5 3 Blatt ö * Nen Nag ak So— agen: v rn wöchentlich Gietzener Famil ienblütter; uveumal wöchentl. Kreis dlatt für den Kreis Setzen (Dienstag und A ban zweimal mo wirtschaftliche deitfr Nerusprech · Auschlüße: für die Schriftleitung113 Verlag, Geschafts stelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. von gen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. die Russen wieder in weiterem Rückzug. Ein italienisches Torpedoboot versenkt. 0 (TB.) Großes Hauptquartier, 26. Juni. (Amtlich.) l g Westlicher Kriegsschauplatz. Die seit Tagen ununterbrochen geführten Nahkämpfe um die noch in der Hand des Feindes befindlichen Teile unserer Stellungen nördlich von Souchez und halbwegs Shuchez⸗ Neuville sind abgeschlossen. Heute nacht wur⸗ den die letzten Franzosen aus unseren Gräben geworfen. Zu ihrer Unterstützung hatte der Feind noch gestern abend frische Kräfte, sowohl beiderseits des Lorettohöhe, wie südlich Souchez zum Angriff vorgeführt; sie wurden abgeschlagen. In der Champagne, bei Sougin sprengten wir Teile der feindlichen Stellung. Oestlich Perthes vernich⸗ teten die Franzosen eigene Verteidigungsanlagen durch Fehl⸗ sprengungen. l Auf den Maashöhen westlich von Combres wurde hart gekämpft. Dort setzte der Gegner beiderseits der Tranchée viermal mit stets neuen Truppen in einer Frontbreite von etwa drei Kilometern zu tiefgegliederten Angriffen an. Diese brachen tagsüber überall schon in unserem Feuer zusammen. Wo der Feind in unsere Gräben drang, wurde er unter großen Verlusten im Handgemenge zurückgeworfen. Im Nachstoß eroberten wir westlich der Tranchse eine vorgescho⸗ bene feindliche Stellung, östlich derselben hält der Feind noch ein kleines Stück des am 20. Juni eroberten Grabens. Angriffe des Gegners auf unsere Vorposten bei Lein⸗ zrey(östlich von Lunsville) schlugen fehl. eit Beginn des großen Ringens bei Arras kämpfen dort unsere Flieger mit ihren Gegnern um die Vorherr⸗ schaft in der Luft. Beide Teile hat der Kampf Verluste ge⸗ kostet. Die unseren waren nicht vergeblich. Seit einigen Tagen haben wir sichtlich die Oberhand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Württembergische Regimenter erstürmten südöstlich Oglenda(nördlich Praszuysz), beiderseits des Murawk⸗Baches, russische Stellungen und hielten sie gegen mehrere, a N trug 636 Gefangene und vier Maschinengewehre. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generals v. Linsing en ist im fort⸗ schreitenden Angriff auf dem nördlichen Dnjestrufer. Das rechte Ufer wird vom Gegner noch bei Ha lycz ge⸗ halten. Seit Beginn ihrer Angriffe über diesen Fluß am 23. Juni nahm die Armee 3500 Mann gefangen. Zwischen Du jeste und der Gegend ö stlich von Lem⸗ berg wird weiter verfolgt. Oberste Heeresleitung. (WTö.) Großes Hauptquartier, 27. Juni. (Amtlich) 5 1 Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Reben der Kathedrale von Arras stehende feindliche Artillerie wurde von uns beschossen; ein Munitionslager flog in die Luft. 8. In den Argonnen nordwestlich von Vienne le Chateau wurde ein Grabenstück gestürmt und gegen mehrere franzö— sische Gegenaugriffe gehalten. 5 Nachdem wir auf den Maashöhen in den letzten Tagen die Versuche des Feindes, sich in den Besitz des ihm am 24. Juni entrissenen Geländes beiderseits der Tranchee zu setzen, vereitelt hatten, überraschten wir den Gegner gestern mit einem Angriff auf den Höhenrücken hart südwest⸗ lich von Les Eparges; er war nach kurzem Kaupfe in unserer Hand. Der Gegner machte während der ganzen Nacht Anstrengungen, den Rücken wieder zu nehmen; alle seine An⸗ griffe schlugen fehl. 2 Die Angabe in der amtlichen französischen Mitteilung vom 26. Juni über die Fortnahme von vier deutschen Maschinengewehren zbei Ban de Sap ist erfunden. Der Feind ist nach seiner Niederlage dort nirgends bei seinen Gegenuangriffen auch nur bis in die Nähe der von uns er⸗ oberten Stellung gekommen. Hingegen hat sich unsere Beute auf 268 Gefangene, 2 Revolverkanonen, 5 Maschinen⸗ gewehre, 7 größere und kleinere Minenwerfer erhöht. 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Aenderungen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 0 Deutsche Truppen haben nach hartem Kampfe die Höhen des nördlichen Dujestr⸗Ufers zwischen Bukaczowcee(nord⸗ westlich von Halycz) und Chodorow gestürmt und in der Verfolgung die Gegend von Hrehorow(halbwegs Zurawno— Rohatyn) erreicht.. Feindliche Stellungen nordwestlich von Rawa⸗ ruska wurden von hannoverschen Truppen genommen; wir machten dabei 3300 Gefangene und erbenteten mehrere Maschinengewehre. Auch bei dieser Gelegenheit wandten die Russen ihren Brauch an, unsere Truppen durch Winken mit weißen Tüchern heranzulocken, um sie dann niederzuschießen. Diese russischen Truppenteile wurden vernichtet. Oberste Heeresleitung. * Heute ist der Jahrestag des Mordes von Sarajewo, und unsere Gedanken fliegen zurück in die Zeit der Entzündung Gießener General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. auch nächtliche Gegenangriffe. Die Beute be⸗ schr 105. Jahrgang des verflossenen Jahres schweifen, weilen sie mit Befrie⸗ digung und Genugtuung auf den bis jetzt erreichten Erfolgen. Wir können heute schon sagen, daß es den Feinden nicht ge⸗ lingt, ihr Ziel zu erreichen. Auch die Habsburgische Mon- archie, die durch die Beseitigung des zielbewußten und tat⸗ kräftigen Erzherzogs Franz Ferdinand in Verwirrung und allmähliche Auflösung gestoßen werden sollte, steht heute fester auf den Füßen als selbst das Zarenreich. Galizien ist beinahe vom Feinde geräumt, und es konnte uns zum Jahrestag von Sarajewo keine willkommenere Kunde zugehen, als diejenige, die uns der neueste öster⸗ reichisch-ungarische Tagesbericht vermittelt: Seit dem gestrigen Sonntag sind die Russen auch wieder östlich von Lemberg auf der ganzen Front im Rückzuge begriffen. Der starke Offensivgeist der verbündeten Truppen ist keines⸗ wegs gedämpft; in den letzten nur scheinbar ruhigeren Tagen haben sie sich an die neue Stellung des Feindes öst⸗ lich von Lemberg heran earbeitet und die Russen wieder über den Haufen geworfe en. Auch am Dnjestr geht der deutsch⸗österreichische Vormarsch rüstig weiter, und ebenso hat unser linker Flügel nordwestlich von Rawaruska einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Geduldig und zuversichtlich harren wir der weiteren Zurückdrängung der Russen. Der deutsche Reichskanzler sein Staatssekretär sind in Wien eingetroffen, um mit den dortigen leitenden Persön— lichkeiten Rücksprache zu nehmen. So werden vielleicht auch rein politische Gesichtsp e bei den nächsten strategischen Schritten und Zielen zu ihrem Teile mitsprechen. Der neue Feind, Italien, der angeblich nunmehr bei dem Dar⸗ danellen-Abenteuer mitm will, das gestern erst die „Times“ als aussichtslos bezeichnet hat, verhält sich nicht sehr bedrohlich, und seine erfolge sind jetzt wieder durch den Verlust eines Torpedobbotes, das von einem österr.