* 5 Erstes Blatt 1 2 Der Ssehener Anzelger scheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familtendlätter; wennal wöchentl. Kreis⸗ latt für den kreis Gießen (Dienstag und Freitag) zweimal monatl. Land wirtschaftliche Seltfragen Nerusproch-Anschlüsse: für die Schrütleuung!12 Verlag, Geschäftsstelleö1 Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. TB.) Croßes Hauptquartier, 4. Juni. (W (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Schloß und Ort Hooghe(östlich pern) sind bis auf wenige Häufer am Westrande von uns gestürmt. Englische Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen. Oestlich Givenchy gelang es gestern abend englischen Truppen, in unsere Stellung einzudringen. Ein Gegenangriff warf den Feind unter schweren Verlusten wieder hinaus! Drei englische Maschinengewehre fielen in un— sere Hand. Die Stellung ist lückenlos in unserem Besitz. Die Zuckerfabrik Souchez ist nach hin- und her⸗ wogendem Kampf von uns besetzt. An der Bahn westlich von Souchez ist der Kampf noch im Gange. 1 Ein starker feindlicher Angriff auf unsere Gräben bei und nördlich Neuville brach im Artilleriefeuer zusammen, südlich Neuville sind seit heute nacht Nahkümpfe im Gange. . Im Priesterwalde ist der Kampf abgeschlossen. Es ist uns gelungen, den größten Teil der verlorenen Gruͤben wieder zu gewinnen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Abteilungen wurden durch unsere Kavallerie aus den Ortschaften Lenne und Scchrunden, 60 und 70 Kilometer östlich Libau, vertrieben. In Gegend Raw⸗ Nilany westlich Kurschanp und bei Sawdyniki an der Dubissa scheiterten feindliche Angriffe. 1 Sü döstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Truppen haben nach Kampf die Orte östlich von Przemyslh und nach Nordosten anschließend die Linie Bolestraszyce— Torti— Podziacs—Starza⸗ wa erreicht. Die Beute aus dem Fall von Przemyll ist noch nicht festgestellt. 1 fügen von Gefa denster 2 2 die Russen für 2. zum 3. Juni, in der Przemysl erstürmt wurde, gegen die ganze Front der Armee des Generalobersten v. Mackensen einen allgemeinen Angriff eingeleitet hatten; diese Offensive ist schon in ihren Anfängen vollkommen gescheitert. 22 Kilometer östlich von Przemysl stürmten deutsche Truppen unter General v. d. Marwitz die Höhen beiderseits Myslatycze. Die Armee des Generals von Linsingen ist im Begriff, den Unterlauf des Stryj. nordöstlich des Ortes gleichen Namens, zu überschreiten. Oberste Heeresleitung. . 2 3* Die Deutschen und ihre Verbündeten haben um Prze⸗ mysl den unaufhaltsamen Drang nach vorwärts, und sie gönnen sich keine Ruhe, um den bisherigen Erfolg abzu⸗ wägen. So müssen wir uns noch etwas gedulden, bis wir die Siegesbeute von Przemysl. erfahren. Die Russen be-, haupten in ihrem amtlichen Bericht, einiger Zeit von der Erwägung ausgegangen seien, die Festung preiszugeben, weil sie zur Verteidigung nicht gut genug eingerichtet sei und die russische Kampflinie unnütz verlängere. Es mag sein, daß der Feind darum nicht seine volle Ausrüstung und keine allzu große Besatzung in der Hand des Siegers zurückgelassen hat, aber schwerwiegender als dies alles ist doch die Art und Weise, wie sich nunmehr daß sie schon seit Süden her durch— russischen Verteidi— tellungen und steht nur mehr wenige Kilometer von Mosciska. Dieser Ort liegt etwa 4 Kilometer südlich der Wisznia an der Chausee Przemysl-Grodek-Lemberg und ist ein wichtiger Straßenknoten und Station der Eisenbahn Przemysl⸗Lemberg. Dies bedeutet die Sperrung der ge nach Osten. Zahlreiche Gefangene Weiter im Süden ist General Linsingen mit seiner Armee gleichfalls auf dem Vormarsch. Er überschreitet den unteren Stryj und scheint direkt auf Lemberg zugehen zu wollen. Die Russen sind im Rückzuge begriffen. Da auch an der Pruthlinie alle russischen Angrifse erfolglos waren. so läßt es sich verstehen, daß der Zar in Petersburg einen 5 abhalten läßt, der von der ernsten Lage Ruß⸗ lands Zeugnis ablegt. Die nächsten Tage werden eine noch eindringlichere Sprache reden! der Fortgang der Kämpfe in Galizien. Berlin, 5. Juni. Ueber den Fortgang der Kämpfe in Ga— lisie nn wird dem Berliner„Lokal-Anz.“ aus dem K. K. Kriegs- bressequartier gemeldet: Die große Schlacht hat auf die ganze Front der Armee Pflanzer-Baltin übergegriffen. Sie reicht so— it jetzt von der Weichsel bis nahe an die bessarabische Grenze. wischen San und Dyjestr erzielten unsere Angriffe einen schö— 1 5 N— jießener 2 General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschästsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. igenen verschie⸗ die Nacht vom 165. Jahrgang ö * nen Erfolg. Dem Feinde wurde eine Stellung entrissen. In den da— hinter 0 Abschnitten aber leisten die Russen noch zähen Widerstand. Die vormalige Besatzung von Przemysl zieht sich unter Nachhutkämpfen, verfolgt von den Truppen des Generals Puhalle und den Bayern, allmählich in die russische Front auf Nedyka zurück. Die Kämpfe der Armee Lin- singen und der Gruppe Szurmay nehmen einen guten Fort⸗ gang. Diese Heeresgruppen drängen den Feind immer mehr an den Dnjestr heran. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 4. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 4. Juni 1915. Russischer Kriegsschauplatz. „Im Laufe des Tages wurde Przemysl'vom Feinde gesäubert, der in östlicher Richtung zurückging und auf den Höhen südwestlich Medykg durch Nachhuten Widerstand zu leisten versuchte. Dort greifen jetzt die verbündeten Trup⸗ pen an. g Unterdessen ist es der Armee Bö hm⸗Ermolli ge⸗ lungen, vom Süden her dierussische Verteidigungs⸗ stellung zu durchbrechen und in der Richtung auf Moscista norzustoßen, von welchem Orte unsere Truppen nur mehr wenige Kilometer entfernt stehen. Bei diesen Kämpfen fielen zahlreiche Gefangene in die Hände der Sieger. Auch der Angriff der Armee Linsingen hatte neuen Erfolg. Die Russen sind seit heute früh vor dieser Armee in vollem Rückzuge. An der Pruthlinie haben sich in Rückwirkung der Ereignisse am San und oberen Dnjestr neue Kämpfe ens⸗ wickelt. Wo der Gegner Angriffe versuchte, wurde er unter —— Verlusten 2 S K Le Mann wurden zu efangenen gemacht. Die so 3 8 unteren San und in Polen ist uu ver dl t. Italienischer Kriegsschauplatz. % Im Tiroler Grenzraum sind keine wesentlichen Ereig⸗ nisse zu verzeichnen. Oestlich des Kreu zberg⸗Sattels nahmen unsere Truppen zwei Gipfel, die die Italiener vor übergehend start befestigt hatten. An der Kärntner Grenze hält der Geschütztampf stellenweise an. Im Küstenlande wird im Raume von Karfreit gekämpft. Der Stellvertreetr des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Aus Przemyfl. Wien, 4. Juni.