7 Bor Beghm 1 — 9 n cusch m täglich mit Ausnahme des Sonntags. die„Siehener Famlllendlätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Areis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit. fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Sitzung der Stadtverordneten. =- Gießen, 25. Juni. der gestrigen Stadtverordneten versammlung nachdem die Herren Huhn und Leib zu Urkundsper⸗ sonen worden waren, zunächst zwei Schuldverschreibung ausgelost. Der Oberbürgermeister teilte alsdann mit, daß sic er 6 die. 5 255*. nauer, Friedberger und Sommer en i en, und gab Kenntnis von den Einladungen der Landesuniversität zu Bismarch⸗ und Jahresfeier, sowie von einem Schreiben des Stadt⸗ Kri sekretärs Mosig, daß er zum Bürgermeister von Königswuster⸗ 1 5 gewählt worden sei und um seine Entlassung aus den f— 3 S 15 15. August N 57 wurden alsdann augesuche Georg Karl Reit für Marburger Strauße 34, sowie der Gebrüder Kahl zur Errichtung einer Flur VIII Nr. 101, dieses umter dem Lagerhalle auf dem Grundstück —— jederzeitigen Widerrufs gegen Reversunterschreibung Man schritt alsdann zur Beratung des wichtigsten Punktes des Voranschlags für das Rech⸗ 5. Zunächst nahm Oberbürgermeister Keller Etats rede: 5 5 der 0 g, nungsjahr 191 das zu Meine Herren! Abweichend von den fricheren Gepflogenheiten, will ich den Beratungen des diesmaligen Voranschlags einige Worte vorausschicken, dabei zugleich die Gelegenheit ergreifend zu einer dee fir de Uh uach er Aen igen fa ür di meiner Auffaffung sich gestalten muß. Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1915, der heute der Feststellung durch die Stadtverordneten⸗Versammlung harrt, ist ein„Kriegsvoranschlag“ und muß mit demjenigen Vor⸗ behalt en werden, den die ungewöhnliche Zeit, in der wir leben, naturgemäß bedingt. Daß ber seiner Aufstellung, die außerordentliche Schwierigkeiten darbot, mit Vorsicht und größter Sparsamkeit zu Werke gegangen worden ist, ist selbstverständlich. Ueberall die Ansätze des. der normale Verhältnisse zur Voraussetzung hatte, zu übernehmen, hielt ich nicht für richtig. Vielmehr ist bei jedem Titel sorgfältig geprüft worden, inwiefern die gegenwärtigen Zeitumstände von Einfluß sind. Nur auf diese se können wir uns vor einer Selbst⸗ a bewahren und den beim demnächstigen Rechnungsabschluß sich ergebenden tatsächlichen Beträgen am nächsten kommen, was ja der eigentliche Zweck eines Voranschlags ist. Die Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Aus⸗ gabe ab mit 3 970 180,77 Mark. Der durch Wenigereinnahmen * Mehrausgaben bedingte Mehrbedarf beträgt 415 696,44 Gerin gere Einnahmen verzkichnen zunächst die Werke, die geringere Betriebsüberschüsse an die Stadtkasse abliefern. Auch die Waldungen, die Märkte, die Besitzwechselabgabe und Wert⸗ zuwachssteuer, sowie die Filial⸗ und Warenhaussteuer und die Billettsteuer bringen niedrigere Erträgnisse. Die vom Finanzamt veranlagte staatliche Einkommensteuer bleibt hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück, dagegen werden sich die Steuerwerte vom Vermögen auf gleicher Höhe wie im Vorjahre halten. Mehrausgaben verursachen namentlich die höheren Schu⸗ 1 5. e 9 115 Kreisum⸗ 5 die egehalte ie Verzinsung ehensschulden. Die Vorsicht gebot, für den Reservefsonds und das Betriebskapital höhere Beträge vorzusehen. Im Hinblick auf die Zeitumstände Baß für 55 r zu 0 8 lungsunfähigkeit niederzuschlagen„ein größerer ag i Ausgabe gestellt werden. ö 3 Bei Vergleichung der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich eine an sich durch Gemeindeumlagen aufzubringende Summe von 1 630 120 Mark. Die Deckung dieses Betrages lediglich durch Gemeindesteuern bedingte eine Erhöhung der Zuschläge zur Ein⸗ kommensteuer auf 160 Prozent und einen Ausschlag von 28,2 Pfennigen auf je 100 Mark Vermögenssteuerwert. Eine solche Erhöhung glaubte ich nicht, Ihnen vorschlagen zu sollen. Schweren Herzens und in der Erwartung, daß später unter günstigeren Ver⸗ hältnissen entsprechender Rückersatz an die Vermögensrechnung stattfindet, beantrage ich vielmehr, die Summe von 90 000 Mark aus Vermögensmitteln zu decken. Unter Zugrundelegung der staat⸗ lichen Einkommensteuer mit 591000 Mark und der Vermögens⸗ der Umlage⸗Ausschlagssiffern derart erforder- rungsfonds beschafften Gebrauchsanlagen hat alljährlich ent⸗ angängig, den Fehlbetrag fernerhin aus Vermögensmitteln zu ießen 105. 4 ex 113 el 9 ex Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ General⸗Anzeiger für 0 . Freitag, 25. Juni 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen g Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. 