11 4 2. n 1 1 1. a Erstes Blatt Der Gießener A rscheint kale an er Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich SilehenerFamllienblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag), zweimal monatl. Land- wirtschaftliche eitfragen Fernsprech-Anschlüsse: ür die Scheütleiungl13 Berlag, Geschäftsstelle5 1 Adresse für Drahtnach-⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. CC 165. Jahrgang 2 2 jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ 5 jährl. aussch⸗ Bestellg. . Zeilenpreis: loral 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Freitag, ll. Juni 1015 Sezugsp 1617 monatl. 75 Pl., viertel⸗ Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Ein englischer Ureuzer versenkt. Fortschreitende Offensive österreichischer Heeresteile gegen die Russen. Eine russische Ministerkrisis? (WTB.) Großes Hauptquartier, 10. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe bei Souche 5 und Neuville dauern an. Nordwestlich von Souchez wurden alle Angriffsversuche der ranzosen im Keime erstickt. Westlich von Souchez, in der 8 der Zuckerfabrik, erlangten die Franzosen kleine Vor— eile. Feindliche Angriffe gegen unsere Stellungen nördlich von Neuville brachen zusammen. Im Grabentampf südlich von Neuville behielten wir die Oberhand. Ein feindlicher Vorstoß südöstlich von Hebuterne scheiterte. Im Verlauf der letz⸗ ten Kämpfe wurden dort etwa 200 Franzosen von uns gefangen. In der Champagne setzten wir uns nach erfolg— reichen Sprengungen in Gegend Souain und nörd— lich von Hurlus in Besitz mehrerer feindlicher Gräben. Gleichzeitig wurden nördlich von Le Mesnil die fran⸗ zösischen Stellungen in Breite von etwa 200 Metern erstürmt und gegen nächtliche Gegenangriffe behauptet. Ein Maschinengewehr und vier Minenwerfer fielen dabei in unsere Hand.. Im Westteil des Priesterwaldes blieb ein Graben⸗ stück unserer vordersten Stellung im Besitz des Gegners. Oestlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich Szawle setzten die Russen gestern un— serem Vorgehen lebhaften Widerstund entgegen. Es wurden nur Ar Fortschritte gemacht. Die Beute der bei⸗ den letzte 5 Jeg. Umfassungs gung der Du⸗ bissa setzte der Gegner aus nordöstlicher Richtung Ver⸗ stärkungen an. Vor dieser Bedrohung wurde unser Flügel vom Feinde unbelästigt in die Linie Betygola—Zoginie zu⸗ rückgenommen. Südlich des Niemen nahmen wir bei den Angriffen und der Verfolgung seit dem 6. Juni 3020 Russenge⸗ fangen. Ferner erbeuteten wir zwei Fahnen, 12 Ma⸗ schinengewehre, viele Feldküchen und Fahr⸗ zeuge.. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich Przemyfl ist die Lage unverändert. Aus der Gegend von Mikolajow— Rohatyn(süd⸗ lich und südöstlich von Lemberg) sind neue rufsische Kräfte nach Süden vorgegangen. Ihr Angriff wird von Teilen der Armee des Generals v. Linsingen in Linie Litynia(nordöstlich Drohobycz)— Dnjestr-Abschnitt bei Zu⸗ rawno abgewehrt. Oestlich von a. bei Halicz sind die Ver⸗ folgungskämpfe noch im Gange. Oberste Heeresleitung. 2 9 Es treten augenblicklich so viele Fragen und angeb— liche Gefahren in den Vordergrund, die alle, nach äußer— lichen Dingen beurteilt, von beinahe ausschlaggebender Be— deutung für den Weltkrieg zu sein scheinen. Und doch liegt der Schwerpunkt der heutigen Lage nicht heute hier und morgen da, sondern, seit Wochen, in dem Kampfeswert, den die russischen Heere noch haben. Die Entscheidungen der Balkanstaaten, die ja recht erheblich von der russischen Politit abhängen, die Spannung in Washington, die inneren Krisen in England— alles sind nur Vorgänge sekundärer Art, Begleiterscheinungen der Schläge auf dem östlichen e Herrn Bryans wahre Absicht bei seinem Rücktritt nicht etwa die gewesen ist, das sinkende Schiff der Entente, die man bis dahin allzu sehr begönnert hatte, rechtzeitig zu verlassen, um sich dem unbeirrbaren Kurs der Weltgeschichte besser anzupassen? Heute meldet Reuter plötzlich, die Geschehnisse in Washington seien noch etwas rätselhaft, da die„Evening Post“ zu allgemeinem Erstaunen mitteile, daß die amerikanische Note an Deutsch— land in freundschaftlichem Tone gehalten und nur eine Wiederholung der Originalnote sei, also eine friedliche Lösung kaum ausschließe. Rumänien, Griechenland und Bulgarien verhalten sich vorläufig neutral; damit können wir zufrieden sein, denn später werden die genannten Staaten noch weniger militärische Gründe vorfinden, unsern Feinden beizuspringen. Die gestrige Meldung der„Mag⸗ deburger Zeitung“, der feindliche Dreiverband habe ein kurzfristiges Ultimatum an Rumänien gesandt, ist kaum richtig. Man kann solche Torheit weder dem Nachfolger Greys, noch den Pariser Politikern zutrauen, und Rußland ist augenblicklich ganz und gar nicht in der Lage, gebiete— rische Töne von sich zu geben. Mit höchstem Inketesse sind heute die nachstehenden Mitteilungen der„Voss. Ztg.“ über einen Umschwung in maßgebenden Petersburger Kreisen zu verzeichnen. Eine solche Meldung hat auf alle Fälle def Wahrscheinlichkeit für sich. Der russische Bär liegt schwer darnieder, daß er kleine Mittelchen, die Hilse der ungeeinigten Balkanländer, verschmähen muß, die ihm 45 8 Tage beträgt hier 2250 Gefangene, seine politischen Geschäfte nur noch mehr verderben könnten. Der Zar muß sich fragen: ist die Zeit nicht herangerückt, in der es am besten ist, auf baldigen Frieden hinzuwirken? Die Petersburger Herren müssen ihre Nöte am besten kennen, und der russische Großfürst-Generalissimus scheint in einer Beratung mit dem zu ihm entsandten Dumapräsi— denten zu seinen eigenen Sorgen auch noch andere Ge⸗ fahren einer Fortdauer des Krieges zu seiner Kenntnis gesammelt zu haben. Immer offener sprechen militärische Sachverständige, auch aus neutralen Ländern, ihre Ueber— zeugung aus, daß die Sache Rußlands und seiner Verbün⸗ deten verloren sei. Als die bemerkenswerteste dieser Aeuße— rungen kann diejenige des griechischen Generalstabschefs gelten, der den Sieg der Zentralmächte als„unausbleib— lich“ bezeichnet. Und dem phantasiebegabten Churchill widerspricht sehr überzeugend der Kapitänleutnant von Mücke, der die Verhältnisse an den Dardanellen doch etwas besser, nämlich aus eigner Anschauung kennt und uns die Tatkraft der Türken und die Nöte Englands und seines Anhanges in eine höchst erfreuliche Beleuchtung rückt! *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. Juni 1915, mittags. Russischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe am oberen Dujestr und im Raume zwischen Dnjestr und Pruth dauern fort. Die Armee Pflanzer ⸗Baltin gewinnt weiter Raum nach Nord. Ihre Angriffskolounen sind unter fortdauernden Kämpfen bis Obertyn und bis auf die Höhen südlich von Horodenka vorgedrungen. Dem erfolgreichen Vorgehen der auf galizischem Boden fechtenden Teile der Armee hat sich nun auch eine Gruppe in der Bukowina angeschlossen, die gestern den Pruth überschritt und starke russische Kräfte südwestlich Kotzmann zurückwarf. Die sonstige Lage im Norden ist unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. An der IJsonzofront wurden neuerliche Ueber⸗ A des Feindes bei Plava, Gradiska und Zagrado abgewiesen. In der Gegend von Flit sch und am Karnischen-Kamm östlich des Plöckenpasses wird weiter gekämpft. Auch die Artilleriegefechte im Raume der Tiroler Ost⸗ Grenze dauern fort. Ein feindlicher Angriff im Tonale— Gebiet scheiterte am Widerstande unserer tapferen Siche— rungstruppen. Eines unserer Fliegergeschwader belegte gestern früh das Arsenal und die pyrotechnische Anstalt von Kra— gujewatz erfolgreich mit Bomben. Zwei Brände wurden konftatiert. Unsere Flieger sind wohlbehalten