.„An 2 — 95 für Drahtnach⸗ richten Anzeiger Glehen. Gießen General⸗Anzeige notationsdruck und verlag der Brühl' schen Univ. Buch⸗ und Steindruck r. i k. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 105. Jahrgang e zeiger für Gberhessen Samstag, 26. Juni 1015 Bezugs pre monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. aussch! Bestellg. Zeilenpreis: loral 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Hartnädiger Widerstand ein.] rotes Hauptquartier, 25. Juni. Amtlich.) a Westlicher Kriegsschauplatz. Im Nahkampf südlich von Souchez erbeuteten wir mehrere Maschinengewehre. 0 N Wiederholte feindliche Vorstöße gegen die Labyrinth⸗ tellung wurden abgeschlagen. 1 Im Westrande der Argon nen brach der Angriff eines französischen Bataillons gegen unsere vorgeschobenen neuen Stellungen unter schweren Verlusten zusammen. Im Nahstoß entrissen wir dem Feinde noch einen Graben mit zwei Block⸗ häusern. Drei weitere Maschinengewehre, drei Minenwerfer blieben in unserer Hand.. l Auf den Maashöhen scheiterten die westlich der Tranchée angesetzten französischen Angriffe vollkommen. Oeftlich der Tranche eroberten wir einen vom Feinde zäh verteidigten Verbindungsgraben zurück. Bei Leintrey, östlich von Lunsville, wurden kleine feindliche Unterneh⸗ mungen abgewiesen. 0 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. Das vorgestern eroberte Dorf Kopaczyska wurde toieder geräumt. Südöstlich Chorzele in der Nähe des Dorfes Stegna drangen unsere Truppen nach hartnäckigem Nahkampfe in einen Teil der feindlichen Linie ein und setzten sich darin fest. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Truppen des Generalobersten v. Woyrsch haben in der Verfolgung das Waldgebiet süd⸗ lich Ilza durchschritten. 0 Die Lage bei den Armeen des Feldmarschalls v. Mackensen ist im wesentlichen unverändert. Nordwestlich von Halycz mußten Teile der Armee des Generals v. Linsingen vor überlegenen feindlichen Gegenangriffen bei Martinow auf das Südufer des Dnjestr zurückgenommen werden. Weiter stromauf sind wir im fortschreitenden Angriff, der linke Flügel der Armer steht bei Chodo row. Oberste Heeresleitung. „ Die Armee Linsingen hatte den Dnjestr überschritten, aber an einigen Stellen nordwestlich von Halycz mußte vor überlegenen Gegenangriffen der Feinde stellenweise wieder —— en Dagegen. die verbündeten ruppen weiter stromaufwärts in erfolgreichem Vordringen begriffen. Chodorow, das nach dem österreichisch-ungari⸗ schen Tagesbericht bereits genommen worden ist, liegt 15 bis 20 Kilometer nördlich von Zurawno. Die Russen wollen durch ihren Widerstand am Dujestr ihren Rückzug decken; aber der Druck der Armee Linsingen in der Richtung Cho⸗ dorow bedroht sie aufs Schlimmste und droht einen neuen Keil in das Russenheer einzuschieben. Von großer Bedeutung ist, daß die Armee Woyrsch in Südpolen auf dem Vormarsche begriffen ist. Sie hat das Bergland von Kielce und die Lysa Gora durchschritten, die Russen stetig verfolgend. Aus dem Innern des garenreiches kommen heute einige Aufsehen erregende aber nicht völlig verbürgte Meldungen. Der Kommandierende Admiral der baltischen Flotte soll mit seinem gesamten Stab ermordet worden sein. Es könnte sich hier nur um eine große Meuterei handeln, wie sie in der russischen Marine ja häufiger dagewesen ist. Ferner wird, nach dem„Berl. Lokalanz.“, aus Petersburg berichtet, daß die Arbeiter der staatlichen Munttionsanstalt in den Ausstand getreten seien, ebenso die Arbeiter der Kronstädter Werke. Die Gründe seien unbekannt. In Peters⸗ burg seien 30 000 Arbeiter im Ausstande. Ueberraschend ist ferner die Meldung aus Riga, wonach die dortigen Be- amtenfamilien schon jetzt ins Innere Rußlands verschickt werden. Glaubt man in russischen Offizierskreisen die Ge⸗ fahr auch für diesen Landstrich so nahe? ** * * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 25. Juni.(WTB Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Juni 1915 mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Zwischen Halyez und Zurawno dauern die Kämpfe am nördlichen Dujestrufer fort. Gegen⸗ angriffe der Russen wurden abgewiesen. Der eigene Angriff schreitet vorwärts. Ueber Zydaczow vordringend, wurde gestern Chodorow genommen. f „Die sonstige Lage am Dujestr flußabwärts Halycz, dann 2 Lemberg, bei Rawaruska und am Tanemw ist unver⸗ ndert. Das südliche Sanufer ist vom Feinde frei. In Polen verfolgen die verbündeten Truppen die pegen Zawichost, Ozarow und Sienno zurückgehenden russi⸗ schen Kräfte. ö 5 Italienischer Kriegsschauplatz. An den Grenzen Tirols und Kärntens mehrfach Geschützktämpfe. Im küstenländischen Grenzgebiete wurden in den Morgenstunden östlich Ronchi zwei feindliche Angriffe abgewiesen. Gegen den Brückenkopf von Görz und den ohenrand des Plateaus von Comen richtet sich heftiges eiudliches Artilleriefeuer. Deer Stellvertreter des Chefs v. Höfer, Felbm erco Die Offensive der Verbü Berlin, 26. Juni. Die O deten Mächte in Galizi en schreitet fort. Im Zentrum und am mittleren Dujestr versuchen die Russen, wie der Kriegsberichterstatter des„Berliner Tageblattes“ bestätigt, den österreichisch-ungarischen und deutschen Kräftegruppen ihre Stellungen am nördlichen Da jestrufer und an mehreren strategisch wichtigen Punkten, de s Verbleiben am nördlichen Ufer mit heftigen Gegenoffensiven zu verwehren. In Russisch⸗ Polen und im Gebiete des San-Winkels weichen sie zurück, um die Verbindung mit jenen Armeeteilen