— agen: viermal rusprech- Anschlußer die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 1 9*.. 8 FFC 8* 105. Jahrgang Gleßener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Montag, 7. Juni 1915 Bezugspreis; monatl. 75 Pl., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausscht. Bestellg. Zeilenpreis: lotal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt ⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 5 Siegesmärsche im Osten und Südosten. 5 neue deutsche See⸗ und Lufterfolge. Neue Niederlagen der Feinde a(WTB) Großes Hauptquartier, g 5. Juni. (Amtlich.) l Westlicher Kriegsschauplatz. Um die Reste der Zuckerfabrik bei Souchez wird weiter gekämpft. Zurzeit ist sie wieder im Besitz der Fran⸗ —9 feindlichen Angrifse bei Neuville wurden ab⸗ gewiesen. 0 Der Flughafen Dommartemon bei Nanch wurde mit Bomben belegt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Im Anschluß an die gestern bei Rawdsjany und Sawdyniki abgeschlagenen russischen Angriffe stießen unsere Truppen vor, warfen den Gegner, der den Brücken⸗ kopf Sawdyniki räumte, und machten 1970 Gefangene. Weiter nördlich fanden in Gegend Popeljany für uns erfolgreiche Reiterkämpfe statt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich Jaros lau ist die Lage unverändert. Oestlich Przemysl befinden sich die Truppen des Gene⸗ rals v.d. Marwitz im Verein mit österreichisch-ungarischen Kräften im Vorgehen in Richtung Mosziska. Die Armee des Generals von Linsingen hat den Feind auf Kalusz und Zurawno(am Dnjestr) zurück⸗ geworfen. Oberste Heeresleitung. 9 Großes Hauptquartier, 6. Juni. (Amtlich.) „Westlicher Kriegsschauplatz. Angriffe gegen unsere Stellung am Ostabhang der Lorettohöhe wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Nur um wenige vorspringende Graben⸗ stücke wird noch gekämpft. Die Reste der Zuckerfabrik bei Souchez sind noch im Besitze der Franzosen. en gingen zwei Häufergruppen ver⸗ ren. Feindliche Minenstollensprengungen in der Cham⸗ pagne blieben ohne jede Wirkung. Wir belegten gestern die Festung Calais und den Flughafen Clément bei Luneville mit Bomben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Unsere Offensive in Gegend Sawdyniki, der sich die nördlich und südlich stehenden Truppen anschlossen, ge⸗ wannen nach Osten weiteren Boden. Die Zahl der Ge⸗ fangenen erhöhte sich auf 3650. Weiter südlich bei Ugiany wurde der Angriff einer russischen Division abgewiesen. „Südlich des Njemen trieben deutsche Truppen feindliche Abteilungen auf die Linie Sapiezyszki— Wilki zurück. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Deutsche und öfsterreichisch⸗ ungarische Truppen haben östlich Przemysl den Feind bis in die Gegend nord⸗ westlich und südwestlich von Moszis ka zurückgeworfen. Die Armee des Generals v. Linsingen hat den feindlichen Brückenkopf bei Zurawnogestürmt und ist im Begriff, den Dnjestr⸗llebergang bei diesem Ort zu erkämpfen. Auch weiter südlich schreitet die Verfolgung vorwärts. Die brachte uns bislang 10 9% Gefangene, 6 Geschütze, 14 Maschinengewehre. Oberste Heeresleitung. *** Es mehren sich nun auch die Stimmen des feindlichen Auslandes, die mit Erschütterung und Spannung die gewal⸗ tigen Ereignisse im Osten in den Kreis ihrer ängstlichen Be— trachtungen ziehen, und die neuen Meldungen der deutschen und der österreichisch-ungarischen Heeresleilung stellen auch heute wieder Fortschritte in der Einschnürung der Russen fest. Oestlich von Przemysl sind wir in breiter Front bis westlich von Mosziska vorgedrungen, einer Stadt, die etwa 25 Kilometer von der eroberten Festung liegt. Was bedeuten da schwache Gegenstöße der Russen weiter nördlich! Der Feind, dem dort zu wirksamem Vorgehen alle Voraussetzun⸗ gen und die nötigen Kräfte fehlen, wird sehr bald seine Be— mühungen einstellen. Ebenso werden die Russen durch die Südarmee Linsingen in die Enge getrieben. Linsingen hat eine überraschend kräftige Offensive nach Osten entfaltet; offenbar haben die Russen auch von Süden her den deutschen Vormarsch bedrohen wollen. So hat der deutsche Führer denn neben dem Vormarsch nach Norden, der mit den Vor⸗ truppen schon etwa 40 Kilometer südlich Lemberg angelangt ist, noch ein frisch⸗fröhliches Treiben nach dem östlich von lep gelegenen Dujestr⸗Abschnitt veranstaltet. Der Brücken- kopf von Zurawno, von dessen Erstürmung durch die 875 der neueste Bericht meldet, liegt über 30 Kilometer bst von Stryj! Es ist ein tüchtiges Aufräumen auf diesem südöstlichen Kriegsschauplatz, und die RNussen haben dem in ihren 3 Heeresberichten nur schwache Ausreden und verlogene Bemäntelungen gegenüberzustellen. Auch die Truppen Hindenburgs im Norden haben neue Siege zu melden. Indessen, auch im weiteren Zarenreiche wird allmählich darauf vorbereitet, daß man die große Niederlage wird hin— nehmen müssen. Wir verweisen dan auf die nachstehende, bhöchst bezeichnende Klagestimme der„Wetschernaja Wremja“, die sich mit den„Zweiflern“ auseinanderzusetzen sucht ind doch nur die trübe Flut der allgemeinen Niedergeschla— an den Dardanellen. genheit zum weiteren Wachsen bringen wird. Sehr charak- teristisch ist auch eine halbamtliche Auslassung der„Agence Havas“, in der die französischen Regierungskreise der russi— schen Dampfwalze einen wehmütigen Schwanengesang dar— bringen. Es heißt u. a. darin: Deutschland ist dank seiner zentralen Lage imstande, einen beträchtlichen Teil seiner Kräfte schnell von einer Front zur a werfen zu können, und nützt augenblicklich diese Er⸗ leichterung gegen unsere Verbündeten aus, wie es sie vor einigen,. Monaten gegen uns ausnützte. So wie es im September trotz der Augustoffensive nicht in Rußlands Macht war, die Zusammen⸗ ziehung von 52 deutschen Korps zu den Schlachten an der Marne und bei Ppern gegen Frankreich zu verhindern, genügte unsere durch sechs Wochen entwickelte Tätigkeit nicht, die Verschiebung starker, von der Westfront entnommener deutscher Kräfte nach der Ostfront zu verhindern. Davon rühren jetzt die Schwierigkeiten un⸗ serer tapferen Verbündeten her. Sie stehen diesen Schwierig⸗ keiten mit bewundernswertem Heldenmut gegenüber, dem die französische Armee und das franzoösische Volk einmütige An⸗ erkennung zollen, in der tiefen Ueberzeugung, daß die Kämpfe, die in Galizien geliefert werden, einen unvergänglichen Ruhmestitel bilden. Wie groß übrigens auch die Tüchtigkeit des deutschen Generalstabes und seiner Truppen sein mag, sein Vorstoß wird doch aus denselben Gründen angehalten werden, welche die Offensive gegen uns gebrochen haben. Der energische Widerstand und die Gegenangriffe der Russen werden die Kraftanstrengung aufzehren, die nicht unendlich aus neuen Hilfsquellen gespeist werden„zumal die von Anfang an, der Methode des Deut⸗ schen Oberkommandos entsprechend, das Höchstmaß an Kraftauf⸗ wand erreicht hat. Indem unsere Verbündeten die geschleifte Festung Przemysl räumten, zeigten sie übrigens ihren Willen, in dem ausgedehnten Bewogungskriege auf dem östlichen Kriegsschau⸗ platz ihre großen Hilfsquellen an vollkommen zur An⸗ wendung zu bringen. 2 Das ist sicher ein schwacher, vielleicht auch gar nicht so recht ernst gemeinter Trost. Englische Blätter äußern sich ganz anders. In der„Daily Man ird z. B. befürchtet, daß möglicherweise die Stunde nahe sei,„wo der deutsche Gene⸗ ralstab mit den Ergebnissen zufrieden ist und große Verstär⸗ kungen an die Westfront werfen wird“. Die Ankunft dieser Verstärkungen werde das Zeichen für die Wiederholung der Taktik sein, durch welche die cussisch Front durchbrochen wurde.„Wir müssen in naher Zukunft einen weit stärkeren Angriff erwarten als den, dem wir bisher widerstanden haben.