zurückgekehrt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ein englischer Kreuzer von 4900 Tonnen von einem österreichischen Unterseeboot versenkt. Wien, 10. Juni(WTB. Nichtamtlich.) Unterseeboot IV, Kommandant Linienschiffsleutnant Singule, hat am 9. d. Mts. vormittags, 30 Meilen westlich von San Gio⸗ vanni di Medua, einen englischen Kreuzer, Typ „Liverpool“, der von 6 Zerstörern geschützt fuhr, tor— pediert und versenkt. Flottenkommando. (Die Kreuzer vom Typ des„Liverpool“ fassen 4900 Tonnen und haben 376 Mann Besatzung.) Berlin, 11. Juni. Im„Berl. Tageblatt“ schreibt Persus: Wieder hat ein österreichisches Unterseeboot einen vollen erfreu⸗ lichen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Es ist die dritte erfolg- reiche Torpedierung, deren sich österreichisch-ungarische Unterseebvote rühmen dürfen. Am 21. Dezember 1914 torpedierte „Uu 21“ das französische Admiralschiff„Courbet“ und am 27. April wurde der französische Panzerkreuzer„Leon Gambetta“ von„U 5“ versenkt. Den bisherigen Verlusten der Entente gesellt sich nun ein englischer zu. Wir beglückwünschen die österreichisch— ungarische Flotte zu dieser neuen stolzen Tat ihrer Unterseeboots⸗ waffe. Im„Berliner Lokalanzeiger“ wird gesagt: Was bei dem Versenken des englischen Kreuzers die Tapferkeit des österreichischen Angreifers in ein besonders helles Licht stellt, ist der Umstand, daß der Angriff durch eine Eskorte von sechs Zer— störern hindurch erfolgte, die wegen ihrer Geschwindigkeit als die Hauptfeinde der Unterseeboote zu betrachten sind. Die neue Tat zeigt wie die früheren, daß die österreichisch-ungarische Flotte von demselben Geist beseelt ist wie im Jahre 1866. Die Offiziere und Mannschaften der Flotte sind in der Tat würdige Kameraden der deutschen Seeleute. Es ist besonders erfreulich, daß in diesem Falle der englischen Flotte, die von ihrer Herrschaft im Mittelmeer unter ganz besonderer Geringschätzung der österreichisch-ungarischen Flotte zu reden pflegte, eine schmerzliche Lehre erteilt worden ist. Wir wünschen den tapferen Offizieren und Mannschaften der stolzen Flotte unserer Verbündeten weiter schöne Erfolge. Der österreichische Landsturm. Wien, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die günstigen Ergebnisse der letzten Musterungen, unterstützt durch die Ueberprüfung der bisherigen Enthebungen, ermöglichen es, den für den 21. Juni 1915 in Aussicht genommenen Ein- berufungstermin der Geburtsjahrgänge 1878 bis einschließlich 1886 der österreichischen Landsturm— pflichtigen und bosnisch-herzegowinischen Dienstpflichtigen in Evidenz der zweiten Reserve auf den 15. Juli hinaus⸗ zuschieben.. Kriegs freiwillige gegen Italien. Berlin, 11. Juni. Aus Laibach wird der„Deutschen Tageszeitung“ gemeldet: Im Herzogtum Krain haben sich bisher über 30000 Kriegs freiwillige im Alter von über 50 Jahren für den Feldzug gegen Italien gemeldet. Der italienische Bericht. Rom, 10. Juni.(Ctr. Frlft.) Agenzia Stefani. Mit⸗ teilung der obersten Heeresleitung vom 9. Juni. Längs der ganzen Grenze von Tirol und Trentino wird unsere Aktion gegen die Stellungen fortgesetzt, welche besetzt wer⸗ den müssen, um den Feind zur Offenbarung seiner Verteidigungs⸗ vorbereitungen zu zwingen und die Entwicklung der späteren Ope⸗ ration zu gestatten. Unsere Truppen haben sich, obgleich vom Feinde lebhaft beunruhigt, jenseits der Grenze an den Fal⸗ zerego-Paß herangeschoben, der zwischen tiefen Tälern liegt. Etwa 10 Kilometer nördlich von Cortina d' Am pezzo fand ein siegreicher Kampf statt. Ein Geschütz und Munition blieb in unseren Händen. In der Nähe des Monte Croce C ar nice (Plöckenpaß) kämpfte man seit mehreren Tagen um den Besitz der wichtigsten österzeichischen Stellung vom Freikofel, welche die Oesterreicher mit Erbitterung verteidigten. Am Abend des 8. Juni haben sich unsere Alpini der Stellung endgültig bemächtigt und dabei etwa 100 Gefangene gemacht. Längs der Isonzo⸗Linie wurden am 7. und 8. Juni die Operationen fortgesetzt, durch welche der Feind aus den beherr⸗ schenden Stellungen geworfen werden soll, die er noch auf dem rechten Ufer des Isonzo inne hat und wodurch feste Brückenköpfe hergestellt werden sollen. Der Feind leistet hartnäckigen Wider⸗ stand, begünstigt durch das Gelände, das durch Kunstbauten sehr stark befestigt und schwierig zu passieren ist wegen der zahlreichen Unterbrechungen von Brücken und Straßen, sowie wegen der Ueber⸗ schwemmungen am Unterlauf des Flusses. Ueberall haben unsere Truppen mit großem Schneid und Hartnäckigkeit gekämpft und be⸗ deutende Stellungen gewonnen. Wir haben die Stadt Monfal⸗ cone besetzt. Das Feuer unserer Baterien hat sichtlich mehrere Artilleriestellungen des Gegners beschädigt. In der Gegend des steilen Monte Nero(Arn) führte unser glücklicher Angriff zu der Besetzung der Stellung, aus der sich die Oesterreicher unter Zu⸗ rücklassung von 100 Leichen, die von uns bestattet wurden, und von 60 Verwundeten flüchteten. Bei Karfreit haben sich 70 bos⸗ nische Deserteure als Gefangene gestellt. In einem Abschnitt längs des Isonzo haben wir zusammen ungefähr 400 Gefangene gemacht. Unsere Verluste sind nicht ernstlich. Tie Gefangenen versichern, daß die Verluste der Oesterreicher beträchtlich sind. *** Geheimnisvolle Vorgänge in Petersburg. Berlin, 11. Juni. Aus Petersburg wird der „Vossischen Zeitung“ berichtet, daß Gerüchte über eine bevorstehende Ministerkrise umlaufen. Die jüng⸗ sten, den russischen eingeweihten Kreisen natürlich nicht ver⸗ borgen gehaltenen Niederlagen, der tote Punkt in der Darda⸗ nellenaktion und das bis jetzt erfolglose Vorgehen Italiens, auf das man so große Hoffnungen gesetzt hatte, sollen aller höchsten Ortes arg verstimmen und das Verlangen der Friedenselemente inden Petersburger Krei⸗ sen verschärft haben. Am Samstag fand eine Sitzung sämtlicher Parteiführerder Reichsduma unter dem Vorsitz des Dumayräsidenetn Rodzianko statt. Einstimmig wurde beschlossen, die Regierung zu ersuchen, die Suma schon vor dem festgesetzten Termin einzuberufen. Abgeordneter Fürst Manssurow stellte den Antrag, die Duma möge sofort nach ihrem Zusammentritt eine Adresse an den Zaren richten mit der Forderung eines Koalitionsmin'iste⸗ riums. Bezeichnenderweise haben auch die sogen. ultra— rechten Parteiführer diesem Antrage zugestimmt. Allem An- schein nach soll dadürch in erster Reihe Ministerpräsident Goremykin gestürzt werden, der als Anhänger eines Krieges ohne Ende gilt. Es wird auch behauntet, daß der Kriegsminister Suchomlinom nicht mehr das Vertrauen der Dumg genieße. Nach der erwähnten Sitzung der Parteien begaben sich Rodzianko. Suchomlinow und der Hofminister Graf Fredericks nach Jarskoje Sselo, wo eine zwelstün⸗ dige Konferenzmitdem Faren stattfand, deren In⸗ halt streng geheim gehalten wird. Auch die welter bemerkens⸗ werte Tatsache wird in Petersburg viel besprochen, daß wenige Tage vor der Beratung der Parteiführer der Duma 8 2 * 2 9 c 3 7... ͤ cc f... ĩð: ². AA miüsse man angefichts der Unmöglichkeit, irgend ein Resultat — lischen Batterien beschossen erfolgreich Sedd-ül-Ba hr, die 1 F präsident sich ins Nikolafewitsch unter ziankos Abfahrt soll der eingeschlofsen haben. arskoje Sselo ab mit einem ürsten an den Zaren. Eine Aeußerung des griechischen Generalstabschefs. Athen, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Neon Asty“ erwähnt Aeußerungendesgriechischen General stabschefs Dusmanis, daß der Siegder Zentral⸗ mäch te über alle Feinde nun so unausbleiblich scheine, wie er seit Beginn des Krieges vorhergesagt habe, ohne indessen viele Gläubige zu finden. Die Krankheit des Königs der Hellenen. Athen, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) 8 Uhr abends. Der Krankheitsbericht besagt: Der Zustand des Königs ist weniger zufriedenstellend. Es haben sich Nierenschmerzen eingestellt und im Urin ist Albumin gefunden worden. Aus Italien. Berlin, 11. Juni. In einer Betrachtung über die Ar- beitsverhältnisse in Italien stellt der„Avanti“ für Herbst und Winter Not und Arbeitslosigkeit in Aussicht. Das Blatt sagt, nur ein rasches Ende des Krieges und große staatliche Hilfsaktionen könnten schweres Elend verhüten.