⸗ ungar. Unterseeboote torpediert worden ist, vermehrt wor⸗ den* 8 1 Bern, 27. Juni. WTB. Nichtamtlich) Im„Berner Bund“ eibt Stegemann zur Kriegslage: Die strategische Lage im Osten wird durch den Fall von Lemberg und durch das Festhalten der Russen am Dnjestr bestimmt. Da sie östlich Lemberg auf die Linie Kamionka—Busk—Zloczow zurückgeflutet sind, ist anzunehmen, daß sie noch hoffen, vorwärts von Brody noch Widerstand leisten zu können. Auch das ist nur mehr, um Zeit zu gewinnen, denn eine Offensive können sie jetzt unmittelbar am Feinde nicht mehr in die Wege leiten. Offenbar rückt Tar⸗ nopol nunmehr in den Vordergrund. Zur Lage im Westen heißt es: Während die Dinge im Osten im Fluß bleiben und der Entscheidung entgegenreifen, die durch die Eroperung Lembergs um eine bedeutungsvolle Etappe nähergerückt ist, bemüht sich die französische Offensive verzwei⸗ felt, den deutschen Kordon zu durchbrechen Die große Kraftan⸗ strengung im Raume von. Arras, welche jetzt beinahe zwei Monate währt, ist bezeichnend für die strategische U nfrucht⸗ barkeit dieser Bemühungen. Der erste Anlauf bringt einen gewissen Erfolg, dann verlangsamen sich die Fortschritte. Schließ⸗ lich quält sich die schwungvoll begonnene Offensive in Graben⸗ kämpfen weiter. Dieser Verlauf ist typisch, seit wir ihn in der Champagne, bei Neuve Chapelle, zwischen Maas und Mosel und jetzt bei Souchez und Neuville beobachten konnten. So opfer⸗ mutig die Franzosen immer neue Divisionen in dichten Schwarm⸗ linien gegen die deutsche Front schleudern, so tapfer sie anlaufen, ein Erfolg ist ihnen bisher nicht beschieden. Wir fürchten, daß in dem Augenblicke, in welchem der Durchbruch in genügender Breite und Tiefe gelingt, die französische Armee so geschwächt ist, daß sie die Früchte ihres Erfolges nicht mehr zu ernten vermöchte. Sie verblutet sich, wenn sie noch lange so weiter anläuft. Haben die Engländer ihnen nicht noch eine Million Mann zur Verfügung zu stellen, um an⸗ statt eines Zehntels der Front den ihnen zukommenden Teil der Blutarbeit zu übernehmen, so wird es den Alliierten im Westen schverlich glücken, die deutsche Front mit operationsfähigen Kräften zu durchbrechen, ehe die Teutschen hier im Felde erscheinen. Zum Kampfe im Labyrinth sagt Stegemann: Da die Franzosen bereits am 18. Mai eine ausführliche Schilderung von der Er⸗ oberung des Labyrinths erscheinen ließen, dann aber am 30. Mai selbst wieder von neuen Angriffen darauf gesprochen haben, ver⸗ mögen wir auch ihrer neuesten Darstellung nicht unbedingt Glauben l Sie bezeichnen diese Position ebenfalls als noch um⸗ stritten. Nach einer Besprechung der Kämpfe an der österreichisch⸗ italienischen Front stellt der Kritiker fest: Wir sehen den italienischen Feldzug schon zu Beginn den Charakter eines Stel⸗ lungskrieges annehmen, für den das bewegliche Temperament des Italieners wenig geeignet ist. Einen Einfluß auf die allgemeine Kriegslage zeitigte die Intervention Italiens bisher noch nicht, wenigstens nicht in dem Sinne, in dem sie beabsichtigt war. Dre Zentralmächte haben noch die volle Freiheit des Handelns, da Italien nicht auf einen langen Feldzug vorbereitet war. Die lang⸗ same schwerfällige Vorbereitung seiner Operationen ist ein blei⸗ bender Nachteil für seine Kriegsführung, obwohl Italien, wenn es seine strategische Lage nüchtern einschätzte, wissen muß, daß man in der Poebene leicht aufmarschieren und Schlachten schlagen, aber nur schwer aus ihr zur Offeusive vorbrechen kann, und doch wird Cadorna früher oder später den Befehl zum Durchbruch durch die Felsenstellungen geben müssen. * Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 26. Juni 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. 5 Die Westgruppe der Armee Pflanzer schlug zwischen Dujestr und Pruth den Ansturm weit überlegener russi⸗ scher Kräfte neuerdings ab. Im Verlauf dieser Kämpfe gelang es dem Feinde, unsere Front an einer Stelle zu durch ⸗ der gewaltigen Kriege und andem sie über die Ereignisse brechen. In mehreren Reihen nachts zum Angriff vor⸗ nzeiger Montag, 28. Juni 105 Bezugsprei⸗ 5 monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 1 gehend, kam die vorderste feindliche Linie, da sie vollkommen unbewaffnet war, die Hände als Zeichen der Ergebung hoch⸗ erhoben hielt, daher nicht beschossen wurde, bis an unsere Stellungen heran. Unmittelbar vor diesen warfen die Russen die in den Monturtaschen verborgen gehaltenen Hand⸗ granaten gegen unsere Schützengräben, worauf die rückwärti⸗ gen Reihen des Feindes vorstürmten. Eingetroffene Verstär⸗ kungen von uns warfen nach schwerem Kampfe die Russen aus den Stellungen wieder zurück und nahmen mehrere Hundert gefangen. Tagsüber und auch heute nacht wiederholte der Feind die Sturmangriffe an ver⸗ schiedenen Stellen der Front. Alle diese Vorstöße der Russen wurden unter schweren Verlusten des Gegners zurück⸗ geschlagen. Unsere Gefechtsfront ist vollkommen un⸗ verändert. Das Honved⸗Husaren⸗Regiment Nr. 6 und kroätische Landwehr haben sich in diesen Kämpfen besonders ausgezeichnet. Vor der übrigen Front der Armee Pflanzer herrscht Ruhe. l Auf den Höhen nordöstlich Zurawno und bei Cho⸗ dorow dauern die Kämpfe fort. Die verbündeten Truppen erstürmten mehrere Ortschaften und wiesen russische Gegenangriffe ab. Die sonstige Lage in Galizien ist unverändert. In Russisch⸗Polen haben sich an der Linie Zawichost—Sienne⸗Ilza Kämpfe entwickelt. 5 Italienischer Kriegsschauplatz. 5 Das feindliche Artilleriefeuer an der Jsonzofront hält an. Mehrere Angriffe auf unsern Brückenkopf von Görz wurden wieder unter großen Verlusten der Italiener ab⸗ geschlagen. Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts von Bedeutung ereignet. 1 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabks v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 Wien, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Juni 1915.. 5 Russischer Kriegsschauplatz. 9 Nach der Niederlage bei und südlich Lemberg zogen sich die Russen mit den Hauptkräften in östlicher Naichaung 0 zurück und stellten sich auf den Höhen östlich der Dawi⸗ dowka östlich Miklascow und bei Jariszow Stary neuer⸗ dings mit starken Kräften. An dieser Front haben unsere Truppen in mehrtägigen Kämpfen die Vorstellungen des Feindes genommen, sich bis auf Sturmdistanz au die feind⸗ liche Hauptstellung herangearbeitet und sind schließlich an zahlreichen Stellen in diese eingedrungen, namentlich im Abschnitt bei und südlich Bobrka wurde der Gegner aus einem zusammenhängenden Frontstück geworfen. Seit heute früh sind die Russen wie der auf der ganzen Front im Rückzuge. 0 7 Auch nördlich Zolkiew und nördlich Rawa⸗ ruska weicht der Feind vor verfolgenden verbündeten Truppen.. 3 Amoberen Dnujestr dauern die Kämpfe fort. Deut- sche Truppen haben nach hartem Kampfe die Höhen bei 7 Bukac zowee erstürmt.. 1 Flußabwärts bis Halycz und an der bessarabischen Grenze herrscht im allgemeinen Ruhe. 1 In den Kämpfen der letzten Tage hat die Armee Böhm⸗Ermoll' allein vom 21. bis 25. Juni 71 Offi⸗ ziere und 14100 Mann gefangen und 26 M. schinengewehre erbeutet. 9 Italienischer Kriegsschauplatz. N Am Kanal von Monfalcone wurde gestern ein feind⸗ licher Angriff südlich Zagrado abgeschlagen. 0 Sonst funden am Isonzo wie an den übrigen Fronten 4 nur Geschützkümpfe statt. 3 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 4 Wien, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Kaiser Franz Josef richtete an den Kommandanten der zweiten Armee, Böh m⸗ Ermolli nachfolgendes Telegramm: Mit stolzer Freude erfüllt mich Ihre Meldung von der Einnahme Lem⸗ bergs, die Ihr und Ihrer tapferen zweiten Armee glän⸗ zendes Verdienst bleibt. Ich danke aus vollem Herzen meinen heldenmütigen Truppen und verleihe Ihnen, mein lieber General der Kavallerie Böhm-⸗Ermolli, das Militärver⸗ dienstkreuz erster Klasse mit Kriegsdekoration. Meine wärm⸗ 4 sten Grüße und Wünsche sende ich Ihnen und meiner zweiten Armee. Franz Josef. Berlin, 28. Juni. Der rechte Flügel der in Ga⸗ lizien geschlagenen russischen Armee befindet sich nach einem Telegramm des„Berliner Tageblattes“ aus dem K. u. K. Kriegspressequartier seit dem 26. Juni in vollem Rückzuge. Die Ueberlegenheit der deutschen und österreichisch-ungarischen Kräfte zeige sich an dem langsamen Abflauen der russischen An⸗ griffe. 1 Der russische Bericht. 3 Petersburg, 27. Juni.