“ In der Tat, damit rechnet man auch in Deutsch⸗ land. Aus dem neutralen Lager ist folgende Aeußerung Hermann Stegemanns im„Berner Bunde“ bemerkenswert: „Schwer erschüttert, um mehr als 2½ Millionen Mann ge⸗ schwächt, arm an Material, ohne die Möglichkeit, neue Streitkräfte auszubilden und zu gliedern, von Epidemien heimgesucht, befinden sich die Russen heute in einem Zu⸗ stande, der bei westeuropäischen Truppen zu vollem Ban⸗ kerott geführt haben würde. Unter russischen Verhältnissen ist dieser Moment noch nicht erreicht, da die Unempsindlich⸗ leit der russischen Truppen außerordentlich groß ist.“ Die Engländer haben ebenfalls sehr trübe Aussich⸗ ten. Der neueste Luftangriff auf die englische Küste wird die Gemüter aufs neue erregen, und das Gerede über die Ein— führung der Wehrpflicht in England hat beinahe schon neue Kabinettskrisen hecaufbeschworen. Der Seekrieg hat Deutschland sehr pürbare Erfolge eingetragen, die der Schwätzer Churchill nicht aus der Welt schaffen kann: Eine nach deutschen nellen aufgestellte Liste über die Verluste der feindlich en Handelsmarine an der englischen Küste in der Zeit vom 18. Februar bis 18. Mai 1915 umfaßt 111 Schiffes mit zusammen 234239 Tonnen. Der Hauptanteil mit über 215000 Tonnen entfällt auf englische Schiffe. Und was die neueste Sieges⸗ prophezeiung Churchills für die Kämpfe an den Dardanellen betrifft, so brauchen wir nur auf den letzten türkischen Tagesbericht zu verweisen, der besser als alles andere die Prahlerei der gewesenen Größe widerlegt. Der deutsche Befehlshaber Liman Pascha sagte, wie leute gemeldet wird, in einem Gesprüch mit einem Ver- treter des„Az Est“:„Nach menschlicher Berechnung und nach den bisherigen Erfahrungen sei es völlig aus ge⸗ schlossen, daß die Forcierung der Dardanellen gelingen könne, fpen then vom Festland kommende Angriffe bleiben den Erfolg haben könnten.„In Sedd-ül-Bahr werden wir,“ sagte Liman,„die Kerle so lange angreifen, bis wir sie hin— ausgetrieben haben. Darauf kann jeder vertrauen.“ 4 Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 5. Juni 1915: Russischer Kriegsschauplatz. Oestlich Przemysl vermochten die Russen bei Me— dyka nicht Stand zu halten. Die Verbündeten dr angen lämpfend gegen Mosziska weiter vor. Im Ge⸗— biete des unkersten San wurden mehrere Vorstöße des Feindes abgetwiesen. Verbündete Truppen rückten von Westen her nahe an Kalusz und Zuraw nd heran. Die Kämpfe am Prukh dauern fort. Der Gegner griff ier an mehreren Stellen hestig an, wurde aber an den Fluß zurückgeworfen. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Tiroler und Kärntner Grenzgebiet hat sich auch gestern nichts Wesentliches ereignet. Ein feind⸗ liches Bataillon, das sich im Gebiete des Stilffer⸗Joches gezeigt hatte, wurde vertrieben. In Judicarien, im Etschtale, auf dem Plateau Folgarig— Lavaronec und an mehreren Punkten der kärntnerischen Grenze wird der Geschützkampf fortgeführt. 5 3 Im Küstenlande blieben bei einem blutig abgewiesenen Angriff von vier italienischen Bataillonen auf unsere Stel⸗ lung nördlich Tolmein drei Offiziere und 50 Mann in unseren Händen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 6. Juni 1915: Russischer Kriegsschauplatz. Die verbündeten Truppen kamen gestern östlich Prze⸗ myfl nahe an Mosziska heran und erstürmten Starzawa. 5 In Russisch⸗Polen ist die Lage unverändert. Die aus dem Raume von Stryjostwärts verfolgenden verbündeten Truppen eroberten den Dujestr-Brück en⸗ kopf Zurawno und schlugen den Feind neuerdings nörd⸗ lich Ka lusz. Am Pruth wird weiter gekämpft. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Tiroler und im Kärntner Grenzgebiet be⸗ schräntt sich der Feind auf wirkungsloses Artilleriefeuer. Er meidet den näheren Bereich unserer Stellungen. Im Gebiet von Lavarone— Folgaria eröffneten nun un⸗ sererseits schwere Geschütze das Feuer auf die feindlichen Grenzforts. n der Küstenländischen Front beginnt der Ar⸗ tilleriekamof heftiger zu werden. In den 8 am Krn hatten die IJtaliener erhebliche Ver hange des Berges wurden 300 feindliche Leichen gefunden. Auch ein Versuch des Gegners, bei Sag rade den Ison 30 zu überschreiten, wurde blutig abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *** Ein russischer Minenkreuzer versenkt. Luftschiffangriff auf deu englischen Flottenstützpunkt Harwich. Berlin, 5. Juni.(Amtlich.) Am 4. Juni versenkte ein deutsches Unterseeboot einen russischen Minen⸗ kreuzer der Amurklasse bei Baltisch Port. In der Nacht vom 4. zum 5. Juni führten unsere Ma⸗ rineluftschiffe Angriffe gegen die befestigte Humber⸗ mündung und gegen den Flottenstützvunkt Har⸗ wich aus. Die Hafenanlagen von Harwich wurden ausgiebig und mit gutem Erfolg mit Bomben belegt. Zahlreiche starle Brande mit Explosionen, darunter einer besonders heftigen, von einem Gasbehälter oder Oeltank herrührend, wurden beobachtet. Ferner wurde eine Eisenbahn⸗ station mit Bomben beworfen. Unsere Luftschiffe sind heftig durch Land- und Schiffsgeschütze beschossen, aber 5 getroffen worden. Sie sind wohlbehalten zurück⸗ gekehrt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes der Marine (gez.) Behncke. London, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Pressebureau teilt mit: Feindliche Luftschiffe suchten die Südost- und Ostküste Englands heim und warfen an verschiedenen Orten Bomben ab. Sie haben einigen Materialschaden angerichtet. Die Zahl der Unglücksfälle ist äußerst gering. Die Kämpfe an den dardanellen. Paris, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Petit Pari⸗ sien“ meldet: Der Marineminister hat beschlossen, das Ober- kommando über das französische Geschwader an den Dardanellen einem Vizeadmiral zu übertragen. Der neue Befehlshaber Vizeadmiral Nicol, dem der bisherige Befehlshaber, Konter⸗ admiral Guepratte, zur Unterstützung beigegeben wird. Die türkischen Berichte. Konstantinopel, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Generalstab teilt mit: An der Dardanellenfront und im Gebiete von Sedd ul Bahr griff der Feind, unterstützt durch Verstärkungen, die er in den letzten Tagen erhalten hatte, seit gestern nachmittag heftig an. Er wurde durch unsere Gegenangriffe zurückgeschlagen. Bis jetzt haben wir fünf Maschinengewehre erbeutet. Der Kampf dauert heute ebenfalls sehr günstig für uns fort. Hüsten batterien auf der anatolischen Küste beschießen mit Erfolg, sobald der Augen- blick ihnen günstig ist, die angreifenden Kolonnen, die Artillerie bes Feindes, ebenso wie seine Schiffe, wenn sie sich zeigen. Eine Granate traf den„Bruix“. Bei Ari Bur uu keine bedeutenden Aktionen. N Am 30. Mai hat ein deutsches Unterseehoot in der Nacht ein feindliches Schiff in der Nähe der Stratos-Inseln, u st e. Am Süd: 0 W südlich don Lemos, torpediert und versenkt. Von wel⸗ chem Typ das versenkte Schiff war, konnte nicht festgestellt werden. In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni ging ein französischer Minensucher zwischen den Inseln Keusten und Herkim vor Smyrna durch eine Explofion unter. Seine Trümmer wurden an die Küste von Smyrna geworfen. Auf den übrigen Fronten hat sich nichts von Bedeutung er⸗ eignet. Konstantinopel, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Darda⸗ nellenfront hat die sehr heftige Schlacht im Abschnitt von Sedd ül Bahr, die am 4. Juni mittags mit einem feindlichen Angriff begonnen und sich auf der ganzen Front entwickelt hatte, nach fast zweitägiger Dauer durch Gegen angriffe unseres rechten Flügels heute morgen zu einem vollen Erfolg für uns geführt. Der Feind wurde in Unordnung in seine früheren Stellungen zuräckgetrieben, nachdem er sehr schwere Verluste erlitten hatte. Wir er⸗ beuteten von gestern bis heute morgen 17 Maschinen⸗ gewehre eine große Menge von Waffen und Kriegs⸗ material. Nachdem ein Versuch des Feindes, unseren linken Flügel anzugreifen, zurückgeschlagen worden war, warf er sich mit aller Kraft auf unseren rechten Flügel, mußte sich aber vor unseren Gegenangriffen heute früh zurückziehen, außerstande, seinen verzweifelten Vorstoß fortzusetzen. Bei Ari Bur nu unternahm der Feind in der Nacht vom 5. zum 6. Juni einen verzweifelten Angriff gegen unseren rechten Flügel, wobei er Handgranaten gebrauchte. Der An⸗ griff wurde gleichfalls mit Verlusten für den Feind ab⸗ gewiesen.