(WTB, Nichtamtlich) Die Truppen drangen rasch nacheinander von allen Seiten in Przemysl ein. Mit den Bayern trafen sich Reiter der Kavalleriedivision Berndt auf dem Marktplatze. Bald darauf sind auch die Fußtruppen des 10. Korps angelangt. Es herrschte unendlicher Jubel. Alle Straßen waren voll von Menschen, welche Blumen streuten, Fahnen schwenkten und solche an den Häusern befestigten. Die Stadt hat nicht gelitten. Große Vorräte sind in den Maga⸗ zinen zurückgeblieben, auch sonstiges Triegs material befindet ich noch viel in der Festung. Die Truppen konnten sich aber in der Stadt nicht aufhalten, da sie dem sofort abziehenden Gegner nachdrängten, der zum Schutze seines Abmarsches auf den Höhen östlich der Stadt Nachhutstellungen bezog und diese ziemlich hart näclig verteidigte. Langsam drängten unsere Truppen den Feind von Stellung zu Stellung aus dem Festungsrayon hinaus. Die Gefangenenzahl ist noch nicht ermittelt. Der russische Bericht. Petersburg, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich. Mitteilung des Großen Generalstab's. Am 1. Juni dauerte die Schlacht bis zur Gegend von Nadworna fort. Auf dem lin⸗ len Ufer des unteren San drängten unsere Truppen nach einem kräftigen Vorstoß die feindliche Ausstellung am 2. Juni endgültig zurück. Wir bemächtigten uns eines wichtigen Abschnittes der be⸗ festigten Stellung des Gegners in der Umgegend von Rudnik, wo wir ungefähr 4000 Gefangene machten, Kanonen und viele Ma⸗ schinengewehre erbeuteten; unsere Offensive auf der ganzen Front bis zur Wislokamündung dauert erfolgreich fort. Angesichts der Tatsache, daß Przemysl' bei dem Zustand seiner Artillerie und der von den Oesterreichern vor der Uebergabe zerstörten Werke unfähig zu selbständiger Verteidigung anerkannt worden ist, war die Festhaltung für uns ein angemessenes Ziel nur so lange, als der Besitz der Stellungen, welche die Stadt im Norden und Westen um⸗ geben, uns den Kampf am San erleichterte. Da der Feind Jaroslau und Radymno nahm und ssch auf dem rechten Sanufer ausdehnte, zwang die Festhaltung der genannten Stellungen unsere Truppen, auf einer ungleichmäßigen, sehr schwierig zu verteidigenden Front zu kämpfen, welche durch diese Stellungen um 35 Werst verlängert wurde und die Truppen, die darin standen, einem konzentrierten Feuer der zahlreichen schweren Artillerie des Feindes aussetzte. Daher begannen wir vor einiger Zeit, das verschiedenartige Ma— terial, das wir den Oesterreichern abgenommen hatten, nach und nach aus dem Punkte wegzuführen, Nach Beendigung des Trans- portes entfernten wir am 2. Juni die letzten Batterien. In der folgenden Nacht räumten unsere Truppen gemäß den ihnen zugegangenen Befehlen die Nord- und We stfront von Przemysli und die umgebenden Stellungen und nahmen weiter östlich eine dichtere Aufstellung.— Feindliche Angriffe zwischen rzemysl und dem Injestr wurden am 1.1 Juni abgewiesen. Im biet jenseits des Dwjester gelang es dem Feinde, welcher sehr starke Kräfte an den Zugängen zu der Stadt Stry'j versammelt hatte, auf der Front zwischen Tys mienica und dem Stry fluß vorzudringen, wobei er sehr große Verluste erlitt und bei unseren Gegenangrifsen 1000 Gefangene verlor. An den Ufern der Swica und Lomnica bedrängten wir am 1. Juni den Feind und wiesen an der Bistrica seine Angriffe erfolgreich ab nzeig Samstag, 5. Jun 1015 Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. aussch Bestellg. Zeilenpreis: local 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuille ton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. der russische Abzug aus Przemsl und seine Gefährdung von Süden her. Der Deutsche Kaiser beim österreichisch-ungarischen Oberkommando. Wien, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Deutsche Kaiser ist heute mittels Automobil im Standort des K. u. K. Oberkommandos eingetroffen, um dem Armeeober⸗ kommandanten Feldmarschall Erzherzog Friedrich an dessen heutigen Geburtstag sowie anläßlich der Wiedereroberung Przemysls die herzlichsten Glückwünsche persönlich zu über⸗ bringen. Bei der Mittagstafel erhob Kaiser Wilhelm sein Glas, um in markigen Worten die Bedeutung des jüngsten Erfolges der verbündeten Truppen un die Persönlichkeit des siegreichen Feldmarschalls zu feiern. Bei der Ankunft und Abfahrt wurde Seine Majestät von der in den Straßen der Stadt massenhaft versammelten Be⸗ völkerung jubelnd begrüßt. Großer Kriegsrat in Petersburg. Basel, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Basler Nach⸗ richten“ melden: In Petersburg sind in den letzten Tagen zahlreiche Generale, frühere Minister und Generalgouverneure, die dem Zaren als B. zu dienen pflegen, eingetroffen. Es wird ein großer Kriegsrat erwartet. l Basel, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Pariser „Temps“ meldet aus Sofia, General Dimitrie w befinde sich seit bei Besichtigung der vordersten Frontlinien erhalten hat. Der „Basler Anzeiser⸗ stellt den Widerspruch in dieser Meldung zu der kürzlichen amtlichen russischen Meldung fest, wonach General Dimitriew den Befehl über die zum Angriff gegen den Bosporus bestimmte Armee übernommen haben sollte. A Der Kampf gegen die Italiener. Wien, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequ 5 Zusammenstöße an 1 n sicht und froher Hoffnung erfüllen. Nicht die Zahl ent⸗ scheidet, sondern der innere Gehalt der Kämpfer. Ein Muster⸗ beispiel für den Schneid, den kühnen Wagemut und die Unter⸗ nehmungslust unserer Soldaten bietet das Grenzgefecht bei Caprilè am 26. Mai. Als unsichere Meldungen über die italienischen Truppenbewegungen von Caprile ins Sottoguatal eintrafen, entschloß sich der Oberleutnant Zeyer vom Innicher Landes⸗ schützen⸗Regiment, durch einen Vorstoß über die Grenze volle Gewißheit über die Lage zu erlangen. Mit einbrechender Dunkel⸗ heit war die Abteilung Zeyer mit 70 Landesschützen mit Ma⸗ schinengewehren gesichert und marschbereit. Um dieselbe Zeit bezogen zwei ttalienische Kompagnien Infanterie ile Quartier. Sie stellten bloß am Eingang des Ortes Wachen auf. Der Oberleutnant Zeyer entschloß sich zu einem Feuerüberfall mit Maschinengewehren auf 900 Schritt Distanz. Die aus den Quartieren zu den Gewehrpyramiden herausstürzenden Mann⸗ schaften erlitten in dem Feuer der