(WB. Nichtamtlich. Bericht der Obersten Heeresleitung. In der Gegend von Szawle e keine wesent“ liche Veränderung. An der Narewfront kostete ein Angriff des Feindes am 24. Juni im Tale des Omulew diesem schwerg Verluste. Vor unseren Schützengräben blieben Reihen von Leichen liegen und die Zahl der Gefangenen stieg auf 150. Im Tale Ofsensise 8 ö e 8 .. R N N f N wir un Den begnahhen. das alles, was nian erwarten ki 85 FF„Der of n 2 2 adh epre 9 das alles, was man erwarten kaun. An den Dardauerlen ists pedoschuß versenkt worden ist Der 8 E längst die Aus sicht a i baldigen Erfolg ver⸗ 5 ö icht eine Dan 12 5 tung auf Prascznisz em hestiges Artilleriefeuer und machle[schwunden. n it gegerapürkig eine peforg⸗ 5 Ven, b Nasse 5 lich einen ff. r erbitterte Kampf, der sich daraus niserregend lang sich hinziehende und höchst kostspielige Opera⸗ die auf malten Nati alitäts ichen beim Abseuer eentspann, führte zu Bajonettkämpfen und dauert tion, wofür Soldaten und Munition dringend eren werden, 1 t DE Die de . 8 11 2— linken Üfer der Weichsel, im Nordwesten] Die„Times“ Nas ein offenes Aussprechen der Wahrheit sei e 5 e ur 95 22 Stadt Zawizhost, wurde ein feindliches Bataillon, das sich nötig, um der Nation di Lage deutlich zu machen. Wenn das 1 0 b üdte zauern über. 5 ichtigerwei derte, Wolf die Lage verstilnde, würde es eine sofottige und völlige] Lorfall aussprechen lassen und ihre Bereitwilligteit zue ständig in unserem Kreuzfeuer vernichtet. An der Tan ew⸗ Mobilisierung der ganzen ugtionalen Kraft verlangen. Leistung von Schadenserfatz erklärt. Sie schlug gleichzeitig Front herrscht Ruhe. Am 25. Juni versuchte der Feind auf der London, 27. Juni.(WS. Nichtamtlich. Der militärische der dänischen Regierung 25 einen Sachverständigen zu be⸗ Front Verzhrate⸗Orobenna-Lubyeza eine Offensive. Am Tage Korrespondent der„Times“ schreibt: Wir werden vermutlich stimmen, der zusammen mit einem deutschen Sachverstän⸗ borher hatten wir während unserer Ge nangriffe in der Richtung] mindestens 100006 Rekruten monatlich brauchen, um ͤsgen di öße des Schadens fests Fut der e, 2000 G8 enen. 30 Teen r die bebbnffnan ang dullen, Unfere ledige Abt men fes cer Den die Größe des Schadens festsezt. 5 f wurden, ähr efangene mit!? fftzieren, ge⸗ zu bewaffnen un auszurüsten, wird erst enden, wenn Lloy eorge];: 3 5 7. 2515 macht und 13 schinengewehre—— Bei der Stadt die Erweiterung der Produktion erreicht haben wird. Es muß Die Regierung und die Haltung der Sozialdemokratie. Bobrik entspann sich am 25. Juni ein erbitterter Kampf. Am aber auch vermieden werden, daß eine Mannschaftskrise Berlin, 26. Juni.(WTB. i ie„Nordd. Dniestr und zwischen* 2 3 7— wir an Stelle der Munmitionskrise eintrete. a eine Uchreizt! Be aten andauernde erbitterte se größerer deut und österreichi⸗ 344 2 5 3 scher Kväfte zurück. Am 24. Juni machten wir von neuem mehr Munitionsarbeit und Heeresdienst in England. Reichstagsabgeordneten Dr. Quar ck über die Auseinandersetzun⸗ als 1000 Gefangene mit 17 Offizieren und nahmen mehrere Ma⸗ London, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung] gen in der Sozialdemokratie. Quarck weist in seinem schinengewehre. Auf der Duiestr. Pruth⸗Front erzielten] des Reuterschen Bureaus. Nach Mitteilung der„Daily Artitel darauf hin, daß die führenden englischen und französischen wir gleichfalls am 24. Juni einen weiteren Fortschritt. Mail“ beschloß die Regierung, Fragebogen auszugeben, Sozialdemokraten sich 9755 161 in bien g D Der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und aul denen alle männlichen Personen Lebensalter, ständige b österreichischen tem Zusammenhang Air —— 8 Wien, bechlis eintrahen olle tand, Joe etrgige körperliche Ge. dastscten aud aner oferreichschen Gerosen erskaree eee 3 i i. 0. brechen eintragen sollen. Die Liste enthält ferner die Frage, i N 15 Wien 27 Juni.(WD. Nichtamtlich.) Der Reichs⸗ ob der Betreffende bereit sei, Krie gs dienst zu nehmen, 9 6 2— 15 Di gerne 5 Hkanzler v. Bethmann Hollweg und der Staatssekre⸗ 5 5 1 i Hat g 5 8 cer des Auswärtigen Antes v. Ja 95 w sind zu Besprechun⸗ ächten brend des Krieges andere Erfegsarbeit zu ver, den Ves gelent!? Die„ationalliberale Korrespondenk“ meint, * Kin 9 5 1 richten. daß diese Sätze zwei Auslegungen zulassen. Sie könnten lediglich gen mit dem österreichisch-ungarischen Minister des Aeußern„* besagen, daß die Regierung der internationalen politischen Betä⸗ FJrhrn v. Burian aus dem Großen Hauptquartier hier 3 5 Gaung der Sozialdemokratie, soweit sie sich in gesetzlich zulafstgen Alingetroffen. Der Reichskanzler ist auch vom Kaiser Der türkische Bericht. Grenzen bewegt und das Staatsinteresse nicht gefährdet, keine Franz Josef empfangen worden. Konstantinopel, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus] Schwierigkeiten in den Weg legt. Dies könnte man vom Stand⸗ . Berlin, 28. Jumi. Zu den politischen Besprech⸗[dem Großen Hauptquartier wird gemeldet: punkt der staatsbürgerlichen Freiheit verstehen. Es könnte aber 8 deut. 3*; 0 2 An der Kaukasusfront versucht der Feind, welcher vor auch Herausgelesen werden, daß die sozialdemokratische interna⸗ * ee— 3 APerteichiscamgarischen Staats. unseren wiederholten und wirkungsvollen Angriffen in der Gegend] tionale Friedenspropaganda von der Deutschen Regierung min- männern in Wien bemerkt der„Berliner Lokalanzeiger“, es sei von Kal Boghazi zurückweicht, sich um jeden Preis mittels neuer destens stillschweigend gebilligt wird, und daß man sie von dieser dun hoffen. daß der wohl Überlegte Standpunkt Deutschlands die Versetrkungen in den früher vorbereiteten Stellungen zu halten, Seite sogar al din berianctes Mittel betrachtet, um die erste ihm zukommende Berücksichtigung im Kabinett des befreundeten] um den Rückzug des rechten Flügels zu vermeiden. Grundlage für die Erwägung von Friedens möali 1 Staates finden möge. Die politischen Erfahrungen und Ansich⸗ An der Tardanellenfront bei Ari Burnu am(cbafsen. Die„Nationalliberale Korrespondenz“ lehnt diese letztere ten des Freiherrn von Burian pürgten dafür. Nach dem Ber. 25. Juni deiberseits schwachts Feuer. In. Lause des Nachmittags Lesart mit Recht als unmöglich ab. Wir bestätigen ihr, daß selbst⸗ 95 5 5 wüegten daftir. Na m„ Ber⸗ erzielte unsere Artillerie zwer Treffer gegen ein feind⸗ verständlich nur die erstere Auffassung in Frage kommen nne. ner Tageblatt“ würden in Wien die maßgebenden politischen liches Transportschiff vor Kaba Tepe, worauf ein Brand Die Regierung hat mit internationaler Friedens propaganda nichts Kreise erklären, es sei selbstverständlich, daß die leitenden Staats- an 3 N Eine ihrer Granaten traf 5„ T o 5 N 8 die sozialdemokratischen, noch müner der verbündeten Reiche in dieser schweren Zeit[pedoboot und zwei Granaten ein feindliches Trans⸗ i f d 1 85 5 g i f dortschifs das Munition landete. Dieses Transportschiff ent- Die„Norddeutsch, Allgem. Zeitung“ schreibt ferner in einem f öfters nee. um die Gesamtlage zu erörtern 228 2 4— Aae 8 8 e ed ausbrach. Im politischen Tagesbericht:„Der Vorstand der beenden e 1 Der König von Bayern in Wien Fuden don Seddeul⸗ Bahr unternahm der Feind wiederholt] Partei Veutschlands vergfsenklicht unter der Ueberschrift Son 0 5. 5 4 r unternaß g demokratie und Frieden!“ eine Kundgebung, in der wird er Wien, 28. Juni.(Wr. Nichtamtlich.) Die Blätter] Angrisse gegen Teile der d nenen nern Senken, we de deu e. elbemefeatie im Kae t 8 melden aus dem S 5 iers: König Lud⸗] wurde aber jedesmal perlustreich zurück geschlagen. Auf dem rechten wie die deutsche Sozin emokratie im um die ale 5. von Bayern ff. gestert 1 Flügel nur Infanterie- und Artilleriefeuer.— ihn 5 ban— Pflicht f 8 ist ge nachmittag eingetroffen und am Nach der Zahl der zum Abtrans t der Verwundeten entsand⸗ getan und wie ihre friedli n Bemühungen von ial⸗ Sang em Chen dss debe han Feldmarschalleutnant 5, Saft und den Benden don dealer be teen pe Fereeen der federn Fender ausgenommen Ard. Lanit, dem Chef des Kriegspressequarkiers, und General- hoch nicht vom Nampffelde fortgeschafft worden sind, werden die] Als Tatsache wird fesigestellt, daß die große Masse der dem g major Hoen empfangen worden. Nach Abschreiten der Ehren⸗ feindlichen Verluste in der Schlacht am 21. Juni auff nationalen sozialistischen Bureau angeschlossenen Sozialisten vor bompagnie sich der König zum Oberkommando. Auff[mehr als 7000 Mann geschäßzt. England und Frankreich, ihre Organisationen und Leitungen, mit . gel en beer den dean bea p s e e Spalier und begrüßte den König mit stürmischem Jubel. melden. Ane Nmmänien be 8 n bac fin Geenen 5 unten 4 i 9 er Kenn 1 e* i durch 2 7 15 italienisches Torpevoboot versentt. 