— An den anderen Fronten nichts von Bedeutung. Die deutschen Unterseeboote im Mittelmeer. Berlin, 5. Juni.(Privattelegramm, Ctr. Berlin.) Der„Berl. Lokalanz.“ meldet aus Konstantinopel: Das deutsche Unterseeboot, das vor den Dardanel⸗ len sich der englischen Flotte so fühlbar machte, ist gestern * 7 5 Die Begeisterung unter der Bevölkerung ist groß. Berlin, 5. Juni.(Privattelegramm, Ctr. Berlin.) Der„Berl. Lokalanz!“ meldet aus Kopenhagen: Nach Blättermeldungen aus Kairo haben sich deutsche Unter⸗ seeboote bei Port Said gezeigt. ** b 5 * 75 Die Wiedereroberung von Przemysl. Berlin, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier erhalten wir über den Fall der Festung Przemysl folgendes Telegramm: Als am 2. Mai die Offensive der Verbündeten in Westgalizien ein⸗ setzte, mochten wohl nur wenige ahnen, daß schon vier Wochen später die schweren Belagerungsgeschütze der Zen⸗ tralmächte ihr Feuer auf Przemyhsl eröffnen würden. Die russische Heeresleitung war für diese Möglichkeit kaum vorbereitet. Sie schwankte hin und her, ob sie die Festung, wie es ursprünglich geplant war,„aus poli⸗ ttischen Gründen“ halten oder„freiwillig räumen“ sollte. Alnsere Flieger meldeten fortwährend die Hin⸗ und Her⸗ märsche aus der Festung. einer Räumung der Festung entschlossen zu haben. Trotz⸗ dem wurde sie acht Tage später zäh verteidigt. g Der General v. Kneußl schob die Einschließungs⸗ linie seiner bayerischen Regimenter von Norden her näher aan die Festung heran. Um 11 Uhr vormittags begannen die schweren Batterien die Bekämpfung der Forts der Nordfront. In der Nacht vom 30. zum 31. Mai schob sich die Infanterie näher an die Drahthindernisse heran. Sie wartete die Wirkung der schweren Artillerie ab. Diese bannte die Verteidiger in die Unterstände, so daß unsere Infanterie aus ihren Schützengräben heraustreten und von der Brustwehr aus dem gewaltigen Schauspiel der Vernich⸗ tung zusehen konnte. Die leichteren Geschütze des Angrei⸗ fers fanden in den von den Russen seinerzeit ausgebauten Batteriestellungen ihrer damaligen Einschließungsstelle eine ideale Aufstellung. Auch der General v. Kneußl fand mit seinem Stabe und dem der Artillerieführer in den von den Russen bei Batycze angelegten Beobachtungsstellen beste Unterkunft. Von diesem nur wenig mehr als zwei Kilometer von der Fortlinie entfernten Punkte übersah man die ganze Front der Forts 10 bis 11. Am 31. Mai, nachmittags 4 Uhr, schwiegen die schweren Geschütze. Gleich⸗ zeitig trat die Infanterie— bahrische Regimenter, ein preußisches Regiment und eine österreichische Schützenabteilung— zum Sturm an. Die Vernichtung der Werke und ausgebauten Stützpunkte der Festung 1 durch die schwere Artillerie machte auf die Besatzung einen derarti zersetzenden und miederschlagenden Eindruck, diese nicht imstande war, der angreifenden Infanterie nachhal⸗ tigen Widerstand zu leisten. Die Besatzung der Werke 10a, 11a und 11, soweit sie nicht verschüttet in den zer⸗ schossenen Kasematten lag, floh unter der Zurücklassung des gesamten Kriegsgeräts, darunter einer großen An⸗ 5 neuester leichter und schwerer russischer Geschütze. Dem Angreifer, der bis zur Ringstraße vorstieß und sich dort eingrub, antwortete der Feind nur mit Artillerieseuer, * unternahm jedoch in der Nacht keinerlei Gegenangriff. Am 1. Juni führte der Feind einzelne Bataillone zum Gegen⸗ angriff vor. Diese Angriffe wurden mühelos abgewiesen. Die schwere Artillerie kämpfte nunmehr die Forts 10 und 11 nieder. Das preußische Infanterie-Regiment Nr. 45 erstürmte im Verein mit bayerischen Truppen zwei östlich des Forts 11 gelegene Schanzen, die der Feind zäh verteidigt hatte. Am 2. Juni, mittags 12 Uhr, stürmte das bayerische 22. Infan⸗ terie⸗Regiment das Fort 10, in welchem alle Unterstände bis auf einen einzigen durch die Wirkung der schweren Artillerie verschüttet worden waren. Ein Füsilier⸗Bataillon des Au⸗ renadier⸗Regiments nahm am Abend das 12. Die Werke 10b, 9a und 9b kapitulierten. Abends be⸗ gannen die Truppen des Generals v. Kneußl den Angriff in der Richtung auf die Stadt. Das Dorf Zurawica und die dort gelegenen befestigten Stellungen des Feindes wurden genommen. Dieser verzichtete 9085 auf jeden wei⸗ teren Widerstand. So konnten die deutschen Truppen, denen später die österreichisch⸗ungarische 4. Kavallerie⸗Divi⸗ sion folgte, die wohlausgebaute innere Fortlinie besetzen, und um 3 Uhr morgens, nachdem sie noch zahlreiche Gefangene gemacht hatten, in die befreite Stadt Przemysl ein⸗ . i marschieren. 0 Die Beute von Przemysl. 0 Berlin, 7. Juni. Bei der Einnahme von Przemysl fielen, wie dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus dem K. K. Kriegspresse⸗ quartier gemeldet wird, 7000 Gefangene, 31 Geschütze und 30 Maschinengewehre in die Hände der Verbündeten. Nach Aussagen von Gefangenen sei der Besatzung der Befehl „ 5 N 4 f . J . 2 Am 21. Mai schien man sich zu i r e Der russische Bericht. a Petersburg 6. Juni.(Priv.⸗Tel. Ctr. Fkft.) Der Große Generalstab teilt mit: Beträchtliche deutsche See⸗ streitkräfte wurden in der mittleren Ostsee bemerkt. Unsere Schiffe wechselten einige Schüsse mit den deutschen in der Nähe des Golfes von Rig a. An beiden Ufern des Niemen an der Narewfront und am linken Weichselufer keine we⸗ sentliche Aenderung der Lage. Unsere Offensive am unteren San entwickelte sich am 3. und 4. Juni erfolgreich. Das 14. österreichische Korps, das an den vorhergehenden Tagen an der Front bei Podwolina und Struza eine Niederlage erlitt, zog sich in die befestigten Stellungen zwischen Leng und San an die Front der Dörfer Stary Jata und Lentownig zurück. Der Kampf um den Besitz dieser Gegend brachte uns über 1000 Gefangene. Bei einem Gegenstoße schritten die von uns— Oesterreicher und starke deutsche Reserven, die sich am linken Lengufer zusammen⸗ gezogen hatten, in der Nacht zum 4. Juni zum Angriff und mach⸗ ten an der Front Krawoe— Burd zi drei stürmische Vor⸗ stöße, die zurückgewiesen wurden. Am rechten Sanufer zwischen den Flüssen Lubaczowka und Sclo bemächtigte sich unsere Infanterie am 4. Juni in der Gegend des Dorfes Korceniza mehrerer deutscher Suzengrüben. Am 3. Juni gelang es dem Feind, sich des Dorfes Star zawa am linken Wisznia⸗Ufer zu bemächtigen. Unser Gegenangriff warf ihn aus dem Dorfe, doch hielt er sich auf den benachbarten Höhen. Der Feind griff in der Nacht zum 4. Juni unsere Stellungen zwischen dem Dorfe Kru⸗ keniza und dem Flusse Strwiacze an, wurde aber unter großen Verlusten zurückgeworfen. Der Feind setzte am 3. Juni seine An⸗ griffe auf unsere Brückenköpfe am Dnjestr zwischen Tysmenicg und der Eisenbahn Stryj— Mikolajow fort. In der Stellung bei dem Ugartsberg warfen wir im Laufe des Tages vier heftige An⸗ griffe zurück, wobei wir uns der Bajonette und Handgranaten be⸗ dienten. Am Mittag des folgenden Tages begann der Feind, der von der ganzen obenbezeichneten Front zurückgedrängt wurde, sich an einer neuen Front außer Reichweite unseres Kanonen⸗ feuers zu sammeln. Unsere Truppen nahmen die Offensive auf und griffen den Feind bei Kriniza an. Der Kampf dauert fort. D 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Unter der Ueberschrift„Den Zweiflern!“„ die dem Höchstkom⸗ mandierendennahestehende„Wetschernaja Wrem⸗ za“ einige Worte an die Adresse derer, die da zweiflen und in Verwirrung geraten sind.