Donnerstag, 27. Mai 1035 Bezugsore monatl. 75 f., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. aussch, Bestellg. Zeilenpreis: loral 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. 1 Siezener Anzeiger 5 225 ie e 1 onntags.— Beilagen: 1. g eee 1 SGleßener. enblätter; g eimal wöchentl. Kreis-* 1 blatt für den Kreis Gießen f (Dienstag und Freitag); 5 zweimal monatl. Land⸗. wirtschaftliche zeitfragen N isprech- Anschlüsse: r die Schristleitungl12 Berlag, Geschäfts stelleß l Verantwortlich für den politischen Teil und das 1 388 22 Feuilleton: Aug. Goetz; Adresse für Drahtnach- 2 9* ir Stadt und Land, richten: Anzeiger Gießen.* Verwischtes und Ge⸗ A e von Anzeigen 2 g 5 richtssagl: Otto Braun; Rotationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steind uckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Bed Timili en für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Weitere bedeutsame gortschritte in Galizien. Das neue englische Kabinett. (WB.) Großes Hauptquartier, 26. Mai. Südlich und südöstlich Pr, emyfl sind unsere Armeen gegen einen Teil der sogenannten Bosporus⸗Armee bildete. Auch Kosa⸗ (Amtlich.) die starken, zum Teil beton en Stellungen der Russen in[ken zu Fuß, eine besondere milizartige Formation, die bisher Westlicher Kriegsschauplatz. langsamem fortschreitende griff. Die Zahl der in denim Kaukasus kämpfte, erschienen vor der Front. Endlich kam auf Ein nächtlicher feindlicher Vorstoß gegen unsere neu letzten zwei Kampftagen e gewonnene Stellung westlich des Teiches von Belle⸗fauf 25000 gestieg vaarde wurde leicht abgewiesen. Die Zahl der den gestern abend erbeutet Engländern entrissenen Maschinengewehresschütze, 64 Maschin hat sich auf zehn erhöht. Nordöstlich Givenchy gelang tionswagen. f es furbigen Engländern gestern abend, sich eines vor⸗ Südlich des Du jestr springenden Teiles unseres vordersten Grabens zu be⸗ die allgemeine Lage unvern . 9 ist[ dem äußersten linken Heeresflügel der Russen die Trans- n 3 Amur⸗Grenzwasche zum Einsatz, eine lediglich zum Bahn⸗ 1 Ge⸗ schutz in der Nordmandschurei bestimmte Truppe, an deren Verwen⸗ chte, 10 schwere Ge⸗ dung auf dem Kriegsschauplatz man wohl selbst in Rußland kaum wehre und 14 Muni⸗ jemals dachte. 1 Noch aber hielten die Russen am unteren San den letzten auf d in Russisch⸗Polen ist dem westlichen Ufer gelegenen Brücken ko pfvon Radym no. t. Bei einem Gefecht nördlich] Aufgabe der nächsten Kämpfe mußte es werden, den Feind auch auf f mächtigen. Weiter südlich zwischen Lievin und der Lo“ der Weichsel wurden 998 Russen gefangen. diesen Punkte zu vertreiben. 5. rettohöhe setzte nachmittags ein ro ber, tief geglie⸗ Südwestliche 99 egsschauplatz.(Anmerkung der Redaktion: Dies ist inzwischen geschehen!) derter franzöfischer Angriff ein. Er ist voll⸗ In Tirol rückte ei üͤdliche Abteilung in Con- Der russische Bericht. kommen gescheitert. Nördlich und südlich der Straße[din o(Judiarien) ein. Am Souchez— Béthune ist es dem Feinde anfangs ge- molata flüchteten die lungen, in unsere Gräben einzudringen. Nächtliche Gegen- sen. An der kärntner! angrifse brachten uns jedoch wieder in den vollen Besitz un⸗ Truppen mehrere Angriffe serer Stellung. 100 Franzosen blieben als Gefangene in Italiener ab. Westlich des unferer Hand. Auch südlich Souchez brachen mehrfach wieder⸗ seine Waffen zurück. holte starke Angriffe, die von weißen und farbigen Franzosen Im küstenländische gegen unsere Linie südlich Souchez gerichtet war, dicht bisher noch keine Kämpfe entm vor den Hindernissen völlig zusammen. Der Gegner erlitt den paß nördlich der Mar⸗ Petersburg, 26. Mai.(WT. Nichtamtlich. Der ener bei den ersten Schüs⸗[Große Gener* st a b e An der ganzen Front der Grenze miesen unsere Dubissa vom Dorfe Bubik bis zum Dorfe Veheny am bedeutenden Verlusten der Niemen wurden im Laufe des 23. und 24. Mai lebhafte floh der Feind und ließ Kämpfe geführt, die noch nicht beendet sind. Links von der 1 1 oberen Weichsel in der Gegend von Opatow dauern die F haben sich Kämpfe an. Der Feind hat dort offenbar gewisse Verstär⸗ O lungen erhalten. Seine Versuche, die Offensive zu ergreifen, 8 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: wurden erfolgreich durch unsere Gegenangriffe zurück⸗ überall 1 1 5 4 Loreto höhe zeichnete sich v. Höfer, Feldmarschalleutnant. geschlagen, in deren Verlauf der Feind schwere Verluste 1 1 myfe. 8 5 erlitt. g eee Infanterie⸗Regiment besonders l 37 Ae E An der galizischen Front von Jaroslau bis f 1 3 J g f. 5 5 4.— Priemysl wurden am Morgen des 24. Mai heftige Kümpfe 13 8 Slblich 3 23* 6 2 5 1 an beiden Ufern des San wieder aufgenommen. Große feind⸗ liche Kräfte, die am 23. und 24. Mai ihre Angriffe an der Front Hussakow⸗Krukenitza erneuerten, wurden durch unser Artilleriefeuer zersprengt. Bei dem Dorfe Alt-Burtschitze machten wir wiederum mehr als 1000 Gefangene, darunter 20 Offiziere und erbeuteten mehrere Maschinengewehre und Scheinwerfer. Im Tale von Tyemenita und südlich Stryi finden Teilgefechte statt. An anderen Teilen der Front keine 7 U unseren Fliegern ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ine schwache Nachtangriffe wurden abgeschlagen. Sũ do st licher Kriegsschauplatz. Der Angriff der Armee des General⸗ obersten v. Macken sen schreitet gut vorwärts. Suüdöstlich Radymno ift nach heftigem Kampfe der Ort S 10 i 5——— 15 be* ö sterreichi ruppen westl San er⸗ stürmt hatten, auch der Uebergang über den San erzwungen. Weiter nördlich erreichten unsere Truppen nach Kampf die Gegend östlich Lazy, östlich Lasz ei und die Linie Korzenica—gZapalow(an der Lubaszowka). Die Beute an Gefangenen und Material mach st. Lordpräsident des Geheimen Rates Lord Crewe, Lordgeheim⸗ Oberste Heeresleitung. Berlin, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Großen siegelbewahrer Curzon, Schatzkanzler Me. Kenn a, Innenamt r 8 8a 1 een bes Serbe 115 über das Fortschreiten der] Sir 1 5 Dew, Stagtsserreift für ngen d 17 72 Kolo⸗ ; ö j rationen der Verbündeten in Mittelgalizien: men Vonar La m, Staatssekretär für Indien Cham erlain, Der neueste Bericht der deutschen Heeresleitung wird On 844 14 e batte bie N Mackensen ihre Krieg Lord Kitchener, Ariensnmition Lloyd 0 eorge, ersleß begleitet von einer eingehenden Darstellung früheren Da⸗ Offensive von Gorlice bis Jaroslau vorgetragen. Unter täglichenLord der Admiralität Balfour, Handel Ru neiman, Präsi⸗ tums aus dem Großen Hauptquartier(Siehe nachstehende Kämpfen, zumeist gegen befestigte Stellungen, hatte sie drei Fluß⸗ dent der Lokalverwaltung Long, Kanzler des Herzogtums Lan⸗ Meldungen), und wir ersehen daraus, daß seit dem Angriff linien überschritten und Raumgewinn über hundert Kilometer