woch die Russen über Sadowa-Wisznie und 9 — Beilagen: wöchentlich latter; wöchentl. Kreis. für den Kreis Seen (Dienstag und Freitag); monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfrogen isprech- Anschlusse: die Schriftleitung 112 Berlag, Geschäftsstelled l * ten: Anzeiger Sleßen. Innahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. viermal Die fortschreitende Wiede Die griechischen Wahlen zugunf TB.) Großes Hauptauartier, 16. Juni. ( Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Wieder einmal veranlaßt durch die russischen Nieder— lagen, griffen Franzosen und Engländer gestern an vielen Stellen der Westfront mit starken Kräften an. Den Engländern gelang es bei Ypern, unsere Stellung nördlich des Teiches von Bellewaarde etwas zurückzudrücken. Es wird dort noch gekämpft. Dagegen sind zwei Angriffe von vier englischen Divisionen zwischen der Straße Estoires— La Bassee und dem Kanal von La Bassee vollkommen zusammengebrochen. Unsere tapferen westfälischen Regimenter und dort eingetrof— fene Teile der Garde wiesen den Ansturm nach erbitterten Nahkämpfen restlos ab. Der Feind hatte schwere VBerluste Er lietz mehrere Maschinengewehre und einen Minenwerfer in unserer Hand. An die Stellungen der mit größter Zähigkeit sich be⸗ hauptenden Badener bei der Lorettohöhe wagt sich der Feind nach seinen Niederlagen vom 13. und 14. Juni nicht wieder .— Bei Moulin⸗sous⸗tous⸗vents ist der Kampf noch im Gange. Ein feindlicher Durchbruchs versuch in den Vo⸗ gesen zwischen den Bachtälern der Fecht und Leuch schei⸗ terte. Dort wird nur noch nordmwestlich von Metzeral und am Hilsenfirst gekümpft. Im übrigen sind die Angriffe hon jetzt abgeschlagen. 8 Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe gegen die deutschen Stellungen am Davina⸗Abschnitt, südöstlich Mariam pol, östlich von Augustow und nördlich von Bolimow wurden ab⸗ gewehrt. Unser Vorstoß auf der Front Lipowo— Kalwarja gewann weiteren Boden. Mehrere Ortschaften wurden genommen, 2040 Gefangene und drei Ma⸗ schinengewehre erbeutet. S ü do des Generalobersten v. Woyrsch russische Angriffe gegen 1 ab, die wir am 14. Juni den Russen entrissen aben. Die geschlagenen russischen Armeen versuchten gestern auf der ganzen Front zwischen dem San, nördlich von Sieniawa und den Dnjestrsümpfen östlich von Sambor die Verfolgung der verbündeten Armeen zum Stehen zu bringen. Am Abend waren sie überall aus ihren Stellungen bei Cieplico(nördlich von Sieniawa)— südwestlich Lubascow⸗ Gawadowka⸗Abschnitt(südwestlich von Niemipow) 3 Sadowa⸗Wisznia nachhartem Kampfgeworfen. De Feind wird verfolgt. Die Armee des Generalobersten von Mackensen hat seit dem 12. Juni über 40 000 Mann gefangen ge⸗ nommen und 69 Maschinengewehre erbeutet. Zwischen den Dujestrsümpfen und Zurawno haben die Russen etwas Raum gewonnen. Die Gesamtlage ist dort un⸗ verändert. Oberste Heeresleitung. 1 Die Russen kämpfen ihren letzten verzweifelten Kampf: von fern und 200 führen sie Verstärkungen auf den Kriegs⸗ schauplatz in Galizien, um dort wenigstens die östliche Ecke in ihrem Besitz zu halten. Es digt sich aber auch bei diesem verzweifelten Widerstand des Feindes, daß die deutsch⸗öster⸗ reichische Offensive sich siegreich durchsetzen wird, mögen nun darüber auch noch einige Tage vergehen! Die heutigen Tagesberichte zeigen, wie jeder Tag neue große Erfolge zeitigt. Auf der ganzen Front wurden die Russen zurück⸗ gedrängt, und sie geben in ihrem amtlichen Bericht, der im allgemeinen denn doch etwas kleinlauter geworden ist, zu, daß ihre Armee zwischen Dujestr und Pruth über die Reichsgrenze zurückgezogen worden ist. Sehr bedeutungsvoll ist die amtliche Mitteilung der österreichischen Heeresleitung, wonach die Armee Böhm⸗Ermolli in der Nacht zum Mitt⸗ 0 dki zurück⸗ geworfen, hat. Sadowa⸗Wisznic liegt ziemlich in der geraden Linie auf dem halben Wege von Przemysl nach Lemberg! Man steht also nur noch etwa 50 Kilometer vom Ziele! Die nächsten Tage versprechen spannende Ereignisse. 1 Es trifft sich ein wenig eigentümlich und komisch, daß gerade in dieser Zeit der großen Siege über die Russen in Deutschland über die Bestrebungen eines kleinen Kreises von Politikern gesprochen wird, die es sich in den Kopf gesetzt zu haben scheinen, durch einen Vorfrieden von London aus die Welt zu„pazifizieren“. Die„Nationalzeitung“ hat gegen diese„Maulwurfsarbeiten“ einen heftigen Artikel gebracht, in dem es u. a. heißt, daß ee heimlicher, stiller Maulwurfsarbeit bemüht sind, in der Regierung, dem Parlament und der 3 den Boden zu unterwühlen, auf dem nach dem Kriege die Grundlage für die Besestigungen und Sicherungen errichtet werden ollen, deren das Deutsche Reich dringend bedarf, um neue Feindes⸗ angriffe unmöglich zu machen“.„Klar und deutlich gesagt: 85 sind Bemühungen im Gange, die verantwortlichen Stel⸗ len im Reiche und die politisch einflußreichen und maß⸗ gebenden Schichten im Volke von der angeblichen Not⸗ wendigkeit eines billigen Friedens mit England zu über⸗ deugen, eines Friedens, der natürlich nur durch das Ent— gegenkommen Deutschlands in einer gauz bestimmten Frage 9 Gießener? General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und sebone Lange. Schriftleitung, Heschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Kräfte in 5 25 0 105. Jahrgang z ** Donnerstag, IT. Juni 1015 eiger monatl. 75 Bf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. aussch Bestellg. Zeilenpreis: loral 15 Uf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H Beck, sämtlich in Gießen zu erlangen ist.“ Es wird dann weiter immer in dunklen Andeutungen erzählt, es sei noch nicht der Augenblick, die Persönlichkeiten und die Verhandlungen zu kennzeichnen, durch die versucht worden sei, it Hilfe neutraler Mittels männer eine Verbindung zwischen Berlin und London zu schaffen, die zu dem von einem gewissen kleinen Kreise ge⸗ wünschten Vermittelungsergebnis führen sollte. Es sei ein kleiner Kreis am Werke, zu den 0 ehemalige Diplo⸗ maten gehörten, und es wird egen Protest eingelegt, daß von einem kleinen Konventikel englandfreundlicher Pa⸗ zifisten und international gesinnter Fanatiker über den Kopf der verantwortlichen Stellen hinweg Verhandlungen und Beratungen gepflogen werden, die auf eine Preisgabe der deutschen Interessen gegen weitgehende Kompensationen Englands abzielten. 3 Wir halten solche Maulwurfsarbeiten mit der„Na⸗ . für sehr verdreht und unerwünscht. Beson⸗ ders gefährlich erscheinen sie uns dagegen nicht. Warum soll man den Pazifisten den Mund verschließen? desto erbarmungswürdiger würden die Grimassen sein, durch die sie die deutsche Mitwelt zu rühren versuchen würden. Die„Frankf. Ztg.“ ergänzt die Mitteilungen des Berliner Blattes dahin, daß es sich um eine Vereinigung„Neues Vaterland“ handle, die ihre Druckschri die Idee zu wirken suche, daß ein zuki oder am besten mit England ges pazifistischen Kongreß, de in Holland stattfand, ist ein bekan stehender deutscher Profess diplomatischen Persönlichkeit ge Deutschland zu einer Veyrm die zwischen ihm und England Der Professor hat mit anderen Persön sprochen. Er hat in ganz loyaler Weise an das Auswärtige Amt um 5 naten bed de.