mohlgerichteten Maschinenge⸗ wehre schwere Verluste an Toten und Verwundeten. In voller Auflösung und ohne Rüstung flüchteten beide Kompagnien in die Wälder. Nach diesem erfolgreichen Feuerüberfall, durch welchen der Gefechtszweck einer Klärung der Lage erreicht war, trat Zeyer den Marsch nach den alten Stellungen wieder an. In der Nähe eines Dorfes auf österreichsschem Gebiet versuchte eine Kom⸗ pagnie feindlicher Infanterie, von Verrätern geführt, der Abtei⸗ lung den Rückzug zu verlegen. Der Versuch blieb erfolglos. Mit einem Verluste von bloß fünf Mann schlug sich die Abteilung mit den Maschinengewehren glücklich durch. Die Bewohner des Grenzgebietes und des ganzen Vaterlandes können solchen Män⸗ nern ruhig den Schutz der Südwestgrenzen anvertrauen. Die braven Tiroler freuen sich des wohlgelungenen ersten Erfolges und hoffen auf weitere. Graf Berchtold als Kriegsfreiwilliger. Berlin, 5. Juni. Der frühere Minister des Aeußern in Oesterreich-ungarn Graf Berchtold will laut„Voss. Ztg.“ als Kriegsfreiwilliger auf dem italieni⸗ schen Kriegsschauplatz seinen Sohn begleiten und selbst als freiwilliger Automobilfahrer in den Dienst eintreten. Graf Berchtold macht gegenwärtig die Ausbildung als Chauffeur durch. 1 Der italienische Bericht. Ro m, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani: Das Hauptquartier meldet unter dem 3. Juni: Längs der ganzen Grenze dauern die Bewegungen der vorbereiten⸗ den Kämpfe an, die sich immer zu unserem Vorteil entwickeln. Be⸗ sonders muß man die günstige, wenn auch langsame Fortdauer der Angriffsbewegung unserer Truppen erwähnen. Nachdem sie in den letzten Tagen sich des Kammes Monte Nero auf dem lin⸗ ken Ufer des Isonzo bemächtigten, entwickeln sie die Aktion auf den steilen Hängen des linken Ufers und an der Talsohle weiter. Sie kämpfen mit Schwung und Zähigkeit gegen die stark verschanz⸗ ten und durch mächtige Artillerie gestlützten Oesterreicher. In. Kärnten gehen die Oesterreicher mit besonderer Heftigkeit immer wieder gegen unsere Alpini-Abteilungen am Monte E roce vor. Die Oesterreicher werden jedesmal zurückgeworfen. Zürich, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Zeitung“ meldet: Der italienische Große Generalstab ist ent⸗ schlossen, amtliche Kriegsberichte nur nach fertigen Operationen zu veröffentlichen, so daß sie nicht regelmäßig erscheinen. Man könne deshalb nicht tä glich einen Bericht er⸗ warten. Der amtliche Bericht über die Operationen der Marine soll nach größeren Zwischenräumen erscheinen Lugano, 4. Juni.(WT. Nichtamtlich!) In Italien ist eine Polizeiverfügun g erlassen worden, die vor einer in „Neue Zürcher Auf den anderen Frontteilen ist die Lage unverändert großem Umfange wahrgenommenen Propaganda zur Förderung der Desertion vom Heeresdienst warnt. längerer Zeit in Petersbur g zur Pflege seiner Wunden, die er front Verlauf der ersten Abwesffront rf uns mit 3 29977 7 . 1 5 2 * 5 untätigkeit der italienischen Flotte. Verlin, 5. Juni. Unter der Ueberschrift„Die italienische Flotte will abwarten“ heißt es im„Berliner Lokalanzeiger“ aus Lugano vom 4. Juni: Die Blätter veröffentlichen eine bemerkens⸗ werte Auslassung des italienischen Marinemini-⸗ sters. Darin wird ausgeführt, in der Adria könnten zu Ende ge⸗ führte Unternehmungen der Flotte nicht häufig sein. Die öster⸗ reichische Flotte besitze eine so ungeheure stra⸗ tegische Ueberlegenheit, daß ihr die Initiative überlassen werden müsse. Die österreichisch-ungarischen Schiffe könnten in drei Stunden eine Aktion gegen die italienische Küste unternehmen, italienische Aktionen aber könnten nur von den befestigten Häfen Venedig und Brindisi ausgehen. Die italienische Flotte könne, ganz abgesehen davon, daß das nicht in der Wesens⸗ art der italienischen Kriegführung liege, ähnliche Aktionen gegen feindliche Küsten nicht unternehmen, weil sie riskierte, die italie⸗ nische Bevölkerung jener Küsten zu schädigen. Sie müsse sich also auf Aktionen rein militärischen Charakters beschränken. Der Korrespondent des„Berl. Lokalanzeigers“ sagt hierzu: Dieser Auslassung merkt man nur zu deutlich die Absicht an, durch das Prinzip des Fuchses, dem die Trauben zu sauer sind, zu ent⸗ schuldigen, daß Italien nicht wagt, die Offensive in der Adria zu ergreifen, weil es ebenso wie England in der Nordsee aus Furcht sich keiner Gefahr aussetzen will. Ohne Risiko ist aber keine See⸗ schlacht zu gewinnen. Mißhandlung des italienischen Konsuls in Konstanza. Berlin, 5. Juni. Der italienische Konsul in Kon⸗ stanza soll, wie der„Deutschen Tageszeitung“ aus Bukarest ge⸗ meldet wird, auf of fe ner Straße geohrfeigt worden sein. Er ging mit einem griechischen Reeder auf dem Handelskai in Konstanza spazieren und sprach über den heiligen Krieg Italiens gegen Oesterreich⸗Ungarn. Der Reeder meinte, es sei eine Frechheit, diesen Vertragsbruch Italiens heilig zu nennen. Italien habe einen Treubruch begangen, und jeder anständige Kaufmann werde sich hüten, mit einem Italiener ein Geschäft zu machen, da jeder Ita⸗ liener unter Hinweis auf den begangenen Wortbruch des Königs wortbrüchig werden könnte. Der italienische Konsul geriet in große Wut, schrie seinen Begleiter an, er solle sich als kontrahiert be⸗ trachten und wollte eiligen Schrittes davongehen. Der Reeder packte ihm rasch beim Kragen und versetzte ihm schallende Ohrfeigen. Der geohrfeigte Konsul habe gegen den Reeder eine Klage beim Tri⸗ bunal eingereicht. 0 8 8 Die Kämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der„Agence Milli“. Die englische Presse fährt fort, das blikum mit falschen Nachrichten über Runsere Lage zu täuschen, während die Bevölkerung von Konstantinopel die Tapferkeit einer unserer Divisionen be⸗ wundern konnte, die kürzlich hier durchzog, ehe sie sich zur Front begab. Die Engländer meldeten, daß sich diese Division im Zustande vollkommener Auflösung befinde. Man über⸗ treibt auch unsere Ver luste an den Dardanellen, die man mit 6000 beziffert. Sie erreichen in Wahrheit nicht ein Drittel dieser Zahl, selbst wenn man die Leicht⸗ verwundeten hinzuzählt. Unsere Lazarette sandten schon 5000 Leichtverletzte nach ihrer vollständigen Ausheilung an die Front zurück. London, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)„Evening News“ melden aus Athen: Die Türken haben auf Galli⸗ poli 250000 Mann in ausgezeichnet befestigten Stel⸗ lungen stehen. Die Kämpfe bestehen aus einer Reihe von ugriffen und Gegenangriffen. Am Tage