9 straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S 5l, Schrift · leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. lich, daß im Rechnungsjahr 1915 an Einkommen- steuer 150 Prozent der staatlichen Einkommen- steuer und an Vermögenssteuer für je 100 Mark Vermögenssteuerwerte 26,4 Pfennig zur Erhe⸗ bung gelangen. Danach beträgt das Gesamtaufkommen an Gemeindesteuern 1514 820 Mark. Auf andere Weise das Defizit zu decken, ist unmöglich, und es zeigt sich hierbei, daß in günstigeren Zeiten keine Reserven. angesammelt worden sind für Rückschläge, wie sie nicht nur ein eg, sondern auch eine in Friedensverhältnissen ab und zu ein⸗ tretende ungünstigere Konjunktur hervorruft. Andere Städte sind in der Lage, durch Entnahme aus Steuerausgleichsfonds eine größere Steuererhöhung ganz oder teilweise zu umgehen; oder sie haben durch reichliche Rücklagen die Erneuerungsfonds ihrer Be⸗ triebe so gestärkt, daß sie in diesem Jahre nur einen Teilbetrag der normalen Abschreibungen ihnen zuzuführen brauchen, wodurch der Rückgang der Betriebsüberschüsse zum Teil gemildert wird. Diese Linderungsmittel stehen der Stadt Gießen nicht zu Gebote. Wir besitzen keinen Steuerausgleichsfonds. Dies hängt hauptsächlich damit zusammen, daß wir immer die Rechnungsreste in vollem Umfange auf die Einnahmeseite der Betriebsrechnung des folgenden Jahres übernommen haben, während viele andere Städte dies vermeiden und die Rechmungsreste teils ganz, teils zu einem festbestimmten Betrage der Vermögensrechnung aber einem Steuerausgleichsfonds überweisen. Es ist klar, daß die Rechnungs⸗ reste häufig schwanken und bald höher bald niedriger sind. Sie bewegten sich z. B. in Gießen in den letzten 10 Jahren zwischen 125 000 Mark und 475 000 Mark. Mit in ihrer Höhe so schwanken⸗ den Posten bei einem Voranschlag in der Einnahmeseite einer Betriebsrechnung rechnen zu müssen, ist wenig erfreulich. Daher ist es richtiger, die Rechnungsreste in die Betriebsrechnung des folgenden Jahres überhaupt nicht oder nur zu einem genau be⸗ stimmten, mäßigen Teile zu überführen, sondern sie in die Ver⸗ mögensrechnung zu überführen oder, was das Beste ist, sie einem Steuerausgleichssonds zu überweisen, aus welchem sie in ungünstigeren Zeiten zur Vermeidung einer Steuererhöhung zu entsprechendem Teile wieder entnommen werden können. Gegen⸗ wärtig— und dies wird auch für die nächsten Jahre gelten— ist es natürlich unmöglich, ohne Uebernahme der Rechnungsreste aus⸗ zukommen. In günstigeren Zeiten aber muß dazu übergegangen werden, die Rechnungsreste allmählich abzubauen, derart, daß man später nur einen bestimmten Teil davon, der immer geringer werden muß, in die Betriebsrechnung des nächsten Rechnungsjahres hin⸗ übergeführt und den übrigen Teil einem Steuerausgleichsfonds überweist.— Ein solcher Ausgleichs fonds ist das wirk⸗ samste Mittel, den Haushalt einer Stadt in dem Gleichgewicht zu erhalten und notwendige Steuererhöhungen zu mildern. Die vielen Städte, die zu gelegener Zeit solche Steuerausgleichfonds gebildet haben, sind jetzt in beneidenswerter Lage und ernten nun die Früchte früherer sorgsamer Wirtschaft. Ich kann daher nur dringend empfehlen, daß auch die Stadt Gießen, sobald günstige Verhält⸗ nisse es in Zukunft gestatten werden, zur Herstellung des Gleich⸗ gewichts im städtischen Voranschlag, insbesondere zur Vermeidung höhere Umlageausschläge einen Ausgleichsfonds bildet. Hätte man ihn früher begründet, so wäre die jetzt notwendige Steuererhöhung vermieden oder nur gering. Die bedauerliche bisherige Vernachlässigung der Abschrei⸗ bungen und der Rücklagen zu Erneuerungsfonds muß unter allen Umständen ein Ende haben. Sie hat zwar den Erfolg gehabt, daß die Steuern niedrig gehalten wurden, wor⸗ aber den großen Nachteil, daß die Werke(Gaswerk, Wasserwerk, Elektrizitätswerk) nicht nur bei Erweiterungen, sondern auch ber Erneuerung immer zur Kapitalaufnahme schreiten mußten, wor⸗ aus der hohe Anlehensschuldenstand zu erklären ist. Ich hielt es für meine ernste Pflicht, auf das bedenkliche dieses Verfahrens schon im vergangenen Jahre aufmerksam zu machen. Indem ich wegen dieser Frage auf die Vorträge verweise, die ich Ihnen vor 14 Tagen gehalten habe, und in denen ich insbesondere die Uebung in den anderen Städten dargelegt und auch dargetan habe, wie die Bestreitung von Neuherstellungen durch Kapitalaufnahme er⸗ heblich teurer ist, wie diejenige aus Erneuerungsfonds, will ich hier nur kurz die Grundsätze zusammenfassen, die in Ansehung der Abschreibungen und Erneuerungsfonds bei den städtischen Betrieben maßgebend sein sollen: Münchener Brief. München, im Juni. Der Krieg erfordert von den Münchenern über neue Opfer, die im Hinblick auf den großen patriotischen Zweck gern und willig 1 Nachdem die Weißwurst vom Kriegstisch des s verbannt worden ist, geht man noch weiter und wagt es sogar, den Isarathener in seiner liebsten Nahrung zu beschränken, im Biergenuß. Freilich, die Gerüchte, daß der Brotmarke nun auch die„Biermarke“ folgen werde, entbehrten der i t Generaltom⸗ um die 3 vorkommen, daß man an einer der beliebten Bier⸗ 1 en muß 7 Ahr abends schüttelt sich anette Sate leer and auch ene, Hosßeün, i ein Nuß . 