Die„Gießener Famllienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zett⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. A C 165. Jahrgang Gießener Anzeiger mittwoch, Ib. Jun! 1915 Rotattonsdruck und Verlag der Brühl Universitäts- Buch- und Steindruckere— R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Scheu straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: Ss, Schrift leitung: 112. Adresse für Trahtnachrichten. Anzeiger Gießen. Hönig Konstantins Wahlsieg. Die Wahlen in Griechenland hatten diesmal eine ganz besonders persönliche Zuspitzung erfahren, wenn sich frei— lich in diesem Fall auch die Person mit der Sache deckte, um die bei den Wahlen gekämpft wurde. Hie König Honstantin! hie Venizelos! lautete die Gegenüber— stellung, und für die große Masse deckte sich das im wesent— lichen mit der Losung: Hie Frieden! hie Krieg! In Wahr- heit freilich traf diese letztere Gegenüberstellung wenigstens zum Schluß nicht mehr so schroff zu, als es noch bei dem Anfang März erfolgten Sturz des Dreiverbandfreundes Venizelos der Fall gewesen war. Auch dieser schlaue Kreter hatte viel Wasser in seinen Wein gegossen, und er hatte bei den Wahlen nicht mehr den bedingungslosen Anschluß an den Dreiverband, den Krieg um jeden Preis gepredigt, sondern die griechischen Söldnerdienste immerhin von einigen Bedingungen abhängig machen wollen. Der Veni— zelos-Partei stand in heftigem Kampf die Gunaris-Partei 1 die man freilich richtiger als die Königspartei ezeichnet, denn der Ministerpräsident Gunaris vertritt das Programm des Königs Konstantin, das Programm der Neutralität, des Friedens und damit der Wahrung der wirklichen griechischen Interessen. Die anderen kleinen Grup⸗ pen, die Theotokisten, Zaimisten, Navromichalisten, spielten bei den Wahlen keine wesentliche Rolle, und auch die von dem Generalgouverneur Dragomis begründete neue Partei der Unabhängigen, auch mazedonische Partei genannt, hat einen Mißerfolg zu buchen, der schon dadurch gekennzeichnet wird, daß sowohl der Parteigründer wie sein Sohn, der * griechische Gesandte in Petersburg, durchgefallen sin Der Zweikampf zwischen König Konstantin und Veni— zelos, der Anfang März zum Rücktritt des Kabinetts Veni⸗ gelos führte, hat nunmehr mit dem endgültigen Siege des König, mit der Niederlage der Venizelos-Partei, geendet, welche bisher über die überwältigende Mehrheit in der Kammer verfügt hatte. Es ist der Regierung gelungen, aus eigener Kraft die Mehrheit zu erringen. Zwar kehrt die Venizelos⸗Partei mit einer stattlichen Minderheit zurück, doch könnte sie selbst mit Hilfe aller anderen Gruppen die e nicht hemmen. Eine solche Kombination wäre schon deshalb ausgeschlossen, weil die anderen Partei⸗ —.— sämtlich im Gegensatz zu Venizelos stehen, so daß zu rechnen ist, daß die kleinen Gruppen mit dem 5 8 gehen und dessen Mehrheit somit noch verstärken wer 5 Wir betonten schon, daß der Wahlsieg der Regierung Peg geh einen Sieg des Königs Konstantin und den Sieg s Friedens darstellt. Daß dies zugleich der Sieg der wah⸗ ren Interessen Griechenlands ist, hat der Ministerpräsident Gunaris in einer sehr verständigen Rede hervorgehoben, worin er den von i mit seiner Veröffentlichung der e nen Noten begangenen Vertrauensbruch kennzeichnete. t Recht betonte Gunaris, daß Griechenland alles ge⸗ wonnen habe, indem es nicht der Politik Venizelos' gefolgt sei, denn das Land habe seine Flotte vor der chmetterung an den Dardanellenforts bewahrt, und es habe nicht eine einzige Division verloren. Man braucht sich in der Tat nur zu erinnern, daß Venizelos Anfang März gestürzt wurde, während am 18. März die vernichtenden Niederlagen der Ententemächte an den Dardanellen einsetzten. In diesem eitlichen Zusammenhang erkennen alle vernünftig Denken⸗ n in Griechenland die weise Voraussicht des Königs Konstantin, dessen Volkstümlichkeit und Beliebtheit ange⸗ sichts der schweren Erkrankung in geradezu überwältigender Weise zutage getreten ist. 5 Was die zukünftige Politik der Regierung betrifft, so hat Gunaris erklärt, daß er nur dann daran denken würde, Griechenland den Gefahren eines Krieges auszusetzen, wenn italienisches Blatt, der„Secolo“, von der Neutralitätspolitik Gunaris' sagt, daß unter ihr„das griechische Staatsschiff in die fürchterlichsten Stürme der hohen See hinausgetrieben werde, statt, wie es unter Führung Venizelos geschehen wäre, in den sicheren Hafen einzulaufen“. Daß der Friede ein fürch— terlicher Sturm und der Krieg ein sicherer Hafen ist, stellt eine Erfindung der Italiener dar, aber wir zweifeln nicht daran, daß sie nach wenigen Monaten Erfahrung am eigenen Leibe das Patent darauf abmelden werden. Was die Griechen betrifft, so hat der Ausfall der Kammerwahlen gezeigt, daß sie es ablehnen, die undankbare Rolle der Genossen im Un- glück zu spielen, und wenn der Vierverband bei seiner Aus— schau nach solchen, die nicht alle werden, bisher auch das Land der Griechen mit der Seele suchte, so wird er das jetzt, nach der Niederlage des Venizelos, wohl als verlor'ne Liebesmüh' erkannt haben. e h——————— Wie bergen wir in diesem Jahre den Erntesegen, wenn er glücklich zur Reife gediehen ist? Man schreibt uns: Eine bedeutsame Frage! Von den Landwirten, die bis— her unsere Felder bestellt und bearbeitet haben, ist ein gro— ßer Teil dem Rufe zur Verteidigung des Vaterlandes ge— folgt. In einzelnen größeren Dörfern sind bis zu 100 und 1— Landwirte eingezogen, und wenn auch seitens der Militärbehörden Beurlaubungen der Landwirte zur Ernte— zeit stattfinden werden, so wird doch ein nicht unbeträcht— licher Bedarf an Erntearbeitern entstehen, der auch durch die Heranziehung von Kriegsgefangenen nicht voll gedeckt werden kann. Zweifellos werden sich auch in diesem Jahre wieder viele freiwillige Hilfskräfte zur Mitarbeit bereit erklären, und das erhebende Bild, das sich vor der letzt⸗ jährigen Ernte in der Bereitschaft vieler Kinder zur Hilfe zeigte, wird sich sicher in diesem Jahre wiederholen. Es wird niemanden geben, der die Opferwilligkeit der städti⸗ schen Jugend nicht im vollsten Umfange