„Wir sind erregt und durchleben Ta quälender Spannung in Erwartung der Entscheidung. Erriqnisse von Weltbedeutung reifen zwischen Weichsel und dem Mittellauf des San heran.“„Aber“— fragt das Blatt—„geben sich wohl viele kaltblütig und klar Rechenschaft über die. Aufgaben, die dem russischen Generalstab in diesem Kriege zugefallen sind? Nein“— seufzt das Blatt—„nicht viele. entsteht unter dem Getuschel derer, die die Bedeutung dieses Tuschelns kennen, und unter dem gleichen, wenn auch schon etwas lauteren Ge⸗ flüster derer, die sich nicht im geringsten Rechenschaft darüber ab⸗ legen, was sie tun? Unter den schweren Seufzern der Massen, die leider nicht begreifen, und bei der verbrecherischen Untätigkeit derer, die wohl begreifen, aber schweigen und untätig sind, zer⸗ fällt allmählich die ganze physische Energie unseres Widerstandes Wie schmerzlich, wie kränkend und beschämend ist das alles! Wir haben eine große Zahl von Personen, die sich darstber klar sind, daß nicht alles bei uns so steht, wie es stehen müßte, und sich trotzdem nicht darüber klar werden können, daß die Defensive unseres Kriegsplanes gegen Oesterreich nur eine Notwendigkeit ist. So merkwürdig das klingt, es ist aber so. Der langsame Gang der Operationen könne wohl den Schlummer einer Kaufmannsfrau stören, aber nicht die russischen Intelligenten verwirren, die doch gewöhnt sind, alles zu analy⸗ sieren. Unser Generalstab hat Mißklänge im Innern des Landes in Berechnung gezogen, entsprechende Mafmahmen getroffen und nicht qrach billigen Wirkungen gehascht. Aus jeder Zeile s. ngen„klingt es heraus“, so ist es und nicht anders. Wir alle, die wir durch Libau und das Zurückgehen auf die Sanlinie in Zweifel und Verwirrung geraten sind, müssen daran denken: wenn wir uns nicht in die laufenden Ereignisse bis zu dem Grade hineindenken, wie dies zum Kampfe mit dem hochverräterischen e ie erg Meng itt We Aschen f W 1. 8 2 em 1 b en ö e kommen werden.“ Lloyd George über die Lage. London, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Lloyd Ge⸗ orge erklärte gestern in einer Rede in Liverpool: Die Lage üst die ern stest e, der die Nation jemals gegenübergestanden hat. Was Deutschland zu einem furchtbaren Feinde macht, ist nicht nur die Vorbereitung für den— 5 und die Organisation, sondern der Geist in jeder Klasse der Bevölkerung, die alles dem großen natio⸗ nalen Ziele unterordnet, für das Vaterland den Sieg zu gewinnen. Der Redner wandte sich an den Patriotismus der Arbeiter, indem er sagt: Die Statuten der Gewerkschaften müssen während des Krieges aufgehoben werden. Die Regierung verpflichtet sich je⸗ doch, sie nach dem Kriege wiederherzustellen. Faulenzer können nicht geduldet werden. Es darf keine Zeit verloren gehen. Das Problem der Munitionslieferung ist höchst dringend. Der Schwätzer Churchill. London, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. In einer Rede in Dundee führte Chur⸗ chill aus, die Gefahr, die die Unterseeboote darstellten, be⸗ schränke sich auf gewisse Grenzen. Das Verhältnis der Seestreit⸗ kräfte werde immer günstiger für England. Gegen Ende des Jahres hätte die britische Flotte derartige Verstärkungen erhalten, daß dies unglaublich erscheinen würde, wenn nicht die Tatsachen die Richtigkeit bestätigten. Ueber die Dardanellen sagte er: Wir stehen vor einem Siege, wie er in diesem 2 5 noch nicht gesehen worden ist, und der uns fitr alle Verluste ent⸗ e 1 4 0 a ondon, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Herzog von Devonshire wurde zum Zivillord der Admirali⸗ o tät ernannt. 7 e e ee Die Kämpfe im Westen. Zürich, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach ei Meldung der„Neuen Zürcher Zeitung“ ist— N des belgischen Heeres zur Erholung von der flandri⸗ schen Kampffront zurückgezogen und dur französi Senegalneger ersetzt worden. 10* Frankreichs Kriegssinanzen. a Paris, 4. Juni.(WTB. Nicktamtlich.) Der„Temps“ ver össentlickt einen Bericht des Finanzministers Ribot bezüglich der Eröffnung der provisorischen Kredite für das La ie 1915, 55— den i gründung Antrages vorgelegt Daraus or, daß die geforderten Kredite 5 939 978 270 Francs 8 von entfallen 5 605 630 133 Francs auf das Generalbudget. In dem Berichte Ribots ist gleichfalls eine Aufstellung aller Ausgaben Frankreichs seit Kriegsausbruch enthalten, die insgesamt und einsckließlich der Ergänzungskredite für das Rechnungsjahr 1914 24 Milliarden Franks betragen. Abgesehen von den Mobi ungs- und Requirierungskosten, die gänzlich auf den August 1914 entfallen, betragen im Durchschnitt die ben vom August bis Dezember 1914 1340 Millionen, im ersten Halbjahr 1915 1665 Millionen monatlich und im dritten Vierteljahr 1915 1870 Millionen monatlich. Dieser letzte Monatsbetrag wird durch Zuschlagskredite wahrscheinlich noch erhöht werden. Die Gesamtausgaben bis zum 30. Jum 1915 be⸗ tragen für Heer und Marine 16 238 015 171 Francs, für die Staatsschulden 427 051618 Francs, für die Unterstützung der Jamilien der Mobilisierten und Flüchtlinge usw. 2318 812 430 Francs, für den Ankauf von Lebensmitteln zwecks Verprovian⸗ tierung der Zwilbevölkerung 186 800 000 Francs und für die übrigen Ausgaben des Staates etwa zwei Milliarden Francs. e ine ausgaben sind von 850 Millionen monatlich auf erteilt worden, sich bis zum letzten Mann zu halten. Das über⸗ mücheine Artilleriefeuer brach aber jeden Widerstand. . 1300, Meillianen gestiegen, besonders infolge der zunehmenden Stärke der Herrerbelänbe, der Werstärhnig der Wontzimittel ald tionen Orient. 2 Unterstützungen haben sich von 68 Millionen 5 monatlich erhöht. ö N 5 3 Die Ausgaben des Staatsschatzes zwischen dem 1. August 1914 und dem 15. Mai 1915 betrugen 12 610 Millionen Francs, die Einnahmen 12 321 Millionen Francs. Die Ei 5 13 Staatsschatzes setzen sich folgendermaßen zusammen: Seeber e 9949. Zeichnungen in Bargeld oder National⸗Verteidigungsschatzscheinen auf kurzfristige Obligationen 1104, Einzahlungen auf 3½ proz. Rente 449, Vorschüsse von der 5 55 Frankreich und der Bank von Algerien 5525 Millionen Ter Bericht schließt mit der Erklärung, daß bie Gesamtlage rsichtlich betrachtet werden könne. Der beste Beweis dafür ei, daß das Volk seine Ersparnisse in Schatzscheinen und Obliga⸗ tionen anlege, was zugleich auch das Vertrauen des Volkes in den endgültigen Sieg beweise. 1 Die englischen Verluste. London, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nimes“ melden: Die Verluste seit dem 29. Mai 3— 11000 Mann.— Die letzte Verlustliste führt 150 Offiziere und 2582 Mann auf.. Aus Holland. Amsterdam, 5. Juni.(WT Nichtamtlich.) Es wurde ein Gesetzentwurf, betreffend Ausdehnung des Land⸗ sturmdienstes der niederländischen Armee, veröffent⸗ licht, der es ermöglicht, den Teil des Volkes den g= dienst zu verpflichten, der, obwohl tauglich, bisher nicht unter die Waffen gerufen werden kann. Die Regierung be⸗ absichtigt, die Eingeschriebenen, die vom Milizdienst befreit oder freigelost sind, nacheinander zum Lan dstur m einzuziehen und mit dem jüngsten Jahrgange zu beginnen. Die Streikbewegung in England. London, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der geschäfts⸗ führende Ausschuß— Allgemeinen SNeende der Gewerkschaften veröffentlicht ein Manisest, in dem die Re⸗ gierung und das Volk darauf hingewiesen werden, daß in Wochen ganz Lancashire sich in einem in dustriellen Riesenstreikk befinden kann. Das Manifest bedauert, daß die Re 25 unfähig war, wirksam die Preise für Lebensmittel, Kohle die Kriegsgewinne zu kontrollieren, und betont, daß die Lebensmittelpreise seit einem 11 um mehr als 25 Proz. gestiegen sind. Die Steigerung der Kohlenpreise ist noch ernster. Die künstlich gesteigerten Kohlenpreise verringern die Arbeitsgelegenheit. Verschiedene Industrielle Nag bereits, daß sie ihre Werke schließen müssen. Falls diese cklung sich aus⸗ dehnt, wird eine sehr ernste Lage hen. Das Manifest recht⸗ fertigt die Forderung der Arbeiter in Lancashire nach einer Kriegs⸗ zulage. Während etwa eine Million Arbeiter die Zulage erhielten, bekämen 10 oder 12 Millionen keine. Die Regierung vernach⸗ lässige die Organisierung der Eisenbahn⸗ und Unterseetransporte. Es sei kein Grund vorhanden für eine Gesetzgebung aus Panik und für eine industrielle oder militärische Wehrpflicht. Das englische Darlehen 1 5 Lugano, 5. Juni.