„Auf einem vor mehreren Wochen er, in dieser Bewegung von einer neutralen t worden, wie sich tellen werde, wendet und sich dabei der Vern legenheit zu befassen, und damit war sie erledigt.“ Die Reichsregierung wird also schon aufpassen, daß nichts erfolgt, woram dir Zensurrssonst Anstand nehmen würde. Deutschland ist heute im übrigen für pazifistische Maul⸗ würfe kein besonders günstiges Feld. Ist es denn im Grunde nicht gleichgültig, mit welchem unserer Feinde zuerst ein Friede angebahnt wird? Die Hauptsache bleibt doch, daß wir alle Ziele eines siegreichen Friedens unverwischt im Auge behalten! Wenn unsere Heere auf den Schlachtfeldern untätig oder müßig wären, dann wäre es eine andere Sache. Aber der deutsche Generalstab verdient doch wohl ehört zu werden, nicht wahr, ihr Herren Friedens⸗ ünstler? Als die Reichsregierung das oben erwähnte Ver⸗ mittlungsangebot ablehnte, ging sie zweifellos von der An⸗ sicht aus, daß das amtliche England selbst kommen möge, wenn es Frieden anbahnen wolle. Die Friedenssaat wird dort ausgestreut, wo der Boden günstig ist. Und außerdem kommt es bei der Aussaat auf die gelegenste Zeit an. Die glanzvollen Früchte, die der Verein„Neues Vaterland“ von einem Frieden mit Eng- land erhofft, dürfen die deutschen Säemänner nicht trü⸗ gerisch locken und auf anderen Feldern säumig werden lassen. Rationelle Arbeit, wie in der Landwirtschaft, ist ein hohes Gebot auch für die Staatskunst, die den Frieden anzubahnen hat. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. Juni 1915 mittags: Russischer Kriegsschauplatz. In Galizien konnten die Russen dem allgemeinen Angriff der verbündeten Armeen trotz zähester Gegenwehr nicht standhalten. Von unseren siegreichen Truppen hart ver⸗ folgt, weichen die Reste der geschlagenen russischen Korps über Cewkow Lubaszow und Jaworow zurück. Süd⸗ lich der Lemberger Straße hat die Armee Böhm ⸗Ermolli heute nacht die russischen Stellungen auf der gan⸗ zen Front erstürmt und den Feind über Sado wa— Wisznia und Rudi zurückgeworfen. Südlich des Dujestr wird im Vorfelde der Brückenköpfe gekämpft. Truppen der Armer Pflanzer haben gestern früh Nieniow genommen. Die bisherigen Schlachten und Gefechte des Monats Juni haben reiche Beute eingebracht. Vom. bis 15. dieses Monats ergibt sich als Gesamt⸗ summe: 108 Offiziere, 122 300 Mann gefan⸗ gen 53 Geschütze, 187 Maschinengewehre und 8 Munitionswagen erbeutet. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Italiener versuchten neue vereinzelte Vorstöße und wurden aber allenthalben abgewiesen, so am N nzo bei Monfalcone, Sagrado und Plava, an der ärntner Grenze in der Gegend östlich des Plöcken, im Tiroler Grenzgebiete bei Peutelstein. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Lage in Galizien. Berlin, 17. Juni. Ueber die Entwickelung der Ver— folgungskämpfe nach der neuesten Durchbruchsschlacht vom Df — 85 Nee een 4 pazifistischen ehemaligen Diplom n bed'ent. e 5 eren We el wiesen die Truppen regierung hat es abgelehnt, sich mit dieser Ang 13. und 14. Juni in Galizien wird dem„Berliner Lokal⸗ anzeiger“ aus dem Kriegspressequartier gemeldet: Die Gesamt⸗ lage läßt sich dahin zusammenfassen, daß der rechte russische Heeresflügel, welches immer auch dessen ralliierte Front sein möge, in einer Zone von mehreren Tagemärschen bedroht ist. Ein ähnliches Geschick kann jeden Augenblick den linken rus⸗ sischen Flügel, die ganze Dnjestrfront, ereilen, wie auch weitere Einbußen im freien Felde. Danach steht die Absicht der Russen, Lemberg zu halten, ungünstig.— Dem„Berliner Tageblatt“ wird zum Vormarsch auf Lemberg gemeldet: Die Front der durch⸗ brechenden Angriffsgruppe ist bisher auf eine Entfernung von 50 Klm. östlich und 30 Klm. nordöstlich von Jaroslau vorgedrun⸗ gen. Während des folgenschweren Vordringens am westlichen Flügel der ganzen Offensiwfront ist es der Armee Böhm-Er⸗ molli gelungen, auf der oberen Bahnstrecke um 25 Klm. vor⸗ wärts zu kommen und den Mittelpunkt der Straße Mosziska— Grodek zu erreichen. Der russische Bericht. Petersburg, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus meldet: In der Gegend von Sza wle keine wesentliche Veränderung; die Kämpfe dauern fort. An der Narew⸗Front machte der Feind in der Nacht zum 14. Juni einen erfolglosen Angriff in der Richtung auf Myschninetz und unternahm auch im Laufe des Tages mehrere örtliche Angriffe in der Gegend nördlich Praszuysz, die wir aber erfolgreich zurückschlugen. Die Deutschen nahmen in Galizien, nachdem sie ihre Verluste ersetzt und neue Kräfte herangeführt hatten, die zum ersten Male an unserer Front erschienen, die Offensive in der Gegend von Jaroslau und auf dem rechten Ufer des un eb Mascea griffen die Deutschen an dem Abschnitt südlich des Brückenkopfes von Idaschew an und eroberten Roguzno. In den Morgenstunden des folgenden Tages machten wir einen erfolg⸗ reiche Gegenangriffe auf dem linken Ufer der Tysmenitza und des und Zuravkow, ein Geschütz mit Bespannung und mehrere Maschinengewehre erbeuteten. Dort hißten die Deutschen die weiße Fahne und eröffneten dann hinterhältig das Feuer, worauf wir sie nach einem ungestümen Anlauf mit dem Bajonett nieder⸗ machten Der Feind setzte seinen Angriff gegen den Brückenkopf bei Nyzniow fort, indem er dort große Kräfte mit zahlreicher Artillerie einsetzte. Wir machten dort am 13. Juni durch Zurück⸗ werfen feindlicher Angriffe über 1500 Gefangene. Zwischen Dnjestr, Pruth und Czernowitz zogen wir uns über die Reichsgrenze zurück. Die unruhen in Moskau Berlin, 17. Juni. Nach einem bekannt gewordenen Geheim- bericht des Moskauer Höchstkommandierenden an den Minister des Innern sind die Moskauer Unruhen außerordentlich ernst gewesen. Man hat nicht nur gelärmt und geschrien, sondern veranstaltete auch politische Kundgebungen. Auf der Werskaja⸗Straße entfalteten Ar⸗ beiter und Studenten rote Fahnen und riefen:„Nieder mit den Volksmördern und dem blutigen Kriege!“ Bei dem Drafomilow-Tor wurden mehrere P olizisten schwer verwundet, wobei man schrie:„Das ist Vergeltung für 1905!“ Am Chitrowo⸗Platz sang man revolutionäre Lieder und brüllte: „Nieder mit dem Zarismus!“ Auf der Lubjanka⸗Straße rief die Menge:„Die Nikolaje(gemeint sind der Zar und der Generalissi⸗ mus) lassen uns Hungers sterben! Gebt uns Brot und Fleisch!“ Gegen 4 Uhr nachmittags wurden die Unruhen so stark, daß man daran dachte, gegen die Volksmassen mit Militär vorzugehen. Nur auf inständiges Bitten des Bürgermeisters Tselnow wurden Straßeukämpfe zwischen Militär und Bevölkerung vermieden. In der Nacht auf Freitag erfolgten gegen 150 Verhaftun gen, wobei man Berge von hektographierten Aufrufen gegen den Zaren, den Großfürsten Nikolai Niko— lajewitsch und den Krieg beschlagnahmte. Die Aufrufe begannen, wie die„Vossische Zeitung“ meldet, mit den Worten: „Bürger, man betrügt euch! Unser Generalissi— mus opfert uns!