R ä Erstes Blatt Der Gietzener Anzei Irscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); e—.—.— e ragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schristleitung 12 Berlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer General⸗Anzeiger für Oberhessen bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. FE 0 165. Jahrgang Zeilenpreis: loral 15 Bj., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Montag, 14. Juni 1015 Sezug spre monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. aussct, Bestellg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, Die amerikanische Note. Neue siegreiche Schläge gegen die Russen. WTB.) Großes Hauptquartier, 12, Juni. (Amtlich.) 5 N „ Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Angriffe in den Dünen nordöstlich von Nieuwport und bei Mannekensvere, auf dem Osthang der Lorettohöhe und gegen Souchez wurden ab— geschlagen. ö In dem Nahkampfe nördlich Ecuries(Labyrinth) setzten die Franzosen gestern zweimal frische Kräfte zum An⸗ griff ein. Es gelang, den Feind am Nachmittag vollkommen aus unseren Stellungen zu w erfen; ein abends einsetzen⸗ der neuer Vorstoß der Franzosen brach im Infanteriefeuer zusammen der zuruͤckflutende Feind erlitt sehr erhebliche Verluste. (südöstlich Hebuterne) sind wir aus un⸗ Bei Serie seren rückwärtigen Stellungen wieder im Vorgehen. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Dubissa in Gegend Zoginie und Bety⸗ gola mißlangen russische Vorstöße. Nördlich Prasznysz griffen unsere Truppen an, stürmten eine russische Stellung und nahmen 150 Gefangene, einige Maschinengewehre und Minenwerfer An der Rawka halbwegs Bolimow— Sochaczew brachen wir in die feindliche Stellung ein; bis jetzt wurden 500 Russen gefangen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich Przemysl ist die Lage unverändert. Die Armee des Generals v. Linsingen hat den von Norden her gegen ihren Flügel vorgehenden Feind an⸗ gegriffen; Zurawno, das vor dem Anmarsch russischer Krüfte vorgestern geräumt worden war, ist wi eder ge⸗ nommen und der Gegner in die Brückenköpfe bei Meyniska (nordwestlich Zurawno) und Zydaczow zurückgeworfen. Feindliche Angriffe bei Halicz und auf Stanis lau — Oberste Heeresleitung. Großes Hauptquartier, 13. Juni.(W. TB.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Nieuport, Dixmuiden, nördlich Arras und bei ebuterne fanden Artilleriekämpfe statt. Schwächliche Augriffsversuche des Gegners in den Dünen wurden abgewiesen. gefechte im Gange. a 5 Die militärischen Anlagen von Lunéville wurden mit Bomben belegt. Oestlicher Kriegsschauplatz 5 Nordwestlich Sza wle machten unsere Angriffe gute Fortschritte. Kuzo wurde im Sturm genommen. Feind⸗ liche Gegenstöße scheiterten. Acht Offiziere, 3350 Maun und acht Maschinengewehre waren unsere Beute. Südöstlich der Straße Mariampöl—Kown o aben die Kämpfe gegen von Süden herankommende russische 9 erneut begonnen. Nördlich Fang wurden weitere 150 Gefangene gemacht.- 2 Unserem Einbruch in die feindliche Linie sü d⸗ lich Bolimow folgten in der Nacht russische Gegenangriffe, die sämtlich erfolglos blieben. Die gewonnenen Stellungen sind fest in unseren Händen. Unsere Beute stieg an dieser Stelle auf 1660 Gefangene, acht Geschütze(darunter zwei schwere) und neun Maschinengewehre. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der Brückenkopf von Sienia wa wurde gestern wieder genommen. Der Gegner ließ über 5000 G efangene in unserer Hand. Nächtliche Gegenangriffe des Feindes scheiterten. Auch öst lich Jaroslan und östlich Przemysl lebt der Kampf wieder auf. Die Truppen des Generals von Linsingen haben Mlynieka genommen. Der Angriff auf Eydaczow ist im Fortschreiten. Oberste Heeresleitung. *** Der Wortlaut der neuesten Note des Präsidenten Wil— son, den wir im 2. Blatt der vorliegenden Nummer ver⸗ öffentlichen, gibt keinen Anlaß zur Sensation und zu Kriegs— befürchtungen. Im Gegenteil, etwas wirklich Neues steht in der Note kaum. Nur die Tatsache, daß jede der beiden Parteien auf ihrem Standpunkte beharrt, daß in dem Kernpunkte der Streitfragen, der Erörterung über die Kriegsrechte und pflichten der Unterseeboote, keinerlei Fort- schritt zu einer Se zu erkennen ist, schafft einige Bedenklichlkeiten. Sicher aber hat die deulsche Regierung keinen Anlaß, über die Fortsetzung der Erörterungen, auch wenn sie nur langsam zum Ziele führen, unmutig oder ungeduldig zu werden, und so wird man in Berlin wahr⸗ scheinlich sich aufs neue bemühen, nachzuweisen, daß die Tatsache der Bewaffnung der„Lusitania“, die Feststellung ihres Charakters als Hilfstreuzer, keineswegs„unerheb— lich“ ist, wie die neueste Note aus Washington behauptet. Die Ruhe, beinahe Gleichgültigkeit, mit der Präsident Wilson die Möglichkeit zugibt, daß seine Beamten, rotz gegenteiliger Regierungsverfügungen, dennoch Waffen— Südöstlich Hebuterne sind Infanterie— 1 und Munitionstransport auf dem Passagierdampfer zuge— lassen haben, unterstreicht diesen Ausdruck„unerheblich“ nicht gerade in sympathischer Weise. Der Präsident spricht in seiner Mitteilung so viel von Menschlichkeit und Ge— rechtigkeit, und doch will er bei so folgeschweren Diffe— renzen, die die guten Beziehungen zweier großen Länder zu trüben drohen, auch hier wieder einen formalen Rechtssatz über Gebühr in den Vordergrund stellen. Nun, die deutsche Regierung wird demgegenüber in ihrer Antwort die Tat sachen desto gewichtiger zur Geltung zu bringen suchen, und vielleicht wird Herr Bryan, der in seinem„Aufruf an das amerilanische Volk“ ja die Anfänge einer Umkehr be— kundet, Deutschland in diesem Bestreben zu Hilfe kommen. Wir wollen der deutschen Regierung in der Rechtfertigung ihres Handelns nicht vor reifen; es liegt kein Anlaß vor, darüber zu verzweifeln, daß wir mit Amerika über kurz oder lang doch noch ins Reine kommen werden. Heißt es doch, Bryan wolle dafür eintreten, daß der amerikanische Waffentransport, der bisher zu unserem Schaden statt⸗ gefunden hat, verboten oder eingeschränklt werde. Unter diesen Umständen wird vielleicht auch das Herz Wilsons, in dem so viel Humanität pulsiert, das aber bisher von einem Panzernetz kalter Rechtstheorie eingeschnürt war, sich endlich erweichen lassen. Die neuesten Berichte von den Schlachtfeldern im Westen und Osten lauten für die deutschen Waffen andauernd günstig. In Polen, vor Warschau, haben wir südlich