5 Bukarest, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der konser⸗ die Tapfertes 8 Waagen günstige Kriegs⸗ 5 Wien, 27. Juni.(WTB Nichtamtlich.) Amtlich wird vative Exminister Johann Lahova ry ist heute vormittag lage auf, der Regierung ihre Bereitwilligkeit kundzutim, in Frie⸗ verlautbart: 27. Juni nachmittags: Eines unferer Unter⸗ plötzlich gestorben. densverhandlungen einzutreten, um dem blutigen Ringen ein seeboote torpedierte und versenkte am 26. Juni in der Nord⸗ i Ende zu machen. Der„Vorwärts“ wurde wegen dieser Kund⸗ abria ein italienisches Torpedoboot. Nen dee bung und mit Wicgleht auf die nach fr die Erösielung uo . 3 a i„London 26. Juni(WTB Nichtamtlich.) Die„Mor⸗ Friegszielen bestehenden Zensurvorschriften verboten, und es 3 He zweite österreichische Kriegsanleihe. ning Post“ meldet aus—.— Die.* de 2. 55 sist 5 hohem Maße zu bedauern, weil dieser ande„den Ent⸗ 5 ien, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Das arischen Regierung auf die Vorste ungen schließungen der Regierung vorzugreifen, im Aus einen wahr⸗ lassenant heilt mit: Die bisherigen——— auf die—++4I K 3—4 einer Beteiligung Bulgariens am Kriege sscheinlich auch ber der Mehrheit der deutschen Sozialdemokratie österreichische n belaufen sich auf über ist fertig. Bulgarien ist der Ansicht, daß die Vorstellungenhöchst unerwünschten Eindruck machen wird. Nach be⸗ 2400 Millionen Kronen Zeichnungen dauern bei allen Zeich der Entente den Ausgangspunkt für weitere Verhand⸗ währten Mustern zpird das Manifest eines allgemeinen Friedens⸗ 5 an Eine Verkängerung des geichnung s lungen bilden können Diese werden auf der Grundlage] Wunsches als der Beweis einer in Deutschland tatsächlich nicht be⸗ termines bis zum 5. Juli ist beabsichtigt, wodurch den Wün⸗ des Nationalitätenprimi s und der wirtschaftlichen Inter⸗ stehenden flauen Kriegs müdigkeit ausgenutzt wer⸗ schen getragen wird die im Hinblick auf den Krieg mit eee e—.— 3 öhnliche Ton den. Das Manifest ist somit gerignet, die Hoffnungen unserer⸗ Betten uurd auf bie großen Waffenerfolge in Galisten wegen eines essen des Landes geführk werden. i rlöhnliche Ton einde weit in beleben Soßeld Fortgang der militärischen weiteren on, Zeichnengen über den ursprimglichen der serbischen und der griechischen Presse wegen der Bul⸗ Freignisse und die wolitische Lage die Nussicht bieten, ersolgrel Termin pts von verschiedenen Seiten geßhußert worben fend. garten in Mazedonien zu gewährenden Zugeständnisse macht in Fr ägungen einzutreten, wird die Regierung von , 7 8 in bulgarischen politischen Kreisen einen peinlichen Eindruck. das ihrige tun. Bis dahin aber gibt es für das deutsche Volk nun 155 Teilnahme Italiens an den Dardanellenkämpfen? Eine solche Haltung vermindere die Aussicht auf eine baldige] die Parole:„Durchhalten!“ a 2 8 Rom, 27. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Tribuna“ mel⸗ Erneuerung des Balkanbundes..., Dieselben Bedenken gegen die sozialdemokratische Veröffent⸗ det aus London: In politischen, namentlich Marinekreisen, Aus Gri 0 lichung haben wir in unserer Samstagsnummer ausgesprochen. stricht man von einem baldigen Eingreifen Ita⸗ Griechenland. 5. U 5 kaufig auf bie gerdrnel ten derten Nalien bleibe vor Athen, 28. Juni.(WTB. Nichtamkrich) Die Beni⸗ Aus Stadt und cand. läufig auf die Mitwirkung zur See beschränkt. Man will 6 wird dadurch geschwächt, daß die Partei Gießen, 28. Juni 1915. einige 17 englische Schiffe, deren Anwesenheit anderswo es früheren Ministers Rallis Hur Regierungspartei über⸗ Gewitterzeit. notwendiger sei, durch italienische Schiffe 7 45 PPior- eite da zwischen Rallts und Ventzelos Meinungsverschie⸗ Jählings ist die heiße Helle des Sommertags erschla⸗ nale d Italia“ er. die Ope⸗'penheiten auftreten Rallis sicherte der Ventzelospartei] gen, und unvermittelt stehen die hohen Bäume draußen und rr gegen die Dardanellen demnächst nach. Unterstützung nur für den Fall zu, daß das Fernbleiben pie weißen Hauswände dahinter in mißfarbenem Schatten. bperlegt werde Militärische Kreise versichern, Venizelos vom politischen Leben von Dauer sei. Da Veni⸗Fast zu gleicher Zeit stürzt sich ein Wind, von dem vorher daß Italien zwei Armeekorps und einen Teil seiner Flotte zelos aber beabsichtigt, sich wieder politisch zu betätigen, feine Spur gewesen war, in die breitblättrigen Kastanten nzuach den Dardanellen enkfenden werde. Den Oberbefehl Jog Nallis hieraus die Jol b iesige Zei- und wühlt die dunkle Blättermasse durcheinander Ein Ge⸗ über die verbündete Flotte ror den Dardanellen übernehme Athen, 26. Juni(WTB. tamtlich.) Hiesige Zei⸗ witter kommt s ö der Herzog der Abruzzen. tungen haben von den Inseln des Aegäischen Meeres Nach- Wochenlang strahlte die Sonne über dem Land; keine Berlin, 28. Ju Nach einer Weldung des„Berliner richten erhalten, die 2 daß die Italiener eine syste⸗ Wolke wehrte ihr den blauen Weg. Aber aus ihrem Lächeln Lohalanzeigerg, nehmen bie römischen Morgenblätter ben gesern potbelhen Die Sten des Artechischen Etements batte main sich anderes zu lesen gewöhnt als die Gitte des 1 f Kr. betreiben. Die Schwierigkeiten, welche den Griechen von den Tagesgestirns: So lächelt Grausamkeit; und unter diefem die üulienische Kriegserklärung gegen die Türkei schon als sichere! lien! ürde een ee gesgestirns 5 8— 4 5 g 1 5 italienischen Behörden gemacht w n, seien nicht mehr graufamen Lächeln schwanden der Erde und ihren gr * 5— Rußlands auszuhalten. 0 N 5 Lindern die letzten Lebenstro Schmeichelnd ging der Versorgung mit Waffen und Munition sicher stellen, seine Heere Athen, 26. Juni.(WTB. e Verspätet Sommerwind über die Flur; aber seine Geharde war eitel 5 * im Kacutasus befreien und den russicchen Felbsus entscheiden. eingetroffen. geitungen bringen die Nachricht, Venizekos Heuchelei, denn auch er führte den Saft des Lebens aus der 5 5. habe gedußert, er könne kein neues Kabinett bilden, S lle davon. Wie eine häßliche Ironie bohrte si Tag g a da er die Unmöglichkeit einsehe, duß Griechenland für Tag der Zeiger des Barometers in den Die Beschießung von Dünkirchen. seine Neutralität aufgebe. Blick: Schönwetter. erzlich empfanden wir es alle, n e dünfirche n 26. Juni(WB. Nichtamtlich) Phare Die Montenegriner in Albanien. daß der Sommer die Versprechungen des Ee ühiahrs be⸗ du Nord“ berichtet, daß am Dienstag 45— 2.—— Lugano, 28. Juni(WTB Nichtamtlich.)„Giornale[trügen wollte. Draußen begann die Frucht auf dane kirchen und seine in llen sind.„ 77 di f vorzeitig mit kärglicher, früher Reife zu drohen; das kürchen und seine Umgebung gefallen sind Nach den ersten d'Italia“ meldet aus Skutari: Die Montenegriner haben Haffte 95 trockenen Rissen; träge mahlten die Räder Granaten näherten sich deutsche Flugzeuge der Stadt, i a 51 i 5 154; um die Birkung der Beschießung festzustellen. Bie Mehrzahl ine Widerstand San Giovanni di Media besetzl. Staube und die Rinder wateten hustend in seinen Wolken der Geschosse schlug in nkirchen selbst ein. Die Vororte wurden nur wenig beschädigt. Die war ungeheuer. * „ Eine tödliche Mattigkeit lagerte über der Natur und hin⸗ Erregung i krieg derte alles Wachstum. f 5 f „ Sto hol 1 5 Noche ch.) De Auge e m Een lier die Spatzen durch⸗ tockholm, 26. Juni.