nicht zu verlieren, die nördlich von Lemberg durch d 8 Mackensen, östlich und südöstlich von Lemberg durch die Armee Böhm⸗Ermolli Schritt für Schritt gegen die auf den Bug gestützte nächste Verteidigungslinie zurückgedrängt werden. Berlin, 26. Juni. Ueber den Verlust von Lemberg schreibt der Militärkritiker der„Petersburger Börsenzeitung“, wie die„Vossische Zeitung“ berichtet: wählen gehabt zwischen der Aufga ndeten in Galizien. ffensive der verbün⸗ von Lemberg und der Auf⸗ Habe man auch für das rus⸗ und die jedem Russen durch Galiziens verlassen müssen, so sische Gefühl schwere Opfer bringe Erinnerungen so teure Hauptstadt habe man sich dafür die Möglichk der Entscheidungsschlacht selber zu wählen. Der König von Bayern im Osten. Wien, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kön i von Bayern ist heute früh mit Gefolge, worunter sich auch Kriegsminister Freiherr Kreß v. Kressenstein befindet, auf der Reise nach dem östlichen Kriegsschauplatz auf dem Wiener Ostbahnhofe eingetroffen, wo er vom bayerischen Gesandten Freiherrn v. Tucher, der sich dem Gefolge des Königs anschloß, begrüßt w Der König setzte alsbald die Reise fort. . Der russi der icht. Pekersburg, 25. Inni.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Generalstabes: An den Flüssen Windau, Wenta und Dubissa sind keine wesentlichen Veränderungen. An der Front am Nare w und an der Weichsel waren nur kleine Zusammenstöße der Vorhuten, an der Tanew⸗Front gleichfalls Ruhe. Im Abschnitt von Zolkiew— Lemberg machte der Feind am Abend des 22. Juni und dem ganzen nachfolgenden Tage weitere Angriffs⸗ versuche, indem er sich mit ganz besonderer Hartnäckigkeit an⸗ strengte, längs der Eisenbahn Lemberg— Brzeany in der Richtung der Dörfer Czizikow und Zinitrowoitz vorzu⸗ dringen. Indessen scheiterten dank der Gegenangriffe unserer Trup⸗ pen diese Versuche. An der Front Zurawno— Demeszko⸗ wice hat sich ein heftiger Kampf, der bisher für uns günstig ist, entwickelt. Bedeutende deutsche Kräfte, die am Morgen des 23. Junt in der Gegend von Kozara auf das linke Dujestrufser übersetzten, erlitten ungeheure Verluste, wurden gegen den Fluß gedrängt und mußten unter pesonders schwierigen Verhältnissen zur Defensive übergehen. Die Deutschen hielten sich hier teils an den Inselchen des Flusses, teils am linken Ufer fest. Bei Mar⸗ tinows und Rodzwiany überschritten die Oesterreicher den Tnjestr, wurden aber durch einen stürmischen Gegenstoß unserer Truppen gegen den Fluß hin zurückgeworfen und verloren hier bis um 10, Uhr morgens ungefähr 40 Offiziere und 1700 Mann von ver⸗ schiedenen Regimentern an Gefangenen. Der Feind sucht sich in den Häusern nahe dem Flusse zu halten, wo er erbitterten Widerstand leistet. In diesen Kämpfen leistete uns unsere schwere und leichte Artillerie wirksame Unterstützung. In der Gegend von Kosmerzina am Dnyjestr südöstlich von Nizniow er⸗ griffen unsere Truppen die Offensive, kamen am 22. Juni an den Berg von Bezinina, der vom Feinde besetzt und stark befestigt war, verschanzten sich dort und begannen am frühen Mor⸗ gen des 23. Juni einen heftigen Ansturm gegen diesen Berg. Ter Feind stellte sich einem Bajonettangriffe nicht, sondern ging in Unordnung auf die zweite Linie seiner Befestigungen zurück. Beim Rückzuge des Feindes drangen unsere Truppen ein und machten fast die ganze Besatzung dieser Höhen nieder und nahmen den Rest, 2 Offiziere und 210 Soldaten, gefangen. Aus Riga. Rig a, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich. Ueber Kopen⸗ hagen.) Sämtliche russischen Beamtenfamilien sind bereits in das Innere Rußlands verschickt worden. Der Admiral der baltischen Flotte mit seinem Stabe ermordet? Budapest, 25. Juni.(Ctr. Blu.) Die Bukarester Zeitung „Dreptatea“ meldet: Die russischen Behörden haben Mitteilung erhalten, daß am 16. Juni abends der Kommandierende Ad⸗ miral der baltischen Flotte mit seinem gesamten Admiral— stab unter geheimnisvollen Umständen ermordet worden ist. Es scheint sich um eine großangelegte Verschwörung zu han⸗ deln, an der sich angeblich auch höhere Offiziere beteiligten, von denen mehrere ver wurden. Nat. Ztg.) Bulgarien und die Türkei. Sofia, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der bul⸗ garische Gesandte in Konstantinopel, Koluschew, der zur Berichterstattung nach Sofia gekommen war, reiste nach Konstantinopel zurück. * 8* * Vom italienischen Kriegsschauplatz. Berlin, 26. Juni. Am südwestlichen Kriegsschauplatz scheinen sich die Italiener laut„Berl. Tagebl.“ im sonzo-Abschnitt zu einer größer angelegten Offensive vor⸗ wereiten der Russen am Dnjestr. Berlin, 26. Juni. Ueber die Gebirgskämpfe im Ge⸗ biete der Julichalpen wird dem„Berliner Lokalanz.