dle„ lebener ganilenbidtder- werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentli 5 3 für den Ureis wochenllich. Die„ tandwirtschastlichen zeit kragen“ erscheinen monatlich zweimal. ch beigelegt, das Gießen“ zweimal . der Urieg als Arzt. Wir wußten lange nicht, bisweilen schwächliche deren Konstitution aufrecht gestrerkt. wenn die großen vorübergingen. zahllose vorübergehend rte, die nicht nur die Anst eben im Felde hin. Tabakgenuß kommt nur ausnahmsweise ulturschädigungen sucht man vergebens. Die von aleln Reizmitteln frei. von Körper und Geist rührt von diefer weise her, welche die Schädlichkeiten der Verweicl der dauernde Aufenthalt in der frischen, unvermeidbaren 5 Die Gesundung „spartanischen“ Lebens kennt. Dazu kommt Schützengräben schlechten Wohnungen vorzuziehen. Lungen⸗ entzündungen kamen deshalb selten vor, sie stammten immer häufiger aus Quartieren als aus Gräben. e Wie aber kommi es, muß nran fra gen, daß diese Menschenmassen auch imstande sind, chen Anstrengungen und die Beanspruchungen zu ertragen? Die U. stungs fähigkeit des in seiner Fähigkeit, sich den Anforderungen besitzt Regulationsvorrichtungen, die er bei jed und die übungs fähig sind. Darauf bern kung der physikalischen Heilmethoden Diese sind als den Orga 2 jener seine der Nervenkräfte rsache für diese gewallige anismus it begründet find zupassen. Jener Störung spielen ht auch die Wir⸗ schinen werden ö etwa der Wasserbehaudlung. mis mus störende Eingriffe an Regulationsein richtungen mobil mach „was als Schädlichkeit für unsere T älte, Nässe, Witt härtet sie ab. schuell ganz ungewohnten körperlichen nachher sich einstellende Wohlbefinden t und steigert. g nse ruppen erscheint wie exungsunbilden, krästigt sie letzten Körper paßt sich außerordentlich Anstrengungen an, und das ist ein Beweis der gün⸗ Auch der Mangel an Komfort wirkt wo n lernt auf hartem Lager u ingen schlafen und trotz des Geschürdonners. Die Nerven⸗ ndlichkeit wird herabgesetzt. Dadurch wird tellung erträglich gemacht: eeinflussung geht noch weiter lsmomente, die der Krieg im Einzelnen at ubjektwen Gefühle und Beschwerden. Das J sich und seine Unannehmlichkeiten unter der stigen Einwirkur auf die Nerven. ungeachtet der Druck⸗ der aufregende Auf⸗ man wird kaltblütig. Die mächtigen Ge⸗ uslöst, überlagern die undividuum vergißt 0 1 Allgewalt der Ver⸗ Willenstätigkeit wird durch das gegenseitige Bei⸗ nach Triest gekommen, „ Semelze“ oder„Chifel“ vor, chen Semmel und Kipfel. haben n Siegeslauf durch ganz Ital „ und überall sah man bis zum des Krieges Bäckereien die lockende Inschrift:„Panethini viennesi“, das ötchen. Jetzt 1 25 e wohl R. n isch ganz deutlich„E durch das„Saitel“ Bier, das sie bei ihm die Straßen der Stadt 9, daß sich der Caroz⸗ helner“(Kell⸗ durch den Garzone, die Gästen auf Triestiner⸗Italien ner wird, und aliener durch 2 der ihn fahren soll, als ein„Cuger“ — Furman“(Fuhrmann ß sich un erlebt er die Enttäuschungen die Hausfrau 2 e werden oft den Zeitungen t bei weitem. Die Fersen 165. Jahrgang Gießen er Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerel. R. Lange, Gießen. Schristleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul⸗ 4 straße 7. Geschastsstelle u. Verlag: 851, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse flir Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. — spiel und die