greifen die Alliierten unter dem Schuhe der Kriegsschiffe an, aber nachts, wenn die Flotte nicht imstande ist, am Kampfe teilzunehmen, weil sie die eigenen Truppen nicht treffen will, unternehmen die Türken furchtbare Gegen⸗ angriffe in geschlossenen Formationen. Konstantinopel, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront war gestern schwaches Artillerie- und Infanteriefeuergefecht. Unsere Batterien an der asiatischen Küste beschossen erfolgreich die feind⸗ lichen Stellungen bei Sedd⸗ül⸗Bahr. Auf den übrigen Fronten nichts Bedeutsames. Zwei englische Kricgsschiffe ersolgreich torpediert! Frankfurt a. M., 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die „Frankfurter Zeitung“ meldet aus Konstantinopel unter dem 3. Juni: Nach mehrtägiger Pause sind wieder zwei Taten deutscher Unterseeboote vor den Dardanellen zu verzeichnen. Am 31. Ma k versenkte ein deutsches Unterseeboot bei den Inseln Strati einen englischen, 12000 Tonnen fassenden Hilfskreuzer. Von dessen 800 Mann zählenden Besazung wurden 120 Mann durch den englischen Dampfer„Syp“ gerettet und nach der Bucht von Mudros gebracht.— Am 2. Juni torpedierte ein U-Boot einen englischen Linienschiffskreu⸗ zer bei Tenedos. Ueber das Schicksal dieses Schiffes fehlen vor⸗ läufig nähere Daten. ö 2 1 Der französische Bericht. Paris, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der gestern nach⸗ mittag ausgegebene Bericht lautet: Außer neuen Fortschritten unserer Truppen im„Labyrinth“ südöstlich Neuville—St, Vaast ist nichts zu melden. 2 9 französische Flugzeuge belegten morgens zwischen 4 und 5 Uhr das Hauptquartier des Kronprinzen mit 173 Bomben, von denen viele ihr Ziel erreichten, sowie mit mehreren Tausend Fliegerpfeilen. Die Flug⸗ zeuge wurden heftig beschossen, kehrten aber alle zurück. 5 der Redaktion.) Wie wir durch Anfrage an zuständiger Stelle festgestellt haben, sind durch den Bomben⸗ abwurf mehrere Mannschaften getötet worden. Wei⸗ teren Erfolg hat der Fliegerangriff nicht gehabt. Frautreichs Finanzkraft. Paris, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Finanzminister Ribot hat in der Kammer einen Gesetzesantrag auf Eröffnung provisorischer Kredite für das dritte Vierteljahr 1915 eingebracht. Die Kredite betragen ungefähr 5600 Millionen os. Seit Ausbruch des Krieges 3 die vom Parlament a nommenen Kredite 24 Milliarden, einschließlich der für die letzten fünf Monate des Budgets von 1914 bewilligten Ergänzungskredite. Dic englischen Verluste. London, 4. Juni.(WTB Nichtamtlich.) Verlustliste verzeichnet 240 Offiziere un Sir Edward Grey. Berlin, 5. Juni. Sir Edward Grey kommt, wie dem Die neueste 2000 Mann. lung nach Italien. Er werde zunächst an der Riviera und dann in Neapel Aufenthalt nehmen. Greys Nachfolger. Die Erbschaft, die der neue Leiter der auswärtigen Politik Englands, der Earl von Crewe, von seinem Vor⸗ gänger Sir Edward Grey übernimmt, ist wahrlich nicht zu beneiden. Der Earl von Crewe ist ein alter, erfahrener Politiker, der sich jetzt dem 60. Lebensjahre nähert und schon in vielen hohen politischen Aemtern tätig gewesen ist. Den Titel, den er gegenwärtig führt, hat er erst im Jahre 1895 erhalten, als mit dem Tode seines Oheims, Lord Crewe, dies Adelsgeschlecht ausstarb. Damals wurde eine neue Peerage geschaffen, die dem bisherigen Lord Houghton über⸗ tragen wurde: so wurde er zum Earl von Crewe. Er gehört schon seit mehreren Jahrzehnten zu den bekanntesten Ge⸗ stalten des politischen Lebens in London. Der Earl von Crewe ist eine große, elegante Gestalt von etwas soldati⸗ schem Schnitt, er kleidet sich sehr sorgfältig und bewegt sich mit vollkommener Sicherheit. Ein großer Redner kann er eigentlich nicht genannt werden, er sucht wohl auch diesen Ruhm kaum. Seine Reden im Ober- und Unterhause werden in einer Art von Konversationston gehalten, wobei der Carl sehr fließend, gut und gewählt spricht und kaum je⸗ mals stockt. Er ist eine nüchterne Tatsachennatur, stützt seine Darlegungen nur auf Tatsachen und will nur durch sie wirken. Ein gelegentlicher Zug von Humor belebt seine Reden. Sein Auftreten entbehrt selbst in großen politischen Momenten ganz und gar des Dramatischen oder des Pa⸗ thetischen; er überzeugt vielleicht, aber er reit nicht hin. Im Privatleben gilt er für einen Mann von großer Herzens⸗ lönne selbst für einen Schuft noch Entschuldigu finden. Von seinem Vater, der ein begabter Dichter war, und übrigens Disraeli zu seinem Mr. Vavasour Modell ge⸗ standen hat, hat der Earl von Crewe literarische Neigungen ererbt; seine Bibliothek wird auf über 30 000 Bände ge⸗ schätzt. Außerdem ist er ein großer Sportsmann. Der Carl von Crewe ist in zweiter Ehe mit der jüngsten Tochter des Lords Rosebery, Lady Margaret Primrose, verheirätet, die ihm im Jahre 1899 zum Altare gefolgt ist. 1* gründe * Der Seekrieg. Stavanger, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kapitän terschen Fischdampfers „Victoria“ aus Milford, die in Hulford gelandet sind, er⸗ von Staanshead von einem Unterseeboot angegriffen und beschossen worden sei, wobei der Kapitän und zwei Mann getötet und pier andere ernstlich verwundet wurden. Die übrigen wurden an Bord des Unterseebootes genommen, wo sie die Nacht zubrachten. Am folgenden Morgen wurden sie in ein kleines Boot eines anderen Fischdampfers gesetzt und trieben bei Regenwetter 24 Stunden auf der See, bis sie schließlich von einem Dampfer aufgenommen wurden. London, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reuter⸗ sche Bureau meldet, wurde der e„Herold“ aus Gordiff 150 Meilen westlich der Lundyinsel von einem deutschen Unterseebbot zum Sinken gebracht. Die Besatzung wurde in Hulford 1 15 Das Verhalten Amerikas. London, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Washington: Wie verlautet, wird gleichzeitig mit der Absendung der amerikanischen Note an Deutschland ein persönlicher Vertreter des deutschen Botschafters 877 70 Bernstorff nach Berlin reisen, um dem Kaiser den Inhalt der Konferenz mit dem Präsi⸗ denten Wilson vom letzten Mittwoch und den wahren Stand der amerikanischen öffentlichen Meinung bezüglich des deut⸗ schen Unterseebootkrieges darzulegen. Präsi Wilson hat auf Ersuchen des Grafen Bernstorff dem Abgesandten freies Geleit vermittelt. Angebliche Erfolge der Engländer in Mesopotamien. London, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det amtlich: Die britischen Truppen in Mesopotamien haben am 31. Mai die Türken nördlich Kurna geschlagen und 250 Mann gefangen. Sie erbeuteten drei Kanonen bei der Verfolgung. Am 1. Juli wurden noch drei Kanonen erobert und 300 Mann gefangen. 