verbreitetes und beliebtes Volksnahrungsmittel ist. Sechs seinste Sorten von Zuckermais empfiehlt er zur An pflanzung, deren Aussaat jetzt Ende Juni noch erfolgen kann, so daß im September die Ernte eintritt. Auf 1 qm Land können 35 bis 40 prachtvoll gereiste große Maiskolben geerntet werden. Selbst gedüngter Sandboden in sonniger Lage ist zu empfehlen und liefert eine tadellose Qualität, vorausgesetzt, daß für Deutschland ausgeprobte Sorten angebaut werden. h. Frankfurt a. M., 27. Juni. der Küchenabfälle der sigen Haushaltungen zu Futterzwecken in der Landwirts der Umgegend hat einen darartigen Umfang angenommen, daß jetzt täglich rund 450 Zentner Abfälle aus der Stadt gefahren werden. Auch die Sammlung von Knochenabfällen zu gewerblichen] Zwecken und zur Herstellung von Düngermitteln hat, ob⸗ wohl gel. kurze Zeit bestehend, bereits reiche Erfolge auf⸗ zuweisen Die Vertretung Handel. —Gewerkschaft Louise Brauneisenstein⸗Berg⸗ werke Homberg an der Ohm. Der Grubenvorstand be⸗ schloß, für das zweite Quartal eine Ausbeute von Mk. 40 pro Ku zu verteilen(im ersten Quartal Mk. 30). 2— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Vou der Nordsee erstreckt sich über die Ostsee nach Polen un! Rußland hin eine Furche tiesen Druckes. Wir bleiben am Nord rande der Depression und haben mit Fortdauer der bestehenden Witterung zu rechnen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 30. Juni 1918 Bedeckt, zeitweise leichte Niederschläge, kühl, südwestliche Winde. Tehte Nachrichsen Der Eindruck des Falles von Lemberg in Griechenland. Athen, 29. Juni. Der Einnahme von Lemberg wird in hiesigen maßgebenden Kreisen die gebührende Bedeutung bei⸗ gemessen. Von neuem sieht man die Umsicht und Klugheit der Neutralen erwiesen, die im Gegensatz zu Venizelos! übereilter Politik die Meinung vertreten haben, daß eine Politik des Ab⸗ wartens geboten sei. Einige Olatter führen aus, Italien beginne daß die Dinge für es jetzt keinen guten und bemühe sich einen Aus⸗ gleich zwischen den divergierenden Ba kanstaaten herbei⸗ zuführen, indem es eine Zusammenkunft von Ver⸗ tretern dieser Staaten in Rom“ vorschlägt, aber schwerlich werde irgend einer der Balkanstaaten dieser Tage auf die Seite des Vierverbandes treten. Die Räumung Galiziens durch die Russen hätte vorläufig den Balkanstaaten jede Lust am Kriege genommen. Für Griechenland bestehe, abgesehen von den Differenzen mit den übrigen Balkanstaaten, ein derartiger Interessengegensatz zu Italien, daß schon die Tatsache, daß— Vorschlag zu einem Ausgleich zwischen den Balkan staaten von Italien ausgehe, zu einer Ablehnung führen milsse. Aus Italien. Bellinzona, 29. Juni. Gestern abend 9 Uhr reiste Mi⸗ nisterpräsident Salandra von Rom nach dem Großen Haupt⸗ quartier ab. Zu der Reise Salandras veröffentlicht die„Stampa“ als römische Information die Mitteilung, man stehe eicht am Vorabende wichtiger diplomatischer Ereignisse, an denen Italien starken Anteil nehme. Diese beträfen die Verhandlun, über die Teilnahme der Balkanstaaten am Kriege. Der 5 5 Augenblick über die Stellungnahme der Balkanstaaten nahe heran. Der serbische Gesandte in Rom äußerte zu u einem Journalisten, Serbien denke nicht im Traume an einen Separatfrieden. Es sei doch sicher, daß man auch in Deutschland und in wisse, daß die Jentralmächte völlig geschlagen wären.