Kameradschaft, welche Vorgesetzte und Untergebene zu einer einzigen willenserfüllten Masse zusammenfügt, auf das denkbar böchste Maß erhoben. Man will nicht krank sein. Der Wille überwindet Hunger und Durst, Kälte und Hitze, kurz jedes Unlustgefühl. Auch die Affekte wie Furcht und Grauen meistert er. Endlich lernt er ungeahnte motorische Leistungen hervorzubringen, Diese Willensstärkung übt aber auch geradezu einen Einfluß auf die Gesundheit aus. Die Kräfte, die latent geblieben waren, weil man sie nicht benötigte, wachen auf. Die An passungsfä keit wird auf das äußerste geübt, der Organismus lernt, große Leistung bei möglichst ökonomischer Muskeltätigkeit zu vollbringen. Herz und Atmung wird gekräftigt. Der Meusch wird Virtuose in aus dauernder Muskelarbeit bei möglichst geringem Stoffzusatze. Der Wille unterstützt auch den Hellproßeß. Willensschwache Kranke lassen sich von ihrem Leiden unterkriegen und leiden mehr als die Starken, die ihr Lebensgefühl dauernd wachhalten. Der Krieg wird zu einem Erlebnis, das sicher eine bleibende Wirkung im Sinne einer Steigerung des Persönlichkeitsgefühles ausüben wird. Im danzen genommen, enthält die Erkenntnis der Wirkungen des Arießes eine hoffnungsvolle Perspektive: es deutet nicht auf Ab⸗ nutzung, alles vielmehr auf Erhaltung und Steigerung der Lei⸗ stungsfähigkeit. Die unorganische Substanz wird durch Gebrauch abgenutzt, die organische gekräftigt. Alle diese heilsamen Folgen aber würden nicht eintreten, wenn das Menschenmaterial von Haus aus nicht eine so günstige körperliche Verfassung aufwiese, wie 4 Fall deutschen Truppen im Gegensatz zu anderen Nationen er Fall ist. f Das deutsche vorbild. Die Engländer sind bekanntlich mit den Leistungen ihrer eige⸗ nen Regierung in diesem Kriege höchst unzufrieden, und um ihrer Stimmung recht deutlichen Ausdruck zu geben, ergehen sich gerade die eifrigsten Vorkämpfer verstärkter Rüft 5 ten Lobeserhebungen der Teutschen; wa nicht genug tun konnten in der Herab stungen, haben sie sich allmählich zu der Er daß der so stark angefeindete deutsche„Mili aufgestellt hat, dem nachzueifern sie sich wol So entwirft der Berichterstatter der„Daily Thomas aus Pas-de-Calais, ein Bild von den„arü schen“ das seine Landsleute viellei ht mehr a is durck mus bedenklich stimmen könnte.„Die Haupttug der D 0 schreibt er,„ist die Kraft und der Wu vissenschaftlicher Grundlage hart zu arbeiten. Jeder Tag 9 Binters wurde zu Vorbereitungen aller Art von! i Teil noch nicht offenbar geworden sind. von der b zum igen erstrecken sich wo kein i den Feuerlinie bis nendonner z er uns von der merklichen Ueber Diese Behauptung stümmte. Aber in den le 8-Wochen haben die deutschen Luftangriffe an Zahl 0 inte, und di Maschinen sind schnell und wir kann Sie sie d plöhlich heraus gekommen wie Schmetterlinge aus den Puppen Aber diese Luft⸗ sse haben einen Vorteil vor den Same nter igen Alle ihre Teile jetzt nach einem bestimmten Mo ell geleitet; wenn ein Flügel nicht richtig gehen will, genügt eine rahtnachricht nach der Stelle, die ich wohl„Feldsspital“ neunen kann,(denn Ma mit meuschlichen Gefühlen be achtet, um einen neuen Nügel herhtzubringen, in- wenigen Hiuuten an seinem Plat sitt. Ausbesserungen g hen glatt, wie die gan ze Maschnnerie des Heeres. Man kann sich kein ri htiges Bild vn den Kämpfen und den Szenen an der Fruerlinie