Der Slehener —. onntags. agen: viermal wöchentlich 61 rFamilienblätter; mal wöchentl. Kreis- latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freitag); ae h Land⸗ vixis Seitfragen rusprech · Auschlüge: . N Geschäfts stelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger—.— von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gieße 7 165. Jahrgang 8 5 * . 0 1 er Anzei General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotattonsdruck und verlag der Brühl'schen UAniv.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. gange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. D Freitag, 25. Juni 1015 Bezugspreis monatl. 75 Pf., vlextel- jährl. Mk. 2.20; durch . Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: loral 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Vorrücken der Armee Linsingen über den Dnjestr. (TB.) Großes Hauptquartier, 24. Juni. (Amtlich.) a Westlicher Kriegsschauplatz.. Am Oftrande der Lorettohbhe warfen wir den Feind aus einem von ihm vor einigen Tagen eroberten Grabenstück. Südlich von Souchez wurden die Kämpfe für uns erfolgreich fortgeseßt. Die Labyrinth Stellung füdlich von Neuville wurde gegen einen nachts einsetzenden starken Angriff im zaͤgen Nahkampfe gehalten. Auf den Maashöhen kam es enstößen. Wir nahmen noch 15 0 Franzosen ge⸗ fangen. Der Feind erlitt bei zwei fehlgeschlagenen An⸗ gebracht. g Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generals von Linsingen hat den Dujestr überschritten. Zwischen Halyez, das vom Feinde noch gehalten wird, und Zu raw us steht sie im heftigen Kampfe auf dem Nordufer. Anschließend bis zur Gegend südlich von Lemberg und von Zolkiew wurde die Verfolgung fortgesetzt. Zwischen Rawarusla und dem San bei Ulanow hat sich nichts Wesentliches ereignet. 8 1 Im San— Weichsel⸗Winkel sind die Russen bis hinter den San⸗Abschnitt zurückgegangen. Auch auf dem 1 elner südlich von Ilka, weichen sie nach Nor⸗ en aus. Oberste Heeresleitung. . Die Russen geben nun zu, daß sie Lemberg verlassen haben, um eine neue Front zu bilden. Mittlerweile geben diese katastrophalen Vorgänge der Welt, der feindlichen Welt, es geht, suchen die machen, aber es Die„Times“ die in Deutschland Verwunderung, bißchen Unwillen hervorrufen muß. nämlich wieder einmal darin, lich über diesen grotesken Unsinn in erster Linie— lachen. Die schlafenden Gegner! Sie haben shre Angriffsbündnisse würde. Man wußte es in fühlten, und die Einkreisun waren es, die uns in Sicher um gleichzeitig in Belgien und Frankreich die letzten Vor⸗ bereitungen zum Ueberfall auf uns zu treffen. fried aber hat freilich nich „während die andern erst zur Waffenschmiede 1705 gern, um es ihm gleich zu tun:„ ehr du mich mit Fleiß und Acht, wie man die guten Schwerter macht.“ England stellt„Arbeiterarmreen“ auf. Es wird sich zeigen, daß dieser Aufmarsch zu spät kommen wird. Nach der„Times“ ver⸗ trösten die feindlichen Heerführer sich auf das nächste Früh⸗ jahr. Der deutsche Sommer 1915 wird ihnen zuvorkommen. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 24. Juni 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die allgemeine Lage in Ostgali geändert. Oestlich und nordöstlich 1 e 35 starken russischen m o Zydaczow genommen. Flußabwürts letzterer Stadt sind die verbündeten Truppen unter heftigen Kümpfen an reren Stellen auf das nördliche Du estrufer vorgedrungen. Z3Zbwischen Weichsel und San sebt der Feind den Rückzug fort. Nördlich der Weichfel wurden russische Nach⸗ huten über die Kamienne zurückgeworfen. O strowice und Sandom ir sind von unseren Trupuen besetzt. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Kärntner Grenze wurde beim Kl. Pal ein von Lemberg sind Nachhuten im Gange. Angriff starker italienischer Truppen abgewiesen. Sonst fan⸗ den an dieser Grenze und—84 Hirol von Tirol nur Geschütz⸗ zien hat sich nicht Wund eren Dujestr wurden Mikolajow und 575 meh⸗ eee die— Am Krugebiet herrscht Ruhe; Geschützkämpfe. Angriffe der Italiener Monfalcone scheiterten. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Erfolge am Dnjestr. Berlin, 25. Juni. Wie verschiedenen Morgenblättern aus dem Kriegspressequartier aus dem südöst⸗ lichen Kriegsschauplatz gemeldet wird, macht sich die Wir⸗ kung des durchgreifenden Erfolges, der mit der Eroberung Lembergs und der südöstlich davon stattgehabten Kämpfe errungen wurde, auch schon am Dujestr fühlbar. Der Widerstand der Russen ist am heftigsten am mittleren Fluß— laufe. am I sonzo heftige bei Gradiska und Der russische Bericht. Petersburg, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Großen Generalstabs: In der Gegend von Szawle ist die Lage unverändert, die Kämpfe dauern fort. Im Süden der Seen von Raigrod überschritten unsere Vortruppen in der Nacht zum 22. Juni den Fluß Ejrina, b setzten das Dorf Kulighi und vernichteten eine ganze Kompagnie der Deutschen. In Richtung Lom za heftiges Artilleriefeuer. Am Tan ew schlugen wir bei dem Dorfe Lublinetz feindliche A griffe zurück. Westlich Ra⸗ waruska wurde der Feind in der Nähe des Dorfes Gutazeleng zurückgedrängt. Unsere Kavallerie machte drei feindliche Kom- pagnien nieder. Am 21. Juni und Laufe der darauf folgenden Nacht hielten wir einen feindlichen Vorstoß gegen Lemberg durch hartnäckige Kämpfe auf. Der Feind erlitt bedeutende Verluste bei fruchtlosen Angriffen beim Dorfe Bukowice und weiter südlich am Szezerzicbache, es gelang ihm aber, in der Gegend der Stadt Zolkiew vorzudringen. Infolgedessen raumten unsere Truppen am 22. J ni Lemberg und setzten den Rückzug an die neue ont fort. Am Dujestr dauerte der Kampf südlich von dem g Feind am linken Ufer des Flusses hält. In der Ausbuchtung des Tnjestr drängten wir den Feind vo i Dorf Luka zurück. In einem erfolgrei wir an 1000 Gefa Dorfe Kosmierzyn an, wo der egsschauplatz? g, 24. Juni.(WTB. Nichtamtl.)(Ueber Zar reiste am 23. Juni zum Feldheere ab. Jubel in Wien. Wien, 24. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Anläßlich der Wieder⸗ 2 Lembergs prangt ganz i i mu Petersbur Kopenhagen.) Der in den Straßen eine Der Bürger mei leuchteten Kri 95 aufgenommene 2 nsprache. Vaterländische Lieder ertönten. So⸗ Gen err fand vor— Palais— Erzherzogs Frie rich eine große Kundgebung statt. Aus allen Teilen 32 Monarchie, aus Pr Brünn und Triest laufen Meldungen über ähnliche begeisterte patriottsche Kundgebungen ein. rag fanden solche Feiern statt. Wien, 24. Juni(WT. Nichtamtlich.) Um 11 Uhr vormit⸗ tags fand eine erhebende Huldigung der Wiener Bevölkerung vor Schloßpark statt. Eine nach Hun⸗ derttausenden zählende Menschenmenge füllte das Innere des 0 Ueberaus viele genesende österreichischamgarische und reichsdeutsche Offiziere und Soldaten waren erschienen. Als der Kaifer, gefolgt von dem Thronfolger und der Erzherzogin Zita, die ihren ältesten Sohn auf dem Arme trug, auf dem Balkon erschien, erhob sich ein nicht endenwollender Jubel. Bürgermeister a der Wiener Bevölkerung eine Ansprache an den Kaiser, in der er seine Freude über die Wieder⸗ Zuversicht auf die baldige gänz⸗ nde aussprach Er schloß mit 5* deer Bange an, die von der Menge mitgesungen wurde. er Kaiser i freudiger berühre, als sie ein Widerhall der gebung sei, mit der die Bevölkerun, von der Wiedereroberung Lembergs Freude, sondern auch mit berechtigtem Stolze könnten wohner Wiens auf die bedeutende Wa Armecoberkommandanten Nachricht nur mit g die Ein⸗ blicken, an der ihre Ueberzeugung aus, n Haltung bis zu dem t wolle, ein siegreicher ehrenvoller dauernde Bitrgschaften für ihre Wohlfahrt 2 Nie seines Le des Katrser fesselte einen ungehen endenwollende Hochrufe erbrausten. Das Publikum stummte die Volkshymne an und jubelte auch der Erzherzogin Zita zu. Die Hochrufe erneuerten sich immer wieder, bis der Monarch und die Mitglieder des Kaiferhauses sich in die inneren Gemächer be⸗ gaben. Der Eindruck in England, Frankreich und Italien. Berlin, 25. Juni. In Frankreich und England macht, wie verschiedene Morgenblätter aus dem Haag berich⸗ lam pf statt. einen niederschmetternden Eindruck. man in Paris und London, daß dieser Sieg einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf die Balkan staaten ausüben werde.— Der militärische Mitarbeiter der„Times“ spricht sich darüber aus, daß sowohl Rußland wie Frankreich bis jetzt nicht imstande waren, ihre gesamten Streitkräfte immer auf den wichtigsten Kriegsschauplätzen ins Feld zu führen infolge von Ursachen, die zurzeit micht besprochen werden sollten. Angesichts dieser Ursachen werde man die Abrechnung mit den Zentralmächten bis zum nächsten Frühjahr aufschieben. Bis dann müßten die Dinge auf dem Laufenden gehalten werden. Berlin, 25. Juni. Die italienischen Blätter win⸗ den sich laut„Vossischer Zeitung“ um die Niederlage von Lem⸗ berg herum. Der österreichisch-ungarische Bericht wurde klein, der russische groß und fett gedruckt. Sie schreiben noch, dies sei ohne alle militärische Bedeutung. Es sei kein öster⸗ reichisch-ungarischer⸗deutscher Sieg und keine russische Niederlage, sondern nur schönes Manöver für das deutsche Volk, das mit Illusionen gespeist werde. Für die Russen habe es nur die Auf⸗ gabe, das Heer intakt zu halten; das sei durch den Rückzug erreicht. Ein deutsch⸗feindliches dänisches Blatt über die Lage. Kopenhagen, 24. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Die deutsch⸗ feindliche„Vationaltidende“ schreibt in einem Leitartikel: Der Fall von Lemberg ist eine entscheidende Kriegsbegeben⸗ heit. Der russische Generalstab erklärte selbst, daß es einige Zeit währen würde, bis Rußland wieder imstande sei, eine Offensive zu unternehmen. Aber diese Pause kann für die Heere der 1 verhängnis voll werden. Die deutsche Heeresleitung gewinnt d Zeit für die Operationen im Westen und wird es sicherlich ver⸗ stehen, sie auszunutzen. Die Hauptgefahr droht jetzt wahrscheinlich dem italienischen Heere. Italien hat offenbar zu lange gewartet, sich zu einem entscheidenden Schritte zu entschließen. Es versäumte dadurch die Gelegenheit, ohne Ge⸗ fahr für die eigenen Grenzen eine Entscheidung bei den Dardanellen herbeizuführen und dadurch die neutralen Balkanstaaten zu einem Eingreifen zu veranlassen. Trotz Versicherung von Asquith und trotz des Beistandes der italienischen Flotte scheint es jetzt außer⸗ ordentlich zweifelhaft, ob die Alliierten in nächstder Zeit die Türken schlagen können. Neue Truppen können sie jedenfalls nicht für diefen Kampf entbehren. Deshalb übt der Fall von Lemberg jetzt auch eine Wirkung auf die Balkanpolitik sowie eine große Wirkung auf dem südlichen Kriegsschauplatz aus. Sehr zweifelhaft erscheint es, ob Cadorna jetzt dem Ansturme der deutschen und österreich-umgarischen Heere mit eigenen Kräften Widerstand leisten kann, und ob Joffre nicht gezwungen sein wird, anstatt eine Unter⸗ stützung von den Italienern zu erhalten, ein französisches Heer nach Norditalien zu senden, deshalb ist es keineswegs unmöglich, daß der große Sieg Mackensens die Bedeutung für einen raschen Abschluß des Weltkrieges haben wird. 3 g Vom italienischen Kriegsschauplatz. Wi(n, 24. Juni.( 288. Nichtumtlich; Nag riegs⸗ pressequartier meldet: Das italienische Hauptquartier ver⸗ breitet über die bisherigen Kämpfe bei Pla va unrichtige Nach⸗ richten, welche den fehlgeschlagenen Angriffsversuchen den Anschein siegreicher Affären zu geben sich bemühen. Nacht achttägigen, für den Feinst äußerst verlustreichen Kämpfen sind die Stellungen bei Plava fest in unserem Besitze und an keiner Stelle durch⸗ brochen, Der Gegner brachte, von übermächtigem Artilleriefeuer unterstützt, am 10. Juni und in der Nacht zum 11. Juni etwa sechs Kompagnien auf das östliche Ufer. Ein sofort unternom⸗ mener Gegenangriff mußte wegen des feindlichen Artilleriefeuers eingestellt und bis zur Dunkelheit verschoben werden. Der Gegner zog es aber vor, auf das Westufer zurückzugehen, ohne überhaupt Widerstand zu versuchen. Am 12. Juni überschritt feindliche In⸗ fanterie abermals den Isonzo und ging zum Angriff auf die Höhe 383 vor, wohin er das Feuer von ca. 80 Geschützen kon⸗ zentriert hatte. Der Gegner kam an unsere Stellung heran, wurde jedoch in erbittertem Nahkampf derart geworfen, daß das Gros wieder auf das Westufer zurückflutete. Gegen tausend gefallene Italiener blieben im Angriffsraume. Drei neuerliche Angriffe in der Nacht zum 14. Juni wurden leicht abgewiesen. Ein am 14. Juni abends unternommener Angriff brach blutig zusammen. Am 15. Juni beschoß der Gegner unsere Stellung ununterbrochen unter unge⸗ heurem Aufwand an Munition. Die in der folgenden Nacht unter⸗ nommenen drei Infanterieangriffe gegen die Hoͤhe 383 zerschellten an dem Widerstand der tapferen Dalmatiner, ebenso ein am 16. Juni nachmittags von starken Kräften unternommener Angriff. In der Nacht und am Vormittag des 17. Juni griffen nochmals beden⸗ tende Infanteriekräfte an, nämlich die Brigaden von Ravenna und Forli, verstärkt durch Mobilmiliz, und erlitten schwerste