von Volimow unsere neu eroberten Stellungen uns bewahrt, im Nordosten haben ebenfalls für uns siegreiche Kämpfe stattgefunden, und am San entwickelt sich, nach einigen Tagen wohlverdienter Ruhe, wieder die deutsche Offensibe, die am Samstag zur Einnahme des Brückenkopfes von Sieniawa führte. Mögen die Russen wieder Glanzstücke ihrer trügerischen Berichterstattung sich leisten— es steht fest, daß sie nicht nur am Pruth zurückgetrieben wurden, sondern daß auch ihre Vorstöße am Dujestr mißglückt und ins Gegenteil umgeschlagen sind, nämlich in neue Sieges⸗ züge der Verbündeten. *** Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, den 12. Juni 1915: „ Russischer Kriegsschauplatz. Zwischen Dnjestr und Pruth bekämpften die Truppen der Armee Pflanzer neuerdings mehrere russische Stel⸗ lungen. Die Orte Jezierzany und Niezquiskta nörd⸗ lich Obertyn wurden erstürmt. Unsere siegreichen Truppen drangen gegen Czernelica vor und haben dort östlich Horodenka den Dujestr überschritten. Zaleszozuycki wurde genommen. Gegen diese Stadt richteten die Russen gestern und während der Nacht verzweifelte Angriffe, die alle unter den schwersten Verlusten des Feindes abgewiesen wurden. Auch die Attacke eines Ko⸗ sakenregiments brach in unserem Feuer vollständig zu⸗ sammen. In der Bukowina mußten die Russen auch die letzten Stellungen am Pruth aufgeben. Sie ziehen sich, von unseren Truppen scharf verfolgt, unter großen Verlusten über die Reichsgrenze zurück. Die gestri⸗ gen Kämpfe der Armee Pflanzer brachten an 5000 Ge— fangene ein. Südlich des oberen Dujestr dauert der Kampf noch fort. Ein russischer Gegenangriff auf Sta⸗ nislau wurde abgewiesen. Zurawno, das infolge Eintreffens russischer Verstärkungen geräumt worden war, wurde gestern von den verbündeten Truppen wiederge⸗ nommen. Italienischer Kriegsschauplatz. Die einzelnen Gefechte und Artilleriekämpfe am Isonzo dauern fort. Bisher haben die Italiener auf dem östlichen Flußufer nur bei Monfalcone und Karfreit, an Punkten, die vor unserer Kampffront liegen, Fuß gefaßt. Gestern erstiegen gegnerische Abteilungen beim Morgen⸗ grauen die bei Plava liegenden Üferhöhen, wurden aber wieder herabgeworfen.— An der Kärntner 6 renze wiesen unsere Truppen feindliche Angriffe auf die Ueber— gänge in der Gegend des Monte Paralba ab, und hesetzten diesen. Ein Versuch der Italiener, den Monte Biancomi wie— derzugewinnen, scheiterten. Sonst zieht sich der Feind in den einzelnen Grenzräumen allmählich an unsere Stellungen heran. So steht er in Cortina d'Ampezzo, Fiera di Primiero und Borgo. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 13. Juni.(W. T. B. Nichtautlich.) wird verlautbart, 13. Juni 1915, mittags: Russischer Kriegsschauplatz. In Südostgalizien dringen die Truppen der Armee Pflanzer weiter siegre ich vor. Nach hartnäckigen Kämpfen wurden gestern Tysimencig, Tlumacz und die Höhen nördlich Olesza genommen. Südlich Czernelica wird ge⸗ kämpft. Neue russische Augrisfe gegen Zaleszezyki wurden blutig abgewiesen. a. Aus der Bukowina, über die Reichsgrenze vor⸗ dringend, warsen unsere Truppen die Russen aus ihren längs Amtlich der Grenze vorbereiteten starken Stellungen zurück. In der Verfolgung wurden mehrere Orte Bessarabiens be⸗ etzt. Gestern fielen 1560 Gefangene in die Hände der Verfolger. 5 Am oberen Dujestr greifen die Verbündeten erfolgreich in der Richtung auf Zydaczow an, wo noch starke russische Kräfte das südliche Dujestrufer halten. 13 In Mittelgalizien führte ein Angriff österreichisch⸗ ungarischer und deutscher Truppen zur Besitznahme von Sieniawa und nach Abwehr eines starken feindlichen An⸗ griffes zur Erstürmung sämtlicher Stützpunkte nordöstlich der Stadt. Hierbei wurden 3500 Russen gefangen. Die sonstige Lage ist unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Isonzo fanden in den beiden letzten Tagen, namentlich bei Pla wa, ernstere Gefechte statt. Der dort am 11. Juni von der Brigade Ravenna unternommene Ver— such, die östlichen Uferhöhen zu gewinnen, endete mit einem Rückzug dieses Feindes. Gestern früh überschritten die Italiener erneut den Fluß. Nach heftigen Kämpfen gelang es unseren Truppen, den sich fortwährend verstärkenden Feind zurückzuwerfen und die eigenen Stellungen, vor denen über 400 tote Italiener liegen, fest in der Hand zu behalten. Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet dauern die Geschützkämpfe fort. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Offensive der Verbündeten in Galizien. Südostgalizien bringen die Morgenblätter ausführliche Tele⸗ gramme. Eine Bukarester Privatdepesche des„Berliner Lokal- anzeigers“ bestätigt den trostlosen Zustand der über die Buko⸗ winagrenze gedrängten russischen Abteilungen, die ohne mili⸗ tärischen Zusammenhalt in russischen Dörfern Unterkunft suchen. In Bularest werde die Besetzung der Stadt Zale Zaleszezyki und ihrer Umgebung durch die Armee Pflanzer als militärisch und politisch wichtiges Ereignis gewürdigt. Die Erbitterung im russischen Hauptquartier sei umso größer, als der Zweck der Preis⸗ gabe der Pruthlinie, die Umklammerung der Deutschen am Dnujestr und Pruth, unerreicht blieb und General Brussilow sich auch dort unmöglich halten könne.— Dem„Berliner Tageblatt“ wird über den unaufhaltsamen Vormarsch der Armeen Linsingen und Pflan- zer-Valtin telegraphiert: Die Besitzergreifung der beiden beider— seitigen Ufergebiete, sowohl des San als des Dnjestr, schreitet trotz harten Widerstandes unaufhaltsam fort und ist geeignet, einmal vollzogen, als wichtiger Abschnitt unserer Offensive be- wertet zu werden. Auch vorübergehende russische Verstärkungen und eventuelle Munitionsnachschübe, angeblich amerikanischer Her⸗ kunft, können den Gang der Ereignisse wohl einmal verlangsamen, doch nicht mehr aufhalten. Der Kaiser Franz Jofeph an Generaloberst v. Mackensen. Wien, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich. Der Kaiser erließ nachstehendes andschreiben: Lieber General- oberst v. MWackensen! Dankbar der b esonderen Ver- dienste gedenkend, die Sie sich als Führer der tapferen 11. Armee in Galizien erworben haben, freue ich mich, Sie zum zweiten Inhaber meines Husaren⸗ Regiments Nr. 10, das für immerwährende Zeiten den erlauchten Namen weiland Seiner Majestät Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, führt, zu ernennen. Dieses Regiment und meine Wehrmacht werden mit