2 1 Die Stimmung in Skandinavien. Berlin, 5. Juni. Die Wiedereroberung von Przempst hat, wie dem„Berliner Tageblatt“ aus Kopenhagen gemeldet wird, auf die Stimmung in Skandinavien entscheidend eringe⸗ wirkt. Heute sei Italien, über das Presse und Publikum gleich der Fall Przemysls hätten Dänemark begeistert. „Politiken“, die angesehenste skandinavische Zeitung, spricht von einem völligen russischen Zusammenbruch. Aus Deutsch⸗Südwest⸗Afrika. Hapstadt, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Generalgouverneur Buxton sagte in einer Rede in Port Elisabeth, obschon die Truppen der Union die Hauptstadt und den größten Teil von Deutsch-Südwestafrika besetzt hätten, sei die deutsche Armeenochnichteigentlichin Aktiongetreten. Es sei daher verfrüht, von der Entsendung eines süd⸗ afrikanischen Kontingents nach Europa zu sprechen. — Aus dem Reiche. Berlin, 4. Juni.(Priv.⸗Tel, Ctr. Blu.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Naumburg; Graf Posado weky hat zu seinem 70. Geburtstage zahlreiche Glückwunschschreiben, Tele⸗ gramme usw., darunter solche vom König von Bayern, der Prin⸗ zessin Heinrich von Preußen, dem Reichskanzler, dem Fürsten Billow u. a. erhalten. Drei Vertreter der Nationalflugspende über⸗ brachten ein kunswoll hergestelltes Diplom, eine Bronze, die die Fliegerkunst verherrlicht. N Berlin, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich) In der Bun⸗ desratssitzung ist dem vom Reichstag angenommenen Ent⸗ Verl. Tagebl.“ gus Lugano gemeldet wird, zur Erho⸗ wurf eines Gesetzes zur Einschränkung der Verfügungen über die * güte, und ein Freund von ihm hat einmal behauptet, er zählten, daß die„Victoria“ am Dienstag abend 130 Meilen Dern verächtlich dächten, völlig vergessen. Die Siege in Galizien und gen Miet⸗ und Pachtzins forderungen z Zur Annahme gelangten die Vorlage betreffend Ausführungs⸗ bestimmungen zu den Vorschriften über zollfreie Ablassung aus⸗ ländischen Branntweins, die Vorlage betreffend die Betriebs⸗ auflage für den Sommerbrand in den landwirtschaftlichen Bren⸗ nereien, die Vorlage betreffend Zulassung von Strafbefehlen bei Vergehen gegen Vorschriften über wirtschaftliche Maßnahmen. Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 5. Juni 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5 (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 7 Kriegsfreiw, Hans Kunz aus Gießen. Ersatz-Res. Karl Fahrig, Ins.-Rgt. 118, aus Worms. Gefr. der Res. Heinr. Regel, 3. Garde-eld-Art.-Rgt., aus Ehringshausen(Dill).— Res.⸗Gefr. Hornist Peter Reichenberger, Inf.⸗Agt. 118, aus Worms.— Hauptmann der Res. Kurdirektor Fritz Hey'l, Inf. Rgt. 138, aus Wies baden. Gefr. d. Res. Ludwig Nuß, Inf. Nat. 118, aus Worms-Pfüfligheim.— Lt. Fritz Künkler, Inf. Rgt. 88, aus Offenbach a. M. Musk. Georg Appel, Inf. Rgt. 88, aus Offenbach a. M.— Kanonier Theodor Spamer, 3. Garde-Res.-Art.-Regiment. aus Vadenrod.— Sanitäts-Off. Karl Ebert, Res.⸗Jäger-Vat. 15, aus Frantsurt a. M.— Ers⸗Res. Ad. Jacob, Inf.⸗Rat. 168, aus Arborn.— Musk. Ferd. Jüngst, Res.-Inf.⸗Rgt. 224, aus Herborn.— Ers.-Res. Jakob Lenz, Ins.⸗ Agt. 55, aus Niedereisenhausen.— Res. Heinr. Schlitt, Res.⸗ Juf.-Rgt. 118, aus Frischborn. Gefr. Ludw. Jak. Gölzen⸗ leuchter, Inf.⸗Rgt. 118, aus Dornheim. Res. Georg Er b, Res.-Inf.-Rgt. 222, aus Darmstadt.— Telegraphist Hermann Görnert aus Wetzlar.— Landsturmmann Friedrich Kahl, Landst.-Ers.⸗Bat. Dillenburg, aus Garbenheim.— Grenadier Walter Lehr, Königin-Augusta-Rgt. 4, aus Haiger. * L. UL. Kriegsvorträge an der Universität. Im Juni und Juli finden in der Universität eine Reihe von Kriegs⸗Vorträgen statt. Den ersten Vor⸗ trag hält am 10. Juni Herr Prof. Dr. Hleberger über die Sicherung unserer Volksernährung in der Kriegszeit. Gießener Freilichtbühne. Es sei nochmals auf den morgen um 4 Uhr beginnenden Unterhaltungs⸗ mittag hingewiesen. ö Die Brotmarkenaus gabe. Es wird wieder⸗ holt darauf hingewiesen, daß die Ausgabe der Brotmarken⸗ hefte nur in den einzelnen Bezirken erfolgt, woselbst auch die An⸗ und Abmeldungen zu gesche 5 Bezirke sind jeden Nachmittag von 3—4 Uhr geöffnet. * Der erste Bezirkstag des Hassia⸗Be⸗ zirks Gießen findet Sonntag, den 6. Juni, nachmittags 2½ Uhr, im Lenzschen Felsenkeller statt. Gäste der Garnison sind willkommen. Der Hauptpunkt der Tagesordnung lautet: Fürsorge der Familien von Hassiamitgliedern.. * Dem Jahresbericht der Kriegerkame⸗ radschaft„Hassia“, der soeben erschienen ist, entneh⸗ men wir: Die Gesamtstärke des Vereins, einschließlich der 983 Verbände, der Ehren⸗ und bee beträgt degne war. Vom Präsidium stehen ferner iftführer, besorgt das E und Lot⸗ teriean 5 een 1874 Dr. Lahr, Amtsgerichtsdireb⸗ tor, Geh. stizrat, Hauptmann d. L. a. D., Darmstadt, die Lebensversicherung; zaupfmann a. d. Darmstadt, Schas⸗ fee e See eee 1„ te 9 1 5 0 ae* 0 85 kstebeteied— Weist enmns et mt den 1. Pftoger ein Furch Ert einer eigenen Geschäftsstelle und Anstellung eines 5 ne deren Leitung in der Person des Kam. Wal⸗ ecker. wurden dazu zu den bisherigen Arbeitsräumen der Schriftleitung und der Hassia-Sterbekasse weitere E a it Sitzungszimmer Regelung des Gesche — ein besonderes Nerkbfatt an alle* und Bezirke verschickt. Die Weiterentwickelung der Hassia⸗ Sterbekasse war im ersten Halbjahr recht. ig, im Friedri hauptsächlich aus den Abschlußver,— kommen, so ist allet 25 ganz bedeutender Neüchn tr 1914 zu verzeichnen. Der Voranschlag für das Unter⸗ tützun betrug für U stützungen aus der all⸗ gemeinen se 14 Mark, für Veteranenzulage 5900 Mark, also insgesamt 20 400 Mark. Der Voranschlag für 1916 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 94 400 Rark. Am 20. Juni d. J. wird die Mitgliederversammlung für 1915 in Darmstadt(Kaisersaal), vormittags ½11 Uhr, statt⸗ dürfen leicht schmelzbare 5. wie 8 ett, icher die Umhüllung dringt und andere Sendungen t und be⸗ igt. Besonders vom westlichen N 0 eine hohe 1. macht, schädi⸗ ngen lebhaft Klage geführt. Die Postanstalten sind angewiesen, Feldbofsendungen mit leicht schmelzbaren Stossen in ungeeigneter b uweisen. er u ren ver⸗ derlichen Waren, von deren Versendung ins Feld selbst bei aus⸗ 8 * 1 8 * n 110 als die Zahl der doppelt— von Staat e— besteuerten Hunde. Mag sein, daß mangel⸗ 27 erzogene schlecht beaufsichtigte Hunde sich auch