e 9 N Erstes Blatt Der Slezener Anzel scheint täglich, 2 55 2 Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener gamilienblätter; Kare e att für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land: wirtschaftliche zeitfragen 2 Mittwoch, 2. Juni 1915 Beznasprei monatl. 75 P., viertel jährl. Mk. 2.20; durch 5 Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—piertel⸗ jährl. aussch, Bestellg. Zeilenpreis: loral 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den = 2 ernsprech- Anschlüsse: bie Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl 0 politischen 1* das Adresse für Drahtnach- General 12 Heuilleton: Aug. Goetz; 1 Stad dichten Anzeiger Gießen. 7 g ex e en Berusches 2 e, Annahme don Anzeigen W 5 für die Tagesnummer 1 richtssagl Otto Braun; bis vormittags 5 libr. Rotationsdruc und verlag der Brühl'schen Univ. Buch und steindruckerei R. Lange. schristleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Gi e gente d. drei Forts von przennsl erstürmt! Die russische Front bei Stryj durchbrochen! kantlich) Großes Hau pbtquartier, 1. Juni. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. leute, die kürzlich gestreikt haben, ein Prozeßverfahren wegen Ar⸗ 4 0 5 * 1 1 . ; 4 i Juni 0 iht. ö ird] beitsversäumnis eingeleitet worden ist. Um gegen den Prozeß zu N W est lich er Kri egsschauplatz.. 5 7 Aatentlich. Amtlich wird pro esticren, sind wieder 400 Mann in den Streik eingetreten. Ein Nach ihrer Niederlage südlich von Neuville am 30. Mai g Fun 1915, mittags allgemeiner Ausstand ist höchstwahrscheinlich, wenn der Prozeß versuchten die Franzosen weiter nördlich gestern einen neuen„ Russischer Kri gasschauplatz. nicht niedergeschlagen wird. Die Arleitgeber erklären, daß die Durchbruch. Ihr An ri ich in ei N + u. Die östlich des San orgedrungenen verbündeten[Gruben durch den Streik völlig in Rückstand gekommen wären, 2½ Klm. 3 unsere Heellinen— 1 5„ Eruppen wurden heute nacht an der ganzen Front von starkensodaß die Produltion um 40 Prozent gesunken ist. Die Lage er⸗ Béthune und Carency-Bach richtete, brach meist sch + russischen Kruͤften angegriffen. Besonders an der unteren scheint sehr ernst, da die Bergleute neuerdings die Neigung zeigen, ö in unserem Feuer unt 75' 1 Lubaczowka versuchten der Zahl nach überlegene feind⸗[bie Arbeit zu vornachlässigen und den Grubenbettieb unter den ö ebe noß en Vevlusten 145 liche Kräfte vorzustoßen. Alle Angriffe wurden unter den 8 n zum Stillstand zu 1 0 N* dem wir Si g sschwersten Verlusten des Feindes zurückgeschlagen, der au bicer Laken beschlosson, die Dizintin zu verschärsen.— Wie serner Im priehet 1 5 ie mehreren Stellen in Auflösung zu rückg n g. Auch am und ⸗Kolleng nalen vn lost nenten 1000 Berg arbetter der Err. besterwalde gelang es unseren Truppen, die unteren San, flußabwärts Sieni 17 sische] und Kohlengruben von Monmouthshire. Die Lage ist sehr ernst. vorgestern verlorenen Grabenstücke größtenteils zurück- An if flußabwärts leniawa, scheiterten russische Kohle lann der Admiralität nicht geliefert werden und die Neben⸗ zuerobern. Der Feind hatte wieder sehr erhebliche Verluste.* 1 8 N produlte der Werke werden für die Herstellung der Munition ge⸗ 4 Auf den übrigen Frontabschnitten hatte unsere Artiller““ An der Nordfront von Przemysl erstürmten braucht. Die Eifenwerke haben lediglich für die britische, fran⸗ g einige erfreuliche E folge. D 1 5 5 unterdessen bayrische Truppen drei Werke zösische und belgische Regierung gearbeitet. Die Kohlengruben . 0 rfolge. Durch einen Volltreffer in dem des Gürtels N zu G stehen still, da die elektrische Kraf Licht abgeschnitten ist, französischen Lager südlich Mourmelon Le Grand rissen us Gürtels, machten 1400 Mann zu Gefange⸗Astehen still, da die elektrische Kraft und Licht abges dmniteen ißt, f sich 300—400 Pferde los und stoben nach allen Seiten aus- len, erbeuteten 28 schwere Geschütze, dar⸗ weil die Elektriler streiken. Der Streik ist wegen einer Kriegs⸗ 8 1 ö E 1 unter zwei 0 il zulage entstanden. Die Arbeiter wollen die Arbeit nicht wieder einander. Zahlreiche Fahrzeuge und Automobile eilten schleu— Südlich* a Et 93 1 die verbündeten aufnehmen, ehe alle Forderungen bewilligt sind. 5 nigst davon. Nördlich St. Mens hould und nordöstlich Verdun Truppen der Armee Lin fingen in Forts 8 des An⸗ London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner flogen feindliche Munitionslager in die Luft. griffs in die feindliche Vert id gitell rtsetzur g des 1 Straßenbahnerausstand follte am Samstag enden. Da jedoch der — Als Antwort auf die Bewerfung der offenen Stadt Lud aufs indliche Verteidigungsstellung eingedrungen, Londoner Grasschaftsrat an dem Veschlusse festhielt, Angestellte im wigshafen 5 haben die Russen geschlagen und Stryj erobert. Der militärischen Alter nicht wieder einzuslellen, forderte der Gewerk⸗ 1 8.** 5 0 35 i f. Feind ist im Rückzug ge genden Dujestr. 53 Offi⸗ schaftsausschuß die Arbeiter auf, den Aus sta nd fortzu⸗ Feindliche Flieger bewarfen heute t Sstende, be[ ere, über 9000 Mann Gefangene, acht Ge⸗[setzen, bis der Beschluß widerrufen werde. Die ersten vier schädigten ein 1 heute nach Of ende be⸗ schütze, 15 Maschinengewehre fielen in die Hände Straßenbahnwagen, welche das Depot verließen, wurden von den 2 15 ige Häuser, richteten aber sonst keinen Scha⸗ der Sieger. An dem Pruth und in Polen ist die Situation] Ausständigen mit Steinen bombardiert und die Fahrer und 1 5 l Schaffner bedroht. Verstärkte Polizei zerstreute die Ausständigen „ Oestlicher Kriegsschauplatz.. lienischer Kriegsschauplatz mit, nüppeln. Nur der sechste Teil des normalen Straßenbahn⸗ Bei Amboten, 50 Kilometer östlich Libau, schlug Der Geschüßtzt 9 auplatz. verkehrs konnte aufrecht erhalten werden. deutsche Kavallerie das russische 4. Dragoner-Regiment in kampf auf den Plateaus von Jolgaria⸗ g. die fe In Gegend Szawle wuren feindliche Angriffe Lavarone, die kleineren Gefechte an der kärntnerischen Frau Asquith als Arbeiterin. erfo Grenze und im Aaume bei Karfreit dauern fort. Berlin, 2. Juni. Die Gattin des englischen Minister⸗ f Die Maibeute beträgt nö rdlich des Niemen Der. 7„Chefs des Generalstabes: präsidenten Asquith ist laut„Berliner Tageblatt“ in die 24 70% Gefangene 16Geschütze, 47 Maschinen* 1 5 staatliche Munitionsfabrik in Woolwich eingetre⸗ get ehre. zwischen emen und pilica 6943 5. 