e Ischeint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchenklich Gießener Famllienblätter; nnn latt fur den kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche eitfragen Jerusprech⸗ Anschlüsse: für die Schristletung!12 Verlag, Geschäftsstelle5! Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tages nummer bis vormittags 9 Uhr. —— (WTB.) Großes ti 25. Mai Gumtlich 5 Hauptquartier, 25. Mai. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generalobersten v. Macken sen gestern nördlich von Przemyfl die Offensive erneut aufgenommen. Der Angriff führte wieder zu einem vollen Erfolg. Die stark befestigten Orte Drohojow, Ostrow, Radymno, Wysecko, Wietlin, Makowiste und die Höhen nordwestlich Bobrowka sowie östlich Cetula wurden stürmender Hand genommen. Bisher fielen 153 Offiziere und über 1000 Mann als Gefangene, 0 1 39 Geschütze, darunter 9 schwere, und mindestens 40 Ma⸗ de 8 Truppen in unde. Die Russen erlitten außergewöhnlich hohe Verluste. 235 Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Dubissa östlich Rossienje griffen unsere Trup⸗ hen gegenüberstehende starke russische Krüfte qu, schlugen sie und warfen sie unter empfindlichsten Verlusten über gen Fluß. 2240 Gefangene und fünf Maschinengewehre wurden erbeutet. Weiter südlich scheiterten mehrere teilweise sehr heftige russische Angriffe aus der Richtung Eiragola unter großen, blutigen Opfern für den Gegner. Westlicher Kriegsschauplatz. %% In Flandern setzten wir gestern unsere Angriffe in Richtung Npern fort, erstürmten die Blamenghe⸗ Terme. das Schloß nördlich Wieltje, die Belleweerde⸗ Ferme und näherten uns Hooge. Bei diesen Kämpfen fielen „ und zwei Maschinengewehre in unsere Südlich Armentières, zwischen Neuve Chapelle und Ginenchy und närdlich der Loretto⸗ Höhe wurden feindliche Teilangriffe blutig abgewiesen. Bei Neuvi kamen in einem Graben bereitgestellte Sturmtrupp Feindes durch unser Artilleriefeuer nicht zur Entwicklung. In Cambrai wurden durch Bombenwurf eines französi⸗ schen Fliegers beim Verlassen des Gottesdienstes fünf Fran. zosen getötet und zwölf Franzosen schwer verletzt. Bel St Quentin schossen wir ein feindliches Flugzeug herunter. Oberste Heeresleitung. *** 1 Wie um uns für die verdüsterte Stimmung wegen des italienischen Treubruches zu entschädigen, durften wir gestern einen Siegestag feiern. Die Einzelheiten über die Erfolge der österreichischen Flotte an der italienischen Küste deuten darauf hin, daß unsere Verbündeten zur See gut geführt und von einem tapferen, schneidigen Geiste beseelt sind. Näheres finden unsere Leser an der Spitze des zweiten Blat— g les. Noch folgenschwerer ist aber wohl der neueste glänzende Sieg des Generalobersten v. Mackensen über die Russen nördlich von Przemysl. Bekanntlich hatten deutsche Truppen dort Jaroslau genommen und an vielen Stellen den San überschritten. Dann war eine Gefechtspause eingetreten, und es hatte den Anschein, als ob die Russen, wie an der Rawka und Bzura, sich gut verschanzt und zum Widerstande sich vorbereitet hätten. Zeit war für sie wahrlich genug vorhan- den, um die Sanlinie! zu befestigen, allerdings war das Uebersetzen deutscher und österreichisch-ungarischer Truppen für die Russen ein großer Nachteil, da sie in ihren Vorberei— tungen aufgehalten und ständig bedroht wurden. Nun hat der schneidige deutsche Führer wieder zum Schlag ausgeholt, und gleich am ersten Tage des Angriffes erreichte er einen weittragenden Erfolg. Er durchbrach die russische Front, indem er nicht weniger als 21000 Gefangene machte, den Russen außergewöhnlich schwere Verluste beibrachte und reiche Siegestrophäen erbeutete. Die in dem deutschen Ta— gesbericht genannten Orte liegen teils auf dem linken Ostrow und Radymno), teils auf dem rechten Sanufer. Es ist anzunehmen, daß der neue Durchbruch wieder zur Flucht der Russen auf ausgedehnten, Frontlinien führen wird. Przemysl wird auch von Norden her eingeschlossen werden, und nachdem die deutsche und österreichisch-unga— rische Offensive so kraftvoll eingesetzt und beständig mit vollen Kräften zu Verfolgungsmärschen geführt hat, kann kein weifel darüber gehegt werden, daß unsere Heerführer in Galizien ganze Arbeit zu machen gedenken. Mit größter 15 erwarten wir nun die neuen Tagesberichte. Mehr und mehr zeigt sich, daß die Kampfkraft der russi⸗ schen Heere, die 1 Schauplatz nachhaltigen Wider— stand mehr leisten können, gebrochen ist. Wenn Rußland be— siegt und zum Frieden gezwungen werden kann, wird trotz der italienischen Einmischung der Krieg nicht mehr all- zulange dauern.. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 25. Mai.(W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlich d verlautbart, den 25. Mai, mittags: In Mittel- galizien greifen die verbündeten Armeen an der ganzen Front von Sieniawa bis zum oberen Dujester starke russische e an. Die Armee des Generalobersten v. Macken sen, deren Verband das österreichisch-ungarische 6. Korps kämpft, Nadymno genommen und ist östlich und südöstlich dieser „ General⸗Anzeiget notattonsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und steind uck Ein neuer Durchbruch durch die Das erfolgreiche Vorgehe hat ff f jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. aussch'. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. für Oberhessen ei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. e 277CC e ä 1 5 * 1 7 7 0 Mittwoch, 20. Mai 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. russische Stadt gegen den San vorged i zahlreiche Angriffe das verlor i suchte, wurde überall geworft gen. Der Feind, der durch Terrain zurückzuerobern ver— verlor an 21000 Ge⸗ angene, 39 Geschütze und über 40 Maschinen⸗ ge wehre. Die Armeen alls und Böhm-Ermolli, die südöstlich Przemysl bitterten Kämpfen Naum 90 und den Gegner egen die Blonia⸗Niederung zurückgeworfen. Der Augriff wird auf der gauzen Front fortgesetzt. Die sonstige Lage auf dem nordöstlichen Kriegsschanplatz hat sich nicht geändert. a Im Südwesten sind an Grenze da und dort kleinere fein lich Alpini, über die Greuze vorgegangen. Wo sie auf unsere Stellungen stießen und augeschossen wurdeu, kehrten sie um. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 0 Berlin, 26. Mai. Unter der Ueberschrift„Im Kampfe um Przemysl“ läßt sich das„Berliner Tage— blatt“ aus Eperjes melden: Die verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen drängen trotz der neu in den Kampf gebrachten Verstärkungen der Russen den Feind Schritt für Schritt zurück. Besonders bei den Kämpfen um Suciel, um das unsere, Truppen schwer kämpfen mußten, sind die Verluste der Russen sehr groß. Die Verzweiflungs— versuche der Russen, ihre Stellungen zu behaupten, unge— heuer. Oestlich Przemysl in der Richtung Balice und Stoce— bezjeke erreichten unsere Truppen schon die zsweigleisige Bahnstrecke, die Przemysl mit mberg verbindet. vorstossen, haben unter er— der Tiroler und Kärntner dliche Abteilungen, hauptsäch— annover, 25. Mai.(WTS. Nichtamtlich.) Der Kai⸗ ser verlieh General Emmich in Anerkennung seiner Verdienste auf dem galizischen Kriegsschauplatz das Eichenlaub zu dem bei Lüttich erworbenen Orden„Pour le mérite“. Anszeichnung des Befehlshabers der deutschen Südarmee. Berlin, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ober— befehlshaber der deutschen Südarmee, General der Infan— terie v. Linsingen, gibt folgende allerhöchste Kabinetts— order bekannt: „In heldenhaften Angriffen nahmen die Ihnen unterstellten Truppen an der Wende der Monate Januar-Februar die russi⸗ schen Stellungen im oberen Opor⸗Tale und den Wyskow-Sattel. Nicht der Feind, sondern Kälte und Schnee brachten ihren Sieges⸗ lauf im unwegsamen Hochgebirge zum Stehen. Aber keine Unbill der Witterung, kein übermütiger Angriff haben sie zum Aufgeben. auch nur eines Fußes Breite des gewonnenen Geländes zu zwingen vermocht. Jetzt, bei freundlicherem Himmel, setzen sie ihren Sturm talabwärts mit glänzendem Erfolge fort. Als Zeichen meiner An- erkennung für solche Leistungen verleihe ich. Ihnen den Orden pour le mérite, dessen Insignien Ihnen beifolgend zugehen.“ Großes Hauptquartier, im Mai 1915. (gez.) Wilhelm. „Es gereicht mir zur aufrichtigen Freude, den gnädigen Erlaß des Kaisers und Königs von Preußen bekanntgeben zu können. Ich werde die schöne Dekoration mit Stolz als Anerkennung für die unvergleichlichen-Leistungen der mir unterstellten Truppen tragen und gebe mich der Erwartung hin, daß die Südarmee weiter die allerhöchste Zufriedenheit der beiden obersten Kriegsherren erringe. (gez.) Linsingen. *** Ein Bericht Freuchs. London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) French berichtet von gestern: Unsere Artillerie brachte heute drei deutsche Bat⸗ terien zum Schweigen. Oestlich von Ypern entwickelten die Deutschen frühmorgens Infantericangrifse unter dem Schutze gif⸗ tiger Gase, während die Artillerie gleichzeitig mit Stsckgasen ge⸗ füllte Geschosse abfeuerte; unsere Truppen waren gezwungen, einige Laufgräben zu räumen. Der Feind drang an ein oder zwei Stellen durch unsere Glieder; der Kampf dauert noch an. Teile der ursprünglichen Linie wurden zurückerobert. Die englischen Verluste. London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die neueste Verlustliste gibt 320 Offiziere und 3450 Unteroffi⸗ ziere und Mannschaften an, darunter fast 500 Mann vom Linienschiff„Goliath“. Die englische Kritik. London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegskorre⸗ spondent John Buchmann meldet den„ i mes“ aus dem briti⸗ schen Hauptquartier: Der Feind besitzt eine er staunlich mächtige Maschinerie, und wenn wir uns nicht eine Maschinerie von gleicher Kraft verschaffen können, wird ex die überlegene Gesechtskraft unserer Soldaten zunichte machen. Seine Maschinerie besteht aus einer großen Zahl schwerer Geschütze und Maschinengewehre und einem anscheinend unbegrenzten Vorrat hochexplosiver Geschosse. Wer die Geschichte aufbrachte, daß den Deutschen die Geschosse ausgingen, leistete der Sache der Alliierten einen grausam schlechten Dienst. 2 i Die„Daily Mail“ berechnet in einem Leitartikel, in wel— chem das Blatt Kitchener erneut angreift, daß die Engländer ta g lich 200 Mann an Toten und Verwundeten verlieren. 8„ Front bei Przemusl. ider österreichischen Flotte. Die Abreise des Fürsten Bülow von Nom. Lugano, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) die Ab- reise des Fürsten Bülow von Rom ging gestern um! 9 Uhr 30 Minuten abends ohne jeden Zwischenfall vor sich. Der Sonderzug bestand aus einem Salonwagen, Speisewagen, Schlafwagen, und mehreren Wagen erster und zweiter Klasse. Mit demselben Zuge, mit dem das Fürstenpaar Bülow abfuhr, ist auch der preußische Ge— sandte beim Vatikan abgereist, da die Geschäftsfüh—⸗ rung der deutschen Missionen beim Vatikan nach Lu- gano verlegt wird, während die Fiktion aufrecht erhalten wird, als verblieben die Gesandtschaften selbst in Rom. Deshalb reiste in einem zweiten Sonderzuge, der dem! bayerischen Gesandten am Quirinal, von der Tann, zur Verfügung stand, auch der bayerische Gesandte am Vatikan, Baron Ritter, ab. Das Benehmen der italie⸗ nischen Bevölkerung, sowohl bei der Fahrt zum Bahnhof, wie bei der Abfahrt des Zuges, war muster⸗ gültig. Keiner der mehr als 150 Deutschen, die mit den beiden Zügen abreisten, wurde belästigt. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfall. Lugano, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Son⸗ derzug des Fürsten Bülow ist heute vormitlag 3½¼ Uhr hier durchgefahren. Ein zweiter Sonderzug mit den Bot— schaftern Oesterreich-Ungarns und der Türkei folgte eine Stunde später. Der preußische und der baye⸗ rische Gesandte beim Vatilan, die sich in dem Zuge des Fürsten Bülow befanden, sind im Grandhotel abgestiegen. Berlin, 26. Mai. Fürst Bülow äußerte sich auf der Fahrt nach Berlin dem Korrespondenten des„Berliner Tageblatts“ in scharfen Worten gegen die italienischen Mi⸗ nister, hielt aber das Volk im großen und ganzen für irre⸗ geleitet und warnte davor, Regierung und Volk in einen Topf zu werfen. Die Zeit könne vielleicht einmal kommen, wo die Mäßigung eine künftige Wiederverständigung erleichtern werde. llem müsse man den Schimpfartikeln der Hetzpresse nicht allzuviel Bedeutung beimessen. Berlin, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Zei⸗ tungsmeldung forderte und erhielt der italienische Botschafter in Berlin, Bollati, seine Pässe. 