4 Der Slehener Anz f Erstes Blatt 105. Jahrgang Samstag, 12. Juni 1915 mera 28 W., viele Shen— a 9 50 jährl. Mt. 2.20; durch ee me e et Familien 5 monatl. Pf.; dur Fee e. att für den lere jährl. ausschs, e e b N 2 wein mo ausw. 20 Pf.— Haupt- e schriftleiter: Aug. Goetz. isße: Verantwortlich für den für die Schriftleitung 112 politischen Teil und da⸗ e General⸗Anzeiger für Oberhessen. richtssaal: Otto Braun; bis vormittags 9 Uhr. Rotatlonsdrud und Verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7 für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Das Programm der griechischen Hegierung. der holländische Ministerpräsident gegen die Uriegshetzer. Die Ueberreichung der amerikanischen Note. (TB.) Großes Hauptquartier, 11. Juni.] mit großem Nachdruck vorgebrachte Erklärung des hollän⸗] Blockade auf den zwischen der montenegrinischen Grenze und As pri (Amtlich.) dischen Ministerpräsidenten, die wir nachstehend verzeich⸗Nuga—Strad Bianche gelegenen Teil der Kuͤste eingeschränkt. Westlicher Kriegsschauplatz. nen, noch einen harten Schlag. Selbstverständlich sind es 3 dieger 3— Aae Feindliche Vorstöße nordöstlich der Lorettohöhe sowie die im Dienste Englands stehenden Kriegshetzer, die der 928 Völkerrechts nicht entspricht und als nichtig wiederholte Angriffe gegen unsere Stellun en nördlich und] Minister scharf zurückwies, und zwischen den Zeilen kann u betrachten ist Wenn die königlich italienische Regierung einen fad don Neu bach 0 J welke ken. Ler Nahfanbf in wan den empörten Ausruf pören, daß Holland mit seinem Neil 2 Kate fur klecert erklärt, verletzt sie zu⸗ den Gräben nördlich von Ecurie dauert noch an. weniger entzündbaren Charakter doch kein Ftalien seil nächst die Rechte eines Staates, dessen Souveränität und Neu⸗ Südlich von Hebuterne und bei Beaumont wur- Zugleich wird mitgeteilt, daß das holländische Parlament tralität von Italien ausdrücklich anerkannt und garantiert worden den feindliche Angriffe gestern und heute nacht abgewiesen. das indische Budgek erhöht und einigen Schiffsbauten„zur 1 wie dies aus dem von der Suan file dll handed am Nur am Wege Serre— Mailly erzielten die Franzosen] Verteidigung Indiens“ zugestimmt hat. Ob man darin] 29. Juli 1913 angenommenen Status für Albanien hervorgeht. i f i f 5 ˖„2 der als blockiert erklärte Teil der albanischen Küste von einen unbedeutenden Fortschritt. wohl die Erwartung erblicken darf, daß es mit dem eng⸗Da ferner 5 5 5 1 g Die in der Cha*— e am 9. Juni eroberten Gräben[lischen Ansehen in Indien zu Ende geht? Naehe t neee bi being is Au 1 versuchten die Franzosen uns gestern abend wieder zu ent⸗ f* Londoner Deklaration vom 26. Februar 1909, wonach eine Blockade reißen. Mit starken Kräften und in breiter Front griffen sie g 9. auf feindliche oder vom Feinde besetzte Häfen und Küsten be⸗ nördlich von Le Mesnil bis nördlich von Beauséjour an. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. 1 7 2 5 Von einer 8 er Nia D enadte i 1 j; 5 f 3 j; a nicht die Rede sein, wenn, wie bei dieser Blocka 1 le ein lich 8. 3 1. 1— 1 8 11. Juni,(7B. Nichtamtlich.) Amtlich wird bauptet wird, einige albanische Häfen den österreichisch-ungarischen 1 5 am!„Erneute verlautbart: 11. Juni 19152 Marinebehörden zur heimlichen Versorgung ihrer Seestreitkräfte liche Angriffsversuche wurden bereits im Keime erstick. Russischer Kriegsschauplatz. dienen würde Diese jeder Grundlage enthehrende, oder bessgr g Oestlicher Kriegsschauplatz. In Südostgalizien und der Bukowina setztenssagt, einsach erdichtete Behauptung hat offenbar nur den Zweck, An der unteren Dubissa nordwestlich Eiragola wurden] die verbündeten Armeen den An griff gegen die noch südlich der Blockade eines Teiles der albanischen Küste und damit der mehrere russische Angriffe abgewiesen. Der Feind des Duzestr stehenden russischen Kräfte erfolgreich Fixierung der Sperrlinie, welche nach der erwähnten Blockade verlor hierbei an uns 300 Gefangene. sierr, Ste Truppen der Armee Pflanzer warfen den Geg⸗ 3 er E fir ge Seni e Südöstlicher Kriegsschauplatz Horoden den, Stellungen nördlich Ottynin bei Sbertyn und erschemen in die blockierten Zonen auch nicht blockiertes ttalienif a i a 373 555 Horodenka zurück und sind im Vordringen an den Dnjestr, und montenegrinisches Küstengebiet einbezogen. wenn Traben 825 9 ane n kädtenden deurschen dessen Südufer die Russen noch zu halten versuchen. Knapp des weiteren die Blockade die angegebenen Mangel nicht aufweise, 5 östlich Czernowitz, an der einzigen Stelle, wo die Russen] wäre sie schon deshalb nicht rechtsverbindlich, weil sie entgegen Oberste Hee resleitung. noch am Pruth stehen, wiesen unsere Truppen den Angriff] Artikel 8 und 11, Ziffer 2, der Londoner Deklaration den lolalen 1 1 0 dos Feindes nach kurzem Kampf ab. Im übrigen ist die Lage 8 bee ebe n 3 17 im Norden un eründert. 5—— lategvrisch Verrubr„ Regierung mit denen das neueste dig tali Die publizistischen Sta j ein. Di, erk des Prafit e e dann Desterreic ungaru. f liener auf allen Fronten abgewiesen. Ein neuerlicher, 2 1. Juni.(WTA Nicht ich.)— der 1 lich ines gegen einen Teil des Görzer Hrückenkopfes gerichteter A dehnung der Landsturmpflicht bis zum 80. Le- Ulti sich trägt uber den die e Vorstoß brach im Feuer dalmatinischer Landwehr zu⸗bensjahre—.— sich die ue dee u früh sich die Hände gerieben hatte Im Gegenteil, dds Wi ebenso erfolglos blieb ein Angriff des Feindes] gen einer erzeichnung zu unterziehen. 5 gro i 635 Berlin Aberreicht wenden kann. Mittlerweile aber ruht unsere U.Vootwaffe bei Peutelstein Neuerliche Angriffe in dieser Gegend und nunmehr wieder landsturmpflichtig wurden, haben zur gei 55 acer f nicht ruhen, und die graßen Erfolge der nächtliche Kampfe bei 575. gleichfalls mit einem der betreffenden Kundmachung sich bei ihren Aufenthalts 4 5 2 2 1 3 1 d 1 daß durch das deutsche Unterseeboot England die Nöte des Grenzweg en des Feindes. Fun übrigen Tiroler gemeinden 3 e C 1 l 1 renzgebiet finden ununterbrochene Geschützkämpfe und für rranzösische unterstützung für talien? ene.** e 9 unsere Waffen erfolgreiche Scharmützel statt. B 3 W e 3 des Berliner gefallen, und vielleicht ist es 2 4 225 derselde Waere, er Der Ev. Hafer. ecdmarsgalen dene alas— 45811 1 die 1 70 t ein⸗ am gleichen Tage auch jenen britischen Schoner versenkt g 8 1 a 5 l getroffenen französischen oldaten au ant hat, bdessen Verlüst die Londoner Admiralität selbst 9— Wien 11. Juni.(Wr. Nichtamtlich) Der Kriegsbericht. ben. Es sollen durchweg Spezialtruppen für Dienst⸗ Nie war unsere U⸗Bootwaffe so eifrig bei der Arbeit wie 3. 1 1 1 5 vom 1 zweige sein, an denen Italien Mangel leidet. gerade jetzt, unsere österreichischen Bundesgenossen haben elite dee Feindlide Angeisse ch. an bern 8 Der russische Bericht. sich unsere Marine zum guten Vorbild Lin aten und se tesze ind Tonalebaß selbst warnte ie eine italienische Halblompag⸗ Petersburg, 11 März.