— Der„Popolo d'Italia“ beklagt sich darübet, daß die Lederhändler an den Staat so schlechtes Leder liefern, daß die Stiefel für die Soldaten wahre Marterwerkzeuge seien. * 1* Ver französische Bericht. Paris, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Dem gestrigen Abendbericht ist nichts hin- zuzufügen, außer daß ein Fortschritt von 100 Meter Tiefe auf einer Front von 350 Metern an den Rändern des Priester⸗ waldes erzielt wurde, wo wir zwei und an gewissen Stellen drei Linien deutscher Schützengräben einnahmen. Wir machten 50 Ge— fangene. Auf Antrag des Generals Joffre beschloß Kriegsminister Millerand, dem Unterleutnant Warneford von der englischen Armee das Kreuz der Ehrenlegion zu verleihen als Belohnung für die glänzende Waffentat, welche er durch die Zerstörung eines Zeppelins vollbrachte.(2) Die Kritit Herveés. Paris, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im Anschluß an den gestrigen Artikel, in welchem Hervs scharf tadelt, wie das französische Publikum über die Ereignisse unter- richtet wird, richtet er heute in der„Guerre sociale“ heftige Angriffe gegen die Art der französischen Militäroperatio⸗ nen. Hervs schreibt, die Regierung und die Heeresleitung dürften nicht glauben, daß die Nation über die Ergebnisse der militärischen Operationen seit September begeistert ist, denn die Resultate seien im Verhältnis zu den gebrachten Opfern. mittelmäßig. Alle Versuche, die deutschen Linien zu durchbrechen, bei Soissons, St. Mihiel und in der Champagne, sind vollkommen mißlungen und die Ver⸗ luste erschreckend. Augenblicklich versuche man anscheinend, bei Arras 3 25 aber als nach anfänglichem Erfolge auch diese Offensive stecken blieb, hatte jedermann den Eindruck, daß es in militärischer Beziehung nicht gut gehe. Man beginne, Unbehagen zu empfinden. Hervs fragt, ob etwa Munitionsmangel der Grund des Versagens der Offensive sei. Wenn dies der Fall sei, dürfte die Heeresleitung selbst nicht unter dem Vorwande, den Russen Luft zu schaffen, Hunderttausende von Menschen⸗ leben einer nutzlosen Offensive opfern. Jedenfalls aber zu erzielen, sagen, daß es in der Verwendung der fran⸗ zösischen Streitkräfte irgendwo hapere. Die Heeresleitun müsse doch wissen, wo sie der Schuh drückt, und solle au, dementsprechend handeln. Zeitung“ aus Genf meldet, wurde Hervés Blatt„Guerre oziale“ verboten. Paris, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Zur Beschlag⸗ nahme des Blattes„Guerre Sociale“ wird berichtet: Die Zen sur beanstandete beide Artikel Hervés, sowohl den gegen die Art, wie das französische Publikum über die Kriegsereignisse unter⸗ richtet wird, wie den gegen die Kriegführung des französischen Generalstabes. Da Hervs trotzdem die Artikel veröffentlichte, wur⸗ den beide Nummern der„Guerre Sociale“ in den Kiosken und anderen Verkaufsstellen, sowie in der Druckerei beschlagnahmt. ** a 23 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Neue] To Die Kämpfe an den dardanellen. Konstantinopel, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen“ front bei Ari Bur nu schlugen wir in der Nacht zum 8. Juni 8 feindliche Angriffe Sehen unseren rechten Pag leicht zurück und brachten Feinde Arg ße Verluste bei. Gestern war anhaltendes schwaches rtillerie- und Infanterie-Gefecht mit Unterbrechungen. An den anderen Fronten nichts von Bedeutung. Konstantinopel, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Be⸗ richt des Großen Hauptquartiers. Gestern ist auf der Dardanellen— front keine bedeutsame Veränderung eingetreten. Unsere anato— feindliche Infanterie und die feindlichen Artilleriestellungen und brachte eine Haubitzenbatterie zum Schweigen. Die Verluste des Feindes während der letzten Schlacht von Sedd-ül-Bahr bezif⸗ fert man auf mehr als 15000. Der Feind konnte einen großen Teil seiner Toten noch nicht wegschaffen und ließ sie bei unsern Gegenangriff, der ihn in seine alten Stellungen zurückwarf, auf dem Schlachtfelde.— Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. Kapitänleutnant v. Mücke über die Aussichten der Kämpfe. Wien, 10. Juni(WTB Nichtamtlich.) Das„Neue Wiener Abendblatt“ veröffentlicht eine Unterredung eines seiner Mit⸗ arbeiter mit Kapitänleutnant v. Mücke über die Darda⸗ nellenaktion An den Dardanellen, sagte v. Mücke, kann nicht gerührt werden. Ebenso ist die Einnahme Konstantiko⸗ belsausgeschlossen. Man muß sich vor Augen halten, daß die Türken ausgezeichnete Soldaten sind und sich in Gallipoli hervorragend schlagen. Anfangs haben die Angriffe der Türken gegen das Landungskorps der Alliierten darunter gelitten, daß die englische Schiffsartillerie mit ihren schweren Geschützen das ganze Gelände unter hielt. Die Lage hat sich aber mit einem Schlage geändert, als die Unterseeboote auf⸗ ö a[ge boo 0 i lt, daß die weit ü j0 a * ee jetzt vier Schiffe in einer Woche 8 888 95% 5 7 9 können. a ane 1 5 weck 5 verloren, die Franzosen* 10 8 und eim zweites Schiff, ant 6 1 sich heute schon den Zucker hinzulegen, der im Ollober She sind E A Die Flotte der grit N— n Wege d de beg wird. 1 8 1 b a 14 Berlin, 11. Juni. Aus Washington wird dem„Berliner kaufe also imm f f n e ogen und ist nicht mehr zu sehen; bloß ener Ketalanzeiger“ gemetdet: Peraß 1 dem b Man FN so immer nur so viel Zucker, reuzer haben sich in den letzten Tagen vor Gallipoli gezeigt. Die englischen und französischen Schiffe, meinte ah bl— ö C Hauptquartier begeben besten Wege, hatte, wo er sich stundenlang mit dem Großfürsten Nikolai bier Augen unterhielt. Nach Rod⸗ Generalissimus sich für Stunden nds ging ein Sonderkurser nach Handschreiben des Groß⸗ dung. Im Unter hause erklärte Balfour, daß seit der Regierung, daß Maßregeln getroffen seien, um die Be⸗ handlung zukünftig vollständi * sten das Fauptziel der Türken, die Vernichtung des feindlichen Landungsforps, zu erreichen. Da auf Gallipoli lein Trinkwasser vorhanden ist, müssen die Engländer und Fran⸗ zosen Trinkwasser mit sich führen bezw. durch eigene Transport- dampfer zuführen. Aber diese Zufuhr wird durch die Unterseeboote zumes mehr erschwert und dürfte schließlich ganz unterbunden wer⸗ den. Dann aber gibt es für das englisch⸗französische Landungs⸗ korps mir mehr die Kapitu lation, denn eine Flucht zurück auf die Transportschiffe scheint ausgeschlossen. Die Einschiffung von mehr als 60 000 Mann würde nämlich tagelang dauern und während dieser Zeit würden die feindlichen Trans portschiffe un⸗ ausgesetzt umter tüxkischem Feuer stehen. Hinzu kommt noch, da ß die schweren Schü ffsgeschütze sich sehr rasch ver⸗ brauchen. Da die Engländer und Franzosen in den ersten Ta⸗ gen ihrer Aktion wie wahnwitzig darauf losgefeuert haben, sind schon zahlreiche Schiffsgeschütze unbrauchbar. Deshalb mußte auch der englische Ueberdreadnought„Queen Elizabeth“ sich aus den Dardanellen zurückziehen. Dagegen ist von allen in den Darda⸗ nellen verwendeten türkischen Kanonen bisher bloß eine einzige beschädigt worden, die übrigens bereits wieder instandgesetzt ist. Die wichtigste Frage, die Munitionsfrage, macht der Türkei leine Sorge mehr. Es ist genügend Munition