5 auch im„Hofbräu“ ist ein lasen der Frequenz deutlich wahrzunehmen. Freilich, nicht alle Münchener e e 7 Gar 8 eineswegs Herr Gema en uldeckt, wenn der Weg zum pen meh hatte. Und diese worden 18 Pfennige und läßt fich chnachbar an die Moz betonte in seiner Ansprache den wackeren militärischen Geist, der in unserer Jugend lebe und lobte das Verlangen der vater⸗ landsfreudigen Jungmannschaften, ihre Kräfte in den Dienst Deutschlands zu stellen. Als dann der König selber sprach, schlugen alle Herzen schneller und begeisterter. König Ludwig lobte seine bayerische Jugend, ermahnte sie aber, über der militärischen Vor⸗ übung nicht ihre Berufe zu vernachlässigen, deren getreue Pflege auch eine Sache von vaterländischem Interesse sei. Die Jugend⸗ hataillone zogen dann am Wittelsbacher Palais vorbei, und ihr Schritt klang fast wie der ihrer älteren, feldgrauen Kameraden. Stramm hielten sich die Jünglinge, deren viele noch tief im Knaben⸗ alter standen, und die Feunbliche Sonne des schönen Juni⸗Nach⸗ mittags lieh dem bescheidenen Grün der Uebungsuniformen einen ganz besonderen Glanz. Wirbelnder Trommelschlag betonte den „Der früher so oft geschmähte und nun so freudig bejahte Mili⸗ tarismus“ hat nun nicht etwa alle sanfteren, den schönen Dingen zugewandten Regungen in München erstickt. Auch im Kriege hat in München die Kunst ihre große Pflegestätte. Freilich, manche Aus⸗ stellungen verzichten auf ihre diesjährigen Darbietungen. So wird die Künstlergenossenschaft, die sonst allfommerlich im„Glaspalast“ Bilder, an Quantität zumeist größer denn an Qualität, aus⸗ stellte, in diesem Jahre eine nicht allzuschmerzlich empfundene Paufe machen. Auch die„Neue Sezession“ verzichtet diesmal auf eine Sommer⸗Ausstellung. Sie hatte ja auch erst im Frühjahr im „Kunstperein“ eine Gastausstellung veranstaltet, die in den Mün⸗ chener Kunstkreisen nur geteilten Beifall fand und besonders von dem konservativen, mehr dem Akademischen zugekehrten Geschmacke verurteilt wurde Nun sind aber die meisten Mitglieder der„Neuen Sezession“ im„ und man wird erst in späterer Zeit wieder 1 treten: wenn es, in stillerer Stunde, handel Rhythmus ihres Marsches. vor die breitere haben 1— 5 85 be en 12 5 5 2 Ei dae 5 s e ai Maß war! i i w ehren eine zn ird. Die alte werden Es il ene c Tuhache, daß die Pelle A leichter der nach oben gerichteten geneigt sind, als abwärts nmer-Ausstellung auch diesmal eröffnen. Und auch der„Kunst⸗ zu klettern. f verein“ setzt seine d Ausstellungen fort. R. R. Auch sonst frren die vorschnellen Leute, die da behaupten, man 1 3 r e Der arch n weg De belag sich weren— Vom„obersten Kriegs herrn“. Wie so mancher ns, Er fend, seinen Ausdruck auch in einer Veranstaltung von] Ausdruck hat auch das Wort vom„obersten Kriegsherrn“ seine erhebender Feierlichkeit: die Jungsturmbataillone chens, in wohl 1600 Mann stark, brachten im Hofe des Sueben Palastes ern, E f 5 als die konfesstwnellen Der Zeremonienmeister Graf Wehrkraftl waren nicht weniger Muün⸗ Geschichte.„Kriegsherr“ wurde in früheren Jahr hunderten in ver⸗ schiedenem gebraucht und hatte noch nicht die einge⸗ schränkte Bedeutung von heute, So ist z. B. in einer Nürnberger Chronik die Rede von den Kriegsherren auf der Kriegsstube“. So nautte man in den Reichsstädten diejenigen, die den Kriegsrat, berhessen sprechend der technischen und wirtschaftlichen Abnützung dieser Anlagen eine Abschreibung zu erfolgen. 85 2. In Höhe der Wertabschreibungen wird aus den laufen⸗ den Betriebsmitteln alljährlich eine Rücklage gemacht und zu einem Erneuerungsfonds angesammelt. 7 3. Ist die Anschaffung oder Herstellung aus Anlehensmitteln erfolgt, so darf die Rücklage um die Anlehensstillungsquote gekürzt werden. 4. Der Erneuerungsfonds hat den Zweck, Mittel für Erneue⸗ rungen und Erweiterungen bereit zu halten. 1 5. Jede aus dem Erneuerungsfonds erfolgte Ersatzanschaffung i ist in derselben Weise abzuschreiben wie die erstmalige Anschaffung. 6. Die nicht zu Erneuerungen oder Erweiterungen benötigten! Bestände des Erneuerungsfonds werden zur Verminderung der Kapitalaufnahme in die städtische Vermögensrechnung überführt. Die Betriebsrechnung vergütet bis auf weiteres 4% Zinsen von den überführten Beträgen an die Kasse der Werke, deren Erneue⸗ rungsfonds diese Zinsen zuwachsen. 2 2 Ich füge ausdrücklich an, daß ich die Inanspruchnahme der Erneuerungsfonds auch für Erweiterungen lediglich aus zwer Gründen befürworte: nämlich einmal, weil die hiesigen Ver⸗ hältnisse angesichts des hohen Schuldenstandes eine Hintanhaltung der Kapitalaufnahme sehr notwendig erscheinen lassen, und sodann deshalb, weil die Schwierigkeiten der Geldbeschaffung in Zukunft! für die Städte recht groß sein werden. Ob die Städte in Zukun a den 4% igen Anleihetyp beibehalten können, ist sehr fraglich. a Außerordentlich beeinflußt werden die städtischen Finanzen durch den im Jahre 1896 gebildeten Stadterweiterungs⸗ fonds, für den eine Nebenrechmung der Stadtkasse geführt. 