(WTB. Nichtamtlich) Mitteilung ist ein italienisches Unterseeboot durch ein österreichisches] nie aufgerieben. Ein Alpinibataillon von vier Kompaanien griff des Stabes des Generalissimus: Am 8. und 9. Juni warfen wir torpediert und versenkt worden, ein Vorgang, der in der den Paß Paradiso an, wurde aber unter Mitwirkung unserer] deutsche Angriffe in Gegend Szawli zu beiden Seiten das Sees Geschichte des Seekrieges neu und von blei endem Andenken] Werkartillerie zurüchgeschlagen, wobei der Feind mindestens 100] von Kaiewo, auf breiter Front zurück. Zwischen der Orzie sein wird. Auch die Russen haben eine Einbuße zur See Mann verlor; ein italienischer Major und zwei Hauptleute sind] und Weichsel in der Nacht zum 9. Jui und an diesem Tage zu verzeichnen; ein türkischer Kreuzer hat, wobei Schaden- schwer verwundet, zwei Leutnants tot, zwei Hauptleute, ein Arzt heftiger Artilleriekampf. Auf dem rechten Pilicaufer ber- freude erlaubt ist, einen russischen Torpedobootszerstörer und 35 Mann wurden gefangen genommen. Unsererseits gab es suchte der Feind am 9. Juni einen Angriff mit geringen Kräften, 1 i; 3 Schwer⸗ und 5 Leichtverwundete, ein italienischer Verwundeter] wurde zurück eworfen und ließ einige Dutzend Gefangene in un⸗ in der Nacht zum Freitag ins Schwarze Meer gebettet.. erschoß meuchlings einen unserer Soldaten, der ihn bergen wollte. seren Händen 1 0 Die großen Schlachtenbilder zu Lande haben sich seit Wie n, 11. Juni.(WT. Nichtamtlich) Die Blätter mel⸗ n. Galizien greist der Feind unsere Stellungen bor gestern wenig verändert; die österreichischungarische Armee den aus Graz: Die Gefangenen von der esatzung des Luft-[Mosziska mit starken Kräften an. Am 8. Juni nachmittags Pflanzer erweist sich als bemerkenswert offensivkräftig, und schiffes„Eitta di Ferrara“ erzählen, daß ein Offizier und ein 5 Uhr eröffnete der Feind ein außerordentlich lebhaftes Geschültz⸗ die Russen geraten bei Lemberg sowohl wie weiter südlich[ Mann mit dem Luftschiff verbrannt seien. Der Kommandant des feuer und verfeuerte auch Granaten mit erstickenden Gasen. Nach immer mehr in Bedrängnis. So ist es nicht überraschend, Schiffes hatte 80000 ronen österreichisches Geld bei sich, um dreistündigem Geschützfeuer schritten große Infanteriemassen zum daß sich langsam die Kunde von einer Erkaltung der] im Falle einer unfreiwilligen Landung die Besatzung durch Be-] Angriff und erreichten unsere Drahtverhaue, wo ste jedoch auf⸗ Werbungspolitik unserer Feinde Bahn bricht, und wir dürfen] stechung in Sicherheit bringen zu können.— 5 anderen Morgen blieb der Feind, der große hoffentlich den Tag, da die griechische Regierung in Der italienische Bericht Die Nampse am 8 5 Er ö einer amtlichen Notiz ihr Programm skizziert hat, als einen 5. Rein apt 9 a r 1 i ia Ste- bonn ere verliefen gastig für uns. Auf dem rechten Dufsteus Tag der Klärung bezeichnen. Wir geben das von der„Agence Wo m, 11 Juni.(WB. Nichtamtlich.) Agenzia Ste bedrängten wir den Feind auf der Front von der Gegend vo d'Athenes“ verbreitete Programm nachstehend wiedet. Wenn fani. Der Bericht des Ober kommandos vom 10. Juni ug arts berg bis Ipdaczom machten gegen 2000 8 man es wieder und wieder durchliest, gewinnt man die Ueber. lautet: 5 3. 5 e 5 5 zeugung, daß Griechenland vor allem eine Teilnahme an dem ti 189— 5 dee Kerrde bed ist nichts— 5 linen Dniestrufer in Gegend von Zu rawno konnte der Feind Dardanellenabenteuer Englands ablehnt. Grie d ist nch don Contin außer der Besezung von clausenend Wr nrd. nicht weiteres dielände gewinnen und wurde nach hartnächgem rda naben 9 0 chenland ist lich von Cortina d' Am Aus den lauf Berichte i r. zlwas Hiptemdtische ounz die„r in Alen deuck man zich gehe reer da Beietzeicher u. er mpsen enn g. ug ebterer Vörser nndbn aten bet Wenne den deten bdewas biplomatischer aus— einen Erfolg verspricht, bn⸗ und 9, Jum um den Besib des Frcctsels ber 200 Tote und Dr 2— ahme des Dorfes dessen“ hält man es in Athen für unbedingt notwendig, 400 Verwundete hatten, sowie 220 Gefangene in unseren Hän⸗ Petersburg, 11. Juni.(W 7 Nichtamtlich) Der Ge⸗ „die Streitkräfte zu Wasser und zu Lande in den ließen. In der Nacht zum 10, Juni erneuerten die Oester⸗ neralstab des Generalissimus gibt bekannt: Am 10. Juni gelang ihrer Stärke zu erhalten und zu emtwicke ln“. reicher ihren Angriff auf diese Stellung, der sie große Be⸗ ez den energischen Anstrengungen unserer Truppen, die— An ähnlichen Gesichtspunkten wird sicherlich auch Bu-] deutung beilegen: sie wurden abermals mit sehr starken Ver⸗ feindlichen Streitkräfte, die bei Zurawno und Serepi auf garien sesthalten, das im zweiten Balkankriege die er⸗ lusten zurückgeworfen. Langs der Jonzo Linie kämpfen das linke ufer des Dujstr übergegangen waren, auf das rechte forderlichen Erfahrungen gespürt hat Es heißt nonerdings fad de geen dnech immmer energisch, an den hartngetgen Wider. siler zurüdzuwerfen. Der Feind erlitt schwere Verluste. Nan e Palgart 5 gen gespü gs, stand des Feindes zu besiegen Der Gipfel und die Höhen von bortnäckigen Kantpse erbeuteten wirt Feine und ulgarten und Rumänien ständen vor dem Abschluß eines Monfalcone, das wir gestern einnahmen, wurden von uns schinengng Wi Se een Ma- um die Neutralität au zu erhalten. besetzt schiwengewehre. Wir nahmen 188 Offiziere und 6500 Mann deut⸗ eineren Nachbarn Ru lands“ etwas Ver- etzt. scher und österrrichisch ungarischer Truppen gefangen. Unter den eine solche Politik ruhigen Abwartens?] Oesterreichische Berwahrung gegen die italienische[Gefangenen befindet sich auch eine ganze Kompagnie des vreußischen ig nicht zweifellos sehr dienlich, wenn sie Blockade⸗Erklärung. n Rußland mit d aut ihrer ge⸗ Wien, 11. Juni.(WTB.„Nichtamtlich) Die K. u. K. 3 meinsamen Macht gegenüberstehen? Rumänien will, nach] Regierung hat unter dem 9 Juni 1915 an die fremden Regie Der Seekrieg einer freilich unbestäkigt ie in⸗ rungen eine Verbalnote gerichtet, die in deutscher Uebersetzung fol- 1 5 15 freilich stätigten Meldung, Bessarabien gewin r„ Die zu; nr 1 Zwei englische T Ir nen, und Bulgarien hat durch sein bisheriges Verhalten] genden Wortlaut hat: Die königlich italienische Regie-] Zwei eng e Torpedoboote in den Grund gebohrt. 3 f 0 a l 26. Mat d. J. die Küsten Denen;. 1 NN n. eee ke led reg eie Lene de gen ee en ken de wide u ee e London, il. dan eas de. dichtan dich) Die Wat. jätte und noch eine Umkehr voll⸗ negrinischen Grenze bis Kap Kephali sich erstreckt, für bio ckiertsralität teilt mit, daß am 10. Juni frühmorgens die ießlich erhält England durch die neueste, erklärt. Am 30. Mai d. J. wurde die gegen Albanien gerichtetelbeiden Torpedoboote Nr. 10 und 12, welche ar 1 r 1 3 . 