stolzer Freude die Kunde vernehmen, daß Sie, der sieggekrönte Feldherr, mit ihnen nun noch enger verbunden sind. (gez.): Franz Joseph. Ein Lob der deutschen Eisenbahntompagnien. Wien, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Ter Armeeoberkomman⸗ dant Se. Kais. und Kgl. Hoheit der Herr Feldmarschall Er z⸗ herzog Friedrich hat geruht, nachstehendes Befehlsschreiben zu erlassen:„Die unter meinem Oberbefehl in treuer und selbst⸗ loser Gemeinsamkeit mit ihren österreichisch-ungarischen Kume⸗ raden tätigen deutschen Eisenbahn⸗ K ompagnien haben an der schwierigen Wiederherstellung der gründlich zerstörten Eisenbahnen des nordöstlichen Kriegsschauplatzes in hervorragender Weise mitgewirkt und dabei neuerlich zahlreiche Beweise edelster Pflichterfüllung und fachlicher Tüchtigkeit gegeben. Ihrer bei⸗ spielgebenden Mannes zucht und ihrer uner müd⸗ lichen Arbeitsleistung' ist es mit zu danken, daß der Bau der Bahnen mit dem Vordringen der Armee gleichen Schritt hielt und deren Erhaltung sicherte. Indem ich die braven deutschen Eisen bahn⸗Kompagnien zu ihren glänzenden Leistungen beglückwünsche, drücke ich allen ihren Offizieren und der gesamten Mannschaft meine lobende Anerkennung und den Dank im Namen unserer gemeinsamen großen Sache aus.“ Ruffischer Unwille über die Bundesgenossen. Petersburg, 12. Juni.(WTB. Nic tamtlich„No⸗ woje Wremja“ gibt dem tiefen Unwillen der riffis ben Bevölkerung Ausdruck üher die Schwächlichkeit und Jer st reutheit der Angriffe auf der Westfront, die den Moment der Offensive vorübergehen ließ, wo der Feind durch Operationen an der Ost⸗ Die front geschwächt war. Das Blatt hofft, daß endlich die ange⸗ kündigte Offensive Joffres zur Tat werde. Verlin, 14. Juni. Ueber die fortschreitende Offensive in 9 * 3 150 4 0 * 1 5 . * 5 8 . STCCVTCTT „ 5 2 . 3 schnittes zu überschreiten. „Agenzia Stefan!“: Die rumänische Gesandts und Professor von Eiselsberg⸗Wien ist das Großkom⸗ 5 Auszeichnung, verliehen worden. Auch sonst sind die beiden 8 ten Studentenschaft, die den neuen Ehrendoktoren große beiden Professoren zu Ehren ein c Die„Times“ über die Lage im dsten. London, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Die„Times“ melden aus Petersburg: Seit der Generalstab das Vorrücken ansehnlicher feindlicher Streitkräfte über den Dnujestr meldete, scht Unruhe über das Los von Lemberg. Die Morgen⸗ blätter des 9. Juni melden, daß alle Vorbereitungen zur Räumung der Stadt getroffen worden sind. Die an Stärke zunehmenden österreichisch⸗deutschen Armeen seien 24 Meilen von der Stadt am Dnjestr konzentriert. Außerdem beunruhige man sich über die Offenfive des Feindes in der Richtung auf Kown o. Man hoffe um stillen, daß die Bundesgenossen die Deutschen und Oesterreicher von Galizien ablenken würden. Der russische Bericht. Petersburg, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus meldet: Nördlich Szawle und in der Gegend von Szakinowo griffen wir am 11. Juni eine feindliche Umgehungskolonne an und warfen sie in westlicher Richtung zurück, Bei Szawle setzt der Feind seine erfolg⸗ losen Angriffe im nordli Abschnitt des Schlachtfeldes fort. Unsere Offensive auf der Front Szawliony.—Betpgola entwickelt sich weiter mit Erfolg. Am 11. Juni nahmen wir mehrere Dörfer und den Friedhof bei Saurgade— Joquiny im Sturm Am Tage vorher hatten unsere Ulanen auf dieser Front den Feind ange⸗ griffen, ungefähr 100 Mann niedergemacht und 50 gefangen ge⸗ nommen. In der Richtung auf Kowno versucht der Feind sich die Front Szapeziski—Ludle zu sichern. In der Nacht zum 11. Juni drückten wir den Feind auf der Straße Mariampol und längs der Eisenbahn Kowno— Wir ballen ein wenig urück. Auf dem rechten Ufer der Weichsel, in der Gegend von tarozoby, eröffnete der Feind in den Morgenstunden des 11. Juni ein gewaltiges Artilleriefeuer und unternahm eine Reihe von An⸗ griffen. Bis Mittag vermochte er nicht, sich unsexen Stellungen auf weniger als 400 Schritte zu nähern. Unsere Flugzeuggeschwa⸗ der hatten, indem sie Erkundungen unternahmen und mit Erfolg Bomben abwarfen, an dem Zurückwerfen dieses feindlichen An- griffes tätigen Anteil 1 In Galizien näherte sich am 11. Juni im Tale des Flusses Skov eine feindliche Automobilbatterie unseren Gräben, wurde aber durch unsere Artillerie zum sofortigen Rückzuge gezwungen. In der dreitägigen Schlacht am Dujestr, in der Gegend von Zurawno, vom 8. bis 10. Junt, nahmen wir im ganzen 348 Offiziere, 15 431 Mann gefangen und erbeuteten 78 Ma⸗ chinengewehre und 17 Geschütze, die wir schon in einem früheren icht erwähnt haben. Eine große Anzahl Waffen, Munitions- wagen, Feldküchen und Fahrzeuge fiel in unsere Hand. Um die österreichisch-ungarische Armee, welche auf dem rechten Ufer des Dnjestr zurückgegangen wax, zu unterstützen, unternahm der Feind eine Offensive auf beiden Seiten des Flusses Tysmaniza. Es ge⸗ lang ihm, am 10. Juni die Ortschaft Gruszow zu erobern, doch wurde er später wieder zurückgeworfen. Unsere Truppen machten dort 33 Offiziere und 490 Mann zu Gefangenen. In der Nacht um 11. Juni unternahm der Feind erfolglose Angriffe gegen den Brücentopf bei Halic z. Im Laufe des nächsten Tages näherte sich der Feind dem Dujestr auf der Front Mezwiska—Zaleszezyki und begann den Dujestr an mehreren Stellen des genannten Ab⸗ Aus Rumänien. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der aft ibt bekannt, sie sei zu der Erklärung ermächtigt, daß die 8 Meldung fal sch sei, nach der Vertreter des Dreiverbandes und Italiens einen Schritt in Bukarest unternommen haben sollen, um Rumänien aufzufordern, seine Haltung festzu⸗ legen, und nach der dieser Schritt eine Art Ultimatum darstellte. Zur Erkrankung des Königs der Hellenen. Rom, 12. Athen, 12. i.