“ aus dem Kriegspressequartier telegraphiert: Der jüngste Erfolg der Oesterreicher betrifft die Er stürmung einer wichtigen Höhe im Kru⸗Rücken am Oberlauf des Isonzo. Hier standen gebirgsgeübten Alpini un⸗ garische Honveds gegenüber, die in ihrer Heimat nie ein Gebirge gesehen hatten. Die Alpini versuchten zuerst einen Sturm auf die Stellungen der Ungarn, wurden aber weit über ihre ursprüngliche Position auf einer hoch mit Schnee bedeckten Höhe zurückgeworfen. f Der italienische Bericht. Rom, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agen⸗ cia Stefani. Bericht der Obersten Heeresleitung. Der Artillexie⸗ kampf besonders mit mittleren und großen Kalibern verstärkte sich längs der ganzen Front. Der Feind verfuchte auch Nacht⸗ angriffe, besonders an gewissen Stellen am Monte Piano, im Grande⸗ und im Piccolotale, bei Crestaverde und zwischen Rizzopolina und Zellenkofel, welch letzterer gestern von unseren Truppen besetzt wurde. Die feindlichen Angriffsversuche gegen unsere Stellungen am Freikofel waren besonders hartnäckig. Wäh⸗ rend der Nacht zum 22. Juni und am folgenden Tage wurden drei Angriffe gegen uns unternommen, welche wir dank der wirksamen Hilfe unserer Artillerie und mittels Handgranaten zurückwarfen. Der Feind ließ 200 Tote auf dem Gelände. Aus der Niederung von Plezzo werden Arbeiten an Stellungen für die schwere Artillerie auf den benachbarten Höhen und Bewe⸗ gungen von Transporten von Plezzo zum oberen Sowno gemel⸗ det. In der Gegend des Monte Nero und längs des Isonzo ver⸗ lief der 22. Juni ruhig. Die Montenegriner in Skutari. Rom, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ meldet aus Skutari: Eine inische Armee unter General Weskowit sch trof in der vergange⸗ nen Nacht vor Skutari ein, wo sie auf den Höhen von Rentschi das Lager Schiri besetzte. Einige Hundert Al⸗ banier, die bei Mezorec Widerstand Skutaris kommen und erklärte ihm, er beabsichtige, in Montenegro die feindlichen Stämme zu Sbuturt solle ruhig bleiben, da keine Gefahr bestehe. grinische Zeitung„Wiesnik“ veröffentlichte eine halbamt⸗ liche Note, welche besagt, daß die montenegrinische Regie⸗ rung aus politischen und strategischen Gründen, um die Warendurchfahrt auf der Bojana an den Stellen zu sichern, die im Berliner Kongreß Montenegro zuerkannt seien, be⸗ schlossen habe, in Albanien einzumarschieren. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 25. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Kaukasusfront dauerte am 24. Juni in der gebirgigen Gegend von Kale Boghasi der Ge⸗ schützkampf mit den Nachhuten des Feindes fort. Im Abschnitt von Marman Boghasi fand ein unbedeutender Zusammenstoß statt. An der Dardanellenfront bei Ari Burnu in der Nacht zum 25. Juni Feuer mit Unterbrechungen. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr ist die Lage dieselbe wie vor der letzten Schlacht, bei der der Feind vollständig in seine alte Stellung zurückgeworfen wurde. Seitdem hat er keine ernsthafte Bewegung mehr gemacht. Bisher ist es noch nicht möglich, die außerordentlich hohen Verluste des Feindes in der Schlacht am 21. Juni zu schätzen. Unsere Artillerig schont die Lazarettschiffe, welche beständig Verwundete fortbringen. In der Nacht auf den 25. Juni überraschte eine von unserem pechten Flügel entsandte Erkundungsabteilung bei Sedd⸗ül⸗Bahr eine seind⸗ liche Abteilung in den Schützengräben, vernichtete sie, zerstörte Maschinengewehre und kehrte mit einer Beute von 26 Gewehren, 9 Kisten Munition, Pioniermaterial, Ersatzteilen von Maschinen⸗ gewehren, Fernsprechgerät und Bomben zurück. An den anderen Fronten nichts Wesentliches. Das Befinden des Sultans. Konstantinopel, 25. Juni.(WWB Nichtamtlich ⸗ Der Bericht des kaiserlichen Chefarztes lautet: Heute morgen operierte Professor Israel im Beisein der Aerzte, die an der Konsultation teilnahmen, den Sultan. Zwei Steine, die sich in der Blase befanden, wurden entfernt. Der Zustand des Herrschers ist ausgezeichnet. *** Die französische Offensive. Berlin, 26. Juni. Nach einer Meldung der„Köln. Volksztg.“ aus London stellt„Daily Mail“ fest, daß eine Abschwächung der französischen Offensive gegen Arras vorliege. Das Drückeberger-Gesetz in Frankreich. Paris, 25. Inni(WTS. Nichtamtlich.) Der„Temps“ berichtet: Nach einer Verständigung mit dem Kriegsminister nahm die Heereskommission folgende veränderte Artikel des Ge setzantrages Dalbiez an, die der Kammer unterbreitet werden: Artikel 1 bestimmt, daß alle Mannschaften einzuziehen sind, die ermächtigt waren, sich nicht sofcct bei ihrem Kortbs zu stellen, sowie Mannschaften, denen infolge ihrer Tätigkeit in öffent⸗ lichen Verwaltungen eine Einberufungsfrist gewährt wurde, voraus- gesetzt, daß deren Einberufung den Gang des Dieustes nicht stört. Artikel 6 bestimmt: In jedem Gebiete sollen eine oder mehrer Kommissionen aus Arbeitern und Arbeitgebern eingesetzt werden, deren Aufgabe es ist, das Kriegsministerium über die Fachfähig⸗ keiten der Männer zu unterrichten, die in für den Heeresbedarß arbeitenden Fabriken und Werkstätten beschäftigt werden. Ar⸗ 0 1 * 1 . — * Fackelzug 1 * hat dem Mini zur dieser Zeit ruhen. Die Note an England wird erst nach 990 erledigt 100. Geburtstag vereinigten man u. a. den Rektor der Frankfurter Universität, Provin⸗ gehirng des hundertsten Geburrtöbags sammenfithrt, 2. mit zwei von Aus Spanien. 25. Fut(= Madrid, Nichtamtl⸗ sterpräsidenten Dat o neuerlich sein Ver⸗ Aus der letzten Rede Lloyd Georges. London, 24. i. WTB. Nichtamtlich) Unterhaus Er⸗ 8 Meldung. And George sagte bei*.—.— seiner Bill: Die Ueber legenheit Deutschlands ist besonders bei dem schweren Geschütz, den Geschossen von hoher Explofiv⸗ Gewehren, vielleicht allexmeisten bei. r schinengewehre n. Die D en of⸗ eher den Chamiber bes Krieges vormrzgeschen, wie deine an⸗ dere Macht. Sie vergegenwärtigten sich, daß er ein großer Schützengrabenkrieg werden würde, und stellten entsprechendes Kriegsmaterial her. Die Schmierigleit für England war im we⸗ sentlichen die Frage der Maschinerie und die Arbeitsfrage; die vorhandenen Arsenale seien außerstand, selbst die alte Armee zu versorgen. Lloyd George klagte, daß gewisse Firmen mit dem tellung der Munition notwendigen Material zurückhielten, um höhere Preise zu erzielen. Verschiedene Lieferanten hielten die Lieferungsfristen nicht ein, andernfalls wäre die Lage Eng⸗ lands ziemlich befriedigend. Die Lieferung von Maschinengeweh⸗ ten werde durch Arbeitermangel verzögert. Som Präsidenten Wilson. Washington, 25. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Präsi⸗ dent Wilson begibt sich heute für zwei Wochen nach New 8 Die internationalen Fragen werden während Wilsons Rückkehr Ates Stadt und Cand. Dießen, 26. Juni 1915. Akademische Bismarckfeier. Zu einer schlichten, jeden äußeren Prunks baren aber e Feier— Gedenden von Bismarcks sich gestern abend in der Neuen Aula der Unibersität auf Ein ng der Studenten⸗ 1 und des Rektors zahlreiche Ehrengäste, die Dozenten⸗ 0 und die Hörer der Ludoviciang. Unter den Gͤsten sah * 1 Faldirektor Geh. Rat Dr. Ü finger, Oderbürgermeister eller, Bezirkskommandeur Oberstleutnant Naumann. Auf dem Podium hatten die Chargierten der studentischen Verbindungen Platz genommen. Der Rektor Landes⸗ ile, Geh. Med.⸗Rat Prof. Dr. Sommer, eröffnete den Festakt mit folgender Ansprache: Hoch e Versammlung! wesentlichen in den der Studentenschaft gelegen, der wir die Errichtung der Bi i Universitüts⸗ städten verdanken. Nun aber den ein a — Universitäten beruht. Der große g erer 55 7 171 975 10 „die an der e eee den Hintergrund edrä war, wuchs grade e in igen Heeres der Geist des deutschen Vo 1737 115 4 4 45 der Ruhestätte Bismarcks niedergelegt, aber unsere eigentliche Bis⸗ marcffeier wollen wir heute in ießen wie bisher an einem Tage Sonnenwende begehen. Und wenn wir auch von dem aus hegreiflichen Gründen Abstand genommen haben, so — 4175 wie bisher heute abend das Feuer vom Bismarckstumm fach getrennt 9 N 18 5 2 Mutterfamilte. Was unvereinbar schien, in diesem wahrhaften Genie verbunden. So wollen wir ihn heute Urbild des deutschen Geistes. Dann betrat der Vors vorkommen: Die mit der pulitisch organi seiern: Bismarck, das dem Gedüchtni it des 1 Wahlspruch, der das Banner unserer Ludovickana ziert: Kät⸗ que parati.“ Die eigentliche Festrede hielt alsdann Prof Dr. Roloff. Der Redner brachte eine von keinerlel Aenßer⸗ lichkeiten, die sich bei dem großen Gegenstande so leicht einstellen, geschulte streng-peschichtliche Würdigung von Bismarcks gewaltigem Lebenswerk. Aber gerade aus den trengen und g Linien, mit denen der Redner sein I zum populärsten Manne in 2 Zusammen g gedachte dann noch in kurzen Worten der glänzenden Taten unserer Heere und ihrer Führer und forderte zu einem Hoch auf das Heer, den Kaiser und den Lande Stehend sang die Festversammlung dann das Lied„Deutsch⸗ land, Deutschland über alles“. Kleinsteuber aus Butz bach Lentn. d. R Dr. phil. Hans Wyss k aus Gießen, Inf ⸗Kegt 116. Uffz. Alexander Gondolf aus Wetzlar, Res.-Inf.⸗ 2* fes e e aus 2 in. 5 JLdufer ar, Juf- Regt. — Jakob Zimmermann aus Berghaufen, freiw. im Inf. Regt. 168. Leutnant Heppenheim. Unterarzt Dr. amtsrichter Keller aus O im Leibg Uffz. d. R. Kar Regt. 115. Res.⸗Leutn. Dr. burg. Uffz. Emil Wenze Wolf aus Meiches. Lauterbach, Kriegslazarett⸗Abht. 126. Gefr. 0 aus Darmstadt, 2. Marine⸗Jnf. helm webel Alexander Gondool Ersatzreservist Jakob — Kriegsfreiw. Georg beschkossen. Polizeisergrant Unverzagt Regierun * Regt. 168. Leutn. Kurt Stephan aus Worms. F Bruchenbrücken, Einj⸗Fretw bet Nanen⸗ egt. 6. 19 575 Aden deeß* Feber Fr f e „Gräf l., t des 1 im Inf.⸗Regt. Nr. 99, Müller des Inf.⸗Regts. Nr 99 (Darmstadt), Volland des 3 14 6 jetzt im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116. befördert die Offizieraspiranten: Roth des Inf-⸗Regts. Nr. 116. gu * 4 8 N* ahmann, Siegen, af, un, Gi im. Regt. Nr. 116. 0 l 8 tralstelle für Landesstatistik gibt hinsichtlich der Ausführung der Ernteflächenerhebung folgendes be⸗ kannt: Nach Ziffer 2 der Anleitung, die der Vaterland gedruckt ist, sollen die Angaben der Ernteflächen in deri Gemeinde geschehen, von der Wenn also ein kung E zugeben. In markung. Flächen dar, die fich Falter Baba dure ie bi Sonder alten. Dadurch unterscheidet sich diese Sonderermittl der alljährlichen 7 markungsfläche selbst in Betracht liste eintragen und Fragebogen zum Ausfüllen nur dann ab⸗ antwortung, die der vor dem Weltgerscht zu kragen berufen war, leuchtend und 3 glänzend die überragende Größe von Bismarcks Personlichkeit und Werk. Die Rede bildete eine ausgezeichnete Er g zu dem, was vor einigen Monaten Geh. Rat Prof. Dr. Eck bei der Bis marckfeier der Bürgerschaft über den Kanzler sagte: Würdigte er ihn als Menschen, so charalteristerte Prof. Dr Roloff die welthistorische Misston des Staats- Redner entwickel — Bismarck. Der te folgende Ge⸗ nken: Nach dem Hinweis, daß unsere Feinde heute Bismarcks Werk dertritmmern und Deutschland seiner volitiß Größe und geistigen Schaffenskraft zugleich berauben wollen, charakterisierte der Vor⸗ tragende Bismarck als den unernrüdlichen und erfolgreichen Kümp⸗ fer und Helden. Sobald er sich zum ersten Male nrit den Problemen der großen Politik beschäftigte, wurde er zum Kampfe gezwungen, da er weder den konstitutionellen noch den deutschen Einheits⸗ planten der Zeit zustimmte: der König von Preußen wie die Tages⸗ politiker wollten zur Herstellung der deutschen Einheit un⸗ ter Preußens Führung Preußen in Deutschland aufgehen lassen und bedachten nicht, daß zur Gewinnung der deutschen Einheit der Widerstand Oesterreichs, Frankreichs