4 N . N der O stküste Englands operierten, durchein Unter⸗ seeboot in den Grund gebohrt worden sind; 30 Mann wurden gerettet und an Land gebracht.(In einem Teil der Auflage wiederholt.) 5 Ein italienisches Unterseeboot versenkt! Wien, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Das italienische Unterseeboot„Me⸗ du sa“ ist durch eines unserer Unterseeboote in der Nordadria torpediert und versenkt worden. 2 Offiziere, 4 Mann ge⸗ rettet und gefangen. Flottentommando. Berlin, 13. Juni. Zur Versenkung eines ita⸗ lienischen U-Bootes heißt es in der„Voss. Ztg.“: Zum ersten Male in der Geschichte des Unterseebootkrieges hat ein Kampf zwischen zwei Unterseebooten stattgefunden; zum ersten Male ist die Versenkung des einen Bootes durch das andere gelungen. Ein russischer Torpedobootszerstörer versenkt! Konstantinopel, 11. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Bei einem Gefecht in der letzten Nacht im Schwarzen Meere versenkte der türkische Kreuzer„Midilli“ einen 3 russischen Torpedobvotszerstörer und ehrte unbeschädigt zurück. ö Liverpool, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Der britische Schoo⸗ ner„Expreß“ ist gestern durch ein deutsches Unter⸗ seeboot in den Grund gebohrt worden. Drei Mann bon der Besatzung sind durch einen dänischen Schooner in Plymouth gelandet worden. London, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die russische Bark„Thomu⸗ sina“ wurde auf der Ausreise in der vergangenen Nacht von einem e e torpediert. Die Be⸗ satzung ist gerettet und wurde in Queenstown gelandet. Euglische Uebergriffe gegenüber Schweden. Stocholm, 11. Juni.(WTB. Nichtarttlich.)„Svenska Dagbladet“ erfährt von unterrichteter Seite, daß die englischen Postbehörden die an den Postsendungen angebrachten Bleiplom⸗ ben erbrochen haben. Die englische Zensur hat nicht nur ewöhnliche, sondern auch eingeschriebene Sendungen geöffnet. Die schwedische General postleitung hat einen näheren Bericht einge- fordert, der sofort dem König eingereicht werden soll. Dazu schreibt das der Regierung nahestehende Blatt: Die vollkommene Rücksichtslosigkeit, mit der England den neutralen Tele⸗ grammverkehr behandelt, ist nun auf die amtliche, rechtlich unantastbare Serstegelung ausgedehnt worden. Die vorliegenden Tatsachen sind so ernst, daß man nicht gerne die sich aufdrängenden Betrachtungen formulieren will, ehe die amtlichen Berichte dar⸗ über vorliegen. Aber man fragt sich doch, ob, wir englische Post über unser Gebiet befördern sollen, wenn wir selbst derartig be⸗ handelt werden. N Was wird aus den versenkten Schiffen? Noch niemals gingen so viel Schiffe und solch ungeheure Werte mit ihnen verloren, wie jetzt im Zeichen des Unterseebootes, dem Schrecken der Meere. Was mag nun aus all den Wracks dort in der Tiefe werden? Kommen sie je wieder ans 9 licht? Erliegen sie drunten einer allmählichen Zerstörung oder bleiben sie jahrtausendelang, wo nicht für alle Zeiten erhalten? Das sind Gedanken, die in unseren Tagen wohl jedem einmal auftauchen, Fragen, die nicht nur zu ernstem Sinnen anre sondern mehr noch die Phantasie beschäftigen. Doch auch der praktischen Wirklichkeit läßt das Schicksal der gesunkenen Schiffs⸗ 5 50 J . 1 . . 1 aber bolosse keine Ruhe. Ist sie es doch, die nach dem Kriege mit ihren hochentwickelten technischen Mitteln alles aufbieten wird, um 1 retten, was zu retten ist. Mancher, nur durch Oeff⸗ nen der Ventile versenkte oder sonst wenig beschädigte Dampfer dürfte dann wieder gehoben werden und zu neuen Fahrten auf⸗ erstehen. In anderen Fällen wird man von der wertvollen La⸗ dung heraufbringen, was sich irgend lohnt, d. h. im Einklang mit den hohen Kosten seiner Bergung steht. Freilich sind selbst dem besten Ingenieur verhältnismäßig enge Grenzen gezogen. Nur etwa 60 Meter beträgt die Tiefe, in der ein Tau⸗ cher allenfalls noch etwas leisten kann. r hinab wird dann der Druck der Wassersäule, der von 0 zu 10 Meter um etwa eine Atmosphäre wächst, zu gewaltig. 0 Lage und Beschaffenheit des Schiffes, vor allem er die des Meeresboden der es gar oft in Schlamm und Sand begräbt, vereiteln häufig alle Mühen. Die Mehrzahl der gesun⸗ kenen Fahrzeuge ist und bleibt somit verloren. Was weiter aus ihnen wird, hängt nicht zum wenigsten von dem zum Bau ver⸗ wendeten Material und von dem Zustand ab, in dem die Schiffe sich auf dem kühlen Grunde betten. Außer den Wunden, die Tor⸗ pedos, Minen oder schwere Artillerie dem Schiffsleib schlugen, kann die Art und Weise des Versinkens weitere schwere Schäden bringen. Ein leicht beladener Holzkutter wird beispielsweise lan 8 und sich dann ohne schweren Stoß aufsetzen, wa rend das zerschiff, die schwimmende Festung aus Stahl und „jäh abstürzend auf hartem Fels chellt. Wohl kann der Wogenprall, der das gestrandete Wrack zerschlägt, schon in e ringer Tiefe nicht mehr wirken, doch Unterströmungen werfen es noch hin und her, und andere Kräfte arbeiten nun an der Zer⸗ störung. Vor allem ist es die chemische Einwirkung des Meer⸗ wassers, die namentlich Eisen und Kupfer angreift und den Ko⸗ loß zernagt, bis der unaufhörlich niederrieselnde Regen von Kalk- 3 abgestorbener Tiere im Verein mit anderen Sinkstoffen des Wassers ihn langsam einhüllt. Röhrenwürmer und See⸗ pocken, Algen, Schwämme und Korallen sowie unzählige Mol⸗ lusken wer es allmählich überwuchern und mit immer dickeren Kalktrusten überziehen. In anderen Fällen wieder setzt die Meeres⸗ strömung ganze Flutwellen Sandes gegen das Schiff in Bewegung, die es begraben und schließlich unter ihrer Last zerdrücken Gleich den luftdicht abgeschlossenen Erzlagerstätten kann nun auch solcher Stahlriese sich durch Jahrtausende erhalten. Einem fossilen Ein⸗ schlusse vergleichbar, ist er dann all den Kräften unterworfen, die ständig, wenn auch uns kurzlebigen Menschen meist nicht wahr⸗ nehmbar, die Erde umgestalten. Und wie wir heute oft Muschel⸗ schalen und andere versteinerte Tiere des Meeres auf Berges⸗ höhen finden, so wird vielleicht einmal in grauer Zeiten Ferne, wenn das alt gewordene Antlitz der Mutter Erde wieder neue Run⸗ — zeigt— Gebirge, die durch den Schrumpfungsprozeß un⸗ eres erkaltenden Planeten entsta—, auch der eine oder andere unserer Schiffsriesen wieder zur Oberfläche emporgehoben werden. Wind und Regen, Luft und Sonne und die Sprengkraft des Eises tragen dann die aus Schlamm und Sand des Meeres ge⸗ wobenen Steinhüllen langsam wieder ab und„das Gebild von Menschenhand“ wird, zwar zerdrückt und verbogen, zerrissen und wieder zusammengekittet durch die gewaltigen geologischen Kräfte, aufs neue ans Licht der Sonne kommen. Und wie wir heute noch mit scheuem Staunen die bis 1 35 Meter langen Riesenskelette der Vorwelt bewundern oder die kleinen aus Sand und Moor wieder aufgefundenen Wikingerschiffe, die vor