anerkennt, und doch wird bei der Einbringung der Ernte deren Beschäfti⸗ gung nur in stark beschränktem Umfange möglich sein. Es wäre insonderheit verfehlt, wahl⸗ und planlos einen Strom von Kindern aus der Großstadt aufs Land hinaus zu leiten. Man könnte da mehr Schaden als tiften. Die Land⸗ arbeit ist ja nicht so einfach und so leicht, daß sie von jeder⸗ mann ohne weiteres verrichtet werden kann. Vor allem aber erfordert sie tüchtige Kraft und Ausdauer. Diese Aus⸗ dauer will durch längere Gewöhnung erworben sein. Wer sie nicht besitzt, wird bereits nach einer Arbeitsleistung von ein paar Stunden am Ende seiner Kräfte sein. Ein Versuch wird fast stets lehren, daß ein an landwirtschaftliche Ar⸗ beiten 12 kräftiger Landjunge von 13 Jahren auf dem Acker mehr, sorgfältiger und besser schafft, als ein junger Mann von annähernd 20 Jahren aus der Stadt ohne Erfahrung in solcher Arbeit. Insonderheit stellt die andauernde angestrengte Arbeit im heißen Sonnenbrande große Anforderungen an die Widerstandskvaft dessen, der solche Arbeit nicht gewohnt ist. Es würde deshalb völlig ver— fehlt sein, 11—13 jährige Jungen aus der Stadt zur Hilfe⸗ leistung bei der Erntearbeit aufs Land hinausschicken zu Gegen die deutsche Schneiderei! Das„Kunstgewerbeblatt“ bringt nähere Mitteilungen über den Feldzug gegen die deutsche Schneiderei, den das Pariser Beklei⸗ gewerbe organisieren will. Die Beratungen über die zu nden Maßnahmen fanden in einer Sitzung statt, auf deren Tagesordnung die Frage„Die Bekleidungsindustrie und die Deut⸗ schen stand, und als Hauptrufer in dem Streite trat Herr Aine, der Borsitzende des Syndikats der französischen Schneiderei, auf. Aus seinen Ausführungen ergab sich, wohl unfreiwilligerweise, das Anerkenntnis, daß die Deutschen im französischen Bekleidungsge⸗ werbe im Laufe der Jahre zu ganz außerordentlicher Bedeutung gekommen sind. Nach Herrn Aine ist ihr Eindringen auf diesem Gebiete, das sich auf so hinterlistige Art“ vollzogen hat, als eine Folge der mangelhaften Orggnisation der französischen Syndikate anzusehen. Zunächst hält es r Aine für selbstverständlich, daß die Wiederkehr der Deutschen, deren Habe unter Zwangsverwaltung gestellt wurde, verhindert werde. Die Bevölkerung, so meint er, würde meutern, wenn die Deutschen, nachdem sie die Konzentra⸗ tionslager verlassen und Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, in gewisse Werkstätten zurückkehren würden. Allein das ist nur die eine und vielleicht noch nicht entscheidende Maßregel, zu der Herr Aine rät. Sein Schlachtruf geht dahin:„Wir müssen endgültig die „Ulanen des Handels“ ausstoßen, fortab ihre Ware ver⸗ weigern und nicht mehr die Ergänzung ihres Geschmackes durch den unseren dulden“(Bescheidenheit ist eine Zier..). Als Haupt⸗ mittel zur Besiegung der Deutschen auf dem Gebiete des Beklei⸗ dungsgewerbes bezeichnete Herr Aine etwa die folgenden. In die fremden Länder soll die französische Schneiderei rdnungen sen⸗ den, um ihre Bedürfnisse zu studieren. Die Angehörigen der fran⸗ 3ösis. Schneiderei sollen gemeinschaftliche Reklame treiben, ge⸗ meinschaftliche Preisverzeichnisse und gemeinschaftliche Reisende ausschicken. Die französischen Konsuln im Auslande haben Forde⸗ rungen dieser Art schon aft und seit langem aufgestellt, aber die Pariser Schneider haben sich nie einigen und organisieren können: und der unbefangene Beurteiler wird auch jetzt seine Zweifel daran haben, ob der Organisationswille der Pariser Schneiderei über die Gegensätze und Rivalitäten der verschiedenen Häuser wird siegen önnen. Aber freilich: jetzt liegt Gefahr im Verzuge, denn, wie Herr Aine gesteht,„um die sich anhäufenden Zusammenbrüche wieder gut zu machen, die jeden Tag zahlreicher und schwerer wer⸗ den, können wir nicht genug gemeinsame Tatkraft in unseren Ver⸗ —* en aufbringen.“ Auch auf ein gemeinsames Syndikats⸗ plakat fol die französische Schneiderei sich vereinigen, das dann — als französisches Fabrikzeichen zu gelten haben de. Dies Plalat solle ein Privileg der französischen Häuser sein und würde also eine Rücklehr zur körperschaftlichen Verfassung bedeuten So wird auf der ganzen Linie gegen die deutsche Schnei⸗ derei mohil e Die französischen Schneider haben allerdings, so bemerkt Kunstgewerbeblatt hierzu, alle Veranlassung, den 19 5 anzugreifen gelernt haben. Wenn eine Schar solcher Jüng N unter Führungund Anleitung eines stützung von Frauen ländlicher Besitzer, die ihren Gatten und Knecht beim Heere stehen haben. Erhöht würde der Wert ihrer Hilfe noch, wenn sie i wenig Anforderungen bezüglich ihrer Unterbringung und Verpflegung stellen, vielleicht ihr Essen sich selbst bereiten würden, worin sie ja mehr oder weniger erfahren sind. Wenn sie im Bauernhause selbst essen und schlafen, was im allgemeinen das Gegebene sein wird, muß völliges Einfügen in die Hausordnung vor allem auch in den bäuer⸗ lichen Küchenzettel selbstverständliche Voraussetzung sein. Viele Landwirte haben in der Ernte 1914 die städtische Hilfe abgelehnt, weil sie befürchteten, der Gast aus der Stadt könne Ansprüche erheben und dadurch die Arbeit mehr hin⸗ dern als fördern. Im höchsten Maße verfehlt würde die von manchen Sei— ten empfohlene Verlegung der Sommerferienzeit der groß⸗ städtischen Schulen in die Erntezeit sein. Wer auf dem Lande groß geworden ist, weiß, wie sehr ohnehin oft schon die Landbewohner unter dem zahlreichen Besuch naher Ver⸗ wandten aus der Großstadt in den Sommerferien außerhalb der eigentlichen Erntezeit seufzen. Daß die Großstadtfrauen auf dem Lande die Wirtschaft führen und die Landfrau für die Feldarbeit frei machen können, kann nur jemand be⸗ haupten, der die Verhältnisse nicht aus eigener Anschau— ung kennt. Einen großen Teil der Arbeitskraft der Frau auf dem Lande beansprucht während des ganzen Tages die Ver- sorgung des Viehes. Sie wird sich sehr hüten, diese Sorge Unerfahrenen zu überlassen. Von Vorteil würde es sein, wenn junge Mädchen, die auf dem Lande und in ländlicher Arbeit aufge⸗ wachsen sind und sich noch nicht zu lange in der Großstadt aufgehalten haben, in