(WTB. Nichtämtlich.) Nach an⸗ scheinend zuverlässigen Informationen aus Italien das Darlehen, das England Italien gewä 60 Millionen Pfund Sterling und ist zu verzinsbar. 3 hat, Proz. * ˖ Der italienische Bericht.. Rom, 6 Juni(WTB. Nichtamtlich) Das Oaerptentartier meldet vom 5. Juni: 5 Es ist nichts sehr Bemerkenswertes zu melden. Kleine Operationen unserer Vortruppen dauern Grenze vom Silfferjoch bis zum Meere an. Auf dem Lavarone-⸗Folgoria tut sich immer mehr die t serer die österreichisch⸗ungarischen Forts beschießenden erie kund. Unsere dadurch wirksam gestützte Infanterie festigt sich im⸗ erk. wird die vollständi⸗ isation der ln n B 3 Dienste 1 Das Befinden des Königs der Hellenen. Athen, 5. Juni.(WTB. ä Der Zustand des Königs bessert si lich, der Köni det nach der Ansicht 15 8— Gebr. a ui Ein Kriegssteuergesetz in der Schweiz. Bern, 6. Juni.(WB. Nichtamtlich) Der im April von beiden eidgenössischen Räten angenommene Bundesbeschluß, durch den der Bund ermächtigt wird, zur Deckung eines Teiles der Mobilisationskosten eine einmalige Kriegs steuer auf den Besitz und in geringem Maße auch auf das Einkommen zu erheben, wurde heute in einer Volksabstimmung mit 445 000 ja gegen 27 200 nein angenommen. Die Steuer betrifft Ei von über 2500 und die Vermögen von über 10 000 Franken. Sämt⸗ liche politische Parteien hatten die Annahme empfohlen. In ein⸗ zelnen Kantonen betrug die Zahl der Ablehnungen nur 2—3 Proz. so in Basel, Luzern, Bern u. a. Die Schweizerische Depeschen⸗ Agentur bemerkt hierzu: Die Geschichte der schweizerischen Demo⸗ kratie weist kein Beispiel auf, bei dem eine Vorlage der Regierung und des Parlaments nit so gewaltiger Mehrheit angenommen wor⸗ den wre. 35 0 l 1 8 8 1 0 Aus Kurland. Petersburg, 5. Juni.(WD ö lettische Zeitung 1 meldet: Bentf Bangen 5 che f ie täglich über Windau.„besonders Neu Epen von allen Seiten 25 Aan br 155 Eine Kontribution der Stadt Liban. Petersburg, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Nach dem„Rjetsch“ hat die Stadt Li bau eine„ von 500 000 Rubel. D i g des amerikanischen Konsuls ist erwirkt en, daß die g lung auch durch Naturalien und andere Wertsachen er⸗ Der Seekrieg. Der englische Kreuzer„Patrol“ gesunken? folgen Berlin, 5. Juni.(WTB Nichtamtlich.) Die„B. am Mittag“ meldet aus Hamburg: Bei Pierre lländischen Küste wurden nach einer Meldun 88 rger Fremdenblattes“ drei Rettungsgürtel 25 esten mit der Aufschrift:„H. M. S. Patrol“ en. Man muß annehmen, boß dieses Schiff verloren ist.— Es handelt sich offenbar um die Ueberreste des en e„Patrol“, 3000 15177 groß, ein westerschiff des kleinen Kreuzers„Pathfinder“ der am 5. Dezember 1914 in der Neordser durch 11. 21% torpediert wurde. Es wurde schon früher gerüchtweise der Untergang dieses Schiffes berichtet.. (Der Kreuzer„Patrol“ ist im Jahre 1904 vom Seel el gelaufen. Er hatte eine Geschwindigkeit von 25 Seemeilen und war mit neun Geschützen von 10,2 Zentimeter Kaliber armiert. Seine Besatzung zählte 270 ae —* 4 13 a 15 Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det aus New York: D chafter der Vereinigten Staa⸗ ten in Berlin Gerard übermittelte dem Staats ent den Inhalt der deutschen Note, in welcher Schaden ersatz die Beschädigung des amerikanischen Dampfers „Gulflight“ Zußgeaar wird. Die Note besagt, daß der Kommandant des Unterseebootes die amerikanische Flagge erst gesehen habe, als das Torpedo s Die Note drückt das Bedauern der über den Vorfall aus. 8 Paris, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden: Das englische Torpedoboot„Mohawek“ ist in der Nordsee auf eine Mine gelaufen. Es konnte aber trotzdem den 7 Hafen 8 77 7 25 ondon, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu⸗ * 12 7 Nuran Wie mpfer„Ena may“ und „Strathbahn“ sind am 3. Juni bezw. 4. Juni in der Nord⸗ see torpediert worden. Die Besatzungen wurden gerettet. Bei den Orkney⸗Inseln sind gestern noch drei weitere metzdampfer torpediert und die Besatzungen gerettet g Nach einer anderen Meldung sind noch zwei Fischerfahr⸗ euge bei Lowes und ein Schleppuetzdampfer bei den. rkney⸗Inseln von Unterseebooten versenkt worden. London, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Reutermeldung. Der schwedische Dampfer„Lappland“, nach Middlesborough unt ist 55 Meilen von Peterhead gesunken. Die Besatzung von 19 und 4 Frauen wurde in Peterhead gelandet. London, 5. ni. 3 Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Intim“ ist bei Cap Lizzard torpediert und versenkt worden. Die Besatzung von 40 Mann wurde gerettet. ondon, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Der Dampfer„Jona“, 3344 Tonnen groß, und der Segler„Chrysophas“ sind Don⸗ nerstag bei 8 Fair torpediert worden. Die Be⸗ n in ll angekommen. Zwei Segler aus stoft sind Donnerstag in der Nordsee torpe⸗ diert worden. Die Besatzungen sind in Lowestoft ein⸗ en. rest, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Der Dampfer„Penfeld“ aus Brest ist estern mittag von einem Unterseeboot im Aermel- . versenkt worden; die Besatzung ist gerettet. —— Aus Stadt und Cand. a a Gießen, 7. Juni 1915. Erster Bezirkstag des Hassia⸗Vezirts Gießen. Der erste Bezirkstag der Hassia⸗Vereine des Bezirks 1 fand gestern nachmittag im Felsenkeller statt. Nach der Be⸗ der erschienenen Vertreter der 39 Vereine des Bezirks ge⸗ e Bezirksvorsteher Daab⸗Lollar der jetzigen ernsten und 2 doch auch großen Zeit, die auf unserem lieben Vater⸗ nde lastet, und forderte zur Opferwilligkeit und zum Durchhalten —.— 17— draußen auf. Sein Hoch galt den verbündeten Fürsten 1 4 Nach dem Rechenschaftsbericht zählt der Bezirk 2976 aktive und 149 passive Mitglieder, ein Barvermögen von 29 802 Mark und ein Inventarvermögen von 19 374 Mark. Aus der Bezirkskasse wurde der Restbestand von 1914 mit 30 Mark und eine Sammlung von 42 Mark, zusammen 72 Mark, dem Roten Kreuz überwiesen. An Unterstützungen zahlten die Vereine des Bezirks bis zum 31. 12. 1914 die Summe von 8355 Mark, während die Vereine von der Kriegerkameradschaft Hassia 1724,75 Mark an Unterstützungen erhielten, die Prämien der Sterbekasse für ins Feld gezogene Kameraden nicht eingerechnet. Der schrift⸗ liche im Bezirk wies 319 Postausgänge auf. Als Vertreter für den Vertretertag am 20. Juni in Darmstadt wurde Bezirks⸗ vorsteher Daa b⸗ Lollar gewählt und als Stellvertreter Schrift⸗ Kanzleirat Schiffnie⸗ Gießen. Der Bezirkstag geneh⸗ einstimmig den Antrag des Präsidenten betr.„Erweiterung der Unterstützungstätigkeit des Verbandes und ihre Ausdeh⸗ nung auf die bedürftigen Familien der zum Kriegs⸗ dienst einberufenen Mitglieder aus dem Verbandsvermögen in weit⸗ gehendem Maße“.— 12 Vorsitzende des Bezirks sind zum Kriegs⸗ st eingezogen. Es wurde jedem ein Liebes paket bereits zu Weih⸗ —— 2 ee—5 es sollte eine weitere Liebesgabensendung in ei gen. Die Wohltätigkeitsanstalten und Versicherungen der„Hassia“ wurden warm empfohlen. Die Vereine wurden gebeten, ihre Ka⸗ meraden und deren Angehörige nach Möglichkeit zu unterstützen. Es wurde mitgeteilt, daß Prämienqufttungen von ins Feld 12 Vereinsmitgliedern von der„Hassia“ eingelöst werden, so⸗ katspet 1 14 1. 