caster Churchill, Cbessekretär für Irland Birrell, Sekre⸗ bei Gorkice alle Hoffnungen und Pläne der deute Luftlinie erzielt. Am Abend des vierzehnten Tages hatte sie sich] tär für Schottland Me. Kinnon Wood, Praesident des Acker- schen Führer glänzend erfüllt und gelungen sind. Auch bei] mit der Wegnahme von Stadt und Brückenkopf Jaroslau den bauamtes Selborne, erster Kommissar für Arbeit und öffent⸗ Radym no ist der Widerstand der Russen geworfen wor- Zutritt zum unteren San trkimpft. Es galt jetzt, diesen Fluß liche Bauten Harcourt, I Estdentt des Unterrichtsamtes Heu den, und unsere Leser können an der Hand des hier beige⸗ in breiter Front zu überschreiten. Noch aber hielt der Feind dersson, Attorney⸗General Sir Gward Carson.. genen Kärtchens die erfreulichen Ereignisse gut r erfolgen.] vorwärts Radymno und im San⸗Wislokwinkel in zwei stark London, 26. Ma. W788 Nichtamtlich! Die„Times. l ist nunmehr von den russischen Linien ziemlich ab⸗ ausgebauten Brückenköpfen das Westufer dieses Flusses. Im melden: Ein neues Kabinett steht jetzt an der Spitze der Nation. Freign eee. R Das neue englische Kabinett. London, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus Das neue Kabin ett setzt sich solgender⸗ maßen zusammen: Premierminister Asquith, ohne Amt Lord Lansdowne, Lordgroßkanzler Sir Stan le 9 Buckmaster, 8 f 5 lich übrigen beschränkte er sich auf die fr t. idi Seine ausschließliche Aufgabe ist es, die Deutschen zu be⸗ chnitten. Der letzte österreichisch-ungarische Tagesbericht Ostufers. 5 sec auf die frontale Verteidigung des siegen. Das Blatt hofft, daß der Bienst für die Nation im wei⸗ iesert eine klare 1 zu den amtlichen—8 7 Mit⸗ Während Gardetruppen in engster FJühlung mit öster⸗ftesten Sinne des Wortes die Losung und die erste Tat des Kabi⸗ teilungen. Auch südlich und südöstlich von Przemysl werden reichischen Regimentern bei Jaroslau den Uebergang über den] netts sein werde, worauf seine eigne Zukunft und diejenige des die Russen mehr und mehr zurückgedrängt. Daß es bei den Fluß erkämpften zund den durch frische Kräfte sich täglich ver⸗ Reiches beruhten. 3 85 Russen allmählich aus dem letzten Loche pfeift, geht sehr stärkenden Feind immer weiter nach Osten und Nordosten zurück⸗ 3 e hofft, 45 das Kabinett sich der deutlich aus der erwähnten Darlegung aus dem deutschen warfen, Fe eam enen Fladnder nau bear E dd h 1 1 ssi i nover* egimenter den u 5 ü e ng. lei. We es 1 8 An ne F. cht vor de Ole Hauptquartier hervor, wonach die russische Heeresleitung he ver sch 3 de durch die 1 n seine Pflicht tue, werde das britische Publikum seine Tätigkeit dt E schweiger waren es, di ch rstürmung der Höhen von 10 15 9 Hil aus den entlegensten Winkeln und die dürftig⸗ ha. 3 35 1 8 u schätzen wissen 2 0 a 8* Wiazownica die Bahn öffneten und dadurch den hartnäckig ver⸗ z 8. g 5 5 1 3 ten Hilfsmittel zum Kampfe in Galizien herangezogen hat. keidigten San⸗ Ul Ada örblich„Daily Chronicle“ bedauert, daß Balfour an die Spige Das englische Kabinett ist nunmehr in seiner neuesten 1.5 oi. 1 2 1 6 den Admiralität getreten sei, weil dies den end ült Rü t —. 1 N San⸗Wislokwinkel von dem dort en tandhaltenden Gegner ge⸗[ den Ad ge⸗ ze wel dies den endgültigen Ri kit Gestalt auf der Weltbühne erschienen. Liberale und konser⸗ fäubert 1 Oberst, 15 Offiziere, 7800 Gesangene, 4 Geschütze, 8 e 3 Carsons ist das Batt vative Minister sollen, wie Londoner Blätter ausführen, 28 Maschinengewehre, 13 Munitionswagen und eine Feldküche Wenne New, bie den ee 7 n ö g i illos i i sere K r Rest sah si schleuni 2„Dai wee, die den Eintritt Balsours und das Ab⸗ die Deutschen besiegen helfen, eine heillos schwere Aufgabe. fielen in unsere Hand. Der Rest sah sich zum schleunigen Abzuge treten Zishers für den wenig befriedigenden Teil der en Die neue Ministerliste weist aber nicht nur die Parteischattie⸗ nach dem östlichen Ufer veranlaßt. abi eee 5 bern Diese Kämpfe und Erfolge der verbündeten Truppen voll-] dung des Kabinetts hält, glaubt, daß der allgemeine Eindruck der rungen auf, sondern sie verteilt Licht und Schatten auch recht 1 Wa; 7 sei, daß eine starke Regierung gebildet worden sei. Obwohl dem er 5 J zogen sich am 17. Mai in Gegenwart des deutschen; 95 9 g n 0 auffällig über den Aufgaben und neuen Obliegenheiten ge⸗ Kaisers, der an diesem Tage dem Chef des Generalstabes der] Lande noch nicht klar sei, warum man eigentlich ein Koalitions⸗ wesener Größen. Das Haupt Churchills wird von Aurora hier kämpfenden Armee, Oberst v. Seeckt, den Orden Pour le] kabinett haben mußte, könne das neue Blut eine größere Entschlof— nicht mehr als ragenden, Gipfel der Welt bestrahlt; der Rede⸗ merite verlieh, nachdem schon vorher der Armeefüßrer, General⸗] senheit und einen kräftigeren Willen mit sich bringen. lustige ist nicht mehr allmächtiger Zivillord der Admiralität, oberst v Macken sen, hesonders ausgezeichnet worden war, Im Ausstand der Bergarbeiter in Australien. er muß sich mit der bescheidenen Stellung eines„Kanzlers Kraftwagen war der Kaiser zu seinen Truppen vorgeeilt. Unker⸗ Paris, 26. Mai.(WTB. Ni g 4 ee des Herzogtums Lancaster“ begnügen. Auch der Kriegsmini⸗ wegs begrüßten die auf Wagen zurückfahrenden Verwundeten mit Pa re, c Nai.(WTB. heichtamtlich.) Laut Mittei⸗ ster Kitchener erhält eine Art Mißtrauensvotum, da ihm ein lauten Hurras den allerhöchsten Kriegsherrn. Auf der Höhe lung Pariser Blätter haben die Bergar beiter von Minister für Kriegsmunition beigegeben wird. Ebenso wird] von Jaroslau traf der Kaiser den Prinz Eitel Friedrichsganz Australien beschlossen, vom 1. Juni ab in den Sir Edward Grey, dem Minister des Auswärtigen, ein Ge⸗] und folgte dann von verschiedenen Standpunkten aus stundenlang] Aus stand zu treten. Ha- 3 1 it angespannter Aufmerksamkeit dem Verlaufe des Kampfes um f hilfe„ohne Portefeuille“ zur Seite gestellt. Die ganze Neu⸗ den Flußubergang Der Bericht Freuchs. 2 7775 bezeugt daß 85 Ren e N 50 e„In den Tagen vom 18, bis 20. Mai drangen die Verbündeten London, 26. Mai.(WTS. Nichtamtlich.) General French nttäuschungen fühlt. Draußen r Welt wird man weiter gegen Osten, Nordosten und Norden vor, warfen den Feind 5 6 1 4 1 1 f N meldet: Oestlich von Npern wurden gestern aß eines An- sie mitfühlen! Auch die neuen Herren werden nicht darüber aus Sie nia wa hinaus und setzten sich auf einer Fro ut griffes, 8 die Deutschen Se 1 9 hinaus kommen, daß die britische Politik beim Kriegsaus⸗[breite von 30 Kilometer auf dem östlichen Ufer] Teile unserer Linie verloren. Sie sind noch nicht zurückerobert! bruch sich gründlich verrechnet hat. g fest. Der Feind wich hinter den Luhaczowkaba ch zurück. Alle] die Menge des Gases, die der Feind benutzte,. 