0 Französische Freude über Italiens Vorgehen. Paris, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der, Agence Havas. Der Kriegsminister hat an die Ge⸗ nerale Joffre und Gourand folgendes Telegramm m' gerichtet: 3 5 Wir erhalten von unserem Botschafter in Rom eine Depesche, daß Italien sich ab 24. Mai mit Oesterreich-Ungarn als im Kriege befindlich betrachtet. Unsere Truppen werden die Nachricht von dem Eingreifen unserer lateinischen Schwester mit freudiger Begeisterung aufnehmen. Italien erhebt sich, um an unserer und unserer Verbündeten Seite den Kampf für die Zivilisation gegen die Barbarei zu führen. Indem wir unseren Waffenbrüdern von gestern und morgen einen herzlichen Will⸗ komm bieten, begrüßen wir in ihrer Intervention ein neues Pfand unseres endgültigen Sieges. Der Krieg im Trentino. Berlin, 26. Mai. Nach der„Vossischen Zeitung“ wird eng⸗ lischen Blättern gemeldet: daß starke österrerchische Streitkräfte im Grenzgebiet des Trentino zusammen⸗ gezogen seien, wo sie starke Laufgräben inne hätten. Die feindliche Hauptmacht befinde sich ½ Meile gegenüber den Oesterreichern. Ein italienischer Bericht. Rom, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agen⸗ zig Stefani. Das Kriegsbulletin meldet über die Operationen am 24. Mai in Kärnten und Friaul: An der Grenze von Kärnten eröffnete die österreichisch-ungarische Artillerie am 23. Mai 7 Uhr abends das Feuer gegen unsere Stellungen, ohne Resultate zu erzielen. Am 24. Mai feuere unserte Artillerie auf die Stel⸗ lungen der feindlichen Artillerie. Längs der Grenze von Friaul rückten unsere Truppen überall im feindlichen Gebiete vor, wobei sie nur schwachem Widerstand begegneten. Wir besetzten Crapo⸗ retto, sowie die Höhen zwischen Judrio und dem Isonzo mit den Ortschaften Cromons, Versa, Cervignano und Terzo. Der Feind zog sich zurück, indem er die Brücken zerstörte und die Häusen niederbrannte. Unsere Torpedobootszerstörer eröffneten das Feuer gegen eine feindliche Abteilung in Portobuso und landeten Trup⸗ pen, welche 70 Oesterreicher gefangen nahmen. Die Gefangenen wurden nach Venedig gebracht. Unsere Verluste sind: ein Mann tot, einige wenige verwundet.(gez.) Cadorna. Die Erkrankung des Königs von Griechenland. Berlin, 26. Mai. Geheimrat Kraus, der an das Krankenlager des Königs von Griechenland berufen worden ist, hat laut Berliner„Lokalanzeiger“ die Reise nach Athen gestern nachmittag angetreten. * 2* Feindliche verluste zur See. Das englische Linienschiff„Triumph“ im Golf von Saros gesunken. Konstantinopel, 25. Mai.(8 TB. Nichtamtlich.) Das englische Linienschiff Triumph ist heute nachmittag im Golf von Saros torpediert worden und gesunken. Das russische Panzerschiff„Panteleimon“ durch ein türtisches Unterseeboot versentt. Konstantinopel, 25. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Die Nachricht vom Verluste des Panzerschiffes der russischen — 3 Flotte im Schwarzen Meer„Panteleimon“ war bis jetzt nur aus ausländischen Telegrammen bekannt geworden, nun erst wird hier amtlich mitgeteilt, daß das Panzerschiff von einem türkischen Unterseeboot versenkt wor⸗ ist. Die Türkei hat bisher das Vorhandensein des Untersee⸗ bootes, solange nicht das Ergebnis seiner Tätigkeit bekannt war, verheimlicht. * Eine amerikanische Note an China und Japan. London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det aus Peking: Die Vereinigten Staaten haben hier eine Note überreichen lassen, in welcher es heißt, Amerika könne lein Abkommen zwischen China und Japan anerkennen, das die Vertragsrechte der Vereinigten Staa⸗ ten und ihrer Bürger in China, die politische und territoriale Integrität Chinas oder die Politik der offenen Tür verletze. Eine gleichlautende Note ist Japan überreicht worden. London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Tokio: Der Minister des Aeußern Baron Kato erklärte im Parlament in Beantwortung von Interpellationen: Die Re⸗ gierung schloß ein Komppomiß mit China, um einen Krieg zu vermeiden. Die Rückgabe von Kiautschau war beschlossen, ehe die Verhandlungen eröffnet wurden. Keine fremde Macht hatte eingegriffen. Kriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten) Auf dem Wege zur Zserschlacht. Großes Hauptquartier, 21. Mai. Der Kanonendonner der französisch-englischen Maioffensive im Frontabschnitt bei Arras begleitete uns auf der Fahrt nach . zu, von wo schon von ferne das Nachgrollen der dortigen umpfe uns entgegentönte. An einer Schlacht vorbei, so gewaltig, wie sie noch im 70 er Kriege nicht möglich gewesen wäre, ging es der Stätte des Ringens um den Merabschnitt zu, wo seit Monaten der Kampf hin⸗ und hergewogt hat, bis wir jetzt unsere Linie in einem entscheidenden Vorstoße vorwärts getragen haben. Schon auf dem Bahnhof von Roesselare kommt man mit den Ereignissen in unmittelbare Fühlung. Als unser Zug ein⸗ lief, wurde gerade auf einem Nebengeleise ein Teil der Beute verladen. Ich sah hier zum ersten Male die schweren kanadischen Gewehre, deren Schloß von denen aller übrigen kriegführenden Mächte, auch von den englischen, erheblich abweicht. Ganze Wagen voll, ferner Seitengewehre, englische, französische und vereinzelte belgische Gewehre und Karabiner, Kisten mit Infanteriemunition. und Tornister, wurden hier verstaut, um nach Deutschland ab⸗ gefahren zu werden. Am andern Ende des Bahnhofs sammelten sich Leichtverwundete, welche die Nacht hindurch im Gefechte ge⸗ wesen waren und einen englischen Angriff auf einem Grabenabschnitt erfolgreich und mit ganz geringen Verlusten abgewiesen hatten. Die meisten von ihnen hatten den Weg zum ersten Verbandplatz zu Fuß zurückgelegt, viele noch dort den Platz im Krankenauto⸗ mobil Kameraden abgetreten, die ermüdeter waren als sie selbst. Trotzdem sie alle etwas abbekommen hatten, waren sie in vor⸗ züglicher Stimmung und die Freude strahlte ihnen aus den Augen, daß sie den in starker Uebermacht aufgetretenen Feind so glänzend geworfen hatten, ohne einen Zoll zurückzuweichen. Manche freuten sich freilich auch auf die paar Wochen wohlverdienten Heimaturlaubs; namentlich ein junger Thüringer schwärmte von dem Wieder⸗ sehen mit seinem alten Vater und seinen lieben Bergen, von denen er neun Kriegsmonate lang getrennt gewesen war. Er hatte im Nahkampfe den Splitter einer Handgranate durch beide Backen bekommen, doch war die Verletzung sehr leicht. Die meisten anderen waren nicht zum Gefochte Mann gegen Mann gekommen, da der Ansturm des Feindes etwa 60 Meter vor ihrem Graben im flankierenden Maschinengewehrfeuer eines benachbarten Grabens zusammengebrochen war. Es war schon taghell gel 5 die Vorgänge genau beobachten können.