9 Das Be⸗ di ällt für es Jahr aus. zuͤgli r Jugendfürsorg empfahl der itzende den Vereinen, ihr Interesse den Wehre vereinen entgegenzubringen und dieselben zu unterstützen. Leere Hülsen und altes Messing können die Vereine gegen Bezahlung e Das Protokoll wurde genehmigt u r Bezirkstag mit dem 2 Auf Wiedersehen nach einem ehrenvollen Frieden! ge⸗ * Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wurden am 1, Juni d. J. den Schulamtsaspiranten Paul Kreuz⸗ burg aus Erfurt, Hermann Möbius aus Mainz, Valentin Schnatz aus Mainz Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz; den Schulamtsaspiranten Matthias Becker aus Ebersheim, Kreis Mainz, Ludwig Velten aus Großen⸗vinden, Kreis Gie⸗ den, Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz⸗Mombach; den Sckulamtsaspiranten Franz Ullrich aus Kloppenheim, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz⸗Kastel; den Schulamtsaspirantinnen Susanna Lucas aus Mainz, Maria Mai aus Mainz Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz⸗ N r. be. 72. n, Kreis Bingen, eine Lehrerinstelle an olksschule zu nz⸗Kostheim, sämtlich vom 1. Juni 1915 ab. * ee Ausbildung der Jugend. Am Mittwoch abend fanden turnerische und Bajonettier⸗ übungen statt. Offiz.⸗Stellv. Mayer unterrichtete über Kartenlesen und entwerfen. Unteroffizier d. R. Schäfer gab sodann ein Bild von den Erlebnissen unserer 116er von Anlois bis über den Marnelanal(Ende August und Anfang September). Seine außerordentlich interessanten 0 derungen wurden von der dankbaren Zuhörerschaft mit allseitigem Beifall aufgenommen. Am Samstag abend wurde auf dem Trieb fleißig exerziert. Am Sonntag nachmittag wurden 30 der Jungmannschaften auf den Schießständen des Schützenvereins im Schießen unterrichtet. Die Uebungen am nächsten Mittwoch sallen aus. Am nächsten Samstag wird um 8¼ Uhr an der Germania angetreten. * Meldung zur Landsturm rolle. Nach der im heutigen Blatt erschienenen Bekanntmachung des Zivil⸗ vorsitzenden der Ersatzkommission des Kreises Gießen haben sich die in den Jahren 1896, 1897 und die in der Zeit vom 1. Januar bis einschließlich 30. Mai 1898 geborenen männ⸗ lichen Personen bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts zur Landsturmrolle anzumelden und zwar in 5 Zeit vom 8. bis 10. Juni d. Is. N die Gießener Freilichtbühne eröffnete gestern nachmittag allen Schwierigkeiten, die ihr aus dengeit⸗ verhältnissen erwachsen, zum Trotz ihre zweite Kriegsspiel⸗ eit mit einem wohlgelungenen Unterhaltungsnachmittag. ne in Anbetracht der Umstände recht stattliche Besucherzahl tte sich auf dem friedlichen, baumumstandenen und Wal⸗ n abgefeuert war. chen Regierung deskühle atmenden Plätzchen zusammengefunden. Das köst⸗ liche Sommerwetter mit seiner unbewegten Luft war den Darbietungen— Lieder zur Laute und Rezitationen— über⸗ aus günstig. Prof. Dr. Bernbeck, der Leiter des Unter⸗ nehmens, bas sich schon seit sechs Jahren Heimatberechtigung bei uns erworben hat, eröffnete die Spielzeit mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf Kaiser und Heer. Die Vor⸗ tragsfolge begannen dann die Damen Gretel Leist und Thessa Mulch. Was die beiden Sängerinnen boten, paßte na Form und Gehalt so richtig und reizvoll in Zeit und Umgebung, daß jeder an den schlichten und anspruchslosen, mit feinem Gefühl für das Wesen des Vollsliedes gereichten Gaben seine rechte Freude haben lonnte. Der Stimmungsgehalt all der kleinen Lieder mit ihrer so rührend einfachen Linie und eben drum so unmittel baren Wirkung fand in der grünen Natur einen echten Resonanzboden, in dem all die Vorzüge altdeutscher Lied⸗ lunst, süße aber nie süßliche Traurigkeit und milde Resig⸗ nation, aber auch Schelmenlächeln und tändelnder Humor, rührende Lieblichkeit und handfester Scherz voll zum Schwin⸗ gen kommen konnten. Die beiden Sängerinnen wußten all diese Saiten zum Tönen zu bringen; die Lieder vom Tod auf grüner Haiden und vom Postillon fanden ebenso beifallsfreu⸗ dige Hörer wie die heiteren Dialektweisen mit ihren mun⸗ teren Akkorden. Die Vortragsordnung verzeichnete weiter⸗ hin ernste und heitere Vorträge aus Dichtungen deutscher Meister durch Stud. W. Göttig.— Am kommendenSonntag wird die Freilichtbühne ihren Freunden„Das Versprechen hinterm Herd“ sowie einen lustigen Einakter bringen. * Burschenschaftliche Jahrhundertfeier. Am 12. Juni d. J werden hundert Jahre verflossen sein, seitdem in Jena die Deutsche Burschenschaft gegründet wurde. Von der anten gemeinsamen glanzvollen Feier der Jahrhundertwende ihres Bestehens haben die drei großen burschenschaftlichen Verbände an den Universitäten und tech⸗ nsichen Hochschulen des Reiches und der Ostmark A b st and nehmen müssen. Doch werden an diesem Tage überall in der Heimat und im Felde die alten und jungen Burschenschafter zu gleicher Stunde sich zu ernsten örtlichen Feiern zusammen⸗ finden. In Gießen wird am 12. Juni, abends 8 Uhr, auf dem Germanenhause(Wetzlarer Weg) eine Feier stattfinden, zu der alle Angehörigen der drei burschenschaft⸗ lichen Verbände eingeladen werden. un Hansabund für Gewerbe, Handel und In⸗ dustrie. Man bittet uns, Interessenten darauf aufmerksam zu machen, daß Verzeichnisse aller Gegenstände, die die Heeres verwaltung in größeren Mengen beschafft, nach Gat⸗ tungen und beschaffenden Stellen eingetroffen und im Bureau der Handelskammer erhältlich sind. Landkreis Gießen. J Burkhardsfelden, 7. Juni. Ein Unglücksfall, der leicht schlimme Folgen hätte zeitigen können, ereignete sich vorigen Samstag in hiesiger Gemeinde. Infolge der hier aus⸗ gebrochenen Maul- und Klauenseuche ist es nicht gestattet, das Klauenvieh aus den Ställen zu entfernen. Es herrscht somit großer Mangel an 3 da zurzeit nur noch fünf Pferde im Besitze hiesiger Bürger sind Man sucht sich nun auf andere Weise zu helfen, indem man anstelle der Zugtiere die Wagen durch Personen zieben läßt. Besonders ist dies Arbeit der Jugend. So begab sich denn vergangenen 0 seinen beiden älteren Schwestern mit einem s n Heuwagen in das Feld, um einen Wagen Heu zu holen. Auf dem Heimwege kam jedoch der Wagen an eine l abschüssige Stelle ins Rollen, so daß die beiden Führer die Gewalt über den Wagen verloren. 9 10 Unglück waren sie auch noch an der Deichsel festgebunden. ide kamen zu Fall, so daß dem Knaben die Räder über den Körper gingen und das Mädchen eine Strecke weit geschleift wurde. Der sofort zit Hilfe gerufene Arzt brauchte glücklicherweise nur Verletzungen 1 Art festzustellen. Kreis Schotten. f O Laubach, 4. Juni. Lehrer Weißgerber aus Lau⸗ bach erhielt in den Karpathen nach Mitteilungen zweier seiner Kameraden einen Armschuß und einen leichten Kopfschuß und zwar wischen dem 12. und 15. März. Seit dieser Zeit hat er kein benszeichen von sich gegeben und gilt ebenso wie sein älterer Bruder als vermißt.— Am Dienstag abend erhielt das hiesige Lazarett einen Zuwachs von 13 Verwundeten, meistens Würt⸗ tembergern, so daß die sämtlichen Betten des hiesigen Lazaretts wieder belegt sind. Starkenburg und Rheinhessen. O Affolterbach, 4. Juni. Das aus Süddeutschland am Morgen des 2. Juni gemeldete Erdbeben ist auch hier bemerkt worden.