„Nichtamtlich.) Der hol⸗ Aufgeregt schilpen im palier rch⸗ Deutsche Vergeltung. Euensche Dampfer Feres“ if gestern früh bel der Fusel einander Ein Murren flettelt el die Dächer hoch. Mit Soederarm gesunken, nachdem er entweder auf eine einer Staubwolke tobt der Wind wirbelnd die Straße hin⸗ „ ü Mine gestoßen oder torpediert war. Die Besatzung von unter. Der Schatten draußen wird tiefer, und die blau⸗ 9 gsschiffe die deutschen Konsulate in den 25 Mann wurde von einem Lotsenbvot geborgen, später von graue Wand im Süden schiebt ihre Ausläufer wie Fühl⸗ 1 türkischen Städten Alexandrette und Haiffaseinem Torpedoboot aufgenommen und in Norrtelge gelan⸗ hörner am weißlichtblauen Himmel hoch und höher. Zer⸗ . rstört— Zur Vergeltung dieses Frevels und zur Deckung det. Es gelang, mur die Schiffspapiere zu retten. Eine fetzte Fahnen fliegen vor ihr her, mit denen der Gewitter⸗ des Schadens an tütrkisch und deutschem Besitz wird den Viertelstunde vor dem Untergang des Dampfers bemerkte sturm schon anderwärts sein Spiel trieb. Ein kurzes, fahles Ks en Städten Valenciennes und Ro ubaixsman ein Torpedoboot unbekannter Nationalität, das auch Leuchten zuckt; später klingt der tiefe Baß des Donners. eine Buße von je 150000 Francs auferlegt. moch sichtbar mar, als der Dampfer sank. Das Torpedoboot S were, weiße Tropfen 1 len; noch sind die Flecke, die sie 5 Eine Aeußerung der„Times“ machte aber keinen Versuch, der Besatzung des sinkenden auf dem trockenen Pflaster machen, zu zählen. Auf denn 8 Nichta lich) Die T„ Dampfers zu helfen. Der Kapitän der„Ceres“ meint, die Straßen hebt man die Köpfe und mustert den Himmel. Wird Die tersüchliche it 1 4 Explosion sei durch einen Torpedo verursacht worden. Der es Ernst werden, oder kommen wir noch trocken nach ause? den den Feind Die gar] Dampfer war 2000 Tonnen groß und hatte keine Ladung Es wird Ernst. Ein langer Strahl zischt vom Zenith zum Eier und tapfere Offenstwe aus durch an Bord.. Horizont; krachend springt der Donner hinter rein. And ibliche Stellungen nörblich von Arras errangen, Stockholm, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.„Afton⸗ dann beginnt es zu re en. Plötzlich ist ein Rauschen in der keine direkte Aus icht, die deutsche Linie zu durch⸗ bladet“ meldet, daß das fremde Torpedoboot, das Luft wie ein Wasserfall. Dröhnend stürzen die Fluten„ — Rückzug auf fein eigenes Gebiet zu bei der Explosion eiligst ab und die Schiffbrüchigen ungestüm und kee ge wie mit einer riesigen fl chen f 3 E eigenen Anteil au bieser ihrem Schicksal überließ, ein ru war. Hand auf die Erde schlagend. Die Menschen— 55 a Brefanzgeschofsen und an en Zufuhr an Kopenhagen, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das in Torwegen und Haustüren; klingelnd rast der Eismann Erbalt, was monatefang bauern werb. a an aschinengewehren dänische Ministerium des Aeußeren teilt mit: Die um die Ecke; die Elektrische wird gestürmt; der Zu ann ö Berichte außer Licht lassen und bie Maglichlelt eines ber von ben deutschen Behörden anla ich des lurterganges des läßt seinen Gaul stehen. Die Straßen sind wie ausgestorben. 0 längerten Stellungskrieges ins Mugge fassen. Im 7 5 Dampfers„Soeborg“ in der ee am 30. Mai ver⸗ Und jetzt herrscht das Gewitter und ist König. Wit und 1 rn marsch Mackensen s die Wie⸗anstaltete Untersuchung hatte das Ergebnis, daß der ge- Donner ist eins. Mit jauchzendem Se mettern r Ee Mer ber Su Offensive für einige Zeit hinaus. Wenn] nannte Dampfer durch eine un glückliche Verwechs⸗ Strahl hernieder, mit rauhem Gebrüll lacht der onner den Sommer iiber ihre Stellungen behaupten, so ist!Iun g von einem deuischen Unterseeboot durch einen Tor⸗ hinterher. Wasser und Dunkelheit und llanmende 8s vefel⸗ — Diamanten * Ritter des Eisernen Kreuzes: Kriegsfreiw. Uffz. Wilhelm Schlemm aus Gießen, Inf.-Regt. 222. Ober⸗ arzt d. R. im Pion.⸗Regt. 21 Dr. Hch. Luft⸗ Butzbach. Sergeant Ferd. Riemenschneider vom 5. Res.-Drag.⸗ Regt. Krie 1 5 N Th. Fritsch aus Ruppertsburg, Gefr. im Res-Inf⸗ egt. 222. Uffz. Rudolf Herbst und Kanonier Gefreiter August Herbst aus Heimertshausen. Oberpost⸗ assistent Krause aus Worms, zurzeit Off.-Stellv. in einem Art.-Regt. Reservist Karl Milch aus Dalsheim, Feld⸗ Art.⸗Regt. Oberförster Emil ius zu Forsthaus ndhof bei Weilburg, Hauptmann im Landw.⸗Inf.⸗Regt. 87(1. Kl.). Leutn. d. R. im Leibg.⸗Inf.⸗Regt. 115 Engroff aus Darm⸗ stadt. Jos. Scheffer aus Auerbach, Uffz. d. R. Forst⸗ 1 eh aus Wimpfen. Feldpostsekretär Kammer aus ondorf. * Im Betriebe der Feld post macht sich in wei⸗ tem Umfange der Uebelstand geltend, daß die auf die Sen⸗ dungen geklebten Aufschriften unterwegs ab⸗ allen, wodurch die Sendungen unbestellbar werden. Be⸗ 'onders sind es die Umhüllungen aus Oelpapier,— denen die Ausschriftzettel schlecht haften. Auf solche Umhüllungen muß die Aufschrift mit Tinte niedergeschrieben werden. * Militärische Ausbildung der Jugend. Am letzten Mittwoch wurde geturnt, während die Bajonet⸗ tierabteilung in der Turnhalle des Gymnasiums fleißig übte. Samstag abend fand eine Nachtübung gegen den Schüßftnde tatt. Gestern schossen 30 Jugendliche auf den Schießständen des Schützenvereins. * Jugendwettkämpfe. Die Anmeldungen zu den 8 müssen bis zum 1. Juli erfolgen. Der für die Schulen Gießens gestiftete, von der Metallwarenfabrik Geiß⸗ lingen künstlerisch ausgeführte Hindenbur 9 schild ist seit gestern im fenster des Juweliers Noll, Selters⸗ weg, ausgestellt. Die vorgesehenen allgemeinen 2 5 werden jeden Samstag abend 6 Uhr in der Turnhalle der Oberrealschule durchgenommen. * Städtische Verbrauchs⸗Abgabe 1914/15. Der Abs des Oktrois für das abgelaufene Rechnungs⸗ jahr 1914 liegt jetzt vor. Danach brachte die Abgabe als Einnahme ein: Aus eingeführten Brennmaterialien Getränken usammen Mk. 48 446 Mk. 40 159 k. 88 606 weniger„ 1939 8 862 001 für Rückvergütung für wiederausgeführtes Material. Es ist somit eine wirkliche Steuer von 85 804 Mk. gegen⸗ über 92 318 Mk. im Vorjahre in die Stadtkasse geflossen, so daß ein Ausfall von 6513 Mk. zu verzeichnen ift Der Ver⸗ brauch an Brennmaterial in unserer Stadt stellte sich im abgelaufenen Jahre auf 998 359 Zentner Steinkohlen und Koks, sowie auf 146 280 Zentner Braunkohlen. den Uebersichten über die Oktroieingänge entfallen rund 25 Proz. der verbrauchten Steinkohlen auf den der Eisen⸗ bahn, des Gaswerks und des Schlachthofs usw. Die Men⸗ gen der in unsere Stadt eingeführten Getränke(Bier ist teilweise in der Stadt gebraut) stellen 2 wie folgt: Wein 878 hl und 53 366 Flaschen, weniger als 1913/14 373 hl und 3008 Flaschen; Obstweine 513 hl und 2416 Flaschen, weniger als 1913/14 66 bl und 836 Flaschen; Bie r 44448 hl, weniger als 1913/14 1670 hl, obergäriges alkoholarmes Bier 871 hl, mehr als 1913/14 164 hl; Branntwein 1355 hl, mehr als 1913/14 124 hl; Sprit 91 hl, weniger als 1913/14 7 hl.— Der Bierkonsum in unserer Stadt, der schon 1913/14 zurückgegangen war und unter Abzug des wieder ausgeführten Bieres im Vorjahre 44 590 hl betrug, ist in 1914/15 um 1226 hl weiter zurückgegangen, wogegen der Verbrauch von 8 oder alkoholarmem Bier— hl gestiegen ist. Der jährliche im letzten Jahre um 1 Konsum in Bier pro Kopf der Bevölkerung ist in den beiden letzten Jahren von 139,33 Liter auf 135,5 Liter zurück⸗ gegangen und hat* in obergärigem Bier von 2,15 au 2,0% Liter vermehrt. Nach der Reichsstatistik für 1912 ent⸗ fallen auf den Einwohner im Deutschen Reich von allem hergestellten Bier 101 Liter im Jahr, danach hätten wir in Gießen immer noch 1 Durst. Es entfallen übrigens in Bayern auf jeden Einwohner im Jahr 238 Liter des r Bieres, in Württemberg 167 Liter, in Baden 145 Liter, in Elsaß Lothringen 92 Liter und in de Norddeutschen Brausteuergemeinschaft 79 Liter. g * Obst⸗ und Gartenbauverein. Eine vom Obst⸗ und Gartenbauverein am Samstag abend in den Lenzschen Felsenkeller einberufene Versammlung war überwiegend von Hausfrauen aus allen Ständen unserer Bevölkerun besucht, die mit regem Eifer und 8 den Ausführun⸗ gen von Dr. ee e es folgten, der in inter⸗ essanter und belehrender Weise über e speziell über Zubereitung von Fruchtsäften, Marmeladen, sowie über die Herstellung von Dörrobst sprach. Leider er⸗ wies sich der Saal des Felsenkeller als zu klein für die Ver⸗ sammlung, da eine ganze Anzahl Frauen wieder umkehren mußten, weil der verfügbare Raum überfüllt war. Dr. Hoffmann, der über eine recht gemeinverständliche Art des Vortrages verfügt, wird in einigen Wochen über Ge⸗ müseverwertung im Obst⸗ und Gartenbauverein sprechen. Eßt Kartoffeln! Es ist bekannt, daß wir glücklicher⸗ weise noch reichlich Kartoffeln haben. Es ist aber jetzt die Zeit, wo sie durch Auskeimen schwinden und durch Fäulnis ver⸗ derben. Zwar werden mit allen verfügbaren Vorrichtungen Dauer⸗ vorräte hergestellt; aber das genügt nicht; um nicht kostbare Nähr⸗ mittel vergehen zu lassen, müssen jetzt viel Kartoffeln frisch ver⸗ zehrt werden. Wenn wir zum Abendessen Kartoffeln kochen, sparen wir an Brot, also an Getreide; dieses aber ist haltbar und wird eeine wertvolle Reserve für den Winter.