(WTB. Nichtamtlich.) Den beiden den König behandelten fremden Aerzten Professor Krauß⸗Berlin turkreuz des Erlöserordens, eine außerordentlich hohe erren der Gegenstand* 5 Ehrungen. Die bereits gemeldete erleihung des Ehrendoktorates der Athener Universität erfolgte in Anwesenheit der hervorragendsten Persönlichkeiten und der vationen bereitete. Der Ministerpräsident Gunaris gab den König behandelnden griechischen r 8 or nig el erzte teilnahmen. Professor Krauß hat dem eetecheschen Roten Kreuz eine größere Summe überwiesen. Berlin, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige iechische Gesandtschaft teilt folgenden Bericht über das Pefinden des Königs von Griechenland von gestern abend mit. Um 10 Uhr betrug die Temperatur 37,2, Puls 106, Atmung 22. Trotz der Schwäche schreitet die Besserung fort. 1 die Mämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet von der Darda⸗ nellenfront: In der Nacht vom 11. zum 12. Juni wurde der Feind, der mehrmals bei Sedd⸗ül⸗Bahr unseren rechten Flügel anzugreifen versuchte, unter beträchtlichen Verlusten für ihn nach seinen alten Stellungen zurück⸗ eworfen. Am Morgen des 12. Juni verschwendete die feind⸗ iche Artillerie bei Ari Burnu eine große Menge von Geschossen, ohne irgendeine Wirkung zu erzielen. Unsere ana⸗ tolischen Küstenbatterien beschossen gestern auch mit Erfolg die feindlichen Stellungen. Von den übrigen Kriegsschau— plätzen ist nichts zu melden. Lyon, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der Nouvelliste“ aus Paris erfährt, ist der französische General Ganeval bei den letzten Kämpfen auf der Halbinsel Gallipoli gefallen. Die Serben in Albanien, Ro m, 12. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Der„Corriere d'Ita⸗ sia“ meldet: Eine Abteilung Serben besetzte Popradez, Starco, Lugne und Kemenica. Eine andere Abteilung, bei der sich auch Montenegriner befanden, besetzte Dan⸗ katjaj, Kuma und rückte bis Premesi vor. Sie scheint die Ebene von Zaorina besetzen und gegen Alessio vorstoßen zu wollen. Die Serben rückten ferner von Elbassan aus vor, überwanden den leichten Widerstand, welcher ihnen entgegen⸗ gesetzt wurde, und besetzten Tirana. Man erwartet eine sofor⸗ tige Aktion gegen Durazzo. 0 ** * Der italienische Ber icht. Rom, 13. Juni.(WT. Nichtamtlich.) Bericht der Obersten Heeresleitung vom 12. Juni. Längs der Grenze Tirols und Trentinos dauerten die Scharmüßel zwischen unseren Vortrup⸗ pen und den feindlichen Truppen, welche sich an einigen Stellen allmählich zurückzogen. Unsere Artillerie setzte die Zerstörung der feindlichen Schanzwerke fort. Im Cadosetal ist nichts Wichtiges zu melden. In Kärnten eroberten Alpini den Volaia⸗Paß und machten 25 Gefangene. Am mittleren Isonzo konnten in der Nacht vom 9. zum 10. Juni Abteilungen unserer Truppen auf das linke Flußufer vordringen trotz lebhaften Widerstandes des Feindes, welcher sich jedoch vor unseren ungestümen wiederholten Angriffen unter Zuxücklassung zahlreicher Toten aus dem Gelände zurückziehen mußte. Wir machten 200 Gefangene. Die folgenden Gegenangriffe des Feindes, welche unsere Truppen aus den eroberten Stellungen vertreiben sollten, wurden alle zurü vorfen. Am unteren Isonzo zerstörte unsere w tig bis beinahe in die Infanterielinien vor⸗ gebrachte. illerie durch ihr genaues Feuer in der Nähe der Front von Tolmein bis zum Meere en unsere ausgezeich⸗ neten Flieger ihr Erkundungswerk mit Kühnheit durch. „General“ Garibaldi. Mailand, 12. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Das„Se⸗ colo“ meldet aus Rom: General Ricciotti Garibaldi und seine vier 1 traten freiwillig als Sol⸗ daten in das 61. Infanterieregiment ein, da ihnen von den Militärbehörden die Erlaubnis zur Bildung eines Frei⸗ willigenkorps verweigert wurde. ** * Die englischen Verluste. London, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Daily Mail“ weist darauf hin, daß die englischen Verluste in zwölf Tagen über 30000 Mann betragen haben. Englische Arbeiter gehen zur„Information“ an die Front. Glas 9 o w, 13. Juni.(WTB, Nichtamtlich.) Die Stadt hat eine Abordnung don Arbeitern an die Front geschickt, damit sie sich persönlich von den Bedürfnissen der Armee überzeugen. Die englische Munitionsnot. London, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Es ist be⸗ schlossen worden, alle städtischen Arbeitsplätze zur Her⸗ stellung von Munition 8 In Betracht kommen schätzungsweise über 100 Plätze. Ein ausgehobenes Spionennest. Berlin, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Seit Beginn des Krieges beschäftigen unsere Feinde eine ganze Anzahl von Spionen, die im Inland und in den von unseren Truppen besetzten Gebieten Nachricht sammeln und an bestimmte Zentral- stellen abliefern. Es handelt sich um eine weit verzweigte Einrichtung, die in allen ihren Teilen außerordentlich ge⸗ schickt arbeitet.— Schon seit langer Zeit war es den deutschen Behörden bekannt, daß in verschiedenen holländischen Städten sich Spionagezentralen befinden, deren Tätigkeit hauptsächlich in Belgien zu spüren war. Vor kurzem ist es nun gelungen, eine große Organisation, die ihren Sitz in Maastricht hatte, aufzu⸗ decken und unschädlich zu machen. Nicht weniger als 17 Personen wurden festgenommen und dem Gericht zugeführt. Es wurde fest⸗ gestellt, daß diese Nachrichten über Tru vpenbeförderun⸗ gen auf belgischen Bahnen übermittelten. Dabei gingen sie so geschickt vor, daß sie ihre Mitteilungen in besondere Listen ein⸗ trugen, die nur mittels eines Geheimschlussels zu verstehen waren. — Das Feldgericht in Lüttich hat über diese Personen, die durch weg geständig waren, bereits am 5. Juni das Urteil gesprochen, 11 der Angeklagten wurden zum Tode, 6 zu zusammen 77 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 7. Juni wurden acht von den Ver⸗ urteilten bereits erschossen; wegen der drei letzten schwebt noch die Entscheidung über ihre Begnadigungsgesuche.— Mit dieser Aushebung von 17 Agenten ist der feindlichen Spionage ein emp⸗ findlicher Schlag zugefügt worden, und die ebenso schnelle wie strenge Justiz der deutschen Feldgerichte wird dem zu Verrat neigen⸗ den Teil der Bevölkerung Belgiens hoffentlich einen heilsamen Schrecken eingejagt haben. Ein Schlachtendenkmal im Westen. Berlin, 14. Juni. In Gegenwart des Heerführers und früheren Kriegsministers v. Einem, vieler hoher Offi⸗ ziere, Abordnungen don Truppen und unter zahlreicher 1 der ren Zivilbevölkerung fand heute, wie die„Voss. Ztg.