und Rußlands über⸗ wunden werden müsse. Bismarck ging grade pon dem Widerstande des Auslandes aus und forderte, daß zu semer Ueberwindunn Prrußen sich in seiner überlieferten Gestalt erhalte und kräftige und die deutsche Einheit durch Annäherung der schen Mittel⸗ und Kleinstaaten an die Einrichtungen und die auswärtige Politik Preußens herbeigeführt werden solle, nicht aber dadurch, daß Preußen, wie jene andern wollten, das Gesetz von den Klein⸗ staaten annehme. Die Kämpfe, die Bismarck wegen dieser seine Zeit ketzerisch anmutenden An schauungen durchzufechten hatte, vergrößerten sich als er zum preußen Meinisterpräsidenten ernannt, die aus⸗ wärtige Politik in diesem Sinne führte und zugleich den inneren preußischen Verfassungskonflikt mit aller Schärfe durchkämpfte. Von niemand verstanden, von vielen angeseindet und von der Oprosition der Strafe des Hochverrats für den Verfassungsbruch bedroht, hielt ihn in einem nierjahrigen Kumpfe unter bestündigen Mithen und Gefahren sem Pflichtbewußtsein und sein⸗ Kompfnatur aufrecht, bis ihn der Sieg über Oesterreich schnell tschland machte. Aber ihm gelang hr: Er überwältigte Oesterreich nicht mir militärisch, sondern auch innerlich, indem er den natürlichen Argwehn des Geschla gegen den Sieger entkräftigte, ihn zum Bundes genossen gewann und dadurch sein Werk, wie wir heute dankbar erfahren, erst vollends sicherte Wie die tßeren, hat er auch die inneren Widersacher überwunden: und Sozialdemokratie, die zum Teil das Deutsche Reich mit ausgesprochener Abneigung begrüßten, sind— die einen noch bei Bismarcks Lebzeiten, die andern u seinem Tode— für sein Werk gewonnen worden und verteidigen os heute mit Gut und Mut wie die anderen Parteien. So groß Bismarcks Kampf tind so herrlich sein Werl so schwen war es freilich auch: vieles, was Menschen beglückt, mußte der ewige Kümpfer entbehren, und die 8 88 Tragik in seinem Leben war, daß er selbst die Herrlichkeit seiner Schöpfung am seinem Lebensabend unterschätzte und sie für gefährdeter hielt, als sie wirklich war. Zum Schluß der Feier lud der Rektor die Auwesenden ein, recht— sich an der anschließenden zwanglosen unft auf der Hardtterrasse teilzunehmen. Er me auf. 18 *RKitter des Eiser nen Freuzes: Pionier Karl N Wr Arnold ans Pfarrer Lindenbein aus im Res Friedr. egt. 81. Cand. ing. Karl Winter uns i Alfred Schmitt aus Fuchs aus Zellhausen. Ober⸗ sthofen. Vizefeldwebel der idel aus Darmstadt. en, Leibgar— nn Lehr aus Rupperts- aus Burg- Gemünden. Gefr. Btefeldw. Faufmann Hächster aus Regt. Len een orn aus Darmstadt, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116. Feld⸗ tto Bangel aus Waldhaufen, 5 5 8 Uffz. Hegt 115 Ot Müller aus aus Wetzlar, Res. ben udwig aus Ruppach, a 2 öller von Eulersdorf,— Heinrich pf ner 12 aus Pat 95— un d. R—.— am Juf⸗ Landwirt 222. Uffz. d. R 1. gsrat Dr. Gaßner,. 947 Offenbach, zurzeit olf Bräutigam aus O Off. Stelld *Ordens⸗Serleihung Der 6 hat dem — Ver- one i 2. Kl. es Berdienstordens Philipps des . rern. *Militärdienstnachrichte n. Zu Oberleutnants der Reserne Hugo Hahn, Nr. u Leutnants Reserve on rad, Gießen, Bazlen, Leutnants der Landwehr⸗ sdersaspiranten: Ernteflächener hebung. Die Groß gen⸗ auf⸗ 0 enigen aus die Bewirtschaftung erfolgt. in einer Nachbargemar⸗ so hut er diese mit an⸗ . arkung bleiben sie natitrlich Betracht. Die so gefundenen Anbauflächen einer Ge⸗ stellen also gegebenenfalls nicht bloß diejenigen in der Gemarkung selbst befinden, son⸗ von Nachbargemarkungen mitent⸗ Landwirt Anbauerhebung, bei welcher nur die Ge⸗ gezogen wird. Der Zähler soll das Ergebnis der Ermittlung unmittelbar in die Zähl⸗ . geben, wenn er die verlangten Angaben nicht sofort erhalten Bild zeichnete, wuchs die ungelkenre, übermeuschliche er- I! ann. 6 5 ach] Wegen voll ständigen lektri Dauer etwa ein fürn EE . 5 9 Namtubung der Jugend 4 7.15 Uhr wirkte 3 t 2 u einer bun eine Kompagnie des illons aus. an die Mühle 1 Kilometer nördlich Atzbach— 9 dort ihre Kriegslage. Die Aufgabe für sie war, die a talbahn von— bis Abendstern aufzuklären und den Windhof, in dem ein feindliches Munitionslager er- kannt war, in die Luft zu sprengen. Die Radfahrer hatten bald und geschickt festgestellt, daß sich an der 1 Bahnstrecke überall feindliche Posten befanden. Da die Dunkelheit inzwischen ganz hereingebrochen war, schob— die Jugendwehr immer näher an die Bahnstrecke und den Windhof heran, fortwährend an N Punkten den Feind beunruhigend. Schließlich wurden 2 Patrouillen, jede mit 15 Sprengkörpern Hliche vorgetrieben mit dem Auftrag, die 1 Postenkette zu durchschleichen, den Windhof von Rückseite her zu erreichen und von hier aus das Munitionslager in die Luft zu sprengen, während die Hauptmacht den Gegner mehr von vorn an⸗ packte. Dieser richtig gefaßte Entschluß glückte voll⸗ kommen. Das Zünden der Sprengkörper sollte durch ein kleines Strohfeuer dargestellt werden. Ge 11.15 Uhr flammten auf der Bahnstrecke dicht beim Wi und an der Hintermauer des Windhof selbst zwei Strohfeuer auf: das Munitionslager war in die Luft geflogen. Auf Befehl der Leitung wurde gesammelt und unter Vorantritt der leute der Heimmarsch angetreten. um 11.45 Uhr trennte man sich, die Brust geschwellt von dem Gefühl des Siegers, auf Oswaldsgarten. f * Nehr Brot für schwer Arbeitende. Nach des Oberbürgermeisters dann einer Bekanntmachung — körperlich 18757 1 1 aug völkerung eine erhöhte Brotmenge der Bezugsberechtigten