7 wird. Um den Voranschlag des Stadterweiterungsfonds in den ordentlichen Einnahme und Ausgabe ausgleichen zu können. müssen seit vielen Jahren aus dem Vermögen der Stadt erhebliche Zuschüsse geleistet werden. Dieses Verfahren ist insolange gerecht fertigt, als durch günstige Verkaufsgewinne oder durch eine em tretende Wertsteigerung der Grundstücke ein dem aus dem Ver⸗ Vermögen geleisteten Zuschuß entsprechender Aktivposten gegen 1 übersteht. Dies war aber in den letzten Jahren nicht der Fall und wird auch in den nächsten Jahren nicht der Fall sein. O b⸗ wohl in dem vorliegenden Voranschlag weder für den Ankauf noch den Verkauf Beträge eingestellt sind, muß zur Begleichung der durch Einnahmen nicht gedeckten Ausgaben aus dem stüdti⸗ schen Vermögen ein Kapital von 76000 Mark aufgenommen wer⸗ den, d. h. die städtische Anlehensschuld wird allein zur Balancie⸗ rung des Voranschlags um 76 000 Mark erhöht. In den Jahren 1903 bis 1913 ist im Wege der Kapitalaufnahme der Stadterwei⸗ tetungssonds durchschnittlich um 200 000 Mark in jedem Jahre verstärkt worden. Die Kapitalschuld des Fonds, die im Jahre 1903 871600 Mark betrug, belief sich im Jahre 1913 auf 2575000 Mark, hat sich also um 194% erhöht. Im Jahre 1913 beliefen sich die Erträgnisse des Fonds auf 35 195 Mark, die auf den Grundstücken lastenden Steuern, die Unterhaltung, sowie die Ver⸗ zinsung und Tilgung erforderten dagegen 141162 Mark. Der Stadterweiterungsfonds hat seit seinem Bestehen für 3032 705 Mark Gelände gekauft. Dieser Ankauf konnte bewerkstelligt wer⸗ den aus den Erlösen verkaufter Grundstücke mit 1 111104 Mark. 1 Es war also zum Neuankauf oon Gelände eine Kapitalaufnahme erforderlich von 1 921690 Mark. In Wirklichkeit sind aber auf⸗ genommen worden 2 961600 Mark. Der Unterschied von 1039 910 Mark ergibt die Summe, die allein zur Balancierung der Fondsrechnung aus Anlehensmitteln aufgenommen werden mußte. Dies Verfahren kann unter keinen Umständen fortgesetzt werden und es ist daher die Auflösung des Stadterweiter“ ungsfonds im Interesse der Verhütung weiteren Anschwellens der Schuldenlast ins Auge zu fassen. Mit vollem Recht ist der Stadterweiertungsfonds in den letzten Jahren in der Stadtver⸗ ordneten⸗Versammlung Gegenstand der Kritik gewesen. Die we⸗ nigen Verteidiger, die ihm erstanden, haben zu seinen Gunsten immer nur ausgeführt, daß vermöge der der Baudeputation we⸗ gen des Ankaufs verliehenen Befugnisse, rasch die Ankäufe be⸗ werkstelligt werden könnten Ist es nun wirklich zutreffend, daß ein rascher Ankauf von Grundstücken nur unter Ausschaltung der Stadtverordneten⸗Versammlung möglich ist? Ich bin dieser Auffassung nicht, sondern meine, daß so wichtige und namentlich finanziell so bedeutsame Akte, wie größere Ankäufe von Grund- stücken, unter Mitwirkung der Stadtverordneten⸗Versammlung sich vollziehen müssen und auch vollziehen können. 0 Zusammenfassend stelle ich daher in Ansehung des Stadt⸗ erweiterungsfonds folgende Grundsätze auf: Die Kasse des Stadterweiterungsfonds weist seit vielen Jah⸗ ren erhebliche Fehlbeträge auf, die seitens der Stadtkasse im Wege J f l 5 2 l 1 N J 5 noch nach dem westfälischen Frieden eine Behörde von drei Kriegs⸗ herren. Wir treffen das Wort sodann auch im Sinne von Feldherr, General an. Zu der ausschließlichen Bedeutung eines fürstlichen Ober⸗Gewalthabers über die Armee im Krieg wie im Frieden gelangte es aber erst im 19. Jahrhundert. In diesem Sinne wurde es im Jahre 1846 in der Kasseler Zeitung angewandt.„Der Kur⸗ prinz,“ heißt es dort,„hielt Revue über das Regiment, welches seinen durchlauchtigsten Kriegsherrn mit lautem Hurra empfing.“ Aber erst im Jahre 1851 verhalf Bismarck dem Ausdruck zum durchschlagenden Erfolg, indem er im preußischen Landtag die Wendung gebrauchte, das preußische Offizierkorps habe seine Pflicht nur darin erkannt,„seinem Könige und Kriegsherrn treu und gehorsam zu sein“. Das Wort Kriegsherr erregte zunüchst Wider⸗ spruch, doch nahm Bismarck es dem Abgeordneten v. Vincke gegenüber in Schutz, indem er ausführte:„Dieser Ausdruck ist nicht so neueren Ursprungs, wie das geehrte Mitglied meint, dürfte aber kaum von den Condottieri des italienischen Mittel⸗ alters abzuleiten sein. Wo er mir zuerst vorgekommen ist, das ist in den Bestimmungen des deutschen Bundes über die Bundes⸗ Kriegsverfasfung, wo unterschieden ist zwischen dem Feldherrn und dem Kriegsherrn, unter welchem letzteren stets der Landesherr desjenigen Landes verstanden ist, dem die Armee angehört.“ Auch behielt Bismarck sich ausdrücklich das Recht vor, den„passenden und wohlklingenden“ Ausdruck auch weiterhin anzuwenden. Nach der Einigung Deutschbands entstand naturgemäß die Bezeichnung voberster Kriegsherr“ für den Kaiser Wie fast jeder neue Aus⸗ druck wurde auch dieser nicht sogleich von jedermann gebilligt: aber der Sieg war ihm bestimmt, und wie der Sprachforscher Otto Ladendorf in einem Werke über wwlitische Schlagworte anführt. a 2 stellte man vor etwas mehr als einem Jahrzehnt in der deutschen Presse mit Befriedigung fest,„daß König Georg von Sachsen nach den Kaißerparaden von Zeithain und Leipzig zweimal den Kaiser als den„obersten Kriegsherrn“, nicht nur als Oberfeldherrn des deutschen Reichsheeres, begrüßt und damit dem Bedenken deren ein Ende gemacht habe, die in diesem Ausdruck eine Art von Herab⸗ setzung des Kontingentsherrn zu sehen meinten.