2 5 1 aalen e Jelden ten und will während der nächsten Monate abwechselnd in chin aB gan; ol und J„— ö 2 5 5 1 8 0 3 G e 1 Eugen zum N allen staatlichen Waffenfabriken je eine Woche als Ar⸗ ei. m ierenden der österreichisch-ungarischen Streitkräfte en] beiterin beschäftigt sein. i er Kriegsscha hla tz. Italien, sowie die Betrauung des früheren Innsbrucker Korps 195 5 schaf igt 0 5 a 3 g front von Przemysl sind gestern[ kommandanten Dankl mit dem Kommando in Tirol ungeheure] Die Erörterung über die allgemeine Wehrpflicht 8 3* 12(bei und westlich Dunko⸗ deten ien fen Pßnatonen 5 812 006 und. 5 mel⸗ in Engtand. wiczki gelegen) mi Mann vom Rest der Besatzung deten sich seit Pfingstsonntag u er 12000 Kriegsfreiwillige, von London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Daily Inde den Bestuckung von 2 Panzer 18schweren und denen etwa 1500 im Mier von 6 bis 70 Jahren stehen. Ma kl, schreibt: Das Land ift für die Annahme der allgemeinen 5 leich ten Geschützen du ch ba yhrische Truppen Der Sturm auf Przemysl. Wehrpflicht noch nicht reif. Nur wenige machen sich Har, daß mit stürmender Hand genommen worden. Die Russen Berlin, 2. Juni. Zum Gelingen des S. i][ die breiten Voltksschichten diese Maßregel zweifellos fürchten und lachten das Verhängnis durch Massenangriffe gegen unsere Pezemh fl scheibe Maier Miran auf drei Rigoilfigen. Das Diatt erzielt zoblielche left, die fie gegen die Stellung östlich Jaroslau abzuwenden Alle Anstrengungen Forts von PrzemyslRschreibt Major M oraht im„Berl. Wehrpflicht aussprechen, besonders viele aus Irland. Die„Daily blieben erfolglos“ U ungeheure Mengen Gefallener Tageblatt“: Die Sieger sind die bra ven Bayern, deren un-JMail“ sagt weiter: Der schlimmste Feind der Wehrpflicht sind die bedecken das Schlachtfeld vor unserer Front. gestüme Tapferkeit ganz Deutschland preist. In West und. Nen. Von der Armee des Generals von Linsingen haben die] Ost gleich gefeiert, an Opfermut nicht zu ermüden, haben sie 1—. ausführlich, schlechte Furz be⸗ Eroberer des Zwiny— Gardetruppen, Ostpreußen und] vor Przemysl der alten ruhmreichen Geschichte ihres Heeres ein handelt. Das Ergebnis ist, daß die Oeffentlichkeit schlechte Nach⸗ Pommern unter Führung des bayrischen Generals Grafen] neues Blatt hinzugefügt. Unter bayerischer Führung haben Ost- richten übersieht, da die nächsten Tage durch die üblichen Berichte Bothmer— den stark befestigten Ort Stryj gestürmt preußen und Pommern zugleich zwei taktische und strategische über den deutschen Rückzug in Rußland und das englische Vor⸗ und die russische Stellung bei und nordwestlich Erfolge errungen. Lembergs Schicksalsstunde 0 rücken bei La Bassee usw. in Vergessenheit gebracht werden. Die i is 2 0 schwerwiegende Tatsache, daß deutsche Unterseeboote die Darda⸗ 1 152— 5 Sefhbe aud der Reste der russischen Hauptarmee rückt näher. Deutschlands und nellen erreichen und dort in zwei Tagen zwei vorzügliche Kriegs⸗ 0 Oesterreich-Ungarns glückliche Koalition steht vor dem endgültigen] schiffe vernichten konnten, machte auf das Publikum daher keinen 15. Abschluß der siegreichen Kämpfe in Galizien. Sein Eindruck auf] Eindruck. Die Gegner der allgemeinen Wehrpflicht sind dann * J 1; f* 1. scheinbar berechtigt, zu sagen, daß alles gut geht und keine Not⸗ * 3 e 5 53855 70 die 2 3 am ene e 5. vorliegt. 5 5 l alkan, endlich auf den Ausgang anzen Krieges, wird gan Das Parteiblatt der Nationalisten,„Freemans d our ⸗ geht mit sicheren Schritten im Osten voran— trotz erheblich sein. dan dürf 1 dlem Raf in Dublin, schreibt: Gn Lau in diesem Augenblicke nichts a J 5 f erheblich sein. Wir aber dürfen den tapferen Siegern aus vollem 3* ies ier 0 5 der schwindelhaften, aufgeblasenen russischen Berichterstat⸗ Herzen danken Verbängnisvolleres geben, als dies Geschrei nach der allgemeinen tung. Alle Zweifel werden durch den neuesten deutschen 5. 2 Webryflicht. Es droht mit einem Schlage die Einheit des Volles Tagesbericht widerlegt, der uns gewaltige Geschehnisse mit 3 und den Burgfrieden der Parteien zu vernichten. Die Vehroflicht teilt. Drei Forts von Przemysl wurden erstürmt, und die Zeppeline über England. könnte nur nach bitteren Kämpfen mit den unglücklichsten Folgen bayerischen Truppen, die dieses Werk vollbrachten, London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. ee N mist“ schreibt: Der preußische Militarismus werden te gefeiert so weit die deutsche Zunge ingt. Anse reßburocu gibt beraunt: Ueber Ramsagate Brentwood und soll um jeden Preis vernichtet werden. Was wird aus diesem hohen“ Die russischen Generalstäbler bemühten sich vergeblich, damit rte anderen 2* 8 f V. 2 8 bar schalt moralischen Ziele, wenn wir das System selbst annehmen, dessen. Eindruck zu machen, daß sie auf angebliche übergroße Opfer[ Londons wurden J 05 as gesehen, Viele Brände brachen Zerstörung wir Hunderttausende von Meuschen und Hunderte von — 3 ene- aus, doch läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob die Brände ii f* its geopfert haben? Die Koaliti üte sich der Deutschen bei deren Sturmangriffen hindeuteten. Genes au Fer ö Millionen an Geld bereits geopfert haben? Die Koalition hüte si 8 5 N 8 mit dem Besuche der Luftschiffe in Zusammenhang stehen. Zei Sartikel für die öffentliche Meinung zu halten. ral v. Mackensen nicht nur, sondern auch der deutsche Führer 5 n 55 805 5 5 3] Zeitungsartikel für die öffentliche Meinung zu halten. 2. 1 900 230 1 5 Amsterdam, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ v. Linsingen wissen genau, daß es jetzt kleinen zagen Schützen 3 Handelsplad“ meldet aus London: Da das Pressebureau eine schreiben: Die Blätter, welche die Wehrpflicht bekämpfen, sind grabenkr 9 geben onnte, wenn die Erfolge der großen Veröffentlichung von Einzelheiten über den letzten Zeppelin⸗ dieselben, die früher das Land über die deutsche Gefahr täuschten. Ofsensive in Galizien voll ausgenutzt werden sollten. So angriff verboten hat, enthalten die Morgenblätter keine.-] Während eine Reihe von Zuschriften an die Times“ die Ein⸗ waren es vorwiegend, oder gar ausschließlich wiederumsheren Nachrichten über die Tätigkeit der deutschen Luft⸗ führung der Wehrpflicht befürworten, schreibt Sir West Ridge deutsche Truppen, die auch von Süden her gegen] schiffe in der Umgebung von London. way, er halte die W 2 Dauer 5* die russische Front in Galizien mit Sturmangriffen Eigentümlichteiten des euglischen Hauptquartiers. schenswert, könne sich aber der Tatsac nicht verschließen, daß die . 1 4 Lini⸗ 1 r Einfü hrscheinlich einen heftigen Streit verursachen und vorgingen und die feindliche Linie bei der schon London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Der„Daily diele dee 5 spallen würde.