„ W mettes Blatt erscheint taguch mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Famklsenblätter“ werden dem Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das »xreisblatt für den Kreis Siezen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen zeit ⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Alnlriegsbriefe aus dem Osten. Bon unserem zum · Ostheere entfandten Kriegsberichterstatter Uuberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten) Die Kämpfe bei Mariampol. Mariam pol, den 16. Juni. 1. Es waren alte Wege, die ich diesmal vom Dubissa⸗Abschnitt zu dem Kampfgebiet südlich des Niemen fuhr. Das war in den letzten des alten Jahres, da ging die Infanterie durch den dicht⸗ chneiten Schoreller Forst auf Lasdehnen, um die Russen von der Bedrohung Tilsits abzuhalten. Mit der Schützenkette war ich damals die Waldchaussee marschiert, auf der die Spuren des russi⸗ sschen Rückzuges zu lesen waren. In Lasdehnen auf dem Markt —5 sich Kavallerie und Infanterie. Hausrat lag auf den Straßen ed ng zu 5 bür, regte sich, ein Gasthaus 1 Sommerlich grün leuchtete das Land, die Felder 0 ie Straßen hatten ter war ich im Februar 8 1 di. W kersche 25. r ich sen, als die Wint acht im Brenn⸗ punkt stand. Das weiße Haus, mein Quartier, in dem damals neben den paar zerrissenen Matratzen und den paar Tischen und tühlen nur und Trümmer waren, schien bewohnt zu sein. h sah weiße Gardinen. Wie so oft in diesen sommerlichen Tagen schien mir das Glutbild von Pillkallen über dem hartgefrorenen Schnee wie ein schwerer Traum, schien mir dies Wiedererwachen von S die gestorben waren, wie ein Wunder. Es et was die Art, wie dies wie überall Ordnung, nen, das ich zum letzten⸗ ungefähr zu haben, die Front war eine Zeitlang nicht allzuweit. Sie hat sich dann in der letzten Woche noch“ weiter nach vorn geschoben,„Geschäft der wichtigen Etappen⸗ trägliches Geschäft ist. 8 te Wege, die ich fahre, von Kibarty nach Wilkowischki. Die erste Fahrt nach Wilkowischki im Frühe vergangenen Jahres war die erste Fahrt nach Rußland hinein, mit der vorrückenden Hindenburg-Armee nach der Schlacht bei den Masurischen Seen. Aae des don Saler dee wer bie Ale selon Masuzie, von aten ũ war, die Aepfel schlugen von den Zweigen des Gutsgartens, es roch nach Herbst, und in der Ferne 5 man die fremden weißen Türme von Wilkowischki, wo ein rüssischer Stab lag Dann war die Straße Kibarty— Wil⸗ N der Zeuge des furchtbaren russischen Rückzuges in den ruartagen. Ich denke an die schneidende Kälte, in der unsere ppen marschierten, auf der eisigen Erde lagen.„Man glaubt es nicht jetzt in der schönen Zeit, daß Menschen dies leisten konn⸗ ten,“ sagte mir ein Stabschef neulich, als wir auf der Terrasse eines Niemen⸗Schlosses von der Not und dem Ruhm dieser Fe⸗ bruartage sprachen, und Exzellenz Ludendorff sagte mir bei einem Empfang vor ein paar Wochen, und sein kühles, festes und schönes Den wettstreit der Weltsprachen kennzeichnet Davis Trietsch in einer statistischen Untersuchung, die er in dem nächsten Heft der Zeitschrift„Das neue Deutschland“ ver⸗ öffentlicht. Er geht aus von einer Tabelle, die das Verhältnis der Weltsprachen im Jahre 1800 darstellt. Danach sprachen und 1801 Deutsch Französisch Englisch in Europa. 30 005 000 30 155 000 14 140 000 in den Vereinigten Staaten 289 000 230 000 5 250 000 Anderwärts 8 35 000 1 085 000 730 000 insgesamt 30 320 000 31450 050 20 520 000 Im Jahre 1890 hatte sich nach der englischen Quelle, die diese Tabelle aufgestellt hat, das Verhältnis der Sprachen in folgender Weise verschoben: 1890 Deutsch Französisch Englisch in Europa 67 600 000 45 200 000 38 600 000 in den Vereinigten Staaten 7 100 000 1 100 000 58 000 C00 Anderwärts.. 500 000 4900000 14 500 000 insgesamt 75 200 6000 51 200000 111 100 000 Danach wäre in einem Zeitraum von 90 Jahren das Frin⸗ zösische von der ersten auf die letzte und das Englische von der weitaus letzten auf die weitaus erste Stelle gerückt. Die in der Mitte gebliebene deutsche Sprache ist um 150 Prozent angewachsen, das Französische nur um 60 Prozent, das Englische dagegen um Prozent. Trietsch weist jedoch nach, daß diese Statistik für 1890 für die deutsche Sprache erhebliche Fehler aufweist. Für die Verein. Staaten ist eine viel zu geringe Zahl angegeben: man hat N ter und anderwärts die Zweisprachigkeit nicht in Betracht gezogen. ie bei der Sprachstatistik eine beträchtliche Rolle spielt, und es ist ein Faktor der deutschen Sprachverbreitung außer acht gelassen, der von weitgehender Wirkung ist, die Juden, deren Muttersprache Jüdisch⸗Deutsch ist. Beseitigt man diese Fehler, so ist der gegen⸗ wärtige Stand der Weltsprachen der folgende:. 1914 Teutsch Französisch Englisch 5 90 500 0 0 46 000 000 46 00 000 in den Vereinigten Staaten 13 000 000 1000 00 90 000 000 Anderwärts. 15000 5000 000 16 00% 00 insgesamt 1 500000 52000 000 15 500 000 inaus ist aber wird außer⸗ in Europa 8 ki während der Winter⸗ Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen e Dienstag, 22. Juni 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S 51, Schrift · leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Soldatengesicht wurde weich dabei:„Es war bitter schwer, ich weiß es, aber es mußte sein. Ich weiß, wie schwer es war.“ Die Felder, die von der Etappe Kibarty in wundervoller Ord⸗ nung bestellt sind, verbergen die klaffenden Granatwunden des Landes. Ein großes Lazarett mit Blumen und Garten sieht hell und freundlich aus, Die Straße weiß nichts mehr von den blu⸗ tigen Worten der Schlacht, die auf ihr zu lesen waren. Mir ist aber dies Stück Land voll Bildern großer Erlebnisse, und ich finde, daß ich jede Stelle wie einen Bekannten grüße, den man unter schweren Zeichen kennen gelernt hat. Ich kann von der leicht⸗ gewellten grünen Landschaft die Geschichte unserer Kämpfe hier oben in Ostpreußen lesen, unserer bittersten und der ruhmvollsten 3 Wieviel ist erreicht worden in dieser Spanne, trotzdem die ampffront immer noch nicht allzuweit liegt! Wieviel Heldentum und Feldherrnkunst hat hier um Sieg gerungen und ihn trotz fast immer ungünstiger Umstände errungen! Es wird niemand diese Straße fahren, ohne in dankbarem Herzen das Ringen und die schwere, heilige Arbeit der Kämpfenden zu fühlen, ohne den Dank an den Feldherrn und seinen Stabschef zu vergessen. In Mariampol war das Dröhnen der Geschüze zu hören. Es war nur ein Nachspiel der vergangenen Tage oder auch ein Auf⸗ takt zu den kommenden. In heftigen Gefechten bei Dembowa— Ruda und Korzeißki waren russische Verstärkungen, die nach dem ersten Zurückwerfen auf Kowno wieder zur Offensiwe vorgegangen waren, in die Festung hineingeworfen worden. Die Straße Ma⸗ riampol—Kowno wurde erreicht, bei der nachdrücklichen Verfolgung wurden über 3000 Gefangene 1 Fahnen und ein Dutzend Maschinengewehre erbeutet. Die Artillerie, um deren Verlust die Russen die größte Sorge haben, war noch rechtzeitig nach Kowno gezogen worden. 