“ meldet, in Noyers die Einweihung eines deutsch⸗französischen Denkmals für die hier bei heißen Kümpfen um den Maßübergang am 27. August 1914 gefallenen deutschen und französischen Sol⸗ daten statt. ** * Der Seelrieg. Auszeichnung eines U⸗Boot⸗Führers. Berlin, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Reichs- anzeiger“ meldet: Dem Kapitänleutnant Hersing, Kom⸗ mandanten des Unterseebootes„21“, ist der Orden Pour le mérite verliehen worden. * London, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Flot⸗ tenkorrespondent der„Morning Post“ schreibt: 45 Schͤffe in weniger als einer Woche zerstört, das ist eine große Zahl! Der Unterseebootskrieg kann erst aus⸗ gerottet werden, wenn die Werften, die Unterseeboote her- stellen, zerstört sind. Das Blatt stellt weiter fest, daß die Fischerfahrzeuge„Wellfare“ und„Laurestina“ die ersten waren, die durch einen Luftangriff vernichtet wurden. London, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Fischer⸗ fahrzeug„Waago“ aus Grimsby ist in der Nordsee durch ein beutsches Unterseeboot torpediert worden. Die Be⸗ satzung wurde gerettet. London, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der russische Dampfer„Danio“ aus Archangelsk ist in der Nordsee durch ein bcutsches Unterseeboot versenkt worden. London, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reulceschen Bureaus: Der schwedische Dampfer„Otago“ isttorpediert worden. Die Besatzung landete in Shields. London, 12. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) 1 Schiffe sind noch durch Unterseeboote versenkt worden:„Laurestin a“ und„Edward Wellfare“ aus Lowestoft,„Letty“ und „Cardiff“ aus Grimsby. Grimsby, 13. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Trawler„Plymouth“ ist von einem deutschen Unterseebobt torpediert wor⸗ den. Die Besatzung wurde gerettet. Ipswich, 13. Juni. 5 Nichtamtlich.) Die„East⸗ anglian Daily Times“ meldet, daß ein iff mit Stück⸗ gütern vor einigen Tagen bei Aldeburgh an der Ostküste Suffolks durch ein feindliches Unterseeboot torpediert worden sei. Es maß 3000 bis 4000 Tonnen und kam von Buenos Aires. Eine andere Meldung besagt, daß es sich um das Schiff„Leuctra“, 3027 Tonnen groß, handelt. Aus Stadt und Fand. f Gießen, 14. Juni 1915. Rhein⸗Mainischer Verband für Voltsbildung. h. Frankfurt a. M. 13. Juni. Unter recht 3 Betei⸗ ligung aus allen Teilen des Verbandsgebietes hielt Rhein⸗ Mainische Verband für Volksbildung im Physikalischen Verein seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Pfarrer Küster⸗Höchst a. M., gedachte in seiner üßungs⸗ rede der schweren Opfer, die der Krieg bereits unter den Verbands⸗ mitgliedern forderte und bot dann in kurzen Umrissen ein Bild von der vom Verbande bisher geleisteten kriegswirtschaftlichen Ar⸗ beit. Im Mittelpunkte der Verhandlungen stand ein Vortrag von deutschen Pfarrer Dr. Gottlieb Traub Dortmund über Krieg und Volksbildung. Mitten im Kriege sei es offenbare Tatsache, daß 85 Barbaren a ühnte Volksbildungsarbeit trieben. Ob man das auch in Odessa oder Neapel tue, erscheine zweifelhaft. Nach dem Kriege wird der Städter das Land künftig mehr schätzen lernen als bisher und Boden und Heimaterde besser als sonst bewerten. Diese Erkenntnis fördern helfen soll erste Aufgabe der Volksbildung sein. Verstehen und lieben lernen von Sagrabo den Teich des Kanals von Monfalcone. Auf werben sich fortan die deutschen Stämme. Die Landbewohner wird daheim einst den Unterschied zwischen Gurkhas und Russen, . einerseits, und deutschem Volk andererseits zu schützen gabe der Volksbildung ist ferner die Weckung des die außere Politit und fir ene bessere i Kenntnis der Weltkarte. Im Mittelpunkt des Denkens stehe zuerst in Zukunft das Studi der deutschen Mythologie, Geschichte und er hen o logie, Ge i 1 f 1 Ehe man im Auslande Kunstgeschichte treibt, werde man in der Welt der hehren deutschen Kunst heimisch. Der Stag e soll Heimatgut des Volkes werden und nicht allein 5 voli⸗ tischen Parteien bleiben. Wenn das 19. Jahrhundert den Natio⸗ nalismus schuf, dann muß das 20. den Staatsgedanken als die sFuliche Idee bringen, die im Boden der Heimatliebe— 2 Die Volksbildungsarbeit erziehe zur nationalen Würde und das Voll innerlich dadurch zusammen, daß dieses Respekt und Freude am Wissen empfindet. Denn die Kraft des Wissens ist in diesem Kriege der Sieger. Diese Wissenskraft soll aber auch unsern Verbündeten zugeführt werden. Nicht mehr in der Mission unter Mohammedanern soll man sich betätigen, sondern innere Vo l s⸗ mission für konfessionelle und völkische Einig⸗ keit sei fortan das Lofungswort. Nach dem Frieden aber sol; es Aufgabe der Volksbildung sein, unter aller Nervenanspannung ein großes tüchtiges Geschlecht heranzuziehen, an dieses hohe geistige Kraftanforderungen stellen, die Mittelmäßigkeit aber in schärfster Weise bekämpfen. Ueber die Arbeit des Verbandes im letzten Jahr sprach Dr. Robert Kahn(Franlsurt). Trotz des Krieges stieg die Zahl der persönlichen und körperschaftlichen Mitglieder. Die vielerorts ver⸗ anstalteten„Deutschen Volksabende“ erfreuten sich starken Besuchs. Nur die Saalbeschaffung bereitet große Schwierigkeiten. Es sollen deshalb die Kirchenvorstände zur Herausgabe der Kirchen für die Veranstaltungen veranlaßt werden. Die Anregung zur Schaffung von Eichenhainen für die gefallenen Helden fand bisher fruchtbarsten Boden. Für jeden Gefallenen soll ein Baum gepflanzt werden, dessen Pflege die Hinterbliebenen übernehmen sollen. Eine rege Aussprache führten die kurzen Referate über die eee des Heeres mit Bildungsmitteln und die kriegswirt⸗ schaftlichen Arbeiten des Verbandes herbei. Die spätere geschäftliche Sitzung bras die Vorstandswahlen. Es wurden wiedergewählt: Landtagsa rdneter Adelung (Mainz), Dr. R. Hallgarter(München), Lehrer Müller (Worms), Rektor Schilgen Worms), Kommerzienrat Schmahl (Mainz), Weißbindermeister Ph. Stein(8 stadt), Amtsrichter Leo Sternberg(Rüdesheim) und Seminarlehrer Weider Usingen). Den Beschluß der Tagung machten die Erstattung des Jahresberichts und die Festsetzung des Haushaltsplans für 1915. * * *Die burschenschaftliche Jahrhundertfeier wurde von den jungen und alten Vurschenschaftern Gießens und der Umgebung am 12. Juni unter starker Beteili⸗ gung auf dem Germanenhause begangen. Neben manchen verwundet aus dem Felde zurückgekehrten Feldgrauen wohnten zahlreiche Gäste, unter ihnen eine große Zahl von Universitätslehrern, der angesichts der Zeitumstände in der einfachsten Weise gestalteken Feier an. Leutnant d. R. Assessor Berger, Ritter des Eisernen Kreuzes, feierte in . Worten das Vaterland, seinen obersten Kriegs herrn und die Bundesfürsten, Geheimrat Haupts be⸗ geisternde Ansprache galt der Burschenschaft als der tapferen Hüterin des deutschen Einheitsgedankens. Aus den Reihen der Gäste brachten der Universitätsrektor Geh. Rat Som- mer, ferner die Vertreter des Offizierkorps, der Provin⸗ zialdirektion und der Stadt Gießen