Verluste. Gefangene sagten aus, der König selbst habe angeordnet, die Hohe bei Plava um jeden Preis zu nehmen. Am Mittag des 17. Juni war der Kampf entschieden. Der Gegner verschanzte sich vor un⸗ seren Stellungen und unternahm keinen ernsteren Angriff mehr. Die Meldung über die Wegnahme eines österreichisch⸗ungarischen Maschinengewehrs ist erfunden, dagegen eroberten wir zwei ita⸗ lienische Maschinengewehre. Von glaubwürdigen Aussagen Ge⸗ sangener abgesehen, liegen in dem etwa zwölfhundert Meter breiten Angriffsfeld 3000 unbestattete tote Italiener. Un⸗ sere Gesamtverluste an Toten, Verwundeten und Vermißten er⸗ reichen bei weiten nicht diese Zahl. In den Kämpfen von Plava mußten unsere Truppen auch mit hetrunke nen Italienern kämpfen, was an Gefangenen und Verwundeten einwandfrei fest Vor allem befürchtet — gestellt worden ist: auch fand man in den Feldflaschen Reste von Schmaps. Bei dem Gegner herrschen unklare Vorstellungen über die Genfer Konvention. ner 1 Verwundete sind von italienischen Sol⸗ daten bestialisch erstochen worden. Am westlichen Ufer fuhren Mu⸗ nitivnsautomobile für eine feindliche Motorbatterie unter dem Schutze des Roten iges. Andererseits schickte der Gegner nach dem Gefecht ein Detachement von Aerzten und Mannschaften knapp vor unsere Stellungen zur Bergung der Toten. Später erschien ein Leutnant, der sich als Parlamentär sausgab und der ohne Besitz einer Vollmacht ilber die Beseitigung der Toten sprochen wollte. ten, die Meldung über die Wiedereroberung von, Lemberg Derartige Vrsuche zur Auskundschastung werden mit Gesangen⸗ A „ N P nahme der betreffenden Personen erledigt Der Armeroberkomman⸗ dant erkannte die braven Streiter von Plava durch folgendes Tele⸗ 4 2 an: Die Armee ist stolz auf die braven Truppen von Plava. 4 so weiter. Feldmarschall Erzherzog Friedrich. 4 Eine Note des Vatikans. g Rom, 24. Juni.(Ctr. Frkft.) Der„Osservatore Romano“, das Blatt des Vatikans, veröffentlicht folgende Note: 5 Um unsere Leser und alle klugen und unparteiischen Menschen aller Länder vor den willkitrlichen Kommentaren und Auslegungen ber 1 des— 5 en Stuhles zu warnen, glauben wir die don den Blättern berbffe entlichten und besprochenen Gerüchte über die Unterredung eines ausländischen Journa⸗ listen mit dem Papste nicht ohne eine Bemerkung hingehen lassen zu müssen. Um diese Interpretationen und Kommentare abzubrechen, erinnern wir daran, daß zwischen den vom Heiligen Stuhl veröffentlichten amtlichen amtlichen Dokumenten und den brtwaten Veröffentlichungen ein wesentlicher Unterschied besteht. Was den europäischen Konflikt betrifft, so ist die Absicht des Papstes nicht zweideutig, weil sie in mehreren päpstlichen Hand⸗ schreiben klar und wiederholt zum Ausdruck gebracht wurde, so in der Enzyklika vom 1. November, in der Weihnachtsrede an die Kardinäle, in der konsistorialen Ansprache am 22. Januar, in zahl⸗ reichen Briefen des Papstes an die Kardinäle und Prälaten und zuletzt in dem Briefe vom 25. Mai an den Dekan des Heiligen Kollegiums. Diese amtlich veröffentlichten Dokumente geben ge⸗ nau die 4— des Papstes wieder, und der Heilige Stuhl über⸗ nimmt jede Verantwortlichkeit dafür. Die anderen Dokumente, d. h. die privaten Veröffentlichungen, mit denen wir uns beschäftigt 5 haben und auch dasjenige, von welchem heute die Rede ist, ent⸗ halten in Wirklichkeit mehrere Ungenauigkeiten, von denen ein Teil so offenfichtlich ist, daß sie auf den ersten Blick erkennbar sind, und wir glauben, daß es nutzlos ist, sie WN eee Ir ft g.) — 1(Etr. Frkft.) Die„Agenzia Stefani“ ver⸗ . e folgende Note . 1 Blatt hat einen Bericht über eine Unter⸗ 3 redung eines seiner Mitarbeiter mit* Papst veröffentlicht. In diesem Bericht läßt man den Papst sagen, daß infolge den b die Beziehn des Heiligen Stuhles mit den Feinden 1 siens Siesse ide Soze e eien. Was Italien anlangt, so hat es seit lärung Sorge getragen, das Garantiegesetz peinlich 1 4 der Weitherzigkeit anzuwenden, welches will, daß der 5 5 frei mit den Bischöfen in der. katholischen Welt korre⸗ 174 Infolgedessen wurden Zensurbureau der Aus⸗ landspost genaue Weisungen erteilt, daß alle Briefe des Papstes oder an den Papst sogleich an ihre Bestimmung befördert werden. Diese Verfügung wurde ausgedehnt auf die Korrespondenz an die * verschiedenen Kongregationen, z. B. an die apostolischen Pöniten⸗ 90 4 die Konsistorialkon tionen und den heiligen Dienst. Unter den Hunderten von Briefen, die jeden Tag im Vatikan ein⸗ treffen oder ihn verlassen, wurden nur zwei aus Versehen geöffnet, der eine an das Staatssekrekariat, der andere an die 5 Pee a Diese beiden Briefe kamen nicht aus dem Ausland, 5 aus der italienischen Kriegszone. Die Zenfurbureaus itz der Kriegszone* darauf Weisung erhalten, die an den Heiligen Stuhl gerichteten oder vom Vatikan aufgegebenen Briefe frei . Seen de den del Dieser Befehl wurde gewissenhaft ausgeführt. . igen Stuhl nach Oesterreich⸗Ungarn gerichteten Korre⸗ 7 5—.— wurden pünktlich über die Schweiz expediert. Oester⸗ reich⸗Ungarn wollte sie nicht annehmen; zwei von dem Staats- sekretariat des Vatikans abgestempelte Briefe, von denen der eine an den Nuntius in Wien gerichtet war, waren pünktlich über die 2 Schveiz nach Oesterreich geleitet worden. Sie wurden zurück⸗ 0 9 mit dem schriftlichen Vermerk auf den Umschlägen:„Zurück⸗ gesandt, weil aus. Lande stammend.“ Es lann über iefe kein Zweifel bestehen, denn sie tragen 1 Zürich, was beweist, daß Italien z nach Oesterreich gesandt ban f Wen kr elenden die Beziehun is dem Heil Stu 2 bak Seen e weer ercchwerf ed, do icht der edler 3 11(WTB Nichtantlich) 8.21— Das Inter⸗ view des Papstes wird von der franzöftschen kat 8 se mit* aufgenommen. S beschränkt 1 I 8 ige wiederzugeben Die„Libre Parole“* daß 2 Papst deutschen Behauptungen, wie z. B. Kardinal Mercier nicht gefangen gesetzt worden 100 n schenkte und nicht von vornherein die deutsche Ausrede, — 2 auf Kirchtürmen* wor⸗ . in ganz pa gegen die barbarische deutsche Kriegsführung erhoben Tie Erklärungen des Papstes seien eine 5 schwere 3 für die Katholiken Frankreichs. r. Die deutschen Kriegsgefangenen in Dahomey. 1 24. Juni.(Priv.⸗Tel.) Die„B. Z.“ meldet aus 4 125 ae Regierung hat angeordnet, g 1 die tsche Keie gsgefangenen in Dahomey aus Ge⸗ sundheits Sanfte nach Nordafrika zuüber⸗ 2 en sind. Die ersten Transporte haben bereits statt⸗ Austausch von Kriegsgefangenen. London, 24. Juni(WTB. Nichtamtl.) Im Unter⸗ ha use erwiderte Lord Robert Cecil auf eine Nafrage, der Austausch von Sanitätspersonal und dienst⸗ unfähigen Kriegsgefangenen wäre soeben mit der deutschen Regierung durch Vermittlung der amerikanischen Botschaften in London und Berlin vereinbart worden und würde Anfang der nächsten Woche ausgeführt. 