s öhueites vlatt Erscheint täglich itt Ausnahme des Sonntags. Die„Glehener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Seit fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 105. Jahrgang Gießener Anzeige General⸗Anzeiger für Gberhessen Przemysl und Lemberg. 8 ehn Wochen sind es her, daß die Festung Przemyfl sich den Russen ergeben mußte, vom Hunger bezwungen, 8 durch die Tapferkeit des Feindes. Wie jubelte damals, Ende März, ganz Rußland! Die Städte des Zarenreiches mußten flaggen. Dankgottesdienste und Freudenfeste wechsel- ten ab, und Generalissimus Nikolai lud seinen gekrönten Vetter ein, die„eroberte“ Feste zu besichtigen. Ob der Zar wirklich in 1 tat war, ist fraglich. Die Bevölkerung der vielgeprüften Stadt 11 nach verschiedentlichen zuverlässigen Berichten keinen Nikolaus II. zu Gesicht bekommen. Der Besuch scheint also, wenn er tatsächlich stattgefunden hat, in großer Eile und Heimlichkeit unter Ausschluß der Oeffent⸗ lichkeit bewerkstelligt worden zu sein. Jedenfalls ist der Zar längst wieder in Zarskoje Selo und nicht mehr an der russlschen Front. Die große russische Offensive, die Nikolaje— witsch vorzuführen versprach, hat Väterchen nicht mehr gesehen. Er kam wohl gerade noch recht, um Augenzeuge der furchtbaren Verwirrung zu werden, in die das herrliche Anstürmen der deutschen und österreichisch-ungarischen Trup⸗ 501. den mürben Koloß des russischen Heeres versetzte. Nun oll der Beherrscher des sechs⸗ und siebenmal besiegten Moskowiterreiches in sehr gedrückter und verärgerter Stim- mung zurückgekehrt sein und über sein und seines Landes Schicksal selbst recht düstere Meinungen aussprechen. uch im befreundeten Paris scheint man endlich die Binde von den Augen genommen zu haben. Der„stark be— stürzte“ Botschafter Iswolski, so heißt es in einer über Genf eingetroffenen Meldung, stellt die russischen Niederlagen bei Stryj und Przemysl nicht in Abrede. Er verweist nur auf eine Petersburger Depesche, wonach die russische Heeres⸗ leitung auch jetzt noch auf eine Aktion jenseits des Dujestr volles Vertrauen eber Aber während die Russen noch vom Ruhm ihres kleinen Erfolges bei Sieniawa zehrten, während die Pariser noch hoffen und vertrauen, haben die Preußen in gewaltigem Ringen die Stadt Stryj gestürmt, haben die Bayern die Nordwerke von Przemysl überrannt und die russischen Geschütze in den dortigen Panzerkuppeln um— 8 um sie gegen die flüchtende Russenarmee zu richten. raumhaft rasch spielen sich diese Erfolge ab. Es ist ein Sturm und Zug in dieser Offensive, wie voriges Jahr das Burgenbrechen in Belgien und Nordfrankreich. Die mili⸗ tärise e Fachpresse Frankreichs fragt verwundert, warum es en Russen nicht eingefallen wäre, genügend starke Streitkräfte aus der Richtung Lemberg na Przemysl hineinzuwerfen, um die Woge der verbündeten ruppen aufzuhalten. Man kann darauf auf Grund der vorliegenden Nachrichten ausführliche Ant- wort geben: Sowohl die doppelgleisige Bahn als auch die Heerstraße Lemberg—Przemyfl geriet so gründlich unter das Feuer der österreichischen Artillerie und der Flieger⸗ bomben, daß die Russen es vorzogen, die ausgesandten Transporte von Truppen und Vorräten 1 schleunig wie öglich zurückzuziehen. Man scheint nach dem Falle Prze— mysl sich über nicht sonderliche Mühe mit der Neuein— richtung der Festung gegeben gu haben, weil man alles von der großen Karpat noffensive erhoffte und es für aus- geschlossen hielt, daß die Oesterreicher je wieder gen Lem— erg zu vorgehen könnten. Man schleppte zwar Panzerkup⸗ — Geschütze nach Przemyfl, Zement wurde in großen engen zur Betonierung aufgefahren, aber man hielt es doch im Grunde für überflüssige Arbeit. Manches gelang den russischen Pionieren auch nicht, so die Errichtung einer Holzbrücke an Stelle der von den Oesterreichern gesprengten — en Sanbrücke. Man begnügte sich mit einer Ponton⸗ rücke und im übrigen mit möglichst zahlreichen Erdwer—⸗ len, in denen ja die Russen manches leisten, was der die eldschlacht und den Sturm liebende Deutsche in diesem eg erst lernen mußte. Genug, es kam das große Gewitter aus Westgalizien. Die Russen stellten ihre Schanzarbeiten ein und schickten Hals über Kopf alle Transporte über Lemberg zurück. Merkwürdigerweise hat auch die russische Befestigungstätigkeit vor Lemberg aufgehört. Hält man au Lemberg nach dem Fall der Grodecker Linie für unhaltbar? Soll der russische Rückzug sich noch schneller abrollen, als unsere kühnste Hoffnung erwarten wagt? Schneidet doch der 0 Stryj die in Südostgalizien kämpfenden rus⸗ äfte von ihrer sischen letzten direkten Verbindung mit deutscher Vesth in non. isse seitens des römischen Pöbels g t die italienische Regierung zur ng deutschen Eigentums ihre N 42 77 mach 5 8 nt um wichtiger, da der deutsche Besitz i Otallen Sun h. nennenswerte italienische vat⸗ igentum auf deutschem Boden. Zumal in Rom, mit dem si e altersher ein köstliches Sele: dulce erbindel. fuß Boh des er 0 römi Herrscha itz der kaiserlichen deutschen Botschaft und Grundeigentum des Deutschen Reiches bildet. So thronte dicht beim römischen Adler 8 iter den Besiedlung Symbol römischer