(1). bien wolle mit Italien in gutem Einvernehmen leben. Die„Morning Post“ meldet aus Rom, daß die Montenegriner nach der Besetzung von San Giovanni di Medua auf Alessio mar⸗ schieren. Nirgends finden sie ernstlichen Widerstand. König Ferdinand von Rumänien. Rotterdam, 29. Juni. Ueber Kopenhagen wird aus Bukarest gemeldet, daß König Ferdinand von Rumänien sich mit seiner Gemahlin und seinen Kindern in den nächsten Tagen zum Sommeraufenthalt nach Sinaia be⸗ geben werde. Die Vorbereitungen zu der Uebersiedlung sind bereits getroffen worden. Tirana als Besitz Essad Paschas. Kopenhagen, 29. Juni. Aus Nisch wird nach gedrahtet: Die Serben traten Tirana an Essad Pascha ab. Sie erkannten sein Recht auf diesen Bezirk an. jetzt einzusehen, Verlauf nehmen, Wundsein der aut ist eine e Erscheimung, 1 sast jeder Mensch, namentlich bei dem Uebergang zum worfen ist. Am häufigsten werden kleine Kinder besallen⸗ 7 und Zugluft, Staub, Rauch, Nässe und Kohlendunst, 5— namentlich, tun das ihrige, dieses allgemeine Hautwundsein zurufen. In allen Fällen Jind Waschungen mit ee e Seife von gutem Erfolg. In einer Familie, in welcher ider 2 555 sollte niemals Obermeyer's Herba ⸗Seife fehlen. Ober⸗ meyer's Herba-Seife ist in allen Apotheken, 3 und Par/ fümerien à Stück 50 Pfg., e Präparat 1 Mk. erhältlich 2% hy Kaffee Haag und seine Güte. Die Kenner haben Wen lange sestgestellt daß infolge seiner sorgsamen Bearbeitung, die auch eine besondere Ober⸗ flächenreinigung vorsieht, die Geschmacks⸗ und Aromaeigenschaften von Kaffee Hag, des coffeinfreien Bohnenkaffees, zu einer hohen Vollendung entwickelt worden sind. Ein Vergleich zwischen gewöhnlichem Kaffee und coffeinfreiem Kaffee Hag wird, wenn die Aufgüsse in neutralen Tassen ohne Bekanntgabe des Inhalts vorgesetzt werden, zu Gunsten glades des letzteren ausfallen. Wir bitten, diesen Versuch zu machen. Kaffee Hag ist bei Ihrem Kaufmann erhältlich. ler SIROEDER Eigenes deutsches Erzeugnis ersetzt alle englischen Marken 5 onsum⸗ ble Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Die Auszahlung der Familienunterstützungen für bis 15. Juli 1915 an die Angehörigen der zum Heeres dien Einberufenen findet statt: a. Reichs- und Kreisunterstützung: Giessen und Umgegend 1 = An diejenigen, deren Namen beginnen mit Donnerstag, den 1. Juli Freitag, den 2. Juli. b. Städtische Unterstützung(Mietszuschuß): 5 leinen fabatt-Harlen stellen gegen Rückvergätungsscheine von Init Imi F 5 ieee Vor- ein femmes Har menr 2 Lorbeugungs mitt Beste und bnligste Haarpflege vones, 8 Hau „JTorzudquche Reimigund des Haarbodqdens el gegen Haarausian Emi nur mi dem scherzen Kopf anemnge renn Hens Schworzkopt. G. rn. b. H.. Berun. Erhältlich in Apotheken, Drogerien, Partumerle- und Friseur- Oeschisten. 20 Mark . ö ü 5 sind bis zum 30. Juni in den Verteilungs- U b umzutauschen. von 20 Mark müssen in der Zeit vom 1. bis 15. Juli im Zontor, Schanzenstraße 16, oder in den Verteilungsstellen, möglichst aber in den Vormittagsstunden, abgeliefert werden. Hlerzu ist der Anteilschein oder dle Ouittungskarte mitzubringen. 8 Die fückvergutungsscheine An diejenigen, deren Namen beginnen mit 2 Samstag, den 3. Juli 1 Montag, den 5. Juli. c. An ene die Mietbeträge abholen: Dienstag, den 6. Juli. Die Auszahlungen finden von im Stadthaus, Zimmer Nr. 16, statt. Oeffentlicher Impftermin nächsten Mittwoch, nachmittags 5 Uhr, in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8. 5237 B Pferdemusterung. Laut Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen vom 5. Juni 1915 soll festgestellt werden, wieviel Pferde für eine demnächstige Aushebung noch zur Ver⸗ fügung stehen. Zu diesem Zwecke wird jedem Pferde⸗ besitzer demnächst ein Zählbogen zur entsprechenden Aus⸗ E füllung zugestellt. Besitzer von Pferden innerhalb der N Gemarkungen Gießen und Schiffenberg, die bis zum 1. Juli ds. Js. keinen Zäblbogen erhalten baben, sind ver⸗ pflichtet, dies hierher mitzuteilen. Den mit der— der Fut er ben Ifen ten Personen ist jede gewünscht Auskunft über den Pferdebestand zu geben und das 8—1 Uhr vormittags 5446 — an die Mitglieder zurückvergütet Die Auszahlung dér Rückvergütung erfolgt im Oktober nach der General- Versammlung.