rund 1000 Jahren die Normannen bauten, unser Interesse wecken, so werden dann auch unsere Schiffsriesen als machtvolle Zeugen der Vergangenheit in ihrer Sprache von einer längst verschollenen großen Zeit be⸗ richten, die freilich schlimmere Kämpfe brachte, als die jener vorweltlichen Ungeheuer.. VVergner. = * Die neueste Note Amerikas. Berlin, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich,) Die Abend⸗ blätter melden, daß die Antwortnote Wilsons in der „Lusitania“⸗Frage heute mittag gegen ein Uhr vom Hotschafter Gerard dem Auswärtigen Amt überreicht worden sei. Berlin, 12. Juni. Die Note der amerikanischen Regierung, die der Botschafter Gerurd gestern mittag im Auswärtigen Amt überreichte, liegt, wie das„Berliner Tageblatt“ schreibt, den ver⸗ schiedenen Stellen vor, die an der Prüfung und Entscheidung teil⸗ zunehmen haben. Das genannte Blatt glaubt Grund zu der An⸗ nahme zu haben, daß gewisse, in der feindlichen Auslands presse verbreitete Nachrichten falsch sind und daß die Note keines wegs, wie dort behauptet werde, den Sinn oder Ton eines Ulti⸗ matums habe, das eine Verständigung aus schlösse. Die„Vossische Zeitung“ äußert: Von der Schärfe, die die Note nach Auslandstelegrammen enthalten sollte, oder gar von einer Androhung des Abbruches der diplomatischen Beziehungen, ist erfreulicherweise nichts in dem Schriftstück enthalten. Im Gegenteil ermangelt der Text nicht einer gewissen Wärme und Anerkennung für die auf deutscher Seite zu findende Rechtlichkeit. Die Note beginne mit der freundschaftlichen Anerkennung des Rechtsstandpunktes, den Deutschland nicht nur bei Erledigung des Falles„Gulflight“, sondern auch bei der des „Cusing“ eingenommen habe. In der Hauptsache erklärt sich hier die amerikanische Regierung für befriedigt. Inbezug auf die Torpe⸗ dierung der„Falaba“ erhebt die amerikanische Regierung eine Reihe nicht erheblicher Bedenken. Zur Torpedierung der„Lusi⸗ tania“ übergehend, erörtert die Note zunächst die Tatfrage und behauptet, es sei nicht wesentlich(), ob die amerikanischen oder deutschen Behauptungen zuträfen. Das Programm der griechischen Regierung. Athen, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der „Agence d'Athenes“. Die Zeitungen veröffentlichen das Pro⸗ gramm der Regierung, die erklärt, daß die Grundlage dieses Programmes die Erfüllung der nationalen Mission des freien Königreiches sei, die mit der Behauptung des bisher durch die Kämpfe der Nation gewonnenen Gebietes fest verknüpft sei. Nach Auffassung der Regierung könne die Nation nur auf diese Weise zur Erfüllung ihrer historischen Mission gelangen. Obwohl die Regierung die Notwendigkeit anerkenne, den zur inneren Wieder⸗ aufrichtung des Landes notwendigen Frieden zu erhalten, sei sie lich doch der nationalen Pflicht voll bewußt, die ihr auferlegt sei. Sie sei daher selbst während der gegenwärtigen internationalen Krise für jede Aktion, welche durch den Gang der Ereignisse als geeignet erscheinen könnte, die nationalen Rechte und die Verwirklichung der nationalen Bestrebungen zu gewährleisten. Indessen erkennt die Regierung, unab⸗ hängig von der gegenwärtigen internationalen Krise und aus den⸗ selben Gesichtspunkten heraus die unbedingte Notwendigkeit an, die Streitkräfte zu Wasser und zu Lande in ihrer Stärke zu erhalten und zu entwickeln, um die e⸗ grität zu gewährleisten und die nationalen Rechte des Landes zu wahren. Das Programm sieht auch eine Wahlreform durch das proportionelle Wahlsystem vor und befürwortet die Reform der Staatsorganisation, eine Verbesserung der Finanzen, Vermehrung des nationalen Reichtums auch für Arbeiter, die Lösung der Agrar⸗ probleme und die Frage der getrockneten Trauben. Bulgariens Politik. Konstantinopel, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der seit einigen Tagen hier weilende bulgarische De⸗ putierte Kaltscheff erklärte einem Vertreter des„Ta⸗ nin“: Die seit 10 Monaten von dem Kabinett Radoslawow eingeschlagene traditionelle Politik der Freundschaft mit der Türkei wird heute von den drei den liberalen Bloch bildenden. befolgt und allgemein gebilligt, weil sie die seit dem serbisch-bulgarischen Kriege 1885 befolgte natio⸗ nale Politik ist, deren Verlassen infolge au i Einflüsse der Entente mit Serbien und Griechenland die Folge gehabt hat, die die Ursache alles Unglücks geworden ist. Diese nationale Politik legt das Gebot der Neutrali⸗ tät auf, die wir auch in Zukunft be werden, denn nur so werden unsere nationalen Wünsche erfüllt werden. Kaltscheff sprach sodann von der Notwendigkeit, die türkisch⸗ bulgarischen Beziehungen durch ein Einvernehmen über alle Fragen enger zu knüpfen, derart, daß, wenn einmal den Friede geschlossen wird, niemand dieses Einvernehmen stören kann. Er seiner Wertschätzung für die fruchtbare und großzügige Tätigkeit der jungen Türkei Ausdruck und sagte, er gewinne immer mehr die Ueberzeugung, daß die Türkei und Bulgarien sich in dem künftigen eurppäischen Konzert als Großmächte vernehmbar werden machen können. Kaltscheff, der seit 28 Jahren für eine türkisch⸗bulgarische Entente arbeitet, findet den gegenwärtigen Augenblick als sehr günstig, um das br e was bisher infolge der Intrigen des Dreiverbandes unmöglich war. Die Antwort, die Ministerpräsident Radoslawow auf die 9 des —— 1 185 erteilte, sagte Kaltscheff, billige ganze and. 0 Aus Holland. Haag, 11. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Heute wurden in der Kammer zwei Vorlagen eingebracht. Die erste dient zur Erhöhung des laufenden Budgets um drei Mil⸗ lionen Gulden, die zweite zur Erhöhung des indischen Bud⸗ gets um dieselbe Summe. Das Geld soll als erste Rate für den Bau von zwei Kreuzern und vier Untersee⸗ booten zur Verteidigung Indiens verwendet wer⸗ den. Die Unterseeboote werden vom Typ der jetzt im Bau befindlichen K. 2 und K. 3 sein. Die Kreuzer werden un⸗ gefähr je 6000 Tonnen umfassen, eine Geschwindigkeit von 30 Meilen und als Hauptbewaffnung zehn 15⸗Ztm. Geschütze haben. Haag, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Der Ministerpräsi⸗ dent erklärte gestern in der Kammersitzung: Es gibt Leute, die auf den Krieg hintreiben. Es gibt Leute in unserem Lande, die tagaus tagein darauf aus sind, eine künstliche Kriegs stimmung ins Leben zu rufen. Dieses Spiel wäre sehr hr⸗ lich, wenn unser Volk einen entzündbareren Charakter hätte, als es ihn glücklicherweise befitzt. Ich bin Überzeugt, daß der ge⸗ funde Menschenverstand unserem Volke den Weg zeigen wird. Die Verantwortung für jene Sachen fällt diesen Leuten zu. Aber das Volk geht seinen Weg selbst und wird sich nicht in den Krieg treiben lassen. Die Niederlande sind zum Kriege bereit, wollen aber den Frieden. Ich bin sicher, daß unsere Neutralität fest⸗ steht durch den Willen unseres Volles. 