vorhanden. von Mücke schloß seine Ausführungen: Ich habe von Konstanti⸗ nopel die allerbesten Eindrücke gewonnen. Man merkt dort vom Kriege gar nichts; das Leben geht seinen gewohnten Gang, die Menschen sind voll Zuversicht und guter Dinge. Die Erörterung über die allgemeine Wehrpflicht in England. London, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die natio⸗ nalistische Partei versammelte sich am 9. Juni im Unter⸗ hause und nahm eine Entschließung an, in der sie sich nachdrücklich gegen die Wehrpflicht erklärt. Die Partei fühle sich angesichts des Pressefeldzuges verpflichtet, ihre Gegnerschaft gegen die Wehrpflicht auszudrücken und ver⸗ urteile die Versuche, das Freiwwilligensystem zu vernichten, als skandalös und verräterisch. Sie werde jedem Versuch, die Wehrpflicht einzuführen, energischen Widerstand entgegen- etzen. — Zänkereien im englischen Unterhause. London, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Parlaments- berichterstatter der„ ene i hause, als die Frage der Ministergehälter angeschnitten wurde. Das Haus war voll besetzt und aufgeregt. Asquith geriet in ungewöhnlichen Zorn. Bonar Law saß neben ihm mit einem ernsten beunruhigten Gesichtsausdruck. Weiter unten saß Chur⸗ chill, den Kopf in die Hände gestützt. Der Liberale Kella way rief aus, daß die Verlustliste an diesem Tage hundert Tote und tausend Verwundete in Flandern aufweise, und fuhr fort:„Wir setzen kleinliche persönliche Zänkereien fort. Um Gottes Willen betragt euch als Briten.“ Sir Richard Cooper rief in den Lärm hinein:„Wir leben wie im Schlaraffenlande und verbergen den Kopf im Sande. Ich sage Ihnen, wir gewinnen den Krieg nicht.“* fragten den Sprecher, ob die Dis⸗ kussion zulässig sei. 2 Sprecher sagte, sie sei zulässig, aber Geschmackssache. Markham sagte:„Es ist die Teilung der Beute!“ Der Nationalist Swift Monell rief dazwischen: „Ohne das wäre die Koalition nicht einig.“ Asquith sagte: „Ich verfolgte die Debatte mit Ueberraschung und Schmerz.“ Asquith weigerte sich durchaus, dem Hause Rechenschaft darüber zu geben, wie er sein Gehalt ausgebe, deutete aber an, daß er an der Verteilung der Gehälter nicht teilnehme. Er setzte sich mit einer Gebärde äu Verachtung für die Erörterung solcher Trivolitäten nieder. Pringle sprang auf und sagte, die Mini⸗ ster erfüllten nur ein Gebot bel en ue hoffentlich er⸗ füllten sie auch ein anderes Gebot, nämlich das„Liebet euch untereinander.“ Kohlen industrie und Rekrutierung in England. London, 10. Juni.(WTB. Nichtanttlich.) Der Staats- sekretär des Innern veröffentlicht den Bericht des Organisations⸗ komitees der Kohlenindustrie. Der Bericht besagt: Die entzogen. Die Folge war eine Verringerung der Produktion um 3 Millionen Tonnen oder 13½ Prozent in den ersten sieben Kriegsmonaten. Die häufige Abwesenheit von Bergleuten von der Arbeit bedeutet eine weitere Verminderung der Produktion, welche sonß um 13 bis 14 Millionen vermehrt werden könnte. Der Pro⸗ dultionsverlust des Jahres seit Kriegsbeginn dürfte 36 Millionen nnen erreichen. Da jedoch die Ausfuhr um 21 Millionen ge⸗ sunken ist, würde der Nettoverlust 12 Millionen Tonnen betragen. Der Verlust wird noch größer werden, wenn Bergleute weiterhin als Rekruten eingestellt werden, wodurch auch die Lage der In⸗ dustrie ernstlich beeinträchtigt würde. Der Bericht rät schließlich zu einer teilweisen Aufhebung des Achtstundentages, rät davon Arbeiter herabzusetzen. Er betont die Notwendigkeit, daß das Publikum mit Kohlen, Gas und elektrischem Licht sparsam umgehe. W— Der Seekrieg. England gibt die schlechtere Behandlung unserer u⸗Boot⸗Mannschaften auf. London, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermel⸗ einigen Wochen kein nennenswerter Unterschied in der Be⸗ handlung Kriegsgefangener von Ü⸗Booten und anderer Kriegsgefangener gemacht werde. Er erkläre namens g'gleich zu gestalten. Es bedeute dies keine Aenderung der Ansichten über die Art der Handlungen, zu denen die Ü-Bootleute verwendet wür⸗ den. Die Regierung sei überzeugt, daß diese Praktiken nicht nur in flagrantem Widerspruch zu dem Buchstaben und Geist des Kriegsrechts, sondern daß sie niedrig, seig und unmensch⸗ lich seien. Die Angriffe auf unverteidigte Schiffe seien mehr als bloße Verletzungen der Gesetze der Menschlichkeit. Darum solle die Frage der persönlichen Verantwortlichkeit bis zum Ende des Krieges pertagt werden. Neue Taten deutscher U-Boote. London, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Das Reutersche Bureau meldet folgende Taten deutscher Unterfeeboote: FVV die atzung wurde gerettet. 7 engli g „Velocity“ wurde in der Nordfee versenkt, die Besatzung ist gerettet, nachdem sie 52 Stunden im Boot gewesen war. Ein deutsches Unterseeboot hat die Fischerfahrzeuge„Tunisian“ und „Castor“ aus Grimhsby versenkt; die Besatzungen wurden ge⸗ rettet. Das englische Fischerfahrzeug„Saturn“ ist versenkt wor⸗ den; die Besatzung landete in Northshields. Der Dampfer„Erne Boldt“ ist gestern früh gesunken; er war torpediert worden. Die Mannschaft landete in Harwich. Der Dampfer war früher, ehe er als englische Prise erklärt wurde, in deutschem Besitz. Amsterdam, 10. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Maas⸗ luis wird gemeldet: Der niederländische Tampfer„Gelderland“, aus Siam hier ankommend, hatte die Besatzungen zweier eng lischer Fischerfahrzeuge an Bord, welche 50 Meilen nord⸗ westlich vom Waterweg durch ein deutsches Unterseeboot versenkt fang damit gemacht wurde, die Note der amerikanischen Regie⸗ v. Mucke, werden sich Man ist auf dem ily News“ beschreibt die Szene im Unter⸗ Di Rekrutierung hat der Industrie über 190000 Arbeiter] A ab, mehr Frauen einzustellen und die Altersgrenze für junge l bleibt infolge des eee im bei Souchez— die Zuckerfabriten als heiß umstrittene Punkte genannt worden. i Zeichen von Vaterlandsliebe der Sturm auf die Spezer ilä von Zuckervorräten geradezu eine Torheit, welche nur treiberei zur Folge. Denn es ist klar, daß die Kaufleute derartige, weit über den Normalbedarf hinausgehende Mengen bei dem jetzigen Personalmangel und den telt herbe mit der nötigen Schn 79 die bevorstehende reiche O als man für die nächste Zeit br jeder die gewünschte Aeußerung Bryans, in der er be sich jetzt als Pribatperson und gänzlich die öffentliche Meinung über seine Er 1 und Ansichten aufklären. Er hoffe, einen össen Meinungsaustausch anzuregen, der zugleich den Präsidenten 5 stützen und den von ihm vorgeschlagenen friedlichen Mitteln zum Siege verhelfen würde, wenn Präsident Wilson es mit seinem Pflichtgefühl nicht in Einklang bringen könne, diese Mittel an⸗ zuwenden. Präsident Wilson lehnte eine Erklärung über die Aeußerung Bryans ab. 5 Berlin, 11. Juni. Die„Times“ melden laut„Tägl. Rund schau“ aus Washington, daß Kennzeichen vorliegen, nach denen bei den Arbeiterführern der Vereinigten Staaten eut Versuche unternommen werden, um die Ausfuhr von Kriegs⸗ material für die Verbündeten zu verhindern. Die Ar⸗ beiterführer wollten jetzt eine Bewegung ins Leben rufen, welche jeden Krieg der Vereinigten Staaten mit Deutschland, sofern keine Verletzung der amerikanischen Grenzen erfolge, zu unterdrücken bemüht sein werde. 5 0 Spaniens Haltung. Intervention, die eine 8 Erregung hervorriefen, und die Sozialisten der Reformvartei fordern Verbotes von politischen Versammlungen, von der rung zur Vermeidung interventionistischer und neutrali 17 Kundgebungen, erlassen worden ist. Der Ausschuß der sozialisti schen Republikaner hat beschlossen, die schnellste Einberufung der Cortes zu fordern, um die notwendigen Maßnahmen zu erörtern. Aus dem Reiche. — Erhebung über den. n ee in Deutschland. 