“ Aus den beschlagnahmten Papieren war ersichtlich, daß namentlich die Gouvernements Cherson, Odessa und Kiew revolutioniert werden sollten. *** Der französische Bericht. Paris, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend. In der vergangenen Nacht entwickelten sich örtliche Infanterieaktionen im Gebiet nördlich von Arras(im Abschnitt Notre Dame de Lorette—Neuville) und südlich von Arras(Tautventfarm). Alle deutschen Gegen angriffe wurden abgewiesen. Wir behaupteten unsere Ge⸗ winne. Nördlich von Neuville bemächtigten wir uns einiger deutscher Horchposten. Der 15. Juni war in diesen beiden Gebieten nur durch Artilleriekampf gekennzeichnet. Unsere Batterien be⸗ schossen die deutschen Schützengräben heftig. Vom Feinde wurde in der Nacht zum 15. Juni ein gegen die von uns erovberten Schützengräben im Quennevieres(östlich von Tracy-le-Mont) gerichteter Angriff von acht Bataillonen ausgeführt. Gefangene erklärten, daß die feindlichen Verluste beträchtlich seien. Als Re⸗ pressalie für die Beschießung offener französischer und eng⸗ lischer Städte durch die Deutschen wurde heute morgen der Befehl gegeben, die Hauptstadt des Großherzogtums Baden zu bombardieren. Um 3 Uur morgens flogen 23 Flug- selben Tage 5 menter, in der vordersten Not des Artillerie⸗ und Nahkampfes 1 schen eine Sappe und die Apteilun daß ihr keine andere Naht blieb, als sich totsch behindert den. In sechs vinzen erhielten sie die Mehrheit, in drei Provinzen siegten die Gegner des früheren Minister⸗ 5 punkte, ber präsidenten Venizelos. In Mazedonien erlangte die rik und den.—* Regierungspartei eine große Mehrheit. Von 316 Deputier⸗ — Millimeter. Eine gro 2 sind 193 1 100— anger 1 2 2 Pari übrigen Gewählten sind Rhallisten, Theotokisten, sowie Un⸗ 1 A abhängige. Die oben aufgestellten Ziffern werden wahr⸗ ugzeuge wurden heftig beschossen, befonders beissscheinlich durch die noch nicht endgültig festgestellten Wahl⸗ Hinfahrt in Zabern, Straßburg, Raft ergebnisse in Mazedonien eine Abänderung erfahren. rr und Zabern. Alle kehr⸗ Berlin, 17. Juni. Der„Secolo“ meldet dem„Berl. eim, au eien. Die englische Front in Frankreich. Lokalanz.“ zufolge, daß das Ministerium Gunaris unge⸗ achtet seiner Wahlniederlage vorläufig auf seinem Paris, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Tatsache, daß die englische Front in Frankreichnuretwa 50 Kilo⸗ Posten verbleiben wird. Die politische l sich somit erst bei der Kammereröffnung am 20. li klären. meter lang ist, hatte in Frankreich eine gewisse Verstimmung Stockholm, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach aufkommen lassen.„Temps“ läßt sich heute in einer Zuschrift aus London eine darauf bezügliche Frage so beantworten, daß die einer Pariser Meldung des ententefreundlichen„Sozial⸗ englische Front eigentlich nut eine vorgeschobene Linie sei. Die demokraten“ erwartet die Entente wenig von der großen in Frankreich befindlichen Truppenmassen dienten dazu, die. 3 erke— 3 5. Wen dent in Paste 8 Nachschubsverhältnisse zu orbnen. Die englische Armee selbsts ten Venizelos in das Amt. 2 r sei nur in geringem Maße operationsfähig, da die etwaige Rückkehr zur Macht keineswegs für gleichbedeutend englische Artillerie nicht genügend Munition besitze, die mit der Wiederaufnahme seiner früheren kriegs⸗ oder Herstellung von Munition in England aber erst organisiert wer⸗ententefreundlichen Politik, weil sich die Verhältnisse den müsse, was einer jahrelangen Organisation bedürfe. Man sollefinzwischen geändert haben, vor allem infolge der n r italienischen Intervention. Es gebe niemanden 10 Paris, a and bereits viel lei un ug i 5 1 5— 5 1 e— die englische Armes in grobem Maßstabe zum Angriffs- der eigene kriegerische Interventionen Griechenlands als an nahe bevorstehend ansehe. b 5 krieg bereit sein würde. 23 der Front, die 1916er befänden sich noch in Deutsche Flugzeuge über Lunséville. Das Befinden des Königs der Hellenen. stolz sei die ganze Armee auf die rasche und greiche Paris, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ 5 l 7 775. M Mr jedes Bescgez 2* TRD—.— trotz 1 rc 3 37 J, Puls 104 mit Unterbrechungen, i zung di ü iegen un omen abwer⸗ Atmung 20. Der Zustand der Wunde ist normal, es ist dicker Eiter gehoben. Ueberhaupt sei die Stimmung im en, die nur Sachschaden angerichtet haben. Getroffen wurde anz ihr ausgeflossen. Das Allgemeinbefinden ist unveründert.. 5 daß die So 165. 5 Der Darmkatarrh dauert an, ebenso die Nierensymptome. Die] Ausgange verzweifelten. Viele Pessimisten gäbe Nacht war verhältnismäßig ruhig. sonders unter den Sozialisten, welche behaupteten, . allen Mut verlieren würde, wenn die Regierung Der Seekrieg. heit einzugestehen wagte. i hatten Die Verluste der englischen Flotte. n e e imlicht n 4 en die sie verspatet Berlin, 17. Juni. Die Mannschaftsverluste der englischen Flotte betragen der„Tägl. Rundschau“ zufolge den Fall von Antwerpen 8 gegen die Einnahme von Lille rechtzeitig. die e e e nach einer Erklärung des englischen Premierministers seit Beginn daß die Russen zurückgegangen seien, man des Krieges 13547 Mann, einschließlich 310 Ofststere“ Von den geteilt, daß das ein wohler Plan Offizieren wurden 549 getötet, 181 verwundet und 74 werden und Oesterrei 2205 5— 4 den— 1 fielen 7696, verwundet wurden stund, baß die Reassen den. 3 nehmen zu lassen. zufällig zusammengekommen, Savoharden und Bretonen Bewohner des No überwiegende Mehrzahl des Regimentes und auch sammelten Gefangenen bildeten. Viele von ihnen gebildeten Kreisen an, waren Beamte, Kaufleute, Le Die Uniformi war recht ungleichmäßig. Neben neuen grauen Uniform, die nach der Aussage der Leute jetzt bei der ganzen Infanterie eingeführt sein soll, sah man noch blaue Waffen⸗ röcke und rote Hosen und die neuen grauen Uniformen N sehr verschieden getönt, anscheinend wenig wetterbeständig. Merkwürdig war, daß keiner von ihnen seinen Divistons⸗Kuvm⸗ magdeur kannte oder auch nur dessen Namen wußte, obwohl sie sonst recht gut in den militärischen Dingen, die sie angingen, Be⸗ niemand. br Die Wirkung deutscher Geschütze. Compisgne, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Agence Havas. Am Montag abend zwischen 5 und 7 Uhr vernahm man zwei furchtbare Explosionen. Man glaubte zuerst, daß feindliche Flieger Bomben fallen gelassen hätten, erkannte aber dann, daß es Geschosse von deutschen Batterien waren, die 24 Kilometer von Compiegne entfernt abgefeuert worden waren. Die Geschosse fielen in den Wald. Jedes von ihnen gerissene Loch mißt 10 Meter Tiefe. Der Materialschaden ist gering. Getroffen wurde niemand. nn 15 0 15 Der italienische Bericht. Rom, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht der Obersten Heeresleitung. An der Grenze gegen Tirol und das Trentino Die Versenkung des„u 14“. Amsterda m, 16. Juni.