möglichst großer Zahl in diesem Sommer aufs Land zurückkehren würden. Vielleicht könnte man ihnen diesen oder jenen Vorteil ge⸗ währen, um sie dazu zu veranlassen. Jedenfalls wäre eine Beurlaubung seitens der Dienstherrschaften warm zu emp⸗ fehlen. R. M. V. Rumäniens Geheimverträge. Der rumänische Abgeordnete Basilescu, Professor an der Universität Bukarest, versorgt die Pariser Presse mit poli⸗ tischen Artikeln über Rumänien. Natürlich schreibt er nicht in deutschfreundlichem Sinne und gilt deshalb bei den Franzosen als maßgebender mann. Kürzlich verlangte der„Temps“ Auf⸗ klärung über die fortdauernde Gültigkeit des einst zwischen dem Dreibund und Rumänien geschlossenen Vertrages. Basilescu erklärt diensteifrig, der Vertrag bestehe allerdings noch, aber er trage nur die Unterschrift des Königs Carol und des damaligen Mi⸗ nisterpräsidenten. Das rumänische Pavlament sei nicht be⸗ fragt worden und dieses wahre seine Willensfreiheit. Diese für einen Staatsrechtslehrer ganz ungeheuerliche Darstellung erscheint anderen rumänischen Stagtsmännern gefährlich genug, um sie — zurückzuweisen. Ganz abgesehen vom Völkerrechtsstand⸗ punkt, so erklären sie, besitze Rumänien ein lebhaftes Interesse daran; den Geist des Vertrages zu achten. Wie dunkel es im Kopfe des Professors Basilescu aussieht, zeigt übrigens die Tatsache, daß er fast gleichzeitig im Pariser„Figaro“ verkündet, das ru⸗ mänische Volk erkenne zwar die Gerechtigkeit(1) der Sache des Dreiverbandes an, aber das Eingreifen Rumäniens werde nur von der Regierung entschieden werden. Also nicht vom Parla- ment? Man sieht, eine solche„Autorität“ sollte nicht ernst ge⸗ deutschen Wettbewerb zu fürchten, da auch in Deutschland bereits sehr fleißig und erfolgreich gearbeitet wird. Die unlängst abge⸗[ O haltene Modeschau des Deutschen Werkbundes war, woran in die⸗ sem Zusammenhange wohl erinnert werden darf, ein voller Erfolg. * — Ehrenscheiben Münchener Künstler. Aus München wird uns geschrieben: In einer wirklich reizenden Weise haben die Münchener Künstler sich wieder einmal in den Dienst der Kriegszeit gestellt. Eine große Anzahl unserer besten Maler hat eine Reihe entzückender Schießscheiben gemalt, die als sogenannte„Ehrenscheiben“ von den besten Schützen des 2. Ersatzbataillons des 2. bayrischen Infanterie⸗Regimentes aus- geschossen werden sollen. Diese Schießprämien können nun in reizvoller Anordwung in der Kunsthandlung von Littauer von jedermann betrachtet werden, der für die Hinterbliebenen der Unteroffiziere des Regimentes zwei Groschen übrig hat. Er wird das kleine Opfer aber auch im eigenen Interesse kaum bedauern. Denn aus allen Stücken der Ausstellung spricht die innere Herzensteil„die jeden der Künstler befeelte. Meist sind es zeitgemäße ive, die das Holz zieren, Kriegsbilder in ernster oder heiterer Deutung. England wird natürlich nicht sehr zart behandelt. Schmidthammer malte einen Hochländer, der gerade tapfer Reißaus nimmt und der„Juhn Bull“ Pro⸗ fessor Zügels ist ein veritabler Ochse. Mit welchem Genuß aber wird der glückliche Gewinner nach dem riesenhaften, weit⸗ geöffneten Munde zielen, der auf der Th. Heine'schen Scheibe mitten in dem anmaßungsvollen Gesichte eines Englünders steht. Lustig ist Feldbauers etwas trottelhaftes Bruderpaar. Brit“ und Franzmann, während Firles Franzosenoffizier Weinfröhlichkeit doch ernst aufzufassen ist. Einen Schl. larfenden Turko stellt der Landschafter R. Sirck lein Neu⸗ Sezessionist) in den Mittelpunkt seiner Tafel i russische Gefangene. E. Thöny einen fliehenden Kosak, Putz einen von Väterchens Offizieren. Lyrisch ist das Serbild„U 21“, dessen pathetische Symbolik den Pinsel des Prof. v. Haber⸗ mann verrät, lyrisch auch, auf stillere Art, die Scheibe trefflichen Hoeß der einen Hirsch über einen Schützengraben springen läßt. W. Püttner, der Jüngeren einer, gibt ein utbeleuchtetes Stadtbild, während Gröber!s Scheibe ländlichen harakters ist und, sehr dekorativ, die patriotischen er an⸗ bringt. Wenn ich noch erzähle, daß Künstler wie Stuck, Defregger, Angelo Jank, Messerschmidt, Dietz vielen anderen Beiträge gestiftet haben, so wird man vol⸗ lends überzeugt sein, daß sich hier die Besten zu edler Tat zu⸗ sammengefunden haben. — Das Kriegsherz. Die ungeheuren Strapazen, die der Krieg für die Soldaten mit sich bringt, haben es von vorn⸗ herein wahrscheinlich gemacht, daß die Herzen der Kriegsteilnehmer * des] Herzerweit 7 J Denn das Herz ist das erste rgan, an dem die Zeichen der Ueberanstrengung zum Ausdruch kommen. Es war daher naheliegend, um den Einfluß des Krieges auf ein gesundes Herz zu studieren, Soldaten zu unterfuchen, die zeitweilig in die Heimat zurückgekehrt waren. Dies haben nun Dr. Carl Maase und Dr. Hermann Zondek von der 1. medizini⸗ schen Klinik der Berliner Charité, wie sie in der Zeitschrift für klinische Medizin mitteilen, an 40 Verwundeten vermittelst von Röntgenau und Elektrokardiogrammen getan. Die Ver⸗ wundeten kamen teils aus dem Osten, teils aus dem Westen. Ihre Marschleistungen betrugen im Durchschnitt etwa 30 bis 40 Kilo- in Mitleidenschaft gezogen würden. Röntgenaufnahmen zeigten, war in der großen Mehrzahl der Fälle einheitlich: Es fand sich fast überall eine Verbreiterung (Dilatation), und zwar gewöhnlich eine allgemeine Verbreiterung des Herzens, in einer Anzahl von Fällen aber nur des rechten Vorhofs. Während die durchschnittliche Länge der Basis des nor⸗ malen Herzens mit 12 Zentimeter bei einer Körperlänge von 175 Zentimeter und mit 13,1 Zentimeter bei Leuten bis 182 Zentimeter egeben wird, wurden bei den Untersuchten, die keineswegs größer als 175 Zentimeter waren, Basallängen von 12 bis 13 Zentimeter nur ganz selten gefunden. Das Mindestmaß 13,8 bis 14,0 Zentimeter, das Höchstmaß 16 Zentimeter und über. Diese Veränderungen sind zweifellos auf die An⸗ strengungen des Feldzuges zurückzuführen. Verwundete, die gleich zu Beginn des Krieges in die Klinik eingeliefert wurden, also nicht viel marschiert waren, zeigten solche Herzbefunde nie, ebensowenig wie Feldartilleristen. Die Arbeitsleistungen des Soldaten