“ 1 5 — Aus der Geschichte des russischen Biblio⸗ thekswesens. Die erste russische Bibliothek entstand im 11. Jahrhundert, als der Großfürst Stanislaus der Weise den Befehl erließ, verschiedene religiöse Bücher abzuschreiben und in der Sophienkathedrale zu Kiew aufbewahren zu lassen. Sein Vor⸗ gehen veranlaßte die Klöster seines Reiches, ein Gleiches zu tun, und so entstand nit der Zeit eine ganze Reihe religiöser Buber 1 Ihre Bildung begümstägte der llmttand, daß die erste—* 1 . bestretten, und zur diesem Zwecke dze Kapitalschulden weiter an⸗ wachsen zu lassen, da in einer Wertsteigerung hierfütr volle Deck⸗ ung nicht vorhanden ist. Daher ist die Aufhebung der Nebenkasse des Stadterweiterungsfonds und ihre Aufnahme in die Rechnung der Stadtkasse herbeizuführen. Mit Rücksicht auf die hierdurch eeintretende Belastung der Betriebsrechnung kann im Interesse der Steuerzahler nur ein allmählicher Abbau durch stetige Herab⸗ setzung der in der Betriebsrechmung vereinnahmten Kapitalzinsen in Frage kommen. Ich habe vorhin bemerkt, daß für die Folge Grundstücke nicht mehr für den Stadterweiterungsfonds, sondern nur noch auf den Namen der Stadt gekauft werden sollten. Wir nrüssen aber auch hier mit dem Ankauf von Grundstücken in Zukunft zursick⸗ haltender sein. Wir haben in den letzten Jahren für etwa 3 Mil⸗ lionen Grundstücke gekauft, davon allerdings einen Teil wieder verkauft, haben aber immer noch Millionen zu verzinsen und zu tilgen, während sehr dahinsteht, wann und zu welchem Preise die Grundstücke dem Verkaufe zugeführt werden können. Gewiß ist es notwendig, daß eine Stadt sich einen bestimmten Grundbesitz sichert; sie muß sich dabei aber auch im Rahmen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und in den Grenzen der zu erwartenden Ent⸗ wiclelungsmöglichkeit halten. Eine rasch wachsende Industriestadt muß eine ganz andere Grundstücks politik verfolgen, wie eine Stadt, deren Einwohnerzahl nur allmählich zunimmt. Ich über⸗ llasse Ihrem Urteil, welche boden⸗ und wohnungspoliti⸗ schen Erfolge mit dem großen von der Stadt angekauften Grund⸗ besitz bisher erzielt worden sind, namentlich in Ansehung des Kleinwohnungsbaues, der Heranziehung der Industrie, der Hint⸗ anhaltung der beträchtlichen Preissteigerung des Grund und Bo⸗ dens. In finanzieller Hinsicht ist jedenfalls durch die um⸗ fangreichen Grundstücksankäufe der Anlehensstand erhöht und der Schuldendienst gesteigert worden, der den Einstandspreis des Ge⸗ landes durch Zinszinpachs nennenswert verteuert. In Zukunft mnuuß die Stadt an Stelle der Grundstücksansammlung die Grun d⸗ stücks verwertung in den Vordergrund stellen und durch Bereitstellung von Gelände zu mäßigem Preise die Ansiedelungen, insbesondere auch die Herbeiziehung von Industrie erleichtern. Selbstverständlich wäre es falsch, vom Ankauf von Grundstücken in der nächsten Zeit überhaupt abzusehen. Billiges, nicht allzu entferntes Gelände, das rasch und zweckmäßig verwertbar ist, wird die Stadt ch fernerhin zu erwerben trachten. Aber der üVbertriebene Ankauf muß aufhören, schon deshalb, weil wir, da die gekauften Grundstücke im Wege der Anlehensaufnahme be⸗ Eahlt werden, eine weitere Steigerung der Anlehensschulden wie mur irgend möglich vermeiden mütssen. 5 Der verminderte Betriebsüberschuß des Elektrizitäts⸗ bewe Erneuerungsfonds nur in geringerem Maße steigendem Anlage⸗ kapital die ans magbver Stromabgabe gewonnene Einnahme sich in Zukunft erzielt Wasserabgabe. ich die wichtigsten Grund⸗ argelegt, von denen die städtische Finanz k für die Folge geleitet sein mu ß. Ich dosfe, ie Stadtverordneten⸗ ersammlung den aufgestellten Finanz⸗ . die Zukunft durchzuführen entschlossen ist. Sie wird damit 5 t einen notwendigen und sehr wesentlichen Dienst er⸗ Ach gebe jetzt dazu über, Ihnen einen kurzen Ueberblid über die Entwicklung der Einnahmen und Aus⸗ 3 zu geben in dem Zeitraume von 1905 bis Seit dem Jahre 1905 haben wir bekanntlich unverändert an dem Steuersatz von 120 Prozent festgehalten. Der 2 14— Betriebsrechnung fstr das Rechnungs⸗ jahr 1905 schloß in Einnahme und Ausgabe ab mit 1 964 296 Mk. Der Voranschlag der Betriebsrechnung für das Rechnungsjahr 1 schließt in Einnahme und Ausgabe ab mit 3 970 180 Mk. Somit ieb heute 2 Millionen Mark mehr als — 10 Jahren; dies bedeutet eine Steigerung der Einnahmen und unterlasse es, diejeni Rubriken nam 1 10 0 8 abri haft zu machen . über st Ich führe im Folgenden vielmehr nur— 14— 1 bei denen ein beträchtlicherer Unterschied zwischen der Steigerung der 5————ͤ—é—ẽ ö Druckerei, die Synodalnaja Typographia, von kirchlicher Seite geleitet wurde Sie besteht noch heute und bewahrt in ihren Räumen— kleinen, in l Farben aqusgemalten und an der TDechke mit