0 5.** seine Verfuche, das verlorene Gelände wiederzugewinnen, schei⸗ zuvor. lleber eine Front von fünf Meilen wurde 41% Stunden e F terten, obwohl er in den Taxen vom 13. bis 20. Mai nicht lang Gas aus Zylindern verbreitet und die Linie auch mit Gra⸗ D Rü Gali ien weniger als sechs frische Dibistonen einsetzte, um unser Vor- naten bombardiert, die erstickende Gase enthielten. An einzelnen er ru sische U ug alls 3 5 dringen bei und über Jaroslau zum Stehen zu bringen. Stellen stieg das Gas vierzig Fuß hoch Ein Teil unserer Linie war größer als je f m ganzen hatte die rusische Führung seit Beginn der Ope⸗ blieb intakt. Ueberall bewies die ee e Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht. 1. sieben Armeekorps von anderen Kriegsschauplätzen er. re Anfall dieses Art Wibderbend le (WB.) Wien, 26. Mai.(Nichtamtlich.) Amtlich wird an die 5 v. 55 8— 155 können. : i i 8 den rechten Flügel der Arme des Erzherzogs Josey Ferdinan i 4; 3 e e sag n kautgsische, das 15 und ain kombi Eine dreiste englische Lüge. Die Schlacht bei Przemysl dauert fort. Die Ar- niertes Armeekorps, 6 einzene Infanterie-Regimenter, die 34., Berlin, 28. Mai.(WTB. Amtlich) Das Ritzausche Bu⸗ rt for r rache 4 avait d anterie und 13, stbirische Dipision, rea verbreitete am 25. Wadi in No en folgenden Berich belbereeits des Saeed ackensen dringt im Angriff un nee 4 Faelle edu nen, bie chen 1 beructaten wenge gen agen 3 beiderfeits des San in südöstlicher Richtung erfolgreich vor. zum Einsatze kamen. Mit dm kombinierten Armeekorps tauchte] Kämpfe bei La Bassee: Nahe ber dem Pachthof Court de la Der Uebergang über den San östlich Radymno eine aus Armeniern und Grülniern zusammengesetzte 3. kaukasische Vaus fand eine furchtbare Szene statt. Ein sächsisches Ba⸗ ift erkämpft. Das österreichisch-ungarische 6. Korps er⸗ Schützendivision auf, die bis Januar in Persien gefochten hatte tail lon wollte sich ergeben, wurde aber, als preußische Ar⸗ ürmte den Brückenkopf Zagrody östlich dieser Stadt. U und im April nach Kars, spiter nach Odessa verladen war, wo sieltillerie die Absicht merkte, bis auf den letzten Maun von den 1 GGG 35 95 eigenen Landsleuten niedergeschossen. Die Opfer dieses Mordens riefen lebhaftes Bedauern bei der englischen In⸗ fanterie hervor, da die Sachsen stets weit ritterlicher und weniger brutal waren, als die Preußen. An gleicher Stelle versuchten Deutsche in englischer Uniform vergeblich, den englischen Linien nahe zu kommen. „An dem ganzen Vorfall ist natürlich kein wahres Wort. Weder ist, was nur auf bedauerlicher augenblicklicher Unkenntnis der Ar⸗ tiillerie von der Lage bei der vordersten Linie hätte beruhen können, deeutsche Infanterie von den eigenen Kanonen beschossen worden, noch haben wir hier oder jemals sonst, die feige List nachgeahmt, uns mit den Uniformen unserer Gegner zu bekleiden. Oder soll mit diesem plumpen Erguß des Augenzeugen, der Vorfälle be⸗ schreibt, die nie stattgefunden haben, wie sie aber weit ab vom 4 Schuß im Rücken unserer Gegner erzählt zu werden scheinen, etwa bezweckt werden, zwischen den deutschen Stämmen Zwietracht zu fen? Glauben unsere Feinde wirklich, daß die Deutschen uneinig sind? Oder fühlten sie etwa jemals einen Unterschied zwischen den Hieben, die ihnen preußische Soldaten und denen, die ihnen Truppen anderer deutscher Stämme versetzten? 1 Ein Amerikaner über die Kriegsaussichten. ** London, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die„Daily Mail“ veröffentlicht einen Artikel des Amerikaners Alexander Powell, des Korrespondenten der„New York World“, in dem es heißt: Nach dem, was ich aus zuverlässigen Quellen über Deutschlands militärische und wirtschaftliche Hilfsquellen und über die Stimmung des deutschen Volkes erfahren habe und aus den Unterhaltungen mit amtierenden Ministern, Diplomaten, Gene⸗ kraälen und Stabsoffizieren, gelangte ich zu der nicht übereilt ge⸗ bildeten Ueberzeugung, daß der Krieg zweifellos zwei Jahre dauern wird und daß dann Deutschland vielleicht un⸗ besiegt sein wird. Je eher das britische Volk seine Selbst⸗ käuschung aufgibt und den Tatsachen ins Gesicht sieht und zu⸗ gibt, daß der deutsche Soldat ein ebenso guter Kämpfer ist wie der britische und die deutschen Offiziere im ganzen weit besser aus⸗ gebildet sind als die britischen, je eher es einsieht, daß, wenn 9 Deutschland geschlagen würde, jeder Engländer zwischen 16 und 5 Jahren ins Feld rücken muß, desto früher wird der Krieg beendet werden können. „ Die Beschießung von Pont⸗à⸗Mousson. Paris, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ berichtet aus 55 * Nancy: Der Präfekt des Departements Meurthe⸗et⸗Moselle forderte den Bürgermeister von Pont⸗a-Mousson auf, die Kinder nach Nancy zu schaffen, wo ihnen ein guter Empfang bereitet werden würde; der Aufenthalt in Pont⸗à⸗Mousson sei wegen der nahezu k(aäglichen Beschießung allzu gefährlich. 0 Deutsche Flugzeuge über Paris. 75 Paris, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Petit Journal“ meldet: Drei deutsche Flugzeuge flogen bporgestern vormittag über die Umgebung von Paris. Als sie sich den nördlichen Teilen von Paris näherten, wurden sie von französischen Fliegern entdeckt und verjagt. Die deutschen Flugzeuge warfen drei Bomben ab, doch wurde niemand getroffen. Ueber den Sachschaden liegen keine Meldungen vor. 8** 1. .* 5 Die Kämpfe au den Dardanellen. London, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet von den Dardanellen über Tenedos unter dem 23. Mai. Da ein rasches Vorrücken auf der Halbinsel Gallipoli wegen der besonderen Stärke der feindlichen Stel⸗ lung nicht möglich ist, richten sich die Truppen der Alliierten in den gewonnenen Positionen ein, verstärken sich und ruhen zu neuem Kampfe aus. Unsere Front befindet sich jetzt dicht bei dem Torfe Krithia, um dessen Besitz hart gekämpft wurde. Mehr als einmal erreichten die Unsrigen die Häuser, aber der Feind beherrscht den Platz und seine Zugänge mit Maschinengewehren und es erwies sich als unmöglich, die Häuser zu behaupten. „Daily Telegraph“ meldet unterm 25. Mai über die KLämpfe auf Gallipoli: Die Türken brachten große Ver⸗ stärkungen heran. So oft der Feind zurückgeschlagen wird, kommen frische Truppen und der Kampf wird erneuert. Die Türken verfügen für den Angriff auf unsere Stellungen über . 200000 Mann. Die feindliche Flotte ist ebenfalls tätig. Der Lampf spottet jeder Beschreibung. Zeitweise werden gleichzeitig Angriffe aus allen Richtungen gemacht. Die ganze Halbinsel ist eine Hölle heulender Geschosse. Es ist nicht zu verwundern, daß unsere Fortschritte notwendigerweise lang sam sind an⸗ 5 gesichts der schwierigen gefahrvollen Aufgabe. 