1 a 3 Neuwahlen in England? Berlrn, II. Jin(WT BB. Nichtamtlich) Der„Lökal-Aft- zerger meldet aus Kopenhagen: Das liberale Blatt„Britisy Weekly“ schreibt, die englesche Regrerung werde wahr⸗ scheinlich schon in nächster Zeit Neuwahlen i um zu erfahren, ob sie noch das Vertrauen des Volkes besitze. ö Die Spionenjagd in Italien. Berlin, 12. Juni. Die Verhaftung von an⸗ geblichen Spionen dauert in Italien fort, ebenso die Fremdenjagd. Besserung im Befinden des Königs der Hellenen. 9 8 Uhr 20 Min. ausgegebene Bericht über den Zustand des Königs besagt: Temperatur 37, Puls 108, Atmung 18. Athen, 10. Juni.(888 Nichtamtlich.) Der abends f 0 Zusammenhang 5 n klärte, daß er im Bewußtsein der Notwendigkeit, Krieg einen vollkommenen Sieg zu Ende zu fi und nicht von Opfern und der Länge des Krieges sich abschreck lassen, glaube, daß die von ihrem lissimus geführte dürfnissen des Krieges in russ Der Dumapräsident Rodztanko hielt eine lange Rede auf dem Kongreß, in der er die Notwendigkeit des arbeitens aller nutzbringenden Kräfte des Landes betonte, von den die Industrie eine der bedeutendsten für das patriotische Werk der nationalen Verteidigung sei. Nachdem Rodzitanko auf das Schwin⸗ den des Parteigeistes unter den Mitgliedern der Duma hingewiesen 7 ändische Gesinnung der Industriellen und Kaufleute und forderte zunehmen:„Alles für das Heer, alles für den Sieg über den Feind!“ Alle unsere Anstrengungen müssen sich auf die Befrei⸗ ung Rußlends von jeglicher Bedrohung richten. Aus Hessen. In der Zweiten Kammer hat Abg. Dorsch(Wöl heim) hat folgenden Antrag eingebracht: Die Kammer wolle beschließen;. N Großh. Regierung zu ersuchen, alsbald ein Gesetz in Vorlage zu bringen, das die Anwendung fremdsprachiger Ge⸗ schäftsbezeichnungen und Haus inschriften nur in ausreichend begründeten Fällen zuläßt. Aus Stadt und Cand. Gießen, 12. Juni 1915. * Die Kaiser-Wilhelm⸗Spende deutscher Frauen hat für Gießen den schönen Betrag von 5502.60 Mk. ergeben, der bereits der Zentralstelle zuge⸗ führt werden konnte. Der Ortsausschuß bittet uns, allen, die zum Gelingen der Aufgabe beitrugen, seinen Dank zu vermitteln. * Unsere Volksernährung im Kriege. Am Don⸗ nerstag fand der erste akademische Kriegsvortrag im großen Hörsal der Universität statt. Herr Prof. Dr. Kleberger sprach über die„Führung unserer Volksernährung in der Kriegszeit“.— Mit wenigen scharfen Strichen zeichnete der Referent zunächst ein Bild von der Gestaltung der Volks- und Heeresern in der n Hand hrern der verschiedenen besonders von Friedrich dem Großen und Napoleon I., auf die inneren Kämpfe um die allgemeine in Eng⸗ land verstand der Redner den zwingenden Beweis zu führen, wie das stark bevölkerte, in der Urprodukrion, Landwirtschaft, Forst⸗ pant 3— 1 25 15 7 10 5 Be⸗ andlung seiner wir ichen Tätigkeit viel weniger darch den Krieg betroffen, als ein Land, deren lichster Erwerbszweig der Handel 55 wie England, oder ein das infolge Mißwirtschaft seine ilf könne, wie z. B. —. Zahlen erklärte dann der Referent den eutschen Volkswirtschaft mit der gesamten läuterte, wie sich unter diesen Enn rischen Störungen die Gestaltung der Heeres in den zehn Kriegsmonaten vollzogen 2 und Volksernährung — An Hand di Darle⸗ wendige Vorgusseung für die Sicherung unserer Volksernährung ist die Erhaltung einer leistungsfähigen und anpas⸗ sungs fähigen Landwirtschaft. 2. von der Landwirt⸗ schaft muß verlangt werden, daß sie 115 soweit irgend möglich den Bedürfnissen der Bevölkerung anpaßt und zwar hinsichtlich des möglichst ausgedehnten Brotfruchtbaues, besonders Weizenbaues, des Oelsamenbaues und des Gespinnstpflanzenbaues. Die Möglich⸗ keit einer solchen Anpassung der deutschen Landwirts Bedürfnisse der Bevölkerung hält der Referent flir sehr 8 9 115 unter dem Einfluß einer fördernden und erwaltung. Damit ist aber die Sicherheit der Volksernährung noch kei wegs gewährleistet. Als dringend notwendig erklärt der Referent die sofortige Uebernahme und Verteilung aller Brotfrüchte neuer Ernte durch staatliche Organe oder be⸗ Körperschaften, wie sie auch im preußischen Abgeord⸗ netenhause gewünscht worden sei. Weiter hält der Referent die zwecke unter allen Um Beginn der E ich rnte sichtlich der Rindviehhaltun versorgung, würde eine bey als äußerst bedenklich angesehen. Mit einem Hinwei jetzt guten Erfolge der Bemühungen auf dem iel errei und mit 8 der Se Ernte war, ein schweres unserer Gegend 11 e Die Be n des Zustandes schreitet fort. Der König schlief gut und fühlt sich wohl. tte, richtete er einen heißen, flammenden Appell an die vater⸗ * sie auf, als Wahlspruch der gegenwärtigen Stunde das Wort an⸗ knsdende seim werde, diese due Ueee 3 . 1 ellen nicht voll N Rußland.— An 55 ener Reibe ae 2 5 7 11 üssen und der N 5 Ries- 5 dieser kam er zu folgenden Schlüssen: 1. die unbedingt not⸗ schaft an die unbedingte Freigabe der Kartoffeln auch für Futter⸗ notwendig. Bei geringer Ernte Referent seinen mit großer S e eee aufgenommenen Vortrag. 5 8 5 1 9 » Den heißersehnten Regen gestern 1 8 7 nachdem er uns in den letzten Ta stets wieder im letzten Augenblick an der Nase vorbeigeg 0 und„Stilleben“ auf irgend eine We meister Kutscher die Gen is ste des Ober hessi⸗ Funstvereins 12 5 sich,! uns berichtet, am ag und die Woche hindurch eines regen Besuches zu er⸗ uen. Mit einer schönen Sammlung ist die 1913 gegründete „Neue Vereinigung Münchener Künstlerinnen“ vertreten, deren Bilder auf allen größeren Ausstelsungen gute Aufnahme fanden. Cucunel von Marcard hat„Interkeurs, Land⸗ schaft und Blumenstücke“ ausgestellt, Eugenie von Piloty einige meisterhaft ausgeführte„Porträts“, desgleichen Marta Reich„Alte Frau“ und„Junges N chen“. Paula Geiger von Blanken⸗ burg bringt„Dame am Teetisch“ und„Herrenbildnis“, Marie von Brockhusen, Elise Wellinger und Marie Budach sind Stilleben⸗ malerinnen, die alle mit ihren ausgestellten„Blumenstücken“ f ise etwas Wertvolles zu bieten n.„Herbstlandschaft“ und„Interieur aus der Amalienburg“ i rinzessin Pilar von Bayern,„Landschaften“ haben Hude wig Lindemann und Luise von Plänkner und flotte„Buntzeich⸗ nungen“ Wera von Bartels ausgestellt. Einige stimmungsvolle „Landschaften“ bringt Emmy Frühling⸗Hamburg.— Hans Ko⸗ berstein⸗ Berlin, der hier gerne gesehene Künstler, hat der Ausstellung eine hervorragende Anzahl Aguarelle aus dem Märchen„Einer, der auszog, um das Fürchten zu lernen“, und 1 Oelgemälde„Modellpause“ überwiesen.— ein Berliner Künstler, Richard Nitsch, hat 2 liebliche Bildchen„Pommerischer Bauer und„Pommerische Bäuerin“ ausgestellt.