0 Berlin, 10. Juni.(WT. Amtlich.) undes rat hat unterm 17. 8 2 5 5 alzbestandes in Deutschland beauftragt. Brauerbunde i 0 beantworten sämtliche Brauereien, b) auf sämtliche N 12 0 egie⸗ Berlin, 10. Juni.(Br. Nichtamflich) Faden benen orlagen Sitzung des B und Kartoffeln zu ll der Ermächtigung zum g Kandidaten der ärztliche Notprüfung bestanden haben, uni.(WTB. Nichtamtlich) Im verstärkten 1 801. e der Volksernährung, Beschaffung schaffung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte, und des Wildschadens der Landwirtschafts⸗ (WTB. Nichtamtlich.) Die ngsplan für die ent⸗ i bie der Stadt genehmigt und einstimmig 21 Millionen Mark für den Bau eines Handels⸗ Stadtverordneten⸗ Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Juni 1915. a Zuckerhamster. Der I Ausschuß beim Rhein⸗ Mainischen Verband für Volksbildung schreibt uns: 1 Zu denjenigen Stoffen, von welchen wir vom Aus⸗ land vollkommen unabhängig sind, gehört in 1 5 Linie auch der Zucker. Unsere mächti. industrie stellt aus den von unserer Landwirssch 0 lieferten Rüben jährlich über 60 Millionen Zentner Huter her, während wir trotz des hohen Jahresverbrauches von fast 20 N auf den Kopf der Bevölkerung noch nicht einmal die Hälfte im eigenen Lande verb Alse die riesige Menge von über 30 Millionen Zentner, welche wir im Frieden— hauptsächlich nach England— 7 00 dene Dan ton 9 in den von uns besetzten Teilen Frankreichs aus⸗ gedehnte Rübenfelder befinden, und schon oft sind in den Tagesberichten der Obersten Heeresleitung bei den Opera⸗ tionen in jenen Gegenden— so in den letzten Tagen wieder Abgesehen davon, daß es in der jetzigen Zeit kein ist, Vorräte anzusammeln, ist l und das 3 1 8⸗ t und den ruhigen Verkauf erschwert. oft nicht rbeischaffen können. Für sternte ist eine so 1 Menge auch t. Dann wird bekommen. Dann werden wir rung an Deutschland tetegraphisch zu übermitteln, erschien die Men in der Lage sein, das 1 Oöst dieses Jahres richtig in 1 N 05 3 1. 315 zung 11 n Wer b rräte anhäu igt die Volksernährun handelt töricht und unpatriotisch. 4 0* 8 Störche in Oberhessen. Die Familie Storch genießt in ganz Oberhessen noch ein unbegrenztes Heimat- und Gastrecht. In den weiten Wiesengründen und den reichen Gewässern, die überall das Land durchziehen, findet sie die besten Vorbedingungen für ihre Lebensunterhaltung. Nur im Vogelsberge gehört ein nistendes Storchenpaar zu den größten Seltenheiten. Zwar hat die jetzt fast überall durchgeführte Feldbereinigung manche fetten Jagdgründe beseitigt, aber immerhin darf Oberhessen dennoch als ein von den Störchen gern auf. gesu⸗ Gebiet angesehen werden. Naturgemäß findet sich der Storch am häufigsten noch im wiesenreichen üd lichen Oberhessen, der Wetterau. Hier nistet Freund Lang⸗ bein fast in jedem Dorfe. Bekannt ist Nieder-Erlenbach mit seinen 5 Storchnestern, dann folgen u. a. Nieder-Mockstadt mit 3, Düdelsheim, Echzell, Reichelsheim, Bruchenbrücken, Berstadt, Trais⸗Münzenberg, Stockheim mit je 2 Nestern. Mehr als hundert Storchnester zählt man auf kleinem Raume in der Wetterau. Spärlicher nistet er im nördlichen Teil. Im Vogelsberg findet man ihn nur in Herbstein und am Osthange des Gebirges nur in Freiensteinau und dann in Lauterbach und Schlitz. Wenn mancher Vogelsberger noch keinen Storch gesehen hat, so ist das sicherlich keine Mär. Wo sich dem Storch passende und sichere Nistgelegenheit bietet, da schlägt er in Oberhessen sein Heim auf. So bietet gerade Oberhessen eine sesselnde Musterauslese der selt⸗ amsten Storchnester. Gewöhnlich ist's ja das auf hohem First thronende Rad. In Alsfeld hängt das Nest hoch oben am Leonhardsturm. Die Störche von Ober- Be ssingen, Dorheim und vom Haßlar bei Gießen regieren auf Feldbäumen; der Ilbenstädter wählte eine Pappel, der Gettenauer die Dorfkirche, der von Leihgestern horstet auf hohem Baum und der von Nidda kühnlich auf einem Hause am Marktplatz. Kein oberhessischer Storch fürchtet des Menschen Nähe; er weiß, daß er überall wohl⸗ elitten ist, daß ihn die Kinderwelt und die Alten im Früh⸗ Ang bei seiner Ankunft mit Jubel begrüßen. Und wenn die oberhessischen Störche im Herbst sich vor ihrer Abreise bei Echzell und Gambach im Horlofftale versammeln zum großen Fluge, dann begleitet sie ein ehrlich empfundenes„Wieder— sehen!“ R. H. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gefr. der Res. cand. phil. Willi Mo h r, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Offenbach.— Musk. Karl Armbruster, Inf.⸗Regt. 223, aus Offenbach.— Musk. Joh. Dum bach, 7. Bayr. Inf. Regt. Ers.⸗Res. Heinrich Beck, Res.⸗Inf.⸗Regt. 120, aus Offenbach. Unteroff, Richard Heck, Inf.⸗Regt. 221, aus Offenbach.— Unteroff. Karl Schönmann, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Musk. Peter Leonhard, Inf.⸗Regt. 223, aus Worms.— Res. Georg Schwind, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Vizefeldwebel Wilh. Schmitt, Inf.⸗Regt. 118, aus Heppenheim a. W.— Ers.⸗Res. Adolf Oppenheimer, Inf.⸗Regt. 224, aus Rohrbach.— Unter⸗ offizier Robert Reuning, Drag.⸗Regt. 23, aus Wallernhausen. Gefr. Otto Neumann, Pionierbat. 21, aus Rudingshain.— Gefr. Otto Schuch aus Friedberg.— Kriegsfreiw, stud. math. Heinz Eck, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Musk. Philipp Ger⸗ ne rt, Res.⸗Inf.⸗Regt. 49, aus Worms.— Oberleutn. d. L. Forst⸗ assessor Richard Kern, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, aus Darmstadt.— Gardefüs. Gustav Hinkel gus Bisses.— Ferd. Neukrath aus Wetzlar⸗Niedergirmes.— Grenadier Heinrich Diehl, Königin⸗ Elisabeth⸗Garde⸗Regt. 3, aus Ehringshausen(Dill).— Gefreiter Heinrich Förster, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Blasbach.— Musk. Willi Fetz, Inf.⸗Regt. 223, aus Worms.— Unteroff. Leonhard kob Weinmann, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Unter⸗ offizier d. Res. Reinh. Heinrich Gleiser aus Marburg.— Ers.⸗Res. Heinrich Schaefer, Res.⸗Inf.⸗Regt. 83, aus Caldern. Musk. Heinrich Hohmeier, Inf.⸗Regt. 118, aus Hemmen.— Res. Georg Dietrich, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, aus Angenrod.— Res. Karl Greb, Res.⸗Inf.⸗Regt. 87, aus Leusel.— Füs. Ernst ran z, Kaiser⸗Franz⸗Garde⸗Gren.⸗Regt. 2, aus. Steinbrücken.— tn. Lehramtsreferendar Dr. Adolf Traub, Inf.⸗Regt. 118, aus Heppenheim a. W.— Gefr. d. Res. Johs. Bermes, Inf.⸗ Regt. 118, aus Worms⸗Hochheim.— heel. Eduard Biehl aus Mainz.— Unteroff. Karl Schön mann, Inf.⸗Regt. 118, aus Worms.— Gren. Wilhelm Waechter, 4. Garde⸗Regt. z. F., aus Worms.— Musk. Otto Weick, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Worms.— Ers.⸗Res. Philipp Hahl, Ers.⸗Res.⸗Regt. 223, aus Worms ⸗Neuhausen.— Unteroff. Lehrer Heinrich Eckstein, Inf.⸗ Regt. 221, aus Darmstadt.— Kriegsfreiw. Friedrich Weicker, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, aus Malchen.— Unteroff. Stephan Weber, Ref. Inf. Regt. 83, aus Bürgel n.— Kriegsfreiw. Hans Wil⸗ lig, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Offenbach a. M:— Musk. Otto Raden, Inf. ⸗Regt. 116, aus Offenbach a. M.— Landwehrm. Karl Ludwig Theodor Stüber, Brig. ⸗Ersatzbat. 49, aus Offen⸗ bach.— Unteroff. Richard Heck, Inf.⸗Regt. 221, aus Offenbach. — Kanonier cand. chem. Paul Selver, Feldart.-Regt. 111, aus Darmstadt.— Kriegsfreiwilliger Peter Hartmann, Reserve⸗ Janfanterie Regiment 221, aus Darmstadt.— Adam Traut⸗ mann, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Daxmstadt.— Musk. Wilhelm Karl Appel, Inf.⸗Regt. 237, aus Lehnheim.— Offiz. Stellv. Wilhelm Müller, Inf.⸗Regt. 168, aus Merlau.— Musk. Her⸗ mann Scheld, Res.⸗Inf.⸗Regt. 224, aus Queckborn.