— D öfter genannten Stadt Stryi höchst ersolgreich durchstießen. Chronicle wendet sich in einem Leitartikel gegen die Indis⸗] viell eistliche Dr Clifford, ein im ganzen Lande bekann- Die russischen Heere suchten das Verhängnis“ des erfolg-] kretionen der Presse in den Berichten von der Front. Das Blatt 3 am. in einer Predigt; Unsere schlimm⸗ reichen Sturmes auf Przemyfl durch Massenangriffe nörd⸗ schreibt: Das britische Hauptquartier ist beständig von Schwär⸗ sten Feinde sind nicht in Deutschland, sondern hier. Er warnte lich dapon aufzuhalten— vergeblich, Das in unserem amt⸗[men von Leuten fertige unn ee Pete be es schwerlich eine por den Bestrebungen ber Presse England in einen Militärstaat lichen Bericht gebrauchte Wort„Verhängnis“ beweist, wel-] militärische Rechtfertigung gibt. Es besteht nicht nur ein unge⸗ zu verwandeln. a i il er großer persönlicher Stab, der diejenigen der Gem strategischen Wert man bei der deutschen Nahrung der sransssischen Generale weit übertrifft, sondern es kommt noch ein Churchill und die Japaner. Einnahme von Przemysl beilegt. Wenn bei der Erstürmung öst 0 Dum N R 2 8 l der drei Forts vorläufig auch nur 1400 Gefangene in ee 9 hat Sun Rlatrüte don Aar knenpiperlun hn Wege 9 1515 2 9 5 10 5 74 5 956 5 17 7 E ee 8 des japanischen Marineministers erhalten, in er Ge e der Festungsbelagerung 65 nicle“ empfiehlt in einem Leitartikel weiter, von schland zu„% 9* kriegerise Unternehmen bei seiner 1 Vollendung lernen, namentlich die häusliche Organisation und Sparsamkeit. Flo 5 bin alesen e eee weitere große Siegesbeute verspricht. Wichtiger ist noch,] Der neue Minister Henderson sagte in einer Rede, wenn die In⸗ Flo 3 e Wr Alles eht 9 9 daß die Russen von der Sanlinie zweifellos zurücktreten 5 1 2 5 Raute dn.. deß schließt mi 8 0 geht gut. müssen. Nur eine Säule russischer Erfolge gilt es noch] Unruhen ausbrechen. Er solle— Tbetterfrage e eischnot in England. umzustoßen: Lemberg.„Der Feind ist im Rückzug gegen 8 8 und ir eher wiener Irin dame fie London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Londoner 3 — 9 beutsch e dee 7 Ausstände in England Fleischvorräte sind in der letzten Woche um 2168 ericht, der die en Angaben vollauf bestätigt. Be⸗. 51 Tonnen unter dem Wochendurchschnitt des Vorfahres zurück! merkenswert ist, daß neuerdings die russische„Offensive London, 1. Juni.(WT. Nichtamtlich.) Der„Daily Te⸗ geblieben. In Neweastle haben mehrere Fleischer wegen im weiten Südosten, also an der Grenze der Bukowina legraph“ meldet: Neue und ernste Schwierigkeiten der Höhe der Preise die Läden geschlossen. vollständig zum Stehen und Scheitern gekommen ist. drohen in den Kohlengruben von Süd⸗Stafford⸗ g 8 5* 0 8 shire. Sie sind darauf zurückzuführen, daß gegen 3000 Berg⸗ 2 2 8 8 die Mämpfe an den dardanellen. Konstantinopel, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Großen Hauptquartiers. An der Dar⸗ danellenfront griff der Feind gestern bei Ari Burnu unseren rechten Flügel an und wurde mit Verlusten, die auf Hunderte von Toten geschätzt werden, zurückgeschlagen. An- dere Leichen vom Feinde wurden in den Tälern bemerkt. Der Feind wollte gestern abend einen Teil der von ihm gestern verlorenen Schützengräben im Zentrum durch einen über— raschenden Angriff wieder nehmen. Er wurde aber in seine alten Stellungen zurückgedrängt. Er ließ vor den genannten Schützengräben viele Tote, Waffen und Bomben zurück. Im Abschnitt von Sedd⸗ül⸗Bahr wurde Infanterie- und Ar- tilleriefeuer gewechselt. 1 7 5 Auf den übrigen Fronten ereignete sich nichts Wichtiges. London, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich Der militürische Mitarbeiter der„Morning Post“ sagt: Die Türken scheinen reichliche Vorräte an Munition und eine große Zahl von Maschinengewehren zu besitzen. Die deutsche methodische Voraussicht machte die türkische Armee tüchtiger, als allgemein angenommen worden ist. Die Fortschritte der Alliierten müssen notwendigerweise langsam sein, solange sie auf einen Frontal- angriff beschränkt sind. Das Befinden des Königs der Hellenen. Athen, 28. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein⸗ getroffen. Der König hat eine ruhige Nacht verbracht. Der Zustand hat sich im Laufe des Tages noch weiter verbessert und es ist Hoffnung vorhanden, daß die Krise bereits über— standen ist. In den letzten 24 Stunden ist kein Fieber auf⸗ etreten. Die Temperatur betrug am Abend 37 Grad, Puls 88 und Atmung 18. Eine bulgarisch⸗rumänische Entente? Berlin, 1. Juni.(etr. Blu.) Aus dem Haag wird dem 5„Berl. Lokalanz.“ berichtet: Die„Times“ melden aus Bukarest, daß der bulgarische Premierminister Rados-— lawow nach einer längeren Konferenz mit dem ru— mänischen Premierminister nach Sofia zurück— kehrte. die Verbesserung der rumänisch⸗bulga⸗ rischen Beziehungen dürfte das Zustandekommen einer Entente zur Folge haben, die vermutlich durch Ge— bietsabtretungen seitens Rumäniens besiegelt werden wird. Das Zusammengehen Rumäniens und Bulgariens dürfte den Kerneines neuen Balkanbundes bilden. Beide Länder würden demnach eine bedeutende Rolle bei den be— . vorstehenden Ereignissen im südöstlichen Europa spielen. *** Der italienische Bericht. g Rom, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani: Das Hauptquartier teilt amtlich mit: An der Grenze von Tirol und Trentino dauert der Vormarsch un⸗ serer Truppen jenseits der Grenze fort. Wir besetzten etwa 6 Ki⸗ lometer nördlich Ala die wichtige und Ropereto beherrschende Höhe Conizugna, auf der die Oesterreicher vor eintger Zeit den Festungs⸗ bau begonnen hatten. Auf den Plateaus dauert die starke Aktion unserer Artillerie fort. Die Intensität des Feuers des österreichi⸗ schen Forts Belvedere nimmt ab. Unsere Infanterie richtet sich startk auf dem Gelände ein. Unsere Front langte beim Vormarsch im Saganatal, etwa acht Kilometer bon Bordo an und stützt sich feesst auf die beiden Talhänge am Berg Belvedere, welcher Fiera di Primiero im Siemonetal beherrscht. An der Kärntner Grenze griffen am 30. Mai auderthalb österreichische Bataillone mit Maschinengewehren unsere Alpenjäger in der Nähe des Passes arnico fünfmal heftig an. Unsere Truppen ergriffen ihrer⸗ 4 seits bei strömendem Regen und dichtem Nebel die Ofsensive und verjagten endgültig den Feind. Unsere Verluste sind leicht. An der Grenze von Friaul dauern der Regen und das Hochwasser fort. Unsere Truppen wetteifern an Energie, Selbstverleugnung und heiterem Vertrauen, um die Schwierigkeiten zu überwinden. Italienische Angriffe zur See und zur Luft. Rom, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agen⸗ ia Stefani. Der Admiral stab teilt mit: Am 30. Mai abends . überflog eines unserer Luftschifse Pola und warf Bomben f 2 5 7 1 1 artil auf Bahnhof, Eisenbahnanlagen, Naphthalager und das Arsenal ab, die sämtlich auf den Zielen platzten, Im Arsenal brach ein enn aus. Das Luftschiff wurde von Spezial⸗ erie, heftig beschossen, aber nicht getroffen und lehrte unver⸗ sehrt heim. Am Morgen des 31. Mai beschoß ein Geschwader fsitalienischer Torpedobootszerstörer die Werften von Monfalcone und richtete, wie von unserem Komman⸗ danten festgestellt wurde, schweren Schaden an. Einige große Mehlbarken wurden von demselben Geschwader bei der Rückkehr überrascht und vernichtet. Weder die Zerstörer noch die Besatzun⸗ gen haben Schaden durch das feindliche Feuer erlitten. (gez.) Thaon de Revel. Von der Schweizer Grenze. Berlin, 2. Juni. Eine Abteilung Alpini hat, wie verschiedenen Morgenblättern aus Innsbruck gemeldet wird, die Schweizer Grenze überschritten. Sie mußte sich ergeben und wurde von den Schweizern interniert. 11 8** Der Seekrieg. London, 1. Juni.