— Beilagen: viermal wöchenklich Gietzener Kamiliendlätter; 6 für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche 11010 en rnsprech-Anschlüsse: die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. me von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 165. Jahrgang jährl. Mk. 2.20; Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschi. Bestellg. Zeilenpreis: loxal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Mittwoch, 9. Juni 1015 Bezugsprei⸗ monatl. 75 Pf., viertel- durch Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. Neue Fortschritte südlich von Lemberg. Erfolge der Türken an der Dardanellenfront. (WTB.) Großes Hauptquartier, (Amtlich.) N Westlicher Kriegsschauplatz. Am Osthang der Lorettohöhe scheiterte ein feind— licher Angriff gänzlich. Von weiteren Angriffsversuchen sahen die Franzosen ab. Auch südlich von Neuville wurde durch unser Artilleriefeuer ein feindlicher Angriff niedergehalten. 0 In Gegend südöstlich Hebuterne dauert der Kampf noch an. Der Angriff nordwestlich von Soissons bei Moulins⸗ sous⸗tous⸗vents ist durch unsern Gegenangriff zum Stehen gebracht. Bei Ville ⸗-aur⸗bois nordwestlich von Berry⸗ au⸗bac erlitt der Feind bei einem erfolglosen Versuche, feine im Mai verlorene Stellung zurückzuerobern, starke Verluste. sen Douai wurde ein feindliches Flugzeug herunter⸗ ossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Unsere Angriffsbewegungen in Gegend Sz a wle und öst⸗ lich der Dubissa nehmen ihren Fortgang. Südwestlich von Plock wurde ein feindliches Kampfflugzeug zum Landen gezwungen und erbeutet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich von Przemysl ist die Lage im allgemeinen unverändert. Die Zahl der von der Armee Mackensen seit . Gefangenen beläuft sich auf über Auf den Höhen von Nowoszyn, nordöstlich von Zu⸗ rabno, haben die Truppen des Generals v. Lin⸗ singen den Feind erneut geschlagen. Die Ver⸗ folgung gelangte bis zur Linie Bukaczowce— südlich von Hrehorow— südlich von Molodynce. 5 a Südlich des Dujestr haben wir den Liwka⸗Ab⸗ schnitt überschritten und erreichten Myslow böstlich von Lalusz), Wojnilow. Seredno, Kologziesow. Die Beute des Tages beläuft sich auf 2400 Gefangene, vier Ge⸗ schütze, 12 Maschinengewehre. Oberste Heeresleitung. 8. Juni. Die Lage in Ostgalizien ist äußerst spannend, aber es erscheint uns müßig, Betrachtungen darüber anzustellen, wie das strategische Vorgehen sich nunmehr entwickeln könnte. Wir wisseu nichts über die Stärke der dort auf beiden Seiten kämpfenden Truppen, wir wissen nur erfahrungsgemäß, daß die deutschen und österreichisch-ungarischen Angreifer die überlegene Offensivgewalt haben. In den letzten Tagen hat die Armee Linsingen auffallende Bewegungen nach Osten ein— geleitet, und man weiß daher nicht, ob zunächst östlich von Przemysl oder aber südöstlich von Lemberg die weitere große Entscheidung fallen wird. Erfreulich ist es, daß die Russen am Pruth auf unüberwindlichen Widerstand unserer Bundes— genossen gestoßen sind; die Armee Linsingen oder Teile davon drohen bereits den im Süden kämpfenden Russen den Rückzug abzuschneiden. Man darf neben diesen weltgeschichtlich alles überragen— den Ereignissen die kleinen Schläge nicht unterschätzen, die den Feinden zur gleichen Zeit versetzt worden sind. Im Osten hat Hindenburg durch Kleingefechte den Gegner ständig ge⸗ schwächt und seine zahlenmäßig wohl überlegenen Kräfte fest— gehalten. Die Italiener haben noch immer keinen großen Angriff gewagt, und es spricht für den guten Geist unserer Verbündeten, daß ihre Streitkräfte zur Luft am Dienstag kühne Unternehmungen gewagt und ein italienisches Luftschiff vernichtet, sowie Venedig erfolgreich mit Bomben beworfen haben, soweit dort völkerrechtlich zulässige Angriffs- punkte sich darboten. Am erfreulichsten von allen die- sen Vorgängen zweiten Ranges ist aber die helden⸗ mütige Verteidigung der Dardanellen, die den Eng⸗ ländern und ihren Helfern immer von neuem blutige Lehren erteilt! Vielleicht kann man diesen Schlachten mit Churchill sogar erstklassige Bedeutung einräumen, allerdings in einem etwas anderen Sinne, als der abgesägte englische Lord der Admiralität es meinte. In seiner neuesten Rede, in der er den baldigen„triumphierenden Sieg“ ver- kündete, sagte der ewige— Redner, dem Ziel ständen nur einiges Gestrüpp und einige Hügelketten entgegen. Der Träumer! Er ist selbst nicht im Gefecht gewesen, und trotz seiner prosaischen Natur ergeht er sich in einer gaukelnden Welt des schönen Scheins. Bald wird für seine Phantasie ein kleiner Raum genug“ sein,„wenn Glück auf Glück im Zeitenstrudel scheitert“. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Juni 1915, mittags: Im Pruth⸗ und Dujestr⸗Gebiet setzten die ver— bündeten Truppen gestern den Angriff über Lanczyn, Nad⸗ worna und Kalußz fort, drängten den Feind gegen Stansslau und Halicz zurück, breiteten sich auf dem linken Dujestr⸗Ufer Istlich und nördlich Zurawno beiter aus und nahmen wieder 36200 Russen gefangen. Sonst ist die Lage im Norden unverändert. Im Küstenlande bereitet der Feind anscheinend einen allgemeinen Angriff auf unsere Stellungen am Jsonzo vor. Seine bisherigen vereinzelten Vorstöße bei Gradiska und Sagrado wurden blutig abgewiesen. 3 Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hält das erfolglose Artilleriefeuer der Italiener an. Eine Alpini⸗ Abteilung, die den Monte Piano(südlich Landro) besetzt hatte wurde von unseren Truppen vertrieben. Die Gegend von Ala ist von plündernden Garibaldianern heimgesucht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ presseguartier wird gemeldet: Ein österreichisch-ungari⸗ sches Nachrichten⸗Detachement unter dem Kommando des Fähnrichs Kerekes mit dem Finanzwachoberaufseher Roßmann und 30 Mann hat gestern vormittag bei Cra Meledie südwestlich der Straniger Spitz einen von 20 Mann des Alpini⸗ Regiments Nr. 2 besetzten Schützengraben er⸗ stünr mut, den flüchtenden Feind verfolgt und etwa 15 Mann ge⸗ tötet oder verwundet. Sie steckte eine mit Vorräten gefüllte Hütte in Brand und zerstörte die feindlichen Deckungen. Das Detache⸗ ment rückte sodann wieder ein und wurde aus mehreren Richtungen vom Gegner beschossen. Unsere Verluste sind: Ein Mann leicht ver⸗ wundet, einer abgängig. Der Fähnrich Kerekes und der Ober— aufseher Roßmann sind sofort ausgezeichnet worden. Die Räumung von Lemberg. Berlin, 9. Juni. Die Bukarester russenfeindlichen Blätter berichten laut„Kölnischer Zeitung“, der russische Generalstab habe die Räumung von Lemberg befohlen. Die Besetzung der Stadt durch deutsche und österreichische Trup⸗ pen stehe bevor. Budapest, 9. Juni. Die Offensive der Armee Linsin⸗ gen schreitet kraftvoll vorwärts. Diese Armee hat am nördlichen Ufer des Dujestr Raum gewonnen und Mistridaffn ive, welcher sich auch die in den bei den Tälern der Pistrizaflüsse operierenden österreichisch-ungarischen Truppen angeschlossen haben, vorgetragen. Russische Niedertracht in Przemyfl. Berlin, 9. Juni. Ein neuer Aktus russischer Niedertracht aus Przemysl wird jetzt bekannt: Wie der Kriegsberichterstatter der „Nationalzeitung“ mitteilt, versammelten die Russen, als sie noch die Herren von Przemysl waren, 12000 Bürger der Stadt. Da⸗ von wurden 6000 als Geiseln nach Rußland gebracht. Ein Beschluß des rumänischen Ministerrats. Zürich, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Zürcher Zeitung“ meldet aus Mailand: Ein am 2. Juni in Bukarest aufgegebenes Telegramm an den„Secolo“, das am 7. Juni eintraf, besagt: Der rumänische Minister⸗ rat hat beschlossen, weiter in der Neutralität zu verharren. Rußlands Angebot ist unannehmbar. Venedig mit Bomben