— Von Mün⸗ chener Künstlern haben die Ausstellung noch beschickt: Rudolf Köselitz, dessen Bilder„Schelmin“—„Die Spröde“—„Bänkel⸗ fänger“,„Träumerei“—„Jachenauer Bauer“—„Schachspie⸗ ler“—„Der Herr Amtsvorsteher“ und Zeichnungen„Alter mit Pelzkappe“ und„Der Klarinettist“ besondere Erwähnung ver⸗ dienen. Der bekannte Entenmaler Alexander Koester fand mit seinen Bildern„Enten im See“—„Im Schilfwasser“—„Enten am Seeufer“—„Im Bachbett“ und„Am Brünnel“ gute Auf⸗ nahme, ebenso Paul Bürck, dessen Bilder„Reichenspitzgruppe“— Gletschersturz“—„Sommertag am Joch“ und„Hochtal in der Wintersonne“ und seine„Radierungen“ gern gesehen werden. Mit Einzelwerken sind noch unter anderen vertreten Prof. Diemer 2 Burgruine“ W. Helly„Partie am Isartal“ und„Klaxer Tag“. Halberg⸗Kraus„Motiv bei Grafing“ und„Isartalwasser“, Ch. 1„Bracke mit Fuchs“, E. Rau„Tyrolerin“, und von A. Split⸗ r„Herbst“ und„Winter“.— Von unseren einheimischen Künst⸗ ern ist diesesmal nur W. Becker⸗Emmerling mit einer Anzahl„Porträts“ vertreten, die wir der Aufmertsamkeit der Be⸗ ucher angelegentlich empfehlen. Da die Dargestellten meist Gie⸗ 555 r sind, werden Viele in der Lage sein, Bild und Wirklichkeit miteinander zu vergleichen. Der Besuch der reichhaltigen und mit guten Bildern beschickten Ausstellung sei warm Landkreis Gießen. UI Lollar, 11. Juni Endlich ist der Wunsch aller erfüllt; es hat Hafer ins Heu geregnet. Von 3½ bis 4½ Uhr entlud sich ein schweres Gewitter über unserem Dorfe. Bei Schlosser⸗ a schlug der Blitz ein, ohne zu zünden, am Berg wurde ein Baum zersplittert.— Bei der langanhaltenden Trocken⸗ beit tat die Wasserratte, auch Wühl⸗ oder Scheermaus ge⸗ manmt, in den Gärten an der Lumda großen Schaden. Es müßte gemeinsam von den dortliegenden Gartenbesitzern gegen die Nager vorgegangen werden, denn nicht allein die Gartengewächse werden von ihnen verzehrt, sondern auch die Wurzeln der Bäume und Sträucher abgenagt. A Rödgen b. Gießen, 12. Juni. Dem Wehrmann Karl Lückel von hier, Installateur am Städtischen Gas- und Wasser— werk in Gießen, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen.. W. B. Lang-Göns, 12. Juni. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille wurde dem Gesreiten Wilhelm Beppler im Res.- Inf.-Rgt. 222 3. Kompagnie verliehen. m. Hungen, 11. Juni. Nach wochenlanger, anhaltender Dürre brachten heute nachmittag mehrere Gewitter auch unserer Gemarkung den langersehnten, wenn auch nicht durchgreifenden, so doch alles erfrischenden Regen. Die in vollem Gang befind⸗ liche Heuernte wird hierdurch kaum beeinträchtigt werden und dürfte in den nächsten Tagen beendet sein. Die Güte des Heues ist vorzüglich, jedoch steht es auch hier infolge der Trockenheit in Bezug auf die Menge bedeutend hinter den Vorjahren. Kreis Alsfeld. O Vadenrod, 10. Juni. Bei dem Gewitter, das heute nacht gegen 2 Uhr über unsere Gegend zog, schlug der Blitz in das Anwesen des Landwirts Peter von hier. Er zerriß einige Dachziegel und Pfosten, ohne jedoch zu zünden. Hessen⸗Nassau.. b. Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Koloratursängerin des hiesigen Opernhauses, Fräulein Melitta Heim, wurde vom Jahre 1917 an für die Wiener Hofoper verpflichtet.— Der Nassauische Städtetag tritt am 26. Juni in Frank- furt a. M. zu einer Tagung zusammen, die sich in erster Linie mit den„Kriegserfahrungen“ der einzelnen Gemeinden besassen wird. Vorträge halten die Frankfurter Stadträse Prof. Dr. Bleicher und Dr. Rößler. g h. Frankfurt a. M., 11. Juni. Während des schweren Gewitters, das sich heute nachmittag über der Stadt entlud, traf ein Blitzstrahl eine Bahnsteighalle des Hauptbahn- hofs und richtete hier mancherlei Schaden an. Menschenleben kamen trotz des starken Verkehrs nicht zu Schaden, h. Vom Taunus, 12. Juni. Bei der Heimfahrt vom Felde wurde gestern abend bei Niederursel ein mit fünf Personen be⸗ setzter Wagen vom Blitz getroffen. Der zwölfjährige Sohn eines Arbeiters wurde erschlagen. Die übrigen Insassen blieben unverletzt. Der Fall verdient umso mehr Mitleid, als schon zwer Brüder des Tolen im Kriege gefallen sind.— Bei Oberursel erschlug der Blitz ebenfalls einen zwölfjährigen Knaben, der sich unter einen Baum gestellt hatte. empfohlen. war mit vermischtes. Ein Großfeuer. Wien, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) In Langen schwarz, Bezirk Gmünd, ereignete sich am 9. Juni ein furchtbares Brandunglück. Ein aus unbekannter Ursache ausgebrochenes Jeuer breitete sich insolge des heftigen Sturmes rasch aus. Bis abends waren 42 Häuser abgebrannt. Drei vollständig verkohlte Leichen wurden aufgefunden. »Berlin, 12. Juni. In Greisenberg in Pommern brennt, wie die Morgenblätter zu melden wissen, seit gestern früh das Tessiner Moor in einer Ausdehnung von etwa 10000 Morgen. Eine Abteilung von Kriegsgefangenen aus dem nahegelegenen Gefangenenlager, sowie die Feuerwehren aus der Umgegend arbeiteten bis abends vergeblich an der Bekämpfung des Brandes.— In der Gegend von Nürnberg wurden durch Blitzschlag sieben Gebäude eingeäschert.— Schwere Gewitter gingen gestern in Osnabrück und Umgegend nieder. Schwere Hagelwetter durchzogen gleichzeitig das Sauerland. Börsen⸗ Wochenbericht. — Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Erwartung, daß mit dem Entschluß der Banken, sich an dem Börsengeschäft zu beteiligen, die Umsätze wesentlich an Aus⸗ dehnung gewinnen würden, ist bisher noch immer nicht in Er⸗ füllung gegangen. Das Geschäft ist im Gegenteil in letzter Zeit noch mehr zusammengeschrumpft, denn Spekulation und Publi⸗ kum beobachten angesichts der ungeklärten politischen Verhältnisse die größte Zurückhaltung. Das Hauptthema war in dieser Woche der Rücktritt Bryans, der fast ausschließlich das Interesse der Börse in Anspruch nahm. Vorwiegend war man geneigt, die Demission für uns als günstig aufzufassen, wenigstens insofern, als schwerlich ein amerikanischer Staatsmann unfreundlicher gegen Deutschland sein konnte, als eben Bryan. Ueberhaupt überwog eine zuversichtliche 3 der politischen und mili⸗ tärischen Lage, demgemäß war die Grundstimmung der Börse auch ziemlich fest. Auf einem Gebiet hat sich auch die Be⸗ teiligung der Banken sichtlich bemerkbar gemacht, im Geschäft mit inländischen Anleihen, in denen die Umsätze infolge der Erweiterung des Interessenkreises offensichtlich an Umfang gewannen. Dagegen stockte der Verkehr in fremden Ren⸗ ten, da die meisten re noch unter denjenigen bei Ausbruch des Krieges liegen und das Publikum Verluste bei einem Verkauf er⸗ leiden würde. Am Aktienmatkte sind die Umsätze ebenfalls stark zurückgegangen, nur für einzelne Spezialitäten zeigte sich manch⸗ mal etwas Interesse. Was die Wirtschaftskonjunktur betrifft, so geht es überall befriedigend weiter. Der Krieg ist noch immer der Hauptarbeitgeber, von dem heute nicht nur die großen, sondern auch die mittleren und kleinen Werke Nutzen haben. Ueberall ist die Beschäftigung weiter gewachsen und es wurden auch bereits Preiserhöhungen beschlossen. Sehr gut liegen auch die Absatzverhältnisse im Zinksyndikat und von