machen, ohn ih die Zahl und Allgegenwärtigkeit der deutschen F ugzeuge der u llen. Der Dieunst ist prachwoll. Auch der Informationsbienst i! großartig, wenn nicht ans Wunderbare grenzend. Neulich z. B warb es noch nicht einmal im Hauptquartier entschieden, welche Schützengräben ein bestimmtes Regiment ablösen sollte. Endlich kam er Befehl gerade in dem Augenblick, in dem es vorwärts gehen heß. Sie bezogen die Schützengräben im Dunkeln, ohne jeden Unfall. Kein Licht flackerte auf, die Nacht war finster. Eine halbe Stunde später er tönte aus dem gegenüberliegenden deutschen Schüpengraben eine heitere Stimme:„Halloh, Schottische Garde, wie geht's Euch?“ Fast augenblicklich wird jede Bewegung diefer Art dem Feinde genau bekannt. Die Grundlage des Vertrauens der Deutschen be⸗ ruht in dem Glauben, daß sie durch Arbeit, Organisation und durch Hilfe von Material alles gut machen können. Seit Neuve 158 Sprachregeln ist. In Triest verzieht kein Einwohner den Rund zum Lachen, wenn er auf einem öffentlichen Anschlage liest:„Per difesa della tuberculosi“, was wörtlich übersetzt heißt „Zur Verteidigung der Schwindsucht“, aber eine harmlose Ver⸗ wechselung des llebersetzers ist und ursprüng eich im deutschen Ur⸗ text„Zur Abwehr der Schwindsucht“ gelautet hat. Noch viel we⸗ niger als ihre Sprache sind die Bewohner der Qdria ihrer Ge⸗ sinmung nach Italiener, sie sind und fühlen— mit wenigen Aus⸗ nahmen— sich als Angehörige und Mitglieder des österreichischen Kaiserstaates. * — Die„Nüste von Böhmen“— in Italien. Unter den mannigfachen Absonderlichkeiten, an denen Shakespeares „Wintermärchen“ so reich ist, hat die rätselhafte„Kü ste von Böhmen“ von jeher die Kritik besonders beschäftigt“ Man wußte damit nichts Rechtes anzufangen, denn der bequeme Ausweg, diese merkwürdige Geographie auf das von manchen Erklärern recht hoch belastete Konto von Shakespeares„Unwissenheit“ zu setzen, war durch die neuere Forschung über den Dichter längst verlegt worden. — ganz ehen von den Verfechtern der berühmten Bacon⸗ Theorie, die hochgelehrten Naturforscher und Staatsmann nicht gut einen auch für die Zeit des schlimmen König Jacob— die übrigens seit der Gründung der Gesellschaft der„wagenden Kauf⸗ leute“ ganz allgemein für alles Geographische aufs höchste inter⸗ essiert war— recht argen erdkundlichen Schnitzer zutrauen kön⸗ nen. Da mag es nun jetzt gerade von Interesse sein, daß diese geheimnisvolle böhmische Küste nach den Untersuchungen v. Lipp⸗ manns im Lande unseres neuesten Feindes, in Italien, liegt. Oder für Shakespeare und sein Zeitalter gelegen hat. In Tschamsers „Annalen der Barfußer f „1841 vi Pilger von ihrer Pilgerfahrt ins heilige Land bermkehrten, nachdem sie von Korsaren unterwegs überfallen, aber schließlich glücklich entronnen waren,“ sie seien„gegen Böhmen“ gelandet, erreichten ihre Heinlat wieder und brachten der St. Theo⸗ baldskrrche zu Thann das ihr versprochene Opfer von 50 Pfund Wachs dar In der Handschrift nun befindet sich fünter dem Worte Böhmen die Einschaltung:„hiermit ist gemeint.