5 Nachdem gegen die Festung Sicherungen aufgestellt waren, wur⸗ den am 13. die ersten russischen Stellungen südlich und östlich der Straße Mariampol genommen und am nächsten Tage gegen starke russische Kräfte behauptet, gleichzeitig setzte eine Offensive von Kalvaria aus ein, mit der die ersten Gräben den Russen ent⸗ rissen wurden. g Am Morgen des 15. war ein weiterer Druck von Kalvaria aus beabsichtigt. Stärkere Kräfte standen den russischen Stellun⸗ gen bei Gudeln und nördlich davon gegenüber im Gefecht: Ka⸗ vallerie war etwa nördlich des Landweges Mariampol—Iglischkany bereitgestellt. Die Russen waren in sichtlicher Unruhe. Fliegermeldungen sagten, es sähe hinter der russischen Front wie in„einem Aal⸗ teich“ aus, ein Gewimmel von Kolonnen und marschierender In⸗ fanterie, die immer wieder die Marschrichtung änderte. Die Russen waren sichtlich in Furcht, daß ein Aufrollen ihrer Front bis über Suwalki hinaus möglich wäre; gleichzeitig wiesen die beinahe stünd⸗ lich eintreffenden Verstärkungen auf den Wert hin, den die Russen diesen Gefechten beinahe im Vorfelde von Kowno beimaßen Wie es sich bald zeigte, beschlossen sie mit stärkeren Kräften einen Durch⸗ bruch in Richtung der Straße Mariampol—Iglischkany. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. 915 Mariampol, den 17. Juni. Des Morgens um sieben Uhr war ich in Iglischkany und fuhr in der Richtung nach Osten weiter, dem Gefechtsfeld bei Gu⸗ deln zu. Nach Süden loderten Dörfer auf Ueber den Himmel zo⸗ gen langsam große gelbliche und grauweiße Wolken, die sich zu mächtigen 3 türmten und der Landschaft eine schwere Stim⸗ mung gaben. war weiter Fernblick und viel Licht, es sah schah als ob auch oben in den Lüften und Fernen große Dinge ge⸗ ähen. In einem kleinen Bauernhaus lag der Stab. Die Straße wurde von jetzt gesperrt, weil„in Einsicht des Feindes“. Ein paar Grangten fielen auf das Ackerfeld vor dem Häuschen nieder. Der russische Druck auf die Straße nach Mariampol wurde inzwischen bemerkbar, es war eine heiße Stunde. Das Telephon ging ununterbrochen, Exzellenz sah eine Zeit angestrengt durch das Scherenfernrohr und verschwand wieder in der Bauernkate, in der zwölf Herren in einer Stube geschlafen hatten. politischer Hinsicht eine ganz andere Einheitlichkeit als der englische Sprachbereich. Dabei ist in diesen Zahlen die Doppelsprachigkeit und die weitaus vorherrschende Geltung der deutschen Sprache in der österreichisch-ungarischen Monarchie nicht annähernd nach ihrem vollen Wert berücksichtigt; in gewissem Sinne ist die ze Doppel⸗ monarchie zum Geltungsbereich der deutschen Sprache zu rechnen, und man kann annehmen, daß dies nach dem Kriege noch mehr der Fall sein wird als bisher. Berechmet man in diesem Sinne die Gesamtzifser des deutschen Sprachbereichs, so erhält man Zahlen, die den englischen außerordentlich nahe kommen, vielleicht sie sogar heute schon übertreffen. Die Weltgeltung einer Sprache hängt aber nicht nur von Zahl und Verbreitung ab, sondern sie wächst und schrumpft mit der Geltung des Mutterlandes in Politik, Wirtschaft und Technik. Mit dem außerordentlichen Aufschwung Deutschlands in dieser Beziehung ist auch die Bedeutung des Deutschen als Weltsprache weit über seine Zahl und Verberitung hinausgewachsen. 2 Ein Zeitdokument von der Hand Max Klingers. Als ein überzeugendes Zeichen dafür, wie die deutsche Kraft, als der Krieg an den Fundamenten der Welt zu rütteln be⸗ gann, keinen Augenblick das Vertrauen zu sich selber verloren hat und aufrecht und siegessicher von Anfang an ihren Weg weiter⸗ gegangen ist, wird es stets gelten, daß die Bugra, die Leipziger „Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik“, vor dem Kriegswetter die Pforten nicht schloß, sondern durchgehalten hat. Daß die Ausstellung das deutsche Volk richtig eingeschätzt hatte, zeigte sich bald: Trotzdem die Hallen der feindlichen Mächte seinerzeit der Schließung verfielen und der Krieg gebieterisch alle Gedanken für sich fordern wollte, ging die Besucherzahl der Aus⸗ stellung verhältnismäßig wenig zurück. Wir hatten noch Zeit und innere Freiheit, auch an Dinge zu denken, die außer dem Krieg noch da sind. Den Preisträgern der Ausstellung wird eine Ra- dierung von Max Klingers Meisterhand, die als Di⸗ plom ausgestaltet ist, stets eine geschichtliche Erinnerung an die Zeit sein, als die eiserne Faust des Kriegs das Werk des Friedens, das in heißem Bemühen im Schatten des Völkerschlachtdenkmals erstanden war, hinwegfegen wollte. Wir sehen auf dem Blatte, das auch der mit einem Ehrenpreis bedachten Brühl'schen Drucke⸗ rei zugegangen ist, daß der Künstler mit einer kraftvollen Allegorie trefflich die gewaltige Stimmung des vulkanischen Ausbruchs des Völkerbrands festgehalten hat. Mitten auf dem Feld, auf dem sich in friedlichem Wettkampf die Nationen des Erdballes gemessen hatten, hat sich unter 3 und Dampf die Erde aufgetan und die Kriegsfurie schießt riesengroß hervor, den Brand in den hervorgereckten Armen schwingend. Sie trennt die, die eben noch scheinbar so einig an einem Werke der Kultur 9 ft haben. Die Feinde haben das Kommende gewußt; in ihrer Zahl] aller Hand zuckt schon der bereitgehaltene Stahl; Deutschland und sterreich⸗Ungarns und der Schweiz von 81 es ist in den nordischen weit überlegen, und das geschlossene Haupt⸗ e e an r deer u Oesterreich aber sind zur Seite getreten und krampfen in schmerz⸗ licher Ue g, in beherrschtem Zorn die Hände. Italien steht zweifelnd und unsicher— damals war es noch so— abseits; die Neutralen weichen scheu und ratlos, von der Wucht des Ge⸗ den erschreckt, auseinander. Wem werden sie die ungewisse Feet enen Am Horizont ruht selbstsicher und ge- Kilogramm waltig der Koloß des Denkmals der ipziger Schlacht als ein gutes Omen für die Nachlommen der efreiungskämpfer. Zu 1 1 4 1 e Durch das Glas sah ich die beiden Kirchtürme von Gudeln und davor den dünnen, gelben Streifen der russischen Linie. Jetzt schlugen die schweren, deutschen Granaten ein. Man sah die gelben Sandwolken hochsteigen. Auf dem Abhang davor, in der Mitte des Hanges, hatten sich die Unseren eingegraben. Sie kamen nicht vorwärts, auch seitlich an einem kleinen Wald vorbei nicht. So⸗ bald auf der Lichtung Bewegung war, begann lebhaftes Gewehr⸗ 8 feuer. 5 Weiter nördlich hinauf beginnt das Infanteriegefecht sich stärker zu entwickeln. Unenterbrochenes Infanteriefeuer schallt herüber. Aber ich habe den Eindruck, daß man hier keine Entscheidung er⸗ zwingen will, man will nur russische Kräfte binden. Um 9 Uhr teilt mir ein Offizier mit, daß Höhe 164 bei Kalvaria genommen ist, dort geht es also kräftig vorwärts. Hier ist nur hinhaltendes Gefecht, vorläufig. Ich gehe noch einmal ein Stück vorwärts und sehe den weiten Horizont entlang unter dem massigen Himmel den Rauch von brennenden Gehöften emporsteigen. Es ist hinhaltendes Gefecht, aber Verwundete gibt es auch dort, und für die Ver⸗ wundeten ist es gleich, welche Bedeutung das Gefecht hat. Ich sitze an einen Birkenstamm gelehnt, ein paar Granaten schlagen vor mir in das Roggenfeld. Langsam kommen drei Mann vorbei. Handschuß, Armschuß. Nicht schwer. Nur müde sind sie. Die 179 rechte Hand ist frei und alle drei haben sie einen dicken, blauen Kornblumenstrauß zwischen dem zweiten und dritten Knopf stecken. „Nun macht mal schon ein bißchen zu!