5 Die Rücktehr des früheren Staatssekretärs Dernburg. 5 Berlin, 25. Juni. Bei den Angehörigen des früheren] Dienstag Staatssekretärs Dr. Bernhard Der nburg ist gestern, wie die„Voss. Ztg.“ berichtet, ein Radiotelegramm von dem Dampfer„Bergensfjord“ eingegangen. In dem Telegramm, das um 10 Uhr vormittags eingelaufen ist, teilt der Staats⸗ sekretär kurz mit, daß er voraussichtlich mit seiner Gattin am Samstag in Berlin eintreffen wird. Auf eine tele⸗ graphische Anfrage der Familie in Kristiania erhielt diese die Nachricht, daß der Dampfer„Bergensfjord“ von der englischen Regierung freigegeben und gestern abend in Bergen erwartet wurde. Der neue amerikanische Staatssekretär. Washington, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Reu⸗ termeldung. Wilson hat auf Rat des Staatsdepartements Lansing endgültig als Nachfolger von Bryan zum Staats⸗ sekretär ernannt. Eine französische Anleihe in Amerita. Paris, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die 1 abas“ melbet aus New Vork:. or. be be und dem Hause Rothschild⸗Paris 1 eine 2 sarung über die Ausgabe einer aeg Pöl erg A n⸗ leihe in Amerika getroffen. Die Anleihe 122 ame⸗ krilanische Eisenbahnob— b 1. die in der Bank von Morgan 13 t 1 den. Wie man gl'— 5 ch* als 250 Millionen Frauken belaufen; der n würde etwa fünf vom Hundert sein. Aus Bukarest. 15 Minuten geit gelassen, um die Boote zu Die Anhänger des Bierverbandes befinden sich in gedrückter Stimmung. Man erwartet jetzt eine— 4 der Stellung Ru⸗ mäniens gegenüber den e Stellungnahme der —— in einem der Besisgung der Russen entsprechenden nne. 5 Der Rücktritt des Kabinetts Dato. Madrid, 24. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Meldung]? der Agence Habas. Der König hat dem Ministerpräsiden⸗ ten Dato und seinem Kabinett erneut sein Vertrauen aus⸗ gedrückt, aber Dato hat erklärt, daß das Mißlingen der An⸗ leihe eine Schlappe für das Kabinett bedeute. Dato hielt die Demission des gesamten Kabinetts auf⸗ recht indem er hinzufügte, daß die politischen Persönlich⸗ keiten seit? 20 Monaten nicht mehr zu Rate gezogen worden seien.— Der König kehrt morgen nach Madrid zurück. Er wird die Parteiführer konsultieren. Die allgemeine Ansicht ist, daß Dato bleibt. * Die Kämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Milli. Unsere Feinde wollen ihre Nie⸗ derlagen durch Mittel ausgleichen, die nur ihre Schwäche bezeugen. Sie versuchen an einigen Punkten unserer Küste be stochene e zu landen. So ver⸗ suchten sie am 20. Juni unter dem Schutze ihrer Flotte 300 bewaff nete griechische Banditen bei Milas in Kleinasien zu landen. Das diesen Banditen in dem darauf⸗ folgenden Zusammenstoß bereitete Ende mag anderen ähn⸗ lichen Versuchen als Beispiel dienen. Der Feind, welcher systematisch die Heiligtümer schändet, hat kürzlich das grie⸗ chische Kloster Aya Niyaya im nördlichen Teil der Insel Milas beschossen und zerstört. Der Sultan erkrault. Konstantinopel, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Preßbureau übermittelt den Blättern folgenden gestri⸗ wa gen Bericht des ersten Leibarztes des Sultans: Da der Khalif seit einiger Zeit an Blasenstein leidet, ist infolge wiederholter, von dem aus Berlin berufenen Pro⸗ sessor Israel und den behandelnden Aerzten abgehaltenen Beratungen, deren Ergebnis in den am 20. und 22. Juni unterbreiteten ärztlichen Berichten dargelegt ist, einstimmig beschlossen worden, daß mit 2 5 Hilfe eine Operation vorgenommen werden müsse. Die Operation findet Donners⸗ tag statt. Konstantinopel, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Operation des Sultans ist heute vormittag mit vollem Erfolge vorgenommen worden. * Der Seelrieg. Die Torpedierung des englischen Panzerkrenzers„Roxburgh“. London, 24. Juni.(Meldung des Reuterschen Bu⸗ reaus.) Der Panzerkreuzer„Roxburgh“ wurde am 20. Juni in der Nordsee von einem Torpedo getroffen, aber nicht ernstlich beschädigt. Das Schiff konnte unter eigenem Dampf seine Fahrt fortsetzen Der Panzerkreuzer„Roxburgh“ gehört zu der„Devon⸗ shire“⸗Klasse, stammt aus dem Jahre 1904, U 11 0⁰0⁰ Tonnen und ist mit vier 19⸗ tm. und sechs 15⸗Ztm.⸗Kano⸗ nen, sowie zahlreichem kleineren Geschütz ausg Ein russisches Unterseeboot versenkt. Berlin, 24. Juni.(WD Nichtamtlich.) Am 22. Mai wurde in der Ostsee ein russisches Rai anscheinend vom„Akula“⸗Typ, ch ein deuts Flugzeug 25 Seemeilen östlich Gotland mit Bom 15 beworfen. Der Erfolg konnte damals nicht festgestellt werden. Nunmehr wird von russischer Seite zugegeben, daß das Unterseeboot verloren gegangen ist. Auszeichnung des Kapitänlentnants Hersing. Berlin, 24. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Durch das Reuter⸗Bureau ist am 18. Juni über Poldhu in der Presse die Nachricht verbreitet worden, dem Kapitänleutnant Her⸗ sing sei der hohe Orden Pour le mérite als Belohnung] mal für die von ihm vollbrachte Versenkung der Lusita⸗ nia“ verliehen worden. Von unterrichteter Seite wird uns hierzu mitgeteilt, daß Kapitänleutnant v. Hersing diese hohe Auszeichnung für Kriegsdienste erhalten hat, die mit 705 Vernichtung der un in keinem Zufammenhang stehen. 2 1 Kopenhagen, 24. Juni.(WB. Nice Mel⸗ dung des Ritzauschen Bureaus. Die Besatzung eines deut⸗ schen Fischdampfers, der von Skagenfischern nach Skagen eschleppt worden ist, erzählte, ein englisches une 1717 habe von einer Flottille, welche aus sieben Fisch⸗ dampfern bestand, drei bis vier Fischdampfer ver⸗ senkt. Die Besahungen hatten reichlich geit erhalten, die Di er zu verlassen. ich.) Reuter⸗ 2 24. Juni.(WTB. Ni melbaung.—* Schoonerbark„Lee“ wurde am e er Fairinsel durch ein dent⸗ se Aer oot versenkt. Der Besatzung wurde Drei Granaten wurden abgeschossen; das Schiff als es von einer Bombe getroffen wurde. 2 i wurde zwei Stunden lang von dem Unterseeboot geschleppt, 4 45 e däuischer Dampfer, der sie aufnahm und nach erwick bra London, 24. Juni.(WTB. Nichtanmtli des Reuterschen Bureaus. Noyds meldet 2 Faerges Heute ist* 3 Dampfer„ 1 folgende Nachricht ein⸗ Auf AN 1 Peterhertd 4 9 Se „Quietwater“ 1 5 „Viceroy“ aus Aberdeen, mit Motoren auf, sestern abend 11 Uhr bei den S 25 Cherie versenkt wurden. Se gleichelti 5 1 Drifter 1 worden seien. 