Macht stand, und dessen Grund⸗ 1 e kenhaus angekauft wurde. Auch irgt, sowie für an 8 ang wurde. eine der interessantesten Barockvillen Roms befindet sich im Besitz des preußischen Staates: Villa Bonaparte bei Porta Pia, wo unser Gesandter am Vatikan residiert. Garten dieser Villa durchbrachen 8 3—5 die— 9 ranzosen Macht gebrochen des Barock sich die geistige Elite Roms zusammenfand, erhielt später ihren Namen von Pao Gartens dient. Eine Monaten bekanntlich ch] Offiziere, die ihren Tee trinken un Lemberg ab. Jede Stunde fast bringt einen neuen Schlag, den die stürmenden, verbündeten Truppen dem Gegner zu— fügen. Schon gehen die russischen Gefangenen wieder in die Zehntausende und„die Beute ist noch nicht zu übersehen“. Die neuen Kämpfe bei Przemyfl und Lemberg reihen sich würdig an die großen weltgeschichtlichen Schlachten des bis— herigen Krieges im Osten. Französische Bilder aus dem russischen Lemberg. Der galizische Berichterstatter des„Temps“, Edmond Privat, hat dieser Tage eine Schilderung des Lebens und der Zustände in dem— noch— russischen Lemberg veröffentlicht. Wer in der Hauptstadt Ostgaltziens die vielen russischen Inschriften, Schilder, Anschläge usw. sieht, lönnte auf den ersten Blick wohl glauben, daß Lemberg schon ganz verrußt sei. Das ist jedoch ein Irrtum. Russisch sieht man in Wirklichkeit nur auf den neuen Ladenschildern einiger Geschäftsinhaber, die damit die russische Kundschaft anlocken wollen; dazu kommen die amtlichen Bekannt machungen, die zweisprachig, in Russisch und in Polnisch ge geben werden, und ferner die Schilder der Straßenbahnen und der Straßennamen, die vor dem Kriege nur auf Polnisch zu lesen waren. Vom Rathause flattert die rotweißblaue Fahne Rußlands, und Lemberg ist überfüllt von russischen Soldaten und Offizieren. Alle besseren Hotels sind längst in Anspruch genommen; kaum ist noch in einem Gasthofe dritter Klasse Unterkunft zu finden. Ueber den Maryacki⸗ Platz, der die schöne, bis zum Theater reichende Parkanlage abschließt, marschieren unaufhörlich die Truppen. Zuweilen rückt auch ein Trupp österreichischer Cefangener ein, die durch die Stadt befördert werden. Nach den Beobachtungen des französischen Berichterstatters wird ihnen möglichste Freiheit gelassen. Sie dürfen in den Läden Einkäufe machen und mit den Ladeninhabern sich unterhalten; die milikä— rische Begleitmannschaft der Gesangenen ist(vermutlich aus naheliegenden Gründen) sehr wenig zahlreich. Oberflächlicher Beobachtung kann das Leben in Lemberg ganz normal erscheinen. Alle Läden sind geöffnet— der russische Gouverneur hat den Geschäftsleuten, die nicht öffnen wollten, einfach mit der Einziehung ihrer ganzen Warenvorräte gedroht; und wenn der Inhaber des Ge— schäftes etwa geflohen war oder der Drohnng doch nicht nachgeben wollte, so hat sich schließlich irgend ein Freund oder Verwandter gefunden, der das Geschäft wieder öffnete und weiter führte. Im Gerichtsgebäude wird auch jetzt noch in polnischer Sprache und nach dem österreichischen Gesetze weiter verhandelt, aber das Recht wird nicht mehr„Im Namen Seiner Apostolischen Majestät“, sondern nur noch „Im Namen des Gesetzes“ gesprochen. Auf die Richter ist ein sanfter Druck, Russisch zu lernen, ausgeübt worden, und die armen Herren müssen nun ihre kargen Mußestunden dem Studium der„slawischen Schwestersprache“ widmen. Dabei erhalten sie kein Gehalt mehr und sie setzen ihre Tätigkeit nur aus Pflicht- und Ehrgefühl— Einen neuen Zug im Stadtbilde ge die russischen Polizisten in schwarzer Uniform, die flache Mütze auf dem Ohre. Sie sind aus View herbeigeholt worden und patroul- lieren durch die ganze Stadt. Von den kirchlichen Behörden sind der armenische und der römisch-katholische Erzbischof in Lemberg geblieben; der der unierten Kirche hingegen ist nach Kursk verschickt worden, weil das orthodoxe Rußland in bekannter Duldsamkeit die Unabhängigkeit dieser Dissi⸗ dentenkirche nicht anerkennen will. Als der Berichterstatter des„Temps“ den schönen Blick von der unierten Kathedrale genoß, störte ihn ein dumpfer Donner, der die Luft erfüllte. Es war der Donner der Kanonen von den Karpathen, die in der Gegend von Stryj ihr Wort sprachen.„Ich hatte mir nicht vorgestellt, daß Lemberg der Front so nahe liege,“ sorsbemerkt Herr Privat etwas kleinlaut. Um 10 Uhr wird in Lemberg„Schluß gemacht“. Dann werden alle Straßen vollkommen leer, und 1105 in den Kaffeehäusern herrscht nur noch sehr wenig Verkehr. Die russische Polizei hält dort Durchsuchungen, die die Zivilisten sehr fürchten, und daher sieht man dort kaum noch andere Personen, als dazu Karten spielen. Alle Lichter sind ausgelöscht und wer in diesem Dunkel durch die Stadt zu gehen hat, mag zusehen, wie er von einem Bürgersteige zum andern turnt, um sich vor den militärischen Kraftwagen in Acht zu nehmen, die mit rasen— der Geschwindigkeit das nächtliche Lemberg durchsausen. Villa Malta, der römische Prioatsit bes Fursten Bülow. in der sich die letzten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland abspielten und schließlich schmachvoll seitens der italienischen Regierung verraten wurden. Zu