(Ctr. Frkft.) Der Schiffer Groot⸗ veld von dem Scheveninger Fischerboot„Sch 347“ war durch aufgegeben hätten, sei die n e hoffe man nicht mehr allzuviel von der russi sache sei, daß die Russen recht viele Armeen im O damit diese nicht Frankreich überfluteten. f 1 g j zer einen Zufall anwesend, als das deutsche Unterseeboot„U 14“ von und auch de beherrschen Pune der. Macschen dan Neaneler fen le; fünf bererdncken Kamen Fiscdeanmfer in den Gerd bebe ander, Jie J rorber gesprechen hatte, keime übertriebene ier. züllerie und zwei Angriffen gegen den Gipfel von Vallone im oberen wurde. Das Untersceboot sah sich zunächst nur einem bewaffneten nung. Der Engländer sei versönlich sicher mutig, aher kein Piove-Tal am 13. Juni gab der Feind in diesem Abschnitt kein er⸗ englischen Fischdampfer gegenüber, der eine 7,5-Zentimeter-Kanone 8 Soldat. Außerdem sei es offenbar, daß die ise wähnenswertes Zeichen seiner Tätigkeit. Intenstwer und stärker[ und zwei englische Marinematrosen an Bord hatte. Vermutlich] Kräfte auf Kosten der Franzosen mögl nt würden. Schließ⸗ waren die Versuche des Feindes, bei Caruia einzudringen und] hat das Unterseeboot infolge der nebeligen Luft nicht gesehen, daß lich habe England auch sein Versprechen nicht gehalten und viel sich der von uns besetzten, für sehr stark gehaltenen Pässe zu bee] noch vier andere englische bewaffnete Schiffe in der waren.] weniger Soldaten geschickt, als es zu—„ 0 en 1 Die Aktion war besonders intensiv gegen den Gipfel des Monte Avostavis und am Kreuzberg⸗Joch. Hier machte der Feind am Vormittag des 14. Juni einen heftigen, durch inten⸗ sives Artilleriefeuer vorbereiteten Angriff. Das Feuer begann nachts und wurde bei Tagesgrauen heftiger; dennoch wurde der Feind zurückgeworfen und mit dem Bajonett verfolgt. Artillerie⸗ gefechte auf. ++ 5 fanden auch in der Gegend des Krn gegen San Leone und ick und längs des JIsonzo statt. Bei Podgora am Mont⸗Fortino und dem Kanal von i ließen später ausgeführte Erkundungen genauer erkennen, wie bedeu⸗ 8. des 8 820 o nz o Seine ungen liegen in mehreren Reihen hintereinander und sind 4 oder Beton ausgeführt und durch Panzerung verstärkt. Ihre Verteidigung wird durch Scheinwerfer und Leuchtraketen unterstützt. Endlich verfügt der Feind über ein ausgedehntes telephontsches, telegraphisches und op⸗ tisches Verbindungsnetz. Bei einigen unserer Verbündeten haben wir Beweise für die—— von Explosivgeschossen durch den Feind festgestellt. Auch die Prüfung der an einigen Stellen gefundenen Geschoßstücke bestätigt die Anwendung von durch inter⸗ nationale Abkommen ich verbotenen Kriegsmitteln durch den Feind. Starke Regengüsse, die gestern niedergegangen sind, haben die Lebensbedingungen in den Lagern verändert und einen empfindlichen Temperaturrückgang hervorgerufen. Die Ge⸗ sundheit 575 Truppen ist andauernd ausgezeichnet; die Stim⸗ mung gut. Berlin, 17. Juni. Laut„Berliner Lokalanzeiger“ meldet der„Avanti“ die Ankunft von ganzen Eisenbahnzügen mit Ver wundeten und Kranken in Alessandria, Genua, Jvrea und Imoli. An Stelle der Ziffernangaben hat die Zensur einen weißen Fleck ge⸗ lassen. Alle Heimbeförderten seien nur leicht verwundet, aber schlechter Laune. Der zweite der in Alessandrien in der Nacht vom Samstag eingetroffenen Verwundetenzüge habe auch eine Anzahl(die Ziffer ist wieder gestrichen) von bürgerlichen Ge⸗ r gebracht, darunter auch Frauen und Kinder, die in der itadelle untergebracht worden seien. Die NMämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront bei Ari Bur nu feuerte unsere Artillerie wirkungsvolle Schüsse ab. Es wurde beobachtet, daß der Feind infolge des von uns Auen eine seiner Artilleriestellungen eröffneten Feuers ziemlich schwere Verluste erlitt. Unsere Küstenbatte⸗ Das Unterseeboot gab einen Schuß ah, um der Besatzung des Jisch⸗ dampfers anzuzeigen, daß sie das Schiff zu verlassen habe. Der Fischdampfer holte jedoch sofort mit einem Pfeifensignal die an⸗ dern bewaffneten Schiffe herbei, die gemeinsam eine Salve Unterseeboot abgaben, das am Vorderschiff getroffen wurde. Das Vorderschiff ging in die Höhe, während das Hinterschiff unter Wasser blieb. Das Unterseeboot konnte nicht mehr untertauchen, es wurde dann, da die Mannschaft trotz des Zustandes des Schiffes augen⸗ scheinlich sich nicht ergeben wollte, gerammt. Das Unterseebvot dine unter, kam einige Minuten später aber plötzlich wieder einige genblicke an die Oberfläche, wobei die 24 Mann starke Be⸗ satzung mit Schwimmgürteln versehen über Bord sprang, worauf das Unterseebogt wieder unterging. Die Leute wurden durch die Fischdampfer aufgefischt u bracht. Die Fischdampfer gehörten nach Grimsby. Außer dem Scheveninger Fischerboot„347“ war noch ein anderes Scheveninger Boot in der Nähe. Beide liefen große Gefahr, ebenfalls von den Kugeln getroffen zu werden. Bevor die bewaffneten englischen Schiffe al„kamen zwei englische Matrosen und ein englischer Schiffer mit geladenen Revolvern an Bord des holländischen Fischer⸗ bootes, um die Papiere zu durchsuchen. Die Fischer wurden dann, als die Papiere in Ordnung gefunden wurden, 0 l Frrft. Ztg. * 1 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der schwe⸗ dische Dampfer„Thorsten“ der regelmäßig zwischen Goeteborg und England verkehrt, wurde heute früh bei Vinga von den Deutschen aufgebracht. Der Dampfer hatte Stückgut und 6 Passa⸗ iere an Bord. Ein deutscher Hilfskreuzer führte den Dampfer in „ Richtung, n 5 Swinemünde. otterdam, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Der„Rot⸗ terdamsche Courant“ meldet aus London: Das britische Tankschiff „Desabia“ ist beim Firth of Tay versenkt worden. Kristiania, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Norsk Telegrambyran“ meldet: Nach itteilungen, die aus Kristiansand bier eingetroffen sind, wurde der schwedische Dampfer„Ver⸗ dandi“ aus maes vier Seemeilen füdöstlich von Orde von einem deutschen Unterseeboot, das von einem deut⸗ Schüsse gegen den„Verdandi“ ab. Als der Zeuge, von dem die Mitteilung stammt, den Ort verließ, war der in am Achterende unter Wasser. Nach einem anderen Bericht war kein Unterseeboot zur Stelle. Der Hilfskreuzer legte erst eine Mine an Bord, die explodierte und das Deck zertrümmerte. Darauf eröffnete der Kreuzer die Beschießung Ob das Schiff gesunken ist, ist bisher unbekannt. Einige seiner Boote wurden von Makrelen⸗ fischern geborgen. auf das] Kri Das nach haben würden uns getrauen, mit den Russen als Feinden ebenso allem eine viel bessere Disziplin als wir. Was der wert ist, das sehen wir namentlich an den— Sie gen benehmen ich in al 4 N l— Ne fr. 15 len Dingen so, als ob sie noch unter ihren Jahn ben Sie, daß wir immer anerkannt. Wir u werden, wie es die Deutschen sich zutrauen. Aber mit den tschen werden wir nicht fertig. Die Deutschen de Soldut bleiben stramm, sind wortkarg und verschwie „Wie glauben Sie nun wird dieser Krieg ausgehen?“— „Als Franzosen hoffen wir auf unseren endlichen Si zweifeln nicht daran. Daß wir jetzt hier an dieser Stelle der Front oder an einer anderen durchbrechen können, diese Hoffnung hat jedermann bei uns aufgegeben. Aber schließlich wird das große Heer Italiens so viel Kräfte von der deutschen Front abz daß es uns gelingen wird, die deutsche Linie zu zerreißen“„Glau⸗ Ihnen die Italiener Hilfskräfte nach Frankrei ?