20 erge n, nor a e e e raum von Archangelsk nach Leuben, mit einer 5 In 8 London, 24. Juni. E Nichtautlich) Unte 8. 1 G e sagte bei Einbringung des i aun 15 e, dee dee angel infolge großen Verbrauches in 2 1 Feinde ebenso belannt, wie den Engländern selbst. Köln, 24. Juni.(WTB Nichtamtlich) Die„ melbet aus Bu la rest: Die Eroberung Leuibergs — 12 5 Die Damer des Krieges, die Verluste an Menschenleben unb der schließliche Sieg oder eine Niederlage hängen von der Frage ab, ob am Mittwoch vormittag in der Nähe der a ediert und in Brand gesteckt wurde Die Besatzung verschiedenen für gewisse von denselben zu be⸗ 22ͤĩͤĩ5ê1ts ß 5 satzung zur schleppten, welche in Sicht gekommen war. in den Ver zur öffentlichen Kenntnis ö Die„Trauma“ war 1557 Bruttoregistertonnen groß. gen. Der Anschlag muß tä* während der 1 g l aushängen; auth 5 Verkäufer von a a Lloyd George über die Munitionserzengung. waren angehalten werden, im ir Ser eine N besonnenen Polititern Rumäniens das Geflhl tiefer Vefciebigung der„ die a Fobedten wahescelal z zu verf wären, würden die Verbündeten eine bedeutende sieberle Geschossen haben. Alle technisch geschulten Kräfte der Chemi 9 britischen Reiches müßten mobil gemacht werden. Seit der Era 8 tung des Munitionsministeriums seien bereits große Aufträge an g Granaten vergeben worden. Lloyd George erwartet, daß in einer Stadt allein 250 000 Geschosse monatlich hergestellt werden könnten. Das Land sei in 10 Munitionsgebiete unter sachverstän⸗ digen Ortsausschüssen eingeteilt. Der Staat werde vielleicht die Kontrolleüberden Metallmarkt übernehmen, um einer Verschwendung des kostbaren Materials zuvorzukommen. 8 George legte nachdrücklich dar, wie wichtig es sei, über Ar⸗ beiter zu verfügen. Er sagte, daß mit einer genügenden solcher Arbeiter die Zahl der Maschinengewehre in ein paar Wochen verdoppelt werden könnte, was zur Vermeidung von Ver⸗ lusten und zur Behauptung der Stellungen von höchstem Belang sei. Lloyd George führte ferner aus, daß die Produktion einiger Fa⸗ briken verdoppelt werden könne, sobald die hemmenden Regeln der Gewerkschaften außer Kraft gesetzt und keine Streiks und Aussperrungen mehr vorkämen. Die Arbeiter der Munitions⸗ industrie sowie die Dockarbeiter hätten sich bereit erklärt. alle Differenzen einem Schiedsgerichte zu unterbreiten. Die Arbeitgeber hätten sich bereit erklärt, daß der 55 0 winn der Fabriken, in denen die 901 herabgesetzt 5. und weitere 115 mmenarbeit zwischen lten, da es verschiedene? erzeugen könnten, so daß busch 5 nitivonserzeugung vergrößert werden könne. berger Deutschland habe immer Kriegsmaterial au t und sei mit — ut Freund geblieben, bis es mit den fertig ährend der Balkankrise habe sich e so 7 anspruchslos() gebärdet wie möglich. Es hatte für reich ein freundliches Lächeln behandelte Freund und ging mit England Arm in Arm durch die Kanzleien Europas. Wir waren, sagte Lloyd George, wirklich der Meinung, daß der Zeitabschnitt des Friedens und der Freundscha war. In demselben Augenblicke aber erzeugte und verbarg Deutschland bereits enorme en gen Kriegs material, um seine Nachbarn 9 i m Schlafe zu überfallen und zu 9 110 Wem solche Irreführungen der Völker untereinander wird künftig jede Grundlage für 5„ Vezteh⸗ ungen i Es ist für den Weltfrieden ig daß der Plan mißglückt, und unsere Pflicht ist es, daftr zu sorgen. — er mißglückt.(Lauter Deifall. „ —— Preußischer Landtag. UI Berlin, 24. Jun Das. Abgeordnetenhaus 5 heute seine I beendet. Die Berichte aus dem Budgetausschuß 1 durch den Vortrag des Freiherrn von Zedlitz über Ostpreußen ab en, und der Rest der Sitzung gab den Vertretern der einzelnen Par⸗ teien Gelegenheit, noch einmal von ihrem Standpunkte aus 6 den 11 irtschaftsfragen Stellung zu nehmen. stpreußen wieder zu seiner alten Blüte zu bringen— es, abgesehen vom Neuaufbau, wirtschastlich zu beben, verlangt die Kommisston vor allem planmäßige und kräftige innere Kolvnisation/ Besserung der Verkehrsmittel und Elektrisierung der Provinz. Hoffentlich wird dann außerdem die Gestaltung des Friedens das Land für immer vor der Wiederkehr der Leiden — 1 05 Wunsch, den Abg. v. Zedlitz kußerte, das zu. Bevor sich die Vertreter der Parteien— saßte den Staatssekretür Dr. Delbrück. was er namens der Regierung — Schlusse der Beratung über unsere wirtschaftliche Lage zu sagen hattz in einer knappen und wirkungsvollen Rede zusammen⸗ die jedenfals auch im Auslande einen günstigen Eindruck machen wird. Der Abgeordnete Wiemer hielt den Sozialdemokraten eine 4 von Hugo Heinemann vor, daß kein 8 Surg len 1 5. e„ dase, S errungen en. Herr er daß dies Zitat wie ein rotes Tuch auf Herrn Liebknecht und die Seinen wirken würde, und so kam es denn auch zu är a 0 in denen Karl Liebkn der Oeffentlichkeit eim eigte, daß er auch noch existiert. ner zusammenfassenden Erklä des orftgag ge des Nubert ft ae Abg.. gte Hauses an den Präsidenten, den 8 e seiner Schlußansprache dankte AI f Schwert erkennung seiner Tätigkeit und h nach a n über unsere militärische e mit einem Hoch e Nau r 2 1 e der den ser des L. es verlas D der⸗ b 3 l 4445 1 1 700 1. U te E agung Herrenhauses, Herr von 2525 1 3 wf den Kaiser als den Führer zum ruhmwollen Aus dem N Berlin, 24. Inni.(WTB. Ni) Dem tralkomitee des Noken Kreuzes ist von der ö Zentrale für Kriegslieferungen von e500 500 Ke Minden Westen eine Sr 500 000 1E überwiesen worden. Berlin, 24. Inni. W. Nichtamtlich) Der Bun- 2 des rat erteilte seine Zustimmung zu dem Entwurf einer Verordnung über den VerkaufponFleisch un dFe tf 5 waren durch die Gemeinde n, ferner zu dem E einer Verordnung über den Aushang von Preisen im Klein⸗ handel, dem Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Handelsbe ziehungen zu der Türkei, einer Vor⸗ lage betr. Widerruf der Erlaubnis zur Beförderung von Auswanderern, einer Vorlage betr. Ergänzung der Verord⸗ nungen über die Bewachung und zwangsweise Verwaltung ausländischer Unternehmungen. g Berlin, 24. Juni.(WDB. bartlich) Zu der in e i heutigen Sitzung des Bundesrates an ordnung über den Aushang von Preisen in den 9 25 kaufs räumen des Frein handels wird 3 Bäcker und Verkäufer von Backwaren können 88 73 und 74 der Reichsgewerbeordnung durch die 2 polizeibehörde angehalten 1 5 850 Preise und Gewicht ihrer mit den erforderlichen geeichten Gewichten anfpuellen aß 8 8 Benutzung zum Nachwiegen der verkauften Backwaren gestatten. Die günstigen Ersahrungen, die mit der Hand⸗ 0 85 dieser Bestimmungen für Backwaren gemacht wurden ind, haben den Bundesrat auf Anregung von enen Seiten, insbesondere auch aus den Kreisen de handels, zu einer Ausdehnung der den Ortspolize N f lle Gegenstände des lägli 9 6 aller Art sowie von rohen Naturer nissen, Heiz⸗ und euchtstoffen, ede de sie im Kleinhandel abgesetzt werden, veranlaßt. Diese Maßnahme dient dem Interesse sowohl der Kleinhändler wie der Käufer, denen es dadurch erleichtert wird, die Preise in 1 7 Geschäften zu vergleichen und unter den Angeboten die ihrer Lebensführung entsprechend⸗ sten auszusuchen. 