(WT. Nichtamtlich.) Der russische Segler„Mars“ ist an der Nordküste von Schottland von einem deutschen Unterseeboot zerstört worden. Die Mannschaft bestieg ein Boot, das von dem Unterseeboot 40 Meilen geschleppt *. N 8 05. 2 A Nich msterdam, 1. Juni. Nichtamtlich.) Ein hiesiges Blatt berichtet: Der Dampfer„Megantic“ der HGuite Ber Line, der am Samstag von Quebec nach Liverpool abfuhr, traf am Sonntag früh 60 Meilen von Queenstown ein deutsches Unterseeboot. Ter Kapitän sandte sofort ein drahtloses Telegramm an die Admiralität und ließ das Schiff mit Voll⸗ dampf im Zickzack fahren. Der Kommandant des Unterseebootes gab mehrmals Befehl zum Halten, dem Dampfer gelang es aber r seiner größeren Geschwindigkeit zu entkommen. Kopenhagen, 1. Juni.(WT. Nichtamtlich. Der Kavi⸗ tän des dänischen Dampfers„Soeborg“ telegraphierte seiner Reederei, der Dampfschüsssgesellschaft mehr g n der Damp. fer, mit Ballast von Kopenhagen nach New Castle gehend, am 30. Mai vor New Castle torpediert worden ist. Die Be⸗ satzung ist von dem Dampfer„Tora Jarl“ geborgen. Brest, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Kapitän des portugiesischen Dampfers„Cysne“ erklärte, er sei unterwegs nach Nieuport 65 Meilen von Quessant von einem deutschen Unterseeboot angehalten worden. Ein Offi⸗ zier des Unterseebovtes kam an Bord des„Cysne“ und beschlag⸗ nahmte die Lebensmittel und einige Maschinenteile. Es wurde fünf Minuten Zeit gegeben, die Rettungsboote auszusetzen. An dem„Cysne“ wurde eine Dynamitpatrone befestigt. Der Kapitän und die Matrosen sahen den„Cysne“ und e englische Dampfer versinken. Die Besatzung des einen sei in Brest gelandet worden, das Schicksal der anderen sei ihm unbekannt. Zum Untergang der„Lusitania“. Berlin, 2. Juni. Wie verschiedenen Morgenblättern ge⸗ meldet wird, ift den neuen amerikanischen Zeitungen zu entnehmen, daß ber Vorsteher der Passagier⸗Abteilung der Cunard⸗Linie in New Pork zugibt, daß sich 4200 Kisten Patronen für Hand⸗J die Marine(1845) brachte jed 2 1 151 9 1 2 ebenso 1250 3 Die Einschränkungen freilich, die 2 g nellhülsen, deren ung in England vorgenommen wer! ollte.[ten Vermögensverhältni iner Eltern au. Ae e e ee e ee n 5 1 ee ee aufging. Aber die engen Grenzen, in denen sich damals der wurden, in Fran ur 9. 1 K. 8 dienen sollte. Hieraus— sich die Klagen vieler Passagiere, Dienst in der österreichischen Kriegsmarine bewegte, stell⸗ die über erstickenden Rauch berichten, der bisher der Explosion der ten seinen hochfliegenden Ehrgeiz auf eine harte Probe. Vor Torpedos ieben wurde. allem jedoch fühlte er als Sprößling einer dem Hause en 8 N Habsburg treu ergebenen und ganz in den stolzen Erinne⸗ rungen des R Heeres lebenden Offtzierssamilie Die Kriegsanleihen der Völker. sich verletzt durch die illoyale Gesinnung, die einen großen Die„LIndependance Roumaine“ vom 12. Mai gibt Teil seiner venetianisch fühlenden Kameraden beseelte. Als nach ameritanischen Quellen eine Zusammenstellung über dann der Abfall Venedigs am 22. März 1848 auch den des die Höhe der Kriegsanleihen der verschiedenen Länder. Ihr] größten Teiles der ohnehin kleinen Flotte nach sich zog, Gesamtbetrag ist 6/24 Millionen Dollars. Davon kamen auf brannte der junge Offizier vor Begierde, bei der Maßrege⸗ England.. 2 300 000 000 lung der Treulosen mitzuhelfen. Es gelang ihm denn auch, Telischland. 1475 000 000 sich bei der Blockade der einstigen 3 Adria rühm⸗ Oesterreich.. 433 000 000 lichst hervorzutun. Die Neuorganisation der Flotte b e Ungarn.. 227 000 000 wie den übrigen Ossizieren auch Tegetthoff ein schne i Rußland 10 000 000 Avancement. Bereits 1854 wurde er als Schiffskommandant Ne e ene verwandt. Zehn Jahre später führte er die beiden Fregatten f alen 1 1 5„Radetzty“ und„Schwarzenberg“ in die Nordsee. Es galt, Australien.. 10 000 000(von England geliehen) der dänischen Flotte die Zähne zu zeigen. Am 9. Mai 1864 Kanada 8 40 000 000(von England geliehen) lam es zu einem Treffen bei Helgoland. Im übrigen un⸗ Aegypten 2(00 000(von England garantiert) entschieden, kann diese Schlacht insofern als ein strategischer Rumänien 25 000 000(von England geliehen) Erfolg Tegetthoffs bezeichnet werden, als die Nordsee und Bulgarien 24 000 000(von Teutschland geliehen) ihre Häfen von jeder weiteren Bedrohung durch die— über⸗ Serbien.. 22 000 000(v. Frankreich u. England gel.)legene!— dänische Flotte verschont blieben. Jedenfalls kann Schweiz 13 000 000 die österreichische Flotte auf diese ihre Feuerkaufe mit Stolz l r l 3 1 1 9 8 9 zurückblicken. Damals abe en sie nichts sehnlicher, als Rama Mm. unter Führung des von seinem dankbaren Kaiser zum Kon⸗ Indien. 10 000 000(von England gelieben) teradmiral Beförderten recht bald größeren Aufgaben ent⸗ Griechenland. 8 000 O00(von England geliehen) gegenzugehen. Und schnell sollte dieser Wunsch si erfüllen. Fin 8000 000(innere Anleihe) 1856! In Wien trug man angesichts der Ueber Schweden 5000 000 der italienischen Flotke an Zahl und Bewaffnung B —— die eigene Marine überhaupt in Tätigkeit treten zu lassen. Aus dem Reiche[Tegetthoffs Energie und sein Vertrauen auf den Geist der 5 Flotte siegten aber über die Zauderer. Lan ch schien Eine Auszeichnung des Herzogs von Sachsen⸗Altenburg. es so, als ob der Krieg enden so ohne die dam N 1. Juni.(W TB. Nichtamtlich) Der Her⸗ beglerige Flotte zum Schlagen n Eda eeßielt Teged⸗ zog von Sachsen-Altenburg hat den Kaiser ge⸗ hoff die Nachricht von Persanos, des italienischen Ami beten, ihn vom Kommando der 8. Division 81 entheben, Angriff auf Lissa. Und am 20. Juli 1866 kam es da Te da mit Rücksicht auf den Rsccktritt des taatsministers hoff ohne Säumen herbeieilte zu der ersten offenen v. Scheller Steinwarz und die Berufung eines neuen schlacht mit gepanzerten Schiffen. Auch seine ungepanzerten Staatsministers seine Anwesenheit im Lande gerade in die⸗ Fahrzeuge einsetzend, stürmte er, seine Flotte zu drei in⸗ sen, auch daheim so Puctet Zeitverhältnissen dringend er- einandergeschobenen Keilen formierend, auf den Feind. Der wünscht sei. Darauf richtete der Kaiser an den Herzog kühne Anschlag gelang: die italienische 8 lachtlinie wurde folgendes allerhöchste Handschreiben:„An den Gene⸗ völlig durchbrochen. Personas Flaggschi d'Italia“ ral der Insanterie Herzog von Sachsen-Altenburg, Cheff wurde in den Grund gebohrt, ein anderer 1 des 8. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 153 à la Luft. Die Italiener flüchteten nach Ancona. 0 Suite meines 1. Garde siegiments zu Fuß und 1. See Nach diesem ruhmvollen Stege hat Tegetthoff leider mum bataillons, Kommandeur der 8. Division. Eure Hoheit gaben noch fünf Jahre dem Vaterlande dienen Ibn b als den Wunsch zu erkennen, von dem Kommando der 8. Divi.] Marinekommandant und Chef der ministeriellen Zentral⸗ N sion zurückzutreten, weil andere Pflichten Eurer Hoheit stelle an der Spitze der gesamten Kriegsmarine.— Am Erfüllung harren Furer Hoheit Wunsch entsprechend, ent-. April 1871 sank er nach kurzer Krankheit ins Grab Seine hebe ich Sie daher hiermit von Ihrer Kommandostelle.]