den und Gärten uns alle von dem intimsten Geistes⸗ N ˖ Bergnatur mit ihrer weiten Aussicht über die Campagna und das ferne Rom Er⸗ frischung fanden. Von der Villenterrasse aus überblickt man auch einst die Lieblingsstreifzüge deutscher Landschaftsmaler Josef Anton Koch im Jahre 1797 die„Serpentara“, einen kleinen Eichenhain bei on dice ln der den deutschen Künstlern inmitten der fremdländischen Landschaft eine traute Eri i darin seine preist seine voman⸗ 0 iede. wurde die Serpentara auf Betreiben des Malers Kanold dem Deutschen Reiche erworben und entging so der Abholzung durch römische Spekulanten. Möge er auch diesen Krieg überstehen, obwohl er in schutzloser Einsamkeit den auf sein schönes Gehölz seit langem gierig lauernden ern ausgesetzt ist. In Rom war die den deutschen Künstlern Sep⸗ für Studienzwecke gemietete Villa Strobl⸗Fern in der Valle Giulia durch die Villa Arnhold abgelöst worden: eine Stiftung des Kom⸗ merzienrates Arnhold, die den prächtigen Ausbau einer alten Bau⸗ anlage nahe bei Via Nomentana bildet und mustergültige Atelier— räume, Ausstellungshalle, Wohnzimmer usw. für die in Rom leben deutschen Stipendiaten umfaßt. Diese neue deutsche Aka⸗ demie in Rom stellte sich sowohl in Bezug auf landschuftliche r Donnerstag, 3. Juni 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. 1 Schriftleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrift- leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. Aus Stadt und Cand. Gießen, 3. Juni 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Kriegssreiw. Otto Roeschen, Inf.-digt. 136(Abiturient der Oberrealschule in Gießen), aus Friedberg-Fauerbach.— Unteroff. Lehramtsassessor W. Geist, Inf.-Agt. 126, aus Darmstadt.— Kriegsfreiw. Gefr. Wilhelm Kerler, Bayr. Inf.-Agt. 20, Kriegs- freiwilliger Karl Keim, Res.-Inf.-Agt. 222, Kriegssreiw. Unteroff. Georg Mayer, Res.⸗Ins.-Agt. 222, Res. Karl Wagner, Res.⸗ Ins.-Rat. 116, Res. Heinr. Hofmann II., Inf.-gt. 116, Ersatz.⸗ Res. Gust. Wirth, Res.-Inf.-Rat. 222, fämtlich Angestellte der Papierfabrik Oberschmitten bei Schotten.— Musk. Heink. Schmid 2 Inf.-Agt. 55, aus Burg-Solms.— Lt. d. L. Wilhelm Dumont, Fuß, Art.⸗Agt. 3, aus Worms.— Landsturmmann Aug. Elsner, Landw.-Ins.-Rgt, 87, aus Offenbach a. M. Ers.-Res. Wilhelm Bauscher, Res⸗Inf.⸗Qgt. 116, aus Offenbach a. M.— Gefr. d. Res. Gotth. Klein aus Miederscheld. 1 * Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefr. Heir. Scherer aus Wetter, Garde-Gren. Regt. Oberleutn. d. R. Jul. Karl Schramm und Leutn. Erich Noll, beide von Dillenburg. Leutn. Wilh. Christ aus Elpenrod, Führer der Maschinengew.-Komp. des Landw.-Inf.-Regts. 116. Stabs⸗ apotheker Weil aus Herborn. Rittmeister Auler aus Bensheim. Rittmeister Jakob Moench jun aus Offenbach. San.⸗Feldw. Köhler aus Offenbach. Feldw. Otto Bokel faus Wetzlar, Res.-Inf.⸗Regt. 234. Offizierstellvertreter Dr. O. Haupt, Kustos der mineralogisch-geologischen Abtei— lung des Landesmuseums in Darmstadt. Uffz. Aug. Stein aus Bad⸗Nauheim. Leutn. Otto Stein aus Friedberg, Inf.⸗Regt. 171. Leutn. d. R. im Leibg.-Inf.-Regt. 115 Ernst Arnold, Dipl.⸗Ing. aus Bensheim(I. Kl.). Uffz. Bat.⸗ Nr. 49. Amtliche herzog hat zum 1. Juni d. J. dem Kreisamtmann bei dem Kreisamt Erbach Dr. Wilhelm Anton Diehl und dem Kreisamtmann bei dem Kreisamt Gie ßen Karl Hem⸗ merde den Charakter als Regierungsrat erteilt.— Durch Entschließung Großh. Ministerisums des Innern wurde der Referendar Reinhard Koch zu Nidda zum Re⸗ gierungsassessor ernannt. * Gießener Freilichtbühne. Seit Anfang Mai werden fast täglich Anfragen an die Waldbühne gerichtet, wann die diesjährige Spielzeit eröffnet werden solle. Man machte dabei geltend— und dies wohl mit Recht— daß die Aufführung geeigneter Stücke, rezitatorische und musi— kalische Darbiekungen u. dgl. m., gerade im der Jetztzeit, wo man fast nur von blutigest Kämpfen höre und lese, als ein willlommenes Gegengewicht, als eine Art wohltuender Ab- lenkung durchaus angebracht wären. Die erste Veranstaltung soll nun nächsten Sonntag, den 6. Juni(Anfang 4 Uhr) auf der Freilichtbühne stattfinden und ist als Unter⸗ haltungsnachmittag gedacht, wobei in erster Linie dem Ge⸗ schmack unserer Feldgrauen(Verwundeten) Rech⸗ nung getragen werden soll. Diese haben(auf un numerierten Sitzplätzen) freien Zutritt. Die Preise für„gewöhnliche Sterbliche“ sind aus dem heutigen Inserat ersichtlich. Nach Deckung der Unkosten wird— am Ende der Spielzeit— ein etwaiger Ueberschuß der K riegsfürsorge überwiesen. Kreis Alsfeld. —Wettsaasen, 1. Juni. Schwere Opfer hat unsere Ge- meinde bis jetzt im Weltlriege bringen müssen. Jüngst traf hier die Nachricht ein, daß der Wehrmann Meckel den Heldentod in Rußland erlitten hat. Es ist das achte Opfer aus unserem etwas über 300 Einwohner zählenden Orte.