“ sagt ihnen ein Unter⸗ 9 offizier. Sie sehen fast verächtlich auf die paar aufspritzenden Gra⸗ naten, sie haben es anders gekannt. Inzwischen wird die Straße nach Mariampol für Kolonnen gesperrt, es muß also weiter rückwärts lebhafter zugehen als hier. Ich fahre zurück. Schon bald hinter Iglischkany ist das Geschüz⸗ feuer viel stärker. Die Russen haben unsere Infanteriestellung zu⸗ 5 rückgedrängt, die bereitstehende Kavallerie ist eingesetzt worden. Als 5 ich an die Stelle komme, wo der Weg nach Bukonje abbiegt, geht 7 gerade ein neuer Teil der Kavallerie zum Fußgefecht über. Der Stab hält auf einem kleinen Hügel, der voll russischer Schurtzen⸗ gräben ist, die gute Deckung geben. Ich stelle das Auto in den Schutz des Hügels und gehe seitwärts nach vorn zu einem höher N alten Dorf-Kirchhof, von dem man guten Ausblick haben muß. Der russische Angriff ist schon zum Stehen gekommen. Im Galopp geht eine deutsche Feldbatterie vorwärts und verschwindet hinter einem Hügel. Die Pferde der zu Fuß kämpfenden Ulanen und Kürassiere werden nach vorwärts gezogen. Hinter einer Scheune, in einer Mulde, werden sie aufgestellt. Die Lanzen wer⸗ den daneben in die Erde gebohrt. Von Nordosten her beginnt jetzt eine schwere deutsche Batterie zu feuern. Schnellseuer. Zwei Gra⸗ naten Aufschlagzünder, zwet Brennzünder. Man sieht die russi⸗ sche Linie. Ununterbrochen spritzen die graugelben Sandwellen neben ihr auf und zerflattern die scharfen weißen Wolken in den Luft. Jetzt erscheinen die Schrapnellwolken der Feldartillerie. Rums, rums, rums, rums wieder die schwere Batterie. Drüben muß alles zusammengedeckt sein. Die Russen haben fast keine Ar⸗ tillerie, nur zwei schwere Geschütze streuen in großen Pausen wahl⸗ los über das Feld, einer der großen Brummer— ein Artillerist schätzt nach der mächtigen Erdwirkung auf 21 om— schlägt in der Nähe des Kirchhoses ein. Aber nach kurzer Zeit i auch diese beiden Geschütze. Kleingewehrfeuer—— an zu knattern, auch unfere Artillerie schweigt einen Augenblick. Die Kavallerie dringt im Fußgefecht vor. Nach kurzer Zeit treiben 105 drei Ulanen etwa hundert Gefangene vorüber. Ich gehe zu ihnen hin, denn jetzt machen die Russen, wie nicht ich durch das Glas erkenne, einen verzweifelten Vorstoß aus einem i Waldstück heraus über Wiesengelände. Sie stürmen in fünf Reihen. Aber sie haben noch nicht die Mitte der Wiese erreicht, da hay sie die schwere Batterie gefaßt. Das Wiesenstück wird förmlich mit Geschossen übersät. Nur ein Dutzend grau⸗brauner Gestalten 1 erhebt sich noch einmal wieder und läuft nach dem Waldrand zurück. Es scheint der letzte Offensivstoß an dieser Stelle zu sein. Der russische Angriff ist abgewiesen und bei Kalvaria rücken wir inzwischen weiter vor, wie ich beim Stab höre, als ich bei dem* Kommandeur einen Teller Erbssuppe bekomme. Es handelt sich 1.— beiden Seiten rahmen das Blatt schlanke Flaggenmasten; aber während der linke aus friedlichem Aehrenfeld mit trautem Dörf⸗ lein im Hintergrund emporwüchst und die Farben des Friedens zeigt, schießt rechts die Lanze des deutschen Reiters aus helm geschmücktem Kriegergrab in meerbespülten Dünen, die von fern deutsche Kriegsschiffe grüßen.— Die glückliche symbolische Ver⸗ 60 knüpfung all der Hauptmomente, die die Augusttage des Jahres 1914 so riesengroß machten, stempelt das Blatt im Verein mit dem Namen seines Schöpfers zu einem der wertvollsten Dokumente unseres schwersten Kampfes in unserer größten Zeit. E Eineerlöschende Hausindustrie. Ein Ueberbleib⸗ sel aller Zeiten, jetzt im eiligen Niedergang begriffen und dem völligen Verschwinden nicht mehr fern ist eine hausindustrielle Tätigkeit, der Marie Andree⸗Eysn in der von der Zeitschrift des 3 Vereines für Volkskunde herausgegebenen Jubiläumsschrift ein ge⸗ denkendes Nachwort widmet. Es ist dies die Zundel m acherer im Bayrischen Walde. Bis in die Mitte des verflossenen Jahr⸗ hunderts bedienten sich die Leute, die auf dem Lande zu tun hatten, des Zunders zur Feuerbereitung, in dem sie den mit dem Stahl auf den Feuerstein geschlagenen Funken in ihm auffingen. Der Zunder stammt von einer Pilze, dem Löcherpilz Polyporus. Von allen Löcherpilzarten gibt der Polyporus sormentarius den vor⸗ züglichsten Feuerschwamm. Früher gedieh er reichlich im Schwarz⸗ wald, der Eifel und dem Bayrischen Walde; jetzt ist er überall sehr selten geworden. Noch 1871 gab es in Todtnau ein Geschäft, das 750 Zentner Zunder jährlich herstellte. Jetzt. gibt es im Bay⸗ rischen Walde im ganzen noch drei alte Leute, die sich mit der Verfertigung von Zunder befassen; aber auch diese klagen sehr über den Niedergang ihrer Industrie. Weder fänden sie Schwämme, noch sei ein Bedarf für Zunder vorhanden. Auch wolle niemand mehr eine Mütze oder Weste aus Zunder tragen. Denn auch zur Her⸗ stellung von solchen Kleidungsstücken wurde früher der Zunder ver⸗ arbeitet. Weiter war er beliebt als Blutstillungsmittel und war in den Apotheken vorhanden. Bis zu seiner Verarbeitung wird der Pilz feucht aufbewahrt, dann entrindet und in dünne Platten ge⸗ schnitten. Hierauf wird er mit Holzhammer geklopft und gedehnt. Seine schwammige Beschaffenheit gestattet es, daß er durch Vermin⸗ derung seiner Dicke sich auf das Zehnfache seines Flächeninhalts ver⸗ größern läßt. So wurde einst in Todtnau von einem besonders großen Pilze eine mehrere Quadratmeter große Fläche gewonnen, aus der ein Talar für den Erzbischof von Freiburg angefertigt wurde. Besonders geeignet durch die Weichheit seiner Lappen ist der Zunder zur Herstellung von Mützen. Im Bayrischen Walde wurden fie früher von Jung und Alt getragen. Solche Zunder⸗ hauben trugen Randstreifen, in denen Jagdszenen eingepreßt war Der warme bräunliche Ton gleicht o al Samt. Auch in Un der —— eingebür„wie ssen, Mappen, zünd⸗ schwamms kocht man den Pilz mit Zusatz von Asche one peter. Dann wird die Substanz an der Sonne wieder gitro und 11 knetet. Der Preis richtet sich nach der Größe md Weichheit der Lappen mlicher Zündschwammt kostete 187 in Baden neun Taler, feiner aber 40 Taler! Heute kostet im Bayrischen Wald das Kiloc 6 Mark. Der Handel mit Zunder war früher in der Hand des Bürstenhandels⸗ R D n in engeren raum), 0150 fe fe u Sch 5 i r Regen ein, ein auer eier legt sich über das Gefechtsfeld, aber aus dem—— Grau bt ummer wieder die Stimme der Artillerie, die sich nach vvr⸗ 5 Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. wͤrts entfernt. Im felde erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, 5er man den feld post⸗Beæug des Gießener Anzeigers fur das nächste vierteljahr(CJuli⸗Aug.