— Kriegs⸗ freiw. Otto Oßwald, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, aus Wetzlar.— Gefr. Fritz Feuschele, Inf.⸗Regt 224, aus Oberndorf.— Musk. Wilhelm Reitz, Res.⸗Inf.⸗Regt. 80, aus Groß-Rechtenbach.— Ers.⸗Res. Karl Ludwig, Res.⸗Inf.-Regt. 223, aus Dirlammen. * * Gewitter gab es gestern im Laufe des Tages an allen Ecken, nur in Gießen und in der nächsten Umgebung wollte es immer noch nicht zu einem ausgiebigen Regen kommen. Den ganzen Nachmittag drohten wieder die Wol- ken, kamen aber nicht zur rechten Entladung. Der kurze Regen reichte nicht einmal hin, um den Gartenbesitzern das Gießen zu ersparen. Dagegen wird aus zahlreichen Orten der weiteren Umgegend reichlicher Regen gemeldet. Für heute stehen wieder strichweise Gewitter auf dem Wetter⸗ programm, von denen wir hoffentlich auch hier eines ab— bekommen. f. a 7 ** In der Aufschrift au eldppstsendungen an rb Truppenteile wird oft die Abkürzung „b“ für„bayrisch“ angewendet, was zu Unsicherheiten in der Lei⸗ tung der Sendungen Anlaß gibt. Es empfiehlt sich dringend, das Wort„bayrisch“ unverkürzt vor die Truppenbezeichnungen Regi⸗ ment, Division, Armeekorps zu setzen und zutreffendenfalls vor jede der genannten Truppenbezeichnungen, also„bayrisches Ar⸗ meekorps“,„bayrische Division“,„bayrisches Regiment“. * Die Brotmarken. In den Gießener Wirtschaf⸗ ten wird für di ge eine Maßregel eintreten, die in man⸗ chen deutschen Städten schon längst eingeführt ist: Der Ein- .. wird Brot nur mehr gegen Brotmar⸗ ken erhalten. Den Wirten wird vom Ausschuß für Mehl⸗ und Brotverteilung nur mehr soviel Brot über den Bedarf ihres eigenen Hausstands zugewiesen, als für den Fremden verkehr 9 Betracht kommt.— Am Samstag von 8—12 und 26 Uhr erfolgt die Ausgabe der neuen Brotmarken die Zeit vom 14.—27. Juni. * * 1 * Stadtsekretär Mosig dahier wurde unterm 9. ds. Mts. mit Majvrität zum Bürgermeister des Berliner Vorortes Königswusterhausen gewählt und wird demnächst in seinen neuen Wirkungskreis über⸗ siedeln. Herr Mosig war mehr als 15 Jahre bei der hiesigen Stadtverwaltung tätig und ist allseits als tüchtiger Be⸗ amter geschätzt und beliebt. Unsere Stadtverwaltung ver⸗ liert in ihm eine in der jetzigen Zeit wohl schwer zu er⸗ setzende Kraft. Außer in Gießen war Herr Mosig nament- lich in den Kreisen der hessischen Beamtenschaft als eifriger Verfechter moderner Beamtenfragen und als Schriftleiter der hessischen Beamtenzeitung eine belannte und Ach de Persönlichkeit.— Königswusterhausen ist eine idyllisch ge⸗ legene Gartenstadt an der Eisenbahnstrecke Berlin—Görlitz in herrlicher landschaftli Lage am Seengebiet der Dahme. Das rgewicht der dortigen Verwaltung liegt im Hin⸗ blick auf die Nähe Berlins auf Verkehrs⸗, Finanz⸗ und wirt⸗ schaftlichem Gebiet. Für das durch Pensionierung frei ge- wordene Bürgermeisteramt lagen 133 Bewerbungen vor, woraus 8 Herren zur engeren Wahl gestellt waren. * Konzert. Heute Freitag abend 7½ Uhr findet auf dem Landgraf ⸗Philipp⸗ Platz Konzert für die Soldaten der Zeughauskaserne von der Bataillonsmusik des Ers.Batl. Inf.Regts. 116 statt. J ießener Freilicht⸗Bühne. Die Aufflihrung des Singspiels:„Das Versprechen hinterm Herd“ und der Posse„Nur immer praktisch“ ist auf Sonntag, den 20. Juni, verschoben worden. Das Nähere erscheint im Laufe der kommenden Woche in der Zeitung. Ein fürsorglicher Landsturmmann. Vor einigen Tagen hinkte in einer Gefangenen-Abteilung ein Russe hinter seinen Schicksalsgefährten daher. Der beglei— tende Landsturmmann, ein waschechter Oberhesse, fand bald heraus, daß der Russe schlechte Stiefel trug. Er gab dem Gefangenen mit einem freundschaftlichen Rippenstoß den Rat:„Dou, wenn dou in de Barrack kimmst, sahste dem Wachthabende, dou mißt e poar naue Schou huh!“ Es muß mit Recht bezweifelt werden, ob der hinkende Russe dieses„Deutsch“ verstanden hat. * Das Ausklopfen von Teppichen. Berechtigte Klagen über erhebliche Belästigungen durch rücksichtsloses Teppich- Hopfen zu jeder Tageszeit, ins re auch in den frühen Morgen⸗ stunden, geben Veraulassung, darauf aufmerksam zu machen, daß das Ausklopfen von Teppichen usw. auf die Werktage von 8 bis 12 Uhr vormittags zu beschränken ist. Sollte dieser Hinweis wider Erwarten keine g finden, so wird die Polizei⸗ behörde Strafmaßnahmen zur Anwendung bringen. Der Straßenbahnunfall auf dem Bahnhofs⸗ vorplatz. Wie man uns zu dem in der gestrigen Nummer be⸗ richteten Unglücksfall mitteilt, soll auch der Führer des Straßen⸗ bahnwagens nicht unschuldig an dem Zusammenstoß gewesen sein. Wir geben diese nen wieder, um beide Auffassungen zu Worte kommen zu lassen. Mit der Klärung der Schuldfrage wird sich das Gericht zu beschäftigen haben. Landkreis Gießen. m. Lollar, 10. Juni. Wieder hat der Krieg zwei Opfer in der hiesigen Gemeinde gefordert. Die Musketiere Reservift Karl Riehm J. vom Reserve-Inf.⸗Rgt. Nr. 222 und Heinrich Pfaff im Res.-Inf.-Rgt. Nr. 224 12. Kompagnie, starben den Tod fürs Vaterland. Gestern nachmittag wurde Riehm hier zu Grabe ge- tragen. Ein zahlreiches Trauergesolge, der Veteranen- und Krieger⸗ verein„Ludwig zur Treue“, der Gesangverein„Liedertasel“ und die freiwillige Feuerwehr geleiteten den Verschiedenen zur letzten Ruhestätte. Die Gießener Garnison stellte die Landsturmkapelle, sowie eine Abteilung Landsturmleute, die ihm die letzten mili- tärischen Ehren erwiesen. 0 Kreis Büdingen. Büdingen, 9. Juni. Für die Kaiser-Wilhelm⸗ Spende deutscher Frauen gingen in hiesigem evang. De- kanate insgesamt 4030 Mk. ein. d Hainchen, 9. Juni. Gefreiter Henrich im Reserve- e Nr. 221 erhielt die Hessische Tapferkeits⸗ medaille. §Lißberg, 9. Juni. Der hiesige Kirchenvorsteher und Gemeinderat W. Mann IV. und Ehefrau seierten in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Kreis Lauterbach. O Aus dem Vogelsberg, 10. Juni. Ueber die ganze hiesige Gegend ist heute morgen gegen 3 Uhr ein starker Gewitterregen niedergegangen— ein Regen, wie ihn der Landmann ersehnte. Neues, frisches Leben ist erwacht, und man schaut mit frohem Auge auf die frischgetränkten Fluren. Kreis Schotten. n. Schotten, 10. Juni. An Stelle des Hoherodskopf— sestes, das in Friedenszeiten alljährlich am ersten Sonntage des Monats Juli kauf dem Hoherodskopf abgehalten wird, findet in diesem Jahre am 4. Juli die Ha uptversammlung des Gesamt- vereins vom Vogelsberger Höhenklub in dem Klubhause statt. Allerdings wird diese Versammlung nur den Charakter einer Arbeitstagung der Vertreter der einzelnen Zweigvereine tragen zur Erledigung der notwendigsten Vereinsgeschäste. Bobenhausen, 10. Juni. Wehrmann Karl M öser bei der 3. Mörserabteilung des Fuß-Art.⸗Regts. Nr. 7, erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille. Die gleiche Auszeichnung erhielt der im gleichen Regiment stehende Landwirt Georg Heil- mann aus König bei Erbach. Kreis Friedberg. Butzbach, 10. Juni. Heute mittag entluden sich mehrere schwerere Gewitter über unserer Gemarkung und brachten 77 Fluren den langersehnten ausgiebigen Regen. Der Blitz schlug an mehreren Stellen ein. In einem Hause zerstörte er die elektrische Leitung in der Küche und in einem anderen Hause be⸗ schädigte er den Schornstein. Starkenburg und Rheinhessen. m. Momberg, 11. Juni. Im Anwesen des Landwirts Gustav Kaufmann schlug der Blitz ins Wohnhaus, glück⸗ licherweise ohne zu zünden. Jedoch wurden mehrere Balken zersplittert, eine größere Anzahl Ziegel zertrümmert, sämt⸗ liche Bilder, die an der Wand, an welcher der Blitz herab⸗ gefahren, hingen, vollständig zerstört. Außerdem flog die Ofenkapsel von dem im unteren 5 1 Ofen, woselbst sich die Hausinsassen aufhielten, mit voller Wucht in die Wiege, aus welcher noch kurz vorher die Mutter ihr lleines Kind genommen. Infolge des Schreckens stürzten der Großvater und ein Enkel ohnmächtig zu Boden. 