„Sie fielen wie die chneeflocken. Keine zwei Dutzend Mann können von der ganzen Kompagnie zurückgelommen sein. Den Reserven verging die Lust, mit uns anzubinden, als sie das gesehen hatten.“ Einzelnen indessen war es gar nicht recht, daß sie vom Kriegs platze scheiden sollten; einem jungen Offizier, der selbst die Hand in der Binde trug und der sich teilnahmevoll erkun⸗ digte, wie jeder der Mannschaften zu seiner Verwundung gekommen war, übermittelte ein iegsfreiwilliger die Bitte, nicht ab⸗ transportiert zu werden, sondern beim Regimente bleiben zu dürfen. Die kleine Geschichte, ein Streisschuß am Arme, werde doch in 14 en geheilt sein. Er und andere behaupteten, sie hätten, nachdem die Kanadier nun ihr Teil abbekommen hätten, noch eine Rechnung mit den Schwarzen zu begleichen. Wenn es gegen die Kerle losgehe, müßten sie dabei sein. Eine Rote⸗Kreuz⸗ Schwester, deren Unermüdlichkeit ich bewunderte, ging fortwährend durch die Reihen der Verwundeten und verteilte Erfrischungen. Bald darauf sah ich im Kloster der Redemptoristinnen feind. liche Verwundete, Kanadier, Engländer, Marokkaner, Belgier und Franzosen, Die Belgier, die in. einem besonderen Saale unter- gebracht sind, befinden sich in der beneideten Lage, Besuch von, ihren im Okkupationsgebiete wohnenden Angehörigen empfangen zu dürfen. Mütter, Väter, Geschwister und Bräute waren aus der Nachbarschaft und zum Teil auch aus weiterer Entfernung herbei⸗ gekommen und hatten in großen Körben Nahrungsmittel und andere Dinge mitgebracht, mit denen sie ihre Verwundeten zu er⸗ freuen hofften. Unter diesen Leuten herrschte eine befriedigte, teil⸗ weise still glückselige Stimmung. Was sich die Soldaten von jen⸗ seits und die zurückgebliebenen Angehörigen von diesseits der Yser gegenseitig berichten konnten, das stärkte nur die beiderseitige Mei⸗ nung, daß die Teilnahme am Kriege vom belgischen Standpunkte aus ein Wahnsinn war. Und sie alle waren froh. Die einen, daß sie aus dem Kriege heraus waren, mehr oder weniger heil, die an⸗ deren, daß sie ihre Angehörigen wieder hatten. Unter den Soldaten befanden sich auch einige belgische Zivillisten, die aus den vom Feinde beschossenen Dörfern hierher gebracht worden waren, dabei ein Knabe, dem ein Granatsplitter die Hand durchschlagen hatte. Wimmernd in seinen Träumen lag das Kind angekleidet cuf dem Bette und die harten Krieger ringsum dämpften die Stimmen und 2 auf den Zehen durch den Raum, um seinen Schlaf nicht zu stören. Im Hofe sitzt, in der bekannten Hockstellung der Orientalen, ein moroklauischer Scheich mit verwittertem Gesichte. Er kann ein puar Worte französisch und ich frage den weißhaarigen Turbanträ⸗ ger, wie alt er sei.„Etwa fünfzig Jahre“ antwortet er. Das kann nicht stimmen, er muß viel älter sein. Aber vielleicht weiß er es nicht besser, Den Mitgefangenen hat er erzählt, daß er vier Frauen und so viel Kinder zu Hause habe, daß er deren genaue Anzahl nicht angeben könne. 4 Ein älterer Franzose, der an zwei Stöcken zwischen den Blumenbeeten herumhumpelt, ist mir unendlich dankbar für ein wenig Tabak, das ich ihm schenke. Der arme Kerl, ein Familien- vater aus der Umgegend von Verdun, hat seit den ersten Tagen des Krieges keine Nachricht mehr von seinen Angehörigen emp- sangen. Erst seit er in den Händen der Deutschen ist, weiß er, daß sein Dorf, welches er weit entfernt vom Kampfe wähnte, seit Monaten in der Feuerzone liegt. Ein Wort von Weib und Kind, dann wäre er glücklich. Oder wenn sein Dorf im deutschen Okku⸗ pationsgebiete läge, dann ware er beruhigt. Er ist so froh, daß ihn die Deutschen als„Kameraden“ behandeln und Achtung vor seinem Alter haben.„Wüßten es meine französischen Kameraden in der Schützenlinie, wie gut die Deutschen zu uns sind, dann wür⸗ den sie sich alle ergeben. Wir wissen ohnehin nicht, wofür wir diesen Krieg führen.“ 0 Ein ganz jugendlicher, unentwickelter englischer Fabrikarbeiter aus Birmingham, der gestützt von einer Schwester durch den Garten geht, hat sich wie viele seinesgleichen als Soldat anwerben lassen, weil er seit Beginn des Krieges arbeitslos war und nicht wußte, wovon er leben sollte. Nach drei Wochen Ausbildung ist er schon wesen und man 9. r N e 5 in die Schlacht gekommen, in der es seinem Regimente sehr schlecht ergangen ist. Aber alle diese Di liegen weit hinter ihm, sein Sinn ist nur auf die Ewigkeit gerichtet. Er ist seit ein paar Tagen katholisch geworden und trägt ein silbernes Kreuz um den Hals. „Ja,“ bestätigt die flämische Schwester? mit Genugtuung,„wir machen auch Krieg. Krieg für das Kreuz Christi.“ Von zwei Kanadiern möchte der eine als„Kollege“ genommen werden. Wenigstens behauptet er, daß er Kriegskorrespondent sei und nur als solcher das Gewehr ergriffen habe und in die vor⸗ derste Linie gegangen sei. Wie weit das richtig ist, läßt sich nicht nachprüfen, denn der Mann kann der Unterhaltung nur schwer folgen, da er einen schlimmen Hirnschuß erhalten hat. Aber aus seinen und seines Landsmannes Mitteilungen geht das eine her⸗ vor: Die Kanadier sind tief traurig und enttäuscht. Traurig, weil ihre stolze Division von den Deutschen, die man ihnen als ganz minderwertige, verhungerte Soldaten geschildert hatte, so fürchter⸗ lich aufgerieben worden ist, daß nichts mehr von ihr übrig blieb. Enttäuscht, weil das Mutterland England, welches seine Kolonien zum„Kulturkampfe“ gegen die Deutschen aufgerufen hat, die Kana⸗ dier ebenso wie die Kolumbier nicht als gleichberechtigt betrachtet hat:„Zuerst treibt man die Schwarzen vor, dann werden die Kanadier und Kolumbier dorthin geschickt, wo die Hölle am hei⸗ ßesten ist. Und erst, wenn wir unser Blut verschwendet haben, wagen sich die Herren Engländer vor.