5** 5 2 1 3 * Graf Tisza über den Abbruch mit Italien. 1 Budapest, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Im A b⸗ geordneten hause führte der Ministerpräsident u. a. aus: Vor zehn Monaten sahen wir uns einer un⸗ blieb intakt. Ueberall bewies die Haltung unserer Leute, daß sie geheuren Uebermacht gegenüber; wir haben diese Ueber⸗ macht zum Stillstand gebracht, sie zerschmettert in siegreichen Kämpfen und gebrochen.(Stürmischer Beifall. Händeklatschen.) Wenn es Italien jetzt für richtig hält, uns um die Früchte unserer Siege bringen zu wollen, werden wir uns auch ihm gegenüberstellen.(Anhaltender Beifall im ganzen Hause.) Diiese Monarchie, welche die ganze Welt durch ihre Kraft überrascht phat, wird jetzterst recht die ganze Welt überraschen durch ihre Aktionskraft ihre Einheit und männliche Ent⸗ schlossenheit.(Stürmischer Beifall. Händeklatschen.) Die Zeit Maria Theresias erneuert sich wieder, ihre Gefühle und Kräfte sind in der Nation nicht verschwunden. Das Gefühl„Moriamur pro rege nostro!“ lebt auch heute in jedem Ungarn.(Lang anhalten⸗ der Beifall.) Die ungarische Nation wird, vereint mit sämtlichen Völkern der Monarchie, diesen Kampf bestel(Stürmischer Bei⸗ fall.) und vereint mit unserem mächtigen Bundes⸗ * 1 ossen(Stürmischer Beifall. Eljen! Händeklatschen. Rufe: Es lebe Deutschland!) im gegenseitigen Vertrauen diesen Kampf bis zum letzten Atemzug führen gegen alle Teufel der Hölle(Stürmischer Beifall) und dem Schicksal den Sieg ab⸗ zwingen. . Nachdem Tisza unter begeisterten Eljenrufen geschlossen, führte der Redner der Unabhängigkeitspartei, Grafr Apponyi, u. a. aus; Wir identifizieren uns nicht mit der Politik der Regierung, 5 5 aber mit der eingetretenen Lage und den Pflichten, die diese Lage uns und dem ganzen Vaterlande auferlegt. Wir identi⸗ fjtzieren uns mit dem vernichtenden Urteil, das wir leider über das Vorgehen einer Nation aussprechen müssen, der wir bisher die größten Sympathien entgegengebracht haben und die jetzt ohne Widerstand sich einer 1 überlassen hat, die ihrem guten Ruf einen kaum auslöschbaren Schandfleck zufügte.(Lebhafte Zustimmung rechts und links.) ö Nach Apponyi erklärte Graf Andrassy, der Führer der Oppositionellen Verfassungspartei: Ich hoffe, sagte Andrassy, daß wir in diesem großen Kampf, in welchem das gute Recht so un⸗ zweifelhaft auf unserer Seite ist, siegen werden. Von Deutsch⸗ land kann ich nicht anders sprechen, als mit größter Hochachtung und Dankbarkeit, insbesondere jetzt, da Deutschland neuerdings bewiesen hat, daß es nie Ausflüchte sucht, sondern stets uner⸗ schütterlich auf dem Wege der Treue beharrt.(Lebhafter Beifall.) Ich vertraue auch auf unseren anderen Verbündeten, die Türkei lebhafter Beifall), die an den Dardanellen für die Freiheit von ganz Europa kämpft. . Hierauf erfolgt eine Interpellation Polonyis, der ersfucht, die Dreibundverträge im Abgeordnetenhause vorzulegen. Graf Tisza erklärt, der Dreibundvertrag beruhe auf einem ein⸗ 2 zigen Vertragsakt, doch seien betreffend Albanien zwischen Italien und der Monarchie besondere Bestimmungen getroffen worden. Er erklärte, der Veröffentlichung des Vertragstextes stehe kein Hindernis entgegen; sie sei jedoch von der Zustimmung des Bun⸗ desgenossen abhängig.— Hierauf wurde ein königliches Hand⸗ schreiben betreffend Vertagung des Hauses verlesen. 8 8 N . * a . TTTVTETCCVTCCR Wien, 25. Mai. Das Ministerium des Aeußern licht eine Reihe diplomatischer Aktenstücke mit einer einleitenden, Denkschrift über die der italienischen Kriegserklärung vorange⸗ gangenen Verhandlungen zwischen der österreichischungarischen und der italienischen Regierung. Aus den der Denkschrift beigegebenen Dokumenten ist das Telegramm des italienischen Kö⸗ nigs vom 2. August hervorzuheben, mit dem er das Tele⸗ gramm des Kaisers Franz Jose ph, welcher ihm mitteilte, daß er infolge der Einmischung Rußlands in dem Konflikt mit Serbien und der Mobilisierung der russischen Armee die allge⸗ meine Mobilisierung verfügt habe, sowie der Befriedigung Aus⸗ druck gab, auf die Unterstützung des Bundesgenossen rechnen zu können, beantwortete. Dasselbe lautet: Ich habe das Telegramm Eurer Majestät erhalten. Ich brauche nicht zu versichern, daß Italien, welches alle nur mög⸗ lichen Anstrengungen unternommen hat, um die Aufrechterhaltung des Friedens zu sichern und alles, was in seiner Macht liegt, tun wird, um möglichst bald an einer Wiederherstellung des Friedens mitzuhelfen, gegenüber seinen Verbündeten eine herzlichfreundschaftliche Haltung bewahren wird entsprechend dem Dreibundvertrage und seinen auf⸗ richtigen Gefühlen und den großen Interessen, die es wahren muß. Ein Armeebefehl des österreichisch-ungarischen Obertommandanten. Wien, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Armee— Oberkommandant Feldmarschall Erzherzog Friedri ch erließ zur Verlautbarung an alle österreichisch-ungarischen Truppen und zur Kenntnis für die ihm unterstehenden deut⸗ schen Truppen einen Armeebefehl, der zunächst das an— läßlich der Kriegserklärung Italiens ergangene Manifest des Kaisers im Wortlaut wiedergibt und dann fortfährt: „Soldaten! Ihr vernahmt die in ernster Stunde gesprochenen Worte unseres allergnädigsten obersten Kriegsherrn. Sie kenn⸗ zeichnen die ganze schmachvolle Niedertracht unseres neuen Feindes, der jahrzehntelange Treue mit schändlichem Verrat lohnt. Sie weisen uns Soldaten aber auch eine neue große Aufgabe zu, deren Lösung Seine Majestät und das Vaterland vertrauensvoll in unsere Hände legen. Kein ehrlicher neuer Feind tritt uns Aug' in Aug' entgegen, nein, der treulose bisherige Bundesgenosse Oester⸗ reich-Ungarns und Deutschlands sieggekrönter Heere und Flotten, die nach zehnmonatigem heißem Ringen gegen die halbe Welt unbesiegt und fester denn je im Kampfe stehen, fällt uns heimtückisch in den Rücken. An uns Soldaten ist es, diese bei⸗ spiellose Haltung unserer Feinde mit Blut und Eisen zu treffen Vorfahren bei Mortara und Novara, bei Custozza und bei Lissa gewiesen.— Unser heißgeliebter allergnädigster Herr, der alles versucht hat, um uns und unseren Verbündeten diese neue Prüfung zu crsparen, soll den Geist Radetzkys, des Erzherzogs Albrechts und Tegetthoffs in uns wiederfinden. Wir wollen ihre wirklichen Enkel sein. Viel Feind', viel Ehr', sei unser Kampf⸗ ruf.— So grüßen wir unseren erhabenen Kaiser und König und unsere treuen Waffenbrüder, so grüßen wir im Norden unsere Kameraden, die im Süden bereitstehen, dem schmählichen Einbruch in unseren Rücken zu trotzen, bis auch für den Süden der Tag an⸗ bricht, der blutige Vergeltung bringt. Soldaten! Ohne Zagen und frohen Mutes los auf den neuen Gegner! Mit Gottes Hilfe und in treuer Waffenbrüderschaft mit unseren verbündeten Kame⸗ raden werden wir auch ihn zu schlagen wissen!