⸗Seyptbr.) schon jetzt erneuern Alle postamter nehmen die Bestellung entgegen. der vierteljahrs⸗ Bezug be⸗ trägt Mk. 3.20 cinschlicßlich der Um⸗ schlag⸗sebuhr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers „Wir haben Seit“. Die der Kabinettsumbildung in England 1 und sie begleitenden Erörterungen der englischen Presse ließen keinen Zweifel darüber, daß es um Kitcheners Werbegeschäft überaus schlecht bestellt ist. Je ablehnender sich aber das englische Volk verhält, desto beschämender werden die Mittel, zu denen die Werber greifen. Ein guter Kenner Englands, der in der ersten Hälfte des Aprils wieder in London weilte, entwirft davon folgende Schilde⸗ rung: f 3„Die Söhne reicher Engländer, die selbst keine Lust verspüren, in die Front zu gehen, kleiden sich in auffallend schöne Uniform und besuchen dann die kleineren Städte und Dörfer. Dort versuchen sie auf jede mögliche Weise mit den wehrfähigen Leuten in Cafés und auf öffentlichen Plätzen in Verbindung zu treten, um sie zum Eintritt ins Heer zu bewegen. Sie zahlen die Zeche für die Leute 9 und verfu ihnen klar zu machen, wie nötig es sei, daß jeder seine Pflicht gegen das Vaterland erfülle, wobei Nan daesch die Greueltaten der Deutschen in den krassesten Farben geschildert werden Gelingt es ihnen, einen Menschen, der unter Umständen erst halb betrunken gemacht werden muß, zum Eintritt in das Heer zu bewegen, dann muß der Betreffende sofort ein Formular unterzeichnen, was ihn endgültig verpflichtet Er bekommt dann so 100 Pfund— 2000 k— ausbezahlt, die für die Familie besti sind. Er wird dann am nächsten Tage von der Gen⸗ darmerie aufgefordert, sich in der Kaserne zu melden. Er wird dann eingekleidet und erhält hierbei nochmals 50 Pfund Sterling. Wenn die ee vorbei ist, werden am Tage der Abreise zur Front weitere Pfund Sterling ausbezahlt. Diese hohen *—.* jedoch r Zeit, da die Erfolge des Wer! stems ng gewesen sind. 55 Im die 2 des Volkes zu heben, wird ungeheuer Reklame gemacht. In den Kinos, in Theatern, in den Straßen⸗ bahnwagen und auf öffentlichen Plätzen sind überall große Plakate, die Kriegsbilder usw. darstellen, und das Leben der Soldaten in den Schützengräben als sehr verlockend veranschaulichen. Viel⸗ fach sieht man Schützengräben abgebildet mit vollständigen Zim⸗ mereinrichtungen. Um Tisch herum sitzen die Soldaten, die Ames lesend und die Pfeife rauchend. Auf dem Tisch sind eins Whiskyflasche und dampfende Plumpuddings, ferner sieht man Klosetts mit Wasserspülung. Unter diesen riesengroßen Plakaten 5 en Buchstaben geschrieben:„Wir haben Zeit und 2 it werden wir siegen“. Ein weiteres Plakat stellt einen Schützengraben dar, der von englischen Soldaten ge⸗ stürmt wird. Die deutschen Soldaten sitzen im Graben und werden von oben herab von den Engländern abgestochen. Dieses Plakat ist mindestens 10 Meter lang und etwa 4 Meter hoch. Ueber dem 4 sieht man einen zerbrochenen Zeppelin herabfallen ugzeug 8,— 4— 5 zerhrochener e die t. Im Vordergrunde sieht man n verwundete länder liegen, die verbunden werden, während sie die Pfeife rauchen und die Times lesen. N te englische Soldaten werden in Automobilen durch die Hauptstraßen Londons gefahren, sie sind mit zahlreichen Orden ausgezeichnet. Die Automobile sind mit Plakaten behangen, wor⸗ auf geschrieben steht:„Diese Verwundeten haben für das Vater⸗ land gearbeitet, sie sind von der Front zurückgekommen, es ist an dn ee in aer und ib; Plätze aus⸗ ee i m in Deatschlanb nicht ohne r ng* in der ge⸗ . wissen Zuverst* ie„ was sie äu 0 erreichen, zu⸗ berge innerlich zu Grunde richten. Diese Entwicklung in ihrem A g zu verfolgen, fehlt es auch uns gewiß nicht an Zeit. möchte zugleich darauf hinweisen, daß diese Söhne reicher * die überall nach Leuten ausspähen, die an ihrer Stelle in Kampf ziehen könnten, würdige Vertreter des Englands sind, das Frankreich, Rußland, Italien zur Ausfechtung seiner Mäuberpolitik in Sold genommen hat und für sich bluten läßt. 1 Aus dem Reiche. Kriegswohlfahrtspflege der Landesversicherungsanstalten. 3 In der Konferenz, die am 17. d. M. im Reichsder⸗ jicherungsamte mit Vertretern der Landesversicherungs⸗ ämter, ndesversicherungsanstalten und Sonderanstalten stattfand, hat Präsident Dr Kaufmann über die Beteili⸗ ng der Träger der Invaliden- und Hinterbliebenenver⸗ 85 0 ung an der Kriegswohlfahrtspflege einen kurzen Ueber⸗ Hhlick gegeben. Es sind bis Ende Mai d. J. von den Landes⸗ versicheru nstalten für Kriegswohlfahrtspflege gemäß 98 1274 der Reichsversicherungsordnung rund lz Millio- * lt worden. 56 Millionen Mark wurden nen Markge dur ö Als Wohlfahrtsdarlehen zu erleichterten— an bedrängte Gemeinden, Kreise usw ausgegeben. An den Kriegsanleihen haben sich diese Versicherungsträger mit rund 290 Millionen Mark beteiligt. Für die durch 8 1274 Kriegswohlfahrtspflege wax in einer Konferenz im Reichs- versicherungsamt im August v. J. ein Betrag bis zu 5 vom Hundert des 2,1 Milliarden Mark betragenden ns der Versicherungsanstalten, also ein Betrag bis zu 105 Mill. Mark zur Verfügung gestellt worden. Die Pera gezahlten 13 Millionen Mark setzen sich, wie ergänzend bemerkt wer⸗ den kann, aus folgenden Einzelbeträgen zusammen: 1. 10. schüsse an das Rote Kreuz a) Zentralkomitee 447 000 Mk., b) Provinzialvereine usw. 1396 000 Mk., 2. Beschaffung von Wollsachen und sonstigen Liebesgaben für das Feldheer 1671000 Mk., 3. kalter von Arbeitslosen und Hilfs⸗ bedürftigen a) unmittelbar 985000 Mk., b) mittelbar(durch Gemeinden, Vereine usw.) 4994000 Mk., 4. Unterstützung der Landesversicherungsanstalt Ostpreußen 304 000 Mk., 5. Förderung der Kriegsversicherung 209 000 Mk., 6. Aus⸗ rüstung von Lazarettzügen 375000 Mk., 7. Für Bade⸗ und Desinfektionswagen für das Heer 120000 Mk., 8. Ehren⸗ gaben an die Hinterbliebenen von gefallenen oder ihren Wunden erlegenen Kriegsteilnehmern 1000 000 Mk., 9. Son⸗ stige Wohlfahrtszwecke 1500 000 Mk. l Die Landesversicherungsanstalten haben auf diese Weise erfolgreich dazu beigetragen, die durch den Krieg geschaffe⸗ nen Notlagen zu mildern und uns wirtschaftlich stark zu erhalten im Rücken der kämpfenden Heere. Bei diesen Auf⸗ wendungen wurden, wie Präsident Dr. Kaufmann besonders betonte, sorgfältig die Grenzen berücksichtigt, innerhalb deren solche Ausgaben rechnungsmäßig verantwortet wer⸗ den können. Die Landesversicherungsanstalten haben auch daran festgehalten, daß ihre Fürsorge auf diesem Gebiete nur eine ergänzende, unterstützende sein kann, und daß durch sie die hierzu in erster Linie verpflichteten staatlichen oder gemeindlichen Stellen nicht über Gebühr entlastet werden dürfen. Auch durch Fortführung der Kriegswohlfahrts⸗ pflege der Landesversicherungsaustalten in der bisherigen vorsichtigen und maßvollen Art wird, worauf Präsident Dr. Kaufmann gleichfalls hinwies, die finanzielle Leistungs⸗ fähigkeit der Versicherungsträger nicht nennenswert berührt, geschweige denn ernstlich bedroht werden. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland hielt am 19. ds. Mts. unter dem Vorsitze des Wirklichen Geheimen Rates Dr. von Dirksen seine dritte ordentliche Mitgliederver⸗ sammlung im Hotel Adlon zu Berlin ab. Es waren u. a. vertreten: der Deutsche Landwirtschaftsrat, der Bayrische Landwirtschaftsrat, die Landwirtschaftslammer Brandenburg, der Westfälische Bauern⸗ verein, die Handelskammern Elberfeld, Oppeln, Plauen, Posen, Gera, Regensburg, Saarbrücken, Barmen, Schweidnitz, Halle a. S., Heidelberg, der Zentralverband Deutscher Industrieller, der Bund der Industriellen, der Verein Deutscher Maschinenbau⸗Anstalten, der Verband der Glasindustriellen, der Exportverein für das Kö⸗ nigreich Sachsen, der Verein Süddeutscher Baumwollindustrieller, der Münchener Handelsverein, der Verein Deutscher Feuerzeug⸗ fabrikanten, der Verein der deutschen Zuckerindustrie. Vom Ehren⸗ mitglied des Vereins, König Ludwig von Bayern, war ein Tele⸗ gramm eingelaufen, in welchem der König mit den Wünschen für den ersprießlichen Verlauf der Generalversammlung die Erklä⸗ rung seines weiteren regen Interesses an den Bestrebungen des Vereins verband. Ein weiteres Telegramm lag vor von dem im Felde stehenden Präsidenten des Mitteleuropäischen Wirtschafts⸗ vereins in Deutschland, Herzog Ernst Günther zu Schleswig⸗Hol⸗ stein, der seinem Bedauern darüber Ausdruck gab, der Versamm⸗ lung fernbleiben zu müssen, und den Verhandlungen einen Verlauf, welcher den Verein seinen Zielen näherbringen möchte, wünschte. Den einleitenden Vortrag hielt Geheimrat Professor Julius Wolf, der unter Hinweis auf den geschichtlichen Augenblick, wel⸗ chem die deutsche und österreichisch⸗ungarische Handelspolitik ent⸗ gegengehe, die verschiedenen Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreich⸗Un⸗ garn erläuterte und für die Zusammenfussung der beiden Länder in einer Zollunion mit gemeinsamem Tarif nach außen und mit Binnenzöllen im Innern eintrat. Die großen Schwierigkeiten eines solchen Vorgehens dürften allerdings nicht verkannt werden. Neben den sensätzlichen Interessen der Produktion diesseits und jenseits der Grenze kämen vor allem auch verfassungsrechtliche Hemmungen in Betracht, daneben Fragen währungs⸗ und finanz⸗ politischer Art, die aber nicht so schwer wögen wie der mögliche Gewinn. Entscheidend müsse der wirtschaftliche Gesichtspunlt sein, daß man unter Zurückstellung aller Bedenken zu einem großen ein⸗ heitlichen Wirtschaftsgebiet mit der Möglichkeit einer weitgehenden Arbeitsteilung gelange. Politisch komme in Betracht, daß die Zoll⸗ union eine weitere Klammer für das Bündnis der zwei Reiche darstelle. Ihre weitere Folge würde wohl die Befruchtung der österreichisch⸗ungarischen Volkswirtschaft durch deutsches Kapital, Erhöhung der Kaufkraft der Bevölkerung daselbst, Erweiterung des inneren Marktes, Stärkung auch der Exportkraft Oesterreich⸗Un⸗ garns mit dem Ausblick auf eine Besserung der bisher passiven Handelsbilanz und auf eine Konsolidikrung der Währung sein. Der Uebergang wäre dabei zu einem allmählichen gemacht, wenn man den Abbau der S n auf 50 bis 60 Jahre, also auf zwei Generationen verteile. Auf diese Zwischenzollinie, die an die Verhältnisse von heute anknüpfe, sei im Interesse der deutschen wie der österreichisch-ungarischen Volkswirtschaft entscheiden⸗ des Gewicht zu legen. Was aber eine kaufträftigere österreichisch⸗ ungarische Volkswirtschaft für die deutsche Volkswirtschaft be⸗ deute, liege auf der Hand. Sollte die Zollunion nicht zu realisieren sein, dann käme gegenseitige Vorzugsbehandlung in Betracht, die aber in Hinsicht„was sie leisten könne, gegen die Zollunion zurücktrete; möglicherweise bleibe es hier bei der bloßen Prokla⸗ mierung eines Prinzips, das dann weiter keine Früchte trage. Wolle man Sicherheiten nach dieser Richtung, so werde fürs Erste die Zahl der zollfrei einzuführenden Waren zu vermehren sein mit dem Ausblick auf späteren Ausbau dieser Freiliste. An den Vortrag Professor Wolfs schloß sich eine eingehende Aussprache. Der Beschlußantrag, auf den die Versammlung sich einigte, lautet: 5 „Die Versammlung spricht als ihre Ueberzeugung aus, daß der auf den Schlachtfeldern von den verbündeten Truppen DTeutschlands und Oesterreich-Ungarns brüderlich ge⸗ führte Kampf wie auf anderen Gebieten staatlicher Bestätigung auch auf dem wirtschaftspolitischen eine möglichste Annäherung der verbündeten Monarchien zum Ergebnis haben muß. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland hält es darnach für geboten, die Schaffung eines weiten einheitlichen Wirt⸗ schaftsgebietes, sei es mit gemeinsamer Zollgrenze und einer den Bedürfnissen beider Volkswirtschaften angepaßten Zwischenzoll-Linie, deren Abbau erst in der Frist einiger Jahr⸗ — zu erfolgen hätte, oder durch gegenseitige zollpolttische rzugs behandlung, vor allem auch in Gestalt der Vermehrung der zollfrei eingeführten Waren mit dem Ausblick auf späteren Ausbau dieser Freiliste zu betreiben. Der Mitteleuropäische Wirt⸗ schaftsverein in Deutschland wird darüber mit jenen in Oesterreich und Ungarn als Vertretern der österreichischen und ungarischen Volkswirtschaft in Verbindung treten.“ Ein Telegramm Hindenburgs an die Stadt Karlsruhe. Harlsruhe, 21. Juni.(WDB Nichtamtlich.) General⸗ feldmarschall v. Hindenburg hat dem Oberbürger⸗ meister folgendes Telegramm gesandt: „Der Haupt⸗ und Residenzstadt Karlsruhe sende ich als deren Ehrenbürger zwar vers t, aber deshalb nicht minder herzliche Glüdtwünsche gelegentlich ihres 0jährigen Be⸗ stehens, gleichzeitig dem treuen Empfinden über die 1 5 lichen Verluste bei dem neulichen Fliegerangriff Ausdruck gebend. Möge der schönen Stadt, in der ich so gern geweilt, nach ehrenvollem Frieden unter der segensreichen Regierung ihres erhabenen Herrschers weiteres Blühen und Gedeihen der Reichsversicherungsordnung umgrenzten Aufgaben der beschieden sein. Generalfeldmarschall v. Hindenburg.“ 1 85 5 Hauptversammlung der a 9 rb. Darmstadt, 20. Jr Die Zentralkasse der hessischen landwirts lies e gestern im„Kaisersaal“ h selbst 1 ihrer zweiten ordentlichen Generalversammlung zusam Die 1 war aus allen Teilen Hessens sehr gut besucht. . Dr. Schrot „der Landtagsabg. Justizrat Dr. 8 7 Ho 3 0 755 1 1 Der ebene ufsichtsrats, Bürgermeister Becker ⸗ Sprendlingen begrü te die Erschienenen mit freundlichen Worten und gedachtes dann des auf dem Felde r 3 1 Dr. rat Dr. Mi 02 Gottschämmer, dessen heben von den Sitzen ehrte. Dann sprach Fi seinen Dank für die Begrüßung und seine Freude über das har⸗ monische Zusammenarbeiten zwischen der Kasse und dem Staats⸗ kommissar aus. Dieses Zusammenwirken werde sicherlich auch in Zukunft eine weitere rasche Gesundung im hessischen landw. Ge⸗ nossenschaftswesen herbeiführen. Schon in der ersten General⸗Ver⸗ sammlung habe man die Ueberzeugung gewonnen, daß es gelingen werde, im hess. Genossenschaftswesen bald wieder normale Ver⸗ hältnisse herbeizuführen. Man habe aber damals kaum annehmen können, daß es schon im Laufe des neuen Jahres gelingen würde, die Betriebsüberschüsse so zu steigern, daß sie sich gegenüber dem ersten Jahr mehr als verdreifachten und daß auch die Rücklagen. sich so erheblich vermehren würden. Infolge dieser günstigen Ent⸗ wickelung der dafl die um so höher anzuschlagen sei, als die Tätigkeit der Kasse mitten in die schwere Kriegszeit fällt, sei sie auch in der Lage gewesen, durch Zeichnung eines großen Betrages auf die zweite Kriegsanleihe eine vaterländische Aufgabe er⸗ füllen und die Genossenschaftssache aufs Kräftigste zu n Diese Entwickelung verdanke die Hasse in erster Linie dem Ver ⸗ trauen, das die Genossenschaften zu sich selber und zur Zen⸗ tralkasse hatten und daher auch außerhalb gewannen, und er wünsche von Herzen, daß dies Vertrauen auch in Zukunft werde; dann werde die Zentralkasse auch in Zukunft ihre wichtige Aufgabe im Interesse der Landwirtschaft und der Allgemeinheit er⸗ füllen können.