gleichfalls der deut⸗ schen Burschenschaft herzliche Glückwünsche zu ihrer Jahr⸗ hundertfeier dar. * Provinzialsekretär Lenz von hier, eine in weitesten Kreisen bekannte und beliebte Persönlich⸗ keit, ist in den Kämpfen für das Vaterland gefallen. Seiner rastlosen Tätigkeit verdankte er das Erreichen einen iten Stellung; sein Streben t aber immer höheren ielen, Aus der Volksschule entlassen trat er am I. Mai 1894 bei Großh. Kreisamt Gießen als Schreibgehilfe ein und war von April 1898 bis Dezember 1901 Gehilfe bei der hiesigen Bürgermeisterei. Die Prüfung als Kreisamts⸗ bureauvorsteher bestand er mit„gut“ im November 1900. Vom 2. Januar 1902 ab war er mit Unterbrechung seiner Militärzeit bei Großh. Kreisamt Gießen wieder tätig, wo er im Oktober 1905 als Kreisamtsgehilfe angestellt wurde. Im März 1912 wurde er durch den Provinzial⸗Ausschuß zum Provinzialsekretär ernannt. Durch eisernen Fleiß er⸗ warb er sich nachträglich die Primareife einer Ober⸗ Realschule am 19. März 1912 und legte im August v. J. die Maturitätsprüfung in Mainz ab.— Als Garni⸗ sonsverwaltungsunterinspektor trat er bei Ausbruch des Krieges ins Heer. Im Januar d. J. wurde er als Feld. webel nach Mainz kommandiert und zog Mitte März mit seinem Regiment zunächst nach Frankreich und dann nach dem Osten zum Kampfe gehen die Feinde, wobei er den Heldentod fand. Alle, die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen. f 9 f. * Postverkehrmit Russisch⸗Polen. nachbezeich⸗ neten Head de, von deutschen Truppen ke Ge⸗ biets von Russisch⸗Polen sind deutsche Postanstalten ein⸗ gerichtet worden, die auch den privaten Post⸗ und Tele verkehr zwischen Deutschland und den Postorten in Russisch⸗Polen vermitteln: Bendzin, Czenstochau, Kalisch, Kolo, Konin, Lodz, Pa⸗ bianice, Sieradz, Wielun und Wloclawek. Zugelassen im kehr mit diesen Postorten sind nur offene, gewöhnliche und eingeschrie⸗ bene Briefsendungen(Briefe, Postkarten, Drucksachen, N 25 Geschäftspapiere) sowie Postanweisungen bis 800 Mk. und Telegramme in offener Sprache bis zu 15 Wörtern. g und Telegramme müssen in deutscher Spra . endungen che abgefaßt sein und dürfen keinerlei Mitteilungen über militätische Angelegenheiten ent⸗ halten. Der Abschnitt der Postanweisungen darf zu schristlichen Mitteilungen nicht benutzt werden. Die Postsendungen und die Postanweisungen sind vom Absender nach den Taxen des inneren deutschen Verkehrs voll zu frankieren. In Russisch⸗Polen werden hierzu deutsche Postwertzeichen, die den schwarzen Aufdruck: „Russisch⸗Polen“ tragen, verwendet. Die Postanweisungen, zu de⸗ nen das Inlandsformular zu benutzen ist, sind in deutscher Währung auszustellen. Bei der Auszahlung der Beträge in Russisch⸗Polen wird der Umrechnung das Verhiltnis von 100, Mk.— 60 Rubel ugrunde gelegt. Die vom Absender zu entrichtende Gebühr für elegramme 8 8 Dreifache der Telegrammgebühr für den inneren deutschen kehr. Kreis Büdingen. 95 O Wallernhausen, 8. Juni. Wleder hat das Vaterland ein Opser aus unserem Dorse gefordert. Auf dem Felde der Ehre siel der Unteroffizier Robert Reuning vom Garde-Dragoner⸗ Regiment Nr. 28. Kefenrod, 11. Juni. Der Wehrmann Rudolf Ecker erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. 5 Nidda, 11. Juni. Der hiesige Eisenbahnverein hat bis jetzt gegen 1300 Mt. für Kriegswohlsahrtspflege gesammelt. In Echzell, dungen, Laubach und hier hielt Bahnmeister Rahn, del Vorsitzende des Vereins, Vorträge über Lebenshaltung, Garten- bau usw. Kreis Alsfeld. 6* J Burg-Gemünden, 12. Juni. Bei dem gestrigen sehr schweren Gewitter schlug der Blitz in die Heßlersche Hofreste ein, zündete und äscherte das ganze Anwesen ein. Nei der großen Dürre war an ein Löschen nicht zu denken. Nur die Nachbargebäude konnten vor dem Feuer geschützt werden. — Kreis Schotten. 1 AWetterseld, 9. Juni. Die Familie Johs. Rühn wurde aufs neue in große Trauer versetzt. 2 5 e bereit zwei hossnungsvolle Söhne im Kriege verlore m gef 1 K die Nachricht, daß auch der dritte Sohn de 1 * + 1 7 Vernssetüngen vermieten. Frankfurter Strahe 25 * Fan e verm. 3¹⁰⁰ Jacob Maternus, ee ee eee du—. immer u. Küche zu derne. Junger Hausbursche d 'ochen treiben in der S Nun steht noch der vierte Se hat sich bereits das Eiserne „„ im Felde: reuz zweiter tadt Hundevergifter ihr ruchloses Wesen, ohne daß es bislang möglich war, sie auf frischer Tat zu ertappen. täglich fallen den M Ermittlung des 81 Starkenburg und Rheinhessen. n wertvolle Tiere zum Opf rde eine hohe Belohnung ausgesetzt. er. Auf universitäts⸗ Nachrichten. h. Frankfurt a. M., 13. 803, wodurch eine Frau Persch aus Rathmannsdorf und eine pol⸗ nische landwirtschaftliche Arbeiterin, deren Name noch nicht er— mittelt ist, getötet wurden. Vier Personen wurden leicht ver⸗ letzt. Der Materialschaden ist gering. — — er Station Gießen. 2— meteorologische Beobachtungen Sieg nach dem Maßstabe der Eroberungen abgemessen werden sollte, so dürfen die Deutschen nicht ohne Unrecht behaupten, daß sie bis asse i Juni. Der neulich verstor⸗ etzt gewonnen haben fä er Korrespondent fort: Auf ., Eschen rod, 12. Jun. Sergeant Betz im Jägerbataillon bene Stadtrat Dr. med. Kirchheim vermachte der elfen e eken pech 2 auf d. eigenen Nr. 5 erhielt das Eiserne Kreuz. 100 0 Zwecke der medizinischen Fakultät Hilfsquellen, bildet das ganze Land eine Festung im Belagerungs⸗ Schotten, 11. Junt. Hier brannte eine Scheune, 100 000 ark. zustande. Aber es ist so stark befestigt, so prachtvoll ausgerüstet, sowie ein angrenzender Stall nieder.—————— daß es trotzdem der überwältigenden Uebermacht ungebrochen wiber⸗ Kreis Friedberg. vermischtes. steht. Die Geschicklichkeit der deutschen Chemiker versieht das Land „Friedberg, 13. Juni. An der U. 1*. 5 mit dem, was ihm die Natur versagt hat und weiß haarige Profes⸗ 5 4„13. An eberführung am Rosen⸗ Magdeburg, 13. Juni.(WT B. Amtlich) Auf dem Bahn⸗soren find in ihren Laboratorien bämit beschäfl igt, künstlich Erzeug⸗ tal ließ sich ein junges Mädchen aus lheim vom hof Schneidlingen entgleisten heute morgen infolge nisse für Gummi und andere Naturprodukte herzustellen, die ihrer⸗ uge überfahren. Es wurde sofort getötet.