zugewiesen 3 Diesbegilg⸗ liche Anträge sind unter Benutzung des hierfiir vor⸗ e schriebenen Formulars bis 29. Jun dem Stadthaus, 5 9, einzureichen, wyselbst die der Formulare tostenlos erfolgt. *Im Ob i Kun stwexein wurden an Stelle der i enen ele We Bilder zur 80 gebracht, die mit den bisher ausgestellten nur noch n, Sonn- —— d u e ee* n 1— T bebe gehe en Se nan ee Die n d nn r A. Lutteroth⸗ Hamburg. Verkauft wurde ein Kauai „Murressanger- von R. Welt- Bemuben, das in hiesigen Prnat⸗ n 5 5 1 e aue e abend eine senkeller, Bahnhofstraße, anberaumt. In di ammlung giebiger Weise die Verwertung, Verarbeitung und Mufbewahrmnen von Obst und Gemüse in jetziger Zeit besprochen— gesichts des Umstandes, daß wir jetzt alle Mittel aufbieten 1 um auch für spätere Zeit N der genannten Axt zu haben. Dieselbe wird pünktlich beginnen, weil der Gegenstand .. 0 en. 2 Gegenstand etwa 2—2%½ Stunden in Anspruch nehmen Dürfte. Konsumverein Gießen und Umgegend. Wir werden Abdruck: Wie in der ber 0e e m* von Dienstag an 4 Tage Arbeiten von Professor 1 Juli entweder im Kontor, Verteilungsstellen zu erfolgen. 0 * Verhalten bei Fliegeran riffen. Im An⸗ e 85 il vorliegender findet sach 3 be e Bekanntmachung bei even ⸗ tuesfen Besuchen feindlicher Flieger. * wphie und Kriegsw t be⸗ Photogru— n eren E im aladenri Kriegsvortrug Scha u m.——— 2 2 10 dodrentarichen CMfarafters, der der gezeichneten . fer ken Anf en 251 e ee 2 n S 5— endliche Operattensgebrrt, pondern —— weiteres wir Eder und Bs 1 4 2 bei Beleuchtung Licht ein Geschütz und Ehren.— Karl A Peter Arnold, 5 Verwundung erlegen. W. B. Holzheim, 2. Juni. Der 5 r 1 N Nr 116, jetzt am im 0 mann Friedberg ein TE An Sontag Sf den bstbauvereins über„Ob st⸗ un gsdeit“ statt. artmannshain, S5. Juni Ganz nahe bei Orte hat sich in einem jungen Fichtenbestand ein lich eingerichtet und treibt nun 9 80 ohne l sen beim Mähen man nicht so viele junge m Mähen angetro be., ene b er eee g enen Frühling. Auch min einem Gang ch den Wald überall auf junge Rehe. 3 Hessen⸗Nassau. + Fritzlar, W. verlangte der Invalide tal von seiner Braut, dem Diensimädchen Zahn, daß sie sich zu einer sofortigen Heirat mit ihm entschließen solle. Als das Mädchen dies ablehnte, seuerte Ital zwei Re⸗ volverschü. auf dasselbe, die durch die linke Brust ingen. Dann richtete Ital die Wasse gegen sich selbst und schoß sich eben lalls zwei Kugeln in die Brust. Beide Schwerverletzte wurden dem hiesigen Krankenhause zugeführt; ist besorgniserregend. . 9 0 9 wird in aus-. 5 In dem benachbarten Dorse Werkel der Zustand des Mädchen?? 2 8 . daß ein sol Schritt Deutschlands den Frieden 1 N nicht beschleunigen, sondern ihn erschweren würde, da da⸗ 1 5 setudliche Aus band glauben würde, unfere Kampfkraft sei erschöpft. Forte Die Rückwirkung des Falles von Lemberg. r Zürich, 26. Juni. In diplomtrrischen Kreisen sind dem 37„Berner Tageblatt“ Afolge Nachrichten aus eingetrofsen, Hiurmel, wonach der Fall von Lemberg eine re vohmtion dre Bewe⸗ Bruder, gung ausgelöst habe. Erne weitere Meldung besagt, daß die 5 Moskauer Bewegung sich trotz der Absperrung in der deg][ Provinz fortgepflanzt habe. Die allgemeine Unsicher⸗ heit in Rußland nimmt zu. Die Bewegung ist nicht bejonders gegen die Fremden gerichtet, sie ähnelt vielmehr ener Erhebung der Arbeiterschaft gegen den Zarismus und den Krieg. Kuropatkin russischer Kriegsminister? N r 26. Juni.„Aftenposten“ erfährt aus Paris General Huropatkin ist zum russischen Kriegsminister ernannt worden.— Die„„Vossische Zeitung“ sagt hierzu: Die Nachricht ist wegen der Unbestimmtheit ihrer Quelle zunüchst mit Vorbehalt aufzunehmen, aber sie hat viel Wahrscheinlichleit für sich. Sasonow geht? Wien, 286. Juni. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Minister des Aeußern, Sason ow, hat dem Zaren sein Rücktrittsgesuch unterbreitet. Papftes. der, Bannern Wide wobl Ban a. N. eine terbefälle: 17. 3 nauer, 23 wohnhaft n 52 Jahre alt. Waattosen⸗Artillerist Kutl Lot 1 de Tatsache hen. . e der debe Jaloh err zert reduce e. zialisten Märkte. ch. Stugen, 25. Juni. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Stroh Mt. 0,00, Kartosseln Mt. 10,50, Ml. 90, 00, Mk. 60,00, Bohnen Mk. 00,00, Weiß mehl N Mt. 35,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.60. — DK—k—̃— 2— gegenüber stellen wir fest, Frankreich sozäalistische in Deutschland die sozialdemokratische Gesamtpartei und ihre Lei⸗ n wirken. tenau, Gefallen: 3. April. Der —— den Friedenswillen der e e wen g de w Ft i ernst meint, muß sich mit Eut⸗ Bestrebungen wenden. Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 26. Juni 18% R. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. im Hessen am Sonntag, den 27. Junt 1915: Wolkig, jedoch trocken, südwestliche Winde. test gegen alle 2 ungen Kundgebungen zugunsten der Annerion fremden Landesteile und Vegewaltigunrg anderer Völ⸗ ker ausgesprochen. Das Volk will keine Annerkonen, das Volk will den Frieden Soll der immer neue Opfer fordernde Krieg nicht ins Die l des 5 Bern, 26. Juni. Der Berichterstatter N meldet: Ich sprach heute mit einer 3 i Persönlichlei die soeben aus Rom hier ein ffen ist. Mein mann, der sehr gute Beziehungen zum unterhält, versicherte wir ge„dem Interview, das der Papst einem WRtarbester ber „Aberté“ gewellte, der Papst sei tat s äche ich auf das (iefste verstimmt über die Beeinträchtigung semer Some änitã wieder etmas vorsummmen solstr, ms feiner zuwiderlaufen würde, so würde er nicht aunhin Törneu, die daraus zu ziehen und Italien zu verlaßsen. Nac F Machte die Pard Feicber—.