beworfen. Wien, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Marineflugzeug„L 47“, Führer Fre⸗ gattenleutnant Banfield, Beobachter Seekadett v. Strobel, hat heute morgen Venedig und zwar die Ballonhalle Mu- rano, Campalto, sowie feindliche Zerstörer erfolgreich mit Bomben belegt und einige Brände erzeugt, sowie Zelt— lager mit Maschinengewehr beschossen. Flottenkommando. Ein italienisches Marineluftschiff vernichtet. Wien, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Feindliches Luftschiff„Citta di Ferrara“ auf Rückfahrt von Fiume heute früh 6 Uhr von dem Marine-Flugzeug„L 48“, Führer Linienschiffsleutnant Gla— sing, Beobachter Seekadett v. Fritsch, südwestlich Lussin in Brand geschossen und vernichtet. Zwei Offiziere, fünf Mann der Besatzung gefangen. Flottenkommando. Berlin, 9. Juni. Den österreichischen Marine-⸗ sliegern ist es zum ersten Male gelungen, ein Luftschiff zur Strecke zu bringen, so schreibt die„Vossische Zeitung“. Es heißt dann weiter: Unsere deutschen Luftschiffe sind sowohl auf ihren Flügen nach England als auch bei ihren Angriffen auf Calais, Paris usw. wiederholt von Fliegern unserer Gegner angegriffen worden. Weder Engländern noch Franzosen ist es gelungen, einen unserer Zeppeline zu vernichten. Diese schüttelten feindliche Flie⸗ ger stets leicht ab und erreichten den 100 Kilometer entfernten Heimathafen sicher. Jetzt hat zum ersten Male in der Geschichte dieses Krieges das Flugzeug über ein Luftschiff triumphiert. Der italienische Bericht. Rom, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Bericht des Ober⸗ ommandos. Während des 6. und 7. Juni rückten unsere Truppen an der ganzen Grenze vor, indem sie vegelmäßig die wichtigsten Stellungen jenseits der Grenze einnahmen und auf leichten Wider⸗ stand stießen. Während auf den wohlbekannten Plateaus von Lavarone-Folgaria ein hartnäckiger Kampf andauerte, setzte die Artillerie ihre Aktion auf der ganzen Isonzolinie von Caporetto bis zum Meere fort. Sie macht es Tag und Nacht unmöglich, mit dem Feinde Fühlung zu nehmen. Starke Gruppen, welche unter dem Schutze der mächtigen Artillerie vorrückten, er⸗ reichten diese wichtige Flußlinie, um sich dort festzusetzen. Sie stellte sich an den zum Ueberschreiten des Wasserlaufes geeiguetsten Stellen auf und errichteten Brückenköpfe, um das Ufer zu be⸗ herrschen und den Uebergang zu überwachen. Ro m, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Das Oberkommando teilt mit: In den Hochtälern jen⸗ seits der Berge von Karfreit setzten unsere Truppen die harten Kämpfe vom 4., 5. und 6. Juni fort. Sie stehen seindlichen Slellungen gegenüber, die auf hohen Abhängen eingerichtet sind. Unsere Truppen faßten an beiden Ufern des Isonzo festen Fuß und bedrohen ernstlich Tol mein. Am Unterlaufe des Isonzo schlugen starke Abteilungen unserer Truppen nach glän⸗ zenden Erkundungen durch Kavallerie im Angesicht des Feindes Brücken über den Fluß. Sie gingen sodann auf das östliche Ufer über, wo sie im Begriffe sind, sich zu befestigen. Wir suchen am Isonzo sowie an den anderen Fronten für einen kräftigen Vor⸗ stoß die notwendige Bewegungsfreiheit für den Tag zu erzielen, an dem die Verwendung von Massen beschlossen wird. Unsere Ver⸗ luste sind verhältnismäßig leicht. Unsere Truppen feierten gestern ein Nationalfest, indem sie bereitwillig und mit Begeisterung dem ständig unter ihnen weilenden Herrscher ihre Arbeitslust, Opferfreudigkeit und das Schauspiel ihrer vaterländischen Gesin⸗ nung darboten.. Cadorna. Berlin, 9. Juni. Ueber vergebliche italienische Vorstoßversuche heißt es in der„Deutschen Tageszeitung“ aus Wien: Unsere ehemaligen Bundesgenossen befinden sich noch allerorten jenseits der Stacheldrahtverhaue, die wir gegen Italien vorsichtshalber an unserer Südwestfront ge⸗ zogen haben. Einer italienischen Vorpostenkompagnie, die in Tirol und in Friaul in unsere Stellungen gelangt war, wurde übel mit⸗ gespielt. Hierbei wurden von uns auch Gefangene gemacht. Die Spionenfsurcht in Italien. g Berlin, 9. Juni. Die Spionenfurcht in Italien nimmt immer noch zu.„Secolo“ warnt, laut„Vossischer Zeitung“, sogar vor den deutschen Schulkindern und verlangt polizeiliche Aufsicht über sie. In Ancona wurden zwei Ballerinen verhaftet, die im Hutfutter verdächtige 1 sollen. Ein Blatt tigen Artikel, weil in Turin ein Konzert stattfand. Berlin, 9. Juni. Der Mailänder soʒialistische „Avanti“ legte Einspruch ein gegen den Feldzug der Nationalisten und gegen die Hetze gegen deutsche und österreichische Staatsangehörige. Das Blatt sagt: Der Haß gegen die anderen Völker sei durchaus nicht notwendig, um den Krieg für das eigene Land kräftig 8¹ führen. Noch vor drei Wochen sei das heutige Geschimpfe auf die Deutschen unmöglich gewesen und wahrscheinlich als Blödsinn bezeichnet worden. ** die Mämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Ansicht gut unterrichteter militärischer Kreise hat der letzte Erfolg der türkischen Truppen gegen die Engländer und Franzosen bei Sedd⸗ül-Bahr eine besondere Bedeutung. Denn die Kämpfe vom 4. bis 6. Juni waren die heftigsten und umfangreichsten seit der Ausschiffung der Engländer und Franzosen am 25. April. Nachdem diese an mehreren vorangehenden Tagen Verstärkungen erhielten, die auf 15000 Mann geschätzt werden, scheinen sie den Plan gefaßt zu haben, um jeden Preis die türkischen Linien zu durchbrechen, um aus der schwierigen Lage herauszukommen, in die sie geraten sind, seitdem ihre Schiffe aus Furcht vor Unterseebooten sich in größerer Ent⸗ fernung halten. Die Schlacht war sehr erbittert. Die Eng⸗ länder und Franzosen wurden am ersten Tage von vier Panzerschiffen unterstützt, die sich jedoch in der Folge zurückzogen. Die Türken verrichteten Wunder an Tapfer⸗ keit. Es ist ihnen schließlich gelungen, die Engländer und Franzosen zurückzutreiben, indem sie ihnen sehr be⸗ trächtliche Verluste beibrachten, deren Zahl natürlich nicht genau angegeben werden kann. Gestern und heute herrschte Ruhe auf der Dardanellenfront. Feindliche Schiffe ließen sich 95 5 nicht sehen.„Tanin“ hebt die Bedeutung der . m deutsc Ergebnisse der Kämpfe vom 12. April bis 6. Juni hervor und sagt:„Die Helden, die die Dardanellen verteidigen, schworen, nicht einen Zoll breit Landes dem Feinde zu üder⸗ lassen. Es bleibt den Engländern nur eines übrig, sich aus dem Staube zu machen.“ Konstantinopel, 8. Juni. Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront fand gestern keine bedeuten⸗ dere Kampfhandlung statt. Bei Ari Burnu zerstörte geftern morgen unsere Artillerie einen feindlichen Beobach⸗ tungsposten. Unsere Batterien an der anatolischen Küste der Meerenge beschossen gestern wieder wirkungsvoll die Ar⸗ tillerie des Feindes, seine Lager im Abschnitte von Sedd⸗ ül⸗Bahr und Transportschiffe. An Bord eines Trans- portschiffes, das von unseren Granaten getroffen wurde, brach ein Brand aus, es legte sich auf die Seite und sank. Die anderen Transportschiffe verließen, von unserem Feuer eingeschüchtert, schleunigst ihren Ankergrund.— An den an⸗ deren Fronten nichts von Bedeutung. Konstantinopel, 9. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Telegrammen von den Dardanellen hätten die Engländer und Franzosen in den Kämpfen bei Ari Bur nu bringt einen hef⸗ * licher Schützengräben, Häuser und Mühlen gemeldet werde. Aber nur selten finde man bein Eingeständnis französischer Verluste. All⸗ 5 0 erkenne die Oeffentlichkeit, daß die französischen Ver⸗ luste schwer 5 selben Fleck stehe wie im November. Durch solches Verfahren werde man endlich erreichen, daß kein Mensch mehr ein . Paris“ erklärt General Cherfils, daß der Alkohol- besonders der Kriegsminister müssen die allerschärfsten Arbeitsministeriums teilt die Ergebnisse der amt⸗ fährt die„Köln. Volksztg.