— Kocht viel Kartoffeln und ein wenig fettes Fleisch mit fungen Gemüsen(3. B. Spinat, Kohlrabi, Wirsingkohl, Möhren, Gurken) zusammen, die dadurch großen Nährwert er kocht Kartoffeln mit frischem Seefisch, lip Salzfisch oder Salzhering. Eßt Kartoffelklöse mit Herr f Fruchtbeiguß(Pflaumenmus, Rhabarber, Stachelbeeren) oder kalt in Buttermilch, bereitet Kartoffelsalat, saure Kartoffeln mit brau⸗ ner Tunke, mit Senf⸗, Meerettich⸗, Dill⸗ oder anderen Kräuter⸗ tunken. Man kann Kartoffeln zu sehr vielen schmackhaften, nahr haften und billigen Gerichten verwenden, auch wenn man an Fleisch und Fett spart. Sie brauchen also nicht zu verderben. * Jeder erblindete deutsche Soldat, ohne Unter Reichsdeutschen Blindenverband geschaffenen Erholungs heimen einen sechswöchentlichen kostenlosen Erholungs⸗ aufenthalt genießen. Die Kosten der Hin- und Rückreise trägt ebenfalls der Verband, wie er auch für geeignete Begleitung für Hin⸗ und Rückreise sorgt. Anfragen und Anmeldungen zur Auf⸗ nahme sind zu richten an die Geschäftsstelle der Kriegsblindenhilfe des Reichsdeutschen Blindenverbandes zu Händen Herrn Paul Reiner, Berlin N. 113, Stolpische Straße 8. * Im Bericht über die Stadtverordneten⸗ versammlung(Nr. 148 vom Samstag, 26. Juni)] ist durch ein Versehen in der Wiedergabe der Ausführungen des Beig. Komm.⸗Rats Emmelius, ein Wortungetüm stehen geblieben, das unsere Leser selbst berichtigt haben werden. In dem betreffen⸗ den Satze muß es heißen, daß s. Zt die Stadtverordneten die Herabsetzung des„Steuerkoeffizienten“ abgelehnt haben. Kreis Lauterbach. +. Lauterbach, 27. Juni. Eine schöne Gesinnung bekun⸗ deten in dieser Woche die Schüler und Schülerinnen der hiesigen Nealschule. Sie verzichteten einstimmig auf einen größeren Jahresausflug und beschlossen, statt dessen für die Hriegs⸗ blindenkasse einen Betrag zu stiften. Alle gaben sie ihr Scherflein; auch das 8 schloß sich nicht aus. So sammelten 8 Lehrer und 131 Schüler unter sich den hübschen Betrag von 350 Mark und führten ihn an die hiesige Sammelstelle der Kriegsblindenkasse ab. Kreis Schotten. Laubach, 286. Juni. Unter Vorsitz von Direktor Henk sand heute am hiesigen Gymnasium die mündliche Matur itäts- prüfung statt. Zwei Schüler waren vor der Prüfung zurück- getreten, einer davon befreit und fünf haben sich derselben mit Ersolg unterzogen.— Der Musketier Heinrich Horney im In- fanterie-Regiment 223 ist den Tod fürs Vaterland gestorben. Kreis Friedberg. r. Bad-⸗Nauheim, 27. Juni. Gestern abend waren in unserer Stadt zwei schwere Unfälle mit tötlichem Ausgang du verzeichnen. Die Frau des im Felde stehenden Metzgermeisters T. in der Fürstenstraße, Mutter von 5 kleinen Kindern, wollte ein Glasdach reinigen, verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte durch das Dach in den Hof. Der Tod trat auf der Stelle ein. Eine Stunde später fiel der Zimmermann F. K. im Hause seines Arbeitgebers mit dem Kopf so heftig auf eine mit Eisen beschlagene Treppe, daß er sofort tot war. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 27. Juni. Die am hiesigen Technikum studie⸗ renden Holländer protestierten durch ein Schreiben, 5 sie alle 2 0 17 dem 1 Blatt„ 8 0 8 Ragazyn“ gegen die vorgebrachte hauptung, daß das deutsche Kriegsbrot ungenießbar und für die Ernährung durch⸗ aus unzureichend sei. Sie erklärten, daß hier eine bestimmte Un⸗ wahrheit verkündet werde, denn sie selbst würden dieses Brot jeden Tag essen, daß dieses kaum gegen das Brot in Friedenszeiten geändert, daß es sogar nahrhafter sei, und daß sie Brot in ge⸗ nügender Menge erhielten.“ Das Schreiben an die Redaktion des holländischen Blattes wurde von 18 Holländern unterzeichnet. 1 Vermischtes. Paris, 28. Juni.(WT Nichtamtlich.) Das„Echo de Paris“ meldet aus Turin: Ein heftiges Gewitter hat das Gebiet von Genua und ganz Ligurien verwüstet. Meh⸗ rere Eisenbahnbrücken sind eingestürzt. Die Verbindungen sind unterbrochen. Der Schaden ist sehr Zahlreiche Personen sind ums Leben gekommen.* ——— Börsen⸗ Wochenbericht. Frankfurt a. M., 25. Juni. Die zuversichtliche Stimmung der Börse hat in dieser Woche neue kräftige Impulse erhalten. Nie standen die militärischen und politischen Verhältnisse günstiger für uns als gegenwärtig. Die russische Wehrmacht ist nach dem Fall Lembergs zweifel⸗ los schwer erschüttert und auch auf den übrigen Kriegsschauplätzen berechtigt die gute Lage zu der Hoffnung auf weitere Erfolge. Die Börse 2 damit die Grundlagen bestätigt, auf denen sie seit Beginn des ieges ihre Berechnungen aufgebaut hat, und das Kursgebäude, welches sich in vieler Beziehung vorteilhaft gegen die Lage bei Kriegsausbruch abhebt, gewinnt an Festigkeit und Sicher⸗ eit. In wirtschaftlicher Beziehung kommt hauptsäch⸗ ich die günstige Lage der Montanindustrie in Betracht, die auch vom Handelsminister im Budgetausschuß des preußischen Abgeord⸗ netenhauses, besonders im Gegensatz zu den weit ungünstigeren Verhältnissen im feindlichen Ausland, unterstrichen die Ausweise der Kohlen⸗ und Eisensyndikate immer aufs neue be⸗ legt wird. Burch straffe Organisation haben wir selbst die Arbeiter⸗ schwierigkeiten, die durch die weiteren Einziehungen zum Heeres⸗ dienst entstanden sind, beseitigt und unsere Produktion in allen wichtigen Industrien von Monat zu Monat erhöht, so daß jetzt die laufenden Kontrakte ziemlich prompt erfüllt wer⸗ können und der Fluß des Wirtschaftslebens mehr nd mehr in das normale Bett zurückgleitet. Zu diesen wirtschaftlichen Erfolgen tritt noch die ungewöhnlich starke Geldflüssigkeit, die sich seit Mitte des onats durch die Kuponszahlungen auf Hypothekenpfandbriefe und Kommunal⸗ —— fanleihen weiter verstärkt hat. Tägliches Geld ist zu 3 bis 2½ Proz. zu haben, der Privpatdiskont ist etwa 3¼ Proz.; ganz ersttlassiges Papier ist zu entsprechend niedrigeren Sätzen anzubringen. Das Monatsende vollzieht sich, da die Börse auch nach dem erweiter⸗ ten Freiverkehr wenig Gold beansprucht und das Kredithedürfnis im Lande gering ist, zu Zinssätzen, wie sie nur in Perioden stärkster Geldflüssigkeit zu verzeichnen sind. Eine Folge der flüs⸗ sigen Geldverhältnisse ist auch der lebhafte Begehr nach Anlagewerten aller Art, wobei best Kriegsanleihen in den Vordergrund rückten. Die Banken haben den Bestand ihrer Kriegsanleihen wohl zum erheblichen Teil verkauft und es dürf⸗ ten sich diese nunmehr vornehmlich im Besitze der Kapi⸗ talisten und rer befinden. Daß unsere Banken bei der Ueberleitung dieser Anleihen einen schönen Gewinn g erzielt haben müssen, sei nur nebenbei erwähnt; es ist dies ein Umstand, der die Halbjahresabschlüsse unserer Banken in immerhin nicht unwesentlichem Maße beeinflußt haben dürfte. Guter Nach⸗ frage erfreuten sich auch einzelne fremde Renten, wie österreichisch⸗ ungarische Werte und Rumänier. Russen waren dagegen angeboten und niedriger. Amerikanische Werte behaupteten ihre Kurse, doch blieben die Umsätze eng begrenzt. Am markte zeigte sich namentlich gute Meinung für Montanpapiere, von denen Phönix, Bochumer und Caro im Vordergrunde