“ Das ist eine zu späte Erkenntnis. Uebrigens sagten das nicht nur diese beiden Kanadier, sondern auch sonst war die Entrüstung über diese verächtliche Behandlung bei den Kanadiern und Kolum⸗ biern, die gefangen eingebracht wurden, allgemein. Aber die Eng⸗ länder selbst machen aus ihrem Herrendünkel gar kein Hehl. Der Stadtkommandant erzählte mir, als wir über den Marktplatz gin⸗ gen, auf welchem gerade ein aus dem Orte scheidendes Regiment den Pilgerchor aus Tannhäuser spielte, wie er hier vor einigen, Tagen die Tausende der weißen und gelben und schwarzen Ge⸗ fangenen habe sortieren 19981 Als er gerade einen sehr hoch⸗ näsigen jungen englischen Offizier vernahm, wurde ein Senegal⸗ neger vorbeigeführt, der sich aus Angst fortwährend erbrach, denn er glaubte bestimmt, die Deutschen würden ihn erschießen. Auf dieses verlockende Beispiel eines Bundesgenossen wies der Stadt⸗ kommandant den eingebildeten Engländer hin.„O,“ erwiderte dieser,„das ist für uns Schlachtvich, die treiben wir mit der Reit⸗ peitsche vor uns her. Der Rest des Krieges ist für uns Sport!“ Diese Antwort entrüstete den deutschen Major so, daß er den Eng⸗ ländern eine heilsame Lektion zu erteilen beschloß. Er ordnete an, daß bei dem Abtransport der Gefangenen jedem englischen Offi⸗ zier einer der lieben schwarzen Waffenbrüder in das Eisenbahn⸗ abteil gesetzt wurde. Tem gemütvollen„Sportsmann“ aber wur⸗ den zwei ausgesuchte Nigger für die Reise mitgegeben.„Bis der nach Deutschland gekommen ist, war die„Entente“ sicherlich be⸗ sonders herzlich geworden und der Ernst des Kriegssportes ist dem Jüngling inzwischen wahrscheinlich aufgegangen“ 8 Roesselare mag in Friedenszeiten eine stille, fleißige Klein⸗ Sadt sein. Nun ist all ihr eigenes Leben tot, während bei Tag und Nacht der Krieg, der so nahe vor ihren Toren lärmt, durch ihre Gassen zieht. Fortwährend, ohne Unterbrechung, zittern die Fensterscheiben unter dem Anschlag der Geschütze. Gar nicht fern am klaren Horizont sieht man die Wolken der Schrapnelle. Selbst bei Nacht hallt Kommandoruf und der Schlachtgesang durchziehender Truppen durch die Straßen und Plätze. 5 Ich hatte in einem Hause, von dem es sich lohnt, mehr zu erzählen, eine unruhige Nacht, denn immer wieder ermunterta mich das Pferdegetrappel und die Zurufe der Kolonnen, die an meinem Fenster vorüberzogen. Und kaum, daß der Tag graute, weckte mich das Bellen von Geschützen aus nächster Nähe und ein rasselndes Geklapper auf benachbarten Dächern. Ich hob den Vor⸗ kang des Fensters. Zwei feindliche Flieger, die dem Bahnhofe zustrebten, wurden durch unsere Abwehrbatterien vertrieben und über die Dachziegel 1 7— die bleiernen Schrapnellkugeln. Auf der Straße flüchteten ein paar Mädchen, die den Bürger⸗ steig gefegt hatten, in die Deckung der Haustore. Ein Zug Artille⸗ risten zog mit einem Munitionswagen singend und unbekümmert seines Weges. Es war Zeit, aufzustehen und aufzubrechen nach den ruhmbeglänzten Kampfesfeldern an der Yeerfront. W. Scheuermann, Kriegsbe⸗ Im felde erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. um eine Unterbrechung in der ustellung zu vermeiden, wolle man den feldpost/Be⁊ug lles Gleßener Hnzelgers für monat juni schon jetzt erneuern Alle postamter nehmen dic Bestellung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt mk. 1.07 einschlicßlich der Um⸗ schlag⸗ocbühr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die beschaftsstelle des Gießener Anzeigers Aus Stadt und Cand. Gießen, 26. Mai 1915. * Hessischer Landes⸗Lehrerverein. Am 25. Mai fand in Mainz die tesjährige Vertreter versammlung des Hess. Landes-Lehrerver⸗ eins statt. Von den 101 Bezirksvereinen des Vereins waren 98 durch 186 Mitglieder vertreten. Ein stattlicher Teil der Versammlung befand sich in Uniform, ein äußeres Zeichen, wie sehr auch die Lehrerschaft am Kriege beteiligt ist. Die Tagung stand überhaupt unter seinem Zeichen. Der Vor⸗ sitzende, Hauptlehrer Bach⸗Mainz, wies die große Zahl der im Felde Lehrer hin(bekannt fin die 3 von 18 n e Behn aber quch erfüllt von Stolz gedachte ihrer die Versammlung. Diese drückte ihren Dank und ihre Anerkennung für die kämpfen⸗ den wie die gefallenen Brüder dadurch aus, daß sie dem Vorschlag des Vorstandes zustimmte, eine allgemeine Hilfs⸗ lasse durch Verschmelzen der bisherigen Hilfskasse mit der Kriegsfürsorgekasse für die Hinterbliebenen der im Kriege efallenen und der in ihrer Diensttauglichkeit chädigten ö ** 5 A 1. 8 Darmstadt zum Stellver bmant stadt zum 1. und Senz-Mainz zum 2. wählt. Zu Beisitzern wurden Jöst⸗Offe dingshain wieder- und Kochhasen⸗Ober⸗ gewählt. Dem Geiste der Zeit entsprach es, daß alle stände der Tagesordnung eine rasche Erledigung Mit einer lernigen Ansprache des Vorsitzenden und e begeisterten Hoch auf das deutsche Vaterland schlo Versammlung unter Absingung des Liedes„Deutse Deutschland über alles“. ö 12 Im Anschluß an die Vertreterversammlung fand gl. zeitig die Hauptversammlung des Feuerversich rungsverbandes hessischer Lehrer statt. No dem durch den Direktor, Lehrer Gg. Dern, Neu-Isenburg erstatteten Rechenschafts bericht zählt der Verband jetzt 2119 Mitglieder, die mit 12 652 991 Mk. versichert sind Nur 12 kleinere Brandschäden mußten mit einem Betrag von 295.70 Mk. reguliert werden, so daß ein Reingewinn von 8657.33 Mk. erzielt werden konnte. Der Reservefon ist auf 58 294.31 Mk. angewachsen. Im Bewußtsein natio- naler Pflichterfüllung wurden 1000 Mk. auf die erste und 10000 Mk. auf die zweite Kriegsanleihe gezeichnet. Nach der von Lehrer Te e vorgelegten Jahresrechnung betrugen die Aktiva nach der Bi 1 vom 31. Dezember 1914 67 054.89 Mk., die Passiva 58 397.56 Mark, die Geschäftslasten 4154.10 Mk. Die Rechnung war durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats geprüft worden, und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Rein⸗ gewinn wurde in der Weise verteilt, daß den Lehrer⸗ wohltätigkeitsanstalten 800 Mk., der von den hessischen Leh⸗ rern neugebildeten Kasse für Lehrer-Kriegsfürsorge 4000 Mk.(vorbehaltlich der Genehmigung des Reichsauf⸗ sichtsamts) und der Rest dem Reservefonds überwiesen wurde. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Hart⸗ mann⸗Gießen und Dirlam Niedereschbach wurden wiedergewählt. N 3 * Der Postverkehr zwischen Deutschland und Italien ist gänzlich eingestellt und findet auch auf dem Wege über andere Länder nicht mehr statt. Es werden daher keinerlei Postsendungen nach Italien mehr angenommen, bereits vorliegende oder durch die Brief⸗ lasten zur Einlieferung gelangende Sendungen werden den Absendern zurückgegeben. Der private Telegraphen⸗ und Fernsprechverkehr nach und von N ist ebenfalls eingestellt. Brotmarken ausgabe. Die Ausgabe der für die Zeit vom 31. Mai bis 13. Juni gültigen Brotmarkenhefte findet laut Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in vor⸗ liegender Nummer am Samstag, den 29. Mai d. J., statt. * Diebstahl. Aus dem Hausflur eines hiesigen Geschästs wurde am zweiten Feiertag zwischen 10 und 11 Uhr vormittags ein Korb mit geräuchertem Lachs gestohlen. Die Kriminal- Abteilung des Polizeiamts(Weidengasse) nimmt sachdienliche Mit- teilungen entgegen. 3 1 ö 15 Kreis Alsfeld. W f h. Alsfeld, 25. Mai. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr. Heinrichs hielt der Kreistag des Kreises Uüsin⸗ gen seine diesjährige Hauptplenarsitzung hier ab. Nach der 9 dung des Vorstandes und der Ernennung der; Urkundspersonen be⸗ 8 sich die Versammlung mit dem Voranschlag über die Unterhaltung der Kreisstraßen, der gegen das Vorjahr eine 1 unwesentliche Erhöhung ausweist. Man beschloß der Errichtung einer Haltestelle im Köllnberg zur 1 der Steine Nast näherzutreten. Der Voranschlag wurde 85 1915 mit 154525 k(1914: 149 000 Mark) festgesetzt. ber Kreiskasse für 1915 wurde in Einnahmen un usgaben mit 331958 Mk. genehmigt.— Bis zum 5. Mai bewi, der Kreistag rund 1700 Anträge auf Kriessfamilienungese ien verausgabte für rund 5000 Personen monatlich 39 192 Mk. Zur Bestreitung dieser Ausgaben nahm der, e bisher 212 000 Mk. Darlehen auf. Er erhielt die 6 Bedarf weitere Darlehen für Unterstützungszwecke au men“ Aus dem Voranschlag der Kreiskasse sind unter den Ein n 10 7 folgende Posten von Interesse: Gemeindebeiträge 154 Mk., 1 Beiträge aus der Staatkskasse zu den Straßenbaukosten 40 220 Mk., zum gleichen 2 aus der Propinzialkasse 53052 Ml.,— 5 von Kreisstraßen 5600 Mk., Ersatz der Beihilfen an ehemaligs 5 * Kriegsteilnehmer 28 500 Mk.; unter den Ausgabeposten: Besoldungen 20 211 Mk., Tagegelder 7220 Mk. Kosten für den Landarmenverband 5000 Mk., Fürsorge für steskranke ufw. 25000 Mk., Provinzialkasse 43000 Mk., Straßenunterhaltungs⸗ kosten 154525 Mk., Beihilfen an ehemalige Kriegs teilnehmer 28649 Mk., Beiträge für gemeinnützige Unternehmungen 2900 Mk. Kreis Schotten. N. O Meiches, 24. Mai. Wie alljährlich, so sand auch heuer wieder der Pfingstgottesdienst auf dem unweit des Dorses gelegenen„Totenküppel“ im Freien statt. Auch dieses Jahr war der Festgottesdienst wieder zahlreich besucht. Die Feier nahm, vom herrlichften Wetter begünstigt, einen schönen, dem Ernst der Zeit entsprechenden Verlauf. 5 1 5 5 „Aus dem Vogelsberg, 24. Mai. Die Stachel⸗ beersträucher haben in diesem Jahre einen so herr⸗ lichen Blütenstand gehabt, daß bei einigermaßen gutem Wetter und Ausbleiben des Raupenfraßes eine sehr gute Ernte in Aussicht steht. Vogelsberger Stachelbeerwein und Gelee sind von bekannter Güte und bilden eine nicht un⸗ wichtige Einnahmequelle.. 8 8 Kreis Friedberg. Kriegsgesangenenlagers über Errichtung von f Arbeits⸗ e n.— Durch eine Neuordnung bestehen die zur Handels- kammer gehörenden Wahlbezirke u. g. fortan aus enden Be⸗ zirten: Wahlkreis Nidda(aus dem Amtsgerichts bezirk Ridda und der Gemeinde Berstadt); Wahlkreis Ortenberg erichts⸗ bezirt Ortenberg); Wahlkreis Schotten(A erichts bezirke Schotten und Ulrichstein und Gemeinde Groß-Eichen und Wahl⸗ che Lehrer zu gründen. Bei der Vorstandswahl n unter stürmischer Zustimmung einstimmig Landte sabg. Haupt⸗ lehrer Bach-Mainz zum Ob 5 Hauplle tlehrer Lösch⸗ 4 41311 1 . Erziehungsanstalt„Eltsabethhos⸗ 5 Fam entfernt. Alle 5 8 bleib waren ersolglos. Der G Herrn, einem Landwirt aus verkaufte, ist noch nicht ermittelt. in Cölbe sein Juhrwerk wiedergeholt. h. Frankfurt a. M., 25. Mai. u Kriegsbeginn ins Leben gerufene tzung ist kürzlich als unnötig —— Zahl der Unterstützten betrug Ende Ende Ende April 255.— Der E * übertraf trotz des Krieges alle Erwartungen. gingen vom Hauptbahnhose 5 auner, den Schaltern betrugen 212 nahmen früherer Pfingsten nah ezu erreicht. 5 h. Frankfurt a. M., 25. Mai. Ein Großfeuer zerstörte Wurstfabrik von Abt im Stadtteil Brand brach im Dachgeschoß aus Flammen an den bedeutenden dämmung des Brandes. halten werden. Der Schaden i mehr als 150 000 Mark geschätzt 5 4 Frankfurt a. M., 25. Mai. Homburger Landstraße im Stadtteil Gleise der Homburger Straßenbahn versuchten abend drei jugendliche Radfahrer vor dem heranbrausenden ren. Zweien gelang 1 wech dagegen, ein a er Maschine erfaßt, na vorn aufs Gleis geschleudert und dann e Der junge Mann wurde gräßlich verstümmelt und war Zuge noch die Gleise zu überfal das Wagnis mit knapper Not. 5 19jähriger Bursche, wurde von sofort tot. h. Usingen, bei ihnen noch vorhandenen Vorräte zu dem bisherigen Preise von 40 kauften, den jetzt eingetretenen Preis unterschie für den Doppelzentner zurückzuzahlen. vom Kreisausschuß mit 65 gewicht sestgesetzt. Braunfels, 26. Mai. Schlosse mit Reparaturarbeiten Beide wurden schwer verletzt. wird gezweiselt. „ 1 Märkte. FC. Wiesbaden. Viehhof⸗Marktberi Auftrieb: Rinder 135(Ochsen 29, Bullen 5, Kühe Kälber 278, 28 Schaf, Schweine 356.— rege. Die Preise hielten den seitherigen Stand. Mark für den [I Marburg, 25. Mai. Seit vorgestern haben sich aus der ter vier Mädchen Nachforschungen nach ihrem Ver— der vor 8 Tagen seinem Fr tebertshausen, Pferd und Wagen Der Eigentümer hat sich Die vom hiesigen Magistrat Arbeitslosenunter-⸗ aufgehoben worden. . August 1914 rund 3500, September 6447, Ende Januar 1915 nur noch 11859 und isenbahnvertehr zu Pfingsten * 5 Vom N e Mai N n or- und Nachzüge ab; in der gleichen Zeit trasen hier 72 solcher Züge ein. Die Einnahmen an 000 Mk., eine Summe, die die Ein- gewaltiges am Pfingstsonntagabend die Bonames. Der und verbreitete sich, da die 1. Wurst⸗ und Dörrfleischvor⸗ räten reiche Nahrung fanden, in wenigen Augenblicken über die ganze Fabrilanlage. Wassermangel verhinderte die zahl⸗ reichen Wehren an einem erfolgreichen Eingreifen zur Ein⸗ Nur das Wohnhaus konnte er⸗ st bedeutend, er wird auf Am Uebergange der Bonames über die 1 24. Mai. Der Kreisausschuß des Kreises Usingen beschloß, den Bäckern und Händlern für die am 1. 