gelegent⸗ einmal in das Gebüsch verlaufen, die Vogelbruten stören und die Nester zertreten; der eigentliche Fe ind unserer Sing⸗ vögel ist doch die Katze. Sie geht instinktmäßig auf den Vogelfang aus und ist vor allem durch ihre körperliche Beschaffen⸗ it ganz anders für den Vogelfang organisiert als der Hund. an liebt den Gesang der anmutigen Vögel und läßt sich ihre Hilfe bei dem Kampf gegen die schädliche Insektenwelt, die unsere Sbst⸗ blüte beeinträchtigt oder gar vernichtet, jedes Jahr gern aufs Neue gefallen. So tue man auch etwas zum Schuß der durch die wil⸗ dernde Hauskatze schwer gefährdeten Singvögel! An alle Freunde der heimischen Natur, die ohne die Vogelwelt ihres schönsten Schmuckes beraubt wäre, richten wir die dringende Bitte, die wil⸗ dernde Katze scharf unter Aufsicht zu nehmen und ihre nächtlichen Streifereien durch unsere Gärten, in denen sie nichts zu tun hat, mit allen geeigneten Mitteln abzuwehren. Wer glaubt, sich im Interesse des Mäusefangs eine Katze halten zu müssen, der füttere ie ausreichend und sperre sie wenigstens des Nachts ein, damit e nicht verleitet wird, fremdes Gebiet zu betreten und anderen euten die Freude an der lieblichen und nützlichen Vogelschar zu verderben! ** Oberhessischer Kunstverein. Die Gemälde-Aus⸗ —— im Turmhaus am Brand, welche über 100 Kunstwerke, elgemälde, Aquarelle, Pastelle, Radierungen und Zeichnungen aufzuweisen hat, ist von morgen Sonntag wieder geöffnet. Be⸗ schickt haben die Ausstellung die Neue Vereinigung Münchener Künstlerinnen sowie P. Bürck, R. Höselitz, A. Split⸗ gerber, E. Bachrach, F. Halberg, W. Hely⸗ und A. Koester⸗ München und H. Koberstein⸗ Berlin. Von einheimischen Künstlern ist vertreten W. Becker-Emmerling mit einer schönen Sammlung Porträts und anderem. Die Aus⸗ stellung ist täglich mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 Ühr, Mittwochs auch noch nachmittags von 3 bis 5 Uhr und an Sonn- tagen ununterbrochen von 11 bis 3 Uhr geöffnet.— Silberne Hochzeit. Am Montag, den 7. Juni, be- ehen die Eheleute Ernst Höpfner und Frau, Susanne, geb. Zier, Krofdorser Straße 13, das Fest der Silbernen Hochzeit. Kreis Büdingen. 5 F. C. Büdingen, 4. Juni. Durch planmäßiges Sammeln im Kreise Büdingen sind mehr als 215 300 Mk. an die Reichsbank. in Gold abgeliefert worden. Davon wurden allein über 7000 Mk. bei russisch-polnischen Arbeitern gesammelt. 4— Bis zum 3. Juni 1915 sind Bäder wurden bis zum Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 4. Junj. Geheimer Hofrat Prosessor Dr. Th lel ist vorgestern im Alter von 85 Jahren hier gestorben. Er hat sich große Verdienste um die Förderung des Gewerbes in Hessen erworben, namentlich in seiner amtlichen Stellung, aber auch innerhalb des Landesgewerbevereins. Viele Jahre hin- durch war er Lehrer an der hiesigen Technischen Hochschule. rb. Darmstadt, 4. Juni. Die Lampertheimer Mordtat, die vor kurzem an der Witwe Frödert in Lam⸗ pertheim durch nächtlichen Ueberfall verübt wurde, hat bereits ihre Aufklärung gefunden. Die beiden, sofort von der Staatsanwalt⸗ schaft als der Tat verdächtig steckbrieflich 8 Metzgergesellen aus Schlesien sind ermittelt worden. Der eine, Metzger Richard Drabick, wurde schon wegen 8 verfolgt und ergrif⸗ sen; er befindet sich zurzeit im Militärgefängnis zu Beuthen in Schlesien. Der andere, der 17jährige Metzger Albert Paliga, wurde in Königshütte verhaftet und hat dem sofort dorthin ge⸗ reisten Kriminalkommissar Daniel von hier bereits ein volles Geständnis über die Mordtat abgelegt. Das entsetzliche Ver⸗ brechen wird also in nicht ferner Zeit seine Sühne vor dem Ge⸗ schworenengericht finden. Hessen⸗Nassau. X. Hanau, 3. Juni. Wie hierher berichtet wird, haben sich in den erfolgreichen Kämpfen in Westgalizien am 10. Mai zwei Angehörige des hiesigen Thüringischen Ulanenregiments, Unterossizier HDennemuth und Ulan auf von der dritten Eskadron, sowie der bei dieser kadron befindliche Chevauxleger Büchl der 2. Eskadron des Chevauxleger-Regiments Nr. 8 durch besondere Tapferkeit und Unerschrockenheit ausgezeichnet. Mit vier österreichischen Ulanen attackierten sie einen russischen Schützengraben, den die Russen zu verlassen sich anschickten. Trotz heftigen Feuers ließen sie nicht von ihrem Vorhaben ab und nahmen 532 Mann gefangen und erbeuteten außerdem vier Maschinengewehre. Alle drei Kavallertsten sind mit dem Eisernen Kreuz belohnt und zu einer öster reichischen Auszeichnung eingegeben worden. letr. Frst.) ———— 2—— Börsen⸗Wochenbericht. Frankfurt a. M., 4. Juni Der an der Börse bestehende sogenannte freie Verkehr — der aumtliche Wertpapierhandel ist seit Kriegsausbruch bekannt⸗ lich chlossen und bleibt es auch vorerst— ist in dieser Woche 1 in Berlin in einen neuen Abschnitt seines Bestehens eingetreten, indem auch die Großbanken, e 1— die Mitglieder der sogenannten Ber⸗ liner Stempelvereinigung mit beitraten. Aeußerlich ram die Wiederbeteiligung der Großbanken am Börsengeschäft dadurch zum Ausdruck, daß die großen Institute durch Direktoren und die großen Bankhäuser durch ihre Firmeninhaber vertreten waren und ein wesentlich verstärktes Beamtenpersonal mitgebracht hatten. Auch viele andere Firmen und Börsenbesucher, die man seit Monaten nicht gesehen hatte, waren erschienen. Dem äußeren Bild entsprach der geschäftliche Verkehr noch nicht. Es zeigten sich überall die Schwierigkeiten, die mit jedem Uebergangsversuch verbunden sind. Daß es sich um einen Uebergang, und zwar zum regelmäßigen Börsengeschäft handelt, darüber bestand wohl nirgends ein Zweifel. Eine Erschwerung für das Geschäft bot von vornherein der Um⸗ stand, daß das Publikum infolge des Verbots der Veröffentlichung von Börsenkursen über den Preisstand, den die Papiere im freien Verkehr in der letzten Zeit eingenommen hat⸗ ten, vollkommen im unklaren war. Infolgedessen lag eine große Anzahl Aufträge vor, deren Kursbegrenzung dem bisherigen Stand durchaus nicht entsprach. So war es schwer, einen Mittelweg zu finden, auf dem sich Angebot und Nachfrage ausglei⸗ chen konnten. Da mußte dann der freie Verkehr aushelfen, auf dem sich das Hauptgeschäft abwickelte. Im allgemeinen war die Privat⸗ kundschaft der Banken bestrebt, Entlastungsverkäufe vorzunehmen, während zu Neuanschaffungen wenig Neigung zu bestehen schien. Die Abgeber waren demgemäß im wesentlichen auf die Kauflust der berufsmäßigen Spekulanten angewiesen und diese wandten ihre Aufmerksamkeit nach wie vor den bisher im freien