über⸗ treffen alle sportlichen Leistungen wie Schi⸗, Dauer- Wettlaufen, Radfahren um ein beträchtliches. Bei diesen liegt die Gefahr für das Herz mehr in der akuten Ueberanstrengung, weil plötzliche Höchstleistungen verlangt werden: bei den Soldaten ist es eher die chronische Ueberanstrengung, welche das Herz schädigt. Bei akuten — 2— tritt aber nach neuesten Untersuchungen im — 2 zu älteren Anschatungen keine Exweiterung, sondern viel⸗ eine Verkleinerung des Herzens auf. Eine Rückbildung der cverweite n konnte bei den Untersuchten in einer Frist von drei bis vier M noch nicht konstatiert werden, man muß 15 ee 25 15*——— verkleinern— urückge Der s dieser Herzen zeigte weder nach Schrelligfelt noch nach Größe, Spannung und Rhythmus Ab- weichungen vom normalen Zustande. Bisweilen wurden Verlang⸗ sammungen gefunden. Die Funktion und die Leistungsfähigkeit der Herzen all dieser Patienten war eine erfreulich gute. Einige aber, bei denen die Pulsfrequenz nach Uebungen stark anstieg, die schlecht aussahen und sich unwohl fühlten, besserten sich im Laufe des Aufenthaltes durch Ruhe so, daß sie trotz ihres großen Herzens wieder als selddienstsähig entlassen werden konnten. meter täglich, etwa 3 bis 4 Wochen lang. Das Bild, das die 1 schrieb im„Universal“ vor wenigen land und Italien bald aufgeräumt haben. den von den Franzosen zäh und ausdauernd verteidigten Maas⸗ 9 Holzkreuze, welche an den Hängen empor überall verstreut stehen, 2 hörden haben daran teilgenommen, deutsche Truppenabordnungen schien, fand die feiner Geschichte im Gedächtnis aller Teilnehmer bleiben wird. seine tapferen Gefallenen. Darum haben wir auf diesen Gedächtnis⸗ nommen werden. Aber es ist doch von Interesse und Wichtig⸗ keit, festzustellen, welche Verträge Rumänien abgeschlossen hat und welche uur in den Hirnen der hetzenden Dreiverbandsagenten be⸗ stehen. In den eingeweihten politischen Kreisen ist man schon ziem⸗ lich lange darüber unterrichtet, daß seit dem Jahre 1883 ein Bündnis zwischen Rumänien, Oesterreich-Ungarn und Deutsch⸗ land besteht, das schriftlich niedergelegt und wiederholt erneuert worden ist. Dieses Bündnis ist und bleibt in Kraft, wenn es nicht vertragsgemäß mindestens ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird. Die jüngste Erneuerung des Bündnis⸗Vertrages aber läuft bis um Jahre 1920. Dieser Vertrag ist bis auf den heutigen ag nicht gekündigt worden, in ihm ist auch kein so dehnbarer Kautschuk⸗-Paragraph, wie der Paragraph 7 des Dreibund-Vertra⸗ ges, enthalten. Ein Vertrag mit dem Dreibund, wie Basilescu den Franzosen bestätigen mochte, besteht also nicht. Wäre der rumänische Ver⸗ trag mit dem Dreibund abgeschlossen worden, so könnten die Ge⸗ lehrten allenfalls darüber streiten, ob die Kündigung Italiens nicht auch den rumänischen Vertrag erledigt habe. So aber ist der Ver⸗ trag mit dem ursprünglichen Zweibund abgeschlossen und besteht wie dieser fort. Und wir glauben kaum, daß König Ferdinand von Rumänien je daran denken könnte, ein Papier zu zerreißen, das fei großer Oheim Carol unterzeichnet hat. Ueber die Heiligkeit. olcher Abmachungen denkt man an der Dimbovica doch etwas anders als am Tiber. Da wir somit auf Italien zu sprechen kom— men, sei auch die Frage, ob ein Vertrag Rumäniens mit dem ehe⸗ maligen Dreibundsgenossen bestehe, beantwortet: Tatsache ist fol⸗ gendes: Kurz nach Beginn des Weltkrieges fanden zwischen Rom und Bukarest„Konversationen“ statt, die gemeinsame Richtlinien der Politik Italiens und Rumäniens festsetzten und Verabredungen für gewisse Fälle treffen sollten. Ihr Ergebnis war, daß beide Staaten vorläufig den Gang der Ereignisse abwarten, dabei aber ihre militärischen Rüstungen ergänzen sollten, um, wenn einer von ihnen durch einen Fee von einer Macht bedroht werde, sich gegenseitig Hilfe zu leisten. Der Fall des Angegriffen⸗ werdens ist nicht eingetroffen. Mag sein, daß Italien mit seiner Kriegserklärung an Oesterreich im vorigen Monat solange zögerte, weil es gern dur einen Offensiokrieg von einer Macht bedroht“ sein wollte. Jedenfalls ist jener militärische Geheimvertrag wischen Italien und Rumänien erledigt. Und irgend eine andere bmachung Rumäniens mit Staaten, die gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn im Kampfe stehen, ist ebenfalls nicht vorhanden. Die rumänische Regierung hat dies wiederholt in ihren Blättern betont. Selbst der deutschfeindliche rumänische Exminister Filipescu Tagen:„Wir besitzen keine bestimmten Erklärungen seitens des Dreiverbands über Entschädi⸗ gungen für die Aufgabe der Neutralität“. Wenn Filipescu so etwas wüßte, hätte er es längst frohlockend verkündet. Die rumä⸗ nische Krise, soweit überhaupt noch vorhanden. besteht lediglich darin, daß die Rumänen durch ihre Presse mit Hilfe der bekannten französisch-xussischen Mache über die wirtschaftliche und militärische Lage Deutschlands immer wieder getäuscht werden, und daß sich daneben in den Köpfen mancher rumänischen Politiker Gedanken festzusetzen scheinen, man werde schließlich Krieg gegen Oesterreich— Ungarn ohne Deutschland führen können, und die Deutschen würden Oesterreich bei einer Auseinandersetzung mit Rumänien im Stiche lassen. Tenn es gehört zu den Eigentümlichkeiten der rumänischen Politik, mit der sogenannten„Dekomposition“ Oesterreich-Ungarns auch nach dem Kriege zu rechnen, und ganz die großen Möglich— leiten des Erstarkens zu verkennen, die der Krieg für Oesterreich— Ungarn mit sich bringt. Aber mit diesen Irrtümern werden die neuen Erfolge der österreichisch-ungarischen Truppen gegen Ruß⸗ e———— Kriegsbriese aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. (Ünberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten) 0 Die Einweihung des deutsch-französischen Denkmals bei Noyers. Großes Hauptquartier, 12. Juni. Unweit von Sedan erhebt sich unter den Höhen, welche dessen Talkessel 1 einschließen, ein etwas überragender Hügel, von dessen nordwestlichem Gipfelaussäufer am 1. September 1870 König Wilhelm von Preußen das Entscheidungsringen beobachtet hat. Hier haben am 27. August 1914 wieder