“ Damit S en See nrit einem age ierig⸗ leiden des„Wintermärchens“ f b ft, auf welchem Wege Apulien in en„Böhmen“ gelangen konnte. Direkte aue n ee e,,. gen. Miß⸗ isse oder vorliegt. Litunmmaun—— Bohe⸗ des ersten Kreuzzuges als einer iert ward, das Fürstentum Antiochia e Bohemund II. vererbte und selbst sagt doch selbst Matthäus von Edessa, JJC ˙²˙ Vu ̃ ͤ Tv... zu Thann“ wird näutlich erzählt, daß] den 8 behoben, und es bleibt nur rätfel⸗J K ach] ins Woge scharen Chapelle sind die Linien der Deutschen eine richtige Melon⸗Fabrit l geworden. Die Schützengräben sind betoniert, die Höhlen für die Maschinengewehre sind Eisenbeton-Schanzen. Bisher haben die Deutschen überall einen Ueberfluß an Waffen, befonders an klei⸗ neren Maschinengewehren, die von einem Mann gezogen werden. können und an Bombenwerfern, die auf einen Dreifuß gestellt wer den und sich so leicht wie ein großes Fernrohr richten lassen. Der 1 Reichtum der Armee an materiellen Hilfsmitteln ist viel größer und vielseitiger als bisher bei uns zugestanden wurde Einer der späteren Infanterie⸗Angriffe östlich von Ypern wurde unter dem Schutz von stählernen Schildern vorgenommen, hinter denen der Mann zwischen den Sprüngen in verhältnismäßiger Sicherheit 148. Jede Art und Form von Schützengrabenbomben wird hergestellt. Das schreckliche Ding, das„die Wurst“ genannt wird und in einem schrägen Bogen wie ein Bumerang fliegt, verursacht eine Er plosion. 1 gegen die ein„Jack Johnson“ milde ist. Was für neue Waffen, was für Gase und Chemikalien in der Ausarbeitung sind, wissen wir noch nicht, aber wir sind sicher, daß die jungen Chemiker, die in den Heeresdienst eingestellt sind, nicht weniger nach Ehre und Ruhm streben wie die Offiziere...“ Ten Engländern, denen bei dieser Schilderung der Sachlage gar zu traurig zu Mute werd sollte, fügt der Verfasser zum Schluß als Trost hinzu, daß sie die alte und wohlbegründete Erfahrung neu beweisen müßten, daß auf die Dauer der Geist doch der Materie überlegen und der Mann mehr als das Geschütz wert wäre, ob das die Engländer so sehr be⸗ ruhigen wird? 5 Ats Stadt und tand. Gießen, 24. Juni 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. i (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 5 Kriegs freiwilliger Emil Gerhardt, Drag.-Agt. 23. aus 1s.-Rgt. 224, aus Wiesbaden.— Leitnant Paul W alt her, inf.⸗Agt. 82, aus Worms E denze aus Friedberg. Landwehrmann Theodo 3. Garde-Feld-Art.-Mat., aus Lausdorf Musk. Friedr Res.-Inf.-Ngat. 203, aus Ulm, Kr. Wetzlar.— Nehm aus Offenbach a. M. ni.- igt. 107, aus Tietesheim.— Musk. Nud. Zeit el, Res. Ini-Jat. 87, aus Tietesbeim.— Musk. ilian Merget, Res⸗ Ins.-Rgt, 221. aus Froschhausen.— Sergt. Aug. Enge lbrechs, arde-Jüs.⸗Nat., aus Weilmünster.— Erj.-⸗Mes. einr. Hedtt ich. es.-Inf.—, aus Allmenrod.— Musk. Aug Wa bl, ee Ins.-⸗Rgt. 2 2, aus Wernges. Lt. d. Res. in enz spfrant ul. Wiegel, Ins.⸗Regt. 115, aus Nier ein.— Vize eld webel d. N. lesecendar Dr. jar. Max veise aus Darmstadt.— Gardeslsiller dam werhard I., Lehr-Ins.⸗Agt., aus llsenborn.— usk. r. Wilh. Braune, Ins-Agt. 137, aus Alsseld.— Landwelr Larl Kircher, Res.-Inf.-Rgt. 18, aus Rainrod.— Vize seldwebel Nich. Jacob, Inf.-NMat. 118, aus Worms.— Un exoff. Jobaunn Jennen, ni.-Agt. 118, aus Worms.— Dr. phil Nealgum.⸗ Lehrer Lernbard Franz Erben aus Mainz— Leurer rig Arendt aus Oberbviel. 1 ** Ritter des Eisernen Kreuzes: Oberstabs⸗ arzt(Medizinalrat) Dr. Braun aus Wetzlar. Feldwebel Schäfer aus Mudersbach, Landsturmbat. Friedberg. Uff,. Friedrich Fritz aus Salzböden, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. 5 Wilhelm Hofmann aus Bad⸗Nauheim. Leutn. Ludwig Hirschfeld aus Offenbach, Res.