(Gestern zwischen 4 und 5 Uhr wurden etliche Leute durch einen verspürten hestigen Erdstoß aus dem Schlafe aufgeweckt. Türen und Fenster klirrten ähnlich wie bei dem Erdbeben im No- vember 1911. Aehnliche Wahrnehmungen werden aus Orten der Umgegend berichtet. Wald-Michelbach, 4. Juni. Auf den Bahnhöfen des südlichen Odenwaldes werden jetzt die Ergebnisse der diesjährigen Rindenernte verladen. In großer Zahl kommen hochbeladene Wagen angefahren, um die nun getrockneten Eichenrinden ihrem Bestimmungsorte zuzuführen. Die meisten Rinden sind aus unserer Gegend, sie gehen an die großen Ledersabriken in Weinheint ab. Da in diesem Jahre für den Zentner Rinden der hohe Preis von nicht ganz 10 Mk. bezahlt wurde, ist das Ernteergebnis diesmal im allgemeinen besser als in früheren Jahren. Das gute Ernte- ergebnis ist sehr erfreulich, weil gerade in diesem Jahre die Eichen- rindensache eine große Rolle spielt. Dazu kommt noch, daß die e 2 intel ker 1 für N gilt. 13 einhessen, 6. Juni. Die sehr heiße Witte⸗ rung der letzten Tage läßt das Obst schnell zur Reise kom⸗ men. Die Zuführen von Frühobst zu den rheinhessischen Märkten haben sich in letzter Zeit sehr umfangreich gestaltet. Die Preise sind denn auch trotz der großen N wesentlich zurückge⸗ gangen. In der Hauptsache trifft dieses für Erdbeeren und Kir⸗ schen zu. Auch die Spargelpreise weisen einen kleinen Rückgang auf, trotzdem sie immer noch recht hoch sind. Da der Bedarf fast ausschließlich durch die Erzeugung des Inlandes gedeckt werden muß, ist die Nachfrage auf den Spargelmärkten sehr groß. Hessen⸗Nassau. 1 Marburg, 5. Juni. In einer heute im Pfeiffer'schen Lokale abgehaltenen Versammlung des Landwirtschaftlichen Kreis vereins wurden die Ernteaussichten durch die lange Trockenheit als herabgemindert bezeichnet. Besonders schlecht entwickeln sich die Sommerfrüchte, der Grasschnitt ergab kaum die Hälfte des üblichen Ertrages.. h. Frankfurt a. M., 6. Juni. Auf dem Schillerplatze wurde am Samstag mittag in Gegenwart einer großen Festgesell⸗ schaft ein„Adler in Eisen“ enthüllt. Ein mächtiger, 2 Meter hoher, vom hiesigen Bildhauer Karl Stock geschaffener Holzadler soll, wenn er vom Kopfe bis zu den Krallen mit rund 200000 Nägeln benagelt ist, dereinst Kunde von dem O i der 1. jurter Bürgerschaft für die„ utschen ablegen. Die Enthüllung des Adlers vollzog sich in den schlichtesten Formen. — Frankfurts Macht⸗ und Wahr hochgereckte Do m⸗ turm, feierte heute seinen 500. Geburtstag. Am 6. Juni 1415 wurde sein Grundstein gelegt, und Meister Gerdener, der Steinhauer und Werkmann, war der erste Bauherr, dem bis 1511, da man den Turm mit einer Steinkuppel bekrönte und nach oben abschloß, noch 10 andere Meister am Bauwerk folgten. ch. Rüdesheim am Rhein, 6. Juni. In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni entstand in der Erz tebnngsan ga rienhausen bei Aulhaunsen an vier verschiedenen Stellen des großen Gebäudekomplexes Feuer. Der Brand griff mit rasen⸗ der Geschwindigkeit um sich so daß die Kinder— etwa 200 an der ahl— und die Erzieher nur unter Lebensgefahr gerettet werden unten. un Löscharbeiten war nicht zu denken, da das vorhan⸗ U * Samstag ein 13 jähriger Knabe mit“ 63 dene Wasser zur Rettung und Sicherung der vom Feuer nicht an⸗ gegriffenen Wirtschaftsgebäude, der Turnhalle und vor allem aber des Gasthauses verwendet werden mußte. Das Wohngebäude und die Kirche brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer ist allem Anscheine nach durch Brandstiftung entstan⸗ den, wobei die Täter unter den Zöglingen zu suchen sein dürften. Wie groß der Schaden ist, läßt sich jetzt noch nicht schätzungs⸗ weise angeben. Neben dem Sachschaden, der sicher mehrere Hunderttausend Mark betragen wird, ist auch ein sehr großer ideeller Schaden zu beklagen. Von der Werra, 6. Mai In' dem Forstbezirke Klein⸗ schmalkalden wurde der Holzarbeiter Wachsmuth beim Wildern von dem Forstaufseher Brandt überrascht. Es kam zu einem blutigen Zusammenstoß, bei dem der Forstbeamte durch einen Schuß leicht am Kopfe verletzt, der Wilderer dagegen durch einen Herzschuß getötet wurde.— In dem Forstgebiete zwischen Buttlar und Pferdsdorf entstand durch das leichtsinnige Fortwerfen einer brennenden 1 ein größerer Walde brand, dem 20 Hektar schöner Bestand zum Opfer fiel. Der Scha⸗ den wird auf 20 000 Mark geschätzt. h. Aus der Rhön, 6. Juni. Ein mächtiger Waldbrand zerstörte im Forstort Lindig bei Buttlar etwa 80 Morgen wertvoller Buchen-, Kiefern- und Fichtenbestände. Zahlreiche Leute, die im Walde Streu sammelten, konnten sich und ihre Gespanne nur mit knapper Not vor dem Verbrennungstode retten. Der 1 den ist sehr bedeutend Vermutlich entstand der Brand durch — eines Bauernburschen, der im Walde Zigaretten rauchte. Aniversitäts⸗ Nachrichten. [ Marburg, 6. Juni. Ter außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät, Dr. Köppe, der kürzlich einen Ruf nach Halle ablehnte, wurde zum Ordinarius ernannt. Berlin, 7. Juni. Als gestern abend die große Schar der Ausflügler aus dem Grunewald in das Stadtinnere zurückkehrte, ereignete sich am Kurfürsten damm ein solgen⸗ schwerer Zusammenstoß zwischen zwei dicht besetzten Straßen⸗ bahnwagen, bei dem eine große Anzahl von Personen verletzt wurde. Mehrere Passagiere aus dem offenen Wagen wurden auf die Straße geschleudert. Andere erlitten Quetschungen und Schnitt- verletzungen. Soviel bis gestern abend festgestellt werden konnte, sind im ganzen über 20 Personen verletzt worden. 2 ä—̃ ä ů—ů Handel. Frankfurt a. M., 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Die für das Geschäftsjahr 1914/15 zur Verteilung gelangende Div dende der Elektrizitäts⸗Aktien⸗Gesellschaft vo mals W. Lahmeyer& Co. zu Frankfurt a. M. beträgt nicht 6 Prozent, wie irrtümlich gemeldet, sondern 7 Prozent(7 Pro⸗ zent, wie im Vorjahre). 2 KKH Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 8 22 2 2 35 22 8 2 32832 2 S2 din Se e 8 S f e 8 83 S2 S 2 8 3 685 1725[8 8 85 S 3 S 2 2 S 8 E 62% 751.1] 25,1 11,0 4% NNW 4 7 Sonnenschein 6.89 751,3 19,4113 67[NEH 2 3[Bew. Himmel 7.1% 751,5 17,2 10,3 71 NNE 2 0 1 jöchste Temperatur am 5. bis 6. Juni 1915 25,2 C. Kedlehse 5.* 1015= T 1285 5 Niederschlag: 0,0 mm. 2— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Das kontinentale Hochdruckgebiet hat sich etwas ostwärts ver ⸗ lagert. Von Westen scheint ein Wirbel tiesen Druckes heranzu⸗ ziehen, der uns Bewölkung, vielleicht auch geringe Niederschlage bringen dürste. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 8. Juni 1915; Wolkig, meist trocken, etwas kühler, nordwestliche Winde. 5 Letzte Nachrichten. Ein Seegefecht? Kopenhagen, 7. Juni. Am Samstag nachmittag 23 e e Ler- wg er Ae e eine äußer eftige Kanonade aus östlicher Ri 9 hört. Im ersenerger Minuten 2 nicht—— 45 50 Schüsse gezählt. ige Stunden vorher waren mehrere Kriegsschiffe in gleicher Richtung gesichtet worden. Jedoch bei der großen Entfernung war es unmöglich, ihre Natio⸗ nalität zu erkennen. Italien wirbt Bundesgenossen. Lugano, 6. Juni. Der„Corriere della Sera“ berichtet aus Bukarest, daß die dortige„Ecoca“ behauptet, König Vik⸗ tor Emanuel habe einen Brief an den Zaren gerichtet, in dem er ihn auffordert, so schnell wie möglich die Forderungen Rumäniens zu erfüllen, damit es an dem Kriege teilnehme. Ein Erlaß Sonninos. Lugano, 7. Juni. Sonnino richtete an die Vorsitzenden und die Mitglieder der 1300 Berirtsensschihse fiir Auswanderer die Aufforderung, im Interesse der Landesverteidigung die Rückkehr der Einberufenen zu erleichtern und Wehrpflichtige vom Auswan⸗ dern fernzuhalten. Die Kämpfe an den Dardanellen in englischer Beleuchtung. Amsterdam, 7. Juni. Ueber die Kämpfe an den Darda⸗ nellen erfährt der dorthin entsandte englische Berichterstatter von einem englischen Offizier, daß die Türken besonders während der Nacht ein ununterbrochenes Feuer auf die Linien der Verbündeten zu unterhalten pflegen. Auf den Aki Baba⸗Höhen haben die Türken immer noch einige 6 Zollgeschütze stehen. Kürz⸗ lich seien diese noch durch einige schwere, anscheinend von dem Kreuzer„Göben“ stammende, verstärkt worden. a Nikolai Nikolajewitsch abgesägt? Kopenhagen, 7. Juni. Hier geht das Gerücht um, daß Nikolai Nikolajewitsch einen Hrankheits⸗ urlaub antreten wird. Er soll durch einen anderen Ober⸗ kommandierenden ersetzt werden. Amerika schwenkt um? Kopenhagen, 7. Juni. Wie aus zuwerlässiger Quelle ver⸗ lautet, macht sich in amerikanischen politischen Kreisen L im Sinne der Zentralmächte 1 Tausende deutscher Frauen baben ege ausländische Seisenmarken jetzt Front gemacht und sich— Abertausenden Frauen angeschlossen, die schon seit Jabren nur Lubhns für die 7 und beim Hausputz verwenden. Luhns verbürgt frei von Tran. Rotbandpackung. .. ̃. ·— 3 22 n 3 5 JJC 2 a 8 8 1 . 