“ Die Charge eines Geueralobersten in Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Armeever—⸗ ordnungsblatt veröffentlicht nachstehendes allerhöchste Hand- schreiben an den Erzherzog Eugen:„Lieber Herr Vetter und Erzherzog Eugen: Ich habe die Charge eines Generalobersten geschaffen und freue mich, Sie als ersten in dieser Charge u fördern. Der Bürgermeister von Wien beim Kaiser Franz Josef. Wien, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Bürgermeister Weiskirchner und den Vize⸗ bürgermeister in Audienz empfangen. Bürgermeister Weis⸗ lirchner hielt eine Ansprache, in der er im Namen der ge—⸗ samten Wiener Bevölkerung den Gefühlen hingebungsvoller Treue und nie versagenden Opfermutes Ausdruck gab. Der Kaiser sprach allen Funktionären der Gemeinde für die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung herzlichen Dank und vollste Anerkennung aus. Er dankte auch der gesamten Wiener Bevölkerung, welche die Unbilden, die der Krie notwendigerweise im Gefolge habe, mit Hingebung un bewunderungswürdigem Opfermut ertragen. Der Kaiser schloß: Sie und die Bevölkerung können auch stolz auf die Wiener Regimenter ohne Unterschied der Waffengattung sein, welche in bewährter Tradition todesmutig gefochten und an den errungenen Siegen alle Anteil haben. Ueber⸗ haupt hat unsere ganze Armee außerordent⸗ liches geleistet. Insbesondere stellten die Kämpfe in den Karpathen die größten Anforderungen an die Truppen. Man würde es nicht für möglich gehalten haben, welche Strapazen meine Truppen aushielten.— Der Kaiser sieht glänzend aus und befindet sich bei bestem Wohlsein. Die Räumung Trients. Berlin, 27. Mai. Wie die„Vossische Zeitung“ aus Innsbruck erfährt, hat am 25. Mai die zwangsweise Räumung der Stadt Trient begonnen. 5 Die iltalienische Militärpflicht. Lausanne, 26. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ga⸗ zette de Lausanne“ erfährt aus sicherer Quelle, daß die it a⸗ lienische Regierung ein Dekret erlassen hat, nach dem die Militärpflicht, die bisher bis zum neunund⸗ dreißigsten Lebensjahr gedauert hatte, bis zum zweiundvier⸗ zigsten Jahre verlängert worden ist. Das Dekret soll nicht sofort in Kraft treten. Der„Avanti“ beschlagnahmt. Berlin, 27. Mai. Der„Avanti“ ist der Beschlaßg⸗ nahme verfallen. Französische Blätter wollen hierzu wissen, das Blatt habe bestimmte Summen genannt, durch die sich Salandra und Sonnino von Frankreich hätten be— stechen lassen. — Aus Hessen. O Karl Freiherr von hertling. Am 16. Mai verstarb in München im 68 Lebensjahre Karl Frei⸗ herr von Hertling, Großh. Hessischer Kammerherr, Bruder des bayerischen Staatsninisters Grafen von Hert⸗ ling. Der Verewigte, ein geborener Darmstädter, war laut „Darmst. Ztg.“, nach Absolvierung seiner juristischen Stu⸗ dien als Assessor in Büdingen und Friedberg wäh⸗ rend mehrerer Jahre tätig, worarf er einen Ruf als Fürst⸗ lich Löwensteinscher Kammerdirekthr nach Wertheim erhielt. Diesen standesherrlichen Dienst versah er längere Jahre. Freiherr von Hertling war mit einer Freiin Henn von Henneberg Spiegel vermählt und hinterläßt acht Kinder. veröffent⸗ und ihnen wieder den Weg zu zeigen, den dereinst schon unsere D zwei Söhne stehen im Felde. * ö Fürst Bülow in Berlin. „Berlin, 26. Mai.(Wg. 1 Fürstin Bülow sind heute früh in Berlin ein, Berlin, 27. Mai. Fürst Bülow stattete gestern tag laut„Berliner Tageblatt“ dem Reichskanzl 1 2 1 0 Aus unter e W auch den . ekretärs im Auswärtigen Amt, Zimmermann. Fürst und die Fürstin bleiben belag in Berlin.* . e Hamburg, 26. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Die hie⸗ sige Handelskammer sandte anläßlich der Krie; 2. erklärung Italiens am Montag nachstehendes 9 5 gramm an den Reichskanzler: Eure Exze 15 5 ergebenst die unterzeichnete Handelskammer, nachfolgende Entschließung an den Kaiser weiterzuleiten: Kein Stand ist mehr auf Treu und Glauben angewiesen, als der Handels stand. Niemand empfindet daher den Treubruch unseres bisherigen Bundesgenossen mit mehr rung als 1 N Aber wir vertrauen, daß Deutschland unter ae en wird. Uns wird kein Opfer zu groß sein, um einer Welt voen Feinden einen Frieden aufzuzwingen, 1 N und Ehrbegriffe wieder zur Geltung bringt. Handelskammer Hamburg. Rud. Graßmann, Präsident. A N Aus Stadt und cand. ö Gießen, 27. Mai 1915. b Oberhessischer Kunstverein. 63 65 8 Im Sitzungssaal des Stadthauses hielt rn nachmittag der Oberhessische Kunstverein unter Mrs 55 2 vorsitzenden Oberbürgermeisters Keller seine diesjährige or⸗ dentliche Aer det. ad e e ab, die— eine Folge der Zeitverhältnisse und wohl auch des schönen nicht sehr Aae Kisch war. e 5 i717 einer Begrüßung der Erschienenen Ge tsber über die Jahre 1913 und 1914: a 1. J. Geschäftsjahr 1913. Der Oberhessische Kun eröffnete im Januar 1913 seine Ausstellungen mit einer derausstellung von Otto Ubbelohde, bei der dieser Kün mit 79 Werken vertreten war. Diese Ausstellung hatte sich ei außergewöhnlich zahlrkichen Besuches zu erfreuen und wurde 5 seits sehr günstig beurteilt, 17 Werke daraus wurden verkauft. ie zweite Ausstellung im Februar ist den 8 unseres Schriftführers Herrn Prof. Dr. Rauch zu verdanken. Sie betraf die„Moderne Baukunst“ und war uns überlassen vomm Deutschen Museum für Kunst in Handel und Gewerbe in Hagen. Sämtliche 86 Bilder wiesen Kunstbauten der Neuzeit auf. Au diese für Gießen neue Ausstellung fand regen Besuch namentli auch von Schülern hiesiger Lehranstalten. Von Künstlervereinis gungen haben im Laufe des Geschäftsjahres 1913 unsere Ausstel⸗ lung beschickt: die Künstlervereinigung Schwarzwald— der n hessischer Künstlerinnen— der„Block“, Bund deutscher Künstl⸗. in Berlin. Von einzelnen Künstlern war unsere Ausstellung mit, größeren Kollektionen beschickt von Dr. H. Greiner, Jugenheim, Karl Fries, Gießen, Prof. G. Kampmann, Gre,. 