5 Hessen⸗Nassau: m. Kirchhain, 10. Juni. In der gestern abend statt- gefundenen Sitzung der Stadtverordnetenversamm⸗- bung wurde für den zur Fahne einberufenen Stadtverordneten H. Hohl der Stadtverordnete p. Thielemann I als Mitglied in die Verlosungskommission gewählt. Dem Magistratsbeschluß, sämt- lichen hiesigen eingezogenen Wehrpflichtigen, deren Einkommen durch die Einberufung fortgesallen ist, die Gemein desteuer vom Einkommen zu er la ssen, wurde zugestimmt. b. Vom Main, 10. Juni. Der Main hat destern drei Opfer gefordert. Im Frankfurter alten Floßhasen harg man die Leiche eines 12jährigen Knaben, dessen Persönlichkeit noch nicht sestgestellt werden konnte. Bei Lohr ertrank der 11jährige Sohn des Fuhrmannes Seubert und bei Sand der 27jährige un⸗ verheiratete Korbmacher Thalhäuser. X. Hanau, 10. Juni. Wir in der heutigen Stadtver⸗ ordnetensitzung mitgeteilt wurde, 125 der in Kassel ver⸗ storbene me rungsrat Professor Karl Alhard von Drach der Stadt Hanau zur Unterstützung von jungen Menschen, die in ihrem Berufe Tüchtiges leisten und sich in ihm besser aus⸗ bilden wollen, 12000 Mark vermacht. Die Unterstützung 8 fürchte allgemein einen *. e von Angehörigen gelehrter Berufe und von Staatsdienern ist aus⸗ geschlossen. Der Stifter hat bestimmt, daß folche junge Leute be⸗ vorzugt werden sollen, die eine Familienzugehörigkeit mit ihm nach⸗ weisen können. — Der Seekrieg 1914-1915. Schiffspost⸗ und Feld- 1 postbriese sowie andere Verichte von Mitkämpfern und Augenzeugen. Herausgegeben von Hermann Kirchhoff, Vize⸗Admiral 3. D. Leipzig, Hesse& Becker Verlag. 319 Seilen. Mit zahlreichen Bild- beigaben.— Das aufs beste ausgeflattete Buch gibt eine ganz vor- treffliche Uebersicht über die deutschen Kriegstaten zur See. Die einzelnen Abschnitte sind betitelt: Allgemeines. An Deutschlands Küsten— Der Kleinkrieg zur See in den heimischen Gewässern— Die Hochseeflotte in den heimischen Gewässern— Der Kreuzerkrieg in llebersee— In den Kolonien— An der Küste Belgiens— Der Seekrieg im Süden Europas. Sie werden eingeleitet durch ally gemeinverständliche Erläuterungen des bekannten Marineschrist⸗ stellers Vize-Admirals z. D. Hermann Kirchhoff. Dann solgen je⸗ weils Schissspost- und Feldpostbriese, die in ihrer lebendigen An⸗ 3 von keiner späteren Darstellung übertrossen werden önnen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Giezen. Unter dem Einfluß der gestern über Skandinavien und Mittel- europa lagernden Tie rucksurche gingen vielerorts Gewitter nieder. Diese Depression hat su weiter nordostwärts verlagert, während von Westen her hoher ruck nachfolgt, so daß wir zwar heute noch Gewitter, morgen jedoch wieder mit noch wolkigem, aber trockenem Wetter zu rechnen haben. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 12. Juni 1915: Wolkig bis heiter, trocken, warm, nordwestliche Winde, heute: Gewitterneigung. Letzte Nachrichten. Zwei englische Torpedoboote und ein Schoner versenkt. .(WTB) London. 11. Juni.(Nichtamtlich.) Die Ad⸗ miralität teilt mit, daß am 10. Juni frühmorgens die beiden Torpedoboote 10 und 12, welche an der Ostküste Englands operierten, durch ein Unterseeboot inden Grund gebohrt worden sind. Dreißig Mann von der Be⸗ satzung wurden gerettet und an Land gebracht. 5 (WTB.) Liverpool, 11. Juni.(Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus: Der britische Schoner „Expreß“ ist gestern durch ein deutsches Untersee⸗ boot inden Grund gebohrt worden. Drei Mann der Besatzung. sind durch einen dänischen Schoner nach Plymouth gebracht worden. * 5* Der Zustand der russischen Armee. i. Köln, 11. Juni. Die„Köln. Ztg.“ berichtet aus dem Kriegspressequartier: Unter den Gefangenen, die von Przemysl abgeführt wurden, befanden sich viele gan J unge veute, die mitten aus der Ausbildung an die Front ekommen waren und eine halbe Stunde im Schützengraben 5 1 egen hatten. Der Sturm auf Przemysl war ihre Feuertaufe. An⸗ dere Truppen waren drei Tage vorher aus dem Kaukasus ge⸗ kommen. Sie waren an den Stellungskampf ohne allzu viel Ar⸗ tilleriefeuer gewöhnt. Ihre Nerven waren vollständig zusammen⸗ ebrochen. Unter den gefangenen Offizieren sprach sich ein Stabsbberst sehr offen über die russischen Nie⸗ derlagen aus. Die tiefste Ursache sei die dem Großfürsten von allen Seiten abgeratene Karpathenschlacht. Dann sei die japanische Munition zu spät eingetroffen. Die ruffische Offensivkraft in Galizien hielt der Oberst bis zum Her b ste für lahmgelegt. Dann aber wären neue Heere bereit. Was am meisten end u in Rußland verbreite, seien die vollß ständig unbekannten Pläne Hindenburgs. Man be⸗ „Raid“ des Marschalls in das Herz Rußlands. Lemberg sei wirklich geräumt worden. 5 Verstimmung in Frankreich. Zürich, 11. Juni. Die Pariser Presse ist sehr ver⸗ 3 stimmt über die widersprechende Haltung der Balkanstagaten. Der„Temps“ freilich hofft noch, das Beispiel Italiens verbiete Rumänien, sich ohne Bedenken an die Seite der N Zentralmächte zu stellen. Das„Echo de Paris“ hat aber den Eindruck, daß Bratianu nicht geneigt sei, dem Vierver⸗ bande entgegenzukommen. Das Blatt schreibt, Rumänien dürfe keineswegs hoffen, ohne Krieg vom Vierverband„be⸗ dacht“ zu werden. Der Sonderberichterstatter des„ 8 de Paris“ in Sofia übersandte einen pessimistischen i 3 Er schreibt, Bulgarien habe keine Lust zum Kriege und denke nur an den Gewinn, den ein Zusammengehen mit Oesterreich-Ungarn und Deutschland ihm einbringe. Die Versprechungen des Dreiverbandes. Wien, 11. Juni. Wie das„Neue 8⸗Uhr⸗Blatt“ aus Sofia meldet, haben die—— des Dreiverbandes an Bul ga⸗ rien in Athen peinliche Ueberraschung hervorgerufen. Die Ver⸗ treter der griechischen Regierung haben in Rom, Paris und London und in Petersburg Protest dagegen erhoben, daß Bulgarien auf Kosten Griechenlands und Serbiens Gebietszusicherungen gemacht worden seien, für den Fall, daß Bulgarien seine Neutralität aufgebe. 1 Aus Bulgarien. 1 Sofia, 11. Juni. Der König besuchte gestern den M⸗ nisterpräsidenten Radoslawow in seiner Wohnung, wo er 5 eine Stunde verweilte. Man erblickt in diesem ig den Eindruck unveränderten vollsten Einverständnisses mit der Politik Wien, 11. Juni. Der Berichterstatter der„Reichspost“ des Ministerpräsidenten. meldet aus Sofia: Die Nachricht von der Einnahme von Prze⸗ mysl hat in allen Kreisen Sofias ungeheuren Ein⸗ druck gemacht. Die militärischen Kreise sprechen mit größter Be⸗ wunderung von den Leistungen der verbündeten Heere. Ein bulgarischer Offizier erklärte dem Korrespondenten der„Rei post wörtlich: Ich kann den Augenblick kaum erwarten, daß unsere tapfere Armre an der Seite österreichischen und deutschen Helden gegen unsere Feinde ins Feld ziehen wird.. Rumänien fordert Bessarabien? Budapest. 11 Juni.„A Nap“ meldet aus Athen: Grie⸗ chische Blätter veröffentlichen eine Erklärung des briti⸗ schen Gesandten in Athen, wonach Rumänien vom Vier⸗ verband Bessarabien fordert mit dem Hinweis darauf, daß die al⸗ leinige Besitzung der Donaumündung Rumänien zukomme. Die iechischen Blätter bemerken zu dieser Erklärung, daß sich Rumä⸗ nien also wahrscheinlich, was ihm am zweckmäßigsten erscheinen würde, an die Zentralmächte halten werde. Die„Lusitania“ vor Gericht. i. Köln, 11. Juni. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der schwei⸗ 5 zerischen Grenze: Die Pariser Blätter berichten aus London: Die Amtliche Untersuchung des Unterganges der„Lusitansa“ wird am nächsten Dienstag vor dem Seegericht beginnen. ————— die alte Freundin und Sie ist wieder da e rde 1 Hause tüchtig beim Hausputz, beim großen Reinmachen: Lubns Sesse Aut dem Felde der Ehre starben den Heldentod unsere lieben A. H. Adam Seibert Leutnant der Res. im Landw.