* m R uppertenrod, 2. Juni. Der Unterseebootsmatrose Karl Kratz von hier erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Hessen-Nassau. h. Herborn, 2. Junt. Die hiesigen der Herabsetzung der Mehlpreise eine Verbil ligung des Brotes ab. Insolgedessen plant die Stadtverwaltung, die ge⸗ samte Brotversorgung der Einwohnerschaft in eigene Ver waltung zu übernehmen. Im nahen Sinn setzten die Väcker⸗ meister auf Veranlassung der Bürgermeisterei den Brotpreis von 70 Pfennig auf 65 Pfennig herab. h. Frankfurt a. M., 2. Juni. In der Clisabethenstraße bantierte der Metzgerbursche Franz Rausch mit einer Scha ch t⸗ vistole. Plötzlich entlud sich die Wasse und das Geschoß drang dem jungen Manne in den Unterleib, so daß er sofort tot zu Boden stürzte. Bäcker lehnten trotz Lage wie auf innere Einrichtungen denjenigen Frankreichs, Ameri⸗ kas und Spaniens würdig zur Seite. 8 Eine weitere Reihe deutschen Privatbesitzes, der durch den Ausbruch des Krieges in Rom gefährdet ist, ließe sich noch an⸗ führen. Abgesehen von vielen wertvollen privaten Häusern und Villen dort lebender Familien, dem Hause des preußtsch histori⸗ schen Institutes und dem des Deutschen Künstlervereins haben wir in dem Palazzo Zuccari in der Via Sistina eine der schönsten Schenkungen, die das verstorbene Fräulein Hertz samt einer von Prof. Steinmann mustergültig eingerichteten Bibliothek dem deutschen Leben in Rom zuführte. Von Federigs Zuccari in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut, bil⸗ dete er zurzeit des kunstsinnigen Konsuls Bartholdy den Mittel- punkt des deutschen Lebens in Rom. Die Sammlungen des her⸗ vorragenden Mäcens, darunter die berühmten Gemälde der Naza⸗ rener(Cornelius, Overbeck, Veit u. a.) gelangten in die Berliner National-Galerie. Lange Zeit diente der Palazzo deutschen, und nordländischen Künstlern zur Studien- und Wohnstätte, auch Winkelmann schrieb hier seine archäologischen Studien. Später in Verfall geraten, ließ ihn Fräulein Hertz wiederherstellen. Einen schönen Neubau endlich besitzen wir in Rom an der protestantischen Kirche, die vor Ausbruch des Krieges leider nicht mehr ganz be⸗ endigt werden konnte. In ihrem einfachen feierlichen Stile sollte 5 ein lang gefühltes Bedürfnis der protestantischen Deutschen er⸗ üllen, während dem deutsch⸗katholischen Wirken bereits seit alters ⸗ her die herrliche Kirche S. Maria dell Anima sowie der stille Heine Friedhof am Vatikan mit seiner großen Bibliothek vor⸗ behalten war. Das großartigste Anerbieten jedoch machte die Stadt Rom selbst anläßlich der Cinquantenarfeier allen denjeni⸗ gen Nationen, die sich an der Weltausstellung in der Valle Giulia beteiligten. Sie alle sollten den für ihre Kunstpavillons inne⸗ gehabten Raum als Geschenk behalten unter der Bedingung, dort im Laufe von 5 Jahren je einen Kunstzwecken dienenden Bau auf⸗ zuführen. Man gedachte durch dies kluge Geschenk Rom zu einer einträglichen, internationalen Kunstausstellungsstadt ersten Ranges zu erheben. Während England sogleich einwilligte und heute seinen Ausstellungspalast in der Valle Giulia nahezu beendi hat, zögerte die deutsche Regierung glücklicherweise, von diesem Anerbieten Gebrauch zu machen. Tambour Ludwig Jost aus Herchenhain, Brig.⸗Ersatz⸗Bat. Personalnachrichten. Der Gro ß⸗ 0 * 1 kunsthistorischen 8 * . . n 2 23 F . 9 1 g g Bekanntmachung. Betr.: Bekämpfung der Raupen und anderer Schädlinge an Obstbäumen. 5 Die bisherige günstige Witterung hat zwar eine gute Ent⸗ wicklung der Blüte und des gesamten Wachstums der Obstgehölze gezeitigt, aber auch eine starke Vermehrung des Ungeziefers be⸗ wirkt. Da die Sicherung des Obstertrages, besonders des Kern⸗ obstes, in diesem Jahre von weittragender Bedeutung ist, muß mit allen Mitteln gegen die Schädlinge vorgegangen werden. Die Besitzer von Gärten und Obstpflanzungen werden deshalb im Interesse der Volksernährung dri 2 gend gebeten, gegen folgende Schädlinge entsprechend vor⸗ zugehen: i a 1. Die Raupen der Gespinstmotten, die jetzt noch in kleinen Raupennestern zusammenleben, werden durch vorsichtiges Verbrennen der Nester am Baum oder durch Abschneiden der Nester und Töten der Raupen in heißem Wasser vernichtet. 2. Die Raupen der in diesem Jahr besonders stark auf⸗ tretenden Ringelspinner leben von abends etwa 7 Uhr an in Gespinsten zwischen den Hauptastgabeln und können dort um diese Zeit mit einer starken Wurzelbürste zerdrückt werden. Vor⸗ sicht ist hierbei geboten, damit keine Fruchtknospen zerstört werden. Ein Gang zur Abendstunde durch die Obstpflanzungen genügt, um der Raupen zu vernichten.. 3. Gegen das Hinaufklettern der sonstigen vielen Raupenaxten. und anderer Schädlinge auf noch nicht befallene Bäume schützt das Anlegen der Raupenleimringe. Alte Ringe können wieder überstrichen werden. a 1 4. Abklopfen der Obstbäume in ganz früher Morgenstunde, nach Unterlegen von Tüchern unter die Bäume, ist ein altes und einfaches, dabei sehr bewährtes Mittel, um viele Raupen, Käfer, Puppen und Larven zu fangen und zu vernichten! Die kalten Nächte sind dieser Arbeit günstig. Daher empfiehlt es sich, diese Arbeit möglichst fru morgens durchzuführen. 5. Gegen die in diesem Jahre stark auftretenden Blattläuse, deren Wirkung an den Obstbäumen noch schlimmer ist als die der „den 1. Juni 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Betr.: Wie vorstehend.. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Da das Obst in diesem J mit eine Hauptrolle bei der Bevölkerung zu bringen und wröglichst auf den Befolg der darin gegebenen Anregungen hinzuwirken. 0 Gießen, den 1. Juni 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Bekanntmachung. N 7 Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Kreisstraße Trais⸗Horloff— Steinheim— Unter⸗Widdersheim vom 2. Juni l. J. — bis auf weiteres für jeden Juhrwerks⸗ und Automobilverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über Rodheim oder Utphe umgeleitet. Die Sperrung der Kreisstraße Langsdorf— Nieder⸗Bessingen wird aufgehoben. Gießen, den 1. Juni 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. i Dr. Usinger. 4 Bekanntmachung. Betr.: 9 der Maul- und Klauenseuche in Treis a. d. Lda. In Treis a. d. Wa. ist die Maul⸗ und Klauenseuche ausgebrochen. Es werden folgende Bezirke gebildet: 1. Sperrbezirk: Treis a. d. Lda. 2. Beobachtungsgebiet: Allendorf an der Lumda und Mainzlar. N N Für diese Bezirke gelten die Bestimmungen unserer Be⸗ lanntmachung vom 12. November 1914, abgedruckt im Kreis⸗ blatt Nr. 70 vom 17. November 1914. ——— An die Großh. Bürgermeistereien Treis a. d. Lda., Allendorf un der Lumda und Mainzlar. Sie werden veranlaßt, vorstehende Bekanntmachung, sowie diejenige vom 12. November v. Is. sofort auf ortsübliche Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Viehhändler sind zu protokoll zu bedeuten; die Protokolle sind uns binnen 24 Stun⸗ den einzusenden. Der Befolg der Vorschriften ist im Interesse einer Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche streng zuüber⸗ wachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. An die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die Durchführung der Bestimmungen streng über⸗ wachen und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige— Gießen, den 1. Inni 1915.. eee Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klanenseuche in Stein⸗ bach. In Steinbach ist die Maul⸗ und Klauenseuche aus⸗ n N. 1. Sperrbezirk: Steinbach. 8 2. Beobachtungsgebiet: Albach und Ga N Für diese Bezirke gelten die Bestimmungen unserer Be⸗ kanntmachung vom 12. Nov. 1914, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 70 vom 17. Nov. 1914. f. An die Großh. Bürgermeistereien Steinbach, Albach und g Garbenteich. a 1 Sie werden veranlaßt, vorstehende Bekanntmachung, sowie die⸗ jenige vom 12. November v. J. sofort auf ortsübliche Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Viehhändler sind zu Protokoll zu bedeuten; die Protokolle sind uns binnen 24 Stun⸗ den einzusenden. Der Befolg der Vorschriften ist im Interesse einer Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche streng zu überwachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. An die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die Durchführung der Bestimmungen streng über⸗ wachen und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige bri Gießen, den 2. Juni 1915.. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Bersrod. Die Seuche ist abgeheilt. l Die Gemarkung Bersrod wird in ein Beobachtungs⸗ gebiet umgewandelt. Die Gemarkung Reiskirchen wird dem F für Burkhardsfelden zuge⸗ teilt. 55 Die Gemarkungen Lindenstruth, Reinhards ha in, Saasen und Winnerod werden aus dem Beobachtungs⸗ gebiet entlassen. i Gießen, den 1. Juni 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. — tation Gießen. 2 Meteorologische Beobachtungen der 8„ 2225 2 22 22 2= e 2 2 1 den Je 8 3 ö 10[E 8B SE 3 3 8 1 5* 538 SS S 8 233 3 . S 1 88 2. 2 747,5 23,2 7,1 33 NW 2 1 Sonnenschein 2.9% 748,1 17,4 1.9 53 NE 2 00 Klarer Himmel 347 749,0 15,6 7,5 57 N 44 1 Sonnenschein Höchste Temperatur am 1. bis 2. Juni 1915 J 23,5 0. . zu spielen berufen ist, empfehlen wir, die vor⸗ gebrochen.. Niedrigste„„, stehende tmachung in geeigneter Weise zur Kenntnis der Es werden folgende Bezirke gebildet: Niederschlag: 0, mm. 984 11 2007 260 412 I1000] 582% 77 Lao 684 euss.Sũddeutsc 700 801 130001 943 112012 18 183 g 50 9 a 20. Zebang 5. KI. 5. 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N. 5 N Preuss-) Klassen- Lotterie Zehung vom 1. Juni 1818 vormittags. Aar dae gerogene Nummer sind zwol gleich holt de- wanne len, nud zwar je elner auf die Lose giletcher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Nur die Gewinne über 2% Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohe Gewähr.) Nachdruck Ferboten-) 94 108 32 01 327 43 401 902 0 14 83 72 1082 30 4% 524 1500] 6156 40 712 82 86 081 78 2043 40* 140 18 289 3/7 680 787(1000] 49 78 90 817 20 910 3006 52 126 39 20/7 610 50 4010 13000] 50 L600] 216 93 416(10000 41 48 618 076 52056 63 29 6004 L500] 49 7 91 180 841 482 693 8s 11000 964(500] 7003 192 288 77 378 620 8030 223 440 70 7% 680 008 29 874 908 400 809 80 72 982 80 11028 78(soo 8 888 603[10001 680 68 708 321 980 N 178 219 45 358 64 409 18001 011 1000] 4 84 13107 478 94 506 631 6085 254 67[1000] 411 890 684 781 18168 332 440 004 808 926 16103 84 500 170085 80 607 757 861 921 18119(L500 44 64 d Ls] 514 L500] 44 808 L800] 71 78 90 19010 4 88 412 20 522 710 823 28(5001 150 866 461 5 11000] 618 63 88 1 714 55[1000] 222 Laco 48 89 701 1000] 111 20 62 234 48 81 84 428 66 628 80 883 24012 77 116 09 207 688 748 934 279 83 315 6s 11000] 421 88 614 28 40 93 201 80[SO0] 321 684 90 27211 323 486 920 28193 300 500 61 76 29001 15 129 Looo! 728 819 87 1600 50 300 414 522 48 957 76 31028 18001 840 40 854 32017 619 827 908 42 33024 % 60 dai 110000 790 601 98 900 1600] % 140 2 37 88 38000 10001 — 70 427 70 98 67e 1800] 682 701 90 E Eekgangz 2857 8 K 2. 