5 Berlin, 24. Juni. Die„Deutsche Tageszei⸗ tun 1 erscheint seit heute morgen wieder. ünchen, 24. Juni(WTB. Nichtamtlich) Anläßlich der Eroberung Lembergs bereiteten etwa 10000 Personen dem König Ludwig eine begeisterte Ovation. Die ver⸗ sammelte Menge sang die Königshymne, worauf der König auf dem Balkon des Palais erschien und folgende Ansprache an die Menge richtete: Ich danke Ihnen, daß sie hierher gekommen sind, und daß Sie sich mit mir freuen über das siegreiche Vordringen unserer und unserer Verbündeten Armeen. Wir sind durch das⸗ selbe dem Frieden vielleicht näher gerückt. Aber noch lange heißt es Geduld haben und ausharren, bis unsere Feinde in Ost und West und Süd vollständig niedergerungen sind. Daß wir heute schon soweit gekommen sind, verdanken wir in erster Linie unseren tapseren Truppen, die Sieg auf Sieg errungen haben. Das ver⸗ danken wir aber auch den Zurückgebliebenen, die durch ausopfern⸗ den Fleiß die Arbeitskräfte der im Felde Stehenden zu ersetzen wußten, bis es unserer Industrie und Landwirtschaft, die rund eingekreist von Feinden sind, ermöglichen, aus eigener Kraft den Bedürfnissen des Landes und Heeres gerecht zu werden und unser Volk zu ernähren, nicht zuletzt unserer arbeitenden Bevölkerung, die wie wenige anderer Länder für das Wohl des Ganzen einge⸗ standen ist. Aber noch heißt es ausharren. Viele von Ihnen haben durch den Verlust lieber Angehöriger schon schwere Opfer bringen müssen und es stehen noch große Opfer bevor. Möge der Gedanke Ihnen um Trost gereichen, daß dieselben gebracht werden in großer Zeit für die große Sache unseres Landes, des Reiches und des ganzen deutschen Volkes. Nochmals danke ich Ihnen. Gott befohlen! Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 25. Juni 1915. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. N Das Stadtparlament hatte sich gestern mit drei Punkten von untergeordneter und mit einem Punkt von sehr großer Bedeutung zu befassen. Zwei Baugesuche und der Entschluß über die Aufstellung des Heyerdenkmals wurden im Hand⸗ umdrehen erledigt. Wer aber geglaubt hatte, mit der Er⸗ ledigung des Voranschlags für 1915 gehe es ebenso— die Annahme war nach dem Vorgehen sehr vieler anderer Ge⸗ meinwesen nicht ungerechtfertigt,— sah sich enttäuscht. Die Beratung nahm fast drei Stunden in Anspruch und führte gleichwohl zu keinem Endergebnis. Oberbürgermeister Keller hatte in einer weitausholenden klaren Rede die städtische Finanzgebarung der letzten Jahre beleuchtet und ausführlich und übersichtlich begründete Vorschläge zu deren unbedingt nötiger Neuorien⸗ tierung gemacht. Unsere Leser finden die Aus⸗ führungen im Versammlungsbericht. Dem Voranschlage waren ferner zum ersten Male Uebersichten über die Ab⸗ schreibungen, die Erneuerungsfonds, 8 Anlagelapital und seine Verzinsung und Tilgung sowie über die Schulden sämtlicher Werke beigegeben. Zieht man weiter in Betracht, daß, wie der Oberbürgermeister ausführte, die weitaus größte Mehrzahl der zum Vergleich in Betracht kommenden Städte — wir können diese Auffassung aus unserer Kenntnis der Tatsachen bestätigen— den Kriegsvoranschlägen ohne lange Erörterung en haben, so konnte man es verstehen, wenn der Oberbürgermeister die Er⸗ wartung aussprach, in Gießen werde es nicht anders sein. Zu dieser Hoffnung war man um so eher berechtigt, als die zur Beratung des Voranschlags eingesetzte Sonderkom⸗ mission von zehn Mitgliedern diesen mit ganz gering⸗ fügigen Abänderungsvorschlägen angenommen hatte. Die Beratung im Plenum ergab nun zunächst, daß man auf die allgemeine Beratung nicht Verzicht leisten zu können glaubte Es trat dabei die Tatsache zutage, daß eine ganze Reihe von Mitgliedern der Sonderkommission in Fischen anderen Sinnes geworden war und An⸗ sichten vertrat bezw. Anträge stellte, die von ihnen in der Kommission nicht geäußert worden waren. Es wurde ferner von verschiedenen Seiten der Angelpunkt des neuen Etats, die Steuererhöhungsfrage, an⸗ gegriffen und die Erörterung spielte sich gar auf einen .. 5 gnis au en] Gegensatz zwi en des er nsbesondere von Nahrungs- und. d 155 der 15 l und enen der Einkommenssteuer inaus. Es wurden weiter Anträge 2 deren Tendenz gesetzlich nicht zulässig ist, 5. B. die Trennung der Vermögensbesteuerung nach Grund⸗ esitz und Kapitalsvermögen. Aus all diesen Gegensätzen heraus entstand eine Debatte, die zeitweise eine sehr bewegte Form annahm und die Momente heranzog, vor denen man sich anderswo in ähnlichen Fällen peinlich gehütet hat, weil man sich sagte, hinter den geschlossenen Gesamteindruck unserer Zeit und ihren größeren Forderun müßten Spezialwünsche und Anteressen zurücktreten. 8⁰ war der Eindruck, den man aus der gestrigen Sitzung mit nach Hause nahm, kein erfreulicher, weil einerseits die ganze Arbeit der Sonderkommission vollkommen umgeworfen und illu⸗ sorisch gemacht wurde, und man andererseits zur Korrektur des Etats zahllose kleine und große Spezialverlangen vor⸗ trug, die den Oberbürgermeister dazu veranlassen mußten, auf den Gegensatz N unserer geruhigen Lebensfüh⸗ rung und den Verhältnissen beispielsweise in Ostpreußen hinzuweisen, wo tausende Deutsche dem Vaterlande alles e haben. In der Debatte betonte der Ober⸗ ürgermeister weiter, daß Vorschläge zur Steuererleichte⸗ rung wohl populär machten, aber keineswegs von der Ver⸗ pflichtung entbänden, den geeigneten Ersatz für die Balan⸗ cierung des Voranschlags namhaft zu machen. Daran fehlte es aber. Das Defizit, das nun einmal vorhanden sei, könne nicht mit unverbindlichen Ratschlägen gedeckt werden. Eine so wichtige Sache wie eine Steuererhöhung mit einer knappen Mehrheit zu beschließen, sei bedenklich; man solle daher den ganzen Gegenstand zurückstellen und einer neuen Kommission zur nochmaligen Beratung über⸗ antworten. Das geschah schließlich, nachdem man über die n der Kommission nach längerer Debatte einig geworden war. Man kann demnach leider von der Stadt Gießen nicht sagen, daß die Kriegs⸗Etatberatung vom Geiste der geit den Hauch verspürt hat, der sie anderwärts über die land⸗ läufigen Voranschlagsdebatten weit hinausgehoben hat; sie blieb in Dingen, die herkunftsgemäß größtenteils der Kom- missionsberatung vorbehalten sind, stecken und verwirrte einigermaßen das Bild, das man sich gemeinhin von dem Zwecke und der Konsequenz von Kommissionsbeschlüssen macht.