“ von einer Persönlichkeit, die in der Eine ganze Anzahl Bomben ist im östlichen Stadtteil, unweit der pool-Street 3 Häusser zertrümmert. Besonders schwer wurde die Gegend um die Broadstreet und Liverpool Street-Station mit⸗ genommen über ein breites Schienenfeld führt, zerstört wurde, ist durch im der Nacht vom 5. zum 6. Juni über 2000 Tote gehabt. Ihre Verluste in den letzten Kämpfen im Abschnitt von Sedd⸗ül⸗Bahr sind noch bei weitem höher. Berlin, 9. Juni. Nach einer Meldung der„Voss. Ztg.“ aus Mythilene haben die transatlantischen Dampfer „Mauretania“ und„Transsylvania“ in der Bucht von Mu- dros 15000 Mann frische Truppen gelandet, die morgen nach Gallipoli weitergehen werden. Dundee, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Ch urchill sagte in seiner Rede am 5. Juni: Die vier Jahre seiner Ver⸗ waltung der Admiralität waren die wichtigste Periode der See⸗ geschichte Englands. In den Kämpfen an den Dardanellen müsse man große Verluste erwarten. Aber die Armee und Flotte seien, nur durch wenige Meilen von Gestrüpp und einige Hügel vor dem Siege getrennt, wie man einen solchen in diesem Kriege noch nicht gesehen habe, der die Vernichtung des feindlichen Reiches, die Vernichtung des Heeres und der Flotte des Feindes und den Fall der weltberühmten Hauptstadt herbeiführen werde. Durch die Engen der Dardanellen und die Hügel der Gallipoli-Halbinsel führe der sicherste Weg zu einem triumphierenden Frie⸗ den. Die Seekämpfe an den Dardanellen würden von der über⸗ schüssigen Flotte geführt, die sonst untätig in den südenglischen Häfen läge. Die große Zahl alter Schiffe, aus der sie bestehe, würde jedenfalls vor Jahresschluß ausrangiert werden, da ihre Beman nungen gebraucht würden, um die bis dahin fertigen neuen Schiffe u bemannen. Die Bedeutung der Verluste solcher alten Schiffe 3 leicht übertrieben werden. Churchill wandte sich dann gegen die Kritik der Presse. Angriffe auf Minister und Heerführer dürf⸗ ten nicht gestattet werden. Die allgemeine Wehrpflicht sei mindestens jetzt noch nicht notwendig. Es wäre auch unmöglich, die unter Wehrpflicht ausgehobenen Soldaten auszu⸗ rüsten; dagegen sei die industrielle Organisation der Nation not— wendig. Aus Frankreich. Berlin, 9. Juni. Die Preise für Lebensmittel in Frankreich steigen, wie verschiedene Morgenblätter melden, an⸗ dauernd. Fleisch ist in den letzten Monaten um 30 vom Hundert teurer geworden. Die Regierung hat deshalb be⸗ schlossen, Gefrierfleisch von Australien einzuführen. Vorläufig wurden Kontrakte über die Einfuhr von 120 000 Tonnen abgeschlossen. N Hervé über die französische Zensur. Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) In einem „Das Recht auf Wahrheit“ überschriebenen Artikel tritt Hervé in der„Guerre Soziale“ gegen die Art auf, wie das französische Publikum über die Er⸗ eignisse unterrichtet wird. Er bedauert, daß die Zensur nur Günstiges für die Alliierten und Ungünstiges für die Zentralmächte zulasse, besonders aber, daß der Ab⸗ druck der deutschen, österreichisch-ungarischen und türkischen Tagesberichte untersagt sei. Man hätte sonst vermeiden können, daß der Fall von Przemysl Ueberraschung und große Bestürzung hervorrief. Er könne nur die Achsel zucken, wenn er sehe, wie die französischen Agenturen phantastische deutsche Verlustziffern veröffentlichen, wenn er dem gegenüberstelle, daß seit Krie bruch die französischen Verluste systema⸗ tisch verheimlicht würden. Ein großer Fehler sei auch die Abfassung der französischen amtlichen Berichte. Es ver⸗ gehe kaum ein Tag, wo nicht eine schwere Schlappe der Deutschen, die Gefangennahme zahlreicher Deutscher, die Eroberung feind⸗ sein müßten und daß man ungefähr auf dem⸗ 1 der amtlichen Berichte glaube und daß das Vertrauen französischen Volkes getötet werde. ueble Zustände hinter der französischen Front. Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im„Echo de genuß hinter der Front einen erschreckenden Umfang an⸗ enommen hat. In den Garnisonstädten 5 5 die fés und Schankwirtschaften ungeahnte Einnahmen. Aus⸗ schreitungen und Unsittlichkeit halten mit der Trunksucht gleichen Schritt. An der Front selbst ist diesem Mißstande zwar Einhalt geboten, aber die Regierung und Maßnahmen ergreifen, um hinter der Front diesem Uebel⸗ stande, welcher die besten Kräfte der Nation aufzehrt, schleu⸗ nigst abzuhelfen. 5 Handel und Wandel in Frankreich. Paris, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Eine Note des lichen Untersuchung über die Tätigkeit der kom⸗ merziellen und industriellen Unternehmun⸗ gen Frankreichs nach den acht Kriegsmonaten mit. Die Untersuchung erstreckte sich auf 22 610 Unternehmungen, die in normalen Zeiten 1097670 Arbeiter beschäftigt— a August 1914 waren infolge der Mobilmachung nur Prozent der Unternehmungen in Betrieb; ihre Anzahl stieg nacheinander im Oktober auf 58, im Januar auf 69 und erreichte endlich im Juni 77 Prozent. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten betrug im August 34 Prozent, stieg im Oktober auf 44, im Januar auf 59 und erreichte am 1. Juni 65 Prozent. Am 1. Juni waren in der Tat 21 209 Unternehmungen in Betrieb, die 713 166 Arbeiter beschäftigten. Die Besserung war also beträchtlich und anhaltend. *** Der Zeppelin⸗Besuch in London. i. Köln, 9. Juni. Zu dem Zeppelin⸗Besuch über London er⸗ Nacht des Besuches in London weilte, daß nicht nur die Vororte, sondern auch London selbst mit Bomben belegt wurde. gesamten London-Docks niedergegangen. Eine Bombe hat in Liver⸗ Da die dort befindliche Eisenbahnbrücke, die polizeiliche Absperrung der Zutritt zu dieset Gegend auf mehrere Tage unterbunden. Die vom Abend bis zum andern Mittag an⸗ dauernden Brände verursachten großen Schaden. Fleischnot in England. London, 8. Juni.(Win Nichtamtlich.) Die Fleisch⸗ vorräte am Smithfieldmarkte waren in der letzten Woche 8 Aus dem englischen Unterhause. London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ hause hat Asquith, der unter lautem Beifall seinen Sitz neben Bonar Law auf der Regierungsbank einnahm, eine kurze Erklärung abgegeben, in welcher er Italiens Beitritt zur Sache der Alliierten bewillkommnete. Ita⸗ lien sei einer der Schützer der liberalen Traditionen in Europa und pflege andere höhere Ideale, als diejenigen einer Gewaltherrschaft. Wir begrüßen seine tapferen Sol⸗ daten und Seeleute als Kameraden in einem Kampfe, von welchem die Freiheit der Welt abhänge. 1 * Der Seekrieg. London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ nicle“ gibt die Zahl der bis Ende der Woche von deutschen Unterseebooten zerstörten Schiffe auf 21 an. Das Blatt führt noch folgende Schiffe an:„Jona“ aus Dundee,„Inkum“ aus Liverpool, Schooner„George and Mary“ aus Glasgow und die Fischdampfer„Ed. Hamay“ aus Peterhead und„Bardolph“ aus Hull, ferner den belgischen Fischdampfer„Delta“, den dänkschen Schooner„Salvador“ und den französischen Dampfer„Penfeld“. London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyd meldet aus Margate, daß der belgische Dampfer„Monapier“ gestern abend von einem deutschen Unterseeboot torpe⸗ diert wurde. Der zweite Offizier, der zweite Maschinist und 6 Mann der Besatzung landeten in Margate. Der Kapi⸗ tän, dessen Frau und Tochter, der erste Offizier, der Lotse und 12 Mann der Besatzung werden vermißt. Das Schiff sank in einer halben Minute. London, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein deutsches Unterseeboot hat in der Irischen See den norwegischen Dampfer „Trudveng“ versenkt. Aus Spanien. Berlin, 9. Juni. Der„Nowoje Wremja“ zufolge schilderte, wie dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus Stockholm gemeldet wird, der spanische Gesandte in Petersburg in spanischen Zeitungen die glänzende Lage Deutschlands. Deutsch⸗ land siege, während seine Feinde erschlafften. In Spanien habe man die Ueberzeugung von Deutschlands Unbesiegbarkeit gegenüber jeder feindlichen Allianz. Der Untergang der„Lusitania“ habe keine Entrüstung hervorgerufen. Mißtrauen herrsche gegen Ver⸗ sprechungen marokkanischen Gebietszuwachses seitens des Drei⸗ verbandes, weil im spanisch-amerikanischen Kriege niemand Spa⸗ nien geholfen habe. f Aus dem Reiche. Das Wesen der Kriegsgetreide-Gesellschaft. Es besteht in weiten Kreisen des Volkes noch immer die irr⸗ tümliche Auffassung, die K.