155 88283 838882 82 f SFA 8b 1 1222 9 7% 4 50(L001 56 L500] 821 7 3820 80 688 763 846 664 92 1 2 8 2 8 e 20 d 6% 78 780 900 * 307 L000] 624 000 840 923 42036 oss 13000] 96 149 61 10001 238 0 912 84 79 44028 40 61 224 76 878 84 925 786 45021 284 319 477 2 91 8 40083 87 161 311 407 14 7259 L000] 354 819 84 8 78 10001 soo] 884 LsOo0] 49028 L800] 103 7 307 L500] 400(600 258 99 499 533 763 81043 160 2861 2 720 Laoοο 863 52031 174 627 53080 14% 380 446 584 600 720 980 1500 125 68 831 404 706 13 74 981 41% 28 819 906 IL800 56011 20 26 95 738 57010 48 470 876 L500] 601 53008 70 184 267 70 79 602 88 683 760 I 941 59138(soo 438 639 83 874 859 880 7a 77 880 84 80 93 8 817 Ls00] 20 62046[1000] 8 20 520 602 14 782 818 27 840 90 722 83% 64012[10000 2: 65 ooo 830 920 L500 65096 316 49 41 710 987 668092 127 280 70 93 480 534 58 70 70 110 21 807 82 417 22 706 829 72 41 31 8e 486 644 768 3000] 819 87 902 828 L800] 52 044 794 807 971 1800 77 7 74 111(6000 244 302 440 022 71300 24 60 L100 48 L800] 767 L800 J 821 964 270 308„ leo 607 0 00] 884 946 73012 94 822 gos 840 74017 102 270 308 f1000 820(1000 304 912 40[1000] 738037 179 239 340 888 11000 78017 Lsoο 20 890 200 618 23 888 87 74 U 88 77258[500 853 C0 14 618 716 838 2 L30001% 780 5 485 677 852 e 11000 1 5 611 827 708 87(soo 986 81107 400 or 382013 10 91 169 293 40 030 993 8310 308(so] 73 656 736 686 84001 126 66 o 30 88 ls 358186 229(1000 307 880 leoo] 94 612 788 88 981 01 86059 95 81 30001 21 Aggagegg 1557111 8 115535 — 8.— 394333 25 25 288 r a 2 f 5 4 8 2* 2 2 33 53 8 25 S J 389 n 1885 f 92 35871 def 21 78 0 9286 90% 87088 886 770 L10001 Bon a. e 0 es 840 80 600 710 3901 bo 47 948 5 900⁰ 11000 10% 241 c 84%% 4 708 das 9108 11000 20 360 842 724— 20[Soo, 22 80 60 77 980 88067 106 52 84(1000 88 024 27 94207 60 67 97 5 Soo! 60 108 280 74 500] 389 98090 128 92[1000 230 321 84 3 85 8883384 5 205 5 54 BA 903 nass 97 707 664 1000 108 232 869 717 78 130001 Loo 408 078 718 88 00 101240 630 2 74 30 843 72 1033160 803 880 22 d 9 208 68 306 411 38 69 577 1080 ia d 608[800] 810 981 106192 78 do L500 817 10700 161 328 466 108 16 98 267 418[800] 611 550 908 1 110⁰⁰ 1600] 808 90 109285 6 9½7 4/4 804 604 716 20 110120 2e 88 384 48 429[1000] 90 978 111206 (soo! 380 621 78d 984 112008 100[500 12 11000] 88 306 409 875 614 20 70 838 SCO] 906 82 810 887 62(500 e 23—ů 28 933 5001 115083 83 D 38 — 100102 NI. 8. Preuss- Süddeutsche 113 Jeg n 244 308 66 606 980 21417 412 201 1000 48 L500 53 320 40 88 Lsoo! 770 847 7 904 9717/0 8 2 A 590 64¹ 102 94 206 54 424 10 11000 891 92 Ls 602 4 300 9 400 2 620 058 740 00 838 920 24 750 120121 384 60 420 878 12120 86 18000. 048 001 122047 L500] 40 96 147 417 4 76 879 123055 275 400 06 o 664 8e 907 12418 00[so] 90 1800] 305 36 77 540 80 648 61 80 940 125132 34/7 91 474 684 92 718 64 71 937 12618 283 458 77(1000 536[8000] 48 719 64 843 127011 81 273 74 330 88 581 68 81 722 1500] 28 26 80 969 128101(3000 61 [soo] 386 500 847 99 781 957 129031 88 133 84 41 204 333 L500] 670 767 92 13007 184 340 401 743 90 801 90% 11000) 131027 48 74 227 372 442 508 68 789 60 L10001] 861 60 987 50 132231 50 7 301 17 64 61 659 749 6232 953 133318 17(1000 484 641 44 812[10001 134057 74 126 20 67 396(500 689 819 /o 135043 50 451 68 592 706 920 136083 86 312 13 88 526 88 760 805 38 54 919 137009 15 62 111 45 1600] 389 461 662(1000) 736 L38000] 70 921 33 138167 90 294 392 501 14 87 720 24 79 8086 61 1394/76 613 877 140077 825 774 7 L600] 91 6 808 912 8001 4 os so] 9 141121 49 51 388 786 546 63 661 7586 L500] 87(1000 822 9186 53 142040 154 292 368 473 564 86(600 684 726 895 9156(00 % n 143100 361 92 618(500 17 22 1500 70 990 144146 562 66 747 94 857 96 90 148138 Iso 88s 219 57 552 714 74 148062 176 96 202 313 591 689(1000 786 90 924 1470868 278 3812 478 710 871 901 42 73 9 148094 162 208 78 360 470 81 643 88 793 887 962 149008 186 1500 44¹ 881 40 04 0/74 706 872 83 976 150204 42 864 630 841 15001 92 980 181007 90 L500] 236 309 478 622 904 152019 1000] 186 809 57 418 49 52 329 50 76 153039 78 146 97 213 22 74 480 040 82 9 702[S0 11 47 15420 30 60(600 88 409 00 513 60 98 155002% 8 111 232 400 766 156446 632 799 15001 980 157027/ 64 393 640 707 37 Lsoo] 888 888 158034 112 237[600 311 568 1000] 848 848 40 000 91 159030 271 30a 587 a5 803 28 1600186 4 Lsooο-˙ 87 130 53 2 504 LsOo 89 soo]! 