Verkehr be⸗ günstigten Industriepapieren zu. Im ganzen darf gesagt werden, daß weder die Befürchtungen, noch die übertriebenen Erwartungen, die an die Wiederbeteiligung der Banken am Börsenverkehr ge⸗ knüpft wurden, zu Recht bestanden. Der Verkehr zeigte sowohl hier wie in Berlin nicht die geringste Neigung 11. Ausschreitungen. Alles wickelte sich in den seitherigen ruhigen Bahnen ab. Wie sich die Dinge allmählich weiter gestalten werden, läßt sich noch nicht voraussehen. Die Bedeutung der Wiederanteilnahme der Banken am Geschäft wird sich jedenfalls erst dann zeigen können, wenn der, Verkehr großzügige Anregungen durch eine wirklich entscheidende Wendung der Kriegs- und politischen Lage erfährt. Wenn man von den wenigen Papieren absieht, die durch besondere Umstände in den letzten Tagen noch größere Kurssteigerungen verzeichneten, so kann man doch infolge der Unsicherheit, die mit der italienischen Krise einsetzte, noch ein gewisses Zögern des Publikums feststellen. Aber die Wiedergewinnung des festen Grund⸗ tons wurde nicht verhindert. Als bemerkenswert ist hervorzuheben, daß namentlich am Markte der heimischen Auleihen sich ein ziemlich reges Geschäft zu zumeist höheren Kursen entwickelte. Vortreffliche Nachrichten von den Kriegsschauplätzen boten eine willkommene Anregung. Fremde Renten waren wenig verändert. Reges Interesse zeigte sich für die sogenannten Kriegswerte, wobei die Aktien der Rheinischen Metallwarenfabrik, der Deutschen Waffen⸗ und Munitionssabriken, der Ludwig Löwe Gesellschaft, der Köln⸗Rottweiler Pulverfabriken, der Deutschen Erdöl⸗Gesell⸗ schaft, sowie Autowerte und einzelne Aktien chenrischer Fabriken im Vordergrunde des Interesses standen. Feste Haltung zeigten auch Montan papiere. Geld bleibt andauernd flüssig. Privat⸗ diskont etwa 3¾ Prozent. — Märkte. F. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 4. Juni. Auftrieb: 78 Rinder(darunter 8 Ochsen, 10 Bullen, 60 Kühe), 89 Kälber, 2 Schafe, 70 Schweine.— Bei ruhigem Handel und gleichen Preisen wie am 31. Mai wurde der Markt bald geräumt. Standesamtsnachrichten. 7 Gießen. Auf gebote: Mai 31. Johann Martin Sebastian Kronen⸗ berg, Viehwärter in Gießen, mit Anna Maria Grob in Nebikon, Kanton Luzern(Schweiz). f ö Eheschließungen: Mai 29. Wilhelm Risken, Schnei⸗ der, mit Katharine Franziska Krämer, beide in Gießen.— 27 1. Heinrich Martin Müller, Schlosser, mit Anna Amalie ipold, beide in Gießen.— Andreas Götz, Unteroffizier, mit Marie Elise Döring, beide in Gießen. Geborene: Mai 27. Dem Artisten Friedrich Karl Andreas Vetter ein Sohn, T Schlosser Geyrg Justus Friedrich ein Sohn, Max.— 28 Philipp Richard Sorger eine 29. Dem Taglöhner Wilhelm — Dem Rangierer Heinrich Törner eine Tochter, 30. Dem Taglöhner Karl Hartmann eine Tochter, Ling. 128 „Johannes Röhmig, Weißbinder Jahre alt, Kaiser⸗Allee 43.— Christine Plaum, ria.— theker und Student der Tierheilkunde, Vizefeldwebel und Offizierstellvertreter, 30 J alt, Ebelstraße 18.— Febr. 18. Ludwig Georg Max Schmidt, Ersatz⸗Reservist, 24 Jahre Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Der hohe Druck über Mitteleuropa hat sich heute weiter ver stärkt. Im Nord-Westen lagert ein flacher Tiesdruckausläuser, der jedoch bei seinem Zuge in östlicher Richtung unsere Wetterlage nicht erheblich beeinflussen dürste. a 5 Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 6. Juni 1915: Wolkig, trocken, etwas kühler, nordwestliche Winde. Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 5. Juni 18 R. 4 Letzte Nachrichten. Der Zeppelinangriff auf London. Haag, 5. Juni. Ein der behördlichen Prüfung entgangener Brief aus London bestätigt, daß der von dem Zeppelinangriff an⸗ gerichtete Schaden sehr bedeutend ist. In den Dilbury⸗Docks siel ein großes Lagerhaus mit Jute den Flammen zum Opfer. Ein in den Indian⸗Docks liegender 6000-Tonnen⸗Dampfer ging in Flammen auf. In der Üppersham-Street brannte ein großes siebenstöckiges Warenhaus der Firma A. u. H. Green, das eine Breite von 20 Meter einnahm, ab. In einem anderen Lagerhaus gerieten 1200 Ballen Baumwolle in Brand, der Schuppen wurde vollständig vernichtet. Wie sehr übrigens die Geheimhaltung der Ereignisse von der Regierung streng durchgeführt wurde, geht aus dem Umstande hervor, daß am Dienstag große Teile der Londoner Docks für den Verkehr der Bevölkerung gesperrt waren. Die Oberhäupter des Dreiverbandes depeschieren. Haag, 5. Juni. Präsident Poincaré wurde gestern mit⸗ tag vom Kriegsminister Millerand vom Falle Przemysls verstän⸗ digt, worauf im Elysee ein Ministerrat stattgefunden haben soll. Man bemerkte, daß sodann ein lebhafter Depeschen⸗ wechsel zwischen Poincaré, dem König von England und dem Zaren stattfand. Große Besorgnis herrscht in Paris wegen der Folgen, die das 5 auf die Haltung Ru mü⸗ niens haben könnte, namentlich, wenn die Russen gezwungen würden, ganz Galizien zu räumen. Die Presse brachte bisher noch nichts über den Fall von Przemysl. Eine neue Ministerkrise in England? Haag, 5. Juni. Die„Hamburger Nachrichten“ melden; Nachrichten aus London bereiten auf die Möglichkeit einer weit ernsteren Mini 5 in England vor. Während nämlich die neuen unionistischen Kabinettsmitglieder Balfour, Bonar Law und Lansdowne die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht betreiben, lehnen die liberalen Mitglieder diese Reform auf das entschiedenste ab und berufen sich darauf, daß das liberale Bürger⸗ tum und die Arbeiterschaft und die Iren von der allgemeinen Wehrpflicht nichts wissen wollen. Asquith und Lloyd George 1— eher entschlossen, zurückzutreten, als Wehrpflicht zuzu⸗ timmen. Die Stimmung in Rom. Rom, 5. Juni. Der Fall von Przemysl und die gesamte Lage auf dem ö st lichen Kriegsschauplatz hat hier ernüchternd gewirkt und die politischen und mili⸗ tärischen 5 Italiens empfindlich erschüttert. Der rumänische bulgarische Beistand wird immer dringen⸗ der ersehnt.— Aus gewissen Gründen sucht die italienische Regierung bei dem Volke den Glauben erwecken, daß nur ein lokalisierter Krieg gegen Oest⸗ ge⸗ führt werden solle. Die Zustände in der russischen Armee. Budape st. 5. Ami Bei Przemysl gene Russen sagen aus: it dem großen der russischen Armee in 81„ garn Galizien haben die russischen Soldaten nur 3 Nopeken 95 5 an Sold erhalten. Die Herabsetzung des Soldes wurde damit gründet, daß zuviel sisches Geld in die Hände des Feindes gelangen„wenn wir gefangen genommen werden sollten Auch die Verpflegung hat sehr nachgelassen und ist unglaublich schlecht geworden. Unsere Vorräte haben wir zurücklassen müssen und der Nachschub aus Rußland vollzieht sich mit großer Langsam⸗ keit. Die Unzufriedenheit unter den Soldaten ist halb sie sich nach einem Scheinwiderstand Augenblick ergeben. Rumänische Kriegslieferungen in Amerika bestellt. Haag, 5. Juni.