astronomischen Zeichen geschmückten Zimmern— eine lückenlose Folge ihrer Er die einen trefflichen Ueber⸗ blick über die ssischen„Schwarzkun 4 . üngst⸗ jüngsten Prachtdrucken 35 in Petersburg, die im Jahre 1720 feu* 42 angeschlossen und i kostenlos zugestellt, i n zweiten der Regierungszeit des Zarbefreiers“, önnen 5 155 einem Jahr Leben getreten ist, grwũhrte Genehmigung entziehen ö falls ihre chli 105 f ö . war] Ausgaben und derjenigen der Einnahmen oder umgekehrt zu ver⸗ zeichen ist. Bei dem Titel Gebäude stiegen die Ausgaben um 146 Prozent, die Einnahmen dagegen nur um 18 Prozent. Bei dem Titel Grundstücke stiegen die Einnahmen um 14 Prozent, die Ausgaben dagegen um 99 Prozent. Bei dem Titel Wal⸗ dungen sind die Ausgaben um 17 Prozent, die Einnahmen da⸗ gegen erfreulicherweise um 40 Prozent gestiegen. . Aehnlich ist es bei dem Titel Märkte, wo hauptsächlich in⸗ folge des im Jahre 1909 neu eingeführten Marktstandgeldes die Einnahmen um 61 Prozent, die Ausgaben aber nur um 22 Prozent gestiegen sind. Bei dem Titel Friedhöfe dagegen wuchsen die Ausgaben um 72 Prozent, die Einnahmen dagegen nur um 23 Prozent. Die Ausgaben für das Volksschulwese stiegen um 72 Prozent, die Einnahmen um 1 Prozent. Die Ausgaben für das Realgymnasium und Ober⸗ realschule stiegen um 118 Prozent, namentlich infolge der Trennung beider Anstalten und des im Jahre 1914 erlassenen Gesetzes ber die Kosten der höheren Schulen, das die Städte mit neuen Aufwendungen belastet. Die Ausgaben für gemeinnützige Zwecke wuchsen um 36 Prozent, diejenigen für Straßen reini gung um 57 Pro⸗ zent, diejenigen für Straßen beleuchtung um 85 Prozent. Neu hinzugekommen ist die Ausgabe zur Dotierung des Selb stversicherungs fonds„die sich in diesem Rechnungs⸗ jahre auf 6400 Mark beläuft, und die Ausgabe in Gestalt des Zuschusses zu der elektrischen Stra ßenbahn, die in diesem Rechnungsjahre 33 000 Mark beträgt. Die Ausgaben für Armenpflege und Wohltätigkeit stiegen um 130 Pro⸗ zent, die Beiträge zur Kreiskasse um 81 Prozent, die Ausgaben für Ruhegehalte, Witwen⸗ und Waisen⸗ gelder um 223 Prozent. Beträchtlich stiegen auch die Ausgaben für die Tilgung und Verzinsung der Schulden. Die Schuldentilgun g erforderte 1905= 194 000 Mark; sie erforderte 1915= 423 000 Mark. Die hierzu namentlich seitens der Werke und der Kanaltsation geleisteten Beiträge stiegen von 106 000 Mark auf 203 000 Mark. Die Kapitalverzinsung beanspruchte 1905 452 000 Mark; sie beansprucht 1915— 943 000 Mark. Die hierzu namentlich seitens der Werke und der Kanalisation geleisteten Beiträge stiegen von 219 000 Mark auf 574 000 Mark. Die Beiträge für Eisenbahnbauten stiegen um 98 Prozent und zwar durch den seit 1911 zu leistenden Beitrag, zur Nebenbahn Lollar— Londorf. 4 3 Die Einnahme aus Gemeindesteuern stieg um 66 Pro⸗ zent, dagegen sanken die Einnahmen aus Okt ro i um 24 Prozent. Neue Einnahmequellen wurden erschlossen durch Einführung der Besitzwechselabgabe, Wertzuwachssteuer, des Marktstandgeldes, Filial⸗ und Warenhaussteuer, sowie der Billettsteuer.. 3 der Vermögens rechnung wurden in den Rechnungs⸗ jahren 1903—1913 insgesamt über 19 000 000 Mark verausgabt und durch Kapitalaufnahme gedeckt. Ich habe vorhin erwähnt, daß die städtische Betriebsrechnung Mark mehr erfor Bedarf auch in den anderen Städten ind letzten rechnung zurr des ersatzes 5 Mutterliebe ang aner Gren ag burg e el in den guderen Seiten, Der Oster zeigt das Schreiben. das ans gatten Gründen i da den diktierte„seinem Unteroffizier und der schweibt folgenden Eine Reihe von Mrs gaben finden in Ausdruck; es sind die unmittelbar durch den Kriegder⸗ Gegenstand Aus gabe 9 Einquartierungsgelder 950 000 Mk. 500 000 Mk. 450 000 Mk. Familienunterstützungen 300 000 Mk. 170 00 Mk. 130 000 Me. Lebensmittelversorgung 230 000 Mt. 130 000 Mk. 100 000 Mk. Sonstige Kriegskosten 110 000 Mk. 70 0 Mk. 40 000 Mk. 1550 0 N. 37 f. 720000 Mr. Man ersieht, daß die größten Aitsgaben der Stadt entstehen durch die Vergittung für Einquartierungen. Fast 50 000 Mark hat die Stadt in jedem Monat auts der Stadtkasse hierfür aufzuwenden. Die Stadt Gießen, die 2 Mark vergütet, steht mit diesen Be⸗ trage an der Spitze aller hessischen Städte; i das 150 Mark vergütet. Umso unbrgreiflicher und der großen Zeit Eine große Fülle von Aufgaben und Ausgaben hat der Krieg 0 Städten ersetzen werde. Das aber darf ich betonen, daß die Städte diese Aufgaben gern auf sich arnommen haben und sich auch bewußt find, daß auch nach dem Kriege große und schwierige Anforderungen auf vielen Gebieten an sie gestellt werden. Ich hoffe, daß wir alle in voller Einmütigkeit zu diesen Opfern entschlossen sind, die doch nicht heranreichen an dus Opfer, das gar mancher unserer Mitbitrger durch Hingube seines Lebens gebracht hat. Wenn Sie erfüllt von dirsen Gedanken an die Beschlußsasfung über den dorliegenden Vor⸗ auschlag herantreten, so nröchte ich glauben, daß Sie unter Zurück⸗ . dalang fleiner Wunsche und Beschwerden den Voranschlag mit