700 29 920 0 161124 34 232 338 4% 664 601 743 80(L500 81 9 162021 13000 67 116 783 879 994 163074 129 290 341 87 498 835 653 820 0 88 9% 16.40% 127 200 e 881 7 760 79 L100 16808 Lo 320 1880 24 404 500 48 167022[1000 120 231 300 400 79 88 904 168096 179 266 84 314 699 708 48 898 960 169008 111 70 638 I1000] 880 170 8 L300 108 243 303 420 78 94 638 71 L500 707 61 976 171190 300 84 L30001 4 30 8000] 91 611 L500] 14 11000] 48 60 68 624 172127 38 202 218 841(1000] 647 832 58 60 903 81 173178 250 78 323 4% 1500] 431 648 54 756 669 174141 639 714 178330 L500] 81 7 421 86 1800] 6503 601 782 71 88 828 66 921(1000 59 176002 724 80 1770%(L600 139 89[3000] 287 des 876 178022 106 206 304 556 15000 84 616 38 76 780 986 949 18000 179003 100 57 682 754 1808 230[qO00] 74 316 83 80% Nsοονν 80⁰ 9 849 56 788 866 906 16 181252 379 677 950 192012 239 67 307 81 1000 677 7686 68 87 667 93%(3000 76 183031 27 484 640 78 727 900 96 184400 520 801 185016 123(SO 9 238 62 72 462 582 721 961 1860086 1686 L500] 230 611 L000] dg 137190 299(3000 390 607 827 188047 79 115 fgoοοαñ 22 3215 71 472 726 809 910 188010 17 65 230 lg] 411 11000] o 999(500 190117 225 16001 571 15001 68 78 740 78 927 191007 270 316 32 33 021 L500] 19204 321 408 511 20 65 770 920 70 918 81 98 153201 478 502 4 644 901 19408 493 554 89[3000] 90 L30001 92[3O00] 98 700 843 62 916 195324(800 74 413 616 43 798 988 196042 65 240 81 750 88 197100 7¹ 70 800 3000 54 20708 9 90 98 240 352 87[1000] 608[1000 208017 20[10001 38 1600] 573 605 1000] 711 802 20914 aas 840 640 721 8% 57[00 1 97 90 219134 24 382 421 80 81 211052 123 1500] 281 87 614 889 212000 124 338 6 420 80 681 205 7 63 331 62 766 888 217057 1 218007 142 517 602 843 971 21914 74 368 86 89 98 Ls 409 643 88 802 17 24 0 L10001 22007 8 381 402 Lso0 36 88 08 2211 270 438 500 30 790 803 222021 64 71 370 442 898 6 9056 228150 271 664 652 0(sooo! 888 6s 2290 15 9 835 791 824 903 41 23001 10 8.% 641 501 e 930 38 62 % 231106 76 2 800 ½% 70% 232020 eo 110 226(10% R 4 i% 80a 20 047 700 77 048 6 80 424 81 638 60 88 779 233077 121 2056 28 5 90— 21. Aehung g. Kl. 8. Preuss- Sbadeutsche (21. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlehung vom 4. Juni 1015 nachmittags. Auf jede gesogene Nummer sind zwel gleich hohe Ge- wiune tall uud war je einer suf die Ine lecker Nun: in Iden Abteilung 1 nd U Nur die Gewinne über 2% Mark sind den betretfenden Nummern in Llammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 71 211 12 81 44 890 44% Ls00I 78 903 1162 68 290 470 542 68 686 780 1600] 924 2027 61 74 82 222 soo] sos I1000] 6% 706(3000 74 Ls 867 73 935 3110 60 255 87 660 99 69 84 709(1000 4082 126 34 87 227 1000] 388 628 710 97 L800 3080 202 80 3a 88 888 686 708 27 886 978 6021 72 1386 286 11000] 342 81 612 86 L600] 756 828 88 7012 10 46 282 310 36 1500] 468 1000] 797 8094[1000] 105 78 78 310 434 86 631 L500] 80 L000 833 9019 94 L500 767 sos 93 15001 10220 63 344 62 400 703 87½ 64 11200 44 70 88 579(3000] 766 879 99 12078 500 138 283 324 50 66 99 593 623 64 778 811 13200 24 1500] 42 371 24 418 661 98 669 11000 78 7886 823 70 9%½0(S500 14108 12 8% 201 3 16001 24 66 00 448 731 97 925 15014 31 169 92[1000 423 52 828 78 98 L600] 706 944 16058 130 83 240 416 528 29 17330 604 873 Au ar 13 4%% d ee ee ee e; 112177 8 soo]! 848 810 1140 1% 0% 22 80 3/7 ess 0 901 1150½ 600 118(100 32 98 220 L1000] 425 fsoο; 5 67 04 88 710 fe0% 988 o os 996 11810 soo 34 se 50 3 9 97 117001(10001 166 261 31 47 4 811 118ʃ88 278 372 66 627 713 694 118184 74 406 L10000 23 LI] 36 708 11000] 827 990 120051 e 224 4% 301 6 640 91 748 50% 30 501 66 80 98 94 12108 144 6s 240 901(sel 46[so] o 122% 4 0 90 s J⁰ 22 38 882 928 82 123227 4556 720 12400 8 11 3% 221 68 70 313 44 67 60 784 833 S001 71 12877 2635 83 344 58(l3000] 408 9 521 668 830 16000 128040 100 70 74 216 342 1000] 570 619(3000 82 657 02 99 989 127033 179 213 84 600 70 81 900 46 128084 Laooo]! 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M. des Taunus. Ein landschattliches Paradies. CKostuch reines 1 1 1(Grand Hotel K i 0 Königsteiner Hof Belger: E ten Beste L Taunusblick a. Wald. Te und Kurhaus. Eden- Hotel stheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Tabletten Petrin- Name gesetzlich geschützt lich, ohne jegliche Nebenersch Wirkend.— Zu haben in anerkannt bestes Mittel, da vollständig unschud- einungen und sicher allen Apotheken. Anmeldungen 1 Steinstraße 10, spätestens i 10—6 Uhr. Prospekte gratis. Ein im Einmachen von Gemüsen u. des Juli u. August statt. Anmel 275 Alice- Schule. Beainn neuer 10 wöchiger Kurse in Kleidermachen, ißzeugnäben und Handarbeiten, Bügeln und Kunst⸗ waschen, sowie im Kochen am Montag, 14. Juni. schriftlich oder mündlich im Schulbaus den 11. Juni, von rlichten findet an 5 Tagen ungen dazu im Schulhaus. 4584 Leere Tranfüsser mit und ohne Deckel laufend preiswert abzugeb. Schriftl. Angebote unt. 4675 an d. Gießener Anzeiger erb. besonderer Kursus Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, die uns na neter! in jecer Ia Deutsche Mähmaschinen Eier-Naszerglas, Fl. 60 8 ö Ausstattung stilrein u. prels 0 Adl.-Drogerie, Selters- Aci ale ld. Err an dite, ana in Milt. Seeg 2 Für Deutschlands Ehre und Ruhm starb den 211 800 813, bei dem Heimgange unseres lieben Ent⸗ schlafenen in so reichem Maße erwiesen wurde, sagen wir innigsten Dank. Heldentod am 12. Mai 1915 unser lieber Bundesbruder —— Gießen, den 2. Juni 1915. ö LKunigstein T.: Motel hender. Prosp. frel. Tel. B. DN Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Heinrich Henkelmann I. in Lollar ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur von Einwendungen gegen das Schluß— . zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der 5 Schlußtermim auf Mittwoch, den 23. Juni 1915, 1 9 Uh, vor dem Großherzoglichen Amts- 4667 Erhebung verzeichnis der bei der Vertei . 