— ern, so muß eine de Hand zum Frieden„55 2 20 Letzte Nachrichten. Veet. Bergcen, das, be Ser gie Lebern ene Für Rheumatiker u. Neuralgieleidende. „Sodialbemstrutte und Friede. falten, sich aller einer Feinde bisher stegreich erwehrt und den In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen * 1 A gemacht hat, sollte den ersten befreit. Berktu, 28. Juni. Der Bor stand der sozial⸗ Schritt zum Fri tun im Namen der Menschlichkeit und der Herr Josef Wilhelm, München, schreibt:„Seit 2 Monaten litt Dennwprtischen Partei veräfsentlicht im Vormärts“ Kultur. Gestitzt auf die durch die Tapferkeit unserer Volks⸗ ich derart an Ischtas, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das a unter der leberschrist 5 genossen mit den 0 geschaffeue günstige Kriegslage, fordern Bett nicht verlassen konnte. Ich hätte aufschreien mögen vor i G wird Sozial. wir der Regierung ihre Bereitschaft kundzutun, in Friedens⸗ Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts 1 und Frieder— 5 7* Haase gen em 2 755 blutigen Ringen ein Ende 2* 5— mir 7 Frau— 3 1 feiner 5 gefordert verhandlun einzutreten dem 2 b mit. Die Wirkung war geradezu wun ar. N i — 5 s Ziel der Si er⸗ 21 machen. Wir erwarten von unseren Parteigenossen in dem wenige Tabletten 3 Bete, r n e— 5 22— 4— 1— 5 l* egführenden Auskande, daß sie in gleichem Sinne auf ihre hergeftell. Ich gebe daber jedem dedandeß den Naß ich — mird—— er die Freundschaft ren. 1 wid Nele Ausgabe mitt den Dann heißt es weiter Anmerkung der Redaktion: Zuerst wird fest⸗] dauern.“ Aehnlich berichten viele andere, welche Togal in ber... 5 5 b 8 a 0 7 5 2. ra — bt sich Eine gwess bam be-] Rehrheit Pen Krieg bis zur Niedermerfung Tentschlant gie wich begeren ue Abs eren führen Togaf-Tasfezggz guat, in den Dundgr bungen immer bon neurm der wollen, und dann mutet man der deutschen Regierung doch! Bel: Acid. acet. salie. Chinin Mg. Li. 8 Vortrag im Anatomischen institut Laufwohl⸗Hüllen 5 met, den 80. ni, 6 Unr. schützen uns. tapfer. Soldaten geg. Wundlaufen d. Füße B. Noelting: S ö achten bestens empfohlen Jür Liebesgaben als 250 Gramm Sendung 511558 Pers Preis 2 Puar. 42. burchBoreinsend-b. Betrag ud Nach. 5 11 50 Er r ene be nete dena lle Waesche ö C. H. Müller. Reichenbach 1 vog. 70. die W 81 2E Gechanische Leinen und Baumwoll- Buntweberei./ Bekanntmachung. des Beschlusses der Reichs Seien Sie nicht gleichgültig Auf Grund 9— vom 14. Juni 1918 kann der Törverlich schwer arbeftenden dem ungeheuren Vorteil gegenüber, den Ihnen das selbst- Bevstternns eine erböbte menge 5525 8 0 5 8 n K N auf Antrag gten zugewiesen werden tätige Waschmittel Persil beim Waschen bietet. Di liche Anträge sind unter Benutzung des Sie schonen hre Wäsche rere ?. tadtbaus, er& ei woselbst die be. a der. erfolgt. 4 en Besben b r denn r 3 ohne Reiben und — ürsten nur einmaliges]- stündiges Rochen. Gießen, den 5 2— jede Zutat von Seile, Seilenpulver Def sonstigen Wasch- Keller. B mitteln ist unbedingt zu vermeiden, de diese die Eafé Ernst Ludwig e eee pe- 1 1 Sonntag von Persil nur beeinträchtigt und dessen Gebrauch Künstler-Konzeft unnutz verteuert. Wen Birektlon: Hermaan Weller een Man beachte solgende GEBRAUCH?- AN WEISUNG: Kan löse Persil in kaltem Wasser durch Umrühren im Ressel aul, lege de Wsche hinein und bringe sie— für den Straßenban in Lützellinden b Licht- Spiel- Haus 3 Der Friegsdämon Skizne aus dem gegenwärtigen Weltkrieg in zwei Akten, mit Ludwig Trautmann. Deutschlands verwegenstem Fihnschauspieler in der Hauptrolle. Der andere student, Lustige Studentenstreiche. EKonkurrenzmanöver Drollige Fllmposse in einem Akt, mit Martin Ems, der bekannt. Stimmungskanone, in der Hauptrolle. Des Einen Freud, des Andern Leid, Komödie. Die neuesten Kriegsberichte. Sen al perde pro cbm, zu befürdern sind 1400 om. Angebote sind zu richten an ägert, Unternehmer, —— 2 Bullenverkauf. Dienstag, den 29. Juni d. J., nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde Annerod gehöriger setter Bulle per Zentner Lebendgewicht auf dem Submissionswege vergeben werden. Annerod, am 26. Juni 1915. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 380 5369 D Mur ohne Charte zahlt werktags die EAI. Keine Fleischteuerung! Ochsena- Extrakt würzt und kräftigt alle. und Saucen in gleicher Weise wie der engl. Iäebig-Fleischextrakt. 200 Gr.(ein gchkufter Teelöffeh Ochseng-Extrakt à Persgn geben jeder Gemüsesuppe den Geschmack und den Nährwert unc das Aussehen eines wirklichen Fleischgerichts. 1 Pfund Ochsena hat den Gebrauchswert von 10 Pfund Rindfleisch. Dosen à 1 Pfd. Mk. 2— f J Pfd. Mk. 0.60, kleine Dosen Mk. b. 15. Zu haben bei: Eduard Guth, Apotheker, Viktoria: Drogerie, Marktstrass o-. 6⁴⁰¹ Bullen verkauf. Die Gemeinde Reiskirchen verkauft einen schweren Vogelsberger Bullen auf dem Submissionsweg. Offerten pro Zentner Lebendgewicht sind verschlossen bis zum Dienstag, den 29. Juni d. Js., nach⸗ mittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei ein⸗ zureichen, wo dann die Oeffnung stattfindet. Die Bedingungen können vorerst bei uns eingesehen werden. Reiskirchen, am 24. Juni 1915. Großherzog. Aargermeisteret Reiskirchen. rum Kochen. unter teitweili HENRKE auch Fabrikanten der bekannten Nachdem die Wäsche/ bis ½ Stunde elligem Umrühren gekocht hal. lasse man sie in der Lauge einige Zeit stehen und spule sie dann in klarem, möglichst in warmem dis heibem asser sorglältig aus. L Cie., DOUSSEL DORF, Henkel's Bleich-Soda. — in groger Auswahl . Argen Wagner. 