⸗Feldart.⸗Regt. 26. Leutn. Max Fritz aus Grünberg. Uffz. Friedrich Preusch aus Darmstadt, Feldart. Regt. 63. Vizefeldwebel E Schröder aus Marburg, Res.⸗Inf.⸗Regt. 136. Gefr. Adam Karl Uffz. Johann Sann und Uffz. Emil Wen zel aus Nieder⸗ Gemünden. Vizewachtmeister Robert Kleber ger aus Mel⸗ 95 bach, Drag.⸗Regt. 24. Kanonier Ludwig Speckhardt ea 8702 Burg⸗Gräfenrode. 18 L. U. Bis marckfeier der Universität. Eine Feier von Bismarcks hundertstem Geburtstag wird ge⸗ meinsam von der Universität und der Studentenschaft am der 1144 verstorbene armenische Histoviograph „Die Ungläubigen betrachteten Vohemund a Abkürzungen, in diesem Falle etwa„Terra Bohem“, wurde irri rweise eine ein ita- se scharf⸗ n, als sie durch r Herrrera, „ und ihm zu war es gemeint, wenn die Magellhaenstraße auf manchen alten Karten„Fretum bohemicum“,„Vöhmische Meerenge“, und der ganze nenentdeckte Erdteil gelegentlich„Boheimia“ oder gar „das westliche Böhmen“ heißt. Das Böhnten des„Wintermärchens“ wird aber schon richtig in Italien gelegen gedacht sein! vielleicht erfahren die Italiener etwas von dieser Feststellung und genießen den Trost, wenn ihr„Sommernachtstraum“ von dem österreichi⸗ schen Spaziergange blutig verrauscht, ein„Wintermärchen“ in „ihrem“ Böhmen zu verleben 1 - Rostand an— Sarahs Bein! Bernhardt hat sich bekanntlich einer Beines unterziehen müssen. Die greise 8 Sarah Ammnutation erhielt Allein diese — 8 . 2 8 3 abnehuren 9 schwergeprüften Kramken in den Mud lent. Ste Frenzosen pfle⸗ gen sich ja nrit nicht roßer Bescheiden heit unfehlbarem Geschmackes zu rfhunen und Rostand zäblt ichen zu den geschmack⸗ vollsten Fo n des modernen französischen Schristtuns; um so immer, daß ihm ganz und gar das Gefühl dafür ab- B scheurt, wie geschunacklos diese Andichtung des ampmtterten Beines ist, und daß es beinahe an Blasphemie f streift, das Leden einer armen Kranken als ein heroisches Theater zu kennzeichnen 5 3 1 1. r ö . 5 5 6 0 25. Juni veranstaltet. Abends um 7 Uhr findet in der großen Aula der Universität ein Festakt statt, bei dem nach An⸗ sprachen des Rektors und des Vorsitzenden der Studenten⸗ schaft die Festrede von Herrn Professor Roloff gehalten wird. Freunde der Universität aus allen Teilen der Vevölte⸗ rung sind dabei willkommen. Von Fackelzug und Kommers ist bei der Kriegszeit Abstand genommen. Nach der Feier findet eine— Zusammenkunft der Dozenten⸗ und Studentenschaft auf der Hardt⸗Terrasse statt. Um ½10 Uhr wird das Feuer auf dem Bismarckturm brennen. Gießener Freilicht⸗Bühne. Der ungeteilte Bei⸗ fall, den die Darbietungen am Sonntag gefunden haben, machen den geäuß enden Wunsch verständlich, diese als Volksvorstel⸗ lung(siehe Inserat) zu wiederholen. Da zwei Inhaber von Hauptrollen voraussichtlich in nächster Woche als Kriegsfreiwillige einrücken, hat man sich, wie man uns schreibt, entschlossen, schon kommenden Sonntag das Programm vom 20. Juni noch⸗ mals— natürlich ungekürzt— wiederzugeben. Es wäre dies zugleich eine Art Abschiedsvorstellung für die beiden zukünftigen Vaterlandsverteidiger. Für diesmal ist der Anfang auf 5 Uhr angesetzt, eine Aenderung, womit wohl alle Freunde der G. F. B. einverstanden sind. Man kann auf diese Weise in aller Gemüts⸗ ruhe seinen Kaffee trinken und ist(Ende 7 Uhr) zum Abendesseu wieder zu Hause. Da der Befuch voraussichtlich wieder sehr stark wird, empfiehlt es sich, die Karten im Vorverkauf(bei E. Challier, Neuemweg) zu lösen. Bei ungünstiger Witterung tritt Verschiebung ein, die durch Aushang am Stadthaus(Süd⸗Anlage rechtzeitig bekanntgegeben wird. Die gelösten Karten behalten in solchen Fällen ihre Gültigkeit Neue urkundliche Mitteilungen über die Schlacht am Zohannisberg bei Nauheim. 