4 * HADEKA Halb u. Halb-Socken aus Wagners Echter Vigogne werden nach— Wäsche in lauwarmem Seifenwasser weicher und schöner, gehen niemals ein und filzen nicht. + HAD ENN Für unsere Krieger! Für unsere Krieger! S HENREN-SOCKEN Im Gebrauch das Billigste im Tragen das Angenehmste. aus Wagners Echter Vigogne Die vollendetste Fussbekleidung der degenwartl * HADEKA*. 3 Wa 1* HADEKA 1 2* nab u. Halb- Socken ass Merino-Schweiss-Socken 9d 078„ 50, 0.8. nan. Hei Socken am Wagners Echter Vigogne Wagners Echter Vigogne ind gãnzli d sind unerreicht haltbar, weil sie 9. A. H O1 terh Off Söh I— 7 Selte rSWeg 20 aus dem besten und längsten angenehm an. Material hergestellt sind. „Warm zu empfehlen ist Zucker's Patent-Medi-. :inal:-Seise gegen unreine f Haut, Mitesser, Pickel, Knötchen. Pusteln usw. Spe ⸗ N zial⸗Arzt Dr. W.“(In drei Stärken, à 60 Pf., M. 1.— u. M. 1.50). Dazu Zuckooh- Creme 60 u. 75 Pf.). In der Univers.⸗Apotbeke, Hirsch⸗ Avotbeke, bei et„ „Seibel, W. Kilbinger, Schaaf, E. Karn, Ern Noll u. W. Schrader, Otto 5 Wintervoss Ae b 8. Am 3. Juni 1915 starb an den Folgen einer schweren Verwundung mein treuer Gatte, Vater, unser lieber, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Neffe Karl Weber Wehrmann im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 218 im Alter von 30 Jahren den Heldentod fürs Vaterland. Todes-Anzeige. Im Kampfe für unser Vaterland starb am 18. Mai unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Theo Schindler Kriegsfreiwilliger im Res.-Inf.-Regt. Nr. 223 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Karl Weber Ww. 4800] Familie Philipp Weber. Essen, Giessen(Hillebrandstrasse 5), den 7. Juni 1915. Empfehle noch jetzt eine 1 Aussaat von:* im Alter von 23 Jahren. Karen dee Schnabel- und MHarkerbsen, Radies, Rettich. Winterkohl, Rosenkohl, 9— MHangold. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: nsch. 1 8 Hermann Schindler, Lokomotivführer i. R. e Heinr. Hahn, Giessen Giessen, den 6. Juni 1915. Samenhandlung Neustadt 8 Teleph. 403 Täerpentolin. „Löwen⸗Marke“ D. R. W. (Amerik. Terpentinöl gleich⸗ wertig) Hauptniederlage für Hessen⸗Nassau Dr. Krüger L Sommerfeld, Cassel. Telegr.⸗Adresse Themikalco. Fernruf Nr. 553 u. 554. 4722 bartenmöbe sowie Friedhofs⸗Bänke, Stühle und Gießkannen empfiehlt(42403 zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Eisenwaren, Haus⸗ und Küchengerätehandlung. 1 40171 Täglich frisch gestoch. spargel in bekannt. Güte v. morgens Ubr ab. W. Hankel, Neuen Bäue 7, Telephon 612. . a sicherste 7 ittel gegen en. Zu der am 12. Juni, abends 8 Uhr, auf ee deere r Ortsgruppe Gießen. dem Germanenhause stattfindenden 4 err Auskunftstelle f Erd b keren iu Seen, Jahrhundert ⸗Feier ene Frauen u. Mädchen er⸗ 1 halten unentgeltlich Rat Tagespreisen las und Auskunft für alle W. Hankel F 1 8* Martipiag 1% enzias der Gründung der Telephon 612 Neuen Bäue 7. abends von 7 bis 8 Uhr. nechtsschuhstele. Deutschen Burschenschaft„Foldgrau- Frauen u. Mädchen 2 N a erbalten unentaeltlich werden alle Angehörigen der drei burschen Läusetod Rat und Auskunft schaftlichen Verbände freundlichst eingeladen. D Todes-Anzeige. Nach kurzem, schwerem, in Geduld ertragenem Leiden verschied plötzlich unsere einzig innigstgeliebte Tochter und Schwester, meine teure Braut Ella Müller im Alter von 22 Jahren. Für das Vaterland starb am 29. Mai mein lieber, braver Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager und Onkel Hermann Scheld Musketier im Reserve-Infanterie-Regiment 224, 8. Komp. Die trauernden Hinterbliebenen: Jakob Müller und Frau Louise, geb. Koch Willy Müller Georg Kehr, Bräutigam. Giessen(Rodheimer Str. 69), den 5. Juni 1915. im 21. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Marie Scheld geb. Zimmer Emma Harnisch, geb. Scheld, und Kinder Marie Scheld Wilhelm Scheld, zurzeit Ersatz-Maschinen- Gewehr- Kompagnie, Mainz Ludwig Harnisch, zurzeit im Felde. Queckborn, den 6. Juni 1915. 03045 Die Beerdigung findet Dienstag, 8. Juni, nachm. 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man höflichst abzusehen. Le en 7 5 5 5 5 5 1 8 Ag. Deutsch. Frauenverein Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Elisabethe Hild Ww. gestern nachmittag im 71. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Hild und Familie in Rechtsangelegenheiten Di b à Mk. 1.—, Hauptniederlage: Peter Hild und Familie. blau f Maibegchabenee Die Gießener ie Gießener g y„August fol ö von 7-9 Uhr. —Burschenschaft. Vereinigung alter zen M. Eeregr, 22 73 8 Burschenschafter. Hühneraugen⸗ 1 inktur Marke Hens“ peisearaften Heugras⸗Versteigerung. 8 ri sgelesene Ware Fürstlich⸗Solmsische Oberförsterei Hohensolms. oll Babado f L a a 0 3.—4 17 bur we 9 1 5 E 4 Tele 512 Neuen Bäue 7 Gemarkun erlem 7 Morgen, 2 0 3 8 8 Lamper“; nachmaltags 4 uhr Gemarkun Mudersbae und Backpulver 8 f F., A Kadlumhaltige Selquellen.— von Erda die„Weinabr, 30 Morgen, Anfang Teich Nr. 1. 800 en Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der Freitag, den 11. Juni. vormitlags 9 Ubr, Gemax⸗JAdl.-Drog.Seltw. z00ttoschaat l Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut, kung Erda 40 Morgen, Ansan„Brühler Teich“; nach⸗ P;: Eranenkrankheiten, Rheumatismus, Gicht, Sterofulose, mitiags 4 Ubr Gemarkung Fratkenbacb M Eier- bras, Fl. 60 Giessen, Barmen-Rittershausen, den 7. Juni 1915. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Juni. nachmittags 4 Uhr. von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 14814 ede de 8 255 5 N r. 0 1 g 6h 5. Adl.-Drogerie, Selters- 2 ien a as. e eee e neee . 25 herrl. Lage inmlit. ausgedehnt. Gebirga gen.: Solbt E M 8 1 8 N e eee 15 4 eee 5 on ursv er 2 ren. Hol etallbetten 8 1. N. 2 matische Apparate u. Ka Trinkkur ü f. 9„ 0 ji ͤ eee kehr Werra In ben Konkursversahten uber das Vermögen Pig F e e, e- e, Mähr des genpartoeürnberger, Mebgermeisten in Lollar, Neergbbellzbriz Emi. Tr I. Hochalz-, Lithlum- Stabl- u. Schwofolguellon. 5 i a 9 i bee 2— 1a Bekanntmachung 5 ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters Zwei 3 2. Grossherzogliche Badedlr 11 4. Die Auszahlung der Verpflegungsgelder für die im 3255 Erhebung 2 Einwendungen gegen das Schluß⸗ schöne ean er, .—— 7 Februqx in der Stadt untergebrachten Mannschaften der verzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden in Blüte stehend, zu verkauf. Alice-Schule. 4810 in benen der en emen became ts ii findet statt; Forderungen— und zur Veschlußfassung der Gläu⸗“ Nabereb h der Geschäfts.⸗ 25 izle beg g Batch erb g* 1 2 Juni 3 1 die nicht verwertbaren* stelle des Gieß. Anzeig. Ion 8 nahen!„Bügeln und Kunst⸗— Donnerstag, den 10. Juni er ußtermin au ittwo en 30. Juni 5 1 waschen, sowie 1 e am Montag, 14. Juni. R. Freitag, den 11. Junk. 5 5 9 U a de 1 Großl 1585 l. Amts 0 u b 1 Kulu m Anmeldungen dazu schriftlich oder mündlich um Schulhaus Zahlstunden vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags vormittag hr. 5 90 2 eee Steinstraße 10, späbestens Freitag, den 11. Jun, von don 3.—6 Uhr. Jahlstelle: Stadthaus, Zimmer Nr. 4 gericht hierselbst, Zimmer Nr. 13, bestimmt. 4808 B(A. H. S. C.)„ 10—6 Uhr. Prospekte gratis. Ein besonderer Kursus Gießen, den 5. Juni 1915. 801 Gi den 2 i 1915 im Emmachen von Gemüsen u. Früchten findet anz Tauan Der Oberbürgermeister. 3 ießen, den 2. Juni 1 5 ii des Juli u. Auguft statt. Anmeldungen damen e(richtsschreiber des Broßherzoglichen Amtsgerichts. Hindenburg.