der Textilindustrie und der elektrischen Industrie wird gleichfalls eine zunehmende Ge—⸗ schäftsbelebung gemeldet. Am Montanmarkt waren besonders Phönix, Gelsenkirchener, Caro-Hegenscheidt und Bismarckhütte begünstigt. Von anderen Industriepapieren standen wie⸗ der einzelne, sogenannte Kriegswerte, wie Deutsche Waffen und Munition, Hirsch Kupfer⸗ und Messingwerke und Dynamit Trust Shares in guter Nachfrage. Elektrowerte, unter Führung von Akkumulatoren Berlin, begegneten ebenfalls einiger Kauflust, eben⸗ so Deutsche Erdöl⸗Aktien. ische Werte lagen ruhig, doch gut behauptet. In Banken und Schiffahrtsaktien waren die Umsätze eng begrenzt. Geld am offenen Markt bleibt andauernd flüssig. Für die weitere Gestaltung des Geldmarktes kommt in Betracht, daß am 15. ds. Mts. die Kuponszahlungen der Hypo⸗ thelenpfandbriefe, Kommunalobligationen usw. beginnen und daß am 22. ds. Mts. weitere 20 Proz. auf die neue Kriegsanleihe einzuzahlen sind. In letzterer Hinsicht muß allerdings berücksichtigt werden daß der bei weitem größte Teil der am 22. Juni fälligen — 1 schon vorzeitig geleistet worden ist. Tägliches Geld Proz. erhältlich, während der Privatdiskont sich auf etwa 3% Proz. stellte. i Handel. — e eee& Co., Werkzeugmaschinen⸗ fabrik und Eisengießerei, A.⸗G., Gießen. Der Auf⸗ sichtsrat beschloß, der Ha ng die Verteilung einer Di⸗ vidende von 6 Proz.(i. V. 10 Proz.) vorzuschlagen. Die reichlichen Abschreibungen halten sich in dem Rahmen normaler Jahre. Der Ausfall im Jahresergebnis findet seine natürliche Erklärung in der ungünstigen Konjunktur des Berichtsjahres und in dem Kriegs⸗ ausbruch. Zurzeit ist der Auftragsbestand recht umfangreich und die Beschäftigung infolge angemessener Preise gewinnbringend, so daß für das 8 Geschäftsjahr ein besseres Ergebnis erwartet werden darf, wenn der derzeitige Beschäftigungsgrad bis Ende des Jahres anhält. — Düsseldorf, 11. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung der Stabeisenkonvention wurden die Preise für Stabeisen und Universaleisen um 5 Mark pro Tonne erhöbt.— In der Sitzung der Walzdraht werke wurden die Preise für Walzdraht um 5 Mark für die Tonne erhöht. Standesamtsnachrichten. ö Gießen. Aufgebote: Juni 5. Wilhelm Christoph Robert Schneider, Eisenbahn⸗Hilfsheizer in Posen, mit Sophie Klara Hamel in Gießen.— 8. Wilhelm Kramm, Hilfsschaffner in Altendiez, mit Maria Margareta Zick in Steinbach(Kreis Gießen). Geborene: Mai 30. Dem Fuhrmann Heinrich Reuel ein Sohn, Reinhold Hans.— Juni 1. Dem Hilfsmonteur Robert Vollweiler ein Sohn, Fritz Robert.— 2. Dem Metzger Heinrich Leonhard Wagner ein Sohn, Richard.— Dem Metzgermeister FPR lie Heimbeförderung geiabaner Higger von den Schlachtfeldern übernimmt ss Wer und der West⸗ wie auch non der Ostfront und die da⸗ durch gesammelten Erfahrungen verbürgen ge⸗ Msseznbatte und prompteste Ausführung La. Reler. Wiesbaden stopfung, Besonderheiten: Frogressiu fullende Frumien fur Lebens versicherungen. fur Manner und Frauen getrennte Kchtenlarise. Ceber-, Pramientarise fur Lebens. pie fur Renten versicherungen. verteetos in allen grederen Flatsen. Generalagentur Dermat. Zimmerstr. 3“ 5 re Sees Interesse hat für gute Krankenschwester Marie —— Magenleiden, Stuhlver- Blutarmut, Bleichfucht, Schwäche ultände, phulole, Aderuverkalkung, nervenleiden, Gicht, Rheuma, leiden, Tuckerkrankhelt, Ausschläge, plechten, Hrampfadern, pus Beinleiden etc. PP S ebene I krank ist Nachruf. einsmitglied und Kamerad Beerdigungs-Institut„Pro Patria“ Hausmittel„ krankkarl a. M., Bergweg 12,14. rel. Kanga 312. dee erden, mates: Karl Seip el Unsere sortgesetzten Ueberführungen sowohl von schriftl. Fuffikrusg durch: t ö N Kautinenwirt 2. Batl. 116 0 im Alter von 56 Jahren verstorben. S. 75, Adelheidstr. 13 Hämorrholden, Der Vorstand Shro- des Militäranwärtervereins. Galtenftetue, Blasen- Bieren-, Danksagung. sowie für die die trostreichen Marie Mehl geb. Fischer sagen wir allen innigsten Dank. enhuet aA. beste Schwelsswollen für strümpfe= Sochen, , erbse besitzer Unbegrenzte Abweclisig. Fort währ. Umtausch. Pros, 5 5. challnlatten Für die trauernd Hinterbliebenen: slletsdorsternepllen I if Fön nt Großen-Linden, den 10. Junt 1915. gratis. Berlin 54 Feur Am 11. Juni, morgens 5 Uhr, ist unser Ver⸗ Die Beerdigung findet am 13. Juni 1915, nach⸗ mittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhose statt. Beteiligung sämtlicher Kameraden erwünscht. 0316 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme. abhlreichen Blumenspenden und . orte des Herrn Pfarrer Schulte bei dem Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter 4961 9 Sohn, Erwin Willi.— 3. Dem Kreis⸗ amtsgehilfen Johann Georg lermann ein Sohn, Friedrich Christian Georg.— 4. Dem komotivheizer Friedrich Weber ein Sohn, Friedrich Georg.— Dem Geometer Karl Johann Heinrich Stein eine Tochter, Hildegard Ernestine.— Dem Berg⸗ mann Heinrich Bräuning eine Tochter, Martha.— 5. Dem Postboten Georg Buß ein Sohn, Walter Georg.— 6. Dem Tag⸗ löhner Heinrich Konrad ein Sohn, Friedrich.— Dem Ingenieur Johannes Wilhelm Heinrich Otto Göbel eine Tochter, Ruth Auguste Magdalene.— Dem Weißbindermeister Karl Herzberger ein Sohn, Walter Karl.— 7. Dem Bahnarbeiter Ludwig Dudenhöfer eine Tochter, Luise Helene.. 5 Sterbefälle: Juni 4. Adam Hoßfeld, Taglöhner, 17 Jahre alt, Rittergasse 23.— 5. Emma Buchwald, 14 Jahre alt, Frankfurter Straße 101.— Ella Luise Hermine Müller, 22 Jahre alt, Rodheimer Straße 69.— 6.— geb. Kuhn, 70 Jahre alt, An den Bahnhöfen 3.— 7. Luise Meyer, eb. Spörer, 25 Jahre alt, Ludwigstraße 30.— Karl Theodor Ludwig Becker, Prokurist, 60 Jahre alt, Steinstraße 17. Johanna Dorothea Klara Leib, 28 Jahre alt, Stephanstraße 16. — 8. Emma Alexander, 3 Jahre alt, Hillebrandstraße 12. Im Feldegefallen: August 22. Jakob— macher, Gardist, 20 Jahre alt, Brandgasse 3.— Februar 9. Johann Konrad Böckner, Schreibgehilfe, Ersatzrefervist, 23 Jahre alt, Mühlstraße 2.— März 2. Wilhelm Amend, Fabrikarbeiter, Kriegsfreiwilliger, 18 Jahre alt, Neuen Bäue 7.— 12. Willi Georg Lammer, Kaufmann, Unteroffizier, 19 Jahre alt, Am Riegelpfad 37.— 29. Karl Johannes Louis Wilhelm Joseph Fischer, Handlungslehrling, Kriegsfreiwilliger, 18 Jahre alt, Roon⸗ straße 33.— April 22. Hermann Ferdinand Bender, Kraftwagen⸗ fithrer, Ersatzreservist, 25 Jahre alt, Kaplansgasse 5.. Amtlicher. 80 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Der gestern über der Nordsee lagernde hohe Druck ist ost⸗ wärts vorgerückt und bedeckt heute fast ganz Deutschland. Von Nordwesten naht eine neue Depression heran, die sich ostwärts auszubreiten scheint und den hohen Druck über dem Festland weiter nach Osten zurückdrängt. Wir dürften jedoch morgen im allgemeinen unter Hochdruckeinfluß bleiben. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 13. Juni 1915: 9 meist trocken, Temperatur wenig geändert, nordöstliche inde. Karl Julius Aulmann ein Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 12. Junt 21 R. Tetzle Nachrichten Der Vormarsch in Galizien. K. K. Kriegspresseguartier, 12. Juni. Die mit unseren Verbündeten gemeinschaftlich geführte Offensive schreitet auf der ganzen Front erfolgreich vor. Besondere Bedeutung kann, dem erfolgreichen Vordringen in der Bukowina und in Süd⸗ ostgalizien beigemessen werden, da in diesem Abschnitt die Russen Verstärkungen eingesetzt haben und dieser Umstand die unaufhaltsam fortschrei Raumgewinnung der verbündeten Truppen unter Linsingen und der Armee Pflanzer südlich des Dujestr und des Pruth nicht beeinflussen konnte. Räumung Bessarabiens? Budapest, 12. Juni.„Universul“ erhielt aus Ki⸗ schinew die zuverlässige Mitteilung, daß die russischen Behörden der Bevölkerung aufgetragen haben, sich auf alle Fälle bereit zu halten, um gegebenenfalls Bessarabien zu räumen. Die wohlhabenderen Kreise treffen in allen Eile Vorbereitungen zur Abreise.(Der Nachricht sind doch wohl einige Zweifel entgegenzusetzen.) Die russische Reichs⸗ duma muß bis Ende Juni einberufen werden, it den beginnenden Umtrieben ein legales Gegengewicht entgegen⸗ gestellt werde. Die wahre Lage Rußlands sei aber noch nicht derart verzweifelt, um die Kontrolle des Parlaments zu fürchten. Bryan. Kopenhagen, 12. Juni. Der„Daily Telegraph“ meldet aus Washington: Bryan hat Journalisten gegenüber erklärt, er wolle ausführliche Beweise veröffentlichen, daß Deutschland der Union gegenüber eine durchaus friedfertige Haltung ein⸗ genommen hat und den Vereinigten Staaten in loyalster Weise ein Schiedsgericht vorgeschlagen habe. Die nützlichs fe Liebes gabe ist der als Kraftigungsmittel sowie zur Linderung bei Magen- und Darmerkrankungen, insbesondere Durchfall tausendfach bewährte ärztlich empfohlene Kasseler Hafer-Kakao Nur echt in blauen Schachteln nie lose) — Aaaaaaaaanmaanaaaamaaunananaae den Ehrgeiz der Hausfrau, wenn man ihre sau⸗ Es Kitzelt beren, tadellosen Gardinen lobt und bewundert. Diese stolze Genugtuung bat jede Hausfrau, die mit Luhns wäscht. Hadan . — fadgannmanamaaaununun Lerein der bastwirte von uleben u. Umgegend e.. Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kollegen Karl Seipel geztemend in Kenntnis und ersuchen um zahl⸗ reiche Beteiligung bei der am Sonntag, nach⸗ mittags 4 Uhr, stattfindenden Beerdigung. Abbe Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bernbeck, der Krankenpflegerin für die liebe⸗ volle Pflege, sowie für die vielen Blumen spenden bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen Herrn Philiyp Kteilin sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabetb Kreiling, geb. Jung. alle Idwebel Jauer. amilie Feldwebel Schmelz. Wieseck, den 11. Juni 1915. .. ͤ ͤ Kd ²³Ü• Statt besonderer Anzeige. Gestern morgen 5 Uhr verschied sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Karl Seipel Im Namen der tief trauernden Hinterbliebenen: Frau Louise Seipel Giessen(Kaiser-Allee 75 p.), Stammheim, Karl Seipel zurzeit im Felde Butzbach, den 12. Juni 1915. im 57. Lebensjahre. Willy Seipel, zurzeit Grenadier im 4. Ostpreuss. Grenadier-Regiment, König Friedrich I, Nr. 5. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. N 407 0 am 12. Mai starb den Heldentod für sein geliebtes Vaterland unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Bräutigam, Enkel, Neffe und Vetter f Telürich Mager, Lauma Musketier im Res.-Inf.-Regt. 222, 4. Komp. im 24. Lebensjahre. Bedeckt mit ehrenvollen Wunden Hat ein Held den Tod gefunden. In der Nacht vom 6. auf 7. Juni starb unser lieber Kamerad Max Flach EKriegsfreiwilliger im Inf.-Regt.„Kaiser Wilhelm“ Fr. 116), Leibkompagnie 0 00 0 oo eοοοοοοο In tiefer Trauer: Familie Heinrich Wagner in treuester Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vater- Gießen, Sandgasse 35, Hans Wagner, 2. Zt. im Felde 2 Nen 8 land. Seine edlen Charaktereigenschaften sichern ihm den 12. juni 1915. Willi Wagner N 2 8 ein dauernd ehrendes Andenken. Else Koch. 03131 Jauss drei gu 0 Seine Kameraden. Wiedersehn war seine Hoffnung! . 00 Lang-Göns, den 12. Juni 1915. Mit schmerzlichem Bedauern geben wir bekannt, dass am 12. Mai unser langjähriger Angestellter Herr Heinrich Wagner Musketier der 4. Kompagnie, Infant.-Regt. 222 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Anna Eisabeihe Jung geb. Simon nach langem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden im Alter von 45 Jahren zu sich zu nehmen in sein himmlisches Reich. Apparate la. Konserven Gläser 4883 berühmter Fabrikate em- pfiehlt zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Glelen Telephon 165 Elsenwaren-, Haus- und Küchengeräte-Handlung. a Erprobte Wirkung N bern gere Herbe. ei Dien Flechten alen N Flecken un Gesch. g Dies bezeugt Herr P. M. Lachmann in Kobylin, in⸗ dem er schreibt: „Weil Ihre Herba ⸗Seise meiner Tochter die nassen “HKClechten binnen 14 Tagen gebeilt und jetzt eine ganz klare Haut vorhanden ist, sage ich sowie meine Frau den besten Dank. Meiner Schwester, welche im Hesicht rote Flecken hatte, auch auf der Nase, sind die Flecken vergangen.“ Ober⸗ 14 Herba⸗Seise à Stck. den Heldentod erlitten hat. Seine guten Charaktereigenschaften und stets be- tätigte treue Pflichterfüllung sichern ihm ein ehrendes Gedenken. Firma Carl Horn. Giessen, den 12. Juni 1915. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Jung VI., Uhrmacher. 4995 Leihgestern, den 11. Juni 1915. 4983 Die Beerdigung findet Sonntag nachm. um 5 Uhr statt Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, guten, Fan Sohn, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Otto Pfannenschmidt nach langem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden im Alter von 18 Jahren zu sich zu nehmen. Statt besonderer Anzeige. Unsere liebe Tochter 1. 8. Seo Seren u. in den rog. K. Mars Die trauernden Hinterbliebenen:. Seibel. Gretel Frau Luise Pfannenschmidt Ww. Lane* Familie Wilh. Müller Familie Theodor Wilh. Pfaunenschmidt, Köln Familie Kaspar Dechert, Alten-Buseck Familie Wilhelm Faber. Jugelheiner Spargel, besonders zart u. gromatisch, 10⸗Pfund⸗Postkolli 1 Sortierung Mk. 5.80, 5. 1„ 4.00 franko einschl. Verpackung gegen Voreinsendung des Be⸗ trages, Nachnahme 30 Pig. mehr, versendet täglich frisch Fritz Buxbaum, Spargel Versand, Nieder ⸗ 1 Ingelbeim.(4704 UNION Senat * wurde uns heute mittag im Alter von 21 Jahren durch den Tod entrissen. Im Namen der Familie: Sanitütsrat Dr. Hess und Frau. Bad-Nauheim, 11. Juni 1915. 1 Lang-Göns, den 12. Juni 1915. 14974 03123 g a 8 1 1 1 n Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir abzuschen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. Juni, nachmittags 3/ Uhr statt. 1