des Interesses standen. Auch verschiedene Braunkohlenaktten wurden vom Publi⸗ kum verlangt. Von den Rüstungswerten waren Köln⸗Rott⸗ weiler Pulver, Deutsche Waffen, Ludwig Löwe, Rheinische Me⸗ tall, Daimler, Benz, Kleyer, Fahrzeug Eisenach und Hirsch Kupfer weiter begünstigt. Elektrizitätsaktien begegneten eben⸗ falls guter Kauflust, ebenso die Aktien chemischer Fabriken. Auch Schuh⸗ und Lederfsabrikakti⸗ sonders Adler& Oppen⸗ 1 und Gebr. Fahr— 7 3 Einiges Inter⸗ se war vorübergehend ür Bankaktien wahrzunehmen, während Schiffahrtsaktien vernachlässigt blieben. De⸗ visen lagen ziemlich fest, namentlich die nordischen Plätze, Holland und New York. Wien profitierte von dem Abschluß der 305⸗Millionen⸗Mark⸗Ankeihe in Deutschland. Bandel. Berlin, 26. Juni. WTB. Ni. Aus dem in de Feten Gef erte de e tg er. schied der Konfession und der Beheimatung, kann in den vom wurde und durch] den auch statteten Bericht des Vorstandes geht hervor, daß der Kaliabsatz in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 42 Millionen Mark gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen ist. Der Rückgang des Absatzes seit Beginn des Krieges bis Ende Juni beläuft sich auf rund 100 Millionen Mark, was einer Mindermenge von mehr als 5 Millionen Doppelzentner reinen Kalis entspricht. Die Gründe für diesen starken Rückgang sind bereits wiederholt dargelegt worden. Neben der ungünstigen ung von Eisen⸗ bahnwagen im Inlandsgeschäft ist es hauptsächlich der infolge des Ausfuhrverbotes und des Krieges fast gänzlich lahmgelegte Kaliabsatz nach dem Auslande. Die deutsche Landwirtschaft hat in den ersten neun Monaten des Krieges infolge des Wagenmangels und von Streclensperrungen leider 11½ Millionen Doppelzentner Kalisalze weniger bezogen als in dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies ist umso bedauerlicher, als feststeht, daß die mit Kali gedüngten Kulturen die Trockenheit weit besser über⸗ wunden haben als die ungedüngten. Es ist zu erhoffen, daß die Regierung bestrebt sein wird, mit geeigneten Maßnahmen dahin zu wirken, daß in der bevorstehenden Herbstkampagne ein ähn⸗ licher Rückgang vermieden wird. Die im übrigen auf der Tages⸗ ordnung stehenden Punkte wurden ohne längere Aussprache gemäß den Anträgen des Aufsichtsrates und des Vorstandes genehmigt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Von Nordwegen her rückt die Depression weiter vor und drängt das Hochdruckgebiet über Skandinavien nach Norden zurück. Da der Einfluß des anrückenden Tiefs sich auch bereits in Deutsch⸗ land bemerkbar machen wird, dürften wir für morgen trübes Wetter mit vereinzelten geringen Niederschlägen zu erwarten haben. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 29. Junt 1915: — 9 bedeckt, vereinzelte Niederschläge, etwas kühler, füdwestliche inde. Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 28. Juni 18% R. Tetzle Nachrichten. Die Schlacht im Südosten. N. K. Kriegspressequartier, 28. Juni. Die Zurück⸗ drängung, die die russische Armee durch den wuchtigen doppelten Durchbruch ihrer Front sowohl bei Lemberg durch die Armee Böhm⸗Ermolli, als auch anschließend weiter im Norden auf der Linie Rawaruska⸗Zolkiew durch die Armee Mackensen erlitten hat, drückt sich jetzt nach Verlauf mehrerer Tage in der Tatsache aus, daß sich der ganze rechte Flügel der russischen Armee wieder in vollem Rückzuge befindet. Die verbündeten Truppen warfen die Russen aus ihrer starken Stellung, an der das Zurückfluten der Front nach der Räumung von Lemberg zum Stehen kam. Diese neue Phase ihres Rückzuges wird vor dem Bugabschnitt kaum für längere Zeit zum Stehen gebracht werden können. Bei den übri⸗ gen Abschnitten zeigt sich die Ueberlegenheit der öster⸗ reichisch-ungarischen und deutschen Kräfte an dem langsamen Abflauen der russischen Angriffe. Wechsel im russischen Kriegsministerium. Stockholm, 28. Juni. Ueber Paris erfährt„Svenska Dagbladet“, daß der früher in Ungnade gefallene russische General Kuropatkin zum Nachfolger des Kriegsministers Suchomlinow bestimmt sei. Den Grund des Rücktritts des Kriegsministers sucht man in den russischen Niederlagen auf den galizischen Kriegsschauplätzen. Keine Beteiligung Italiens an der Dardanellenaktion? Lugano, 28. Juni. Während die offiziösen wie die nichtoffiziösen Blätter von Einzelheiten über die bevor⸗ stehende italienische Dardanellenaktion wimmeln, demen⸗ tiert offiziös die„Agenzia Stefani“, daß der Ministerrat sich mit der Angelegenheit beschäftigt und leugnet überhaupt die Vorbereitung einer Flottenexpedition. Die antimilitaristische Propaganda in Italien. Genf, 28. Juni. Gerüchte über zunehmende Propaganda der Antimilitaristen in Italien verschulden laut„Popolo d'Italia“ Fasel, Hefte Sch ener per Sone agesordnung. Zahlrei ereinshäuser ozialisten si schlossen wurben, namentlich in Pallanza und Prestino. Das Blatt verlangt, die Polizei müsse gegen Individuen vorgehen, nich aber gegen ganze Organisationen, weil dadurch die Volksstim⸗ mung jäh umschlagen würde. Die schwedisch⸗russischen Beziehungen. Kopenhagen, 28. Juni.„Nowoje Wremfa“ meldet: Der schwedische Gesandte in Petersburg äußerte sich die schwed.⸗russisch. Beziehungen in folgender Weise beginn ist Schweden bestrebt, strengste Neutralität zu bewahren und sein freundnachbarliches Verhalten zu Rußland aufrecht⸗ zuerhalten. Die Behandlung der schwedischen Handelsschiffe durch die Engländer führte dahin, daß Schweden gegen f Handels⸗ schiffe gleichartige Vergeltungsmaßnahmen ergriff. Dabei ist Schwe⸗ gezwungen gewesen, Waren anzuhalten, die über.— III der ischen u i egierung unzwei zu einer Verständigung führen. Schweden wünsche keinen Bruch heraufzubeschwören, sondern wolle streng neutral b. Die Engländer und der neutrale Handel. Kopenhagen, 28. Juni. Unter dem Druck der Prot este der neutralen Länder gegen die rücksichtslose Behandlung des neutralen Handels durch die Engländer setzte die englische Re⸗ gierung einen Ausschuß ein, dessen Aufgabe die Festsetzung des Schadenersatzes für die zurückgehaltenen Schiffe oder weitigen Unzuträglichkeiten ist. Die englischen Bläkter erklären, die Möglichkeit von Verwicklungen sei auf ein Mindestmaß herab⸗ gesunken. Es sei leider nicht zu vermeiden gewesen daß die Maß⸗ nahmen Englands zur Ifolierung Deutschlands die Neutralen nach⸗ teilig berührt hätten, namentlich Amerika müsse darunter leiden. Die 1 3 habe aber alles mögliche getan, um so wenig aden als möglich zu verursachen. Die kanadische Kriegshilfe. Amsterdam, 28. Juni. Das New Norker Blatt„Finm⸗ cial American“ meldet, daß die Angus Lokomotiv⸗ und Wagen fabrik der Canadian Pacific Eisenbahn in das größte Arsenal der Welt umgewandelt Alle t sollen von der kanadischen Geschoßkommission geleitet werden. Die Werke stehen bercits unter mikitärischer Bewachung. Der Präfident der Bahn, der sich augenblicklich in London befindet, stellte Lord Kitchener alle Dampfer der Gefellschaft für Muni⸗ tionstransporte zur Verfügung. ——B—ͤ—— Amtlicher Teil. gegeben G beschäftigte, unentbehrliche Fach⸗ arbeiter, die bis 30. Juni 1915 beurlaubt oder zurückgestellt sind, sich am 1. Juli nicht ohne weiteres zu stellen, sondern ihren Ge⸗ stell 0 abzuwarten haben. Gießen, den 27. Juni 1915. gliches Bekanntmachung. In Allendorf a. d. Lda. ist die Maul⸗ und Klanensenche ausgebrochen. Die Gemarkung Allendorf a. d. Eda. bildet einen Sperrbezirk. Für diesen Bezirk gelten die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 12. November 1914(Kreisblatt Nr. 70 vom 17. 8— Gießen, den 26. i 1 l i Kreisamt Gießen. ä Weise: Seit Kriegs⸗ . r — 8 2 D * 3 3 * 1 1 1 g 8 5 5 5 —— 5.. EPE CCC 8 8 Fünfziger 1856-1906. 5 In der Nacht vom 17. auf den 18 Juni starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Philister, Kandidat des höh. Lehramts Eduard Seel n d Einjähriger im Res.-Inf.-Regt. 28, 2 Komp. Sein Andenken bleibe zum Segen! L. N. u. A., 0 5418 Karl Ramge, cand. theol. 