— Zu erwähnen wäre in diesem kurzen Ueberblick noch, daß zur Sprache kam, daß der Oberbürgermeister elegentlich der Kommissionsberatung die Revision der 9 ebührenfrage für nahe Zeit in Aussicht gestellt hat. 1 * Von der Universität. Die Großherzogin hat am 23. Juni den Privatdozenten an der Landesuniversität, Königlich Preußischen Geheimen Oberregierungsrat Dr. med. u. phil. Richard Adolf Aßmann in Gießen, m ordentlichen Honorarprofessor bei der philosophi⸗ sch en Fakultät der Landesuniversität ernannt. ** Ernennung. Die Großherzogin hat den Amts⸗ richter bei dem Amtsgericht Groß⸗Umstadt Wilhelm Volk zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hungen mit Wir⸗ lung vom 1. Juli 1915 ernannt. Vortrag über Obstverwertung. Die Gießener Frauenvereine fordern ihre Mitglieder dringend auf, den interessanten und wichtigen Vortrag des Herrn Dr. Hoffmann aus Friedberg über Obstverwertung recht zahlreich zu be⸗ suchen. Der Vortrag findet Samstag abend ½9 Uhr im„Felsen⸗ keller“ statt. ee Die deutsche Frau und unsere zerschossenen Krkeger. Darüber wird die Schriftstellerin Frl. Papke aus Bad Sachsa hier im Saale des„Hotel Schütz“ einen öffentlichen Vortrag halten. Alle Frauen und Mädchen in Gießen und Umgebung sind zu diesem Vortrag eingeladen. Der Eintritt ist frei. (Siehe auch Inserat.) * Brotmarkenaus gabe. Morgen, Samstag, von 8 bis 12 und von 2 bis 6 Uhr erfolgt die Ausgabe der für die Zeit vom 28. Juni bis 11. Juli gültigen Brotmarkenhefte. .— 8 auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im nzeigenteil. ** Diebstähle. Mittelst Einbruchs wurde in der Nacht zum 24. Juni in der Alicestraße ein Fahrrad, Marke„Weltrad“, mit der Fabriknummer 391 369 und der Polizeinummer G. 5010 entwendet. Ferner eignete sich der Dieb von einem anderen in dem Raum befindlichen Fahrrad noch die Polizeinummer G. 345 an.— Weiter sind Automobilgummischlauch 895/135 im Wert von 90 Mark und ein Automobilradmantel 710/100, Wert 60 Mark, auf un⸗ S 1 aufgeklärte Weise abhanden gekommen. Personen, die über den Verbleib der Gegenstände Auskunft geben können, wollen sich bei der Kriminal⸗Abteilung Großh. Polizeiamts hier melden. 10 Landkreis Gießen. 0 ch. Mainzlar, 24. Juni. Im Februar d. J. sandte der hiesige Jungfrauenverein Liebesgabenpakete an elternlose Krieger. Nach einiger Zeit meldeten sich Empfänger aus verschiedenen Armeekorps. Ihre Dankschrei⸗ ben bezeugten, wie willkommen die Gaben waren, hatte doch mancher seit Ausbruch des Krieges noch keine Liebesgaben erhalten. Darauf folgten natürlich weitere Gaben. Und so erhalten jetzt 21 Feldgraue, die ohne Eltern sind, von hier regelmäßig fast jede Woche ihr Paket.— Von denen, die aus hiesiger Gemeinde ins Feld rückten, sind bis jetzt 5 gefallen, 2 vermißt, 2 in jranzösischer, 1 in russischer Ge⸗ fangenschaft, 2 haben das Eiserne Kreuz und 2 die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. Hessen⸗Nassau. a f I Marburg, 24. Juni. Der auf der Landesheilanstalt be⸗ schäftigte Dachdecker Mai von hier stürzte heute infolge eines Fehltritts von dem Dache eines Hauses und erlitt solche Ver⸗ letzungen, daß er bald darauf seinen Geist aufgab. h. Langenselbold, 24. Juni. Der hiesige Bürger⸗ meister, Dr. Ludwig Ritter, gibt Folgendes bekannt: Infolge meiner Erkrankung kann ich nur die dringendsten Dienst⸗ geschäfte erledigen und erledige deshalb Arbeiten nicht, die sich darauf beziehen, daß ein Nachbar dem andern versehentlich einen Fuß breit Wiesen abgemäht oder ein Junge dem Nachbarn die Kirschen gestohlen hat. Im ersteren Falle wird eine gütliche Aus⸗ einandersetzung und im zweiten Falle die Anziehung des Hosenbodens zum Ziele führen. ä——— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 26. Juni 1915: Wolkig bis heiter, trocken, südöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Die italienische Kriegführung. Chiasso, 25. Juni. Ueber die Verhaftung von zahlreichen Geistlichen in den von den Italienern besetzten Grenzbezirken sagt das„Giornale d'Italia“: In etwa 10 Pfarrhäusern im Be⸗ zirke Cerwignona wurden Waffen, Dynamit, Signalapparate und — verschiedene Instrumente für Kriegszwecke entdeckt. Einige Priester suchten auch nachts durch die italienischen Linien zu schleichen, und bei ihrer Verhaftung wurden bei ihnen Dokumente über die mili⸗ tärische Lage der Italiener gefunden.— Tendenz dieser Notiz ist natürlich, den durchweg unfreundlichen Empfang der Italiener in den von ihnen erlösten Ortschaften, als eine Frucht der klerikalen Propaganda hinzustellen. Aus mehreren Orten Italiens kommen Nachrichten, daß die Italiener die Bewohner über die Grenze schleppen. ö Das deutsche Muster. Lugano, 25. Juni. Die„Tribuna“ erklärt in einem vielbemerkten Leitartikel den Bankerott der italie⸗ nischen Feldpost und empfiehlt die Handhabung nach deutschem Muster. Ein feindlicher Dampfer vor den Dardanellen gesunken. Köln, 25. Juni. Aus Konstantinopel wird der„Köln. Ztg.“ gemeldet: Aus Smyrna meldet man uns, daß ein großer, die feindliche Flagge zeigender Dampfer zwischen Kalymnos und Leros während der Fahrt in den Wellen verschwunden ist. Die Auseinandersetzung in der Sozialdemokratie. Berlin, 25. Juni. Der„Vorwärts“ veröffentlicht eine Zuschrift des Abg. Hoch, in der dieser mitteilt, daß er sich der Erklärung der Mitglieder der Vorstände der Partei und der Reichs⸗ tagsfraktion gegen den Aufruf Bernstein, Haase und Kautsky nicht anschließe, da nach seiner Meinung jeder das Recht und die Pflicht habe, seine Sache zu vertreten. Ferner veröffentlicht der„Vor⸗ wärts“ eine Zuschrift an den Parteivorstand, die sich mit der Eingabe vom J. Juni beschäftigt und bereits, wie der„Vorwärts“ gestern mitteilte, Unterschriften von Funktionären tragen soll. In der Zuschrift des Parteivorstandes an den„Vorwärts“ heißt es: Wir wissen nicht, von wem der„Vorwärts“ die Informationen erhalten hat, jedenfalls ist seine Angabe falsch und die bei den beiden Parteivorständen eingegangenen Schreiben kaum dig Hälfte der von ihm behaupteten Zahl der Unterschriften. Dabei liegt nicht eine einzige Unterschrift im Original vor.