(Beifall.) Der erste Divektor der Kasse, Herr Mager, gab dann zug dem schriftlich vorliegenden Bericht des Vorstandes über das schäftssahr 1914 nähere Erläuterungen und Ergänzungen stellte fest, daß sich der Geschäftsbetrieb auch im neuen Jahre fort⸗ dauernd günstig entwickelt hat. Es sind der Kasse im neuen Jahre bereits wieder 9 Genossenschaften beigetreten und am Tage der Generalversammlung waren angeschlossen: 293 Kreditgenossenschaf⸗ ten, 22 Bezugs⸗ und Absatzgenossenschaften, 4 Molkereigenossen⸗ schaften, 18 Winzergenossenschaften, 2 sonstige Genossenschaften und 2 Zentralgeschäftsanstalten, zusammen mit 2 Einzelmitgliedern 343 Mitglieder, die 887 Geschäftsanteile mit einer Haftsumme von 887000 Mk. besitzen. Die e Genossenschaften vertei⸗ len sich wie folgt: Provinz Starkenburg 124 mit 316 Geschäfts⸗ anteilen, Rheinhessen 148 mit 420 Geschäftsanteilen und Ober⸗ hessen 71 mit 151 Geschäftsanteilen. Von den Kreditgenossenschaf⸗ ten, die Aktionäre bei der„Landwirtschaftkichen Genossenschafts⸗ bank“ waren, haben sich der Zentralkasse in Starkenburg 19, in Oberhessen 25 und in Rheinhessen 8 noch nicht der Zentralkasse an⸗ geschlossen. Der Gesamtumsatz der Kasse stellte sich in der Zeit vom 1. Januar bis zum 18. Juni 1915 auf 124 272 799 Mark. Die Verbindlichkeiten betrugen im Januar 4 755 535 Mk., im April 7294 390 Mt. Die Guthaben der Genossenschaften stellten 63 dagegen im Januar auf 3 479 397 Mk., im Februar auf 4 238 Mark, im März gingen sie infolge der starken Zeichnungen 5 die zweite Kriegsanleihe auf 1 496 342 Mk. zurück, stiegen aber schon im April auf 2 092 515 Mk. und sind im Mai noch mehr gestiegen. Im Durchschnitt betrugen die Verbindlichketten in den ersten vier n 6,4 Millionen, und die Guthaben 2,8 Mil⸗ lionen Mark. Ein Bankkredit ist nicht in Anspruch mmen wor⸗ den; trotzdem sind rund 70 Prozent auf die— der zweiten riegsanleihe in Höhe von neun Mil 4712 1* 5 wies der N auf die 8 edeutung welche Bezugsgenossen en in neuerer Zei haben, und enipftehlt deshalb gewonnen 0 den e dieser Genossens an die. Ein solcher Anschlu werde c et wung ein erter 5 treten werde. Di Sensen en den dacht sein, den Zinsfuß möglichst nach dem heutigen Geldwert ein⸗ zurichten. Ein Hypothekenzins von 4½ oder gar 4 Prozent sei nach seiner Meinung nicht angängig; man werde bei Fade Provision auf einen D insfuß von 5 Prozent kommen. Die Besitzer von Kriegsanleihe sollten von den Genossen⸗ schaften darauf aufmerksam gemacht werden, daß es sich 2 die Stücke gut in 1 geben, was am besten durch De⸗ pot bei den Genossenschaften geschehe Auch die Zentralkasse sei be⸗ reit, die Stücke in Verwahrung nehmen und bankmäßig zu be⸗ handeln, die—— rechtzeitig Eftenfrei zu senden usw., wodurch dem Besitzer Kosten und Zeit erspart würden. Es sei das Bestre⸗ ben der Zentralkasse, ihre eigenen 9 bei dem umfangreichen Geschäftsverkehr nach Möglichkeit zu erhöhen, und deshalb empfehle er den angeschlossenen Genossenschaften, noch mehr Anteile zu über⸗ nehmen. Der Redner wendet sich noch besonders gegen die Mies⸗ macher und Schwarzseher Die ganze Entwickekung der 3 kasse und der Genossenschaften habe den Beweis geliefert, jedermann volles Vertrauen haben könne und daß durch Schwarz⸗ seher weder auf politischem, woch auf wirtschaftlichem Gebiete et⸗ was zu erreichen sei, vielm ungeheuerer angerichtet werde. Nur durch klaren Sinn und fleißige, treue Arbeit werde das hessische Genossenschaftswesen eine gesunde Weiterentwicke⸗ lung erfahren.(Beifall. f Da sich in der Aussprache niemand zum Wort meldet, wird Jahresrechnung und Bilanz genehmigt. Bürgermeister Becker erstattet darauf kurz Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats Er hat 5 Sitzungen abgehalten und es fanden vier Kassenrevisionen statt, bei denen kein Anlaß zu Beanstandungen vorlag. Die Versammlung stimmte dann dem Antrag auf Verteilung einer Dividende von 4 Prozent und des weiteren Reingewinnes zu und erteilte einstimmig dem Vorstand die beantragte Entlastung. Bei der Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern wurden die durch Auslosung ausscheidenden Mitglieder Sekretär 1 Arheilgen, Lehrer Loch⸗Wallenrod und Lehrer Solms ⸗Nier⸗ stein einstimmig durch Zuruf wiedergewählt. Nach dem Bericht über die gesetzliche Revision und die Erklärung des Aufsichtsrats darüber genehmigte die Versammlung ohne Aussprache die Ge⸗ schäftsordnung und die Dienstanweisung für Vorstand und Auf⸗ sichtsrat. Zum letzten Punkt der T nung, Geschäftliches, fand eine längere Erörterung einzelner landwirkschaftlicher Fragen statt. Direktor Berg wies in ausführlicher Weise auf die Wichtigkeit der genoss ftlichen Tätigkeit in Hessen hin, die besonders auch für die Beschaffung und Verteilung der mittel in Betracht komme. Für diese sollten ebenfalls Hi ise erstrebt werden. Auch müßten die Genossenschaften bei der Sicher⸗ stellung der kommenden Ernte in angemessener Weise sichtigt werden Landwirt Graf⸗ Büttelborn verlangt einen sta⸗ bilen Preis für die wichtigen Futtermittel und betont, daß der — 4 9 F ee de fi N Bodenprodukte ein⸗ ver ei. uer e sich nicht bereichern, er ber 9 Unzuträglichkei f e Fee f ö 00 geen ee 8 n ng mit den Wee ö itzenden, e n. ver 1 nee e eee Das Beste Odol 5 ur Zahnpflege 8 JJ K ĩͤ PW eier 1 Stück 15 Pfennig, 2 Stück 00 Pig.: Enteneier 1 St. 0 bg. 2 St. 00 Pfg.; Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., 2 St. 00 Pig. Käse das Stück 7—8 Pig, Käsematte 2 Stlick 6—0 Pfg.: Tauben das 6 Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,00 Mk., Hahnen 5 das Stück. 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,24—1,28, Rind; fleisch das Pfund 124— 128 Pfg., Kuhfleisch 124—128 Pfg., Schweine; fleisch das Pfd. 1,56—0,00 Mk, Kalbfleisch das Vid. 116114 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 96—110 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo 11,00—12,00 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel das Pfund 20—30 Pfg.: Nüsse 100 Stück 60 Pig.; Spargel 1. Sorte 5000 Pig. das Pfund, 2. Sorte 00—00 Pig. das Pfd.: Kopfsalat 8 bis 10 Pfg.; Spinat 25 Pfg. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 35—00 Pfg.; Kirschen 30-35 Pig. das Pfd., Erdbeeren 60—70 Pfg. das Pfd. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. 8 samts nachrichten. 