30. August 1762. In den„Gießener Familienblättern“(1903, Nr. 23) wurde in dem Aufsatz:„Zum Kriegsjahr 1762“ auch von dem Gesecht„an der Hasselhecke bei Nauheim“ im 7jährigen Kriege berichtet. Aus dem damaligen Bericht sei hier nochmals erwähnt: Die französische Hauptarmee unter den Marschällen Soubise und d'Estrées war nach dem Gefecht bei Wilhelmstal unweit Kassel am 24. Juni 1762 zum Rückzug nach dem Main gezwungen worden und solgte der alten Heerstraße über Fulda, Büdingen, Windecken. In der Wetterau sollte die Vereinigung der französischen Hauptarmee mit der des Prinzen Condé ersolgen. Dieser war vom Rhein aus über den Westerwald, Hackenburg, Hohensolms warschiert und kantonierte am 6. August bei Alten-Buse ck. Um sich seiner Hauptarmee zu nähern, setzte sich Condé in der Richtung auf Grüningen in Marsch. Hier hatte er einen blutigen Zusammen⸗ stoß mit den Truppen der Verbündeten unter dem Erbprinzen von Braunschweig zu bestehen, demzufolge er sich über Pohlgöns, Nau⸗- heim, Friedberg, Oberroßbach zurückzog. Condé erhält am 30. August den Befehl, gegen die Truppen des Erbprinzen von Braunschweig in der Richtung Hasselhecke beim Johannisberg vorzugehen. Bis 11 Uhr steht das Gesecht günstig für die Verbündeten; die Franzosen werden von der Höhe vertrieben. Nachdem Conde Verstärkungen erhalten und der Erb— prinz durch einen Flintenschuß verwundet worden war, mußten die Verbündeten den Rückzug über die Usa antreten. Das Gesecht kostete den Verbündeten 500 Mann an Toten und Verwundeten, 900 Mann an Gefangenen. Die Verluste der Franzosen waren eringer. Die seither bekannten Tatsachen über das Gesecht am eo hannisberg werden neuerdings beleuchtet und im einzelnen wertvoll ergänzt durch die Veröffentlichung der Schrist des Fried⸗ berger Forschers und Archivars F. Dreher:„Eine bisher un- bekannte zeitgenössische Schilderung der„Schlacht am Johannisberg“ ze. Friedberg 1915, Hos⸗ Buchhandlung C. Bindernagel.) Der Versasser veröffentlicht in der Schrist einen urkundlichen Bericht über jenes Gesecht von einem Zeit genossen, dem Friedberger Bürger Joh. Ph. Preußer. Diese Urkunde ist insofern von hohem Interesse, als sie kultur- und ortsgeschichtliche Berhältnisse in der Wetterau erwähnt, die allgemeine militärische Darstellungen nicht geben können. Die Verössentlichung eines ur- kundlichen Berichtes von einem Augenzeugen über jenes Gefecht wird von jedem Freunde der Wetterauer Ddeimatsgeschichte dankbar entgegengenommen werden, da er nicht für militär-technische Zwecke geschrieben, sondern den Niederschlag der gewonnenen Eindrücke eines Zeitgenossen bringt. Es ist darum dieser neue Dreher'sche Beitrag zur Geschichte der Wetterau aus dem Friedberger Archiv eine schätzenswerte Gabe.. * Vom Holunder. Zurzeit steht in unsern Wäl⸗ dern und Hecken der Holunder in voller und reicher Blüte. Aus diesen Blüten läßt sich, was nicht allgemein belannt ist, ein sehr schmackhaftes und billiges Getränk herstellen. Man nimunt Y Liter Wasser. Dahineln