derfelben Einmsitigleit annehmen, wie es in anderen Stadtverord⸗ neten⸗Bersammungen der Fall gewesen ist. Die che ag hent UI. Bol ber Erkennung betrachtete der ibende als durch die Vortage des schriftlichen Materials an ben. Hierauf sowie auf Wen eher im Letten Tee bieter Kusche lichen Grabsteins Gießener deve r. der 8 verstarß, 42 Straße enehmigte 260 Mark. Den Stein— die Verfügung gestellt. — 7 im feide Ihnen mit, 1. Ihr erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat blattes. Um eine Unterbrechung in der Zzustellung zu vermeiden, wollt man den feldpost⸗ Bezug des Gießener Anzeigers fur das nachste vierteljahr uli Aug. Stytbr.) schon jetzt erneuern Allc Fostamter nehmen die gesteuung entgegen. der vierteljayrs⸗ bezug be⸗ tragt k. 3. 20 einschliczlich der um⸗ schlag/ ocbühr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch dic beschäftsstelle des bicßener Anzeigers Aus Stadt und Cand. f Gießen, 25. Juni 1915. Ein Brieswechsel. An vielen Orten haben die Lehrer ihre Schiller au⸗ 3* 6 die 295 9. in e Heimat au en, den u ziehen.— ein schöner Brauch; ist doch 15 8 Feldgrauen ein Held; 250 6 25— 1*— 1—5 sein doch schun e Spiel. e Helden hat dieser Krieg n hervorge 1 Eine spätere Zeit wird vielleicht einmal von diesen Tagen als dem Heldenzeitalter der reden. Von einem dieser Helden, so schreibt uns ein„aus meiner Ge⸗ meinde, möchte ich erzählen: 6 Er ist ein Bauernbursche; eine gerade, ehrliche und ruhige Natur. Nirgends tat er sich besonders hervor; ja bei manchen galt er als kein rechter Bursche, weil er am Wirtstische den Mund 1 5 so voll nahm und am Maul⸗ heldentum keinen Gefallen fand. Da kam der ee rückte als Gemeiner ein, lag von Anfang an im Seer. ehr graben; heute ist er Unteroffizier und Inhaber der hessi⸗ schen Tapferkeitsmedaille. einzigen Sohnes, der die Stütze den 1— Ste dec Sohn 5 mr ach „Nehmen Sie meinen einzigen acht Tage einmal aus dem ützengraben heraus, damit er sich ein wenig erhole“ „Liebe Mutter! Der Sentnant hat mir deinen Brief gezeigt. Was fällt di ein? Das ist ja ganz aus⸗ geschlossen, daß ich zurückgehe, um mich hinter der Front als Drückeberger herumzutreiben. Meine Gesundheit ist sehr gut und könnte nicht besser sein.“. N 0 Gleichzeitig mit dem Briefe kam ein Schreiben des Offiziers: a „Geehrte Frau. Zu Ihrem Schreiben teile ich 1 Sohn ist mein bester Unteroffizier, den ich nicht entbehren kann, 2. Ihr würde mir an den Kopf springen, wenn ich ihm zumutete, aus dem Schützen⸗ . 6 zu gehen, 3. Ihr Sohn erfreut sich bester Gesund⸗ eit und hat ein vorzügliches Aussehen. Jh aber“ ber ich kein Abfaß des Gefuches zugegen D „Lieber rer! Da n bestens Schreiben, das Sie an die i i hatten. ie ein und .* 5 Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrm. Res. Ernst Robert Hesse aus Mainz.— M 20 Ewald, arstanjen, Res. stud. forest. adt.— Musk. Phil. aus Nieder-Weisel.— Gren. Hans .— Kriegsfreim. stud. jur. Wagener 221, Emil G erha r dt, Drag-Rgt. 23 aus Darmstadt. 1 a Die Hessische Tapferkeitsmedaitle erhielt Sanitätsgefreite Heinrich Laval von ber—. Seine Mutter, eine Witwe, e 0 ihres Alters werden f Wer will es ihr darum verdenken, wenn sie sich bittend an beben als „Daub aus Traisa b. Darmstadt.— Ni. d. bach a.— Unteroff. d. Res. Otto otz, Inf.⸗Rgt.„ aus Offenbach a. M.— chieserstein aus Krofdorf.— Musk. Adolf Oppenheimer aus Rohrbach.— Gesr. Hei rich aas Miche. tee eie Föll. br, Ale. Su. J aus— 5 tri,-Ins.-Rgt. 221, aus Darmstadt.— Postass. Ludw. Ku fer, Res.⸗ Nat. jur. Wilhelm LB. Pabilitat ton. Herr Dr. Wilhelm Gundermann, Kreis Friedberg 1 Heidesheim, 2 rte 4 K f polikkinischer Assistent an der hiesigen chirurgischen Klinik, der sich n. Bad sür das Fach der Chirurgie an unserer Universität zu habilitieren] Mach. 4 wünscht, hält am Montag, den 28. Juni, um 6 Uhr, in der kleinen* g f Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema rale—— 5— „Ueber Transplantation“ ˖ der N 1 1 *Die städtischen Lastwagen brachten im Rech a 0 500 1 11 1914 in ebühren ei ) Nk n 672 U un val* her st. g A vo 1 ve me. tfaller d 1 1. n 3674 Mk 2 k a F 0 7 ge 2882 Ni N J 0 1 f e 59 Ek 4 1 Nö l 1 1 1 15 1 * 4 1 0 e 0 schreib* 8 3 1 ich 5 rtride Abe k 10 5 g. N f 1 N—*— aus de elde bei e 8 70 2 . gescheh* qeber N men der Gesamtheit de interl a—— mme f 0 Amtlicher Teil 0 1——— ͥꝗͤ ́—‚½V:ö.——— * Y*** 4 1 arf in 0 0 achrichte 2 Inntmachur arf. de- Kirchliche Nachrichten. Bekanntmachung i 2 4 f 4 perrung de Was Sch 2 Hgar n an Israelitisch. ions Was L f n einzeln 0 Misch Gottesdienst in der n nd Rüböl un a 1 etwas Flocken hit 2 1 Tir 2 t 1 2 0 a 7 a 2 4 3 0 hl die baldige S hme unparteiisch chmänner Norgens: 8.30—„ elben Na a 50 1 Landkreis Gießen Bellersheim, 24. Juni Fra er aus Darmstadt, ü ebu die Nachricht, daß 0 2e 1 gensck ert 7 x zt t 9 Nach einem Gesecht vun e 5 ßche ru te re 0 3 ehen, ur di inde der Sch re i cherheit eß e en, vundete e sie Anerkennung deutscher Ge Rücksichten, sondern nur ue Pflichterfül Kreis Lauterbach 2 s de Oberwald, 23 eig 1g cher e ppelte Pre eza 3 2 er reich an Quellen ist u ele Wiesen in so* Quellengebiete liegen, weisen e et 1 8 Nieder⸗ Ingelheim, Im großen und ganzen fällt die Heuernte ga ch 8,45 Mk., Kir en—4 wie es im allgemeinen den Anschein hatte. 