— Hierzu schreibt der„Vorwärts“: Wir bemerken dazu, daß uns die Ae über die Zahl der Unterschriften von vertrauenswürdiger Seite zugegangen sind. Da die Unterschriften sämtlich gedruckt werden, ist jede erforderliche Kontrolle gegeben. 5 spnrhäuser Technikum rankenhausen- Ing-u. Worm.-Abt. Gr. Masch.-Lab. Hoch- und Tlefbau. „Hunsft⸗Speisefett St kunft Speisese Pfund Mk. 1.20, frische Nuß⸗ Butter Pfund Mk. 1.20, sst.Kaltschlag⸗Rübol Liter Mk. 2.—, lmona Dale eee unter Zugabe von Rabatt⸗ marken empfiehlt Georg Walleufels Marktplatz 21 83277 gegenüber d. Engel⸗Apotheke. Hochfeinster( Rauchdorsch per Pfund 60 Pig. Rauchlachs aufgeschnitten, J Pfd. 65 Pf. frisch eingetroffen bei Georg Wallenfels gegenüb. d. Engelapotheke. Wesche Int Henkels Bleich Soda. Amtliche Bekanntmachung. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntnis, daß wir unsere laut Gesetzen vom 31. März und 27. Mai 1915 bestehenden Beschlagnahmerechte gegenüber sämtlichen Eigentümern und Lagerhaltern für Soyabohnen(heile und gequetschte) an das Kriegsministerium U. D. G. E. Berlin übertragen haben. Den Weisungen des Kriegs⸗ ministeriums U. D. G. E. Berlin ist daher unbedingt Folge zu leisten. Etwaige Weigerungen ziehen die im Gesetz angedrohten Strafen nach sich, außerdem erfolgen sofort Zwangsmaßregeln. Berlin, den 21. Juni 1915. Bezugsvereinigung deutscher Landwirte, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Unter Bezugnahme auf obige Bekanntmachung der Bezugsvereinigung deutscher Land⸗ wirte werden alle Lagerhalter und Eigentümer von Soyabohnen im Bereich des XVIII. Armee⸗ korps aufgefordert, Meldungen aller Vorräte innerhalb 3 Tagen an die stellvertretende Intendantur ihres Korpsbezirks zu erstatten. Berlin, den 21. Juni 1915. Kriegsministerium. * Unterkunfts⸗Departement. Gefangenen⸗Ernährung. Friedrich. Morgen“ lastung l Häbnbotstrabe 14 besichtigen. Wasch-Anzüge 2.40 3.50 4.50 Waschblusen 95. Sommer-Joppen 21 3.80 4.50 Kinderbetten, Möbel Plüsch-Divans von Mk. 55 an, Teppiche Gardinen. Bill. Pr. Nn Bahnbofstrade 29. Sonntags 11.3 Uhr geöffnet. Vereine mu, del, und Damenabteilung. Samstag, 26. Juni, im 53300 Vereinslokal.(n= e e Heute erhielten wir die traurige Gewissheit, dass am 28. Mai unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Karl Schott Kriegsfreiw.-Unterosfizier im Res.-Inf-Regt. 222 kurz vor seiner Abreise nach Deutschland gefallen ist. Von dem Verein ehemaliger 116er starben den Heldentod für Kaiser, Großherzog und Vaterland enn. d. Res. Wilh. Hahn 5 a RNes. Wilh. Schieferstein ag E 8 12 9 Res. Ad. Pitz 5 Iniesig billig! In tiefem Schmerz: Frau Hermine Schott Ferdi Schott, Kriegsfreiw.-Unterofflzier, 2. Et. Lockstedter- Lager Lini Schott. Giessen, den 24. Juni 1915. 5350 sowie Feldwebel Louis Lenz welcher als Vorstandsmitglied sich große Ver⸗ dienste um den Verein erworben hat. Das Andenken dieser unserer heldenhaften lieben Kameraden werden wir stets in Ehren halten. Verein ehemaliger 1Iher, Gießen. Nes. Wild. Scheld Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Mitteldecke, gandgestickt. Läufer, fefitkktkt.. 2 deckchen, handgesticftt.... 95„ 2 Klöppeleken... 95„ 2 Kissen⸗Einsitze..... 95„ Tablettdeken.... 95„ 1 ebe... 1 Stic Stickerei. 6„ 1 Tül-Liufer mit 2 Deüchen.. 95„ 1 gestictes Kisen..... 95„ 1 große Blusenschüzz.... 95„ 2 Wachstuchkinderschürzen... 95„ 2 Ahabenschürzen. 95 f 1 Tilot⸗schlupshose..... 95„ Am 18. dieses Monats starb infolge eines schweren Kopfschusses unser lieber, unvergesslicher Sohn und Bruder Wilhelm Bergener den Heldentod fürs Vaterland im blühenden Alter von 22 Jahren. Für die herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste unseres teuren Ent⸗— schlafenen sprechen wir auf diesem Wege! unseren innigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Braun Ww. u. Kinder. Gießen, den 25. Juni 1915. 5320 In tiefem Schmerze: Familie Jost Bergener. Giessen(Steinstrasse 61). 5349 Tauerfillę 1 Trilot⸗Bade⸗Auzung.... 95„ 2 Sticerei⸗Gken. 95 Rusenkittel... 95„ 9 Wir erhalten die schmerzliche Nachricht, dass mein k 5 g auerschleler lieber Bräutigam, unser teurer Schwiegersohn und Schwager er Hut-, Armiflore sowie noch viele Artikel. Eduard Seel„ Trauer- Kandidat des höheren Lehramts schuürzen Einjähriger im Res.- Inf.- Regt. 28 in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni im Kampf fürs Vaterland gefallen ist. Ein Kopfschuss machte seinem jungen Leben ein schnelles Ende. in jeder Preislage Mill. Noli. Seltersweg 38 1 m. 1 guteß Nako⸗H end.. 1.95 1 gute Mako⸗Hose... 1.95 1 Flanel⸗ Hen. 1.05 1 Danen⸗Hend⸗Stickerei.... 1.95 1 hochelegante Untertaille.... 1.95 g In tiefer Trauer: Margarete Fischer Familie Pfarrer Fischer. Ich bilte um uren Besuch 3 Stiüttt ei. I schöne Voile⸗Bluse.. 1.9) 1 Hindenburgkitte l... 1.95 1 peißes Kinderkleib.... 1.95 1 handgesticktes Kissen..... 1.95 und vieles andere mehr. Rodheim v. d. Höhe, den 23. Juni 1915. 53250 aenlsehe Fraun Untere eldsseinn Arge Darüber wird am Samstag, den 28. Juni, abends 8 Ubr, im Saale des Hstel Schütz die Schriftstellerin 9 Frl. Papke aus Bad Sachsa einen öffentlichen Vortrag halten, zu dem alle Frauen und erwachsenen Mädchen in Gießen u. Umgegend freundl. eingeladen sind Der Eintritt ist volls tndig frei Allen, die uns in den letzten schweren Tagen helfend zur Seite standen, allen, die uns ihre Teilnahme bei dem Tode unseres lieben Sohnes zum Ausdruck gebracht haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. 295 mi. 1 hochelegantes Damen⸗Hend... 2.95 1 Stickerei Unterro k.... 2.95 1 Stick Madeira⸗Stickerei.... 2.9 I prachtvolle Bluse...... 2.05 U. L poröses Herren⸗Hend... 2.95 1 poröse Unterhose.. 2.95 Heinr. Schirmer und Frau. * * * * Gießen, 24. Juni 1915. 5384 1 sarke Arbeitshose..... 2.95 1 Sommer⸗Jope. 2.0) 1 Herren⸗Sport⸗H end... 2.0) läglich unserer goldenen Hochzeit in so reichem—.— Maße zugekommen sind, sagen wir allen denen,— Packungen die uns bedachten, unseren herzlichen Dank. große Auswahl J de er Einmachkursus 5320 Weserstraße 12. 8 5 in dler Aliceschule r f beginnt Achtung! Spargel! Achtung! bissl Fe Dienstag, den 29. d. Mts. um 2 uhr. be noch eine Sendung der beliebten Spargel erhalten prima ausgelesene Ware i. — 2 anderen Gemüse, Gurken, Salat morgen auffempfiehlt W. Hankel,(% Aumeldungen werden im Schulhaus, Stein dem Brand äußerst billig und gut. le! A. Hammel. I Telephon 612 Neuen Bäue 7 straße 10, erbeten. 5333 D Für die herzlichen Glückwünsche, die uns an- 88 3 4 Bahnhosstraße 14