⸗G. sei eine Erwerbsge⸗ sellschaft. Diese Auffassung hat dazu beigetragen, in manchen Kreisen eine gewisse Mißstimmung gegen die K.-G. zu erzeugen, be⸗ sonders in denjenigen Erwerbsständen, die sich durch einzelne not⸗ wendige Maßregeln der K.-G. in ihren Sonderinteressen geschä⸗ digt fühlen. Die K.⸗G. hat solche Maßnahmen nicht immer ver⸗ meiden können, wenn sie ihr Ziel, die Ernährung des Heeres und der Zivilbevölkerung bis über die neue Ernte hinaus sicher zu stellen, erreichen wollte. Bei der großen Opferwilligkeit der Nation würden diese, einigen Berufsschichten zugemuteten Mißhelligkeiten sicherlich gern und willig hingenommen, wenn das Wesen und die Aufgaben der K.⸗G. überall bekannt wären. 8 Der leichteren kaufmännischen Beweglichkeit wegen hat man die K.-G. allerdings in die Form einer Gesellschaft mit beschränk⸗ ter Haftung eingekleidet; eine Erwerbsgesellschaft ist sie aber nicht. Sie arbeitet ausschließlich gemeinnützig im Interesse des deutschen Volkes. Ihre Gesellschafter erhalten nur eine Verzinsung ihres Kapitals mit 5 Proz. Im Einverständnis mit allen Reichs⸗ und Staatsbehörden sucht sie ohne Gewinn und Verlust abzu⸗ schließen. Sollte sich ein Ueberschuß ergeben, fällt er satzungs⸗ gemäß zugunsten der Kriegs- und Hinterbliebenenfürsorge dem Reiche zu. Die Gemeinnützigkeit ergibt sich sowohl aus der Art der Gesel after, wie der Personen in der Verwaltung. Gesellschafter der K.-G. sind die nachfolgenden Bundesstaaten: Preußen, Bayern, Baden, Sachsen, Mecklenburg⸗Schwerin, Hes⸗ sen, Württemberg, Braunschweig, Elsaß⸗Lothringen. Ferner: 48 deutsche Großstädte und einige großgewerbliche Unternehmungen, wie Friedr. Krupp A. ⸗G., einigte Köln-Rottweiler Pulver- fabriken, Rheinisch⸗Westfälisches Kohlensyndikat usw. An der Spitze der Verwaltung steht der Reichskommissar zur Ausführung der Bundesratsverordnung vom 25. Januar, der Unterstaatssekretär im Königl. Preuß. Finanzministerium, Wirk⸗ licher Geheimer Ober-Finanzrat Dr. Michaelis, zu Berlin. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Ober⸗ bürgermeister der Stadt Berlin, Exzellenz Wermuth. Durch die Bundesratsverordnung vom 25. Januar wurde der K.⸗G. die Auf⸗ gabe zugewiesen, das im ganzen Lande beschlagnahmte Getreide von den Landwirten zu den Mühlen zu bringen, es vermahlen zu lassen und das Mehl dem Verbrauch zuzuführen. Die Reichsregierung hat geglaubt, daß diese zum großen Teil auf rein fmännischem Gebiet liegende Aufgabe nicht durch eine rein beamtete Behörde, sondern durch eine kaufmännis isch organisierte Gesellschaft zu leisten sei. Es wurde deshalb die K.⸗G. mit dieser Aufgabe betraut. * 3 Berlin, 8. Juni.(WTB. Amtlich.) Pferde⸗An⸗ käufe der Heeresverwaltung. Auf den zur Deckung des Pferdebedarfes der Heeresverwaltung angesetzten öffent⸗ lichen Märkten werden in wachsendem Umfange Preise ge⸗ fordert, die zu dem Wert der Pferde in keinem Verhält⸗ mis stehen, Zahlreiche kriegsbrauchbare Pferde müssen wegen des zu hohen Preises vom Ankaufe ausgeschlossen bleiben. Augenscheinlich werden die Pferde in der Hoffnung auf wei⸗ tere Preissteigerungen vom Verkauf zurückgehalten. Die Heeresverwaltung wird nach wie vor bestrebt bleiben, den Pferdebedarf— zur Vermeidung von Aushebungen— soweit irgend angängig durch Ankauf zu decken, ohne indessen der unangemessenen Preisbildung zu folgen, die umsoweniger berechtigt ist, als sich die Beschaffenheit der Pferde auf den Märkten naturgemäß nicht bessert. Im gleichen Maße, wie die eee versagen, muß zu Aushebungen geschritten werden. München, 8. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Der Kaiser hat dem Staatsminister Grafen Hertling in Anerkennung erfolgreicher Mitarbeit bei der Kriegsgesetzgebung und deren Durchführung das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen, ebenso dem Verkehrsminister v. Seidlein für dessen Ver⸗ dienste um die Vorbereitung und Durchführung der Eisen⸗ bahnoperationen des Heeres. Breslau, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der konservative Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Breslau I, Kammerherr . Carmer(Osten), ist heute vormittag um 9 Uhr ge⸗ n. Tcirche und Schule. g Ordentliche Evangglische Landessynode. 2 Darmstadt, 8. Juni. am 1430 Tonnen geringer, als in der entsprechen⸗ den Woche des Vorjahres. Die Epangelische Landessynode setzte vor⸗ Asse 2 tür döcr dur frre, Peck Eg tgnibbesdrung bes Bor- 5 3 anschlags des Evang. Zentralkirch handlungen fort. Als 5 des Kirchenregiment⸗ Oberkonsistorialpräsident P. Nebel, Geheimerat D. Dr. F ring, Prälat Euler und die Oberkonsistorialräte D. Peter sen und Dr. Bernbeck den Verhandlungen bei. Nach d Eingangsgebet begrüßte Präsident Pfarrer Dingeldey die S node, gedachte der jetzigen schweren Kriegszeit und sprach die Zuversicht aus, daß der Krieg Dank der 3 nds unt Führung des Kaisers und seiner Feldherren durch unsere tapferen Truppen zu einem sieg⸗ reichen Ausgang führen werde. g 55 Nach Verpflichtung des neugewählten stellvertretenden Mit⸗ glieds Steinhaußen⸗Butzbach und geschäftlichen Mitteilun⸗ gen wurde in die Beratung des Voranschlags eingetreten. Oberkons.⸗Präs. D. Nebel bemerkt zunächst, es sei ihm mit⸗ geteilt worden, daß die Landessynode in Rücksicht auf die gegen⸗ wärtige schwierige Lage auf die in der Vorlage vorgesehene Er- höhung der Tagegelder und Reisekosten, die eine Abänderung nach dem Beispiel der Ständekammermitglieder erfahren sollten, Verzicht leiste. Infolgedessen ziehe das Oberkonsistorium diesen Teil der Vorlage zurück, behalte sich aber vor, zu gegebener Zeit wieder darauf zurückzukommen. 0 Der Ausschußberichterstatter Pfarrer Wagner macht darauf kurze erläuternde Mitteilungen über die Ausschußberatung des Voranschlags, worauf die Einzelberatung erfolgt. Der Ausschuß⸗ referent erklärt, die hessische Geistlichkeit sei gewillt, von der sehr notwendigen und erwünschten anderweitigen Gehaltsregu⸗ lierung zurzeit abzusehen. Er hoffe aber, daß das Oberkonsi⸗ storium so bald wie möglich an die Regelung dieser wichtigen Frage heranzutreten. Syn. Wahl⸗Schlitz spricht im Anschluß hieran den Wunsch aus, daß dabei auch eine Neuregelung der Vergütung für Aushilfen in den Pfarreien erfolgen möge. 95 5 Die Versammlung nahm darauf einstimmig folgenden Antrag des erweiterten Finanzausschusses an: 05 „Die Bestimmungen des Voranschlags über die Einnahmen und Ausgaben des Evangel. Zentralkirchensonds für 1910 bis 1914 nebst seiner Erweiterung in Rubrik 35 durch Beschluß der Landes⸗ synode vom 26. Febr. 1913 erhalten auch für die Finanzperiode 19151919 Geltung, so lange und soweit nicht aus den folgenden Bestimmungen etwas anderes sich ergibt.