3 N Gießen. f Wufgebote: Juni 10. Jakob Lind III., M mit Eli f 5 elde in Bermuthshain.— 15. Heinrich Furl ß, FFB 8 m inzer, Hilf⸗ Sele 1 Kätha 85 Karoline Luer, belbe in Bieden. chließungen: Juni 11. Wilhelm Demper, Tag⸗ er mit Katharine Johanna Hillgärtner, beide in Gießen.— Richard Frautm Gemeler 2, Rafe, n. Wetter 5 92805 e in Bechtols⸗ ede— rte! Schill„ inkel, beide in Gießen 215 922 Mai 5. Heinrich Pfeil, Mechaniker und Optiker, Musketier 20 Jahre alt, Schiffenberger Weg 39. Friedberg. „Aufgebote: Juni 14. Karl Schmitt, Weißgerber, mit Anna Elise Eilert, beide in Friedberg. Geborene: Juni 9. Dem Dachdecker Fritz Christian Schier eine Tochter, Luise.— 10. Dem Gastwirt Friedrich Röder ein Sohn, Theodor Heinrich.— 14. Tem Schneidermeister Heinrich Rudolf Schenk, wohnhaft in Stammheim, ein Sohn, Robert. Sterbefälle: Juni 10. Käthchen Unzicker, geb. Balser, wohnhaft in Nieder⸗Wöllstadt, 44 Jahre alt.— Moritz Pappen⸗ er, Kaufmann, 63 Jahre alt.— 11. Johanna Regina Dienst, wohnhaft in Ockstadt, 49 Jahre alt.— August Hasselbach, wohn⸗ haft in Nieder⸗Rosbach, 1 Jahr alt. in Gi Seborene: Juni 5. Dem Stadtkassegehil August Eger Lich. 1 rankfurt a. M., 21. Juni.(Orig.⸗Telegr. des„Gie ß. eine Tochter, Gertrud. 10. Dem 2 e 8 Eheschließungen: Juni l. Heinrich Menges, Schreiner, Anz.) 8 90 ch 17 arft. Die Marktlage ist ruhig. Für Weizen Arat eine Tochter, Wichilmine Emilie Hilde.— 13. Dem Lackierer] Gefreiter im Inf Regt. 108, mit Elisabeth Schmidt.— 5. Johann und Roggen besteht Nachfrage bei fester Tendenz. Ebenso sind 5. 5 8 Dina Marie. tepbe fällen Juni 10. Karoline Weickhardt, geb. Ader⸗ 8¹ Mur alf, Walltorstraße 71.— Jakob Wilhelm Franz aurer, 61 Jahre alt, Licher Straße 106.— 11. Heinrich Ludwig Franz, Bahnarbeiter, mit Marie Nix. Geborene: Mai 6. Dem Bahnarbeiter Wilhelm Metzger ein Sohn, Paul.— 10. Dem Maurer Philipp Jakob Schäfer eine er.— Dem Maurermeister Johann Heinrich Uhrhan IV. Futtermittel weiter gefragt und knapp. Das übrige unverändert. — Kartoffelmarkt. Eine Preisnotierung sand nicht statt. Schlehenbecker ö f. 86 Jahre leine Tochter, Marie Christine.— 27. Dem Bierbrauer Christian. Wes 75. Abe er arten 50 Gable Al, Kale. 1 1 ecke e Bender, Haushälterin .— 12. f 5 1 30 KN Ster Ale i 4. J. tte Be„Haushälterin, Allee Sußmann Hirsch Sondheim, Kaufmann, 62 Jahre 40 Jahre alt.— 5. Heinrich Burk, Bahnwärter i. P., 65 Jahre 5 11.— Mathilde Schäfer, 1 Jahr alt, Wolf⸗ 3. ne Heller, 6 Jahre alt, Leihgesterner Eisenbahnschaffner i. R., 66 Jahre alt.— 10. Schäfer, ohne Vornamen, 2 Stunden alt.— 17. Marie Schäfer, geb. Menz, 38 Jahre alt.— Juni 12. Johann Ludwig Schöne, Fürstl. Forstwart, 68 Jahre alt.— 14. Georg Krühling, ches Aussehen —— Margarete Bock, geb. Döring 3 A Faef Wi' leiht ein zartes reine 58. f 7 4 Taglöhner, 56 Jahre alt, tot aufgefunden.— 17. Wilhelmine] verleiht ein 2 a e 8 f f 1 e rde er 8 10 Weber, geh Disgen, 45 Jahre alt f und ein blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die echte Licher Straße 106.— 15. 8 Dorvthea Mades. 1 Im Felde E September 22. Hermann Reich⸗ Stecleœœeripferdi- Seife Schlabach, 45 Jahre alt, Walltorstraße 17.— 17. Karl Wilhelm bd. Lannter, gefallen bei Wupron, Frankreich.(die beste Lilienmilchseiie), von Bergmann& Co,, Radebeul, Heinrich Reitz, Pfarrer i. R., 76 Jahre alt, Ludwigstraße 35. e eee Märkte g à Stück 50 Pig. Ferner macht der Cream„Dada“(Lilienmileh- Im Felde gefallen: September 8. Cream] rote und sprõde Haut weib und aammetyrcich. Tube 50 Pig. Zimmermann, Wehrm Wilhelm Bechthold, 5 W Gießen, 22. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen ann, 32 Jahre alt, Schiffenberger Weg 64. Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,50—0,00 Mk.; Hühner- Auf ein biesiges Bureau wird zum Nachtragen der Provinz O die Aba ne eines Fohlenmarkt. Bielseitigen Wünschen aus den Kreisen der Landwirt⸗ schaft treibenden Bevölkerung unseres Kreises unter Berücksichrigung des en Prämienmarktes wird von uns in Gemein⸗ Landmirtschaftskammer⸗Ausschuß far die Fohlen marktes uli 1915 in Verbindung mit dem hereits an⸗ Zuchtvieh und Ziegenmarkt beabsichtigt. Alle er aus sämtlichen hessischen Kreisen, sowie Nees sdbeanen les] schaft mit dem berhessen am 14. J. gekündigten Pferdezücht Rechnung Aus salles des unverseuchten preußischen Ortschaften werden zu zahl⸗ reichem Besuche des 2 2 . 1 Wen Alsfeld. Marktes hiermit eingeladen. Für fer bietet sich günstige Gelegenheit zur Erwerbung Pierde materials. ö a lsfeld, den 19. Juni 1915. ee 524¹¹⁰ Wilbelmstraße 7 durch Ver⸗ 5* 80 des Herrn Professor . ohlweg für alsbald od. später zu vermieten. 4007 H. E. Jughardt. und Alicestraße II 2. uns gr. schöne Wohnungen sofort 03200] rdl. mbl. Zim. g. rl. m berm. Seltersweg 611II. FR Mistgesuche 1 ene 305 in erw. zu mieten 14 0 00 un s an d. Gießener Anzeiger erb. 2 Zimmer und Küche Bücher usw. 5 5 8 ein militärfreier Gehilfe oder auch eine Dame gesucht nach Lich und nach Allendorf a. d. da. Ludwig Schneider ll. Unternehmer, Heuchelheim. 0 fer Aelterer Schul⸗ Ausläufer. junge für lelchte Arbeit gesucht. Firma Otto Schaaf, Seltersweg 30. basg gute Lehrstelle. Konditorei A. Geißner. 632871 Jüngere, angehende Verkäuferin und ein Lehrmädchen ges. Kalser-Magazin, Selters w. 2. Lauffrau gesucht aue su clle Gute Milchkuh gesucht. Schriftl. Angebote ünt. 03303 an d. Gießener Anzeiger erb. NN 7 Bessereß Hetrenzimmer gebraucht, aber gut erhalten, zu kaufen gesucht. Ausführl. schriftl. Angeb. n. Preisang. unt. 02295 a. d. Gießen. Anzeig. Gut erhaltener Stoß ⸗Karren zu kaufen gesucht. Näheres in d. Geschäftsstelle des Gießener Anzelg.(5242 Gebr., gut erhaltenes Herrenrad mit Freilauf zu kaufen ge⸗ 1 Eigenes deutsches Erzeugnis ersetzt alle englischen Marken eK. Orlelnal 1 dremer Börsenkeder Einkoch- Apparate System Rex, Weck, Bade- Duplex, Ullrieh usw. sowie Ia. Konserven- Gläser berühmter Fabrikate em- 41983 m 7 g 0 lsherlhe Mittwoch früb 9 Uhr und Donnerstag eintreffend: Fste. Jütländer Angel⸗Schellsische 5 1-4 pfündig Schellsische ohne Kopf per Pfund 40 Pfg. 75 l 0 7 a sucht. Angeb. m. Preis unt. pfiehlt zu billigsten Preis 7 0 oder später beziehbar. 3301 mit Zubehs d 9—* 3. f Pfiehlt zu billigsten Freisen Näh. Horst, West Anlage 40 4 eg he 680¹ʃ C.— n 2.* 2 Ed ar Borrmann 22 Merlan Bal ssch; 2 35 Pfg. b fab Mitte 2 t bis 5 m Zel- 5 5 l a 7 Dimmer ö ale e dee ne Juel Person Schreibmaschine 9 Frische Fisch⸗Koteletts Pfund 60 Pfg.* 2 7 mige. Schrift Ang mir. af zialen che Buchhande zu tauf Schriftliche Gießen Telephon 165 i f f brew T⸗immerwohng. 2 8. kan d- Giehener Anzelg lung. Walter. e Angebote at bre gangabe Eenwarene fans unk Cabliau Pfund 50/55 Pfg. mit Bad zu vermieten. 5174] Gesucht ein sauberes, nett] un zuverlässiges unter 0277 an den Gießener] Küchengeräte-Handlung. Donnerstag morgen eintreffend: f A. Geißner, Plockstraße 9. öbl 1* Anzeiger erbeten. une 9 gen eintreffend: a F mobl. immer 0 e N, Gut erhaltene N 1 5 8 g 5 Zimmer 2 N Seen das kochen kann, in kleinen Marm 1 d 2 R 1 159 sche l. fl zschelff he a PViinemecrade To 777. Angebote mit Preisangabe Haus balt gesucht, 3296 1 elade⸗ epara uren 1 0 5 15 5 Zimmer⸗Wobnung mit unter 03293 an den Gießener„Näheres Nord⸗Aulage 15. 