„Daily News“ berichten aus Bing⸗ hampton(Staat New York), daß die rumänische Regierung eine dringende Bestellung auf 500 000 Paar Stiefel gemach Miller, geb. Heucher, 77 Jahre alt, Am Nahrungsberg 6. . Wesersteuße. ichn babe. Kreiling, Gasgvirt, 50 Hart all, 5 1. Gestern abend von 6,25 uhr Erdbebenwarte ein Erdbeben beobachtet, a. Jugenheim, 5. Juni. dessen 3 20 Minuten andauerten. Die Entfernung 1700 Kilometer vo im. Das Beben fand im 697975 f ee e eee nördlichen Griechenland, 1 8* 13*. ² A „Antwortl. Ihrer Anfrage Alemand natgesunde teile Ihnen* Ihre Belne pee deere Verba Seife meinen che den Wirtscharftlichen Lampf dufchzuhalten haben, Schwere Leiden del Patz 1 Hein. adele N e.— 38 at 5 3 le chte. 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Juni 1915. 4 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafe- nen sagen auf diesem Wege herzlichsten Dank K. Haubach, Zahnarzt Familie Zülch. Giessen, 4. juni 1915. Denk wie ist Dir nun 80 wohl, Dass Du alles überwunden, Und so brav und ehrenvoll Einen schönen Tod gefunden, Schön ist's, in des Herren Hand Sterben kür sein Vaterland. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss starb am 28. Mai, infolge seiner am 20. Mai erlittonen schweren Verwundungen im Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland unser lieber, treuer, unvergesslicher Sohn und Bruder Stud. phil. Heinrich Förster Musketier im fesorve-Infanterie-Regiment 223, 6. Komp. In fremder Erde, Da ruht mein Glück. Du, mein geliebter Heinrich, Kehrst nie zu mir zurück. Als das Vaterland Dich rief, Kämpftest Du treu, Ach, bis es Dlch ereilte Des Feindes Todesblet. Todes⸗Anzeige. Gestern abend entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Tuise Jung im Alter von 19 Jahren. f In tiefer Trauer: Familie Jung Familie Spengler. Klein-Linden, den 5. Juni 1915. Hintergasse Nr. 8. Für das Vaterland fiel mein geliebter, teurer Verlobter, unser lieber Schwiegersohn Heinrich Pfaff Musketier im Reserve⸗Inf.⸗Regt. 224. im Alter von nahezu 23 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Förster, Kreisstras senmeister Grünberg, den 4. Juni 1915. Wiedersehen ist unsere Hoffnung. 4762 Gott gebe Dir eine sanfte Ruhe. Mit der Bitte um stille Teilnahme Greta Ringleb nebst Augehörigen. 0 Die Beerdigung findet Sonntag nach- Lollar, den 4. Juni 1915. 05010 mittag 4 Uhr statt. g Du hast so lange gekämpft in Feindesland, In Schnee und Eis, es war wohl kaum zu ertra en, Den glorreichen Sieg zu erkämpfen mit dem Frieden, Um dann heimzukehren zu Deinen Lieben. So manchen lieben Brief im Unterstand im Schnee Hast Du geschrieben an Deine Lieben. Schilderst Deine Erlebnisse immer roh, ohne Klagen und Wer hätte das von Dir gedacht, lohne Wehen. Daß Du so früh zur Ruh gebracht. Wie magst Du Dich in letzer Stunde, Nach uns gesehnt im Elternheim; Nun ruhst Du schon in fremder Erde, Von uns sollst Du nie vergessen sein. Teurer Karl schlafe wohl! Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere treuen Mitglieder Heinrich Spaar Reservist im Inf.-Regt. 143, 6. Komp., Wilhelm Spaar Musketier im Inf.-Regt. 223, 6. Komp., und Karl Wagner Musketier im Reserve-Inf.-Regt. 254. Von den Deinen früh geschieden Verließt du schon der Erde Glück, Oßrest nicht der Eltern Klagen, Hörest nicht der Mutter Schmerz, Und wir könnens kaum ertragen, Und vor Wehmut bricht das Herz. Am 2. Mal starb den Heldentod für sein geliebtes Vaterland in einem Gefecht infolge eines Kopf und Halsschusses unser berzens⸗ guter, unvergeßlicher Sohn und Bruder Karl Mänche Musketier im Res.⸗Inf.⸗Regt. 224, 1. Komp. im blühenden Alter von 20 Jahren. Am 27. Mai starb den Heldentod für sein geliebtes Vaterland nach einer schweren Verwundung unser lieber, unvergehlicher, einziger Sohn, Bruder, Schwager u. Onkel Karl Grölz Gefreiter im Infanterie-Regiment Nr. 160, 9 Komp., Inhaber des Eisernen Kreuzes im blühenden Alter von 23 Jahren. 479⁰ In tiefster Trauer Familie Mänche. Gleßen(Asterweg 48, den 5. Juni 1915. Wir werden ihnen allzeit ein ehrendes Andenken bewahren. 03003 Hesangverein„Liederkranz“, Benern. In tiefem Schmerz: Wledersehen war seine Hoffnung! Familie Heinrich Grölz Il. Familie Karl Zecher. Staufenberg, Hartenrod, 4. Juni 1915. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, f unsere liebe Tochter Emma im Alter von 14 Jahren beute nacht/ Uhr zu sich zu rufen. ö Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schermuly und Frau. Gießen, den 5. Juni 1915. Die Beerdigung findet Montag nachmittag ½4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhoses aus statt. 4703 Einkoch- Apparate System Rex, Weck, Bade- Duplex, Ulrich usw. sowie la. Konserven- Gläser 4198 berühmter Fabrikate em- pfiehlt zu billigsten Preisen Edgar Bormann Glelen Telephon 165 (02590 Freunden und Bekannten die traurige Mit⸗ tellung, daß unser lieber guter Sohn und Bruder Adam Hossfeld im Alter von 17 Jahren plötzlich verschleden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Joh. Hossfeld. Gießen(Rittergasse 29).— Die Beerdigung findet Sonntag, nachm. 2 uhr; von der Kavelle des neuen Friedhofs aus statt. Forn von der Helmat, Fern von Deinen Lieben, Ruhst Du nun Aus In fremdem Land Bei den Helden, die auch noch flelen Für das teuere Vaterland. Können wir Dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht steh'n, Auf zum Himmel wollen Wir blicken, Deun dort gibt's ein Wiodersch'n. Bei einem Sturmangriff am 12. Mai opferte unser ionigstgeliebter Sohn und einziger Bruder Johann Ludwig Philipp Musketier im Res.-Inf.-Regt. Nr. 222, 9. Kompagnie im Alter von 28 Jahren sein junges Leben dem Vaterland. Es ist uns nicht möglich, alle die liebevollen Beweise wärmsten Mitempfindens jedem einzelnen dankend zu erwidern. Darum hierdurch innigen Dank! Gott gebe uns und allen, die gleiches Leid erfahren, die Kraft, es würdig zu tragen! Gott schütze unser teures Vaterland! Gebhard 1 Geh. Justizrat In tiefer Trauer: Familie Johs. Philipp l. Wagnermeister Iusen waren, Haus- und n d F ili Küchengeräte Handlung.“ Watzenborn, den 5. Juni 1915. 1474⁵ o und Familie. K LIN ION Ina Lotze. 42490