„Wassentaten gehören den herrlichsten Blättern der Kriegs⸗ Cure Hoheit erwarben sich als leuchtendes Beispiel der selbst⸗ geschichte an“, hieß es in dem Tagesbefehl, den Kaiser losen Hingabe eines deutschen Fürsten an die große Sache Josef damals an die Marine e Mit wachen * des Vaterlandes an der Spitze Ihres braven Regiments, und welcher Dankbarkeit er ihrer heute no senkt, zeigen wie auch als Brigade- und Divisionskommandeur ganz her⸗ die en ee, Worte, mit. er 55 Herkscger lerer vorragende Verdienste. Meiner besonderen Anerkennung Armee und Marine die Kriegserklärung Italiens kundgetan 3— 2 egen beer hat. Die Namen Tegetthoff und Lissa tönen der österreich⸗ ern nden 5 e ichen dieser z 18 f 7. 1 5 1 so wohl erworbenen hohen Anerkennung verleihe ich Eurer ischen Flotte wie die leo Zuversicht: In koe tene* Hoheit hierdurch den Orden Pour le Mérite, dessen 5 f f Abzeichen anbei folgen. Großes Hauptquartier, 1 90. Mai 5 W Sp art i Brotmarken 8 9 Aus dem preußischen Abgeordnetenhaus.* 4—„ li 8 5 8 Win e Preußi⸗ 75 5 en Abgeordnetenhauses erb e Präsident von werin⸗ a 1 Löwitz mit einer Ansprache, in der er gegenüber dem Verrat Aus Stadt und Cand. 1 0 Italiens, das frevelhaft zum Schwerte gegriffen habe und ohne g Gießen, 2. Juni 1915. Not, nur aus Machthunger und Verblendung, den einstigen Ver⸗* Ritter des Eisernen Kreuzes: 9. bündeten in den Rücken gefallen sei, die unüberwindliche mora⸗ N ö j 985 liche. win schaflice und mil tärische Macht Deutschlands in feinem 8. Land Oed bead Care Siegeswillen betonte. Das Haus trat dann in die Tagesordnung t. Arno ebhar Me 2. M—— 8 br Romp, ein. Der von Mitgliedern fämtlicher Parteien unterstützte An⸗ gefallen). Lt. Herm. etz, 2 Maß 2 90 1 trag Brütt(Freikons) und Genossen, betressend die Sicher ⸗Res.⸗Inf. Regt 18. Off. Stellv. Krehnkte aus Biedenkopf, stelkung'uder Ernährung des Heeres, der Flotte und des] Ref.⸗Feldart.⸗Regt. 51. Vizewachtmeister Josef Brühl aus Voltes wurde mit folgender erweiterter Fassung einstimmig an⸗ Limburg, Feldart.-Regt. 27. Feldw. Leutn Fritz Meckel genommen. g 2 5 aus Diez, Hess. Landst.⸗Inf.⸗Bat. 5. Uuffz Karl Wehn aus „Die Königl. Staatsregierung um Mitteilung an die ver⸗ Dillenburg. Sanitäts⸗Uffz. stud med. Heinrich Schranz stärkte Budgetkommission zu ersuchen, welche Maßregeln sie an⸗aus Dillenburg. Jean Schießler aus Rendel, Landw.⸗ gesichts des Kriegszustandes getroffen hat und zu tressen gedenkt, 2 5 5 um 1. die Ernährung des Heeres, der Flotte und des Volkes weiter Inf. Regt. 116. Feldwebel chäfer, Rechner der Wee 5 sicherzustellen, besonders mit Rücksicht auf die neue Ernte, 2. in Ortskrankentasse in Friedberg. Bezug auf die Verhältnisse der Industrie, des Handels, des Hand⸗* Blumenschmuckfürunsere Lazarette. Der werks und des.— Grundbesitzes, 3. in Bezug auf die Für⸗ Frühling ist eingezogen, die Gärten prangen im schönsten sorge für die Familien der Kriegsteilnehmer, 4. in Bezug auf Bl ck; es ist eine Lust, jeden einzelnen Garten den Wiederaufbau Ostpreußens.“ umenschmuck; es ist e 8 220102 01 Auf Antrag des Ab. Pappenheim(Kons.) werden die betrachten, überall Blütenpracht in bunter Fülle. Da sst übrigen Punkte von der Tagesordnung abgesetzt. Nächste Sitzung: sicher die dringende Bitte am Platze: Gebt von eurem Mittwoch 2 Uhr mit der Tagesordnung: Wohnungsgesetz und Ueberfluß den verwundeten Kriegern in den Lazaretten. een— kleinere Vorlagen. Schluß der Sitzung 2 Uhr 45 Minuten. Gerade die Bedauernswerten, die jetzt nur einen Blick durchs ö N* Fenster auf all die Lenzespracht da draußen 1 können, Berlin, 2, Juni. Wie der„Vorwärts“ schreibt, beabsich⸗ entbehren Blumen aufs schmerzlichste. Darum: a t Blu⸗ tigt die sozialdemokratische Fraktion des Abge⸗ men in die Lazarette.. ordnetenhauses einen Antrag einzubringen, in dem die* Lesestoff an die Front. Der Frauenbund Regierung ersucht wird, noch in diesem Tagungsabschnitt dem 5 1 Landtag eine Vorlage betreffend Ausdehnung des Reichstagswahl⸗ der Deutschen Kolonialgesel Ischaft hat während rechtes auf Preußen zu unterbreiten. Die bürgerlichen Parteien] der letzten Monate Bücher und Zeitschriften an die Front. sollen, da es der sozialdemokratischen Fraktion nicht möglich ist, in Gefangenenlager im Auslande und an Feldlazarette bei ihrer geringen Mitgliederzahl die erforderlichen Unterschriften[ abgehen lassen. Es kamen 32 Fünf⸗ und Zehn⸗Kil ö aufzubringen ersucht werden, diesen Antrag zu unterschreiben, da- und über 50 Pfundbriefe zur Versendung. Mit welcher mit dessen Verhandlung ermöglicht werden kann.— Wie die„Voss. Freude und Dankbarkeit die Bücher aufgenommen werden, Zeitung“ berichtet, sind dem Abgcordnetenzause Anträge du. das bezeugen die einlausenden Dankesschteiben Sie werden gegangen, die eine Besteuerung von Kriegsgewinnensum so freudiger begrüße als es bisher noch an solchen A. ei a s bi e 7 57 Sie sind gestellß A en deen dee e Gaben fehlte, ein gutes Buch sei„ein treuer Kamerad in Bafel, 31. Mai,(WTB. Nichtamtlich) Wie die„Na- einfamen, Stunden im Schütengrab n Laus einein(ho Honslzellgng mitteilt, findet die auffällige Kesteiund, ah l* wird berichtet, daß 300 Gefangene sich 5— verhältnismäßig wenig Italiener zwecks Stellung Vein Heere] gle durchgereist sind, ihre Erscheinung darin, daß es den italienischen]schreiben aus dem Schützen raben soll im Wortlaut folgen: Konsuln in den verschiedenen Gegenden Deutschlands trotz] An die Abteilung Gie Frauenbundes der Deutschen Drohungen und Versprechungen nicht gelungen ist, ihre Lands⸗ 0 3* — 7 e Lr 33 Behörden lie, 7 10 eee 1 1 70* zahl rei i riften von alienern vor, we 7 N i i es Frauenbundes 4 darum ersuchen, sie doch nicht auszuweisen, da sie in* eine a 12 g zweite Heimat gefunden und mit dem Vorgehen ihrer Re⸗ gierung nicht einverstanden seien. Viele Hunderte stellten noch rasch uns aus der öden Naturalisationsanträge, um, soweit sie militärpflichtig sind, in die Stück deutsche Armee eingestellt zu werden. Heimat bringt. — ͤ.—— e dan beende „Ka eund“ gedacht hat, ei ganz beson W V 6 mig 4 bestelle e 4 0 dürfen Mit überra er Schnelligkeit hat die österreichische[ wird Kame ler begleitet, neun er in seiner unverfs 1 Flotte bewiesen, daß sie auf dem Posten ist— daß in e Mundart das Stücchen vorliest, und der Kaktusfreund i das lebt der Geist des größten Seehelden des uns verbündeten] Tageserianis der un Komrganie, Die Buer debe derer den Reiches, Tegefthoff! Am 28, Dezember 1827 zu Marburg dunner Fenhe denne en eng race rewe c in Steiermark geboren, erhielt Wilhelm von Tegetthoff, Pee danke ld n 35 N Tell fie n nde im Eintritt in die Kriegsmarine entschlossen, seine Aus-] Geschenk, sondern auch im Namen aller derer, die die ildung im Marinekollegium zu Venedig. Sein Eintritt in Schristen nun lesen. Es ist schn ein aut Teil wirft und Zeitschriften aus dem Leserkreise gerne entgegen. Die Annahmestelle ist wie bisher: Hausverwalter Todt im Gesellschaftsverein. * Ein„Nachruf“. Einem uns zur Verfügung ge— stellten Feldpostbrief entnehmen wir: b* bat auch ihn sein Schicksal erreicht, ein Schicksal, das „Nun allen Großen beschieden ist. Zwar schien es, als ob er alle ihn bedrohenden Gefahren nicht achte und sie ihm, dem Gewaltigen, nichts anhaben könnten. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Zwar hatte ich immer einen gewissen Respekt, eine große Achtung vor einer Größe, seiner Unnahbarkeit und seinem Trotz gegenüber allen Gefahren empfunden; aber es war mir doch klar, daß er den vielen ihn suchenden Geschossen nicht entgehen könne. So stehe ich denn an seinem Grabe. Lieb und teuer war er mir beinahe allezeit. Als ich ihn das erstemal kennen lernte— es war im 1— d. Is.—, da empfand ich nur wenig Zuneigung zu ihm. 5 e Größe imponierte mir, aber sein so wenig gepflegtes Aeußere und vollends sein, na, ich will sagen rußiges Innere 0: mir kaum Achtung abgewinnen. Aber das war auch gar —— seine Absicht. Was fragte er nach den Umstehenden, was reißt e brit 00 der ucker fabrik von 2 * noch . ** Ein Erdbeben, dessen Herd in nur 200 Kilo— meter Entfernung zu vermuten ist, wird von der Erd— bebenwarte Jugenheim a. d. B. gemeldet. Das Beben, dem gestern nachmittag um 3.50 Uhr ein Fernbeben mittlerer Stärke vorausging, erreichte seine Hauptstärke heute nacht um 3.34 Uhr und war an der Bergstraße ohne Instru⸗ mente zu spüren. Es ähnelte dem süddeutschen Erdbeben von 1911, war aber schwächer. Landkreis Gießen. Lang⸗Göns, 1. Juni. Ein Gemeindeblatt unter dem Titel„Kriegsbrot“ gibt Pfarrer Weber. von hier heraus, das von Schulkinderm zum Preise von 5 Pig. vertrieben wird. Den Kriegsteilnehmern aus der Gemeinde geht es unentgeltlich zu. Das Schriftchen enthält Grüße und Briefe von Feldzugs⸗ teilnehmern, Betrachtungen, Kirchliche Nachrichten aus der Ge— meinde usw., und dürste namentlich dazu beitragen, den geistigen Zusammenhang zwischen den Soldaten und der Heimat zu pflegen]! und zu sestigen. = Utphe, 1. Juni. In unserer Gemeinde sind bis jetzt an Beiträgen für Rotes Kreuz und Kriegshilfe“ einge- gangen 2079,08 Mark. Davon wurden abgeliesert an das Kreis- komitee 1117,35 Mk. Der Rest des gesammelten Geldes wurde zur Anschaffung von Garn und Liebesgaben für die hiesigen Vaterlands⸗ verteidiger verwendet.— Der Musketier Gustav Sack ist am 9. April in russische Gesangenschast geraten. Kreis Büdingen. Aus dem Kreise Büdingen, 1. Juni. Gestern und te fanden unter dem Vorsitz des Großh. Kreisschulinspektors 5 lrat Baldauf in Büdingen und Nidda Lehrerkon⸗ ferenzen statt. Der Vorsitzende widmete nach Eröffnung der Versammlungen dem kürzlich verstorbenen, beinahe 50 Jahre im Schuldienste tätig gewesenen Lehrer Rudolf Diehl von Bleichen⸗ bach einen warmen Nachruf und gab dann die im letzten Halb⸗ jahre eingetretenen Personal veränderungen sowie die militärischen Beförderungen von Lehrern des Kreises bekannt. Nach erfolgten statistischen Erhebungen über die Schülerzahl der einzelnen Klassen, pfehlungen und der Bekanntgabe neuer Verordnungen, betreffend„Krieg und Schuljugend“, wurde über die Versehung der Schul⸗ und Niechendienste in anderen Gemeinden während des Krieges verhandelt. Den wichtigsten Punkt der Tagesordnung bildete die Durchberatung des neuen Lehrplans für den nämlich— es war im Jabre 1909— ihre Erinnerungen erscheinen lieb. Dies Buch machte ein ungeheures Aussehen in An land und erlebte trotz seines hohen Preises eine ganze Reihe von Auflagen. Es enthielt den viktorianischen Gesellschastsklatsch in Reinkultur und wimmelte von Anekdoten und Standalgeschichtchen, wobei die alte Dame kein Blatt vor den Mund nahm. Man sah da die eng- lische Gesellschast jener Zeit in der vollsten Blüte ihres Müßig⸗ ganges, bei der Jaad, bei Trunk und Gelage und bei Liebesassären, die nicht immer ganz sauber waren. So ist es erklärlich, daß das Buch in England, wo ja bekanntlich weite Kreise vor allem, was mit dem Adel und seinem Leben zusammenhängt, geradezu auf dem Bauche rutschen, verschlungen wurde; aber es erregte auch vielsach argen Anstoß; kennzeichnend ist, daß die Radikalen sich des Buches und seines Inhaltes als eine Wasse in ihrem Kampfe gegen das Oberhaus bedient haben. » Der Kronprinz bei einem Reitersest vor Verdun. Unter zahlreicher Beteiligung sand, wie wir einem längeren Bericht der„Sportwelt“ entnehmen, dicht hinter der Front im Westen am, Sonntag, den 16. Mai, in Anwesenheit des Deutschen Kronprinzen ein hervorragend gelungenes Reitersest statt, bei dem erprobt werden sollte, wie die langen Wintermonate auf Pferde und Reiter gewirkt hatten. Gleichzeitig sollte dieses Fest eine Gelegenheit zum Wiedersehen mit Kriegskameraden geben und den Teilnehmern die Möglichkeit gewähren, sich durch Gewinn eines Preises ein lebenslängliches Andenken zu erwerben. Der Kronprinz hatte als Ehrenpreis ein silbernes Zigarrenetut gestiftet und seinem Beispiel waren Exzellenz v. Goßler, Exzellenz v. Herz— berg und viele andere gefolgt. Daß der Reitergeist trotz des langen Stellungskrieges nicht erloschen ist, zeigt die rege Beteiligung von 51 Reitern im Geländeritt um den Kronprinzenpreis, von denen nur drei an den zum Teil schwierigen Hindernissen, wie Schützen⸗ grabenspringen, Schlucht mit Steilhängen zum Klettern, Wasser— graben usw., ausschieden. Neun Pferde vollbrachten die Aufgabe sehlerlos, und beim Stechen siegte Hauptmann Wehowsky von den Pionieren auf seiner Stute Flora. Den Sonder-Ehrenpreis für, den zbestbewerteten Insanterie-Ossizter“ nach den Preisträgern gewann Hauptmann Traumann. An den Geländeritt schlossen sich zwei Jagdrennen, von denen das eine Leutnant v. Hindenburg nach Kampf mit seinem Wallach Wamba und das andere Leutnant Leh— mann auf Hauptmann v. Knobelsdorffs Dongwy gewann. Der Kronprinz, in dessen Begleitung die bekannten Rennreiter Ritt— meister v. Mitzlaff und Rittmeister v. Zobeltitz erschienen waren, überreichte nach Schluß der Veranstaltung die Ehrenpreise. Mürkte. je. Frankfurt a. M. Schweinemarktberi eh! vom 2. Juni. Ausgetrieben waren 444 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 125.00— 130.00 Mk., Schlachtgewicht 150.00 160.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 122.00— 125.00 Mk., Schlachtgewicht 145.00- 154.00 Mt. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 125.00— 130.00 Mk., Schlachtgewicht 155.00—160 Pik. vollfleischige Schweine von 720 bis 150 kg Lebendgewicht 125.00 130.00 Mk., Schlachtgewicht 155.00—160.00 Mk. Geschäft ziemlich rege, geringer Ueberstand. se. Frankfurt a. M., 2. Juni.(Orig.⸗Telegr. des„Gieß. Anz.“) Fruchtmarkt. Bei schwachem Besuch und kleinem Angebot ist nur wenig Geschäft zu konstatieren. Futtermittel knapp und sest. Man notierte Mais 62—64 Mk., rumänische Gerste 62-66 Mik. Alles für 100 kg. se. Frankfurt a. M., 2. Juni.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartosfelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 13,75 bis 14,00 Mk., im Kleinhandel Mk. 15,00— 16,00. Alles per 100 Kg. fe. Frankfurt a. M., 1. Juni. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren. — Acirchliche Nachrichten Evangelischer Gottesdienst. Lollar: Mittwoch, den 2. Juni, abends 8½¼ Uhr; Kriegsbetstunde. 1 Dekan Guß mann. wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 20. Woche. Vom 9. bis 15. Mai 1915. Einwohnerzahl: E zu 32 900(inkl. 1600 Mann Militär). terblichkeitszisser: 14,22%, Nach Abzug von 7 Ortsfremden 3,16. Er- Kinder Es starben an Zu. wachsene im 18 bens* 255 Tuberkulose 2(2) 2(62)—— Herzkrankheiten 10) 100—— Krankheiten des Nerven- systems 2.2 2 02 5 3 Krankheiten der Verdauungs- organe 1—— 1 Krebs 3(2) 8(2)— 1 Summa 907) 8(77— 1 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Svangelischen Religionsunterricht Wegen der Kürze; K—T1T—¼Tʃ—T8—8ʃʃʃ— dee e e r ce nenen Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Vorschriften gefällt werden. Deshalb wurden verschiedene Lehrer 1 r 277 von ein⸗, zwei⸗ und mehrklassigen Schulen beauftragt, in der Juni 2 b 53 8238 28 427 nchsten Konferenz über ihre Erfahrungen und Ansichten zu be⸗ 5 33 S S 3 H Welles — 9 damit dann eine ausführliche Aussprache über die vor⸗ 1615 5 8 8 88 2 2 5 6 gesteckten Ziele und Lehrstoffe der einzelnen Stufen stattfinden kann. 85 K 812 vermischtes. 107%% f n 1 Le »Die Witwe des Helden von Balaklawa 7. Vor] 1. 47,4 15,4 6/4/49 eitererbimme wenigen 8 ist auf e Landfitze in England die Lady Car-] 2% 480 14,1 7,0 öS NNW 4 1 Sonnenschein digan gestorben, eine steinalte Dame von 90 Jahren, die in erster Ehe mit Lord Cardigan verheiratet gewesen war, dem Führer jenes berühmten Angriffes der„leichten Brigade“ bei Balaklawa, den Tennyson dichterisch verherrlicht hat. Lady Cardigan, eine ge⸗ borene Miß de Horsey, zählte in den Tagen des viltorianischen Zeitalters zu den geleierten Schönheiten der englischen Gesellschast und hatte noch persönliche Beziehungen zu hervorragendsten Männern und Frauen dieser Zeit, wie z. B. dem Herzoge von Wellington, Talleyrand und der Herzogin von Dino. Als Lord Cardigan sie im Jahre 1853 heiratete, war er 61 Jahre alt, während seine Braut erst 34 Jahre zählte; aber der tapsere General war damals der deld des Tages in England. Er verstarb schon nach zehn- . jähriger Ehe; seine Witwe heiratete 1873 zum zweitenmal und zwar den Grasen de Lancastre Saldauha, einen portugiesischen Edelmann, der seinen Stammbaum nicht allein auf die Herzöge von Saldanha, sondern auch auf John von Gaunt Shakespearschen Angedenken zurücksührte. Im Jahre 1892 verlor die Lady auch ihren zweiten Gatten. Seitdem führte sie ein zurückgezogenes Witwenleben, aus dem sie nur einmal noch hervortrat, als sie Höchste Temperatur am 31. Mai bis 1. Juni 1915 20,5 0. Niedrigsle„„. 5,5„ Niederschlag: 0,0 mn. ———— Amtlicher Wetterbericht. ODeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Das nordwestliche Tiefdruckgebiet zieht im Norden von uns östlich ab, während über Deutschland ein Hochdruckrücken mit einem Maximum im Osten und einem im Westen lagert. Nach lokalen lewittererscheinungen heute werden wir daher morgen wieder beiteres Wetter zu erwarten haben. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 3. Juni 1915 Heiter, trocken, warm, Winde aus östlichen Richtungen. ——— Kaffee Hag im Kriege. Zu einer Zeit, während welcher an das Leistungsvermögen und an die Nervenkraft unserer Soldaten sowoh! als auch an die in ihrem Beruf Perbliebenen hohe Anforderungen gestellt werden, ist es von Wichtigkeit, solche Genußmittel zu gebrauchen, die durch ihre besonderen Eigenschaften zur Schonung der Gesundheit beitragen. Zu diesen Genußmitteln gehört Kaffee Hag, der coffeinfreie Bohnenkaffee, der nach allen Erfahrungen und ärztlichen Feststellungen nicht nur durch seine Güte volle Anerkennung verdient, sondern auch Herz-, Nerven- und Magen⸗ leidenden und sonstigen Kranken zuträglich ist. Versuchen Sie ihn, er wird von Ihrem Kaufmann n . Letzte Nachrichten. Die Arbeit der„U“ Boote. Haag, 2. Juni. Reuter meldet, der englische Dampfer „Dixinia“ wurde durch Kanonenfeuer eines deutschen Unterseebootes auf der Höhe von Usbant zum Sinken ge⸗ bracht. Der Untergang der„Prinzeß Irene“. l Rotterdam, 2. Juni. Ueber den Untergang des Hilfs⸗ kreuzers„Prinzeß Irene“ schweigen die englischen Blät⸗ ter nach wie vor. Sie melden fast gar keine Einzelheiten über die Ursachen des Unglücks, die noch immer nicht aufgeklärt seien. Soviel wird zugegeben, daß das Schiff durch die Explosion voll⸗ ständig zersplittert in die Luft geflogen ist. Nach Aussagen von Augenzeugen glich die Explosion auf dem Schiff einem vulkanischen Ausbruch. Geige mit der„Prinzeß Irene“ flo⸗ gen noch zwei Schlepper in die Luft, die sich in der Nähe befunden hatten. Verwundet wurden auch Leute der Be⸗ satzung anderer Schiffe, die vor Sheernes lagen. 5 Die Beamten von Przemysl. Krakau, 2. Juni. Der„Czas“ meldet, daß alle Be⸗ amten der Eisenbahnen, der Bezirkshauptmannschaften, der Gerichte usw. von Przemysl den Auftrag erhalten haben, sich in Bereitschaft zu halten und bereits in Krakau ein⸗ getroffen seien, wo sie die Meldung zur weiteren Reise er⸗ warten. Die Krankheit Greys. 8 Kopenhagen, 2. Juni. Der Urlaub Greys hat in ganz England großes Aufsehen hervorgerufen. Es wird allgemein der Ansicht Ausdruck gegeben, daß Grey nicht mehr in sein Amt zurückkehren wird. Der Vorschlag der Neutralen. Basel, 2. Juni. Die„Baseler Nachrichten“ geben die Zu⸗ schrift eines Schweizers, Dr. Buchar, wieder, die dieser au die „Times“ gerichtet hat. In dieser schlägt er vor, daß einer der wenigen noch neutralen Staaten die Initiative ergreifen solle, um bei den Kriegführenden anzufragen, ob sie sich nicht im Interessa der Humanität des Gebrauches der erstickenden Gase ent⸗ halten wollen, falls dieses Anerbieten von allen gutgeheißen würde. Das Bombardement von London. 8 Rotterdam, 2. Juni. Die englische Zensur ist offenbar bemüht, Meldungen über den Luftangriff auf die englischen Docks sowohl in den englischen Zeitungen als auch in quisländischen zu unterdrücken. 5 Die deutschen Schadenersatzansprüche an Italien. Lugano, 2. Juni. Die Schweizer Regierung. bereits ihren Gesandten in Rom mit der sofortigen Gel⸗ tendmachung deutscher Schadenersatzansprüche für die Mailänder Plünderungen. Die mangelhaften sanitären Einrichtungen in der italienischen Armee. München, 2. Juni. Ueber die vollkommen unzulängliche sanitären Organisationen im italienischen Heere wird folgendes berichtet: Die Gasthöse am Comersee sind mit Verwundeten über⸗ 1 füllt, die aus guten Gründen von den Militärbehörden nicht in die großen Städte gebracht werden, um die Bevölkerung dort nicht wegen der ungewöhnlich großen Anzahl der Verwundeten zu beunruhigen. Schon heute zeigt sich, daß Italien in sanitärer Hinsicht nicht die elementarsten Vorbereitungen für den Krieg getroffen hat. Es fehlt in den Gasthöfen an Aerzten, an Pflege- versonal und vor allem an Geldmitteln und Medikamenten. Die Organisation versagte vollkommen gegenüber der großen Zahl von Schwerverletzten, die man in solcher Anzahl bis jetzt wenig ⸗ stens noch nicht erwartet hatte. Die Verwundeten müssen oft stundenlang in unzulänglichen Räumen auf dem Fußboden liegen bleiben, bis sich die Einheimischen der Bedauerns. werten erbarmen. Schlägereien wegen der Unterbringung der Verwundeten zwischen den Gasthofbesitzern und den Bürger⸗ meistern sind an der Tagesordnung. Die Bevölkerung heult, ver⸗ anstaltet Bittgottesdienste und verflucht den Krieg, ist aber nun in ganz seltenen Fällen zur werktätigen Mitarbeit bei der Unter bringung der Verwundeten zu bewegen. Reisende aus Mailand versichern allen Ernstes, daß in Como und anderen Ortschaften Rufe: Evviva la germamiag! a labaß guerra! laut geworden seien. 