— Seit vorzeitiger Weichenumstellung zwei Wagen des Personenzuges seits dazu beitragen, ihrem Vaterlande zum Siege zu verhelfen. Die Bewaffnung der„Lusitania“. Amsterdam, 14. Juni. Aus N ew Nork wird gemeldet: Der wegen angeblich falscher Zeugen aussage in Sachen der Bewaffnung der„Lusitania“ gefangen genommene Darm stadt, 12. Juni. Saen koi d Deutsche, Stahl, leugnet entschieden, daß er falsch ausgesagt Weingartner ebene im acer dinge die L der* bort Koni an en leider 1 ace ber dice wölf bonnementskeuzerte des Konzertvereins in 83 1 5„2 2 3 2 vorhielt, daß ein Heer von Zeugen Stahls Aussage, daß Kanonen Ran chen. Der nötige Urlaub hierzu ist ihm von der General⸗ Juni 881 SS ZS S2 28 2 f an Bord der„Lusitania gewesen seien, entkräften könnte. direktion des Großherzoglichen Hostheaters in Darmstadt erteilt S„ Ss 8 Ss o Wees Viel besprochen wird in amerikanischen Blättern solgende Aeuße⸗ worden. 1915 l 8 2 55 S 5 89 8 8 1 rung Stahls: Als man ihn fragte, ob er denn für sein Vaterland Hessen⸗Nassau. 1* 2 5 8 3520 2 17 ins 4 wandern wolle, antwortete er:„Sagen f— ie 100 Jahre, ich würde es tun!“ Biedenkopf, 12. Juni. Zwischen dem Bür er⸗ 1 meistet und Leürer eines Ortes im hesigen Kreise, die zich. 12207486 255 6s 28 NNE 2 10 Sonnenschein[ Die russische Landung an den Dardanellen aufgegeben. gegenfettig nicht hold waren, kam es im Februar zu einer Schlä⸗ 18. 748,3 199 105 61 N 2 8 Sofia, 14. Juni. Nach zuverlässigen Nachrichten sind Abend der Lebe hiesigen Schöffengericht ein Nachspiel hatte. 14 749,9 12,6 6,7 61 NE 4 5 Sonnenschein alle für eine Landung an der türkischen Schwarz⸗Meer⸗ a e e e c ; 0 Zung zu d Mark Geld⸗ nach Galizien dirigiert worden, so daß der Lan⸗ stimmung des Reichs versicherungsamtes beschlossen, einer Lehranst nördlichen Teile des Regierungs 200 000 Mark zu r daß die Benutzung dieses i He. 9 7 von de icherungsanstalt selbst nicht führt 1 wird vielmehr beabsichtigt, eine 50 da e Perf keit in der Form einer milden versicherungsamt hat als Bedingung 7 Mark von anderer Seit hofft, diese Summe in der Weise zu bescha den Regierungsbezirk Kassel sich der Krüppelverein in Kassel ebenfalls Lehrinstituts für den verband für beteiligt, alt für Krüppelf gesamten Versicherun selbständige juristische P Stiftung zu gründen. Da gegenseitigen Beleidigungen wurde zur Errichtung 5 Füppelfürsorge im bezirks Kassel die Summe von gsanstalt r Betrieb dieses Instituts soll n. Es ersönlich⸗ g ründ s Reichs⸗ seiner Zustimmung gemacht, e aufgebracht werden. Man u, daß der Bezirks⸗ mit 20 000 Mark 20 000 Mark bei⸗ und die Stadt Kassel den erforderlichen Grund und Boden stenfrei zur Verfügung stellt. —— Zul Aimmer⸗Wohn. m. ub. u. Gaxtenant. p. 1. 7. 15 2 verm. Näh. Schottstr. 21J. 2 Eine schöne 4⸗Zim.⸗W. Varterre, mit Gas, elektr. Licht, per 1. Juli zu vermiet. ilb. Plank, Mühlstr. 3. 12 1 Zimmer⸗Wobnung zu verm. Löwengasse 20 1. Freundl. 1⸗Zimmerwohn. m. Gas, el. Licht usw. zu verm. e. Walltorstr. 73, Kontor. Ber str. 1 im Hause des 8 Herrn Ad. Trant dessen Wohnung, I. Stock, t 4 Zimmern, Balkon, Gartenanteil ꝛc. alsbald zu Wunschgemäße ene— Näb. bei achl.⸗Verw. L. Althoff Walltorstr. 16, Tel. 230.(470 gia und Balkon, nebst adezimmer, 5 — vermieten. Nähexes Hause bei Frau Böhm 25 Walltorstraße 16 bei Altboff. 364 41 Schöne 4⸗Zimmerw. 1 adezimm., gr. Trockenb. . Zub, zu verm. per 1. Juli. ord⸗Aul. 7, n. d. West⸗Anl. Hale 4. 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Vor allem reisen die Familien der russischen Beamten und Offtziere sowie die russischen Kaufleute ab, die sich in Lemberg niedergelassen hatten. Ein feindliches Lob. Amsterdam, 14. Juni. Der neutrale Korrespondent der „Times“ berichtet unter dem Titel„Der neue deutsche Kriegsgeist“ in einem Artikel, der voll von aufrichtiger Be⸗ wunderung für Deutschland ist und in dem es heißt: Deutschland muß gewinnen. Man spricht nicht mehr, wir werden siegen, oder wir können nicht verlieren. Jede Nervenfaser und jede Unze Energie toren auf die Erreichung des gewollten Zieles gerichtet. Wenn der ist vielmehr mit eisernem Entschluß und mit Betätigung aller Fak⸗ Beseelt von heil'gem Feuer, Zogst Du, der uns so teuer, Hinaus zum blut gen Streit. Du hast Dein junges Leben So willig hingegeben, Dich ganz dem Vaterland geweiht. Und nun bist Du gefallen!— O ürgstes Wort von allen, Wie krafst du unser Herzf— Der Du uns warst gehlieben Als einz ger unsrer Lieben. Wer kann ermessen unsern Schmerz! Am 27. Mai ist unser innig geliebter, einziger Sohn, unser guter Enkel und Neffe Otto Hahn Gefreiter im Reserve- Infanterie-Regiment Nr. 223, 8. Kompagnie, früher beim Bezirkskommando Gießen, der vor wenigen Wochen voll freudigen Mutes ins Feld gezogen war, im Alter von 24 Jahren den Heldentod für sein geliebtes Vaterland gestorben. Bürgermeister Wilhelm Hahn II. und Familie. Stumpertenrod, den 12. Juni 1915. 7 1 F * Junges Mädchen aus guter Familie als Lehrmädchen ges. Geschwister Altenpohl, Plockstraße 4. 50⁰⁰0 Schneiderin ver sosort gesucht. Kugelmann,. Stock. Gesucht für sofort od. später für Küche und Haus, das jedes Quant üdchen Wir Kaufen dauernd Tische Landeier dungsversuch als aufgegeben zu betrachten ist. Der neue Bulgarien. a Zürich, 14. Juni. Der„Stampa“ wird aus Syrakus telegraphiert: Gestern traf hier von London der englische Oberst Syke rein und reiste auf dem Dampfer„Egadi“ nach des Piräus weiter. Der englische Offizier ist mit der Ueber⸗ bringung eines wichtigen Handschreibens des Königs von England an den Zaren Ferdinand von Bulgarien betraut. Die Internierung feindlicher Untertanen in Italien. Lugano, 14. Juni. Die römische Polizeidirektion verkündet vom 12. Juni, sie werde alle verhafteten österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen über 18 Jahre in Konzentrationsla ger gen ist es freigestellt, sie zu begleiten. Der erste Schub zählten 200 Personen. Auch Deutsche werden immer zahlreicher verhaftet. Doch wollen wir nicht klagen, Wir wollen's mutig tragen, Gott wird uns Kraft verleih'n. Einst werden wir Dich sehen, Wenn uns wird heiden gehen Der Herr zum ewgen Frieden ein. In tiefer Trauer: 50060 „Ich war am Leibe mit einer Flechte behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag und Nacht peinigte. In 14 Tagen bat Zucker's Patent-Medi- zinal-Seite das Uebel be 1509 Diese Seife ist nicht 150 M. Vebsbhiedefes Foxterrier kleines Exemplar, auf den Namen„Tell“ hörend, auf dem Wege von Lollar nach Staufenberg entlaufen. um ä 5 7 Niedrigste 18.„ 18.„ 1915 1 7 N 1 8 5 Screnbera. 