8 Engelhardt, Kyffhäuser, Magdeburg, P. Bayer, Mannheim, O. Jung, Stuttgart, W. Thielmann, Willingshausen, 5 Manskopf, Daubhausen. Von den einheimischen Künstlern waren vertreten W. Barthel, Marie Felchner, Ottilie Ko“ warzick und Helene Oncken. Ausgestellt waren: Oe 1 8 fe raphi 5 graphien 86, Plasti„Kun i f 1 stände 12, insgesamt 987 Stücke. Verkauft wurden: Delgem ile 1 9, Aquarelle 2, Pastelle 2, Radierungen 9, Zeichnungen 12, ff ge caftsJch r14 cte Mestehung in Jahr 1914 „Geschäftsjahr Die ung im Jahn„ wurde im Januar mit einer Sonderausstellung der„Freien Vereinigung Darmstädter Künstler“ eröffnet, äußerst reichhaltig war und sich eines sehr guten Besu freuen hatte. Im Februar überließ uns, wiederu anlassung des Schriftführers Herrn Prof. Rau „Deutsche Museum“ für Kunst in Handel und Gewerbe in Ha eine hochinteressante Ausstellung über„Städtebau“, die 270 Bildeg umfaßte. Diese Ausstellung, die zum ersten Male in Bremerhaven, f sodann in unserer Stadt gezeigt wurde, wurde danach in die e in Köln a. Rh, überführt. Etwas ganz Neues brachte die März⸗Ausstellung, indem der Verlag 1 Der Sturm“, Berlin, uns eine Ausstellung des bekannten Futuristen Franz Marc überließ. Diese neuartige Ausstellung war ungewzhulich zahlreich, an manchen Tagen von über 300 Per⸗ sonen besucht. Begreiflicherweise war das Urteil sehr geteilt, immer⸗ hin war es für das Publikum von großem Interesse, futuristisch 1 Bilder in großer Anzahl zu sehen. Die Mai⸗Ausstellung war von dem„Ausstellungsverbande Münchener 5 Künstler“ sehr reichhaltig und mit guten Werken namha 1 Künstler beschickt. Die im Juni und Juli stattgehabte Aus“ stellung bot Werke der bekannten Künstler Prof, R. Kaisergn München und Prof. A. Lutteroth, ferner E Biedermann 199 Jena, H. Keil, Paris, O. Ubbelohde, Goßfelden. Größere für den Herbst in Aussicht genommene Ausstellungen, wegen deren bereits mit bekannten Künstlern und den ersten Kunsthandlungen Deutschlands Vereinbarungen getroffen waren, kamen infolge. 5 Kriegsausbruchs nicht zustande. Eine im Oktober gepiane Ausstel⸗ lung mußte unterbleiben, da die Galerie Flechtheim in Düsseldorf die vereinbarte Ausstellung Düsseldorfer Künstler des hunderts sowie verschiedene andere Künstler ihre diesb Vereinbarungen nicht einhalten konnten. 2 N Da es richtig erscheint, während des Krieges auch das künstlerische Leben im Gange zu halten— 8 auch das Stadttheater hatte ja seine Pforten eröffnet—, 5 err Oberhessische Kunstverein seine Bemühungen, weitere Aust 1 lungen in unserer Stadt zustande zu bringen, unverdrossen 9 a Erfreulicherweise ist es dem Verein gelungen, schon in den nächsten 14 Tagen eine Ausstellung zu veran⸗ stalten. Bei dieser in der ersten Woche des Juni stattfin Ln Ausstellung wird eine größere Sammlung des Vereins„Mün⸗ chener Künstlerinnen“, ferner eine Reihe von Einzelber⸗ ken Münchener und N Künstler vertreten sein. lung sind fest abgeschlossen. uli rd„ n 8 im Jiu und August zwei größere Ausstellungen zustande z 5 gen.. Ausgestellt waren in 1914: Oelgemäsde 181, Aquarelle 9, 1585 90 Radierungen 88, Seen 40, Graphik 12, Photo⸗ f graphien 277, Plastik 7, insgesamt 634. Verkauft wu„ Oelgemälde 93 2. Piaf— 55 905 Radierungen 3, Zeich?! farb.) 2, Pla„zusam 5„ 11 an des Rechners wurde der Bericht über die Einnahmen und Ausgaben der Jahre 1913/14 von dem eee 18. 185501 elt NN n. usgaben N N e e 6894.34 Mk., die Aus 48 64 1 5 5 ark, somit bleibt ein Kassenbestand von 2073.70 Mark, Hier⸗“ auf fed noch 1 n e 5 inen aus 191 II. ie gleiche ung aus (911 500 Mt, Summa 900 Mark, da die Gewömer ne etroffen haben.* 4 1 n. der Satzungen von zwei Vereinsmitgliedern vorzunehmende Prüfung der Rechnung hat durch die Herren Gh. frat Prof. Dr. Fromme und Bankdirektor Heichelheim tattgefunden. Die Rechnung ist in allen Teilen n 8 den worden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. schluß an diesen Punkt gab der Vorsitzende bekannt, daß der ner, Herr Geh, Kommerzienrat Heichelheim, in einem ben vom 25. März erklärt habe, daß er von dem ner zurückzutreten beabsichtige. Der Vorsitzende gedacht men Worten der bisherigen Tätigkeit des Geh. K Heichel heim, der seit Bestehen des Vereims dae N Rech⸗ in ieder Weile eine sut den i etre, den babertgan Net ö uden, dem bisherigen Re 5' herzl Dank der Mitgliederversamm ung zum ebend 3 itgliederbestan trug im J 1913 212. Mit Wbschluß des Jahres 1913 sind durch Tob, 5— oder Aus. Schlusse des Jahres tritt ausgeschieden 12, es verblieben daher am 118 200 0 lieder. Im Jahre 1914 sind nen zugegangen 19, so daß der Bestand Ende 1914 219 Mitglieder beträgt. 3 In den r wurden dann austelle der ausgeschiedenen 3 4 Professoren DDr. Ha lle ung Schmidt die Herren Geh. Kommerzienrat Heichelheim und Prof. Dr. Hübner ge⸗ wählt, während der Vorstand durch Zuruf wiedergewählt wurde. J Damit war die Tagesordnung erledigt. .* die Mehlpre des K-Brots in Gießen, Verein 55 in Gießen. Die Beschaffenheit 5 ö essen Qualität zu derjenigen ander— wärts gelieferten Brotes in einem teinszwegz vorteilhaften Gegensatz steht, hat schon zu manchen Klagen Anlaß gegeben, die von den Bäckern meistens mit dem Hinweis darauf ab— gewiesen wurden, von der Stadt sei nicht genügend Weizen— mehl zu erhalten und die Mehlpreise wollten in Gießen nicht mit den von der Kriegsgetreidegesellschaft beanspruch— den Schritt halten. Wir haben diesen Gegenstand bereits in Nr. 108 des„Gieß. Anz“ vom 8. Mai kurz gestreift, sprachen aber 2 der 8 die Ansicht aus, daß es nach unserer Kenntnis der Sachlage nicht angebracht sein könne, den! Gründen der unleugbaren Mißstände öffentlich nachzugehen. Im Publikum wurde nun gerade in der letzten Zeit wieder vielfach die Meinung vertreten, daß die Schuld dafür ledig— lich an der Organisation der Mehlverteilung durch Kommu— nalverband und Stadt liege. Im Interesse des Zutrauens zu der mühevollen, wichtigen Arbeit der in Betracht kom— menden Stellen sei deshalb festgestellt, daß sie an der miß— lichen Gestaltung der Dinge durchaus unschuldi g sind. Die„Oberhess. Volksztg.“ hatte am letzten Samstag ent- gegengesetzte Ansichten geäußert und bringt gestern eine ihr zugegangene Richtigstellung, der wir, da die Angelegen⸗ heit nun doch einmal angeschnitten ist, folgendes entnehmen: „Es wurde die Ansicht ausgesprochen, daß dies an mangelhafter Verteilung durch den Kommunalverband liegen müsse. Dies trifft jedoch, wie uns von anderer Seite mitgeteilt wird, keineswegs zu; wir haben uns vielmehr davon überzeugt, daß von seiten des Kom- munalverbandes die Verteilung ganz regelrecht und vorschrifts⸗ mäßig geschieht. Für die Monate April und Mai ist der Stadt sogar noch erheblich mehr Weizenmehl überwiesen worden, als sie zu beanspruchen hatte. Wenn trotzdem jetzt zu wenig vorhanden ist, so ist dies dadurch verschuldet, daß früher von den Bäckern zu viel Weizenmehl verbraucht wurde und zwar von der Menge, die zur Zeit der Beschlagnahne in den Händen er Bäcker war und von der Stadt bei diefen belassen wurde. Es wurde uns auch erklärt, warum jetzt das Mehl des Kommunalverbandes bei der Stadt noch so teuer ist; danach wären die Gießener, Bäcker daran auch nicht ganz unschuldig.