5 Die Postverbindungen sind die denkbar schlechtesten. Sie ver⸗ sagen vollkommen, Handel und Wandel stocken. W Der Sündenbock. 19 Stockholm, 2. Juni. Einem Bericht aus Petersburg zufolge, soll Radko Dimitriew in Ungnade gefallen sein. Von dem Fürsten Nikolajewitsch wird er für die schweren Niederlagen der Russen in Galizien verant⸗ wortlich gemacht. 5 Die Versetzung des bulgarischen Gesandten Rizow. Lugano, 2. Juni. Der„Secolo“ schreibt, die des bulgarischen Gesandten Rizow würde in politischen en Roms viel besprochen. Rizow hatte sich wegen seiner deut und österreichtsch⸗ freundlichen Haltung in Rom un⸗ möglich gemacht Rizow war einer der Urheber des aber nach dem Eintritt Italiens in den Krieg trat eine große zwischen ihm und den Vertretern Englands, Griechen und Ru⸗ mäniens ein. Er war ein intimer Freund Bülows und des österreichischen Gesandten beim Vatikan, Macchio. 7 Der Staatsanwalt gegen die„Times“ g Kopenhagen, 2. Juni. Der Londoner Staatsanwalt hat gegen die„Times“ Anklage erhoben, weil sie den Brief eines englischen Offiziers von der Front veröffentlicht hat, der den französischen Operatio⸗ nen schaden kann. Die Anklage verursacht ungeheures Aufsehen. Das Gericht bezeichnet die Veröffentlichung als außerordentlich schädlich. Selbstmord. des 9 N. Bad⸗Nauheim, 2. Juni. Der Besi Hotels „Metropol“ beging gestern mittag Se indem er sich vor die Räder eines Zuges warf. Finanzielle 7 rigkeiten sollen den Mann in den Tod getrieben haben. 1 15 J Gestern abend II Uhr verschied sanft nach langem, schwerem Leiden unsere treubesorgte, un- vergessliche Mutter, Grossmutter und Tante, Frau Maria Haubach, geb. Barthel. In tiefem Schmerz: K. Haubach, Zahnarzt. Giessen, den 2. Juni 1915. · 25 5 f Familie Herm. Zülch. 48620 Die Beisetzung findet in der Stille statt. Ticht-Spiel-Haus Bis Freitag., den 4. Juni 1915, das schönste und gewaltigste Filmschauspiel aller Zeiten Die Finsternis Und ihr Eigentum Dramatisches Filmwerk in 6 Akten von 2 Stunden Spieldauer, bearbeitet nachdem berühmten Roman von Auton von Perfall. Anfang um 5, 7 und 9 Uhr.( Ke tte ohne 3 rahlt werklags die Halfte Tufscurort Biedenkopf Lad un adele Kramers Berggarten guensha Bekanntmachung. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Krtisziegenzuchtrereins Gießen indet Sonntag, den 6. Juni 1915, nachmittags /½3 uhr, in Großen⸗Buseck, in dem Gasthaus „Zur Germania“, statt. ö 5 1. Ersatzwahl des Vor⸗ standes. Jahresbericht. 3. ie 1914. 4. J men pro 1915/16. 5. Schauen und Märkte. 6. Anträge und Mittellungen. Freiverlosung(1 Lamm). Die Vereinsmitglieder, die Großherzoglichen Bürgermeistereien, sowie Freunde und Gönner unserer Bestrebungen werden zu dieser Versamm— lung freundlichst eingeladen. 4656 5 Der stellvertretende Direktor des Kreisziegenzuchtvereins Gießen. 0 Fenchel. N 75 ee aber Nnisschrot grob, für Viehbesizer Maisschrot fein zu, 27.50 per 50 kg mit Sack ab Bahn Mainz gegen Nach- nahme oder vorherige. Kasse. J. Schmitt, Dampfmüßle, Mainz. 3 2 Telephon 206 und 8. 4515¹ In beißem Kampf in Feindesland Ward Dir die Todeswunde, Die Lieben dein im Heimatland Traf schwer die bittere Kunde. Den Heldentod fürs Vaterland Bist Bester Du gestorben, 55 Du hast mit Deiner tapferen Hand Dir Himmelslohn erworben. Fürs Vaterland fiel am 16. Mai unser lieber A. H. Chemiker Dr. phil. Ladwig Wille Leutnant d. R. im Leib-Garde-Inf.-Regt. 115 Ritier des Eisernen Krouzes Die Landsmannschaft N 4650 J. A. d. C.: Theodor Hesemann. Am 21. Mai starb im Feldlazarett au seiner erlittenen Verwundung unser lieber Sohn und Bruder 46500 heinrich Metz Ersatzreservist i. Res. Inf.⸗Regt. 225 im Alter von 21 Jahren den Tod fürs Vaterland. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Joh. Metz III. Bingenheim(Oberhessen), den 1. Juni 1915. N Am 19. Mai starb den Heldentod turs Vaterland mein lieber braver Sohn, mein teurer Bruder, unser lieber Enkel und Neffe Wilhelm Bergauer Musketier im Res.-Int.-Regt. 224, 7. Komp. Wiedersehen war seine Hoffnung! Den Heldentod fürs Vaterland starb 755 am 19. Mai unser innigstgeliebter, un— vergeßlicher Sohn und Bruder Indwig Mandler Grenadier im Garde-Grenadier-Begiment Ur. 1„Baiser Alerander“, 8. Bomp. im blühenden Alter von 23 Jahren. im Alter von 20 Jahren. In tiefem Schmerz: Elisabethe Bergauer Heinrich Bergauer Familie Ludwig Scheld Familie Karl Schneider. In tiefem Schmerz: Familie Georg Alandler. Grossen- Buseck, den 1. Juni 1918. 4654 a g 5 5 In Fe Für Fuckerkranke. Kinzenbach, den 1. Juni 1915. 5 Sonnen- E ee nnn (Bahnhofstraße 6). 9 Maoselwein 5 die Fl. von 1 Mk. an offeriert N 0 ir A. Berta Sohn, Fulda N(Kurbessens. 4658 extra billig. (555 RN Hat; und 9* FABRIK 1 f 2 Pf Sehersweg 52. Hall l ug sten Ausführungen 9 en ee A M. Rosenthal Dauksagung. 5 Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme und für die vielen Blumenspenden beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren innigsten Dank. Marie Freund Ww. und Tochter. Gießen, den 2. Juni 1915. 14006 Zurückgekehrt vom Grabe unseres nun in Gott ruhenden, geliebten Entschlafenen Herrn Adolf Kober sagen wir seinen werten Freunden für die bewiesene herzliche Teilnahme unseren herzlichsten Dank. faden Te e ee Ubr ab. W. Hankel, Adolf Kober. Ale Heinrich Hütter, Frankiurt an Main. 0 Drogerie, Selters- Inhaberin der seitherigen Weise weitergeführt wird. ae n Spargel —.— Bäue 7, Teleubon 612. Unserer werten Kundschaft teilen wir höfl. mit, rere een Otto Schaaf.— Fluß⸗ u. Saule Die Verkaufsräume sind bis auf weiteres geöffnet: 0— Liebigstr. 13 Fernspr. 77 02530 Im Namen aller Hinterbliebenen: Ia Deutsche Mähmaschinen ü Ahn 1 10 eren n e J 8 Eier- 1 Fl. 60 daß unser Geschäft trotz Einberufung der beiden Werktags von 8 bis 7 Uhr Vor dem Ausmarsch kriegsgetraut grüssen Freunde und Bekannte Hermann Schlosser. Sonntags von 11 bis 1 Uhr N Krlegstreiw. Kanonier, Fussart.-Regt. 8, Metz J. M. Sch sulhof und halten wir uns bestens empfohlen. bes Selbst tige eschtvittel für 5— 119.—— 7 1 aas N Panzellanhaus Löwer& Becht H l 5 1 1915. 5 Mit g Mainz, den 31. Mai 1915 4053 D Ader ger ngen g Neustadt 2 u Telephon 481 Otto Schaaf. 4604