5362 1 45ʃ5 1* Turnoerein v. 840 D. er Diejenigen Turner. Zög⸗— Tepe. linge und Schüler unseres— und Vereins, die an dem Jung- Perücken werden deutschlandturnen am. Juli— billig an etertigt teilnehmen wollen, merden Zöpte werden gefärbt ersucht, sich baldigst bet Turn Damenkopfwaschen Wit 8 1.* Frisur 1 Mk 1 g er erab · 8 teilung: Montag d. n Junt. H. Fichy, Seite N abends 6 Uhr pünktlich, iwf Ecke der G der Turnhalle West' Anlage. 5 Am 13. Juni starb im Feldlazarett infolge seiner am 26. Mai erlittenen schweren Verwundung unser hoffnungsvoller, lieber Sohn, unser treuer Bruder Fritz Bosold EKriegstreiw., Unteroffizier im Res.-Inf.-Regt. Nr. 222, 4. Komp., Inhaber der hess. Tapferkeitsmedaille Am Vaterland unser lieber guter Kamerad f Wilhelm Beppler Gefreiter im Reserve⸗Inf.⸗Regt. 222, 3. Kompagnie. 8 Sein edler Charakter und sein liebens⸗ würdiges Wesen sichern ihm unser ehrendes Andenken. 2. Juni starb den Heldentod fürs im beinahe vollendeten 22. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Bosold Emma Biedenkapp. Seine Kameraden: Unteroffizier Wilh. Lang, z. Zt. im Feld Gefreiter Wilh. Müller, z. Zt. im Feld Gardist Karl Müller Reservist Bernhard Kromp Reservist Wilh. Stein Wilhelm Speltus, z. Zt. in Liart Karl Speltus. Giessen(Bahnhosstr. 54), 2 f. Juni 1915. 03370 5378 Im Kampfe ums Vaterland starb am 28. Mai Lang Göns, den 26. Juni 1915. unser liebes Mitglied Karl Schott. Wir werden das Andenken des Verstorbenen allzeit in Ehren halten. Für die liebevolle Teilnahme bei unserem doppelten Verluste sagt innigen Dank Giessen, den 26. Juni 1975. Verein Union. 5391 Familie Frank. Gießen, 26. Juni 1915. Heute nacht entschlief nach kurzem schweren Leiden unsere innigstgeliebte gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Susanna Ebert im Alter von 30 Jahren. Gesunder Junge angekommen. fag. faden 2 3 1 Bäder Sommefrfrischen Unterhaltungen v. 27. Juni bis 3. Juli 1915. Dreimal täglich Konzert, vorm.. der Trinktur⸗ anlage, nachm. und abds. a. d. Kurhausterrasse. Sonntag nachm. 4 Uhr und abends 8 Ubr auf 5 der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Dienstag bas Nachmittagskonzert unter Lettung des Königl. Professors Hans Winderstein. Donnerstag, abends 8 Uhr, im Konzerthaus: Dittes philharnonisces Konzert Solist: Kgl. Opernsänger de Garmo ven der Hofoper in Wiesbaden.— Leitung: Hans Winderstein, Kal. Profeßor. Samstag das Abendkonzert unter des 4 gnigl. Professors Hans Wiadertteln Veranstaltungen im Kurhaussanl abends 8 Uhr: tege 25 Sonntag Theater:„Die spanische 0 i—— Montag Theater:„Die Schmekter Dienstag„Ein fröhlicher Abend“ v. Senff⸗Georg is 92 1 als 3 reitag Künstler⸗Abend: Erna Ossenen, Bern- bard Mörbitz. 53570 Vorlkuflge Anzeigen: Sonntag, 4. Juli, nachm. von 4—6 Uhr auf der 2 Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends non 8—9½ Uhr auf der Terrasse Konzert des Künstler⸗Waldborn⸗Qnaxtetts a. Hannover. Dienstag, 6. Juli, abends 8 Ubr im Theatersaal Zaubervorstellung des Hofkünstlers Alfred von Kendler. Donnerstag, 8. Juli, abends 8/ Uhr im Konzert⸗ aus 7. Sinfoniekonzert der Kurkapelle unter zettung d. Kgl. Professors Haus Winderstein. * H(0 fin Ach. Reichhaltige Abendkarte. Neben der Sprudelavotheke. 488 idullischster Lu t lochwaldhausen Te 0 Buchen- u. Tannenhochwald. Nervenstärkender Aufenthalt. Gute Unterkunft Hotel um Felsenmeer 10 Minuten von bei mäß. Preis im Stat. Ilbesbausen Tel. 5 Amt Herbstein. Prospekt durch Ludwig Hafner. Less Luftkurort Biedenkopf Wade Eels ele Kramers Berggarten Zufenga 3 Suchen Sie für Ihre Kinder u. für sich selbst einen Idealen Ferienaufenthalt dann wenden Sie sich vertrauensvoll an 18¹¹⁴ Luftkurhotel Teichmühle Köppern Taunus. Telephon Bad Homburg 699. Taler Beteuralt bandes, Fer Fre Haus, Zimm. m. Pension. Mittags⸗ In tiefem Schmerz: Familie Friedrich Ebert Familie Karl lckes Familie Friedrich Reitz Familie Heinrich Frickel. W. Atzbach, Geometer I. Kl. und Frau, geb. Musch. Gießen, 25. Juni 19135. Gießen(Ebelstrasse 30), den 26. Juni 1915. N onsum-Woerein Giessen und Die Beerdigung findet Montag, den 28. Juni, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Umgegend Kleinen fabatt-Marken sind bis zum 30. Juni in den Verteilungs- stellen gegen Ruekvergütangszchelne von 20 Mark umzutauschen. Die Rückvergütungsscheine von 20 Mark müssen in der Zeit vom . bis 15. Juli im Zentor, Schanzenstraße 16, oder in den Verteimngsstellen, möglichst aber In den Formfttagastundon, abgeliefert werden. Hlerzu ist der Anteilschein oder dle Ouittungskarte mitzubringen. 9 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen sage ich auf diesem Wege Allen herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Sachser. Die Auszahlung der Rückvergütung erfolgt im Oktober zack der Veneral-Ver sammlung.— Im vorigen Jahre wurden gegen 3880 Hark in bar 25 an die Mitglieder zZurückvergütet— Giessen, den 26. Juni 1915. 88890 Obstpressen Obstmũhlen Hydraulische Pressen Ph. Mayfarth& C. Frankfurt a. N. Frühzeitige Anschaffung wird empfohlen. Backe wieder Roggen⸗Schrothrot d sogenannte Siegerländer Schwarzbrot. E. Muth, ö Phblograh. Apparate 5 tür Platten, Roll- und Flachfllms sowie aller Zubehör in groster Auswahl Kreuz-Drogerie 2 Aug. 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