4 an Roggenmehl, das sie Doppelzentner d von 2 Mk. f Der Brotpreis wurde Pfennig für 3,5 Pfund Brot Trocken⸗ Gestern stürzten hier zwei am N n Dachdecker ab. lm Aufkommen des einen ch vom 25. Mai. d Färsen 101), Der Handel war mäßig N N Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Zwar ist der Druck über ganz Deutschland' etwas gefallen, werden wir für morgen noch trockenes Wetter, geringe Zunahme der Bewölkung zu erwarten neigung. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 27. Mat 19152 Meist heiter, trocken, warm, schwache Winde, Gewitterneigung. * doch wenn auch schon haben. Gewitter— Wer„K“ Brot ißt, erweist dem Vaterland einen Dienst. a Nachri Letzte Nachrichten. Das Vorspiel des Krieges mit Italien. Berlin, 26. Mai. Zur neuen Kriegslage schreibt Major Morath im„Berliner Tageblatt“: Das Vorspiel im Süden hat begonnen und wird jedes Männerherz der Zentralmächte er⸗ freut haben. Frisch und schnell war die Tatkraft der befreundeten Marine. Aufmerksam und wachsam steht auch die Wacht in den Bergen. Das Ableugnen und Verkleinern der Erfolge, wie Italien es versucht, kann uns nicht irre machen. Der Gipfel der Unwahrheit war schon vor der Kriegserklärung erklom⸗ men.— In der„Deutschen Tageszeitung“ beglückwünscht Graf Reventlow unseren Bundesgenossen zu diesem hervorragenden An⸗ fang und schreibt: Wir überschätzen dabei ebensowenig wie Oester⸗ reich und Ungarn die Stärke und Kraft des Feindes. Wenn die italienische Flotte nur halb so viel Initiative und Angriffsgeist zeigt, wie die österreichisch-ungarische, so werden wir bald von der Adria mehr hören. An der Kriegsgrenze in Oberitalien. Haag, 26. Mai.„Daily Chronicle“ bemerkt, das ganze Kriegsgebiet halle wider von den andauernden Spreng⸗ ungen, die die österreichisch⸗ungarischen Trup⸗ pen in der Nähe der Grenze entlang des Droue⸗ Flusses vornehmen. Um freies Schußfeld für die Ar⸗ tillerie zu gewinnen, werden Häuser umgerissen und Bäume umgeschlagen. Auf österreichischer Seite sind schon seit Februar starke Versperrungen hergestellt worden, Batteriestellungen, Lauf⸗ gräben mit Drahtverhauen und Anlagen. Hinter einzelnen Berg⸗ höhenzügen stehen österreichische Mörserbatterien. Auf italieni⸗ scher Seite werden zum ersten Male 38,5⸗Zentimeter⸗Mörser in Tätigkeit treten. Der Papst und der Krieg. Kopenhagen, 25. Mai. Der Korrespondent der„Poli⸗ tiken“ in Rom depeschiert an sein Blatt, fieberhafte Regsamkeit herrsche im Vatikan. Der Papst habe den Kardinal Vanutelli, Vorsitzenden des Heiligen Kollegiums, und eine Reihe anderer Kardinäle empfangen und sich lange mit jedem einzelnen von ihnen unterhalten. Es sei wahrscheinlich, daß diese Besuche in Ver⸗ bindung mit dem Plane stehen, in einem Hirtenbrief die Haltung des Vatikans unter Hinblick auf den Krieg darzulegen. Kriegsunlustige Reservisten. Genf, 25. Mai. Wie den schweizerischen Blättern von der Grenze berichtet wird, durchzogen am Pfingstsonntag in Turin wieder große Trupps eingerückter Reservisten demonstrierend und mit Schmährufen gegen die Regierung die Piazza Carlo. Wegen der sich immer ern. ndgebungen wurde den einrückenden gestern b N NN* A AFgeserwvisten das Betreten der inneren Stadt verboten. Die Mi⸗ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. litarzüge laufen nichr wehe Nene an n bene ein en. 5 dern halten sämtlich vor V„außerhalb der inneren Stadt. f 2 nnen Aus Turin werden mehrere feindliche Kundgebungen gegen die dort Mai 2 2 S SS SS aufhältlichen Deutsch⸗Schweizer gemeldet. 1 5 8 S S Wette 1 1016 S 8 FE S S S„„ Paris kritisiert schon. 8 5 4 e* 85 323 Genf, 25. Mai. Die italienische Heeresleitung erhält aus 1 e 5 41 1 5 7 Beispiel 1 4 N n zug e eine srapourtat eröffnete. Die Fach⸗ 2⁵ 2 759, 29, 55 2 8H 2 0 Sonnenschein] Kritik beschäftigt ich mit den Ursachen der mannigfachen Schwierig⸗ 25,9% 74% 17, 7% 50 ENXE 22 0. leiten des italienischen Aufmarsches. Bei rascherem Tempo hitten 26. 7 749, 14 7% 61 N 2 0.„ sich die Störungen der italienischen Organisation durch die Ver⸗ ö bündeten im Etschtale und bei Ancona verhindern lassen. Der Kritiker General Cherfils meint, der Hauptvorteil, den Frank⸗ Höchste eratur am 24. bis 25. Mai 1915= + 23,5 0. reich von einem italienischen Erfolge hätte, wäre die Nötigung 25. ig— 2 Niederschlag: 0, mm. 1915— + 11,0 Deutschlands, das Dreieck Ypern—Noyon—Pont⸗à⸗Mousson zu verkürzen; vorläufig sei aber noch nirgends eine Spur einer solchen Kürzung wahrnehmbar. 1 e 5 5 ee 40 I Bulgarische Presfestimmen über den Treubruch Itallens-⸗ R 383 Sofia, 25. Mai. Der bulgarische Dichter Christoff schreibt in der„Kambana“: Wenn die Italiener in ihren südlichen Temperament und mit theatralischen Geberden ihr eigenes Lob anstimmen und in solcher Verfassung gegen a ihre bisherigen Verbündeten paktieren, ohne deren Beistand 1 sie nie von Tripolis auch nur träumen durften, dann werden sie nichts anderes erreichen, als den Ruhm Deutschlands und Oesterreich-Ungarns zu erhöhen. Das Blatt ist über. zeugt, daß die Einmischung Italiens keinen großen Einfluß auf die Entscheidung ausüben würde, weil es keine wahrhaft moderne Armee habe und diese wenig diszipliniert sei. Das bulgarische„Handelsblatt“ schreibt: Die Zeutral⸗ mächte sehen jeder Möglichkeit mit Ruhe entgegen. Greift Italien seine bisherigen Verbündeten, denen es seine bis⸗ herige Großmachtstellung verdankt, an, ohne der Quadrupel⸗ allianz zum Siege zu verhelfen, dann sind die Folgen für Italien geradezu verhängnisvoll. Sollten aber die Kaiser⸗ mächte unterliegen, was heute nicht mehr wahrscheinlich ist, dann würde Rußland dafür sorgen, daß die Macht Italiens nicht in den Himmel wachse. Untersuchung gegen den Stadtrat von Venedig. Zürich, 25. Mai. Aus