“* „Weiter auf den Gegenstand einzugehen, halten wir einst— weilen nach wie vor für unzweckmäßig; es ist wohl anzuneh— men, daß sich die nächste Stadtverordnetensitzung damit befassen wird. ö * Zweite Schwurgerichts periode. dung der Spruchliste für die am 7. Juni 1915 beginnende II. Schwurgerich tsperiode wurden nachstehende Geschwo⸗ rene ausgelost: Karl Schäfer III., Beigeordneter in Wieseck, Anton Hanack III., Bürgermeister in Kirch-Göns, Ferdinand Zimmer, Kaufmann in Lauterbach, Karl Keutzer J., Kauf⸗ mann in Lauterbach, Rudolf Weiß, Gutspächter in Hof⸗Graß, 1 Heinrich Keller, Rentner in Ossenheim, Heinrich Georg Höres, Landwirt in Burg⸗Gräfenrode, Wilhelm August Keller, Land“ wirt in Bauernheim, Friedrich Weckerling II., Rentner in Friedberg, Geor Schultheiß, Bürgermeister in Bingenbeim, 8— Jung I., Landwirf in Nieder⸗Mörleu, Eduard Kr u mm, aufmann in Gießen, Ferdinand Philippi, Landwirt in Ob“ 1 Johannes Langstrof 1. Gemeinderechner in Sp⸗ pershofen, Georg Heinrich Sehrt II., Landwirt in Ettings⸗ hausen, Konrad Falk J., Bürgermeister in Steinfurth b. Bad Nauheim, Wilhelm Georgi, Rentner in Friedberg, Johannes Seibert XII., Bürstenmacher in Homberg a. d. Ibm, Philipp Corvinus, Spenglermeister in Friedberg, Heinrich Kappes III, Kaufmann in Grünberg, Wilhelm Hein rich Georg Böckel, Fabrikant in Friedberg, Martin Mickel, Landwirt in Ober⸗Mockstadt, Karl Viehl II., Müller in Rainrod Kr. Schotten, Johannes Weller, Zimmermeister in Leih⸗ gestern, Heinrich Wilhelm Schäfer II., Molkereidirektor in Altenstadt, Johann Philipp Ferdinand Dam m, Rentner in Friedberg, Fri 1 ig Zimmermeister in Steinbach b. Gießen, Wilhelm Jakobi V., Landwirt in Rodheim v. d. Höhe, Adolf Güngerich, Gutspächter in Engelthal bei Altenstadt. Amtliche Personalnachricht. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Junern wurde der Referendar Dr. Richard Nonweiler zu Mainz zum Negierungsassessor ernannt. Landkreis Gießen. Stockhausen(Lahn), 26. Mai. Eine Einbrecher⸗ bande trieb sich schon längere Wochen in den Waldungen von Stockhausen, Leun, Ulm und Holzhausen umher und hatte schon ver⸗ schiedene Einbrüche verübt. So hatten die Diebe im Walde ein Jagdhaus erbrochen, ihre alten Kleider zurückgelassen und Behufs Bil⸗ 5 21 R 1 7 gute Jagdkleider dafür angezogen und außerdem alle mö lichen Eßwaren, Wein und dergleichen mitgenommen. In Holzhausen wurde bei einem Gastwirt eingebrochen, 300 Mk., zwei Fahrräder und Eßwaren geraubt. Da sich die Einbrüche in der ganzahte 1 0 N 5 0** N 171. R 135 8 8 3 8 5 4 N breltete Gewitter niedergehen, doch dürsten wir morgen mit wolligem, doch meist trockenem Wetter zu rechnen haben. 1 1018: Wetteraussichten in Hessen am Freltag, den 28. Mat 3 Wolkig, meist trocken, etwas kühler, nordöstliche Winde. Gegend mehrten, wurde am 22. Mai von verschiedenen Förstern und Cendarmen ein Streifzug im Walde unternommen. Br. ster Zorn von Stockhausen hatte schon vorher eine Spur der Bande entdeckt. Die Förster Diehl und Zorn und Gendarm Kle⸗ mens serwischten einen der Bande vor der Hütte, die sich die Kerle in einem Dickicht hergerichtet hatten, als er gerade beim Essen war. Von allen Seiten umringt, gab er sich gefangen und erklärte, aus Essen zu stammen, ganz zufällig hierher gekommen zu sein und alles so angetroffen zu haben. Die Hütte, aus Tannen⸗ reisig gebaut, barg alle möglichen Lebensmittel, Wein, Butter, Eier, Ueberreste von gerupften Hühnern und sogar Südfrüchte wie Datteln und dergleichen, außerdem Material, Munition und Klei— Eirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbat ele am 20. Mai 1915 Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.20 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr. der. Der Verhaftete leugnete, einen Helfer zu haben, doch lagen sichere Anzeichen vor, daß ein solcher dennoch vorhanden war. Dieser hatte anscheinend irgendwo im Dickicht gesessen und noch vorher das Weite suchen können. Inzwischen soll“ er mit zwei Rädern in Nassau verhaftet worden sein. Der Festgenommene ist ein 28 jähriger militärpflichtiger Mensch, der sich 7 diesem Wege der Militärpflicht entzogen hat. Er wurde nach Braunfels in Untersuchung gebracht. 5 Kreis Büdingen. Nidda, 26. Mai. Heute erlitt hier der Arbeiter Friedrich Deichert von Kohden bei dem Neubau des Oimmelsbach'schen Sägewerkes sehr schwere Verletzun gen. Eine eiserne Welle fiel ihm auf den rechten Arm. Ueber 20 Arbeiter waren nicht imstande, dieselbe zu entsernen. Dies konnte erst mittelst eines Flaschenzuges geschehen. Der Werksührer legte dem Bewußtlosen einen Notverband an; die Schlagader war verletzt und der Arm völlig zerquetscht. 2 Kreis Lauterbach. h. Lauterbach, 26. Mai. Der Voranschlag der Kreiskasse des Kreises Lauterbach für das Rechnungs jahr 1915 ist gegen den Haushaltsplan für 1914 nahezu um das Dreifache gestiegen. Er betrug für 1914 in Einnahmen und Ausgaben 245 661 Mark, 1915 dagegen 607 463 Mark. Der Unterschied ist durch die vermehrten Ausgaben für die Kriegs- unterstützungen entstanden, für die der Kreistag 360 000 Mark bewilligt hat. Der geplante Straßenbau von Unterschwarz nach Langenschwarz wurde vom Kreistage zurückgestellt; seiner Fertig— stellung soll erst dann näher getreten werden, wenn die inter⸗ essierten preußischen Gemeinden einen entsprechenden Zuschuß zu den Baukosten gewährleisten. Im übrigen(ind für die Unterhaltung der Kreisstraßen im laufenden Jahre 96 750 Mark bewilligt, gegen 105000 Mark im verflossenen Geschäftsjahr. Die Beiträge der Gemeinden zur Kreiskasse betragen 124000 Mark, die der Staats und Provinzialkasse zu der Straßenunterhaltung 67627 Mark. Starkenburg und Rheinhessen. n. Darmstadt, 27. Mai. Die Technische Hoch schule hat in der Eingangshalle ihres Hauptgebäudes zwei künstlerisch ausgeführte Ehrentafeln anbringen lassen, von denen die eine ihren im Kriege gefallenen, die andere ihren im Kriege ausgezeichneten Angehörigen gewidmet ist. Beide Tafeln, oben halbkreisförmig geschlossen, zeigen in sarbiger Umrahmung drei Längsfelder, von denen das mittlere die Namen der gefallenen(oder ausgezeichneten) Mitglieder des Lehrkörpers und Verwaltungsbeamten- ver zeichnet, während die beiden Außenfelder die Namen der Studierenden in zeitlicher Folge enthalten. ö Hessen-Nassau. e ombüurg, 26. Mai. An Stelle des zurückgetretenen Geh. Kommerzienrats Cahensly wurde der Reichs- und Landtags- abgeordurts Dr. Dahlem Niederlahnstein) zum 1. Vorsitzenden der nassauischen Zentrumspartei gewählt. geführt. 2 land in mur auf Entente Lage zu lc. Frankfurt a. M. Schweinemarktberieh vom 28. Mai Außgetriechen waren 456 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 05 Lebendgewicht 118.00—128.00 Mk., Schlachtgewicht 148.00 150.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 Mer don tend 115.00 120.00 Wen 140.00— 150.00 Mt. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 118.00— 125.00 Mit., Schlachtgewicht 148.00 150 Pk.: vollstelschige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 00.00 00.00 Mt., Schlachtgewicht 00.00—00,00 Mk. Geschäft ziemlich lebhaft, geringer Ueberstand. le. Frankfurt a. M., 26. Mai.