8 I. NN 125 8282 2 Bekanntmachung. Auf Grund des Beschlusses der Reichsverteilungsstelle vom 14. Juni 1915 kann der körperlich schwer arbeitenden 1 i erwerbstätigen Bevölkerung eine erböbte Brotmenge Am Hamzsag verschied nach kurzem Leiden auf Antrag der Bezugs berechtigten zugewiesen werden .. Diesbezügliche Anträge sind unter Benutzung des hierfür vorgeschriebenen Formulars bis 20. Juni auf dem Stadthaus, Zimmer 9, einzureichen, woselbst die Abgabe der Formulaxe kostenlos erfolgt. ö Anträge, die den Vorschriften nicht entsprechen, bleiben unberücksichtigt. Gießen, den 2. Juni 1015. 5 Der Oberhbürgermeister. r 53276 Die Bekanntmachung der Bezugs⸗Ver⸗ 8. F. F. F. G. F. einigung Deutscher Landwirte und des Kriegsministeriums vom 23. Juni 1915 be⸗ zieht sich auch auf Acker- und Feldbohnen. Anmeldungen umgehend hierher richten. Frankfurt a. M., 27. Juni 1915. 5 7b Stellvertretende Intendantur 18. Armeekorps. Verdingung. Die Küchenabfälle des Kriegsgefangenenlagers Gießen sollen öffentlich an den Meistbietenden vergeben werden. Angebote mit der Aufschrift„Küchenabfälle“ sind bis zum Freitag, den 2. Juli 1915, vormittags 10 Ubr, bei der Kassenverwaltung des Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗ Bataillons 1 abzugeben, wo auch die Bedingungen täglich von 8—11 und 3—6 Uhr einzusehen sind. 5412 Die Lagerkommandantur. Bekanntmachung. Die von der gestrigen Mitgliederversammlung bewilligten Prämien können von den angemeldeten und hierzu berechtigten Dienstboten bei unserer Kasse in den nächsten Tagen in Empfang genommen werden. Gießen, den 26. Juni 1915. Bezirksspartasse Gießen. Zacheis. 5410 Holzsubmission. Freitag, den 2. Juli l. Is., vormittags 7 Uhr, wird nachverzeichnetes Holz(Winterfällung) aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda im Submissionswege vergeben. Forstwartei I. 11 Eichenstämme unt. 25 Ztm. Drchm. mit 3,31 Fstm. 1 Buchenstamm 1. Kl. mit 1,51 Fsem. 4 Buchenstämme 2. Kl. mit 5,59 Fstm. 14 Buchenstämme 3. Kl. mit 14,39 Fstm. 10 Buchenstämme 4. Kl. mit 5,91 Fstm. Forstwartei II. 2 Buchenstämme 2. Kl. mit 2,01 Fstm. 8 Buchenstämme 3. Kl. mit 9,46 Fstm. 12 Buchenstämme 4. Kl. mit 8,07 Fstm. Die Angebote sind nach Klassen und Forstwarteien getrennt, verschlossen, mit Aufschrift versehen, bis zu obigem Termine auf hiesiger Bürgermeisterei einzu⸗ reichen, wo auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder sonstigen Bemerkungen werden nicht be⸗ rücksichtigt.— Forstwart Krieger zeigt auf Wunsch das Holz vor. Allendorf a. d. Lumda, den 26. Juni 1915. Großherzogl. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 5415 4 Radilumhaltige Sol duellen. Soodlen Bewährtes Heilbad bei; Katarrhen der Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut, 0 Frauenkrankheiten, Rheumatismus, Gicht, Skrgfulose, KFachitis, Rückständen von Influenza, Lungen- u. Rippen- tellentzündung. Bahnlinie Göttingen-Bebra.:: Geschützte 5 herrl. Lage inmitt. ausgedehnt. Gebirgswaldungen.:: Solbäder all. Art. Inhalationen, Gradierwerke. Pneu- 3 zuteche Apparaten Kammer Aruntuen.. Tr Auskunft rte 2 a Dhv Zigarren! Ich suche in der Preislage von 40 bis 56 Mark Zigarren zum Wiederverkauf. Es handelt sich auch um größere Posten. Kasse erfolgt bei Abnahme. Schriftl. Angebote mit Preis⸗ und Quantumangabe an den Gießener Anzeiger unter Chiffre 5408. Achtung! Achtung! Erdbeeren Johannisbeeren Dienstag morgen findet auf dem Brandplatz ein sehr großer Verkauf in 9 Einmach- Erdbeeren statt. Es ist hier jeder Hausfrau Gelegenbeit geboten, für wenig Geld Einmach⸗Erdbeeren zu beschaffen. Erdbeeren, Pfd. 55 Pfg., Johannisbeeren, 10 Pfd. 2.40. Niemand versäume dieses nie wiederkehrende Angebot. Stand kenntlich. 004¹0 7 2 Deutsche Obst⸗Zentrale. Heinrich Huhn. Suche für den Straßenbau in Lünellinden 1 Gespann mit 2 Pferden zum Packlagestein⸗Jahren. Fuhrlohn pro Tag. Auch kann das Fahren in Akkord vergeben werden, pro cbm, zu befürdern sind 1400 cbm. Angebote sind zu richten an Franz Hägert, Unternehmer, 5250 Wetzlar, Siechhofstraße 33. unser lieber Alterskollege Franz Wigandt Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Juni, nachmittags 5 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Wir bitten um zablreiche Beteiligung. 5136 Der Ausschuß. Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Ebrenmitgliedes und langjähr. Kommandanten 75 Herrn Franz Wigandt in Kenntnis zu setzen. 5428 Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Juni, nachmittags 5 Uhr, statt. Zusammenkunft am Turmhaus 4¼ Uhr. Uniform: 1. Rock und Helm. Das Kommando: Faber. Wenzel. Samstag abend 5½ Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Franz Wigandt im Alter von 58 Jahren. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Ebrenmitgliedes Franz Wigandt geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 29. Juni, nachmittags 5 Uhr, auf dem neuen Friedhof. Wir bitten um zablreiche Beteiligung.! im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Henriette Wigandt. Giessen(Marburger Strasse 98), den 26. Juni 1915. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Juni, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Fried- hofes aus statt. 5421 Sonntag früh verschied sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater Friedrich Benzler. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Benzler und Kinder. Gießen(Asterweg 16), den 27. Juni 1915. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt.. Gestern vormittag entschlief sanft nach langerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Herr Karl Krauße im nahezu vollendeten 80. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Stadtrechner i. R. Doepfer 5437 Familie Bahnhofsvorsteher J. Krauße Familie Lokomotivführer W. Krauße Christian Liebehenz. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 5. Juni unser geliebter, braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Christian Ferber Musketier im Reserve⸗Ins.⸗Regiment 223, 10. Kompagnie im blühenden Alter von nahezu 34 Jahren. In tiefstem Schmerz: die Eltern Jacob Ferber und Frau 5 Lindengasse 12 Heinrich Ferber, z. Zt. Darmstadt 5 Anna Frosch, geb. Ferber 855 Neuen Bäue 17 . Jacob Frosch, z. Zt. im Feld. Giessen Gummersbach, den 28. juni 1915. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. ds. Mts, nachm. 3 Uhr, von der Kap lle des alten Friedhofs aus statt. Im Kampfe fürs Vaterland starb am 27. Mai im Feldlazarett an den Folgen einer Verwundung den Helden- tod unser heissgeliebter, guter, hoffnungsvoller einziger Sohn und Bruder Wanelm Forbach, Lehrer Musketier im Res.-Inf.-Regt. Nr. 224. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 2. Juni mein teurer Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Beypler Gefreiter im Bes. Inf.⸗Begt. 222,3. Bomp., ausgezeichnet mit der Hessischen Capferkeitsmedaille, im 24. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Alten- Buseck, Marie Forbach Wwe. den 28. Juni 1915. Mariechen Forbach Liesbethehen Forbach. In tiefstem Schmerze: J. Beppler I. Wm., geh. Heß Carl Berg und Familie Heinr. Veppler und Familie. Lang⸗Göns, am 28. Juui 1915. Für die herzliche Teilnahme an un— serem schweren Verlust danken hierdurch vielmals Bullenverkauf. Dienstag, den 29. Juni d. J., nachmittags g 2 Uhr, soll ein der Gemeinde Annerod gehöriger Frau Adele Kempff Bruch- Behandlung ohne Operation fetter Bulle per Saugen Lebendgewicht auf dem 71 5 Submissionswege vergeben werden. und Familie. Ohne Berufsstörung 5 41 75 55 26 Juni 1915. Gleßen, Löwengasses Großh. Bürgermeisterei Annerod. 1 am e 20. Horn. 5369 7 7 nes jeden Monats v. 101 Uh 7 2 Gießen, den 28. Juni 1915. 5⁴⁰⁴ e eee Hü 0 neraugen⸗ kostenlos durch 8 else 0 0 0 I wire e Here 2 nr e 0 2 3 er e 4. Chefarzt Dr. med. Coleman, Berlin M.6 Tote ge Sante e Aug. Nell Babubostr. Kl Telephon 612, Neuen Bäue 7 a L Y n