“ Es wird alsdann be⸗ stimmt, daß alljährlich um die Jahreswende der Finanzausschuß und das erweiterte Oberkonsistorium zur Prüfung der Finanzlage der Landeskirche und Entscheidung der Frage zusammentreten ob für das demnächst beginnende 1 die Aufstel eines neuen Voranschlags möglich ist. In diesem Falle ist der La synode rechtzeitig ein neuer Voranschlag für den Rest der Finanz⸗ periode vorzulegen. Zur Deckung des Kaufpreises für das ange⸗ kaufte Grundstück Waldstraße 38 werden 83 462,50 Mk. in fünf Jahresraten, also jährlich 16 692,50 Mk. zur„ als Kapital in Ausgabe vorgesehen, soweit nicht dringendere Auf⸗ gaben der Landeskirche die dieser Gelder als not⸗ wendig oder rätlich erscheinen lassen.— Die Bestimmungen des Staatsgesetzes vom 21. März 1914 über die Besoldung usw. finden mit Wirkung vom 1. 4. 1914 ab bis zu einer alsbald nach Friedens⸗ schluß einzuleitenden gesetzlichen Regelung auf die im Geschäfts⸗ kreis des Oberkonsistoriums und des Predigerseminars angestellten sinngemäße Anwendung. Unberührt bleiben hierdurch die an den hessischen Staat hinsichtlich der Ruhegehalte und Hinterbliebenen⸗ versorgung dieser Beamten zu machenden Ansprüche.— Weiter werden zu Lasten der Rubrik 35 des Voranschlags verschiedene kleinere Beträge bewilligt und für das Rechnungsjahr 1915 ein Zuschlag von 12 Proz. zur Staatssteuer als allgemeine 5 Kirchensteuer genehmigt. Ebenso fanden die Vorlagen des Ober⸗ konsistoriums, betreffend die Gehaltsverhältnisse der an den Anstalten und Vereinen der Inneren ssion an⸗ gestellten Geistlichen, wofür 12 000 Mk. angefordert werden, sowie über die Errichtung einer selbständigen Pfarrei in Bretzen⸗ heim, einer neuen Pfarrstelle in Mainz ben r und über die Lostrennung des Flensunger Hofes von der Pfarrei Lardenbach einstimmige Genehmigung. Zum Schluß erfolgt noch die Beratung über folgende, vom Syn. Baper und 16 Ge⸗ nossen gestellte Anfrage:„Die unterzeichneten Abgeordneten rich⸗ ten an Großh. Oberkonsistorium die Anfrage, ob es mögl ist, vorhandene Wünsche auf Unabkömmlichkeitserklä⸗ rung hessischer Geistlicher zum Heeresdienst in weitgehender Weise zu berücksichtigen?“ b 8 Oberkonsistorialpräsident D. Nebel legt hierzu die Stellung⸗ nahme des Oberkonsistoriums näher dar und da sich die Fragesteller mit dieser Antwort zufriedengestellt erklären, wird auf eine Be⸗ sprechung der Anfrage verzichtet. f 55 a. Damit ist die Tagesordnung erledigt und Präsident Dingeldey vertagt die Landessynode auf unbestimmte Zeit. Aus Stadt und Cand. N Gießen, 9. Juni 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 1 (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 9 Ersatzreservist Georg Füg aus Landenhausen.— Fähnrich Walther de Niem, Inf.-Rgt. 35, aus Limburg a. d. Lahn.— Sparkasse-Beamter Emil Dreste aus Darmstadt.— Erf.-Res. Wilh. Weber, Landw.-Inf.-Rgt. 118, aus Obershausen.— Musk. Jak. Männchen, Inf.⸗Rgt. 118, aus Heppenheim a. d. W.— Leutnant d. Res. cand. ing. Wilhelm Damm, Inf.-Rgt. 254, aus Marburg.— Kriegsfreiw. Unteroff. Referendar Rud. Hinkel, Drag.⸗Rgt. 24, aus Offenbach a. M. Erf.-Res. Wilh. Krug, Ers.⸗Rgt. 42, aus Offenbach a. M. Musk.* Jagen⸗ berg, Inf.⸗Rgt. 118, aus Offenbach a. M.— Landsturmmann Karl Keim, Res.-Juf.-Rgt, 240, aus Offenbach a. M.— Unteroff. Albert Trölle, Landw.-Inf.-Rgt. 116, aus Lauter.— Unteroff. Karl Sann, Landw.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Lauter.— Musk. Anton Christ, Res.-Inf.-Rgt. 224, aus Grünberg.— Wehrmann Konr. Lang, Inf.⸗Rgt. 88, aus Dörnigheim.— Major und Regiments⸗ führer Fritz Frhr. von Bellersheim, Drag.-Rgt. 28, aus Darmstadt.— Landwehrmann Wilh. Schubkegel, Landwehr⸗ Inf.-Rgt. 116, aus Darmstadt. 0 ö * Ritter des Eisernen Kreuzes: Finanz⸗ Aspirant bei der Landes- Hypothekenbank, Feldmagazin⸗ Inspektor Otto Gabriel aus Ilbeshausen. n d. R. Philipp Lange aus Darmstadt, Inf.⸗Regt. 115. Kanzlei⸗ sekretär Werner aus Darmstadt, Leutn. im 1.— Bat. 1 Darmstadt. Kriegsfreiw. Ernst Messerschmidt aus Biedenkopf, Inf.-Regt. 138. Vizewa Beyer aus der Schlechtenweger Mühle bei Altenschlirf. Gefr. Georg Hüter aus Worms, Telephonist beim Seb d. Inf.⸗Regts. 118. Vizefeldw. Josef Jung aus Worms, Inf.⸗Regt. 118. Feldw. Wilhelm aus W 1 10. er Heinr. Görnert aus Weßzlar, Vizefeldw. beim Res.⸗Inf.⸗ Regt. 258. Leutn. d. R. Paul Ramdohr, Art. 25. Feldwebelleutnant Müller aus Darmstadt, Res.⸗Feld⸗ Artillerie-Regiment 56(früher Wachtmeister der 2. Batterie des Feld⸗Artillexie-Regiments 25). Oberjäger im Jäger⸗ Bat. 11 Gustav Schindler aus Marburg. Portefeuiller Otto Maison aus Offenbach. Leutn. d. R. Gerichts⸗Ass. Fritz Moufang aus Offenbach. Oberlehrer am Ludwig⸗ Georgs-Gymnasium Dr. Wilhelm Schmidt aus Darm⸗ stadt, Leutn. im Res.-Inf. Regt. 40. *Das Eiserne Kreuz erhielt Zahlmeister Heinrich 8. im Reserve-Insanterie-Regiment 75, ein geborener eßener. 1 1 31 Grad Celsius im Schatten, eine Tem⸗ peratur, die in dieser Jahreszeit immerhin nicht gewöhnlich ist, und die eher eine Neigung zum weiteren Steigen als zum Sinken zeigt, wies gestern das Thermometer 150 Die trockene Witterung wird voraussichtlich noch fortdauern. Da ganz Mitteleuropa an der gleichmäßigen Erhitzung teil hat, ist zudem eine Gewitterbildung kaum zu' erwa 5 e die aus demSommer 1911 noch in wenig ungenehmer Erinnerung sind. Was die Ti t für den Garten und für die Landtutrtschaft bedeutet, er br 9 nnn...... — Tage ender Dru 0 — 4 da die hiesigen Wasserwerke gut ausgebaut und in der Lage „ Städtische Freibäder an der Lahn. Das am 2. Mai eröffnete Männerbad wurde im 1 8 Monat von 1889 Badenden(gegen 706 im Mai Vor⸗ jahres besucht. Das erst am 7. Mai eröffnete Frauenbad hatte im Mai den Besuch von 947 Badegästen(gegen 341. im Mai v. J.). Die Freibäder sind wie folgt geöffnet: Für Männer an Wochentagen vormittags und nachmittags, Sonntags nur vormittags; das a an Wochentagen nachmittags, Sonntags nur vormittags. Schnelle Obstreife. Unter dem Einfluß der an⸗ haltenden Hitze reift das Frühobst ungewöhnlich rasch heran, so daß es augenblicklich kaum Hände genug gibt, den reichen Segen zu bergen. Infolgedessen hat die Zufuhr von Erdbeer en und Kirschen zu den Märkten einen außerordentliche Umfang an⸗ genommen, der sich von Tag zu Tag noch steigert. Eine Folge dieses Riesenangebotes ist der rasche Preis rück gang für alle Obst⸗ sorten. Während die Erdbeeren vor einer Woche noch 1,20 Mk. mindestens das Pfund kosteten, ersteht man heute schon die gleiche Ware für 50 Pfg. Auch die Kir schen sind bereits recht preis⸗ wert, dürften jedoch noch weiter sinken. Im übrigen zeichnet sich das diesjährige Frühobst durch vorzügliche Beschaffenheit und reichen Zuckergehalt aus. 1 Futtermittel. Die Landwirtschaftskammer schreibt uns: Die wichtigste Zeit für den Landwirt ist der Sommer und der Herbst. Hier gilt es, für den langen Winter 85 sorgen, Vorräte einzusammeln für die Erhaltung und ermehrung des Viehstandes. 1 N hat gerade im gegen— wärtigen Kriegsjahr eine besondere Bedeutung wegen der Fleischversorgung der Bevölkerung. Ein vorsichtiger Land⸗ wirt macht bei Beginn der neuen Ernte seine Scheunen nicht leer. Er behält vielmehr einen Vorrat für die spätere eit, da er nicht weiß, was die Witterungsverhältnisse ringen. Deshalb sollten unsere Landwirte ihre alten Heu⸗ und Strohvorräte sorgsam hüten und nicht abstoßen. Das Heu ist eines der wichtigsten Futtermittel im landwirtschaftlichen Betrieb in der Zukunft. Pferdeversteigerung. Am Samstag, vormittags 10 Uhr, findet im Hose des Jagdschlosses eine Versteigerung von 40 aus Belgien eingeführten 2= bis jährigen Pferden, darunter 22 Stuten, statt. An der Ver- steigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen bei der Mobilmachung Pferde genommen worden sind. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung ohne jede R ück vergütung. Oeffentliche Bücherhalle. Im Mai wurden 2240 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1200, Zeitschristen 194, Jugendschriften 258, Gedichte und Dramen 46, Literaturgeschichte 30, Länder- und Völkerkunde 48, Kulturgeschichte 33, Geschichte und Biographien 127, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Technologie 112, Heer⸗ und Seewesen 30, Haus- und Landwirtschaft 24, Gesundheitslehre 26, Religion und Philosophie 30, Staatswissenschast 18, Sprachwissenschast 7, Fremd- sprachliches 46 Bände. Nach auswärts kamen 65 Bände. ** Wettschreiben, Wie war gestern bereits kurz mit⸗ den 12. Juni, Kranichstein 1 teilten, fand im„Metropol“ ein vom Bezirk Gießen Gabelsberger⸗ Stenographen abgehaltenes Wettsch a nachstehend die Namen der Gießener P 5 des„G. Anz.“, betr. Ortssammlung für das Rote Kreuz, ist reiben statt. Wir geben 6 0 reisträger wieder: 90 Silben. 1. Preis: Paula Bastian, Gießener Gesellschaft; Heinrich Schmidt, Gieß. Ges.; Frieda Keil, Gieß. Ges.; Karl Strack, Gieß. Ges.: Wilhelm Hahn, Gieß. Verein; Karl Sann, Gieß. Ges.; Johanna Karstedt, Gieß. Ges.; Frieda Dechert, Gieß. Damenverein; Friedr. Bickhardt, Gieß. Ges.; Emma Gans, Gieß. Damenv.; Karl Port, Gieß. Ges.; Käthe Schneider, Gieß. Gese; 0 Simon, Gieß. Ges.; Marie Wellhofer, Gieß. Damen.; Ludwig Günther, Gieß. Ges. 2. Preis: Ernst Pfeiffer, Gieß. V.; Lina Witkowsky, Gieß. Damenv.; Anna Kirchgeßner, Gieß. Ges.; 80 Silben. 2. Preis: Paula Bonarius, Gießener Gesellsch.; Lilli Hermann, Gieß. Gesellsch. 3. Preis: Willi Rein⸗ hardt, Gieß. Ges. 100 Silben. 1. Preis: Valentin Grode, Gieß. Gymnasium; Aenne Melior, Gieß. Damenv.; Elfriede Winzer, Gieß. Damenv.! Emmy Frees, Gieß. Damenv. 2. Preis: Else Schmidt, Gieß. Damenv.: Heinrich Männche, Gieß. Gef. 3. Preis: Anna Schmidt, Gieß Ges.; Fritz Weiß, Gieß. Ges. 120 Sil ben. 1. Preis: Adolf Stoeriko, Gieß. V.; Anni Rhein, Gieß. Ges. 2. Preis: August Kling, Gieß. Ges.!; Eduard Rademacher, S1 B. 3. Preis: August Siebert, Gieß. Gef.; Wilhelm Plank, eß. V. 140 Sil pen: 1. Preis: Georg Koch, Gieß. V.; Ottilie Karn, Gieß. Ges.; Tilly Schmidt, Gieß. Damenv. 2. Preis! Wilhelm Marker, Gieß, Ges. 160, Silben. 1. Preis: Lina Brasch, Gieß. Gef 200. Silben. IL Preis: Fritz Dörr, Gieß. Gymnasium; Lina Karnhach, Gieß. Ges. 240 Silben. 76. Sei vrt ieh Get 8 1 5 e nahmen 10⁵ onen teil, wovon mit Preisen ausgezei werden konnten. Es wurde geschrieben in den Abteilungen 60—240 Silben. Aus dem Militärwochenblatt. Zu Lts. der Res. befördert: die Offizieraspiranten des Beurlaubtenstan⸗ des: Schnellbächer(Darmstadt), Inf. Regt. Nr. 115, Hartmann, Sauer(Gießen), Stutz(Berlin), e Regt Nr. 116. Als Veterinäroffiziere für die Dauer des mob. Verhältnisses angestellt: als Stabsveterinäre die Tierärzte Arnold(Gießen) bei Ers.⸗Pferdedepot Buk, Prof. Dr. Gmeiner(Gießen) bei der Komdtr. des Tr. ⸗lleb.⸗Pl. Warthelager; als Veterinär der 1 Körner(Gießen) bei der Ers Abt. Feldart⸗Regts. Nr. 19; zum Oberveterinär der Veterinär Lang(Gießen) beim Ref Fußart.⸗Regt. Nr. 20. g 45 Landkreis Gießen. + Heuchelheim, 9. Juni. Zu dem Bericht in Nr. 132 nach- ziutragen, daß auch gegen 900 Eier zusammengebracht* OClimbach, 7. Juni. Auch hier ist es jetzt gelungen, eine Jugend wehr unter der schulentlassenen Jugend zu gründen. Die Führung haben die Herren Lehrer Roth, Conrad und Jorstwart Leyerer übernommen. 6 Kreis Büdingen. O Nidda, 8. Juni. Heute nachmittag fiel das achtjährige Töchterchen des Kreisgeometers Böck oberhalb des Schulsteges in die Nidda. Rasch geriet das Kind in die Strömung und trieb einer sehr tiesen Stelle zu. Schreinermeister August Brock von hier kam zufällig des Weges und sprang dem Kinde nach. Es gelang ihm, das Mädchen zu retten. Kreis Friedberg. h. Friedberg, 8. Juni. Das Kreisamt hat das Kartoffel- usfuhrverbot aus dem Kreise Friedberg aufgeho ben, achdem die Bestandsaufnahme das Vorhandensein ausreichender Vorräte ergeben hat.. 8 0 . 5 4 . Starkenburg und Rheinhessen. m Ofsenbach a. M., 7. Juni. Einem Herzschlage er- legen ist am Montag der Stadtverordnete Ludwig Höhle von Offenbach im Alter von 65 Jahren. Der Verstorbene hat der Stadtverordneten-Versammlung bereits früher einmal und zuletzt seit 1907 als Vertreter der Zentrumspartei angehört und erfreute sich allseitiger Hochachtung.— Der 18jährige Porteseuiller Peter Kämmerer von Heusenstamm hatte sich am 31. Mai aus der elterlichen Wohnung entsernt, um seine Arbeitsstelle in Offenbach auszusuchen. Er ist seit dieser Zeit verschwunden geblieben, bis am vorigen Freitag seine Leiche aus dem Main bei Klein⸗Welzheim geländet wurde.. m. Offenbach a. M., 8. Juni. Gleich nach Ausbruch des Krieges hatten sich die beiden jetzt 16 und 18 Jahre alten Söhne der Offenbacher Familie Christian Willy, Karlstr. 41, als Kriegs freiwillige ins Heer einstellen lassen. Während der 18 Jahre alte Bruder, der durch einen Kopsschuß verwundet worden war, sich auf dem Wege der Heilung befindet, ist der 16jährige Dans, der ebenso wie sein Bruder mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet war, als Gefreiter eines Reserve-Jnfanterie- Regiments in den Karpathenkämpsen schwer verwundet worden und am 26. Mai in einem Feldlazarett gestorben. ch. Bingen, 7. Juni. Aus der Nahe wurde hier heute eme Flaschenpost gefischt. In der Wenmflasche besand sich ein Zettel mit folgender Juschrist:„Diese an der Quelle bezogene Flasche tranken Offiziere der schwersten Artillerie auf einer Bahn— fahrt durchs Nahetal. Es war die erste Fahrt im Vaterland, in der Heimat, durch deutsche Wälder und Berge, begrüßt von deutschen Frauen und Mädchen, nach zebnmonatiger Abwesenheit an der Front, wo wir dem Tod ins Auge schauten.— Was da im Herzen empfunden wird, läßt sich nicht mit Worten sagen! Ein Dreivierteljahr liegt auf einmal wie ein Traum hinter den Menschen. Wo es nun auch hingeht; Deutschland, Deutschland über alles! Es lebe der Kaiser!— Von der schweren Artillerie: B. H. R. Sch. B. B. C.“ ö eb. Bingen, 8. Juni. Ein ergötzliches Stückchen trug sich bei der heutigen Verhandlung des hiesigen Amtsgerichtes zu. Von den geladenen Zeugen waren zwei, wie dieses bei der herrschenden Hitze wohl verständlich erscheinen mag, in den weißen Hemden mit dem sogenannten„Schillerkragen“ erschienen. Als sie das strenge Auge des Herrn Amtsrichters erspähte, erhielten beide eine Belehrung über die richtige Tracht vor Gericht. Nur die Erklärung, daß sie sast stets diese Kragen trügen, stimmte den Amtsrichter milder. 4 Kreis Wetzlar. „ Odenhausen, 9. Juni. Wieder hat der Krieg zwei Opfer von uns gefordert, H. Hirschhäuser und H. Kremer. —„Korber, 2. Turnwart des Lahn⸗Dünsberg⸗Turnerbun⸗ des, welcher vor einiger Zeit das Eiserne Kreuz erhielt, wurde zum Kompagnie-⸗ Feldwebel befördert. Hessen⸗Nassau. [[ Marburg, 8. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, etwa 15 Gemeinden des sog. Ebs dorfer Grundes an die Marburger Ueber- landzentrale anzuschließen. Die etwa auf 350 000 Mark zu veranschlagenden Kosten der Starkstromleitung und der Ortsnetze sollen durch ein Darlehen beschafft werden. Wie mitgeteilt wurde, dürste die Arbeit bis zum Herbst beendet sein. b m Ziegenhain, 8. Juni. Auf wunderbare Weise durch die am Arme getragene Taschenuhr gerettet wurde der Reservist Louis Möller. Am Abend des 20. Mai wurde er von einem Granatsplitter am linken Arme getroffen. Zum Glück traf das Geschoß die daran besestigte Taschenuhr, welche vollständig zer- splitterte, prallte ab und verursachte am linken Oberschenkel eine nicht bedeutende Fleischwunde. Da Möller die zerschmetterte Uhr durch einen Bekannten in einer Pappschachtel seiner Mutter schicken ließ, ohne etwas dabei 1 schreiben, so war diese in dem Glauben, der Sohn sei gefallen. Auf ihre Anfrage bei seinem Feldwebel er- hielt sie Aufklärung. h Bad Homburg v. d. H., 7. Juni. Gestern nachmittag statteten Prinz Oskar von Preußen und der Prinz von Thurn und Taxis dem Nachmittagskonzert im Kurgarten einen längeren Besuch ab, wobei sie sich mit den zahlreich anwesenden verwundeten Kriegern in der anregendsten Weise unterhielten. Später besuchten die Prinzen die Saalburg und trasen dann im Schlosse mit dem Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen zusammen. —————— Die Marktpreise für Vieh und Frucht umd die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 7. Juni 1915. Schlachtviehpreise im Frankfurt a. M. — Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 Ka. Schlachtgewicht „ Kg. 120—128 120—140 Mt. d* Kälber% Kg. Schlachtgw. 