legt man 5 Holunderblüten und läßt sie 21 Stunden lang liegen. Weiter gibt man zu dieser Flüssigteit 1¼ Pfund Zucker, ein Kännchen Weinessig und eine Zitrone. Nun wird das Ge⸗ tränk in Flaschen gefüllt und im Keller aufbewahrt. Der Trunk schmeckt überraschend angenehm und erfrischend en. den guten wirtschaftli Landkreis Gi Rodheim, 23. Juni. Vo Verhältnissen der Landbevölkerung auch unsere Sparkassen Zeugnis ab. Zur iligung an d Kriegsanleihe wurden an der hiesigen Spar⸗ und D 22 000 Mark zurückgenommen. Beinahe der doppelte Betrag ist seitdem wieder der Kasse als Sp nlagen zugeflossen. Für unsere Gemarkung sind die Ernteaussichten bis jetzt noch gut. Das Getreide zeigt, besonders auf den Bodenäckern, d. i. auf tiefgründigem Land, einen guten Stand. Besonders gut sind die Körner in den Roggenähren entwickelt. Für das übrige Getreide, für die Kartoffeln und besonders auch für unsere Obstbäume ist ein baldiger, durchweichender Regen sehr erwünscht. Kreis Büdingen. Borsdorf, Kr. Büdingen, 23. Juni. Der am 4. Juni l. Js. verwundete Musketier Heinrich Jäger ist am 8. Juni in einem Lazarett in Rußland gestorben. Kreis Schotten. O Herchenhain, 23. Juni. Gestern wurde bier der dies- jährige Johannimarkt abgehalten. Schweine- und Krämer- markt fielen auf einen Tag zusammen, da der in sonstigen Jahren mit diesem Markte verbundene Tanz, dem Ernst der Zeit ent⸗ sprechend, selbstverständlich wegfallen mußte und daher ein Markt- tag genügte. Der Schweinemarkt des Morgens war wieder mit Jerkteln gut befahren, viel besser noch als der Walpurgismarkt. Es wurden etwa 600 Stück Ferkel aufgetrieben. Bei annehmbaren Preisen entwickelte sich ein lebhafter Handel. Es wurden für das Paar Ferkel, 5—6 Wochen alt, 40—45 Mk. bezahlt; für stärkere entsprechend mehr. Der Krämermarkt des Nachmittags war weniger gut besucht. Doch wickelten sich auch hier zahlreiche und gute Händel ab. Aus dem Vogelsberg, 23. Juni. Die erste Ernte dieses Sommers, der Raps oder Wintersamen, ist einge⸗ bracht worden. Er ist so vorzüglich geraten, wie während eines Menschenalters nicht. So sauber, so weißgelb hat man noch keinen Wintersamen heimgebracht. Der Raps hat in diesem Jahre eine doppelte Ernte gebracht, zuerst eine reiche Honigernte den Bienen, nun eine vorzügliche Samenernte zur Oelgewinnung. Gerade das Samenöl spielt im ländlichen Haushalte eine große Rolle; es steht hier an Stelle von Butter, Schmalz und Salatöl. Die Oele stehen zurzeit hoch im Preise. Es steht mit Sicherheit zu erwarten, daß der Preis für Samenöl durch die ausgezeichnete Ernte abschlagen wird. Märkte. je. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 29. Juni. Aufgetrieben waren 382 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kę Lebendgerwpicht 123.00— 127.00 Mk., Schlachtgewicht 150.00— 1506.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 118.00- 125.00 Mk., Schlachtgewicht 135.00— 148.00 Mk.: vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 123.00—127.00 Ml., Schlachtgewicht 150.00— 155 Mk.: vollslesschige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 129.00— 127.00 Mk., Schlachtgewicht 150.00—155.00 Mk. Geschäft langsam. b Bad cne 4 Zimmerw. mit Badezimm, gr. Trockenb. LSL Ammer u.. Zub. zu verm. per 1. Juli. Nord⸗ Anl. 7, n. d. West⸗Anl. Schüne J⸗Zimmerw. Lor auf 1. Oktober zu verm. 9208 Goetbestraße 36. Wilbelmstraßte 7 durch Ver⸗ Pension Brandl Gollevne) Neuen Bäue 22. Mod. Haus, frei. Beste Verpflegung., elektr. Licht, Bad. 6208 Telepk. 