schwere Kämpfe um übergang stattgefunden. Fünfmal mußte die Höhe von uns er- stürmt werden, ehe sie dauernd in unserem Besitze blieb. Von der Heftigkeit des Ringens zeugen die unzählbaren braunen, mit einem Bande in deutschen oder französischen Farben bemalten am zahlreichsten aber den Rücken des Hügels bedecken. weniger als 1024 Deutsche und 1773 Franzosen sind hier beerdigt. Eine Stätte, die wohl wert ist, daß sie die Nachwelt im Gedächtnis behalte, daß die Mitwelt dankbar auf die Grabhügel derer blicke, die hier ihr Leben dahingegeben haben. Auf der weithin sichtbaren Südwestfläche dieses Hügelrückens, vor dem schon 1870 unten und nun zu einem förmlichen Totenhain gewordenen Wäldchen von la Marfse, hat man nun ein emeinsames Denkmal für die deut und französischen Ge⸗ 5 des 27. August errichtet. tsche und französische Be⸗ Nicht und französische Einwohner haben gemeinsam das Denkmal und die Gräber 3 während aus weiter Ferne schwach 1 das Kanonenrollen des immer noch nicht abgeschlossenen Völker⸗ ringens durch die dicke Luft des regnerischen Mittags herüber⸗ scholl; aus der Gegend von Verdun, aus der Champagne, aus der Arrasfront. Man hätte den Wetterhahn der kleinen Kirche in dem noch viele Spuren der Schlacht zeigenden Dörfchen Noyers befragen müssen, wie der Wind stand, um genau zu wissen, woher. Und während so der Krieg seine Stimme achtungsvoll zu dämpfen Feier statt, die als eine nachdenkliche Einzelheit Als Ehrengäste waren erschienen Exz. von Einem, Exz. von fleck, General Paul, General von Redern, sowie zahlreiche andere ohe Offiziere. Militärpfarrer Buchholz hielt eine in Jamben ge⸗ haltene Predigt, nachdem ein Soldatenchor das Lied:„Kein schönerer Tod ist in der Welt“, gesungen hatte. Heilig ist dieser Ort, so führte der Geistliche aus, ein Golgatha der Völker. Mit den Erinnerungen des nahen Sedan verbinden sich für uns die Eindrücke der Gegenwart, in welchem wir mitten innen stehen. Noch stehen wir im Kampfe mit diesem Volke, aber wir ehren stein neben den Worten„Für uns“ die Worte„Pour la Patrie“ eingegraben, zu Ehren der Feinde, die hier in noch größeren Scharen sanken. Das ist die höchste Ehre vor Gott, wo diese große heilige Liebe ist, die in denen allen war, die hier fielen. Sie starben nicht für sich, sondern für ihr Vaterland und ihre Brüder. Das besagen die Worte:„Für uns“,„Pour la Patrie“. Wir sind nicht wert der Opfer, die sie brachten, nicht Blut von ihrem Blute, wenn wir nicht treu sein wollen in ihrem Geiste. Dies Gelöbnis soll von diesem Stein klingen. Es wäre ein trost⸗ los Stehen an diesen Gräbern, trotz aller Heldengröße, die sie bergen, wäre es nur Vergangenes, nur Gewesenes, was sie bergen. In Aehren stand das Land, als sie fielen. Wie das Weizenkorn welches viele Früchte bringt, wo es erstirbt, so wird zwar ihr Leih erfallen, ihr Geist aber kann nicht vergehen. Selbst fallend be⸗ feuchte er andere und schwellt den 8 Strom, den Strom zum Meere, bis er's vollendet vor den Meister bringe. In diesem Glauben 1 wir den Stein. 8 wie Se⸗ dans zerbrochene Eiche soll er hoffnungslos klagen. Dies„ uns“ soll uns ein Hoffwangswort sein, daß wir nach De lands Sieg zum starken, festen Frieden kunft und der Menschheit Hierauf überga u wollen, wo die rgossen. Gemüse wird etwa 10 Minuten gedämpft, dann in die Felde der Ehre für ihr Vaterland gefallen sind. l Wir erwarten und erhoffen von dem ritterlichen Empfinden der französischen Nation und der Einwohner der Städte und Dörfer dieser„daß sie diese Säule und die Grabhügel der Mitkämpfer, die ohne Unterschied der Nation ruhmreich ge⸗ storben sind, achten und behüten werden. g. Wir haben zuns eine Pflicht daraus gemacht, hier die Soldaten des Feindes zu ehren, die ihre Pflicht getan hben, wie die Unseren die ihrige. 1 Von diesen Empfindungen ausgehend, übergebe ich Ihnen, Herr Doktor Berusier, Bürgermeister von Raucourt, der Sie hier die Bevölkerung des Kreises der Etappenkommandantur Raucourt vertreten, und besonders Ihnen, Herr Beguinet, Bürgermeister von Noyers Pont⸗Maugis⸗Chaumont, dieses Gedächtnismal und stelle es unter Ihren Schutz, indem ich ganz auf Ihre vornehmen Empfindungen vertraue, daß es auf ewig wohl erhalten und in Ehren bleiben wird.“. 3 Dr. Berusier antwortete mit folgender fran⸗ zösischer Rede: 5 „Meine Herren Generäle, Herr Kommandant, meine Herren! Im Namen der französischen Bevölkerung dieser Kreise danke ich den hohen deutschen Behörden dafür, daß sie den hier gefallenen deutschen und französischen Soldaten eine gemeinsame und fromme Huldigung bereitet haben; und dafür, daß sie zu ihrer Ehre dieses Denkmal errichtet haben, welches ihr Andenken verewigen soll. Die Einen mie die Anderen, sie haben in der Tat beide„ihr Erdenwallen beschlossen in der Pflicht und in der Erfüllung ihrer Eide“, die Einen wie die Anderen haben„dieses herrliche Ende“ gefunden, welches allen religiösen Menschen Achtung vor allem gebietet, was das Andenken an ihre Aufopferung der Nachwelt erhalten kann. Sie haben auf diese Weise zum Ausdruck bringen wollen, meine Herren, daß die Tapferkeit nicht allein denjenigen, Bataillonen gehört, welche siegreich vordringen, daß aber die Ehre für alle gleich ist, selbst für die, welche unterliegen, deshalb, weil sie dem Vaterlande mit gleicher Hingebung ihr Blut geopfert haben. Obelisk von Stein, bestimmt, dem Zahn der Zeit zu trotzen, schlichte Holzkreuze, die Ihr den Soldaten vergönnt, noch einmal unter den Farben zu schlummern, für die sie gefochten haben. Alles wird in Ehren gehalten werden! g Wir werden unseren Kindern die tragischen Einzelheiten des riesenhaften Ringens erzählen und bei unseren Erzählungen wird sich ihre Seele erfüllen mit der starken Tapferkeit, mit der Selbst⸗ verleugnung, mit allen den mannhaften Tugenden, von denen 25 benachbarten Felder so viel heldenhafte Beispiele gesehen en! Indem ich den gesegneten Tag der baldigen Wiederversöhnung der Nationen erwarte, grüße ich die Tapferen, welche hier den Gehorsam gegen ihre Pflicht mit dem Leben bezahlt haben und die nun hinfort hier ihren letzten Schlaf schlafen werden, Seite an Seite, wie eingehüllt in das gleiche Bahrtuch von ewiger Hoff⸗ nung auf Ruhm und Ehre!