— Im 3 Jahre wurden gegen 35000 Mark in bar treten der Stallungen zum Zwecke der Jacht wachten gestatten. Wer über seinen Pferdebestand nicht rechtzeitig die erforderlichen Angaben vollständig und richtig macht, hat Sien de zu gewärtigen. Gießen, den 24. Juni 1915. Der Oberbürgermeister: 75 Keller. scheidende N 1 In der Blüte weggerissen Ruhst in fremder Erde Du, Nimm aus heisserschnter Heimat Unsere Tränen mit zur Rub. In Feindesland starb in der Nacht vom 19. auf 20. Juni den ehrenvollen Heldentod fürs Vaterland unser braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Enkel und Neffe Karl Kessler, Bankbeamter Musketier im Infanterie-Regiment Nr. 186, Il. Kompagnie(früher 10/7) im Alter von 22 jahren. 5 N In tiefem Schmerz: Familie Phil. Kessler. Lang-OGöns, den 27. juni 1915. Am 19. Juni starb im Feldlazarett infolge seiner kurz vorher erhal- tenen schweren Verwundung den Heldentod fürs Vaterland unser lieber, herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Ernst Geitz, stud. med. vet. Kriegsfreiwilliger Gefreiter im Infanterie- Regiment 118 im Alter von 20 Jahren. Am 26. Juni verschied zu Bad-Nauheim unser lieber A. H. Apotheker Alfred Hahn Ehre seinem Andenken! 1 Die Landsmannschaft Chattia. Erwin Fritz A, * C V H b N r 0 0. 12 n 8 a2 Sonntag, 4. Juli 1915: Hauptversammlung des V. H. C. auf dem . MNoherodskopf. Näheres durch den Vorsitzenden. Anmeldungen 8 für Uebernachten und zum Mittagessen sind um 8 Für alle Beweise herzlicher Teilnahme gehend an den Vorsitzenden zu richten. 5455 D 0 au unserem schweren Verluste sagen wir F Holzsubmission. tiefgefühlten Dank. 5 8 8 2 5 2 Freitag, den 2. Juli l. Is., vormittags 8 Familie H. Müller. 7 uhr, wird nachverzeichnetes Holz(ꝰWinterfällung) aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf an 8 Gießen, den 29. Juni 1915. 15 der Lumda im Submissionswege vergeben. 8 1 0 10 Forstwartei I. eee, 0 75 PPC 11 Eichenstämme unt. 25 Ztm. Drchm. mit 3,31 Fstm. 8 Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: C. Geitz, Oberbahnassistent. Gießen, den 29. Juni 1915. 0 Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. ö 0 0 0 00 ooοοοοοοο Heute morgen 1 ¼ Uhr entschlief sanft unser guter Onkel Johannes Bierau im Alter von 76 Jahren. 0 0 0 0 8 5 0 Oo* Die trauernden Hinterbliebenen: . Vortrag im Anatomischen Institut (Bahnhofstraße) 15365 Mittwoch, den 30. Juni, 6 Uhr. B. Noelting: Blumenkohl, 20 Ztr. prima Rhabarber, 20 Ztr. Erbsen, 15 Ztr. dicke Bohnen, über 1000 Stück extra dicker Kopfsalat(ohne Schuß), 400 Gebund große Möhren, sowie Tomaten, neue Kartoffeln, Schnittbohnen, Wirsing, Rotkohl, Weißtohl, getrennt, verschlossen, mit Aufschrift versehen, bis zu obigem Termine auf hiesiger Bürgermeisterei einzu— reichen, wo auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder sonstigen Bemerkungen werden nicht be— rücksichtigt.— Forstwart Krieger zeigt auf Wunsch 7 620040.—„ Buchenstamm 1. Kl. mit 1,51 Fstm. o Jassamerlicug o Familie Karl Vierau. A chtun 1 Achtun 7 Buchenstämme 2. Kl. mit 5,59 Istm. e 3 5 5 8 8 14 Buchenstämme 3. Kl. mit 14,39 Fstm. 75 2 8 Lollar, den 28. Juni 1915. 5 Morgen Mittwoch, den 30. Juni 10 eee 5 1 7 50 Fstm. 05 725 . g 1 rstwartei II.. 5 Die Beerdigung findet Mittwoch, 8 8 des Hotel Felsenteller in Gießen: Buchenstämme 2. Kl. mit 2,01 Fstm. eee nachmittags um 2½ Uhr statt. 5. f 8 Buchenstämme 3. Kl. mit 9,46 Fstm. 0 8 * ra gro er Verkan 12 Buchenstämme 4. Kl. mit 8,07 Fstm. os 5— prima frischer Waren aus einem Waggon. Die Angebote sind nach Klassen und Forstwarteien C0600 Ueber 1000 Gurken, zirka 500 Stück großartiger 1 Einkoch⸗ Apparate und Gläser nur bekannte Fabrieate kaufen Sie preiswert bei 2. 5 Erdbeeren, Obft, Apfelfinen, Zitronen, das Holz vor. 33 Die baltischen Deutschen und ihr Land. Zwiebeln ꝛc. ꝛc. Alles ausnahmsweise billig. Allendorf a. d. Lumda, den 26. Juni 1915. J. E. Ammer, Der Ertrag ist für Kriegs- Wohltätigkeit bestimmt. 3420 Klein, Göln. Großherzogl. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Haus; Aenne Eintrittspreis zu 30 Pfg. abends an der Kasse. Wees es ese Rein. 5415 eee Unser Sammer-Jdumunqes. beginnl Connerslag, den I Huli 91 Nariipiasg 4 9 Febr. mnleuser