1085 Tüchtige t möbl. Zim. N 3 se. Frankfurt a. M., 23. Juni.(Orig.⸗Telegr. des„Gie Anz.) Jruchtmarkt. Eine wesentliche Aenderung ist 5nie eingetreten. Besuch schwach und Handel gering. Vorhandener Roggen und Weizen werden zu den Höchstpreisen gehandelt. Die knappen Futtermittel sind sehr gefragt und werden zu den vor⸗ wöchigen Preisen gehandelt.— Am Kartoffelmarkt sand eine Notierung nicht slatt. ch. Bingen, 23. Juni. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00, 0, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Me. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk.%% Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mik. 45.50, Roggenmehl Mk. 3„00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Kigr. Mk. 3,0, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.55. FC. Wiesbaden. Viehbos- Marktbericht vom 28. Juni. Auftrieb: 161 Rinder(darunter 14 Ochsen, 17 Bullen, 130 Kühe), 244 Kälber, 68 Schafe, 281 Schweine Geschäft langsam— auch lietzen die Preife gegen Montag, den 21. Juni, etwas nach. Der große Austrieb wurde langsam geräumt. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesblenst.. Sabbatfeiee am 26. Juni 1915: Freitag abend 8.00 Uhr Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.40 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr. Bekanntmachung. Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl. Die Reichsverteilungsstelle hat auf Grund des 32 der Ver⸗ ordnung des Bundesrats vom 25. Januar 1915(Reichs⸗Gesetzbl. S. 35) folgendes beschlossen: f l 1. Der Herr Reichskommissar wird ermächtigt, den Kommunal⸗ verbänden über ihren im Verteilungsplan festgesetzten Bedarfs⸗ anteil hinaus die zur Brotversorgung des Fremdenverkehrs er⸗ forderlichen Mehlmengen bis zu 150 Gramm auf den Kopf und Tag des Fremdenverkehrs auf Antrag zu überweisen. Voraus setzung der Genehmigung eines derartigen, durch Vermittelung der Landeszentralbehörde zu stellenden Antrags ist, daß Anord⸗ nungen getroffen worden sind, durch die eine doppelte Brotver⸗ sorgung am Wohn⸗ und Aufenthaltsorte verhindert wird, und daß die Versorgung des Fremdenverkehrs aus der der Landeszentral⸗ behörde zur Verfügung gestellten Sonderrücklage' micht erfolgen kann. 2. Der Herr Reichskommissar wird ermächtigt, den Kommu⸗ nalverbänden auf Antrag über ihren im Verteilungsplan sestge⸗ setzten Bedarfsanteil hinaus Mehl zu einer höheren Brotversorgung der körperlich schwer arbeitenden erwerbstätigen Bevölkerung zu überweisen. Die Gesamtmenge der Ueberweisfung an einen Kom⸗ munalverband darf diejenige Menge nicht übersteigen, die sich bei Zuteilung von 20 Gramm auf Tag und Kopf der gesamten Bevölkerung des Kommunalverbandes ergeben würde. Voraus⸗ setzung der Genehmigung eines durch Vermittelung der Landes⸗ zentralbehörde zu stellenden derartigen Antrags ist, daß im Kom⸗ munalverband die Kontrolle des Einzel verbrauchs durch Brot⸗ karten und dergleichen durchgeführt wird, daß die Erhöhung der Tageskopfmenge aus dieser Ueberweisung nicht mehr als 50 Gramm 3 und mur auf Antrag des Bezugs berechtigten bewilligt wird. Berlin, den 14. Juni 1915. Der Vorsitzende der Reichsverteilungsstelle. Delbrück. 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