-Regt. 116 Ritter des Eisernen Kreuzes, Vb. Heinrich Theiss Kriegsfreiw. im Res.-Inf.-Regt. 222, zul. Res.-Regt. 116. In tiefer Trauer: Die Math. Nat. Verbindung. H. Volk e 4943 Es war sein Wille, zu kämpfen für das Vaterland. Sein Wunsch ein frohes Wiedersehen. Todes-Anzeige. In treuer Pflichterfüllung für unser Vaterland starb den Heldentod am 7. Juni, morgens 3 Uhr, unser unvergess- licher innigstgeliebter Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Max Flach Kriegsfreiwilliger im aktiven Infanterie-Regiment„Kaiser Wilhelm“(II. Grossh. Hess. Nr. 116), Leibkompagnie im Alter von 19 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Flach, 492⁵ Bahnhofs verwalter. Lang-Göns, Homberg a. Ohm, Frankfurt a. M., 10. Juni 1915. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte Tochter, Schwester und Schwägerin U Maria Dern nach kurzem, aber schwerem Leiden im Alter von 22 Jahren zu sich zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Johs. Wilh. Dern Karl Reusch, z. Zt. im Felde Katharina Reusch, geb. Dern, und Kind. Lang-Göns, den 10. Juni 1915. 4928 Die Beerdigung findet Samstag mittag 1 Uhr statt. Vielen herzlichen Dank allen, die uns bei unserem schweren Verluste ihre Teilnahme bewiesen haben. Elise Becker, geb. Lange und Familie. Giessen, den 10. Juni 1915. 14922 FRITZ NOWACK eee Reizende Neuheiten in Erstlings- und Kinder- Kleidchen Germanenkittel, Orig. Dirndl- Kleidchen Grosse Spezial-Abteilung für Prxstlings- Ausstattungen Gesunde Abc laden Bauauen Tasel 45 Pig. Näbrsalz„ 35 Pfa. Bitter„ 50 Pfg. Mandel„ 40 Pfg. 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Jol Bahnhofs t. 51, Fernspr. 2982 1017 Täglich frisch gestoch. Spargel in bekannt. Güte v. morgens uor ab. W. HKankel. Neuen Bäue?, Telephon 612. HGpeisearfofdeh prima ausgelesene Ware empfieblt W. Hankel,(6 Telephon 612, Neuen Bäue? Ne e Aich amn 4, Auel. Samstag, den 12. Juni, abds. 9 Uhr, im Vereinslokal: Vortrag des Herrn A. Karnbach über: „Gahelsberger und der Weltkrieg“. Gäste können durch Mit— glieder eingeführt werden. een, 5 hiesigen Wirtschaften. Wir geben hiermit dem verebrlichen Publikum bekannt, daß für die Folge Brot in jeder Form den Einwohnern der Stadt Gießen einschließlich Militär in den hiesigen Wirtschaften nur gegen Jerabfolgung von Brolmarken verabreicht werden kann.* n Die den hiesigen Wirten bisher zugestandene Brotmenge ist von Großherzog. Bürgermeisterei, Ausschuß für Mehl und Brotverteilung, auf das Aeußerste beschränkt und ausdrücklich nur für Ortsfremde bestimmt worden. 8 Wir ersuchen unsere werten Gäste, uns bei dieser im vaterländischen Interesse aus Sparsamkeitsrücksichten getrossenen Maßnahme gefl. dadurch unterstützen zu wollen, Brot nur gegen Brotmarken zu verlangen. Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend, E. V. Frankfurter Hypothekenbank. Pfandbriefverlosung am 4. Juni 1915. Bei der am 4. Juni 1915 vor Notar stattgehabten Verlosung sind von unseren 3¼% Pfandbriefen der Serien 12, 13, 15, 19 und 4% Pfandbriefen der Serien 14, 16, 17 und 18 die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1915, mit welchem Tage die Verzinsung endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Serien und Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen.. Nr. 295 364 649 878 1154 1363 1434 1754 2080 2275 2581 2711 3069 3123 3400 3872 4335 4599 4915 4955 5233 5654 6583 6632 6646 6977 7107 7391 7452 7794 8348 8349 8375 8702 8716 8793 8834 8970 9067 9305 9992 10109 10113 10135 10988 11815 11866 12698 13699 13835 13866 13889 14551 15214 16262 16478 17290 17759 17914 18200 18220 18688 20475 20698 21029 21524 21588 21922 21976 22157 22160 22213 23063 23447 23586 23727 23808 25196 25586 25652 25791 26557 27540 27643 27921 28253 29085 29383 30057 30092 30615 31221 32193 32326 32341 32549 32967 33059 33324 33413 33427 33597 34014 34200 34204 34493 34720 35317 36131 36255 36556 36794 36828 37033 37606 37892 37957 38085 38402 38493 38631 38660 38817 39360 39738 39771 40948 41852 41894 41897 43210 43555 44206 44726 45124 45386 45785 45947 46122 46197 46611 46619 46812 46937 47120 49304 49800 50096 50331 50584 50589 51408 51555 51768 52672 52694 52705 52991 53326 53708 53935 53955 54482 54826 55349 60070 60721 61959 61995 62097 62768 62790 64282 65205 67078 68028 68534 68547 68602 69072 69312 69581 69648 69798 69813 70374 70383 70644 70963 71029 71121 71260 71478 71649 71747 71998 72336 72382 72453 72868 72954 73039 73974 74132 74141 74216 74598 74827 75254 75771 76595 77848 78784 78831 78941 79370 79878 80090 80376 80945 80975 81352 81906 82834 83361 83472 83558 83606 83839 83938 84991 85277 86007 87486 87790 87871 100512 100855 101699 101890 102121 102419 102588 102744 102766 120126 120527 120545 120546 122380 122839 122876 123279 123313 124064 124520 124990 125189 125889 126110 126512 127156 127572 127762 128137 129315 129350 130850 130873 131097 131222 131477 132810 132886 133150 133790 134082 135017 136079 137173 138339 138340 138983 139372 140160 141909 142832 142871 143481 143650 144702 144706 144890 145310 145419 145871 146472 146573 147635 148037 149737 150002 150793 151238 151313 151865 152003 153911 153946 155245 156620 156738 156895 158258 158742 159407 159666 159888 160189 161278 161499 161887 161994 163466 166143 166187 167061 167252 167401 167488 167757 168064 168095 168096 168143 169032 169367 169456 180103 180167 180290 180415 180587 200063 200125 200129 200502 200751 200924 200932 201090 202640 202661 202908 204389 204681 205044 205258 205817 205925 206287. Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober 1915 ab. Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oktober 1915 zur Einlösung gelangen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1915 ab bis auf weiteres ein 2% iger Depositalzins vergütet. Aus früheren Verlosungen sind noch rückständig: 4927 41409 45609 47680 52644 54684 63629 69345 71119 72537 75126 Ser. 12, Lit. N Nr. 5485 Ser. 17, Lit. O Nr. 127147 202846 „„„ O„ 7561 16534„ . e eee„„„ R„ 201168 202846 1 11 17 2 7 16214 7 5 17 2* 163839 Ser. 13, Lit. PNr. 73082 Ser. 18, Lit. NNr. 133808 153281 „„„R„ 23558 27564 156367 „„5 Ser. 14, Lit. N Nr. 37170 51560„„„2„ 130662 131017 „„n„ eee Ser. 19, Lit. O Nr. 143608 „„„R„ 31797 37170 39124]„„„P„ 143608 1** 7 2 U 33099 42185 1„„ R„ 140074 Ser. 15, Lit. P Nr. 86583„ Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kasse, auswärts bei denjenigen Bankhäusern, die sich mit dem Verkauf unserer Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen beschäftigen, inbesondere in Gießen bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen. 8 Ebendaselbst wird auf Wunsch der Umtausch der verlosten Pfandbriefe gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit ausgeben, zu dem jeweiligen Abgabekurs besorgt. Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich sind, können an unserer Kasse sowie bei unseren Einlösungsstellen bezogen werden.. Ebenso übernehmen wir kostenfrei die Verwahrung von Pfandbriefen, Kommunal-Obligationen und Aktien unserer Bank in offenem Depot. Frankfurt a. M., den 4. Juni 1915. 1 Frankfurter Hypothekenbank. eee e lla oss Achtung! D Achtung! Sänerlinge, u Großer Spargelverkauf große Sendung morgen auf dem Brand von 25 bis 50 Pf ver Pfund, 6 billigst. 103100 A. Hammel. uswa 49%] Der Vorstand. U 9 een eee 0 2 4 Betrifft: Brotabgabe in den 38376 1 sowie seinste Erdbeeren und alle Gemüse! Jeldpost 1 1 große f N