120.14%/„ 108112, Schweine/ I-58„ 166000„ Getreidepreise in Mann he im Weizen 100 Kg. 29.10 Mk. Roggen 100 Kg. 25.10 Mk. Brotpreise in Gießen: Weißbrot 2 Kg.— Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 75 Vg · Märkte. je. Frankfurt a. M. Schweinemarkt bericht vom 9. Juni. Aufgetrieben waren 686 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 125.00— 130.00 Mk., Schlachtgewicht 154.00 158.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 Me ebendgewicht 120.00.—125.00 Mt, Schlachtgewicht 144.00—150,00 Mt. vollfleischige Schweine von 180120 kg Lebendgewicht 125.00— 130.00 Pk., Schlachtgewicht 154.00— 158 Pk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 125.00—130.00 Mk., Schlachtgewicht 154.00—158.00 Mk. Geschäft ziemlich rege. * Acirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Donnerstag, den 10. Juni: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 9. Juni 21 R. ...—.—..—— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. s 3 5 Juni Z. S S 25 8 3325 S„ 8 SS SS SSS weites 8 8 2 88 115[88 FIS S Z ES 5 S 82 8 2% 746,2 31,7 11,6] 38[SSW 2 1 Sonnenschein 8. 9 746,7] 24,0 14.5 65 f SW 2 0 Klarerbimmel 9.0 7% 445,5 20,8 12,6 69 WSW 2 0 Sonnenschein öchste Temperatur am 7. bis 8. Juni 1915 92,1 0. Kadi 8„ 1915 + 18,8„ „„* 8.* 0,0 Weberlcblen 0 ef-,] 2 Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 10. Junt 1915: Geringe Bewölkung, trocken, kühler, südwestliche Winde, Gewitter. 1 Letzte Nachrichten. Rücktritt Bryans. WTB. Washington, 9. Juni.(Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Staatssekretän Bryan hat demissioniert. Der Grund zur Räumung Przemysls durch die Russen. K. u. K. Kriegspressequartier, 8. Juni. Ueber die Gründe für die Aufgabe Przemysls läßt sich folgendes feststellen: Nach der Einnahme von Jaroslau und Radymno erhielt der Festungskommandant vom Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch den strikten Befehl, unter allen Umständen auf seinem Platze zu ver⸗ harren. Gleichzeitig gelangten 40000 Mann russische Verstär⸗ kungen zu diesen Truppen. Aber sie schienen durchaus nicht ge⸗ willt, sich als Kanonenfutter benützen zu lassen. Unter den russi⸗ schen Soldaten brach eine Verwirrung aus und eine Stimmung machte sich bei ihnen geltend, die von Meuterei nicht allzu weil entfernt war. Und dabei handelte es sich um russische Kern⸗ truppen. Nachdem die Nordfront durchbrochen war, Przemysl nicht mehr zu halten schien, entschlossen sich die Russen zur Preisgabe und begannen am Mittwoch, den 2. Juni, am späten Abend, mit dem Abmarsch. Die Verluste der Russen sind sehr groß gewesen. Ihre verlassenen Stellungen waren voll von Toten, die sie nicht einmal zu bergen vermocht hatten und die später von russischen Gefangenen beerdigt wurden. Gewaltig waren die Wirkungen der schweren Belagerungsgeschütze gewesen. Riesige Panzerstücke der Forts wurden stellenweise 300 Meter weit fortgeschleudert. Die Ueberlegenheit der deutschen Geschütze. 8 Zürich, 9. Juni. Der Marinemitarbeiter der Pariser „Information“, ein Admiral, erklärt in einem Artikel, daß die französischen Marinegeschütze der Festung Verdun den neuen weittragenden deutschen Geschützen, die Verdun jetzt beschossen hätten, nicht gewachsen seien. Die deutsche Industrie habe sich mit Erfolg an die größten Aufgaben herangemacht. Frankreich müsse ein gleiches tun, noch sei es nicht zu spät. 1 Ein Streit um Italiens Kriegsziele. 5 Lugano, 8. Juni. Zwischen den bisher einigen Kriegs⸗ parteien in Italien mehren sich die Meinungsgegensätze. Es entsteht bereits ein Streit zwischen den eroberungshungrigen Nationalisten und der weltbeglückenden Demokratie. Im„Secolo“ entspinnt sich eine bemerkenswerte Auseinandersetzung zwischen zwei Abgeordneten, dem sizilianischen Revisivnisten Defelice und dem bekannten Volkswirt, dem Republikaner Colajanni. Defelice wünscht die Beschränkung des Krieges auf die terre irredenti(die unerlösten Gebiete), ohne ein Eingreifen in den Weltkrieg zu⸗ gunsten des Dreiverbandes und ohne unmittelbare Bekämpfung Deutschlands. Colavanni verwirft dieses Programm heftig. Ohne Schwächung Deutschlands und Vernichtung Oesterreichs sei Italien nie als Besitzer der erlösten Provinzen sicher. Außerdem müßte Belgien befreit werden. Keine italienische Verstärkung für die französische Front. Genf, 8. Juni. Die Mailänder„Sera“ dementiert mit Zensurgenehmigung die Auslandsmeldungen von einer Verstärkung der französischen Front durch italienische Trup⸗ pen. Dazu sei der Zeitpunkt noch nicht gekommen. Italien kämpfe zwar in moralischem Konnex mit Frankreich, aber in erster Linie für die eigenen italienischen Interessen. Rotterdam, 9. N darauf hin, daß der Stellvertretende Minister des Aeußern Lord Crewe über das Eingreifen Italiens in den Weltkrieg sich auf⸗ fallend zurückhaltendausgesprochen hat. Er tat dies in einer Rede im Oberhause und sagte folgendes: Bündnisse, wie das mit Italien, die auf rein politischen Interessen beruhen und nicht auf Volksempfindungen oder auf dem derselben Ideale, zählen nicht zu jenen, die wärtige, zu überleben vermögen. Italienische Ueberläufer. Streben der Erringung Krisen, wie die gegen⸗ Innsbruck, 9. Juni. Aus Meran wird gemeldet: Heute haben sich bereits nahezu 300 italienische Ueberläufer(Soldaten) auf 6 ichischem Gebiet ein⸗ gefunden. Die Eröffnung der Weltausstellung in San Francisco. San Francisco, 9. Juni. Die Eröffnung der Welt⸗ 1 ausstellung hat gestern unter großen Feierlichkeiten statt⸗ efunden. Eine Reihe führender Persönlichkeiten auf dem Ge⸗ iete des Handels und der Industrie aus dem ganzen Lande wohnten dem Festakt bei. Viele Staatsmänner aus New Hork wie aus allen Teilen der Vereinigten Staaten waren in Extrazügen herbeigeeilt. Zigaretten Willkommensfe Liebesgabe „Ne 32 488818 Preis- S 5 S 18 Pfg. d. Stck 38 8b iaoetmsse Lac poriofiri 50 Sf fel 11180 erbat Pf. uno! r Juni. Verschiedene englische Blätter weisen . a F 8 1 f * Bruder, Enkel und Neffe Robert im 19. Lebensjahre. Gießen(Liebigstraße 68), den 9. Ach, zu früh bist Du von uns geschieden, Umsonst war unser Bitten, unser Flehen. Ruhe sanft, Du Lieber, Guter, Dürfen uns nicht wiedersehen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 16. Mai unser lieber, unvergeßlicher Bruder, unser guter Schwager und Onkel Karl Malkemus Musketier im Infant.⸗Regt. Nr. 168. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Malkemus Familie Heinrich Hahn. Gießen, den 9. Juni 1915. Todes⸗Anzeige. Nach kurzem, schwerem, in Geduld ertragenem Leiden verschied plötzlich infolge einer schweren Gehirnhautentzündung mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Onkel und Schwiegersohn Herr Philipp Kreiling Gastwirt im Alter von 51 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Kreiling, geb. Jung Familie Zögner Familie Schmelz. Wieseck, den 9. Juni 1915. * 4871 Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause in Wieseck, Gießener Straße 141, aus statt. Gestern abend um 7 Uhr entschlief sanst unser inniggeliebtes Kind und Schwesterchen Emma. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Alexander, Postschaffner. Gießen(Hillebrandstraße 12, den 9. Juni 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhoses aus statt. 4881 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die vielen Blumenspenden beim Heim— gange unserer lieben Tochter Emma sagen wir allen unseren innigsten Dank. 485⁵ Wilhelm Schermuly u. Frau. Ahhlung! Wofer dpergezertaa Achtung! u 25—55 Pig. am Donnerstag auf dem Brand, sowie Am 2. juni starb den Heldentod für sein geliebtes Vaterland nach schwerer Verwundung unser innigstgeliebter Sohn, teurer Kriegsfreiwilliger Gefreiter im Res. Inf. Regt. 222, 4. Komp. Ernst Nöpfner und Frau 2 Donnerstag, fluch im Wald-Hetel Dechert In tiefer Trauer: Familie Joh. Dechert. juni 1915. 4887 Statt besonderer Anzeige. Durch die glückliche Geburt eines kräftigen Sohnes wurden hocherfreut Pfarrer Hans Deggau u. Frau Marie geb. Strack. Beerfelden i. O., am 6. Juni 1915 0 ö Nerzlieken Dank allen 5 die uns zur Silbernen Mochzeit in so reichem Masse beehrten 4859 Plarrer zu Winner in die ewige Heimat. Frau Marie Bindsche Olga Bindschedler. Post Reiskirchen Die Beerdigung findet am 10. Juni, nachm. 2 Uhr, 3 72* eee 257 e 3 N 8 0 Plofmartenansgäbe. Die Ausgabe der für die Zeit vom 14. bis 27. Juni d. Is. gültigen Brotmartkenhefte findet statt: Samstag, den 12. Juni, von 8—1 und 2— 6 Uhr. Ausweiskarten, die Umschläge der alten Brotmartenhefte, sowie die etwa ersparten Brotmarken sind mitzubringen. Es wird empföhlen, Kinder unter 14 Jahren nicht mit der Abholung der Hefte zu beauf— tragen, da verschiedene Fälle vorliegen, in denen solche Kinder die Brotmarken verloren haben. Nach den bestehenden Bestimmungen werden die Verluste nicht ersetzt. Gießen, den 8. Juni 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 468 B Erster akad. Kriegs Vortrag im grossen Hörsaal der Universität Giessen den 10. Juni 1915, abends 8¼ Uhr. Prof. Dr. Kle berger: „ie Seherung unserer Joltsernabrung in der Ariecsveil⸗ Der Ertrag ist für Kriegs- Wohltätigkeit bestimmt. Eintrittskarten für alle 8 Vorträge zu 2 M., für je emen zu 30 Pfg. sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier, Neuenweg, und abends an der Rasse Stu- 480615 zu haben. Die Dauerkarten sind übertragbar, denten haben freien Zutritt. Licht- Spiel- Haus Spielplan vom 8. bis Inkl. 11. Juni 1915: Luftschlösser Auf allgemein. Wunsch! Wiederaufführung Wunderbar. Drama aus 3 dem Seemannsleben 4 bgründe 40 in 2 Akten. Das unvergleichliche a. 5 22 n Aulus ats Nilarckünsler] Niesen, Jer her the Humoreske. Charakt.-Schauspielerin der Welt ind. Hauptrolle. in i f f Das Töpschen Berlin im Kriegsjahr Origineller Fümscherz. Interessante Original- Zwel Freier aufnahme. Dramatisches Filmspiel. 1 Angenehm Kühler Aufenthalt. Militär ohne Charge zahlt werktags die Halfte. Voranzeige l Ab Samstag, den 12. Juni 1915: Im Taumel des Hasses te K Alan. Luftkurort Biedenkopf Erholung ue Kramers Berggarten angenehm. Aufenthalt Sandalen grosste Rus wahl in verschie- denen Qualitaten u. Preislagen unter anderen 22/24 25/26 27/30 31,35 Mk. 2.10 2.45 2.75 3.25 Lennis-Schuke, Turn-Schuke billigst Schukkaus J. Süss Marktstrasse 9/11 Wettergasse 480⁰ J Reformselbstkocher, Kochkisten, sowie Kochkistentäpfe empfehlen seinste Erdbeeren v. Pfund 60 Pig. A. Hammel.(0307/1 N (Brüder Schmidt Inh. Heinrich Guthardt. Heu⸗ und Grummetgras⸗Versteigerungen auf Gräflichen Wiesen. I. Mittwoch, den 16. Juni 1915, von morgens 8 Uhr an, in der Gemartung Laubach auf der Geisenwiese 34 Lose= 30 Morgen; g g II. an demselben Tage, mit Beginn um 9½ Uhr vor⸗ mittags, auf den Schellenberger und Ziegelhütterteich⸗ wiesen(ohne Los Nr. 2 und J ca. 30 Morgen. III. an demselben Tage, mit Beginn um 10 Uhr vor⸗ mittags, im Tiergarten und Oberlaubach auf ca. 61 Mor⸗ gen.(Wiese von Hrch. Göbel Wwe, Laubach). Zusammen⸗ kunft in der Hirtenbach; IV. an demselben Tage, nachmittags 4¼ Uhr, auf der Schreinersmühle bei Freienseen. 1. von ca. 161 Morgen Wiesen im Wetterauergrund Hartmannshausen bis Sor⸗ genlos). Wiesen von Hrch. Salzmann J. Witwe und Hrch. Chr. Jochem J., Laubach, Wilh. Friedr. Wagner, Krd. Otto Lauth, Laubach, und Wilhelm Schwarz Ehefrau, Röbel⸗ beim. 2. non ca. 160 Morgen im Wolfsgarten, Kreuz seener-, Oberseener-, Lipper⸗ und Altenhainergrund. Wiesen von Chr. Stroh J., Laubach, und Gottfr. Gotta, Altenhain. 3. von 62 Morgen— 30 Ahtlgn. der vom Ober⸗ seenerhosaut zurückgenommenen Wiesen. V. Donnerstag, den 17. Juni 1915 mit Beginn um 9 Ubr vormittags in der„Aepfelsbach“ auf ca. 102 Morgen Wiesen daselbst, am Altenkeller, in den verschiedenen Heegbrücken, Gölle-, Derrn und Hexenwiese: VI. an demselben Tage, nachmittags von 1 Uhr an, auf dem Jägerhause von ca. 114 Morgen Wiesen in Rut⸗ hardshausen, Mulsau, Langhecke, Geräums, Lingel⸗ und Schissenbach. Wiesen von Gg. Burt, Wilh. Friedr. Knau Ehefrau und Cbristian Stroh J., Laubach, ferner von ca. 17 Rorgen in der Silbach, Linnes, Elgersbach, Giebern, Bruchwiese, in den engen Ahlen und in der Ulfaer Ecke.(Wiesen von Ludw. Ester, Ruppertsburg). Wiesenwärter Silß dahier und die betr. Gräfl. Forst⸗ waxte sind angewiesen, die Wiesen, die durch numerierte Holzpflöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Ver⸗ langen vor dem Termin vorzuzeigen. Laubach, den 5. Juni 1915. Gräfliche Forstverwaltung. 4863 Heugrasversteigerung des epangelischen Marienstifts zu Lit. Montag, den 14. Juni 1915, vormittags 8 uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Lich gehörigen, etwa 60 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- und Nieder- Bessingen an Ort und Stelle öffentlich und meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke. Die Versteigerung in der Gemarkung Ober— Bessingen beginnt um 11 Uhr im Sautenkor bei Abteilung Nr. 1. Lich, den 8. Juni 1915. Büchsenschütz. 1 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma J. Schmücker Nachf., Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Heinrich Böhringer in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 5. Juni 1915. 4880 Großherzogliches Amtsgericht. 8 0 Ijleònte morgen rief der Herr meinen lieben Mann, meinen lieben Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Otto Hofmann Ida Hofmann, geb. Bindschedler Frau Pfarrer Elise IIlofmann Ww. Wilhelm Hofmann, Pfarrer zu Londorf victorie Hofmann, geb. Vial Winnerod(Oberhessen), am 8. Juni 1915. od 14858 dler in Winnerod statt. N 2 Zugelheiner Spargel, besonders zart u. gromatisch, 10⸗Pfund⸗Postkolli 1 Sortierung Mk. 5.80, J 1„ 4.00 franko einschl. Verpackung gegen Voxeinsendung des Be⸗ trages, Nachnahme 30 Pig. mehr, versendet täglich frisch Fritz Buxbaum, Spargel: Versand, Nieder- Jngelbeim.(4704 Empfehle noch jetzt eine Aussaat von: Karotten, Gelberuben, Schnabel- und Markerbsen, Radies, Rettich. Winterkohl, Rosenkohl, Mopfsalat, Mangold. Busch- und Stangenbohuen, Ober kohlrabi, Gurken us v. usw. 14567 Heinr. Hahn, Giessen Samenhandlung Neustadt S Teleph. 403 Zur bevorstehenden Saison empfehle Baumsägen Baumkratzen Hecken-, Reben- u. Rosen-Scheren Giesskannen Blumen- und Baumspritzen Kokosfaserstricke Bast sowie sämtliche Gartenland-Utensilien Edgar Borrmann Gießen 2761a Telephon 165 Neustadt 11 Eisenwarenhandlung. Selten günstige Celegenbeit! Sowelt Vorrat reicht! Garantlert naturreiner Dellscher dienan- Aang und Raffinade in Posteimern von 10 Pfund 8.80 franko unt. Nachnahme. Norddeutscher Versand, Wittenberge, Bezirk Fotsflam, Postfach 8. 460988 Erdbeeren täglich frisch eintreffend, empfiehlt zu billigsten Tagespreisen(458 W. Hankel Telephon 612. Neuen Bäue 7. ooo οοο 0 0. 00 0 0 0 oO 00 Seesen 1 90000000 Hauser, 0 0 0 0 0 0