23 5 F 9 5 1 2 77 au in 4 en ve rehrliche 5 „ An Kea mann d die Laufmädchen gesucht u. Honigeimer Neu eziehen litum um einen Versuch. Kochanleitungen 1 Erednerstraße 14 hübsche möbl. Parterre Zimmer 022001 Liebigstraße 42. mit Deckel kaufen 171 von Sonnen- und Regen- und Fisch Kochbücher aralis. l 5. Zim. ⸗Wobnung nebst Zu. put voller Bensson. Schr el. 52 Ordentlich Stunden- Benner 4 Krumm. Schirmen gut und billig. Hochachtend behör, Gartenanteil ec. ver sosort zu vermieten. Näheres Hofmanustr. 14. Mansardenstock Angeb. m. Preisang. u. 03008 an d. Gießener Anzeiger erb. mädchen für sofort gesucht. Liebigstraße 47 v. Stellenangsbate Stelengesüet Ant gemachtes Wiesenhen rue Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27 248a) Fernspr. 231 3. gegen Kasse zu kaufen gesucht. N aer ae Serben. 1. bebe det Fee RRR mer erstens, nenen“ Ale nean ade hen sucht tücht. er eee Sellersweg 52 Amtli Bekannt ertrieb einex ganz neuen, ia S i beff. 7 7* N bebördl konzeff. Wohlfabrts⸗ Mädch. v. aus w. Stelle bei bess. 4 Giessen. m iche etann machungen der Schöne 1 Zimmerw. Badezimm., gr. Trockenb. ub. zu verm. per 1. Juli. u. s. Nord-Anul. 2 n.d Welt Anl. 52521 Sonnenstraße 6. 032891 1 Zimmer u. 41158 zu verm. Katharinengasse 8 kaxtenserie bietet tüchtigem Alleinvextreter in biesigem Bezirk(Selbstverkäuf, auch Dame, bevorz.) guten Tages⸗ militärfrei, mit guten Em⸗ pfehlungen, für dauernde Be⸗ Hexrschaft zum 1. oder 15. Aug. Schriftl. Angebote unt. 03297 an den Gießen. Anzeig. erbet. Mehrere jüngere u. ältere Einen noch gut erhaltenen Fahrstuhl Ein großes schwarzseidenes Tuch Läusetod ist das sicherste Mittel. Ueber⸗ — Stadt Gießen. Die Vergütungen für die im Monat Mai in Bürger ⸗ wohnungen untergebrachten Mannschaften der Landsturm⸗ zug neu. Parasiten, Wichtig fur Schulkinder. Taus. von Anerk. Echt nur in Kartons a M. I.— u. 050. Niemals offen 1 Druckereiarbeiter, 2 Haus burschen, 1 schreibgewandt. junger Mann. bei auswärtigen Arbeitgebern ästi in pot. 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 4 Dreher, 4 Schreiner, SDI Zimmer eig e bei 24 Wr. 40 See taben bat Ja ver- 4 te. alvintederlane Nee S b Heeren iner, Nager Seen F e ension Brandl TE e l- Jug en een. Fp Nell. Es Nüchen Arden Fed nf l. Am Hausbursche Ein noch aut erhaltener Tell. Hag Jug U A. Schäfer. W. Schra- 2 andwirkschaftsiche Arbeiter, 1. Schlosser, 10 Pug. und Mod. 3e möbl. 2 Kinderwagen preiswert zu] Bahnhofstr. 51. Fernspr. 2082. der, C. Seibel, Frank- Lauffrauen, 1 Modistin, 1 Kaufmann, 1 Ziegelmeister, frei. i 24 ucht Jakob Maternus, verkgufen. furter Str. 30. 88 1 Packer, 1 Kutscher, 1 Heizer, 2 Arbeiter, 3 Haus⸗ elcktr. Lich 8 Ecke Klintk⸗u. Frankf. Str. 04 Näh. Walltorstr. 15 J. one, 2929620 burschen, 3 Büglerinnen, 1 Lehrling. CEEFFEFCTTTTTCCTcC. 0 gerdien sebs⸗ Mädchen suchen Stellung. i ö i mer I elle be S. h, S. Ates. ran La tga cee Herk.„ a Alemand at gesunde an die Ert enosbesch alen deren de innen ail Iimmer Wohnung baden Friedrichstr. 8 Ill gewerbsmäßige Slellenver⸗ verloren. Abzug. Schiffen Beine ktztettestale die Pa- AF am Mittwoch, den 23. Jun 1915 5 Juli 1 5 mittlerin, Sonnenstr.6. 03302 berger Weg 47 bei Frau be ugeblebenen, wel. 20 2 erst en 2. Juni 1915 6 2. Stock, ver 1. Juli zu ver; Klöpper. 03202] che den WIrkschktilehen GK am Donnerstag, den 24. Juni 1915 5 mieten. gel Gebr. Weil. Junger Mann er ei erun 1 40 2 am ue 1 8 3 6 Seltersweg 39, 2. St, 5 8 9 ekmere Leiden dan eus ieee en am Samstag den. Juni ian. i 8⸗Jimmer- Wohn. zu verm. ö 5 Verkädife 8 5. die 2 jedesmal von 8—12 vormittags und 2— 3 nachmittags. Die 9 —— für leichte Kontorarbeit von.. 5 i„den 23. d.„ ee. denden. Zablstelle ist im Stadtbaus, Zimmer Nr. 4. Es wird 4 Verschiedene biefg. Zigarrenfabrik gesucht. a 9 11 5 ven, Gesche Het:.. dringend ersucht die Belkage an genannten Tagen a ö Schriftl. Angeb. unt. 03209 5243] Aelteres, mittelschwer. ich im Auktionssaale Neu- Zündung nass Plechte, abzuholen. 5201. Modernes bis 6⸗Zimmer⸗ an den Gießen. Anzeig. erbet. A 1 7 stadt 55: 5259 Saletluss, trockenef Diejenigen Einwohner, die beim Freiwerden von 5 Wohnung mit Gas, elektr. Tüchtige 5247 rbeitspferd 1 vollst. Bett, 1 Glasschrank, e 2 95 Quartieren erneut Einquartierung zu übernehmen wün⸗ 8 8 1 57 Stier ormer And Kerumacher zu verkauf. Ebelstraße 32. 1 Sofa, 1 Konsolchen und Patt üg 3 1 1 dies 3 Sen Zimmer 8. 1 1 1 7 1 Spiegel. Rheuma, Jient, r. 16, anzumelden. Für solche freiwillige Einquartier⸗ g Rab. 3 6. 4997. 5 Ein Vogelsberger Bulle, Gießen, Aan 15 Juni 1915. e ung werden 2.— Mark n vergütet. 1 Meinriel ampel. 1 8 9 Müller, 15 1 T 4 4-Z⸗Zimmerwohn. Eisengießerei u. Maschinen⸗ e ere Großb. Gerichtsvollzieber.] Die Grallsbrosenuge:;. Lehren u, Oeffeutlicher Impftermin Feen rt Weg, modern Sulgen 5 2 5 bei August Lein, Lardenbach,. de de, nüchsten Mit dvoch, e Uhr, in der Turnhalle a Heudannen u ernennt Schneider Banner Weicar bann les rde 6.5. der Stadimadchenschule, Schillerstraße d. 8255. Näberes bei Hoflieserant 1 f G21] Wegzugshalber Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg 9. 1 5 5 neiderinnen 22 8 8 3 l 9 f J. 6% Far Militararbeit.(. Möbel aller Art r Cntoc Cs sind aan ver miczen*„ ese Heimstätten hau U b 9 Rote, Siebte e 0 kauf. Bett A 1 at Y Hoge Ig 0 1 herrschaftliche Wohnung von? Zimmern mit Zentral- 8 ane lee e K, Apparate eee ee 7„. N 1 798 1 W ung von 5 Zimmern und Mansardenzimmer, 1 3-4⸗Zimmerwohn euenweg 10. und Gläser 7 Wohnungen von 5 Zimmern,. Wohnungen von * 4—5 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern, 7 Woh⸗ Mehrere 4— N 3 igen 2 rn, 7 Woh 4 zu vermieten. 28900 f Warnung 25 bekannte Fabrikat uenkael alain. nungen von 2 Zimmern, 3 Wohnungen von 1 Zimmer, Weserstraße 5. U der E il en 2 e eee. 2 Laden räume mit je 1 Zimmer, 1 Lager- ode brik⸗ N 2. ob. B- Zimmerwobnun, Sli 109 fil ein⸗ Gebrauchte Möbelstücke en ee ee e raum,“ Lagerräugie mit 1 Arbeitsraum 8 möhlterte 1 mit Zubehör u. tes pre Ralttz Mebefe nens auf J werden oftmals viel teurer J. B. Häuser,—— davon 2 nebeneinanderliegende, 1 leeres Kinback, gBiesesk. Giese ner Aae erworben wie neue Möbel. Haus- and Küchengersse,, gu mieten gesucht: 2 Wobnungen von 1—7 Zimmern. f Straße 158. 5 5041 Walltorstraße 44 I. Besichtigen Sie meine Läger Neustadt 56. 40a 75 6 5 5 4 Mansarden-Wohnung r Seerose seg rade! Sad. Arbeisenaesueis Siessen. per 1. Juli zu vermielen. g Teilzahlung. 52544 121 V.-Z. 75 108. Astlerweg 9 5235 zablung. Bold 1 9 9. N 25 8* 1 Anstresczeß 10 i ler dle Kone. Es krönnen eingestellt werden: 9 K uch. blos.. t. 1 n: Zwei kl. Logis Schisen berger Weg. J. Ittmaun Feld EIL é Keusmann J Igceter ne later, 3 ger 1 nen, be rt d. Haarwuchs, 8„„ eur, 3 E ro- ver 1. Juli zu vermielen. Arbeiter Bahnhofstraße 29. J) verhdtet Maargusfalt u. Zu- manteure, 1 Kraßtsaprer, 1 Buchbinder“ 1 Wagner