“ Diese Frage löste hier, wie auch bei anderen entrüstete Ab⸗ E e egenheiten, ie g wurde, eine ziemli e lehnung aus.—„O nein, wir hoffen nicht, daß wir die Nees liener nötig haben, um unser Land zu befreien. So viel trauen muß N noch in sein eigenes Heer haben.“ Es zeigte sich. daß die Zuversicht zu der kriegerischen Tüchtigkeit der taliener ausßerordentlich gering bei den Franzosen ist. Immerhin ei es ein modern ausgerüstetes und sehr zahlreiches Heer, das be⸗ trächtliche Kräfte auf sich ziehen und binden müsse. Dazu sei es ja nicht nötig, daß der einzelne Italiener als Soldat etwas tauge. Bei dieser Gelegenheit fand ich wieder bestätigt, daß die Fran⸗ zosen 545— selbst in 5— e— Solbeten— beurteilen. Ganz hervorrag daten seien anerkanntermaßen die Leute aus dem Norden(die ja eigentlich nur verwelschte 1 nd Flamen sind), dann die Bretonen, die Normannen und die Savo⸗ schen Hilfskreuzer begleitet war, torpediert. Die Mannschaft ampfe gegen Deutsche ihren Mann stünden. taugten die wurde an Bord des Hilfskreu genommen, das Unter⸗ 0 5 i ie kei seebeot verschwand. Der Hilfstreuger fenerte darauf 20 bis 30 Lothringer am neniasten die Sldlander, die a ee 8 9815 wie bei Ihnen, da unterscheiden Sie ja auch besten Soldaten, sie 18 die Sachsen een dee 5. f a msten. Aber wir haben das nie haben gefunden, daß alle die a London, 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer ie glaubten Krieg f deine some Baer nt Erselg die Trarsportschsse des Nevbmeibung hun S o rn g war ih der uwe sce Jumper nen ben fes Funser, der N Feindes sowie Lager und Flugzeugschuppen an der Küste„Davanger“(Stavanger?), von Liverpool nach Archangelsk bis vor kurzem keinen guten Hoffnungen gewagt, weil von Sedd⸗ül⸗Bahr. Einer unserer Flieger bemerkte bestimmt, am 14. Juni bei den Hebriden versenkt worden. die allgemeine Erwartung, Deutschland ausgehungert werde, in der Kefalbucht auf Imbros ein Panzerschiff, dessen** anscheinend nicht in Erfüllung Typ an den„Agamemnon“ erinnerte. Das Verdeck des Panzerschiffes lag fast unter der Meeresoberfläche. Der hin⸗ Der franzöfische Handel. erf noch einmal Krieg sei, 2 i 11 der. den man 2 aum wine dich Deukschends Kraft z schnell erschöpfen. Es* 3 tere Schorn und der hintere Mast lagen vollständi Paris, 14. Juni(Wies Nichtamtlich.) Der„Temps“ ihnen wochen, ste faltet n den 1 unter Nesfer. Auf den üwkigen Wee rechen n schreibt: Nach der amtlichen r die Einfuhr——— den endgllttpen Steg zu erringen, datt Wesentliches nach Frankreich in den ersten fünf Monaten des Jahres 1915 scheine, als ob 99 chenk von Italien brauche. entliches. 2.781 205 000 Franks gegen 70g 7 000 Franks in denselben] Noce endglegen Siene ide äclah gebrochen Nabel wien Ein großes feindliches Kriegsschiff an der Zeitraum des Vorsabres. Dez, Wert der Lusfuhr betrug sie allerdings ganz genau, sie an keiner seit Monaten asiatischen Küste gesunten. A eee 3 n Franks.(Als Be irgendwie vorwärts gekonimen seien 5 5 5 5 e 75 rn Kichtamtlih) T— ben Ricken aeg nent ben dene Fin fl enge 755: tach sicheren, amtlich noch nicht bestätigten Nachrichten ist 1 8 ngaben, welche genngcht hat für 3 ein großes feindliches Se am 9. Juni Kriegsbriefe aus dem Westen. 8 ze e e e,, 5 —. g der asiatischen Küste Von unferm Kriegsberichterstatter. waren. waren üer die dort veröffentlichten Ziffern entseßt infolg eploston gesunken. und hatten sich darnach einen Begriff von ihren Verküsten an Toten Von der Bagdadbahn. I KLonstantinopel, 16. Juni. Nichtamtlich) Was französische Gefangene vom Krieg wissen. ö mußten Heute wurde der schwierige, rund 5 Kilometer lange Tun nel bei Bagtsche im Zuge der Bagdadbahn durch⸗ schlagen. Dieser Tunnel durchbricht die des Amanusgebirges. Er verbindet somit die ustrecke der kilikischen Ebene mit Aleppo im 3 Tunnel, dem— der ganzen Bagdadbahn, wurde seit vier Jahren gearbeitet. Die griechischen Wahlen. 3 16. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence d' Athenes. In sechzehn Provinzen sind die Venizeli⸗ stischen Kandidaten mit Stimmeneinhelligkeit gewählt wor⸗ Syrien. An dem höhe Großes Hauptqnartier, 14. Juni. In der Durutte⸗Kaserne in wo in iten die berühmten„Reichs hofener 4 Kirrassiere“ liegen, ich Ge⸗ legenhei e franzöfischer Gefangener ein⸗ ge zu sprechen, die frisch aus den Künmpfen um die Loretto⸗ öhe eingebracht worden waren. Die Leute waren überwiegend guten Mutes. Sie hatten ihre Pflicht getan, das konnte einer dem anderen bezeugen, denn die meisten von ihnen, etwa fünfzig, Fir den ue de e e 7 ganzen einan 5 hatten an der Marne mitgesochten, dann bei Albert. Beide Male in der Reserve. A diesmal bten sie noch in der Reserve r in Eingeständnis der französischen Gefangenen war recht be⸗ merkenswert: Am Anfange des Krieges sei die Pariser Hetzpre gefüllt gewesen mit Erzählungen von den Grau die Deutschen in Belgien begangen hätten. Man mein im Heere aubt. Heute glaube man es nicht mehr. Denn Fee cer e n ungen Sügre bere dee im französischen ionsgebie ingen. Man— aber aus den Erzählungen der von dort rr die Schere zurũ Einwohner und auch aus einzelnen über die gekommenen Briefen, daß sich die Deutschen dort sehr r de A iufe! ter und 4 wenn es 3 nicht alle offen 2„die meisten unter n Aus Stadt und Land. Gießen, 17. Juni 1915. Ne die 8 gengein große— 2 innt eine t all⸗ er Quartiergelder herrsch gauche. d. bei vielen Quartierwirten.“ So ine rift, die wir in den letzten Ta aus gerkreifen erhalten haben und die wir nicht unbeachtet lassen möchten, weil die in ihr ansgesprochenen Ansichten immer wieder auftauchen, so oft auch festgestellt wird, daß die Beschwerden gegen die wirklichen oder angeblichen Miß⸗ stände bei der Einquartierung sich meistens an die falsche Adresse richten oder von falschen Voraussetzungen ausgehen. Die erwähnte Zuschrift führt aus, daß„nach öffentlicher Verfügung der Stadtbehörde für Einquartierung täglich 2 Mk. für einen Mann bezahlt werden sollen“. Die in Gie⸗ 5 einquartierten Soldaten seien stets mit ihren Wirten 2 Ml r 1 das beweise wohl, daß der Satz auch ganz für die Soldaten verwandt werde, daß sogar mancher noch über diesen Betrag hinaus zulege. Umso unverständlicher sei es, wenn nun entgegen dem Ver⸗ sprechen der Stadt bei der Auszahlung der Quartiergelder gzder auszuzahlende Betrag um ein Viertel gekürzt werde“. Wie es glich sei, fragt der Einsender, daß statt 2 Mk. in vielen Fällen nur 1,50 Mk. pro Tag ausgezahlt werde? Wenn diese 8 d u dienen solle, länger mit dem für die fraglichen ecke bestimmten Gelde zu wirtschaften, so müsse man sich doch fragen, ob man dann nicht besser zu einer Kriegsvermögens⸗ oder Einkommensteuer für die Ein- ——.