“ Hierauf wurden von den Abordnungen der verschiedenen, am Kampfe beteiligten Regimenter, deren Namen unter einem Eiser⸗ nen Kreuze in den aus gelbem Sandstein errichteten Obelisken eingemeißelt sind, Kränze niedergelegt, ebenso an den beiden zur Rechten und Linken des Denkmales befindlichen Massengräbern, deren niedere Steine die Aufschriften tragen:„Hier ruhen 30 tapfere Deutsche.“—„Ici reposent 30 braves Frangais.“ Be⸗ sonders prächtige Kränze ließ das 8. Reserve⸗Korps und die Ctappenkommandantur Raucourt niederlegen. Auch die französische Zivilbevölkerung beteiligte sich am Schmücken des Denkmales und der Gräber, und kleine, weißgekleidete Mädchen überbrachten Kreuze, die aus Blumen in den französischen Farben gefloch⸗ ten waren. Nachdem die Generäle das Gräberfeld besichtigt hatten, zeich⸗ nete Exz. von Einem die Abordnung der französischen Bürger⸗ meister, die ihre französischen Ordensbänder im Knopfloche tru⸗ gen, durch eine Ansprache aus. Ein Soldatenchor:„Zum Herrn er⸗ hebt die Herzen, zum Herrn erhebt die Hände“, und ein Hoch auf unseren 4 N Kriegsherrn brachte die Feierlichkeit zum Ab⸗ schlusse. Beim Hoch auf den Kaiser hatten die Franzosen begreif⸗ licherweise nicht mit eingestimmt, aber achtungsvoll die Hüte gezogen. 1 W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. —— Aus Stadt und Cand. Gießen, 16. Juni 1915. * Amtliche Personal nachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 9. Juni d. Is. dem Schiffer Georg Nollert in Neckarsteinach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden verliehenen Silbernen Rettungsmedaille erteilt, am 12. Juni d. Is. den Geometer 1. Klasse Johannes Luff von Schwabsburg zum Feldbereinigungsgeometer mit Wirkung vom 1. Juli 1915 ernannt, und am 9. Juni d. Js. den Oberförster der Oberförsterei Michel ⸗ stadt Forstmeister Heß zu Michelstadt in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Kelsterbach versetzt. Hansabund für Gewerbe, Handel und In⸗ dustrie. Interessenten seien darauf hingewiesen, daß außer den Verzeichnissen der von der Heeresverwaltung in größeren Mengen zu beschaffenden Gegenstände nunmehr auch die Verzeichnisse der Beschaffungsstellen der Marineverwaltung, Artillerie- Werkstätten und ⸗Depots, Kriegsbekleidungsämter, Sanitätsämter, 1 usw. eingetroffen sind und im Bureau der andelskammer hier kostenlos abgegeben werden. Sterilisieren von Gartenfrüchten. Die vor⸗ ausschauende Hausfrau wird jetzt bei Beginn des Sommers schon überlegen, was sie für den kommenden Winter von den Früchten des Gartens einmachen will. Gerade in diesem Jahre muß sie mehr als je n da die frisch gehaltenen Gemüse und Früchte sich jederzeit dem Mittagtisch in angenehmer Weise anpassen, dabei aber auch höchst nahrhaft sind. Das beste Mittel, Obst und Ge⸗ müse zu konservieren, ist die Sterilisation, d. h. die Er⸗ hitzung bis zu 100 Grad, wodurch S relpilze und en abgetötet werden. Bei der Sterilisation, wie sie meist üblich ist, werden die ittel in Büchsen aus Weißblech gefüllt, durch e Haus i eses Ver infolge Schwierigkeiten, die Büchfen zu verlöten, nicht anwenden; kommt ei schen und französischen Helden eingeweiht 1 die auf dem anderes Verfahren in Betracht, das mit Gl. a und luftdicht abschließenden Gummiringen arbeitet. Auch hierbei werden die Gläser mit ihrem Inhalt ide Zeit erhitzt Der luftdichte Abschluß der Gläser erfolgt selbsttätig durch das Zufsammenziehen der erkaltenden Luft im Glase. Wenn viel ten noch immer den Zusatz von infektiunsmitteln diesem äußerst praktischen daß die Hitze des Weise, vermittelst eines Gas⸗ „vorgenommen werden, der mit einem Thermometer ver⸗ sehen ist. Man beachte: Obst wird gut gesctubert, in die Gläser gelegt und mit schwacher, vorher abg ter Zuckerlösung über⸗ Gläser gelegt und mit ab.„ schwachem Salzwasser über⸗ gossen. Immer muß der schluß der Gläser tadellos und die Gummiringe dürfen nicht hart oder rissig sein, die Gläser am oberen Rand und am Deckel keine ausgesprungenen Stellen haben. Die Verschlußklammern müssen mit n Druck schließen. Nach dem Herausnehmen der Gläser läßt man die Bügel so lange sest, bis die Gläser vollständig erkaltet sind. Die heißen Gläfer dürfen 1 1 Kreis Büdingen.„ F. C. Büdingen, 15. Juni. Zur bevorstehenden He ernte, sowie bei der Pflege der Feldgewächse, Obstkulturen un Weinberge, als auch bei Schädlingsbekämpfung sollen die Jugend- und Sportvereine des hiesigen Kreises zur Mit⸗ hilfe bei der Ernte aufgerusen werden. 5 i. Nidda, 15. Juni. Wieder hat der Krieg aus unserer Gemeinde zwei Opfer gefordert. Landwehrmann Bien, Vater von vier Kindern in noch schulpflichtigem Alter, starb in Straß⸗ burg i. E. an einem akuten Kehlkopfleiden. Er wird heute dort an der Seite anderer Kameraden bestattet.— Karl Repp, Sohn am 23. Mat, von einer Granate getroffen. seinen Kameraden zur letzten Ruhe bestattet. Kreis Schotten. . Laubach, 15. Juni. Heute haben am hiesigen Gymnasium die schristlichen Arbeiten zur Kriegs⸗Reiseprüsung be⸗ gonnen. Der Prüfung unterziehen sich 10 Oberprimaner, die bereits als Kriegsfreiwillige zum Heeresdienst angemeldet sind.— Der für heute anberaumte Krämer⸗ und Viehmarkt, dem sich in Friedenszeiten das am Sonntag und Montag abgehaltene„Aus- schußsest“ anschloß, hatte einen guten Verkehr von Kauflustigen zu verzeichnen. An Schweinen waren 143 Stück Jungvieh aufgefahren. Für das Paar Läufer wurden 70-90 M. bezahlt. Der Vorrat wurde größtenteils aufgekauft. Hessen⸗Nassau. 1 h. Frankfurt a. M., 15 Juni. Die Stadtverord⸗ netenversammlung genehmigte heute die Uebernahme des Zoologischen Gartens in städtische Ver⸗ waltung und bewilligte zur Bestreitung des Betriebs vorläufig 65000 Mk. und die Verzinsung und Tilgung der Anleihen der Neuen Zoologischen Geselff aft. Die Ver⸗ waltung wird von einem 13gliedrigen Ausschuß geleitet. Sämtliche bestehenden Verträge mit den Angestellten, die Abonnements-Vorzugspreise, die Unterstützungskasse der Unterbeamten übernimmt die Stadt zu den bisherigen Be⸗ dingungen. Später soll das Gesellschaftsgebäude zu einem Volksbildungshaus umgebaut werden und schließlich beab⸗ dichte man im Zoologischen Garten die Abhaltung unent⸗ geltlicher zoologischer Lehrgänge für die Schüler Lehr⸗ anstalten und weitere Volkskreise.