8 1 5 ierselbst bestimmt. N ießen, den 28. Mai 1915. Frau Röhmig Ww. und Kinder. Gießen, den 3. Juni 1915. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen auf diesem Wege herzlichen Dank. Blise Kreiling und Kinder. 4688 Adolf Bierau Unter-Offlzier 3/222 und unser lieber Bundesbruder Christel Weller Unter-Offizier 3/222 der am 12. Mai 1915 schwer verwundet worden war, erlag am 23. Mai seinen Wunden. 14679 Die Giessener Burschenschaft dermania. I. A.: Sohmidt X. Gießen(Frankfurter Straße 44), Lich. Im Kampfe für das Vaterland fiel am 21. Mai bei einem Sturmangriff unser lieber Korpsbruder Tegferungsasss5s0r Dr. Aar dartasis Vizefeldwebel im Inf.-Regt. Nr. II8. 4681 Der C. C. der Starkenburgia. 5 r 5 aba, f Du hast so lange gekämpft in Feindesland, In Schnee und Eis, es war wohl kaum zu ertragen, Den glorreichen Sieg zu erkämpfen mit dem Frieden, Um dann heimzukehren zu Deinen Lieben. So manchen lieben Brief im Unterstand, im Schnee, Hast Du geschrieben an Deine Lieben, Schildertest Deine Erlebnisse ohne Klagen und ohne Mer hätte das von Dir gedacht,[Wehen. Dab Du so früh zur Ruh gebracht. Wie magst Du Dich in letzter Stunde Nach uns gesehnt im Elternhelm; Nun ruhst Du schon in fremder Erde, Von uns sollst Du nie vergessen sein. Teurer Karl, schlafe wohl! * Am 19. Mai starb den Heldentod für sein geliebtes Vaterland in einem Gefecht infolge Kopfschuß unser treuer, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Schwager Karl Schnickmann Unteroffizier im Reserve- Infanterie- Regt. 222, 4. Komp., vorgeschlagen am 12. Mai zum Eisernen Kreuz im blühenden Alter von 21½ Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Karl Schnickmann nebst Angehörigen Eleonore Neurath. Klein-Linden, Lorch a. Rh., Gießen, Frankfurt a. M., Heven, Witten, Limburg a. L., den 2. Juni 1915. 02961 Den Heldentod für das Vaterland starb am 16. Mai unser guter braver Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Karl Luh Uusketier im Reserve-Infanterie- Regiment 223, 6. Komp. im Alter von 23 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Johs. Luh VI. Familie Wilh. Luh Familie Wilh. Klaum Familie Otto Hahn. Grossen-Linden, den 3. Juni 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung! Wir bitten freundlichst, von Beileidsbesuchen abzusehen. Fran Katharina Stein Wwe. In treuer Pflichterfüllung fiel in seinem 33. Lebensjahre unser geliebter, herzensguter Gatte, Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Dr. Robert Koehler Oberlehrer am Gymnasium zu Bensheim, Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment 118. Im Namen der Familie: Elsa Koehler, geb. Kaess. im 80. Lebensjahr. Gießen(Ludwigsplatz 5), den 2. Juni 1915. Verwandten, Freunden und Bekannten die Mitteilung, daß meine liebe Schwester, unsere gute Tante, heute morgen nach kurzem Krankenlager im Alter von 85 Jahren sanft verschieden ist. In Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Balser. Gießen, den 2. Juni 1915. (Kaiser-Allee 41). 6955 Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3½ Uhr von der Kapelle des neuen Fried⸗ hoses aus statt. In heißem Kampf im fremden Land Ward Dir die Todeswunde. Die Lieben Dein im Heimatland Traf schwer die bitt're Kunde. Den HHeldentod fürs Vaterland Bist Bester Du gestorben; Mit Deiner tapf'ren Hand hast Du Dir Himmelslohn erworben. Am 18. Mai starb nach einer schweren Verwundung den Heldentod fürs Vaterland unser lieber unvergeß- licher Sohn Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Gefreiter Ludwig Grölz Kriegsfreiwilliger im Res.-Ini.-Regt. 222, 4. Komp. im 21. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Familie Dietrich Grölz Familie H. Grölz g Familie J. Albrecht 02971 Familie C. Grölz nebst allen Angehörigen. Staufenberg, Niederwalgern, Nidda, Klein-Linden, den 2. Juni 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend entschlief plötzlich meine liebe Freundin Fräulein Marie Behm In tiefer Trauer: Minna Kauf geb. Busch. Die Beisetzung findet in Hamburg in aller Stille statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Danksagung. ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres guten Vaters Philipp Stumpf u. Maurerpolier sagen wir allen, besonders auch Herrn Pfarrer Gombel für die trostreichen Worte, unsern innigsten, tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Reiskirchen, den 1. Juni 1915. Empfehle noch jetzt eino Aussaat von: Sea— 1 abel- un Radles, Rettich. Winterkohl. Resenkahl, 3 Mangold. Busek- und 80 Dehnen, Ober kohlrabi, Gurken us w. usw. Heinr. Hahn, Giessen Samenhandlung Neustadt S Teleph. 403 Gartenmöbel smie Frith Bill, Stühle und Gießkannen empfiehlt 4240 zu biffaften Brendn. Edgar Borrmann Eisenwaren, Haus- und Klichengerätehandlung. Als wirksa l gegen alle 5. 150. 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