(Orig.⸗Telegr. des„Gieß. Bukarest, 27. Mai.. meldet: Das Eingreifen Italiens in den Weltkrieg gibt ihm zwei Möglichkeiten, und zwar eine Aktion gegen Oesterreich⸗Ungarn und eine gegen die Türkei. Von der ersten Möglichkeit wird Griechen⸗ Letzte Nachrichten. Wieder ein englisches Linienschiff in den Grund gebohrt. (WTB.) Konstantinopel, 27. Mai.(Nichtamtlich.) Meldung der Agence Milli: Das englische Linienschiff„Ma⸗ jestic“ ist heute früh vor Sed⸗ül⸗Bahr in den Grund gebohrt worden.— Die 0 rse! Triumph wurde nach einer amtlichen türtischen Mel⸗ dung von einem deutschen Unterseebosot herbei⸗ vorgestrige Versenkung des „Majestic“ war im Jahre 1895 vom Stapel gelaufen, hatte 15150 Tonnen, 18,5 Seemeilen Geschwindigkeit und 457 Mann Besatzung. * Die Haltung Griechenlands. Aus Athen wird halbamtlich ge⸗ seinen Entschlüssen nicht bestimmt. Wenn Italien daher nur gegen die Donaumonarchie Krieg führt und seine Aktionen die Adria beschränkt, sieht Griechenland keinen Grund, aus seiner früher angekündigten Neutralität herauszutreten. Auch die verlockenden Versprechungen der Entente vermögen Griechen⸗ land nicht zur Aufgabe der Neutralität zu bestimmen, weil die die Forderungen der gegenwärtigen Regierung nicht er⸗ füllte und die gewünschte Garantie für die Integrität des Landes nicht erteilte. Wenn aber Italien seine Aktionen nicht auf Oester⸗ reich-Ungarn beschränkt, sondern auch an den Operationen gegen die Dardanellen teilnimmt, und eine Aktion gegen Kleinasien unter⸗ nehmen sollte, die die Interessen Griechenlands berühren und fährden sollte, dann wird Griechenland sofort daran gehen, be. prüfen und alle zu Gebote stehenden Mittel und Wege zu ergreifen, um seine begründeten Interessen zu verteidigen. Verstimmung zwischen Rußland und Serbien. Bukarest, 27. Mai. Einer Meldung aus Sosia zu⸗ folge reiste der russische Gesandte in Nisch, Fürst Tru be tz⸗ koi, von dort ab, weil er von dem Verhalten Serbiens Rußland gegenüber unbefriedigt sein soll. Laut Zeitungs⸗ meldungen soll der Gesandte drohende Aeußerungen gegen Serbien gemacht haben. Venedig im Dunkeln. Lugano, 27. Mai. Seit dem Erscheinen der Taube liegt Venedig nachts stets im Dunkeln. Das Erscheinen der Taube wurde durch den Donner der Abwehrkanonen sowie durch zahllose Ge⸗ wehrschüsse angekündigt. gegen Arsenale und Gasometer. die herabgeworsenen Bomben in Brand gesteckt, doch konnten die Brände bald gelöscht werden. Den platzenden Bomben entströmte eine ölartige Flüssigkeit, außerdem warf der Flieger Druckschriften herab, in denen die Bevölkerung über den Verrat 2 geklärt wird. Genf, 27. Mai.„Journal“ meldet: Die italienische Regierung dampfer als Kriegstransportschiffe. Die Taube warf eine Anzahl Bomben Mehrere Häuser wurden durch Italiens auf“ mietete alle itglienischen Handels⸗ Anz.“)) Fruchtmarkt. Bei stillem Verkehr wenig Geschäft. Mais 59—60 Mk., Gerste lohne Handel, ausländische Kleie nicht offeriert. Die durch den Krieg mit Italien gänzlich verhinderte Einfuhr von Rohprodukten zur Futtermittelsabrikation macht die Besitzer von Ware zurückhaltend. le. Fraulfurt a. M., 26. Mai.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartosfelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 13,75 bis 14,00 Mk, im Kleinhandel Mk. 15,00— 16,00. Alles per 100 cg. ch. Bingen, 26. Mai. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Ak. 00, 0, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, deu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartosseln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mik. 00,00. Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mt. 45,50, Roggenmehl Mk. 3,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mt. 2,50, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1. 10. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Ein nordöstliches Tiefdruckgebiet erstreckt sich mit einem Aus- läuser über ganz Deutschland. Infolgedessen werden heute ver— eee eee Maandamandna aaa Die nützlichste Liĩiebesgabe ist der als Kraftigungsmittel sowie zur Linderung bei Magen- und Darmerkrankungen, insbesondere Durchfall tausendfach bewährte ärztlich empfohlene Kasseler Hafer-Kakao (Nur echt in blauen Schachteln nie lose!) .— 4 Dr. Weinreich; 8h Mott Um nicht minderwertige Nachahmungen in ähnlichen W— 5 60 Packungen zu erhalten, achte man stets auf den Namen„Dr. oeinreich— enäther Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschallamtes von den Hofhaltungen„ Sr. Majestät des Kaisers zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen Bekleidungsämtern und vielen Privathaushaltungen ständig verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel. Zu beziehen durch alle besseren 1 Drogerien, Apotheken, Partümerien. 1 Broschüren und Auerkennungsschreiben gratis durch die Fharmakon- Gesellschaft, Chemische Fabrik, Frankfurt a. M. Abgabe von Pachtgrundstücken. 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In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des landwirtschaftlichen Konsum Vereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Watzenborn-Steinberg eingetragen: An Stelle des verstorbenen Rechners Johannes Schäfer VI. zu Watzenborn ist Balthasar Damasky daselbst als Vorstandsmitglied gewählt worden. Gießen, den 21. Mai 1915. 4401 b Großherzogliches Amtsgericht. Tür Pferdebesuser Malsschrot Krob, als Exsab für Haser. fur Viebbesitger Malsschrot fein u, N. 50 per 50 kg mit Sac ab Babn Mainz gegen Nach- nabme oder vorher e. J. Schmitt, Dampfmußle. 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Mai 1915. 02834 Am 10. Mai starb den Heldentod fürs Vaterland infolge einer schweren Verwundung mein lieber, herzens- uter Mann, der treusorgende Vater seiner 2 Kinder, unser unvergehßlicher Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Schreinermeister Friedrich Müller Gefreiter im Landwehr-Inf.-Regt. 87, 10 Kompagnie im Alter von 35 Jahren. Iu tiefem Schmerz: Karoline Müller geb. Damm Familie Damm Ferdinand Müller, z. Zt. im Felde Albert Müller Familie L. Braun Familie W. Alten-Buseck, den 27. Mai 1915. Schreiner. Wiedersehen war seine Hoffnung. * 3 0 Die beste und praktischste Hacke ist Simpli-Hacke ohne Neil Alleinverkauf bei: — Eisen- und— J. B. Häuser, Neustadt 56 er Mee Wiederverkäufer 3 hohen Rabatt! 4317 a 3 Pfund 25 Pfg., aroße neue Suppen Sellerie, Stück d Glänzende Hellerfolge be Nervosität, Astuma, Schlaflosigkeit, Herz- und Magenleiden Nachkuten Ein andschaltliches Paradies. Kostlich reine nie drückende Gebirgs- und Waladlutt. Aerzte. 1913 9664 Kurg. Dir. 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