— In gehei itzung nahm man sodann die Wahl von fünf unbesoldeten Stadträten vor. Es wurden wiedergewählt die Stadt⸗ räte Konrad Binding mit 51, e mit 56, 88 5 46 und 25 Dr. Stein mit 40 von abgegebenen Stimmen. Für eine neuz Stelle standen sich drei Kandidaten gegenüber, 1 Sanitätsrat Dr. Hübener in letzter Stunde 155 Bewerbun zurückzog. Gewählt wurde Dr. med. Schlosser, der sozi demokratische Kandidat, mit 30 von 57 Stimmen. 23 Stim⸗ men erhielt der Handwerkerkandidat Stadtverordneter Flauaus. Vier Zettel waren unbeschrieben.— Zu Abge⸗ ordneten für den Nassauis Städtetag, der am 26. hier zusammentritt, wählte man die Stadtv. Klein⸗ schmidt, Eichstaedt, Schneider und Zielowski. — Märkte. a ch. Nieder⸗Jugelheim, 15. Juni. Bezahlt wurden auf dem heutigen Markte für den Zentner Spargel 1. Sorte 28—35 Mk., 2. Sorte 10 bis 15 Mk., Erdbeeren 40-50 Mk., Kirschen 20—45 Mk., Johannisbeeren 30 Mk, Stachelbeeren 13 bis 15 Mk. ch. Heidesheim, 15. Juni. Der Zentner Spargel 1. Sorte kostete auf dem heutigen Markte 30- 35 Mk., 2. Sorte 10—15 Ml., Erbsen 15—18 Mk., Süßkirschen 20—30 Mk., Sauer kirschen 30—35 Mk., Erdbeeren 30—40 Mk., Stachel ⸗ beeren 12 15 Mk. 1 —Hohensolms, 15. Juni. Wohl noch nie war der„Hohen- solmser Wollmarkt“ so schwach besucht wie diesmal. Ueberall auf dem Lande mangelt es an Arbeitskrästen, dazu sehlt es auch an der rechten Stimmung. Trotzdem die beiden hiesigen Märkte als Viehmärkte keine Bedeutung mehr haben, waren mehrere Wagen Jungschweine angefahren. Die Preise zogen mächtig an, kosteten doch ein Paar Ferkel durchschnittlich 75 bis 80 Mk. Nur wenige Verkaufsbuden waren aufgeschlagen, Wirt- schaftszelte fehlten gänzlich. ö m. Kirchhain, 15. Juni. Zum heutigen Schweinemarkt waren 10 Tiere aufgefahren. Die Preise waren etwas niedriger als bei dem vorigen Markt. Der Umstand, daß sich die ländliche Bevölkerung in der Heuernte befindet, machte sich bei diesem Markte bemerkbar. 4 3 a— Kirchliche Nachrichten. Cvangelische Gemeinde. g In det Jogannesterche. Mittwoch, den 16. Juni, abend 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer. Galem leikum alem Gold Zigaretten . 7 Willkommenste Liebesgabe 155 3 788 18 59 d Stck. 1 i 19 30 Ste eld 8 rd d g ten der deut⸗ nicht auf eine kalte Unterlage gestellt werden, sondern nur nuf Holz, Handtücher oder— S des Schneidermeisters Wilh. Repp dahier, fiel in den Karpathen 2 Er wurde dort von * 1 4 Betr.: Land aus den Gemeinden Albach, Allertshausen, Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Die Musterung der i. e rung der im Jahre 18 5 sturmyflichtigen erfolgt in Cie n Stadt⸗Mädchenschule(Schillerstraße 8) und zwar: Montag, den 21. Juni 1915, vormittags 7½ Uhr, Allendorf(Lumda), enhausen, B Buna 21. 8„Beuern, 9 2 hardsfelden, Climbach, Daubringen, Dors⸗Gill, Eberssadt mit Arns⸗ Alten⸗Buseck, Bersrod mit Winnerod, Bett Allendorf(Lahn), Annerod, Bellersheim, burg, Ettingshausen, Garbenteich und Geilshausen. Dienstag, den 22. Juni 1915, vormittags 7¼ Uhr, aus der Stadt Gießen und zwar von Buchstabe A bis P. Mittwoch, den 23. Juni 1915, vormittags 7¼ Uhr, aus der Stadt Gießen und zwar von Buchstabe Q bis 2 und die Gemeinden Göbelnrod, Großen⸗Buseck, Großen⸗ Grüningen, Harbach und Hattenrod. Donnerstag, den 24. Juni 1915, vormittags 7½ Uhr, den Gemeinden Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Hungen, Pflichtigen aus den Linden, Grtnberg. aus * 5 7 Wermietungen Lemmer TAmmer-Vonnung ob Fr gte zu verm. West-Anlaue 10. Zuer frag I Slo 1112 u. 3.5. 8 Zimmer 21 2. 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Die Landsturmpflichtigen werden hiermit aufgefordert, sich an eitig in dem Musterungslokale einzu⸗ finden. Besondere Ladungen durch den Oberbür⸗ germeister in Gießen und durch die Großh. Bür⸗ germeistereien ergehen nicht. diese Bekanntmachung gilt vielmehr als Ladung. Wer sich der Gestellung entzieht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft, es kann auch im Falle Wir suchen für bald oder später noch zwei tüchtige Fuhrleute den genannten Tagen Albach, Col h Freitag, den 25. Juni 1915, vormittags 7½ Uhr, nhaufen und Mühl⸗ Oden hausen mit ortes abzuliefern. Der Zivilvorsitzende de der Tauglichkeit sofortige Einstellung als unsicherer Landsturm⸗ pflichtiger erfolgen. l Die Landsturmpflichtigen haben in ordentlichem Anzuge und reinlich an Körper zu erscheinen. Wer durch Krankheit oder körperliche Gebrechen am Er⸗ scheinen im Musterungslokal verhindert ist, hat ein beglaubigtes ärztliches Zeugnis bei der Großh. Bürgermeisterei seines Wohn⸗ Die Zeugnisse sind von den Bürgermeistern oder deren Vertretern im Musterungstermine abzugeben. Gießen, den 15. Juni 1915. 1. Der Zivilvorsitzende— Ersatz-Kommission des Kreises Gießen. V.: Hemmerde. Betr.: Wie oben. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Obige Bekanntmachung wollen Sie mehrmals bl bekannt machen lassen und dafür sorgen, daß die Landsturmpflich⸗ tigen rechtzeitig im Musterungslokale eintreffen. Die Großh. Bür⸗ germeister, in deren Verhinderung die Großh. Beigeordneten, haben ebenfalls anwesend zu sein, um über etwaige Verhältnisse Landsturmpflichtiger Auskunft zu geben. Gießen, den 15. Juni 1915. 5 3 r Ersatz⸗Kommission des Kreises Gießen. J. V.: Hemmerde. ortsüblich sowie einige jüng. Leute f. Lagerarbeiten Rinu& Cloos, Heuchelheim. Für das Bureau eines Fabritunfernehmens auf dem Lande wird Kaufmännisch gebildete Dame gesetzten Alters zum möglichst sosortigen Eintritt gesucht. Schriftliche Angebote mit Gehaltsansprüchen und Bild unter 5081 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ordentl. Bursche auf sosort gesucht. 3008 N. Oppenheimer Sohn. Unabhängige Frau einige Stunden des Tages in besser. Hausbalt gesucht,(ons Näher. Seltersweg 1 J ll. Zu älterer soßß, N Dame ein esser. Mädchen zum 1. Juli gesucht. Schriftl. Angebote unter 03187 an den Gießener Anzeiger erbeten. Besseres Mädchen zu zwei Kindern 6 u. 2 Jahre alt) gesucht. 