Lugano wird berichtet Die aus Venedig eingetroffenen Flüchtlinge berichten, daß in der Stadt eine verzweifelte Stimmung herrsche. Seit zwei Tagen herrsche abso⸗ ö luter Brotmangel. Ebenso fehle es an Maismehl, da seit dem 20. Mai alle Bahnen von und nach Venedig für Truppentrans⸗ porte in Benutzung standen. Gegen den Stadtrat von Venedig, der nach der Demission des Ministeriums durch Anschlag bekannt⸗ gegeben hatte, die Kriegsgefahr sei beseitigt und die Fremden könnten ruhig in Venedig bleiben, ist aus unbekannten Gründen ein Untersuchungsverfahren durch die Militärbehörden eingeleitet worden. g. Ein italienischer„Seesieg“. Chiasso, 26. Mai. Der„Corriere d'Italia“ meldete gestern einen großen italienischen Seesieg bei Ancona. Rom wurde so⸗ fort beflaggt. Zahlreiche Menschenmassen füllten die Straßen und zogen vor das Marineministerium. Bald darauf wird ein amt⸗ liches Tommuniqus herausgegeben, das den Sieg de⸗ mentiert. Die wütende Menge zog vor das Redaktionsgebäude des„Corriere d'Italia“ und nahm eine drohende Haltung ein, dessen verantwortlicher Redakteur wegen Verbreitung falscher Nachrich⸗ 0 ten verhaftet wurde. Der russische Import über Archangelsk. Stockholm, 25. Mai. Die russische Zeitung„Rjetsch“ bringt folgende Mitteilung: Der Ministerrat hat dem Chef des Handels⸗ und Industrieministeriums den Auftrag erteilt, allen Handelskammern Rußlands mitzuteilen, daß der Import von Waren via Archangelsk infolge der großen Inanspruchnahme der Bahn durch die Regierung bis auf Weiteres unmöglich ist. Die Regierung brauche jetzt nach Eröffnung der Schiffahrt sowohl den 9 Hafen von Archangelsk wie auch alle von demselben ausgehenden Bahnlinien für sich selbst. 4 —— Man sammle auch während Die Gerüchte sind falsch! deen Artengeeir ch Pere 5 Seisen Umhüllungen weiter für die bekannte Luhns Nabatt⸗Ver⸗ teilung“. Luhns Seifen für Haus putz und Wäsche. Verbürgt rein 0 45 Amtlicher Teil. 7 5 5 Bekanntmachung. 2 Das diesjährige Invaliden-Prüfungsgeschäft im Kreise Gießen findet wie folgt statt:.. 1 0 Am 4., 5. und 7. Juni ds. Is. beginnend 8½ Uhr vormit⸗ tags im Bezirkskommando in Gießen, Zimmer 31. N Am 8. Juni ds. Is, beginnend 9 Uhr vormittags im Hotel Hirsch in Grünberg. 5 g 1 Am 12. Juni ds. Is. beginnend 9 Uhr vormittags im Rat⸗ haus in Lich.. g Alle bis 1915 anerkannten Juvaliden und Rentenempfänger haben zu diesem Geschäfte zu erscheinen. Sie erhalten hierzu einen befonderen Gestellungsbefehl vom Bezirkskommando. 1 5 77 Gießen, den 19. Mai 1915. 0 1 Großherzogliches Bezirkskommando. 8 Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Hrolmarkenanggabe. 31. Mai bis 13. Juni gültigen Brotmarken- bhuefte findet statt: Samstag, den 29. Mai d. Is., 1—12 und 2— 6 Uhr. * * von Ausweiskarte, die umschläge der alten Markenhefte und etwa nicht verbrauchte Brot⸗ marken sind mitzubringen. g Ersparte Brotmarken werden nicht ab⸗ gezogen. g Giesen, den 26. Mai 1915. 3 Deer Oberbürgermeister. Keller. 4493 B Obethesssche Viehversichernngs⸗Austalt. N Mitglieder⸗Versammlung Samstag, den 29. Mai 1915, nachm. 3/ uhr, im Gasthause zum Solmser Hof in Hungen. . ö Tagesordnung: Vorlage der Rechnung pro 1914— Ertlastung des Vorstandes— Vorstandswahl— Besprechung . von Vereinsangelegenheiten. Nidda, den 20. Mai 1915. 5 Der Vorstand. bst pein-Healerei Müh. aper, Jum Arokodl“ * pfelwein im Tapf Spargel! Spargel! Täglich zweimal frisch gestochen in bekannter Güte. Kopf-Salat, Gurken usu. A emp- nso 9 siehlt zu billigsten Tagespreisen Heinrich Huhn. i 85 Vestellungen werden täglich in meiner Wohnung, unhofstr. 30, bis abends 6 Uhr entgegen genommen. 4483 . Mer hilt 0 den Aushungerungskrieg Englands zu bekämpfen. Hausfrauen! bereitet jede Woche wenig stens ein Fischgericht um den Fleischvorrat zu schonen. Keine abfärbende Wasserersme! Schu hputz Nigrin 0 gibt ohne Mühe tadellosen, tiefschwarzen nicht abfärbenden Hochglanz! Sofortige Lieferung! 1 Auch Schuhfett und Seifenpulver Schnee- könig lerstklassiges Produkt) und Veilchen⸗ seifenpulver Goldperle. Elegante neue Heerführerplakate. 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Kassenvorrat 22608.40] 1913 200.— 4079.09 Vorlagen AOS Ausstände 12460.93 Stonds 504.30 Mobilien 39.06 Zu⸗. 5% uAb⸗ weis schreib. 1.95 37.11] aus d ö Reinge— winn p. 1913 300.— 4804.30 5 Reingewinn 1903.32 754924.78 754924.78 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913. 25 —TT....., c 75 e Stand Ende 1914. 5. Geschäftsguthaben Ende 1913.. 11564.— * Zugang 1911 29386. Stand Ende 19114„12500.— re 25000.— * N 1000.— 5 V 9900 Stand Ende 1914 8 25000.— Direktor Schwalb. ö 1. Rechnungsvorlage. 4481 scheidendes Vorstandsmitglied. über Verwendung des Reingewinns. 4. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat:“ Konrad Hof II. Die Rechnung liegt 8 Tage lang im Kassenlokal des Rechners zur Einsicht der Beteiligten offen. 5 0 Der Vorstand der Spar⸗ und Leihkasse E. G. n. h. 5. 7 zu Großen⸗Buseck. Rechner Schmidt. Kontrolleur Stephan. Generalversammlung Donnerstag, den 3. Juni, nachmittags 4 Uhr in der Wirtschaft v. Karl Siegfried in Großen-Buseck. Tages⸗Ordnung: Wahl für ein aus⸗ 3. Beschlußfassung nN U Schöne 6- Zimmer- Wolnung nebst Zube⸗ hör u. Gartenanteil, erster Stock, per 1. Juli zu verm. Samuel Rosenbaum, West⸗Anlage 46. 30% Hekrschaftliche h⸗Zimmer⸗ Wohnung(Wilhelmstr.) mit allem Zubehör per sofort od. sp. zu verm. Näb. bei L. Altboff und Liebig⸗ straße 83 im Laden. 173 Ludwigstr. 27, I. Stock- schöne gr. 8-Zimmer wohnung, neu hergerichtet, elekix. Licht, Gas und alles Zubehör, zu vermiet. Näh. Parterre. D Zimmer Bahnhofstr. 391 5⸗Zimmerwobnung m. Zu⸗ bebör per sogleich oder 1. Juli zu vermieten. Näheres im Hinterhause daselbst. 3197 Herrschaftliche J⸗Zinmer⸗ Wohnung(Wilhelmstr.) mit allem Zubehör sogleich odex später zu vermieten. Näheres bei I. Althof und blebigs trade 83 im Laden.(4 Gr. 5 Zimmer-Wohnung per 1. Juli zu vermieten. 3200 Bleichstraße 8, d. 92700 5 Zimmer mit reichl. Zubehör, Kochgas, elektrisch, Licht, Gartenanteil p. 1. Juli oder früher zu vermieten. Karl Malkomesins, Kaiser⸗Allee 14. 18 Billige Preise! eingetrossen. 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