0 e e 15— 1 VV 1 1 88 Laden u. dg. Verkäufe a Hahler U. Salang. neten. 9 UL Zmmer J Leowengafse 11. ueberzähliges Pferd 15 5 ba 5 schaftskammer⸗Ausschu im Hause des f zu verkaufen. 200 1 Ber sit. 1 Serrrdd rng Stellenangebote Liebigstraße 61. Oberbessen gehoͤrige, lache ist dessen Wohnung, I. Stock⸗ 2 Kräftiges reife Mastochsen sollen auf mit 4 Zimmern. bald K debt e Die 2 rtena gc. als bal 2 gebots verkauft werden. 5 n eee Kaufmann Zug⸗ ferd Verkaufsbedingungenkönnen ndsetzung.— Näh bei] für einige Stunden täglich zu verkaufen. auf der Weide eingesehen Nach. Verm. L. Altpoff, gefucht Schriftliche Angebote Walltorstraße 18. Perden und sind auch vom Walltorstr. 16. Tel. 20. 4766 unter 5338 an den Gießener 5 Bureau des Landwirtschafts⸗ 2780 Schöne LZimmerw. Anzeiger erbeten. Gebrauchte Waschmaschine kammer Ausschusses in ö„ mit, Herd zu verkaufen[Gießen, Friedrichstraße mit Zadesimm. gr. Trockend. 2 füchtige ältere 5340] Liebigstraße 40 p. erhlt. Scheller An⸗ u. s. Zub. zu verm. per 1. 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Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei 4. Bericht über die Clifabeth⸗Kleinkinderschule für 1914 N 6 5˙ 6. lan Anfertigung nach Mag Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfüge Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke„Petto. Hmmm * 5 Neparaturen werden prompt ausgefuhrt Allan ald Wahlen in den Vorstand und Aufsichts rat. „Verschiedenes. Gießen am 15. Juni 1915. . Der Vorsitzende des Aufsichtsrates 4 der Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins Hervorragend leicht, angenehm und praktisch im Gebrauch, zu Gießen eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. ler. 507⁵ besonders während der: warmen dahreszeit 8 g Tuchtige 0 ace en 4 men-Steppdecken Sigaten and beg dated Daunen- tepp 60 El 8 Wickelmacher 0 Sametad, 85 26. Juni, abends 8½ Uhr 5 [Vereins⸗Versammlung im Felsenkeller, obere Bahnhofstraße. sind und hochfeine für dauernde Beschäftigung gesucht. Seidengl.-, Satin-, Woll- und Baumwoll-. Flesser, Step 2 2 88 KE. Kaiser⸗Allee 23. mit Hand oder Maschine gearbeitet F— Unsere Mitglieder lade ich hierzu freundlichst ein. K N Zum sofortigen Eintritt ein Jedermann ist willkommen. Namentlich unsere Eigenes Fabrikat 0 1 N Hausfrauen, a wenn sie 1 3 0 B111—1—19. 28. 272. EIIVeTdsS fe Mauna r e 9 Tagesordnung: Die Verpertung, Verarbeitung und Aufbewahrung von Obst und Gemüse in jeziger zeit. n Referent: Dr. Hoffmann. der mit dem Zurichten von Tabak einigermaßen e Bettfedern und Daun Sen] ede weiß, gesucht.„ Ale Lekauntnachungen Per Sahl Fier iejenigen Einwohner, die beim Freiwerden von in nur neuer, trockener, staubfreier Ware Arnold Mueller Fe wee ersece de aeee be le Ors 158 21 g g ge 850 428 Fs 663. Harburger Strafe 25. n webe. e eren Rosshaarkissen Stoff aus Leinen-Trikot in 1 0 5 nhalt leicht aufzuzupfen aparten, zarten Farben ler Jö ligporinnen Brolmarke Hansa k.* * Die Ausgabe der für die Zeit vom Besonders gediegene. e a 28. dent. 41 15 gültigen Rrot. 1 für dauernde Beschäftigung zum baldigen Eintritt markenhe findet statt: i g Matratzen-F ab ikation gesucht. Offerten unter Angabe des Alters, der bis⸗ Samstag, den 26. Juni d. Ja., nach eigener Methode herigen Tätigkeit, sowie bei Sortierern auch Angabe von 8—12 und 2— 6 Uhr. der Militärverhältnisse erbeten. Fahrt wird ver⸗ Ausweiskarte, die umschläge der alten Hauptkatalog und Preisaufstelsungen gütet, für gute untertunft gesorgt. Markenhefte und etwa nicht verbrauchte stehen gerne zu Diensten. Schriftliche Angebote unter 5345 D an die] Brotmarken sind mitzubringen. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erbeten. Ersparte Brotmarken werden nicht ab⸗ OCarlAHartmapm Ein gezogen. Spexial · Wãs che- Betten- und Ausstattungsgeschaft n U 1 1— +— 2 J R fOr M- MN At ratz S. DO bel 0 S Tuch 6 Fron Sorben dae, Deffentlicher Impftermin alle N Bett- In! etts i eee der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8. 8255 8 Schrise. Angel, unter 06599 werden die Sprechstunden der Bezirte an d. Gießener Anzeiger erb. statt nachmittags von 3—4 uhr jeden Tag 0 au Küchentisch weinen] Von Montag, den 28. Zuni 19013 ab— 5 von 8 r vormittags Amtliches 3 n darauf hin- —... Altes K Df 2 1 Sebaltlan klein, 2 Sung, gewiesen, daß An- und Abmeldungen nur in menen unerlaubter Enfer den Ausgabestellen und nur zu der aue Ach IJ Küchenlampen Metallbetten Stedortes it erledigt 5 gegebenen Zeit erfolgen können. 7 Ia. Segen e Klolrahmenmatr. Kinderbett. irb zu gesetzlichen 95805 Gießen, den 23. Juni 1915. Gießen, den 23. Juni 1915. 75 rich Fung. ere 2 Wee zr Der Oberbürgermeister. 7 Waltorbe. 18 ein gaben οτοοοοοοοοοο·‚οσοοοο, erste. Seher u. Bal Nan maren Keller. a 13 7