— Sa Mk. r ahl 1 Städte, die ö ger igung als Gießen zahlen, sei gar nicht so beträchtlich, und dann seien es meistens Kleinstädte, die we⸗ niger stark belastet seien als Gießen. Wir geben diese Auffassungen kurz wieder, weil sie an⸗ geblich unter den gebern den Grund zu„allgemei⸗ ner Entrüstung“ bilden; es erscheint uns aber aus dem glei⸗ chen Grunde notwendig, den Behauptungen des Einsenders 4— die er 1 Der Stadt ist es n. ein len, ganz allgemein 2 Mk. für den Quar⸗ 432 a e Bela ilt dieser Vorzugssatz nur für freiwillig sich meldenden Quartierwir te. Gleichwohl hat die Stadt mehrfach auch an solche, die zur 5 quartie herangezogen wurden, den höheren ag. ohne irgendwie nu verpflichtet zu sein, gezahlt. Bei Au g der Quartiergelder wird nicht willkürlich ein Vi des Betrages eingehalten, sondern wer 1,50 Mk. statt 2 Mk. erhält, hat si Differenzen bei der Auszahlung könnten sich allenfalls er⸗ Das beruht d 0 23 keine N kenne Rt** ngen, daß die 791 davon aber manchmal keine Mitteilung machen bezw. daß das gute Herz die Quartiergeber trotz der n der Tatsache antreibt, am ersten Tage ein ordentliches Essen vor⸗ usetzen. Daß es sich bei den Städten, die weniger als Gie⸗ en 9 um kleinere, selten mit Einquartierung be⸗ legte we handelt, ist durchaus unrichtig. Frankfurt, Kassel, Darmstadt, Offenbach, Marburg, Mainz. Worms usw. zahlen erheblich weniger als Gie⸗ ßen, meistens sogar nur die reichsgesetzliche Vergütung: und diese beträgt höchstens 134 Mk. pro Tag. Eine Kriegs⸗ steuer ließe si dem erwähnten e nur rechtfertigen. wenn die Verhältnisse unhaltbar wären. Das sind sie nach dem Gesagten keineswegs, sondern sie liegen gerade in Gießen hervorragend günstig. Man kann sich bei der Häufigkeit der immer wieder auf⸗ tauchenden Klagen über die Eing i slasten in Gie⸗ 2 des Gedankens nicht erwehren, als ob ein großer Teil der Bürgerschaft sich nicht darüber klar ist, wie außerordent⸗ lich segensreich sich bisher das Eingreifen der Stadt nach den verschiedensten Richtungen schon erwiesen hat. Das she aus folgenden Erwägungen hervor: Ein ganz erheb⸗ icher Prozentsatz kleinerer Familien ist auf den Nebenver⸗ 2 des Zimmervermietens angewiesen und eingerichtet. Hunderte von Zimmern würden aber mangels der Nach⸗ frage leerstehen, wenn nicht die Vermieter einen willkom⸗ menen Ersatz in dem Quartiergeben an die Landstürmer sehen Ungezählte Haushaltungen, deren Ernährer im Felde hen, erhalten auf diese Weise einen Verdienst, der nicht ohne weiteres als gering oder 55 als zu den aufgewandten Kosten und Mühen in keinem Verhältnis stehend bezeichnet werden sollte. Die 2 daß 2000 Landsturm⸗ leute schon monatelang in freiwilligen Quartie⸗ ren liegen, und daß immer ein Ueberschuß an solchen Quartieren vorhanden ist, beweist, daß mit dem gezahlten Betrage, wenn auch keine Schätze zu sammeln, dennoch ge⸗ wirtschaftet werden kann. Am klarsten aber wird man sich über die Vorteile des gegenwärtigen Zustandes werden, wenn man 5 vorstellen wollte, eines Tages zöge die Stadt ihre Mithilfe zurück und die Tausende von einquartierten Soldaten kämen für die Zukunft zu dem gesetzlichen Satze in Zwangsgquartiere, zu denen die Einwohner nach Reichs⸗ 900 verpflichtet sind. In vielen kleinen Gemeinden einhessens ist es wochen⸗ und monatelang so gewesen. Man kann sich denken, daß dann gar mancher, der augen⸗ blicklich noch allerhand Ausstellungen hat, händeringend die schönen Zeiten zurückbeschwören würde, als die Stadt noch 2 Mk. für die srewilligen Quartiergeber zahlte. 1 N und dieser Gedanke ist letzten Endes das Wichtigste an der ganzen Sache— bedeutet, wie wir früher schon einmal ausführten, das Vorgehen der Stadt eine wohlüberlegte Kriegshilfe. Viele Familien wür⸗ den, wenn ihnen durch das Quartiergeben nicht ein Neben⸗ verdienst gegeben würde, der Kriegsfürsorge anheimfallen, und müßten das Geld, das ihnen jetzt als willkommenes und ehrliches Verdienst oten wird, als Almosen und Unterstütz ie von der Stadt einges M i neben der Nützlichkeits⸗ auch eine Takt⸗ frage. Es liegt daher im vollen Interesse der Allgemein⸗ heit, wenn die kleinen und großen Klagen über wirkliche oder vermeint Mängel in der Einquartierung endlich ver— stummen. Wenn nun einmal eine Ermunterung des vater⸗ ländischen Geistes bei dem einen oder anderen nur mit äußerlichen N erreicht werden kann, dann bedenke man, daß in Gießen die kleinen Opfer, von denen hier die Rede ist, mit am leichtesten gemacht werden. Jeden⸗ falls ist es unseren ausziehenden Feldgrauen nicht gerade ein erfreulicher Gedanke, daß man sich hinter ihrem Rücken über die Höhe 1 aufgewandten Quartierkosten be⸗ schwert, während sie selbst ihr Alles zu Markte tragen. * f Erhebung der Erntestächen. Arljährlich werden im Deutschen Reich die Anbau- lachen der wachten Fedfrüchle zur Sch hung 3 ermittelt. Um in diesem Jahre genauere* zu er⸗ halten, hat Bundesrat eine besondere 9 in der Zeit vom 1. bis 4. Juli ds. Is. an die einzelnen Betriebsleiter(Landwirte usw.) selbst nach der Größe der Ernteflächen.— angebauten Feldfrüchte befragt werden sollen: Winter- und mer⸗ weizen, Spelz einschließlich Emer und Einkorn, Winter- und rro„Gerste, Menggetreide, Mischfrucht, Hafer und Kartoffeln. Kartoffeln in Gärten usw. bleiben außer Betracht. Die Erhebung erfolgt gemarkungsweise, unter Leitung der Großh. Bürgermeistereien. Diese haben die er⸗ — 1 Zählbezirke bilden und Zähler dafür zu be⸗ N gehe wichtigen Aufnahme hängt 5 von ab, daß tüchtige Zähler gewonnen werden. Das Großh. Ministertium des Innern hat deshalb angeordnet, daß die Aug und 1 5 f. i den g vom— den ufnahmetagen möglich ist, si n Gemeindebehörden zur e dieser vaterländischen Aufgabe zur Verfügung ellen. Der Zähler Hauses von Hau gebnis— den an dwirte nur dann abgegeben, wenn der Zähler die verlangten Angaben nicht unmittelbar erhalten kann. Der Zähler hat alle Angaben in Hektar und Ar einzutragen. In den Fragebogen dagegen darf der Landwirt seine Ernte⸗ flächen auch in einem andern Flächenmaß als in Hektar und Ar machen. Er muß aber das Flächenmaß genau bezeichnen. Die Großh. Bürgermeisterei oder die beauftragten Personen sind befugt, zur Ermittelung richtiger Angaben über die Ernteflächen die Grundstücke der zur Angabe Verpflichteten * und Messungen vorzunehmen, auch hinsichtlich er Größe der landwirtschaftlichen Güter oder einzelner Grundstücke Auskunft von den Gerichts- oder Steuerbehör⸗ den einzuholen. Betriebsinhaber oder ihre Stellvertreter, die die An⸗ gaben verweigern oder unrichtig machen, werden mit Geld⸗ strafe bis zu zehntausend Mark oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft.— Die Großh. Zentralstelle lür die Landesstatistil in Darmstadt ist mit der Durchführung der Zählung beauftragt und übersendet die nötigen Zählpapiere an die Großh. Bürgermeistereien. An⸗ fragen bezüglich der Zählung sind ebenfalls an die Zentral- stelle zu richten. ht von Haus zu Haus und innerhalb jedes tung zu Haushaltung und trägt das Er⸗ * riegswirtschaft und Getreidehändler. Eine von der Handelskammer Gießen einberufene Versamm⸗ lung von Vertretern des Fruchthandels aus den Kreisen Gießen, Alsfeld und Lauterbach nahm nach einem Referat des Syndikus einstimmig folgende Entschlie-⸗ ß un K 75 Getreidehandel hat in der kriegswirtschaftlichen Gesetz⸗ 1 die ihm gebührende Berücksichtigung gefun⸗ en. der ser Fehler muß bei dem Einbringen und der Verteilung neuen 2 aus allgemein volkswirtschaftlichen Gründen. wie auch im Interesse der unmittelbar beteiligten Handelskreise vermieden werden. Hat sich der Getreidehandel schon von alters⸗ her als ein notwendiges und nutzbringendes Bindeglied zwischen Hersteller und Verbraucher erwiesen, so kann er bei. der an sich schon schwierigen der Bevölkerung mit Brotgetreide in einer Zeit, wie der gegenwärtigen, mit sei bewährten Ein⸗ richtungen und Anlagen, in denen gewaltige Kapitalien nieder⸗ Sale tend, erst recht nicht entbehrt werden. Es erwüchst daher . e I„in welcher Weise e e e 0 it dienstbar gem, werden können. Als überaus beachtenswert hält die Versammlung die Vorfe welche zur Erreichung dieses Zieles in einer ge⸗ meinsamen Eingabe der Gießener Getreide⸗Großhändler an die Handelskammer gemacht worden find. Die Versammlung richtet an die Handelskammer Gießen das dringliche Ersuchen, diese Vor⸗ schläge der Großherzoglichen Regierung zu unterbreiten und auf Grund dieser Vorschläge in sofortige Verhandlungen mit der Großherzoglichen Regierung unter Zuziehung von Vertretern des Fr r einzutreten.“ N Mit den gleichen Fragen befaßte sich vorgestern in Frankfurt der„Bund deutscher Getreide-, Mehls, Futter- und Düngerhändler“, der seine Gründung den auch in obiger Entschließung erwähnten kriegswirtschaft⸗ lichen Verhältnissen verdankt. Die Bundesversammlung be⸗ schloß nach längeren Verhandlungen, bei der Staatsregierung dahin vorstellig zu werden, daß neben den Genossenschaften auch sämtliche Getreidehändler am Aufkauf des Landgetreides bei der Ernte beteiligt werden; ebenso sollen die Händler bei der behördlichen Verteilung von Mehl usw. als Vermittler eingeschaltet werden. Auch bei der Schaffung von Gerste-, Dünger⸗ und anderen Monopolen wünscht der Bund eine seiner Bedeutung entsprechende Berücksichtigung. * Mehr Achtung vor den Saaten. Trotz aller Mahnungen, jeden Halm und jede Pflanze, die uns Frucht trägt, in Ehren zu halten, mehren sich wieder die Klagen über die mutwilligen oder unbedachten Schädigungen von Feld und Garten. So konnte man gestern, wie man uns erzählt, an einem Kartoffelstück am oberen Aulweg sehen, wie eine ganze Reihe von Kartoffelpflanzen, wohl zwanzig an der Zahl, ausgerissen und umher⸗ gestreut waren. Auch die Kornäcker haben unter der Rücksichtslosigkeit und Gedankenlosigkeit so mancher Spa⸗ ziergänger wieder zu leiden. Der Gedanke an die Wichtig⸗ keit der diesjährigen Ernte, die von allen Seiten immer und immer wieder betont wird, sollte doch genügen, allen, namentlich auch den erwachsenen Saatfrevlern, das Ge⸗ wissen zu schärfen. * Militärische Ausbildung der Jugend. Letzten Samstag traten die Jungmannschaften 8¼ Uhr abends an der„Germania“ an, marschierten unter Voran⸗ tritt ihrer Spielleute nach dem Triebe und übten dort in den einzelnen Zügen. Zum Schlusse fand ein kleines Gefecht am Eulenkopf statt. Gestern abend wurde die neugebildete Bajonettier- Abteilung zum erstenmal in der Turn- halle des Gymnasiums von den Herren Weisel, Ph. Müller, Noll und Weeg in die Grundzüge der Bajo— jonett-Fechtkunst eingeweiht, während der Rest der Kompag— nien unter Leitung der Herren Dr. Schäfer, K. Wenzel und Fr. Wenzel in den Höfen und Turnhallen der Ober⸗ realschule und des Realgymnasiums den Turnsport pflegten. 5 Anschluß an die Uebungen hielt Leutnant der Res. chlotter in der Turnhalle des Realgymnasiums einen interessanten Vortrag über seine Kriegserlebnisse in den Kar⸗ pathen und fand bei seinen dankbaren Zuhörern reichen Bei— fall für seine fesselnden Ausführungen.— Für Sonntag, den 20. d. M., ist eine größere Felddienstübung der 1 des Gießener Stadtbezirks geplant, an der auch die Mannschaften aus der Stadt mit Einschluß der Gießener Jugendwehr teilnehmen sollen.(Siehe auch die Notiz unter Leihgestern.) Das Antreten erfolgt pünktlich nachmit⸗ tags 1½ Uhr an der„Germania“. * Die Gießener Freilicht⸗Bühne ist, wie man uns schreibt, in den 6 Jahren ihres Bestehens nicht in die beneidenswerte Lage gekommen, Schätze aufzustapeln; sie lebte gewissermaßen„von Hand zu Mund“, insofern von den Einkünften ungefähr die Ausgaben bestritten wur⸗ geordnet, bei der! 3 in die Zählliste ein. Fragebogen wer⸗ den. In diesem Jahre ist aber die Deckungsfrage der Un⸗ kosten deshalb etwas heikel, weil die Verwundeten freien Zutritt haben.— Die Eintrittspreise für die übrigen Be⸗ sucher sind diesmal etwas höher als beim Unterhaltungs⸗ mittag, weil bei Aufführung von Stücken sich naturgemäß die Ausgaben steigern. In diesem Sommer werden voraus- sichtlich nur Dilettanten mitwirken; aber in Anbetracht dessen, daß Herr Direktor Steingoetter die alleß er rische Oberleitung übernommen und Herr Reallehrer Mulch sich bereit gefunden hat, die Orchesterstücke und Gesangseinlagen einzustudieren, kann man den Besuch der herrlichen Waldbühne der Gießener Bürgerschaft mit gutem Gewissen aufs wärmste empfehlen. Das Nähere über die Stücke und Eintrittspreise und dergleichen mehr ist aus dem heutigen Inserat ersichtlich. * Akademischer Kriegs vortrag. Wir machen nochmals auf den heute abend in der Aula stattfindenden Vor- trag des Prof. Dr. Versluys über„Die Bedeutung der Ungeziefer Bekämpfung im Kriege“ aufmerksam Landkreis Gießen. 4 Leihgestern, 16. Juni. Nächsten Sonn ag, 20. d. M. findet eine größere Uebung für die Jungmannschaften der Um⸗ ebung Gießens statt. Sammelplatz ist die Ganseburg, an der Seu Gen- rindbeng Die Uebung beginnt 3 Uhr nachmittags. Nach der llebung sammeln sich die Kompagnien auf der Höhe 264 nördlich Großen-Birseck. Die Regimentsmusik wird mitwirken.— Einige Kompagnien treffen schon vormittags ein und werden am Sammelplatz abkochen. Kreis Lauterbach. 0 r. Aus dem oberen Vogelsberg, 16. Juni Auch auf unseren Bergen schreitet die Heuernte rüstig vorwärts. Die Grummetwiesen dend zum größten Teil schon abgeerntet und haben auch einen ziemlichen Ertrag gebracht. Dagegen geben die mage⸗ ren wohl die Menge des Heus weit hinter der vorigen zurückbleibt, ist auch hier die Qualität ganz vorzüglich. Ein Arm voll Heu hat wohl ebensoviel Nährwert wie die doppelte Menge im Vorjahre. Kreis Friedberg. h. Friedberg, 16. Juni. Zur Deckung der durch den Krieg verurfachten größeren Ausgaben erhöhte die Stadt die Ge⸗ meinde⸗Einkommensteuern auf 120 Prozent und die Vermögenssteuer auf 21 Prozent. Aus der Wetterau, 16. Juni. Die Heuernte ist beendigt. An Quantität kommt sie der vorjährigen nicht gleich, doch ist die Qualität ganz vorzüglich. Die prächtigen Kleeselder liefern gutes Kleeheu. Die Sommerfrucht bedürfte noch eines durchweichenden Regens, während die Winterfrucht einen allen Erwartungen entsprechenden Ertrag liefern wird. Mit dem Stand der Hackfrüchte sind unsere Landwirte auch zufrieden. Hessen⸗Nassau. II Marburg, 16. Juni. Zum Besten der erblindeten Krieger des 11. Armeekorps, die in der hiesigen Universitäts⸗ Augenklinik behandelt und zu nützlicher Tätigkeit vorbereitet werden, zeigt sich erfreulicherweise große Opferwilligkeit. So wurden von den Landgemeinden des Kreises Marburg z. B. 2162 Mark hierfür gesammelt. h. Bad⸗ Homburg v. d. H., 15. Juni. Die Stadt ver⸗ ordnetensitzung bewilligte 2000 Mark zur Errichtung eines „Eisernen Denkmals“ vor dem Kurhause. Das Denkmal erhält nach einem Entwurf des Kaisers die Form eines gehar⸗ nischten Ritters und soll nach und nach ein Kleid von Eisen⸗ nägeln erhalten. Der Ueberschuß soll Kriegsfürsorgezwecken zugewendet werden und den Grundstock für ein in Homburg zu er⸗ richtendes Militärgenesungsheim für Offiziere und Soldaten bilden. Märkte. ch. Bingen, 16. Juni. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,0, Gerste Mt. 00,00, Hafer Mk. 00,03, Heu Mt. 0,00. Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 45,50, Roggenmehl Mk. 3,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,10, Milch 1 Liter 24 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.40. Mällersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 17. Juni 18% B. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 18. Junt 1915; Zunahme der Bewölkung, meist trocken, kühler, nördliche Winde. Letzte Nachrichten. Zeppeline gegen England. (WTB.) Berlin, 17. Juni.(Amtlich.) In der Nacht vom 15. zum 16. Juni haben unsere Marineluftschifft einen Angriff auf die Nordostküste von England gemacht. Ein befestigter Küstenplatz wurde mit Bomben be⸗ worfen, durch die eine Reihe industrieller Anlagen, darunter ein Hochofenwerk, in Brand gesetzt und zum Teil zerstört wurden. Die Luftschiffe wurden stark beschossen, besonders von einer Strand batterie. Letztere wurde angegrif⸗ fen und zum Schweigen gebracht. Die Luftschiffe erlitten keinerlei Beschüdigungen.. Der stellvertretende Chef des Admiralstabs: (gez.) Behncke. Die Verhandlungen Bulgariens. Sofia, 17. Juni. Ueber die in gutem Gange befindlichen türkisch⸗bulgarischen Verhandlungen über eine Gebietsabtretung an Bulgarien wurde natürlich nichts bekanntgegeben. In den der Regierung nahestehenden Kreisen herrscht optimistische Auffassung hinsichtlich eines baldigen günstigen Abschlusses. Gestern besuchte der Ministerpräsident Radoslawow die Gesandten des Vier⸗ bundes. Dieser Besuch soll, wie verlautet, mit der bevorstehen⸗ den Antwort der vor zwei Wochen von ihnen gemachten Kom⸗ pensationsvorschläge im Zusammenhang stehen, die selbst die Russophilen als unzureichend erachten.— Der bisherige tür⸗ lische Gesandte Fethi Bei verläßt morgen Bulgarien. Fethi Bei, der Reserveoberst ist, erklärt dazu: Als der Krieg begann, er⸗ suchte ich um meine Einreihung in die Armee. Mein sehnlichster Wunsch ist erfüllt, so daß ich glücklich bin. Ich übernehme das Kommando einer Division auf dem europfischen Kriegsschauplatz. Bulgarien verlasse ich mit dem besten Gedenken. An meine Stelle tritt der frühere Belgrader Gesandte Dschewad Bei. Sasonow als Prophet. Bukarest, 17. Juni. Wie gemeldet wird, erklärte der ruf⸗ sische Minister des Aeußern, Sasonow, einem Redakteur des „Rietsch“, daß sich Rußland auf keinenneuen Winterfeld⸗ zug vorberrite, da der Krieg nach seiner Meinung viel eher beendigt sein werde. Ueber den Ausgang schwieg der Minister, doch geht aus den Anordnungen der russischen Regierung deutlich hervor, daß Rußland durch innere Gründe dazu bestimmt wird, den Krieg möglichst bald zu beenden. N Die Montenegriner vor Skutari. Lugano, 17. Juni.„Giornale d'Italia“ meldet aus Sku⸗ tari, daß monter ische Truppen wegen feindseliger Haltung der Malissoren nach San Nicola an der Mündung der Bo jana geschickt worden seien, um die Durchfahrt der aus Anti⸗ vari erwarteten Lebensmitteltransporte zu sichern. Diese Truppen hätten sich aber allmählich weiter im albanesischen Gebiet aus⸗ gedehnt und schließlich den kleinen Tarabosch bei Sku⸗ tari besetzt, eine Abteilung sei sogar bis zur Zollbrücke vor⸗ gedrungen und habe die albanische Kaserne besetzt. Die Bevölkerung von Skutari habe sich in ihrer Angst an den italienischen Konsul gewandt, dessen energischem Vorgehen es allein zu verdanken sei, wenn Skutari noch nicht von den Montenegrinern besetzt wurde. Die Albaner verlangen, daß Italien zu shrem Schutz San Giovanni di Medua, Alessio und Skutaxi besetze, um die Ordnung herzustellen und einem Hand⸗ streich zuvorzukommen. Bergwiesen kaum ein Drittel der vorjährigen Ernte ab. Ob⸗ 5 J 5 1 2 , Den Heldentod für das Vaterland starb am 7. Juni unser lieber A. H. Dr. Peter Gottschämmer Offizierstellvertreter. Ehre seinem Andenken! Die Landsmannschaft„Chattia“ Erwin Fritz In treuester Pflichterfüllung starb am 5. Juni in- folge seiner schweren Verwundung im Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland unser herzensguter, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, unvergesslicher Bruder, Schwager und Onkel Hans Hermann Ersatzreservist im Res.-Inf.-Regt. 224, 5. Komp. im 23. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Rangiermeister Karl Hermann und Familie Christian Warlich und Familie Heinrich Mosbach und Familie. 2. Zt. im Felde 032¹⁰ Giessen(Ederstrasse 20), den 16. Juni 1915. 273] Hauspäne Mk. 3,00, trockenes, kleingemachtes Eichenholz Mk. 3.50 per Karren frei Haus. Jul. Wellböser, Teleyh. 74]. Honigpulver Apis dient zux Herstellung von 4 Pfd. Kunstbonia. Beutel 2 30 Pfg. bei Otto Schgaf, Seltersweg 39. 5034 stheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die Slänzend bewährten Petrin- Tabletten Name gesetzlich geschützt 275 enerkannt bestes Mittel, da vollständig unschkd- Iich, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend.— Zu haben in allen Apotheken. Hervorragend leicht, angenehm und praktisch im Gebrauch, besond-, während der: warmen dahreszeit sind Daunen Steppdecken und hochfeine Seidengl.-, Satin-, Woll- und Baumwoll- Steppdecken mit Hand oder Maschine gearbeitet Eigenes Fabrikat egen. Wiedersehen war seine Hoffnung! Am 12. Juni fiel in Erfüllung seiner Pflicht für das Vaterland unser braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel ö Emil Schmidt Infanterie⸗Regiment Ur. 186 im Alter von nicht ganz 21 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. J. d. N.: Familie Schmidt Familie Reitberger. Gießen, den 16. Juni 1915. Großer Steinweg 10. 511¹ Wiedersehen war seine Hoffnung! Am 19. Mai starb im Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland infolge seiner am 17. Mai erlittenen Verwun⸗ dung unser lieber, guter Sohn, unser teurer Bruder, Enkel und Neffe 2 7 Emil Katz Gefreiter im Inf.-Regt. Nr. 49, 12. Komp., zuerst im Inf. Regt.„Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, 9. Komp. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Seligmann Uatz. 75 Steinberg, Pohl⸗Göns, 17. Juni 1915. 03202 Morgen Freitag, den 18. Juni: im Garten des Hotels Felsenkeller in Gießen. Große Gurken Stlick 25, 30 u. 35 Pig, ganz weiß. groß. 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