18. Jun Au Schleß Sriedrichsbof wurde lberschlag 0.0 ad 5 ee ene, e Kube Bente det Frau Crbprinzessin Elisabeth von———— icht kriegs 9955 a 0 ge An halt⸗Dessau, die seit einigen Tagen bei ihrem uder, Müllersche Badeanstnlt. nicht kriegsbrauchbar sein, erstens, weit seine Bewaffnung dem Prinzen Friedrich Karl von Hessen weilt, gefeiert. Wasserwärme der Lahn am 14. Juni 19 R nicht beschafft werden kann und viele Mannschaften fehlen, Zum Tee war die er der Erbprinzessin, die Frau Lan d⸗— und zweitens, weil bei der Probefahrt grobe Konstruktions⸗ 11. e T r en den Bin 5 Amtlicher Wetterbericht. sehler festgestellt wurden. 0 roß Mutter von Luxemburg eingetroffen. Oeffentlicher Wetterdienst, Gi 1 i isches;!. Abendtafel kam der Bruder Landgraf Alexander von Das agchssluche e ist weiter fäbeste——— Ein englisches Flugzeug an den„Dardanellen abgeschossen. Hessen. Auf seiner Rückseite hat der hohe Druck, besonders an der Westküste Genf, 14. Juni. Nach einer Privatmeldung aus g X. Hanau, 11. Juni. Wegen der in der Versorgung von Norwegen, sehr zugenommen und gewinnt weiter an Aus- Athen wurde ein englischer Zweidecker bei dem 5 der dit der bteworgetretenen Mißstände, insbesondere wegen 9 5 Osten, so daß wir morgen unter Hochdruckeinfluß Pate ein türkisches Lager zu überfliegen, abge⸗ 5 mit den reichlichen Vorräten in keinem Verhältnis stehen⸗ steben werden. a 5 Yen. f 1 1 Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 15. Juni 1915: 4 5 7 . sgestaltung bat die Handelaka mmer Hanau Ziemlich heiter, trocken, Temperatur wenig geändert, l Der Warenverkehr Italien— Schweiz gesperrt.“ 1 in ihrer heutigen Plenarsitzung beschlossen, eine Eingabe an Winde Chiasso, 14. Juni. Seit gestern ist der Warenverkehr von den preußischen Minister für Handel und Gewerbe zu richten. Italien 1 Schweiz 90 fl st En dig 1 gestellt. In Pan- mit der Bitte, geeignete Abhilfemaßregeln herbeizuführen, N 14 t techiasso werden Lebensmittel nicht mehr durchgelassen. Die Schubei⸗ 1 namentlich die rasche Freigabe einer größeren Verbrauchs- Letzte Nachrich en. zerische Depeschenggentur meldet, die italienische Regierung habe die quote veranlassen zu wollen. Zufuhr nach der Schweiz gesperrt wegen des Verdachtes, daß Leben X. Kassel, 13. Juni. Der Kriegsausschuß der Landes-. Die Räumung Lembergs. smittel nach Deutschland oder Oesterreich⸗Ungarn ausgeführt würden dersicherungs⸗Anstalt Hessen⸗Nassau hat mit Zu⸗ Wien, 14. Juni. Der„Czas“ meldet, daß nach einer Ein Handschreiben des Königs Georg an den König von 5 nach Sardinien bringen lassen. Ihren weiblichen Angehöri⸗ schan gedsen dat j Wiederbringer Belohnung. sondern 100 M. wert 1 545 4.5 K IN Graue balrerLiteult 5 ine Co., J. 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In tiefer Trauer: Marie Lenz, geb. Wahl, und Kinder. Im Auftrage der Stenographen- Gesellschaft„Gabelsberger“ Gießen: A. Karnbach, 1. Vors. Gießen(Wolfstraße 4) und Nürnberg, den 13. Juni 1915. Bo Am 24. Mai 1915 fiel im Kampfe fürs Vaterland unser Provinzialsekretär Herr Louis Lenz Feldwebel im Res.-Inf.-Regt. Nr. II8. In ihm hat die Provinzialverwaltung einen hervorragend begabten, stets arbeitsfreudigen, selten pflichttreuen und überall hilfsbereiten Beamten von vornehmer Gesinnung verloren., Der Verstorbene hat nicht nur das Vertrauen der Behörde, sondern auch die Wertschätzung aller der- jenigen in hohem Maße genossen, die mit ihm dienstlich und außerdienstlich in Berührung kamen. Ein dauerndes, ehrenvolles Andenken ist ihm gesichert. 50125 Grogh. Provinzialdirektion Oberhessen zugleich namens des Provinzialausschusses Dr. Usinger. Gießen, 13. juni 1915. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass mein geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder S. H. Sondhbeim im Alter von 62 Jahren gestern morgen sanft verschieden ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Therese Sondheim. Giessen, den 13. Juni 1915. 5020 Die Beerdigung fiudet auf dem neuen Friedhof am Montag, den 14. Juni 1915, nachm. 4 Uhr, statt. Von Blumenspenden bittet man Abstand zu nehmen. 1 den 16. Juni d. Is., nachmittags? Uhr, in Neustadt 38 dabier — 4 NRa( len Bewährtes Heilbad bei: Katarrheu der Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut. Jada Tusessen Frauen krankheiten, Rheumatismus, Gicht, Skrokulose,] Mittwoch, d. 16. de. Mis., Rachitis, Rückständen von Influenza, Lungens- u. Nippen-uachm. 2½ Ubr, kommt im Fortse tzung der lellent zündung. Bahnllule Götiingen-Bebra.:: Geschützte Versteigerunaslakal Neu⸗ 1 Den HHeldentod für sein Vaterland starb am 5. Juni unser lieber Aktiver stud. med. Willy Kriegsfreiwilliger im Feld-Artillerie- Regiment Nr. 23, 3. Batterie. ucrrl. Lage inmitt. ausgeflehnt.hebirga waldungen.:: Solbäder all. Art. Inhalationen, Gradierwerke. Pneu matische Apparate u. Kammern. Trinkkur- Werra 75 0 Auskunft u. Prospekte durch dle Bade ver waltg. 7 3516hyv Heugrasversteigerung mittwoch, den 16, Juni l. J., vormittags stadt 55, das Weinlager eines hiesigen Nachlasses— durchweg aut abgelagerte, bessere Weine erst. Kellexeien — meistbietend gegen Bar⸗ zahlung zum Verkauf als: eine große Anzahl Flaschen Bordeaux und sonst. Rot⸗ weine, Weiß, Süd. und mouss. Weine, nämlich: Ebateau le Pope, Ponard, Keil(81440 Ehre seinem Andenken! Versteigerung vom 9. d. Mis. Es sind noch vorhanden: Weißzgeug, Damenkleider, 1 vollstandiges, fast 9 Bett, neuer, großer Reise⸗ Gd und Schmucksachen in Bor Gerichtsvollzlebet in Gießen. 2 s uhr anfangend, wird das Heugras von den 8 ene versteigert. Die Dörnbachswiese, Kellerbrunnenwiese und das Baumstück vor dem Burg werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt un Es hat dem Herrn gefallen, unsere lieben Philister Karl Wilhelm Bichmann Bodenheim, Medoc, Sbex⸗ rp, alter e mouss. Rbeinwein, sowie Kupfer- berg, Plusquin, Heydsic Monopol ge. ec. 22 Achtung! 2 Der letzte Spargel der diesj. Saison trifft Dienstag 7 dem 8 ——0GG0 (81.02, Fr. 94, Erl. 95) kommen in der Scheuercheswiese zum Ausgebot. r urima frischgestochene am 20 Apr, Pastor a. D. in Braunschweig Zusammenkunft an der Ziegelhütte. ide e ascken dias e Ware wird Allendorf an der Lumda, den 12. Juni 1915. körbe n 874g b. 17 be, Mia.,, Fniüten Pest Otto Hofmann H. 90. Gi 0 Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda. dag e Fortsetzung Griesheim ben Lornadt a 5 9 6 in. invorsteigerung, 8. Juni zu sich.— 5 s Morgen— dem Brand N lea aan ee dere 172 2 5. am 8. 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