103194 Bahnhosstraße 37 11. Gesucht für sofort od. später Mädchen für Küche und Haus, das schon gedient hat. Jrau Prof. Henneberg, s Friedrichstraße 6. Zum sofortigen Eintritt Maschinist Lokomotivführer Packmeister gesucht. 5106 Tiesbaugeschäft Weimer, Wetzlarer Weg 37. Tuchtiges Mndchęn, in Küche u. Hausarb. erfahr., zum 1. Juli gesucht. 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Täglich wachsen seine Aufgaben in der Fürsorge für die 7 Lazarette, in der Verpflegung und Erfrischung von Verwundeten in den durchkommenden Zügen, in der Versendung von Liebes⸗ N gaben aller Art, in der Bereitstellung von Pflegekräften und von Einrichtungen, die für die Erhaltung der Gesundheit unserer * Truppen im Felde unentbehrlich sind. Namentlich im Osten gilt es, die gefährliche Ungezieferplage durch Beschaffung von Desinfektions⸗ 1 und Badewagen zu bekämpfen. Die Versorgung unserer Kriegsinvaliden, der Witwen und Waisen der auf dem Felde der Ehre J Gefallenen und die Erhaltung unseres Nachwuchses sind in steigendem Maße brennende Aufgaben. Nicht minder wichtig ist die 7 Erleichterung des harten Loses unserer in Kriegsgefangenschaft schmachtenden Landsleute. 5 1 56 Große Geldmittel sind schon aufgewendet worden. Diese gehen aber zur Neige, unsere Pflichten dagegen wachsen. Deshalb * 5 g g g g . ergeht aufs neue die herzliche und dringende Bitte: * 0 9 9 9 Helft uns, gebt uns weitere Mittel in die Hand! 7 H 0 4 1 Was Ihr dem Roten Kreuz spendet, gebt Ihr dem Vaterland und seinen bis in den Tod getreuen Söhnen! 5 85 Der Oberbürgermeister 85 2* 7 2 K ll 0 2 2 2— 9 Die Vorsitzende des Alice-Frauenvereins 7 Der Vorsitzende des Zweigvereins Gießen 9 Zweigverein Gießen— vom Roten Kreuz 7 Frau Gebhardt. Wiener 1 8 9 Eine Haussammlung wird in den nächsten Tagen eingeleitet. Geldspenden nehmen auch die Bezirkssparkasse, Gewerbebank, 7 Mitteldeutsche Creditbank, Bank für Handel und Industrie und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers entgegen. Sonstige 6 Spenden werden an der Liebesgabensammelstelle des Roten Kreuzes in der alten Klinik angenommen. J 7 * i Gewerkschaft Bekauntmachung. Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernie in Gießen. Die am 1. Juli d. Is. fälligen Kupons unserer I. stelligen 4% igen Obligationen u. unserer II. stelligen 4½ 8 igen Obligationen sind 3 bei Unserer Hewerkschaftskase in gießen, bei dem Büukhause Jatob Grünewalb in Gießen, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr.& Co. in Cöln und bei dem Banthause Louis David i. Bonn a. Rh. zahlbar. Gießen, den 15. Juni 1915. Für den Grubenvorstand: Justizrat Grünewald, Rechtsanwalt. Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. Die Beiträge zur Krankenkasse und Invaliden⸗ versicherung für April 1915 können noch bis zum 26. d. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 15. Juni 1915. 50840 Der Vorstand. J. A.: Alb. Lentz. 5078 8 2 N Tuche ce Mittwoch und Donnerstag treffen ein: tine düflinder Augel⸗Schelfsche! 2 1—3pfündig, Pfund 55 Pfg. 4 NRNotzungen Pfd. 70, Fischkoteletts Pfd. 60 Pfg. 1 Frische Bratschellsische Tce 76 Pfg. Feinster blütenheller Cabliau pr. Pfd. 55, im ganzen Fisch ohne Kopf Pfd. 50 Pig. 5 Geräucherte Schellsische, große, a Stück 40—65 Pfg. Geräucherte Makrelen Stück 35—45 Pfg. RNollmope, Sardinen, Bismarcheringe Bahnhofstrasse 44 Mitglied der Rabatt- Sparvereinlsung Durch rechtzeitigen Abschluss sind Wir in der Lage, die folgenden be- Fässer Hemdentuche Hemmdent zu nachstehenden billigen Preisen anzubieten das Mtr. jo Mtr. 15 Mtr. 20 Mtr. Marke 40 0.60 5.80 8.60 1.40 Mk. Merke 1 0.70 6.75 10.00 13.25 Mk. Marke 4 0.75 7.30 0.80 14.00 Mk. Marke 5 0.885 8.30 12.30 16.00 Mk. Für Leib- und Bett-Wäsche geeignete solide Gualitsten! eingestellt. 18 Jahren wollen sich umgehend bei der Direktion der städtischen Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen melden. i Nemigeiöbilntz an 3. Descnberlg Rückstände aus Es werden noch tüchtige Hilfswagenführer Körperlich rüstige Leute nicht unten 508 Kirschenversteigerung. Samstag, den 19. Juni, nachmittags [A nhr, sollen in der Gemeinde Bettenhausen zirka 50 Bäume Kirschen versteigert werden. und Zusammenkunft am Oberholz. Anfang Bettenhausen, am 15. Juni 1915. Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. ü 5086 4. 5 Aktiva. Passiva. Kassebestand 11316.65 Guthaben der Guthaben i. lau⸗ Genossen 4231.00 fenderRechnung Anleihen einschl. bei Genossen 144104.64] Spareinlag. 187910.93 Darlehn auf Schuld in lauf, Schuldschein 4192.00] Rechnung bei Darlehn auf Genossen 49962.80 Hypotheken 70505.65 Nachlässe f. noch Noch nicht fällige nicht fällige Güterkaufgeld. 2915.00] Güterkaufgelder 100.66 Rückständ. Güter⸗ Reservefonds 2000.00 kauf- und Pacht⸗ Betriebsrücklage 1280.45 gelder 3793.70] Reingewinn 811.82 Rückständ. Zinsen 1823.86 vorig. Jahren 7446.16 Wert des Ge⸗ schäftsmobiliars „ esfornselbstkocher, Kochkisteu, sodie Kochkistentäpfe . empfeblen Brüder Schmid Inh. Heinrich Guthardt. 7 4³²⁰ Zur bevorstebenden Saison empfehle Baumsägen Baumkratzen Hecken-, Reben u. Rosen-Scheren Giesskannen Blumen- und n. Abschreibung von 50 Mark 200.00 Sa. der Aktiva 24629 7.66 Sa. d. Passiva 246297.6 Kirschen Roß bacher Kirschen, dunkel u. bell, 3 Pfd. 98 Pf Frische Gurten Babnbofstraße 27. Fernsprecher 231. Blumenkohl Gebrüder Berdux 5 85 g. Baumspritzen Kokosfaserstricke Bast sowie sämtliche J Cartenland-Utensillen Edgar Borrmann Gießen Pola Telephon 165 Neustadt 11 bes selbsttätige Waschmitfef für Haus wasche! Mitgliederstand Ende 1913. 1 88 Zugang in 1914. 2 88 Abgang i ie 8 1 Mitgliederstand Ende 19114. NT Grüningen, den 14. Juni 1915. 5088 Spar⸗ und Darlehnskasse e. G. m. u. H. Leidich IV. Bingel. Dan a aa f a serꝛogl. Braunschw. Baugewerkscnule Rolznungen. e Hochbau ee Tiefbau c. He. Sommerunter richt 2. pr. Reifeprüfung. Winterunterricht 15. Oktober. — dieichberechtigt mit den Konigl. Preuß. Baugewerkschulen. Henkels, Sleirth- Soda Eisenwarenhandlung. — oss